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Trends & Highlights

 

HbbTV - Begeisterte Hersteller, skeptische Nutzer

Rückkanal, Mediathek, Videotext 2.0: Die Ehe von Fernseher und Internet verspricht eine goldene Ära des Massenmediums. Doch Funktionen und Gestaltung des jungen Hybrid-TV verwirren noch manche Nutzer.

 

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Im Vordergrund Internet, dahinter Fernsehen: HbbTV-Beispiel der ARD. (Foto: Videoweb)

© IDG

 

Im Vordergrund Internet, dahinter Fernsehen: HbbTV-Beispiel der ARD. (Foto: Videoweb)

 
 
Als der Werbespot auf seinem Höhepunkt die Totale des Fahrzeugs zeigt, taucht in der rechten unteren Ecke ein roter Knopf auf, darauf in weißer Schrift die Frage: Probefahrt gefällig? Die Testperson drückt. Ein weißer Bildschirm erscheint – mit werblichen Fakten zum Automobil. Aber auch: Optionen, den Spot nochmal zu sehen, das Produkt zu erforschen. Oder die Probefahrt zu reservieren - per Eingabemaske für Name, Adresse und Terminwunsch.

HbbTV:Interaktives TV, Mediathek, Videotext 2.0
Der Spot mit Rückkanal ist ein Beispiel für Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV), die Verbindung von Internet mit dem Fernsehen. Die Branchenmesse IFA zelebrierte diese Ehe jüngst als die Zukunft des TV-Konsums. So zeigten RTL, Pro7, Sport 1 oder ARD, welche Features das hybride Fernsehen bieten kann (ARD: siehe Video unten): Mit Werbespots, auf die der Nutzer reagieren kann. Mit integriertem Senderarchiv, der Mediathek. Dazu ein neuer Videotext, der schöner, schicker, schneller sein soll. 550.000 entsprechende Geräte wurden 2009 verkauft, bis Ende 2010 sollen in Deutschland über zwei Millionen hybrider TV-Geräte stehen, 2011 sogar vier Millionen. So werden wir in Zukunft fernsehen, sagt die Branche.

Beispiel von der IFA 2010: Wie die ARD HbbTV einsetzt






Die rasante Entwicklung hat nur einen Haken: Die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeit verwirrt manche Nutzer. Zum Beispiel bei der Grafik: Bislang sahen sich die Videotexte relativ ähnlich, meist zeigten die Sender die wichtigsten Meldungen in einer Spalte, dazwischen das aktuelle Programm. Bei der neuen Version des Videotextes sind Bilder möglich, Einblendungen des laufenden Programms, dazu Anzeigen bei Privatsendern. So entsteht je Sender ein neues Layout. „Der neue Videtext ist anstrengend. Ich muss jedes Interface neu lernen“, kommentiert ein IFA-Besucher.



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