Kettcar haben seit ihrem Debüt "Du und wie viel von deinen Freunden" neue Worte und neue Klänge gefunden, die bis heute widerhallen, und allein dafür gebührt ihnen Respekt. Doch fast noch größer ist die Leistung, die die Band nach ihrem erfolgreichen Start hingelegt hat und die ihr mit jeder Platte aufs Neue gelingt.
"Zwischen den Runden" ist der nächste Schritt auf dem Weg einer Band, die den Horizont anpeilt, anstatt in den Kreisverkehr abzubiegen. Und es ist eine Platte, die einen zunächst am Kragen packt und umwirft: "Wenn das der Frieden ist, musst du den Krieg nicht noch erfinden" heißt es in "RIP".
Das ist nur einer der vielen Momente der Platte, an denen man schlucken muss, tief durchatmet, und beginnt, sich selbst ein bisschen zu schämen. Weil man so viel verdrängt und so wenig an sich ranlässt und deshalb manchmal eine Band wie Kettcar braucht, die einem hilft, den Panzer zu sprengen. Eine Band, die schon vor Jahren den Satz "Einsehen zum Schluss, das man weitermachen muss" als Credo ausgegeben hat.
Die Lieder vom Scheitern und Sterben, vom Vergehen und Entfremden sind aber nur die eine Seite. Denn genauso oft, wie einen "Zwischen den Runden" umhaut, reicht einem die Platte die Hand und hilft einem auf. Das ist dann auch einer der großen Unterschiede zum Vorgänger "Sylt", auf dem tatsächlich kein einziger rundum positiv gestimmter Song zu finden war.
Während Kettcar textlich mehr Kante denn je zeigen, sich gleichzeitig so hell und so dunkel wie nie zuvor geben und die Nabelschau-Momente immer öfter durch Storytelling ersetzen, ist "Zwischen den Runden" musikalisch relativ versöhnlich und ruhig geraten. Die Akustiktour mit dem Streichquartett hat offenbar ihre Spuren hinterlassen. Denn die Gitarren sind selten laut, der Krach muss meist Platz machen. Kettcar gehen weiter. Und nehmen einen dabei mit.
"Zwischen den Runden" ist der nächste Schritt auf dem Weg einer Band, die den Horizont anpeilt, anstatt in den Kreisverkehr abzubiegen. Und es ist eine Platte, die einen zunächst am Kragen packt und umwirft: "Wenn das der Frieden ist, musst du den Krieg nicht noch erfinden" heißt es in "RIP".
Das ist nur einer der vielen Momente der Platte, an denen man schlucken muss, tief durchatmet, und beginnt, sich selbst ein bisschen zu schämen. Weil man so viel verdrängt und so wenig an sich ranlässt und deshalb manchmal eine Band wie Kettcar braucht, die einem hilft, den Panzer zu sprengen. Eine Band, die schon vor Jahren den Satz "Einsehen zum Schluss, das man weitermachen muss" als Credo ausgegeben hat.
Die Lieder vom Scheitern und Sterben, vom Vergehen und Entfremden sind aber nur die eine Seite. Denn genauso oft, wie einen "Zwischen den Runden" umhaut, reicht einem die Platte die Hand und hilft einem auf. Das ist dann auch einer der großen Unterschiede zum Vorgänger "Sylt", auf dem tatsächlich kein einziger rundum positiv gestimmter Song zu finden war.
Während Kettcar textlich mehr Kante denn je zeigen, sich gleichzeitig so hell und so dunkel wie nie zuvor geben und die Nabelschau-Momente immer öfter durch Storytelling ersetzen, ist "Zwischen den Runden" musikalisch relativ versöhnlich und ruhig geraten. Die Akustiktour mit dem Streichquartett hat offenbar ihre Spuren hinterlassen. Denn die Gitarren sind selten laut, der Krach muss meist Platz machen. Kettcar gehen weiter. Und nehmen einen dabei mit.





