Was ist die ideale Raumtemperatur für Sex?
Zwischen 20 und 25 Grad. Bei kühlen 16 Grad im Schlafzimmer kann der Testosteronwert sinken. Wärme hingegen regt die Samenproduktion des Mannes an und wirkt auf die Lipido und Fruchtbarkeit der Frau positiv.
Wie viel Porno ist gesund?
Als gemeinsame Inspirationsquelle sind Pornos top. Nur blöd, wenn der Konsum krankhafte Züge annimmt, also täglich und vor allem heimlich abläuft. Sexologen beobachten mit Sorge, in welchem Maße der Konsum von Pornos in den letzten fünf Jahren angestiegen ist.
Das Problem? Das tabulose Treiben mit willenlosen Sexpartnern zementiert Bilder im Kopf, die völlig unrealistische Erwartungen wecken.
Macht scharfes Essen scharf?
Kann passieren. Weil die Schärfe von Chili, Pfeffer und Wasabi ein wenig wirkt, wie eine Droge. Weil sie eine Mini-Schmerzreaktion verursacht, die dazu führt, dass Endorphine, also Glückshormone, ausgeschüttet werden. Außerdem kurbelt scharfes Essen die Durchblutung an. Wir fühlen uns angeregt und entspannt zugleich.
Vorsicht: Zu viel davon brennt allerdings nicht nur die Geschmacksnerven weg – auch die Lust geht flöten.
Passt zwischen Büro und Bügelwäsche noch ein Quickie?
Für Männer schon - weil sie selten bügeln und Stress gut mit Sex abbauen können. Umfragen zufolge wünschen sich 58 Prozent mehr davon. Bei Frauen sieht das anders aus. Ihre Lipido ist sehr stress- und störanfällig. Je größer die gefühlte Überforderung, desto mehr von dem Stresshormon Cortisol im Blut, desto weniger Lust.
Ist Viagra noch die Potenzpille Nr. 1?
Die volle Dosis Viagra war gestern. "Das blaue Wunder" spielt auf dem Potenzmarkt inzwischen eine untergeordnete Rolle. Heute gibt es die Minipille - für den Mann. Sie hemmt über den Wirkstoff Tadalafi das Enzym Phosphodiesterase 5, den Gegenspieler der Erektion, und fördert die Durchblutun. Täglich eingenommen, erhöht sich der Pegel im Blut, man muss nicht wie früher auf ein nur kurzes Wirkzeitfenster nach der Einnahme warten. Also: Man(n) kann immer. Jederzeit!
Kosten: Cialis, 5mg, 28 Tbl. 129,95 Euro
Verbessern Toys das Sexleben?
Seit Samantha in "Sex and the City" ihren "Rabbit" vorführte, sind Toys nicht mehr "porno", sondern cool. Und demonstrieren, dass man seine Lust nicht in andere Hände legen muss, sondern selbst dafür sorgen kann. Das ist selbstbewusst und auch verdammt sexy. Voll im Trend ist die Kultmarke Lelo: Die Toys sind im Design so ausgefallen, dass man sie getrost als Schmuckstück ins Regal legen kann.
Kosten: Lelo-Vibrator Gigi ab 84 Euro
Welche Musik stimuliert?
Dass Rhythmus "sexed", zeigt ein Blick in die Disco. Aber auch in der Horizontalen steigert heißer Beat das Lust-empfinden. Zurzeit laufen Studien in den USA, die die erotische Wirkung von Musik untersuchen. Rhythmen, die Assoziationen zum Geschlechtsakt wecken, spielen eine Rolle, aber auch Stimme, Text und Image des Interpreten.
Info: Der Sänger Nelly kreierte mit „My Place“ sogar eine Beischlafhymne und empfahl sie für das Schlafzimmer.
Warum kommen Frauen nicht so leicht?
Nur 14 Prozent der Frauen sollen regelmäßig durch reinen Geschlechtsakt kommen. Dass die Natur den weiblichen Orgasmus nicht braucht, um die Fortpflanzung zu sichern, mag dabei eine Rolle spielen. Frauen müssen ihn aber auch für sich nicht unbedingt haben: Sie ziehen sexuelle Befriedigung ohne Höhepunkt, aber mit dem Partner dem "Vollrausch" durch eigenes Handanlegen vor, wie Studien zeigen. Wie sehr Frauen glauben, Erwartungen erfüllen zu müssen, zeigt der hohe Anteil von 90 Prozent, die zur Not auch mal "faken". Weil sie ihrem Partner ein gutes Gefühl geben wollen...
