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  • 24. Juli 2014 09:31

    Die Promi-Geburtstage vom 25. Juli 2014: Barbara Meier

    Tausende Mädchen und junge Frauen träumen von einer Karriere als Model. Viele erhoffen sich von der ProSieben- Castingshow «Germany's Next Topmodel» die Eintrittskarte für ein Leben im Rampenlicht.
    Gern gesehener Gast auf dem roten Teppich: Barbara Meier beim Filmfest München.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Felix Hörhager
    Gern gesehener Gast auf dem roten Teppich: Barbara Meier beim Filmfest München.
     
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    Eine große internationale Laufstegkarriere hat bislang zwar keine der Gewinnerinnen hingelegt, einen gewissen Bekanntheitsgrad haben aber alle erreicht. Dazu gehört auch Barbara Meier, die sich im Finale 2007 durchsetzte und heute 28 Jahre alt wird.

    Bei ihrem Sieg war die Mathematikstudentin aus Regensburg gerade mal 20 und hatte nach Angaben von ProSieben die Maße 81-61-94. Als Hobbys nannte die 1,74 Meter große Frau mit den roten Haaren EDV und Rock'n'Roll.

    «Die ersten Schritte waren wahnsinnig schwer und mit sehr viel harter Arbeit verbunden», erzählte Barbara Meier dem Magazin «Closer». Ihre Karriere begann nicht in den Fashion-Metropolen New York oder Mailand, sondern in Athen und Istanbul. «Dort habe ich meist sieben Tage die Woche, zwölf Stunden am Tag in Fotostudios verbracht, oft tagelang kein Sonnenlicht gesehen und hatte gerade so viel Freizeit, um meine Kleidung zu waschen und ab und zu ins Fitness-Studio zu gehen.»

    Neben ihrer Model-Karriere hat sich Barbara Meier inzwischen auch verstärkt der Schauspielerei zugewandt. «Schreie der Vergessenen» hieß ihr Spielfilmdebüt von 2011, der auf ProSieben gezeigt wurde. In dem Mystery-Thriller war sie als gehörloses Medium zu sehen. Mit ihrer Leistung war Barbara Meier damals nicht komplett zufrieden: «An manchen Stellen im Film ist mir aufgefallen, dass ich ein bisschen mehr Abwechslung in den Ausdruck hätte reinbringen können - daran möchte ich noch arbeiten», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

    Und das scheint sich alles gut zu entwickeln. Gerade erst stand Barbara Meier für den TV-Märchenfilm «Siebenschön» vor der Kamera, der zu Weihnachten 2014 ausgestrahlt werden soll.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    USLAR, Moritz von deutscher Journalist, Theaterautor und Schriftsteller 44 25.07.1970 Köln Deutschland
    MÜLLER, Ina deutsche Kabarettistin, Sängerin und Moderatorin 49 25.07.1965 Köhlen Deutschland
    IMAN amerikanisches Model und Schauspielerin 59 25.07.1955 Mogadischu Somalia
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  • 21. Juli 2014 15:46

    Die Promi-Geburtstage vom 22. Juli 2014: Prinz George

    Er wohnt in feinsten Palästen, bewegt sich in der nobelsten Gesellschaft. Um seine Termine kümmert sich ein Büro, Flugreisen gehören für ihn zum Alltag. Und: Er ist ein Türöffner.
    Prinz George feiert seinen ersten Geburtstag.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / John Stillwell
    Prinz George feiert seinen ersten Geburtstag.
     
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    Seine Königliche Hoheit, Prinz George, füllt kurz vor seinem Geburtstag die Klatschspalten der bunten Blättchen in der britischen Heimat und in aller Welt. Am 22. Juli wird er ein Jahr alt.

    «Ich kann kaum glauben, dass er schon Türen aufmacht», wird seine Mutter Kate vom britischen «Hello!»-Magazin zitiert. Dass der kleine Prinz, der als gegenwärtige Nummer drei der britischen Thronfolge, später einmal König werden soll, schon ganz schön schnell laufen kann, fügt sie hinzu. Auf einem Polo-Turnier, das er gemeinsam mit seinen Eltern Kate und Prinz William besuchte, stellte er das auch vor Fotografen und damit öffentlich unter Beweis.

    Das ist eigentlich das Gegenteil von dem, was seine Eltern wollen. William und Kate überlegten sich schon vor Georges Geburt eine Strategie, wie sie mit dem Wunsch der Medien nach ihrem Kind umgehen sollten. Massen von Fotografen und Kameraleuten aus aller Welt vor dem Krankenhaus in Londons Innenstadt, auf dessen Geburtsstation Kate das Kind bekam, machten deutlich: Eine Strategie ist nötig.

    Und die lautet: dosierte Öffentlichkeit. Prinz George kam bisher nur einige wenige Male Fotografen vor die Linse: kurz nach der Geburt beim Verlassen des Krankenhauses, bei seiner Taufe, bei einer Auslandsreise nach Neuseeland und Australien - und eben, offenbar eher per Zufall, bei dem Polo-Turnier. Die Botschaft lautet: Der spätere Thronfolger ist gesund, kann laufen und sieht dem Papa ähnlich - das muss reichen an Information für die Untertanen.

    Viel mehr ist nicht bekannt, über den kleinen Stammhalter und seine ersten Monate. Anfangs hat er viel geschrien, wie Vater William zugab. Das Magazin «Vanity Fair» will wissen, dass es ein echter Kampf gewesen sein soll, George in eine Schlaf-Routine zu bekommen. Zumal die Muttermilch der zierlichen Kate nicht ganz ausgereicht haben soll, um den stämmigen George satt zu bekommen.

    «Er war ständig hungrig», schreibt das Blatt unter Berufung auf die Teilzeit-Nanny Jessie Webb. Erst als Mama Kate ihm die ersten Breichen zufütterte, sollen die Nächte im eigens renovierten Kensington-Palast wieder ruhiger geworden sein.

    William und Kate wollen - das hatten sie direkt und indirekt mehrmals kundgetan - eine möglichst «normale» Kindheit für ihren Sohn. Abgesehen davon, dass es für ein Jahr alte Engländer keineswegs normal ist, in Palästen zu wohnen, First-Class um die Welt zu jetten und auf den Titelseiten von Hochglanzmagazinen zu erscheinen: Der Plan dürfte zum Scheitern verurteilt sein, auch wenn Kate inzwischen lieber in den abgeschirmten Palast-Gärten statt in öffentlichen Parks mit ihrem Kleinen spazierengeht.

    Queen Elizabeth II. (88), so stecken Palast-Insider immer wieder britischen Medien, soll auf ein «gewisses Maß» an königlichen Traditionen bei der Erziehung des späteren Thronfolgers bestehen. Die Taufe im traditionellen Taufkleid wird gern als - vergleichsweise harmloses - Beispiel angeführt.

    William und Kate dagegen scheinen zu versuchen, zumindest die Grenzen des Machbaren auszuloten - ähnlich wie es Williams 1997 tödlich verunglückte Mutter Diana einst tat. «Ich drücke meine Kinder zu Tode und gehe abends mit ihnen zu Bett», wurde Diana zitiert.

    Ein völlig anderer Ansatz, als etwa bei der Erziehung von Dianas früherem Mann, Thronfolger Prinz Charles. Dieser wurde vor allem von Personal erzogen, wie er selbst einmal öffentlich machte, seine Eltern sah er meist nur kurz abends vor dem Schlafengehen.

    Die «Cambridges», wie Williams junge Familie in Großbritannien gerne genannt wird, zogen nach der Geburt ihres Sohnes nicht direkt in den Kensington-Palast, sondern blieben zuerst einmal für ein paar Wochen in der Provinz in Bucklebury, bei den Middletons.

    Statt in London im Mittelpunkt zu stehen, wollen sie lieber so oft wie möglich auf dem Land wohnen. Die Queen stellte der jungen Familie inzwischen ein Schlösschen auf ihrem Landsitz in Sandringham (Norfolk) zur Verfügung. Und als es nach Down Under ging, rangen sie der Queen die Mitfluggenehmigung für George ab. Normalerweise sollen Thronfolger nicht gemeinsam ein Flugzeug besteigen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DAFOE, Willem amerikanischer Schauspieler 59 22.07.1955 Appleton USA
    DI MEOLA, Al amerikanischer Jazz-Gitarrist 60 22.07.1954 Jersey City USA
    WAALKES, Otto deutscher Komiker 66 22.07.1948 Emden Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 16. Juli 2014 13:43

    Die Promi-Geburtstage vom 21. Juli 2014: Charlotte Gainsbourg

    Sie ist ein scheues Reh, aber vor der Kamera gibt Charlotte Gainsbourg alles. In Lars von Tries tabuloser Sex-Saga «Nymphomaniac» spielte sie eine sexsüchtige Frau.
    Charlotte Gainsbourg im Mai 2014 in Cannes.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Sebastien Nogier
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    «Der ganze masochistische Teil des Films war mir peinlich und es war ein bisschen erniedrigend, aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hatte ich Spaß dabei», sagte die Schauspielerin der Nachrichtenagentur dpa im Interview. Früh morgens eine Vagina-Prothese angelegt zu bekommen, sei auch peinlich gewesen. «Aber es ist lustiges Zeug, an das man sich erinnert.» Heute feiert Gainsbourg ihren 43. Geburtstag.

    In den letzten Jahren machte sie verstärkt als Sängerin von sich reden: «5:55» und «IRM» heißen ihre Alben, die sie auch bei ihrem ersten Konzert-Abstecher nach Deutschland in der Berliner Volksbühne vorstellte. Ein zurückhaltender Auftritt: schwarze Lederhose, schwarze Weste, weißes T-Shirt - Charlotte Gainsbourg bewegte sich inmitten ihrer fünf Musiker kaum.

    Lange hatte sie sich überhaupt nicht auf die Bühne getraut, immer schwang und schwingt noch die große Angst vor dem großen Erbe mit, das ihr ihre Eltern hinterlassen haben.

    Die am 21. Juli 1971 in London geborene Tochter des Sängers Serge Gainsbourg und der Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin stand schon in frühen Jahren vor der Kamera. Bereits 1984 feierte sie ihr Leinwanddebüt an der Seite von Catherine Deneuve in «Paroles et musiques», und etwa zur gleichen Zeit versuchte sie sich als Sängerin, nahm ihre ersten Chansons auf, die ihr Vater geschrieben hatte. Und mit dem anrüchigen Duett «Lemon Incest» erarbeitete sie sich ihren Ruf als frühreife Nymphe. Filme wie «Das freche Mädchen» und «Die kleine Diebin» festigten den frühen Ruhm. In Agnès Vardas Liebesgeschichte «Die Zeit mit Julien» spielte sie gemeinsam mit ihrer Mutter Jane Birkin.

    In den 90er Jahren konzentrierte sich Charlotte Gainsbourg, vielleicht auch ausgelöst durch den frühen Tod ihres Vaters 1991, auf die Schauspielerei. Mit «Merci la vie» landete sie im gleichen Jahr in Frankreich einen Riesenerfolg, es folgten «Der Zementgarten», nach dem Roman von Ian McEwan, inszeniert von ihrem Onkel Andrew Birkin, die Jane-Austen-Verfilmung «Jane Eyre» und «Love etc.» (1997), eine melancholische Komödie, in der auch Gainsbourgs langjähriger Lebensgefährte Yvan Attal dabei war. Auch «Meine Frau, die Schauspielerin» (2001) entstand in Zusammenarbeit mit Attal - der Film trägt unverkennbar autobiografische Züge.

    In den letzten Jahren war Charlotte Gainsbourg auch in einigen Hollywood-Indie-Produktionen präsent, in dem Ensembledrama «21 Gramm» ebenso wie in «Science of Sleep - Anleitung zum Träumen» oder auch in Todd Haynes' grandiosem Dylanfilm «I'm Not There», in dem sie die Ehefrau von Dylan spielte.

    Charlotte Gainsbourg lebt seit vielen Jahren in Paris mit dem Schauspieler Yvan Attal zusammen, das Paar hat einen 1997 geborenen Sohn, eine Tochter kam 2002 zur Welt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CULKIN, Rory amerikanischer Schauspieler 25 21.07.1989 New York USA
    VALENCIA, Saskia deutsche Schauspielerin 50 21.07.1964 Rostock DDR
    TACO deutscher Popsänger 59 21.07.1955 Jakarta Indonesien
    © dpa-infocom GmbH
  • 16. Juli 2014 12:19

    Die Promi-Geburtstage vom 23. Juli 2014: Anna Maria Mühe

    Anna Maria Mühe ist der Beweis, dass sich Talent vererben kann. Ihre Eltern sind die Schauspieler Ulrich Mühe (1953-2007) und Jenny Gröllmann (1947-2006).
    Anna Maria Mühe wird 29.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jörg Carstensen
    Anna Maria Mühe wird 29.
     
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    Aber die Berlinerin, die heute ihren 29. Geburtstag feiert, gehört auch ohne den Zusatz «Tochter von» zu den wichtigsten Schauspielerinnen ihrer Generation. Zuletzt erhielt die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin im letzten Jahr den Berliner Bären, den Kulturpreis der Zeitung «B.Z.».

    Über 50 Film- und Fernsehrollen hat die Berliner Charakterdarstellerin mit den großen blauen Augen schon hinter sich, darunter einige «Tatort»-Folgen. Die Rolle der «Tatort»-Kommissarin in einem neuen Team sei ihr auch schon angeboten worden, aber dafür fühle sie sich noch zu jung, sagte sie der Berliner «Morgenpost». «Ich habe denen gesagt: Fragen Sie mich bitte nochmal, wenn ich 40 bin.»

