Eine kanadische Studie hat es jetzt herausgefunden: Wer seinem Liebesleben mehr Würze verleihen will, sollte sich mit Ginseng und Safran auf die Sprünge helfen. Denn diese Aphrodisiaka halten, was sie versprechen. Etwas anders sieht es mit dem Genuss von Wein und Schokolade aus: Die amouröse Wirkung spielt sich hauptsächlich im Kopf ab - und nicht in den Genitalien.

Das Ergebnis der kanadischen Studie: Ginseng, Safran und Yohimbin pushen die sexuelle Funktion. Schokolade steigert nach Angaben der Forscher ähnlich wie die brasilianische Pflanze Muira Puama und die Senfpflanze Maca-Wurzel das sexuelle Verlangen, führe allerdings weder zu einer Steigerung der Lust noch zu mehr Befriedigung. Alkohol dagegen erhöhe zwar die sexuelle Erregung, wirke sich aber eher negativ auf die sexuelle Leistung aus. Die Lust steigernde Wirkung von Amber, Ingwer, Knoblauch, Muskat und Nelken konnte bislang lediglich im Tierversuch belegt werden.

Auch aus deutschen Landen gibt es Studien zum Thema Aphrodisiaka. Wenn auch die anregende Wirkung verschiedener Lebensmittel wissenschaftlich nicht belegt ist. Scharf Gewürztes, z.B. mit Chilischoten, regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung und erhöht die Empfindsamkeit, vor allem bei Frauen. Etwas anders verhält es sich mit Alkohol. Hier gilt die Regel: Weniger ist mehr, denn zu viel Alkohol macht vor allem Frauen müde. Alkohol in Maßen wirkt allerdings leicht stimulierend und enthemmend.

Wovon Wissenschaftler allerdings abraten, sind Potenzmittel für Männer wie Viagra, Cialis und Levitra, die auch von Frauen eingenommen werden. Sie fördern zwar die Durchblutung im Genitalbereich, haben aber zu hohe Nebenwirkungen. Auch von Potenzmitteln aus dem Netz sollte man die Finger lassen, denn sie haben keine nachgewiesene Wirkung.

Ebenso kritisch sehen Experten die Verwendung von Hormonpflastern, die, auf dem Unterbauch getragen, Testosteron an den Körper abgeben. So sollen sie das weibliche sexuelle Verlangen steigern. Gedacht ist das Pflaster eigentlich für Frauen, denen die Eierstöcke entfernt wurden, Kritiker warnen vor Nebenwirkungen wie Hautirritationen, Haarausfall oder Migräne.
 
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