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  • 28. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 28. Mai 2017: Carey Mulligan

    Sie hat schon etliche Filmpreise gewonnen. Seit die britische Schauspielerin 2010 für ihr Mitwirken im Coming-of-Age-Drama «An Education» für einen Oscar in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» nominiert war, ist sie eine große Nummer in Hollywood. Heute wird sie 32 Jahre alt.
    Carey Mulligan kann mit 32 Jahren auf eine äußerst beeinbruckende Karriere als Schauspielerin zurückblicken. Foto: Oliver Will © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Carey Mulligan kann mit 32 Jahren auf eine äußerst beeinbruckende Karriere als Schauspielerin zurückblicken. Foto: Oliver Will
     
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    Es heißt, sie suche sich ihre Rollen mit Bedacht aus. So ist ihr Name auf einem Filmplakat fast wie ein Qualitätssiegel geworden. Im Rassismus-Drama «Mudbound», das Ende August in Deutschland anläuft, spielt Carey Mulligan nun die frustrierte Gattin eines Farmers in den amerikanischen Südstaaten.

    Die Britin zählt zu den profiliertesten Schauspielerinnen ihrer Generation, sie hat Charakter. Innerhalb weniger Jahre konnte sie sich mit Filmen in die erste Liga ihrer Generation spielen. Sie wird als «neue Audrey Hepburn» oder «Englands neue Kino-Königin» gefeiert. Heute wird sie 32 Jahre alt.

    Geboren 1985 in London, verbrachte Carey Mulligan einige Jahre ihrer Kindheit in Deutschland, da ihr Vater, Manager einer Luxus-Hotelkette, Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre in Hannover und Düsseldorf arbeitete. Ihren Schulabschluss machte sie aber wieder zu Hause in England. Ihr Berufwunsch stand nach ersten Erfahrungen im Teenager-Alter auf der Schultheater-Bühne fest: Schauspielerin. Ihren Eltern gefiel das nicht, sie wollten, dass ihre Tochter studiert. Doch Carey ließ sich nicht bekehren und blieb dabei, auch als mehrere Schauspielschulen sie nicht aufnahmen.

    Ihr Debüt beim Film war die 2005 erstausgestrahlte TV-Bearbeitung von Jane Austens Roman «Stolz und Vorurteil». Sie bekam nur eine kleine Rolle, konnte jedoch Publikum und Kritik beeindrucken mit ihrer alle Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Präsenz neben Keira Knightley und Judi Dench. Danach spielte sie in etlichen Fernsehserien mit. Den internationalen Durchbruch brachte ihr 2009 dann die Coming-of-Age-Story «An Education» neben Peter Sarsgaard sowie Emma Thompson und unter der Regie der Dänin Lone Scherfig. Die sensible Verkörperung einer 16-jährigen Musterschülerin, die im London der 60er Jahre aufwächst, bescherte Carey Mulligan nicht zuletzt eine Oscar-Nominierung und einen BAFTA-Filmpreis.

    2010 war sie das erste Mal in einer Hollywood-Produktion zu erleben. Sie spielte die Tochter eines geldgierigen Finanzexperten (Michael Douglas) in Oliver Stones «Wall Street: Geld schläft nicht». Es folgten das Erotik-Drama «Shame» mit Michael Fassbender (2011), der Thriller «Drive» mit Ryan Gosling (2011) und 2013 die weibliche Hauptrolle in «Der große Gatsby». Im Musiker-Biopic «Inside Llewyn Davis» der Coen-Brüder stellte sie im selben Jahr auch ihr Gesangstalent unter Beweis. Zuletzt spielte sie in der britischen Produktion «Suffragette» (2016) eine arme Wäscherin, die 1912 in den Kampf ums Frauenwahlrecht verwickelt wird, in weiteren Rollen: Helena Bonham Carter und Meryl Streep.

    Ihr Privatleben behält sie so gut es geht für sich. Bekannt ist jedoch, dass Mulligan seit 2012 mit ihrem Landsmann Marcus Mumford, einem Musiker, verheiratet ist, mit dem sie eine Tochter hat. Zuvor war sie ein gutes Jahr mit dem US-Schauspieler Shia Labeouf zusammen, den sie am «Wall Street»-Set kennengelernt hatte.

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  • 27. Mai 2017 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 27. Mai 2017: Said

    Im Iran führte er ein Leben zwischen zwei Diktaturen. In München hat der iranisch-deutsche Dichter Said Exil gefunden. Die deutsche Sprache eine Art Heimstätte für ihn geworden, sagt er. Jetzt wird der Autor 70 Jahre alt.
    Der Exil-Autor Said aus dem Iran wird 70. Foto: Martin Schutt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Exil-Autor Said aus dem Iran wird 70. Foto: Martin Schutt
     
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    Es ist die letzte Freiheit», sagt der iranisch-deutsche Dichter Said über die Literatur. Er, der in den 60er Jahren nach München ausgewandert ist, hat in seinem Heimatland Iran immer wieder Erfahrungen mit Unfreiheit gemacht.

    1947 in Teheran geboren, wuchs er zu Zeiten des Schahs Reza Pahlewi auf. Doch nach München zog er 1965 nicht, um vor einem Autokraten zu flüchten, der die politische Opposition unterdrückte. «Ich wollte studieren und der Numerus clausus im Iran war sehr hart», sagt er.

    In München angekommen, widmete er seinem Studium dennoch nicht viel Zeit. Stattdessen organisierte er mit anderen iranischen Studenten Rechtsanwälte für politische Gefangene in seiner Heimat. «Meine Generation konnte zu Hause kaum etwas sagen, hier konnten wir es.»

    Angekommen fühlte er sich in Deutschland auch Jahre später nicht. Die Kälte der Menschen, dass sich die Deutschen nicht berührten, irritierte ihn, wie er erzählt.

    1979 nutzte er die Zeit zwischen der Vertreibung des Schahs und der Machtübernahme durch Ajatollah Khomeini, um in den Iran zu reisen. Es war die Zeit der Islamischen Revolution.

    «Ich habe mit dem Grad des Terrors nicht gerechnet», sagt er. «Die haben wirklich Tabula rasa gemacht, massenweise Leute hingerichtet, teilweise auf der Straße.» Nach wenigen Wochen sah er sich gezwungen, nach München zurückzukehren.

    Dort vertiefte er sich immer mehr ins Schreiben. Sein erster Band, «Liebesgedichte», erschien 1981. «Die Farbe der Liebe ist blau,/ ich weiß./ Nur,/ daß diese Erde –/ genarbt von unseren Küssen –/ mit ihren gebrochenen Farben/ auf uns lastet», heißt es darin.

    Für solche Töne gab es in seinem politischen Umfeld kein Verständnis, sagt der Dichter. «Es entstand eine Leere, eine Isolation. Ich schrieb aus der Einsamkeit heraus.»

    Said, der später Präsident der deutschen Schriftstellervereinigung PEN wurde, begann, seine Erfahrungen in zahlreichen Gedichtbänden, Erzählungen und Hörspielen festzuhalten.

    Die Liebe ist darin ein wiederkehrendes Motiv. Vor dem Hintergrund seines Lebens wird sie zu einer Form des Protests: «Wenn du aus deinem Versteck herauskommst/ um mich zu lieben/ sind wir dann nicht bewaffnet gegen den Tod/ mit unseren Küssen/ und mit der Zeit/ die auf unseren Händen ruht?»

    Doch für einen politischen Autor hält Said sich nicht. «Literatur muss nur schön sein. Wenn Sie sich instrumentalisieren lassen wollen, gehen Sie in die Partei.»

    Bis heute schreibt er unter einem Pseudonym. Ursprünglich sollte es als Schutz gegen den iranischen Geheimdienst dienen. «Aber wenn man älter wird, pfeift man auf diese Vorsichtsmaßnahmen.»

    Die iranische Regierung hält er heute für unberechenbar. «Inzwischen weiß man, dass die jeden umbringen können - wann und wie sie wollen. Touristen werden aber gut behandelt», sagt er. «Doch die Mehrheit wird unterdrückt.»

    Der Islam werde inzwischen von großen Teilen der iranischen Bevölkerung verachtet. «Weil der Zwang damit einhergeht.» Eine Heimat hat Said im Iran nie gefunden. Er suchte sie stattdessen in der Literatur. «Die deutsche Sprache wurde zu einer Art Heimstätte für mich», sagt der Dichter.

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  • 26. Mai 2017 00:01

    Theater Promi-Geburtstag am 26. Mai 2017: Wilfried Schulz

    Er hat in Düsseldorf ein Theaterwunder vollbracht. Das Schauspielhaus ist geschlossen, und trotzdem wird es bejubelt. Am Rhein ist der Theatermacher jetzt «der gute Mensch aus Brandenburg».
    ARCHIV - Der Intendant des Schauspielhauses Düsseldorf, Wilfried Schulz, wird am 26. Mai 65 Jahre alt. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Warum tut er sich das an? Wilfred Schulz hat in der Theaterszene eigentlich alles geschafft. Er hat zwei Häuser, Hannover und Dresden, nach vorn gebracht. Der Mann der leisen Töne ist bestens vernetzt und Dauergast bei den wichtigsten Festivals. Dann kam die Düsseldorfer Baugrube.

    In der größten Krise kam der erfolgreiche Theatermacher von Dresden an den Rhein. Sein Auftrag: Das Düsseldorfer Schauspielhaus wieder zu einer erstklassigen Bühne zu machen. Wie aber soll das funktionieren, wenn ein Theater plötzlich für Jahre wegen Sanierungen geschlossen wird? Schulz ist ein Intendant ohne Haus. Seine Truppe vagabundiert durch Düsseldorf. Das Schauspielhaus, ohnehin seit langem in der künstlerischen Krise, wird wohl erst zum Jahreswechsel 2019/2020 wieder komplett bespielbar sein. Eine riesige Baustelle umgibt das weiße Gebäude.

    Am 26. Mai wird Schulz 65 Jahre alt - und der «gute Mensch aus Brandenburg» («Neue Zürcher Zeitung») hat ein Theaterwunder in Düsseldorf vollbracht. Er hat das Schauspiel in der absurden Situation wieder zu einem Publikumsmagneten mit bundesweitem Ruf gemacht.

    Zur Spielzeit 2016/17 trat Schulz in Düsseldorf an. Die NRW-Landeshauptstadt hatte ihn aus Dresden abgeworben, wo er sich kämpferisch gegen Pegida gestellt hatte. Nur scheibchenweise wurde Schulz am Rhein die Wahrheit über die Großbaustelle offenbart. Schulz warf das Handtuch nicht. Auch als Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) eine Debatte vom Zaun brach, ob man das Schauspielhaus überhaupt noch brauche, kämpfte Schulz weiter. Immer gemäß seinem Credo: «Subventioniert werden wir nicht für das Einfache, sondern für das Komplizierte.»

    Schulz sagt über sich: «Ich bin kein Kurzstreckenläufer.» Er ist in der Stadt präsent, macht Theater mit großen Namen, spielt in Zelten und Hallen, und das nicht einfache Düsseldorfer Publikum liebt den Intendanten. Nur drei Beschwerdebriefe habe er bisher bekommen. Normal seien 20 pro Monat.

    Der 1952 in Falkensee bei Berlin geborene Schulz hat in den 70er Jahren an der FU Berlin und an der Sorbonne in Paris Theaterwissenschaft, Politik und Germanistik studiert. Seine künstlerisch beste Zeit habe er am Hamburger Schauspielhaus erlebt. Sieben Jahre war Schulz dort von 1993 bis 2000 Chefdramaturg bei Frank Baumbauer. Schulz traf auf viele bekannte Regisseure - Frank Castorf, Jossi Wieler, Karin Beier, später Andreas Kriegenburg, René Pollesch, Rimini Protokoll - sein heutiges Netzwerk.

    Obwohl es nur eine kleine Ersatzspielbühne gibt, kommen die großen Regisseure nach Düsseldorf. «Die trauen sich nicht abzusagen», sagt Schulz verschmitzt. Man habe ja eine Geschichte zusammen. Sein bisher größter Coup: Für den «Sandmann» von US-Starregisseur Robert Wilson setzte Schulz durch, dass das Stammhaus vorübergehend wieder geöffnet werden darf. Als Wilson (75) das erste Mal ins Foyer kam, fragte er: «Hat hier eine Bombe eingeschlagen?»

    Das Inszenieren überlässt der gelernte Dramaturg den Regisseuren, Schulz schafft die Rahmenbedingungen. Der Lohn: Wo er auch wirkte, ob Hamburg, Hannover (2000-2009) oder Dresden (2009-2016), immer wurden die Inszenierungen seiner Häuser zum Berliner Theatertreffen und maßgeblichen Festivals eingeladen oder mit Preisen bedacht.

    Bis 2021 läuft Schulz' Vertrag in Düsseldorf. Immer mal wieder wird über einen Wechsel an das Wiener Burgtheater oder das Schauspielhaus Zürich spekuliert. «Warum soll ich an ein anderes Haus wechseln?», sagt Schulz. «Ich muss keine Karriere mehr machen, ich möchte sinnvolle Aufgaben lösen.» Er will sein gerade erst begonnenes Werk am Rhein ordentlich zu Ende bringen: ein modernes Stadttheater schaffen mit einer Bürgerbühne. Und dann? «Ich habe nicht vor, mich in zwei oder drei Jahren irgendwo auf eine Insel zu setzen.»

    Privat ist Schulz in Düsseldorf heimisch geworden. Der Umzug von Dresden ins Rheinland war für ihn und seine Familie ein «Wechsel in eine sehr offene Gesellschaft». Auch Schulz wurde offener: Zum ersten Mal in seinem Leben zog er in eine Neubauwohnung.

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  • 25. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 25. Mai 2017: Octavia Spencer

    Octavia Spencer, die schon früh ihre Eltern verlor, wollte schon immer in der Filmindustrie arbeiten. Dass sie schließlich eines Tages als Schauspielerin einen Oscar gewinnen sollte, war wahrlich nicht abzusehen gewesen.
    Octavia Spencer wird 47. Foto: Nina Prommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Octavia Spencer hat es weit gebracht - sie hat Gott gespielt. In der Bestseller-Verfilmung «Die Hütte» (2017) verblüfft sie als gütige Weltenlenkerin zudem mit ausgezeichneten Back-Kenntnissen.

    Das Jahr 2017 läuft überhaupt ziemlich gut für die US-Schauspielerin, die heute 47 Jahre alt wird. Ende Januar bekam sie von der Theatergruppe der ehrwürdigen Harvard-Universität den begehrten «Hasty Pudding»-Preis, der traditionell von Studenten in Drag-Queen-Kostümen überreicht wird. «Dieser Tag hat höllisch Spaß gemacht», schrieb sie nach der Sause auf Twitter.

    Die Oscar-Nominierung, die sie als schwarze NASA-Pionierin in «Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen» erhielt, passt da bestens in dieses bisher so erfolgreich verlaufende Jahr.

    Gewonnen hat Octavia Spencer ihn zwar nicht, dennoch hat sie bereits einen Goldjungen zuhause, den sie 2012 als beste Nebendarstellerin in dem Rassendrama «The Help» erhielt.  Die Türe rannte man ihr danach allerdings nicht ein. «Die Rollen, die man mir angeboten hat, waren nicht der Rede wert», sagte Octavia Spencer vor einigen Jahren im Interview mit «Daily Beast».

