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  • 16. September 2014 11:22

    Die Promi-Geburtstage vom 21. September 2014: Leonard Cohen

    Rauchige Stimme, den schwarzen Hut tief in die Stirn gezogen und umgeben stets von einer Aura tiefster Melancholie: Leonard Cohen gilt als Phänomen, als Legende und als einer der herausragenden Songschreiber aller Zeiten.
    Leonard Cohen wird 80. Foto: Paul Bergen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Für Millionen Fans auf der ganzen Welt ist der Kanadier ein heiß verehrter Superstar - der doch stets bescheiden bleibt. Erfolg, so sagte er einmal, sei für ihn schlicht das Überleben. Heute wird Cohen 80 Jahre alt, als Geschenk gibt es ein komplett neues Album: «Popular Problems».

    Die Haare des Musikers sind längst grau geworden, sein Körper wirkt zerbrechlicher, aber Charisma und Stimme sind präsent wie eh und je. Er habe «keinen Sinn und keine Lust auf Ruhestand», sagte Cohen jüngst dem britischen «Telegraph». Und auf die Rückseite eines seiner vielen Notizbücher, in denen der Sänger die Texte seiner an kleine Kunstwerke erinnernden Songs komponiert, schrieb er: «Ich komme so langsam ans Ende des Buches, aber noch nicht ganz.»

    Im Alter ist der Liedermacher noch einmal so richtig zurückgekehrt, nachdem er zwischenzeitlich gegen Depressionen gekämpft hatte und jahrelang in einem Zen-Kloster verschwunden war. «Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien in sich zusammenfallen», sagte er jüngst dem britischen «Guardian». «Ich bin froh sagen zu können, dass diese Depression sich langsam aufgelöst hat und nie wieder mit derselben Kraft in mein Leben zurückgekommen ist.»

    Auch aus finanzieller Notwendigkeit, nachdem ihn seine frühere Managerin um millionenschwere Rentenrücklagen betrogen hatte, steht Cohen seit rund sechs Jahren wieder auf den Bühnen der Welt. 2012 brachte er mit «Old Ideas» sogar das erfolgreichste Album seiner jahrzehntelangen Karriere heraus.

    Geboren wurde Leonard Norman Cohen 1934 in eine jüdische Familie in der ostkanadischen Stadt Montreal hinein. Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald Auftritte in Cafés und Clubs, aber die Musik sollte für ihn lange Zeit Nebensache bleiben. Cohen wollte schreiben, Gedichte und später auch Romane. In den frühen 60er Jahren zog er sich dafür zeitweise völlig auf die griechische Insel Hydra zurück. Viele seiner Veröffentlichungen wurden von Kritikern gefeiert. 2011 bekam er sogar den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur.

    Aber in den 60er Jahren reichten ihm die Einnahmen aus dem Schreiben nicht zum Leben. «Ich wollte nicht schreiben, um bezahlt zu werden. Ich wollte für das bezahlt werden, was ich schreibe.» Also zog Cohen Ende der 60er Jahre nach New York und nahm die Musik wieder auf - bald mit großem Erfolg. Alben wie «Songs of Leonard Cohen» (1967), «Songs of Love and Hate» (1971) und «Death of a Ladies' Man» (1977) beeinflussten ganze Generationen von Musikern, Songs wie «Suzanne», «So Long, Marianne», «First We Take Manhattan (Then we take Berlin)», «Hallelujah» und «Chelsea Hotel #2» gelten längst als Klassiker. Cohens melancholische Songs handeln von verlorener Liebe und Leid, von Todessehnsucht und Gottessuche, sprachlich erinnern sie an polierte Kleinode. «Leute, die ihre Songs im Café oder im Taxi schreiben, kann ich nur bewundern - ich habe das nie geschafft.»

    Sein Privatleben hat Cohen immer möglichst unter Verschluss gehalten. Bekannt ist lediglich, dass er mit der schwedischen Malerin Suzanne Elrod zwei Kinder hat und vorübergehend mit der Schauspielerin Rebecca De Mornay liiert war. In Los Angeles lebt er inzwischen mit Tochter und Enkelin zusammen. «Mein Ruf als Frauenheld ist ein Witz», sagte er einmal in einem Interview. «Er hat mich dazu gebracht, mich bitter durch die zehntausend Nächte zu lachen, in denen ich alleine war.»

    Für seinen 80. Geburtstag hat Cohen noch einen ganz besonderen Wunsch: Wieder mit dem Rauchen anfangen. «Ich freue mich richtig auf diesen Moment», sagte er jüngst bei einem Konzert im US-Bundesstaat Kentucky. «Eine junge Krankenschwester in einer weißen Uniform mit Baumwollstrümpfen, die ein Tablett mit einer Packung Zigaretten auf einem silbernen Tablett trägt, wird über die Bühne kommen. Die Packung wird geöffnet und sie wird mir Feuer geben. Das wird so gut.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DERULO, Jason amerikanischer Sänger 25 21.09.1989 Miami USA
    INT-VEEN, Vera deutsche Fernsehmoderatorin 47 21.09.1967 Meerbusch Deutschland
    MURRAY, Bill amerikanischer Schauspieler und Komiker 64 21.09.1950 Wilmette USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 16. September 2014 08:02

    Die Promi-Geburtstage vom 22. September 2014: Rosamunde Pilcher

    Junge trifft Mädchen. Es gibt Schwierigkeiten. Und am Ende kriegen sie sich. Dieses Strickmuster für Bücher und Filme ist ebenso schlicht wie erfolgreich - und kaum jemand beherrschte es wie Rosamunde Pilcher.
    Heile Welt in schöner Landschaft: Rosamunde Pilcher wird 90.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Kalaene
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    In Dutzenden Romanen und Erzählungen hat sie diese Geschichte immer wieder neu erzählt. Die Britin wurde damit zu einer der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit, verkaufte Millionen Bücher, obwohl sie das Feuilleton nie vom Hocker riss. Heute wird die Meisterin der Schicksalsschläge und des vorhersehbaren Happy End 90 Jahre alt.

    «Wie, Pilcher ist keine Deutsche?», fragen vor allem jüngere Bundesbürger erstaunt, wenn sie erfahren, dass die Autorin in England aufwuchs und in Schottland lebt. In keinem anderen Land ist Pilcher so bekannt wie in Deutschland. Zu verdanken hat sie das wohl dem ZDF, das mit mehr als 100 auf Pilcher-Geschichten basierenden, herzerwärmenden 90-Minuten-Filmen eines der erfolgreichsten Formate des deutschen Fernsehen geschaffen hat.

    «Ich bin mit ihr gut befreundet», sagt Heidi Ulmke, die für den öffentlich-rechtlichen Sender die «Pilchers» in deutscher Sprache produziert - eine Sprache, die die Autorin selbst kaum spricht. «Früher hat sie sich die Filme übersetzen lassen. Sie weiß, dass sie sehr erfolgreich ist, und sie steht absolut zu dem, was wir aus ihrem Werk gemacht haben.»

    Die nun 90-Jährige sei durch ihre Enkel immer auf dem Laufenden. «Ich sage immer, sie ist im Kopf jung und an Erfahrung reich.» Pilcher selbst gibt kaum noch Interviews, und das versteht Ulmke: «Sie wird eben immer dasselbe gefragt - warum sind die Filme so erfolgreich in Deutschland. Was soll sie darauf sagen?»

    Wie viele der fünf bis sieben Millionen, die sich die Komödien oder Dramen zur besten Sendezeit anschauen, haben auch «Die Muschelsucher» im Regal? Die Familiensaga von 1987 beschert Pilcher den Durchbruch, als sie schon fast im Rentenalter ist. Mit dem Schreiben begonnen hat sie als 15-Jährige, mit 18 die erste Kurzgeschichte veröffentlicht.

    Nach dem Schulabschluss meldet sich das Mädchen aus Lelant in der südenglischen Grafschaft Cornwall 1942 zum Kriegsdienst und arbeitet kurze Zeit im britischen Außenministerium, dann in Indien. Zurück in der Heimat lernt sie Graham Pilcher kennen. 1946 heiratet das Paar und zieht ins schottische Dundee, wo Grahams Familie ein Textilunternehmen hat. Die Schriftstellerin lebt dort bis heute, seit 2009 ist sie verwitwet.