    Oft sind es unbequeme, sperrige und schwierige Rollen, die sie wählt - darunter die hochgelobte DDR-Geschichte «Novemberkind» (2008) von Christian Schwochow. Für das Sozialdrama «In der Welt habt ihr Angst» (2011) magerte sie für die Rolle einer Junkie-Braut kräftig ab. In «Sternstunde ihres Lebens» (2013) geht es um die Gleichberechtigung der Frauen.

    Bei der Auswahl ihrer Rollen lässt sie sich ungern reinreden. «Ich habe mir immer rausgenommen, Sachen abzusagen - auch wenn andere gesagt haben: «Mach das doch!»», sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Es gehe ihr um ein gutes Drehbuch, eine gute Figur, gute Partner und einen guten Regisseur. «Nicht jede Rolle kann dich weiterbringen - das wäre ja ein bisschen zu viel verlangt. Aber ich hatte noch nicht das Gefühl, etwas zu bereuen, nein.»

    Anna Maria Mühe hat den frühen Tod ihrer Eltern - beide starben kurz hintereinander an Krebs - verkraften müssen. Wer die Schauspielern vor falschen Entscheidungen schützt, verriet sie einmal am Rande von Dreharbeiten: «mein Bauch».

    Ihre Karriere begann mit 15, als Regisseurin Maria von Heland sie in einer Berliner Bar für den Teenie-Film «Große Mädchen weinen nicht» entdeckte. Wer ihre Entdeckung da war, ahnte sie anfangs noch nicht. «Für mich ist das natürlich ein Geschenk», sagte Anna Maria Mühe der «Morgenpost». «Weil ich weiß, dass das nicht über meine Eltern funktioniert hat und ich selber durch diese Tür gegangen bin.» Eine Schauspielschule besuchte sie nicht, dafür nahm Anna Maria Mühe Unterricht und lässt sich coachen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RADCLIFFE, Daniel britischer Schauspieler 25 23.07.1989 London Großbritannien
    WILLIAMS, Michelle amerikanische R&B-Sängerin 34 23.07.1980 Rockford USA
    CARPENTER, Charisma amerikanische Schauspielerin 44 23.07.1970 Las Vegas USA
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  • 15. Juli 2014 12:58

    Die Promi-Geburtstage vom 24. Juli 2014: Jennifer Lopez

    Sie kommt, sie kommt nicht, sie kommt: Um den Auftritt von Jennifer Lopez bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM in Brasilien gab es reichlich Hickhack. Schließlich legte die Sängerin, die heute 45 wird, dann doch noch eine farbenfrohe Show hin, auch wenn die Akustik lausig war.
    Jennifer Lopez in Brasilien. Foto: Diego Azubel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Für ihre Fans verlängerte J.Lo dann im Anschluss noch bei Facebook ihren Auftritt mit einer ordentlichen Portion Po-Gewackel aus der Umkleidekabine - und dem kecken Statement: «Wer hat denn gesagt, dass ich nicht komme?»

    Für die WM hatte die Sängerin danach wenig Zeit, obwohl sie zusammen mit Pitbull und Claudia Leitte mit «We Are One» den offiziellen WM-Song beisteuerte. «Mein Terminplan ist im Moment wirklich extrem voll», sagte sie im Vorfeld der Nachrichtenagentur dpa. Über die Spiele wollte sie sich aber durch ihre Cousins auf dem Laufenden halten, die alle fanatische Real-Madrid-Anhänger seien.

    Mit ihrem ebenso glamourösen wie kommerziellen Image - und ihren Romanzen - ist Lopez der Liebling der Boulevardpresse. Doch das ist nicht alles. Auf der Liste des amerikanischen Wirtschaftsmagazin «Forbes» gehört sie zu den 100 einflussreichsten Prominenten der Welt.

    Erfolge feiert Lopez aber nicht nur in der Popmusik. Sie hat ihre eigene Mode- und Parfümlinie, ist Tänzerin, Castingshow-Jurorin, Mutter und immer wieder auch im Kino zu sehen. All das habe sie aber nicht verändert, sagte die Tochter puertoricanischer Einwanderer, die in einer armen Gegend in der New Yorker Bronx aufgewachsen ist, vor zwei Jahren im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Zwischen ihrer Herkunft und «dem großen Hollywood-Glamour» gebe es keinen Widerspruch. «In meinem Herzen, in meiner Seele bin ich noch immer dieselbe Person, die ich mit 16 war», sagt sie.

    Mit einem Konzert im Juni in der Bronx und ihrer aktuellen CD «A.K.A.» knüpfte J.Lo an diese alten Zeiten an. Eine «Rückkehr zu den Wurzeln» sei das Album, meinte Lopez. Ein großer Erfolg wurde es allerdings nicht.

    Mit ihrem Privatleben sorgt Lopez seit den 1990er Jahren für Schlagzeilen, etwa wegen ihrer Beziehung zu Schauspieler Ben Affleck, ihrer Liaison mit US-Rapper Sean «Diddy» Combs oder zuletzt mit der Scheidung von ihrem dritten Ehemann, dem Sänger Marc Anthony. «Wollen wir nicht alle die Liebe unseres Lebens in der High School kennenlernen, heiraten, Kinder und Enkel bekommen und glücklich miteinander bis ans Ende unserer Tage leben?», fragt Lopez und antwortet prompt: «Ja, jeder will das. Aber nicht jeder bekommt es.»

    «Wir fallen hin, wir stehen wieder auf. Das ist es, was wir machen», fügt sie hinzu. Familie sei ihr wichtig, sagt die alleinerziehende Mutter der sechsjährigen Zwillinge Max und Emme. Das Leben à la Lopez sei eben so, wie in jedem anderen Zuhause auch: «Ich mache Frühstück für die Kinder.» Sie seien im Sommer gerne draußen im Pool, «also gehen wir an den Pool, essen Mittag, sind faul, lachen gemeinsam. Ich versuche einfach, soviel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LOCH, Felix deutscher Rodler 25 24.07.1989 Sonneberg DDR
    VESTER, Saskia deutsche Schauspielerin 55 24.07.1959 Saarbrücken Deutschland
    FRIEDL, Loni von österreichische Schauspielerin 71 24.07.1943 Wien Österreich
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  • 15. Juli 2014 09:54

    Die Promi-Geburtstage vom 20. Juli 2014: Gisele Bündchen

    Großer Auftritt für Gisele Bündchen bei der Fußball-Weltmeisterschaft: Zusammen mit dem spanischen Spieler Charles Puyol brachte das brasilianische Top-Model den Pokal ins Maracaña-Stadion, der kurz danach den deutschen Kickern überreicht wurde.
    Gisele Bündchen mit dem Pokal-Koffer. Foto: Marcelo Sayao © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Es war mir eine große Ehre, mein Land und das brasilianische Volk in dieser Feier vertreten und den LV-FIFA-Pokal-Koffer tragen zu dürfen. Es ist großartig zu sehen, wie der Sport die Kraft hat, die Welt zusammenzubringen», erklärte Bündchen, die ein zauberhaftes Kleid aus dem Hause Louis Vuitton trug.

    Natürlich hat das sportbegeisterte Model die Weltmeisterschaft im eigenen Land eifrig verfolgt und via Twitter kommentiert. Als Basilien aber gegen Deutschland mit 1:7 verlor, schickte sie nur einen weinenden Smiley um die Welt.

    Gisele Bündchen, die heute 34 Jahre alt wird, ist ein Model der Superlative: Im letzten Jahr stand sie zum siebten Mal an der Spitze der «Forbes»-Liste der Topverdiener-Models. Locker hängte sie Kolleginnen wie Heidi Klum, Miranda Kerr oder Kate Moss ab. Nach einem Bericht des US-Wirtschaftsmagazins lag das Jahreseinkommen der Brasilianerin bei geschätzten 42 Millionen Dollar.

    Laut «Forbes» schöpfte Bündchen nicht nur mit ihrem Aussehen Geld ab, sondern auch als geschickte Investorin. Hochkarätige Werbekampagnen sowie eine eigene Schuhkollektion und Kosmetikreihe tragen zu ihrem Einkommen bei.

    Sport wird bei Gisele Büdchen groß geschrieben. Verheiratet ist die Mutter zweier Kinder, die ursprünglich als Profi-Sportlerin im Volleyball hoch hinaus wollte, mit dem ehemaligen US-Football-Spieler Tom Brady. Täglich steht außerdem mindestens eine Stunde Workout auf ihrem Fitness-Programm.

    Als Gisele mit 14 Jahren von einer Model-Agentur entdeckt wurde, hängte sie ihre Sportplane an den Nagel und ließ das behütete Familienleben im brasilianischen Horizontina an der Seite ihrer fünf Geschwister kurzerhand hinter sich, um auf dem Laufsteg Erfolg zu haben.

    Seitdem Bündchen Ende der 90er Jahre für den Pirelli-Kalender abgelichtet und als «Model of the Year» (1999) geehrt wurde, ziert die gertenschlanke Schönheit die Cover der Hochglanzmagazine. Für die US-amerikanischen Unterwäschemarke Victoria's Secret stolzierte sie mit juwelenbesetztem BH über den Laufsteg und sorgte in verführerischen Dessous über die Jahre hinweg immer wieder für Aufsehen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CORNELL, Chris amerikanischer Rockmusiker 50 20.07.1964 Seattle USA
    CARNES, Kim amerikanische Popmusikerin 69 20.07.1945 Los Angeles USA
    CHICAGO, Judy amerikanische Malerin und Bildhauerin 75 20.07.1939 Chicago USA
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  • 13. Juli 2014 09:12

    Die Promi-Geburtstage vom 18. Juli 2014: Vin Diesel

    Die Zeiten sind längst vorbei, dass Vin Diesel mit seinem Hund telefonieren musste, weil er sich so einsam fühlte. Als Schauspieler war er schon erfolgreich, nur privat lief es nicht rund.
    Vin Diesel wird 47. Foto: Michael Nelson © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Rund zehn Jahre ist das her, inzwischen aber hat sich einiges verändert. Das mexikanische Model Paloma Jiménez ist seit 2008 die Frau an seiner Seite, die beiden haben zusammen zwei Kinder.

    Rund 15 Millionen Dollar bekommt Vin Diesel laut Filmdatenbank «Imdb» im Schnitt für seine Filme, in denen der muskelbepackte Glatzkopf, der heute 47 Jahre alt wird, seine Gegner reihenweise aus den Puschen haut. Dieser Mann ist reine Physis und manch cooler Spruch kommt ihm dabei über die Lippen. Ansonsten gibt sich der Action-Star eher wortkarg, stilisiert sich zum großen Anti-Helden in einer feindseligen Umwelt.

    In Anerkennung seiner erfolgreichen Haudrauf-Filme wurde Vin Diesel im letzten Jahr mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Amüsiert reagierte der US-Schauspieler und Produzent auf den Platz seines Sterns an einer Straßenecke. Er habe schon als Kind in Manhattan an Straßenecken gestanden, damals, um Hip-Hop zu tanzen und etwas Geld zu verdienen, sagte er.

    Es könnte alles wunderbar, wäre nicht am 30. November 2013 sein Schauspiel-Kollege und enger Freund Paul Walker bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Fünf Filme aus der «Fast and Furious»-Reihe hatten die beiden gemeinsam gedreht. «Pablo, ich wünschte Du könntest die Welt jetzt sehen und den immensen Einfluss, den Du hinterlassen hast... auf uns... auf mich», schrieb Diesel damals in Erinnerung an Walker auf seiner Facebook-Seite. 2015 soll «Fast & Furious 7» in die Kinos kommen - ein Memento mori.

    Im Jahr 2000 gelang dem Muskelmann mit «Pitch Black - Planet der Finsternis» der Durchbruch zum Action-Star. Es folgten der beliebte Raser-Film «The Fast and the Furious» und «xXx - Triple X» - Bausteine zu einer ertragreichen Karriere.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BELL, Kristen amerikanische Schauspielerin 34 18.07.1980 Detroit USA
    BRANSON, Richard britischer Unternehmer und Abenteurer 64 18.07.1950 Shamley Green Großbritannien
    AUGER, Brian britischer Jazzrock-Organist 75 18.07.1939 Bihar Indien
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  • 13. Juli 2014 09:07

    Die Promi-Geburtstage vom 19. Juli 2014: Maren Kroymann

    Gerade hat sie den Prix Pantheon bekommen, in der Kategorie «reif und bekloppt». In der Laudatio zum Kabarettpreis stellte Elke Heidenreich fest: «Sie kann singen, tanzen, schauspielern, denken, schreiben - und auf der Bühne ist sie einfach eine Granate.» Heute wird Maren Kroymann 65.
    Maren Kroymann wird 65.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Bernd Settnik
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    Wohl niemand hat Sabine Christiansen und Verona Pooth so schön parodiert wie sie. Fernsehzuschauer kennen die Berliner Schauspielerin aus Serien wie «Oh Gott, Herr Pfarrer», «Vera Wesskamp», «Mein Leben und ich» oder Doris Dörries «Klimawechsel».

    Kabarettfans lieben sie für Shows wie ihr erstes Solo «Auf Du und Du mit dem Stöckelschuh» von 1982, die «Gebrauchten Lieder» oder aktuell «In My Sixties». Darin feiert sie mit dem Sound und den Liedern von damals 50 Jahre Pubertät, im Glamourlook.

    Eigentlich wollte die Tübinger Professorentochter, die mit vier älteren Brüdern aufwuchs, Lehrerin werden. Es kam anders: Nach Auslandsaufenthalten und Theater in der Heimat wurde sie Kabarettistin. Als «Nachtschwester Kroymann» war sie in den 90er Jahren die erste Frau, die eine eigene Satireshow in der ARD bekam, allerdings ohne regelmäßigen Sendeplatz.

    Ihre feministisch-herben Sketche über piepsige Frauchen und das Begrabscht-Werden im Büro findet sie nach wie vor aktuell. «Es entpuppt sich, dass ich vor 20 Jahren Dinge geschrieben habe, die genau in die jetzige Situation passen, was Frauen und Karriere angeht.»

