Beginners
Ewan McGregor und Christopher Plummer in einer bittersüßen Studie über Heteros, Schwule und einen sprechenden Hund.
Drama, USA, 2010
Mit
Ewan McGregor, Christopher Plummer, Mélanie Laurent
Dt. Kinostart: 09.06.2011
FSK 0
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Nur einen Monat nach dem Tod seines Vaters Hal (Christopher Plummer) lernt Künstler Oliver (Ewan McGregor) die temperamentvoll-leidenschaftliche Schauspielerin Anna (Mélanie Laurent) aus Frankreich kennen - und verliebt sich.
Die glückliche, aber nicht unkomplizierte neue Liebe weckt in Oliver die Erinnerungen an seinen Vater, der sich nach dem Tod seiner Frau, mit der er 45 Jahre verheiratet war, noch im Alter von 75 Jahren zu seiner Homosexualität bekannte. Hemmungslos und voller Energie stürzt er sich in sein neues schwules Leben, zu dem bald auch sein wesentlich jüngerer Liebhaber Andy (Goran Visnjic) gehört. Die gleichermaßen amüsante wie bewegende Aufregung, die Hals neue Ehrlichkeit zur Folge hat, bringt Vater und Sohn näher zusammen als je zuvor. Wenige Jahre später erliegt Hal einer Krebserkrankung - und Oliver steht vor der Aufgabe, seine frische Beziehung zu Anna mit der gleichen Mischung Mut, Humor und Hoffnung anzugehen, die er von seinem Vater lernen durfte.
Der berühmte New Yorker Grafikdesigner Mike Mills ("Thumbsucker") erzählt in seinem neuen Film die Geschichte seines eigenen Vaters, der sich noch im hohen Alter als homosexuell outete. Hollywood-Veteran Christopher Plummer verkörpert mit viel Spielfreude und bunten Halstüchern den rüstigen Senior Hal, der nach dem Tod seiner Frau eine Beziehung mit dem viel jüngeren Andy (Goran Visnjic) eingeht. Im Mittelpunkt der Handlung aber steht Hals Sohn Oliver (Ex-"Jedi" Ewan McGregor), der an seiner Bindungslosigkeit leidet, bis er sich in die französische Schauspielerin Anna (Mélanie Laurent aus "Die Kinder von Paris") verliebt.
Ach ja, und Oliver hat einen Terrier, mit dem er per Untertitel kommuniziert. Warum das so ist, wird nicht weiter erklärt, scheint aber auch nicht von weiterführender Bedeutung zu sein.
Das sentimentale Melodram wird nicht linear erzählt, sondern in Form längerer Rückblenden aufgerollt. Gleich zu Beginn schweift die Kamera durch eine leergeräumte Wohnung, in der Sohn Oliver im Jahr 2003 den Krebstod von Vater Hal betrauert. Dann springt die Handlung teils bis zurück in das Jahr 1955, als Olivers Eltern heirateten und Homosexualität noch streng tabuisiert war. Die Perspektive des Films wechselt ständig von Olivers gegenwärtiger, nicht ungetrübter Beziehung zu Anna und den Stationen der schwulen Vergangenheit des Vaters. Leider findet "Beginners" dadurch niemals zu einem emotionalen Schwerpunkt, was den Film trotz erstklassiger Schauspielleistungen unnahbar und unterkühlt wirken lässt. Was wohl der Untertitelhund dazu sagen würde? Vielleicht hätte er geraten: "Lass die ewigen Rückblenden weg."
Text u. Wertung: CINEMA Online
Ach ja, und Oliver hat einen Terrier, mit dem er per Untertitel kommuniziert. Warum das so ist, wird nicht weiter erklärt, scheint aber auch nicht von weiterführender Bedeutung zu sein.
Das sentimentale Melodram wird nicht linear erzählt, sondern in Form längerer Rückblenden aufgerollt. Gleich zu Beginn schweift die Kamera durch eine leergeräumte Wohnung, in der Sohn Oliver im Jahr 2003 den Krebstod von Vater Hal betrauert. Dann springt die Handlung teils bis zurück in das Jahr 1955, als Olivers Eltern heirateten und Homosexualität noch streng tabuisiert war. Die Perspektive des Films wechselt ständig von Olivers gegenwärtiger, nicht ungetrübter Beziehung zu Anna und den Stationen der schwulen Vergangenheit des Vaters. Leider findet "Beginners" dadurch niemals zu einem emotionalen Schwerpunkt, was den Film trotz erstklassiger Schauspielleistungen unnahbar und unterkühlt wirken lässt. Was wohl der Untertitelhund dazu sagen würde? Vielleicht hätte er geraten: "Lass die ewigen Rückblenden weg."
Text u. Wertung: CINEMA Online
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