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Hilfsorganisationen DRK-Wasserwacht für Haupt-Badesaison an Ostsee gerüstet

An diesem Wochenende starten die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Für viele Familien ist die Ostsee beliebtes Reiseziel. Für das Personal auf den Rettungstürmen bedeutet der Ferienstart aber auch wieder mehr Arbeit.
Ein Rettungsschwimmer steht in einem Häuschen der Wasserwacht. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Ein Rettungsschwimmer steht in einem Häuschen der Wasserwacht. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Die DRK-Wasserwacht ist nach eigenen Angaben für die nun beginnende Hauptsaison an den Badestränden in Mecklenburg- Vorpommern gerüstet. In den Ferienwochen seien täglich bis zu 180 Rettungsschwimmer im Einsatz, um an Ostsee und Binnengewässern für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen, sagte der Präsident des DRK-Landesverbandes, Werner Kuhn, am Dienstag in Schwerin.

Diese Aufgabe teile sich das DRK seit Jahren mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Laut Kuhn kümmert sich die DRK-Wasserwacht dabei verstärkt um die Seen im Binnenland, ist aber auch an 14 Stränden an der Ostseeküste präsent. Darunter seien mit Heiligendamm, Warnemünde und den Kaiserbädern auf Usedom vielbesuchte Ferienorte. Von Mitte Mai bis Mitte September sind insgesamt etwa 2800 ehrenamtliche Rettungsschwimmer von DRK und DLRG in 43 Küstenorten und an knapp 60 Badeseen aktiv.

Das DRK stelle für die gesamten Badesaison etwa 1310 Rettungskräfte. In der Hauptsache seien dies Schüler und Studenten, die zur drei Vierteln aus anderen Bundesländern anreisten. «Viele unserer Helfer kommen aus Sachsen oder Sachsen-Anhalt. Das ist leicht an der Sprache erkennbar», sagte Kuhn.

Mit beiden DRK-Landesverbänden bestünden seit langem gute Kooperationen. Doch werde es angesichts eines veränderten Freizeitverhaltens junger Leute und gut bezahlter Ferienjobs in Handel und Tourismus immer schwerer, Interessenten zu gewinnen. «Wer Geld verdienen will, der ist bei der Wasserwacht falsch», sagte Kuhn. Neben freier Logis gebe es eine Aufwandsentschädigung von etwa 30 Euro am Tag. In einigen Ferienorten böten Hotels auch kostenloses Frühstück.

In der Vorsaison waren die Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht im Schnitt täglich als Helfer in der Not gefragt. Nach Angaben Kuhns bewahrten die speziell ausgebildeten Retter im Sommer des Vorjahres 131 Badegäste vor dem Ertrinken. In 174 Fällen sorgten sie nach akuten Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall dafür, dass Strandbesucher schnell ärztliche Hilfe erhielten. In sieben Fällen konnten sie 2016 aber nicht verhindern, dass für Ferienäste das Baden tödlich endete.

Nach Angaben Kuhns müssen die Rettungsorganisationen zunehmend auch feststellen, dass Badegäste Hinweise und Warnungen der Helfer ignorieren und sich so leichtfertig Gefahren aussetzen. «Hauptursachen für schwere Badeunfälle sind Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Verletzung elementarer Baderegeln», erklärte der DRK-Präsident und appellierte an die Einsicht der Strandbesucher. Wenn ein Badeverbot verhängt werde, gebe es dafür auch gute Gründe. Wer das Verbot missachte, bringe nicht nur sich, sondern unter Umständen auch die Rettungskräfte in Lebensgefahr.

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DRK-Wasserwacht für Haupt-Badesaison an Ostsee gerüstet
An diesem Wochenende starten die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Für viele Familien ist die Ostsee beliebtes Reiseziel. Für das Personal auf den Rettungstürmen bedeutet der Ferienstart aber auch wieder mehr Arbeit.
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