Die beiden Jungbären mit der Kennzeichnung M8 und M13 sind derzeit auf Wanderschaft in Österreich und der Schweiz. Sollten die beiden das Inn-Tal durchqueren, ist es laut WWF nicht abwegig, dass Süddeutschland, vor allem Bayern und Baden-Württemberg, Ziel der Wanderung wird.

Aufgrund der Erfahrung mit Braunbär Bruno ist Bayern im Vergleich zu Baden-Württemberg mit seinem Bären-Managementplan gut aufgestellt. Nachbarland Baden-Württemberg hat es bisher versäumt, sich auf einen eventuellen Bärenbesuch vorzubereiten.

"Bayern hat nach den Erfahrungen mit Braunbär Bruno gehandelt und muss die im Managementplan festgelegten Schritte vorbereiten. Baden-Württemberg hingegen hat sich mit dem Bären noch nicht einmal auf dem Papier beschäftigt", kritisiert Dr. Christine Miller, Leiterin des WWF-Büros "Große Beutegreifer in Bayern". Miller betonte weiter, dass es für junge, männliche Bären ein vollkommen natürliches Verhalten darstelle, auf Wanderschaft zu gehen, um sich neue Reviere zu suchen. Dabei könnten die Jung-Bären ohne Probleme mehrere Hundert Kilometer zurücklegen. "Für einen Bären ist der Weg aus Norditalien nach Österreich, Deutschland oder in die Schweiz ein längerer aber sicherlich nicht außergewöhnlicher Spaziergang", so Millers Fazit.
 
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