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Assassin's Creed: Revelations

Im Test zu Assassin's Creed: Revelations klettern wir nicht nur über Konstantinopels Dächer, wir klären auch die Frage, ob Ezios letztes Abenteuer nun das große Finale oder eine aufgeblasene Mogelpackung ist.

 

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Assassins Creed: Revelations

© IDG

 

Assassin's Creed: Revelations

 
 

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Dank hervorragender Medizin und begünstigten Umständen dehnt sich die Lebensspanne des Einzelnen immer weiter aus. Dumm nur, dass auf deutschen Entbindungsstationen derweil eine ziemliche Flaute herrscht. Die Folge: Immer mehr älteren stehen immer weniger junge Menschen gegenüber. Selbst vor Videospielen macht diese Entwicklung nicht halt: Auch virtuelle Helden werden älter, Falten graben sich in einstmals glatte Gesichtstexturen, und körperlich anstrengende Aktionen werden von gequältem Stöhnen begleitet.

So etwa bei Ezio Auditore da Firenze, dem wir in Assassin’s Creed 2bereits kurz nach dem Zerschneiden der Nabelschnur zum ersten Mal begegnet sind. Wir haben seine Flegeljahre durchlebt, mit ihm gezittert und schließlich ansehen müssen, wie der Hammer des Schicksals aus dem charmanten Herzensbrecher einen finsteren Rächer geschmiedet hat. Jetzt, in Assassin’s Creed: Revelations, steuert der gealterte (aber nicht alte) Ezio auf den Höhepunkt seines Lebens zu.

Kopierschutz: Ubisoft Game Launcher
Wie nahezu jedes Ubisoft-Spiel muss Assassin’s Creed: Revelations über den Game Launcher online aktiviert werden. Einmal mit Ihrem Konto verknüpft, dürfen Sie das Programm auf beliebig vielen Rechnern installieren. Ein Weiterverkauf ist dann allerdings nicht mehr möglich. Gut: Anders als in der Urfassung von Assassin’s Creed: Brotherhood muss Ihr PC beim Spielen nicht dauerhaft mit dem Internet verbunden sein. Lediglich die erste Aktivierung erfordert einen Online-Zugang.

Die Geschichte: so packend wie eh und je

Revelations setzt direkt nach dem Ende seines Vorgängers Brotherhoodan: Ezios Rachedurst an den Mördern seiner Familie ist gestillt, und der ungestüme Kämpfer von einst ist in Ehren ergraut. Doch obwohl seine Feinde vernichtet sind, findet der Edelmann keine Ruhe und versucht weiter, die Geheimnisse hinter dem Krieg zwischen Templern und Assassinen aufzudecken.

Seine Reise führt ihn nach Konstantinopel. In dieser Stadt hat Ezios Urahn Altaïr fünf Schlüssel versteckt, die eine geheimnisvolle Tür unter der aus dem ersten Assassin’s Creedbekannten Burg Masyaf öffnen sollen. Gerüchten zufolge verbirgt sich hinter der Tür ein mächtiges Artefakt, das den Ordenskrieg beenden könnte. Natürlich haben die Templer ebenfalls Wind vom Artefakt bekommen und versuchen ihrerseits alles, um die Schlüssel zu ergattern.

Während Ezio in Konstantinopel auf der Suche ist, hat sein Nachfahre Desmond Miles weitaus existenziellere Probleme: Seit dem Ende von Assassin’s Creed: Brotherhood liegt der ehemalige Barkeeper im Koma.

Damit sein Bewusstsein sich nicht auf Nimmerwiedersehen verabschiedet, haben ihn seine Mitverschwörer wieder an den Animus gestöpselt. Allerdings sieht es innerhalb der Maschine deutlich anders aus als in den Vorgängern: Das sterile Weiß ist einer neuen Szenerie gewichen, einer Insel, auf der Monolithen sich in einen düsteren Himmel recken.

Anders als in den Vorgängern fällt Desmond in Revelations eine deutlich größere Rolle zu. Nach und nach erscheinen auf der Insel nämlich auch Zugänge zu Desmonds Vergangenheit, die durch das Sammeln von Dateifragmenten geöffnet werden. So erfahren wir in aberwitzigen Sequenzen von den wichtigsten Stationen im Leben des jungen Mannes. Ein cleverer Schachzug, denn auf diese Weise sorgt Revelations bei Serienfans nicht nur für einige Aha-Erlebnisse, sondern verleiht dem bisher arg blassen Charakter mehr Tiefe.

Das Spielgefühl: gewohnt großartig

Trotz des größeren Story-Gewichts von Desmond fühlt sich Assassin’s Creed: Revelations an wie ein Buch, das man nach einer längeren Unterbrechung weiter liest. Es braucht nicht mehr als ein paar Minuten des Eingewöhnens, schon ist man wieder mittendrin im Konflikt der Templer und Assassinen und sieht fasziniert dabei zu, wie die gewohnt gut erzählte Geschichte neue Verbindungen zu vergangenen Ereignissen herstellt und einem dramatischen Ende (nebst offener Fragen) entgegenstrebt.

Doch bevor es soweit ist, warten gefährliche Aufträge, Aussichtstürme, zahlreiche Gegner und Geheimnisse darauf, ausgeführt, erklettert, getötet und aufgedeckt zu werden. Den größten Teil der etwa zehn bis zwölf Stunden dauernden Haupthandlung verbringen wir in der Kutte von Ezio, der Konstantinopel unsicher macht. Als historischer Unterbau des Abenteuers dient dieses Mal ein Erbfolgekrieg, in den Ezio hineingezogen wird. Nebenbei erlebt der alternde Attentäter eine zarte Liebesgeschichte und muss erkennen, dass blinder Gehorsam manchmal zum Tode Unschuldiger führt.

In Zusammenarbeit mit http://www.gamestar.de
 
 
Weiter: Die Neuerungen: sparsam, aber sinnvoll
 
 
 
 
 
 
 

 

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