    Feministin und Lesbe: Das sind für Kroymann keine Etiketten, mit denen sie verschämt umgehen würde. Als eine der ersten prominenten Frauen in Deutschland hatte sie 1993 im «Stern» ihr Coming-Out, damals ein mutiger Schritt. Bis heute ist Kroymann eine der wenigen, die selbstbewusst und gerne über ihr Lesbisch-Sein sprechen. Sie glaubt, dass sich noch viele verstecken. «Das sehen Sie an der Tatsache, dass Sie an einer Hand abzählen können, wer sich geoutet hat», sagt Kroymann, die Single ist, im dpa-Interview.

    Im Moment dreht sie «Divorce», eine neue RTL-Serie. Mit Walter Sittler stand sie für das ZDF-«Herzkino» vor der Kamera, als Geschäftsfrau, die sich in späten Jahren verliebt: «Er ist ein Prachtkerl», schwärmte sie bei den Dreharbeiten. In «Winnetous Weiber» (ARD) wird sie als spröde Adelige namens Elisabeth zu Hallbach-Süren zu sehen sein. Für die Geschichten auf den Spuren der Winnetou-Filme in Kroatien lernte sie das Reiten, immerhin ohne Sturz.

    Gerne würde Kroymann wieder in einem unbequemen Film mitspielen wie im preisgekrönten Drama «Verfolgt» (2006) von Angelina Maccarone. Eine bemerkenswerte Rolle: Eine Bewährungshelferin lässt sich auf eine sadomasochistische Beziehung mit einem 16-Jährigen (Kostja Ullmann) ein. Leichtere Kinokost war 2009 die Bestsellerverfilmung «Maria, ihm schmeckt's nicht».

    Von Maren Kroymann wird man noch viel hören und sehen. Vor dem 65. sieht ihr Terminkalender recht voll aus. «Ich will ja arbeiten, bis ich tot umfalle. Ich will auch sehr alt werden bei bester Gesundheit.» Den Geburtstag feiert sie auf einer Bootsfahrt in Berlin, mit einem Kollegen, der 40 wird.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ZIRNER, Johannes deutscher Schauspieler 35 19.07.1979 Herdecke Deutschland
    KAMINER, Wladimir deutsch-russischer Schriftsteller 47 19.07.1967 Moskau Sowjetunion
    CAMPANELLA, Juan José argentinischer Filmregisseur 55 19.07.1959 Buenos Aires Argentinien
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  • 11. Juli 2014 07:49

    Die Promi-Geburtstage vom 17. Juli 2014: Milva

    Hurra, wir leben noch» - leicht rauchig klingt die Stimme, die wie eine Hymne auf das Durchhalten gegen die Schicksalsschläge des Lebens klingt.
    Chansonsängerin Milva wird 75.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ulrich Perrey
    Chansonsängerin Milva wird 75.
     
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    Über Jahrzehnte hat Milva sie gesungen, vor allem in Deutschland, wo die italienische Diva mit der roten Haarmähne wohl ihre größten Erfolge feierte. Deutsch sei ihre zweite Muttersprache, sagte sie einmal. An diesem Donnerstag (17. Juli) wird Milva 75 Jahre alt.

    «Ich weiß, was ich will. Ich geb' nicht gern nach. Ich leg' mich nicht fest», heißt es in einem anderen Milva-Song, der wohl auch für ihren Lebensweg stehen könnte. Als Maria Ilva Biolcati 1939 in Goro in der norditalienischen Provinz Emilia-Romagna geboren, sang sich die Tochter eines Fischhändlers und einer Schneiderin zunächst durch die Nachtclubs, sicherte sich aber bald mit knapp 20 Jahren bei einem Schlagerwettbewerb des italienischen Fernsehens RAI ein Stipendium für eine Gesangs- und Schauspielausbildung.

    Dutzende Alben hat sie seitdem veröffentlicht. Sie gab Gastkonzerte, ging auf Tourneen, sang in der Mailänder Scala, dem Pariser Olympia-Theater und dem Almeida Theatre in London. Fast 20 Mal trat sie beim Festival von San Remo auf.

    Anfang der 70er Jahre entdeckte sie ihre Liebe zu Bertolt Brecht, trat an Giorgio Strehlers Mailänder Teatro Piccolo als Seeräuberjenny in der «Dreigroschenoper» auf und an der Deutschen Oper Berlin in «Die sieben Todsünden der Kleinbürger». In der Folgezeit hat sie immer wieder Abstecher auf die Opernbühne unternommen, zum Beispiel als Prinz Orlowsky in Johann Strauß' «Fledermaus».

    Gleichzeitig wartete sie mit gelungenen Interpretationen von Edith-Piaf-Chansons und Zarah-Leander-Stücken auf, gab Opern-Gastspiele («Tosca»; «Peter Pan») und widmete sich mit Hilfe von Astor Piazzolla dem argentinischen Tango, der zu einem ihrer Steckenpferde wurde.

    Ihre Altstimme war wohl wie geschaffen für die rauen Lieder des Griechen Mikis Theodorakis, der in den 70ern mit seiner Musik gegen die Diktatur der Generäle opponierte. Ein Millionenpublikum eroberte sie sich jedoch vor allem mit anspruchsvollen Schlagern, wie «Freiheit in meiner Sprache» oder «Stark sein».

    Neben ihrer Gesangskarriere stand Milva auch als Schauspielerin immer wieder vor der Kamera, etwa in Filmen mit Silvana Mangano, Annie Girardot, Otto Sander und Juliette Binoche. Ihre große Liebe blieben die Texte Brechts, mit denen sie weltweit ihre größten Erfolge feierte. 1996 brachte sie das Album «Milva singt einen neuen Brecht» heraus.

    Vielleicht nicht ganz so strahlend war Milvas Leben hinter der Bühne. Ihre einzige Ehe hielt zehn Jahre, Partner verließen sie. Nach 52 Jahren kündigte «La Rossa» (Die Rote) 2010 ihren Rückzug aus dem Showgeschäft an - seitdem lebt sie weitgehend zurückgezogen. Sie müsse auf ihren Körper hören, den sie sehr schlecht behandelt habe, sagte sie damals in einem Zeitungsinterview. Es sei ihr Wunsch, keine Interviews mehr zu geben, erklärte ihre Assistentin Edith Meier jetzt auf dpa-Anfrage.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HAMILTON, Natasha britische Popsängerin 32 17.07.1982 Liverpool Großbritannien
    WALLEN, Byron britischer Schauspieler 45 17.07.1969 London Großbritannien
    SICK, Bastian deutscher Journalist und Autor 49 17.07.1965 Lübeck Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 10. Juli 2014 14:01

    Die Promi-Geburtstage vom 15. Juli 2014: Diane Kruger

    Sie lebt seit Jahren im Ausland, fühlt sich aber immer noch sehr deutsch. Diesem Umstand hat Diane Kruger vielleicht auch die Rolle der versierten, aber emotionslosen Polizistin zu verdanken, die sie in der Fernsehserie «The Bridge - America» spielt. Heute wird sie 38.
    Diane Kruger wird 38.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Daniel Naupold
    Diane Kruger wird 38.
     
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    Die Deutschen seien in ihrem Charakter generell reservierter als die Amerikaner, hat der Hollywoodstar vor kurzem der Deutschen Presse-Agentur im Interview gesagt: «Wir sind anders, wie gehen nicht sofort auf jeden zu und sagen, hey, wie geht es dir. Wir sind etwas distanzierter. Vielleicht hat man das auch bei mir gesehen.» Anders als ihre Figur in der Thrillerserie, deren zweite Staffel gerade hierzualnde beim Bezahlsender Fox angelaufen ist, hält sich die Schauspielerin aber privat für «einen sehr herzlichen Menschen». Die Rolle sei weit weg von ihr.

    Geboren am 15. Juli 1976 als Diane Heidkrüger in Algermissen bei Hildesheim und nach Anfängen beim Ballett in Hildesheim, wurde sie bald Model in Paris und nahm nebenher Schauspielunterricht. Ihren Durchbruch hatte sie 2004 als schöne Helena in Wolfgang Petersens «Troja». In «Das Vermächtnis der Tempelritter» spielte die blonde Niedersächsin an der Seite von Nicolas Cage und in Quentin Tarantinos «Inglourious Basterds» neben Brad Pitt. In der US-Adaption der dänisch-schwedischen Serie «Die Brücke» ist sie an der Seite ihres mexikanischen Kollegen Demián Bichir (50) als Ermittlerin Sonya Cross zu sehen, die an der Grenze zwischen den USA und Mexiko im Einsatz ist.

    Obwohl sie beruflich viel in Amerika zu tun hat, lebt sie vorwiegend in Paris. «Ich bin nach wie vor gerne in Deutschland. Ich bin allerdings in vielerlei Hinsicht auch eher Französin», verrät sie. Ihr liege der Lebensstil der Franzosen, auch wenn sie das Deutsche nicht ganz abschütteln könne. «In Frankreich sieht man das bei mir übrigens sehr differenziert: Wenn ich in einem guten Film mitspiele, dann bin ich franco-allemand, ist der Film schlecht, dann bin ich nur Deutsche.»

    Wieder in der alten Heimat zu wohnen, das kann sie sich inzwischen kaum mehr vorstellen. «Ich liebe Deutschland, und meine Eltern und Geschwister leben da, meine Großeltern sogar immer noch in meinem kleinen Dorf, in dem ich aufwuchs. Ich habe aber die größte Zeit meines Erwachsenenlebens im Ausland verbracht. Mittlerweile habe ich mehr in Frankreich als in Deutschland gelebt. Ich fühle mich im Ausland immer als die Deutsche. Aber trotzdem fühle ich mich in Deutschland inzwischen fremd.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    NIELSEN, Brigitte dänisches Model, Schauspielerin und Musikerin 51 15.07.1963 Rødovre Dänemark
    SCHWEIKERT, Ruth Schweizer Schriftstellerin 49 15.07.1965 Lörrach Deutschland
    HUFFINGTON, Arianna amerikanische Journalistin und Autorin 64 15.07.1950 Athen Griechenland
    © dpa-infocom GmbH
  • 09. Juli 2014 13:46

    Die Promi-Geburtstage vom 16. Juli 2014: Will Ferrell

    Mit Föhnfrisur, Schnauzer und selbstsicherem Dauergrinsen hat sich Star-Komiker Will Ferrell, der heute 47 Jahre alt wird, ein Stück Unsterblichkeit gesichert.
    Will Ferrell wird 47. Foto: Facundo Arrizabalaga © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Will Ferrell wird 47. Foto: Facundo Arrizabalaga
     
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    Als Ron Burgundy, ein aufgeblasenen 70er-Jahre-Fernsehansager und Großkotz, wie er im Buche steht, war er in «Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy» (2004) Star in einer der großen Komödien der Nullerjahre.

    In diesem Jahr gab es mit «Anchorman - Die Legende kehrt zurück» eine fulminante Fortsetzung. Als Moderator war Ron Burgundy im Fernsehen eine ganz große Nummer. Seit er aber über sein dickes Ego gestolpert ist, fristet er sein Leben als Animateur bei einer Delfin-Show. Als ein neuer Nachrichtensender in New York an den Start geht, wittert Burgundy eine neue Chance.

    Komische Dialoge, die zuweilen mit voller Absicht die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, lockere Nonsense-Sprüche, absurde Situationen und alle Grenzen politischer Korrektheit überschreitend - beide überdrehten Komödien sind ganz großes Kino.

    «Irre, dass ich mit meinen Witzen auch im Kino Erfolg habe», sagte Ferrell vor einigen Jahren im Gespräch mit der Programmzeitschrift «TV Movie». Hielt aber den Ball flach: «Man darf dieses ganze Business nicht zu ernst nehmen. Jetzt gehöre ich zu den heißen Typen, aber in ein paar Jahren ist jemand anderes an der Reihe...»

    In der Tat war den letzten Filme von Ferrell an der Kinokasse kein allzu großer Erfolg beschieden gewesen. Und der US-Amerikaner erwarb sich den zweifelhaften Ruf, laut dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» der überbezahlteste Schauspieler Hollywoods zu sein. Ron Burgundy aber brachte ihn wieder zurück in die Erfolgsspur.

    Sein Comedy-Handwerk hat der Schauspieler, der keine Angst davor hat, sich zum Affen zu machen, von der Pike auf gelernt. Seine Schule hieß von 1995 bis 2002 «Saturday Night Live». Die Comedy-TV-Show wird für zahlreiche Komiker immer wieder das Sprungbrett nach ganz oben. John Belushi, Bill Murray, Adam Sandler oder Chris Rock haben hier schon ihre Witze gerissen.

    In den Komödien von Will Ferrell trifft man immer wieder auf die gleichen Schauspieler. Zum «Inner Circle» gehören etwa Ben Stiller, Owen Wilson, Vince Vaughn oder Steve Carell, die als Gruppe auch gerne als «The Frat Pack» bezeichnet werden. Abgedrehte Filme wie «Zoolander» (2001), «Starsky & Hutch» (2004) oder «Die Hochzeits-Crasher» (2005) gehen auf ihr Konto.

