Die ersten Episoden der Reihe wurden 1966 ausgestrahlt. In diesen Anfängen war die Nachmittagsshow auf ein bügelndes Hausfrauenpublikum zugeschnitten, die Scherze waren entsprechend moderat. Erst sechs Monate später erkannten die Programmverantwortlichen, dass die Familiengeschichte des Collins-Clans zunehmend auch ein jüngeres Publikum vor die Bildschirme lockte. Was sich umgehend auf die weitere Konzeption der Serie auswirkte: Um die Youngster zu binden, wurde die Serie mit übernatürlichen Elementen durchsetzt.

Plötzlich tauchten Werwölfe, Geister und andere Fantasiegestalten auf - und eben der Vampir Barnabas Collins, der von Jonathan Frid dargestellt wurde und schnell zur beliebtesten Figur der Seifenoper avancierte. "Dark Shadows" gilt insofern als Pionierserie des Übernatürlichen im Mainstream-TV. Insgesamt entstanden 1225 Episoden, die Serie lief bis 1971. Die Reihe inspirierte auch zwei Filme: "Das Schloß der Vampire" (1970) und "Das Schloß der verlorenen Seelen" (1971). Im Jahr 1991 entstand eine kurzlebige NBC-Neuversion von "Dark Shadows", in der "Palast der Winde"- Star Ben Cross den Barnabas Collins verkörperte. Diese veränderte zum Missfallen der Fans einige Figurenkonstellationen, was zum vorzeitigen Ableben der Reihe führte. Die glücklose "Dark Shadows"-Neufassung wurde 1996 in Deutschland von RTL ausgestrahlt.
 
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