Iron Sky
Beim Schnauzbart des Führers! In dieser B-Movie-Satire des Finnen Timo Vuorensola rüsten Space-Nazis auf ihrer Mondbasis zur Erdinvasion.
Komödie/Slapstick, AUS/DEU/FIN, 2012
Mit
Udo Kier, Kym Jackson, Julia Dietze
Dt. Kinostart: 05.04.2012
FSK 12
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Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs schaffen es die Nazis mit Hilfe von riesigen Ufos, sogenannten Reichsflugscheiben, die dunkle Seite des Mondes zu besiedeln. Als sie im Jahr 2018 zufällig von einer amerikanischen Mondmission entdeckt werden, sehen sie ihre Zeit gekommen, um wieder nach der Weltherrschaft zu greifen. Von nun an lastet das Schicksal der Menschheit auf den Schultern von Renate Richter (Julia Dietze), eine von der Nazi-Ideologie überzeugte Lehrerin mit Gretchenfrisur. Auf der Erde angekommen wird ihr jedoch schnell bewusst, dass sie ihr Leben lang einer Lüge aufgesessen ist. Nur wie soll es ihr gelingen, ihren machtbesessenen Verlobten Klaus Adler (Götz Otto) aufzuhalten?
Seit im Jahr 2007 erste Infos zu "Iron Sky" im Netz aufgetaucht sind, wird das durchgeknallte Projekt eines finnischen Nachwuchsregisseurs als Kultfilm in spe gehandelt. Tatsächlich klingt die Idee von Nazis, die 1945 kurz vor Kriegsende mit Reichsflugscheiben zum Mond fliegen und auf der erdabgewandten Seite eine Basis in Swastikaform errichten, nach purem Trash-Gold. Im via Crowdfunding von der Fan-Community mitfinanzierten Kinofilm nehmen die Mond-Nazis 73 Jahre später einen afroamerikanischen Astronauten gefangen. In der Annahme, entdeckt worden zu sein, schickt der neue Führer (Udo Kier) seinen besten Mann (Götz Otto) und dessen im doppelten Sinne blauäugige Verlobte (Julia Dietze) zur Erde, um die Lage in den USA zu sondieren und die Invasion vorzubereiten.
Dass ein derart reinrassiger Nerdfilm im Panorama-Programm der Berlinale für wohltuende Abwechslung gesorgt hat, kann nicht da-rüber hinwegtäuschen, dass "Iron Sky" hinter den Kulterwartungen zurückbleibt. Während gelungene satirische Ansätze ins Leere laufen (etwa die Empfänglichkeit der Amis und ihrer im Film an Tea-Party-Pin-up Sarah Palin erinnernden Präsidentin für totalitäre Botschaften), reiht Regisseur Vuorensola ohne Gespür für Timing und Dramaturgie einen braven Kalauer an den nächsten. "Iron Sky" fehlt damit der Mut zum vollends tabubrechenden Irrwitz, und er versucht, trotz hanebüchener Story als respektabler Kinofilm daherzukommen. Zumindest bei den blockbusterreifen Sci-Fi-Trickeffekten in cooler Steampunk-Optik gelingt das auch ganz famos.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Dass ein derart reinrassiger Nerdfilm im Panorama-Programm der Berlinale für wohltuende Abwechslung gesorgt hat, kann nicht da-rüber hinwegtäuschen, dass "Iron Sky" hinter den Kulterwartungen zurückbleibt. Während gelungene satirische Ansätze ins Leere laufen (etwa die Empfänglichkeit der Amis und ihrer im Film an Tea-Party-Pin-up Sarah Palin erinnernden Präsidentin für totalitäre Botschaften), reiht Regisseur Vuorensola ohne Gespür für Timing und Dramaturgie einen braven Kalauer an den nächsten. "Iron Sky" fehlt damit der Mut zum vollends tabubrechenden Irrwitz, und er versucht, trotz hanebüchener Story als respektabler Kinofilm daherzukommen. Zumindest bei den blockbusterreifen Sci-Fi-Trickeffekten in cooler Steampunk-Optik gelingt das auch ganz famos.
Text u. Wertung: CINEMA Online
Cast
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