Und das Leben an Bord? Es spielt sich für alle oben an Deck ab, auch wenn die geräumigen Doppelkabinen jeden Komfort bieten, auch wenn sich im Bauch des Schiffs eine Lounge verbirgt, die mit Esstisch, Sitzecke und Bar zum Verweilen einlädt. Viel zu groß ist die Befürchtung, hier unten etwas vom Leben am Ufer zu verpassen. Denn auf dem Nil herrscht Sehlust nonstop.
Aber auch ein Nachtleben gibt es mit der Dahabeya: Rauf auf den Strand, am Lagerfeuer Tee aus Malvenblüten trinken, eine Wasserpfeife mit Apfelaroma rauchen. Die Crew trommelt, singt, tanzt. Hektik, Stress, das ist endgültig weit weg. Mitklatschen und tanzen oder einfach zurücklehnen - der Blick in den funkelnden Sternenhimmel über der Wüste ist besser als jede Show.
Morgens lässt der Kapitän wieder die Segel setzen. Der Nubier und seine gut zehn Mann starke Crew segeln, putzen Kabinen und kochen. Nichts Ausgefallenes, aber frische ägyptische Kost, die gut schmeckt, kommt auf den großen Tisch. Nur beim traditionellen ful, Bohnenmus zum Frühstück, sagen wir "Ana Asif" - Entschuldigung, aber der liegt uns Europäern zu schwer im Magen. Macht nix, es gibt ja auch Eier, Aufschnitt und Obst.
Kurz nach dem Frühstück erreicht das Schiff Darau. Auf dem Viehmarkt wird hartnäckig um Kamele, Wasserbüffel und Ziegen gefeilscht, werden lautstark Gemüse und Obst angepriesen. Uralte Lkw-Vehikel holpern mit Vieh auf der Ladefläche über Schlaglochpisten, frisches Fleisch wird direkt an der Straße verkauft. Was für ein Erlebnis für Augen, Ohren, Nase. Und noch einmal ein Stopp, den klassische Kreuzfahrer verpassen. Zu klein der Anleger, zu groß die Gruppen für den Ort.
Wenige Stunden später begleiten Feluken die Samira: Boote mit nur einem Segel, die so typisch sind für Assuan, die südlichste Stadt Oberägyptens. Dort angekommen, werfen wir einen Blick auf das Aga-Khan-Mausoleum, schauen im Old Cataract Hotel vorbei, wo Agatha Christie einst an ihren Krimis schrieb, bestaunen im nahen Steinbruch den 42 Meter langen, unvollendeten Obelisken. Wie ein gefällter Wolkenkratzer der Vergangenheit liegt der Koloss da. Zum Schluss noch die Tour zum Philae-Tempel im Nasser-See - und dann wird es auch für uns Dahabeya-Passagiere Zeit, Abschied zu nehmen.
Per Zug geht es zurück nach Luxor. Vier Stunden, länger dauert die Fahrt nicht. Doch wer einmal die Strecke auf dem Nil gesegelt ist, wird den orientalischen Zauber dieser Reise selbst im Alltag schwer wieder los. Denn er hat Land, Leute, Kultur gefühlt. Und auf Augenhöhe erlebt.
Aber auch ein Nachtleben gibt es mit der Dahabeya: Rauf auf den Strand, am Lagerfeuer Tee aus Malvenblüten trinken, eine Wasserpfeife mit Apfelaroma rauchen. Die Crew trommelt, singt, tanzt. Hektik, Stress, das ist endgültig weit weg. Mitklatschen und tanzen oder einfach zurücklehnen - der Blick in den funkelnden Sternenhimmel über der Wüste ist besser als jede Show.
Morgens lässt der Kapitän wieder die Segel setzen. Der Nubier und seine gut zehn Mann starke Crew segeln, putzen Kabinen und kochen. Nichts Ausgefallenes, aber frische ägyptische Kost, die gut schmeckt, kommt auf den großen Tisch. Nur beim traditionellen ful, Bohnenmus zum Frühstück, sagen wir "Ana Asif" - Entschuldigung, aber der liegt uns Europäern zu schwer im Magen. Macht nix, es gibt ja auch Eier, Aufschnitt und Obst.
Kurz nach dem Frühstück erreicht das Schiff Darau. Auf dem Viehmarkt wird hartnäckig um Kamele, Wasserbüffel und Ziegen gefeilscht, werden lautstark Gemüse und Obst angepriesen. Uralte Lkw-Vehikel holpern mit Vieh auf der Ladefläche über Schlaglochpisten, frisches Fleisch wird direkt an der Straße verkauft. Was für ein Erlebnis für Augen, Ohren, Nase. Und noch einmal ein Stopp, den klassische Kreuzfahrer verpassen. Zu klein der Anleger, zu groß die Gruppen für den Ort.
Wenige Stunden später begleiten Feluken die Samira: Boote mit nur einem Segel, die so typisch sind für Assuan, die südlichste Stadt Oberägyptens. Dort angekommen, werfen wir einen Blick auf das Aga-Khan-Mausoleum, schauen im Old Cataract Hotel vorbei, wo Agatha Christie einst an ihren Krimis schrieb, bestaunen im nahen Steinbruch den 42 Meter langen, unvollendeten Obelisken. Wie ein gefällter Wolkenkratzer der Vergangenheit liegt der Koloss da. Zum Schluss noch die Tour zum Philae-Tempel im Nasser-See - und dann wird es auch für uns Dahabeya-Passagiere Zeit, Abschied zu nehmen.
Per Zug geht es zurück nach Luxor. Vier Stunden, länger dauert die Fahrt nicht. Doch wer einmal die Strecke auf dem Nil gesegelt ist, wird den orientalischen Zauber dieser Reise selbst im Alltag schwer wieder los. Denn er hat Land, Leute, Kultur gefühlt. Und auf Augenhöhe erlebt.
© BELLEVUE and More GmbH, Hamburg
Kreuzfahrt Guide 2010
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