Ganz anders sieht das Arbeitsgebiet der forensischen Psychologen aus. Im Auftrag des Gerichts befassen sie sich als Sachverständige beispielsweise mit der tatsächlichen Strafreife von Jugendlichen, mit Sorgerechtsfragen, aber auch mit der Motivation von Verbrechern oder Glaubwürdigkeit von Personen.
Bei Gewaltverbrechen wie Vergewaltigung, körperlicher Misshandlung und Kindesmissbrauch, bei Erpressung und Betrug stehen sie aber auch den Opfern als Ansprechpartner zur Verfügung. Daneben können sie in Gefängnissen für die psychologische Betreuung von Strafgefangenen zuständig sein. Schließlich schulen sie Polizisten in der Konfliktbewältigung.
Universitätsstudium mit eigenem Schwerpunkt
Interessenten absolvieren ein Psychologie-Studium an einer Universität mit dem Schwerpunkt forensische oder Rechtspsychologie, wie es zum Beispiel an der Uni Bremen angeboten wird. Hier kann der Studierende im Hauptstudium aus folgenden Schwerpunkten auswählen:
- Arbeits- und Organisationspsychologie
- Klinische Psychologie
- Pädagogische Psychologie
- Rechtspsychologie
- Neuropsychologie