    Octavia Spencer wollte schon immer beim Film arbeiten, auch wenn sie dabei nicht an einen Job vor der Kamera dachte. Vor allem wollte sie Teil der Filmindustrie sein. Dass mehr dabei heraussprang, war eher Zufall.

    Sie war Casting-Assistentin beim Film, als Regisseur Joel Schumacher sie um eine Audition für seinen Film «A Time To Kill» mit Sandra Bullock bat. Sie bekam den Job, einen kleinen Nebenpart, und startete damit vor rund 20 Jahren ihre Karriere - eine Karriere der kleinen Schritte. Die ersten Erfahrungen sammelte sie vor allem beim Fernsehen, Kinorollen kamen dazu, schließlich «The Help».

    «Ein Oscar war allerdings nie mein Ziel», schrieb Octavia Spencer im «Zeitmagazin». «Klar, es war großartig, ihn zu bekommen, und es hat meine Karriere beflügelt. Mein Traum war, mit der Schauspielerei meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er wurde in dem Moment wahr, als ich keine Nebenjobs mehr brauchte.»

    Und wenn sie sich für ein Filmprojekt entscheidet, dann ist sie mit ganzer Leidenschaft dabei. Wie in Ryan Cooglers Debütfilm «Nächster Halt: Fruitvale Station» (2013). Das Drama erzählt die wahre Geschichte des 22-jährigen Oscar Grant (Michael B. Jordan), der von der Polizei erschossen wurde. Octavia Spencer spielt seine Mutter.

    Als es eine Finanzierungslücke gab, rief die Oscar-Gewinnerin einige ihrer Freunde an und bat um Spenden - auch eigenes Geld investierte sie: «Ich wollte nicht, dass Ryan irgendeine seine Visionen opfern muss», sagte sie der «USA Today».

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  • 24. Mai 2017 00:01

    Auto Promi-Geburtstag vom 24. Mai 2017: Martin Winterkorn

    Erst eine lange Serie von Superlativen, dann der jähe Fall: «Dieselgate» ist auch mit dem Namen Martin Winterkorn verbunden. Viele Fragen bleiben. Ebenso aber der Rückblick auf eine steile Karriere des 70-Jährigen, der den Weltkonzern Volkswagen formte.
    Hoch gestiegen, tief gefallen: Martin Winterkorn. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Hoch gestiegen, tief gefallen: Martin Winterkorn. Foto: Julian Stratenschulte
     
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    Kaum ein Top-Manager ist binnen so kurzer Zeit so tief gestürzt wie er. Vor zwei Jahren sonnte sich Martin Winterkorn noch in den Erfolgen einer Rekordjagd, die kein Ende zu nehmen schien.

    Doch schon wenige Wochen nach seinem Rücktritt wegen der Abgas-Affäre im September 2015 war für «Mr. Volkswagen» nichts mehr wie vorher. Und auch zum 70. Geburtstag am Mittwoch (24. Mai) dürfte dem Ex-VW-Chef nicht unbedingt nur nach Feiern zumute sein.

    «Wie konnte so etwas passieren?», haderte Winterkorn im Januar halb trotzig, halb demütig im Diesel-Untersuchungsausschuss des Bundestags. Es war ein Spießrutenlauf: Abgeordnete löcherten ihn mit Fragen zum Ursprung des millionenfachen Stickoxid-Betrugs. Winterkorn beteuerte, vor dem Bekanntwerden des Skandals nichts von illegalem Tun gewusst zu haben. Am Ende musste er seine fast neunjährige Amtszeit an der Spitze des größten deutschen Industriekonzerns rechtfertigen: Er habe zu akzeptieren, dass sein «Name verbunden ist mit der sogenannten Diesel-Affäre».

    Der Schatten, der infolge zwischenzeitlicher Milliardenverluste, immenser Strafgelder und Risiken für den Ruf der gesamten Autobranche nun auf der Ära Winterkorn liegt, ist nicht wegzudiskutieren. Dass es zu solch einem Erdrutsch kommen würde, hätten sich selbst VW-Kritiker vor eineinhalb Jahren nicht vorstellen können. Aus dem Konzern heißt es, die Leistungen des einstigen Chefs dürften jedoch nicht vergessen werden: Unter ihm seien beispielsweise mehr als 140 000 neue Jobs entstanden, Umsatz und Ergebnis hätten sich verdoppelt.

    «Wiko» - wie er intern vom Bandarbeiter bis zum Vorstandskollegen locker-ehrfürchtig genannt wurde - war ein gefeierter Star in der deutschen Wirtschaftselite und lange der mit Abstand am besten verdienende Manager aller Dax-Konzerne. Jahresgehälter von bis zu 17 Millionen Euro und eine Rente von üppigen 3100 Euro pro Tag entfachten die Debatte um raffgierige Führungskräfte neu.

    Die Belegschaft ließ allerdings meist nichts auf ihren Chef kommen. Winterkorn pflegte einen engen Draht zum Betriebsrat und ungeachtet des Zitterns vieler Ingenieure und Designer vor seinem Urteil war er insgesamt hoch anerkannt. Das hatte auch mit Begeisterung für «sein» Unternehmen VW zu tun. Der Workaholic stand um 5.00 Uhr auf, dann erst jede Menge Briefings, nach zig Besprechungen grünes Licht für ein neues Modell, mittags zum Test nach Schweden, abends ins Flugzeug zum nächsten US- oder China-Termin - so sahen Arbeitstage oft aus.

    Wer wollte es ihm da missgönnen, nach stressigen Messeauftritten Zigarre schmauchend zu entspannen oder viel Geld anzuhäufen? Jahr für Jahr sorgten er und sein Team schließlich auch für Gewinne bei VW. Bis die Maschine heiß lief. Und im Nachhinein der Eindruck entstand, jene Sucht nach Wachstum könnte mit ein Grund dafür gewesen sein, dass man die US-Dieseloffensive nur mit Lug und Trug umsetzen konnte.

    Auch die Kehrseite einer Befehl-und-Gehorsam-Mentalität wurde unter dem Brennglas von «Dieselgate» deutlicher. Winterkorns Nachfolger Matthias Müller predigt mehr Transparenz, weniger Zentralismus und eine offene Kritikkultur: Niemand müsse vor dem Chef kuschen. Der Vorgänger entgegnet, es habe «kein Schreckensregime» bei ihm gegeben.

    Ein Widerspruch, der sogar Verfechter des Winterkorns-Kurses von ihm abrücken ließ: Im Reich des Technik-Freaks gedieh offenbar ein Netzwerk von Tricksern und Täuschern. Die bisherigen US-Ermittlungen ergaben, dass dies wohl unterhalb der höchsten Leitungsebene ablief. Dennoch ist der Schaden enorm. «Dass ein Einsatz verbotener Software ausgerechnet in unseren Motoren passiert, muss in Ihren Ohren wie Hohn klingen», sagte Winterkorn im Bundestag. «Das geht mir genauso.»

    Der Hobby-Fußballer und FC-Bayern-Aufseher stammt aus einfachen Verhältnissen. Als Sohn eines Arbeiters und einer Hausfrau wurde Winterkorn 1947 in Leonberg bei Stuttgart geboren. Nach einem Studium der Metallphysik und Promotion begann seine Laufbahn 1977 bei Bosch. Vier Jahre darauf folgte der Wechsel zu Audi, wo er früh im Dunstkreis des späteren VW-Vorstands- und -Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch arbeitete, ab 1988 als Leiter der Qualitätssicherung. 2002 wurde Winterkorn Audi-Chef, 2007 gelangte er an die VW-Spitze.

    In Wolfsburg blieb der zweifache Vater erfolgreich, baute den Konzern zu einer Zwölf-Marken-Gruppe aus. Manche Aktionen waren legendär. «Da scheppert nix», befand Winterkorn 2011 auf der Automesse IAA über die Lenkradverstellung eines Hyundai, an der er am Stand der Südkoreaner heimlich rüttelte - die Szene wurde durch ein Youtube-Video berühmt. Sie sagt einiges aus über den detailversessenen Mann. Seinen Traum, die VW-Gruppe zum Absatz-Weltmeister zu machen, erlebte er nicht mehr im Dienst: Erst 2016 überholte man den Rivalen Toyota.

    Mehr noch dürfte Winterkorn aber das Zerwürfnis mit Intimus Piëch wurmen. Der Oberkontrolleur und sein Vorstandschef galten lange als Traumduo der Autoindustrie. Wegen der Rückendeckung Piëchs war «Wiko» unantastbar, allenfalls die maue Rendite der VW-Kernmarke stieß auf etwas Kritik. Piëch habe die Visionen, «und ich garantiere, dass die Autos dann auch funktionieren», beschrieb Winterkorn selbst einst die Rollenverteilung. Doch dann kam es im Frühjahr 2015 nach einer bis dato undenkbaren Interview-Äußerung des Ziehvaters («Ich bin auf Distanz zu Winterkorn») zum Bruch. Zunächst entschied Winterkorn das Kräftemessen für sich. Aber es halten sich Gerüchte, Probleme in den USA seien schon damals Ursache für den Affront des Mentors gewesen.

    Diese könnten den Jubilar womöglich einholen. Im Winter weitete die Staatsanwaltschaft Braunschweig die Ermittlungen gegen Winterkorn vom Verdacht der Marktmanipulation auf den des Betrugs aus. Sein Haus und Büro wurden nach dpa-Informationen durchsucht. Es gebe Indizien dafür, dass er «früher als von ihm öffentlich behauptet Kenntnis von der manipulierenden Software und deren Wirkung gehabt haben könnte». Auch Stuttgarter Staatsanwälte ermitteln nun wegen Marktmanipulation.

    «Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben.» Den Satz aus Winterkorns Abschiedsbotschaft an die Mitarbeiter mag man durchaus glauben, der Schmerz über das Dieselchaos traf den Auto-Perfektionisten hart. Ob er sich aber wirklich «keines Fehlverhaltens bewusst» war - das wird sich zeigen.

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  • 23. Mai 2017 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 23. Mai 2017: Wotan Wilke Möhring

    Film, Fußball, Familie: Für Schauspieler Wotan Wilke Möhring ist sein Beruf längst nicht alles. Seine Freizeit verbringt der dreifache Vater am liebsten im Stadion. Am Dienstag wird Möhring 50 Jahre alt.
    Ex-Punk im Anzug: Wotan Wilke Möhring 2014 bei der Verleihung des Jupiter Awards in Berlin. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ex-Punk im Anzug: Wotan Wilke Möhring 2014 bei der Verleihung des Jupiter Awards in Berlin. Foto: Britta Pedersen
     
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    Er war Punk, Soldat, Model und Türsteher. Und zwar nicht in irgendwelchen Filmrollen, sondern im echten Leben. Wotan Wilke Möhring liebt Gegensätze und hasst Schubladen. Er fühlt sich auf roten Teppichen wohl, zieht aber Fußballstadien vor. An diesem Dienstag (23. Mai) wird der in Detmold geborene Schauspieler 50 Jahre alt.

    Die fünfte Null ist dem im Ruhrgebiet aufgewachsenen Möhring nicht anzusehen. Körperlich ist er gut in Schuss, schauspielerisch nimmt man ihm auch noch den etwas kindlich wirkenden Punk ab, wie in seinem aktuellen Kinofilm «Happy Burnout». «Man fühlt sich so alt, wie man sich fühlt - irgendwas zwischen 35 und 70. Manchmal auch wie 16. Je nachdem, wie albern man ist», sagte der Schauspieler kürzlich in der «NDR Talk Show». «Alter ist so etwas wie Zeit - extrem subjektiv. Darum weiß ich gar nicht, wie sich die 50 anfühlen soll.»

    An filmreifen Erlebnissen dürfte es jedenfalls nicht mangeln. Der frühere Waldorfschüler aus bürgerlichem Haus knackte als junger Punk Autos und warf Farbbeutel auf ein Fast-Food-Restaurant. Als er merkte, dass die Szene auch Verhaltensregeln aufstellt («Punks dürfen nicht in den Urlaub fahren»), ging er kurzerhand zum Bund. 

    Vom Punk zum Fallschirmjäger - es ist nicht die einzige Anekdote eines bewegten Lebens. Möhring ging in San Francisco betteln, machte eine Ausbildung zum Elektriker, arbeitete in Berlin als Türsteher und Model und studierte Wirtschaftskommunikation. Nach all diesen Umwegen fand Möhring schließlich seine Bestimmung.

    Erst mit 30 Jahren landete der Quereinsteiger im Sportdrama «Die Bubi-Scholz-Story» (1998) seine erste Filmrolle. Der Ruhrpottfilm  «Bang Boom Bang» (1999), die Kifferkomödie «Lammbock» (2001) und die Thriller «Das Experiment» (2001) und «Anatomie 2» (2003) machten ihn endgültig zum deutschen Kinostar.

    In den vergangenen Jahren nahm die Karriere noch einmal Fahrt auf. Möhring wurde 2013 «Tatort»-Kommissar im Norden und spielte Old Shatterhand im «Winnetou»-Remake auf RTL (2016). Für die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» ist er «eine Art Universalbesetzung markanter Männlichkeit, von überraschender, oft unergründlicher Emotionalität» (2014).

    Auch privat erlebte Möhring einschneidende Episoden: Sein Vater starb früh, 2014 trennte er sich nach zehn Jahren von seiner Frau, mit der er drei Kinder im Alter von acht, sechs und vier Jahren hat. Mittlerweile hat er eine neue Partnerin und lebt in Köln.

    Abschalten vom Filmgeschäft kann Möhring in seinem Ferienhaus in Andalusien und beim Fußball. Der leidenschaftliche Fan von Borussia Dortmund steht oft mit Bier und Zigarette im Stadion und taucht auch mal mit Trikot und Schal auf einer Filmpremiere auf. Selbst während der diesjährigen Berlinale setzte er sich in den Flieger nach Lissabon zum dortigen Champions-League-Spiel. Zu seinem 50. Geburtstag, an dem er für den «Tatort» drehen wird, wünscht sich Möhring folgerichtig nur eins: Dass seine Borussia vier Tage später in Berlin den DFB-Pokal holt.

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  • 22. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 22. Mai 2017: Naomi Campbell

    Ihr Leben ist reich an Erfolgen und reich an Skandalen. Seit über 30 Jahren arbeitet Naomi Campbell als Model. Inzwischen kann man sie aber auch öfter im Fernsehen sehen.
    Naomi Campbell bei der «TIME 100 Gala», bei der im April in New York die 100 einflussreichsten Personen der Welt geehrt wurden. Foto: Charles Sykes/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Naomi Campbell bei der «TIME 100 Gala», bei der im April in New York die 100 einflussreichsten Personen der Welt geehrt wurden. Foto: Charles Sykes/Invision
     
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    Sie ist ein Profi durch und durch, aber auf dem Catwalk ist Naomi Campbell noch immer ziemlich angespannt. «Ich versuche nur, unbeschadet hin- und wieder zurückzukommen. Ich genieße es, aber ich bin nervös», sagte das Supermodel dem US-Magazin «Town & Country».

