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  • 31. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 31. August 2016: Richard Gere

    Obdachloser, Klatschreporter, Anwalt oder Gynäkologe: Das Rollen-Portfolio von Richard Gere ist bunt. Im September soll beim Toronto Film Festival sein neuester Film Premiere feiern, «Norman: The Moderate Rise and Tragic Fall all of a New York Fixer». Er gibt darin einen Unternehmer und «Macher».
    Richard Gere sieht auch mit Mitte 60 noch verdammt gut aus. Foto: Giorgio Onorati © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Richard Gere sieht auch mit Mitte 60 noch verdammt gut aus. Foto: Giorgio Onorati
     
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    Der Thriller mit Gere in der männlichen Hauptrolle soll «Imdb.com» zufolge kommendes Frühjahr in den US-Kinos starten. Ebenfalls für 2017 ist das Drama «The Dinner» angekündigt, in dem Gere einen Politiker und Vater spielt. Kurzum: Die Filmografie des Schauspielers wird von Jahr zu Jahr länger. Heute wird er 67.

    Richard Tiffany Gere kam am 31. August 1949 in Philadelphia, Pennsylvania, zur Welt. Er wuchs als Sohn eines Versicherungsvertreters und einer Hausfrau auf. Der musikalische Junge, der mehrere Instrumente lernte, galt als der Introvertierte unter den fünf Geschwistern. Nach der Schule studierte er Philosophie, bevor ihn das Theater lockte. In der Londoner Inszenierung des Musicals «Grease» kam er erstmals groß heraus. Eine Rolle als Homosexueller in einem deutschen Konzentrationslager in Martin Shermans Drama «Bent» (1979/1980) am Broadway brachte ihm einen Vergleich mit dem jungen Marlon Brando ein.

    Den Durchbruch zum Hollywoodstar schaffte er 1980 mit «Ein Mann für gewisse Stunden» (im Original: «American Gigolo»). Es folgten das Drama «Ein Offizier und Gentleman», was seiner Karriere weiteren Auftrieb gab - und dann etliche Flops. Erst 1990 gewann er als bestechlicher Cop in «Internal Affairs» die Gunst des Publikums und der Kritik zurück. Im selben Jahr kam auch «Pretty Woman» in die Kinos, inzwischen ein Klassiker. Gere habe sich anfangs nur des Geldes wegen für die moderne Märchenprinz-Story mit Julia Roberts entschieden, wie er einmal in einem Interview mit der «Huffington Post» zugab. Erst beim Dreh habe er Gefallen an der Geschichte gefunden. Das Traummann-Image wird er seitdem nicht mehr los. Auch im fortgeschrittenerem Alter ist er immer noch ein amerikanisches Sex-Symbol.

    Sein Privatleben behält er für sich. Es ist aber bekannt, dass er über 40 war, als er seine Schauspielkollegin Cindy Crawford, heute 50, heiratete. Die Ehe hielt kaum vier Jahre. Nach der Scheidung zog Gere dann mit dem ehemaligen Bond-Girl Carey Lowell (55) zusammen. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn und gab sich 2002 das Jawort - lebt aber schon seit Jahren wieder getrennt.

    Öffentlich gemacht hat er indes seine Zuwendung zum Buddhismus. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft mit dem Dalai Lama. Bei dessen Vorträgen sitzt er manchmal neben ihm auf der Bühne. Gere ist auch Mitbegründer des Tibet-Hauses in New York, einer Organisation zum Erhalt der bedrohten Kultur. Ein Teil seiner Gagen soll in die nach ihm benannte Stiftung einfließen, die humanitäre Projekte in aller Welt unterstützt.

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  • 30. August 2016 00:01

    Fußball Promi-Geburtstag vom 30. August 2016: Rudi Gutendorf

    Auf seiner Reise durch die ganze Welt ist der Fußball für Rudi Gutendorf immer die Nummer eins gewesen. «Ich habe mein ganzes Leben nichts anderes gemacht als Fußball. Das ist mein Beruf geworden, und ich liebe diesen Job», hat Gutendorf einmal gesagt.
    Weltenbummler Rudi Gutendorf wird 90. Foto: Thomas Frey © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Weltenbummler Rudi Gutendorf wird 90. Foto: Thomas Frey
     
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    Eine standardmäßige Trainerkarriere in Deutschland wurde dem gebürtigen Koblenzer schnell zu langweilig. An diesem Dienstag wird der Weltenbummler 90 Jahre alt.

    Gutendorf eroberte nach Europa auch die Kontinente Amerika, Afrika, Ozeanien und Asien. Mit insgesamt 55 Trainerjobs sicherte er sich nicht nur die Anerkennung seiner Kollegen, sondern auch einen Eintrag im «Guinness Buch der Rekorde» für die meisten internationalen Trainerstationen. 

    «Mit dem Fußball um die Welt» nannte Gutendorf daher auch sein Buch, das er im Jahr 2002 veröffentlichte - unmittelbar bevor er noch einmal die Nationalmannschaft von Samoa übernahm.

    Gutendorf, den der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter einst als «Fußball-Aufbauhelfer» bezeichnete, hat auch im hohen Alter nicht seine Leidenschaft und Motivation für den Fußball verloren. Noch im Vorjahr, als 88-Jähriger, hatte er erklärt, er könne sich eine Beratertätigkeit in der Bundesliga durchaus noch vorstellen.

    Mit 85 Jahren bot er sich dem MSV Duisburg gar als Trainer in der 2. Bundesliga an - sein Angebot wurde aber abgewiesen. Auch als Ratgeber trat der Trainer-Routinier weiter auf und nahm dabei keine Rücksicht auf dekorierte Coaches der heutigen Zeit. So rügte er den ehemaligen Bayern-Coach Pep Guardiola für dessen ständige Rotationen und bescheinigte ihm, er habe beim Champions-League-Aus gegen Real Madrid 2014 «ganz große Scheiße gebaut».

    Nachdem Rechtsaußen Gutendorf als Spieler nie über die Oberliga hinaus gekommen war, wurde er als Trainer bekannt - und machte sich bei den Nationalverbänden kleiner Länder einen guten Ruf. Vor Samoa hatte der Trainer unter anderen die Nationalteams aus Bermuda, Botswana, Grenada, Nepal sowie Trinidad und Tobago betreut.

    Mit Chile war Gutendorf, früher wegen seiner Defensivtaktik «Riegel-Rudi» genannt, auf dem Weg zur WM-Qualifikation 1974 und damit dem größten Erfolg seiner Laufbahn als Coach. Wegen des Militärputsches in dem südamerikanischen Staat musste der Koblenzer das Land verlassen, er sprach später von «Todesangst» und bilanzierte gegenüber «11Freunde»: «Zweimal in meinem Leben stand ich knapp davor, eine WM zu erreichen, aber es blieb mir immer verwehrt. In Chile wegen der Politik und in Afrika aufgrund der Raffgier.»

    Gutendorf meinte das Jahr 1982, als er ein Angebot bekam, Kamerun bei der Weltmeisterschaft zu betreuen. Seine Zusage wollte er per Post aus Tansania schicken, wo der Weltenbummler gerade tätig war. Doch der Postbote habe «die 72 Dollar selbst eingesteckt», wie Gutendorf im Nachhinein erzählt. So blieb die Zusammenarbeit aus. Doch auch ohne eine WM-Teilnahme wurde der Trainer später mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt - er habe das Ansehen Deutschlands «in hervorragender Weise gefördert».

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  • 29. August 2016 00:01

    Mode Promi-Geburtstag vom 29. August 2016: Iris Apfel

    Große runde Brille, bunte Ketten und Armreifen, kurze weiße Haare - das sind die Markenzeichen von Iris Apfel, die es seit kurzem sogar als Emojis für das Handy gibt. «Ich bin ja ein bisschen zu alt für Emojis und wusste auch nicht, was das ist», wird Apfel in einer Mitteilung zur Aktion zitiert.
    Mode-Ikone Iris Apfel wird 95. Foto: Toni Albir © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mode-Ikone Iris Apfel wird 95. Foto: Toni Albir
     
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    «Aber alle scheinen sie zu mögen und ich will, dass alle eine gute Zeit haben. Wenn mein Gesicht die Menschen glücklich macht, dann bin ich dabei.» 

    Neben den Emojis bringt Apfel gemeinsam mit der US-Kaufhauskette Macys's derzeit gleich auch noch eine ganze Mode- und Schmuckkollektion auf den Markt und posiert für die Werbeplakate - dabei wird die Fashion-Ikone am Montag (29. August) 95 Jahre alt. «Wie viele andere 95 Jahre alte Covergirls kennt Ihr?»

    Fans lieben Apfel, über die vor einigen Jahren der Dokumentarfilm «Iris» gedreht wurde, schon lange für ihren außergewöhnlichen Modestil und ihren scharfzüngigen Humor. Weltweit bekannt aber wurde die Diva erst mit mehr als 80 Jahren. 2005 musste das Kostüminstitut des New Yorker Metropolitan Museums kurzfristig eine Ausstellung absagen und suchte dringend nach Ersatz. Kurator Harold Koda dachte spontan an Apfel - und die zauberte aus ihren Kleiderschränken und Schmuckschachteln eine Erfolgsschau und wurde innerhalb kürzester Zeit zum Star. «Das war ein Geschenk des Himmels ehrlich gesagt, denn nachdem ich in Rente gegangen war, lag mein Sozialleben am Boden», sagte Apfel einmal dem «Guardian». «Es ist wunderbar, dass auf meine alten Tage noch mal alle so ein Bohei um mich machen.»

    Dabei hatte Apfel, die sich selbst inzwischen gern als «greises Modesternchen» bezeichnet, da schon eine äußerst erfolgreiche Karriere als Innendesignerin hinter sich. Gemeinsam mit ihrem Mann Carl, den sie 1948 geheiratet hatte («Er war cool, er war kuschelig und konnte chinesisch kochen, ich hätte es also nicht besser haben können»), arbeitete sie als Designerteam und beriet unter anderem neun US-Präsidenten bei der Einrichtung des Weißen Hauses.

    «Das war eigentlich ein ziemlich einfacher Job, weil alles immer so ähnlich wie nur menschenmöglich zu dem, wie es bereits war, sein sollte», erinnert sich Apfel. «Naja, bis Frau Kennedy kam. Sie stellte einen berühmten Pariser Designer ein, der das Haus so richtig französisch-schick machen sollte und die Design-Community ist durchgedreht. Danach mussten wir es alles rausschmeißen und wieder von vorne anfangen. Aber ich mochte Frau Nixon. Sie war sehr nett.»

    Das Designerteam Apfel lebte in New York und Florida und reiste um die Welt. Für Kinder war da kein Platz. «Ich mag es nicht, wenn ein Kind ein Kindermädchen haben muss, also war das für uns nicht drin. Aber Kinder haben ist auch wie eine Vorschrift, das wird von einem erwartet. Und das mag ich auch nicht.»

    Mehr als 60 Jahre lang waren Carl und Iris Apfel verheiratet, bis er im vergangenen Jahr kurz vor seinem 101. Geburtstag starb. Die Mode-Diva versucht sich seitdem, mit Arbeit abzulenken - für Werbekampagnen mehrerer Schmuck- und Kleidungsfirmen posierte sie als Model und entwirft Schmuck für ältere Menschen mit integrierter Technik, die die Gesundheit des Trägers überprüft und im Notfall einen Krankenwagen alarmiert. «Alles, was es in dieser Hinsicht schon auf dem Markt gab, war furchtbar, und wir brauchten schöne Dinge, die die Menschen zur Arbeit oder auf eine Party anziehen können.»

    Dass Designer die älteren Menschen vergessen, darüber beschwert sich Apfel immer wieder. «Warum diese 15-jährigen Models? Wie soll sich eine ältere Frau damit identifizieren können?» In erster Linie aber genießt die 1921 im New Yorker Stadtteil Queens geborene Mode-Ikone ihren späten Ruhm. Dem «Guardian» sagte sie weiter: «Ich glaube, dass die Menschen mich mögen, weil ich anders bin. Ich denke nicht wie alle anderen. Die Menschen sind so beschäftigt mit den schlimmsten Seiten der Technik heutzutage. Sie verbringen ihr Leben damit, auf Knöpfe zu drücken. Und sie benutzen ihre Fantasie nicht mehr.»

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  • 28. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 28. August 2016: Quvenzhané Wallis

    Die Filmographie von Quvenzhané Wallis ist noch recht überschaubar, aber das ist auch kein Wunder, denn die Newcomerin wird heute erst 13 Jahre alt.
    Quvenzhané Wallis wird 13 Jahre alt. Foto: Jimmy Morrison © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Quvenzhané Wallis wird 13 Jahre alt. Foto: Jimmy Morrison
     
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    Einen Rekord hat die amerikanische Jungschauspielerin aber schon vorzuweisen: Gleich für ihren ersten Film «Beasts of the Southern Wild» (2012) wurde sie für einen Oscar nominiert und war damit die jüngste Oscar-nominierte Schauspielerin aller Zeiten. Neun Jahre war sie da gerade alt.

    In der «The Ellen DeGeneres Show» hat sie damals verraten, dass sie zuerst nicht wusste, wer der ominöse Oscar ist. Vor einem Empfang in der Academy habe sie gefragt: «Wer ist Oscar?». «Ich war ganz schön verwirrt», gab sie zu. Jetzt aber weiß sie natürlich, wer Oscar ist.