    Rosamunde Pilcher bekommt vier Kinder. Ihre Kurzgeschichten entstehen am Küchentisch und erscheinen in Frauenzeitschriften. Über ihre Arbeit habe die Mutter zu Hause nie gesprochen, erinnert sich die älteste Tochter, Fiona Wynn-Williams. «Wir waren oft picknicken in den Bergen und am Strand», erzählt die 66-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.

    Pilcher habe ihre Kinder ermutigt, immer das zu tun, was sie wollten - zum Schreiben habe sie sie nie überreden wollen. Einer tut es trotzdem: Robin Pilcher (64) ist selbst Schriftsteller. Weil er so oft nach seiner Mutter gefragt wird, will er diesmal lieber die Schwester sprechen lassen.

    Der Erfolg beschert Pilchers Familie ein Millionenvermögen und macht ihre eher strukturschwache Heimat Cornwall zum begehrten Reiseziel - vor allem für Deutsche. Fast die Hälfte der ausländischen Touristen dort kommt aus der Bundesrepublik. In den vergangenen 20 Jahren hat die Zahl der deutschen Besucher sich verdoppelt, rund 130 000 kommen pro Jahr über den Ärmelkanal. «Wir haben diese Popularität zum großen Teil Rosamunde Pilcher zu verdanken», sagt Julia Hughes von der Tourismusplattform «Visit Cornwall».

    Auch das ZDF hat daran einen Anteil. Kamerafahrten über breite Strände und raue Klippen, Weinberge und herausgeputzte Herrenhäuser machen äußerst erfolgreich Werbung für die Region. Pilcher-Touren führen zu den Schauplätzen der zwar manchmal von Dramen gebeutelten, aber letztlich heilen Welt, die sie in ihren Geschichten entwirft: Voller großherziger Menschen, die reiten und Sport- oder Geländewagen fahren, und dafür frei von Sex und Gewalt. Den wenigen Bösewichten ist ihre Hinterhältigkeit schon von weitem anzusehen. Pilcher bietet eine Pause vom echten Leben und seinen Überforderungen - egal, was Literatur- und Filmkritiker davon halten.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LISICKI, Sabine deutsche Tennisspielerin 25 22.09.1989 Troisdorf Deutschland
    SAVIANO, Roberto italienischer Schriftsteller 35 22.09.1979 Casal di Principe Italien
    BOCELLI, Andrea italienischer Tenor 56 22.09.1958 Lajatico Italien
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  • 15. September 2014 14:48

    Die Promi-Geburtstage vom 20. September 2014: Sophia Loren

    Ob der Vatikan in Rom ihr den sehnlichsten Geburtstagswunsch erfüllen wird? Sie hoffe auf einen Anruf von Papst Franziskus, sagte Sophia Loren unlängst dem italienischen Klatschmagazin «Oggi».
    Von Neapel nach Hollywood: Sophia Loren (hier 1959 mit ihrem Mann Carlo Ponti) ist die große Diva des europäischen Kinos und ein Weltstar.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Gerhard Rauchwetter
    Von Neapel nach Hollywood: Sophia Loren (hier 1959 mit ihrem Mann Carlo Ponti) ist die große Diva des europäischen Kinos und ein Weltstar.
     
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    Die Chancen dürften gut dafür stehen: Kein anderer Star wird in Italien so verehrt wie «La Loren». Die Diva strahlt den Glanz der sinnesfreudigen Verführerin aus, die zugleich bodenständig geblieben ist - eine Aura zwischen Mamma und Mythos, die auch an ihrem 80. Geburtstag an diesem Samstag (20. September) nicht erloschen ist.

    Dabei tragen üppige Oberweite, grüne Katzenaugen und der sinnliche Mund wohl nur teilweise zur fast hypnotischen Kraft bei, die sie auf viele ihrer Landsleute ausübt. Vor allem für die Älteren verkörpert die Schauspielerin die Jahre des Aufbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Aufstieg der Sofia Scicolone aus kleinen Verhältnissen in Neapel zum Star in Hollywood können sich viele Italiener spiegeln.

    Loren ist in diesen Tagen auf allen Kanälen: Sie hat gerade ihre Memoiren veröffentlicht, die auf Deutsch unter dem Namen «Mein Leben» (Piper Verlag) erscheinen. Auch ihr Kochbuch kommt neu auf den Markt. «In cucina con amore» (Gräfe und Unzer) nennt sich die Rezeptsammlung, die schon 1971 erschien und mit der Pasta knetenden Loren auf dem Titel so schön in das Italien-Klischee passt. Die Filmfestspiele von Venedig haben sie gerade mit einer Fotoausstellung geehrt. Auch ein ihr gewidmeter Dokumentarfilm wurde gezeigt.

    Für mehr als 100 Filme stand Loren vor der Kamera, wurde mit Preisen überhäuft, darunter mehreren Oscars. Mit ihren von Tränen verschleierten Augen, dem tiefen Dekolleté, den Szenen der Eifersucht und Hingabe und ihrem Hüftschwung eroberte sie die Kinoleinwände. Ein Traumpaar bildete sie mit Marcello Mastroianni in Produktionen wie «Gestern, heute, morgen» (1963), «Hochzeit auf Italienisch» (1964) und zuletzt in Robert Altmans «Pret-a-Porter» (1994). Der Tod Mastroiannis 1996 stürzte sie in tiefe Trauer. Mit ihm habe sie sich magisch verbunden gefühlt.

    Schon früh hatte die Mutter Sophias Talente erkannt und sie auf Schönheitswettbewerbe geschickt. Als «Prinzessin des Meeres» begann der Weg nach oben. Trotz ihrer «Stuzzicadenti», den «Zahnstochern», wie man ihre dürren Beinen gern nannte, wurde sie dann «Miss Eleganza» und als Zweitplatzierte «Miss Rom».

    Und dann kamen die ersten Filmrollen. Mit «Die Frau vom Fluss» (1954) und «Schade, dass Du eine Kanaille bist» (1955) wurde sie schnell bekannt und trat bald auch aus dem Schatten ihrer Rivalin Gina Lollobrigida heraus.

    Lorens wichtigster Förderer wurde der Produzent Carlo Ponti, der sie 1950 entdeckte und später heiratete. Der 21 Jahre ältere Ponti verwandelte sie in einen Star. Die Eheschließung löste einen mittleren Skandal aus, Ponti hatte sich in Mexiko von seiner ersten Frau scheiden lassen, die Behörden in Italien erkannten die Scheidung nicht an, er galt fortan als Bigamist. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Carlo und Edoardo, hervor. Ponti starb im Januar 2007 mit 94 Jahren. Er war die große Liebe ihres Leben, heiraten wollte sie nicht wieder.

    Der Produzent verschaffte Loren einen Vertrag bei Paramount. «Stolz und Leidenschaft» war 1957 ihr Hollywood-Debüt. «Und dennoch leben sie» von Vittorio de Sica brachte ihr 1961 den ersten Oscar ein. Sie spielte mit Stars wie Marlon Brando, Richard Burton und Cary Grant und kam mit ihnen gut aus. Mit Mastroianni verband sie aber eine Seelenverwandtschaft.

    «Alles ist die Frucht von Disziplin, Hingabe und Opfern. Und von Dickköpfigkeit», sagt sie einmal. So kam sie auch ohne Blessuren aus einem langjährigen Steuerstreit mit den italienischen Finanzbehörden davon, auch wenn sie deswegen zu 30 Tagen Haft verurteilt wurde.

    Ein Schock für viele Fans löste die Nachricht von ihrer Herzattacke im August 1998 aus. Auf einem Flug von Los Angeles nach New York erlitt sie einen Schwächeanfall und wurde mit Herzrhythmusstörungen in ein Krankenhaus gebracht. Zwar hat Loren Wohnsitze in der Schweiz, in Paris und Kalifornien. Doch sie bekennt sich immer wieder zu ihren Wurzeln. «In mir habe ich Neapel und dort wird es immer bleiben.»

