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Fussball Manager 12

Ein generalüberholter 3D-Spiel-Modus soll den Fussball Manager 12 realistischer als die Vorgänger gestalten. Das gelingt, aber nur zum Teil. Spaß macht der Titel im Test trotzdem.

 

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Fussball Manager 12

© IDG

 

Fussball Manager 12

 
 
Tuchel. Von allen Trainern ausgerechnet Thomas Tuchel. War es nicht absehbar, dass der FSV Mainz 05 nach dem Verlust von Schürrle, Holtby und Fuchs dieses Jahr in Probleme geraten würde? Nun, für Electronic Arts und seinen neuen Fussball Manager 12offensichtlich nicht. Dabei spielte nahezu jeder Cover-Trainer von EAs Manager-Serie der letzten Jahre jeweils eine Grottensaison.

Kopierschutz und Origin
Für die Installation benötigt das Spiel eine Online-Verbindung zur Key-Eingabe. Wer darüber hinaus Online-Features nutzen will, braucht einen EA-Origin-Account.

Dieser Fluch ist schon ähnlich berüchtigt wie bei Kickern die Nutella-TV-Spots. Doll, Meyer, Rangnick und Magath haben ihn schon erlebt, nur Bundes-Jogi konnte sich dem entgegenstemmen -- allerdings: gegen Spanien waren wir dann doch chancenlos. Nun also Thomas Tuchel, der mit den Mainzern bereits in der Vorrunde zur Europa League die Segel streichen musste und sich nun in den unteren Gefilden der Bundesliga-Tabelle wieder findet. Langsam könnte man Electronic Arts Vorsatz unterstellen.

Die Neuerungen: Das ist Schnee von morgen (Jens Jeremies)

Natürlich fehlen uns für eine solche Verschwörungstheorie (regiert Uli Hoeneß bei EA?) die Beweise. Darum halten wir uns an das, was wir glaubhaft belegen können: Nämlich die Tatsache, dass sich der Fussball Manager 12 vom deutschen Entwicklerteam Bright Future in vielen Details verbessert hat.

Die Liste der Änderungen und neuen Features beträgt über 700 Posten, darunter auch nette Randoptionen wie die Ausrichtung eines europäischen Finales im eigenen Stadion oder ein Probetrainingstag für Hobby-Kicker. Vieles davon fällt unter die Kategorie »nett« (neue Deko-Objekte für den Schreibtisch), einiges unter »nützlich« (Ansprachen vor dem Spiel) bis »sinnvoll« (Rückkehr zum tagesbasierten Training), ein paar Neuerungen wirken sich aber auch spürbar und nachhaltig aufs Spielgeschehen aus.

Die Transfers: Ob Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien (Andreas Möller)

So unterliegt der Transfermarkt nun einer neuen Logik, die sowohl uns als auch der KI detaillierte Kaderanalysen erlaubt. Das führt über die Dauer zu einem glaubwürdigeren Transfergebaren, weil die computergesteuerten Vereine gezielt versuchen, ihre jeweiligen Schwachstellen zu beheben. Bayern München fahndet in der ersten Saison etwa verstärkt nach Innenverteidigern. Auch aktuelle Entwicklungen wie die neuen Scheich-Millionen aus Katar bei Paris St. Germain machen sich deutlich auf dem Spielermarkt bemerkbar.

Erlöse aus Transfers oder dem komplexer gestalteten Sponsoring-Bereichs, der jetzt auch auf Vertrauen basiert, können wir umgehend in die Stadioninfrastruktur reinvestieren. Dort gibt es Hunderte neue Verbesserungsmöglichkeiten in mehreren Stufen. Da im Gegenzug die Bauzeiten sinken, sind wir jetzt deutlich häufiger in diesem Menü aktiv als in den Vorgängern. Neue Mini-Missionen wie »Starten Sie eine Marketingkampagne« oder »Kaufen Sie mindestens eine Aktie« motivieren uns dabei, viele der erneut unzähligen Manager-Aufgaben auch tatsächlich auszuprobieren und belohnen uns mit Erfahrungspunkten.

Das 3D-Spiel: Wenn Sie dieses Spiel atemberaubend finden, haben sie es an den Bronchien (Marcel Reif)

Die Glaubwürdigkeit der 3D-Spielszenen ist seit Jahren der große Schwachpunkt der Fussball Manager -Serie. Zu oft agierten die Kicker unlogisch bis erratisch, etwa wenn ein Stürmer frei vor dem Tor eine Flanke auf weit schlechter gestellte Kameraden schlug. Hier hatte der in Deutschland aus lizenzrechtlichen Gründen nicht veröffentlichte Football Manager von Sega immer klar die Nase vorn. Deswegen lag der große Fokus bei der Entwicklung des Fussball Manager 12 auf einer Generalüberholung des 3D-Spiels.

Leider blieb dabei aber die technische Ebene weitgehend unangetastet und so sehen die Spieler, Animationen und vor allem die Stadien samt pixeliger Klon-Fans inzwischen reichlich unansehnlich aus. Auch die zum Teil katastrophal fehlplatzierten TV-Kommentare stören, etwa wenn unser 30-Tore-Stammstürmer bei Torerfolgen abwechselnd als »Torwart« oder »Neuzugang in seinem ersten Spiel« betitelt wird.

In Zusammenarbeit mit http://www.gamestar.de
 
 
Weiter: Neue Bedienung: Im Spiel denken die Spieler ab und zu selbständig, und man sieht ja, was dabei raus kommt (Jürgen Klopp)
 
 
 
 
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