    In dem Fantasy-Drama von Regisseur Benh Zeitlin kämpfen ein sechsjähriges Mädchen und die Bewohner der Marsch im Süden von New Orleans um ihr nasses Zuhause. Eine mystische Fabel und ein warmherziges Märchen, zum Weinen schön.

    Die Kamera schaut mit den Augen der kleinen Hushpuppy (Wallis) in die Welt. Dabei ist die fantastischen Vorstellungswelten des Mädchens von urtümlichen Wesen bevölkert: Gefährlichen Auerochsen, die ihr im Traum immer wieder nachjagen. Doch dann fasst sich Hushpuppy ein Herz - und stellt sich den Monstern mutig entgegen.

    Singen und tanzen kann das Naturtalent natürlich auch. Mit wilden Kräuselhaaren und niedlichem Lächeln wirbelt Quvenzhané Wallis in der Neuauflage des Broadway- und Filmmusicals «Annie» (2014) zwei Stunden lang über die Leinwand.

    Als elternloses, aber fröhliches Mädchen, das bei einer bösen Pflegemutter (Cameron Diaz) in New York lebt und schließlich das Herz eines kalten Milliardärs (Jamie Foxx) erwärmt, gewinnt sie auch die Zuschauer. Mit ihrer Performance schaffte sie es prompt unter die fünf Golden-Globe-Anwärterinnen als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical.

    Das Herz rührt Quvenzhané Wallis, die auch in den Sklaven-Drama «12 Years a Slave» zu sehen war, in dem Drama «Väter und Töchter» (2016) an, das mit Russell Crowe, Diane Kruger, Jane Fonda und Amanda Seyfried prominent besetzt ist. Sie spielt ein Mädchen, das nach dem Tod der Mutter schwer traumatisiert nicht mehr sprechen will. Und das macht sie ganz stark...

    Es ist die große Gabe von Quvenzhané Wallis, Emotionen zu zeigen, ohne viel Worte zu machen. «Es war einfach das Gefühl hinter ihren Augen», sagte Regisseur Benh Zeitlin auf die Frage, warum er das Mädchen für «Beasts of the Southern Wild» engagiert hatte.

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  • 27. August 2016 00:01

    Theater Promi-Geburtstag vom 27. August 2016: Hans Scheibner

    Bobby Reich», schlägt Hans Scheibner spontan als Treffpunkt für das Interview zu seinem 80. Geburtstag vor. An dem Traditionslokal an der Außenalster mit Panoramablick auf die Hamburger City starte er gern seine Segelpartien.
    Ein echter Hamburger Jung': Hans Scheibner an der Außenalster. Foto: Axel Heimken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ein echter Hamburger Jung': Hans Scheibner an der Außenalster. Foto: Axel Heimken
     
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    Außerdem habe er dort viele Außenaufnahmen für die beliebten NDR-Politsatiren «Walther und Willy» (2001-2006) gedreht, sagt der Kabarettist, Kolumnist, Stückeschreiber und Liedermacher («scheibnerweise», «Schmidtchen Schleicher»).

    «Ich liebe Hamburg über alles», sagt Scheibner, der am 27. August 1936 in der Hansestadt geboren wurde, auf der Terrasse mit den Bootsstegen und rührt nachdenklich im Kaffee. In der Stadt erlebte er als Kind die Bombennächte, später identifizierte er sich mit dem Understatement der Einwohner.

    In Hamburg wirkten auch seine Vorbilder Heinrich Heine (1797-1856) und Joachim Ringelnatz (1883-1934). Dass er selbst einmal seinen Lebensunterhalt mit dem Verfassen satirischer Texte verdienen würde, war dem Sohn eines kleinen Speditionsunternehmers nicht in die Wiege gelegt. Wie es dazu kam, dass er bereits als Kind diese Neigungen auslebte und nach einer kaufmännischen Lehre als Verlagsvolontär auf einer Privattheaterbühne stand, schildert Scheibner in seinem Buch «In den Himmel will ich nicht!». Andere Geburtstags-Projekte sind die CD «Und plötzlich ist der Himmel wieder offen» und die Tournee «Skandale und Liebe», die heute (27. August) beginnt.

    Seine wohl größte Zeit erlebte der Künstler in der «Hamburger Szene» der 1970er Jahre. Scheibner machte Furore mit seinem Song «Ich mag so gern am Fließband stehn» und veröffentlichte Lästerlyrik-Bände («Spott zum Gruße»). Mit Scheibners Text zum Gassenhauer «Schmidtchen-Schleicher» landete Nico Haak 1976 einen Top-10-Erfolg. Zuvor hatte der Autor bereits für Gottfried und Lonzo von der «Rentnerband» die Hymne «Hamburg 75» verfasst. Etwas später erschien Scheibners LP «Achterndiek», deren Titellied zum Anti-Atomkraft-Hit geriet. Ein Volltreffer wurde 1979 die Spottballade «Das macht doch nichts, das merkt doch keiner!», die der Verfasser stets um politisch aktuelle Strophen erweiterte.

    Scheibner verursachte selbst immer wieder Karriereknicks - etwa, wenn er 1985 in der NDR-Talkshow Soldaten mit Mördern verglich, woraufhin seine ARD-Sendung «scheibnerweise» abgesetzt wurde. Dabei hatte er sein politisches Bewusstsein relativ spät entwickelt. «Nach dem Krieg ging es ja zunächst um materielle Dinge. Was politisch dahinter steckte, habe ich erst in den 1960er Jahren bemerkt - auch in Diskussionen mit meinem Vater, der unter den Nazis Soldat gewesen war», erinnert sich Scheibner. In jungen Jahren habe er vielmehr nach dem Sinn von Leben und Sterben gesucht: «Ich las Sokrates, Platon, Aristophanes, Lessing, Nietzsche, Kierkegaard.» 

    Kirche und Religion hat er dabei genauso abgeschworen wie später dem zeitgeistkonformen Marxismus. Deshalb erschien der Kabarettist, der gern auch Zwischenmenschliches («Wer nimmt Oma?») aufs Korn nimmt, den Linken oft zu konservativ und den Konservativen zu links. «Zwischen den Stühlen» ist eine Haltung, die Scheibner schätzt: «Ich mag nicht, was verbittert ernsthaft oder ewig betroffen ist - dicht neben dem Pathetischen liegt ja meist die Komik. Zudem darf man nicht vergessen, dass auch Gegner Menschen sind, die ihre Ideen haben und Verständnis verdienen.» Kritik und Lebensgenuss schließen sich eben nicht aus für den Künstler, der in zweiter Ehe mit Petra Verena Milchert verheiratet und begeisterter Vater von vier Töchtern im Alter von 21 bis 29 Jahren ist.

    Für sein bisheriges Schaffen bilanziert Scheibner: «Seit Willy Brandt gibt es bei uns ein bisschen mehr Bewusstsein für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung - dazu hoffe ich, meinen bescheidenen Beitrag geleistet zu haben.» Gibt es etwas, was er bereut? «Vielleicht habe ich zu viele Kolumnen geschrieben - das bindet ein bisschen die Kreativität. Die hätte ich mehr in Stücke investieren sollen», sagt der Mann, der seine nächste Beziehungskomödie, noch nicht ganz fertig, in der Schublade hat. 

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  • 26. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 26. August 2016: Melissa McCarthy

    Wenn ihr Name fällt, denken Cineasten sofort an Komödien. Tatsächlich hat Melissa McCarthy auch in diesem Jahr bereits in dreien mitgespielt - in «The Boss», in «Central Intelligence» und zuletzt in «Ghostbusters». Keine Frage: Die Frau, die heute 46 wird, ist gut im Geschäft.
    Melissa McCarthy wird 46. Foto: Jimmy Morrison © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Melissa McCarthy wird 46. Foto: Jimmy Morrison
     
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    Jahrelang war die schwergewichtige US-Schauspielerin auf das Rollenfach der «lustigen Dicken» festgelegt. In der TV-Serie «Gilmore Girls» (2000-2007) war sie die beste Freundin der Titelheldin und «Mike & Molly», wo zwei Übergewichtige im Zentrum stehen, ist eine schöne, wenn auch harmlose Sitcom.

    Erst mit «Brautalarm» (2011), dem weiblichen Pendant zu «Hangover», konnte sich die nur 1,57 Meter große Melissa McCarthy weltweit ins Gespräch bringen. Der deftige Kino-Spaß um rivalisierende Brautjungfern ist eine grotesk überzeichnete Komödie, die zum Kassenschlager und Kritikerliebling wurde. Melissa McCarthy erhielt eine Oscarnominierung als beste Nebendarstellerin.

    Es sind starke Frauen, die Melissa McCarthy spielt - nett sind diese aber nicht immer - und Männer müssen sich häufig warm anziehen. In «Voll abgezockt» (2013), der erste Kinofilm mit ihr in einer Hauptrolle, verkörpert sie eine dreiste Identitätsdiebin und Kreditkartenbetrügerin, eine ruchlose Gaunerin der übelsten Sorte. Sie flucht wie ein Droschkenkutscher, wird gern mal handgreiflich und kennt auch sexuell keine Hemmungen. Geschmacksgrenzen sind ihr sowieso unbekannt.

    An der Seite von Sandra Bullock glänzte McCarthy in «Taffe Mädels» (2013) als derbe Polizistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Wo sie zulangt, wächst so schnell kein Gras mehr. Und wo sie mit Worten nicht weiterkommt, setzt sie einfach die Kraft ihres beeindruckend mächtigen Körpers ein.

    Ganz schamlos gibt sich Melissa McCarthy auch in «Tammy - Voll abgefahren», dem Regiedebüt ihres Ehemannes Ben Falcone (43). Zusammen mit ihrer trinkfreudigen Großmutter (Susan Sarandon) begibt sich McCarthy auf einen Roadtrip, in dessen Verlauf sie einen Jet-Ski demoliert, ein Schnellrestaurant ausraubt, das eigene Auto anzündet und auf einer Lesbenparty landet. Viel turbulenter geht es nicht.

    McCarthy wurde für ihr Schaffen vergangenes Jahr mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Los Angeles geehrt. Sie ist seit 2005 mit Falcone verheiratet und hat mit ihm zwei Töchter.

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  • 25. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 25. August 2016: Amy Macdonald

    Die Fans von Amy Macdonald dürfen sich freuen - kurz vor ihrem 29. Geburtstag am 25. August hat die schottische Singer-Songwriterin via Instagram verkündet, dass ihr neues Album fertig sei und Anfang 2017 erscheinen werde.
    Sanfte Musik und wilde Tattoos: Amy Macdonald wird 29. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Sanfte Musik und wilde Tattoos: Amy Macdonald wird 29. Foto: Jens Kalaene
     
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    Ein paar neue Songs sollen aber bereits vorher veröffentlicht werden. Erste Eindrücke davon erhielten die Fans bereits bei Amy Macdonalds Festival-Tour in diesem Sommer, die die Sängerin zudem mit einem Video-Tagebuch protokollierte. Und alles sieht danach aus, dass sie ihren Stil nicht gravierend geändert hat.

    Es wurde aber auch Zeit für Neues, denn das letzte Album von Amy Macdonald - «Life In A Beautiful Light» - war bereits 2012 erschienen. In Deutschland landete sie mit ihrem Folk-Pop damals direkt auf Platz eins der deutschen Charts. Bereits mit ihrem Debüt-Album «This Is The Life» (2007) gelang der Schottin, die im Alter von 15 Jahren erstmals auf der Bühne stand, der internationale Durchbruch. Rund neun Millionen Alben hat sie inzwischen verkauft.

    Authentisch, sympathisch und charmant - so wird Amy Macdonald immer wieder beschrieben. Die Schottin ist ein Star mit Bodenhaftung: Boulevard-Schlagzeilen? Fehlanzeige. «Ich will einfach nur ich selber bleiben», sagte die mehrfache Echo-Preisträgerin vor einiger Zeit im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. «Ich brauche das Gefühl, ein ganz normales Mädchen zu sein. Es würde mich doch ziemlich erschrecken, wenn ich plötzlich zur abgehobenen Superdiva werden würde.»

    So sanft und einfühlsam ihre Musik ist, so wild sind die Körperverzierungen von Amy Macdonald, deren linker Arm von lauter Totenköpfen bedeckt ist. Eine tiefere Bedeutung haben sie angeblich nicht: «Ich liebe Tattoos einfach und wollte immer welche haben und habe irgendwann meine Furcht vor Schmerzen überwunden und habe sie einfach machen lassen», sagte sie im Video-Interview mit «TIKonline.de».

    Neben Musik und Tattoos hat die Singer-Songwriterin noch eine weitere Leidenschaft: Fußball. «Ich liebe die Taktik, die Ästhetik und vor allem auch die Atmosphäre im Stadion schon seit meiner Kindheit», sagte sie einst im dpa-Interview. Das konnte auch privat nicht ohne Folgen bleiben. Bis 2012 war sie mit dem britischen Fußballspieler Steve Lovell verlobt, inzwischen ist sie mit Richard Forster zusammen - ebenfalls ein Fußballspieler. Die beiden sind verlobt.

