Böser Lächler
Der PG Elektrus linst böse mit seinen Amphibien-Augen auf die Straße. Sein gigantisches Grill-Maul reißt er zu einem angriffslustigen Lächeln auf. Am Heck glühen die x-förmig angeordneten LEDs lässig vor sich hin, unter ihnen sitzt ein überdimensionierter Diffusor-Block. Wenn auch ein bisschen sperrig, wirkt das gesamte Design doch stimmig. Der Wagen fällt auf und vermittelt das Gefühl, potent zu sein. Michael Fröhlich hat viel gezeichnet und mit Gips modelliert und seine gesamte Erfahrung eingebracht, um seinen Traum von einem modernen eigenständigen Sportwagen zu verwirklichen. Der 62-jährige handelt in Düsseldorf mit hochwertigen Oldtimern - wer beispielsweise ein Papst-Mobil möchte, kann sich an Fröhlich wenden. Außerdem baut der enthusiastische Mann seit 25 Jahren die Sportwagen-Ikone Phoenix Cobra und verfügt somit über einiges an Erfahrung in der Fahrzeug-Kleinserienfertigung.
Luft- und Raumfahrt
Als Basis für den Elektrus dient eine herkömmliche Lotus Elise. Diese kauft Fröhlich in England ein und baut sie an seinem Firmenstandort in Düsseldorf komplett um - die dabei anfallenden überschüssigen Komponenten werden als Ersatzteile weiterverkauft. Eines etwas bulligeren Auftritts willen hat Fröhlich den Elektrus ein paar Zentimeter breiter und länger gemacht als die Elise. Im Innenraum kommt davon freilich nichts an: Die Kabine bietet die gewohnt engen Lotus-Abmaße. Das Dach lässt sich nach wie vor entfernen und das Einsteigen bei geschlossenem Dach sollte kurz geübt werden. Sitzen wir erstmal hinterm Steuer, fallen uns die vielen metallenen Kippschalter auf, die an Technik aus der Luft- und Raumfahrt erinnern. Der puristische Race-Style wird durch einen in der Mittelkonsole positionierten und mit einem roten Abdeck-Kästchen geschützten Startknopf abgerundet.
Ecken-Ergonomie
Fahrer mit 1,88 Meter Körpergröße passen in den Elektrus. Aber: Die Pedalerie ist ein bisschen fisselig. Um das Gaspedal zu erreichen, müssen wir unser rechtes Bein an der Mittelkonsole vorbeischieben und den Fuß dann nach rechts wegdrehen. Wir möchten uns deshalb immer ein bisschen nach links versetzt hinsetzen. Das erinnert an Klassiker wie den Lancia Stratos oder in Sachen Enge eben an die Cobra. Was uns noch auffällt: Der Prototyp könnte stärkere Frontscheinwerfer vertragen - das stylische Lichtsystem braucht in der Serie mehr Bums.





















