W.E.
In "The King's Speech" wurde der stotternde Bertie zum König gekrönt - weil sein Bruder Edward VIII. eine verheiratete Frau liebte. Madonna hat "die größte Romanze aller Zeiten" verfilmt.
Drama, GBR, 2011
Mit
Andrea Riseborough, Abbie Cornish, James D´Arcy
Dt. Kinostart: 21.06.2012
FSK 12
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Man schreibt das Jahr 1998, und nicht nur in Manhattan fiebert jeder der bevorstehenden Auktion entgegen, bei der die Besitztümer des Duke und der Duchess of Windsor unter den Hammer kommen sollen. Diese bewegende Liebes- und Lebensgeschichte zwischen der geschiedenen Wallis Simpson (Andrea Riseborough), jener ebenso attraktiven wie charismatischen Amerikanerin, die das Herz des angehenden britischen Königs Eduard VIII. (James D'Arcy) eroberte, fasziniert noch heute. So stark war die Liebe der beiden, dass der Thronfolger im Dezember 1936 für sie sogar auf Macht und Krone verzichtete. Doch auch Wallis brachte bedeutsame Opfer für diese unvergleichliche Beziehung.
Für die junge Wally Winthrop (Abbie Cornish), die mitten in den Zwängen einer unglücklichen Ehe mit dem reichen, aber gewalttätigen William Winthrop (Richard Coyle) steckt, ist die Versteigerung weit mehr als ein glamouröser Zeitvertreib. Die ehemalige Sotheby's-Mitarbeiterin ist von den einzigartigen Exponaten und allem, wofür sie stehen, wie bezaubert und entwickelt eine leidenschaftliche Faszination für W.E. ...
Die meisten wussten es schon vorher. Schließlich stand längst fest, dass Madonna als Schauspielerin und Filmemacherin kläglich gescheitert ist. Entsprechend negativ fielen die Kritiken aus, als ihre zweite Regiearbeit "W.E." im Spätsommer 2011 bei den Filmfestspielen in Venedig zu sehen war. Doch Madonnas glamouröses Liebesdrama ist nicht der erste Film, der im Rahmen eines großen Festivals ungerecht beurteilt wurde. Und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass jede(r) andere Regisseur(in) für das gleiche Werk mit weniger Häme überschüttet worden wäre. "W.E." ist kein Meisterwerk, aber Madonnas Sicht auf die "größte Romanze des 20. Jahrhunderts" ist doch großes Kino, mit rauschhaften Bildern, die den Zuschauer gefangen nehmen. Vielleicht ist es gerade diese Maßlosigkeit der Inszenierung, die manchen Kritiker regelrecht in Aufruhr versetzte.
Der Film erzählt die Geschichte des britischen Königs Edward VIII. (James D'Arcy), der nur zehn Monate regierte und dessen Liebe zu einer verheirateten Amerikanerin eine Staatskrise auslöste. Ende 1936 verzichtete er auf die Krone, um die inzwischen geschiedene Wallis Simpson (Andrea Riseborough) zu heiraten. Madonna hat kein konventionelles Biopic oder Kostümdrama gedreht. Der Film integriert das historische Geschehen, das in skizzenhaften Rückblenden nur angerissen wird, in eine moderne Rahmenhandlung. 1998 wird bei Sotheby's New York der Nachlass von Wallis und Edward versteigert. Die unglücklich verheiratete Wally (Abbie Cornish) fühlt sich von diesem Ereignis magisch angezogen. Wallis - jene Frau, nach der ihre Eltern sie einst benannt haben - erscheint ihr wie eine Seelenverwandte. Während sie ganze Tage in der Ausstellung der Auktionsstücke verbringt, verschmilzt ihr eigenes Leben immer mehr mit der Vergangenheit.
So vielschichtig und zersplittert wie die Erzählung sind auch die Bilder von Kameramann Hagen Bogdanski ("Young Victoria"). Überblendungen, Weichzeichner und Zeitlupe, Cinemascope und Super 8 - "W.E." ist ein Film voller Brüche. Madonna schlägt eine Brücke von der Dekadenz der 30er-Jahre zur Musik der Sex Pistols. Ihr Film ist modern und zeitlos zugleich, verbindet schwelgerische Sinnlichkeit mit kühler Eleganz. Die Kühnheit, mit der die Queen of Pop diese bedingungslose Romanze in Szene setzt, kann man eigentlich nur bewundern. Oder verachten.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Der Film erzählt die Geschichte des britischen Königs Edward VIII. (James D'Arcy), der nur zehn Monate regierte und dessen Liebe zu einer verheirateten Amerikanerin eine Staatskrise auslöste. Ende 1936 verzichtete er auf die Krone, um die inzwischen geschiedene Wallis Simpson (Andrea Riseborough) zu heiraten. Madonna hat kein konventionelles Biopic oder Kostümdrama gedreht. Der Film integriert das historische Geschehen, das in skizzenhaften Rückblenden nur angerissen wird, in eine moderne Rahmenhandlung. 1998 wird bei Sotheby's New York der Nachlass von Wallis und Edward versteigert. Die unglücklich verheiratete Wally (Abbie Cornish) fühlt sich von diesem Ereignis magisch angezogen. Wallis - jene Frau, nach der ihre Eltern sie einst benannt haben - erscheint ihr wie eine Seelenverwandte. Während sie ganze Tage in der Ausstellung der Auktionsstücke verbringt, verschmilzt ihr eigenes Leben immer mehr mit der Vergangenheit.
So vielschichtig und zersplittert wie die Erzählung sind auch die Bilder von Kameramann Hagen Bogdanski ("Young Victoria"). Überblendungen, Weichzeichner und Zeitlupe, Cinemascope und Super 8 - "W.E." ist ein Film voller Brüche. Madonna schlägt eine Brücke von der Dekadenz der 30er-Jahre zur Musik der Sex Pistols. Ihr Film ist modern und zeitlos zugleich, verbindet schwelgerische Sinnlichkeit mit kühler Eleganz. Die Kühnheit, mit der die Queen of Pop diese bedingungslose Romanze in Szene setzt, kann man eigentlich nur bewundern. Oder verachten.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Cast
Wally Winthrop
Abbie Cornish
Filme
7 Psychos,
Ohne Limit,
Sucker Punch,
W.E.,
Bright Star - Meine Liebe. Ewig,
Elizabeth - Das goldene Königreich
Kino-Neustarts
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