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  • 24. August 2016 00:01

    Literatur Promi-Geburstag vom 24. August: A. S. Byatt

    Sie erhielt den wichtigsten britischen Literaturpreis - den Man Booker Preis - für ihre Akademiker-Romanze «Possession» (Besessen) und wurde von der Queen in den Adelsstand erhoben.
    A. S. Byatt wird 80. Foto: Andy Rain © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    A. S. Byatt wird 80. Foto: Andy Rain
     
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    Im Herbst wird ihr für ihr Lebenswerk der renommierte niederländische Erasmus-Preis überreicht. Doch wirklich bekannt wurde Antonia Susan Byatt, kurz A. S. Byatt, durch den jahrzehntelangen Kleinkrieg mit ihrer Schwester Margaret.

    Die beiden Grandes Dames haben eine Reputation innerhalb des britischen Literaturbetriebs wie einst die rivalisierenden Hollywoodstars und Schwestern Joan Fontaine und Olivia de Havilland. «Ich erinnere mich an die Ankündigung meiner Schwester, keine weiteren Bücher oder Romane mehr zu schreiben», vertraute Dame Antonia Duffy - ihr offizieller Titel - dem britischen «Telegraph» an, als ein weiterer Roman ihrer Schwester herauskam. Sie habe der Presse gleich gesagt, dass das eine Lüge sei. «Und es stellte sich heraus, dass ich richtig lag.»

    Am Mittwoch (24. August) feiert die weltbekannte Autorin A. S. Byatt ihren 80. Geburtstag. Vielleicht mit einer Runde Snooker, denn sie liebt diesen Sport wegen des Dramas in jeder Partie: «Es gibt eine Geschichte, und das Ende ist wirklich unbekannt, bis es da ist.»

    Geboren wurde sie als Antonia Susan Drabble am 24. August 1936 in der verrußten Stahlstadt Sheffield als ältestes Kind eines Kronanwalts und einer ehrgeizigen und dominanten Mutter. Diese hatte sich aus dem Arbeitermilieu zur Elite-Universität Cambridge hochgekämpft, doch dann die Karriere für ihre vier Kinder aufgegeben. Die Wut der Mutter über ihr Hausfrauendasein warf einen schrecklichen Schatten über Byatts Kindheit.

    Als Kind verschlang sie Tennyson, Scott, Dickens und Austen. Aus dieser Zeit stammt ihr Besessen-Sein von Sprache und Geschichten, die sich durch ihr gesamtes Leben und Werk zieht. Aber selbst als Zehnjährige hatte Byatt schon das Gefühl, mit ihrer jüngeren Schwester Margaret konkurrieren zu müssen: «Meine Mutter mochte Maggie viel lieber», erinnerte sich Byatt 1991 in einem freimütigen Interview der New York Times an die Atmosphäre in dem Quäker-Haushalt. «Ich hatte immer das Gefühl, als wäre mir jemand auf den Fersen, und egal was ich machte, ich war nie gut genug.»

    Die drei Jahre jüngere Margaret Drabble galt lange Zeit als die erfolgreichere Schwester: Sie stand bei der Royal Shakespeare Company auf der Bühne - unter anderem als Zweitbesetzung für Vanessa Redgrave - und schrieb ihr erstes Buch, weil sie sich während ihrer Schwangerschaft langweilte. Bestseller wie «The Millstone» und «Jerusalem The Golden» folgten. Ärgerlich für Byatt (sie behielt den Namen ihres ersten Mannes als Autorennamen), die sich zum Schreiben getrieben fühlte, aber hauptberuflich als Unidozentin und Literaturkritikerin arbeitete - und nach vier recht erfolglosen Romanen nur als Margaret Drabbles Schwester bekannt war.

    Ab 1990 änderte sich das schlagartig, als Byatt den renommierten britischen Man Booker Preis für ihren fünften Roman «Besessen» erhielt. Ein Überraschungserfolg, denn bisher war sie eher bekannt für Weitschweifigkeit und Pedanterie als für elegante, unterhaltsame Leichtigkeit.

    Zwei junge Literaturwissenschaftler entdecken in dem Buch eine versteckte Liebesgeschichte zwischen ihren beiden Forschungsobjekten, zwei viktorianischen Dichtern. Während sich zwischen den beiden Akademikern ebenfalls eine Romanze anbahnt, durchkreuzen sie ein Komplott ihrer amerikanischen Kollegen. Der Schmöker verbindet eine literarische Detektivgeschichte und Uni-Satire mit Liebschaften in zwei Jahrhunderten und ist vollgestopft mit erfundener viktorianischer Poesie, Briefen und Tagebucheinträgen. In ihrer Dankesrede nannte Byatt ihren Roman eine «Geschichte über das Lesen».

    «Besessen» machte sie über Nacht in der angelsächsischen Welt bekannt, die Queen ehrte sie mit dem CBE-Verdienstorden, internationale Preise folgten, die Geschichte wurde mit Gwyneth Paltrow verfilmt. Byatt feierte ganz bescheiden, kaufte sich einen Anrufbeantworter und ein paar Bücher und fuhr künftig Taxi. Schließlich wurde sie 1999 in den Adelsstand erhoben. Damit hatte sie endlich ihre Schwester Margaret überholt.

    Sie veröffentlichte weiterhin alle paar Jahre, darunter «Der Turm zu Babel» (1996), «The Little Black Book of Stories» (2003), «Das Buch der Kinder» (2009), und erhielt Preise und Ehrendoktorwürden, doch keines ihrer Bücher erreichte wieder die Breitenwirkung von «Besessen». Fans lieben ihren wohlüberlegten Umgang mit Sprache und ihren Tiefgang. Kritiker werfen ihr die vielen literarischen Anspielungen vor, ihren gekünstelten Stil. Auch ihr neuestes Werk «Peacock & Vine» über den Kunstgewerbler und Literaten William Morris und den spanischen Maler Mariano Fortuny spaltete die Leserschaft. Sie selbst, schrieb A. S. Byatt in der Einführung, habe stets diejenigen bewundert, «bei denen Leben und Kunst sich nicht unterscheiden lassen.» Ein Motto, dem sie selbst immer treu geblieben ist.

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  • 23. August 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 23. August: Lotti Krekel

    Manchmal hatte Lotti Krekel einfach unwahrscheinliches Glück - zum Beispiel, als sie mit fünf Jahren auf der Straße entdeckt wurde. Aber wer ihr länger zuhört, erfährt vor allem, wie unsicher ein so langes Schauspielerinnen-Leben ist. «Es erfordert ganz viel Disziplin», sagt sie rückblickend. «Und man muss ständig bereit sein, sich auf neue Dinge einlassen, auch wenn man anfangs denkt: Das schaffe ich nie!» Am Dienstag (23. August) wird Krekel 75 Jahre alt.
    Die Schauspielerin Lotti Krekel feiert ihren 75. Geburtstag. Foto: Horst Ossinger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Schauspielerin Lotti Krekel feiert ihren 75. Geburtstag. Foto: Horst Ossinger
     
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    Der Vater von Marius Müller-Westernhagen, der Schauspieler Hans Müller-Westernhagen, hatte sie als Fünfjährige an der Hand ihrer Mutter in der Kölner Innenstadt gesehen. «Meine Mutter kannte ihn flüchtig, und da hat er zu ihr gesagt: "Ach, die ist aber niedlich, gehen Sie mit der doch mal zum Kinderfunk!"» So fing alles an.

    Irgendwann flatterte ihr ein Telegramm in die Schule: Willy Millowitsch wollte sie für die Rolle eines jungen Mädchens engagieren. Die Fernsehübertragungen seiner rheinischen Schwänke erreichten in der Nachkriegszeit Einschaltquoten von bis zu 85 Prozent. Bald wurde Krekel von vielen Leuten für Millowitschs Tochter gehalten.

    Dann setzte eines Tages ein Journalist eine Nachricht in die Welt: Die hübsche Lotti, 17 Jahre alt, wünsche sich sehnlichst ein Kind - und suche dafür einen Mann für eine Nacht. In den 50er Jahren ein Skandal. «Natürlich hat der das im Alleingang gemacht, ohne es mit mir abzusprechen!» Das Telefon stand nicht mehr still. Und Millowitsch behandelte sie fortan wie Luft. «Der guckte immer an mir vorbei, er hat mich geschnitten. Das habe ich drei Tage ausgehalten, und dann habe ich gesagt: Das hat keinen Sinn. Ich bin bei ihm ausgestiegen, nach elf Jahren. Ich bin nach Hause gegangen und hatte nichts. Absolut nichts.»

    Das war eine dieser Situationen, in der sie sich auf etwas Neues einlassen musste. Sie begann, Schlager zu singen - «Ne Besuch im Zoo» und «Mir schenke dä Ahl e paar Blömcher» waren ihre großen Hits. Dadurch wurde sie noch bekannter - und diesmal unter ihrem richtigen Namen. Es gab Angebote vom Fernsehen und vom Film, so spielte sie an der Seite von Horst Buchholz und unter Regisseur Wolfgang Staudte. Sogar Millowitsch meldete sich wieder. Bei einer Theaterproduktion lernte sie ihren Mann kennen, den Schauspieler Ernst Hilbich. «Im Nachhinein», sagt sie, «war dieser schlimme Artikel ein Segen, denn sonst wäre ich sicher für immer bei Millowitsch geblieben.»

    So wie sie in den Anfangsjahren oft für eine Millowitsch-Tochter gehalten wurde, verwechselte man sie später zuweilen mit ihrer elf Jahre jüngeren Schwester Hildegard Krekel. So geschehen etwa bei ihrem Engagement für die WDR-Serie «Die Anrheiner» - eigentlich wollte man Hildegard haben. Letztlich spielten dann beide Schwestern mehr als zehn Jahre erfolgreich nebeneinander.

    2013 starb Hildegard Krekel mit 60 Jahren an Krebs. «Sie fehlt mir wie die Luft zum Atmen. Wir hatten keine Geheimnisse voreinander, haben alles besprochen. Jeden Tag. Manchmal meine ich noch, ihr Lachen zu hören.» Für Lotti Krekel, eine schmale und leise Frau, war die quirlige Schwester immer der Gegenpol. «Ich bin ein eher vorsichtiger, bedachtsamer Mensch - sie war ein Wirbelwind, eine sonnige Natur. Sie hat mich immer wieder aufgemöbelt, und das hat mir gut getan.» Viele Dinge hätten seit dem Schicksalsschlag ihre Bedeutung verloren. «Ich kann seitdem zum Beispiel nicht mehr richtig an Gott glauben.»

    Für die Zukunft wünscht sie sich, dass sie noch weiter in ihrem Beruf arbeiten kann. «Natürlich nicht mehr so intensiv, aber aufhören - das kann man als Schauspielerin nie!»

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  • 22. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 22. August: Annie Proulx

    Einsame Landschaften, widrige Wetterbedingungen und Nächte am Schreibtisch - so hat es Annie Proulx gern. «Mein ganzes Leben verbringe ich schon auf dem Land», sagte die Autorin einmal der «Paris Review».
    Die Autorin Annie Proulx wird 81. Foto: Victor Lerena © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Autorin Annie Proulx wird 81. Foto: Victor Lerena
     
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    «Das Schriftsteller-Leben ist perfekt für mich. Ich kann mein eigenes Ding machen und nachts um drei arbeiten, wenn ich will.» Es war eines ihrer ganz seltenen Gespräche mit Journalisten, denn Aufmerksamkeit wiederum mag Proulx, die am Monatg (22. August) 81 Jahre alt wird, nicht so gerne. «Ich hasse Interviews.»

    An ihren ganz großer Erfolg, die Kurzgeschichte «Brokeback Mountain», die zur Vorlage für einen Oscar-gekrönten Film wurde und sie weltberühmt machte, denkt die Autorin deshalb auch nur ungern. «Ich wünschte, ich hätte die Geschichte nie geschrieben. Seit der Film herausgekommen ist, gab es deswegen nur Ärger, Probleme und Irritationen.»

    Die Bewohner ihrer derzeitigen Wahlheimat Wyoming, dem extrem dünn besiedelten und rauen Rocky-Mountains-Staat im Nordwesten der USA, würden die Geschichte über die heimliche Liebe zweier Cowboys sowieso nicht lesen. «Ein großer Teil von ihnen ist immer noch außer sich vor Wut.» Aber der Film sei insgesamt von vielen Leuten missverstanden worden: Es gehe gar nicht in erster Linie um die beiden Hauptdarsteller, sondern «um Homphobie, eine soziale Situation, einen Ort und eine besondere Denkart und Moral.»

    Um ihre Sichtweise auf die Geschichte noch einmal zu unterstreichen, schrieb Proulx 2014 das Libretto zu einer darauf basierenden Oper, die in Madrid uraufgeführt wurde. Ansonsten aber hat sie die Geschichte längst abgehakt und seitdem schon zahlreiche erfolgreiche Bücher wie «Mitten in Amerika», «Hinterland», «Hier hat's mir schon immer gefallen» und ihre Memoiren «Ein Haus in der Wildnis» veröffentlicht.

    Weiterhin populär sind auch ihre Romane aus den frühen 90er Jahren - «Postkarten», für den sie als erste Frau den PEN/Faulkner-Preis bekam, und «Schiffsmeldungen», der ebenfalls erfolgreich verfilmt wurde und für den sie den Pulitzerpreis bekam. Alle ihre Texte haben mit Landschaften zu tun. Bevor sie mit dem Schreiben loslegt, erkundet sie Geologie und Geografie, Klima und Wetter ihrer Schauplätze und lebt den Alltag, den die Landstriche ihren Protagonisten diktieren. Proulx entdeckt Schönheit im Verfall und sieht Elend in vermeintlicher Harmonie. Kritiker loben ihren klaren und detailversessenen Stil.

