The Ides of March - Tage des Verrats
George Clooney will Präsident werden, und Ryan Gosling soll es möglich machen - um jeden Preis.
Thriller, USA, 2011
Mit
Ryan Gosling, George Clooney, Evan Rachel Wood
Dt. Kinostart: 22.12.2011
FSK 12
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Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist ein ausgemachter Karrieretyp. Bereits mit Anfang 30 organisiert er die Wahlkampagne des US-Präsidentschaftskandidaten Mike Morris (George Clooney). Stephens Auftreten ist selbstbewusst, seine Strategien ausgeklügelt. Leidenschaftlich tritt er für seine Ideale ein. Eines ist klar: Stephens Laufbahn zeigt steil nach oben. Selbst eine Affäre mit der jungen Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood) lässt ihn seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Aber sein eitler Ehrgeiz ist zugleich auch Stephens große Schwachstelle, die ein alter Hase der Gegenseite gnadenlos ausnutzt, um ihm eine perfide Falle zu stellen. Und so ist Stephen plötzlich gezwungen sich zu entscheiden: zwischen Karriere und Idealen, Herz und Verstand, Sieg oder Untergang...
Mike Morris (George Clooney), der Gouverneur von Pennsylvania, ist einer der heißen Kandidaten der Demokratischen Partei für das Präsidentenamt. Seine Ideen, seine Ansichten, seine politischen Ziele überzeugen. So einen Staatsführer würden wir uns alle wünschen: modern, tolerant und aufgeschlossen.
Der junge Wahlkampfstratege Stephen Meyers (Ryan Gosling) jedenfalls ist von seinem Chef restlos überzeugt. Das macht er auch Tom Duffy (Paul Giamatti) klar, als der ihn abwerben will. Duffy leitet den Wahlkampf von Ted Pullman (Michael Mantell), einem weiteren Demokraten, der sich um das Amt im Weißen Haus bewirbt. Und obwohl Pullman die besseren Aussichten hat, von der Partei als Kandidat nominiert zu werden, lehnt Meyers die Jobofferte ab. In erster Linie natürlich, weil er an die Sache von Morris glaubt, aber auch, weil ihm die hübsche Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood) den Kopf verdreht. So kommt es, dass Meyers seine Tage im Wahlkampfbüro und seine Nächte im Bett von Molly verbringt. Das Leben könnte für den jungen Politmanager nicht schöner sein - bis ihn eines Nachts das Klingeln eines Telefons aus dem Schlaf schreckt. Gouverneur Mike Morris höchstpersönlich ruft um ein Uhr morgens auf dem Handy der Praktikantin an. Wieso das?
Es stellt sich heraus, dass Molly und den sich als hochgradig integer präsentierenden Politiker ein kurzes Techtelmechtel verband - mit dem Ergebnis, dass die junge Frau nun das Kind des potenziellen Weltmachtführers unter ihrem Herzen trägt. Meyers weiß: Würde dieser Umstand publik, würde es nie einen US-Präsidenten Morris geben. Heimlich liefert er Molly deshalb in einer Abtreibungsklinik ab.
Der Eingriff verläuft ohne Komplikationen, und zumindest körperlich bleibt Molly unversehrt. Doch der Ärger geht jetzt erst richtig los. Für Meyers rächt sich nun, dass er seinen Vorgesetzten, den Wahlkampfleiter Paul Zara (Philip Seymour Hoffman), nicht über das Treffen mit Duffy informiert hat. Für Zara ist das ein nicht zu verzeihender Vertrauensbruch - ohne zu zögern feuert er Meyers.
Der ehrgeizige Berater fühlt sich ungerecht behandelt, glaubt aber, mit dem Wissen über die Affäre von Morris bald seinen Job zurückzubekommen, vielleicht sogar bei der Konkurrenz. Wenn sich der Jungspund da mal nicht irrt ...
Auf den ersten Blick scheint "The Ides of March - Tage des Verrats" durchaus geeignet, die Politikverdrossenheit von uns Zuschauern zu lindern. Einen wie Mike Morris an der Spitze unserer Regierung, jeder Regierung, das wäre eine feine Sache. Der Mann überzeugt, hat klare Vorstellungen, lässt sich vor keinen Karren spannen und scheint allein seinen politischen Idealen verpflichtet. Tatsächlich aber ist auch er nur der Macht verfallen. Für einen schnellen Fick verrät er alle seine Überzeugungen - und wir Kinobesucher landen auf dem harten Boden der Realität. Doch es ist nicht Mike Morris, der uns desillusioniert. Vielmehr erschüttert uns, wie schnell der Politnovize Stephen Meyers (grandios kaltblütig: Ryan Gosling) seine Unschuld verliert. Angetreten mit dem festen Willen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, geht er schon bald den Fallenstellern auf den Leim und verfängt sich in deren Netz aus Intrigen, Sex und Lügen.