    Seit über drei Jahrzehnten ist Naomi Campbell in der Modewelt aktiv und noch heute ist sie regelmäßig auf Galas, Modeschauen und Magazincovern zu sehen. Zusammen mit Kate Moss hat sie wohl eine der langlebigsten Karrieren in der Modelbranche hingelegt. Heute wird sie 47 Jahre alt.

    Besonders eng befreundet ist Naomi Cambell mit Claudia Schiffer, die voll des Lobes ist: «Naomi kenne ich seit meinem ersten Arbeitstag in dieser Branche und schätze sie sehr. Sie hat übrigens die beste Figur in diesem Business!», sagte sie einmal der «Grazia».

    Ihre Karriere begann Naomi Campbell schon als 15-jähriger Teenager. Entdeckt wurde sie von Scouts der Elite-Agentur in Covents Garden in London. Ein Jahr später war sie bereits auf dem Cover von «Elle» zu sehen.

    Zusammen mit den Supermodels Cindy Crawford, Tatjana Patitz, Linda Evangelista oder Claudia Schiffer gehörte Naomi Campbell zu einer Model-Elite, die in den 80er und 90er Jahren wie Popstars gefeiert wurde und in noch nie da gewesener Weise die Laufstege beherrschte.

    Nicht immer aber hatte sich Naomi Campbell im Laufe ihrer Karriere im Griff. Alkohol und Drogen waren lange Zeit Begleiter ihres Lebens. Besonders gefürchtet aber waren ihre Wutanfälle. Legendär ist ihr Ausraster 2008 am Londoner Flughafen Heathrow. Wegen ihres fehlenden Gepäcks griff sie zwei Polizisten an. Als Strafe wurde sie zu 200 Sozialstunden verdonnert.

    Und wer ist für sie ein Stil-Vorbild?: Es ist die Schauspielerin Donyale Luna, die erste Schwarze, die es 1966 auf das Cover der «Vogue» geschafft hat. Noch immer aber beklagt Naomi Cambell, dass zu wenig schwarze Frauen in der Modebranche präsent sind.

    Deshalb unterstützt sie nachhaltig die Kampagne «Balance Diversity», die sich für mehr farbige Models auf dem Catwalk einsetzt. «Ich fühle mich sehr verantwortlich für junge, farbige Models», sagte sie dem «Guardian». «Ich tue, was ich kann, um mich für sie einzusetzen.»

    Inzwischen hat Naomi Cambell auch andere Betätigungsfelder für sich entdeckt. Besonders freut sich das britische Model über den Ausflug in die Fernsehwelt, wo sie in Serien wie «Empire» oder «Star» zu sehen ist: «Ich bin äußerst engagiert, weil ich zu diesem Zeitpunkt meines Lebens diese Möglichkeit bekommen habe», sagte sie dem US-Magazin Peolple. «Ich habe sehr viel Spaß dabei.»

    Ihre Popularität setzt Naomi Cambell auch seit langen Zeit für Benefiz-Zwecke ein. So sammelte sie vor zwei Jahren mit ihrer «Fashion for Relief»-Gala Geld gegen Ebola. Im Rahmen der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes wirbt sie mit einer Charity-Modenschau um Spenden für die Opfer des Hurrikans Katrina.

    Ihr humanitäres Vorbild ist dabei Nelson Mandela: «Er war der Größte», sagte sie im Interview mit der «Gala». «Ich habe so viel von ihm gelernt.»

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  • 21. Mai 2017 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 21. Mai 2017: Mr. T

    Schwere Goldketten, schwerere Fäuste, Irokesenschnitt: Der schroffe Mr. T machte im «A-Team» und gegenüber Rocky Balboa harte Ansagen. Als Marke wanderte er vom TV-Bildschirm bis zur Cornflakes-Packung und zurück.
    Mr. T zeigt seine Muskeln. Foto: Mary Altaffer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mr. T zeigt seine Muskeln. Foto: Mary Altaffer
     
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    Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten.»

    Mit diesem Satz begann im deutschen Fernsehen 1987 der Serien-Knaller, der auch Halbstarke und Dreikäsehochs in Entzückung versetzte. Zu der eingängigen Titelmelodie fielen bald die Worte: «Also wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen Sie doch das A-Team!»

    Fans werden sich gut an die vier Ex-Soldaten erinnern, die mit schweren Waffen und coolen Sprüchen Folge um Folge Menschen helfen, die - in welcher Form auch immer - in Not geraten waren. Kräftigster Bursche im Quartett neben «Face», «Hannibal» und Murdoch: Bosco «B. A.» Baracus, abseits des Sets besser bekannt als Mr. T. Heute feiert der stämmige Goldketten-Träger seinen 65. Geburtstag.

    Offenbar war es die harte Kindheit in einem der ärmsten Viertel Chicagos, die aus dem afroamerikanischen «Boy», der bürgerlich Lawrence Tureaud heißt, im Spitznamen einen «Mister» machte. «Ich habe mich selbst Mr. T getauft, damit das erste Wort aus jedem Mund 'Mister' ist. Das ist ein Zeichen von Respekt, den mein Vater und mein Bruder und meine Mutter nicht bekommen haben», soll Tureaud laut seiner Biografie bei der Filmdatenbank IMDb gesagt haben.

    Sicher ist, dass Tureaud es als zweitjüngstes von zwölf Kindern nicht leicht hatte. Sein Vater verließ die Familie früh, die Mutter schlug sich mit einer Sozialhilfe in Höhe von 87 Dollar monatlich in einer Drei-Zimmer-Wohnung durch. In der Schule machte sich Tureaud in der Football-Mannschaft, im Kampfsport und im Wrestling einen Namen. Nach dem College arbeitete er als Militärpolizist und versuchte sich 1972 kurz im Profi-Football.

    Es war die Arbeit als Bodyguard für Stars wie Michael Jackson, Steve McQueen, Diana Ross und Profi-Boxer Muhammad Ali, die Tureaud erste Einblicke ins Showgeschäft verschaffte. Als Türsteher in Chicagos Club Dingbat's kam er bald zum Auftritt in der NBC-Show «The World's Toughest Bouncer», wo ihn Sylvester Stallone entdeckte. Die Rolle als Clubber Lang in «Rocky III - Das Auge des Tigers» (1982) blieb zusammen mit der «A-Team»-Figur des «B. A.» - mit «bad attitude» eine Anspielung auf sein schlechtes Benehmen - Tureauds bekannteste.

    Der Irokesen-Haarschnitt war da bereits zu seinem Markenzeichen geworden, den soll Tureauds in einem Beitrag des «National Geographic» über das westafrikanische Mandinka-Volk entdeckt haben. Mit schweren Goldketten, schwer fliegenden Fäusten und seinem schroffen Auftreten hatte er auch über die Grenzen der USA hinaus viele Fans. Im Profi-Wrestling war Tureauds vor allem Ende der 1980er Jahre an der Seite von Hulk Hogan zu sehen, stieg aber bald wieder aus.

    Seiner Vorbildfunktion war sich Tureaud, der laut eigener Aussage die Finger von Alkohol, Zigaretten und Drogen ließ, durchaus bewusst. Rollen, die ihn als Bösewicht oder als zu sexy darstellten, lehnte er ab. So handeln auch seine - ziemlich erfolglosen - Rap-Alben «Mr. T's Commandments» (Mr. T's Gebote) und «Be Somebody» vor allem vom Respekt zwischen Kindern und Eltern. Ein Titel auf dem zweiten Album heißt: «Treat Your Mother Right» (Behandle Deine Mutter richtig).

    Die Kombination aus Blingbling, Haudrauf-Junge mit Bart und gutem Gewissen ließ Mr. T in den USA zur Marke für Kids werden - bald gab es ihn auch als Cartoon- und Comic-Figur. Er machte Werbung für Schokoriegel, Eistee, Computerspiele, gab Gastauftritte bei den «Simpsons» und «Inspektor Gadget» und hatte einige Zeit sogar eine eigene Cornflakes-Sorte. Dass er eine 1995 diagnostizierte Krebserkrankung 2001 im Alter von 49 Jahren besiegte, festigte nicht nur seinen Glauben, sondern erhielt auch sein Image eines Kämpfers.

    Schauspielerisch ist es ruhig geworden um Tureaud, seine 2006 gestartete Sendung «I Pity the Fool» (Der Trottel tut mir leid) überlebte nur sechs Folgen. Den Titel hatte er von seinem bekannten Satz aus «Rocky III» abgeleitet und diesen schon vorher zu seinem Marken-Spruch gemacht. In der Show zieht Mr. T durchs Land, gibt Tipps fürs Leben und vollbringt gute Taten. Nach all den verprügelten Jungs aus den «A-Team»-Folgen vielleicht gar keine so schlechte Idee.

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  • 20. Mai 2017 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 20. Mai 2017: Peter von Matt

    Peter von Matt ist als Germanist ein «Fachmann der Wörter», der auf Spurensuche in der Weltliteratur Bestseller generiert und Preise einheimst. Als überzeugten Europäer lässt den Schweizer die Aktualität aber nicht kalt. Der Populismus etwa, und die EU-Schelte.
    Küsse, Intrigen, missratene Kinder: Peter von Matt wird 80. Foto: Urs Flueeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Küsse, Intrigen, missratene Kinder: Peter von Matt wird 80. Foto: Urs Flueeler
     
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    Die Intrige», «Die Treulosen», «Die verdächtige Pracht» - hinter solchen Werken können sich Europäer leicht Thriller über die Europäische Union vorstellen. Aber mitnichten: Der Germanist und Schriftsteller Peter von Matt reiht darin Perlen der Weltliteratur an ungewöhnlichen Fäden auf.

    Das Europäische Projekt bewundert der Schweizer, und der neue Populismus beunruhigt ihn. Heute wird der gefragte Festredner, als einer der führenden Intellektuellen im deutschsprachigen Raum gefeiert, 80 Jahre alt.

    «Ich bin bekümmert über die Selbstverständlichkeit, mit der all diese populistischen Bewegungen die europäischen Strukturen, also die EU, reflexartig verwerfen», sagt er. «Mich bekümmert die Verachtung und Verspottung dieser immensen Leistung, die der europäische Zusammenschluss zustandegebracht hat.»

    In seinem neuen Buch geht es um leichtere Kost: das Küssen, «ein Allerweltsgeschäft», wie er schreibt. Von Matt beleuchtet sieben entscheidende Küsse in Werken von Virginia Woolf über Franz Grillparzer bis Anton Tschechow. Seine Lust an Prosa und Poesie sprießt nur so aus den Zeilen: er schreibt von unerhörten Klängen und poetischer Wucht, von lautlosem Dröhnen und Prosawundern. «Man traut seinen Augen und Ohren nicht, so leuchtet und strahlt und tönt und schallt alles», formuliert er und führt die Leser wieder auf eine spannende Reise durch die Weltliteratur. Wie in früheren Büchern, nicht nur in «Die Intrige» über die Hinterlist (2006), auch etwa in «Verkommene Söhne, missratene Töchter» über Familiendesaster (1995).

    Er wählt populäre Sujets mit Kalkül: «Ich habe ein großes Bedürfnis, gelesen zu werden», sagt der frühere Germanistikprofessor, Sohn eines Buch- und Schreibwarenhändlers, verschmitzt. Trotz Quälerei. «Der Schreibtisch ist eine Folterbank», klagt er. «Ich habe oft gedacht: mein Gott, jetzt musst Du Dich wieder hinhocken und abquälen.»

    Seine scharfe Beobachtung der kleinen Dinge hat von Matt zum gefragten Redner gemacht. Er lotet die Schweizer Seele aus, wie in der Essaysammlung «Das Kalb vor der Gotthardpost» (2012). Da zeigt er die Schweiz als «aufgesprengtes Idyll, hin- und hergerissen zwischen Dynamik und Stillstand», wie ein Kritiker formuliert. Dafür erhielt er 2012 den Schweizer Buchpreis. Gerade erst hielt er eine Rede über die Suche nach der «Identität der Eidgenossen» - wenn auch zur Zeit des Mystikers Niklaus von Flüe, der 1417 geboren wurde. Wie immer lockt er seine Zuhörer dabei auf Gedankenpfade in die Gegenwart.

    Das Mattsche Erfolgsrezept - in der Literatur Küsser, Intriganten oder missratene Kinder aufzuspüren - setzt der Fantasie für weitere Werke keine Grenzen: Selbstüberschätzer, Pfarrerstöchter, Demagogen etwa. Aber eine Schublade voller Themenideen habe er nicht. Über Dumme habe er mal Material gesammelt, das aber aufgegeben. Bei neuen Werken ist von Matt verschwiegen wie ein Buch. Selbst mit seiner Frau spreche er nicht darüber. «Ich habe Angst vor Reaktionen, die mich verunsichern», sagt er. «Wenn jemand nur sagt: findest Du das eine gute Idee? Dann würde bei mir schon alles zu wackeln beginnen.»

    Wem würde der Kenner der Weltliteraten gerne mal auf den Zahn fühlen? «Shakespeare, Schiller, Robert Walser», sagt von Matt. Allerdings seien Schriftsteller eher «schwierige Kerle». «Schriftsteller finden Germanisten entsetzlich und finden, die braucht man nicht», sagt er. «Germanisten reden von Perspektive und Struktur, aber der Autor spricht von seiner Figur wie von einer Person, die er kennt. Die Zweideutigkeit, die Hintergründigkeit eines solchen Textes kennt er oft selber nicht.» Der kreative Prozess sei sehr komplex. Deshalb: Die Frage «Was haben Sie sich dabei gedacht» sei tabu. «Die untauglichste Frage, die man stellen kann», sagt von Matt.

    Für große Feiern ist er nicht zu haben. «Ostern, Weihnachten, Geburtstage - die jährlich wiederkehrenden Dinge habe ich schon so oft erlebt, das brauche ich nicht mehr», sagt er. Ist das Älterwerden ein Problem? ««Meinen Zustand finde ich höchst angenehm», sagt er. «Man ist aus dem Konkurrenzkampf raus und muss nicht mehr mit jedem Esel wetteifern oder ihn freundlich anlächeln.»

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  • 19. Mai 2017 00:01

    Theater Promi-Geburtstag vom 19. Mai 2017: Barbara Schöne

    Barbara Schöne spielt, singt, tanzt und sketcht sich seit einem halben Jahrhundert über Bühnen und Bildschirme. Vollgas gibt die Berliner Pflanze mit 70 etwas seltener - dann aber richtig.
    Barbara Schöne wird 70. Foto: Gregor Fischer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Harald Juhnke nannte sie die «schöne Schöne», doch diese Rolle hat die blonde Berlinerin nach fünf Jahrzehnten Schauspielerei satt.

    «Jetzt im Alter die Alten spielen zu dürfen, das finde ich wunderbar», sagt Barbara Schöne im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Am schönsten sind die Uralten, wo man mich an der Stimme erkennt und nicht sofort am Typ.»

    Markant rauchig klingt sie immer noch - auch wenn sie seit zehn Jahren nicht mehr raucht. Heute feiert die Bühnen-Veteranin ihren 70. Geburtstag.

