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Tomb Raider

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Damit Lara nicht abrutscht und in den Tod stürzt, muss der Spieler abwechselnd zwei Tasten (im Bild die Xbox-Befehle) drücken.

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Damit Lara nicht abrutscht und in den Tod stürzt, muss der Spieler abwechselnd zwei Tasten (im Bild die Xbox-Befehle) drücken.

 
 
Im Japanischen Meer

Die gerade erfolgreich von der Uni verduftete Miss Croft ist auf einem Schiff durchs japanische Meer unterwegs, das sie auf eine Insel bringen soll. Dort will Lara ihre erste bedeutende archäologische Entdeckung machen, um der Welt und sich zu beweisen, dass sie mehr ist als der hübsche Sprössling einer berühmten aristokratischen Forschersippe. Doch das Schiff wird die angepeilte Insel niemals erreichen. Die Endurance gerät in einen Sturm und zerschellt an der schroffen Küste eines unbekannten Eilands. Der Frachter versinkt in den Fluten und alles um Lara herum in Schwärze.

Die Höhle des Todes

Die Schwärze wird schon bald gegen ein diffuses Dämmerlicht eingetauscht. Die junge Frau erwacht, kopfüber von der Decke baumelnd, in einer Höhle. Sie ist mit dicken Seilen in einen alten Jutesack geschnürt und nahezu bewegungslos. Aber sie kann sehen. Und was sie sieht, trägt nicht gerade dazu bei, sich in der ohnehin schon misslichen Situation wohler zu fühlen. Weitere baumelnde Jutesäcke, darin Leichen. Skelette in den Winkeln der Höhle, ein menschlicher Körper über einem blasphemischen Altar aufgespannt. Offenbar frisch in einem irren Ritual geopfert. Wer bei einem solchen Anblick nicht schon auf beiden Beinen stehend einer Ohnmacht nahe kommt, hat nicht nur Nerven aus Drahtseilen, sondern auch sonst das Empfinden eines Stahlblocks.

Der jungen Croft gehen Drahtseilnerven noch ab. Ob sie die nach Crystal Dynamics’ Konzept des neuen Tomb Raiders jemals erhalten wird, ist sowieso anzuzweifeln. Wie auch immer: Lara, gefangen, wehrlos, verfällt in Panik, schreit ihre Furcht völlig untypisch heraus und versucht, sich mit ruckhaften Bewegungen aus der prekären Situation zu befreien. Der Jutesack sitzt fest, aber Lara schwingt plötzlich sichtbar und stößt an einen Körper, der neben ihr von der Decke hängt. Dieser Körper wiederum kommt mit einer der Fackeln, die die Höhle schwach beleuchten, in Berührung. Jute und Schnüre gehen in Flammen auf, der Leichnam fällt zu Boden. Und Lara geht im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Man sieht es auf ihrem Gesicht, es kostet sie ungeheure Überwindung, so nah an die Fackeln zu schwingen, dass sie selbst Feuer fängt. Doch Lara tut es -- mit Hilfe des Spielers. Gut: Die brennenden Seile lösen sich schnell. Die Heldin rutscht aus ihrem tuchenen Gefängnis, stürzt dem Boden entgegen und schreit abermals auf. Eine nahe Kameraeinstellung enthüllt den Grund. Eine spitze Metallstange hat sich in ihre Seite gebohrt. Unter großen Schmerzen entfernt Lara den Dorn. Blut läuft sichtbar über ihr verdrecktes Hemd. Tränen laufen sichtbar über ihr verdrecktes Gesicht. Bei der alten Lara war so etwas undenkbar.

Schädelmatsche

Aber es ist keine Zeit für Tränen, Lara ist längst noch nicht außer Gefahr. Schritte in der Ferne deuten an, dass sie nicht allein ist. Sie muss aus der Höhle verschwinden. Der Spieler lenkt die Heldin durch Korridore, durch klaustrophobisch enge Schächte. Als die junge Frau in einen schmalen Tunnel krabbelt, schließt sich plötzlich eine Hand um eine ihrer Fesseln. Eine männliche Stimme redet auf sie ein. Sie solle keine Angst haben, man wolle ihr doch nur helfen. Gibt der Spieler in dieser Situation nach, zerrt der Unbekannte Lara aus dem Loch, dreht sie auf den Rücken und versenkt dann eine lange Klinge in ihrer Brust. Game over. Von solchen Situationen soll es im neuen Tomb Raider viele geben. Dabei fallen Laras Tode stets brachial aus. Die Entwickler schrecken nicht mal davor zurück, ihren Schädel von einem Felsbrocken zerschmettern zu lassen. Miss Crofts Neustart richtet sich also ganz klar an erwachsenes Publikum.

In Zusammenarbeit mit www.gamestar.de
 
 
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