Warum haben wir bei Sonne mehr Lust auf Sex?
Weil Sonnenlicht Vitamin D im Körper produziert, was wiederum den Testosteronspiegel in die Höhe treibt. Und damit steigen dann auch Lust und Libido.
Was ist dran an der "Zweimal-pro- Woche-Formel"?
Umfragen zufolge glauben 25 Prozent, dass Freunde, Bekannte, Kollegen mehr Sex haben. Dabei ist die "Zweimal-pro-Woche-Formel" der Sexstatistiken gewünschte Wirklichkeit und wirft die Frage auf, ob wir nur wollen müssen, weil angeblich alle anderen ständig vögeln.
Die Realität dürfte sein: Experten halten zwei- bis viermal pro Monat für realistisch.
Harmonie und Sex - geht das?
Experten hören immer wieder von der falschen Erwartung, den Nervenkitzel des Anfangs reproduzieren zu wollen. "Viele Paare nutzen den Vorteil ihrer langjährigen Beziehung nicht: das ungeheure Potenzial, den gemeinsamen Sex auf eine tief erfüllende Ebene zu bringen", kritisiert die Forscherin Petra Boynton. Eine Voraussetzung dafür ist Neugier. Und sich öffnen. Und nicht alles gleich ablehnen.
Also: Experimentierfreude, Gesprächsbereitschaft und ein bisschen Zweisam-Zeit.
Kann man seine Sexualität verlieren?
Ja, kann man. Use it or lose it, wissen Forscher und warnen davor, dass die Sexualhormone flöten gehen, wenn sie über einen langen Zeitraum nicht mehr in Wallung gebracht werden. "Mit der Sexualität läuft es ähnlich ab wie mit unserer Muskulatur: Benutzt du sie nicht, schwindet sie", sagt Prof. Frank Sommer, Spezialist für Männergesundheit am UKE in Hamburg. "In Studien konnten wir nachweisen, dass jahrelange Abstinenz den Testosteronspiegel senkt. Die Gefäße werden nicht mehr so gut durchblutet, die Sexualorgane schrumpfen." Also: immer schön dranbleiben...
Gibt es bald Lustpillen für Frauen?
Es wird an Pillen geforscht, die Frauen mit Lustproblemen helfen. Neben dem Erregungssystem haben wir auch Hemmsysteme im Gehirn. Für sexuelle Aktivität muss die Hemmung heruntergehen. Frauen, die nicht abschalten können, haben zu viel Hemmung. Die neuen Substanzen verändern über den Botenstoff Serotonin die Hemmsysteme im Gehirn. Allerdings nicht auf Knopf druck, sondern erst nach längerer Zeit.
Gibt es so etwas wie Versöhnungssex?
Je mehr Intimität, desto weniger Leidenschaft. Spannung und Streit dagegen führen dazu, dass Paare wieder übereinander herfallen. In Zeiten, in denen das Commitment ab- und die Angst vor Nähe zunimmt, beobachten Forscher, dass für manche Paare Streit Mittel zum Sex-Zweck wird.
Was Denken Männer, wenn Frauen beim kennenlernen die Initiative ergreifen?
93,5 Prozent denken: Klasse, finde ich toll! (Trendmonitor von ElitePartner unter 3784 Singles). Ein Lächeln kommt immer gut an, aber auch gegen eine freundliche Ansprache haben 65,8 Prozent der Männer nichts einzuwenden.
Klimaxen Mann und Frau ähnlich?
Ja, tun sie. Während des Orgasmus rauschen Lustströme durch den Körper, Signale höchster Ekstase werden dem Hirn übermittelt, während der Körper in 0,8-Sekunden-Intervallen kontrahiert.
Tiefe Entspannung tritt ein, weil nach dem Orgasmus Prolaktin ausgeschüttet wird.
Beim ersten Date gleich ins Bett?
Auch wenn es schreiend ungerecht ist: Das scheint insbesondere für Frauen keine gute Idee zu sein. Vorausgesetzt, es besteht ernsthaftes Interesse an einer potenziellen Partnerschaft. Einer Umfrage von ElitePartner für FIT FOR FUN zufolge finden über 70 Prozent der Männer das (danach!) eher abtörnend. 48,7 Prozent stellen sich die Frage, ob sie das immer so macht, und 21,6 Prozent können sich keine Beziehung mehr vorstellen. Hands off, Ladys.