    Lohn des Wahnsinns: 2011 erhielt Will Ferrell den Mark-Twain-Preis für US-amerikanischen Humor - was ihn sprachlos machte. Sein Treffen mit Präsident Barack Obama, der die Auszeichnung überreichte, hatte ihn so beeindruckt, dass er glatt den Preis liegenließ. Als er wieder gehen wollte, habe ihm der Präsident hinterhergerufen: «Will, Will, du hast deinen Preis vergessen. Ich behalte ihn mal», erzählte der Schauspieler der Tageszeitung «USA Today». Dass ihm in dieser Situation kein cooler Spruch eingefallen sei, habe ihn mächtig geärgert, sagte Ferrell.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BEGLAU, Bibi anadeutsche Schauspielerin 43 16.07.1971 Helmstedt Deutschland
    JAUD, Tommy deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor 44 16.07.1970 Schweinfurt Deutschland
    WAGENKNECHT, Sahra deutsche Politikerin 45 16.07.1969 Jena DDR
    © dpa-infocom GmbH
  • 08. Juli 2014 08:34

    Die Promi-Geburtstage vom 14. Juli 2014: Karel Gott

    Für seine Fans ist er einfach nur der «Meister»: Seit mehr als fünf Jahrzehnten begeistert der Tenor Karel Gott seine Zuhörer mit immer wieder neuen Ohrwürmern.
    Die goldene Stimme aus Prag: Karel Gott.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Andreas Lander
    Die goldene Stimme aus Prag: Karel Gott.
     
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    An «Bei uns war immer Babicka» erinnern sich die Großeltern. In «Kleine, freche, schlaue Maja» stimmt die mittlere Generation ein. Und die ganz Jungen denken unweigerlich an Gotts Duett mit Gangsta-Rapper Bushido. Heute feiert Karel Gott seinen 75. Geburtstag.

    Feiern will Gott - so sein wirklicher Name - diesmal im kleinen Kreis mit seiner Familie. «Von einer großen Feierlichkeit kann keine Rede sein, denn 75 zu werden ist kein besonderes Verdienst», sagt der Sänger auf dpa-Anfrage. Für eine Pause ist auch kaum Zeit: Erst im Frühjahr hat Gott seine Autobiografie «Zwischen zwei Welten» vorgestellt. Und für Herbst plant er eine große Tournee, die ihn in zehn tschechische und slowakische Städte führt.

    Dass aus dem Elektrotechnik-Lehrling von einst ein Weltstar des Schlagers werden würde, der Konzerte von Moskau bis New York gibt, war nicht vorgezeichnet. Er hätte auch Maler werden können, bestand aber die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie nicht. Dann hatte er Glück, als der russische Tenor Konstantin Karenin in Prag sein Lehrer wurde. Der brachte Gott nicht nur die Kunst des Belcanto bei, sondern tolerierte auch seine Popambitionen.

    Stark beeindruckte den jungen Gott dann ein Gastspiel in Las Vegas, dem Mekka der Unterhaltungsbranche. «Wenn Las Vegas nicht gewesen wäre, dann wäre mein Start in den deutschsprachigen Ländern mit Sicherheit nicht so einfach gelungen», sagt er heute. Er lernte von den ganz Großen wie Frank Sinatra und vor allem eines: Disziplin. «Es gibt nur ein einziges «Attest», das die Absage eines Konzerts berechtigt: die Sterbeurkunde», merkt sich der junge Gott.

    Er bekam Angebote, in Amerika zu bleiben. «Ich entschied mich aber ein für allemal, meinem europäischen Publikum treu zu bleiben, das mich geprägt hat, mich nie verraten hat und auf das ich mich verlassen kann», erklärt Gott. Bereut habe er das nie. Der Erfolg kommt Schlag auf Schlag: Mit dem Udo-Jürgens-Lied «Tausend Fenster» tritt er 1968 im Eurovision-Songcontest für Österreich an. Dann wird das Album «Die goldene Stimme aus Prag» Nummer eins in Deutschland. Es folgen Goldene Schallplatten 1979 für «Triumph der goldenen Stimme» und 2010 für die Single «Für immer jung».

    Kritiker halten Gott seine Karriere in der Zeit des Sozialismus vor. Er unterzeichnete die «Anticharta», die sich gegen die Bürgerrechtsbewegung richtete. Das tschechoslowakische Regime ehrte ihn mit dem Titel Nationalkünstler. Doch er war es auch, der bei der friedlichen Wende vor 25 Jahren mit den Demonstranten auf dem Wenzelsplatz in die Nationalhymne einstimmte. Er habe sein Ostblock-Publikum mit internationaler Popmusik vertraut gemacht, als zwischen Ost und West nicht die besten Beziehungen herrschten, betont Gott in der Rückschau. «Und gerade darauf bin ich stolz.»

    Karel Gott eroberte nicht nur die Schlager-, sondern auch die Frauenwelt. Der Kavalier der alten Schule liebte schnelle Autos, überlebte zwei schwere Unfälle. Als er 2008 überraschend die junge Ivana in Las Vegas heiratete, war es eine Sensation. Der einst wilde Junggeselle genießt inzwischen das Familienleben mit seinen beiden kleinen Töchtern Charlotte und Nelly. «Sie geben mir eher Energie, als sie zu nehmen», meint Gott und spricht von einer großen Verantwortung. Anders als früher freue er sich heute über jede Fahrt nach Hause: «Ich kehre nämlich nicht in ein leeres Haus zurück, sondern zu meiner Familie.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MILOW belgischer Sänger und Songwriter 33 14.07.1981 Leuven Belgien
    SZOLKOWY, Robin deutscher Eiskunstläufer 35 14.07.1979 Greifswald DDR
    HILL, Martina deutsche Schauspielerin 40 14.07.1974 Berlin Deutschland
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  • 07. Juli 2014 16:58

    Die Promi-Geburtstage vom 12. Juli 2014: Byung-hun Lee

    Schon seit geraumer Zeit mischen südkoreanische Regisseure mit ihren häufig gewalttätigen und nicht selten verstörenden Filmen die Kinolandschaft auf.
    Heißer Korea-Export: Byung-hun Lee. Foto: Flavio Lo Scalzo © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Heißer Korea-Export: Byung-hun Lee. Foto: Flavio Lo Scalzo
     
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    Bewunderer gibt es viele: So steht Quentin Tarantino auf die Arbeiten von Park Chan-wook, Spike Lee hat von dessen Kult-Klassiker «Oldboy» ein Remake gedreht. Und immer mehr südkoreanische Künstler fassen auch in Hollywood Fuß - und nicht nur Regisseure wie Joon-ho Bong.

    Der Schauspieler Byung-hun Lee ist in seiner südkoreanischen Heimat ein Superstar, der zu den bestbezahlten Akteuren des Landes gehört. Er hat sich vor allem durch knallharte Filme mit Kim Jee-woon («I Saw The Devil») einen Namen gemacht. Heute feiert der Action-Held seinen 44. Geburtstag.

    Aufgewachsen in einer wohlhabend Familie, kam Byung-hun Lee eher zufällig zur Schauspielerei. Mit einer ganzen Reihe von TV-Serien konnte er in Südkorea vor allem das weibliche Publikum für sich gewinnen. Allerdings ist er nicht mehr auf dem Markt: Seit rund einem Jahr ist Byung-hun Lee mit seiner Schauspiel-Kollegin Lee Min-jung (32) verheiratet.

    Byung-hun Lees Fertigkeiten in fernöstliche Kampfkunst sind in inzwischen auch in Hollywood gefragt. Action-Kracher wie «G.I. Joe - Die Abrechnung» mit Dwayne Johnson oder «R.E.D. 2» mit Bruce Willis verfeinerte er als Martial-Arts-Kämpfer. Es läuft also gut für Byung-hun Lee. Es bleibt aber abzuwarten, ob es für ihn auch jenseits der Haudrauf-Kracher eine Zukunft in den USA gibt.

    Als Storm Shadow hat er es als Ninja-Kämpfer in der «G.I. Joe»-Reihe immerhin zum heimlichen Star gebracht. Gespannt auf den weiteren Verlauf seiner Karriere ist auch Byung-hun Lee: «Ich bin auf einer Reise und es ist ein Prozess, Fuß zu fassen», sagte er «Nerdist News». «Ich suche die Herausforderung, weiß aber nicht, was als nächstes passieren wird.» Momentan steckt er jedenfalls mitten in den Dreharbeiten zum fünften Teil der «Terminator»-Reihe.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KLUM, Johanna deutsche Moderatorin und Musikerin 34 12.07.1980 Berlin Deutschland
    PIC, Anne-Sophie französische Köchin 45 12.07.1969 Valence Frankreich
    MITCHELL, Liz britische Sängerin 62 12.07.1952 Clarendon Jamaika
    © dpa-infocom GmbH
  • 07. Juli 2014 08:40

    Die Promi-Geburtstage vom 13. Juli 2014: Ernö Rubik

    Eigentlich, so sein Erfinder, habe er den seltsamen bunten Würfel nur entwickelt, damit seine Studenten ihr räumliches Vorstellungsvermögen schärften.
    Der ehemalige Architektur-Professor Ernö Rubik in seinem Haus in Budapest 1988.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Istvan Bajzat
    Der ehemalige Architektur-Professor Ernö Rubik in seinem Haus in Budapest 1988.
     
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    Doch mit dem «Magic Cube» - dem Zauberwürfel - schuf der ungarische Architekt und Designer Ernö Rubik im Jahr 1974 ein Denk-Spielzeug, das auch 40 Jahre später nichts von seinem Charme eingebüßt hat: eine simple Konstruktion, die zu komplexer Denkleistung herausfordert. Am Sonntag (13. Juli) wird Ernö Rubik 70.

    Der Erfinder des Zauberwürfels wurde in Budapest als Sohn eines Flugzeug-Konstrukteurs und einer Poetin geboren. Nach dem Abitur studierte er zunächst Bildhauerei, dann Architektur. Er spezialisierte sich auf Innenarchitektur und erlangte 1971 eine Professur an der Budapester Hochschule für Angewandte Kunst. Die Pädagogik im kommunistischen Ungarn setzte auf das Büffeln von Lehrstoff und weniger auf kreatives Denken. Der Hochschullehrer Rubik wollte dem ganz praktisch entgegenwirken.

    «Ich suchte nach einer mobilen Struktur und empfand die Geometrie des Würfels als äußerst spannend», erklärte er Jahrzehnte später gegenüber dem US-Sender CNN. «Denn der Würfel weist einen großen Grad von Symmetrien auf, und man kann eine Menge tun damit.» In einer Zeit, in der es noch kein computergestütztes Design gab, bastelte Rubik seinen Würfel mit eigenen Händen: aus Holzstücken, die er sich zurechtsägte und in die er Löcher bohrte, um die Bestandteile mit Gummibändern miteinander zu verbinden.

    Es entstand der Prototyp des Zauberwürfels, das Prinzip war damit gegeben. Die 26 bunten Würfelsteine müssen so lange gedreht werden, bis jede der sechs Flächen des Würfels gleichfarbig ist. Langweilig kann einem dabei nicht werden, denn es sind, wie man berechnet hat, mehr als 43 Trillionen Ausgangspositionen möglich.

    Patentierung und Vermarktung benötigten ihre Zeit, doch ab 1980 - da ist der Rubik-Würfel auch erstmals in der Bundesrepublik Deutschland erhältlich - trat das mechanische Farben-Puzzle seinen Siegeszug durch die Welt an. 350 Millionen Exemplare wurden seitdem verkauft. In sogenannten «Speedcurbing»-Meisterschaften werden die schnellsten Würfeldreher ermittelt. Den Weltrekord in dieser Art von schnellfingriger Geistesakrobatik hält derzeit der Niederländer Mats Valk mit 5,55 Sekunden.

    Mit seinem ebenso schlichten wie ansprechenden Design wurde der Zauberwürfel zu einer Ikone der Moderne. Im Museum of Modern Art (MoMa) in New York ist er Ausstellungsstück. Er erscheint im Video zum Spice-Girls-Song «Viva Forever» (1998) und ist überhaupt ein beliebtes Motiv der Popkultur. Der Science-Fiction-Horrorfilm «Cube» (1997) von Vincenzo Natali greift im weiteren Sinn die Idee des Zauberwürfels auf: Sechs Menschen wachen in einem Riesenwürfel auf, der aus 26 Räumen besteht, die zum Teil tödliche Fallen für sie bereithalten und die sich zueinander drehen.

    Der Erfinder des Zauberwürfels lebt heute recht zurückgezogen in Budapest. Er entwickelte weitere mechanische Puzzles wie Rubiks Professorenwürfel oder Rubiks Schlange, von denen aber keines an den kommerziellen Erfolg des Würfels von 1974 anknüpfen konnte. Ernö Rubik ist dennoch zufrieden. Er hat Zeit für seine Bücher und seinen Garten. Und woran ihm viel liegt: Um die finanzielle Absicherung seiner vier Kinder braucht er sich keine Sorgen zu machen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    JAUCH, Günther deutscher Fernsehjournalist und Talkmaster 58 13.07.1956 Münster Deutschland
    FORSTER, Robert amerikanischer Schauspieler 73 13.07.1941 Rochester USA
    STEWART, Patrick britischer Schauspieler 74 13.07.1940 Mirfield Großbritannien
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  • 06. Juli 2014 12:43

    Die Promi-Geburtstage vom 10. Juli 2014: Alfred Biolek

    Alfred Biolek ist nicht mehr der Alte. Er tastet sich behutsam vorwärts, seine Stimme ist brüchig geworden.
    Alfred Biolek wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Oliver Berg
    Alfred Biolek wird 80.
     
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    Das Agile, das ihn immer gekennzeichnet hat, ist verschwunden. Am Donnerstag (10. Juli) wird der Talk- und Kochshow-Pionier 80 Jahre alt.

    Ein Unfall vor vier Jahren hat sein Leben verändert. Es war 2010 nach einem Essen in Köln, als er auf der Treppe stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Er fiel ins Koma, lag lange im Krankenhaus, hatte Erinnerungslücken, kam in die Reha. Es war damals ungewiss, ob er sich überhaupt noch einmal erholen würde. Im selben Jahr 2010 zerbrach auch die Beziehung zu seinem Freund Constantin. Doch Familienmitglieder und alte Freunde sprangen ein und kümmerten sich um ihn. An erster Stelle der Schotte Scott Ritchie. Ohne seine Hilfe hätte er es wohl nicht geschafft, meint er im Rückblick: «Alleine steht man so etwas nicht durch.»

