Das weltgrößte grenzübergreifende Naturschutzgebiet Kavango/Zambesi, kurz KaZa wurde in Namibia feierlich eröffnet. Für das gigantische Schutzgebiet wurden Verträge zwischen den Staaten Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe abgeschlossen. Das Gebiet erstreckt sich zwischen den beiden Flüssen Kavango und Zambesi und ermöglicht Elefanten, Leoparden und Flusspferden ein ungestörtes Leben.

"Das Besondere an KaZa ist, dass es Naturschutz mit Armutsbekämpfung vereinen kann", sagt Philipp Goeltenboth, WWF-Experte für KaZa. "Die unvergleichliche Natur dieser Region wirkt wie ein Magnet auf Touristen. Aber in KaZa fließen die Einnahmen nicht an irgendwelche Investoren, sondern direkt an die Menschen. Das Land mit allen Naturschätzen gehört ihnen, den Stämmen und Dorfgemeinschaften. Sie entscheiden, was damit geschieht. Niemand, weder die Regierung noch irgendeine NGO darf ihnen etwas vorschreiben. Deshalb schützen sie die Natur. Sie wissen, dass sie ihnen ihr Auskommen sichert."

Nach WWF-Schätzungen gilt als Faustformel für KaZa: Sieben Touristen sichern einen Arbeitsplatz, von dem in dieser Region bis zu 15 Menschen ernährt werden können.
 
© CONCON Content Consulting GmbH