    Zum Geburtstag wird Sophia Loren nach Auskunft ihres Verlags in Mexiko sein. Dort eröffnet die Stiftung des Milliardärs Carlos Slim eine Ausstellung zu ihren Ehren. Vielleicht hat der Papst ja dann die Handynummer der Diva parat.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KAMPS, Gülcan deutsch-türkische TV-Moderatorin 32 20.09.1982 Lübeck Deutschland
    WESTLAKE, Julia deutsche Moderatorin 43 20.09.1971 Bad Segeberg Deutschland
    CHEUNG, Maggie chinesische Schauspielerin 50 20.09.1964 Hongkong Britische Kronkolonie
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  • 15. September 2014 11:49

    Die Promi-Geburtstage vom 17. September 2014: Reinhold Messner

    Als Fünfjähriger stand er auf seinem ersten Dreitausender. Gut 35 Jahre später hatte er als erster Mensch alle 14 Achttausender der Welt bestiegen. Er schaffte mit Peter Habeler erstmals den Mount Everest ohne Sauerstoff und später im Alleingang. Reinhold Messner hat Alpingeschichte geschrieben.
    Reinhold Messner wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Peter Kneffel
    Reinhold Messner wird 70.
     
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    Fans bewundern seinen eisernen Willen, seinen grenzgängerischen Wagemut und seine grandiosen Leistungen. Kritiker werfen ihm überhöhten Ehrgeiz und Egoismus vor. Extrem. Das kennzeichnet sein Leben. Heute wird er 70 Jahre alt. Feiern will er an einem anderen Tag: mit hundert Gästen und Biwak auf der Alm.

    Auf hohe Berge steigt der Südtiroler immer noch. Seine Schwerpunkte liegen aber woanders. «Das Reisen ist nicht mehr im Zentrum meines Lebens.» Seine Projekte stehen eher unter der Überschrift: Erzählen, vermitteln und darstellen - oft sich selbst und seine Abenteuer.

    Er schrieb Bücher, schulte Manager, schuf ein Museumsprojekt. Seinen «15. Achttausender» nannte er das «Messner Mountain Museum». An fünf Orten befasst er sich mit Bergvölkern und Bergsteigen, dem Verhältnis Mensch-Berg, wie er sagt. Das sechste Museum auf 2275 Metern am Kronplatz ist fast fertig. Seit Jahren liebäugelt er zudem mit dem Film. Er wolle «den Berg als Hauptdarsteller auf die Leinwand» bannen.

    Ein neues Buch gibt es auch: Mit 70 Begriffen stellt Messner sich und sein Leben dar. «Über Leben» ist der Titel für mehr als 300 Seiten, mit denen er sich selbst zum Geburtstag gratuliert. «Wir trafen uns zu den Mahlzeiten in der Wohnküche, so wie sich Steinzeitclans an Lagerfeuerplätzen trafen», schreibt er über seine Kindheit im Villnößtal und zitiert traditionelle Gesellschaften, in denen Kinder sich noch frei entwickeln können - wie er und seine acht Geschwister. Es folgen Szenen von Extremtouren: Eis, Steinschlag, Sturm, Bedrohung - Grenzsituationen. Messner nennt sich selbst Grenzgänger.

    Zwischen Erinnerung und Betrachtungen über das Leben philosophiert er über die «Menschennatur», die «zuallererst zum Überleben» verpflichte und folgert schließlich: «Das Überlebthaben ist also die Basis für mein "Über Leben".» Auch das: «Sogar die Entdeckung, dass die Welt dieselbe wäre, hätte es mich nie gegeben, ist keine Zumutung mehr.»

    Messner schildert auch das besondere Verhältnis zu seinem Bruder Günther, mit dem er früh schwierigste Routen kletterte. 1970 durchstiegen die Brüder als erste Expeditionsteilnehmer die Rupalwand, die höchste Steilwand der Welt. Günther starb. Der Verlust prägte Messners Leben. «Die Nanga-Parbat-Tragödie bleibt wie ein Riss in meinem Leben», schreibt er. Rechtsstreitigkeiten hatte er sowohl mit dem Expeditionsleiter Karl-Maria Herrligkoffer, dem er unterlassene Hilfeleistung vorwarf, als auch Jahrzehnte später mit den Ex-Kameraden. Prozesse brachten keinen wirklichen Frieden. Messner sagt bis heute: «Es ist und bleibt eine Rufmordgeschichte.»

    Bergsteiger, Abenteurer, Bergbauer. Messner lebt mit Frau und Kindern in Meran und auf Schloss Juval und bewirtschaftet Bergbauernhöfe; in Sulden am Ortler züchtet er Yaks. Für die Grünen saß er fünf Jahre im Europaparlament. Seine Stiftung unterstützt Bergvölker. Und er hat sich als Yetiforscher betätigt: Demnach ist der Schneemensch ein Bär.

    Messner und seine Generation veränderten in den 70 und 80er Jahren das Bergsteigen. Messner kritisierte von nationalem Ehrgeiz getriebene «Gipfelsiege» - der Berg sei schließlich kein Feind - und propagierte ein Bergsteigen nur für sich selbst. Mit dem Verzicht auf Expeditionstross, Fixseile und Flaschensauerstoff prägten er und einige andere damals den Alpinstil. Messner erfand dabei mit Sologängen an Achttausendern neue Maßstäbe. Und als Medienprofi und Kommunikationstalent setzte er sich dann auch selbst in Szene.

    Nach den kaum zu übertreffenden Erfolgen im Höhenbergsteigen suchte er neue Ziele. Er durchquerte die Antarktis, Grönland und die Wüste Gobi. Was treibt ihn, woher kommt dieser rastlose Drang nach Herausforderung? «Für Reinhold ist Auflehnung ein Stück weit Inhalt», sagt der Psychoanalytiker Hansjörg Messner in dem halbdokumentarischen Film «Messner» über seinen berühmten Bruder.

    Vielleicht: Auflehnung gegen die bürgerliche Enge des heimatlichen Tals - und den strengen Vater. «Wir haben uns früh gewehrt. Und dieses Sich-Wehren und damit Widerstand aufgebaut haben, ist für mich ein Leben lang Teil meiner Existenz geblieben», sagt Messner im Film. «Das heißt, wenn ich Widerstand empfinde, dann versuche ich diesen Widerstand zu überwinden. Eine Felswand ist ja nichts anders.»

    Der 1990 gestorbene Luis Trenker sagte über Messner: «Ein großartiger Bergsteiger, ein fabelhafter Techniker, intelligent, draufgängerisch, weiß was er will, alle Hochachtung! Auf der anderen Seite: Maßlose Eitelkeit, der Presse gegenüber zu viel Reklame, keine Ehrfurcht vor der Natur, glaubt nicht an den Herrgott - und das darf einem Bergsteiger nicht fehlen, das mag ich nicht. Jetzt wissen Sie's!»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BLOMKAMP, Neill südafrikanischer Regisseur 35 17.09.1979 Johannesburg Südafrika
    KARVEN, Ursula deutsche Schauspielerin 50 17.09.1964 Ulm Deutschland
    FIELMANN, Günther deutscher Unternehmer 75 17.09.1939 Stafstedt Deutschland
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  • 14. September 2014 15:33

    Die Promi-Geburtstage vom 15. September 2014: Prinz Harry

    Wenn junge Männer in Großbritannien 30 werden, haben sie sich in der Regel drei Fragen zu beantworten: Habe ich den richtigen Job, habe ich die richtige Frau und habe ich genug Geld, um mir ein Haus zu kaufen?
    Prinz Harry wird 30.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Facundo Arrizabalaga
    Prinz Harry wird 30.
     
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    Prinz Harry, Enkel von Queen Elizabeth II. und derzeit Nummer vier der Thronfolge, wird am 15. September 30 Jahre alt - eine Zäsur auch in seinem Leben. Der königliche Rebell wird erwachsen.

    Die Frage nach dem Geld für das Haus stellt sich für den Bewohner des Kensington Palastes nicht. Hinsichtlich des Jobs scheint der begeisterte Soldat seine Bestimmung gefunden zu haben. Er setzt sich für viele gute Zwecke ein, ganz besonders für die Wiedereingliederung von Kriegsversehrten.

    Erst kürzlich schilderte Harry in einem Zeitungsinterview, wie sehr ihn seine beiden Einsätze in Afghanistan geprägt haben. Die Invictus-Games für Kriegsheimkehrer mit Behinderungen, die gerade im Londoner Olympiapark stattfinden, waren zum Gutteil seine Idee. Im vergangenen Jahr marschierte Harry mit Kriegsveteranen aus mehreren Ländern zum Südpol.

    Dennoch erheben sich schon warnende Stimmen. Harry brauche ein klareres berufliches Ziel, wenn er nicht den Stempel des ewigen Playboys abbekommen wolle. Die rund 6,5 Millionen Pfund, die er zum 30. Geburtstag wie vor zwei Jahren sein Bruder William aus dem Nachlass seiner Mutter Diana bekommt, könnten ein nettes Startkapital sein.

