Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
Die neue Tolkien-Trilogie von Peter Jackson verspricht noch gewaltiger zu werden als "Der Herr der Ringe": in 3D und mit schärferen Bildern, was allerdings durchaus gewöhnungsbedürftig ist. Den Anfang macht jetzt "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise"
Fantasy/Märchen, NZL/USA, 2012
Mit
Martin Freeman, Hugo Weaving, Elijah Wood
Dt. Kinostart: 13.12.2012
FSK 12
FSK 12
Jetzt Film bewerten!
Finden Sie Ihren Film!
Im Mittelpunkt von "The Hobbit" steht der Titelheld Bilbo Beutlin, der unversehens an einer epischen Mission teilnehmen muss: Er soll den Zwergen helfen, ihren Schatz wieder zurückzugewinnen, den der Drache Smaug auf dem Berg Erebor versteckt hält. Überraschend taucht der Zauberer Gandalf der Graue bei Bilbo auf, und schon bald begleitet der Hobbit die Gruppe der 13 Zwerge unter der Führung des legendären Kriegers Thorin Eichenschild. Ihre Reise führt sie in die Wildnis, durch gefährliche Gebiete, in denen es von Goblins und Orks, gigantischen Spinnen, Pelzwandlern und Zauberern nur so wimmelt.
"Das Schlimmste haben wir hinter uns", meint Hobbit Bilbo nach drei Stunden Fantasyaction vom Feinsten in "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise". Er irrt, denn das ist erst der Auftakt... Alle Jahre wieder. Zwischen 2001 und 2003 kam pünktlich zur Weihnachtszeit jeweils ein neues Filmkapitel der "Herr der Ringe"-Saga nach J.R.R. Tolkiens Roman ins Kino. Das war so sicher wie das Weihnachtsgedudel im Kaufhaus und die Supermarkt-Spekulatius im September. Und es war eine fantastische Zeit mit den Hobbits, Elben, Zwergen und Orks, vom Auenland bis Mordor. Gerüchte um eine mögliche Verfilmung von Tolkiens Kinderbuchklassiker "Der kleine Hobbit" (1937 erschienen) tauchten gleich im Anschluss an die drei Filme auf. Es sollte dann aber doch etliche Jahre dauern. Peter Jackson vertraute zunächst "Hellboy"-Regisseur Guillermo del Toro die Regie an, der sich mit Feuereifer in die Vorbereitung stürzte, um irgendwann entnervt aufzugeben. Grund war ein Rechtsstreit um den Verkauf des Filmstudios MGM, der auch die Produktion des aktuellen 007-Films "Skyfall" erheblich verzögerte. Eine Zeit lang sah es fast danach aus, als könnten weder Bilbo noch Bond auf der Leinwand landen. Dann übernahm Produzent Peter Jackson doch wieder die Regie. Und verkündete Mitte 2012 völlig überraschend, dass man die als Zweiteiler gedachte Geschichte nun in drei Filmen erzählen wolle. Im Mittelpunkt: Hobbit Bilbo Beutlin, der sich rund sechzig Jahre vor den Geschehnissen in "Der Herr der Ringe" mit Zauberer Gandalf und dreizehn Zwergen auf den Weg macht, einen von einem Drachen bewachten Schatz zu finden. Um den Größenunterschied zwischen Zwergen, Hobbits, Elben und Riesen zeigen zu können, setzte man auf das sogenannte "Slave Motion Capture"-Verfahren, das es ermöglicht, Größen individuell zu verändern. So ist Zwergendarsteller Richard Armitage in Wirklichkeit fast 1,90 Meter groß, Ian McKellen (Gandalf) zehn Zentimeter kleiner. Die Regie des zweiten Aufnahmeteams übernahm übrigens Andy "Gollum" Serkis. Ging es bei den rund 1300 Seiten aus drei Bänden "Der Herr der Ringe" eher ums Weglassen, musste Jackson angesichts von 300 Seiten "Hobbit"-Vorlage einiges ergänzen. Material fand sich in Tolkiens Aufzeichnungen, wie Jackson im Interview erklärt. Der Regisseur stützte sich außerdem auf bewährtes Personal: So tauchen Bogenschütze Legolas (Orlando Bloom), Elbenfürstin Galadriel (Cate Blanchett) und Bilbos Neffe Frodo (Elijah Wood) in den Filmen auf, die letzten beiden bereits in "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise", obwohl sie im gedruckten "Hobbit" keine Rolle spielen. Auch neue Figuren wie die Elbin Tauriel (gespielt von "Lost"-Star Evangeline Lilly) kamen hinzu. Neu und gewöhnungsbedürftig wird für die Zuschauer auch das optische Erlebnis sein: "Der Hobbit" ist die erste große Kinoproduktion, die mit 48 Bildern pro Sekunde gezeigt wird statt der bislang üblichen 24. Das verleiht den Bildern mehr Schärfe, Tiefe und Brillanz, laut Kritikern aber auch eine gewisse Künstlichkeit. Zusammen mit "Avatar"-Macher James Cameron ist Jackson großer Verfechter dieses neuen Kinostandards. Natürlich auch in 3D. Genau dort setzt die Kritik an: Die schärfere 3D-Projektion lässt gerade Nicht-Actionszenen seltsam künstlich, fast fernsehhaft erscheinen. Pluspunkt für Jackson: Allzuviel Nicht-Action findet sich gar nicht in seiner furiosen Dreistundenjagd. Fantasy vom Feinsten. Eine Kritik, die Peter Jackson sich gefallen lassen muss, lautet: Dass man jetzt ein ganzes Jahr (!) darauf warten muss, bis es weiter geht, am 12. Dezember 2013 mit "The Desolation of Smaug" (der deutsche Titel steht noch nicht fest). Den Schlusspunkt setzt "Der Hobbit: Hin und zurück" am 17. Juli 2014. Alle Jahre wieder.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Text u. Wertung: CINEMA Online
Programminfos
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
läuft in
3
deutschen Kinos
Cast
Kino-Neustarts
Finden Sie Ihren Star!

