    «Schillerstraße», «SOKO», «Immer wieder Sonntag»: Schöne ist fester Bestandteil des deutschen Fernsehens. Viele erinnern sich bis heute vor allem daran, wie sie sich von 1979 bis 1981 mit Harald Juhnke durch die Samstagabend-Revue «Musik ist Trumpf» tanzte und sang. «Juhnkes Assistentin» - das höre sie immer wieder, sagt Schöne. «Das ist absoluter Quatsch! Ich war nicht seine Assistentin, ich war seine Partnerin. Ich habe ja die Hälfte der Sendung gemacht!»

    Die herumalbernde Helferin war nur eine Rolle von vielen. Ende der 1970er gehörte Schöne zu den meistgebuchten Darstellerinnen Deutschlands. Morgens stand sie vor der Kamera, abends auf der Bühne. Mörderinnen und Dirnen, berlinernde Bardamen und bezaubernde Fräuleins - «Charakterdarstellerin, das war immer mein Anliegen», sagt Schöne. «Tragikomisch, das liebe ich. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.» Wert auf Hauptrollen legt sie nicht. «Wichtig ist, dass in Erinnerung bleibt, was ich spiele», betont sie.

    Schöne wurde 1947 in West-Berlin als Tochter eines Regisseurs geboren. Als Schulkind spielte sie in Senderstudios Verstecken, mit zehn Jahren hatte sie die erste Fernsehrolle. Schauspielern sei Arbeit und Verzicht, warnte ihr Vater. Schöne übte heimlich und bestand mit 15 die Aufnahmeprüfung für die Max-Reinhardt-Schule (heute Universität der Künste).

    Gleich das ersten Vorsprechen brachte der Jugendlichen ihre erste Hauptrolle ein, Dutzende weitere Engagements folgten allein während der Schulzeit. Sozialkritische Stücke, Boulevardtheater, Bühnen in Hamburg, München und Berlin: Ihre Karriere an der Seite von Stars wie Inge Meysel und Gustav Knuth, Georg Thomalla und Johannes Heesters liest sich wie ein Who is Who der deutschen Schauspielkunst.

    «Ich wollte mich immer ausprobieren», sagt sie. «Ich bin immer volles Risiko gegangen und das war auch gut so.» Disziplin, Fleiß und Vielseitigkeit seien die Voraussetzungen dafür, meint die Schauspielerin. «Wenn man sich auf den Lorbeeren ausruht, dann kann man eigentlich gleich abdanken.» Jungen Kollegen rät sie: «Fangt im vierten Gang an, nicht im ersten. Zurücknehmen kannste immer noch.»

    Apropos Auto: Passionierte Autofahrerin war die Berlinerin schon immer. «Mein dritter Wagen war gleich ein Porsche», erinnert sie sich. «Ich konnte auch richtig gut fahren. Das war mein Hobby nebenbei, statt sinnlos irgendwo rumzusitzen.» Nach einem schweren Unfall mit gebrochenem Wirbel 2009 fährt sie heute meist gemütlich. «Aber manchmal gibt es Strecken, wo du mal richtig draufdrücken kannst, und dann fahr ich ihn auch aus.»

    Das große Tempo muss Barbara Schöne im Beruf heute nicht mehr liefern, rasten will sie dennoch nicht. «Ich nannte mich immer 'die Unvollendete', das heißt, man lernt bis zum Lebensende nicht aus», sagt sie. Nach drei Ehen lebt sie heute im grünen Berliner Westen - «gerne alleine, aber nie einsam». Schöne engagiert sich für die Berliner Aidshilfe, arbeitet an Hörspielen und singt wieder.

    2016 war sie mit der Kuttner-Dramödie «Mängelexemplar» im Kino zu sehen, demnächst taucht sie wieder in einem ZDF-Krimi auf. «Wieder 'ne andere Type und überhaupt nicht schön», sagt sie lachend. «Aber schauspielerisch schön, mit ganz viel Seele, Herz und Gefühl.»

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  • 18. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 18. Mai 2017: Ingo Pohlmann

    Die Maurerkelle hat er gegen ein Mikrofon eingetauscht: Der gebürtige Ostwestfale und Wahl-Hamburger, der sich auf der Bühne kurz und kumpelhaft Pohlmann nennt, geht seinen Weg. Heute wird er 45.
    Ingo Pohlmanns optisches Markenzeichen: Mähne in Mittelblond. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ingo Pohlmanns optisches Markenzeichen: Mähne in Mittelblond. Foto: Uwe Anspach
     
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    Ingo Pohlmann schont sich nicht. Selbst heute, an seinem 45. Geburtstag, arbeitet er. Für den Abend hat er sich mit Band auf der Bühne des Kulturzentrums Pumpwerk in Wilhelmshaven angekündigt. Der Wahl-Hamburger ist seit Ende Januar - von kurzen Unterbrechungen abgesehen - auf Tour.

    Bekannt geworden ist der Singer-Songwriter, der sich als Künstler schlicht Pohlmann nennt, vor elf Jahren mit dem leichtfüßigen Single-Hit «Wenn jetzt Sommer wär». Ein Superstar ist der Mann mit den verstrubbelt langen, blonden Haaren, Drei-Tage-Bart und entwaffnendem Lächeln bis heute zwar nicht, doch er hat es geschafft, sich mit seinen deutschsprachigen Songs in der Musikszene zu etablieren.

    Geboren 1972 im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück, lernt der junge Pohlmann nach der Schule den Maurerberuf. Seine Eltern möchten, dass er das väterliche Bauunternehmen übernimmt. Doch der Junge hat andere Ambitionen, zieht sich nach Feierabend gern mit seiner Akustikgitarre zurück und gründet seine erste Band. Nach Zivildienst und Fachabitur in Münster, landet er schließlich in Hamburg. Seinen Eltern hat er erzählt, Bauwesen studieren zu wollen, wie er einmal bei Markus Lanz in der Talkshow berichtete.

    Tatsächlich sitzt er nicht im Hörsaal, macht lieber Musik und jobbt in einem Hamburger Szene-Club an der Bar. Dort initiiert er auch eine Open Stage am Tresen für Musiker. Klar, dass er auch selbst auftritt. Eines Tages lernt er Henning Wehland von den H-Blockx kennen, der Produzent des ersten Pohlmann-Albums («Zwischen Heimweh und Fernsucht», 2006) und sein Manager wird.

    Inzwischen ist Pohlmann Vater einer Tochter geworden, hat eine neue Plattenfirma, ein neues Management und neue Songs. Komprimierte Alltagsphilosophie, Songs über Seelen- und Gefühlslagen: «Weggefährten» heißt sein aktuelles, Ende März erschienenes und kurz chartnotiertes Album. Es wirke «wie eine bestandene Meisterprüfung in Blues und Pop, die sich beim zweiten und dritten Hören erst richtig erschließt», lobte das «Hamburger Abendblatt».

    Trotz aller Erfolge und der vielen Konzerte, die er seit Jahren gibt, wird er aber nicht gleich auf der Straße erkannt. «Für mich ist das angenehm», sagte er im März dem Radiosender NDR 1 Welle Nord. «Man muss mich nicht schützen, wenn ich ins Café gehe.»

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  • 17. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 17. Mai 2017: Nikki Reed

    Glücklich verheiratet, schwanger, eine eigene Modelinie und eine erfolgreiche Schauspiel-Karriere: Bei Nikki Reed läuft momentan alles rund.
    Nikki Reed wird 29 Jahre alt. Foto: Matt Sayles/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Nikki Reed wird 29 Jahre alt. Foto: Matt Sayles/Invision
     
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    Twilight»-Schauspielerin Nikki Reed und «Vampire Diaries»-Star Ian Somerhalder wissen wirklich ein Geheimnis zu bewahren. Monatelang hat niemand mitbekommen, dass die beiden bald Eltern werden.

    Jetzt aber ist es offiziell: Mit einem Foto auf Instagram, auf dem Somerhalder den runden Babybauch seiner Frau küsst, gab das Paar die Schwangerschaft Anfang des Monats bekannt. «Vampir-Baby im Anflug», titelte die «Bild».

    Er habe noch nie etwas so Überwältigendes und Schönes erlebt, schrieb der Schauspieler dazu. «Ich kann mir nichts Aufregenderes vorstellen als dieses nächste Kapitel...». Sie hätten die Schwangerschaft absichtlich lange für sich behalten, um sie gemeinsam auszukosten.

    Seit Juli 2014 sind die beiden Schauspieler ein Paar, sechs Monate später waren sie verlobt, seit zwei Jahren sind die Hunde-Narren, die sich für den Tierschutz engagieren, verheiratet. Für Nikki Reed, die heute 29 Jahre alt wird, ist es bereits die zweite Ehe.

    Bei Nikki Reed muss es immer schnell gehen und diese zupackende Viatlität schätzt auch ihr Ehemann an ihr: «Ich liebe deine Fähigkeit, alles gleich anzupacken, was du dir vorgenommen hast», schrieb er auf Instagram. Da passt es gut ins Bild, dass im Programm von Nikki Reeds nachhaltiger Modelinie «Bayou With Love» auch Schwangerschaftsmode zu finden ist.

    Nikki Reed ist schon lange im Geschäft: Zusammen mit der Regisseurin Catherine Hardwicke hat die damals 13-jährigen Nikki Reed das Drehbuch zu dem Pubertätsdrama «Dreizehn» (2003) geschrieben - ein schonungsloses Porträt moderner amerikanischer Teenager zwischen Kaufrausch und Drogenexzessen - eine durchaus autobiographische Geschichte. Evan Rachel Wood, Holly Hunter und Vanessa Hudgens wirkten ebenfalls mit.

    «Dreizehn» war auch das Schauspieldebüt von Nikki Reed und die erste Regiearbeit von Catherine Hardwicke, die eine ehemalige Freundin von Reeds Vater war und Nikki von klein auf kannte. Ihre Zusammenarbeit fand eine Fortsetzung in dem Skater-Film «Dogtown Boys» (2005) und sollte schließlich in dem Vampir-Hit «Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen» (2009) seinen Höhepunkt finden - der Durchbruch für Nikki Reed.

    In der Teenie-Love-Story unter Vampiren und Werwölfen spielt sie Rosalie Hale, die Adoptivschwester von Edward Cullen (Robert Pattinson). Zuletzt war Nikki Reed in der TV-Serie «Sleepy Hollow» zu sehen.

    Jetzt aber dürfte der ganze Fokus erst einmal auf dem Baby liegen. «Wir können es kaum erwarten, dich zu treffen...in Liebe, deine Eltern», schrieb Nikki Reed auf Instagram.

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  • 16. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 16. Mai 2017: Emilíana Torrini

    Island ist ein kleines Land, aber die Dichte an großartigen Künstlern ist gewaltig. Eine diese Künstlerinnen ist Emilíana Torrini, die mit einem Geburstagsalbum ihre Karriere startete.
    Emilíana Torrini weiß mit jedem neuen Album zu überraschen. Foto: Daniel Reinhardt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Emilíana Torrini weiß mit jedem neuen Album zu überraschen. Foto: Daniel Reinhardt
     
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    Wenn man aus Island kommt und Sängerin ist, dann ist ein Vergleich mit Björk scheinbar unausweichlich. Auch Emilíana Torrini musste sich lange damit herumschlagen, dabei setzt sie mehr auf Pop, während das Avantgarde-Konzept von Björk manchmal schwerer verdaulich ist.

    Mainstream sind sie beide nicht. Obwohl Emilíana Torrini, die heute 40 Jahre alt wird, durchaus weiß, wie ein Hit funktioniert. Zusammen mit Dan Carey hat sie für Kylie Minogue «Slow» (2003) geschrieben. Angeblich haben die beiden nur eine Stunde für den Nummer-Eins-Hit gebraucht.

    Bekannt wurde Emilíana Torrini einer größeren Öffentlichkeit vor allem durch den «Gollum Song» für den Fantasy-Blockbuster «Der Herr der Ringe: Die zwei Türme» (2002). Eigentlich solte Björk das Lied singen, die aber wegen Schwangerschaft abgesagt hatte. Und der Super-Hit «Jungle Drum» (2009) dürfte auch heute noch einigen in den Ohren klingen.

    Aber so leicht zu fassen ist die Tochter eines Italieners und einer Isländerin nicht. Zu vielfältig gestaltet sich ihr Oeuvre und ihre Karriere, die einst in einer Kaviar-Fabrik auf Island begann. Dort jobbte die 16-jährige Emilíana, als sie zum 50. Geburtstag ihres Vaters ein paar Jazz- und Blues-Songs aufnahm. Daraus wurde ein ganzes Album, das schließlich auf Platz eins der isländischen Charts kletterte.

    Nachdem Emilíana Torrini eine Zeit lang in Bars, Restaurants und Clubs gesungen hatte, ging sie mit 21 Jahren nach England, um eine internationale musikalische Karriere zu starten. Und das hat die Isländerin gepackt, die «NPR» mal «Islands wärmste Stimme» genannt hat.

    Dabei nimmt sich Emilíana Torrini alle musikalischen Freiheiten heraus. War ihr Album «Love in the Time of Science» (1999) noch stark vom Trip-Hop beeinflusst, brachte sie danach mit «Fisherman's Woman» (2005) ein feines Folk-Album heraus. Grenzen scheint es für diese Ausnahmekünstlerin, deren Stimme noch immer etwas Mädchenhaftes anhaftet, nicht zu kennen.

    Mit dem belgische Kammerorchester The Colorist nahm sie im letzten Jahr einige ihrer Songs neu auf, die hauchzart und von einer oft filigranen Leichtigkeit zwischen Elektro-Pop, Neoklassik und Jazz pendeln.

    Aufregend auch ihr aktuelles Projekt mit dem legendären Scratch-DJ, Produzenten und Komponisten Kid Koala. Die Idee, die dem Ambient-Album «Music To DrawTo: Satellite» (2017) zugrunde liegt, ist eine Marsmission, durch die zwei Liebende voneinander getrennt werden. Und obwohl die Aufnahmen in Montreal stattfanden, ist hier die Landschaft Islands spürbar nahe.

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  • 15. Mai 2017 11:30

    Leute Promi-Geburtstag vom 15. Mai 2017: Birdy

    Die junge Sängerin und Pianistin ist unter den Augen der Öffentlichkeit erwachsen geworden. Drei Alben hat Birdy bereits aufgenommen und sich dabei immer wieder neu erfunden.
    Birdy wird 21. Foto: Inga Kjer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Birdy wird 21. Foto: Inga Kjer
     
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    Das war schon ein recht kühnes Unterfangen, einen Teenager mit einem Album voller Coverversionen aus dem Indie-Bereich debütieren zu lassen. 15 war Birdy damals gerade alt - und der Coup ist geglückt.

    Schnell raunte man sich «Wunderkind» zu - das war natürlich ein wenig zu hoch gegriffen, aber mit ihrer für ihr Alter ziemlich reifen Stimme und ihrem Können am Klavier war Jasmine Lucilla Elizabeth Jennifer van den Bogaerde, die alle schon immer Birdy nannten, weil sie als Kleinkind beim Füttern das Schnäbelchen weit aufriss, schon etwas ganz Besonderes.