    Ausgerechnet bei den Frauen scheint der rotblonde Herzensbrecher die größten Probleme zu haben. Für den Mann, dem bei Besuchen in aller Welt die Mädchen zu Füßen liegen und der wie ein Popstar verehrt wird, scheint die Richtige schwer zu finden. Die Beziehung zu Cressida Bonas (25) war das bisher letzte in einer Reihe amouröser Abenteuer des Prinzen. Doch die selbstbewusste Millionärs-Tochter wollte sich nach zwei Jahren On-Off-Beziehung mit dem Königin-Enkel lieber anders orientieren.

    Folgt man dem britischen Boulevard, unternimmt der Prinz, der bei offiziellen Anlässen die Junggesellen-Rolle neben dem Musterehepaar William und Kate hassen soll, gerade mit der 25-jährigen Ex-Schönheitskönigin Camilla Thurlow einen neuen Versuch. Allerdings glauben nicht sehr viele dem Boulevard, am wenigsten Harry. Im Januar 2013 teilte er vor laufender Fernsehkamera gegen die Zeitungen seines Landes aus, sie würden «nur Müll schreiben, den hoffentlich niemand tatsächlich glaubt».

    Die «Daily Mail» hatte kürzlich ein längeres Stück, das Prinz Harry kurz vor der emotionalen Vereinsamung beschrieb. Als Quelle mag der Autorin Penny Junor gedient haben, die zum 30. Geburtstag eine Biografie über Harry herausbringt und darin beschrieb, wie sehr die Affären von seiner Mutter Diana auf dem Kleinen lasteten. Dasselbe stand schon von zwei Jahren in einem anderen Buch. Damals war William 30 geworden und Penny Junor hatte eine Biografie über sein Leben geschrieben. Die «Daily Mail» druckt Vorabauszüge.

    Lange Zeit schien es, als sei Harrys Leben ausreichend und halbwegs erschöpfend skizziert, wenn man eine Reihe von Skandalen aneinanderreiht. Unvergessen blieb sein Auftritt mit einem schwarz-weiß-roten Hakenkreuz-Armband auf einem Kostümball. Als die Bilder im Januar 2005 in die Zeitungen gerieten, musste er sich öffentlich entschuldigen. Auch die Nacktaufnahmen beim Strip-Billard mit jungen Schönheiten in einem teuren Hotel in Las Vegas 2013 trugen nicht zur Verbesserung von Harrys Image bei.

    Der anschließende Afghanistan-Einsatz, bei dem er viel Blut und viel Leid mitansehen musste, scheint die Sturm-und-Drang-Periode des Prinzen beendet zu haben. Beim Militär mittlerweile in der Schreibstube gelandet, nimmt der jüngste Sohn von Prinzessin Diana und Prinz Charles mehr und mehr königliche Termine wahr - und gibt dabei ein durchweg positives Bild ab. Die Queen (88) zählt den «Ersatzmann» für die Thronfolge zum inneren Kreis der Royals, gemeinsam mit Charles und Camilla, sowie Prinz William und Kate. Auch wenn er durch die neue Schwangerschaft Kates auf Rang fünf der Thronfolge abrutschen wird. Harry, ganz unprätentiös, findet das «great».

    Der 30-Jährige ist ganz der lockere Sportsmann, wenn geboten - etwa beim Sprintvergleich mit 100-Meter-Ikone Usain Bolt in dessen Heimat Jamaika. Harry kann aber auch Gefühle zeigen. Einem Reporter des «Daily Telegraph» soll er bei seinem jüngsten Besuch in südamerikanischen Slums zugeraunt haben: «Gegen das, was diese Kinder mitmachen müssen, ist der frühe Verlust meiner Mutter nichts.» Die ganze Welt weiß, wie sehr Dianas Tod Harry und seinen Bruder schmerzte.

    Zunehmend nimmt die britische Öffentlichkeit dem einstigen Raubein auch Auftritte im feinen Zwirn ab - etwa wenn er gemeinsam mit seinem Vater Charles und Bruder William gegen den Abschuss von Wildtieren in Afrika und Asien eintritt und dazu mit Staatsmännern und Diplomaten aus der ganzen Welt konferiert.

    Doch der Prozess vom Tunichtgut zum Weltmann ist auch für einen Enkel der britischen Königin manchmal schleppend. Im vergangenen Jahr ließ Harry von Afghanistan aus sinngemäß wissen, seine Play-Station-geschulten Daumen könnten beim Abschuss von Taliban aus dem Hubschrauber ganz hilfreich sein - und ließ damit die Zeigefinger im englischen Establishment hochschnellen.

    Seinen Geburtstag, schreiben Zeitungen, soll seine Schwägerin Kate in einem noblen Londoner Club seines Freundes Guy Pelly organisiert haben. Auf der Gästeliste stünden auch die Namen seiner Ex-Freundinnen Chelsey Davy und Cressida Bonas. Wo und mit wem sie auch auch immer stattfindet - die Feier wird sicher rauschend. Die Öffentlichkeit wird Harry am ehesten im Wachsfigurenkabinett von Madam Tussaud antreffen - dort bekam er zum Geburtstag ein eigenes Ebenbild.

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  • 14. September 2014 15:23

    Die Promi-Geburtstage vom 19. September 2014: Friedrich Christian Flick

    Erbe eines Milliardenvermögens und Liebling der Klatschspalten, später Sammler von Gegenwartskunst und Chef einer Stiftung gegen Intoleranz - das Leben von Friedrich Christian Flick hat alle Zutaten für einen spannenden Gesellschaftsroman.
    Der Kunstmäzen und Unternehmer Friedrich Christian «Mick» Flick wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jörg Carstensen
    Der Kunstmäzen und Unternehmer Friedrich Christian «Mick» Flick wird 70.
     
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    Berlin verdankt dem promovierten Juristen eine seine wichtigsten Kunstsammlungen, allerdings auch das nicht ohne Turbulenzen. Am Freitag (19.9.) wird «Mick» Flick 70 Jahre alt. Er lebt inzwischen, dem Medienrummel abgewandt, im Schweizer Nobelkurort Gstaad.

    Seit jeher hat die Familiengeschichte das Leben des gebürtigen Oberpfälzers geprägt. Sein Großvater, Firmenpatriarch Friedrich Flick (1883-1972), war im nationalsozialistischen Deutschland einer der wichtigsten Rüstungslieferanten. Er bezog seinen Reichtum nicht zuletzt aus dem Einsatz Zehntausender Zwangsarbeiter.

    Als der Enkel, seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Sammler, 2003 seine weltbekannte Kollektion moderner Kunst der Bundeshauptstadt zusagte, brach ein Sturm der Entrüstung los. Die «Flick Collection» sei in Wahrheit eine «Göring Collection», der Milliardär wolle mit der Leihgabe das «Blutgeld» seiner Familie aus der Nazi-Zeit reinwaschen, kritisierte vor allem der Zentralrat der Juden.

    «Die Ablehnung, die mir entgegenschlug, hat mich sehr bedrückt», sagte der distinguierte, weißhaarige Herr sehr viel später in einem seiner wenigen Interviews der «Berliner Morgenpost». «Gleichzeitig hat mich diese Konfrontation zur Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte gezwungen.»

    Gemeinsam mit der für die Berliner Museen zuständigen Stiftung Preußischer Kulturbesitz gab er die Erforschung der Flickschen NS-Vergangenheit in Auftrag, gründete in Potsdam eine Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und beteiligte sich, allerdings später als seine beiden Geschwister, mit fünf Millionen Euro an der Zwangsarbeiterstiftung.

    Seine Liebe zur Kunst hatte der Unternehmersohn früh entdeckt - schon während der Schulzeit in der Künstlermetropole Düsseldorf. Dennoch trat er zunächst in die Fußstapfen der Familie. Nach Praktika bei verschiedenen Banken in den USA und einem Abschluss als Dr. jur. stieg er zunächst beim Beleuchtungsriesen Osram ein. 1972 wechselte er in den Familienkonzern, allerdings nur für drei konfliktreiche Jahre. Danach folgten eigene Tätigkeiten als Investor.