    Dabei kam die 1935 in Norwich im US-Ostküstenstaat Connecticut geborene Proulx erst mit mehr als 50 Jahren zum Schreiben. «Ich sah mich nie als Schriftstellerin. Ich bin nur dazugekommen, weil ich von irgendetwas leben musste. Und dann habe ich herausgefunden, dass ich es wirklich kann.» Davor gab es ein kurz vor der Promotion abgebrochenes Studium, etliche Jobs, «zu viele Ehen», vier Kinder, Ratgeber, Kochbücher und Jahrzehnte im eher verträumten Neuengland.

    Proulx hat die Welt bereist. An Deutschland habe sie dabei «immer ein besonderes Interesse gehabt», sagte sie einmal der Deutschen Presse-Agentur. «Ich liebe deutsche Buchhandlungen über alles und bin dankbar für jede Chance, in ihnen unterzutauchen. Der Grund ist nicht nur das reiche Angebot, sondern auch das Gefühl der Verbundenheit mit anderen Büchernarren. Bei uns in den USA dreht sich doch fast alles nur noch um das elektronische Leseangebot.»

    Schlussendlich aber zieht es sie doch immer wieder in die einsamen Landschaften zurück - und an ihren Schreibtisch. «Zahlreiche Leben voller Geschichten» trage sie noch in sich, sagte sie einmal der «Paris Review». Aber sie wisse auch jetzt schon, dass diese Geschichten nicht allen Menschen gefallen würden. «Die meisten wollen es schwarz-weiß, gutes Ende, schlechtes Ende. Aber das Leben ist nicht so. Alles ist grau.»

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  • 21. August 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 21. August 2016: Kim Cattrall

    Die Rolle ihres Lebens wollte Kim Cattrall eigentlich gar nicht annehmen. Dreimal sagte sie den Produzenten von «Sex and the City» ab.
    Die Schauspielerin Kim Cattrall wird ihr Image als Samantha nicht mehr los. Foto: Daniel Deme © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Schauspielerin Kim Cattrall wird ihr Image als Samantha nicht mehr los. Foto: Daniel Deme
     
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    «Ich wusste nicht, ob die Rolle sich entwickeln oder ein zweidimensionaler Witz bleiben würde», sagte die Schauspielerin dem britischen «Guardian». Dann überzeugte sie der Freund des Serien-Erfinders Darren Starr doch noch. «Im allerletzten Moment. Sie hatten schon eine andere angeheuert, die sie dann ausbezahlen mussten.» Die Serie wurde zum Welterfolg und die Rolle der männermordenden Sex-Bombe und erfolgreichen Business-Frau Samantha Jones machte Cattrall, die heute (21. August) 60 Jahre alt wird, zum preisgekrönten Star.

    Mehr als zehn Jahre nach dem Ende von «Sex and the City» sichert die Serie ihr anhaltende Berühmtheit - aber sie ist auch eine Last, privat wie beruflich. Viele Männer hätten wohl das Gefühl, es brauche großen Mut um mit ihr auszugehen, sagt die blonde Cattrall, die nach drei gescheiterten Ehen inzwischen Single ist. Immer wieder müsse sie betonen, dass sie nicht Samantha Jones sei. «Es gibt da diesen Ausdruck, den die Menschen in die Augen bekommen, wenn ich mit ihnen spreche. Sie sehen mich dann nicht, und ich weiß, das ist, weil gerade ein Film in ihrem Kopf abläuft.»

    Das Ende von «Sex and the City» hinterließ zudem einen üblen Nachgeschmack. Als Cattrall und ihre Kolleginnen Cynthia Nixon und Kristin Davis für die an die Serie anschließenden Filme deutlich weniger Geld bekommen sollten als der Hauptstar der Serie, Sarah Jessica Parker, rebellierte Cattrall. «Ich fand das mit dem Geld einfach Mist. Es hat mich nicht fürs Leben abgesichert, und ich fand, das sollte es auch für uns drei. Aber es wurde nur zu meinem Kampf. Das haben Cynthia und Kristin so entschieden, und das ist auch okay, aber für mich war es nicht in Ordnung.»

    Klatschblätter machten daraus einen Fall von extremer Stutenbissigkeit. «Aber darum ging es nicht, es ging darum, für etwas zu kämpfen, von dem ich glaubte, dass wir es alle haben sollten.»

    Den Kampfgeist habe sie von ihrer Mutter, sagt Cattrall. «Sie war eine sehr starke Frau und hat mir beigebracht, dass man im Leben Entscheidungen treffen muss, die gut für einen selbst sind, und dass man sich nicht auf einen Mann verlassen darf.» Cattralls Mutter war Sekretärin, der Vater Ingenieur, die Familie lebte in Liverpool in Großbritannien, wo die spätere Schauspielerin 1956 geboren wurde. Noch als sie ein Baby war, wanderte die Familie nach Kanada aus. Mit elf Jahren nahm Cattrall erstmals Schauspielunterricht und bekam früh erste Rollen.

    Am liebsten hatte sie immer das Theater und nahm oft Filmrollen nur an, um sich von den Gagen den Lebensunterhalt sichern und so weiter am Theater spielen zu können. Mit Hollywood hat Cattrall inzwischen abgeschlossen. «Wenn man eine Schauspielerin über 40 ist, ist man da doch tot», sagt sie. «Die Marginalisierung von Frauen in Hollywood ist angsterregend, für mich gibt es dort keinen Platz mehr. Es macht mich sauer, aber ich finde andere Dinge, die mich mehr erfüllen.»

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  • 20. August 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 20. August 2016: Alice und Ellen Kessler

    Alice und Ellen Kessler sind im Interview-Stress. Kurz vor ihrem 80. Geburtstag am 20. August können sich die Tänzerinnen vor Anfragen kaum retten, wie sie der Deutschen Presse-Agentur berichten.
    Unverwechselbar: Ellen (l.) und Alice Kessler. Foto: Ursula Düren © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Gerade auch bei italienischen Medien sind die Zwillingsschwestern begehrt. Alice und Ellen Kessler, die bis Ende Juni im Musical «Ich war noch niemals in New York» mitspielten, freuen sich über den Rummel - sind aber auch froh, wenn wieder Ruhe einkehrt.

    Ob in deutschen Fernsehshows, in New York, Las Vegas, Sydney, Hongkong, Monte Carlo oder Rom: Alice und Ellen Kessler haben für Furore gesorgt. Die schlanken, langbeinigen Blondinen galten als der fleischgewordene Männertraum. Nicht einmal 20 Jahre alt waren die beiden, als sie in Paris ihre Karriere starteten. Die Balletttänzerinnen hatten schon als Jugendliche ihr erstes Engagement in Düsseldorf. Dort entdeckte sie der Direktor des berühmten Lido. Wenig später standen sie in dem Varieté auf den Champs-Élysées auf der Bühne.

    In den 60er Jahren gingen die Kessler-Zwillinge weltweit auf Tournee, verlegten ihren Wohnsitz nach Rom und traten mit Fred Astaire, Frank Sinatra und Harry Belafonte auf. Sie hatten sogar das Angebot, mit Elvis Presley in dem Film «Viva Las Vegas» aufzutreten. Doch das sagten sie ab - aus Angst, auch in Amerika auf Musikfilme festgelegt zu sein. Getroffen haben sie Presley dennoch, im Lido in Paris. «Er war sehr verklemmt und gehemmt.»

    Als ihren wohl größten Erfolg betrachten sie das Musical «Viola violino viola d'amore», mit dem sie in Italien auf Tour waren. «Das hatte uns damals keiner zugetraut. Und dann wurde es ein Riesenerfolg», erzählt Alice Kessler. Zu der Zeit standen die beiden häufiger in Italien auf der Bühne als in Deutschland. Inzwischen sind sie nicht mehr oft in Rom. «Die Liebe war beiderseitig», sagt Ellen Kessler.

    Heute leben die Schwestern, die beide nie geheiratet haben, gemeinsam in einem Haus im Münchner Promi-Vorort Grünwald. Jede hat dort ihren eigenen Bereich, durch eine Schiebetür getrennt. So können sie sich jederzeit sehen - oder eben auch nicht. Zu Hause wollen sie auch ihren 80. Geburtstag verbringen. «Im engen Freundeskreis. Das wird keine Riesenfeier», sagt Alice.

    Die in der Nähe von Leipzig geborenen Entertainerinnen gehören zu den erfolgreichsten deutschen Show-Exporten. Sie tanzten erst in der DDR, nach der Flucht der Familie in den Westen in Düsseldorf. Der Vater hatte sie zu Ballett und Gesang animiert. Eigentlich hätten sie gar nicht auf die Bühne gewollt.

    Die Auftritte mit Sinatra und Dean Martin in Las Vegas gehörten zu den Höhepunkten ihrer Karriere, sagt Alice Kessler. Sinatra sei sehr höflich ihnen gegenüber gewesen. «Weil wir ihn in Ruhe ließen. Wir haben ihn nicht bedrängt.» Er sei ja stets von allen Seiten bestürmt worden. «Wir haben uns sehr zurückgehalten und da ist er auf uns zugekommen.» Dean Martin sei auf die Bühne gekommen, habe seine Show gemacht und sei schnell wieder weg ins Bett. «Weil er jeden Morgen um sieben Uhr Golf gespielt hat.»

    Bis heute sind die Schwestern im Showgeschäft aktiv. Zuletzt traten sie in Berlin, München und Wien im Udo Jürgens-Musical «Ich war noch niemals in New York» auf. Allerdings nicht gemeinsam, sondern sie wechselten sich bei der Rolle ab. Ob das Musical-Engagement fortgesetzt wird, steht noch nicht fest.

    Die Schwestern freuen sich, so viel erlebt zu haben - und vor allem, dass sie es gemeinsam erlebt haben. Ohne einander hätten sie es vielleicht gar nicht über so lange Zeit geschafft, auf der Bühne zu stehen, sagt Alice und fügt an: «Im Doppelpack unterwegs zu sein, hat nur Vorteile. Zusammen ist man stärker.» 

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  • 19. August 2016 00:01

    Fernsehen Promi-Geburtstag vom 19. August: Marianne Koch

    Sie könnte seit 20 Jahren im Ruhestand sein, doch das kommt für Marianne Koch nicht in Frage. Ihre Leidenschaft gehört der Medizin. Dafür beendete die Münchnerin einst ihre Filmkarriere.
    Marianne Koch arbeitet noch mit Mitte 80 weiter - und schreibt an einem weiteren Buch. Foto: Ingo Wagner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Marianne Koch arbeitet noch mit Mitte 80 weiter - und schreibt an einem weiteren Buch. Foto: Ingo Wagner
     
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    Die Ärztin berät seit 15 Jahren Radiohörer in der «Gesundheitssprechstunde» im Bayerischen Rundfunk und schreibt nebenbei an einem neuen Buch. Um ihren 85. Geburtstag (am heutigen 19. August) will sie kein Aufhebens machen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Geburtstagsfeiern sind etwas für Kinder.»

    Zeit zum Feiern hat sie eigentlich auch nicht. Schließlich will sie ihr neues «Vorsorge-Buch» endlich abschließen. Einmal in der Woche geht Marianne Koch für den BR auf Sendung und das ein oder andere Interview steht auch noch an. Noch so intensiv arbeiten zu können, empfindet sie als Glück und Privileg.

    Hollywood-Star zu werden, ist nicht der Plan von Marianne Koch, als sie 1949 in München das Abitur macht. Stattdessen beginnt sie ein Medizinstudium. Die Schauspielkarriere passiert ihr quasi nebenbei. In den Semesterferien übernimmt sie erste kleinere Rollen. Nach dem Physikum 1952 unterbricht sie das Studium und konzentriert sich auf den Film. Ohne Schauspielunterricht wird sie für Millionen Kinogänger zum Idol der Wirtschaftswunderjahre.

    Sie steht an der Seite von Curd Jürgens, Heinz Rühmann, O.W. Fischer und Gregory Peck vor der Kamera - und bezaubert das Publikum mit ihrem Lächeln und ihrem Charme. In Helmut Käutners «Ludwig II.» gelingt ihr der Durchbruch. Für ihren Auftritt in «Des Teufels General» wird sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

    Es folgen bis 1970 rund 70 Kinofilme, darunter «Der Stern von Afrika», «Die Landärztin», «Mitternachtsmörder» sowie der Western «Der letzte Ritt nach Santa Cruz». Im Sergio-Leone-Klassiker «Für eine Handvoll Dollar» spielt sie neben dem amerikanischen Hollywoodstar Clint Eastwood.

    Doch der Glanz der Filmwelt füllt Koch nicht aus. 1973 kehrt sie - inzwischen Mutter zweier Söhne - an die Uni zurück und schließt wenige Jahre später ihr Studium mit der Promotion ab. 1985 eröffnet sie in München eine internistische Praxis. Rückblickend sieht sie die Schauspielerei nur als eine langjährige Episode an: «Die (Filmkarriere) ist für mich nicht nur zeitlich, sondern auch emotional eine ziemlich vage Erinnerung.» 

