Selbst ohne eine einzige Sekunde Einsatzzeit hat Michael Ballack Bayer Leverkusen fest im Griff. Rund um das 1:1 (0:1) beim Tabellennachbarn Werder Bremen gab es nur ein Thema: Das nicht enden wollende Theater um den früheren Kapitän der Fußball-Nationalelf.

Diesen besonderen Spieler - der früher einmal das Gesicht des deutschen Fußballs gewesen war - ließ Dutt im wichtigen Verfolgerduell 90 Minuten lang auf der Bank. "Ich war sehr zufrieden mit den Spielern auf dem Platz und habe keinen Grund zum Wechseln gesehen", argumentierte der Coach des Tabellensechsten.

Es war ein weiteres Kapitel in der Posse um den 35 Jahre alten 98-fachen Nationalspieler, dessen Karriere sich unbarmherzig dem Ende zuneigt. Die womöglich letzten Bundesliga-Monate Ballacks drohen zu einem unwürdigen Schauspiel zu werden. "Wir haben noch drei Monate Vertrag. Das werden wir profimäßig abwickeln", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bei Sky, nachdem er in den Tagen zuvor öffentlich mit Ballack gebrochen, ihm Uneinsichtigkeit vorgeworfen und den Transfer des Mittelfeldstars 2010 vom FC Chelsea sinngemäß als Fehler bezeichnet hatte.