    Das anfängliche Playboy-Leben der Brüder «Mick» und «Muck» (Gert-Rudolf), der erbitterte Erbfolgekrieg in der Familie und der spätere Parteispendenskandal während der Ära seines Onkels Friedrich Karl Flick («Flick-Affäre») - all das sorgte immer wieder für Schlagzeilen.

    1985 heiratete der Unternehmer Maya Gräfin von Schönburg, die ältere Schwester von Gloria von Thurn und Taxis. Aus der neun Jahre später geschiedenen Ehe stammen drei Kinder. Die Tochter ist behindert - und der «heimliche Mittelpunkt» der Familie, wie er einmal sagte. Seit 2012 soll der Sammler auch nach Auskunft seriöser Biografien wieder mit seiner früheren Freundin, der Fotografin Caroline Gräfin Saumra, zusammensein.

    Und seine Sammlung? Die insgesamt rund 2500 Werke umfassende «Flick Collection» mit Glanzstücken etwa von Bruce Nauman, Alberto Giacometti, Gerhard Richter, Georg Baselitz und Martin Kippenberger ist längst ein Touristenmagnet in Berlin. Für acht Millionen Euro ließ Flick das Museum Hamburger Bahnhof um die Rieckhallen erweitern. 2011 verlängerte er die zunächst auf sieben Jahre befristete Leihgabe um zehn Jahre - ein Proteststurm blieb diesmal aus.

    «Ich habe keine Schuld für das Verhalten meiner Vorväter, aber ich fühle eine Verantwortung, eine ganz besondere Verantwortung», sagte Flick einmal. «Diese Verantwortung trägt jeder Deutsche. Ich als Flick trage sie doppelt.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FALLON, Jimmy amerikanischer Komiker, Schauspieler und Moderator 40 19.09.1974 New York USA
    DULFER, Candy niederländische Saxofonistin 45 19.09.1969 Amsterdam Niederlande
    TWIGGY britische Schauspielerin, Fotomodell und Sängerin 65 19.09.1949 London Großbritannien
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  • 11. September 2014 17:10

    Die Promi-Geburtstage vom 12. September 2014: Oliver Kalkofe

    Oliver Kalkofe hat sich in jüngster Vergangenheit rar gemacht. Der Fernsehkritiker gönnt sich derzeit «ein kurzes Intensiv-Sabbat-Jahr in wenigen Wochen», wie er seinen Fans Mitte August via Facebook mitteilte.
    Oliver Kalkofe wird 49.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Kalaene
    Oliver Kalkofe wird 49.
     
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    Warum er sich vorübergehend zurückgezogen hat, deutet er nur an. Er spricht von «zahlreichen unerwarteten Ereignissen und Veränderungen im privaten wie professionellen Umfeld». Konkreter wird er nicht.

    «Keine Sorge, ich bin bald wieder da», verspricht der Satiriker, der dieses Frühjahr mit seinem Haussender Tele 5 den 20. Geburtstag von «Kalkhofes Mattscheibe» feierte, in denen er mit den vielfältigen «TV-Sünden» unserer Zeit abrechnet. Wenn er keine Lust mehr habe aufs «Power-Pausieren», wie er es nennt, werde es mit neuen Folgen seiner Show weitergehen. Auf ein genaues Datum legt er sich allerdings nicht fest. Sicher ist hingegen: Heute wird der gebürtige Niedersachse mit der spitzen Zunge 49 Jahre alt.

    Unzählige Rollen in über 1800 Clips habe er bisher gespielt, und manchmal fürchte er, dass das zu Folgeschäden führen könnte. «Irgendwo sind diese Persönlichkeiten ja alle noch in mir verborgen», sagte er dieses Jahr in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Mit dem Alter übernimmt ja auch eher das Langzeitgedächtnis und im Kopf verändert sich, was einem noch an Erinnerung bleibt. Ich hoffe nur, dass ich mich später auch an Momente aus meinem echten Leben erinnere - und nicht nur an den Wahnsinn bei Astro-TV.»

    Für seinen Mix aus perfekter Imitation, Bosheit und Fäkalworten lieben ihn viele. Die «Mattscheibe» - einst für den Hörfunksender Radio ffn entwickelt, dann beim Pay TV Premiere zu sehen, inzwischen auf Tele 5 - ist eine der wenigen Sendungen, die das Wort Kult verdienen. Kalkofe trug schon Dirndls, Opa-Jacken, Abendkleider, Walle-Walle-Kostüme. Ein ganzes Team von Schneidern und Maskenbildern sorgt für ihn.

    Er ist offenkundig unglücklich ins deutsche Fernsehen verliebt. Besonders verhasst sind ihm dabei die TV-Trends Scripted Reality und Dokusoap. «Das hat nichts mit Fernsehen zu tun», schimpft er. «Das möchte niemand sehen, diese Programme haben keine Existenzberechtigung. Sie sind aber billig und man findet immer ein paar Leute, die sich für 50 Euro auf die Hand zum Idioten machen. Diese Art Fernsehen macht auf Dauer wirklich doof.»

    Ob er noch das 50. Jubiläum der «Mattscheibe» feiern wird? Kalkofe ist zuversichtlich, der Stoff wird ihm wohl kaum ausgehen, und er habe von seinen Vorbildern Batman, Superman und Spiderman gelernt: «Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. Und so sitze auch ich in meiner Bat-Höhle vor den ganzen Bildschirmen im Dunkeln und sehe mir den Wahnsinn an und versuche immer wieder, mich in mein Kostüm zu schwingen und dann gegen das Böse zu kämpfen.»

    Geboren am 12. September 1965 in Hannover, habe man ihm im übrigen bei der Berufsberatung nach dem Abi geraten, Schifffahrtskaufmann zu werden. Über Umwege wurde er dann aber doch lieber TV-Kritiker. Seine Parodien haben ihm eine Riesen-Fangemeinde beschert. Auch als Drehbuchautor (er schrieb mit am Kinofilm «Der Wixxer») und Synchronsprecher ist der Wahl-Berliner erfolgreich.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HUDSON, Jennifer amerikanische Sängerin und Schauspielerin 33 12.09.1981 Chicago USA
    SCHROEDER, Florian deutscher Kabarettist 35 12.09.1979 Lörrach Deutschland
    BAUER, Ralf deutscher Schauspieler 48 12.09.1966 Karlsruhe Deutschland
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  • 11. September 2014 09:48

    Die Promi-Geburtstage vom 14. September 2014: Günter Netzer

    Die blonde Mähne war und ist sein Markenzeichen. Günter Netzer war der erste Popstar des deutschen Fußballs. Ferrari-Fahrer, Inhaber der Mönchengladbacher Diskothek Lovers Lane, wo auch Udo Jürgens oder Elke Sommer zu Gast waren.
    Günter Netzer wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Christian Charisius
    Günter Netzer wird 70.
     
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    Er wurde zu seinen aktiven Zeiten als «Rebell am Ball» und «König vom Bökelberg» bezeichnet, war kritischer Fußball-Kommentator, omnipräsent - und nach eigenem Bekunden «ein Glückspilz», dem im Leben vieles zufiel. Ein Weltstar, eines der großen Idole des deutschen und internationalen Fußballs. Der Mann, der all diese Attribute auf sich vereinigt, wird an diesem Sonntag 70 Jahre alt.

    Fraglos eine schillernde Persönlichkeit - dabei kommt Günter Theodor Netzer aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater hatte ein Samen-Geschäft, seine Mutter betrieb eine Art Tante-Emma-Laden. Das Gymnasium verließ er vorzeitig, schloss die Handelsschule ab. Und er konnte Fußball spielen wie wenige andere. Ein begnadeter Techniker mit Schuhgröße 47, einer, der mit seinen raumgreifenden Schritten und exzellenten Pässen eine neue Kultur auf dem Platz entwickelte. Sein einstiger Trainer Hennes Weisweiler ließ ihn machen, ermutigte ihn: «Wenn deine ersten 30 Pässe nicht ankommen, versuche es mit dem 31.» Und auch mit diesem Freifahrschein machte Netzer es möglich, dass die berühmte Mönchengladbacher Fohlen-Elf mit ihm als genialem Gestalter 1970 und 1971 deutscher Meister wurde.

