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  • 27. Oktober 2014 10:16

    Die Promi-Geburtstage vom 29. Oktober 2014: Dieter Nuhr

    Ich höre gerne Leute lachen, ich glaube das ist ein großes Privileg an meinem Job», sagte Dieter Nuhr, der seit über 20 Jahren zu den bekanntesten Kabarett- und Comedy-Köpfen Deutschlands gehört. Heute feiert er seinen 54. Geburtstag.
    Der Kabarettist Dieter Nuhr wird 54.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Uwe Zucchi
    Der Kabarettist Dieter Nuhr wird 54.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Uwe Zucchi
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    Als «Philosoph unter den Comedians» oder «George Clooney des deutschen Kabaretts» wird er gerne betitelt, aber kategorisieren lassen will er sich nicht: «Mein Programm ist kabarettistisch, weil es sich mit den Fragen der Welt ernsthaft beschäftigt. Und es ist Comedy, weil's lustig ist.» Die Themen kommen aus Zeitung, Büchern und Internet, springen ihn auch manchmal einfach an. Spott auf Kosten Unbeteiligter oder Beleidigungen - oft Erfolgsrezept für Comedians - bringt Nuhr nicht auf die Bühne.

    Dieter Herbert Nuhr ist ausgebildeter Lehrer. Vor der Bühne kamen Hörsäle und Klassenzimmer. Das bereut er nicht. «Im Gegenteil, das war ein großartiger Teil meiner Ausbildung. Man studiert auf Lehramt und am Ende ist man Komiker - der klassische Weg eines Lehrers.» Sein Privileg ist «freiwilliges Publikum», sagt er. «Es hat mir nicht geschadet, beim Studium das wissenschaftliche Arbeiten gelernt zu haben, es war auch gut, dass ich nicht schon mit 19 auf der Bühne gestanden habe.» Er konnte ausprobieren, sich in Ruhe entwickeln. «Heute will man schnell ins Fernsehen, reich, berühmt werden und möglichst viele Frauen umlegen. Für den Werdegang ist das nicht besonders von Vorteil.»

    1987 wurde Nuhr Kabarettist in einem Ensemble, erste Soloauftritte folgten 1992. Sein erstes Soloprogramm führte er 1994 unter dem Titel «Nuhr am Nörgeln» auf Kleinkunstbühnen auf. Einen ersten großen Erfolg hatte er mit seinem Programm «Nuhr weiter so», das 1998 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte «Kabarett» ausgezeichnet wurde.

    Bekannter wurde Nuhr vor allem durch TV-Auftritte unter anderem beim früheren «Scheibenwischer», in der «Harald Schmidt Show», dem «Quatsch Comedy Club» oder als Rateteammitglied bei «Genial daneben». Im ZDF kommentierte er verschiedene Sportgroßereignisse.

    Vieles ist möglich in der Kabarett- und Comedy-Welt, in der es für Nuhr aber ganz natürliche Grenzen gibt: «Das Leben ist kurz und endet mit dem Tod. Da sollte man wenigstens was zu lachen haben. Worüber man lacht, ist eigentlich egal. Leider bin ich geistig nicht in der Lage mitzulachen, wenn die Witze zu billig werden. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Schwiegermütter, Blondinen und Geschlechtsorgane sind nicht per se witzig. Das hat sich leider nicht überall rumgesprochen. Ich finde: Wenn man das auslacht, was einem am unerträglichsten erscheint - Tod, Fundamentalisten, Fernsehprogramm - kann Lachen auch eine therapeutische Wirkung haben, das heißt, man bleibt lebensfähig. Das ist gut, daran arbeite ich...», meint der Jubilar.

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    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    FOSTER, Ben amerikanischer Schauspieler 34 29.10.1980 Boston USA
    RYDER, Winona amerikanische Schauspielerin 43 29.10.1971 Winona USA
    PLEWKA, Jan deutscher Sänger 44 29.10.1970 Ahrensburg Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 26. Oktober 2014 17:02

    Die Promi-Geburtstage vom 01. November 2014: Rainer Hunold

    Rainer Hunold gehört im deutschen Fernsehen praktisch schon zum Inventar. 90 Folgen lang verkörperte der schwergewichtige Berliner den Anwalt Dr. Franck in den ZDF-Krimis «Ein Fall für zwei», später gab er fürs Erste den leutseligen Hausarzt Dr. Sommerfeld in der Serie «Neues vom Bülowbogen».
    Rainer Hunold wird 65.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Andreas Gebert
    Rainer Hunold wird 65.
     
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    Inzwischen spielt er seit zehn Jahren den Ankläger Bernd Reuther in der ZDF-Krimiserie «Der Staatsanwalt».

    Am Samstag (1. November) wird Hunold 65 Jahre alt - und hat wegen neuer Aufnahmen für seine Paraderolle noch nicht einmal Zeit für ein Interview. «Er dreht momentan jeden Tag und möchte unbedingt in dieser Konzentration bleiben», teilte sein Management mit.

    Dass ihm die Rolle des knurrigen Staatsanwalts aus Wiesbaden geradezu auf den Leib geschrieben ist, hat der gebürtige Braunschweiger aber schon früher verraten. «Ich bin nicht bloß seriös und ernst. Meine Figuren dürfen ruhig Ecken und Kanten haben», sagte er der Zeitung «Die Welt» vor der zweiten Staffel.

    Das hatten sie oft genug. So glänzte Hunold bald nach Abschluss der Schauspielschule in Berlin als abgemusterter Matrose Kalli Flau in der ZDF-Fallada-Verfilmung «Ein Mann will nach oben» (1978). Für seine Hauptrolle in «Kollege Otto», einer halbdokumentarischen Geschichte über den Coop-Skandal, erhielt er 1992 den Grimme-Preis in Gold. Daneben hatte er zahlreiche Auftritte in Serien wie «Tatort», «Der Alte» und «Derrick».

    Obwohl Hunold mit seiner pfundigen Figur («Unter 100 Kilo sehe ich krank aus») nicht gerade dem klassischen Schönheitsideal entspricht, kommt er besonders bei Frauen gut an. Nach Auskunft der seriösen Internet-Filmdatenbank IMDb wählten ihn italienische Frauen in den 90er Jahren noch vor George Clooney zum «schönsten Schauspieler im Fernsehen». 2003 musste er sich sogar gerichtlich gegen eine Verehrerin wehren - sie war als Stalkerin in seine Villa eingebrochen.

    Trotz seiner Liebe zur Schauspielerei ist Hunold nie eingleisig geworden. Er arbeitet auch als Drehbuchautor. 2009 trat er zudem erstmals mit einer Einzelausstellung als Bildhauer an die Öffentlichkeit - ein Fach, das er einst sogar für einige Semester studiert hatte. Regelmäßig lässt er als Ehrenbotschafter der SOS-Kinderdörfer seine Kunstwerke auch bei Benefizauktionen versteigern.

    Daneben engagiert sich der Schauspieler im Verein «Gesicht zeigen» für ein weltoffenes, tolerantes Deutschland - nicht zuletzt wegen seiner Familie: Hunold ist seit 1989 verheiratet und hat mit seiner Frau Petra zwei inzwischen erwachsene Adoptivkinder aus Marokko. Auf der Vereinsseite schreibt er: «Ich zeige Gesicht, weil ich nicht eines Tages von meinen Kindern gefragt werden möchte: Warum hast du nichts getan, Papa?»

    Name Beruf Alter Geburtstag Geburtsort Land
    COLLETTE, Toni australische Schauspielerin 42 01.11.1972 Sydney Australien
    BECKER, Barbara deutsche Schauspielerin 48 01.11.1966 München Deutschland
    RIEMANN, Katja deutsche Schauspielerin 51 01.11.1963 Kirchweyhe Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 24. Oktober 2014 11:30

    Die Promi-Geburtstage vom 30. Oktober 2014: Matthew Morrison

    Mit einer musikgetriebenen Comedy-Serie ist er im Handumdrehen immer bekannter geworden: Matthew Morrison spielt in «Glee» den jungen Highschool-Lehrer und Chorleiter Will Schuester. Heute wird er 36.
    Kurz vor seinem 36. Geburtatag heute hat Matthew Morrison geheiratet.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jason Szenes
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    Morrison bezeichnet sich auf seiner Homepage als Sänger und Tänzer, von seiner schauspielerischen Tätigkeit spricht er nicht, dafür ausführlicher über sein Album «Where It All Began» (2013), auf dem er ausgesuchte Musical-Klassiker und Jazzstandards interpretiert.

    Aus Kalifornien stammend und früh vom Theater fasziniert, hatte er in New York an der Tisch-Hochschule Gesang und Tanz studiert. Das Jahr 1999 brachte ihm dann sein erstes professionelles Broadway-Engagement: Das Publikum erlebte ihn zunächst in der Bühnenproduktion des Erfolgsfilms «Footloose», dann in der «Rocky Horror Picture Show» und danach - sein Durchbruch - in «Hairspray».

    Tatsächlich hatte sich Morrison schon vor dem Start von «Glee» (2009) einen Namen gemacht - aber eben als Musicalstar. Nebenher bekam er immer wieder Gastrollen in Fernsehserien wie «Sex and the City», «CSI Miami» oder «Ghost Whisperer». Auch Hollywood wurde aufmerksam. 2012 wurde er wenigstens neben Jennifer Lopez und Cameron Dias in der Liebeskomödie «Was passiert, wenn's passiert ist» besetzt, in der fünf Paare Babys erwarten.

    Im wirklichen Leben ist Morrison noch kein Vater, soweit bekannt auch kein werdender. Seit knapp zwei Wochen ist er aber ein verheirateter Mann. Er gab am 18. Oktober auf Hawaii seiner Verlobten, der Schauspielerin Renee Puente, wie das US-Promi-Magazin «People» berichtete. Für beide ist es die erste Ehe, Morrison war zuvor jedoch für einige Monate mit der Schauspielerin und Autorin Chrishell Stause verlobt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LONG, Nia Schauspielerin 44 30.10.1970 New York USA
    ROSSDALE, Gavin Musiker und Schauspieler 49 30.10.1965 London Großbritannien
    SLICK, Grace Rocksängerin und Songwriterin 75 30.10.1939 Chicago USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 24. Oktober 2014 11:07

    Die Promi-Geburtstage vom 31. Oktober 2014: Bud Spencer

    Was zuletzt von ihm zu hören war, klang besorgniserregend: Bud Spencer kann nicht für seine geplante Buchtour nach Deutschland kommen, er liegt im Krankenhaus.
    Er hat mehr zu bieten als Klamauk und Kinnhaken. Jetzt wird Bud Spencer 85.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jan-Philipp Strobel
    Er hat mehr zu bieten als Klamauk und Kinnhaken. Jetzt wird Bud Spencer 85.
     
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    Das ist ein paar Monate her und inzwischen hat sich der beliebte Schauspieler wieder erholt, wie sein Sohn Giuseppe versichert. Der gebürtige Neapolitaner, mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli, wird am Freitag (31.10.) 85 Jahre alt und blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück, das viel mehr ist als Kinnhaken, Kino und Klamauk.

    Schauspieler, Jurist, Unternehmer, Leistungsschwimmer, Musikproduzent, Erfinder - all dies hätte auf die eine oder andere Weise die Berechtigung, auf seiner Visitenkarte zu stehen. Der Ruhm als Prügelheld in den Haudrauf-Filmen und die Verwandlung in Bud Spencer standen jedenfalls nicht am Anfang seines Wirkens.

    Als Sohn einer wohlhabenden Industriellen-Familie im süditalienischen  Neapel geboren, machte sich der junge Pedersoli in den 50er Jahren zunächst als mehrfacher italienischer Schwimmmeister einen Namen. Sogar bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und 1956 in Melbourne war er mit von der Partie.

    Eigentlich hatte er Chemiker werden wollen, brach sein früh begonnenes Studium aber ab, weil die Familie nach Südamerika ging. Zurück in Rom, studierte er einige Semester Jura und kehrte wenig später erneut nach Südamerika - diesmal nach Venezuela - zurück, wo er dann als Automanager arbeitete.

    Nachdem er wieder in Italien angekommen war, brachte ihn unter anderem sein Schwiegervater, ein Filmproduzent, mit dem Showbusiness in Kontakt. 1960 hatte er seine Frau Maria geheiratet, mit der er bis heute zusammen ist. Es war der Beginn der Italo-Western-Zeit und die Kunstfigur Bud Spencer wurde geboren. Wieso eigentlich Bud Spencer? «Spencer, weil Spencer Tracy mein Lieblingsschauspieler war. Und Bud, tja, wie das Bier Bud», erklärte der Schauspieler einmal das Geheimnis seines Künstlernamens.

    Das Erfolgsrezept wäre aber unvollständig ohne seinen jahrzehntelangen Filmpartner: Terence Hill - gertenschlank und eisblaue Augen. Der eine - Hill - chic, clever und bärenstark, der andere - Spencer - ebenfalls schlagkräftig, gutherzig und immer etwas dickköpfig. Die Erfolge der beiden kamen reihenweise: «Vier Fäuste für ein Halleluja», «Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle» oder «Zwei Asse trumpfen auf» füllten nicht nur in Deutschland die Kinos.

    «Ich bin kein Schauspieler, ich bin ein Charakter. In diesem Buch steht nur ein Viertel meines Lebens», sagte Spencer bei der Vorstellung seiner Autobiografie vor gut drei Jahren. Der Verleger Oliver Schwarzkopf hat ihn oft getroffen und hält große Stücke auf ihn: Er habe Bud Spencer «als besonders warmherzigen und sehr offenen Familienmenschen ohne jegliche Starallüren kennengelernt».

    Zu Deutschland hat der Schauspieler eine besondere Beziehung: Und das hat auch mit Schwäbisch Gmünd zu tun, wo seit einigen Jahren ein Freibad seinen Namen trägt. Die Geschichte ist einigermaßen skurril und geht so: Die schwäbische Kommune suchte für den Tunnel einer Ortsumgehung per Online-Abstimmung einen Namen. Das Votum der Internetgemeinde: «Bud-Spencer-Tunnel».