    Ihre große Bekanntheit beim deutschen TV-Publikum verdankt Koch besonders dem ARD-Ratespiel «Was bin ich?» mit Robert Lembke als Gastgeber. Sie gehörte seit den 60er Jahren als Mitglied der Stammbesetzung neben Annette von Aretin, Guido Baumann und Hans Sachs mit ihren treffsicheren Fragen zu der Sendung wie das Schweinderl, in dem die Fünf-Mark-Stücke der Kandidaten klingelten. Koch war in vielen weiteren TV-Sendungen präsent, für ihre Moderation in der Talk-Sendung «III nach Neun» bekam sie 1976 einen Grimme-Preis.

    Kochs Passion ist bis heute die Medizin. 14 Jahre lang steht sie als Präsidentin der Deutschen Schmerzliga vor und ist ihr als Ehrenpräsidentin weiter verbunden. Sie gibt Patientenseminare, schreibt mehrere medizinische Ratgeber und tritt im Radio auf. Das «Gesundheitsgespräch» im BR findet sie deshalb toll, «weil wir eine ganze Stunde lang in aller Ausführlichkeit ein medizinisches Thema erklären und darüber mit den Hörern sprechen können».

    Jetzt ist erst einmal der Geburtstag. Den will Marianne Koch mit der Familie und Freunden «so normal wie möglich» verbringen. «Mal schauen, ob es gelingt.»

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  • 18. August 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 18. August: Robert Redford

    Kurz vor seinem 80. Geburtstag kehrt Robert Redford mit Hilfe eines Drachens in seine Jugend zurück. «Geschichtenerzählen spielte in meiner Kindheit eine wichtige Rolle. Dabei konnte ich eine Welt erleben, die viel größer war als meine eigene und die viel Magisches zu bieten hatte», sinniert der Hollywoodstar über seine eher ungewöhnliche Rolle in einem Disney-Fantasymärchen. «Elliot, der Drache» handelt von der Freundschaft eines kleinen Jungen mit einem wilden Drachen. 
    Robert Redford 2013 in Cannes. Foto: Ian Langsdon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Robert Redford 2013 in Cannes. Foto: Ian Langsdon
     
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    Redford, der an diesem Donnerstag (18. August) 80 Jahre alt wird, kommt eine Woche später (Kinostart am 25. August) in der Rolle eines Holzschnitzers und Märchenerzählers in die deutschen Kinos. «Der Film gab mir die Gelegenheit, an diesen Ort in meinem eigenen Leben zurückzukehren», erzählt Redford in einem Filminterview. «Wenn ich früher 'Es war einmal' hörte, war ich immer ganz aufgeregt.»

    Der eigene Aufstieg in Hollywoods Star-Riege war eher holprig als märchenhaft. Geboren wurde er im kalifornischen Santa Monica, am Rand der Filmmetropole, als Sohn eines Milchmanns. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Mit einem Sport-Stipendium schaffte er es in die Universität von Colorado, flog aber nach Alkoholeskapaden wieder raus. Er trampte durch Europa, schlug sich mit dem Verkauf selbstgemalter Bilder durch, bis er zurück in New York auf der Schauspielschule entdeckt wurde.

    Nach Filmen wie «Barfuß im Park» mit Jane Fonda und der Westernkomödie «Zwei Banditen» mit Paul Newman wurde Redford Ende der 1960er Jahre schnell zum Leinwandidol. Die stahlblauen Augen, das kantige Gesicht und der blonde Haarschopf halfen. Den Typ verwegener Romantiker hat er trotz Falten und grauen Haaren immer noch drauf. 

    Redford konnte es sich früh erlauben, auf Distanz zu gehen. «Hollywood war nie mein Traumziel», erzählte er 2013 dem Magazin «Esquire». Den Starrummel habe er nie ernst nehmen können. «Ich wurde nebenan geboren», betonte Redford.

    Auf der Leinwand konnte er als Liebhaber glänzen, etwa an der Seite von Meryl Streep in dem preisgekrönten Melodram «Jenseits von Afrika» (1985). Doch sein Privatleben hielt er stets unter Verschluss und aus den Schlagzeilen raus. Bereits mit 22 Jahren heiratete er die spätere Historikerin Lola Van Wagenen, die Ehe der vierfachen Eltern wurde 1985 geschieden. Die zweite Hochzeit feierte Redford in Hamburg. Dort gab er 2009 seiner langjährigen deutschen Freundin, der Malerin Sibylle Szaggars, das Ja-Wort.

    Auf Filmpartys sieht man das Paar selten. Redford, der begeisterte Skifahrer, Reiter und Wanderer, lebt seit Jahrzehnten fernab vom Rummel in einem Landhaus im US-Staat Utah. Nach eigenen Angaben würde er in seinem Leben rückblickend kaum etwas ändern wollen.

    Gibt es etwas, was er bereut? «Nein, ich würde alles wieder so machen, auch die Fehler, die gehören dazu, das ist Teil des Lebensprozesses», sagte der Schauspieler und Regisseur im Interview der Deutschen Presse-Agentur, als er 2013 sein neuntes Regiewerk, den Politthriller «The Company you keep – Die Akte Grant», vorstellte. Er bedauert also nichts? «Im Beruflichen nichts, vielleicht im Privaten, aber das werde ich Ihnen nicht sagen.»

    Nicht nur räumlich ging Redford von Hollywood auf Distanz - auch inhaltlich. In den Rocky Mountains in Utah rief er 1980 das inzwischen größte US-Filmfest für unabhängige Produktionen ins Leben. Jedes Jahr im Januar trifft sich beim Sundance-Festival die Independent-Szene, jedesmal feuert Festival-Gründer Redford die Filmschaffenden an.

    Er habe nichts gegen das Mainstream-Kino von Hollywood, sagte Redford im vorigen Januar bei der Eröffnung. Doch ihm komme es vor allem darauf an, die Vielfalt von Independent-Produktionen zu fördern. «Vielfalt kommt von dem Wort Unabhängigkeit, nach diesem Prinzip arbeiten wir hier», betonte der Oscar-Preisträger.

    Redford ist engagierter Umweltaktivist und Naturschützer. Als Vorzeige-Liberaler bezieht er auch auf der Leinwand oder im Regiestuhl häufig Position. Als Hauptdarsteller in der Wahl-Satire «Bill McKay - Der Kandidat» wurde er schon 1972 politisch, dann mit Dustin Hoffman als «Watergate»-Spürhunde der Washington Post, die Richard Nixon zu Fall brachten, in dem Drama «Die Unbestechlichen» (1976). In seinem wortlastigen Drama «Von Löwen und Lämmern» (2007) thematisierte er Kriegslust und Inkompetenz in Washington,  unkritischen Journalismus und Fernsehverdummung.

    Als Schauspieler lief er in dem Überlebensdrama «All Is Lost» mit 77 Jahren zur Höchstform auf. Er spielt einen Segler, der alleine auf seiner leck geschlagenen Jacht im Ozean treibt. Was passiert, wenn Menschen an die Grenze ihrer Belastbarkeit stoßen und nicht aufgeben? Diese Fragen hätten ihn interessiert, sagte Redford der «New York Times». Bei den Dreharbeiten ging er an seine körperlichen Grenzen. Die Crew habe ihn mit Wasserwerfern und Windmaschinen «grün und blau geschlagen», flachste der Schauspieler.

    Die erhoffte Oscar-Nominierung für «All Is Lost» blieb 2014 überraschend aus. Seine bisher einzige Gewinnchance als Schauspieler hatte Redford an der Seite von Paul Newman in der Gaunerkomödie «Der Clou». Das ist mehr als 40 Jahre her. In seiner langen Karriere holte der Star nur einen Goldjungen, 1981 als Regisseur von «Eine ganz normale Familie». Ein Trostpflaster: 2002 ehrte ihn die Filmakademie mit einer Trophäe für sein Lebenswerk.

    Vielleicht wird Redford seine Sammlung noch vergrößern. Mit 80 Jahren steht er weiter vor der Kamera. Die Science-Fiction-Romanze «The Discovery» soll 2017 in die Kinos kommen. Darin spielt der Hollywood-Rebell einen Wissenschaftler, der den Beweis für ein Leben nach dem Tod erbracht hat.

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  • 17. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 17. August 2016: Martha Coolidge

    Die Kamera lief im Grunde von Anfang an. Schon ihr Vater habe sie als Kind beim Spielen mit der 8-Millimeter-Kamera gefilmt, erinnerte sich Martha Coolidge in einem Interview 2011.
    Die US-Regisseurin Martha Coolidge (2003) kämpft für mehr Gleichberechtigung in Hollywood. Foto: Hubert Boesl © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die US-Regisseurin Martha Coolidge (2003) kämpft für mehr Gleichberechtigung in Hollywood. Foto: Hubert Boesl
     
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    Nach seinem Tod übernahm die Kleine im Alter von neun Jahren die Rolle als Regisseurin und delegierte filmische Aufgaben an ihre Geschwister. Heute verdankt Hollywood der in New Haven (Connecticut) geborenen Regisseurin, dass sich die Filmbranche Frauen gegenüber nach und nach geöffnet hat. Am 17. August wird Martha Coolidge 70 Jahre alt.

    Gleich vorweg: Von Gleichberechtigung kann in der Filmwelt noch lang keine Rede sein. In den 250 umsatzstärksten Filmen des vergangenen Jahres machten Frauen gerade einmal 19 Prozent der Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten, Cutter und Kameraleute aus. Zu diesem Ergebnis kam das Center for the Study of Women in Television and Film der San Diego State University in Kalifornien. Mit Blick auf Regisseure entspricht das dem Anteil des Jahres 1998.

    Doch Coolidge ließ sich von dieser nach wie vor männlich dominierten Branche nie abschrecken. Im Studium an der Rhode Island School of Design war sie die Erste, die Film als Hauptfach wählte, bevor sie anschließend an der Schule für Film und Fernsehen der New York University 1974 ihren Abschluss machte. Ihre ersten zwei Dokumentationen handelten von der Drogenabhängigkeit ihres Bruders und ihrer persönlichen Erfahrung mit Vergewaltigung.

    Als Coolidge 1983 mit der Teenie-Komödie «Valley Girl» ihr Debüt veröffentlichte, hatte sie nicht nur den jungen Nicolas Cage als Schauspieler entdeckt, sondern sich auch das eigene Sprungbrett für Filme mit größerem Budget geschaffen. Die Komödie «Was für ein Genie» brachte 1985 den damals noch unbekannten Val Kilmer auf die Leinwand, der wie Cage später ebenfalls groß herauskommen sollte.

    Coolidge drehte Filme für Kino und Fernsehen, packte ernste wie lustige Themen an und navigierte souverän durch die Männerwelt namens Hollywood. Immer wieder thematisierte sie die von Stereotypen beherrschte Welt der Geschlechter, so etwa in ihrem bekanntesten Film «Die Lust der schönen Rose» von 1991, der sich um sexuelle Ausbeutung einer Haushaltshilfe dreht. In «Angie» von 1994, in dem Coolidge mit James Gandolfini ein drittes großes Schauspieltalent entdeckte, wird eine junge New Yorkerin unverhofft schwanger.

    Wie schwierig Regie sein kann, verriet sie in einem Interview zu «Der Prinz & ich» von 2004: «Egal, was für gute oder schlechte Entscheidungen die anderen getroffen haben, Dir werden sie vorgeworfen.» Coolidge drehte zuletzt vor allem einzelne Folgen für TV-Serien, darunter «CSI: Vegas» und «Sex and the City». Dass sie 2002 als erste Frau überhaupt zur Präsidentin der Directors Guild of America (DGA) und damit dem wichtigsten Regisseurs-Verband der USA gewählt worden war, gilt trotz aller offenen Baustellen in Sachen Gleichberechtigung bis heute als wichtiger Schritt.

    Für wilde Kamerafahrten und technische Tricks hatte Coolidge in ihrer Karriere unterdessen nie viel übrig: «Wenn Du von diesen Leuten berührt wirst auf eine Weise, dass Du Dich mit ihnen identifizierst, mit ihnen lachst, mit ihnen weinst und ihre Wärme spürst, dann betrachten die Menschen sich selbst», sagte sie über das Verhältnis vom Kinogänger zu den Darstellern auf der Leinwand. «Die Kamera soll da nicht zu sehr im Weg sein.»

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  • 16. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 16. August 2016: Timothy Hutton

    Er ist kein großer Twitter-Aktivist. Nur alle paar Wochen meldet sich Timothy Hutton mit Neuigkeiten bei seinen Followern. Sein bisher letzter Eintrag von Mitte Mai lautet kurz und knapp: «Wir kommen zurück!!» Damit bestätigte der Schauspieler, dass er mit der US-Serie «American Crime» 2017 in die dritte Runde gehen wird.
    Timothy Hutton war 2015 für einen Emmy Award nominiert, ging aber am Ende leer aus. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Timothy Hutton war 2015 für einen Emmy Award nominiert, ging aber am Ende leer aus. Foto: Paul Buck
     
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    Es geht um Verbrechen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Die Quoten sollen nur mäßig sein, die Kritiker hingegen sind ganz angetan von der TV-Anthologie des Regisseurs und Drehbuchautors John Ridley («12 Years a Slave»). Im ersten Teil spielte Hutton, der heute 56 wird, in der männlichen Hauptrolle neben Felicitas Huffman («Desperate Housewives») den nach Gerechtigkeit suchenden Vater eines ermordeten Jungen. Sein Spiel brachte ihm 2015 eine Emmy-Nominierung ein. Am Ende musste er allerdings ohne Trophäe nach Hause gehen.

