Attraktive Haut
Bevor wir uns dem neuen Getriebe zuwenden, betrachten wir kurz die äußeren Werte der Giulietta. Der Fünftürer sticht deutlich aus der Kompaktwagen-Masse hervor. Vorne prangt stolz das "Scudetto", der typische Alfa-Grill, während das Markenlogo am Heck von vertikalen, gut sichtbaren LED-Rückleuchten eingerahmt wird. Das seitliche Profil erinnert insbesondere im Bereich der C-Säule an den 1er-BMW. Doch Alfa kopiert den Bayern nicht. Wir finden: Eine gelungene Designsprache, zumal der neue 1er optisch an Präsenz verloren hat. Mit 4,35 Meter ist die Giulietta übrigens drei Zentimeter länger als der BMW. Besonders gefällt uns der Schwung im hinteren Seitenfenster des Alfas, dort verbergen sich die Türgriffe. Hinzu kommt eine abfallende Dachlinie, die jedoch im Fond Konzessionen an die Kopf- und Beinfreiheit verlangt.
Weniger ist mehr
Wechseln wir nun ins Cockpit: Hier hat Alfa aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und ein adrettes Ambiente geschaffen. Aufgewertet wird die Räumlichkeit durch Dekoreinlagen. Besonders nett anzuschauen sind die optionalen Leisten aus dunklem gebürstetem Aluminium. Während im BMW 1er eine wuchtige Mittelkonsole Fahrer und Beifahrer trennt, setzt die Giulietta auf eine elegantere Lösung. Der untere Bereich mit den großen Klimareglern ist nicht nur recht schmal, sondern auch nach hinten zurückversetzt. So fühlen sich die Knie richtig wohl, hinzu kommt viel Platz für Schultern und Arme. Alles perfetto also im Alfa? Nicht ganz, ein paar Kleinigkeiten stören das positive Bild: Den Vordersitzen mangelt es an Seitenhalt, einige Bedienknöpfe könnten größer sein, zudem wirkt die Darstellung auf dem 6,9 Zoll großen Navi-Display etwas angestaubt.




