    Die Kleinstadt war auf einmal bundesweit in den Medien, ein besseres Stadtmarketing hätte sie sich kaum wünschen können. Am Ende wurde das Bauwerk zwar Einhorn-Tunnel genannt, denn im Gemeinderat konnte nicht jeder über die Spaß-Aktion lachen. Doch Bud Spencer wurde trotzdem in Schwäbisch Gmünd verewigt. Die Lösung war das örtliche Freibad, zu dem der Schauspieler tatsächlich eine Beziehung hat: Als Schwimmer stieg er hier im Sommer 1951 für die 100 Meter Freistil ins Wasser und blieb nach Angaben der Stadt unter einer Minute - sehr zur Freude des damaligen Publikums, das zu dem Länderkampf gekommen war. «Ich liebe Schwäbisch Gmünd», sagte er bei der Verleihung des Namens, zu der er Ende 2011 tatsächlich angereist war.

    Seinen Ehrentag will der Italiener daheim in Rom verbringen, wie sein Sohn Giuseppe erzählt. Von dem Klinikaufenthalt vor einigen Monaten habe der Vater sich inzwischen gut erholt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FRIES, Liv Lisa Filmschauspielerin 24 31.10.1990 Berlin Deutschland
    BÖGER, Kay Schauspieler 42 31.10.1972 Hamburg Deutschland
    KIRKLAND, Sally Schauspielerin 70 31.10.1944 New York USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 22. Oktober 2014 17:09

    Die Promi-Geburtstage vom 28. Oktober 2014: Joaquin Phoenix

    Er hat sogar einen Grammy, dabei hatte er den Sänger nur gespielt. Joaquin Phoenix gewann zwar noch keinen Oscar, dafür aber fast jeden anderen Preis.
    Joaquin Phoenix wird 40.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Kristin Callahan/Ace Pictures/ZUMA Wire
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    Kein Wunder, kann er doch so unterschiedliche Figuren wie einen grausamen Kaiser und einen schüchternen Niemand spielen. Und Countrylegenden so überzeugend, dass er gleich einen Musikpreis gewinnt. An diesem Dienstag (28. Oktober) wird er 40.

    Phoenix kommt aus einer Hippiefamilie, und entsprechende Namen tragen seine Geschwister auch. Vier von fünf brachten es immerhin im Showgeschäft zu etwas: River (Fluß), Summer (Sommer), Rain (Regen) und eben Joaquin. Weil auch er einen naturinspirierten Namen haben wollte, nannte er sich schon als Kind «Leaf» wie das Blatt des Baumes.

    Alle schauspielerten schon als Kinder und der Erfolgreichste schien River zu sein mit «Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers», «Little Nikita», «My Private Idaho» oder «Sneakers - Die Lautlosen». Drei Tage nach Joaquins 19. Geburtstag brach River zusammen. Die Tonaufnahme mit Joaquins verzweifeltem Notruf findet sich immer noch im Internet. River starb an einem «Speedball», einer Mischung aus Heroin und Kokain. Er war 23.

    Auf Joaquin Phoenix passt das Bild des brillanten, aber einsamen und auch depressiven Künstlers. «Ich habe Verwirrung und Depression durchgemacht», sagte er, nachdem er einen anderen genialen, aber selbstzweifelnden Künstler gespielt hatte, Johnny Cash. «Nach einem Film wie diesem habe ich alles verloren, was mir sonst Sicherheit gibt. Ich grüble dann über Fragen wie «Wer bin ich?» oder «Was mache ich eigentlich?».»

    Die simple Antwort wäre: Ziemlich gute Filme. Es gab auch Flops im Leben von Joaquin Phoenix, nicht nur einen. Aber dem grausamen Kaiser Commodus in Ridley Scotts «Gladiator» gab er die genau passende Dosis Wahnsinn. Und der gefeierte Star spielte in «Her» so überzeugend den Durchschnittskerl, der sich an keine Frau herantraut, dass Kritiker und Publikum hingerissen waren. Aber es ist wie verhext, den Oscar bekam er wieder nicht.

    Im Februar 2006, der Cash-Film «Walk the Line» war noch in den Kinos, kam Phoenix' Wagen in Hollywood von der Straße ab und überschlug sich. Als er benommen im Wrack saß, hörte er eine deutsche Stimme. «Mir geht's gut», sagte der damals 31-Jährige. «Nein, geht's dir nicht», sagte der Deutsche - und nahm ihm eine Zigarette aus den Lippen, die der verwirrte Phoenix sich gerade im benzingetränkten Autowrack anzünden wollte. Joaquin Phoenix sagte später, dass der Deutsche ihm das Leben gerettet habe, «und er hatte so eine ruhige und schöne Stimme, dass ich mich sofort sicher fühlte». Es war die deutsche Regielegende Werner Herzog.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    ROBERTS, Julia amerikanische Schauspielerin 47 28.10.1967 Smyrna USA
    RAMAZZOTTI, Eros italienischer Popsänger 51 28.10.1963 Rom Italien
    HUMPE, Annette deutsche Pop-Sängerin, 64 28.10.1950 Hagen Deutschland
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  • 22. Oktober 2014 14:59

    Die Promi-Geburtstage vom 27. Oktober 2014: John Cleese

    Es klingt fast, als würde sich John Cleese aufs Sterben freuen. «Die meisten der besten Leute sind tot - ich werde in hervorragender Gesellschaft sein und eine wundervolle Zeit haben», sagte der Komiker vor ein paar Tagen dem «Daily Mirror».
    Der Kopf der Monty-Python-Truppe: John Cleese - immer zu Späßchen aufgelegt.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Tracey Nearmy
    Der Kopf der Monty-Python-Truppe: John Cleese - immer zu Späßchen aufgelegt.
     
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    Dabei hat der Monty-Python-Star im Diesseits noch gut zu tun, auch nachdem die Truppe im Sommer ihre angeblich allerletzten gemeinsamen Auftritte in London hatte. Gerade ist seine Autobiografie «So, anyway» erschienen, die er kurz vor seinem 75. Geburtstag am Montag (27. Oktober) fleißig bewirbt.

    Cleese will aber noch mehr, verriet er kürzlich in einer Twitter-Fragestunde seinen Fans: «Es gibt einige Leute, die ich ermorden will. Aber ich will sie nicht vorwarnen.» Außerdem ist der Engländer privat gerade rundum glücklich, «weil ich endlich die wahre Liebe gefunden habe», wie er dem «Telegraph» sagt, und zwar «in einem Fisch und drei Katzen». Fisch, so nennt er seine vierte Frau Jenny, die mehr als drei Jahrzehnte jünger ist als er. «Sie ist die schönste Schwimmerin, die ich je gesehen habe.»

    Das Scheitern seiner vorhergegangenen Ehe hatte Cleese fast in die Pleite getrieben. Dabei hatten ihn die riesigen Erfolge von Monty Python zu einem der bekanntesten Komiker der Welt gemacht und sich auch finanziell ausgezahlt. Die Filme «Das Leben des Brian» (1997) und «Die Ritter der Kokosnuss» (1975) laufen bis heute immer wieder im Fernsehen, die Sketch-Serie «Monty Python’s Flying Circus» ist nicht nur in Großbritannien Kult. In nicht ganz 44 Sekunden war die erste der Comeback-Shows in London ausverkauft.

    «Ich liebe es, dass man Applaus dafür bekommen kann, immer noch am Leben zu sein», kommentierte Cleese die Begeisterung der Fans. Seinen vielleicht berühmtesten Sketch, das «Ministerium für alberne Gänge», machte seine Hüfte nicht mehr mit. Wegen seines Alters will er künftig kürzertreten. Große Filmprojekte sind dem Regisseur von «Ein Fisch namens Wanda» (1988) zu anstrengend, wie er dem «Mirror» sagt. Albernheiten hat er aber noch genug im Kopf: Der Nachwelt empfiehlt er «mehr lustige Hüte, mehr seltsames und unerklärliches Benehmen, mit mehr weichem Obst zu werfen und mehr irritierende Haarschnitte».

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    OSBOURNE, Kelly britische Sängerin 30 27.10.1984 London Großbritannien
    URLAUB, Farin deutscher Musiker 51 27.10.1963 Berlin Deutschland
    BENIGNI, Roberto italienischer Schauspieler und Regisseur 62 27.10.1952 Misericordia Italien
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  • 22. Oktober 2014 10:48

    Die Promi-Geburtstage vom 26. Oktober 2014: Sven Väth

    Sven Väth: Musiker, DJ, Label-Betreiber, Clubbesitzer, Beinahe-Schlosser, Vielreisender, Familienvater, Ayurveda-Fan.
    DJ Sven Väth wird 50.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Thomas Frey
    DJ Sven Väth wird 50.
     
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    Wie er das alles unter einen Hut bekommt und wieso er gern mit einem UFO abgehoben wäre, erzählt er im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Seinen 50. Geburtstag an diesem Sonntag (26.10.) feiert er in Mannheim mit hunderten Fans. Ans Aufhören denkt er nicht: Er will auch weiterhin «weltweit Menschen auf dem Dancefloor friedlich vereinen».

    Frage: Sie machen gerade eine Ayurveda-Kur. Ist das Ihr Ausgleich zum anstrengenden Nachtleben?

    Antwort: Sicherlich trägt die Kur dazu bei, mein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen. Aber Ayurveda ist nicht nur etwas für gestresste Manager oder viel reisende DJs. Mit verschiedenen Therapien soll der Körper entschlackt werden und so seine innere Balance wiederfinden. Ayurveda ist für jeden gut.

    Frage: An wie vielen Abenden im Jahr stehen Sie noch am DJ-Pult?

    Antwort: Pro Jahr spiele ich weltweit etwa 120 Gigs.

    Frage: Wie kriegen Sie das mit Ihrer Familie unter einen Hut? Sie haben ja inzwischen auch Kinder.

    Antwort: Das geht nur mit Respekt und Toleranz meiner Familie. Dennoch bin ich geschieden seit einem Jahr. Meine Tochter Pauline ist 25 Jahre alt und steht voll im Leben. Mein Sohn Tiga ist jetzt vier Jahre alt und wurde gerade in die Vorklasse eingeschult, in Ibiza. So oft es geht, versuche ich Zeit mit ihm zu verbringen. Er ist jetzt schon ein großer Showman und mein Sonnenschein.

    Frage: Sie sind ja nicht nur DJ, sondern auch Unternehmer. Sie gründen Clubs, produzieren Musik, veranstalten Partys. Ein einträgliches Geschäft oder eher permanentes Risiko?

    Antwort: Der Markt verändert sich unwahrscheinlich schnell. Wo man vor zwei Jahren noch alleine stand, gibt es heute gleich vier verschiedene Mitstreiter. Man muss sehr flexibel und schlagfertig sein, gerade im Geschäft mit Events. Mit dem Plattenlabel kann man froh sein, wenn es die Ausgaben einspielt. Aber mit einem guten Team ist das machbar und hat auch Zukunft.

    Frage: Ihr letzter Laden, der Cocoon-Club, hat vor ein paar Jahren dicht gemacht. Was ist da schief gelaufen?

    Antwort: Das stimmt, aber wir hatten auch achteinhalb tolle Jahre und wurden mit vielen Auszeichnungen bedacht, unter anderem dem Design Award für Deutschland. Der schönste Club der Welt war er definitiv! Leider hat sich der Standort nicht zu unseren Vorteil entwickelt. Dazu kam noch ein anspruchsvolles Restaurant-Konzept – ausgezeichnet mit einen Michelin Stern wohl bemerkt – das aber wirtschaftlich so nicht aufging. Vielleicht hätten wir abheben sollen mit dem UFO- Gebäude - in London oder Tokio hätte man uns mit Applaus empfangen.

    Frage: Sie legen seit weit über 30 Jahren Platten auf. Wie hat sich Techno als Musik und Techno als Szene seither verändert?

    Antwort: Als Musik ist sich Techno sehr treu geblieben. Dennoch gibt es immer wieder Mikro-Trends im Sound und Groove. Zur Zeit sind wieder viel analoge Sounds angesagt, das gibt der Musik mehr Charakter, sie klingt dadurch etwas «schmutziger». Was die Szene anbelangt: Sie ist, wie immer, in Bewegung. Sie findet nach wie vor in den Clubs statt, aber sie wächst auch immer stärker auf internationalen Festivals. Techno ist ein Riesen-Geschäft geworden.

    Frage: Spielen Drogen heute eine geringere Rolle als in den Anfangsjahren - und wie war das bei Ihnen persönlich?

    Antwort: Drogen sind in jeder Musik-Szene anzutreffen, so auch in unserer. Ob heute weniger oder mehr konsumiert wird, kann ich nicht sagen. Die größte Rolle scheinen Drogen für die Medien zu spielen - kein Interview, in dem ich nicht danach gefragt werde. Aber das ist schon ok, damit kann ich leben. Für mich gilt heute mehr denn je: Musik ist meine Droge. Sonst würde ich meine berühmten Mammut-Sets von zwölf Stunden gar nicht schaffen.

    Frage: Was haben Sie so vor in den nächsten, sagen wir: zehn Jahren?

    Antwort: Ich möchte viel Zeit mit meinen Sohn und mit meiner Familie verbringen. Und natürlich weiter meiner Leidenschaft nachgehen, weltweit Menschen auf dem Dancefloor friedlich zu vereinen, das gilt ja ganz besonders in unserer krisengebeutelten Zeit.

    ZUR PERSON: Sven Väth wurde am 26. Oktober 1964 im hessischen Obertshausen geboren. Seine Eltern hatten in Neu-Isenburg eine Diskothek namens «Queens Pub». Mit 16 legte er zum ersten Mal dort auf: «von Disco über Soul und Blues bis zu Marianne Rosenberg und Kraftwerk», wie er im Interview erzählt. Eine Lehre als Schlosser brach Väth ab und reiste nach Ibiza. 1986 hatte er seinen ersten Hit: «Electrica Salsa». Er arbeitete als DJ im «Dorian Gray» und eröffnete 1988 das «Omen», das nach zehn Jahren schloss. 2004 gründete er den «Cocoon-Club». Seinen 50. Geburtstag feiert Väth am 25. Oktober in der Maimarkthalle Mannheim.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    MACFARLANE, Seth amerikanischer Schauspieler 41 26.10.1973 Kent USA
    WALLER, Angelika deutsche Schauspielerin 70 26.10.1944 Bärwalde Deutschland
    PRÜCKNER, Tilo deutscher Schauspieler 74 26.10.1940 Augsburg Deutschland
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  • 22. Oktober 2014 10:42

    Die Promi-Geburtstage vom 24. Oktober 2014: Kevin Kline

    Im Grunde hat Kevin Kline einen Mann auf dem Gewissen - zumindest als Komplize. Im Jahre 1989 musste Ole Bentzen so sehr über «Ein Fisch namens Wanda» lachen, dass der Däne noch im Kino starb.
    Kevin Kline bei der Emmy-Verleihung 2009.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
    Kevin Kline bei der Emmy-Verleihung 2009.
     