    Das war 1981 anders, als er für sein Mitwirken in seinem Kino- und Robert Redfords Regiedebüt «Eine ganz normale Familie» (1980) in der Kategorie «Bester Nebendarsteller» erst mit einem Golden Globe und dann sogar mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Er war damals gerade einmal 20 Jahre alt und widmete den Academy Award seinem Vater Jim Hutton, der ebenfalls Schauspieler gewesen und anderthalb Jahre zuvor gestorben war.

    Geboren am 16. August 1960 im kalifornischen Malibu, kann Timothy Hutton auf eine lange Filmografie verweisen. Zu der Liste gehören beispielsweise «The dark Half» (1993), «Kinsey - Die Wahrheit über Sex» (2004), «Der gute Hirte» (2006) oder «Der Ghostwriter» (2010). Meist musste er sich allerdings in Kinoproduktionen mit Nebenrollen begnügen. Beim Fernsehen ist das anders. Seit 2006 übernahm er Hauptrollen in «Kidnapped», «Leverage» und eben in «American Crime».

    Sein Privatleben behält der Schauspieler weitestgehend für sich. Bekannt ist aber, dass er eine Zeitlang mit Angelina Jolie (vor Brad Pitt) liiert war und bereits zwei Ehen hinter sich hat. Seine Söhne heißen Noah (geboren 1987) und Milo (geboren 2001). Er liebe die beiden über alles, wie er in einem Fragebogen der Zeitschrift «Vanity Fair» 2015 verriet. Des weiteren gab er an, dass er gern in Paris leben würde, immer Appetit habe, aber keine kalten Suppen möge - und er es reizvoll fände, allein auf einem Motorrad durch Italien zu reisen.

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  • 15. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtsga vom 15. August: Ben Affleck

    Sie waren eines der Traumpaare in Hollywood, aber im letzten Sommer war das Märchen vorbei. Nach zehn Jahren Ehe gaben Ben Affleck und Jennifer Garner ihre Scheidung bekannt.
    Ben Affleck wird heute 44 Jahre alt. Foto: Will Oliver © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ben Affleck wird heute 44 Jahre alt. Foto: Will Oliver
     
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    Mittlerweile verstehen sie sich prima, wie Affleck beteuert, immerhin haben sie drei gemeinsame KInder. Heute feiert Ben Affleck, der zuletzt als Superheld Batman in «Superman v Batman: Dawn of Justice» über die Leinwände flatterte, seinen 44. Geburtstag.

    Affleck kennt alle Höhen und Tiefen einer Hollywood-Karriere. Mit 25 Jahren war er der Senkrechtstarter: Zusammen mit seinem guten Freund Matt Damon gewann Affleck 1998 seinen ersten Oscar - für das gemeinsame Drehbuch zu «Good Will Hunting». Fünf Jahre später, nach dem Kinoflop «Liebe mit Risiko - Gigli» und einem Korb von seiner Verlobten, Latina-Star Jennifer Lopez, wurde er nur noch verspottet.

    Seit einigen Jahren ist Affleck, der heute 44 Jahre alt wird, wieder ganz oben. Als Regisseur stach er bei der Oscar-Verleihung vor drei jahren Kino-Veteranen wie Steven Spielberg oder Ang Lee aus und gewann für «Argo» den Oscar für den besten Film. In seinem dritten Regie-Werk geht es um eine auf wahren Begebenheiten beruhende CIA-Rettungsaktion von US-Geiseln in Teheran. Affleck spielt auch die Hauptrolle.

    Mit einer schrägen Story, die sich Affleck und Damon selbst ausdachten, war den jungen Freunden 1998 der große Wurf gelungen. Damon spielte die Hauptrolle des ungehobelten Mathematikgenies Will Hunting. «Good Will Hunting» wurde für neun Oscars nominiert und brachte Williams und dem Drehbuch-Duo Gold ein.

    Affleck stieg mit «Armageddon» und «Pearl Harbor» zum hochbezahlten Action-Star auf. Mit den Komödienflops «Liebe mit Risiko - Gigli» und «Jersey Girl» - beide mit Jennifer Lopez - folgte aber die Bruchlandung. Die Liebe zu Lopez zerbrach. Bei der Vergabe der gefürchteten «Goldenen Himbeeren» bekam das Filmpaar noch dazu zahlreiche Schmähpreise.

    Doch 2005 änderte sich das Blatt, privat und beruflich. Affleck gab «Daredevil»-Co-Star Jennifer Garner das Jawort und kündigte mit «Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel» sein Regiedebüt an. Und mit dem Oscar für «Argo» stieg Affleck dann in die Top-Riege in Hollywood auf.

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  • 14. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 14. August: Halle Berry

    Feiern zum Geburtstag waren noch nie Halle Berrys Sache. «Ich hatte noch nie eine Geburtstagsparty. Ich hatte wahrscheinlich eine als Kind, aber kann mich nicht daran erinnern», verriet die Schauspielerin dem Talkmaster Jimmy Kimmel im vergangenen Sommer. Schon deshalb ist anzunehmen, dass der 50. Geburtstag der Oscar-Preisträgerin am 14. August eher bescheiden ausfallen wird.
    Halle Berry wird 50. Foto: Stach Leszczynski © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Auch sonst ist es spätestens seit ihrer Rolle in Tom Tykwers Romanverfilmung «Cloud Atlas» von 2012 ruhig geworden um die Frau, die zehn Jahre zuvor in der Filmwelt ein kleines Beben ausgelöst hatte: Als erste Afroamerikanerin gewann Berry 2002 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in «Monster's Ball». Ihre Dankesrede unter Tränen weckte Hoffnungen, dass es mit der Benachteiligung von Schwarzen in Hollywood endlich vorbei wäre.

    Weit gefehlt: Erst vergangenen Februar waren bei der weltweit wichtigsten Filmpreisverleihung zum zweiten Mal in Folge keine Schwarzen in den vier begehrten Schauspielerkategorien nominiert worden. Berrys Worte, die den Oscar «für namenlose, noch unbekannte Farbige, die jetzt eine Chance bekommen», in Empfang genommen hatte, und die «eine Tür aufgestoßen» sah, scheinen verklungen zu sein.

    Programmiert war die Schauspielkarriere der aus Cleveland (Ohio) stammenden Berry, die ihren Vornamen dem «Halle Brothers»-Kaufhaus verdankt, nicht gerade. Erst versuchte sie sich im Journalismus, startete dann aber eine Laufbahn als Model und machte etwa Werbung für einen Kosmetikhersteller. In Spike Lees Drama «Jungle Fever» von 1991 spielte sie schließlich ein drogenabhängiges Mädchen, doch ihre Karriere als Schauspielerin kam nur schleppend in Gang. Mit Mitte 30 hatte sie den Sprung zu großen Hollywood-Produktionen dann geschafft.

    Bis heute markierte die Zeit um die Jahrtausendwende den Höhepunkt im filmischen Schaffen Berrys: Mit «X-Men» (2000) an der Seite von Patrick Stewart und «Passwort: Swordfish» (2001) zusammen mit John Travolta und Hugh Jackman war Berry in Blockbustern zu sehen. In «James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag» brachte sie es zum Bond-Girl an der Seite von Pierce Brosnan. Als sie 2002 den Oscar in den Händen hielt, war Berry an der Spitze Hollywoods angekommen.

    Dass es fortan bergab ging und sie nur noch schwache Rollen in kaum beachteten Filmen besetzte, ist eine tragische Wendung der einst so verheißungsvollen Laufbahn. Film für Film spielte sich Berry weiter vom Publikum weg, und nur wenige werden sich an Streifen wie «Gothika» (2004), «Frankie & Alice» (2010) oder «The Call - Leg nicht auf!» (2013) erinnern. Mit «Dark Tide» war Berry 2012 in einem der anspruchslosesten Filmgenres angekommen: Thriller über Hai-Angriffe.

    Auch der Versuch, mit Rollen als Superheldin gegen den eigenen Abstieg anzuspielen, brachte keinen Erfolg: «Catwoman» entpuppte sich als grandioser Flop und auch ihre Auftritte als Storm in weiteren Teilen der «X-Men»-Reihe vermochten das Ruder nicht herumzureißen. In den USA kennt man Berry heute durch die eher mäßig erfolgreiche Science-Fiction-Serie «Extant», in der sie eine Astronautin spielt, die während ihrer Mission auf unerklärliche Weise schwanger wird. Bleibt zu hoffen, dass die 2017 erscheinende Agenten-Fortsetzung «Kingsman 2: The Golden Circle» ihrer Karriere etwas Auftrieb gibt.

    Auch privat lief bei Berry nicht immer alles rund: Die drei Ehen mit Schauspieler Olivier Martinez, Baseballspieler David Justice und R&B-Musiker Eric Benét scheiterten nach kurzer Zeit, auch die Beziehung mit dem kanadischen Model Gabriel Aubry ging in die Brüche. Glaubt man ihrem erst vor kurzem eröffneten Instagram-Konto, genießt sie ihren derzeitigen Tropen-Urlaub mit Tochter Nahla (8) und Sohn Maceo (2) aber trotz der Strapazen in Privatleben und Beruf.

    Mit den Kids dürfte sie auch ihren Geburtstag verbringen. Dass sie kein Freund von Überraschungen ist, mussten ihre Freunde einmal auf die harte Tour lernen: Sie hatte von deren Plänen erfahren und blieb einfach zu Hause. Jimmy Kimmel erzählte sie dazu: «Niemand hat je wieder versucht, mir eine Geburtstagsparty zu schmeißen.»

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  • 13. August 2016 00:01

    Regierung Promi-Geburtstag vom 13. August: Fidel Castro

    Der Máximo Líder denkt an den Tod. «Wir alle kommen an die Reihe», sagt Fidel Castro im April auf dem Kongress der Kommunistischen Partei. Das Memento Mori des greisen Revolutionsführers rührt einige Delegierte zu Tränen - die meisten Kubaner kennen kein Leben ohne Fidel.
    Fidel Castro wird 90. Foto: Roberto Chile/Cubadebate © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Er trotzt in seiner Amtszeit zehn US-Präsidenten, installiert ein sozialistisches Regime direkt vor der Haustür des Erzfeindes, überlebt angeblich über 600 Mordanschläge. Am Samstag (13. August) wird Castro 90 Jahre alt.

    Nach offiziellen Angaben wird Fidel Castro Ruz am 13. August 1926 geboren. Er kommt in dem Ort Birán im Osten Kubas als unehelicher Sohn eines spanischstämmigen Großgrundbesitzers und dessen Hausangestellter zur Welt. Er geht mit den Kindern der Landarbeitern zur Schule und lernt schon als kleiner Junge die bittere Armut kennen, in der die meisten Kubaner leben.

    Nach dem Abitur nimmt Castro ein Jura-Studium in Havanna auf. Sofort mischt er in der Uni-Politik mit, die von Gangstern und parteinahen Schlägertrupps dominiert wird. Mit seinen Ambitionen hält der junge Mann nicht hinter dem Berg. Er wolle «Ruhm und Glorie», beschreibt er in einem Gespräch mit Kommilitonen seine Lebenspläne. Vom spartanischen Revolutionär ist Castro damals noch weit entfernt: Er trägt Nadelstreifenanzug und fährt ein Cabriolet.

    Nach dem Examen gründet er mit zwei Kollegen eine Anwaltskanzlei. Seine wahre Leidenschaft gilt allerdings längst der Politik. 1952 kandidiert er für einen Sitz im Kongress. Doch dann putscht General Fulgencio Batista und sagt die Wahlen ab. Damit verhindert er eine zivile Karriere des Politikers Fidel Castro und erschafft einen Revolutionär.

    Mit einer Handvoll Getreuen überfällt Castro am 26. Juli 1953 die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba. Doch die Aktion ist dilettantisch geplant, die Soldaten schlagen die Attacke zurück. Castro wird vor Gericht gestellt und sagt in einer flammenden Verteidigungsrede: «Verurteilt mich, die Geschichte wird mich freisprechen.»

    Er wird zu 15 Jahren Haft auf einer Gefängnisinsel verurteilt, kommt dank einer Amnestie allerdings bereits nach zwei Jahren wieder frei. Mit seinem Bruder Raúl geht er nach Mexiko und baut dort einen Stoßtrupp auf, um die Revolution nach Kuba zu tragen. Im Exil lernt er seinen argentinischen Mitstreiter Ernesto «Che» Guevara und den kubanischstämmigen Militärexperten Alberto Bayo kennen, der ihn in die Feinheiten der Guerilla-Taktik einweiht.

    Ende 1956 kehrt Castro an Bord der Jacht «Granma» und begleitet von 81 Kämpfern nach Kuba zurück. Nach zunächst schweren Verlusten macht die Revolutionsarmee immer mehr Boden gut und geht Ende 1958 in die Offensive. In der Silvesternacht flieht Diktator Batista, am Neujahrsmorgen 1959 verkündet Castro den Sieg der Revolution.

    Mit harter Hand baut er Kuba um: Er lässt nicht nur ausländische Unternehmen beschlagnahmen, er enteignet auch seine eigene Familie. «Was zum Teufel macht Ihr mit meinem Land?», soll seine aufgebrachte Mutter Lina geschimpft haben. Gleichzeitig leitet Castro eine Bildungsoffensive ein und gewährt allen Bürgern Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung.

