Nun, die letzte Frage lässt sich leider recht schnell beantworten: In letzter Zeit recht wenig. Aber dafür war der erste Gewinner 1929 in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" ein Deutscher. Sein Name: Emil Jannings. Vom Film "Der Weg allen Fleisches", für den er den Oscar gewann, gibt es jedoch leider keine Kopie mehr. Die deutsche Schauspielerin Luise Rainer gewann als erste deutsche Frau den Oscar 1936 und erhielt auch 1937 die Auszeichnung. Sie ist damit zugleich die erste Schauspielerin, die in zwei Jahren hintereinander als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet wurde. Rainer wurde am 12. Januar 1910 in Düsseldorf geboren und ist mit 102 Jahren auch die älteste noch lebende Oscar-Gewinnerin.
Waltz? Leider ein Österreicher!
Danach - sicherlich auch durch den Zweiten Weltkrieg begründet - hatten es deutsche Schauspieler in Hollywood schwer. So wurde mit Armin Müller-Stahl für seine Nebenrolle in "Shine" 1997 bisher nur ein deutscher Schauspieler für einen Oscar nach 1945 nominiert. Zwar gewann Christoph Waltz 2010 für "Inglourious Basterds" als "Bester Nebendarsteller", jedoch ist Waltz nach eigener Aussage Österreicher, obwohl er auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Deutsche Filmfans müssen sich deshalb leider noch etwas gedulden, denn auf absehbare Zeit dürfte es auch keinen deutschen Schauspieler geben, der für Oscar-Weihen in Frage kommt.
Hepburn und Nicholson führen
Die meisten Oscars als Schauspieler räumte bisher Katharine Hepburn ("Der Löwe im Winter") als "Beste Hauptdarstellerin" ab - vier Stück! Zwei ihrer Goldmänner gewann sie zudem nacheinander (1967 und 1968). Bei den Männern konnten sich Jack Nicholson ("Besser geht's nicht") und Walter Brennan ("Der Westerner") dreimal über einen Darsteller-Oscar freuen. Nicholson hält außerdem den Nominierungsrekord bei den Männern mit zwölf Benennungen. Männliche Titelverteidiger sind Spencer Tracy (1937 und 1938) sowie Tom Hanks (1993 und 1994). Jason Robards ("Die Unbestechlichen") gelang dies zudem als "Bester Nebendarsteller" 1976 und 1977.
Bei den Frauen wurde Meryl Streep ("Kramer gegen Kramer") mit 17 Vorschlägen am häufigsten nominiert bei zwei Auszeichnungen. John Ford ("Früchte des Zorns") hält den Rekord in der Kategorie "Beste Regie" mit vier Oscars. Die am häufigsten ausgezeichnete Person bei den Oscars ist aber Micky Maus' Vater Walt Disney mit 26 Trophäen und 37 weiteren Nominierungen!
Elfmal gab's nur dreimal
Nur drei Filme haben es bisher geschafft elf Oscars zu gewinnen: "Ben Hur" (1960), "Titanic" (1998) und "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" (2004). Während "Titanic" den Rekord für die meisten Nominierungen - 14 Mal - hält, holte "Die Rückkehr des Königs" bei elf Nominierungen alle Preise. Was alle drei Filme allerdings nicht schafften: In den am wichtigsten angesehenen Kategorien alle Preise zu holen. "Bester Film", die beiden Hauptdarsteller-Kategorien, "Beste Regie" sowie die Drehbuch-Sparten (original oder adaptiert) gelten als die "Big Five". Bisher wurden nur die Filme "Es geschah in einer Nacht" (1934) mit Clark Gable, "Einer flog übers Kuckucksnest" (1975), "Kramer gegen Kramer" (1980) und "Das Schweigen der Lämmer" (1991) in den fünf Kategorien zugleich ausgezeichnet.
Die größten Oscar-Verlierer
Eine ganz tragische Figur der Oscar-Geschichte ist der Tontechniker Kevin O'Connell (u.a "Transformers"). Er wurde bisher zwanzig Mal nominiert, gewann aber noch nie. Bei den Schauspielern ereilte dieses Schicksal Deborah Kerr ("Verdammt in alle Ewigkeit"), die sechsmal nominiert wurde, ohne ausgezeichnet zu werden. Peter O'Toole ("Lawrence von Arabien") hält diesen zweifelhaften Rekord bei den Männern mit acht Nominierungen. Bei den Filmen sind die größten Loser "Am Wendepunkt" (1977) und Steven Spielbergs "Die Farbe Lila" (1985). Beide elfmal nominiert, beide bei der Verleihung komplett ignoriert.
Der jüngste Oscar-Gewinner war die zehnjährige Tatum O'Neal 1974 (Nebendarstellerin) für den Film "Paper Moon", der älteste Gewinner die 80-jährige Jessica Tandy 1989 (Hauptdarstellerin) für "Miss Daisy und ihr Chauffeur". Ihren Rekord kann dieses Jahr der 82-jährige Christopher Plummer brechen, der als "Bester Nebendarsteller" für "Beginners" nominiert ist.
Nein Danke!
