Während sich kostenlose Streaming-Dienste wie Grooveshark in einer rechtlichen Grauzone bewegen, sind die kostenpflichtigen Musik-Angebote absolut legal. Die Anbieter haben mit Künstlern, Plattenfirmen sowie Verwertungsgesellschaften verhandelt und Finanzierungsmodelle gefunden, die für alle Beteiligten attraktiv sind – nicht zuletzt für die Nutzer:Denn ab fünf Euro pro Monat gibt es unbegrenzten Zugang zu Millionen Songs.
Das musikalische Repertoire ist riesig: Von Blues über Jazz, Pop und Rock bis hin zu Schlagern findet sich in den Musik-Flatrates für beinahe jeden Geschmack etwas. Einige Künstler fehlen aber, weil sie sich dem Streaming bislang verschließen: Beispiele sind die Beatles und Frank Zappa. Ob Ihre Lieblingskünstler dabei sind, können aber Sie leicht herausfinden, denn alle Dienste lassen sich kostenlos ausprobieren.
Erst im März startete der Musik-Dienst Spotify sein Deutschland-Angebot, das man geradezu revolutionär nennen kann. Denn Spotify verknüpft die lokal gespeicherte Musik des Nutzers mit einem Streaming-Angebot von über 16 Millionen Songs. Zudem integriert sich der Dienst nahtlos in Facebook – besser gesagt: Ohne Facebook-Konto lässt sich Spotify nicht benutzen! Sofort melden sich Kritiker, die diese Zwangsehe verteufeln. Wer damit kein Problem hat, wird Spotify mögen.
So funktioniert’s: Installieren Sie die Spotify-Applikation, nach dem ersten Start überprüft sie den Rechner auf vorhandene Musiktitel. Dateien aus überwachten Ordnern werden automatisch in der „Bibliothek“ und als „Lokale Dateien“ verlinkt. Gibt man nun im Suchfeld einen Songtitel oder Künstlernamen ein, listet der Dienst alle passenden Titel übersichtlich sortiert nach Alben auf. Grau unterlegte Lieder können nicht abgespielt werden, denn sie sind weder lokal noch als Stream verfügbar. Aber alle übrigen Songs lassen sich per Doppelklick starten: Gibt es eine lokale Kopie, greift Spotify darauf zurück. Sonst wird der Titel aus dem Internet abgerufen. Durch den Zugriff auf lokale Dateien lassen sich die Lücken im Spotify-Repertoire gut verschmerzen.
Während der Wiedergabe teilt Spotify den Facebook-Freunden mit, was der Anwender gerade hört. Zudem lassen sich Lieder und Kommentare austauschen.Mehr noch: Ganze Wiedergabelisten von Freunden können abonniert und angehört werden, wenn die Kontakte dies zulassen.
Das Musikhören und Teilen mit Facebook-Freunden ist kostenlos, wenn man sich dafür ab und zu Werbespots anhört. Das Unlimited-Abo ohne Reklame kostet 4,99 Euro im Monat: Es umfasst auch die Künstler-Radiostationen, die nicht zahlenden Nutzern vorenthalten bleiben. Wer Spotify auf einem Mobiltelefon nutzen und bessere Streaming-Qualität haben will, bucht den Premium-Account für 9,99 Euro.
Leichtfüßig und altgedient: Simfy und NapsterSchlank und schick kommt Simfy daher, ebenfalls mit 16 Millionen Songs in der Musik-Flatrate. Der Dienst überzeugt mit einer übersichtlichen Bedienung. Genau wie bei Spotify ist kostenloses Hören möglich, wenn man Werbespots akzeptiert, allerdings funktioniert das nur bis zu fünf Stunden pro Monat. Was fehlt, ist die Integration von lokal gespeicherten Musikdateien sowie die Möglichkeit, Lieder und Wiedergabelisten mit Freunden über Facebook zu teilen. Für alle, die kein Facebook-Konto haben oder haben möchten, ist Simfy aber die beste Alternative.
Die Preisgestaltung ist ähnlich wie bei Spotify: Die PC-Nutzung ohne Einschränkungen kostet 4,99 Euro, das Komplettpaket inklusive mobiler Nutzung monatlich 9,99 Euro. Aufpassen muss man bei der Anmeldung für den kostenlosen Dienst: Nach dem Klick auf „Simfy Desktop nutzen“ erscheint ein Fenster, in dem beide Häkchen zu entfernen sind – ansonsten registriert man sich im nächsten Schritt für einen 30-tägigen Test der Bezahlvarianten anstatt für die kostenlose Version.
Napster ist ein echter Veteran unter den Musik-Diensten. 1998 als rechtlich umstrittene Online-Tauschbörse für Musik gestartet, hat sich Napster vor Jahren zum legalen Streaming-Dienst gewandelt. Das Preisniveau aber entspricht noch dem vergangener Zeiten: Mit 7,95 Euro pro Monat für das Basis-Abo und 12,95 Euro für den Premium-Account ist Napster der teuerste Streaming-Anbieter. Ausprobieren ist aber sieben Tage lang ohne Bezahlen möglich. Napster bietet rund 15 Millionen Songs, einen Software-Player für Windows und einen, der im Browser bedient wird und so für jedes Betriebssystem geeignet ist.