    Birdy, die heute 21 Jahre alt wird, ist in einem künstlerischen Haushalt aufgewachsen. Ihre Mutter ist Konzert-Pianist, aber Musikerin war nicht ihr eigentlicher Berufswunsch: «Ich wollte Schriftstellerin werden oder Friseurin», sagte sie im Interview mit «Best New Bands».

    Eigene Songs kann sie auch schreiben: Das stellte die britische Sängerin und Pianistin mit dem Nachfolger «Fire Within» (2013) eindrucksvoll unter Beweis. Stillstand oder Wiederholung ist nichts für die junge Sängerin, die im letzten Jahr mit «Beautiful Lies» bereits ihr drittes Album veröffentlichte und wiederum einen neuen Weg einschlug.

    In ihren instrumental bisher eher reduzierten Balladen-Kosmos ließ sie eine größere Üppigkeit zu - und orientierte sich dabei mit ihrem hin und wieder in höchste Höhen strebenden Gesang und einigen Japan-Anklängen eindeutig an Kate Bush, auch wenn die Schuhe noch ein bisschen zu groß sind.

    «Beautiful Lies» hat Birdy ihr «Coming of Age»-Album genannt: «Ich habe in den letzten Jahren so viel gelernt und konnte nun all meine Erfahrungen - schlechte wie gute - als Inspiration nehmen, als ich dieses Album schrieb», ließ sie laut Mitteilung ihrer Plattenfirma wissen. Und dabei geht es hauptsächlich um die nicht selten tragisch verschattete Liebe...

    Vor allem hat sich Birdy von Zuhause abgenabelt und das Nest verlassen. Für die Aufnahmen des dritten Albums ist sie extra nach London gezogen: «Es war ein bisschen beängstigend», sagte sie im Interview mit ihrer Plattenfirma. «Zum ersten Mal aber fühlte ich mich frei.» Aber natürlich sei sie auch immer glücklich, wenn sie nach Hause käme, betonte sie.

    Besonders stark ist Birdy, wenn sie Balladen singt: «Ich habe schon immer traurige Songs geschrieben. Jedoch ist es für mich nicht traurig, wenn ich diese Lieder spiele. Es ist eher besinnlich gemeint. Es spiegelt meine Heimat wieder, inmitten einer Landschaft, die stürmisch, wild und mürrisch ist», sagte Birdy, die in Lymington, Hampshire aufgewachsen ist, im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

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  • 14. Mai 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 14. Mai 2017: Robert Zemeckis

    Brad Pitt in «Allied», Tom Hanks in «Verschollen» und «Forrest Gump», Michael J. Fox in «Zurück in die Zukunft»: Für Robert Zemeckis tritt Hollywoods Star-Riege an. Der Regisseur ist auch ein Meister neuer Filmtechnik. Mit 65 setzt er auf Original-Geschichten.
    US-Regisseur Robert Zemeckis wird 65. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    US-Regisseur Robert Zemeckis wird 65. Foto: Jens Kalaene
     
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    Mit «Allied - Vertraute Fremde» drehte Oscar-Preisträger Robert Zemeckis im vergangenen Jahr seine erste Thriller-Romanze.

    In dem Spionagefilm schickte er Hollywood-Star Brad Pitt und die Französin Marion Cotillard als Agenten mitten in die Kriegswirren der frühen 1940er Jahre nach Casablanca und London. Es ist nostalgische Unterhaltung mit satt kolorierten Kulissen und Kostümen.

    Der Reiz für Zemeckis war vor allem die Original-Geschichte aus der Feder des Briten Steven Knight. «Ich bin sehr darüber besorgt, dass wir keine Filme mehr drehen, die original sind», sagte der Regisseur im November im Interview der US-Zeitschrift «The Atlantic». Zemeckis, der heute 65 Jahre alt wird, beklagt den Trend in Hollywood, mit Fortsetzungen und Bestsellerverfilmungen Kasse zu machen, statt neue Ideen zu entwickeln.

    Kein Wunder, dass er sich seit Jahren energisch gegen eine Fortsetzung oder ein Remake seiner Hit-Trilogie «Zurück in die Zukunft» wehrt. «Solange wir leben, wird es das nicht geben», sagte Zemeckis 2015 bei einem Interview in Berlin, und sprach auch im Namen von Co-Drehbuchautor Bob Gale. «Wenn wir tot sind, machen sie vielleicht ein Remake - außer unsere Erben können das verhindern.»

    Die dreiteilige Filmreihe, deren erster Teil 1985 in die Kinos kam, genießt bei ihren Fans Kultstatus. An Bord ihrer Zeitmaschine reisen die Filmhelden Marty McFly (Michael J. Fox) und Doc Brown (Christopher Lloyd) ins Jahr 2015, zurück in die 50er Jahre und ins 19. Jahrhundert.

    Auch ein Kassenschlager und zudem Zemeckis Oscar-Triumph war «Forrest Gump» (1994). Tom Hanks spielt den sympathisch-naiven Titelhelden, der durch drei bewegte Jahrzehnte amerikanischer Geschichte treibt. Dank brillanter Filmtricks trifft Forrest auf historische Figuren wie Elvis Presley und John Lennon, er schüttelt Präsident Kennedy die Hand. Es gibt sechs Oscars, darunter für Regie, Hauptdarsteller, Spezialeffekte und als bester Film.

    Bahnbrechende Technik setzte Zemeckis auch in dem fantastischen Weihnachtsmärchen «Der Polarexpress» (2014) ein. Mit Performance-Capture-System wird die Mimik und Gestik von Schauspielern auf digitale Filmfiguren übertragen. Tom Hanks stand real vor der Kamera, doch sämtliche Filmschauplätze entstanden im Computer.

    Zuvor hatte Zemeckis aus Hanks eine weitere Meisterleistung als moderner Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel herausgeholt. In «Cast Away - Verschollen» (2001) hofft er als einziger Überlebender eines Flugzeugabsturzes jahrelang auf Rettung. Ein angeschwemmter Volleyball, den er «Wilson» nennt, wird zu seinem besten Freund. 

    Die Filmkarriere wurde Zemeckis nicht in die Wiege gelegt. 1952 in einem Arbeiterviertel in Chicago geboren, habe er keinen Zugang zu Kunst, Musik, Theater oder Film gehabt. Das Fernsehen sei seine Inspiration gewesen, erzählte der Regisseur 2015 der «New York Times»: «Als Kind habe ich alles geschaut.» 

    Als Schüler drehte er Super-8-Filme, als junger Filmstudent in Kalifornien fiel er schnell mit Kurzfilmen auf. 1975 war er mit «A Field of Honor» unter den Gewinnern der ersten Studenten-Oscars. Steven Spielberg wurde auf den Nachwuchs aufmerksam und ließ ihn 1979 das Drehbuch für die Komödie «1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood» schreiben.

    Danach standen Zemeckis die Türen in Hollywood offen. Mit Michael Douglas und Kathleen Turner drehte er «Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten» (1984), mit Jodie Foster den Science-Fiction-Film «Contact» (1997), mit Harrison Ford und Michelle Pfeiffer den Psychothriller «Schatten der Wahrheit» (2000).

    Denzel Washington holte er 2013 als Crash-Pilot in «Flight» vor die Kamera, Joseph Gordon-Levitt schickte er in «The Walk» (2015) in der Rolle des französischen Hochseilartisten Philippe Petit auf einen abenteuerlichen Spaziergang. 1974 machte Petit mit einem gefährlichen Drahtseilakt in 400 Meter Höhe zwischen den «Twin Towers» des New Yorker World Trade Centers Schlagzeilen.

    Zemeckis kämpfte fast zehn Jahre darum, «The Walk» zu drehen. Die meisten Studios winkten ab. «Es ist eine einzigartige Geschichte - und die sind in Hollywood jetzt sehr schwer durchzusetzen», sagte Zemeckis vor dem Kinostart. Er drehte schließlich für verhältnismäßig geringe 35 Millionen Dollar. Dennoch gelang dem Trickkünstler dank 3D-Technik wieder etwas Außergewöhnliches: Er holt die Zuschauer auf das Dach des Wolkenkratzers und auf das Seil, lässt sie tief in die Häuserschlucht blicken und den Sonnenaufgang über New York erleben.

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  • 13. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 13. Mai 2017: Robert Pattinson

    Mit Jubel von seinen Fans empfangen zu werden, ist für den britischen Schauspieler normal. Er ist ein Leibling der Frauen. Seit er in der «Twilight»-Saga den sanftmütigen Vampir Edward gespielt hat, wird sein Name meist mit dieser Rolle assoziiert. Dabei kann er auch anders. Heute wird er 31.
    Umringt von Kameras und Fans: Robert Pattinson auf der Berlinale im Februar 2017. Foto: Markus Schreiber © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Kreischalarm am roten Teppich in Berlin: Robert Pattinson ist da. Der Mädchenschwarm aus London will im Februar auf der Berlinale seinen Film «Die versunkene Stadt Z» vorstellen, seine überwiegend weiblichen Anhänger wollen ihm nahe kommen, ein Autogramm, ein Selfie, einen Blick.

    Der britische Schauspieler, der heute 31 wird, hat es längst geschafft. Seine Rolle als Zauberlehrling Cedric Diggory in «Harry Potter»-Abenteuern hat ihn 2005 bekannt gemacht, Stephenie Meyers verfilmte «Twilight»-Saga aber drei Jahre später zum Star. Zwischen 2008 und 2012 war er in jeder neuen Kinosaison als verliebter Vampir Edward Cullen zu erleben, längst hat diese Rolle ihn zum Multimillionär werden lassen. Allein für sein Mitwirken in den beiden letzten Teilen der Erfolgsreihe soll er als männlicher Hauptdarsteller mit über 25 Millionen Dollar entlohnt worden sein, wie es beim Filmdienst «Imdb.com» heißt.

    Geboren am 13. Mai 1986 in London, konnte Pattinson mit 15 zum ersten Mal auftreten - im Theater. Das war reiner Zufall. 2004 war er dann in «Die Nibelungen - Der Fluch des Drachen» und in «Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten» zu sehen, wenn er auch nur kleinere Parts spielte. Nach den ersten Vampir-Erfolgen wurde im Filmdrama «Remember Me» 2010 als Rebell Tyler Hawkins in der Hauptrolle besetzt.

    Gleiches gilt für das Drama «Wasser für die Elefanten» (2011), in dem er einen Studenten der Tiermedizin gibt. In «Bel Ami» (2012) verkörpert er einen mittellosen Journalisten im 19. Jahrhundert, der sich in der Pariser Gesellschaft nach oben schläft. Der kanadische Regisseur David Cronenberg hat ihn schließlich in «Cosmopolis» (2012) als schwerreichen New Yorker Spekulanten vor die Kamera geholt, und in «Die versunkene Stadt Z» gibt er einen Dschungel-Abenteurer - kaum wiederzuerkennen mit buschigem Vollbart und Nickelbrille.

    Mag er seine Vielseitigkeit vor der Kamera unter Beweis gestellt haben, wird es wohl noch lange dauern, bis er nicht mehr als Erstes mit Edward aus dem Reich der Untoten assoziiert wird. Der Vampir mit den markanten Gesichtszügen hat sich festgebissen.

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  • 12. Mai 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 12. Mai 2017: Rolf Zuckowski

    Von der Schallplatte über Kassette und CD bis hin zum Stream - viele sind mit seinen Songs groß geworden: Rolf Zuckowskis Lieder sind seit Jahrzehnten Hits in Kinderzimmern und Kitas.
    Weiter geht's: Rolf Zuckowski wird 70. Foto: Daniel Reinhardt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Rolf Zuckowski steht mit dem Auto im Stau, man möge in der Bäckerei gegenüber seinem Büro auf ihn und das Interview zum Geburtstag warten.

    Eine kleine Bitte, die gleich an drei seiner großen Hits denken lässt - an «In der Weihnachtsbäckerei» und an das Geburtstagslied «Wie schön, dass du geboren bist» sowieso, und auf seinem Klassiker «Rolfs Schulweg-Hitparade» hat er doch empfohlen: «Heute bleibt das Auto stehen».

    Trotz der Geduldsprobe im Hamburger Straßenverkehr, wirkt er wenig später entspannt. Freundlich lächelnd, wie man ihn seit Jahrzehnten von der Bühne kennt. 70 Jahre alt wird der Liedermacher an diesem Freitag, seit 40 Jahren macht er Musik für Kinder.

    Vom großen Tourneebetrieb hat sich Zuckowski verabschiedet, lieber reist er jetzt allein mit der Gitarre oder gar nur Ukulele als «Grußwortsänger» zu Auftritten. Das Singen seiner Lieder übernehmen auch auf der aktuellen Tour zum Jubiläum «40 Jahre Rolfmusik» vor allem andere, ob Kindergartengruppen oder Erwachsenenchöre. «Es gab Jahre, in denen ich viel dafür getan habe, dass meine Lieder bekannt werden», sagt er. «Früher wurde extrem viel von mir im Radio gespielt, heute ist das kaum noch der Fall. Aber wenn sich dann das Repertoire selber trägt, kann man über andere Dinge nachdenken.»

    40 Jahre ist es her, dass für ihn mit einer Hochzeit alles begann: «Die Vogelhochzeit». Das Singspiel wurde zu seinem ersten Erfolg als Kindermusiker und zu einem seiner größten überhaupt. Die Leidenschaft für Gesang und Gitarre hatte ihn schon als Mitglied der Schulband The Beathovens gepackt. Sein Vater, ein Seemann, schenkte ihm die erste Gitarre. Zunächst war er mit Pop, Schlager und Folk unterwegs. Doch nachdem er mit der Band Peter, Sue & Marc beim Grand Prix dabei war - als Texter und Produzent - und für zahlreiche Künstler geschrieben hatte, entdeckte er die Kindermusik für sich. Schließlich war er seit 1971 selbst Vater.

    Von den Jüngsten begeistert in Endlosschleife gehört, macht sich Zuckowski bei Älteren deswegen bisweilen unbeliebt. Als «singende Nervensäge» und «unsäglicher Heile-Welt-Poet» wurde er kritisiert. Der Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg, Guido Müller, ist hingegen voll des Lobes: «Die Texte sind kindgemäß, aber nicht trivial, sie sind vielschichtig, trotzdem gut verständlich, oft lustig, augenzwinkernd, und sie transportieren Inhalte, die äußerst bedeutsam für Kinder sind.» Liebe- und fantasievoll singe er über wichtige Themen wie das Alleinsein, das Anderssein, Größerwerden oder Träumen.

    Aus der Mode kommen könnten diese Lieder gar nicht, findet Müller. Wie die Jugendmusikschule arbeitete auch die Hamburger Kita-Vereinigung Elbkinder jüngst wieder mit Zuckowski zusammen. «Die Melodien sind eingängig, und die Texte greifen Alltagssituationen auf, die die Kinder kennen», sagt Franziska Larrá von der Geschäftsführung. «Das Geburtstagslied, die 'Weihnachtsbäckerei' und die 'Vogelhochzeit' sind die absoluten Renner in jeder Kita, die kennt jedes Kind.» Auf diese Weise verbreiteten sich seine Lieder auch jenseits von Radio und TV weiter, sagt Zuckowski.