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    Von solch tragischen Momenten abgesehen war der Kultfilm der größte Erfolg eines Mannes, der dafür den Oscar bekam und vom ernsthaften Schauspieler zum Komiker wurde. Heute wird Kevin Kline 67.

    Die Liebe zur Kunst haben ihm seine Eltern mitgegeben - allerdings zur Musik. Sein Vater sang privat Opern und hatte in St. Louis in Missouri einen Plattenladen. Doch den jungen Kevin zog es schon als Studenten auf die Theaterbühne. Dabei war er keineswegs der Klassenkasper. Im Gegenteil, Kline besuchte nach dem Studium die elitäre Juilliard School in New York und machte sich einen Namen als Charakterdarsteller. Shakespeare und andere Klassiker standen auf dem Programm und mit dem Gewinn des Bühnenpreises Tony brachte er es zu bescheidenem Ruhm.

    Die erste Hauptrolle war die eines Revolverhelden. Als «Silverado» 1985 in die Kinos kam, waren Western gerade gar nicht gefragt. Und obwohl der Film gute Kritiken bekam und schon bald ein Klassiker war, erfolgreich war er nicht. Doch der junge Kevin Kline hatte sich einen Namen gemacht - und die Aufmerksamkeit eines Engländers erregt, der eine Nebenrolle gespielt hatte: John Cleese.

    Als der Ex-Monty-Python-Mann 1988 «Ein Fisch namens Wanda» drehte, heuerte er den Amerikaner an, damit der den Amerikaner spiele. Der gab sich zwar als Italiener aus («Ich heiße Otto. Das heißt acht»), war aber der Kleinganove mit nicht ganz so viel Stil und Wissen («Wie war das im Mittelteil?») wie John Cleese («Nenn' mich nicht dämlich!»). Es heißt, dass Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis bei einer Bettszene ihr Gesicht nicht aus gespielter Leidenschaft in einem Kissen vergrub, sondern weil sie dauernd über Kline lachen musste.

    Der Film war schon am Starttag ein Kultfilm, ein Klassiker, einer, den man immer wieder sehen kann. Kline bekam dafür den Oscar - und war plötzlich auf komische Rollen festgelegt. In Filmen wie «French Kiss» und «In & Out - Rosa wie die Liebe» spielte er den Witzigen, aber immer mit viel Charme. Und bei «Dave» - netter Kerl sieht wie der fiese Präsident aus und ersetzt ihn - weiß man zwar nach zehn Minuten, wie es in den anderen 90 weitergeht. Aber Kline spielt beide Rollen mit so viel Herz, dass man einfach gerne zuschaut.

    Kline macht das Theaterspielen Spaß. Deshalb ist er auch immer wieder irgendwo auf der Bühne zu finden, gern in komischen Stücken, meistens aber dann doch wieder in Klassikern. Mit seiner Frau Phoebe, mit der er seit 23 Jahren verheiratet ist, hat er zwei Kinder. Weil eines Diabetes hat, engagiert er sich im Kampf gegen die Krankheit. Dem Filmkritiker Roger Ebert verdanken wir übrigens das «Kevin-Kline-Schnurrbart-Prinzip». Demnach ist Kline in Komödien immer bärtig und in Klassikern immer rasiert. Stimmt - fast - immer.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    HARTMANN, Jan deutscher Schauspieler 34 24.10.1980 Kaltenkirchen Deutschland
    GIERMANN, Max deutscher Schauspieler 39 24.10.1975 Freiburg Deutschland
    ABRAHAM, F. Murray amerikanischer Schauspieler 75 24.10.1939 Pittsburgh USA
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  • 19. Oktober 2014 16:10

    Die Promi-Geburtstage vom 22. Oktober 2014: Doris Kunstmann

    Doris Kunstmann sitzt gerade im Auto, als sie sich am Handy meldet. «Wir sind unterwegs zu unserer nächsten Vorstellung», erzählt sie. Wieder einmal ist die Schauspielerin auf Theatertournee, reist quer durch Deutschland.
    Doris Kunstmann wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Marcus Brandt
    Doris Kunstmann wird 70.
     
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    In Theresia Walsers «Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel» spielt sie eine von drei Ehefrauen ehemaliger Diktatoren - Frau Margot, Frau Leila und Frau Imelda (Kunstmann). Dass sie dafür auch rund um ihren 70. Geburtstag am Mittwoch (22. Oktober) auf der Bühne steht, kommt der Hamburgerin gerade recht. «Mir geht es gut, wenn ich arbeite», sagt sie.

    «Das Theater war schon immer meine große Liebe», erzählt die Mimin mit der tiefen Stimme. Jahrelang gab sie auf der Bühne die Maria Callas in «Meisterklasse». «Am Theater spiele ich an einem Abend die ganze Rolle durch und erlebe unmittelbar die Reaktion des Publikums. Wenn ich drehe, dann vielleicht ein, zwei Szenen am Tag, aus dem Rahmen gerissen – das ist eben ganz was anderes», erklärt sie. «Trotzdem macht beides sehr viel Spaß. Aber Tournee ist etwas ganz besonders. Das Publikum freut sich - es ist immer eine Feier, wenn man auftritt.» 

    An den Bühnen ihrer Heimatstadt Hamburg erhielt sie als junge Frau – der Vater ein Filmproduzent, die Mutter ebenfalls Schauspielerin – Anfang der 60er Jahre erste Engagements. Früh entdeckten auch Film und Fernsehen die junge Frau. Es folgten zahlreiche Kinorollen wie in «Und Jimmy ging zum Regenbogen», an der Seite von Alec Guinness als Eva Braun in «Hitler - die letzten 10 Tage» oder in Michael Hanekes «Funny Games». TV-Zuschauer erlebten sie in diversen Produktionen, darunter «Tatort»- und «Derrick»- Krimis ebenso wie die «Pfefferkörner». Ob Diven, Mütter, Geliebte, Prinzessinnen, Kriminelle oder Transsexuelle – Kunstmann hat sie alle gespielt und gilt als eine der Vielseitigsten ihrer Branche. 

    «Doch wenn man anfängt, Tourneetheater zu machen, ist man fürs Fernsehen in null Komma nichts off limits», sagt Kunstmann. «Ich muss zwei Jahre im Voraus die Verträge unterschreiben.» Wenn tolle TV-Angebote einträfen, sei sie meistens verplant. «Das passiert mir nun schon seit 25 Jahren.» So habe sie etwa die Chance gehabt, über mehrere Monate in Kenia («Ich liebe dieses Land!») für eine Serie vor der Kamera zu sehen – und musste absagen. Acht Monate Drehzeit für zwei Wochen Theater. «Da habe ich geweint», erzählt sie. «Aber das ist eben so. Manchmal passen alle Termine für TV und Theater zusammen und manchmal nicht.»

    Dennoch bekommt Kunstmann Bühne und Filmset immer wieder mal unter einen Hut. Dann steht sie eben noch für Rosamunde Pilcher vor der Kamera und spielt wenig später im Ein-Personen-Stück «Oskar und die Dame in Rosa» alles - von der Oma bis zum Kind. Seit 2006 tritt sie damit bereits auf, «aber das kann ich machen, bis ich hundert bin», sagt Kunstmann und verrät, dass es inzwischen doch eine Wunschrolle gebe: den Titelpart im Stück «Memoiren der Sarah Bernhardt». «Sie hatte am selben Tag Geburtstag wie ich, wurde genau 100 Jahre vor mir geboren», sagt Kunstmann über den 1923 gestorbenen französischen Theaterstar. «In dem Stück ist sie alt, hat schon ein Holzbein. Die Rolle wäre ein Traum.»

    Sie selbst will noch lange auf der Bühne stehen. «Inge Meysel oder Heidi Kabel, die haben auch alle lange gespielt», sagt sie. «Und plötzlich ist Schluss. Wenn man den Text nicht mehr behalten kann, ist Feierabend. Aber solange ich kann und solange es mir gut geht, werde ich spielen. Das ist mein Lebenselixier.» Die Arbeit erhalte sie jung, sagt Kunstmann, «Texte lernen ist Training fürs Hirn».

    Am liebsten entspannt die Schauspielerin lesend auf Kreuzfahrten – und möchte sich endlich einen privaten Traum verwirklichen. «Wir suchen etwas, wo ich mit meinem Sohn und dessen Familie zusammen raus aufs Land ziehen kann. Dabei müsste aber jeder trotzdem seinen eigenen Bereich behalten», erzählt Kunstmann, die ansonsten ungern über Zukunftspläne spricht. «Ich rede lieber über das, was ich gerade mache, und nicht über das, was ich alles noch vorhabe.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LOTTI, Helmut belgischer Sänger und Entertainer 45 22.10.1969 Gent Belgien
    SHAGGY jamaikanischer Reggaemusiker 46 22.10.1968 Kingston Jamaika
    GWILDIS, Stefan deutscher Soulsänger 56 22.10.1958 Hamburg Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Oktober 2014 13:46

    Die Promi-Geburtstage vom 21. Oktober 2014: Udo Wachtveitl

    Udo Wachtveitl hat es dieses Jahr besonders oft aufs Oktoberfest getrieben. Der Grund: Das größte Volksfest der Welt ist Schauplatz eines neuen Falls, in dem der Schauspieler zusammen mit seinem Kollegen Miroslav Nemec als «Tatort»-Kommissar ermittelt.
    Der Schauspieler Udo Wachtveitl wird 56.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
    Der Schauspieler Udo Wachtveitl wird 56.
     
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    Ausgestrahlt wird «Die letzte Wiesn» erst im kommenden Jahr zur Oktoberfestzeit, zum Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Der produzierende Bayerische Rundfunk (BR) verriet allerdings schon vor Drehbeginn, die TV-Ermittler hätten mit «der kompletten Unübersichtlichkeit des Geschehens zu kämpfen» und: «Nicht jeder, der in diesem 'Tatort' von der Bierbank fällt, ist betrunken.»

    Im Gegensatz zum waschechten Münchner Wachtveitl hat der in Zagreb geborene Nemec übrigens eine eigene Lederhose - «eine gebrauchte quasi, eine alte». Wachtveitl sagt dazu in einem Video von den Dreharbeiten, das der BR ins Netz stellte: «Die Zuagroasten haben Lederhosen, die echten Bayern haben keine.» In seiner Jugend sei es «nicht wirklich trendy» gewesen, in Tracht auf die Wiesn zu gehen. Heute wird er 56.

    Geboren am 21. Oktober 1958, bekam Udo Wachtveitl schon als Kind Kontakt zur Filmbranche, als er erste Statistenrollen übernahm. Nach dem Abitur leistete er zunächst Zivildienst, dann studierte er in seiner Geburtsstadt einige Semester Jura. Das Studium hielt ihn jedoch nicht davon ab, nebenher Schauspielunterricht zu nehmen, 1980 wurde er in der «Duda-Dada-Show» am Münchner Theater der Jugend besetzt, bevor er am Münchner Volkstheater und am Hamburger Thalia Theater auf der Bühne stand.

    Trotz auswärtiger Engagements kehrte Wachtveitl der bayerischen Heimat aber nie für längere Zeit den Rücken. Vielmehr begann er 1982 eine Karriere als Fernsehdarsteller beim BR, der ihn für einen Part in dem TV-Zweiteiler «Die Rumplhanni» verpflichtete. Außerdem war der Jungschauspieler in der Bierbrauer-Familiensaga «Die Wiesingers» (1984) zu sehen, 1987 ebenfalls in der BR-Serie «Zur Freiheit».

    Dass er auch über den blauweißen Tellerrand schauen kann, bewies Wachtveitl, indem er 1985 unter der Regie des Hamburger Regisseurs Dieter Wedel im ZDF-Mehrteiler «Der Mann, der keine Autos mochte» mitwirkte. Erneut kam er zur Zusammenarbeit bei den Fernsehproduktionen «Wilder Westen inklusive» und «Kampf der Tiger», die 1988 ausgestrahlt wurden.

    Drei Jahre später ging es für Wachtveitl dann los mit dem «Tatort». Die Rolle des Ermittlers Franz Leitmayr machte ihn schnell bundesweit populär und bescherte ihm nicht zuletzt einen «Goldenen Löwen», den Bayerischen Fernsehpreis und den Bayerischen Verdienstorden. Überdies wurde der München-«Tatort» «Nie wieder frei» (2010) mit einem Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet.

    Inzwischen ist Wachtveitl einer der dienstältesten «Tatort»-Kommissare. Doch er spielt bis heute auch immer wieder in anderen Filmproduktionen mit, beispielsweise im Sektendrama «Wie eine Spinne im Netz» (1998), in «Vera Brühne» (2001) oder in «Der blinde Fleck» (2013).

