Total Recall
Ein weiterer Remake von Paul Verhoevens Klassiker "Total Recall" aus dem Jahr 1990 mit Colin Farrell und Kate Beckinsale.
Action, USA/CAN, 2012
Mit
Kate Beckinsale, Colin Farrell, Jessica Biel
Dt. Kinostart: 23.08.2012
FSK 12
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"Willkommen bei Rekall, der Firma, die Ihre Träume in echte Erinnerungen verwandeln kann." Obwohl Fabrikarbeiter Douglas Quaid (Colin Farrell) eine wunderschöne Frau (Kate Backinsale) hat, die er sehr liebt, klingt so ein Mind-Trip wie der perfekte Urlaub von seinem frustrierenden Alltag. Echte Erinnerungen aus dem Leben eines Superspions könnten genau das sein, was er braucht. Doch als die Programmierung schiefgeht, wird Quaid ein gejagter Mann. Von der Polizei verfolgt - die unter dem Kommando von Chancellor Cohaagen (Bryan Cranston), dem Führer der freien Welt, steht - verbündet sich Quaid mit der Rebellin Melina (Jessica Biel), um den Chef der Untergrund-Widerstandskämpfer (Bill Nighy) zu finden und Cohaagen zu stoppen. Der schmale Grat zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmt immer mehr, und das Schicksal seiner Welt droht aus dem Gleichgewicht zu geraten, als Quaid entdeckt, wer er wirklich ist, wen er wirklich liebt und was seine wahre Bestimmung ist.
Bereits 1990 hat Paul Verhoeven die Kurzgeschichte "We Can Remember It for You Wholesale" von Philip K. Dick ("Blade Runner") mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle für die Leinwand adaptiert. In der Version des holländischen Regisseurs landet der gelangweilte Fabrikarbeiter Douglas Quaid (Schwarzenegger) in einer Traumfabrik, die ihm fantastische Abenteuer als Geheimagent auf dem Mars bestehen lässt. Abenteuer, die allerdings nur in seinem Kopf entstehen - oder vielleicht doch nicht? Die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen.
In Len Wisemans Verfilmung des gleichen Stoffs bleibt der Grundplot erhalten, nur die Marsreise entfällt. Schauplatz ist stattdessen eine postapokalyptische Erde mit nur zwei für die Menschen sicheren Gegenden: New Britain für die Reichen und der Kolonie für die Armen. Zweite große Änderung ist die Besetzung in der Hauptrolle. Anstelle des grobmotorischen Muskelbergs Schwarzenegger spielt der eher schmächtige Colin Farrell, und allein durch diesen Umstand verbietet sich fast ein Vergleich mit dem Original. Im Gegensatz zum talentfreien "Governator" wirkt nämlich die vom Iren Farrell gezeigte Verwundbarkeit und Verzweiflung tatsächlich glaubwürdig. Dennoch: Wisemans Fassung ist nicht als großes Schauspielkino konzipiert, sondern als eine wilde Achterbahnfahrt durch eine lebensfeindliche Zukunft. Dabei liefert der Film einige herausragende Actionsequenzen, beispielsweise die Verfolgungsjagd mit den schwebenden Autos hoch über dem überbevölkerten New Britain. Weiteres Highlight: die Katz-und-Maus-Ballerei im vertikalen und horizontalen Aufzugschacht. Tatsächlich stürzt "Total Recall" den Zuschauer in einen gewaltigen Adrenalinrausch und liefert dabei State-of-the-Art-Action. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann allein die Tatsache, dass jede Form von politischer und sozialer Kritik, nach der ein solcher Stoff förmlich schreit, unterbleibt. Das kann man schade finden, muss man aber nicht.
Text u. Wertung: CINEMA Online
In Len Wisemans Verfilmung des gleichen Stoffs bleibt der Grundplot erhalten, nur die Marsreise entfällt. Schauplatz ist stattdessen eine postapokalyptische Erde mit nur zwei für die Menschen sicheren Gegenden: New Britain für die Reichen und der Kolonie für die Armen. Zweite große Änderung ist die Besetzung in der Hauptrolle. Anstelle des grobmotorischen Muskelbergs Schwarzenegger spielt der eher schmächtige Colin Farrell, und allein durch diesen Umstand verbietet sich fast ein Vergleich mit dem Original. Im Gegensatz zum talentfreien "Governator" wirkt nämlich die vom Iren Farrell gezeigte Verwundbarkeit und Verzweiflung tatsächlich glaubwürdig. Dennoch: Wisemans Fassung ist nicht als großes Schauspielkino konzipiert, sondern als eine wilde Achterbahnfahrt durch eine lebensfeindliche Zukunft. Dabei liefert der Film einige herausragende Actionsequenzen, beispielsweise die Verfolgungsjagd mit den schwebenden Autos hoch über dem überbevölkerten New Britain. Weiteres Highlight: die Katz-und-Maus-Ballerei im vertikalen und horizontalen Aufzugschacht. Tatsächlich stürzt "Total Recall" den Zuschauer in einen gewaltigen Adrenalinrausch und liefert dabei State-of-the-Art-Action. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann allein die Tatsache, dass jede Form von politischer und sozialer Kritik, nach der ein solcher Stoff förmlich schreit, unterbleibt. Das kann man schade finden, muss man aber nicht.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Cast
Kino-Neustarts
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