Arthur
Ein New Yorker Playboy zwischen Zwangsheirat und Suff: Russell Brand wandelt im Remake einer Komödie aus dem Jahr 1981 auf den Spuren seines heimlichen Vorbilds Dudley Moore.
Komödie/Slapstick, USA, 2011
Mit
Russell Brand, Helen Mirren, Greta Gerwig
Dt. Kinostart: 05.05.2011
FSK 12
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Der warmherzige, lebenslustige Arthur lebt ziellos in den Tag hinein - leichtsinnig folgt er jedem Impuls, der ihm Vergnügen verspricht ... bis sein unkontrollierbares öffentliches Image eines Tages den biederen Ruf der Familienstiftung Bach Worldwide gefährdet. In diesem Moment stellt ihm seine Mutter ein Ultimatum: Entweder heiratet er die zwar schöne, aber eindeutig nicht liebenswerte ehrgeizige Managerin Susan Johnson (Jennifer Garner), die ihn im Zaum halten kann, oder er verliert sein Milliardenerbe und damit auch den ihm vertrauten Lebensstil.
Für Arthur wäre die Entscheidung eigentlich eine klare Sache - wenn er sich nicht gerade in die New Yorker Reiseleiterin Naomi (Greta Gerwig) verliebt hätte, die genauso idealistisch und spontan ist wie er selbst. Die unabhängige Naomi erkennt nicht nur Arthurs wahres Wesen, sondern auch sein Potenzial: Endlich findet er dadurch einen Grund, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Er führt ein Leben in Saus und Braus: Der verwöhnte Multimillionärssohn Arthur musste noch nie im Leben arbeiten und ist fast ständig betrunken. Unheil braut sich über ihm zusammen, als seine Familie verlangt, dass er die Tochter eines reichen Geschäftsfreundes heiratet. Lässt er sich auf den Kuhhandel nicht ein, droht ihm der Entzug seines Millionenerbes. Dumm nur, dass sein Herz für die schöne Naomi (Greta Gerwig, Ben Stillers Partnerin in "Greenberg") schlägt, die allerdings keineswegs den Ansprüchen des höheren Geldadels genügt. Arthur muss sich entscheiden: Kohle oder Liebe. Das Regiedebüt von Jason Winer ist ein Remake der 80er-Jahre-Komödie "Arthur - Kein Kind von Traurigkeit" mit Dudley Moore und John Gielgud. Beide waren sieben Jahre später auch in der Fortsetzung "Arthur 2: On the Rocks" zu sehen, die weitaus schwächer war und in Deutschland nur auf Video veröffentlicht wurde. Die Neuverfilmung ist ganz auf die exaltierte Kamikazekomik von Arthur-Darsteller Russell Brand ("Männertrip") zugeschnitten. Ihm zur Seite steht Oscar-Preisträgerin Helen Mirren ("Die Queen"), die als Arthurs Nanny die liebevolle Ersatzmutter des spleenigen Alki-Playboys verkörpert. Mirren spielt mit Leichtigkeit alle anderen Akteure an die Wand und offenbart mehr humoristisches Talent als so mancher Profikomiker. Trotzdem erreicht das Remake nicht im Ansatz die süffige Qualität des Originals. Der Film ist zwar kurzweilig, aber viele Gags wirken aufgesetzt und überdreht. Die hintergründigen Charakterzüge Arthurs gehen im Slapstick-Trommelfeuer Russell Brands verloren, das Drehbuch des britischen "Borat"- und "Brüno"-Autors Peter Baynham fällt ungewohnt boulevardesk aus. So ist der neue "Arthur" auch weiter kein "Kind von Traurigkeit", aber doch ein naher Verwandter einer ganz normalen TV-Sitcom.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Text u. Wertung: CINEMA Online
Cast
Kino-Neustarts
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