    So wurde Netzer eine Legende des Fußballs. Auch dank solcher Szenen wie in jenem Spiel am 29. April 1972, als die DFB-Auswahl beim 3:1 im Londoner Wembley-Stadion erstmals in England gewann. Oder, vielleicht noch legendärer, das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Köln im Düsseldorfer Rheinstadion am 23. Juni 1973: Weisweiler ließ Netzer auf der Bank schmoren, ehe sich der Star in der Verlängerung selbst einwechselte («Ich spiel' dann jetzt») und nur Sekunden später mit einem fulminanten Schuss in den Winkel den Siegtreffer erzielte. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» nannte einen der wohl berühmtesten Treffer des deutschen Fußballs «ein Naturereignis». Danach war der «Mythos Netzer» endgültig geboren.

    230 Bundesligaspiele bestritt Netzer für Borussia Mönchengladbach, erzielte dabei 82 Tore und gab - zumeist genial gezirkelt - 94 Vorlagen. Nach dem Cup-Erfolg wechselte er zu den «Königlichen» von Real Madrid und wurde mit dem Weltclub bis 1976 zweimal spanischer Meister. Seine aktive Karriere ging bei den Grasshoppers Zürich (1976 bis 1977) zu Ende.

    In der Nationalelf kam das Genie am Ball in nur 37 Länderspielen zum Einsatz. Sein einstiger Rivale Wolfgang Overath wurde bevorzugt - so auch bei der WM 1974 in Deutschland, als der damalige Bundestrainer Helmut Schön den Fußball-Regisseur Netzer nur 22 Minuten spielen ließ. Als Weltmeister fühlte er sich angesichts der kurzen Einsatzzeit nicht. Zwei Jahre zuvor, beim Gewinn der Europameisterschaft 1972, galten Netzer, Libero Franz Beckenbauer und Mittelstürmer Gerd Müller als die drei Protagonisten einer DFB-Auswahl, die bis heute den Nimbus als «spielstärkste Elf» der Verbandsgeschichte hat.

    Später, nach dem Karriereende, wechselte Netzer in das Management - eher ungewollt. Paul Benthien, damals Präsident des Hamburger SV, lag eine Netzer-Offerte vor, das Stadionmagazin zu verlegen. Das wollte Benthien - aber er wollte Netzer auch als Manager. Der stimmte diesem Ansinnen letztlich zu und wurde so Mitbegründer einer der erfolgreichsten Abschnitte in der HSV-Historie überhaupt mit dem Höhepunkt des Erfolgs im Europapokal der Landesmeister 1983.

    Nach seiner Zeit bei den Hanseaten (1978 bis 1986) wurde Netzer ein Macher hinter den Kulissen. Er gründete in Zürich, seiner Wahlheimat, eine Agentur, handelte mit Fernsehrechten, wurde Zeitungs- und TV-Kommentator. Sein nach wie vor extrem hoher Bekanntheitsgrad begründet sich auch in der Tätigkeit für die ARD: Gemeinsam mit Gerhard Delling analysierte er bis 2010 die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, wurde in dieser Funktion zum «Chefideologen des deutschen Fußballs» gekürt und erhielt im Jahr 2000 gemeinsam mit Delling den Adolf-Grimme-Preis.

    Und heute? Ist die Kultfigur Netzer «rundum zufrieden und dankbar». Es habe alles gepasst in seinem Leben, das er mit seiner Frau Elvira und Tochter Alana teilt. Mit dem Älterwerden hatte er noch nie Probleme, wie er der Nachrichtenagentur dpa schon zu seinem 65. anvertraute: «Ich kann damit verdammt gut umgehen. Weder 40, 50, 60 noch 65 Jahre sind eine Schwelle für mich. Das ist mein Naturell.» Und das gilt sicher auch für die jetzt kommenden «70».

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GEDECK, Martina Schauspielerin 53 14.09.1961 München Deutschland
    PETZOLD, Christian Regisseur und Autor 54 14.09.1960 Hilden Deutschland
    HARKET, Morton Sänger 55 14.09.1959 Kongsberg Norwegen
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  • 10. September 2014 12:06

    Die Promi-Geburtstage vom 16. September 2014: Katie Melua

    Der 30. Geburtstag ist ein beliebter Anlass für eine Lebenskrise. Habe ich Abenteuer erlebt? Bin ich gut in meinem Job? Sollte ich nicht längst Kinder haben und ein Haus?
    Katie Melua kann mit 30 schon auf eine lange Karriere zurückblicken.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Sebastian Kahnert
    Katie Melua kann mit 30 schon auf eine lange Karriere zurückblicken.
     
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    Erfolgreichen Musikerinnen wie Katie Melua («Closest Thing To Crazy») geht es nicht anders: «Vor ein paar Wochen wurde mir plötzlich klar: Wow, jetzt bin ich in dem Alter, von dem ich mit 15 dachte, das ist richtig alt», erzählt die Sängerin der Nachrichtenagentur dpa. «Aber hauptsächlich denke ich daran, dass ich es so weit geschafft habe.» Am Dienstag (16. September) wird sie 30 Jahre alt.

    Sechs Studioalben, mehrere Welttourneen, für Nelson Mandela gesungen und mit der Queen getafelt - Melua ist zu recht stolz auf diese drei Jahrzehnte. Zwischendurch musste sie sechs Monate lang mit einem Burn-out aussetzen. Seit zwei Jahren ist sie verheiratet mit einem Motorrad-Rennfahrer. Der habe sie zwar erst zweimal auf seinem Motorrad mitgenommen, aber das sei großartig gewesen, sagt sie.

    Stimmt es also, dass die aus Georgien stammende Britin mit der dunklen Mähne ein Adrenalin-Junkie ist? «Ich kenne echte, im Vergleich zu denen bin ich gar nicht so extrem. Ich springe aber sehr gern aus Flugzeugen.» Fallschirmspringen ist seit Jahren eines von Meluas liebsten Hobbys. Ganz alltäglicher Sport am Boden, Joggen nämlich, gebe ihr nach einem langen Tag wieder Energie für die Arbeit.

    Da steht gerade Neues an. Was genau, wird aber noch nicht verraten. «Ich war still in letzter Zeit... aber mit gutem Grund... Lieder, Lieder, Lieder!», twitterte die Sängerin neulich geheimnisvoll. Das Projekt sei anders als alles, was sie bisher gemacht habe, verrät Melua, und sie schreibe viele Songs dafür. Ein wenig unheimlich sei es, und berauschend: «Dazu gehört, dass ich in mein Heimatland zurückkehre und von Georgien aus arbeite. Das wollte ich schon immer machen.»

    Verraten darf sie, dass es dieses Jahr noch ein «Best of»-Album geben wird mit ein paar neuen Liedern als Bonus, die sie gerade schreibt und aufnimmt. Beruflich läuft also alles glatt soweit. Hat sie überhaupt noch Wünsche? «Ich habe das Gefühl, ich kann noch viel schaffen. Ich versuche, das mit mehr Weisheit anzugehen, mehr einzubringen, was ich mag und wer ich bin.» Einem Energiebündel wie Katie Melua wird bestimmt nicht langweilig in den nächsten 30 Jahren.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    URSPRUCH, ChrisTine Schauspielerin 44 16.09.1970 Remscheid Deutschland
    ANTHONY, Marc Sänger 46 16.09.1968 New York USA
    MARX, Richard Popsänger und Songschreiber 51 16.09.1963 Chicago USA
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  • 09. September 2014 14:38

    Die Promi-Geburtstage vom 18. September 2014: Gunther Emmerlich

    Sein Markenzeichen ist die Vielfalt, und mit 70 ist für Gunther Emmerlich noch lange nicht Schluss. Der Sänger und Entertainer, der am Sonntag (14. September) eine weitere Dekade vollendet, erweitert stetig sein Portfolio.
    Auch mit 70 noch gut bei Stimme: Gunther Emmerlich.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Andreas Lander
    Auch mit 70 noch gut bei Stimme: Gunther Emmerlich.
     
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    Zum Singen, Inszenieren, Moderieren und einem Ausflug in die Schauspielerei kam zuletzt das Schreiben. «Es ist eine Entdeckung für mich im etwas reiferen Alter», sagt der gebürtige Thüringer. Gerade ist das dritte Buch über sein Leben mit dem Arbeitstitel «Zweite Zugabe» fertig, daneben hat er erstmals einen Krimi geschrieben - ohne Tote. «Zum erlebten und gelebten Leben ist auch eine ausgedachte Geschichte gekommen.»

