Our Idiot Brother
Familie und andere Katastrophen: Paul Rudd ("Vorbilder?!") stellt als argloser Moralist das Leben seiner Geschwister auf den Kopf.
Komödie/Slapstick, USA, 2011
Mit
Paul Rudd, Zooey Deschanel, Elizabeth Banks
Dt. Kinostart: 17.05.2012
FSK 0
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Hippie Ned Rochlin (Paul Rudd) ist einfach zu gut für diese Welt. Da verkauft er aus lauter Menschenliebe einem uniformierten Polizisten Haschisch - und was ist der Dank? Er landet im Knast. Seine Freundin Janet (Kathryn Hahn) behandelt ihn auch nicht besser. Nach gemütlichen Jahren auf ihrem Biobauernhof setzt sie Ned kaltschnäuzig vor die Tür und behält sogar seinen geliebten Hund. So viel Undank ist der Arme einfach nicht gewöhnt. Er flüchtet zu seiner Mutter (Shirley Knight) nach Long Island. Beim wöchentlichen Familiendinner zeigen seine Schwestern Liz (Emily Mortimer), Miranda (Elisabeth Banks) und Natalie (Zooey Deschanel) viel Mitgefühl, können es sich aber auch nicht verkneifen, den Unglücksraben aufzuziehen. Der Spaß hat ein Ende, als Ned bei Liz eine Ehekrise auslöst und auch das scheinbar geordnete Leben von Miranda und Natalie auf den Kopf stellt. So viel Arglosigkeit und bedingungslose Ehrlichkeit vertragen die Beziehungen seiner Schwestern und ihrer Freunde einfach nicht. Der Bruder wird von Liz über Miranda an Natalie weitergereicht und stürzt ihr Leben wieder und wieder ins Chaos. Und Bruder Ned ist natürlich an allem schuld...
Ned ist einfach zu gut(gläubig) für diese Welt. Nur so lässt sich erklären, dass der naive Biobauer (Paul Rudd) einem uniformierten Polizisten aus Mitgefühl ein Päckchen Marihuana verkauft. Als er einige Monate später aus dem Knast entlassen wird, hat sich seine Freundin Janet längst einen noch größeren Trottel angelacht. Ned, der ewige Hippie, schlüpft vorübergehend bei seiner Mutter unter, bevor er sich Hilfe suchend an seine drei Schwestern wendet. Die haben sich bislang köstlich über ihren begriffsstutzigen Bruder amüsiert. Dass Ned kurz darauf auch ihr Leben durcheinanderwirbelt, finden sie dagegen nicht ganz so komisch. Auf den ersten Blick erinnert der treuherzige Sonderling in seinen Bermudashorts an Jeff Bridges' Dude, den kiffenden Bademantelträger aus "The Big Lebowski". Doch Ned ist kein rebellischer Aussteiger, der sich mit anarchischem Witz gegen seine Umwelt behauptet. Er ist ein gutmütiger Idealist, dessen Integrität und Ehrlichkeit unweigerlich mit den großen und kleinen Lebenslügen seiner Verwandten kollidiert.
Dass Regisseur Jesse Peretz auf satirische Seitenhiebe verzichtet und die familiären Konflikte in einem eher milden Licht zeichnet, zeigt, wie sehr Neds Naturell den Charakter des Films bestimmt. Entsprechend schlicht sind auch die meisten Figuren ausgefallen. Vor allem Neds Schwestern - die verkrampfte Karrierefrau (Elizabeth Banks), die bisexuelle Künstlerin (Zooey Deschanel) und die verhärmte Hausfrau (Emily Mortimer) - wirken als Verkörperung unterschiedlicher Rollenklischees doch ziemlich eindimensional.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Dass Regisseur Jesse Peretz auf satirische Seitenhiebe verzichtet und die familiären Konflikte in einem eher milden Licht zeichnet, zeigt, wie sehr Neds Naturell den Charakter des Films bestimmt. Entsprechend schlicht sind auch die meisten Figuren ausgefallen. Vor allem Neds Schwestern - die verkrampfte Karrierefrau (Elizabeth Banks), die bisexuelle Künstlerin (Zooey Deschanel) und die verhärmte Hausfrau (Emily Mortimer) - wirken als Verkörperung unterschiedlicher Rollenklischees doch ziemlich eindimensional.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Cast
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