    Als Drehbuchautor und Regisseur debütierte er 1998 mit der prominent besetzten Filmkomödie «Silberdisteln», die in einem Altenheim spielt. Auf dem Regiestuhl nahm er ebenfalls im Jahr 2000 in der Gaunerkomödie «Krieger und Liebhaber» Platz. Darüber hinaus ist Udo Wachtveitl als Sprecher von Hörspielen und Dokumentarfilmen zu hören. Nebenher synchronisiert er die Stimmen von Kollegen wie Pierce Brosnan oder Donald Sutherland.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KARDASHIAN, Kim amerikanischer Fernsehstar und Model 34 21.10.1980 Los Angeles USA
    HAGEMANN, Christiane deutsche Schauspielerin 40 21.10.1974 Bargteheide Deutschland
    FISHER, Carrie amerikanische Schauspielerin 58 21.10.1956 Los Angeles USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Oktober 2014 13:38

    Die Promi-Geburtstage vom 25. Oktober 2014: Nicole

    Ohne «Ein bißchen Frieden» geht gar nichts. Dieses Lied, mit dem Nicole vor 32 Jahren den Eurovision Song Contest für Deutschland gewann, muss sie bei jedem Konzert singen. «Die Leute würden mich prügeln, wenn ich es nicht täte», sagt die Sängerin im saarländischen Nohfelden.
    Die Sängerin Nicole und das Kleid, das sie 1982 beim Grand-Prix-Wettbewerb trug.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Oliver Dietze
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    Krisen und Kriege von der Ukraine bis nach Syrien machten den Song aktueller denn je. «Ich merke: Der Wunsch nach Frieden ist momentan so stark bei den Menschen.» Am Samstag (25. Oktober) wird die Frau, die sich auch ein bisschen als Friedensbotschafterin versteht, 50 Jahre alt. «Ich werde nicht müde, dieses Lied zu singen, solange ich lebe.»

    Nicole war die erste Musikerin, die 1982 für Deutschland den Grand-Prix-Sieg holte. Im englischen Harrogate sang sie sich als 17-Jährige im schwarz-weißen Pünktchenkleid mit weißer Gitarre in die Herzen von 600 Millionen Zuschauern. «Für mich ging damals ein Kindertraum in Erfüllung», lacht sie. Sie habe schon als kleines Mädchen Sängerin werden wollen - und ganz früh Akkordeon und Ballett gelernt. Der Sieg beim Eurovision Song Contest, wie der Wettbewerb heute heißt, war dann der Start einer großen Karriere. «Ich habe sehr viel Glück gehabt in meinem Leben. Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen und sehe ihn auch als Berufung.»

    Zig Millionen verkaufte Tonträger - es war auch harte Arbeit. Immer wieder hat sich die Sängerin neu ausprobiert, andere Klänge und Themen gesucht. «Ich wollte variantenreich sein.» Nicht so wie bei Kollegen: «Da hörst du ein Lied, dann kennst du alle», sagt sie. Zu ihrem runden Geburtstag bringt sie jetzt ihr 26. Album «Das ist mein Weg» heraus, das musikalisch wieder anders ist. Mit Country, Pop, Rock, Bigband und Gospel. Damit wolle sie überraschen - und zeigen, «dass man Musik machen kann mit guten deutschen Texten, die sich von dem Trallala und Blablabla abheben.»

    Sie sagt: «Ich war nie die reine Schlagertante.» Und eine klare Aussage treffen: «"Das ist mein Weg" ist das, für das ich stehe: Mein Weg immer geradeaus, mittendurch, gradlinig ohne Skandale.» Dabei wäre es wohl mit dem ein oder anderen Skandälchen manchmal leichter gewesen, meint sie. «Wenn ich sage "Juhu, ich habe Geburtstag, mir geht es gut" interessiert das weniger als wenn ich ein paar negative Schlagzeilen erfinde.» Bei Nicole ist aber alles wie im Bilderbuch: Sie hat seit 30 Jahren einen Ehemann, zwei Kinder, eine Enkeltochter. «Die Familie ist mein Ein und Alles.»

    Viel Disziplin hat der Job Nicole auch bei der Ernährung abverlangt: «Ich esse seit fast 30 Jahren keine Süßigkeiten, keinen Zucker, kein Fett.» Schließlich wolle sie ihre Traumfigur mit einem Gewicht von 50 Kilo bei einer Größe von 1,60 Meter halten. «Das ist der berühmte Kampf mit der Waage.» Sie esse gern Salat in Variationen, viel Sojaprodukte und gedünsteten Fisch. Um fit zu bleiben, mache sie jeden zweiten Tag Sport.

    «Ich genieße das Leben aber trotzdem.» Ein Gläschen Wein gönne sie sich auch schon mal am Abend. Aber das Kleid, das sie 1982 bei ihrem großen Auftritt trug, passt ihr heute noch. Sie sieht es jeden Tag: «Ich habe es einer Schaufensterpuppe angezogen, die in meinem Hausflur steht.»

    Die Kirchenkonzerte, die Nicole in den vergangenen fünf Jahren oft gegeben hat, wird sie künftig zurückfahren. Auf dem neuen Album seien «richtige Knaller», die mit Bigband schwer in einer Kirche spielbar seien. «Ich habe mal wieder das Bedürfnis, über die Bühne zu fetzen, wirklich von A nach B zu rennen. Das geht in der Kirche nicht», sagt sie. Auf ihrer Jubiläumstournee im Frühjahr 2015 wolle sie es «mal wieder richtig krachen lassen» - und ihre großen Hits alle aussingen. «Kein Medley mehr.»

    Ob sie sich mit 50 alt fühlt? «Überhaupt nicht», sagt sie. Es sei doch ein schönes Alter, um ein bisschen Bilanz zu ziehen. «Und die zweite Hälfte habe ich ja noch vor mir.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HAMBÜCHEN, Fabian deutscher Kunstturner 27 25.10.1987 Bergisch-Gladbach Deutschland
    PERRY, Katy amerikanische Popsängerin 30 25.10.1984 Santa Barbara USA
    ANDERSON, Jon britischer Rockmusiker 70 25.10.1944 Accrington Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 17. Oktober 2014 11:15

    Die Promi-Geburtstage vom 20. Oktober 2014: Viggo Mortensen

    In der Patricia-Highsmith-Verfilmung «Die zwei Gesichter des Januars» spielt er einen schillernden Bösewicht.
    Viggo Mortensen beim Filmfestival in Venedig.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Claudio Onorato
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    «Ich mag es, wenn eine Figur ihre Geheimnisse hat und irgendwann die Maske abfällt», sagte Viggo Mortensen vor der Premiere bei der Berlinale in Februar. «Man bleibt immer auf ihrer Seite, egal wie böse sie sind.» Heute feeirt der dänisch-amerikanische Schauspieler seinen 56. Geburtstag.

    Als verwilderter Waldläufer Aragorn wurde Mortensen zum «Herr Der Ringe»-Star. In dem US-Darsteller steckt jedoch ein wahrer Feingeist, denn nicht nur die Schauspielkunst, sondern auch Poesie, Jazzmusik und Malerei haben es ihm angetan.

    Seine ersten poetischen Jazzexperimente bannte Mortensen 1994 auf das Album «Don't Tell Me What to Do». 1997 nahm er «One Less Thing to Worry About» mit seiner Ex-Frau Exene Cervenka und dem Avantgarde-Gitarristen Buckethead auf, der ihn 2011 beim Album «Reunion» (2011) erneut unterstützte.

    Während der Allroundkünstler in der Kunst- und Musikwelt eher ein Nischendasein führt, wirkte er als Schauspieler in bekannten Hollywood-Produktionen mit. Sein Kinodebüt gab Viggo Mortensen 1985 als junger Amish-Farmer in Peter Weirs Krimidrama «Der letzte Zeuge». Es folgten rund 30 Auftritte in unterschiedlichen Rollen, darunter der Part als Demi Moores beinhartem Drill-Master Jack Urgayle in «Die Akte Jane» (1997) und der Auftritt als Gwyneth Paltrows Liebhaber in «Ein perfekter Mord» (1998). Mortensen wurde zu einem vertrauten Gesicht auf der Leinwand, ohne dass ihm der Durchbruch gelang.

    Das änderte sich erst 1999, als einer der Hauptdarsteller in J. R. R. Tolkiens «Herr der Ringe»-Trilogie ausfiel. Regisseur Peter Jackson bat ihn, die Rolle des Aragorn zu übernehmen. Der gut aussehende Pferdenarr zögerte zunächst, da die Dreharbeiten bereits begonnen hatten. Sohn Henry (24), der aus Mortensens zehnjähriger Ehe mit Cervenka stammt und großer Tolkien-Fan ist, überzeugte ihn schließlich von der Rolle. Bei den Dreharbeiten in Neuseeland kannte Mortensen dann keine Schmerzen: In einer Schlachtszene verlor er einen Zahn, später brach er sich den Zeh an einem Ork-Helm.

    Vor einigen Jahren Jahr glänzte er neben Keira Knightley in David Cronenbergs «Eine dunkle Begierde» (2011), wo er den österreichischen Psychoanalytiker Sigmund Freud verkörperte. Mit weniger großen Namen ist der in Argentinien gedrehte Film «Todos tenemos un plan» (Wir alle haben einen Plan) verbunden. Dass Mortensen für die Doppelrolle der beiden Zwillingsbrüder Agustín und Pedro nach Südamerika reiste, könnte einer Kindheitserinnerung geschuldet sein. Der Sohn eines Dänen und einer US-Amerikanerin lebte im Grundschulalter zeitweise in Argentinien. Bei der Filmpremiere in Buenos Aires schwärmte er von seiner damaligen Heimat: «Ich mag das Land, das Wasser, die Flüsse». In die Delta-Landschaft Tigre sei er oft mit seinen Geschwistern im Zug zum Fischen hinausgefahren.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtstort Land
    SCHÜTTLER, Katharina deutsche Schauspielerin 35 20.10.1979 Köln Deutschland
    SNOOP DOGG, amerikanischer Rapmusiker 43 20.10.197 Long Beach USA
    RAAB, Stefan deutscher TV-Moderator 48 20.10.1966 Köln Deutschland
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  • 17. Oktober 2014 10:32

    Die Promi-Geburtstage vom 23. Oktober 2014: Ang Lee

    Mit «Brokeback Mountain» brachte Ang Lee eine der schönsten und gewagtesten Lovestorys auf die Leinwand.
    Ang Lee mit seinem Oscar für «'Life of Pi».  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
    Ang Lee mit seinem Oscar für «'Life of Pi».
     
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    Die tragische Geschichte einer verbotenen Männerliebe, mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal als schwule Cowboys vor einer grandiosen Bergkulisse, brach 2005 in Hollywood Tabus. Und sie bescherte dem Regisseur seinen ersten Oscar. Lee, der an diesem Donnerstag (23. Oktober) 60 Jahre alt wird, hat eine Leidenschaft für Geschichten, die sich um unerfüllte Liebe drehen.

    «Sie ziehen mich nicht nur an, ich bin von ihnen besessen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa beim Kinostart seines erotischen Spionagethrillers «Gefahr und Begierde» (2007). «Liebe, besonders die romantische Liebe, ist so gewaltig und so mysteriös...Ich kann sie auf der Leinwand noch größer darstellen oder sie unmöglich erscheinen lasse oder sie zum Scheitern bringen. Dadurch lernt man Demut», resümierte Lee.

    Spätestens mit der Liebeskomödie «Das Hochzeitsbankett» (1993) um einen schwulen Taiwaner in New York, der seinen Eltern während eines Besuchs vorspielt, glücklich verheiratet zu sein, etablierte sich Lee - nicht nur in Hollywood - als vielversprechender Regisseur. Auf der Berlinale wurde «Das Hochzeitsbankett» mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Das war der erste große internationale Preis des gebürtigen Taiwaners.

    Lee war als Mitt-Zwanziger in die USA gekommen, um dort Theaterregie und Filmproduktion zu studieren. An der Universität in Illinois lernte er seine spätere Frau, ebenfalls eine Studentin aus Taiwan, kennen. Mit Jane Lin ist er seit über 30 Jahren verheiratet, das Paar hat zwei erwachsene Söhne. Seine Frau habe jahrelang das Geld verdient, er sei Hausmann gewesen, als es mit der Karriere noch nicht lief, verriet Lee im vorigen Jahr dem «Guardian». «Ich hatte Glück, dass meine Frau die Familie unterhielt». Er hätte sich nie etwas anderes als Filmemachen vorstellen können.

    Mit Mut, Originalität und ganz unterschiedlicher Handschrift packte Lee nach seinem Durchbruch fast jedes Genre an. «Eat Drink Man Woman» war ein satirisch-liebevoller Blick auf Traditionen und den Zusammenbruch einer Kultur. Er wagte sich an britische Literaturverfilmungen mit «Sinn und Sinnlichkeit» und an uramerikanische Themen. In «Der Eissturm» schaute er hinter die Fassade des scheinbar idyllischen US-Vorstadtlebens der 1970er Jahre. Mit «Hulk» wurde er zum Comic-Action-Regisseur.

    Doch Lee blieb auch seiner eigenen Kultur verbunden. In dem Martial-Arts-Epos «Tiger & Dragon» zeigte er vor der exotischen Kulisse des alten China atemberaubende Kampfszenen im Mix mit einer epischen Lovestory. Hollywood honorierte das mit sensationellen zehn Oscar-Nominierungen. Lee gewann den Goldjungen für die beste fremdsprachige Produktion. Weitere Oscars gab es in den Kategorien Kamera, Ausstattung und Filmmusik.

    Mit dem Spionage-Thriller «Gefahr und Begierde» ließ er sich erneut auf eine Produktion in chinesischer Sprache ein, nur mit chinesischen Schauspielern gedreht. Er spielt während des Zweiten Weltkriegs in Shanghai, wo eine junge chinesische Agentin einen politischen Mord plant. «Es fordert mich schon, zu meinen eigenen Wurzeln zurückzukehren», sagte Lee im dpa-Interview. «Ich möchte dort in meinem Kulturkreis gerne einen bleibenden Eindruck hinterlassen».

    Mit dem fantastischen Überlebens-Märchen «Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger» schlug Lee einen völlig neuen Weg ein. Mit genialen 3D-Effekten und magischer Erzählweise holte er 2013 den zweiten Regie-Oscar. Im gleichen Jahr gehörte er an der Seite von Steven Spielberg, Nicole Kidman und Christoph Waltz zu der Jury des Filmfestivals in Cannes. Damals erklärte er, was für ihn einen Gewinnerfilm ausmacht: «Er muss uns überwältigen, auch wenn wir nicht genau in Worte fassen können, warum.»

    Vor wenigen Wochen gab Lee sein nächstes Projekt bekannt. Er wird den Roman «Billy Lynn's Long Half Time Walk» («Die irre Heldentour des Billy Lynn»). Es ist eine Kriegssatire um gefeierte Irak-Veteranen, die in den USA auf eine Siegestour geschickt werden. «Geschichtenerzählen ist das Allerwichtigste für mich», sagte Lee über das Projekt. Dieser Roman habe ihn sofort «gepackt».

