Mohamadou Idrissou (9. Minute), Erwin Hoffer (57.) und Alexander Meier (73./89.) stellten mit ihren Treffern den 17. Saisonerfolg der Eintracht sicher. Für die Berliner war es vor 16 589 Zuschauern im ausverkauften Stadion «An der Alten Försterei» nach drei Spielen ohne Niederlagen dagegen die erste Pleite.

«Wir haben in dem Spiel gezeigt, dass wir nach oben wollen und haben einen großen Schritt gemacht. Wir wollten ein Zeichen setzen», sagte Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler. Die Spieler von Trainer Armin Veh setzten von Beginn an alles daran, eine weitere Etappe auf dem Weg in die Bundesliga zu meistern. Nach einem perfekt vorgetragenen Angriff über die rechte Seite brauchte Idrissou den Ball nur noch über die Linie zu drücken.

Frankfurt dominierte die Partie, die Gastgeber spielten dagegen oft zu umständlich und fanden kaum ein Mittel gegen die gut sortierte Hintermannschaft der Hessen. In der zweiten Halbzeit agierten die Hausherren deutlich offensiver, doch es fehlte ihnen an Durchschlagskraft. Anders dagegen die Eintracht: Der Österreicher Hoffer verwandelte eine Flanke von Schwegler per Flugkopfball zum 2:0. Doppeltorschütze Meier erhöhte sogar noch auf 4:0. Somit hielt die Serie der Frankfurter, die noch kein Spiel in ihrer Vereinsgeschichte gegen die Berliner verloren. Im siebten Vergleich war es der vierte Sieg.

«Wir haben Möglichkeiten gehabt, uns fehlt die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor», haderte Unions Trainer Uwe Neuhaus mit der mangelhaften Chancenverwertung seines Teams. «Wir sind noch nicht durch, wir haben noch gar nichts erreicht», sagte Schwegler, obwohl die Eintracht nun fünf Punkte Vorsprung vor Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsrang hat.

Eigentlich hätten die Frankfurter nach einem Urteil des DFB-Sportgerichts wegen Fan-Ausschreitungen in Düsseldorf ohne eigene Fans in der Hauptstadt auskommen müssen. Doch rund 1000 Eintracht-Anhänger fanden den Weg ins Stadion. Mitte der ersten Halbzeit versuchten sie, in den Gästebereich zu gelangen. Die Hausherren reagierten besonnen und öffneten die Tore. Es blieb friedlich. «Mit Unterstützung ist es immer schöner zu spielen», meinte Schwegler.

 
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