Wollen Männer öfter?
Die Evolution scheint Männern einen stärkeren Sextrieb mitgegeben zu haben. Wobei Frauen theoretisch immer bereit sind. Die Erkenntnis jüngster Forschung? Auch wenn Frauen alle körperlichen Anzeichen von Erregung zeigen, die auf Lust hindeuten, sind sie noch lange nicht angetörnt. Und zwar im Kopf nicht. Im Klartext: Sie werden zwar feucht, haben aber keine Lust, empfinden nichts und könnten aus eigenem Antrieb darauf verzichten.
Aber: Es bleibt die spannende Frage offen, ob sie keine Lust auf Sex haben oder keine Lust auf Sex
mit ihrem Partner.
Leidet die Lust bei einer Diät?
Ein Stück Käse, Salatblatt, Gurkenscheibchen - wenn dem Körper nur Minirationen angeboten werden, kocht er auch sonst auf Sparflamme. Italienischen Umfragen zufolge können sowohl Männer als auch Frauen während einer Diät gut und gerne auf Sex verzichten. Grund? Die Selbstdisziplinierung scheint auch den Genuss im Bett zu trüben.
Machen Notebooks unfruchtbar?
Ja, wenn Männer sie stundenlang auf dem Schoß platzieren. Weil die Hitze des Computers Einfluss auf die Qualität der Spermien und damit auf die Zeugungsfähigkeit hat. Spermien mögen es lieber kühl (im Hoden liegt die Temperatur bei 33 Grad) als heiß und eng.
Vorsicht: Wer die Familienplanung noch nicht abgeschlossen hat, sollte auf hohe Temperaturen verzichten. Auf enge, einschnürende Hosen allerdings auch.
Schadet Selbstbefriedigung dem Sexleben?
Selbstbefriedigung, hat Woody Allen gesagt, ist Sex mit jemandem, den ich sehr liebe. Und der offensichtlich genau weiß, was ihn antörnt. Das ist erst einmal gut so. Deswegen überraschen neue Studien des amerikanischen Sexualforschers Michael Perelman. Sie machen auf das Tabuthema aufmerksam, dass Männer, die es übertreiben, sich also häufig (mehrmals täglich) und mit einem starken Grip befriedigen, mitunter unempfindlich werden für den vaginalen Geschlechtsverkehr. Weil der Druck nicht mehr ausreicht und das Gefühl schwindet.
Können auch Männer vortäuschen?
20 Prozent der Männer, immerhin jeder fünfte Mann, gaben in einer Sexstudie zu, gelegentlich einen Orgasmus zu faken. Weil der Akt ins Endlose abzugleiten droht oder sie einfach nur müde sind. Wie das geht? Ein lautes Stöhnen, Aufbäumen - und fertig ist die schöne Illusion. Fehlende Körperflüssigkeiten gehen da leicht in der allgemeinen Feuchtigkeitsgemengelage unter.
Warum haben wir morgens so oft Lust auf Sex?
Während nachts unter der Regie des Schlafhormons Melatonin Hormone zur Reparatur der Zellen und des Körpers ausgeschüttet werden, übernehmen in den frühen Morgenstunden wieder die Aktivitätshormone das Kommando. Darunter das Sexualhormon Testosteron, das Muskeln aufbaut und die Spermienproduktion anregt. Bei Frauen wird Testosteron ebenfalls ausgeschüttet, wenn auch weniger. Et voilà!
Wie viel wissen Jugendliche über Sex?
Nackte Haut auf allen Kanälen - ob im Fernsehen, Internet, in Chats oder Magazinen: Studien zeigen, dass ein Teenager heute pro Jahr bis zu 14 000 sexuelle Handlungen zu verstoffwechseln hat.
Info: Trotzdem haben jüngste Forschungen ergeben, dass Jugendliche erschreckend schlecht aufgeklärt sind und dass sie eher über Praktiken Bescheid wissen als über Verhütung oder Ansteckungsgefahren.
Was sind die größten Abtörner im Bett?
Bei dieser Frage herrscht zwischen Männern und Frauen Uneinigkeit. Mangelnde Körper- und Mund hygiene, sagen Frauen. Wenn Sie unbeteiligt und bocklos ist, finden Männer