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    PRINZ PI deutscher Rapper 35 23.10.1979 Berlin Deutschland
    REYNOLDS, Ryan kanadischer Schauspieler 38 23.10.1976 Vancouver Kanada
    BUSTER, Dolly tschechische Schauspielerin 45 23.10.1969 Prag Tschechien
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  • 14. Oktober 2014 10:22

    Die Promi-Geburtstage vom 17. Oktober 2014: Christian Bruhn

    Jeder kennt ein Lied von Christian Bruhn. Vermutlich auch zehn. Oder 20. Rund 100 Werbemelodien - zum Beispiel für die Bausparkasse LBS oder Milka-Schokolade - sind nur ein Ausschnitt aus dem riesigen Schaffen des vielbeschäftigten Komponisten.
    Wenige kennen seinen Namen, obwohl im Fernsehen oft seine Musik läuft. Der Komponist Christian Bruhn wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Arno Burgi
    Wenige kennen seinen Namen, obwohl im Fernsehen oft seine Musik läuft. Der Komponist Christian Bruhn wird 80.
     
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    Zeichentrickserien wie «Captain Future», «Heidi» oder «Sindbad» blieben auch wegen Bruhns markanter Soundtracks im Kopf.

    Mit «Marmor, Stein und Eisen bricht» schuf er schon in den 60er Jahren einen Schlagerklassiker. Dank Bruhns «Ein bißchen Spaß muss sein» ist Roberto Blanco ein Star. Und für Katja Ebstein schrieb der Komponist «Wunder gibt es immer wieder» und heiratete sie - eine von fünf Ehen.

    Doch kaum einer kennt den Mann, der etwa 2000 Lieder verfasste. «Ich bin ein ziemlich schlechter Geschäftsmann», schreibt der Komponist, der in München lebt und am Freitag 80 wird, auf seiner Webseite. Er will groß feiern, mit 150 Gästen, großer Bühne und viel Musik.

    «Ich freue mich, wenn ein Lied von mir gespielt wird», sagt Bruhn in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich selbst bin der Macher im Hintergrund.» Einfälle habe er eigentlich immer, hat Bruhn mal gesagt, ob morgens im Badezimmer, mittags im Flugzeug oder abends am Flügel. Bereits als Vierjähriger hat er zu Hause Klavier gespielt. «Musikalität ist ein angeborenes Talent. Dafür kann man nichts, das ist eine Gabe, vom lieben Gott oder wem auch immer.»

    Das Elternhaus in Wentorf bei Hamburg war bürgerlich. Dennoch absolvierte Bruhn erst einmal eine Lehre als Maler. «Aus mir schien nichts zu werden. Da haben meine Eltern beschlossen, dass ich eine Handwerkslehre machen sollte», sagt er. Währenddessen studierte er weiter Musik «und bin natürlich bei der Musik geblieben».

    Später führte ihn sein Weg über ein Studium in Komposition, Klavier und Klarinette zuerst in Jazz-Combos und dann ins Schlagergeschäft.

    In den Jahren darauf folgte Hit auf Hit. Bruhns Komposition «Zwei kleine Italiener» für Cornelia Froboess ging in Europa 1962 mehr als 1,2 Millionen Mal über die Theke. «Marmor, Stein und Eisen bricht» für Drafi Deutscher wurde mehr als eine Million Mal verkauft.

    «Drafi Deutscher kam 1965 in das Verlegerbüro. Und er hatte diesen Anfang dabei mit dem «Dam-Dam»», schildert Bruhn die Entstehung. «Und dann sagte ich: «Das fängt ja sehr gut an. Wie geht denn das weiter?» Und er sagte: «Det machst Du!»» Und das habe ich dann auch gemacht.»

    Ähnliche Evergreens waren «Wärst du doch in Düsseldorf geblieben» für Dorthe Kollo 1968 und «Wunder gibt es immer wieder» 1970 für Katja Ebstein. Ebstein und Bruhn lernten sich kennen und lieben. 1972 heirateten sie. Die Ehe - für sie war es die erste, für ihn die dritte Hochzeit - hielt keine fünf Jahre. «Wenn ein Komponist eine schöne Stimme hört, ist er begeistert», sagt Bruhn heute darüber. Zwar solle man das Persönliche und das Berufliche trennen. Aber: «Verdi hat auch eine Sängerin geheiratet. Das liegt so im Beruf.»

    Als Mitte der 70er Jahre Zeichentrickserien aus Japan nach Deutschland kamen, wurde Christian Bruhn der wichtigste Komponist des Kinderfernsehens. Die Orientklänge aus «Sindbad», der ruppige Charme des «Wickie»-Vorspanns, die drangvoll-elektronische «Captain Future»-Musik, die Schlagermelodie von «Heidi», das düstere G-Moll-Thema aus «Timm Thaler» - all das stammt aus Bruhns Feder.

    «Ich hab immer gemeint, dass man Kindern sehr viel mehr zutrauen kann als nur «kindgemäß» zu komponieren.» So sei diese Musik entstanden. «Ich habe ja nach wie vor Fans für diese Jugendserien. Die schreiben mir: «Sie waren der Soundtrack meiner Jugend», besonders lieben sie «Timm Thaler» und «Captain Future»», schildert der Komponist.

    «Captain Future» liegt ihm bis heute am Herzen. Er spielte dort das Klavier und legte Synthesizer und Streicher darüber. Seine damalige - vierte - Frau Erika sang dazu. «Sie singt den wunderbaren Sopran in der Titelmelodie. So etwas nennt man Vocalise, ein Lied ohne Worte.» Science-Fiction-Fans kennen den Effekt von «Raumschiff Enterprise».

    Seine fünfte Ehefrau, eine Ärztin, hat Bruhn das Leben gerettet. Er hatte 2010 Krebs, wurde operiert und bekam eine Bauchfellentzündung. «Und die wurde aus irgendeinem Grund nicht behandelt. Mir ging es von Tag zu Tag schlechter.» Seine Schwester und sein Schwager seien aus Hamburg gekommen, um ihn ein letztes Mal zu sehen, sagt Bruhn. «Da hat meine Frau darauf bestanden, dass ich am Samstagabend noch mal aufgeschnitten wurde. Sie drohte der Klinik mit dem Staatsanwalt. Ich wäre da sonst wohl verreckt. Aber ich bin nicht gestorben, sondern wieder voll fit.»

    Fünf Ehen, so viele Hits, Goldene Schallplatten - und doch sieht Bruhn sein Leben nicht als Filmstoff an. «Die Leute kennen meine Lieder, aber mich kennen sie nicht. Ich habe im Jahr 2005 meine Memoiren veröffentlicht und dem Verleger gesagt: "Wenn Du mich nicht zu "Kerner" oder zu "Beckmann" bringst, dann wirst du nicht viele Bücher verkaufen. Die Leute wissen halt nicht, wer ich bin.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DEPENBUSCH, Anna Sängerin 37 17.10.1977 Hamburg Deutschland
    EMINEM, Rapper star 42 17.10.1972 Kansas City USA
    MARLEY, Ziggy Reggaemusiker 46 17.10.1968 Kingston Jamaika
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Oktober 2014 14:43

    Die Promi-Geburtstage vom 18. Oktober 2014: Zac Efron

    Zac Efron ist tief in die Musik- und Partyszene eingetaucht - zumindest in seinem neuen Film. In «We are your Friends», der 2015 anläuft, spielt er einen DJ, der versucht, in Los Angeles sein Glück zu finden und den großen Hit zu landen. Heute wird er 27.
    Zac Efron wird sein Teeniestar-Image kaum noch los.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nina Prommer
    Zac Efron wird sein Teeniestar-Image kaum noch los.
     
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    Mit der Disney-Reihe «High School Musical» ist Zac Efron zum umschwärmten Teenie-Star geworden. Dieses Image versucht er, wieder loszuwerden und sich mit ernsthafteren Rollen zu etablieren. Der ganz große Erfolg war allerdings bisher noch nicht darunter.

    Geboren am 18. Oktober 1987 im kalifornischen Küstenstädtchen San Luis Obispo, war Zachary «Zac» Efron bereits mit elf Jahren durch sein Gesangs- und Schauspieltalent aufgefallen. In ganz jungen Jahren konnte er sich mit Musicals wie «Gypsy», «Der kleine Horrorladen» und «The Music Man» schnell einen Namen machen, mit 15 tauchte er bereits in die Welt der US-Fernsehserien («Firefly», «Emergency Room», «CSI: Miami», «Navy CIS») auf. Die erste von drei «High School Musical»-Filmproduktionen der Disney Company markierte dann 2006 seinen Durchbruch.

    Etwas «Grease» und ein Hauch von «Westside Story»: Die Rolle des Troy, dem ambitionierten Kapitän einer Basketball-Schulmannschaft, den es genau wie seine Freundin Gabriella - verkörpert durch Vanessa Hudgens - auf die Bühne treibt, scheint Efron auf den Leib geschrieben worden zu sein. Dass es ein Happy End gibt, versteht sich fast schon von selbst.

    Im wirklichen Leben nahm die Beziehung der beiden kein ganz so glückliches Ende. Das Liebes-Aus kam nach fast vier gemeinsamen Jahren Ende 2010. Danach hat man Zac Efron in unterschiedlicher weiblicher Begleitung gesehen. Das macht ihn für Paparazzi selnbstverständlich ziemlich interessant.

    Für Schlagzeilen in der Boulevardpresse hat er aber nicht nur wegen seiner wechselnden Frauenbekanntschaften gesorgt, sondern im vergangenen Jahr mit dem Bekenntnis zu seiner - inzwischen wohl überwundenen - Drogensucht. Diese begründete er dieses Jahr in einem Fernsehinterview mit mangelnden sozialen Kontakten: «Die Arbeit hatte damit rein gar nicht zu tun. Es war eher die Zeit dazwischen. Ich wurde auf Schritt und Tritt von der Presse verfolgt.» Er habe deshalb immer mehr Zeit in seinem Haus verbracht. «Ich bin verrückt geworden. Irgendwann brauchte ich eine Art soziales Gleitmittel.»

    Mittlerweile scheint Efron sein Leben wieder im Griff zu haben. Dieses Jahr war er bei uns in den Komödien «Für immer Single» und «Bad Neighbors» im Kino zu sehen, 2015 sollen weitere mit ihm folgen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PINTO, Freida indische Schauspielerin 30 18.10.1984 Mumbai Indien
    VAN DAMME, Jean-Claude belgischer Schauspieler 54 18.10.1960 Brüssel Belgien
    NAVRATILOVA, Martina tschechisch-amerikanische Tennisspielerin 58 18.10.1956 Revnice Tschechoslowakei
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Oktober 2014 09:33

    Die Promi-Geburtstage vom 19. Oktober 2014: Eva-Maria Hagen

    Wir haben uns alle sehr lieb», antwortet Eva-Maria Hagen auf die Frage, wie sie die Künstler-Familie Hagen beschreiben würde, «auch wenn wir alle sehr unterschiedlich sind»: Tochter Nina (59) gilt als Ikone der Punk-Bewegung, machte als Sängerin und TV-Jurorin Schlagzeilen.
    Eva-Maria Hagen wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Stephanie Pilick
    Eva-Maria Hagen wird 80.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Stephanie Pilick
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    Enkelin Cosma-Shiva (33) ist Schauspielerin und Galeristin. Und auch Mutter und Oma Eva-Maria, die am Sonntag (19.10.) ihren 80. Geburtstag feiert, blickt auf eine bewegte Karriere zurück.

    In der DDR als Filmstar und Musical-Darstellerin gefeiert, lernte Eva-Maria Hagen 1965 den Liedermacher Wolf Biermann kennen und wurde bis zu ihrer Ausbürgerung von der Staatssicherheit überwacht und wegen Staatsverleumdung angeklagt. 1977 folgte sie dem Ex-Lebensgefährten nach Hamburg, wo sie heute immer noch lebt.

    An ihrem runden Geburtstag wollen alle Hagens im Literaturhaus-Café an der Alster zusammenkommen. «Mein größter Wunsch ist, dass alles harmonisch abläuft», meint die Jubilarin, die mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin gerade den neuen «Biene Maja»-Film synchronisiert hat, der Nachrichtenagentur dpa.

    Freunde aus Berlin werden vorbei kommen, vielleicht auch Marie Biermann, die Tochter von Wolf Biermann, mit der sie gemeinsame Liederabende veranstaltet hat. «Mir liegt sehr am Herzen, diesen umfangreichen Liederschatz, den ich mir während meiner Laufbahn einverleibt habe, der jungen Generation ans Herz zu legen», meint die zierliche Frau mit den weichen Gesichtszügen.

    Aufgewachsen im mecklenburgischen Perleberg, zog es Eva-Maria Hagen bald in die Großstadt und ans Theater - bereits mit 17 Jahren debütierte sie am Berliner Ensemble unter der Regie von Bertolt Brecht. Ein Jahr zuvor hatte sie die Maschinenschlosserlehre abgebrochen und ein Schauspielstudium begonnen.

    Die DEFA-Filmkomödie «Vergesst mir meine Traudel nicht» (1957) machte die Künstlerin populär - inzwischen Mutter von Tochter Nina aus der Ehe mit Schriftsteller Hans Oliva-Hagen. Bis 1965 wirkte Eva-Maria Hagen in rund 50 TV- und Kino-Filmen mit. Von Natur aus dunkelhaarig, musste sie meist in die Rollen von busenbetonten Blondinen schlüpfen, was ihr bald den Titel «Brigitte Bardot der DDR» einbrachte.

    Die Begegnung mit Liedermacher Wolf Biermann 1965 veränderte ihr Leben, privat wie beruflich. «Er war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.» Als sie 1976 gegen Biermanns Ausbürgerung öffentlich protestierte, entließ man sie fristlos und belegte sie mit Berufsverbot. In ihrem Buch «Eva und der Wolf», das 1998 erschien, publizierte sie auch Stasi-Protokolle über das Paar. «Es machte mich depressiv, als ich sah, dass Freunde, denen ich vertraut hatte, der Stasi die intimsten Dinge berichteten.» Heute beschreibt sie ihr Verhältnis als «locker». «Wenn wir uns auch selten sehen, ist er mir im Herzen nie abhandengekommen. Außerdem singe ich oft seine Lieder, ohne die mein Leben ärmer und düsterer gewesen wäre», sagt Hagen.