    Nachdem Biolek sich wieder einigermaßen erholt hatte, adoptierte er Scott. Nun hat er zwei Adoptivsöhne: Scott und seinen ersten Lebenspartner Keith aus den USA. «Keith lebt in New York, deshalb besucht er mich natürlich nicht mehr so oft», erzählt Biolek. «Wir telefonieren öfter, aber durch die Entfernung ist der Kontakt nicht mehr so eng.» Bei Scott ist es anders. «Er wohnt in Köln, aber nicht bei mir. Wir sehen uns fast täglich.» Scott sei nie sein Partner gewesen: «Das ist ein reines Vater-Sohn-Verhältnis.»

    In Sichtweite seiner Wohnung in der Kölner Innenstadt bestellt der einstige «Alfredissimo»-Moderator einen koffeinfreien Milchkaffee und plaudert über seine private Situation: «Ich habe keinen Partner, aber jetzt einen Freund, der bei mir wohnt, schon seit ein paar Monaten. Der kocht für mich, kocht für uns alle, wenn Gäste kommen. Ich helfe höchstens noch mit, beim Zwiebelschneiden oder so. Alleine kochen tu ich nicht mehr. Der Appetit lässt auch nach im Alter.»

    Seine Freunde finden es beruhigend, dass er nicht mehr allein in der Wohnung ist. Der Freund, der bei ihm wohnt, ist der ehemalige Partner von Scott. «Da habe ich ihn kennengelernt», sagt Biolek.

    Den Fernseher schaltet er nur noch selten ein. Lieber liest er oder geht mit Freunden auswärts essen. In seinem Lieblingsrestaurant will er am 10. Juli zusammen mit Freunden auch seinen 80. Geburtstag feiern.

    Die meisten Freunde, mit denen er in Köln zusammen ist, entstammen nicht mehr der TV-Welt. «Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich mit den Kollegen keinen guten Kontakt gehabt hätte. Die leben nur fast alle woanders. Und ich reise inzwischen nicht mehr so viel. Wenn man älter wird, dann werden die Kreise kleiner.»

    Einige seiner Kölner Freunde haben aber doch wieder mit dem Fernsehen zu tun, zum Beispiel Thomas Woitkewitsch, der einst Redakteur in Rudi Carrells Erfolgsshow «Am laufenden Band» war. In Sandra Maischbergers Film-Porträt «Mensch, Bio!» sagt Woitkewitsch, wenn er eine negative Seite an seinem alten Freund nennen müsste, dann wäre es dessen mangelnde Menschenkenntnis. Er habe Schwierigkeiten, echte und falsche Freunde auseinanderzuhalten. Das ist merkwürdig für jemanden, dessen größte berufliche Stärke es war, interessante Menschen zu finden und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

    Bioleks Antworten fallen heute viel kürzer aus als noch vor einigen Jahren. Ein Stück weit scheint er sich in sich selbst zurückgezogen zu haben. «Ich habe keine Pläne mehr», sagt er. «Wenn man so alt ist wie ich, dann schaut man nicht mehr so weit in die Zukunft, dann fragt man sich auch nicht mehr ständig, wie mag das wohl in 20 oder 30 Jahren sein? Das ist nicht mehr mein Thema, nicht mehr meine Welt. Wenn man 80 ist, sitzt man lieber zu Hause, denkt an die früheren Zeiten, liest was und freut sich, dass man ein ruhiges Leben führt.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    SIMPSON, Jessica amerikanische Popsängerin 34 10.07.1980 Abilene USA
    KAUFMANN, Jonas deutscher Sänger 45 10.07.1969 München Deutschland
    TENNANT, Neil britischer Musiker 60 10.07.1954 North Shields Großbritannien
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  • 06. Juli 2014 12:41

    Die Promi-Geburtstage vom 09. Juli 2014: Courtney Love

    Innerhalb von nur einer Woche nahm das Leben der Courtney Love eine tragische Wendung.
    Courtney Love in Cannes.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Christophe Karaba
    Courtney Love in Cannes.
     
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    Erst nahm sich ihr damaliger Ehemann, der Nirvana-Sänger Kurt Cobain, das Leben. Vier Tage später in dieser verhängnisvollen Woche im April 1994 erschien «Live Through This», das zweite Album von Loves Band Hole, das begeistert gefeiert werden und der Band zum weltweiten Durchbruch verhelfen sollte. Love zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und zeigte sich erst vier Monate später tränenüberströmt bei einem Konzert.

    Bis heute, mehr als 20 Jahre später, bestimmt diese eine Woche das Leben der Sängerin, die am Mittwoch (9. Juli) 50 Jahre alt wird. «Ob ich sauer auf ihn bin? Was denken Sie denn?», fauchte sie erst kürzlich einen Reporter der «Vanity Fair» an. «Wenn er jetzt zurückkäme, müsste ich ihn umbringen für das, was er uns angetan hat.» Ihr Leben sei natürlich weitergegangen, sagte Love dem britischen «Telegraph», aber sie sei trotzdem nie ganz über Cobain hinweggekommen. «Es ist zwanzig Jahre her. Ich hatte große Liebschaften seit Kurt. Ich hätte wahrscheinlich auch wieder heiraten sollen. Aber ich konnte einfach mein Krönchen und mein Kleid von damals nicht in eine Kiste stecken und zu einer Frau-Irgendwer-die-einmal-Courtney-Love-war werden.»

    Auch wenn sie in der Öffentlichkeit häufig so wahrgenommen wird: Love war nie nur Ehefrau und dann Witwe des weitaus bekannteren Cobain. Mit ihrer Band Hole und solo bringt sie seit mehr als 20 Jahren erfolgreiche Alben heraus, zuletzt 2010 «Nobody's Daughter». Außerdem arbeitet sie als Schauspielerin, war in Filmen wie «Sid und Nancy», «Eine Nacht in New York» und «Der Mondmann» zu sehen und wurde 1996 für «Larry Flint - Die nackte Wahrheit» sogar für einen Golden Globe nominiert. Neuerdings entwirft sie außerdem Mode.

    Aber Love polarisiert und das nicht erst seit Cobains Tod. Die Blondine mit den grünen Augen und den vollen Lippen provoziert regelmäßig und scheinbar gerne, besonders wenn sie wie häufig getrunken oder Drogen genommen hat. In der Öffentlichkeit präsentiert sie sich nicht selten leichtbekleidet und obszön. In Interviews sorgt sie immer wieder mit ihrer großen Klappe für Aufsehen, Schlagzeilen und Skandale. Mehrfach wurde sie mit Drogen und Alkohol erwischt und verbrachte auch schon einige Zeit in Entzugskliniken. Inzwischen beteuert sie aber, vom Alkohol los zu sein.

    Hardcore-Nirvana-Fans hegen sowieso einen Dauer-Groll gegen Love. Sie werfen ihr vor, am Tod Cobains mitschuldig zu sein und vergleichen sie mit Yoko Ono, der Witwe von Beatles-Sänger John Lennon, der sie das Aus der Beatles ankreiden. Loves andauerndes Klagen, dass sie nach dem Tod von Cobain um dessen millionenschweres Erbe gebracht worden sei, macht sie bei Nirvana-Fans nicht beliebter.

    Aber die Sängerin hat trotz aller Exzesse und Negativ-Schlagzeilen weiterhin auch unzählige Fans weltweit, die zu ihren Konzerten kommen und zu ihr halten. Sie würden sie fast so verehren wie einen männlichen Rock-Star, sagte Love dem britischen «Guardian». «Ich weiß gar nicht, was ich mit dieser Energie machen soll, also nehme ich sie mit in mein Zimmer, vielleicht nehmen wir Drogen oder ich lasse sie meine Kleider anprobieren und wir machen Fotos.»

    Ein weiteres Dauer-Drama im Leben der Courtney Love, die 1964 als Courtney Michelle Harrison in San Francisco geboren wurde und ihre Kindheit hauptsächlich in verschiedenen Heimen und Besserungsanstalten verbrachte, ist die Beziehung zu ihrer Tochter. Lange wollte die 1992, anderthalb Jahre vor dem Selbstmord ihres Vaters, geborene Frances nichts mit ihrer Mutter zu tun haben.

    Inzwischen hat sich die Beziehung zwischen Love, die den Kontakt zu ihren eigenen Eltern abgebrochen hat, und ihrer Tochter, die sich so gut es geht aus der Öffentlichkeit fernhält, aber wieder eingerenkt, wie Love dem «Guardian» erzählte. «Sie kam zurück und sagte, dass sie ihre Mutter braucht. Sie hat meine große Klappe geerbt und das Temperament von ihrem Vater. Sie sollte jetzt nicht in der Öffentlichkeit stehen, sondern ihre Schulbildung vorantreiben.»

    Auch sonst will Love zu ihrem 50. Geburtstag ihr Leben in den Griff bekommen. Mit Hole könne es neue Projekte geben und auch ein Broadway-Stück über Cobain ist weiter im Gespräch. «Es ist ein gutes Jahr und ich freue mich über alles, was ich mache», sagte sie dem «Time»-Magazin.

    Trotzdem - Kompromisse wird es mit Love weiterhin keine geben. Eine schon so gut wie fertige Biografie lies sie kürzlich kurzerhand wieder einstampfen. «Es wirkte wie ich auf Kaffee und Zucker in einer ganz schlechten Laune», sagte sie dem «Telegraph». «Ich habe ihnen dann gesagt, dass sie ihr blödes Geld behalten sollen. Ich behalte lieber meine Freunde.» Wie es nach ihrem 50. Geburtstag weitergehen wird? «Ich bin noch da», sagte Love dem «Guardian». «Das ist alles, was ich weiß.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WHITE, Jack amerikanischer Musiker 39 09.07.1975 Detroit USA
    DR. MOTTE deutscher Musiker 54 09.07.1960 Berlin Deutschland
    KERR, Jim schottischer Sänger 55 09.07.1959 Glasgow Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Juli 2014 12:38

    Die Promi-Geburtstage vom 11. Juli 2014: Giorgio Armani

    Er gehört zu Mailand wie der Dom oder die Scala: Giorgio Armani. Sein Name steht für den Aufstieg der Stadt zur Modemetropole.
    Giorgio Armani wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Daniel dal Zennaro
    Giorgio Armani wird 80.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Daniel dal Zennaro
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    Sein Stil veränderte die Art, wie wir uns kleiden. Der Designer hat aus dem Nichts ein milliardenschweres Imperium geschaffen. Am 11. Juli wird er 80 Jahre alt.

    Am Anfang deutet nichts darauf hin, dass aus Giorgio Armani einmal einer der größten Modeschöpfer der Welt werden sollte. Geboren wird er am 11. Juli 1934 in Piacenza als zweites von drei Kindern eines Buchhalters und einer Hausfrau. Nur knapp entkommt er in den Kriegsjahren einem Flugzeugangriff. Später, die Familie lebt inzwischen in Mailand, beginnt Armani ein Medizinstudium. Doch während seines Militärdienstes in einem Armeehospital erkennt er, dass der Beruf des Arztes nicht seinen Erwartungen entspricht.

    In dieser Sinnkrise öffnet sich eher per Zufall der Weg in die Mode. Eine Freundin vermittelt ihm einen Job in der Werbeabteilung des Kaufhauses «La Rinascente». Von dort wechselt er 1964 in das Team des Designers Nino Cerruti und entwirft nun erstmals Mode - ohne diesen Beruf jemals erlernt zu haben. 1975 schließlich gründet Giorgio Armani mit seinem Partner Sergio Galeotti das eigene Label.

    In jenen Jahren ist Paris noch die unangefochtene Modehauptstadt. Doch in Mailand steht eine hochbegabte Designer-Generation bereit, diese Dominanz zu brechen: Gianni Versace, Gianfranco Ferré - und vor allem er, Giorgio Armani. Sein Stil: eine lässige unaufdringliche Eleganz. Er reduziert die Mode auf das Wesentliche, entfernt etwa die steifen Einlagen aus den Sakkos und beschränkt sich auf neutrale Farben. Weniger ist mehr - das wird zu seinem Leitmotiv.

    Schon früh sucht Armani die Nähe zu den Stars. Als er 1980 den Hauptdarsteller Richard Gere in «American Gigolo» ausstattet und so eine Stilikone kreiert, ist das sein großer Durchbruch in Hollywood und der Beginn einer langen Liaison. Seine Roben sind von den roten Teppichen der Welt nicht mehr wegzudenken.

    Auch mit nun 80 Jahren gehört Giorgio Armani noch zu den wichtigsten Designern der Mailänder Modeszene, selbst wenn er heute nicht mehr ihr größter Impulsgeber ist. Diese Rolle hat inzwischen Miuccia Prada übernommen.

    Doch wirtschaftlich steht er glänzend da. Die Umsätze beliefen sich im vergangenen Jahr auf 2,18 Milliarden Euro - und das Unternehmen gehört ihm allein. Eine Ausnahme im immer mehr von Konzernen beherrschten Modebetrieb. Und anders als Prada oder Gucci bedient er nicht nur das Luxussegment, sondern hat seinen Namen in viele Linien diversifiziert - bis hin zur preisaggressiven «Armani Exchange» für eine junge Klientel.

    Arbeitsmüde ist der Mann ohnehin nicht: im Juni die Männermode-Schauen in Mailand, wenige Tage vor seinem Geburtstag das Defilee seiner exklusiven «Privé»-Kollektion in Paris. Ein Leben im Dauerstress, versüßt durch die Insignien des Luxus wie mehreren Villen und einer beeindruckenden schwarzen Jacht. Doch eine schwere Hepatitis-Erkrankung vor fünf Jahren war ein erstes Warnsignal. Wie das Imperium einmal ohne ihn weiterbestehen soll, ist eine der meistdiskutierten Fragen in der Modewelt. Einen Verkauf lehnt Armani ebenso ab wie einen Börsengang.