    Mit der Landreform bringt er allerdings auch den mächtigen Nachbarn USA gegen sich auf. Washington verhängt ein Handelsembargo gegen die Karibikinsel und versucht mit der Invasion von bewaffneten Exilkubanern in der Schweinebucht das Ruder noch einmal herumzureißen. Einen neuen Verbündeten findet Castro in Moskau. Die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba bringt die Welt 1962 an den Rand eines Atomkriegs.

    Castro ist nicht nur der unumstrittene «Máximo Líder» auf Kuba, sondern positioniert sich auch als wichtiger Führer der Bewegung der Blockfreien Staaten. «Er hat gezeigt, dass sozialistische Revolutionen in der Dritten Welt möglich sind», sagt Kuba-Experte Bert Hoffmann vom GIGA-Institut für Lateinamerika-Studien in Hamburg. «Kostenlose Bildung und Gesundheitsversorgung waren weltweit bewunderte Errungenschaften.»

    Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stürzt Kuba in eine tiefe wirtschaftliche Krise. Viele Kubaner erinnern sich noch heute mit Schaudern an die Entbehrungen während der sogenannten Sonderperiode Anfang der 1990er Jahre. Durch eine Forcierung des Tourismus und eine Kooperation mit dem ölreichen Venezuela kann die sozialistische Regierung den Zusammenbruch schließlich verhindern.

    Wegen einer komplizierten Operation tritt Fidel Castro am 31. Juli 2006 zunächst vorläufig zurück, zwei Jahre später wird sein Bruder Raúl dann offiziell als Staatschef bestätigt. Er hat nicht das Charisma seines großen Bruders, führt dessen politisches Projekt aber zunächst ohne große Brüche weiter.

    Von Zeit zu Zeit kommentiert Fidel Castro das Weltgeschehen noch in Leitartikeln der Parteizeitung «Granma». Über echte politische Macht verfügt er aus Sicht von Experten nicht mehr. «Man braucht ihn aber als Galionsfigur, als ideelle Rechtfertigung, gerade jetzt in der Phase der Annäherung an die USA», sagt Fidel-Biograf Volker Skierka.

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  • 12. August 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 12. August 2016: William Goldman

    Für Regisseur Rob Reiner (69, «Harry und Sally», «Misery») ist William Goldman «möglicherweise Amerikas großartigster Drehbuchautor». Oscar-Preisträger Aaron Sorkin (55), der die Vorlagen für «The Social Network» und «Steve Jobs» schrieb, preist ihn als den Erfinder des modernen Drehbuchs. Alles was er wisse, habe er von Goldman gelernt, erklärt Sorkin. Und das sei höchstens ein Zehntel von Goldmans Schreibkunst.
    Der Autor William Goldman wird 85. Foto: Marathon Man Productions, LLC./Theo Van de Sande © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Autor William Goldman wird 85. Foto: Marathon Man Productions, LLC./Theo Van de Sande
     
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    Reiner und Sorkin sind nur zwei Filmgrößen von vielen, die das Schreibgenie hinter Hollywood-Klassikern wie «Die Unbestechlichen», «Der Marathon-Mann» und «Misery» verehren. Sie kommen in einem Trailer für die im Dreh befindliche Dokumentation «Nobody Knows Anything (except William Goldman)» über den legendären Drehbuchautor zu Wort. Goldman, der am Freitag (12. August) seinen 85. Geburtstag feiert, mischt als Schreiber und Mentor im Filmgeschäft immer noch mit. 

    Ohne ihn hätten sich viele Hollywoodstars nichts zu sagen gehabt. In dem Watergate-Drama «Die Unbestechlichen» legte er Robert Redford und Dustin Hoffman kluge Worte in den Mund. In dem Psychothriller «Misery» (1990) lieferte Goldman den Erfolgsautor Paul Sheldon (James Caan) einem besessenen Fan (Kathy Bates) ans Messer. Robert Downey Jr. ließ er als «Chaplin» (1992) sprechen. 

    Seine erste Oscar-Statue für den Western «Butch Cassidy und
    Sundance Kid» (1969) mit Paul Newman und Robert Redford nahm Goldman nicht einmal persönlich in Empfang. Er hatte sich «null
    Gewinnchancen» ausgerechnet und war der Gala-Show einfach
    ferngeblieben. Sieben Jahre später trat er selbst auf die Bühne, als sein Drehbuch für «Die Unbestechlichen» den höchsten Filmpreis gewann.

    Er verfasste das Skript zu einem der berühmtesten Antikriegsfilme «Die Brücke von Arnheim» (1977). In den Krimis «Der Marathon-Mann» (1976) und Clint Eastwoods «Absolute Power» (1997) schmiedete er komplizierte Polit-Plots. In der Western-Parodie «Maverick» (1994) spannte er Mel Gibson und James Garner als komisches Team ein. Mit den «Frauen von Stepford» wagte er sich 1975 in die Sci-Fi-Welt, mit «Jurassic Park III» (2001) ins Fantasy-Land.

    Wenn anderen Autoren die Worte ausgehen, dann greift Goldman oft als «Script-Doctor» ein. So gab er «Wilde Kreaturen» (1997) und «Mission Impossible II» (2000) den letzten Schliff. Der Hollywood-Insider nahm kein Blatt vor den Mund, als er in den Sachbüchern «Das Hollywood-Geschäft» und «Wer hat hier gelogen?» über die Eitelkeiten und Machtspiele der Filmindustrie herzog.

    Selbstironisch prägte er den berühmten Satz: «Nobody knows anything», niemand im Hollywood wisse irgendetwas. «Keiner hat die geringste Idee, was für ein Film am Ende gut läuft», erklärte Goldman 2014 in einem Interview von «Indiewire». Als Student habe er überhaupt kein Schreibtalent gehabt, behauptet der Erfolgautor. Sein erstes Skript habe er erst mit 33 Jahren gelesen. Von wegen Filmschule: Er sei einfach viel ins Kino gegangen und habe sich dort in Filme verliebt.

    Der 1931 im US-Staat Illinois geborene Autor, der vor seiner Hollywood-Karriere Literatur studierte, schrieb mit 25 Jahren den
    ersten von insgesamt 20 Romanen. Am bekanntesten ist sein Fantasy- Buch «Die Brautprinzessin», ein fantastisches Märchen mit Riesen, Prinzen und Fabelwesen. Rob Reiner brachte «The Princess Bride» 1987 auf die Leinwand, gefolgt von «Misery» (1990).

    Im vorigen Jahr machte sich Goldman noch einmal an sein altes «Misery»-Skript nach der Romanvorlage von Stephen King und schrieb es für eine Broadway-Adaption mit Bruce Willis um. Die Lust am Schreiben hat er offenbar nicht verloren. Fünf Drehbücher habe er seit 2003 zu Papier gebracht, aber noch sei keines davon verfilmt worden, sagte Goldman im vorigen November dem Entertainment-Portal «Vulture.com». Mit ein Ansporn für die eigene Schreiblust: «Viele Filme, die heute gemacht werden, gefallen mir nicht.» 

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  • 11. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 11. August 2016: Chris Hemsworth

    Berlin (dpa)) Es gibt eine neue Generation von Schauspielern in Hollywood: muskelbepackte Hünen mit Wahnsinns-Oberarmen und kantigem Gesicht, die sich vor allem als Superhelden hervortun. Einer von ihnen ist Chris Hemsworth. Heute wird er 33 Jahre alt.
    Gibt auch mit 33 Jahren wieder den Superhelden: der australische Schauspieler Chris Hemsworth. Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Gibt auch mit 33 Jahren wieder den Superhelden: der australische Schauspieler Chris Hemsworth. Foto: Christian Charisius
     
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    Den germanischen Donnergott Thor hat er schon mehrfach verkörpert. Zur Zeit dreht der Australier laut «Imdb.com» eine weitere Fortsetzung des Fantasy-Abenteuers, das im Herbst 2017 in die Kinos kommen soll. Doch Hemsworth möchte sich auch in anderen Rollen profilieren. Spätestens 2019 sollen alle sieben «Thor»-Streifen im Kasten sind, und er könne es dann bestimmt kaum erwarten, «dieses Kostüm endlich auszuziehen. Ich will dann sicher auch auf absehbare Zeit keinen Hammer mehr sehen», sagte der Darsteller des Göttersohns Ende 2015 der «Stuttgarter Zeitung».

    Dass Chris Hemsworth tatsächlich nicht nur effektvoll Muskeln zeigen und die Welt retten kann, hat er dieses Jahr schon im Märchenabenteuer «The Huntsman» gezeigt. Dieser Tage ist er zudem bei den «Ghostbusters» als Rezeptionist zu erleben. In Ron Howards Rennfahrer-Drama «Rush - Alles für den Sieg» (2013) gab er überdies den charismatischen Lebemann James Hunt, der gegen den biederen Technokraten Niki Lauda um den WM-Titel in der Formel 1 kämpft. Eine Oscar-würdige Leistung , wie viele Kritiker befanden.

    Geboren am 11. August 1983 in Melbourne, wusste Hemsworth lange nicht, welchen Beruf er ergreifen sollte. «Früher wollte ich jede Woche etwas anderes werden: mal Profi-Boxer, dann Fußballspieler, Arzt oder Rechtsanwalt. Oder professioneller Surfer. Erst als ich meinen älteren Bruder in der TV-Serie «Neighbours» sah, wusste ich, dass ich Schauspieler werden wollte», erzählte er einmal der Zeitschrift «OK!».

    Sein älterer Bruder ist Luke, der vor allem in Fernsehserien mitspielt. Bekannter ist jedoch sein jüngerer Bruder Liam, der durch «Die Tribute von Panem» und nicht zuletzt durch seine Liaison mit Miley Cyrus berühmt wurde. Er hatte sich damals auch um die «Thor»-Rolle beworben, musste sich aber schließlich seinem Bruder geschlagen geben.

    Zum Zwist hat das nicht geführt: «Wir feuern uns gegenseitig an, wie es sich für Brüder gehört», sagte Chris Hemsworth laut «Spiegel Online», «doch bei der Arbeit hat jeder seinen eigenen Kopf und eigene Ziele.»

    Verheiratet ist Chris Hemsworth seit Dezember 2010 mit der gebürtigen Spanierin Elsa Pataky. Die beiden sind Eltern dreier Kinder: einer Tochter namens India Rose und den Zwillingen Sasha und Tristan. Die Familie steht für ihn ganz oben, die wilden Zeiten sind vorbei. «Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Obwohl ich lieber Bier getrunken habe, als Drogen zu nehmen», verriet er der Zeitschrift «OK!». «Ich habe es früher krachen lassen.»

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  • 10. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 10. August: Justin Theroux

    Drei Jahre lang waren sie liiert, die Hochzeitsgerüchte schwirrten umher, und am 10. August 2015 war es endlich soweit: der Schauspieler und Drehbuchautor Justin Theroux gab seiner Freundin Jennnifer Aniston das Jawort. Heute, exakt ein Jahr später, feiert er seinen 45. Geburtstag.
    Jennifer Aniston und Justin Theroux bei der Oscar-Verleihung 2015 in Hollywood. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Jennifer Aniston und Justin Theroux bei der Oscar-Verleihung 2015 in Hollywood. Foto: Paul Buck
     
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    Theroux kommt aus einer künstlerischen Familie - sein Onkel ist der Reiseschriftsteller Paul Theroux, sein Cousin Louis Theroux ist Dokumentarfilmer, seine Mutter Phyllis ist Autorin und Journalistin. Nur sein Vater «schlägt» aus der Art - ein Rechtsanwalt.

    Mitte der 90er Jahre begann Theroux' Kino-Karriere mit dem schrägen Film «I Shot Andy Warhol», in dem die Geschichte von Valerie Solanas erzählt wird, die auf Warhol geschossen hatte. Auch in TV-Serien wie «Sex and The City» oder Six Feet Under - Gestorben wird immer» tauchte Justin Theroux auf.

    Ein Höhepunkt seiner Karriere war sicherlich der David-Lynch-Film «Mulholland Drive» (2001) - ein Höllentrip in das Reich der finsteren Träume und bizarren Fantasien. Aber auch dieser Film katapultierte ihn nicht in die erste Reihe der Hollywood-Stars. Er sollte mehr der Mann für die Nebenrollen bleiben.

    Mehr Spaß scheint er sowieso beim Schreiben von Drehbüchern zu haben: «Ein Drehbuch hat länger Bestand als eine Performance. Und letztendlich ist es wesentlich befriedigender. Es ist härter, aber befriedigender», sagte er «Collider.com».
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    Und als Drehbuchautor hat Theroux einige große Erfolge vorzuweisen. Das Script zu der wüsten Action-Komödie «Tropic Thunder» (2008), die allein in den USA über 100 Millionen Dollar einspielte, stammt aus seiner Feder. Auch «Iron Man 2» war ein großer Erfolg, ein riesiger Flop wurde allerdings das Tom-Cruise-Musical «Rock Of Ages» (2012).

    Eine Hauptrolle hatte Theroux in dem Film «Wanderlust» (2012), bei dem er und Jennifer Aniston sich schließlich näherkamen, obwohl sie sich schon länger kannten. Nach dem Ende der Dreharbeiten wurden die beiden ein Paar.