    Nach der Wende drehte Hagen wieder Filme in Babelsberg in Potsdam, steht als «Medea» oder «Mutter Courage» auf der Bühne oder sang Brecht-Lieder.

    Auch im Fernsehen und Kino sah man die vielseitige Künstlerin, zuletzt in Komödien wie «Dinosaurier - gegen uns seht ihr alt aus!» (2009) oder Dramen wie «Lore» (2012).

    Im vergangenen Jahr sorgte die Schauspielerin für Schlagzeilen, als ihre Beziehung zum Dramatiker Peter Hacks (1928-2003) bekannt wurde - indem sie ihre Liebesbriefe veröffentlichte. Auch ihre Autobiografie «Eva jenseits vom Paradies» (2006) über ihre jungen Jahre wurde im Rotbuch Verlag neu aufgelegt. Ein Geschenk hat sie sich zum Geburtstag selbst gemacht: Auf der CD «Ach, lass uns wieder gut sein» singt sie «Jiddische Lieder», zusammen mit ihrem Freund, dem Pianisten Siegfried Gerlich.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    REITMAN, Jason kanadischer Regisseur 37 19.10.1977 Montréal Kanada
    PARKER, Trey amerikanischer Schauspieler, 45 19.10.1969 Conifer USA
    JAOUI, Agnès französische Schauspielerin 50 19.10.1964 Antony Frankreich
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  • 10. Oktober 2014 11:44

    Die Promi-Geburtstage vom 16. Oktober 2014: Corinna Harfouch

    Der wache Blick immer ein bisschen kritisch und distanziert. Die Empfindsamkeit einer starken Frau stets hinter einer gewissen Ruppigkeit versteckt.
    Corinna Harfouch wird 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Arno Burgi
    Corinna Harfouch wird 60.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Arno Burgi
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    Die von Corinna Harfouch im Film und auf der Theaterbühne gespielten Figuren fesseln den Zuschauer mit ihrem Temperament, ihrer Leidenschaft und Tiefgründigkeit. Am 16. Oktober wird die gebürtige Thüringerin 60 Jahre alt.

    Harfouch verkörpert oft gebrochene Charaktere in tragischen Geschichten. In «Was bleibt» von Hans-Christian Schmid, uraufgeführt bei der Berlinale, ist sie eine depressive Ehefrau und Mutter, die ihre Medikamente absetzen will.

    In «Im Winter ein Jahr» von Caroline Link sieht der Zuschauer sie als unnahbare und souverän wirkende, tatsächlich aber unsäglich trauernde Mutter, die ihren geliebten Sohn verloren hat.Im düsteren Ensemble-Film «Finsterworld» von Frauke Finsterwalder spielt sie eine elitäre Mutter und Ehefrau.

    Für den 2011 überraschend gestorbenen Produzenten Bernd Eichinger, mit dem sie zeitweise auch privat liiert war, stand Harfouch als «Vera Brühne» unter doppeltem Mordverdacht vor der Kamera. In seinem Kinofilm «Der Untergang» über Hitlers letzte Tage spielte sie die fanatische Magda Goebbels.

    In der Sat.1-Serie «Blond: Eva Blond!» ermittelte Harfouch als Kommissarin im Multikulti-Berlin. Im ARD-Film «Der Fall Bruckner» war Harfouch gerade als Jugendamtsmitarbeiterin zu sehen, die sich gegen alle Widerstände für einen kleinen, möglicherweise misshandelten Jungen einsetzt.

    Neben dem Film ist das Theater seit Jahrzehnten Harfouchs zweites Standbein. Furore machte sie an der Berliner Volksbühne in Zuckmayers «Des Teufels General» in der Regie von Frank Castorf. Für ihren Part als Fliegergeneral Harras wurde sie mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet. Vor stets ausverkauftem Haus lieferte sie sich am Deutschen Theater Berlin in Edward Albees «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» einen Ehekrieg mit Ulrich Matthes.

    Im Dezember wird Harfouch in einem weiteren Theater-Duell auf der Bühne stehen: Am Schauspiel Stuttgart feiert das Mutter-Tochter-Drama «Herbstsonate» nach dem Film von Ingmar Bergman Premiere. Harfouchs Bühnen-Tochter wird Fritzi Haberlandt sein, Regie führt Jan Bosse.

    Der Einstieg in die Schauspielerei wurde der heute auf dem Land in Brandenburg lebenden Harfouch nicht leicht gemacht. Nach dem Abitur in der DDR wurde sie an der Schauspielschule zunächst abgelehnt. Daraufhin machte sie eine Lehre als Krankenschwester, studierte Textiltechnik, um dann schließlich doch 1978 an der Hochschule für Schauspielkunst Berlin zu landen. In der Hauptstadt bekam sie auch ihre ersten Theaterengagements.

    Schon zu DDR-Zeiten wurde ihr Können mit Preisen gewürdigt. Kritik und Publikum überzeugte sie mit Filmen wie «Die Schauspielerin» von Siegfried Kühn und «Treffen in Travers» von Michael Gwisdek. Als sie Gwisdek 1985 heiratete, hatte Corinna Harfouch bereits ihre erste Ehe mit einem syrischen Informatiker hinter sich.

    Einen Tag nach ihrem Geburtstag steht die Schauspielerin wieder auf der Bühne: In der Weltraumoper «Leben auf der Baldrianrakete» ihres heutigen Lebensgefährten Wolfgang Krause Zwieback, die am 17. Oktober in Bonn Premiere feiert.

    Um das Älterwerden wird nach Ansicht von Harfouch zu viel Aufhebens gemacht. «Altern ist eine Selbstverständlichkeit. Und deshalb sollte man sich angemessen damit arrangieren», so Harfouch im aktuellen 3sat-«TV-& Kulturmagazin».

    «Natürlich bin ich Schauspielerin und versuche, mich in jeden Menschen hineinzuversetzen. Und das Altern scheint ja jetzt so ein Massenproblem - vielleicht ein Modeproblem - zu sein», so Harfouch. «Trotzdem nervt mich allzu viel Gerede darüber. Ich kann mit der ganzen Diskussion nichts anfangen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MAYER, John amerikanischer Musiker 37 16.10.1977 Bridgeport USA
    SCHOLL, Mehmet deutscher Fußballer 44 16.10.1970 Karlsruhe Deutschland
    ROBBINS, Tim amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Autor 56 16.10.1958 West Covina USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 09. Oktober 2014 15:18

    Die Promi-Geburtstage vom 10. Oktober 2014: David Lee Roth

    Mitte September hat David Lee Roth via Facebook, Twitter und auf seiner Homepage eine neue Folge seiner selbstbetitelten Podcast-Show angekündigt. So hält der Sänger, Songwriter und Musiker Kontakt zu seinen Fans. Erschienen ist allerdings noch nichts.
    David Lee Roth führt seit 60 Jahren ein wildes Leben.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Dean Lewins
    David Lee Roth führt seit 60 Jahren ein wildes Leben.
     
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    In den ersten Roth-Shows dieses Jahres, die ihn im Frühjahr und Sommer zeigen, hatte er fröhlich aus Japan gegrüßt, wo er in einem Tokioter Studio Cover-Songs aufnahm, unter anderem eine A-capella-Version von Pharrell Williams' Mega-Hit «Happy». Warum? Das hat der Van-Halen-Frontman für sich behalten. Er machte auch keine Andeutung, ob und wann er mit seinen Band-Kollegen in Europa oder sonstwo auf Tour gehen oder es bald ein neues gemeinsames Album nach «A Different Kind Of Truth» geben wird. Sicher ist nur eines: Heute wird der Rock-Entertainer 60.

    Geboren 1954 in Indiana als Sohn jüdischer Emigranten, wuchs David Lee seit seinen Teenagertagen in Kalifornien auf, wo er das Pasadena Community Collge besuchte und Musiktheorie studierte. Dort lernte er eines Tages die Brüder Edward «Eddie» und Alex van Halen kennen, gründete mit ihnen und dem Bassisten Michael Anthony 1974 eine Band und brachte 1978 die erste gemeinsame Platte heraus. Sie wurde gleich ein großer Erfolg: Das Debütalbum «Van Halen» hielt sich über viele Wochen in den US-Billboard-Charts und entwickelte sich mit der Zeit zu einem Millionenseller. Gleiches gilt für das Album «1984» mit dem Super-Hit «Jump», dem größten den Van Halen je hatte.

    1985 verließ David Lee Roth dann im Streit die Band, um solo weiter zu machen. Sein erstes Werk im Alleingang war eine EP: «Crazy From The Heart» (so betitelte er 1997 auch seine Memoiren). Sie wurde von Publikum und Kritik gut aufgenommen, sein Album «Eat 'Em And Smile» (1986), mit dem er auf Welttournee ging, ebenso.

    Weniger Meriten verdiente er sich mit dem selbst produzierten, poppigen «Skyscraper» (1988). Die Karriere des Künstlers begann zu bröckeln, auch als er im Stil bluesiger wurde, die Reunion mit Van Halen Mitte der 90er Jahre währte nur kurz und endete in einem großen Krach bei den MTV Music Awards (1996). Das Kriegsbeil wurde erst elf Jahre später begraben.

    Seitdem gibt Roth wieder den extrovertierten Showman der zwischenzeitlich umbesetzten Band Van Halen. Ob und wann sie gemeinsam in die Zukunft schreiten werden, bleibt abzuwarten.

    Privat weiß man wenig über David Lee Roth - außer, dass er als Kind hyperaktiv gewesen sein soll - und dass er - als einer der wenigen in seiner Szene und Generation - nie geheiratet hat. Angesprochen auf das weibliche Geschlecht soll er «Imdb.com» einmal gesagt haben: «Ich bekomme nicht alle Frauen, die ich haben will... Ich bekomme alle Frauen, die mich wollen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CILMI, Gabriella australische Sängerin 23 10.10.1991 Melbourne Australien
    LIORET, Philippe französischer Regisseur 59 10.10.1955 Paris Frankreich
    HARPER, Jessica amerikanische Schauspielerin 65 10.10.1949 Chicago USA
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  • 08. Oktober 2014 17:47

    Die Promi-Geburtstage vom 15. Oktober 2014: Götz Otto

    Das hat gepasst: Bei den traditionsreichen Festspielen auf der Götzenburg in Jagsthausen hat Götz Otto in diesem Jahr die Rolle des «Götz von Berlichingen» übernommen.
    Götz Otto wird 47.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Felix Hörhager
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    Der Schauspieler, der heute 47 Jahre alt wird, steht gerne auf der Theaterbühne: «Der große Unterschied zwischen Theater und Dreharbeiten ist für mich nicht das Spielen vor Publikum, sondern der Luxus, über mehrere Wochen eine Figur entwickeln zu können. Man kann ausprobieren», sagte er in einem Interview, das er im Rahmen der Burgfestspiele gab.

    Götz Otto ist ein Schauspieler mit Hollywood-Flair. Sein großer internationaler Durchbruch war James Bond. Es geht die Geschichte, dass der blonde Hüne sich damals in London bei einem Casting mit den Worten vorstellte: «Ich bin groß, ich bin böse, und ich bin deutsch.» Schon hatte er - wie einst seine Landsmänner Gert Fröbe und Curd Jürgens - einen Vertrag als teutonischer James-Bond-Gegenspieler in der Tasche - und sein Image weg. Im Agententhriller «Der Morgen stirbt nie» (1997) verkörperte er den fiesen, wasserstoffblond gefärbten Handlanger eines aggressiv-machtbesessenen Medienbarons.

    Die ganz große Hollywood-Karriere blieb zwar aus, aber darum geht es Götz Otto auch gar nicht: «Der Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn ist immer das Projekt, an dem ich gerade arbeite», sagte er. Damit kann man ganz gut leben.

    Im deutschen TV- und Kinofilm aber hat er sich einen festen Platz erobert. Er war in Oliver Hirschbiegels «Der Untergang» (2004) zu sehen, spielte in «Ossi's Eleven» (2008) einen erfolglosen Würstchenverkäufer und ergatterte eine Rolle in dem Fernsehmehrteiler «Die Säulen der Erde» (2010). Auch als Synchronsprecher ist Götz Otto gefragt.

    Seit diesem Jahr ist Otto auch Botschafter für AMREF (African Medical and Research Foundation) und engagiert sich für Hilfsprojekte in Afrika.

    Otto hat auch einen persönlichen und emotionalen Bezug zu dem Kontinent. «Ich war schon häufig in Afrika, weil mein Vater lange Zeit als Bäcker in Bandaga gearbeitet und auch viel erzählt hat», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Sein Vater sei Franzose, sein erster Bäckermeister habe eine Bäckerei in Afrika betrieben und ihn gefragt, ob er dort nicht arbeiten wolle. Heute lebe sein Vater in Frankreich.

    Eigentlich hätten Vater und Sohn gerne einmal mit dem Motorrad Afrika bereist, sagt Otto. «Doch die politische Situation lässt es heute leider nicht mehr zu.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ÖZIL, Mesut deutscher Fußballer 26 15.10.1988 Gelsenkirchen Deutschland
    WACKERNAGEL, Katharina deutsche Schauspielerin 36 15.10.1978 Freiburg Deutschland
    DE BURGH, Chris irischer Sänger 66 15.10.1948 Buenos Aires Argentinien
    © dpa-infocom GmbH
  • 08. Oktober 2014 14:49

    Die Promi-Geburtstage vom 14. Oktober 2014: Udo Kier

    Udo Kier wirkt besessen bei diesem Thema: Kunst, so stellt er fest, sei für ihn eine Sucht. «Die ist teurer als Kokain, aber es ist eine angenehme Sucht, ich bleibe gesund dabei», sagt der Schauspieler, berühmt für seinen grell-intensiven Blick.
    Zwischen Kunst und Horror: Der «Arteholic» Udo Kier wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
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    In seinem Haus, einer ehemaligen Bücherei in der kalifornischen Wüstenstadt Palm Springs, hat er viele Werke namhafter Künstler. Möbel von Mies van der Rohe oder Eames, Kunst von David Hockney, Andy Warhol, Sigmar Polke oder Robert Mapplethorpe. Zu fast allen Objekten und Künstlern fallen Kier Geschichten ein - so viele, dass er einen Film gedreht hat, passend zu seinem 70. Geburtstag am 14. Oktober: «Arteholic».

