Über 25 Jahre nach dem legendären "Conan"-Film von John Milius zieht das Groschenroman-Urgestein von Robert E. Howard auf einen neuerlichen Rachefeldzug gegen feindliche Völker und giftspritzende Hexen. Regie der 3D-Neuadaption führt der gebürtige Hesse Marcus Nispel, der sich zuvor schon mit den Remakes von "Texas Chainsaw Massacre" und "Freitag der 13." als kundiger Genre-Restaurator erwiesen hat. Und diesmal lässt der Frankfurter im Hollywood-Exil mächtig Dampf ab.
Gleich eines der ersten Bilder zeigt, wie ein Schwert in einen Mutterleib eindringt: Conan wird buchstäblich auf dem Schlachtfeld geboren und leckt insofern schon Blut, als er kaum zur Welt gekommen ist. Der Knabe wächst auf, gedeiht prächtig und erlebt als Jugendlicher die grausamen Ermordung seines Vaters ("Hellboy" Ron Perlman). Das gibt Kloppe!
Nispel hetzt den Zuschauer durch eine einzige Abfolge von Schlachten und wüsten Säbeleien. Im hawaiianischen Kraftpaket Jason Momoa (bekannt aus "Game of Thrones") hat er einen idealen Neu-Conan gefunden, der wie sein Vorgänger Arnold Schwarzenegger eine extrem reduzierte Kommunikation pflegt ("Komm, Frau!") und seine Feinde mit langer Klinge zerschnetzelt. Freunde des Sword-and-Sorcery-Genres werden bestens bedient. Warum das Barbarenspektakel allerdings nachträglich mit (lausigen) 3D-Effekten versehen wurde, wissen nur die Götter.
Text u. Wertung: CINEMA Online