    Das schönste Geburtstagsgeschenk, so sagte er kürzlich, habe ihm Mailands Basketballteam Olimpia mit dem Gewinn der Meisterschaft bereitet. Es war der erste Titel seit 18 Jahren. Dem Designer gehört der Verein, der deshalb den Namen seiner Sportlinie trägt: EA7 Emporio Armani Mailand. Nach dem letzten Finalspiel sah man den 79-Jährigen Ende Juni im roten Champions-T-Shirt inmitten der Zwei-Meter-Hünen in der Kabine feiern.

    Seinen runden Geburtstag hingegen werde er «privat» verbringen. Mehr wollte seine Pressestelle nicht preisgeben. Denn sie weiß: In einer auf Jugend fixierten Branche hängt man so eine Altersangabe lieber nicht an die große Glocke. Größere Feierlichkeiten sind eher 2015 zu erwarten. Dann nämlich hat das Label Giorgio Armani seinen 40. Geburtstag.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LIL' KIM amerikanische Rapperin 39 11.07.1975 New York USA
    VEGA, Suzanne amerikanische Sängerin 55 11.07.1959 Santa Monica USA
    MORETTI, Tobias österreichischer Schauspieler 55 11.07.1959 Gries Österreich
    © dpa-infocom GmbH
  • 03. Juli 2014 10:54

    Die Promi-Geburtstage vom 08. Juli 2014: Linda de Mol

    Linda wird 50, und die ganze Welt darf es wissen. Das ist eine kleine Sensation. Denn meistens flieht Linda de Mol zum 8. Juli mit ein paar Freundinnen ins Ausland. Doch nun steigt zu ihrem Geburtstag eine Mega-Party. Familie, Freunde und viele Promis feiern 50 Jahre Linda.
    Immer locker, immer lekker: Linda de Mol wird 50.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
    Immer locker, immer lekker: Linda de Mol wird 50.
     
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    «50 werden ist nicht einfach» gestand sie in ihrem eigenen Frauenblatt «Linda» ein. «In meinem Kopf bin ich viel jünger. Da bin ich irgendwo bei 38 stehen geblieben.» Doch sie will ihr Alter nicht verstecken.

    Nanu? So kannten die meisten Menschen die blonde Show-Meisterin noch gar nicht. Seit Jahren schließlich poliert sie das Image des ewig blonden, ewig gut aufgelegten «meisje», das gesellige Mädchen.

    So lieben sie auch die Niederländer, und so eroberte sie auch in den 90er Jahren die Deutschen. Locker und «lekker» führte sie Pärchen zur «Traumhochzeit» - Giga-Torten, Pyramiden von Champagnergläsern und gurrende Tauben inklusive.

    Wenn die Braut dann ganz in Weiß von der Treppe schritt, seufzte Linda mit ihrem charmanten holländischen Akzent «süper-süß». Und Millionen Fernsehzuschauer seufzten mit.

    Nun wird sie 50 - viel hat sich nicht geändert. Lindas Haar ist zwar nicht mehr zur Farrah-Fawcett-Mähne geföhnt. Doch wenn sie nun in der TV-Show «Ik hou van Holland» (Ich liebe Holland) Promis knifflige Fragen zu Käse und Klompen stellt, sind Millionen Niederländer entzückt. Und wer könnte einem Kandidaten besser in dem äußerst betrüblichen Moment zur Seite stehen, wenn er beim Quiz «Millionenjagd» statt einer Million Euro nur einen Cent gewonnen hat?

    In Deutschland ist die Linda-Liebe abgekühlt. Ein Comeback vor einigen Jahren ging in die Hose, und das wird sie wohl nicht so schnell wiederholen. Jedenfalls bedenkt sie in ihrem Geburtstagsinterview Deutschland mit einigen Seitenhieben. Zehn Jahre lang «machte» sie Deutschland, «und das ist sehr lange, wenn man sich nicht sicher fühlt.» «Ich schlief immer schlecht, und vor den Aufnahmen habe ich mich immer schrecklich gefürchtet», bekannte sie.

    Doch in ihrer Heimat ist Linda eine Erfolgsmarke. Dazu passen eben keine Falten, Hängebacken und schon gar nicht die Wechseljahre. Das Thema «ist echt nicht sexy», sagte sie einmal angewidert in einer Talkshow. Das könne sie den Leserinnen ihres Blattes nicht zumuten. Danach fiel das halbe Land über sie her. Auch Älterwerden gehört zum Leben, hielten ihr prominente Niederländer und auch ihr Publikum vor.

    Dabei weiß sie, dass das Leben keine Traumhochzeit ist. Ihre ersten beiden Ehen gingen in die Brüche. Im vergangenen Jahr starb ihr Vater. Ein absoluter Tiefpunkt war für sie, als sie den beiden Kindern, Noa (14) und Julian (16), die Trennung ankündigen musste. Heute ist sie mit ihrem Ex-Mann, dem Regisseur Sander Vahle, gut befreundet. Und sie hat eine neue Liebe, den sieben Jahre jüngeren Musiker Jeroen Rietbergen.

    Über Privates redet de Mol ungern. Allensfalls klagt sie über ihre Pölsterchen an Hüfte und Po. Die Frau-Antje-Maske fällt eben nie.

    Dabei hat sie das gar nicht nötig. In 30 Jahren wurde Linda de Mol zur Oprah Winfrey Hollands: Traumquoten und Preise für ihre Shows. Filmrollen. Die erfolgreiche Soap «Gooische Vrouwen», die «Desperate Housewives» der Niederlande, in der sie selbst eine Hauptrolle spielt - witzig und gut. Chefredakteurin von «Linda», mit einer Auflage von 200 000 das größte Frauenblatt. Längst ist sie ebenso erfolgreich wie ihr Bruder, der TV-Produzent und «Big Brother»-Erfinder John.

    Ein reiches Leben, findet sie selbst. Und was bedauert sie? Die frühe Bindung mit 21 Jahren zu ihrem Jugendfreund. «Ich habe nie einen One-Night-Stand gehabt», gesteht sie schelmisch. «Ich war sehr brav.» Doch der schnelle Sex steht nicht auf ihrem Wunschzettel für die Zukunft. Dafür aber: «George Clooney treffen», «Oma werden» und vor allem «mehr freie Zeit».

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BECK amerikanischer Rockmusiker 44 08.07.1970 Los Angeles USA
    FLETCHER, Andy britischer Popmusiker 53 08.07.1961 Nottingham Großbritannien
    HUSTON, Anjelica amerikanische Schauspielerin 63 08.07.1951 Santa Monica USA
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  • 03. Juli 2014 10:11

    Die Promi-Geburtstage vom 07. Juli 2014: Nina Hoss

    Nina Hoss gehört nicht nur zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Deutschland, sie weiß auch als Sängerin zu überzeugen.
    Nina Hoss bei den Proben zu dem Theaterstück «Die kleinen Füchse - The Little Foxes».  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Stephanie Pilick
    Nina Hoss bei den Proben zu dem Theaterstück «Die kleinen Füchse - The Little Foxes».
     
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    Auf dem neuen Album der walisischen Gitarrenrockband Manic Street Preachers («Futurologie») mischt sie beim nervös treibenden Elektro-Rocksong «Europa geht durch mich» mit. «Nina Hoss erinnert mit ihrer herben Intonation an Lotte Lenya bei Brecht/Weill und den Sprechgesang von Hildegard Knef», schreibt die Berliner «B.Z.».

    Gesungen hat Nina Hoss schon oft - auf der Theaterbühne, da, wo sich die Schauspielerin richtig zu Hause fühlt. Lange Zeit gehörte sie zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin, bis sie schließlich an die Schaubühne wechselte.

    Ihr Einstand Mitte Januar 2014 in «Die kleinen Füchse - The Little Foxes» war mit Spannung erwartet worden. Alles ging gut: Hoss brillierte in dem Gesellschaftsdrama als ebenso berechnende wie verzweifelte Frau, die aus ihrem eintönigen Leben in der Provinz ausbrechen will. Nach Schluss der fulminanten Aufführung war der Beifall groß.

    Die Schauspielerei liegt der gebürtigen Stuttgarterin, die heute 39 Jahre alt wird, wohl im Blut. Schließlich leitete ihre Mutter Heidemarie Rohweder viele Jahre die Württembergische Landesbühne. Bereits als Siebenjährige übernahm Klein-Nina Hörspielrollen, mit 14 Jahren stand sie erstmals in Stuttgart auf den Brettern, die die Welt bedeuten, doch diese ersten Erfolge sind der ein wenig kühl und unnahbar wirkenden Schönheit nicht zu Kopf gestiegen.

    Nach dem Abitur schaffte sie 1995 den Sprung an die renommierte Hochschule für Film und Fernsehen «Ernst Busch», die vorzeitig zu verlassen für sie auch dann nicht in Frage kam, als sie 1996 in Bernd Eichingers TV-Film die Edelhure Rosemarie Nitribitt so erfolgreich spielte, dass sie zum Shootingstar avancierte und die Goldene Kamera als beste Nachwuchsdarstellerin gewann.

    Nach Abschluss des Studiums folgten große Bühnenauftritte und mehrere Filmrollen, die sie mit ihrem Talent für Vielseitigkeit und Präzision ausfüllte. Im Kino war sie unter anderem als «Weiße Massai» (2005) und in «Elementarteilchen» (2006), der Verfilmung des Erfolgsromans von Michel Houellebecq, zu sehen. Für ihren Part in Christian Petzolds «Wolfsburg» (2003) erhielt sie den Grimme-Preis. Unter Petzolds Regie drehte sie zuletzt auch das DDR-Drama «Barbara». Ihr bereits fünfter gemeinsamer Film.

    Für ihren Einsatz für Frauenrechte und Umweltschutz ist Nina Hoss im letzten Jahr mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet worden.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    STUMPH, Stephanie deutsche Schauspielerin 30 07.07.1984 Dresden DDR
    SIGL, Hans österreichischer Schauspieler 45 07.07.1969 Rottenmann Österreich
    DUVALL, Shelley amerikanische Schauspielerin 65 07.07.1949 Houston USA
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  • 02. Juli 2014 11:36

    Die Promi-Geburtstage vom 04. Juli 2014: Horst Seehofer

    Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer ist kein begeisterter Anhänger der Rente mit 67. Doch wenn der CSU-Chef an diesem Freitag bei seinem 65. Geburtstag das Ruhestandsalter erreicht, gilt das nicht für ihn persönlich.
    Horst Seehofer will seinen 65. Geburtstag nicht groß feiern.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Sven Hoppe
    Horst Seehofer will seinen 65. Geburtstag nicht groß feiern.
     
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    Vier Jahre will er noch erster Mann des Freistaats Bayern bleiben, bis er im Herbst 2018 nach der nächsten Landtagswahl Hof und Erbe übergibt.

    Seehofer erweckt den Eindruck, als wäre es ihm am liebsten, würde sein 65. einfach übergangen. Es wird keine offizielle Geburtstagsfeier geben, kein Ständchen, keine Gratulationen. Seine geburtstägliche Tagesordnung: «Ich wach' auf, schau' aufs Wetter, und dann wird das entschieden.»

    Danach wird ihn der Alltag wieder einholen. Seehofer spricht selbst von der «zweiten Halbzeit», oder auch dem Teil II seiner Mission. Dies beinhaltet die Sicherung der absoluten CSU-Mehrheit im Landtag und die Installation von Nachfolger oder Nachfolgerin.

    Dem CSU-Chef schwebt eine Mixtur aus evolutionärer Auslese und dynastischer Stabübergabe vor. Möge sich der oder die Beste durchsetzen - und Seehofer will ihm oder ihr anschließend seinen Segen erteilen. Von einer Doppelspitze hält der CSU-Chef nichts.

    Das schlechte Ergebnis der CSU bei der Europawahl hat zwar seine Autorität geschmälert. Doch revolutionäre Stimmung herrscht nicht. Und am Wochenende hat sich Seehofer die Rückendeckung der Parteispitze geholt, mit seinem Programm fortzufahren.

    Eine Prognose seiner Erfolgschancen wäre Kaffeesatzleserei. Benennen lassen sich jedoch die für Seehofer günstigen und ungünstigen Faktoren. Nimmt man die CSU-Geschichte zum Maßstab, müsste Seehofer zum Scheitern verurteilt sein. Seit 1978 hat es keinen geordneten Machtwechsel in der Partei gegeben.

    Seehofer will auf dem CSU-Wahlparteitag im Herbst 2015 wieder antreten. Das wird nach jetzigem Stand die erste große Hürde sein. Sollte er ein schlechtes Ergebnis erzielen, würde seine Autorität schwinden. Anschließend will er die «Schrittfolge» festlegen lassen: Die Spitzenkandidaturen für Bundestagswahl 2017 und Landtagswahl 2018 sollen jeweils ein Jahr zuvor geklärt werden.

    Eine entscheidende Rolle werden die CSU-Umfragewerte spielen. Sollten diese in den Sinkflug geraten, wird das die Neigung der Kollegen im Vorstand zur vorzeitigen Pensionierung des Chefs stark erhöhen.

    Ein weiteres Problem für Seehofer ist der Herrschaftsstil der vergangenen Jahre. Nach der Europawahl wurden die Folgeschäden von Seehofers Neigung überdeutlich, Wichtiges allein zu entscheiden und die eigenen Leute abzukanzeln: Zunächst sprang ihm kaum jemand gegen die Kritik aus den eigenen Reihen bei.

    Seehofer hat nie ein Netzwerk in der CSU-Spitze aufgebaut, wozu auch seine tiefe Abneigung gegen Cliquenwirtschaft und Günstlingsrunden beiträgt. «Er ist ein einsamer Wolf und wird ein einsamer Wolf bleiben», meint ein CSU-Mann. Mehr als ein Mitglied der CSU-Spitze vermutet, dass Seehofer seinen Parteifreunden mit grundsätzlichem Misstrauen begegnet.