    Seine Glückwünsche an den Jubilar sendet indessen auch der private Hörfunksender Radio Teddy. «Rolf Zuckowski ist bei Radio Teddy seit 12 Jahren jeden Tag unter den Top 3 der Hörerwünsche», erklärte Programmchef Roland Lehmann vor kurzem. Als Radio-Moderator arbeitete auch Zuckowski, Anfang der 80er Jahre landete er mit Rolf und seine Freunde Hits wie «Du da im Radio» oder «...und ganz doll mich», mit Peter Maffay und Gregor Rottschalk erschuf er den Drachen «Tabaluga». Die Liste seiner eigenen Hits ist lang: «Stups, der kleine Osterhase», «Oma liebt Opapa» oder «Kommt, wir woll'n Laterne laufen» stehen weit oben.

    «Die 'Weihnachtsbäckerei' ist sicherlich mein Erkennungszeichen, aber direkt dahinter kommt 'Wie schön, dass du geboren bist' - ich vermute, dass es in Deutschland das meistgesungene Lied unserer Zeit ist», sagt er. «Es wird bestimmt jeden Tag viele Tausend Mal irgendwo zum Geburtstag angestimmt. Viele wissen gar nicht, dass es von mir ist, es ist eine Art Volkslied geworden.» Zum eigenen Geburtstag dürfte er sein Lied mehrfach hören. Drei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder hat das im Stadtteil Blankenese lebende Ehepaar Zuckowski, darunter Sohn Alexander, den es als Komponist, Autor und Produzent in die Popbranche zog.

    Für sein Lebenswerk erhielt Zuckowski bereits 2008 den Echo - dass es in Zukunft lebendig bleibt, darum kümmert er sich auch am Geburtstag. «Es gibt mehrere Mini-Geburtstagsfeiern», erzählt er. Bei einer davon hole er den Verlag und die Schallplattenfirma an einen Tisch - «damit wir gemeinsam überlegen, wie mit meinen Liedern umgegangenen wird». Das sei ihm sehr wichtig, «denn ich werde 70 und hoffe, ich werde 80 oder 90».

    Die «Rolf Zuckopfnicks» wollte sich das Erfolgstrio Deine Freunde nennen, für sie gründete der Altmeister das Label «noch mal!!!». Dass er weiterhin eher einen «Unruhestand» pflege, störe seine Frau nicht, sagt Zuckowski, sie wolle ihn gar nicht anders haben. Eine Unruhe mit Geduld: «Mein Grundnaturell ist, dass ich ein geduldiger Mensch bin. Sonst hätte ich es nicht so lange ausgehalten, mit all dem, was rund ums Kind passiert», sagt er. «Vielleicht bin ich in der eigenen Familie manchmal nicht ganz so geduldig, aber wenn mir das auf der Bühne schwer gefallen wäre, hätte ich die Kurve genommen und gesagt: Das ist nicht meine Welt.»

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  • 11. Mai 2017 00:01

    Mode Promi-Geburtstag vom 11. Mai 2017: Valentino

    Er kennt das Geheimnis der Frauen. Behauptet er zumindest. Aber wer seine Kreationen anschaut, glaubt es sofort. Bei dem italienischen Modeschöpfer Valentino dreht sich alles nur um eines.
    Valentino schenkte der Welt ein verwegenes Rot. Foto: Alfred © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Valentino schenkte der Welt ein verwegenes Rot. Foto: Alfred
     
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    Italien hat der Welt die Farbe Rot geschenkt: Ferrari-Rot und Valentino-Rot. Beides Markenzeichen, die rund um den Globus bekannt sind.

    Der Modeschöpfer Valentino hat es obendrein geschafft, allein mit seinem Anfangsbuchstaben «V» bekannt zu werden. Dieses «V» steht für Luxus, Eleganz, Jetset, schöne Frauen - und für den ganz großen Auftritt.

    Valentino Clemente Ludovico Garavani - geboren am 11. Mai vor 85 Jahren im norditalienischen Voghera - wusste schon als Kind, dass er zu Höherem berufen war. «Als Junge stellte ich mich schlafend und träumte von Kinostars, von allen schönen Dingen der Welt», sagte er einmal. «Ich liebe schöne Frauen, ich liebe schöne Hunde, ich liebe schöne Möbel.» Und: «Ich weiß, was Frauen wollen: Sie wollen schön sein.»

    Ja, schön wollten und wollen sie alle sein: Isabella Rossellini, Kate Moss, Nicole Kidman, Sophia Loren. Kaum ein Star, der nicht auf der Liste der Valentino-Fans steht. Julia Roberts holte ihren Oscar in einem schwarz-weißen Valentino-Kleid ab. Für Jacqueline Kennedy schneiderte der Italiener das Hochzeitskleid. Sie sei die Frau, die seinen Stil am besten reflektiere, sagte Valentino.

    1959 gründete er sein Atelier im Zentrum von Rom. Elizabeth Taylor, die für Dreharbeiten in Rom weilte, war eine der ersten Kundinnen des Couturiers, als der nach Lehrjahren in Paris zurück in die Heimat kam. Seitdem gehört der Mann mit der stets akkurat sitzenden Föhnfrisur und dem stets ein wenig zu gebräunten Gesicht zusammen mit Giorgio Armani und Versace zu den bekanntesten italienischen Modeschöpfern. «Rosso Valentino» das klingt schon nach Ballroben, nach Oper, nach Drama. Die Inspiration für das verwegene Rot bekam er in Spanien.

    Valentino jettet mit seinen Hunden um die Welt. «Ich weiß nicht», antwortete er auf die Frage, wann er das letzte Mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren sei. Seine Anwesen unter anderem in Paris, Rom und New York werden gerne in Luxusmagazinen vorgestellt.

    Als Modedesigner muss man schon einen herrschaftlichen Titel haben - «Modezar» wie Karl Lagerfeld oder eben «der letzte Kaiser», wie Valentino in Anlehnung an einen Film («Valentino: The Last Emperor») genannt wird. Dieser würdigte nicht nur sein Lebenswerk, sondern stellte auch die besondere Beziehung zu seinem Geschäfts- und zeitweiligen Lebenspartner Giancarlo Giammetti ins Zentrum.

    Der Laufsteg bedeute für ihn nur ein paar Bretter, so Valentino. Viel wichtiger sei, dass der Mensch seine Kreationen zum Leben erwecke. Nichts sei schlimmer, als eine Mode, die den Körper verunstalte, so das Motto.

    Nach rund 45 Jahren kam der Abschied aus dem Modegeschäft. Er wolle die Bühne verlassen, bevor der Niedergang komme, sagte er zu seinem Rückzug im Jahr 2008. Der Finanzinvestor Permira übernahm das Geschäft, neue Chefdesigner wurden eingesetzt. Mittlerweile gehört das Unternehmen zur Königsfamilie von Katar, und das Geschäft floriert.

    Valentino verschwand aber nie von der Bühne. 2016 entwarf er zusammen mit seinen Nachfolgern Maria Grazia Chiuri - die mittlerweile zu Dior gegangen ist - und Pierpaolo Piccioli für «La Traviata» an der Oper in Rom die Kostüme. Sofia Coppola führte Regie. Nur eineinhalb Stunden habe er für den Entwurf der vier Kostüme der Hauptfigur Violetta gebraucht, erzählte der begnadete Zeichner Valentino.

    Und - für die exzentrische Modeszene ungewöhnlich: Er hatte auch nur Gutes über seine Nachfolger zu berichten. «Ich finde es großartig, dass sie es geschafft haben, meinen Ideen diese Modernität zu geben.»

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  • 10. Mai 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 10. Mai 2017: Roland Kaiser

    Seine Auftritte in der ZDF-Hitparade in den 1970er Jahren sind legendär. Jetzt feiert Schlagersänger Roland Kaiser seinen 65. Geburtstag. Im nächsten Jahr will er sich in seiner Geburtsstadt einen Traum erfüllen.
    Roland Kaiser bei seinem Auftritt mit der Dresdner Philharmonie. Foto: Arno Burgi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Bundesverdienstkreuz vom Bundespräsidenten, Ehrenmedaille der Stadt Dresden und Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen - Schlagersänger Roland Kaiser («Santa Maria») machte in den vergangenen Jahren mit vielen Ehrungen Schlagzeilen.

    Seitdem er sich in Dresden öffentlich gegen Pegida-Demonstranten ausgesprochen hat, sehen ihn viele als Schlagersänger mit Rückgrat. Heute wird er 65 Jahre alt.

    «Mir ist es wichtig, der Gesellschaft im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas zurückzugeben, denn die Gesellschaft hat mich auf die Sonnenseite des Lebens gestellt», sagt Kaiser zu den Ehrungen. Und diese Auszeichnungen nehme er ja auch immer stellvertretend für die vielen anderen Menschen entgegen, die sich ehrenamtlich in den Projekten engagieren.

    Kaiser setzt sich seit vielen Jahren für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Zugleich engagiert er sich für die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Dieser Einsatz hat einen persönlichen Hintergrund. Wegen einer unheilbaren Lungenerkrankung musste er 2010 eine Bühnen-Pause einlegen. Nach einer Lungentransplantation kam er zurück.

    Wobei Kaiser strikt trennt. Politische Äußerungen gibt es von ihm nicht auf der Bühne. «Meine Aufgabe ist es, das Publikum als Entertainer zu begeistern. Das vermische ich nicht.»

    2015 hat er bei einer Kundgebung für Weltoffenheit und Toleranz vor der Dresdner Frauenkirche Kritik an den Pegida-Demonstranten geäußert. Angst vor einer negativen Reaktion der eigenen Fans hat der Sänger nicht. «Wenn ich Leute verliere, weil ich mich entsprechend geäußert habe, dann habe ich nicht die falschen Leute verloren», sagte Kaiser anschließend im Interview der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

    Der bekennende Sozialdemokrat mit dem bürgerlichen Namen Roland Keiler wurde am 10. Mai 1952 in Berlin geboren. Er wuchs im tiefroten Berliner Stadtteil Wedding auf. Seine Pflegemutter putzte in der damaligen SPD-Zentrale, seine leiblichen Eltern lernte er nie kennen.

    In einem Autohaus leitete der Berliner nach einer kaufmännischen Lehre die Werbeabteilung. Mit dem Titel «Sieben Fässer Wein» landete er 1977 seinen ersten Top-10-Hit. Aus dem Hobby Singen machte er dann den Beruf. Für Peter Maffay, Milva und andere Künstler schrieb er Texte. Heute sind es mehr als 500. Weit über 90 Millionen Tonträger verkaufte er in seiner Karriere. In Zeiten von Streamingdiensten und Musik-Downloads aber zählen heute andere Dinge in der Branche.

    Ein Duett mit Maite Kelly («Warum hast du nicht nein gesagt?») haben die Fans bei YouTube über 40 Millionen Mal angeklickt. «Das Internet und die sozialen Medien erleichtern mir natürlich auch die Arbeit. Über die sozialen Medien lassen sich schnell Neuigkeiten verbreiten, was auch der Vermarktung hilft», sagt Kaiser. Und über das Internet könne er sich mit anderen auf einfache Weise austauschen, «obwohl wir an verschiedenen Orten sitzen, Dinge ansehen oder anhören und zurückschicken, ohne erst lange - wie früher - Bänder hin- und herschicken zu müssen.» Das erleichtere die Arbeit.

    Die negativen Seiten, wie Hasskommentare bei Facebook, ignoriert Kaiser nach eigener Aussage. Die lese er schlicht nicht. Seine breite Fan-Basis baute sich Kaiser vor allem durch seine 67 Auftritte in der ZDF-Hitparade auf. Meist im Anzug und offenen Hemd sang der Meister der schwülen Erotik zur besten Vorabendzeit familientauglich über das Thema Frauen und sexuelle Fantasien. Dabei waren die Songtexte und Titel wie «Joana, geboren um Liebe zu geben / Verbotene Träume erleben» oder «Manchmal möchte ich schon mit Dir» elegant verpackt.

    Neben dem Schlagerleben war Kaiser aber immer noch in anderen Bereichen produktiv. Was nur wenige wissen: Er produzierte auch einige Fernsehsendungen, darunter das erfolgreiche Comedy-Format «RTL Samstag Nacht». Kultstatus hat auch sein Auftritt als Schlagerstar Roman König im Münster-«Tatort» (2013, «Summ, Summ, Summ»).

    Kurz vor seinem Geburtstag standen zur Eröffnung des neuen Kulturpalastes in Dresden Konzerte mit den Philharmonikern auf dem Programm. Hier gab Kaiser auch seine Premiere als Mozart-Interpret. Im Duett sang er mit der Sopranistin Simone Kermes die Arie «Reich mir die Hand, mein Leben» aus der Oper «Don Giovanni».

    Apropos Dresden: Der gebürtige Berliner sorgt mit seinen Sommerkonzerten am Elbufer im August regelmäßig für eine «Kaisermania», zu der alljährlich Fans nicht nur aus Deutschland anreisen. Er ist der Elbestadt seit dem ersten Besuch 1990 eng verbunden, spendete 2013 seine Gage für Flutopfer und -helfer und machte der Stadt mit seinem Titel «Affäre» eine Liebeserklärung.

    Kaiser, der in Münster, der Heimatstadt seiner Frau, lebt («unsere Kinder sind hier groß geworden») und im Urlaub auf Sylt abschaltet, will sich 2018 einen Wunsch erfüllen: Ein Konzert in der legendären Berliner Waldbühne. «Dann wird ein großer Traum von mir in Erfüllung gehen.»

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  • 09. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 9. Mai 2017: Hardy Krüger jr.

    Die Fußstapfen war groß, in die Hardy Krüger jr. getreten ist. Aber er hat es gepackt: Als Schauspieler ist er seinen ganz eigenen Weg gegangen.
    Hardy Krüger jr. wird 49. Foto: Georg Wendt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Vor vierzig Jahren startete Film-Legende Hardy Krüger (89) seine TV-Serie «Weltenbummler», die ihn rund um den Globus führte. Das Reise-Gen hat er ganz offensichtlich seinem Sohn vererbt.

    Auch Hardy Krüger Jr., der heute 49 Jahre alt wird, ist ein Weltreisender - und lässt seit einiger Zeit auch alle daran in seinem Blog teilhaben. Mehr noch: Mode, Kunst, Fotografie, Kochen und Reisen sind die weiteren Themen, mit denen er sich befasst. Sich selbst bezeichnet der gebürtige Schweizer, der seine Kindheit in Tansania verbracht hat, als Kosmopoliten.

    Mit dem «Traumschiff» war Hardy Krüger Jr. kürzlich wieder in Tansania, wo er nach eigenem Bekunden eine «Bilderbuchkindheit» erlebt hat. Auf «hardy-kruegerjr-blog.de» berichtete er auch über seinen Besuch in der «Hatari»-Lodge, wo sein Vater Hardy Krüger einst mit John Wayne drehte und anschließend mit der Familie lebte.

    Hardy Krüger jr. ist das Wagnis eingegangen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der mit Hollywood-Filmen wie «Hatari» (1962) oder «Der Flug des Phoenix» (1965) zum Weltstar wurde. Das Rüstzeug dazu holte er sich in Los Angeles und München, wo er Schauspiel studierte.