    Eine unterhaltsame, oft abgedrehte und egozentrische Kunstbetrachtung eines Mannes, der verrückt ist nach jeglicher Ausdrucksform, sei es im Film, auf der Bühne oder auf Leinwand und Papier. Viele seiner Kunstfreunde kommen in der von Hermann Vaske inszenierten Rundreise durch Museen in Köln, Bonn, Berlin, Frankfurt am Main, Paris und Kopenhagen zu Wort: die Künstler Rosemarie Trockel oder Jonathan Meese, der Chef der Berliner Nationalgalerie, Udo Kittelmann oder der Bildhauer Tobias Rehberger. Im Mittelpunkt: Die Kunst, aber auch Kier selbst, etwa wie er 2012 mit dem Regisseur Guy Maddin im Centre Pompidou in Paris Teil der Kunstaktion «Spiritismes» über verlorene Filme wird.

    Andy Warhol führte den jungen Schauspieler aus Köln, der eigentlich Udo Kierspe hieß, in die pulsierende Kunstszene ein mit ihren Partys, Auftritten und Skandalen. «Als Schauspieler bin ich wirklich eifersüchtig auf Maler», stellt Kier im Film fest. Ton, Licht, Kamera - alles nicht notwendig. «Wenn du Künstler bist, findest du immer einen Stift.» Bestes Beispiel: Sein Freund Michael Buthe, der überbordende Farbenkünstler, mit dem er zusammen mit Marcel Odenbach in Köln in einer Künstlerkolonie lebte. «Im Restaurant hatte Michael Buthe eine Idee, da wurden die Augen anders und plötzlich wurde ein Kaffee umgeschüttet auf ein Papier, dann wurde das mit der Hand verteilt und noch Pfeffer drauf und schon war es fertig.»

    Vielleicht steckt in diesem Bekenntnis zur Eifersucht auch etwas Koketterie, denn Kier nahm selbst an vielen Kunstaktionen teil. Zudem gilt er als Schauspieler als feste Größen im Filmgeschäft. Am Beginn seiner Karriere stand eine Kneipe in Köln, wo er mit 16 den etwas jüngeren Rainer Werner Fassbinder kennenlernte. «Eine richtige Arbeiterkneipe, wo die Leute auch mal ein Bier ins Gesicht bekamen», erinnert sich Kier. Die intensive Zusammenarbeit mit Fassbinder sollte erst später folgen. Vorerst zog es den gut aussehenden Mann aus armen Verhältnissen in so verheißungsvolle Städte wie Cannes, London und Rom. Er tauchte ein in die Welt der Künstler und Filmemacher, der Schönen und Reichen, traf den berühmten italienischen Regisseur Lucchino Visconti, den Schauspieler Alain Delon oder den Industriellensohn Arndt von Bohlen und Halbach.

    1973 sah der Pop-Art-Künstler Andy Warhol Kier in einer Rolle als Monster. Diesen Mann mit den ungewöhnlich grünen, stechenden Augen wollte er unbedingt haben - und er bekam ihn. In New York drehten sie gemeinsam Persiflagen auf die Horrorfilme «Dracula» und «Frankenstein». Das brachte Kier einigen Ruhm ein. Fortan spielte er in vielen Filmen, oft als Bösewicht, meist in Nebenrollen. Der große Durchbruch in den USA ließ aber noch auf sich warten. Erst 1991 als Freier in Gus Van Sants «My Own Private Idaho» sicherte er sich die Aufmerksamkeit der mächtigen US-Filmindustrie. Zum Horrorgenre kehrte Kier immer wieder zurück, etwa 2007 in der Neuauflage von «Halloween» oder in der Nosferatu-Hommage «Shadow of the Vampire» mit John Malkovich aus dem Jahr 2000.

    Besonders eng war die Zusammenarbeit mit Fassbinder, dem Kier nach München folgte und mit dem er sich sogar eine Wohnung teilte. Fünf Filme drehten sie zusammen, darunter «Lili Marlen», «Bolwieser» oder «Berlin Alexanderplatz». «Dann war das ein bisschen anstrengend und ich bin ausgezogen», erzählt Kier. 1982 nach Fassbinders Tod entstand eine kurze Zeit der Leere. «Keiner wollte Fassbinder-Schauspieler. Wim Wenders hatte Bruno Ganz, Werner Herzog hatte Kinski.» Doch bald ging es weiter. Kier drehte mit dem Ungarn Gábor Altorjay und stand 1987 zum ersten Mal für Lars von Trier in «Epidemic» vor der Kamera - eine künstlerische Beziehung, die viele Filme überdauern sollte, ebenso wie die mit Christoph Schlingensief.

    Irgendwann wolle er ein Buch über seine Erlebnisse schreiben, sagt Kier. Allerdings wolle er damit noch etwas warten, um die Wahrheit schreiben zu können. «Ob das eine Einladung vom Prinz Johannes von Thurn und Taxis war oder ob als 21-Jähriger der Kellner in London kam und sagte, Herr Visconti und Herr Nurejew möchten sie zu einem Glas Champagner einladen.» Auch den Titel für das Buch hat er schon: «Die Wahrheit. Keine Lügen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WASIKOWSKA, Mia australische Schauspielerin 25 14.10.1989 Canberra Australien
    USHER amerikanischer R&B-Sänger 36 14.10.1978 Chattanooga USA
    LAUREN, Ralph amerikanischer Modeschöpfer 75 14.10.1939 New York USA
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  • 07. Oktober 2014 07:52

    Die Promi-Geburtstage vom 13. Oktober 2014: Nana Mouskouri

    Die Frau mit der schwarzen Brille begeistert noch immer die Massen. «Nana komm bitte wieder», skandierten fast 5000 Menschen im Juli in Athen nach dem Auftritt von Nana Mouskouri.
    Nana Mouskouri feiert ihren 80. Geburtstag auf der Bühne.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jörg Carstensen
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    Zuvor hatte die wohl bekannteste griechische Sängerin in ihrer Heimatstadt fast drei Stunden lang für ihre Fans gesungen. Heute wird sie 80 Jahre alt - und singt an diesem Tag in Hamburg.

    «Man muss nicht leise sein, nur weil man alt ist», sagt sie im Interview der Nachrichtenagentur dpa. «Ich feiere mit meinem Publikum auf der Bühne. Die Menschen im Hintergrund - das war für mich immer wie eine Familie. Meine Tochter wird mit mir und für mich singen. Mein Mann wird auch da sein. Meine Schwester kommt aus Athen, meine Freunde aus Paris. Alle sind bei dem Konzert dabei.»

    2008 absolvierte die Sängerin eigentlich ihre Abschiedstournee. Doch vier Jahre später kehrte sie zurück. Derzeit reist sie auf ihrer «Happy Birthday Tour» um die Welt. Ihre Fans freut der Sinneswandel. Bei dem Konzert in Athen gab es schon nach Betreten der Bühne des monumentalen Amphitheaters unterhalb der Akropolis stürmischen Beifall. «Nana! Nana!», riefen die Fans der Sängerin zu. «Bitte mit dem Beifall warten. Ich hab' ja noch nicht gesungen», antwortete die immer etwas reserviert wirkende Frau im weißen Kleid.

    Nach dem Konzert hatten viele, vor allem ältere Menschen, Tränen in den Augen. Ihre Lieder, gesungen in ihrer Muttersprache, bringen für viele Erinnerungen aus alten Zeiten. Doch die Sängerin («Weiße Rosen aus Athen») erreicht auch die Jüngeren: «Ihre Stimme ist himmlisch», sagte eine 20-Jährige nach dem Konzert.

    Die Erfolgsgeschichte Mouskouris begann in den 50er Jahren. In einigen Heimatfilmen dieser Zeit tauchte eine leicht verunsicherte junge Dame auf: Nana Mouskouri, damals noch ohne Brille. Wer heute die alten Aufnahmen sieht, kann nur bestätigen, was viele ältere Griechen immer wieder sagen: Sie sei schüchtern gewesen, aber ihre Stimme habe damals schon wie eine Nachtigall geklungen. Wer Ohren hatte, habe hören können, dass sie sehr weit kommen würde.

    Schon in jungen Jahren hatte Mouskouri davon geträumt, die Leute zu unterhalten. Die Bühne ist ihren Worten nach «der ideale Ort, um Gefühle mit anderen Leuten auszutauschen», sagte sie einmal. Nana Mouskouri hält einige Rekorde: Sie gehört zu den ersten griechischen Sängern, die im Ausland Erfolg hatten. Angefangen hat Mouskouri mit klassischer Musik und Jazz. Vorurteile gegenüber Schlagern hatte sie aber nie. «Man muss respektieren, dass die Leute das mögen. Ich finde, das ist auch poetische Musik.»

    Mouskouri hat mehr CDs verkauft als jede andere ihrer griechischen Kolleginnen: insgesamt über 250 Millionen. Mit ihrer neuesten CD «Meine Reise - von 1962 bis heute» will sie die Höhepunkte ihrer Karriere präsentieren. «Auf der CD sind auch ein paar weniger bekannte Lieder dabei, die vor langer Zeit noch auf Schallplatten erschienen sind. Die kennen vielleicht einige Menschen noch nicht», sagt sie der dpa.

    Ihr Markenzeichen, die Brille, setzt sie seit Anfang der 60er Jahre auf. Mit ihr begann die Karriere im Ausland. «Ohne Brille wäre ich wohl nicht Nana Mouskouri. Sie hat mir Erfolg gebracht und ist ein Teil von mir. Sie ist wie ein Schutzschild für mich», erzählt die Sängerin.

    Auch politisch war Nana Mouskouri aktiv. In den 90er Jahren ging sie für die konservative griechische Partei Nea Dimokratia ins Europäische Parlament. Doch nach dem Ende der Legislaturperiode gab sie auf: «Ich war von der Politik enttäuscht. Hier gibt es keine Wahrheit und keine Freiheit. Vieles dreht sich um Parteipolitik und Machterhalt», sagte sie zur Begründung.

    Abseits der Musik ist die Mouskouri dennoch aktiv. 1993 wurde sie UNICEF-Botschafterin. Ihrem Land ist die Sängerin sehr verbunden, trotz mancher Kränkung. «Ich hatte mich bereiterklärt, an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2004 von Athen teilzunehmen. Man hat mir aber gesagt, ich passe nicht ins Konzept», sagte sie damals der griechischen Presse verbittert.

    Vielleicht auch deswegen ist ihr Rückzugsort nicht ihr Heimatland, sondern die Schweiz. Die Griechen lieben sie dennoch. Der ehemalige Athener Bürgermeister Nikitas Kaklamanis sprach vor einigen Jahren aus, was viele Griechen fühlen: «Nana, der Beifall für dich wird in unseren Herzen nie enden.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ASHANTI amerikanische Sängerin 34 13.10.1980 Glen Cove USA
    COHEN, Sacha Baron britischer Schauspieler 43 13.10.1971 London Großbritannien
    WALSH, Kate amerikanische Schauspielerin 47 13.10.1967 San José USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Oktober 2014 15:48

    Die Promi-Geburtstage vom 07. Oktober 2014: Toni Braxton

    Anfang 2013 hatte Toni Braxton im US-Fernsehen angekündigt, keine Platten mehr aufnehmen zu wollen. Inzwischen hat es sich die R&B-Sängerin offenbar anders überlegt. Diesen Februar veröffentlichte sie zumindest mit Kenneth «Babyface» Edmonds das Album «Love, Marriage & Divorce».
    Toni Braxton wird 47.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Eric S. Lesser
    Toni Braxton wird 47.
     
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    Berlin (dpa) - Anfang 2013 hatte Toni Braxton im US-Fernsehen angekündigt, keine Platten mehr aufnehmen zu wollen. Inzwischen hat es sich die R&B-Sängerin offenbar anders überlegt. Diesen Februar veröffentlichte sie zumindest mit Kenneth «Babyface» Edmonds das Album «Love, Marriage & Divorce».

    Die «musikalische Inspiration», die ihr zuvor abhanden gekommen war, wie sie in Interviews sagte, hat die Souldiva, die heute 47 wird, offenbar durch den Musiker und Produzenten Babyface (55) wiedergefunden. International haben die beiden mit ihrem gemeinsamen Werk zwar nicht ganz groß punkten können, in den USA erreichten sie damit aber immerhin den vierten Platz der Billboard-Charts.

    «Love, Marriage & Divorce» ist nicht die erste Zusammenarbeit der beiden. Babyface hatte von der Sängerin aus Maryland und ihren vier jüngeren Schwestern Anfang der 90er Jahre gehört, die damals als The Braxtons auftraten und bereits einen Plattenvertrag bei Arista in der Tasche hatten. Er war aber nur an der ältesten Schwester interessiert und bot ihr einen Solo-Deal auf dem Label LaFace Records an, das er 1989 zusammen mit Antonio «L.A.» Reid (58) speziell für R&B und HipHop gegründet hatte. Sie leiteten sodann in die Wege, dass die Newcomerin mit zwei Songs auf dem Soundtrack zu Eddie Murphys Kinokomödie «Boomerang» (1992) vertreten war und sich 1993 einem breiteren Publikum mit einem selbstbetitelten Solodebüt-Album vorstellen konnte.

    «Toni Braxton» verkaufte sich millionenfach, verteidigte über Wochen den Thron der US-Charts, wurde international in den Top Ten notiert und brachte der Singer-Songwriterin mit der kräftig-rauen Stimme die ersten beiden von inzwischen sechs Grammys ein. Den größten Hit ihrer Karriere markiert aber die Nummer-eins-Single «Un-Break My Heart» von ihrem noch erfolgreicheren Platin-Album «Secret» (1996). Doch Braxton scheint nicht genügend an dem neuerlichen Millionenseller mitverdient oder schlechte Berater gehabt zu haben. 1998 erklärte sie auf jeden Fall öffentlich, pleite zu sein. Es kam zum Streit mit der Plattenfirma, das dritte Studioalbum wurde einstweilen auf Eis gelegt und erschien erst im Jahr 2000: «The Heat» - wieder ein Treffer.

