Erst am 1. Januar 1986 wurde die jüngste Provinz der Niederlande gebildet. Östliches und südliches Flevoland bestehen aus zwei künstlichen Inseln, die erst im 20. Jahrhundert dem Meer entrissen wurden. Schokland und Urk heißen diese beiden Inseln, die im Durchschnitt fünf Meter unter dem Meeresspiegel liegen.

Der Großteil von Flevoland ist von übriggebliebenen Gewässern umgeben, die einst zum Ijsselmeer gehörten. Heute wird durch diese Binnenseen und zahlreiche Kanäle der Grundwasserspiegel in der Region kontrolliert, zudem erhalten sie ehemaligen Küstenorten den Zugang zum Wasser.

Das Landschaftsbild prägen heute Mühlen, Deiche und Schöpfwerke. Flevoland verfügt außerdem über mehr als 20 Strände, die jeweils ihre eigene Atmosphäre haben. Almeerderstrand im Westen der Provinz ist so beispielsweise der ideale Ort, um Sonne zu tanken und zu entspannen. Man beschließt den Tag am besten auf der Terrasse des Strandpavillons Poortdock.

Niederländische Gastfreundschaft

Nach einem Bummel über die ehemalige Insel Urk können sich Urlauber am Fuße des Leuchtturms erholen oder ein Bad am Urker Strand nehmen. Im Strandpavillon Kaap Flevo am Woldstrand des Flevomeers kann man zudem am besten die niederländische Gastfreundlichkeit genießen.

Empfehlenswert: Während des Camping-Festivals Uit-je Tent vom 8. bis 10. Juni zeigen die Einwohner Flevolands mit einem bunten Programm ihre Gastfreundschaft: die Bandbreite reicht von Touren über die auf der Unesco-Welterbeliste stehende Halbinsel Schokland bis hin zum kulinarischen Fest „Proef de Polder“, bei dem Produkte aus der Provinz angeboten werden.

Um das „neue Land“ zu entdecken, sollte man sich als Tourist Zeit nehmen und eine der zahlreichen ungewöhnlichen Unterkünfte buchen, an denen die Region reich ist – auch hier betreten die Flevoländer nämlich gerne Neuland. Wem ein normales Hotel zu langweilig ist, sollte so beispielsweise im Bauhaushotel einchecken. Auf dem Campingplatz „Molecaten Flevostrand“ kann man hingegen direkt auf dem Wasser sein Zelt aufschlagen -  der Platz steht auf Pfählen. Echte Seebären können ihre Ferien in Flevoland aber auch gleich auf einem Fischkutter verbringen.

Alle außergewöhnlichen Unterkünfte sind in unserer Bilderstrecke zu finden.

 
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