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Kreuzfahrt-Specials

 

Butler, please!

Auf der Kreuzfahrt nach Strich und Faden verwöhnen lassen: Der "Yacht Club" von MSC mit Butler-Service macht's möglich. Auf der MSC Fantasia probierten wir es aus.

 

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Butler on Deck

© J. Bohmann / Bellevue and More GmbH

 

Lorenzo Fioto (rechts): Der Chefbutler serviert höchstpersönlich.

 
 
Für Lorenzo Fioto, so könnte man meinen, wurde dieser Job erfunden. Bereits als 20-Jähriger übte der heute in Würde ergraute Neapolitaner ihn aus. Zwölfmal hat er dabei die Welt umrundet, hat Staatspräsidenten ebenso gedient wie Hollywoodstars. Und einmal, bald 25 Jahre ist das nun her, hat er in Ausübung seiner Pflicht sogar dem Tod ins Auge geblickt: als Butler des Kapitäns der Achille Lauro, während jener dramatischen Tage der Entführung durch palästinensische Terroristen im Oktober '85. Er nimmt die goldgeränderte Brille von der Nase, muss warten, bis das Beben in seiner Stimme verebbt. "It was ... so terrible." Er stand dabei, als der Passagier Leon Klinghoffer ermordet und im Rollstuhl über Bord geworfen wurde. Wir schweigen lange, bis das Gespräch wieder einsetzen kann.

"Ein Butler muss alles können", sagt Lorenzo dann plötzlich - und strahlt wieder wie gewohnt. "Ich kann auch Haare schneiden, Massagen geben und Blumen binden." Und ja, gern packt er die Koffer aus, wenn seine Gäste es wünschen. Natürlich putzt er auch Schuhe, bügelt Anzüge und Kleider auf, arrangiert einen privaten Chauffeur, einen Fotografen, einen persönlichen Guide für den Landausflug. "Und sollte mal jemandem erst nach dem Abendessen einfallen, dass er morgen gern einen Helikopter-Rundflug hätte, versuchen wir auch das." Denn Lorenzo und seine 22 Mitarbeiter - 21 Männer und eine Frau, Butlerin Aliona aus Odessa - sind für ihre Gäste immer da. Und das heißt in diesem Fall tatsächlich: 24 Stunden. Jeden Tag.

MSC Yacht Club nennt sich das Reich, über das Lorenzo wacht - und dessentwegen die MSC Fantasia der ganze Stolz der Erfolgsreederei aus Neapel ist. Gianluigi Aponte persönlich, der Patriarch des Familienunternehmens, das seinen eigentlichen Reichtum in der Containerschifffahrt erwirtschaftete, soll die Idee zu diesem "Schiff-im-Schiff-Konzept" gehabt haben. Statt eine eigene Luxusyacht à la Seabourn oder SeaDream zu bauen, lässt er 200 Gäste, die solchen Luxus wollen, einfach auf einem großen Schiff mitreisen. In yachtähnlichem Ambiente und mit, so der Anspruch, "sechs Sternen" im Service. Alle anderen der bis zu 3.274 Passagiere des 133.000-Tonners reisen dagegen unter gefühlten vier Sternen. Zwei Welten also auf einem Kiel: Dass diese Idee auf der im Juli 2009 getauften MSC Splendida wiederholt wurde, zeigt, dass man fest an sie glaubt.
 
 
Weiter: Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man rufen: Butler, please!
 
 
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