Dienste

 

 

Tennis Kein Tanz, aber Drinks: Federers Wimbledon-Party

Für seinen historischen achten Wimbledonsieg wird Roger Federer auf der ganzen Welt gefeiert und gewürdigt. Im kommenden Monat wird er 36, im nächsten Jahr will er wieder hier aufschlagen. Erst einmal aber feiert er ausgiebig seinen Erfolg - auch ohne Musik.
Roger Federer und seine Frau Mirka beim Wimbledon Champions Dinner 2017. Foto: Lauren Hurley © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Roger Federer und seine Frau Mirka beim Wimbledon Champions Dinner 2017. Foto: Lauren Hurley © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Roger Federers Tanz beim Champions Dinner mit Wimbledonsiegerin Garbiñe Muguruza fiel leider aus. «Es gab keine Musik und keine Tanzfläche», erzählte der Schweizer, als er nach einer äußerst kurzen Nacht noch einmal auf der Anlage des All England Clubs erschien.

Bis fünf Uhr morgens feierte der bald 36 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz im eleganten schwarzen Anzug mit schmaler schwarzer Krawatte seine historische Tat des achten Triumphes auf dem Heiligen Rasen.

«Ich habe zu viele zu unterschiedliche Drinks gehabt», verriet Federer schmunzelnd. Obwohl sichtlich angeschlagen und mit leicht belegter Stimme, stellte er sich in heller Jeans und hellblauem T-Shirt den Fragen der Weltpresse, die seine Leistung bereits mit Titelseiten und heroischen Schlagzeilen gewürdigt hatte.

«Mit ihm ist der Katalog der Superlative seit langem ausgeschöpft. Roger Federer schreibt einen überwältigenden Roman ohne Ende», schrieb «Le Figaro». Für den «Telegraph» ist der nun 19-malige Grand-Slam-Sieger und älteste Wimbledon-Champion im Profitennis «Teil der britischen Sportgeschichte, eine Dauerausstellung, von der man sich wünscht, sie würde nie geschlossen».

Und so schnell wird das auch nicht geschehen. Wenn er gesund bleibt, seine Turniere auch weiterhin «clever plant», wie er es formulierte, und die Lust seiner Familie mit den vier Kindern auf die strapaziösen Reisen rund um die Welt nicht nachlässt, wird Federer seiner Sportart noch eine Weile erhalten bleiben. Natürlich hätte es für einen Rücktritt keinen passenderen Moment geben können als jene Nachmittagsstunden des 16. Juli 2017 nach dem ungefährdeten 6:3, 6:1, 6:4 gegen den von Blasen am Fuß gehandicapten Marin Cilic.

14 Jahre nach seinem ersten und fünf Jahre nach seinem bis dahin letzen Wimbledon-Triumph hatte sich Federer tatsächlich noch einmal in den Siegerlisten verewigt. Zum achten Mal. So oft wie kein anderer Profi vor ihm. «Unglaublich, wie sich meine Karriere hier widerspiegelt», sagte er. Doch ein Rücktritt war nie ein Thema.

Im Gegenteil: Während seine Kontrahenten Andy Murray und Novak Djokovic mit Blessuren und Verschleißerscheinungen ihres Körpers zu kämpfen haben und möglicherweise länger pausieren müssen, wirkt Federer als stünde die Quelle der ewigen Jugend bei ihm zu Hause in der Schweiz. «Er steht weniger als einen Monat vor seinem 36. Geburtstag, aber die letzten zwei Wochen hat er über die Tennisplätze getanzt wie ein Teenager in der Disco», schrieb «The Independent».

Der goldene Siegerpokal stand auf dem Tisch neben Federer, unzählige Aufnahmegeräte lagen vor ihm. «Die werde ich alle behalten, das wird ein gutes Geschäft», scherzte Federer. Ausführlich ließ er noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren mit der sechsmonatigen Verletzungspause in der zweiten Hälfte und dem wundersamen Comeback mit dem Titel bei den Australian Open Anfang 2017.

