"In den letzten zwei Tagen nach der 0:1-Niederlage gegen Mönchengladbach und nach vielen intensiven Gesprächen sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass wir diese Entscheidung treffen mussten", sagte Sportdirektor Frank Arnesen am Montagnachmittag zu dem vom Zeitpunkt her überraschenden Beschluss. Denn Arnesen selbst hatte noch am Sonntag gebetsmühlenartig wiederholt, Oenning werde am Donnerstag bei der Anreise zum Punktspiel beim VfB Stuttgart neben ihm im Flieger sitzen.

Während HSV-Idol Uwe Seeler ("Die Mechanismen im Bundesliga-Fußball sind automatisch, wenn man nicht absteigen will") mit der Trennung gerechnet hatte, kam diese für Willi Schulz unerwartet und total verfrüht. "Ich bin überrascht, dass man den Trainer schon jetzt geopfert hat", kritisierte der einstige Abwehrchef die Club-Verantwortlichen scharf. "Grundsätzlich ist es für unseren honorigen Verein kein gutes Aushängeschild, wenn immer die Trainer alles ausbaden müssen. Das muss man auch so deutlich sagen."