    Aber auch in der Gastroszene hätte er sein berufliches Glück finden können. Hardy Krüger jr. hat eine Ausbildung zum Koch und Barkeeper gemacht. «Ich habe lange in der Münchener Barszene gearbeitet. Gastronomie ist mein zweites Zuhause», sagte er in einem Interview mit dem «Merkur». Inzwischen designt der leidenschaftliche Motorradfahrer auch Lederjacken.

    Aber es wurde die Schauspielerei, auch wenn der Start als Hardy Krügers Sohn schwierig war: «Anfangs hat mir der Name sogar geschadet. Als ich die Agenturen abgeklappert habe, hieß es: 'Noch 'n Sohn brauchen wir hier nicht'», sagte er der «Berliner Zeitung».

    Er hat es dennoch gepackt: Erste Erfolge feierte Hardy Krüger jr. in Fernsehserien wie «Nicht von schlechten Eltern». Und als cooler Surfer mit stahlblauen Augen wurde er durch «Gegen den Wind» zum Mädchenschwarm.

    Er spielte außerdem in Kinofilmen wie «Asterix & Obelix gegen Cäsar» und «Stauffenberg - Aufstand des Gewissens» mit. Viele Jahre war er im «Forsthaus Falkenau» (seit 2006) zu sehen. «Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schön es ist, im Wald zu drehen. Das ist wie eine Meditation», sagte der Schauspieler.

    Inzwischen ist Hardy Krüger jr. auch als Theaterschauspieler erfolgreich. An den Hamburger Kammerspielen feierte gerade das Zwei-Personen-Stück «Die Jungs im Herbst» Premiere, in dem Krüger als gealterter Tom Sawyer seinen Jugendfreund Huck Finn (Stephan Benson) wiedertrifft. Für beide Schauspieler gab es am Sonntagabend viel Applaus.

    2011 erlebte Hardy Krüger jr. aber den dunkelsten Moment seines Lebens. Er verlor seinen 8 Monate alter Sohn Paul-Luca, der den plötzlichen Kindstod starb. «Ich habe in den letzten Jahren viele sehr tragische Momente erlebt», sagte der Schauspieler vor einiger Zeit er dpa. « Wenn man durch die Hölle geht, wird man achtsamer für die Geschenke des Lebens».

    Und so gibt er auch viel zurück: Der Schauspieler engagiert sich unter anderem für den Tierschutz und das Kinderhilfswerk Unicef. Und wenn Hardy Krüger jr. mal keine Lust mehr auf die Schauspielerei haben sollte, dann kann er auch als Fotograf bestehen. 2013 hatte er bereits eine erste eigene Ausstellung.

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  • 08. Mai 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 8. Mai 2017: Matti Geschonneck

    Selbst wenn es um Mord und Totschlag geht: Regisseur Matti Geschonneck interessiert sich vor allem dafür, wie es im Inneren seiner Figuren aussieht.
    Matti Geschonneck wird 65. Foto: Jörg Carstensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Selten hat jemand so liebevoll vom grauen Alltag in der DDR erzählt wie Matti Geschonneck in seiner Romanverfilmung «Boxhagener Platz». Der gebürtige Potsdamer ist einer der wichtigsten und profiliertesten deutschen Regisseure.

    Rund 50 Filme hat er inzwischen gedreht, die meisten fürs Fernsehen. Und gleich, ob es Thriller oder Beziehungsdramen sind - immer zeichnen sie sich durch eine einfühlsame Milieuschilderung und den behutsamen Umgang mit den Figuren aus.

    Heute feiert Matti Geschonneck 65. Geburtstag. Wie ein Geschenk vorab erhielt er bei der Premiere seines neuen Films «In Zeiten des abnehmenden Lichts» im Februar bei der Berlinale begeisterten Applaus. In der Romanverfilmung nach dem gleichnamigen Bestseller von Eugen Ruge spielt Bruno Ganz einen ranghohen SED-Funktionär, dessen Leben kurz vor dem Mauerfall 1989 aus den Fugen gerät. Kinostart ist am 1. Juni.

    «Das ist für mich ein sehr wichtiger Film, auch wegen meiner eigenen Familiengeschichte, meiner eigenen Herkunft», sagt Geschonneck in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Es gab eben Gründe, wie es zur Entstehung der DDR kam, und Gründe, warum sie zusammengebrochen ist. Das beschäftigt mich nach wie vor sehr.»

    Eine lebenslange Wunde hinterlässt vor allem die Geschichte mit dem Vater. Erwin Geschonneck (1906-2008) war wegen seiner kommunistischen Gesinnung sechs Jahre in Konzentrationslagern der Nazis, später einer der erfolgreichsten Filmstars der DDR. Er verlässt die Familie, als der Sohn gerade vier ist. «Das war natürlich eine Seelenlast, nicht beim Vater aufzuwachsen, aber trotzdem immer mit diesem berühmten Namen konfrontiert zu sein», sagt der Sohn.

    Matti, benannt nach der Hauptrolle seines Vaters in Bertolt Brechts Stück «Herr Puntila und sein Knecht Matti», tritt unwillkürlich in die so weit entfernten Fußstapfen. Schon als Erstklässler sitzt er ganze Nachmittage im Kino, träumt von Filmen und studiert schließlich am renommierten Eisenstein-Institut in Moskau Filmschnitt und Dramaturgie.

    Doch dann kommt alles anders. Als er sich 1978 bei der Ausbürgerung seines Freundes Wolf Biermann weigert, sich von diesem zu distanzieren, bleibt auch ihm bald nichts anderes als der Weg in den Westen. Obwohl er dort mit seiner großen Liebe Eva-Maria Hagen, der einstigen Lebensgefährtin Biermanns zusammenkommt, wird der Start mehr als schwierig. «Das war ein harter Schnitt. Ich hatte ja niemals vor, die DDR zu verlassen.»

    Lange Jahre muss er im anderen Deutschland als Regieassistent arbeiten, ehe er mit fast 40 seinen ersten eigenen Film machen kann. Auf Anhieb sorgen seine «Tatorte» und ungewöhnlichen Thriller für Aufsehen, die sich weniger für Blut als für das Seelenleben von Triebtätern, Frauenschändern und Opfern interessieren. Beispiele sind etwa «Der Mörder und sein Kind» (1994) oder «Angst hat eine kalte Hand» (1996), später der Justizthriller «Das Ende einer Nacht» (2012).

    Vielfach preisgekrönt werden auch seine prominent besetzten Psycho- und Gesellschaftsdramen wie «Die Nachrichten» (2005), «Silberhochzeit» (2006), «Liebesjahre» (2011) und «Ein großer Aufbruch» (2015). «Kaum einer schaut so genau hin wie Geschonneck», urteilte die «Stuttgarter Zeitung» einmal. «Er dehnt die Momente, um das Innenleben seiner Darsteller nach außen zu stülpen, mit all ihren Brüchen.»

    Als besonderes Glück empfindet es der Filmemacher bis heute, dass er nach dem Fall der Mauer seinen Vater noch richtig kennenlernte. In «Matulla und Busch» (1995) stand der legendäre DDR-Schauspieler für seinen Sohn sogar noch einmal vor der Kamera - sein Abschiedsfilm. «Wir waren die letzten 15 Jahre seines Lebens sehr verbunden - das war für mich ein großes Geschenk», sagt Geschonneck.

    Seit 18 Jahren ist er inzwischen mit seiner Frau, der Schauspielerin und Regisseurin Ina Weisse (48), zusammen, die immer wieder auch in seinen Filmen mitspielt. Das Paar lebt in Berlin-Mitte.

    Selbst am Geburtstag will Geschonneck arbeiten. Er dreht derzeit mit Anke Engelke für das ZDF in Köln. Für das kommende Jahr bereitet er ebenfalls fürs Zweite die Verfilmung von Juli Zehs Gesellschaftsroman «Unterleuten» vor.

    Zurückschalten ist für ihn trotz «Rentenalter» kein Thema. «Die Frage stellt sich für mich nicht», sagt er. «Man kann einen Film nur mit voller Konzentration und ganzer Kraft machen. Und so lange das geht, werde ich es tun.»

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  • 07. Mai 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 7. Mai: Gerhard Polt

    Er blickt auf die menschlichen Abgründe und macht damit Kabarett. Seit Jahrzehnten gehört Gerhard Polt zu den gefragtesten Kabarettisten im deutschsprachigen Raum. Zum 75. Geburtstag beschenkt er sich mit einem Konversationslexikon - Schmähpotenzial inbegriffen.
    Gerhard Polt 2010 bei der Vorstellung des offiziellen Wiesn-Bierkrugs in München. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Gerhard Polt 2010 bei der Vorstellung des offiziellen Wiesn-Bierkrugs in München. Foto: Peter Kneffel
     
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    Ganz klein kommt er daher, der Große Polt. Zwar wird der Kabarettist, Filmemacher und Autor zu seinem 75. Geburtstag mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises ausgezeichnet. Doch das schönste Geburtstagsgeschenk hat er sich und seinen Anhängern selbst gemacht: ein Konversationslexikon im Westentaschenformat.

    Von A wie Abstimmungsgesäße für «hoch dotierte Parlamentarier» bis Z wie Zwetschgenmanderl für «kleiner, mickriger Kerl» schreibt Polt darin gegen die «Begriffsvermummung» unserer Zeit an, wie er es im Vorwort nennt. Und er will den Leser dazu ermuntern, es ihm nachzumachen und «ins Fettnäpfchen zu treten sowie sein eigenes Schmähpotenzial zu erweitern». Heute wird Gerhard Polt 75.

    Interviews mag er nicht. Lieber steht er abends auf der Bühne, oft zusammen mit den drei Well-Brüdern Michael, Karli und Christoph («Stofferl») von der Musiker-Großfamilie, die in verschiedenen Besetzungen seit Jahrzehnten für Furore sorgt. Bei Auftritten wie vor wenigen Tagen in der Bayerischen Vertretung in Brüssel begeistern Polt und Co. das Publikum.

    «Mutterhaus» des kongenialen Kabarett- und Musikquartetts sind die Münchner Kammerspiele. Dort knöpfen sich die spaßverliebten Künstler in der Revue «Ekzem Homo» über Nachbarschaftsprobleme schon in der dritten Spielzeit das deutsche Spießbürgertum vor. «Der größte Feind des Menschen ist der Mensch», sagt Polt und kommt zu der Erkenntnis: «Es ist erstaunlich, zu welcher Hochform der Mensch auflaufen kann, wenn es um die Missgunst gegenüber seinem Nachbarn geht.»

    Der vielseitig Beschäftigte wuchs - evangelisch getauft - im streng katholischen Altötting und in München auf. Nach dem Abitur studierte er in der bayerischen Landeshauptstadt Politische Wissenschaften, Geschichte und Kunstgeschichte sowie von 1962 an in Göteborg nordische Sprachen. Er lebte vier Jahre in Schweden. Nach seiner Rückkehr nach München arbeitete Polt als Übersetzer, Lehrer und Dolmetscher. Seit 1971 verheiratet und Vater eines längst erwachsenen Sohnes lebt Polt die meiste Zeit am oberbayerischen Schliersee.

    1976 trat er in München zum ersten Mal mit einem kabarettistischen Programm auf, anschließend erhielt er ein Engagement in Berlin. 1979 startete der ARD-Erfolgszwölfteiler «Fast wia im richtigen Leben». Es folgten Auftritte in Dieter Hildebrandts Fernseh-«Scheibenwischer». Eine bitterböse Satire zum Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals trieb dem damaligen CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß seinerzeit die Zornesröte ins Gesicht.

    Polts erster Spielfilm «Kehraus» wurde ebenso ein Erfolg wie regelmäßige Kabarettprogramme an den Münchner Kammerspielen oder am Staatsschauspiel. 1988 kam sein Film «Man spricht deutsh» in die Kinos, in dem er zusammen mit Gisela Schneeberger das deutsche Urlaubsspießertum aufs Korn nimmt. Sein vorerst letzter Film «Und Äktschn!» aus dem Jahr 2013 handelt von einem Provinz-Amateurfilmer, der mit einem Streifen über das Privatleben Adolf Hitlers nach Überwindung von allerlei Hindernissen einen von der örtlichen Bankfiliale ausgelobten Kulturpreis gewinnt.

    Zum Jahreswechsel wird Polt im Münchner Nationaltheater gastieren. Er spielt dann in der Johann Strauß-Operette «Die Fledermaus» den betrunkenen Gefängniswärter Frosch, eine hochkomödiantische Sprechrolle. Die Partie animierte schon Darsteller wie den unvergessenen, 2009 gestorbenen Jörg Hube zu süffisanten Stegreif-Bemerkungen über aktuelle politische Fragen. Polt dürfte sein Publikum nicht enttäuschen, auch wenn er sagt, noch keine Vorstellung darüber zu haben, wie er die Rolle angeht.

    Auszeichnungen hat der Welterklärer in seinem langen Künstlerleben genügend eingesammelt. 2001 erhielt er den Jean-Paul-Preis, Bayerns begehrteste Literaturauszeichnung. Jetzt kommt der Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises dazu. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), dessen Partei Polt weiß Gott nie geschont hat, würdigt den Kabarettisten als «herausragenden Künstler, genauen Beobachter und profunden Kenner der bayerischen Mentalität». Seine Kunst liege «in der Zuspitzung des Alltäglichen».

    Polt hat kein Problem damit, eine von der Bayerischen Staatsregierung verliehene Auszeichnung aus der Hand Seehofers entgegenzunehmen. «Es ist ja kein Orden», sagte Polt der Deutschen Presse-Agentur. «Einen Orden tät ich nicht annehmen.» Die Auszeichnung mit dem Bayerischen Fernsehpreis sei hingegen für ihn «vollkommen in Ordnung». Auch das BR-Fernsehen, ARD-alpha und der BR-Hörfunk ehren Polt an diesem Wochenende mit einer Reihe von Sendungen.

    Zukunftspläne hat Polt nicht. «Ich habe noch nicht einmal geplant, was ich morgen frühstücke», frotzelt der gerade schwer erkältete Kabarettist auf unnachahmliche Weise. «Ich weiß nicht, ob ich ein Marmeladenbrot oder eine Weißwurscht esse.» Und wie feiert er am Sonntag seinen 75. Geburtstag? «Wenn die Bronchitis rechtzeitig vergeht, werd' ich schon eine Halbe trinken», meint Polt und fügt achselzuckend hinzu: «Vielleicht trink' ich zum Frühstück aber auch nur einen Kaffee.»

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  • 06. Mai 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 6. Mai 2017: Christian Clavier

    Christian Clavier bringt gewöhnlich Millionen von Menschen zum Lachen. Sein neuer Film kommt zum 65. Geburtstag des Komikers in die Kinos. Diesmal gibt es allerdings bereits viel Kritik.
    Erfolgskomiker Christian Clavier bringt die Menschen gerne zum Lachen. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Erfolgskomiker Christian Clavier bringt die Menschen gerne zum Lachen. Foto: Jens Kalaene
     
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    Mehr als 14 Millionen Zuschauer für «Asterix Mission Kleopatra» allein in Frankreich, über 13 Millionen für «Die Besucher» und mehr als 11 Millionen für «Monsieur Claude und seine Töchter». Christian Clavier ist ein Kinostar.

