Schnappen
Wir fördern oft selbst ein ungezogenes Verhalten bei Hunden. Wenn wir ihnen z.B. ein Leckerchen vor die Nase halten und dieses immer wieder wegziehen, dann ist der Hund irgendwann dazu geneigt es sich durch Schnappen zu sichern. Schaffen Sie Vertrauen: Ziehen Sie einen Lederhandschuh an und legen das Leckerchen auf diesen. Will der Hund zuschnappen rufen Sie laut und bestimmt "Nein!" bei einem erneuten Versuch seinerseits sprechen Sie das Kommando etwas ruhiger aus, bis der Hund darauf wartet, dass Sie ihm erlauben das Leckerchen aus Ihrer Hand zu fressen.
Durchsetzungsvermögen: Ein entscheidendes „Nein“ wirkt oft Wunder!
Zicken
Sollte der Hund zum Bellen und zicken mit anderen Artgenossen neigen, sollte dies nicht toleriert werden. Gewalt erzeugt jedoch nur Gegengewalt! Versuchen Sie stattdessen den Hund auf schmerzlose Weise einzuschüchtern. Ein Schlüssel, ein schnalzender Lederlappen oder eine Dose mit Steinchen kann als abschreckendes Zeichen genutzt werden. Sollte der Hund zu ungewünschtem Verhalten ansetzen, produzieren Sie mit Ihrem Hilfsgegenstand einfach Geräusche über seinem Kopf. Er darf sich ruhig erschrecken - währenddessen folgt ein klares "Pfui" oder "Nein".
Aufmerksamkeit: Holen Sie Ihren Hund aus der Trieblage und sorgen Sie dafür, dass seine Aufmerksamkeit wieder ganz Ihnen gehört.
Konditionierung
Die Methode fast sämtlicher Lernmethoden beim Hund funktioniert über Konditionierung. Sie bringen dem Hund bei eins mit dem anderen zu assoziieren. Z.B. bedeutet ein Leckerchen eine positive Bestätigung für ein Verhalten, das rattern einer Blechdose kann als Ausdruck von Fehlverhalten konditioniert werden.
Klauen
Hunde klauen nicht mit böser Absicht, sie können meist nicht anders. Für die verlockende Snackeinlage nehmen sie auch Schelte in Kauf. Erwischen Sie einen Hund erst nach dem Verzehr und nicht auf frischer Tat, können Sie sich eine Strafe getrost sparen. Stellen Sie lieber ein Backblech auf den Tisch und drapieren weit hinten ein Leckerchen darauf. Wenn der Hund sich dies in einem unbeobachteten Moment schnappen will, wird er das Backblech mit sich reißen und sich durch den gehörigen Krach selbst erschrecken.
Raus! Hunde gehören beim Essen aus der Küche, so vermeiden Sie Klauereien und ständiges Betteln.
Jagen
Nur weil der Hund beim Gassigang an der Leine ist, heißt dies nicht, dass er ohne Einwirkung machen darf was er will! Vögel am Fenster, Eichhörnchen im Garten und sogar Igel können zu echten Problemen werden. Unterdrücken Sie ungewolltes Jagdverhalten sofort und immer! Sollte ein beherztes "Nein" oder "Pfui" nicht ausreichen, darf gern eine Büchse gefüllt mit Steinchen ein wenig mehr Nachdruck verleihen.
Professionelle Hilfe Manches Verhalten benötigt eine Wesensveränderung bzw. Therapie, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.