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Adventure

 

The Rockin' Dead

Die Lead-Sängerin einer spärlich bekleideten Girlie-Metal-Kombo nimmt es im 3D-Adventure The Rockin' Dead mit Elvis-Zombies und headbangenden Skeletten auf. Klingt abstrus? Ist es auch, in vielerlei Hinsicht - wie unser Test beweist.

 

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The Rockin Dead

© IDG

 

The Rockin' Dead

 
 
Zeitgemäßes Blockbuster-Kino setzt voll auf den 3D-Trend und das Publikum zieht offensichtlich mit. Da ist es scheinbar egal, ob der Film historische Mythen mit Füßen tritt (Kampf der Titanen), schamlos zusammengeklaut ist (Avatar = Dune + Pocahontas + Der mit dem Wolf tanzt + Red Scorpion) oder aus einem skurrilen Kinderbuchklassiker einen Herr der Ringe-Aufguss macht (Alice in Wonderland). Nun soll der allgegenwärtige 3D-Boom auch noch das Heimkino und den Spiele-PC heimsuchen. Nachteil: Kostspielige Neuinvestitionen in Bildschirme, Grafikkarten und Shutter-Brillen sind von Nöten. Doch es geht auch günstiger, dachten sich die deutschen Entwickler von Grasland Production und kramten für das Adventure The Rockin´ Deaddas anaglyphe Farbfilter-Verfahren samt Rot-Blau-Brille (ein Exemplar liegt dem Spiel bei) aus der Mottenkiste der 3D-Technik hervor.

Dieser Test und seine Wertung basieren auf der gepatchten Version 1.01(DE). Diese führt unter anderem eine Hotspot-Anzeige ein und erleichtert das Greifen von Gegenständen. Außerdem gestaltet sich das Inventar jetzt etwas übersichtlicher.

Trash as Trash can

Schon billige Monster- und Science-Fiction-Trash-Filme der fünfziger Jahre setzten auf den 3D-Farbfilter-Effekt. Doch was technisch arg antiquiert klingt, passt auf charmante Art zu The Rockin´ Dead, denn das Spiel hat mehr mit billigem Fifties-Trash gemein als mit einem modernen und zeitgemäßen Adventure.

Allein die Story sorgt für gekräuselte Nackenhaare: Eine Rock-Band von drei nur knapp verhüllten Girlies mit wippenden Atombusen (die »Deadly Lullabyes«) verschlägt es an ein abgelegenes Schloss.

Dort verschwinden zwei Mitglieder spurlos und die Leadsängerin Alyssa macht auf der Suche nach ihnen die Bekanntschaft von Zombie-Barkeepern, untoten Elvis-Imitatoren, rauchenden Babyskeletten oder biersaufenden Zwergelfen. Wem das als Bedrohung noch nicht reicht: Ein verrückter Einsiedler will mit als Hühnersuppe getarnten Ratten-Konserven die Weltherrschaft an sich reißen. Sinn sucht man in dem Unsinn vergeblich und so bleibt es dem persönlichen Geschmack und Humor überlassen, dem Szenario etwas abzugewinnen. Oder auch nicht.

Lauf, Alysssa, lauf

Wir steuern (die bestenfalls dürftig animierte) Alyssa per Point&Click in der Seitenansicht durch zahl- und abwechslungsreiche 2D-Schauplätze (aber nur in magerer 1024x768-Auflösung!). Aktivieren wir die optionale 3D-Filter-Option und setzen die Rot-Blau-Brille auf, erleben wir das ganze Geschehen mit einem (leicht farbverfälschten) Tiefen-3D-Effekt. Empfindliche Naturen bekommen davon nach kurzer Zeit vermutlich Augen- oder Kopfschmerzen. In schnödem 2D verpassen wir aber nicht viel. Denn der Tiefeneffekt beschränkt sich rein auf die Optik. Spielerisch ist er nur Interesse, wenn Alyssa gelegentlich auf eine hintere Ebene wechselt, was aber ohne Brille ähnlich gut zu erkennen ist. Ärgerlich: Das Spiel zeigt uns nur die Objekte auf der jeweils aktiven Bildebene an.

Zum Glück gibt es seit dem ersten Patch eine Hotspot-Anzeige, so dass ungeduldige Naturen nicht gleich häufiger bei Schauplätzen mit mehreren Ebenen den Bildschirm mit der Maus abtasten müssen. Dafür nerven die nicht verkürzbaren Laufwege zwischen den Ebenen und den einzelnen Schauplätzen. Im späten Spielverlauf kommen an ausgesuchten Stellen zwar Transport-Portale zum Einsatz, trotzdem verbringen wir einen großen Anteil der rund zehnstündigen Spielzeit mit Suchen und Laufen.

In Zusammenarbeit mit www.gamestar.de
 
 
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