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Terraria

Kleines Indie-Spiel ganz groß: In den 16 Megabyte von Terraria steckt mehr Spielwitz als in den meisten Vollpreis-DVDs.

 

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Das Inventar glänzt mit Mini-Icons und einem viel zu kleinen Crafting-Bereich.

© IDG

 

Das Inventar glänzt mit Mini-Icons und einem viel zu kleinen Crafting-Bereich.

 
 
Ganze 16 Megabyte ist der Terraria -Download groß. »So sieht’s ja auch aus«, könnte da ein Schlaubi-Schlumpf mit Blick auf die Screenshots einwerfen. Stimmt. Die Pixel-Optik im Super-Nintendo-Stil ist so attraktiv wie ein überfahrener Iltis. Nostalgiker mögen dem spartanischen Look einen gewissen Retro-Charme abgewinnen, aber objektiv muss man sagen, dass Terraria selbst für einen Indie-Titel ausgesprochen morsch aussieht.

Dem Spielspaß jedoch tut das keinen Abbruch, denn hinter der hoffnungslos veralteten Aufmachung versteckt sich ein echtes Suchtspiel.

Englischer Download: Terraria ist nicht im Laden erhältlich, sondern ausschließlich über Steam als Download in englischer Sprache. Da es weder Story noch Quests gibt und sich die Textmenge insgesamt in überschaubaren Grenzen hält, kommen Sie auch mit Grundkenntnissen klar.

Minecraft lässt grüßen

Der Einstieg gestaltet sich dabei ziemlich unspektakulär: Wir landen in einer zufällig generierten Welt und haben keine Ahnung, was wir dort eigentlich machen. Oder wie wir da hingekommen sind. Mit einer Geschichte hält sich Terraria erst gar nicht auf, stattdessen wirft es den Spieler in einen riesigen Sandkasten und lässt ihn nach Herzenslust buddeln, erkunden und bauen.

Wem jetzt ein Minecraft-förmiges Glühbirnchen über dem Kopf aufleuchtet, der interpretiert richtig: Terraria ist stark von dem blockigen Indie-Hit inspiriert. Aber trotzdem mehr als nur eine schnöde 2D-Kopie, auch wenn sie der Spieleinstieg sehr ähnelt. Zu Beginn stehen uns dazu lediglich eine Axt und eine Spitzhacke zur Verfügung. Erste Amtshandlung: Ein paar Bäume fällen und anschließend ein Haus bauen.

Dazu hüpfen wir im Stile eines Jump&Run zur nächstbesten Pixel-Eiche und hacken via Linksklick drauflos. Ganz ähnlich verfahren wir mit den ersten Gegnern -- herumhopsendem Grünschleim, der nach ein paar Klicks mit der Spitzhacke zerplatzt und Klimpergeld sowie Gelatine fallenlässt.

Der Hausbau erinnert frappierend an Minecraft. Blockweise setzen wir Mauern, Hintergrundwände und Einrichtungsgegenstände und können -- ausreichend Material vorausgesetzt -- die gewaltigsten oder absurdesten Bauwerke errichten. Weil die aber notgedrungen flach bleiben und Terraria interaktive Elemente wie Schienen, Strom oder Schalter weitgehend fehlen, ist das Bauen wesentlich simpler gestrickt als im großen Vorbild Minecraft und entfaltet entsprechend weniger Langzeitmotivation.

Terraria legt seinen Schwerpunkt im Gegenzug auf die Elemente, bei denen Minecraft vergleichsweise schnell die Puste ausgeht, nämlich auf das Erkunden der Spielwelt, auf das Erstellen immer neuer Waffen und Gegenstände und aufs Kämpfen. Wie in Minecraft wimmelt es nachts und in Höhlen von allerhand Getier, sodass bessere Ausrüstung nottut, um langfristig zu Überleben; vor allem, je tiefer man in die wahrlich gigantisch großen Unterwelt vorstößt.

In Zusammenarbeit mit www.gamestar.de
 
 
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