    Dementsprechend kann Seehofer auch das Verhalten seiner potenziellen Nachfolger schwer einschätzen. Das Verhältnis zu Finanzminister Markus Söder gilt intern als schwer gestört. Auch bei Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und anderen Thronanwärtern ist Seehofer offensichtlich unsicher, wie weit ihre Loyalität reicht.

    Doch verweisen CSU-Leute gleichermaßen auf Faktoren, die für Seehofer günstig sind: Der Stoiber-Sturz und der anschließende Verlust der absoluten Mehrheit 2008 sind ein unvergessenes Trauma, das sich nicht wiederholen soll. Im Kreise der Thronnachfolger hat sich bislang niemand als Favorit herausgeschält, keiner hat die Bataillone hinter sich, um einen Angriff zu wagen.

    Und anders als Stoiber hat Seehofer sein Abschiedsdatum klar benannt. Damit weiß jeder Kandidat, dass nur ein paar Jahre Geduld nötig sind, bis Seehofer sich freiwillig verabschiedet. Auch das wird die Neigung zur Revolution dämpfen. Zudem hat Seehofer immer wieder sein Münchhausen-Talent bewiesen, sich am eigenen Schopfe aus Krisensituationen zu befreien.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ABRIL, Victoria spanische Schauspielerin 55 04.07.1959 Madrid Spanien
    DAWSON, Julian britischer Rockmusiker, Songwriter und Buchautor 60 04.07.1954 London Großbritannien
    KLICK, Roland deutscher Filmregisseur 75 04.07.1939 Hof Deutschland
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  • 01. Juli 2014 11:15

    Die Promi-Geburtstage vom 06. Juli 2014: Bernhard Schlink

    Es gibt wohl nur wenige Bücher, die so beliebt und zugleich so umstritten sind wie Bernhard Schlinks Roman «Der Vorleser».
    Welterfolg mit «Der Vorleser»: Bernhard Schlink wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Henning Kaiser
    Welterfolg mit «Der Vorleser»: Bernhard Schlink wird 70.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Henning Kaiser
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    Die gewagte Liebesgeschichte zwischen einer ehemaligen KZ-Aufseherin und einem 15-jährigen Schüler, mit Kate Winslet oscargekrönt verfilmt, ist in mehr als 50 Sprachen übersetzt und weltweit ein Millionenseller. «Kulturpornografie» und «Holocaust-Kitsch», befanden dagegen Kritiker. Heute wird Bernhard Schlink 70 Jahre alt - und ist umtriebig wie eh und je.

    Der Schriftsteller und emeritierte Rechtsprofessor lebt seit mehr als 20 Jahren zwischen Berlin und seinem Haus in Massachusetts an der US-Ostküste, hält weiter juristische Seminare, schreibt Gutachten und Aufsätze und legt im August einen neuen Roman vor - «Die Frau auf der Treppe». Gegenüber den Medien, die gelegentlich harsch mit ihm umgingen, ist Schlink zurückhaltend, Interviews sind selten. «Ich bin beim Schreiben glücklich, mag der Erfolg sein, wie er will», sagte er einmal.

    1944 in Bielefeld geboren und in einem evangelischen Theologenhaushalt in Heidelberg aufgewachsen, hatte Schlink seine erste Karriere als Jurist gemacht. Für den Pfarrberuf des Vaters reichte sein Glaube nicht, die Polit-Aktivisten während des Studiums in den «68ern» waren ihm zu radikal. «Ich wollte die Gesellschaft lieber durch Juristerei verbessern», sagte er der «Frankfurter Rundschau» im vergangenen Jahr.

    Also Promotion, Habilitation und schließlich Professuren in Bonn und Frankfurt am Main. Zwischendrin ein erster Aufenthalt in den USA, um Abstand zur gescheiterten Ehe zu finden und sich als Masseur und Goldschmied zu erproben. Doch langfristig bleibt es bei den Rechtswissenschaften.

    Zuletzt übernimmt er von 1992 bis zu seiner Emeritierung 2009 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Bis 2005 ist er zugleich Verfassungsrichter in Nordrhein-Westfalen. In jenem Jahr vertritt das langjährige SPD-Mitglied auch die Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Streit um die damalige Auflösung des Bundestags vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe.

    Schon in Schlinks literarischem Debüt wird die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zum zentralen Thema. In dem Kriminalroman «Selbs Justiz» (1987), gemeinsam mit dem Jura-Kollegen Walter Popp verfasst, geht es um einen Detektiv, der sich mit seiner eigenen Vergangenheit als Nazi-Staatsanwalt konfrontiert sieht. Schlink baut die Geschichte später als Solo-Autor mit den Titeln «Selbs Betrug» (1992) und «Selbs Mord» (2001) zur Trilogie aus.

    Der große Durchbruch kommt mit dem «Vorleser». Als das Buch 1995 in Deutschland erscheint, wird es zunächst verhalten aufgenommen. Erst als Entertainerin Oprah Winfrey «The Reader» nach dem US-Start 1999 zum Buch des Monats kürt, geht der Hype los: Wochenlang steht der deutsche Roman auf der Bestsellerliste der New York Times, mehr als eine Million Exemplare werden allein in Amerika verkauft, und auch in Großbritannien und Deutschland steigt das Interesse rasant - eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte.

    Experten loben die klare, schnörkellose Sprache des Autors, seine souveräne Erzählweise, die raffinierte Konstruktion der Geschichte. Erst spät, anlässlich von Schlinks vielgelobtem Prosaband «Liebesfluchten», bricht 2002 eine scharfe inhaltliche Kontroverse auf.

    Der Wortführer Jeremy Adler, ein britischer Germanistik-Professor und Holocaust-Nachfahre, wirft Schlink «sentimentale Geschichtsfälschung» vor. Er verharmlose die Schuld der Deutschen in der NS-Zeit und mache die Täterin zur Heldin. «Es wirft ein trauriges Schlaglicht auf unsere verkehrte Welt, dass diesen Schundroman ausgerechnet ein deutscher Richter ausgebrütet hat», befand Adler. Der Autor konterte, die Welt lasse sich nie einfach nur in Gut und Böse teilen: «Wir müssen damit leben, dass Menschen, die monströse Verbrechen begehen, nicht immer einfach Monster sind.»

    Trotz der Debatte fanden auch Schlinks spätere Bücher beim Publikum immer große Resonanz, auch wenn die professionelle Kritik - wie etwa bei den Romanen «Die Heimkehr» (2006) und «Das Wochenende» (2008) - eher verhalten urteilte. 2010 folgte unter dem Titel «Sommerlügen» ein weiterer Erzählband, der ebenfalls auf gemischte Resonanz stieß. «Stocksteife Seniorenresidenzprosa», urteilte etwa die «Stuttgarter Zeitung». Zum 70. Geburtstag erscheinen die «Sommerlügen» und die früheren «Liebesfluchten» nochmals in einer Sonderausgabe.

    Seinen literarischen Nachlass hat der Schriftsteller schon zu Lebzeiten dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach vermacht. Dort werden die Materialien, darunter das Originalmanuskript des «Vorlesers», für die Forschung aufbereitet. Über seinen zeitgeschichtlichen Einfluss ist sich Schlink klar: «Ich merke, dass ich zu dem Bild beigetragen habe, das man sich im Ausland von Deutschland macht.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    50 CENT amerikanischer Rapper 38 06.07.1976 New York USA
    CICERO, Roger deutscher Jazzmusiker 44 06.07.1970 Berlin Deutschland
    BAFFOE, Liz deutsche Schauspielerin 45 06.07.1969 Bonn Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 30. Juni 2014 13:31

    Die Promi-Geburtstage vom 01. Juli 2014: Pamela Anderson

    Ihre letzte Kinorolle liegt schon zehn Jahre zurück, doch an Popularität hat Pamela Anderson nicht viel eingebüßt. Jetzt will der deutsche Starregisseur Werner Herzog (71) mit der Blondine drehen. Er hat die ehemalige «Baywatch»-Nixe laut «Variety» für sein Drama «Vernon God Little» engagiert.
    Pamela Anderson wird 47.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jörg Carstensen
    Pamela Anderson wird 47.
     
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    Ihr letzter Kinofilm war 2004 «Scary Movie 3», in dem sie eine Reporterin verkörperte. Danach war bei ihr - abgesehen von diversen Gastauftritten in amerikanischen Talk- und Fernsehshows - erst einmal Drehpause. Im Gespräch geblieben ist die Schauspielerin aber trotzdem.

    Vergangenen Herbst berichteten amerikanische Medien beispielsweise groß über ihre Teilnahme am Marathon-Rennen in New York, mit der sie Sean Penns Haiti-Hilfe unterstützte. Anfang dieses Jahres wurde sie Thema in der Yellow Press, als sie den Schauspieler und Produzenten Rick Salomon (45) heiratete - zum zweiten Mal. Die erste, im Oktober 2007 geschlossene Ehe der beiden, Andersons dritte, sollte nur wenige Wochen halten und wurde im März 2008 annulliert.

    Für noch größere Schlagzeilen sorgte Anderson dann diesen Mai, als sie öffentlich von sexuellen Übergriffen in ihrer Kindheit erzählte. «Ich möchte, dass die Leute wissen: Ihr könnt darüber hinwegkommen und Liebe entwickeln», twitterte sie. Bei der Gründungsfeier ihrer Stiftung für Naturschutz, Tier- und Menschenrechte in Cannes sprach sie unter anderem über eine Gruppenvergewaltigung, deren Opfer sie in jungen Jahren geworden war.

    Diese schlimmen Erfahrungen haben die bekennende Vegetarierin allerdings nicht davon abgehalten, ihre sexuellen Reize für die Karriere einzusetzen und oft äußerst freizügig in der Öffentlichkeit aufzutreten. Hugh Hefner hat ihr dabei geholfen, ein international bekanntes Sex-Symbol zu werden. Der «Playboy»-Gründer erkor sie in den 90er Jahren mehrfach zum Playmate seines legendären Männermagazins. Die hell gefärbte Mähne und reichlich Silikon zementierten ihren Ruf als Busenwunder der Neuzeit.

    Schon ihre Geburt im kanadischen Ladysmith, British Columbia, hatte für Aufsehen gesorgt. Die Kleine wurde zunächst als «Centennial Baby» gefeiert, weil sie in den frühen Morgenstunden des 1. Juli 1967 - rechtzeitig zur Jahrhundertfeier Kanadas - auf die Welt kam. Ein paar Tage später stellte sich jedoch heraus, dass ein anderes Mädchen ihr zuvor gekommen war: Es wurde zwei Stunden früher geboren.

    «Ich bin ein modernes Aschenputtel. Ein einfaches Mädchen aus armer Familie, das in die reiche Welt entführt wurde», befand sie einmal in einem Interview. Entdeckt worden war die ursprünglich brünette Tochter einer Kellnerin und eines Monteurs als 21-Jährige bei einem Football-Spiel in Vancouver. Sie trug damals ein eng anliegendes T-Shirt einer Biermarke, und die Stadion-Kamera, so heißt es, schwenkte - sehr zur Begeisterung der Football-Fans - immer wieder in Großaufnahme auf Miss Anderson. Das brachte ihr einen Model-Vertrag mit dem Bierbrauer, 1989 das erste Cover beim «Playboy» und in der Folge auch die Rolle als vollbusige Lebensretterin neben David Hasselhoff im TV-Dauerbrenner «Baywatch» (1992-1999) ein. Seitdem ist sie prominent und füllt bis heute regelmäßig die Klatschspalten der Regenbogenblätter.

    Viel wird über Anderson geschrieben, so viel, dass sie sich manchmal selbst nicht wiedererkennt. Ihr Kommentar: «Die öffentliche Pam macht höchstens fünf Prozent von mir aus. Manchmal lese ich die Schlagzeilen über mich und frage mich: Über wen reden die denn da bloß?»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MISSY ELLIOTT amerikanische HipHop-Sängerin 43 01.07.1971 Portsmouth USA
    LEWIS, Carl amerikanischer Leichtathlet 53 01.07.1961 Birmingham USA
    HARRY, Debbie amerikanische Popsängerin 69 01.07.1945 Miami USA
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  • 30. Juni 2014 12:59

    Die Promi-Geburtstage vom 02. Juli 2014: Lindsay Lohan

    Lindsay Lohan mag zwar etwas aus den Schlagzeilen verschwunden sein, aber für den einen oder anderen Aufreger ist der gefallene Engel immer noch gut.
    Wohin geht Lindsay Lohans Weg? Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Wohin geht Lindsay Lohans Weg? Foto: Paul Buck
     
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    Die Filmfestspiele in Cannes nutzte die Schauspielerin kürzlich für eine ausgiebige Party-Sause und sorgte dann für einigen Wirbel, als sie ein Oben-ohne-Foto von sich auf Instagram postete. Ganz offensichtlich ist es ihr ziemlich egal, was andere von ihr denken mögen. Heute feiert sie wieder - ihren 28. Geburtstag.

    Alkohol- und Drogenexzesse, Entzugsklinik, Therapie - das waren lange die Schlagzeilen für Lindsay Lohan, die im letzten Jahr aber über einen Neuanfang in Oprah Winfreys Show sprach. Sie sei bereit wieder das zu tun, was sie glücklich mache, nämlich hart zu arbeiten, sagte Lohan. Wenn sie ehrlich sich selbst gegenüber bleibe und die Arbeit mache, die sie machen wolle, dann könne ihr nichts im Weg stehen. «Ich bin selbst mein größter Feind, und ich weiß das», meinte sie.

    Offensichtlich findet die Schauspielerin, die sich momentan in London aufhält, langsam wieder in die Spur. Von September an wird sie am Westend in David Mamets Hollywood-Satire «Speed-the-Plow» eine Hauptrolle übernehmen. Die Rolle hatte beim Broadwaydebüt 1988 Madonna gespielt.