Der Eingeschränkte: Musicload NonstopMusicload Nonstop ist das Streaming-Angebot des Download-Portals Musicload von der Deutschen Telekom. Es kann weder durch das Angebot von rund 5,5 Millionen Musikstücken noch preislich richtig überzeugen. Die Flatrate kostet 8,95 Euro für einen oder 25,95 Euro für drei Monate und ermöglicht nur Hören am PC, nicht aber auf Mobilgeräten. Zudem schränkt Musicload Nonstop das kostenlose Probehören auf die Möglichkeit ein, die Songs 30 Sekunden anzuspielen.
Doch es gibt weitere Alternativen: Deezer , Juke und Rdio. Schon ihre Namen lassen erahnen, dass es sich hier um innovative Webdienste handelt. Alle drei hinterlassen einen guten Eindruck und lohnen ein Ausprobieren. Deezer bietet rund 13 Millionen Songs, alle 30 Sekunden zum Probehören. Für ein Monats-Abo fallen 4,99 Euro (Web-Nutzung) oder 9,99 Euro an (zusätzliche Mobilnutzung) – genau wie bei Spotify und Simfy. Clients für PC oder Web gibt’s jedoch nicht, das Musikhören am Computer läuft immer im Browser. Das ist auch bei Juke so. Dieser Dienst hat ca. 15 Millionen Songs im Repertoire, die sich 14 Tage lang kostenlos und in voller Länge anhören lassen, bevor das Abonnement für monatlich 9,99 Euro aktiv wird. Bei Rdio kostet das Musikabo 4,99 Euro pro Monat am Rechner, für die zusätzliche Mobilnutzung muss man – wie bei allen Anbietern– etwas tiefer in die Tasche greifen: Der nicht limitierte Tarif wird mit 9,99 Euro berechnet.
In Zusammenarbeit mit http://www.pcwelt.de
Das musikalische Repertoire ist riesig: Von Blues über Jazz, Pop und Rock bis hin zu Schlagern findet sich in den Musik-Flatrates für beinahe jeden Geschmack etwas. Einige Künstler fehlen aber, weil sie sich dem Streaming bislang verschließen: Beispiele sind die Beatles und Frank Zappa. Ob Ihre Lieblingskünstler dabei sind, können aber Sie leicht herausfinden, denn alle Dienste lassen sich kostenlos ausprobieren.
Erst im März startete der Musik-Dienst Spotify sein Deutschland-Angebot, das man geradezu revolutionär nennen kann. Denn Spotify verknüpft die lokal gespeicherte Musik des Nutzers mit einem Streaming-Angebot von über 16 Millionen Songs. Zudem integriert sich der Dienst nahtlos in Facebook – besser gesagt: Ohne Facebook-Konto lässt sich Spotify nicht benutzen! Sofort melden sich Kritiker, die diese Zwangsehe verteufeln. Wer damit kein Problem hat, wird Spotify mögen.
So funktioniert’s: Installieren Sie die Spotify-Applikation, nach dem ersten Start überprüft sie den Rechner auf vorhandene Musiktitel. Dateien aus überwachten Ordnern werden automatisch in der „Bibliothek“ und als „Lokale Dateien“ verlinkt. Gibt man nun im Suchfeld einen Songtitel oder Künstlernamen ein, listet der Dienst alle passenden Titel übersichtlich sortiert nach Alben auf. Grau unterlegte Lieder können nicht abgespielt werden, denn sie sind weder lokal noch als Stream verfügbar. Aber alle übrigen Songs lassen sich per Doppelklick starten: Gibt es eine lokale Kopie, greift Spotify darauf zurück. Sonst wird der Titel aus dem Internet abgerufen. Durch den Zugriff auf lokale Dateien lassen sich die Lücken im Spotify-Repertoire gut verschmerzen.
Während der Wiedergabe teilt Spotify den Facebook-Freunden mit, was der Anwender gerade hört. Zudem lassen sich Lieder und Kommentare austauschen.Mehr noch: Ganze Wiedergabelisten von Freunden können abonniert und angehört werden, wenn die Kontakte dies zulassen.
Das Musikhören und Teilen mit Facebook-Freunden ist kostenlos, wenn man sich dafür ab und zu Werbespots anhört. Das Unlimited-Abo ohne Reklame kostet 4,99 Euro im Monat: Es umfasst auch die Künstler-Radiostationen, die nicht zahlenden Nutzern vorenthalten bleiben. Wer Spotify auf einem Mobiltelefon nutzen und bessere Streaming-Qualität haben will, bucht den Premium-Account für 9,99 Euro.
Leichtfüßig und altgedient: Simfy und NapsterSchlank und schick kommt Simfy daher, ebenfalls mit 16 Millionen Songs in der Musik-Flatrate. Der Dienst überzeugt mit einer übersichtlichen Bedienung. Genau wie bei Spotify ist kostenloses Hören möglich, wenn man Werbespots akzeptiert, allerdings funktioniert das nur bis zu fünf Stunden pro Monat. Was fehlt, ist die Integration von lokal gespeicherten Musikdateien sowie die Möglichkeit, Lieder und Wiedergabelisten mit Freunden über Facebook zu teilen. Für alle, die kein Facebook-Konto haben oder haben möchten, ist Simfy aber die beste Alternative.
