Eine einheitlich chinesische Küche gibt es nicht. Die regionalen Unterschiede sind enorm. Über deftig im Norden, süßlich im Osten und scharf im Süden gibt es unzählige Geschmacksrichtungen in der chinesischen Küche. Ein modernes chinesischen Sprichwort sagt: "Man kann alles essen, was vier Beine hat und kein Tisch oder Stuhl ist, was fliegt und kein Flugzeug ist und was schwimmt und U-Boot ist". Genau so vielfältig sind auch die Zutaten der chinesischen Küche. Wichtig: alles muss frisch sein und dass Gemüse darf immer nur kurz angebraten werden.

Neben der Zubereitungsart ist die Verwendung von verschiedenen Gewürzen für die chinesische Küche typisch. Ingwer, Sojasauce, Chili, Koriander, Blütenpfeffer, Kochwein und noch viele andere Dinge machen die chinesische Küche zur vielfältigsten Küche der Welt.

Abwechslungsreich sollte es beim chinesischen Essen sein
Wichtigstes Kochgerät in der chinesischen Küche ist der Wok. Ein Wok ist der europäischen Pfanne sehr ähnlich. Die Lebensmittel werden im Wok erst einmal gebraten. Ist der Bratvorgang beendet, kann man auch im Wok kochen und frittieren. Im asiatischen Raum gibt es natürlich nicht nur den Wok. Im Gegenteil, es gibt eine Unmenge an Kochuntensilien, welche die europäische Küche nicht kennt.

Viele der Gerichte sind auch stark europäisiert. Auch in Amerika werden chinesische Gerichte angeboten, die der heimischen Küche angeglichen sind. So sagt man beispielsweise von Chop Suey, dass es in New Orleans erfunden wurde, um den Amerikanern ein Gericht zu präsentieren, das so aussieht und so schmeckt als käme es aus China. Dieses hat nichts mit chinesischer Küche zu tun, da man dieses auch nie in Asien finden wird. Die in Deutschland verbreitete chinesische Küche ist eine Phantasieküche, welche für den Deutschen Geschmack erstellt wurde. Sie ist mit Vorsicht zu genießen, da vor allem in den Asiarestaurants viel Glutamat verwendet wird.

Thailändisch genießen
Essen ist eine der schönsten und wichtigsten Beschäftigungen der Thais. Kein Wunder, dass man an jeder Straßenecke kleine mobile Garküchen findet. Hier bekommt man von der gebackenen Banane über Hähnchen am Spieß bis hin zu gebratenen Nudeln fast alles, wonach einem der Sinn steht. Überall und zu jeder (!) Tageszeit wird gebrutzelt und gekocht. Typisch sind die frischen Zutaten und die Vielfalt an Gewürzen, die verwendet werden.

Neben den vielen "Snacks", die man während des ganzen Tages überall essen kann, wird die Hauptmahlzeit abends eingenommen. Dabei steht im Mittelpunkt der Reis, der in einem großen Topf oder einer Schüssel serviert wird. Jeder nimmt sich in ausreichendem Maß von dem Reis und probiert dann dazu die verschiedenen Speisen, die ebenfalls auf dem Tisch stehen. Üblicherweise werden die Speisen nacheinander probiert und nicht auf dem Teller vermischt.

Im Gegensatz zu der westlichen Speisefolge: Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch, werden bei einem thailändischen Menü alle Speisen (auch Suppen) und der Reis auf einmal aufgetischt.

Die Speisen sind idealerweise Gerichte, die sich in der Geschmacksrichtung ergänzen: etwas Scharfem steht z.B. etwas Süß-saures entgegen. Idealerweise werden mindestens zwei Gerichte und eine Suppe serviert. Der Nachtisch wird allerdings, wie in Europa, zum Schluß serviert und besteht meist aus frischen Früchten.

Faszinierendes Vietnam
Die Küche Vietnams ist weltweit sehr beliebt, vereint sie in sich doch die Einflüsse der chinesischen, indischen und französischen Küche. Der Einfluss der französischen Küche macht sich unter anderem auch durch gewisse Ausdrücke für Zutaten bemerkbar. Das liegt daran, dass Vietnam lange Zeit unter französischer Kolonialherrschaft stand. Aus China wurde das Kochen mit dem Wok übernommen sowie das Essen der Gerichte mit Stäbchen. Daraus resultiert die mundgerechte Zubereitung. Die vietnamesische Küche wird in drei große Regionen unterteilt, bei denen es Unterschiede in der Zubereitung der Speisen gibt. Bei der Unterteilung wird zwischen Süd- und Nordvietnam sowie Mittelvietnam unterschieden.

Ein Gericht der vietnamesischen Küche, welches durchaus als Nationalgericht bezeichnet werden kann - obwohl es eher den Chinesen zugeschrieben wird - ist die Frühlingsrolle. Diese Frühlingsrollen werden mit verschiedenen Füllungen zubereitet, so ist von süß bis scharf alles dabei. Ebenfalls gern gegessen werden verschiedene Suppen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit serviert werden. Diese Suppen enthalten oft Nudeln und Fleisch als Einlage, das enthaltene Gemüse wird noch fast roh oder gerade mal bissfest in der Suppe serviert. Dadurch sollen die Vitamine des Gemüses erhalten bleiben. Vietnam ist auch für ungewöhnliche Zutaten beim Zubereiten von Speisen bekannt. So sind Skorpione, Schlangen und sogar Hunde keine Seltenheit. Diese Tradition wurde noch aus den Kriegsjahren übernommen, in denen alles verarbeitet wurde, was gerade so eben essbar war.