    Lindsay Lohan ist schon lange im Geschäft: Seit ihrem dritten Lebensjahr steht die Tochter eines Wall-Street-Händlers und einer Analystin bereits vor der Kamera. Sie drehte eine Unmenge von Werbespots, absolvierte pausenlos Auftritte in Shows, für einen regulären Schulbesuch blieb da keine Zeit mehr, die kleine Lindsay musste Zuhause büffeln.

    Ihre Kinokarriere kam Ende der 90er Jahre in Fahrt, mit Filmen wie «Ein Zwilling kommt selten allein», der amerikanischen Version von Erich Kästners «Das doppelte Lottchen», und der Erfolgskomödie «Freaky Friday» (2003) an der Seite von Jamie Lee Curtis. Für diesen Film, ein Remake der Komödie mit Kinderstar Jodie Foster von 1976, steuerte Lohan auch den Titelsong «Ultimate» bei. In der Folge lancierte der Workaholic eine zweite Karriere als Musikerin, ihr Debütalbum «Speak» wurde Anfang 2005 immerhin mit Platin veredelt.

    Ihre Kinokarriere ging danach eher durchwachsen mit der Teenagerkomödie «Girls Club - Vorsicht bissig», der VW-Käfer-Klamotte «Herbie Fully Loaded» und der durchaus charmanten Komödie «Zum Glück geküsst» weiter. Schon schwergewichtiger war ihr Auftritt in Robert Altmans letztem Film «The Last Radio Show» (2006), wo Lohan an der Seite von Stars wie Meryl Streep, Woody Harrelson und Kevin Kline agierte und keine schlechte Figur machte. Und dann wurde sie Hollywoods Skandal-Girl Nummer 1.

    «The Canyons» (2013) war ihr letzter Kinofilm. Unter der Regie von Paul Schrader, das Drehbuch schrieb Bret Easton Ellis, spielte sie an der Seite von Pornodarsteller James Deen für 100 Dollar Tagesgage eine gescheiterte Schauspielerin. Das ganze mit reichlich Sexszene gewürzte Low-Budget-Desaster war ein echter Kassenflop.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LOB, Roman deutscher Popsänger 24 02.07.1990 Düsseldorf Deutschland
    TISDALE, Ashley amerikanische Schauspielerin und Sängerin 29 02.07.1985 West Deal USA
    ENGELBRECHT, Julie deutsche Schauspielerin 30 02.07.1984 Paris Frankreich
    © dpa-infocom GmbH
  • 30. Juni 2014 10:10

    Die Promi-Geburtstage vom 03. Juli 2014: Brigitte Fassbaender

    Aufhören, wenn es am schönsten ist, einen Strich ziehen, noch einmal etwas ganz Neues beginnen. Das können die wenigsten. Brigitte Fassbaender hatte die Kraft dazu.
    Die Kammersängerin Brigitte Fassbaender hat nicht vor, sich aufs Altenteil zurückzuziehen. Am 3. Juli 2014 wird sie 75.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Frank Leonhardt
    Die Kammersängerin Brigitte Fassbaender hat nicht vor, sich aufs Altenteil zurückzuziehen. Am 3. Juli 2014 wird sie 75.
     
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    Schon mit Mitte 50 beschloss die einst weltweit gefeierte Mezzosopranistin, ihre Karriere als Opern- und Liedsängerin an den Nagel zu hängen. «Ich wollte nicht als Ruine abtreten», sagt die frühere Diva kurz vor ihrem 75. Geburtstag im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Dann startete sie noch einmal durch, etablierte sich als gefragte Opernregisseurin, leitete über zehn Jahre das Landestheater Innsbruck. Und hat auch nach ihrem Geburtstag heute immer noch einiges vor.

    Wenn Sänger oder Dirigenten Ausflüge ins Regiefach unternehmen, bleibt es oft bei dem einen Mal. Fassbaender dagegen kann schon eine stattliche Zahl von Regiearbeiten an zahlreichen Häusern vorweisen. Jüngst inszenierte sie am Münchner Gärtnerplatztheater einen von der Kritik sehr wohlwollend beurteilten «Don Pasquale» von Gaetano Donizetti. Auch ihre Sicht der Strauss-Oper «Ariadne auf Naxos» in Frankfurt am Main fand im vergangenen Oktober allgemeinen Beifall. «Ein Abend zum intelligenten Genießen», urteilte der Opernrezensent Hans-Klaus Jungheinrich.

    Bis 2017 ist Fassbaender nach eigenen Worten ausgebucht. Nach Giuseppe Verdis «Rigoletto» in Regensburg gibt es Engagements in Kiel, erneut in Frankfurt am Main sowie bei den exklusiven Osterfestspielen 2015 in Baden-Baden, wo sie mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle den «Rosenkavalier» erarbeiten soll.

    Ihren Erfolg begründet sie auf etwas ungewöhnliche Art. Sie habe nie Kritiken gelesen, sagt Fassbaender. Künstler seien oft dünnhäutig und ließen sich durch negative Urteile schnell entmutigen. «Ich habe das einfach nicht zur Kenntnis genommen.» Dabei wirkt Fassbaender keineswegs verzagt. Im Gegenteil: Sie hat einen burschikosen Charme und einen zupackenden Humor. Die «Berliner Schnauze» merkt man ihr noch immer an, obwohl sie seit langem am Chiemsee in Oberbayern zu Hause ist.

    «Das Singen habe ich nie vermisst», sagt Fassbaender. «Ich hatte das Gefühl, meine Kreise als Interpretin ausgeschritten zu haben.» Dabei hatte sie eine Traumkarriere absolviert. Nach ihrer stimmlichen Ausbildung durch ihren Vater, den Bariton Willi Domgraf-Fassbaender, und einem Studium am Nürnberger Konservatorium, wurde sie 1961 Mitglied der Bayerischen Staatsoper. Sie sang an vielen großen Häusern der Welt. Ihre Paraderolle war der androgyne Jüngling Octavian in Richard Strauss' «Rosenkavalier» unter dem legendären Dirigenten Carlos Kleiber. Neben dem Werk von Strauss, dessen 150. Geburtstag dieses Jahr international gewürdigt wird, ist der britische Komponist Benjamin Britten einer ihrer Fixsterne.

    Mindestens ebenso wichtig wie die Oper war ihr immer der Konzert- und Liedgesang. «Hier spielt man keine Rolle, hier steht man nur für sich», sagt Fassbaender. Der Komponist Aribert Reimann gehörte zu ihren bevorzugten Liedbegleitern am Klavier. Sie nahm zahllose Platten auf, wurde mit Ehrungen überhäuft. Den Titel einer «bayerischen Kammersängerin» trägt sie mit Stolz.

    Nach ihrem Abschied von der aktiven Sängerlaufbahn verdingte sich Fassbaender als Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig und wurde 1999 Intendantin in Innsbruck. 13 Jahre lang managte sie das Dreispartenhaus und inszenierte selbst zahlreiche Opern und Bühnenwerke. Sie fand sogar Zeit, die Textbücher zu zwei Musicals zu schreiben, die in Innsbruck uraufgeführt wurden.

    Seit sie offiziell im Ruhestand ist, gibt Fassbaender, wie viele ihrer emeritierten Kolleginnen und Kollegen, Meisterkurse für Nachwuchssänger. Sie betreut zudem den Eppaner Sommer, ein kleines Liedfestivals in Südtirol, und das Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen.

    Zu den Nachfahren des Komponisten, die noch in der von Strauss gebauten Villa leben, hat die Vielbeschäftigte ein enges Verhältnis. Sie liebt es, sich in den original erhaltenen Räumen aufzuhalten. «Es ist, als sei er gerade spazieren gegangen.»

    Manchmal wünscht sich Fassbaender, etwas mehr Zeit zu haben für ihre Leidenschaften jenseits der Bühne: das Malen und Schreiben. «Kinderbücher für Erwachsene» verfasst sie und lässt durchblicken, dass diese zuweilen wohl nicht ganz jugendfrei sind. Auch ihre Memoiren sind in Arbeit. «Ein Kapitel habe ich schon.» Doch ein Erscheinungstermin ist noch nicht in Sicht. «Eigentlich stehe ich ja noch mittendrin.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    VETTEL, Sebastian deutscher Formel-1-Rennfahrer 27 03.07.1987 Heppenheim Deutschland
    BURKHARD, Gedeon deutscher Schauspieler 45 03.07.1969 München Deutschland
    MUSSBACH, Peter deutscher Regisseur und Intendant 65 03.07.1949 Schwabach Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 26. Juni 2014 17:21

    Die Promi-Geburtstage vom 05. Juli 2014: Eva Green

    Sie machte James Bond in «Casino Royale» schöne Augen und verdrehte als sexy Hexe in Tim Burtons Vampir-Spektakel «Dark Shadows» den Blutsaugern den Kopf: Eva Green, die heute 34 Jahre alt wird, ist eine der großen internationalen Stars Frankreichs.
    Eva Green wird 34. Foto: Sebastien Nogier © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Eva Green wird 34. Foto: Sebastien Nogier
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Nicht nur die Franzosen schwärmen von ihrem Charme, ihrer strahlenden Schönheit und ihrer magnetischen Anziehungskraft. Inzwischen lebt sie die meiste Zeit in London und hat seit zehn Jahren keinen Film mehr in ihrer Heimat gedreht, auch wenn sie immer wieder versichert, dass sie nur auf ein gutes Angebot warten würde.

    Es muss nicht immer die Femme fatale sein, für die man sie normalerweise gerne bucht. Ganz gegen ihr Naturell, wie sie dem «Figaro» verriet, hat sie eine Rolle in dem Action-Film «300: Rise of an Empire» (2014) angenommen, in dem sie eine Kriegerin spielt. «Ich habe sie akzeptiert, weil das eine Männerrolle ist, ganz weit von mir selbst entfernt.»

    Als Tochter von Marlène Jobert, einer französischen Schauspielerin algerischer Herkunft, und dem schwedischen Zahnarzt Walter Green wuchs die junge Eva in einem kulturell vielfältigen Umfeld in Frankreich auf. Mit 17 verließ sie die französische Schule, um in Ramsgate, Kent, ihr Englisch aufzupolieren. Bald kehrte die weltoffene Teenagerin nach Frankreich zurück, wo sie eine amerikanische Schule besuchte.

    Während ihre Zwillingsschwester Joy den Lehrerberuf wählte, trat Eva in die Fußstapfen ihrer Mutter und studierte in Paris Schauspiel. 2001 stand sie zum ersten Mal in «Jalousie en trois fax» auf der Theaterbühne. Ihr Leinwanddebüt gab die dunkelhaarige Schönheit mit den stahlblauen Augen zwei Jahre später in Bertoluccis freizügigem Film «Die Träumer» (2003). Vor allem bei den Nacktszenen war ihr die volle Aufmerksamkeit der männlichen Zuschauer sicher.

    Einen Stammplatz in der Hollywood-Liga ergatterte sich die anmutige Mimin, als sie in dem Historiendrama «Königreich der Himmel» (2005) von Ridley Scott an der Seite von Orlando Bloom und Liam Neeson die mysteriöse Prinzessin Sibylla spielte. Green hatte sich bereits mit «Arsène Lupin - Der König unter den Dieben» (2004) in vergangene Zeiten begeben und sich als Tochter eines Herzogs vom hoffähigen Meisterdieb Arsène Lupin (Romain Duris) verführen lassen.

    Statt in fürstliche Gewänder musste die perfekt geformte Darstellerin für «Casino Royale» (2006) in die traditionell heißen Outfits des Bond-Girls schlüpfen. Nach Claudine Auger («Feuerball»), Carole Bouquet («In tödlicher Mission») und Sophie Marceau («Die Welt ist nicht genug») war Green die vierte Französin, die dem Geheimagenten James Bond zur Seite stand. In der Rolle der Buchhalterin Vesper Lynd versüßte sie Daniel Craig die 007-Abenteuer.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FILAN, Shane irischer Popsänger 35 05.07.1979 Sligo Irland
    LEWIS, Huey amerikanischer Rocksänger 64 05.07.1950 New York USA
    KNAUSS, Sibylle deutsche Schriftstellerin 70 05.07.1944 Unna Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
 
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Die Promi-Geburtstage vom 25. Juli 2014: Barbara Meier
Tausende Mädchen und junge Frauen träumen von einer Karriere als Model. Viele erhoffen sich von der ProSieben- Castingshow «Germany's Next Topmodel» die Eintrittskarte für ein Leben im Rampenlicht.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/2490519,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-25.-Juli-2014%3A%C2%A0Barbara-Meier,content.html
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<b>Zwei allein</b><br/>Fr. 25.07. / 20.15 / ARTE<br/><br/>Die Schwestern Henriette „Henri“ und Gerlinde „Linda“ führen in München gemeinsam ein Schuhgeschäft. Während Linda von einem anderen, ungebundenen Leben träumt, ist Henri seit vielen Jahren glücklich mit dem Busfahrer Benedikt verheiratet. Die beiden verstehen sich ohne viele Worte. Als bei Henri jedoch heftige Schmerzen einsetzen und sie wenig später die Gewissheit hat, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist, bleibt ein echter Austausch aus. Die beiden können sich ihre Verzweiflung nicht wirklich mitteilen. Henri hadert stumm mit Gott.  © Z/UFA Fernsehproduktion/Heike UlrichZwei allein
Die Schwestern Henriette „Henri“ und Gerlinde „Linda“ führen in München gemeinsam ein Schuhgeschäft. Während Linda von einem anderen, ...  mehr
 
 
 
 
 
 
 
 

Zitatecheck: Wer hat's gesagt?

 
"Ich versuche, Achterbahnen tunlichst zu meiden."
 
 
 
 
 

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