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Risen 2

In Risen 2: Dark Waters wandeln wir uns vom Säufer zum Piraten, der sich nebenberuflich als Gnomen-Übersetzer und Kanonenstopfer betätigt. Wir haben das Rollenspiel beim Publisher Deep Silver in Augenklappenschein genommen.

 

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Das Monsterdesign, genau wie Landschafts- und Stadtarchitektur gehören in Risen 2 zu den großen Stärken.

© IDG

 

Das Monsterdesign, genau wie Landschafts- und Stadtarchitektur gehören in Risen 2 zu den großen Stärken.

 
 

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Dauerhaft mangelnde Anerkennung im Berufsleben kann zu Depressionen führen, im Volksmund auch »Burnout« genannt. Dass dieses Phänomen nicht nur auf die Arbeitswelt, sondern auch auf die virtuellen Welten des Rollenspiels Risen 2: Dark Watersübergegriffen hat, wird anhand der psychischen Verfassung des Hauptdarstellers deutlich.

Die Handlung des umfangreichen Rollenspiels beginnt einige Jahre nach dem ersten Teil. Am Ende von Risen ist es dem Helden unter Einsatz seines Lebens gelungen, den bösen Feuertitanen zu vernichten und die Insel Faranga vor der völligen Zerstörung zu retten. Doch anstatt von seinen Mitmenschen wie ein Held gefeiert zu werden, wird der namenlose Schwertschwinger ignoriert. Auch sein großer Sieg über den Feuertitanen ringt den Bewohnern bestenfalls ein müdes Lächeln ab.

Es kommt wie es kommen muss, der Mann ohne Namen sucht auf der Insel Caldera Trost im Alkohol, zerwühlten Bettlaken und Kneipenschlägereien und suhlt sich nach allen Regeln der Kunst im Selbstmitleid. Beim Publisher Deep Silver in München haben wir den Protagonisten auf seinem Entzugsprogramm begleitet und ein paar Schauplätze in der Welt von Risen 2 besucht.

Die Story: Abenteuer unterm Totenkopf

Die Seefahrt ist in Risen 2: Dark Waters quasi zum Stillstand gekommen. Riesige Ungeheuer zermalmen jeden Versuch, eine größere Strecke zurückzulegen. Alle Schiffe enden in den dunklen Tiefen der Meere. Alle, bis auf Dreimaster unter Piratenflagge. Der berühmt-berüchtigte Kapitän Stahlbart soll ein Mittel besitzen, mit dem die von Ungeheuern beherrschte See wieder sicher gemacht werden könnte, heißt es.

So wird der frustrierte Held zwangsausgenüchtert und auf den Piraten angesetzt. Kenner des Vorgängers werden ebenso wie der Held bei der Erwähnung des Namens Stahlbart ins Grübeln kommen, denn im ersten Teil der Serie bekam es der Held mit Patty, der Tochter des Piraten zu tun. Da die fesche Fechterin einen bleibenden Eindruck im Herzen des Helden hinterlassen hat, freut man sich umso mehr über das Wiedersehen der beiden am Strand Calderas. Und weil Patty ebenfalls auf der Suche nach ihrem Vater ist, tun sich die beiden Abenteurer zusammen und machen sich auf den Weg nach Takarigua, wo es gilt, die verschworene Piratenbande zu unterwandern.

Die Welt: Geteilt und doch offen

In Risen 2: Dark Waters macht Piranha Bytes einiges anders. Die erste und offensichtlichste Neuerung: Trotz des eingangs erwähnten Alkoholkonsums hat der Held sein Gedächtnis nicht verloren (wie sonst eigentlich jeder Protagonist in Spielen des Entwicklers). Weiterhin ist die Welt von Risen 2, die aus ein paar Inseln und Küstengebieten auf dem Festland besteht, nicht von Anfang an komplett frei begehbar.

Anstatt von Beginn an überall hinzukommen, gibt es Inseln, die erst mal unerreichbar sind, weil ein entsprechendes Schiff fehlt. Damit wollen die Macher den Spieler mehr bei der Hand nehmen und nicht direkt ins kalte Wasser schmeißen. Quests, die wie im Vorgänger auf verschiedene Weise zu lösen sind, bauen also aufeinander auf und werden langsam schwerer. Sorgen um die Freiheit braucht ihr euch aber nicht zu machen, denn habt ihr die verbleibenden Gebiete erst mal erreicht, entfaltet sich das für Spiele wie Risenund Gothic 2typische Freiheitsgefühl.

In Zusammenarbeit mit http://www.gamestar.de
 
 
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