Grafik
Grafisch bietet das Spiel solide Genre-Kost. Die Polygon-Protagonisten agieren vor bewegungsarmen, aber detailreichen Render-Hintergründen, der Lichteinfall wird in Echtzeit berechnet. Die Animationen wirken allerdings noch nicht ausgereift und allzu steif, was vor allem in den Dialogen auffällt. Deren Vertonung ist zumeist hervorragend gelungen, die Sprecher spielen ihre Figuren überzeugend, wobei die realistisch geschriebenen, nur selten klischeehaft wirkenden Texte ihren Teil zur Glaubwürdigkeit beitragen.
Das ist umso wichtiger, als der Schwerpunkt des Spiels offenbar auf der Geschichte und weniger auf den Rätseln liegt. Bislang sind wir auf keine anspruchsvollen oder gar schwierigen Passagen gestoßen; die Zielgruppe liegt eher im Bereich der Gelegenheitsspieler.
Handlung
Die Handlung präsentiert sich unterhaltsam und ohne Leerlauf. In einem gelungenen cineastischen Stil erzählt 15 Days auch Details aus dem Leben der Protagonisten, etwa Cathryns belastete Beziehung zu ihrem Vater, und verleiht ihnen dadurch Glaubwürdigkeit.
Der Ermittler Stern ist dabei mit seinem Sarkasmus und denn daraus folgenden amüsanten Gesprächen der humoristische Kontrapunkt. Der spielerische Ablauf entspricht in seiner Linearität dem filmischen Ansatz: Die Charaktere können eine Szene erst verlassen, wenn sie alle dortigen Aufgaben erfüllt haben. Dazu gehören auch Minispiele, die sich nach etwas Wartezeit auch automatisch lösen lassen. Eine nette Idee der Entwickler sind die benutzbaren Computer, in deren Suchmaschine Sie die Telefonnummern Verdächtiger finden müssen. Das ist nicht herausfordernd, sorgt aber für eine gewisse Authentizität.
Steuerung
Die Steuerung funktioniert intuitiv und zuverlässig: Per Doppelklick sprinten Ihre Schützlinge schneller an die gewählte Position, und eine Übersichtskarte ermöglicht Schnellreisen zu bereits besuchten Orten. Lediglich die Hospot-Anzeige ist für manche Hintergründe etwas hell geraten.
In Zusammenarbeit mit www.gamestar.de











