Unsere fünfteilige Serie "Die Letzten ihrer Art" würdigt den britischen Schriftsteller Douglas Adams, der sich 1990 auf die Suche nach den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt gemacht hat. In der dritten Folge stellen wir Ihnen das Breitmaulnashorn vor.
Das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) ist die größte der fünf Nashornarten und damit nach den drei Elefantenarten das viertgrößte Landsäugetier der Welt. Bullen werden bis zu vier Meter lang und erreichen eine Schulterhöhe von bis zu zwei Metern. Ihr Gewicht kann bis zu 3500 Kilogramm betragen. Breitmaulnashörner haben zwei Hörner, von denen das vordere deutlich länger wird als das hintere. Die Hörner sind auch ein wesentlicher Grund, warum das Breitmaulnashorn eine bedrohte Tierart ist.
Früher wurde das Breitmaulnashorn auch als Weißes Nashorn bezeichnet. Diese Bezeichnung beruht aber auf einem Übersetzungsfehler: Wegen seines breiten Mauls, das es zum Grasen einsetzt, wurde es von den Buren als "wijde" bezeichnet, was von den Briten allerdings als "white" ("weiß") aufgefasst wurde.
Tatsächlich sind Breitmaulnashörner genau wie die verwandten Spitzmaulnashörner in den meisten Fällen schiefergrau. Breitmaulnashörner verlassen sich auf ihren besonders gut ausgeprägten Geruchssinn. Um die Augen und Ohren des Nashorns ist es dagegen weit weniger gut bestellt: Bereits bei Entfernungen von über 20 Metern können Nashörner kaum noch etwas sehen.