    Doch sein neuer Film «A bras ouverts», (etwa: Mit offenen Armen) handelt ihm und dem Regisseur Philippe de Chauveron bislang nur Ärger ein. Kritiker halten den Film für rassistisch.

    Clavier, der heute 65 Jahre alt wird, hätte seinen Geburtstag sicherlich gerne vor einem erfreulicheren Hintergrund gefeiert. «A bras ouverts» kommt in Frankreich genau einen Tag vor seinem Geburtstag in die Kinos. Er erzählt die Geschichte eines linken Intellektuellen, der in einer Fernsehsendung die Reichen dazu aufruft, Notleidende bei sich aufzunehmen. Eines Abends steht eine Roma-Familie vor der Tür seiner prächtigen Villa. Er nimmt sie auf, doch sein Humanismus schwindet von Tag zu Tag.

    «Rassismus in hohen Dosen» schrieb «Le Monde» nach der Pressevorstellung. Von einer demütigenden und traumatisierenden Darstellung der Roma sprach die Vereinigung «Die Stimme der Roma». Clavier versteht den Ärger um den Film nicht. In einer Fernsehsendung kritisierte er die heutige Zeit, in der man nicht mehr über alles lachen darf. Unsere Gesellschaft sei in Sachen Humor weniger tolerant geworden, meinte er.  

    In 30 Jahren spielte der gebürtige Pariser in über 60 Filmen mit, vor allem in Komödien. Erstmals stand er als 15-Jähriger in einem Theaterstück von Michel Blanc auf der Bühne. Als die Zuschauer lachten, fand er das Echo und die Anerkennung zunächst etwas merkwürdig, aber auch angenehm. In einem Interview sagte er über diesen Auftritt: «Ich merkte, dass ich die Leute zum Lachen bringen konnte. Das fühlte sich gut an.»

    Zusammen mit Michel Blanc und Thierry Lhermitte gründete er die legendäre Comedygruppe Le Splendid. Die Theatergruppe, zu der unter anderen Gerard Jugnot («Die Kinder des Monsieur Mathieu») gehörte, feierte auch große Kinoerfolge, vor allem mit den «Les Bronzés»-Komödien, die der Regisseurs Patrice Leconte auf die Leinwand brachte. Sie wurden in Deutschland unter den Titeln «Die Strandflitzer» und «Sonne, Sex und Schneegestöber» bekannt. Seinen internationalen Durchbruch schaffte er mit «Die Besucher», eine Zeitreisekomödie, in der er an der Seite von Jean Reno spielt.

    Zweimal spielte er in den Verfilmungen von «Asterix» den kleinen Gallier mit Flügelhelm. Ihm selber hat die Komödie weniger Spaß gemacht. In Verfilmungen von Comics fühle man sich nie sehr wohl, wie er in einem Interview meinte. Sie seien meist so dünn wie das Papier ihrer Vorlage. Außerdem sei Asterix keine sehr lustige Figur. Gelohnt hat sich der Film für ihn aber dennoch. Das Publikum war von Clavier begeistert. Und für ihn war es die Gelegenheit, an der Seite von Frankreichs Urgestein Gérard Depardieu zu spielen.

    «Vater werden ist doch schwer», «Willkommen bei den Korsen», «Nur eine Stunde Ruhe»: Die Liste der Komödien ist lang. Aber nicht nur im Film spielt Clavier gern die Ulknudel. Auch privat bringe er seine Mitmenschen zum Lachen, wie er sagte. Ansonsten hüllt er sich über sein Privatleben eher in Schweigen. Er ist der Sohn eines Chirurgen, brach sein Studium der Politikwissenschaft ab, um sich dem Theater zu widmen, und lebt seit mehr als vier Jahren in London.

    Nicht aus Steuergründen, wie er dem französischen Radiosender Europe 1 sagte, sondern weil er genervt gewesen sei, weil man ihn in Frankreich wegen seiner Freundschaft zum damaligen rechtsbürgerlichen Präsidenten Nicolas Sarkozy angegriffen habe. Er habe nie etwas gegen Frankreich und die Franzosen gehabt, aber es habe eine Medienreaktion auf seine Freundschaft zu Sarkozy gegeben, die ziemlich verletzend gewesen sei. 

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  • 05. Mai 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 5. Mai 2017: Adele

    Kräftige Stimme, eingängige Songs, mehr Moll als Dur: Die britische Sängerin und Songwriterin ist längst ein Weltstar. Heute wird sie 29.
    Adele bei der Grammy-Verleihung 2017 mit ihren fünf Awards. Foto: Chris Pizzello/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Adele bei der Grammy-Verleihung 2017 mit ihren fünf Awards. Foto: Chris Pizzello/Invision
     
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    Sie war die große Gewinnerin der Grammy-Awards im Februar in Los Angeles. Gleich fünf der wichtigsten Musikpreise nahm sie am Ende mit nach Hause. So wurde Adele für die Single «Hello» in den beiden Hauptkategorien «Aufnahme des Jahres» und «Song des Jahres» ausgezeichnet.

    Ihr Album «25», bereits Ende 2015 erschienen, wurde zudem zum besten des Jahres gekürt. In ihrer Dankesrede würdigte Adele dann unter Tränen ihre Konkurrentin, die amerikanische R&B-Sängerin Beyoncé. «Die Künstlerin meines Lebens ist Beyoncé», sagte sie. «Das "Lemonade"-Album ist so monumental.»

    Schon vor der Show waren Adele zwei weitere Preise für die beste Pop-Solo-Performance und das beste Pop-Vocal-Album zuerkannt worden.

    Wohin mit all den glänzenden Trophäen in Form eines kleinen Grammophons? Im Laufe ihrer Karriere kommt Adele inzwischen auf nicht weniger als 15 Grammys - und jede Menge weitere Auszeichnungen.

    Wie auch schon im Vorjahr hatte Adele, die heute 29 wird, bei ihrem Live-Auftritt bei der Grammy-Gala wieder mit Tonproblemen zu kämpfen. Nach etwa einer Minute war sie mit ihrem Auftritt zum Gedenken an den im Dezember 2016 gestorbenen Landsmann George Michael unzufrieden. Sie stoppte ihre Interpretation seines von Streichern begleiteten Song «Fastlove» und sagte: «Ich kann das nicht versauen, seinetwegen.» Dann setzte sie neu an. Am Ende standen ihr Tränen in den Augen, die Zuschauer im Staples Center von Los Angeles applaudierten im Stehen.

    Gleich mit ihrem ersten Album «19» hatte es Adele ganz nach oben geschafft. Mit großer Stimme und so glaubwürdigen wie emotionalen Texten eroberte sie 2008 international Herzen und Hitlisten. «19» entwickelte sich zu einem Millionenseller.

    Die britische Presse geizte damals nicht mit Superlativen: «Die Stimme des Jahres» befand das «Q Magazine». «Momentan die heißeste Platte der Welt», urteilte Radio 1. Die BBC kürte die damals 19-jährige Londonerin kurzerhand zum Newcomer des Jahres. Bei den Brit Awards wurde indes sogar eigens eine neue Kategorie eingeführt, um die junge Sängerin auszuzeichnen, der Kritikerpreis.

    Mit ihrem Debütalbum «19» hat Adele das Attribut «sweet» - das Reizende und Freundliche - zurück in den Soul gebracht. Aufreizend und verwegen, wild und ungestüm zu sein, das überlässt die Künstlerin anderen. Mit ihrem zwischen Pop und Soul angesiedelten Album «21» gelang ihr dann endgültig der weltweite Durchbruch. Damit landete sie unter anderem im Vereinigten Königreich, in den USA und auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der Eins der Charts.

    Nachdem Adele für den Bond-Titelsong «Skyfall» (2012) auch noch einen Oscar gewonnen hatte, kündete sie eine Kreativpause an, um sich mehr ihrer Familie widmen zu können. Im Oktober 2012 war die Sängerin Mutter eines Sohnes geworden. Mit «25» kehrte sie schließlich Ende 2015 fulminant zurück.

    Ihre Musikalität hat sie nach eigenem Bekunden nicht von zu Hause mitbekommen - ihre Eltern seien komplett unmusikalisch. Ihre Mutter war noch ein Teenager, als Adele am 5. Mai 1988 im Londoner Stadtteil Tottenham zur Welt kam. Zeitweise erzog die junge Mutter ihre Tochter allein.

    Als Kind sang Adele Spice-Girls-Hits nach und trat vor Freunden auf. Mit etwa 14 Jahren hielt sie auf Einladung eines Familienfreundes zum ersten Mal ein Mikro in der Hand und nahm einen Blondie-Coversong auf. Später ging sie dann auf die «London School for Performing Arts and Technology» in Croydon - die Schule, in der auch Amy Winehouse, Leona Lewis, Katie Melua, Jesse J und viele andere Talente lernten und gleichzeitig ihre Stimmen ausbauten.

    Was ihr Privatleben angeht ist Adle - wie viele Stars - ausgesprochen zurückhaltend. In ihrer Grammy-Rede dankte sie aber «meinem Manager, meinem Ehemann, meinen Sohn - Ihr seid diejenigen, warum ich das alles tue.» Zuvor waren wochenlang Gerüchte im Umlauf gewesen, die Sängerin habe ihren Langzeitfreund Simon Konecki heimlich geheiratet. Das ist nun bestätigt.

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  • 04. Mai 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 4. Mai 2017: Ron Carter

    In gedämpften, abgedunkelten Kneipen tauchen Bassisten schon mal im Hintergrund ab. Doch in die zweite Reihe gehörte Ron Carter nie. Der Afroamerikaner, der erst für klassische Musik und das Cellospiel brannte, zupfte sich bald zum Jazz-Meister der vier dicken Saiten.
    Ron Carter wird 80. Foto: Paul Bergen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ron Carter wird 80. Foto: Paul Bergen
     
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    Tiefschwarz, voll und doch federleicht wandern die Bassklänge über die Tonleiter. Während die E-Gitarre mit verträumten Akkorden fast abzudriften scheint und der Pianist an der Klaviatur wilde Improvisationen in den Raum schickt, strahlt der Kontrabass Gelassenheit aus, selbst bei schnelleren Läufen.

    Bei Ron Carter, berühmt vor allem als Bassist im zweiten Quintett von Star-Trompeter Miles Davis, scheint das sperrige, bauchige Instrument seine ganze Coolness zu entfalten. Heute wird Carter 80 Jahre alt.

    Ein «Anker» sei dieser hagere, 1,93 Meter große und stets höfliche Afroamerikaner, bemerkte Davis einmal, nachdem dessen berühmte Jazz-Kombo sich 1964 zusammengefunden hatte. Kein Kontrabassist hat mehr Aufnahmen angehäuft als der nahe Detroit (Michigan) geborene Carter, der es dem Guinness-Buch der Rekorde zufolge bis September 2015 auf über 2200 individuelle Aufnahmen brachte. Quer durch die Genres hat er seine Finger auch für Künstler wie Aretha Franklin, B.B. King, Billy Idol und Erykah Badu und Gruppen wie Jefferson Airplane und A Tribe Called Quest über die Saiten laufen lassen.

    Die «Anker»-Metapher passt Carter allerdings gar nicht. «Haben Sie schon mal einen Anker gesehen? Er liegt unten auf dem Grund, rostig. Keiner weiß, dass er da ist, es kümmert niemanden einen Dreck, dass er da ist und das Boot zurückhält. Anker der Band? Das heißt, die Band bewegt sich nirgendwohin», sagte Carter dem Online-Magazin «The Trove». «Mein Job ist, Dich aus den Socken zu hauen.» Carter versteht die Aufgabe des Bassisten im Jazz in Anlehnung an Footballspieler als Quarterback, «und er muss einen Sound finden, für den er bereit ist, verantwortlich zu sein».

    Carter dachte lange, dass dieser Sound für ihn aus einem Cello kommen würde. Als fünftes von acht Kindern griff der junge Ron danach, als seine Mutter herausgefunden hatte, dass die örtliche Grundschule einige Instrumente erhalten hatte. Ron hörte Bach-Suiten und hatte in der neunten Klasse den Platz als erster Cellist im Schulorchester sicher, spielte aber auch Klarinette, Saxofon, Posaune, Tuba und Geige. Erst als ein Mitschüler den Platz des Bassisten räumte, sah der Klassik-Freund eine Chance, mit dem neuen Instrument auch in die Welt des Jazz vorzustoßen und damit etwas Geld zu verdienen.

    «Ich hatte mein ganzes Leben lang Klassik geübt, also verstand ich Tonleitern», erinnert er sich in seiner Biografie «Finding the Right Notes». Doch Bach-Choräle werden viel langsamer gespielt als Jazz-Standards, und der Teenager musste sich schnellere Tempi erst aneignen. «Ich konnte nicht schnell genug denken, um die richtigen, passenden Noten zu spielen.» Das Stipendium einer Musikschule in Rochester (New York) brachte ihn voran, und bald spielte er vor großen Namen wie Horace Silver, Dizzy Gillespie und Oscar Peterson.

    Wie viele schwarze Künstler lernte auch Carter, dass selbst noch so begabte Afroamerikaner in einer offen rassistischen Gesellschaft kaum aufsteigen konnten. In Houston erklärte ihm ein Dirigent, dass der Vorstand noch nicht bereit sei für «einen Farbigen im Orchester», sagte Carter «The Trove». Erst die Weltstadt New York schien ab seinem Umzug im Jahr 1959 einen Platz für ihn zu haben. Im Master an der Manhattan School of Music perfektionierte er sein Können, während er nachts Gigs spielte. «Es war eine gute Zeit für mich, den Mund geschlossen und meine Ohren offen zu halten», erinnert sich Carter.

    Zusammen mit Trompeter Miles Davis, Pianist Herbie Hancock, Schlagzeuger Tony Williams und Wayne Shorter am Saxofon war 1964 das berühmte Quintett geboren, das Enthusiasten immer noch feiern. Er spielte aber auch Werbe-Basslines ein, gewann einen Grammy für seine Komposition zum Film «Um Mitternacht» (1986) und blieb seinen Musikschülern in verschiedenen Lehraufträgen trotz Auftritten treu.

    In New York kann man Carter bis heute erleben, etwa im «Blue Note». Der 1,93 Meter-Bassist sei viel mehr als nur ein «Zeitnehmer, Rhythmus-Mann, Kumpel des Scheinwerferlicht-Künstlers», heißt es auf seiner Website. Er sei ein «Architekt höchster Ordnung, ein Komponist aus dem Stegreif selbst dann, wenn er keine Solos spielt».

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5929109
Promi-Geburtstag vom 28. Mai 2017: Carey Mulligan
Sie hat schon etliche Filmpreise gewonnen. Seit die britische Schauspielerin 2010 für ihr Mitwirken im Coming-of-Age-Drama «An Education» für einen Oscar in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» nominiert war, ist sie eine große Nummer in Hollywood. Heute wird sie 32 Jahre alt.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/5929109,1,Leute--Promi-Geburtstag-vom-28.-Mai-2017%3A-Carey-Mulligan,content.html
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