    Danach ging es eine Zeitlang mit der Künstlerin beruflich leicht bergab, privat aber nach oben. Braxton heiratete 2001 Keri Lewis, mit dem sie zwei Kinder hat, die Söhne Denim (12) und Diezel (11). Der jüngere ist Autist. Darüber, über das Ende ihrer Ehe, neue Liebe, Schönheits-OPs und eigene Krankheiten berichtet Toni Braxton sehr offen in ihrer Autobiografie, die dieses Frühjahr in den USA erschienen ist («Unbreak my Heart», auf Englisch). Wie und ob es musikalisch mit ihr weitergeht, bleibt vorerst abzuwarten.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    COSTA, Diego brasilianisch-spanischer Fußballspieler 26 07.10.1988 Lagarto Brasilien
    WIEGMANN, Bettina deutsche Fußballerin 43 07.10.1971 Euskirchen Deutschland
    BROWN, Sam britische Rocksängerin und Rockmusikerin 50 07.10.1964 London Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Oktober 2014 15:21

    Die Promi-Geburtstage vom 09. Oktober 2014: PJ Harvey

    Polly Harvey hat die weichsten Lippen und die kältesten Hände des Rock'n'Roll», sagte Nick Cave einmal über die britische Indie-Musikerin, die 1992 ihr erstes Album veröffentlichte.
    Exzentrisch und düster: PJ Harvey wird 45. Foto: Jean-Christophe Bott © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Exzentrisch und düster: PJ Harvey wird 45. Foto: Jean-Christophe Bott
     
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    Und Nick Cave muss es wissen, denn die beiden waren eine zeitlang liiert. Sie lernten sich 1996 bei den Dreharbeiten zu dem Cave-Video «Henry Lee» kennen. Ihr Privatleben aber hält PJ Harvey, die heute 45 Jahre alt wird, seit jeher unter Verschluss.

    Die Musik beider Künstler schöpft aus der gleichen düsteren Quelle. Die Songs von Polly Jean Harvey sind eine Reise zu den Abgründen des Lebens. Anleihen beim Punk, bei den frühen Songwritern und sogar beim Blues sind die Fundamente, in die sich die aufwühlende Stimme PJ Harveys gräbt.

    Das Verstörende und das Ästhetische unter einen Hut zu bekommen, beherrscht die Sängerin dabei wie kaum eine andere Künstlerin, die schreiend, gurrend und zirpend ihre Stimme durch alle Höhen und Tiefen jagt und eindringlich unterstreicht, dass gute Musik nicht unbedingt «schön» sein muss.

    Ihr letztes Album «Let England Shake» (2011), für das sie den renommierten Mercury Prize gewann und das vielfach als «Album des Jahres» in den Bestenlisten geführt wurde, gilt als PJ Harveys Meisterwerk.

    Es ist eine düstere Bestandsaufnahme ihres Heimatlandes: Sie marschiert wie entfesselt durch England, sieht «stinking alleys», besucht auf Friedhöfen «dead sea-captains», begegnet «unburied ghosts», und vermengt so Vergangenheit und Gegenwart zu einem gespenstischen, aber auch seltsam bezaubernden Totentanz.

    Am bekanntesten ist die Britin für ihr musikalisches Werk, aber ihre Schaffenskraft erschöpft sich keinesfalls in diesem Gebiet. Außerhalb des Studios und abseits der Bühne betätigt sie sich auch als Schauspielerin, Lyrikerin, Bildhauerin und Malerin. Stillstand existiert nicht in PJ Harveys kreativer Welt.

    Ihre Inspiration? «Ich bin wahrscheinlich mehr von Filmemachern und Malern beeinflusst als durch andere Songwriter oder Dichter», sagte sie im Interview mit der britischen Zeitung «The Guardian». «Ich sehe Bilder, sehe die Handlung und dann muss ich das nur noch aufschreiben.»

    Was PJ Harvey in ihren Lyrics verhandelt, ist morbide, dunkel und schmerzhaft; so schmerzhaft, dass es für Erleichterung sorgt zu wissen, dass die Künstlerin sich stets dagegen verwehrt hat, dass ihr Texte als autobiografisch wahrgenommen werden.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LENNON, Sean britischer Musiker und Sänger 39 09.10.1975 New York USA
    RULAND, Tina deutsche Schauspielerin 48 09.10.1966 Köln Deutschland
    BAKULA, Scott amerikanischer Schauspieler 60 09.10.1954 St. Louis USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Oktober 2014 13:55

    Die Promi-Geburtstage vom 12. Oktober 2014: Richard Meier

    Weiß ist Licht und Licht ist das Leben, hat Richard Meier einmal gesagt. Kein Wunder, dass der Architekt genau so baut: weiß!
    Stararchitekt Richard Meier wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Rolf Haid
    Stararchitekt Richard Meier wird 80.
     
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    Der New Yorker hat mit dem Getty Center in Los Angeles, dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden oder dem Arp-Museum in Remagen einige der bedeutendsten Bauten der Gegenwart geschafften. Heute wird der Pritzker-Preisträger 80.

    1984 hatte Meier die wichtigste Architekturehrung der Welt bekommen, da war der Pritzker-Preis gerade einmal fünf Jahre alt und noch etwas für Insider. Meier war knapp 50, ein gefeierter Architekt und hatte soeben das High Museum of Art in Atlanta beendet, wofür er auch geehrt wurde. Drei Jahrzehnte zuvor hatte er klein angefangen, ganz klein - sein erstes Büro war in der Wohnung der Eltern. Daraus wurde einer der «New York Five». Mit einem anderen dieser einst fünf wegweisenden jungen Architekten ist er verwandt, dem Schöpfer des Berliner Holocaust-Mahnmals Peter Eisenman.

    Sein Stil ist klar: Einfache Formen, schlichte Eleganz, gerade Linien - Meier sieht sich in der Tradition eines Le Corbusier. Und so gerade sind seine Linien eigentlich auch gar nicht, auch wenn sie klaren geometrischen Formen folgen. Aber ein Schwung, eine Rundung ist eben doch oft dabei und wenn es einmal ganz gerade ist, wie beim Arp-Museum, dann sorgen Absätze oder runde Anbauten für Auflockerung.

    Und praktisch immer ist es weiß. «Weiß ist die wunderbarste Farbe, denn in ihr kann man alle Farben des Regenbogens sehen», sagte er in seiner Rede bei der Verleihung des Pritzker-Preises. Weiß sei nie einfach weiß: «Es ist fast immer verwandelt durch Licht und andere Dinge, die verändern: Der Himmel, die Wolken, die Sonne, der Mond.»

    Meier ist Architekt durch und durch. «Ich glaube daran, dass die Architektur die Kraft zur Inspiration, zur Erhöhung des Geistes hat, um beides zu nähren, den Körper und den Geist. Es ist die öffentlichste aller Kunstformen», sagte er 2001. Oder wie er es schon zum Pritzker-Preis sagte: «Architektur ist die Mutter der Kunst.»

    Meier arbeitet weiter, auch mit 80. Aber er genießt auch die Zeit in seinem Haus in East Hampton auf Long Island. Es ist braun.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HUTCHERSON, Josh amerikanischer Schauspieler 22 12.10.1992 Union USA
    JACKMAN, Hugh australischer Schauspieler 46 12.10.1968 Sydney Australien
    LAVI, Daliah israelische Sängerin und Schauspielerin 72 12.10.1942 Schavi Zion Israel
    © dpa-infocom GmbH
  • 04. Oktober 2014 10:40

    Die Promi-Geburtstage vom 11. Oktober 2014: Peggy Parnass

    Über ihre Kindheit spricht Peggy Parnass nicht. «Alles, was ich zu sagen habe, habe ich aufgeschrieben. Das war schlimm genug», sagt die streitbare Autorin, die in den 1970er und 1980er Jahren durch ihre Gerichtsreportagen berühmt wurde.
    Peggy Parnass feiert Geburtstag.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Angelika Warmuth
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    Drei Monate geht es ihr schlecht, als sie die Erinnerungen an ihre «Mutti» und ihren Vater «Pudl», die von den Nationalsozialisten ins Warschauer Ghetto deportiert und im Konzentrationslager Treblinka ermordet wurden, zum ersten Mal für ihr Buch «Unter die Haut» (1983) aufschreibt. Jetzt erscheint das Kapitel «Kindheit» als Neuausgabe mit leuchtenden Farbholzschnitten der brasilianischen Künstlerin Tita do Rêgo Silva im Fischer Verlag (Frankfurt am Main).

    «Meine Eltern haben weder Grab noch Grabstein. Aber jetzt dieses wunderbare Buch zu ihren Ehren», sagt Peggy Parnass, die am 11. Oktober Geburtstag hat, mindestens 80 wird, ihr wahres Alter aber nicht verrät, im dpa-Interview. Die Originalausgabe erschien 2012 in limitierter Auflage in der Edition Klaus Raasch und wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der «Schönsten Bücher 2013» ausgezeichnet. In bewegenden Worten erzählt Peggy Parnass darin von ihrer behüteten Kindheit in Hamburg, von der großen Liebe ihrer Eltern, den ersten Anfeindungen gegen Juden bis zu dem schrecklichen Tag im Jahr 1939, als ihre Mutter sie und ihren vierjährigen Bruder mit einem Kindertransport nach Stockholm schickte.

    «Die ersten Jahre meines Lebens waren durch die Liebe meiner Eltern sehr schön. Die Zeit danach war ein einziger Alptraum», sagt Parnass, die alle nur Peggy nennen und die alle Menschen, die sie kennenlernt, nach schwedischer Art duzt. In Schweden wird sie von ihrem Bruder getrennt, lebt in zwölf verschiedenen Pflegefamilien. Als Heiligstes bewahrt sie Briefe und Fotos von ihrer Mutter in einem Schuhkarton auf, darunter die letzten Postkarten aus dem Warschauer Ghetto mit den Worten «Auf Wiedersehen! Schalom! Wir lieben Euch! Wir denken immer an Euch! Seid brav und nicht traurig!». Weil sie davon angeblich trübsinnig wird, verbrennt ihr Vormund den Karton samt Inhalt.

    Nach dem Krieg lebt Peggy Parnass drei Jahre mit ihrem Bruder bei ihrem Onkel in London, danach studiert sie in Stockholm, London, Hamburg und Paris und wird mit Hilfe der Schauspiellehrerin Margot Höpfner in zwölf Tagen Schauspielerin - das Metropolis Kino zeigte gerade ihre Kurzfilme «Zwei» und «Mauerblume im Ballhaus Paradox». Eigentlich will sie nie nach Deutschland zurück, bleibt aber bei einem Besuch ihrer Cousine in Hamburg hängen und «traf dort lauter dufte Leute, alles Linke, Antifaschisten und Widerstandskämpfer». Mit dem Schriftsteller Peter Rühmkorf, «Konkret»-Gründer Klaus Rainer Röhl und Dick Busse lebt sie in einer Wohngemeinschaft, zusammen gründen sie eine Studentenbühne und machen politisches Kabarett.

    Peggy Parnass hat Wut im Bauch, Ungerechtigkeiten kann sie nicht akzeptieren. Sie engagiert sich politisch, ist in zahlreichen Protestbewegungen aktiv, «weil es der Selbstrespekt verlangt, den Versuch zu machen, etwas zu bewegen». 17 Jahre lang schreibt sie Gerichtsreportagen für die linke Zeitschrift «Konkret», in denen sie sich als mutige und scharf beobachtende Moralistin erweist. Ihr Buch «Prozesse 1970-1978» wird vielfach ausgezeichnet. «Eigentlich wollte ich über NS-Prozesse schreiben. Aber von den mehr als 500 Prozessen, über die ich berichtet habe, waren nur drei NS-Prozesse.»

    Es folgen autobiografisch geprägte Anthologien («Unter die Haut», 1983, «Süchtig nach Leben», 1990), in denen sie von ihrem Leben voller Leidenschaft berichtet. Am 30. November 2014 präsentiert sie einige davon zusammen mit dem Schauspieler Burghart Klaußner in den Kammerspielen. Was gab ihr die Kraft, immer weiterzumachen? «Meine unbändige Freude am Leben», lautet ihre Antwort.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HARDY, Linda französische Schauspielerin und Model 41 11.10.1973 Nantes Frankreich
    CUSACK, Joan amerikanische Schauspielerin 52 11.10.1962 Evanston USA
    HEHN, Sascha deutscher Schauspieler 60 11.10.1954 München Deutschland
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Die Promi-Geburtstage vom 29. Oktober 2014: Dieter Nuhr
Ich höre gerne Leute lachen, ich glaube das ist ein großes Privileg an meinem Job», sagte Dieter Nuhr, der seit über 20 Jahren zu den bekanntesten Kabarett- und Comedy-Köpfen Deutschlands gehört. Heute feiert er seinen 54. Geburtstag.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/2840860,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-29.-Oktober-2014%3A-Dieter-Nuhr,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/toYIG6sBtvX6_9b+ofQ_LKBGQVVHpL1CgreyzujfY5o=.jpg
 
<b> Besondere Schwere der Schuld</b><br/>Sa. 01.11. / 20.15 / Das Erste<br/><br/>

Joseph Komalschek (Götz George) soll einst eine junge Frau und deren Neugeborenes ermordet haben. Dafür hat er - wegen besonderer Schwere der Schuld - 30 Jahre gesessen und ist auch dann nur wegen eines Formfehlers freigekommen. Zum Entsetzen der Nachbarschaft kehrt Komalschek nach seiner Freilassung in seine alte Wohnung zurück, begleitet von drei Polizisten, die die "Bestie" nicht aus den Augen lassen dürfen.

 © ARDBesondere Schwere der Schuld
Sa. 01.10. / 20.15 / Das Erste  mehr
 
 
 
 
 
 
 

Zitatecheck: Wer hat's gesagt?

 
"Ich bin nicht in der Lage, auf Kommando einen Witz zu erzählen."
 
 
 
 
 

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