Er philosophierte über das Punktsystem für die Weltrangliste, die mentale Herausforderung eines zweiwöchigen Grand-Slam-Turniers oder seine Erkältung, die ihn während der Wimbledon-Wochen plagte.

Erst einmal gönnt sich Federer nun ein paar Tage Pause. «Ich will das Ganze jetzt auch genießen», sagte er. Und im kommenden Jahr würde er am liebsten den Sonntagabend erneut in der Londoner Guildhall verbringen. Vielleicht gibt es dann auch wieder eine Tanzfläche.

© dpa-infocom GmbH
 
Tommy Haas (r) ließ Turnierdirektor Michael Stich bei einem Show-Match am Rothenbaum keine Chance. Foto: Daniel Bockwoldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Haas deklassiert Stich in Show-Match am Rothenbaum

Tennis-Profi Tommy Haas hat Turnierdirektor Michael Stich in einem Show-Match bei den German Open am Hamburger Rothenbaum deklassiert. Der 39 Jahre alte gebürtige Hamburger gewann vor 6500 Zuschauern ...
 
 
 Zur Übersicht TennisZur Startseite 
 

 
6085591
Kein Tanz, aber Drinks: Federers Wimbledon-Party
Für seinen historischen achten Wimbledonsieg wird Roger Federer auf der ganzen Welt gefeiert und gewürdigt. Im kommenden Monat wird er 36, im nächsten Jahr will er wieder hier aufschlagen. Erst einmal aber feiert er ausgiebig seinen Erfolg - auch ohne Musik.
http://www.arcor.de/content/sport/sportmix/tennis/6085591,1,Tennis--Kein-Tanz-aber-Drinks%3A-Federers-Wimbledon-Party,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/GCTcMMNbStG3veYDTGS8MM_PQNpxwBJjw5luB8UQJAwkO3krf5Pb71PwIVO1KGh54w5s_5vHend1u8ZxyrR8BA==.jpg
 
 

"Viererkette – Videobeweis – Verlängerung": Fußball-Blog

 
Klare Kampfansage: Thomas Müller (o.) blühte zu Beginn der Vorbereitungsphase auf. Nur bei seinen Elfmetern hat sich nicht viel geändert... - Foto: Laci Perenyi © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Die Antwort gibt’s immer auf dem Platz

Der Telekom-Cup gilt gern als erste Standortbestimmung, und dass die Münchner Bayern diesen am Wochenende in Mönchengladbach gewannen, war jetzt ...  mehr
 
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
Eine Bildmanipulation, in der ein Boot im Hintergrund eingefügt wurde. Foto: Sophie Nightingale/Cognitive Research © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

So leicht geht man manipulierten Fotos auf den Leim

Falten weg, Wolke rein, Passant raus: Fotos zu manipulieren ist für Profis ein Klacks. Wie leicht erkennen Menschen den Betrug?  mehr
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
  • Shadow Moon lernt: Die Götter müssen verrückt sein! © STUDIOCANAL
  •  © Studiocanal
  •  © STUDIOCANAL
  •  © STUDIOCANAL
  •  © STUDIOCANAL
  •  © STUDIOCANAL
  •  © STUDIOCANAL
  •  © STUDIOCANAL
 

Zum DVD-Start von "American Gods": Tolle Fanpakete gewinnen!

Fantasy, Mythologie, Drama: Mit dieser Mischung begeistert die neue Super-Serie "American Gods" die Amazon Video-Kunden. Am 27. Juli erscheint die ...  mehr
 
 
 
Erwischt: Polizist platziert Drogen bei Tatverdächtigem
 

Erwischt: Polizist platziert Drogen bei Tatverdächtigem

Ein Polizist aus Baltimore hätte die Bedienungsanleitung seiner Body-Cam besser lesen müssen. Diese Kameras nehmen schon 30 Sekunden vor der ...  mehr