Schließlich arbeiten Angestellte heute meist mit zahlreichen Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern zusammen. Stillose Rüpel, die ihr Gegenüber vor den Kopf stoßen, gefährden da den Unternehmenserfolg. "Lücken in der Etikette sind zwar kein absolutes K.-o.-Kriterium", beobachtet Susan Zaddach von der Personalberatung Access. "Es kann aber das Zünglein an der Waage sein, wenn zwei ähnlich qualifizierte Kandidaten aufeinandertreffen."
Die meisten Personalchefs achten gezielt auf die ersten Sekunden. Wie begrüßt jemand die Dame am Empfang? Bleibt der Kandidat stehen, bis ihm ein Platz angeboten wird? "Wir bieten eine qualitativ hochwertige Dienstleistung an, bei der Kunden ein entsprechendes Auftreten erwarten", erklärt Per Breuer von der Strategieberatung Roland Berger. Bei Bewerber-Auswahlverfahren provoziert er Kandidaten auch und setzt sie bewusst unter Stress. "Da sehen wir genau, ob jemand souverän in ungewohnten Situationen reagiert", begründet Breuer das Störmanöver.




