Wer kein eigenes Segelboot hat, kann über das Portal www.yachtcharterfinder.com eines von 900 Schiffen in Griechenland mieten. Seit 2004 vermittelt der Berliner Karsten Knorr dort Schiffe vom kleinen Segelboot bis zur Luxusyacht – insgesamt bietet das Unternehmen etwa 15.000 Schiffe weltweit an.
Knorr schätzt an Griechenland vor allem die einzigartige Inselwelt: „Man segelt nicht einfach nur die Küste entlang, sondern reist von Insel zu Insel. Dabei sieht man streckenweise auch einige Zeit lang kein Land mehr.“ Die Inseln Griechenlands seien zudem, trotz des Tourismus, sehr natürlich geblieben. „Es gibt kaum Yachthäfen. Stattdessen legt man meist direkt im Stadthafen an. Der Vorteil: Man ist mittendrin und nicht vom Stadtleben abgeschnitten“, erklärt der leidenschaftliche Segler. Annehmlichkeiten muss man aber trotzdem nicht verzichten. Je nach Vorlieben kann ein Segelschiff einiges an Luxus bieten.
Urlaub mit Fremden
Anfänger, die Lust aufs Segeln haben, können den Spaß an Wind und Ozean im griechischen Meer auf viele Arten erleben. „Wenn man alleine in den Urlaub fahren will, kann man sich beispielsweise einer Gruppe anschließen und sich dabei von einem professionellen Skipper begleiten lassen“, sagt Knorr. Wer sich nicht scheue, seinen Urlaub auf engstem Raum mit vier bis sechs Fremden zu verbringen, könne auf diese Weise eine ganz besondere Reise erleben. „Ab 500 Euro kann man da schon eine Woche Urlaub mit Verpflegung und Skipper buchen“, so Knorr.
Familien und Freunde, die sich zusammengetan haben, können hingegen ein Schiff inklusive Skipper mieten. Auf dem Segelportal „Yachtcharterfinder“ sind so schon Angebote ab 50 Euro pro Tag und Person zu finden. Wenn man sich mit dem Segeln gar nicht auskennt, sollte man zudem ebenfalls einen Skipper engagieren, der Land und Leute kennt. „Der Skipper kann auch eine Art persönlicher Reiseführer sein, denn er kennt garantiert die schönsten Strände und die besten Restaurants“, ist sich Karten Knorr sicher.
Abenteuer "Flotillensegeln"
Wer hingegen auf seinem Schiff unter sich sein will, kann auch als Anfänger am sogenannten Flottillensegeln teilnehmen. Bei dieser Urlaubs-Variante segelt man im Verbund von fünf bis zehn Schiffen, darunter ein Boot mit Skipperteam, das die Teilnehmer der Reise per Funk unterstützt. „Auch hier findet man schon Schiffe ab 50 Euro pro Person pro Tag – nach oben sind aber keine Grenzen gesetzt“, so Knorr. Falls bei einer solchen Reise mit einer unerfahrenen Crew Schäden am Schiff passieren sollten, sei man zudem finanziell abgesichert, ergänzt der Segelexperte.
Sorgen, dass man aufgrund der aktuellen Krise schlecht von den Griechen behandelt wird, muss man sich laut Kasten Knorr nicht machen: „Ganz im Gegenteil: die Menschen sind freundlicher als je zuvor.“ Zudem seien selbst bekannte Touristen-Hot-Spots in diesem Jahr nicht allzu überlaufen. Legt man hingegen an einer entlegenen Insel an, kann es sogar passieren, dass ein Fest veranstaltet wird. „Auch in griechischen Restaurants herrschen andere Regeln: Statt in die Karte darf man dort auch mal in die Kochtöpfe gucken“, erzählt Karsten Knorr.