Ganz unvorhersehbar entwickelt sich die Story nicht. Schon bald wird klar, wohin der Hase läuft, auch wenn sich die eine oder andere Wendung nicht auf den ersten Blick abzeichnet. Die große Stärke des Films ist nicht unbedingt sein Plot, wohl aber die Figuren und ihre Darsteller. Neben den routinierten Charakterschauspielern Paul Giamatti und Philip Seymour Hoffman versetzt uns vor allem Ryan Gosling in Erstaunen, der trotz aller Fiesheiten stets sympathisch rüberkommt.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Der junge Wahlkampfstratege Stephen Meyers (Ryan Gosling) jedenfalls ist von seinem Chef restlos überzeugt. Das macht er auch Tom Duffy (Paul Giamatti) klar, als der ihn abwerben will. Duffy leitet den Wahlkampf von Ted Pullman (Michael Mantell), einem weiteren Demokraten, der sich um das Amt im Weißen Haus bewirbt. Und obwohl Pullman die besseren Aussichten hat, von der Partei als Kandidat nominiert zu werden, lehnt Meyers die Jobofferte ab. In erster Linie natürlich, weil er an die Sache von Morris glaubt, aber auch, weil ihm die hübsche Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood) den Kopf verdreht. So kommt es, dass Meyers seine Tage im Wahlkampfbüro und seine Nächte im Bett von Molly verbringt. Das Leben könnte für den jungen Politmanager nicht schöner sein - bis ihn eines Nachts das Klingeln eines Telefons aus dem Schlaf schreckt. Gouverneur Mike Morris höchstpersönlich ruft um ein Uhr morgens auf dem Handy der Praktikantin an. Wieso das?
Es stellt sich heraus, dass Molly und den sich als hochgradig integer präsentierenden Politiker ein kurzes Techtelmechtel verband - mit dem Ergebnis, dass die junge Frau nun das Kind des potenziellen Weltmachtführers unter ihrem Herzen trägt. Meyers weiß: Würde dieser Umstand publik, würde es nie einen US-Präsidenten Morris geben. Heimlich liefert er Molly deshalb in einer Abtreibungsklinik ab.
Der Eingriff verläuft ohne Komplikationen, und zumindest körperlich bleibt Molly unversehrt. Doch der Ärger geht jetzt erst richtig los. Für Meyers rächt sich nun, dass er seinen Vorgesetzten, den Wahlkampfleiter Paul Zara (Philip Seymour Hoffman), nicht über das Treffen mit Duffy informiert hat. Für Zara ist das ein nicht zu verzeihender Vertrauensbruch - ohne zu zögern feuert er Meyers.
Der ehrgeizige Berater fühlt sich ungerecht behandelt, glaubt aber, mit dem Wissen über die Affäre von Morris bald seinen Job zurückzubekommen, vielleicht sogar bei der Konkurrenz. Wenn sich der Jungspund da mal nicht irrt ...
Auf den ersten Blick scheint "The Ides of March - Tage des Verrats" durchaus geeignet, die Politikverdrossenheit von uns Zuschauern zu lindern. Einen wie Mike Morris an der Spitze unserer Regierung, jeder Regierung, das wäre eine feine Sache. Der Mann überzeugt, hat klare Vorstellungen, lässt sich vor keinen Karren spannen und scheint allein seinen politischen Idealen verpflichtet. Tatsächlich aber ist auch er nur der Macht verfallen. Für einen schnellen Fick verrät er alle seine Überzeugungen - und wir Kinobesucher landen auf dem harten Boden der Realität. Doch es ist nicht Mike Morris, der uns desillusioniert. Vielmehr erschüttert uns, wie schnell der Politnovize Stephen Meyers (grandios kaltblütig: Ryan Gosling) seine Unschuld verliert. Angetreten mit dem festen Willen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, geht er schon bald den Fallenstellern auf den Leim und verfängt sich in deren Netz aus Intrigen, Sex und Lügen.
Ganz unvorhersehbar entwickelt sich die Story nicht. Schon bald wird klar, wohin der Hase läuft, auch wenn sich die eine oder andere Wendung nicht auf den ersten Blick abzeichnet. Die große Stärke des Films ist nicht unbedingt sein Plot, wohl aber die Figuren und ihre Darsteller. Neben den routinierten Charakterschauspielern Paul Giamatti und Philip Seymour Hoffman versetzt uns vor allem Ryan Gosling in Erstaunen, der trotz aller Fiesheiten stets sympathisch rüberkommt.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Cast
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