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  • 09. August 2016 00:01

    Theater Promi-Geburtstag vom 9. August 2016: Hermann Beil

    Er ist der Mann, der im Hintergrund die Fäden zieht. Seit mehr als vier Jahrzehnten arbeitet Dramaturg Hermann Beil zusammen mit Theatermacher Claus Peymann - der eine ruhig und zurückhaltend, der andere temperamentvoll und gerne im Rampenlicht. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team.
    Der Chefdramaturg des Berliner Ensembles, Hermann Beil, feiert seinen 75. Geburtstag. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Chefdramaturg des Berliner Ensembles, Hermann Beil, feiert seinen 75. Geburtstag. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
     
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    Am Dienstag (9. August) feiert der gebürtige Wiener Beil, der seit fast 18 Jahren mit Intendant Peymann das Berliner Ensemble prägt, seinen 75. Geburtstag.

    «Theaternarren leben länger», lautet Beils zuversichtliches Motto und so heißt auch seine Geschichtensammlung über die Zeit am Wiener Burgtheater. Auf Titel legt Beil keinen Wert. «Es heißt manchmal, ich sei Chefdramaturg am Berliner Ensemble», sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Das stimmt nicht. Ich bin Dramaturg. Das genügt. Das ist ein ehrenwerter Beruf, ich muss kein Chef sein», so der Künstler. «Man muss sich ja durch Argumente durchsetzen, nicht durch einen Titel. Dramaturgie gehört für mich ganz wesentlich zur Theaterleitung.»

    In Stuttgart begann 1974 die Zusammenarbeit von Beil und Peymann. Gemeinsam gingen sie 1979 nach Bochum. Von 1986 bis 1999 war das Wiener Burgtheater ihre künstlerische Heimat - nicht immer zur Freude der konservativen Wiener. Thomas Bernhard widmete Beil das Dramolett «Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese» (1987) - zur Gaudi des Publikums spielen sich Beil und Peymann darin immer wieder auch selbst - zum Beispiel am 10. September bei einer Festvorstellung anlässlich Beils Geburtstag im Berliner Ensemble.

    «Die Stuttgarter Zusammenarbeit war äußerst erfreulich, ja glücklich und berauschend», beschreibt Beil die Anfänge mit Peymann. «Heute ist unsere Beziehung sehr erwachsen geworden - durch die vielen Ereignisse und auch die Kämpfe, die man gemeinsam durchgestanden hat in Stuttgart, Bochum und Wien», so der Dramaturg. «Ich bin jetzt auch eigene Wege gegangen. Ich trete oft als Rezitator auf, ich inszeniere auswärts. Aber wir haben noch immer eine sehr vertrauensvolle, unverbrüchliche Zusammenarbeit. Wir können uns aufeinander verlassen. Wir müssen nichts mehr beweisen.»

    Auch wenn Peymann im Sommer 2017 die Intendanz am Berliner Ensemble (BE) an Oliver Reese abgibt, werde die enge Beziehung doch bleiben. «Die Verbindung zu Peymann und den Menschen um ihn herum ist eine familiäre Beziehung, die, glaube ich, anhalten wird, solange ich denken kann.» Vielleicht ergebe sich dann anderswo bei dem ein oder anderen Projekt wieder eine Zusammenarbeit. «Das ist gewachsen und kann gar nicht zu Ende gehen.»

    Legendär ist Beils private Leidenschaft als Tortenbäcker. Zum 92. Geburtstag von Theatermacher George Tabori servierte er 98 selbst kreierte Torten. Ganz wichtig ist für Beil auch die Musik. «Ich habe in Wien ein Wohnzimmer und in Berlin ein Wohnzimmer. In Wien ist es der Musikverein und in Berlin ist es die Philharmonie. Ich gehe wahnsinnig gerne in Konzerte. Klassische Musik ist das Schönste, das es gibt», sagt der Dramaturg. «Und ich versuche in meinen Lesungen auch immer, die Musik in den Worten zu suchen.»

    Das Theater faszinierte ihn übrigens schon als Kind. «Als ich sechs oder sieben Jahre alt war, da bekam ich zu Weihnachten ein Kasperle-Theater geschenkt», erzählt Beil. «Die Bühne hatte mein Vater gezimmert. Ich hatte etwa zehn Figuren - und fing an zu spielen. Ich habe mir die Stücke ausgedacht, mit den klassischen Rollen: Kasperle und Gretel, der böse Zauberer, das Krokodil und die Großmutter usw.», erinnert sich Beil. «Dann fing ich auch an, Bühnenbilder zu machen. Bis zum 14. Lebensjahr habe ich vor Publikum gespielt, vor Kindern.»

    Später studierte er Literaturwissenschaften, Geschichte und Musik. An der Mainzer Universität versuchte es Beil 1962 auch mit Theaterwissenschaften. Aber: «Da habe ich ganz schnell aufgegeben. Es war so stinklangweilig und trocken.» Das Theater wurde dann dennoch seine Berufung.

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  • 08. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 8. August 2016: Jan Josef Liefers

    Aus Jan Josef Liefers, dem Gerichtsmediziner im Münster-«Tatort», hätte vielleicht auch ein Herr Doktor werden können. «Ich wäre ein passabler Arzt geworden», sagte Liefers jüngst in einem Interview der Frauenzeitschrift «Emotion».
    Beim deutschen Fernsehpublikum ausgesprochen beliebt: der Schauspieler Jan Josef Liefers (52). Foto: Wolfgang Langenstrassen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Beim deutschen Fernsehpublikum ausgesprochen beliebt: der Schauspieler Jan Josef Liefers (52). Foto: Wolfgang Langenstrassen
     
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    Im «Tatort» Münster geht er seit 2002 als schnöseliger Professor Boerne auf Verbrecherjagd und fährt gemeinsam mit seinem Schauspieler-Kollegen Axel Prahl alias Kommissar Thiel regelmäßig Traumquoten ein. Das Duo bleibt auch dieses Jahr unter den «Tatort»-Ermittlern beim deutschen TV-Publikum mit Abstand die Nummer eins - und das nicht nur nach Einschaltquoten. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) bezeichnete in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov das Gespann als sein «Tatort»-Lieblings-Team.

    Der gebürtige Dresdner Liefers ist aber auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen präsent und steht regelmäßig als Musiker auf der Bühne. Heute feiert Liefers seinen 52. Geburtstag.

    In seiner «Tatort»-Rolle als Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne tritt der Schauspieler mit viel Sinn für Witz und Situationskomik als arroganter Rechthaber auf, der allenfalls durch die Überzeichnung liebenswerte Seiten gewinnt.

    «Hier kann man Geschichten machen, die schrulliger und vielleicht auch ein bisschen popeliger sind als in Berlin oder New York, die aber dafür auch viel mehr berühren», sagte Liefers einmal. Absichtlich hat er seinem Wagner-liebenden Professor Bart und Brille verpasst. «Boerne sollte anders aussehen als ich, damit ich problemlos andere Rollen spielen kann.»

    Und davon hat Liefers reichlich. Zu den Highlights gehörte etwa die Hauptrolle als Chirurg Richard Hoffmann in der vielgelobten Bestsellerverfilmung von Uwe Tellkamps Wenderoman «Der Turm» (2012). Für den SAT.1-Quotenhit «Das Wunder von Lengede» erhielt er 2004 den Adolf-Grimme-Preis. Und seinen Durchbruch schaffte er 1997 mit gleich zwei Kassenschlagern - mit Helmut Dietls Gesellschaftssatire «Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief» und dem Roadmovie «Knockin' on Heaven's Door».

    In die Schauspielerei wurde Liefers, wie er sagt, «reingeboren». Seine Eltern arbeiteten in Dresden am Theater, auch sein Großvater war Schauspieler, er wuchs sozusagen im Theater auf. Weil er als Künstlerkind im «Arbeiter- und Bauernstaat» kein Abitur machen durfte, lernte er zunächst Tischler an der Semperoper in Dresden und absolvierte dann die renommierte Schauspielschule «Ernst Busch» in Berlin.

    Mit gerade mal 25 Jahren trat er am 4. November 1989 - kurz vor dem Fall der Mauer - als Redner bei der legendären Alexanderplatz-Demonstration auf, bei der Hunderttausende gegen Gewalt und Unterdrückung im Stasi-System protestierten. «Ich habe keine wehmütigen Gefühle, wenn ich an die DDR denke. Ich war kein Fan dieses Staates und weine ihm keine Träne nach», sagte er einmal dem Magazin «Stern», betonte aber auch: «Du wirst nicht plötzlich Wessi, nur weil die Grenze offen ist.»

    Seine Frau Anna Loos, Schauspielerin aus Brandenburg und seit 2006 Frontfrau der Rock-Band Silly, hat Liefers bei den Dreharbeiten zum Roadmovie «Halt mich fest» kennengelernt. Das Paar ist seit 2004 verheiratet und lebt mit zwei Töchtern im bürgerlichen Berliner Stadtteil Steglitz. Zudem hat Liefers zwei Kinder aus früheren Beziehungen. Mit Loos war er mehrfach auch gemeinsam auf dem Bildschirm zu sehen - etwa 2013 in dem ARD-Film «Nacht über Berlin» als Liebespaar in der beginnenden NS-Zeit.

    Trotz seiner Popularität als Schauspieler wollte sich Liefers nie allein darauf festlegen lassen - er arbeitet auch als Regisseur, Drehbuchautor und Filmkomponist. 2002 veröffentlichte er sein Popmusik-Debüt «J.J.@Oblivion», das an intelligente Pop-Bands wie Blur oder die Flaming Lips erinnerte. «Ich benutze Musik wie Möbel», sagte Liefers dem Magazin «Emotion». «Beides muss kuschelig sein, bequem, nicht zu hart.»

    Für sein soziales Engagement, unter anderem für ein Kinderhospiz, erhielt er 2011 den deutschen Verdienstorden.

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  • 07. August 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 7. August 2016: Charlize Theron

    Sie ist ein gefeierter Hollywood-Star, aber der rote Teppich ist längst nicht alles für sie. Erst vor ein paar Tagen forderte Charlize Theron auf der Welt-Aids-Konferenz in der südafrikanischen Hafenstadt Durban mehr Einsatz im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit.
    Charlize Theron bei der Aids-Konferenz in Durban. Foto: Kevin Sutherland © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Charlize Theron bei der Aids-Konferenz in Durban. Foto: Kevin Sutherland
     
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    «Wenn wir auf ein Heilmittel warten, dann sterben die Menschen weiter», so Theron in ihrem Heimatland. Heute feiert die Schauspielerin und Menschrechtsaktiviin ihren 41. Geburtstag.

    «Ich bin so froh in meinen Vierzigern und nicht mehr in den Zwanzigern zu sein und mir Sorgen zu machen, ob ich in meine enge Jeans passe oder in einen Club reinkomme» sagte die gebürtige Südafrikanerin bereits im letzten Jahr im Interview mit "E!Online". «Es ist einfach nett, in seine Couch verliebt zu sein, Käsebrote zu machen und das Leben zu genießen.»

    Hollywood ist schon lange Therons Wahlheimat, doch in Afrika verbrachte sie ihre Kindheit. Als Tochter eines deutsch-französischen Einwanderpaares wuchs sie im weißen Arbeitervorort Benoni bei Johannesburg auf. Als sie 15 war, versuchte der alkoholkranke Vater vor ihren Augen, die aus Deutschland stammende Mutter umzubringen. In Notwehr erschoss die Mutter den Vater.

    An der Seite von Keanu Reeves fiel die schöne Blonde in der Horror-Parabel «Im Auftrag des Teufels» 1997 erstmals auf. Es folgten «Gottes Werk und Teufels Beitrag», die Woody-Allen-Komödie «Im Bann des Jade Skorpions» und der Actionthriller «The Italian Job - Jagd auf Millionen».

    Ihren ersten Oscar (2004) hat Theron allerdings einer Rolle zu verdanken, in der die schöne Südafrikanerin kaum zu erkennen war. Mit 14 Extra-Kilos, fettigen Haaren und fleckigem Make-up verwandelte sich die damals 28-Jährige in dem Drama «Monster» in eine männermordende Prostituierte.

    Das US-Männermagazin «Esquire» kürte Theron 2007 zur «Sexiest Woman Alive», doch vor der Kamera zeigt sie gerne eine andere Seite. Für «Mad Max: Fury Road» rasierte sie sich den Kopf fast kahl. In «Snow White & The Huntsman» spielt sie die böse, rachsüchtige Königin. «In meinem Job geht es nicht um Schönheit», sagte sie 2012 der Deutschen Presse-Agentur. «Ich glaube, ich habe nie einen Job bekommen, nur weil ich schön bin. Du musst beweisen, dass du die Fähigkeit dazu hast. Es geht nicht nur um das Aussehen.»

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Promi-Geburtstag vom 31. August 2016: Richard Gere
Obdachloser, Klatschreporter, Anwalt oder Gynäkologe: Das Rollen-Portfolio von Richard Gere ist bunt. Im September soll beim Toronto Film Festival sein neuester Film Premiere feiern, «Norman: The Moderate Rise and Tragic Fall all of a New York Fixer». Er gibt darin einen Unternehmer und «Macher».
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 Eigentlich hab ich die Sendung immer gern geschaut, aber das neue Investoren-Team gefällt mir nicht.
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