Auslöser für die Verluste war laut Händlern, dass S&P die Kreditwürdigkeit zahlreicher Banken in den USA und Europa abgestuft hat. Die Ratingagentur senkte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank von "stabil" auf "negativ", das Rating von "A+" zugleich aber bestätigt. Das Commerzbank-Rating blieb unverändert bei "A" mit negativem Ausblick. Der Schritt sei eine Folge der am 9. November bekanntgegebenen Einführung neuer Bewertungskriterien, teilte das Institut am Dienstag mit.
ANALYST RECHNET MIT MEHR DRUCK AUF DIE BRANCHE
Für Analyst Michael Rohr von Silvia Quandt Research sind die Aktionen an
sich keine große Überraschung, nachdem S&P die Revision der Methodik bereits
angekündigt habe. Allerdings habe er bei der Anzahl mit weniger Aktionen
gerechnet. Etwas verwirrend sei zudem, dass auch große, gut diversifizierte und
weltweit tätige Bankengruppen wie etwa die britische HSBC
Der Experte stellt nach den Schritten der Ratingagentur in Aussicht, dass sie den Druck auf die Branche insgesamt erhöhen werden. Die Risikoaufschläge für Kreditausfallversicherungen (CDS) dürften steigen und auch am Interbankenmarkt könnten die Abstufungen auf absehbare Zeit ihre Spuren hinterlassen. Höhere Refinanzierungskosten im Großkundengeschäft der Banken seien wahrscheinlich, so der Experte. Die Deutsche Bank habe ihren Kapitalbedarf für das Jahr 2011 jedoch schon längst gedeckt und bereits mit Maßnahmen für 2012 begonnen, so der Experte. Deshalb dürften die Auswirkungen auf den deutschen Marktführer begrenzt bleiben.
AUCH EUROPÄISCHE UND US-BANKEN BETROFFEN
Neben HSBC wurde auch die Bewertung der Royal Bank of Scotland
Das Schicksal einer Abstufung durch S&P erlitten zudem zahlreiche große
Banken in den USA: Die Bewertungen der Citigroup