    Ans Aufhören denkt Emmerlich, wie andere Künstler in diesem Alter auch, dagegen nicht. «Diesen Beruf kann man nicht zur Hälfte machen.» Auch das Kürzertreten hat bisher nicht geklappt. Seit einer Herz-OP 2007 lebt der 1,93 Meter-Mann zumindest gesünder. Ein Mal im Jahr ist er mit seiner Wandergruppe «Bündnis 98 Die Blauen» auf Tour - durch Irland, Schwarzwald, Vogesen, Rhön oder zum Rennsteig. Dabei wollte der 1944 in Eisenberg geborene Bass als Junge eigentlich Pilot werden oder zur See fahren.

    Emmerlich wuchs nach dem frühen Tod der Eltern bei Schwester und Schwager auf, die ihm das Waisenhaus ersparten. Mit 22 begann der ausgebildete Bauingenieur ein Studium des Operngesangs an der Weimarer Musikhochschule Franz Liszt. 1972 engagierte ihn das Nachwuchsstudio der Dresdner Oper - kurz darauf wurde er ins Ensemble übernommen. Daneben gründete der Banjo-Spieler und Jazzsänger 1985 mit gleichgesinnten Musikern der Staatskapelle die Semper HouseBand.

    Ab 1987 eroberte Emmerlich dann den TV-Bildschirm in der DDR und bot mit «Showkolade» - einem Mix aus Glitzer, Zeitkritik und Kabarett - sogar Thomas Gottschalks «Wetten, dass...? » im Westen Paroli. Die Neigung zu aufmüpfigen politischen Randbemerkungen brachte ihn ins Fadenkreuz der DDR-Kulturbehörden, die ihn wegen «staatsfeindlicher Betrachtungen» zeitweise mit Auftrittsverbot belegten. 1992 löste er seinen Vertrag mit der Semperoper, um frei zu arbeiten. Mit Sendungen wie «Nimm Dir Zeit», «Gunther und drüber» und «Zauberhafte Heimat» avancierte er dann zu einem Liebling deutscher Fernsehzuschauer in Ost und West.

    Nach wie vor ist der Künstler etwa 200 Tage im Jahr unterwegs, der Terminkalender randvoll: Konzerte mit der Semper HouseBand, Duette mit Deborah Sasson - mit ihr debütierte er 2008 erfolgreich in der New Yorker Carnegie Hall - und Eva Lind, Auftritte in Kirchen und Moderationen für TV-Sendungen. Sein Musik-Repertoire reicht von Kirchenmusik über Lieder-Zyklen, Arien und Duette bis zu Dixieland und Swing. 2015 debütiert er in einer Operette - als Oberst Ollendorf im «Bettelstudent» bei den Bad Hersfelder Festspielen.

    Kürzer tritt Emmerlich bisher nur beim Wandern. «Da mache ich nicht mehr so große Schritte.» Den 70. feiert er mit Familie und Freunden in seiner Jugendstilvilla am Elbhang in Dresden - aber ohne seine Frau, die Schauspielerin Anne-Kathrein. «Wir haben eine Auszeit genommen und machen uns Gedanken, wie es weitergeht.» Von Scheidung nach 35 Jahren Ehe ist keine Rede, das Verhältnis nicht gestört, versichert der Großvater von inzwischen sieben Enkelinnen.

    «Ich bin dem Herrgott unendlich dankbar, dass ich nach wie vor bei Stimme bin.» Auch die Kondition hat noch nicht nachgelassen. «Zwei Stunden Gesang machen mir nichts aus. Die Töne kommen noch so, wie ich sie will», sagt er. «Ich habe meine Freunde gebeten, mir ein Zeichen zu geben, wenn sie das Alterstremolo hören.» Bisher rührte sich da keiner. Sollte es doch mal so weit sein, sieht sich Emmerlich gerüstet mit Plan B.: Lesungen und Hörbücher. «Da will ich noch viel aktiver werden.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GUENTHER, Andreas Schauspieler 41 18.09.1973 Graz Österreich
    NETREBKO, Anna Sopranistin 43 18.09.1971 Krasnodar Sowjetunion
    DÖRFEL, Charly Fußballspieler 75 18.09.1939 Hamburg Deutschland
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  • 09. September 2014 09:28

    Die Promi-Geburtstage vom 13. September 2014: Burghart Klaußner

    Warum er wohl seit seiner Kindheit Schauspieler werden wollte? Burghart Klaußner, der ganz in Schwarz gekleidet ins nostalgisch-verschnörkelte St. Pauli-Theater nahe der Hamburger Reeperbahn gekommen ist, hält inne im Gespräch und konzentriert sich.
    Durchhalten ist alles: Burghart Klaußner wird 65.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Christian Charisius
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    Dann erst antwortet der vielfach preisgekrönte Künstler pointiert: «Der Mangel an Reichtum in einem Leben allein könnte ein Motiv gewesen sein - aber erst einmal natürlich der Mangel an Schönheit in der Welt.» Was ihm Schönheit bedeutet? Wieder folgt eine typisch gedankenvolle Klaußner-Antwort: «Um das zu klären, sollten wir am besten bei Hegel nachlesen. Da steht eine ganze Menge drüber - aber das würde jetzt zu lange dauern.»

    Mit feinsinnig präzisen Darbietungen hat der in Berlin als Spross einer fränkischen Wirtshausbesitzer-Dynastie geborene Akteur in Filmen wie Michael Hanekes Welterfolg «Das weiße Band» (2009), aber auch in Rollen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg oder am Berliner Schiller-Theater Reiches und Schönes geschaffen. Für seinen Willy Loman in Millers «Tod eines Handlungsreisenden» am privaten St. Pauli-Theater etwa erhielt er 2012 als «bester Darsteller» den renommierten «Faust»-Preis. Heute wird Klaußner 65 Jahre - Anlass für einen Blick zurück und nach vorn.

    Dem Besuch der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in seiner Heimatstadt ab 1969 waren Uni-Semester der Germanistik und Theaterwissenschaft vorausgegangen. «Das war eine Vorsichtsmaßnahme meiner Mutter gegen zu frühe Hampelei auf der Bühne», erinnert er sich mit leichtem Schmunzeln. «Mir hat das aber irren Spaß gemacht und ich habe es später nebenher beibehalten. Mit meinem Professor Arno Paul bin ich nach wie vor eng befreundet», sagt Klaußner bei einer seiner geliebten Tassen Kaffee, «für alles Wissenschaftlich-Akademische habe ich ein großes Faible.» Manche haben ihm schon mal das Prädikat «schwierig» angehängt, jedoch ist er als sehr aufmerksamer Dialogpartner zu erleben.

    In seiner Jugend eckte er mit aufsässigem Verhalten an den Theatern an. Man habe ihn dann quasi weiter nach hinten gesetzt, was in seiner Laufbahn zu erheblichen Verzögerungen geführt habe, erzählt der trotz Weltruhms eher «stille Star» mit männlich-sensiblen Gesichtszügen. Intensiv habe er sich, auch als Teil seiner Generation, mit Politik und der deutschen Vergangenheit beschäftigt. Die private Haltung spiegelt sich in Filmen, von denen etliche die Geschichte von der Kaiserzeit bis in jüngere Dezennien («Good Bye, Lenin!», «Die fetten Jahre sind vorbei») behandeln. Im Fernsehen war Klaußner im Dreiteiler «Das Adlon» und in «George» zu sehen.

    Gerade hat er in Berlin mit Regisseur Oliver Hirschbiegel («Der Untergang») «Georg Elser - Es muss sein!» abgedreht. In der Studie über den gleichnamigen, 1945 hingerichteten Einzeltäter, der Hitler umbringen wollte, gibt Klaußner einen Kripochef im Reichssicherheitshauptamt - im April 2015 soll das Werk in die Kinos kommen. Und am Hamburger Thalia-Theater feiert er einen außergewöhnlichen Erfolg im multinationalen Projekt «Front» über die einfachen Soldaten des Ersten Weltkriegs. Gastspielreisen damit ins europäische Ausland gehören noch länger zu Klaußners Programm.