Und das gab es auch: zweimal lehnten Schauspieler ihren Oscar ab. 1971 wollte George C. Scott für seine Hauptrolle in "Patton - Rebell in Uniform" den Goldjungen nicht. Er betrachte sich nicht als Konkurrenten seiner Kollegen und wolle gegen die zunehmende "Fleischbeschau" in der Branche protestieren, begründete Scott seine Entscheidung. Zwei Jahre später schickte Marlon Brando nach dem Gewinn des Hauptdarsteller-Oscars für "Der Pate" eine indianische Aktivistin auf die Bühne, um auf die Unterdrückung der Indianer in den USA hinzuweisen.
Waltz? Leider ein Österreicher!
Danach - sicherlich auch durch den Zweiten Weltkrieg begründet - hatten es deutsche Schauspieler in Hollywood schwer. So wurde mit Armin Müller-Stahl für seine Nebenrolle in "Shine" 1997 bisher nur ein deutscher Schauspieler für einen Oscar nach 1945 nominiert. Zwar gewann Christoph Waltz 2010 für "Inglourious Basterds" als "Bester Nebendarsteller", jedoch ist Waltz nach eigener Aussage Österreicher, obwohl er auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Deutsche Filmfans müssen sich deshalb leider noch etwas gedulden, denn auf absehbare Zeit dürfte es auch keinen deutschen Schauspieler geben, der für Oscar-Weihen in Frage kommt.
Hepburn und Nicholson führen
Die meisten Oscars als Schauspieler räumte bisher Katharine Hepburn ("Der Löwe im Winter") als "Beste Hauptdarstellerin" ab - vier Stück! Zwei ihrer Goldmänner gewann sie zudem nacheinander (1967 und 1968). Bei den Männern konnten sich Jack Nicholson ("Besser geht's nicht") und Walter Brennan ("Der Westerner") dreimal über einen Darsteller-Oscar freuen. Nicholson hält außerdem den Nominierungsrekord bei den Männern mit zwölf Benennungen. Männliche Titelverteidiger sind Spencer Tracy (1937 und 1938) sowie Tom Hanks (1993 und 1994). Jason Robards ("Die Unbestechlichen") gelang dies zudem als "Bester Nebendarsteller" 1976 und 1977.
Bei den Frauen wurde Meryl Streep ("Kramer gegen Kramer") mit 17 Vorschlägen am häufigsten nominiert bei zwei Auszeichnungen. John Ford ("Früchte des Zorns") hält den Rekord in der Kategorie "Beste Regie" mit vier Oscars. Die am häufigsten ausgezeichnete Person bei den Oscars ist aber Micky Maus' Vater Walt Disney mit 26 Trophäen und 37 weiteren Nominierungen!
Elfmal gab's nur dreimal
Nur drei Filme haben es bisher geschafft elf Oscars zu gewinnen: "Ben Hur" (1960), "Titanic" (1998) und "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" (2004). Während "Titanic" den Rekord für die meisten Nominierungen - 14 Mal - hält, holte "Die Rückkehr des Königs" bei elf Nominierungen alle Preise. Was alle drei Filme allerdings nicht schafften: In den am wichtigsten angesehenen Kategorien alle Preise zu holen. "Bester Film", die beiden Hauptdarsteller-Kategorien, "Beste Regie" sowie die Drehbuch-Sparten (original oder adaptiert) gelten als die "Big Five". Bisher wurden nur die Filme "Es geschah in einer Nacht" (1934) mit Clark Gable, "Einer flog übers Kuckucksnest" (1975), "Kramer gegen Kramer" (1980) und "Das Schweigen der Lämmer" (1991) in den fünf Kategorien zugleich ausgezeichnet.
Die größten Oscar-Verlierer
Eine ganz tragische Figur der Oscar-Geschichte ist der Tontechniker Kevin O'Connell (u.a "Transformers"). Er wurde bisher zwanzig Mal nominiert, gewann aber noch nie. Bei den Schauspielern ereilte dieses Schicksal Deborah Kerr ("Verdammt in alle Ewigkeit"), die sechsmal nominiert wurde, ohne ausgezeichnet zu werden. Peter O'Toole ("Lawrence von Arabien") hält diesen zweifelhaften Rekord bei den Männern mit acht Nominierungen. Bei den Filmen sind die größten Loser "Am Wendepunkt" (1977) und Steven Spielbergs "Die Farbe Lila" (1985). Beide elfmal nominiert, beide bei der Verleihung komplett ignoriert.
Der jüngste Oscar-Gewinner war die zehnjährige Tatum O'Neal 1974 (Nebendarstellerin) für den Film "Paper Moon", der älteste Gewinner die 80-jährige Jessica Tandy 1989 (Hauptdarstellerin) für "Miss Daisy und ihr Chauffeur". Ihren Rekord kann dieses Jahr der 82-jährige Christopher Plummer brechen, der als "Bester Nebendarsteller" für "Beginners" nominiert ist.
Nein Danke!
Und das gab es auch: zweimal lehnten Schauspieler ihren Oscar ab. 1971 wollte George C. Scott für seine Hauptrolle in "Patton - Rebell in Uniform" den Goldjungen nicht. Er betrachte sich nicht als Konkurrenten seiner Kollegen und wolle gegen die zunehmende "Fleischbeschau" in der Branche protestieren, begründete Scott seine Entscheidung. Zwei Jahre später schickte Marlon Brando nach dem Gewinn des Hauptdarsteller-Oscars für "Der Pate" eine indianische Aktivistin auf die Bühne, um auf die Unterdrückung der Indianer in den USA hinzuweisen.
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