Coming Out
Wie sagt man bloß dem Partner, dass man mal eine härtere Gangart einlegen möchte? Reden Sie nicht lange drum herum. Ein "Ich würde heute gerne mal etwas Neues ausprobieren" reicht meist schon aus. Gehen Sie die Sache dann am besten langsam an. Es müssen nicht gleich Knebel und Peitschenhiebe sein. Fesseln und ein paar leichte Klapse auf den Po reichen für den Anfang und machen Lust auf mehr. Oder wie wäre es mit einer erotischen Gute-Nacht-Geschichte? Neben "Shades of Grey" von E.L. James sind "Das Bild" von Jean de Berg und "Die Geschichte der O." von Pauline Réage Klassiker der SM-Literatur.
DVD-Tipp: Die "Geschichte der O." ist ein Meilenstein des erotischen Films, der bis heute fasziniert und verführt.
"Geschichte der O." auf DVD
Safety first
"Safe, Sane &Consensual" - so lautet das Motto im Sadomasochismus und bedeutet so viel wie "Sicher, mit klarem Verstand und in gegenseitigem Einvernehmen". Dieser Grundsatz soll beim SM-Sex vor Missbrauch und körperlichen Schäden schützen. Dazu gehört ein Safeword, das vor dem Sex vereinbart wird und dazu dient, das Spiel sofort abzubrechen, falls es einem der Partner zu weit geht. Zusätzlich können Sie ein Slowword vereinbaren, mit dem nur die Intensität des Spiels reduziert wird.
Rollenverteilung
In jedem SM-Spiel gibt es einen dominanten und einen unterwürfigen Part. In der Szene-Sprache wird der dominante Typ "Dom" oder "Top" genannt, der unterwürfige Partner wird als "Sub" oder "Bottom" bezeichnet. Wer sich nicht auf eine der Rollen festlegen will, ist ein sogenannter "Switch". Wer welchen Part spielt, hängt nicht unbedingt vom Charakter im wirklichen Leben ab. Gerade Menschen, die im Alltag sehr stark und selbstbewusst auftreten, ordnen sich beim Sadomaso gerne mal unter und geben die Kontrolle ab.
Tools
Sexy Spielzeuge sind für das Rollenspiel das A und O. Anfänger können mit Handschellen, Peitsche oder Rohrstock loslegen. Auch spezielle Kerzen aus dem Sexshop, deren Wachs zwar heiß ist, aber keine Verbrennungen verursacht, sind ideal für den Einstieg. Bei Fortgeschrittenen geht es dann schon etwas heftiger zur Sache, zum Beispiel mit Klammern, die an Brustwarzen oder Genitalien für schmerzhafte Stimulation sorgen. Bei SM-Profis kommt auch häufig das Andreaskreuz zum Einsatz, an das der Sex-Partner mit gespreizten Beinen und Armen gefesselt wird und so zum Beispiel Peitschenhieben hilflos ausgeliefert ist.
Spielarten
Grundsätzlich gilt: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Sadomaso lässt sich in verschiedensten Varianten praktizieren. "Bondage" ist eine davon. Dabei besteht der Kick für den Gefesselten darin, sich ganz fallen zu lassen und die Kontrolle an den Sex-Partner abzugeben. Bei den sogenannten "Pet-Games" geht es darum, einen Partner zu demütigen, in dem er sich wie ein Haustier verhalten und zum Beispiel sein Essen aus einem Futternapf zu sich nehmen muss. Auch "Zofenspiele" sind sehr beliebt. Hier schlüpft der unterwürfige Partner in die Rolle des Dienstmädchens und muss für Aufgaben im Haushalt und im Bett zu Verfügung stehen.