Die Preisgestaltung ist ähnlich wie bei Spotify: Die PC-Nutzung ohne Einschränkungen kostet 4,99 Euro, das Komplettpaket inklusive mobiler Nutzung monatlich 9,99 Euro. Aufpassen muss man bei der Anmeldung für den kostenlosen Dienst: Nach dem Klick auf „Simfy Desktop nutzen“ erscheint ein Fenster, in dem beide Häkchen zu entfernen sind – ansonsten registriert man sich im nächsten Schritt für einen 30-tägigen Test der Bezahlvarianten anstatt für die kostenlose Version.
Napster ist ein echter Veteran unter den Musik-Diensten. 1998 als rechtlich umstrittene Online-Tauschbörse für Musik gestartet, hat sich Napster vor Jahren zum legalen Streaming-Dienst gewandelt. Das Preisniveau aber entspricht noch dem vergangener Zeiten: Mit 7,95 Euro pro Monat für das Basis-Abo und 12,95 Euro für den Premium-Account ist Napster der teuerste Streaming-Anbieter. Ausprobieren ist aber sieben Tage lang ohne Bezahlen möglich. Napster bietet rund 15 Millionen Songs, einen Software-Player für Windows und einen, der im Browser bedient wird und so für jedes Betriebssystem geeignet ist.
Der Eingeschränkte: Musicload NonstopMusicload Nonstop ist das Streaming-Angebot des Download-Portals Musicload von der Deutschen Telekom. Es kann weder durch das Angebot von rund 5,5 Millionen Musikstücken noch preislich richtig überzeugen. Die Flatrate kostet 8,95 Euro für einen oder 25,95 Euro für drei Monate und ermöglicht nur Hören am PC, nicht aber auf Mobilgeräten. Zudem schränkt Musicload Nonstop das kostenlose Probehören auf die Möglichkeit ein, die Songs 30 Sekunden anzuspielen.
Doch es gibt weitere Alternativen: Deezer , Juke und Rdio. Schon ihre Namen lassen erahnen, dass es sich hier um innovative Webdienste handelt. Alle drei hinterlassen einen guten Eindruck und lohnen ein Ausprobieren. Deezer bietet rund 13 Millionen Songs, alle 30 Sekunden zum Probehören. Für ein Monats-Abo fallen 4,99 Euro (Web-Nutzung) oder 9,99 Euro an (zusätzliche Mobilnutzung) – genau wie bei Spotify und Simfy. Clients für PC oder Web gibt’s jedoch nicht, das Musikhören am Computer läuft immer im Browser. Das ist auch bei Juke so. Dieser Dienst hat ca. 15 Millionen Songs im Repertoire, die sich 14 Tage lang kostenlos und in voller Länge anhören lassen, bevor das Abonnement für monatlich 9,99 Euro aktiv wird. Bei Rdio kostet das Musikabo 4,99 Euro pro Monat am Rechner, für die zusätzliche Mobilnutzung muss man – wie bei allen Anbietern– etwas tiefer in die Tasche greifen: Der nicht limitierte Tarif wird mit 9,99 Euro berechnet.
| Streaming-Dienst | Anzahl Songs (ca.) | Kosten pro Monat (PC / Mobil) | Apps für Mobilgeräte | Besonderheiten |
| Deezer | 13 Mio. | 4,99 / 9,99 Euro | Android, Blackberry, Nokia, iOS, Windows Phone | Integration in Audio-Hardware von Samsung, Sony Ericsson, Sonos und anderen Herstellern – auch auf TVs von Philips |
| Juke | 15 Mio. | 9,99 / 9,99 Euro | Android, iOS | Integration in Home-Entertainment-Systeme von Sonos |
| Musicload Nonstop | 5,5 Mio. | 8,95 Euro* / - | keine | Nutzung nur unter Windows möglich, da der Windows Media benötigt wird; nur mit Internet Explorer oder Firefox |
| Napster | 15 Mio. | 7,95 / 12,95 Euro | Android, iOS | Unterstützung für Home-Entertainment-Systeme von Sonos, Logitech, Philips und anderen Herstellern |
| Rdio | 12 Mio. | 4,99 / 9,99 Euro | Android, Blackberry, iOS, Windows Phone | Unterstützung für Home-Entertainment-Systeme von Sonos und Roku |
| Simfy | 16 Mio. | 4,99 / 9,99 Euro | Android, Blackberry, iOS | eigene deutschsprachige Musikredaktion, die neue und empfehlenswerte Musik in vorstellt |
| Spotify | 16 Mio. | 4,99 / 9,99 Euro | Android, Blackberry, iOS, Palm, Symbian, Windows Phone | Nutzung nur mit Facebook-Konto möglich; Interaktion mit Facebook-Freunden; Zugriff auf lokale Musik-Sammlung |
| *oder 24,95 Euro für 3 Monate |
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