    Dabei hat der Künstler zwei Seelen in seiner Brust. Neben dem Schweren zieht ihn es zum Heiteren. «Sonst ließe sich das alles ja gar nicht ertragen», sagt er. Klaußner würde gern mehr Komödie machen. Ab und zu vergnügt der passionierte Ostseesegler sich und sein Publikum mit schwungvollen musikalischen Solo-Auftritten. Etwa mit dem Abend «Zum Klaußner», in dem er seine Biografie vertaktet. Am Älterwerden und Reifen genieße er die Entfaltung von Wahrnehmung und Mut, resümiert der mit Jenny, seiner Gefährtin seit 38 Jahren, in einem Elbvorort der Hansestadt heimische Familienvater. «Und was einem bei langen Durststrecken als auch bei großen Erfolgen hilft, sind eine hohe Meinung von sich selbst, Zähigkeit und Durchhaltevermögen. Durchhalten ist ja überhaupt alles.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MÜLLER, Thomas deutscher Fußballer 25 13.09.1989 Weilheim in Oberbayern Deutschland
    APPLE, Fiona amerikanische Popsängerin 37 13.09.1977 New York USA
    FURTWÄNGLER, Maria deutsche Schauspielerin 48 13.09.1966 München Deutschland
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  • 08. September 2014 15:46

    Die Promi-Geburtstage vom 11. September 2014: Harry Connick, Jr.

    Harry Connick, Jr. fährt mehrgleisig - und ist dabei ziemlich erfolgreich. Der Jazz-Sänger und Pianist, der am Anfang seiner Karriere als legitimer Nachfolger Frank Sinatras gehandelt wurde, ist immer wieder auch als Schauspieler im Kino, Fernsehen oder am Broadway zu sehen.
    Harry Connick, Jr. wird 47.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
    Harry Connick, Jr. wird 47.
     
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    Und auch als Juror macht er eine gute Figur: Nach einigen Gastauftritten ist er an der Seite von Jennifer Lopez und Keith Urban seit diesem Jahr festes Jury-Mitglied bei «American Idol». Die Kritiker waren begeistert von dem smarten und gut aussehenden Juror. Mit einem frischen Blick und fundierter Musik-Kritik hat er der Show neues Leben eingehaucht.

    Seine Heimat ist New Orleans: Hier wurde Harry Connick, Jr. vor 47 Jahren geboren, hier trat er im Alter von fünf Jahren das erste Mal vor Publikum auf. Neun Jahre war er alt, als er mit dem New Orleans Symphony Orchestra auf der Bühne stand. Seine Verbundenheit mit dieser Stadt, in der die Spuren des Hurrikans «Katrina» noch immer sichtbar sind, hat er mit dem Album «My New Orleans» (2007) zum Ausdruck gebracht.

    «New Orleans ist mein Wesen, meine Seele, meine Muse», meint Harry Connick, Jr., der auf dem Album mit Traditionals, Klassikern wie «Working In The Coal Mine» und eigenen Songs Geschichten erzählt, die mit seiner Stadt New Orleans zu tun haben. Wehmütige Erinnerungen - wenn auch nicht ohne Hoffnung - an die großartige Jazz-Metropole.

    Harry Connick, Jr. packt aber auch mit an: Nach der Katastrophe gründete er mit Branford Marsalis das «Musicians' Village», eine Anlaufstelle und Heimstätte für Musiker mit Konzertsaal, Aufnahmestudio und Angeboten für Kindern.

    Annähernd 30 Alben hat Harry Connick, Jr. im Laufe seiner Karriere veröffentlicht, die sich rund 30 Millionen Mal verkauften. Drei Grammys hat er inzwischen im Regal stehen, den ersten gewann er 1990 für seinen Beitrag zum Soundtrack zu Rob Reiners Komödien-Klassiker «Harry & Sally», der mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde.

    Das in den 90er Jahren aufkommende Swing-Revival mit Big-Band-Sound hat durch den gut aussehenden Musiker einen nicht unbeträchtlichen Aufschwung genommen. Und Weihnachten mit Harry Connick, Jr. geht auch: Sein Fest-Album «My Heart Finds Christmas» (1993) hat sich allein drei Millionen Mal verkauft.

    Als Schauspieler war Harry Connick, Jr. in Filmen wie «Das Wunderkind Tate» (1991), «Copykill» (1995), «Independence Day» (1996), «P.S. Ich liebe Dich» (2007) oder «Mein Freund, der Delfin» (2011) zu sehen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MOBY amerikanischer Musiker 49 11.09.1965 New York USA
    KOTTKE, Leo amerikanischer Musiker 69 11.09.1945 Athens USA
    DE PALMA, Brian amerikanischer Regisseur 74 11.09.1940 Newark USA
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  • 05. September 2014 18:16

    Die Promi-Geburtstage vom 10. September 2014: Colin Firth

    Wiedersehen mit Colin Firth im deutschen Kino: Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler wird ab Mitte November im Psycho-Thriller «Before I go to Sleep» als undurchsichtiger Gatte einer Frau (Nicole Kidman) zu erleben sein, die ihr Gedächtnis verloren hat. Heute wird er 54.
    Der britische Schauspieler Colin Firth wird 54.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Warren Toda
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    Bei der Auswahl seiner Rollen zeigt er durchaus Vielseitigkeit. So wird das deutsche Kinopublikum ab Anfang Dezember einen ganz anderen Firth erleben, wenn «Magic in the Moonlight» anläuft, die neue Liebeskomödie des US-Regisseurs Woody Allen. Der britische Schauspielstar spielt darin einen arroganten Zauberkünstler aus England, der Ende der 1920er Jahre in die bessere Gesellschaft an der französischen Riviera eintaucht. Seinen Gegenpart hat die bezaubernde Emma Stone übernommen, die in der Geschichte mit angeblich seherischen Fähigkeiten überrascht.

    Firth soll nach dem «magischen» Dreh «fertig mit den Nerven» gewesen sein, wie die Entertainerin Ute Lemper vergangenes Jahr ausplauderte. «Nach zwei Monaten Woody Allen war er auf Schlafmittel und Antidepressiva», sagte sie 2013 der «Neuen Osnabrücker Zeitung» im Interview. Er selbst bestätigte nach der Zusammenarbeit mit dem Altmeister, dass dieser - entgegen anderslautenden Gerüchten - durchaus Regie führe. Allerdings sagte er in David Lettermans Late Show auch: «Es fühlte sich an wie ein Drahtseilakt.»

    Inzwischen scheint er sich jedoch gut erholt und längst in neue Projekte gestürzt zu haben, zumindest kündigt die Internet-Datenbank «Imdb.com» zwei große Hollywood-Produktionen für 2015 mit Firth an.

    Seine Filmografie beginnt Mitte der 80er Jahre mit kleineren Rollen, auch in Fernsehserien. Als Mr. Darcy eroberte er zehn Jahre später in der BBC-Serie «Stolz und Vorurteil» die Herzen seines vornehmlich weiblichen Publikums, das ihm fortan treu ergeben sein sollte.

    Dennoch fristete er sein Schauspieler-Dasein lange Zeit eher in der zweiten Reihe und musste sich mit romantisch-braven Rollen wie in der Beziehungskomödie «Bridget Jones» oder in dem Kostümdrama «Shakespeare in Love» zufriedengeben. In Filmen wie «Das Mädchen mit dem Perlenohrring» (2003) deutete er als Jan Vermeer allerdings an, dass er doch zu Höherem berufen sein könnte.

    Und dann, in einem Alter, wenn viele andere Männer in ihre Midlife-Krise fallen, startete Colin Firth durch: 2009 brillierte er schon als homosexueller Selbstmordkandidat in Tom Fords elegant-melancholischem Regiedebüt «A Single Man». Mit «The King's Speech» (2010) triumphierte er 2011 bei den Oscars als stotternder englischer König.

    Firth lieferte auch in Tom Hoopers Film eine herausragende Leistung ab. Er spielte den schüchternen Vater der derzeitigen Queen Elizabeth II., der eigentlich gar nicht auf den Thron sollte und wollte - dann aber doch König wurde, weil sein Bruder wegen der Liebe zu einer geschiedenen Amerikanerin abtrat.

    Firth verkörpert den stammelnden Royal auf äußerst sehenswerte Weise: Wie er krampfhaft versucht, einzelne Wörter herauszupressen, die im Hals stecken bleiben und nur gurgelnd rauskommen - das ist große Schauspielkunst. Hinzu kommt, dass im Gesicht von Firth das Leiden und die innere Zerrissenheit eines Mannes sichtbar werden, der lange im Schatten seines Vaters und seines Bruders stand, und der sich selbst unterschätzte.

    Parallelen zu seinem eigenen Leben scheint es zu geben. Er habe Angst vor Reden in der Öffentlichkeit, gestand der Brite, der seine Kindheit unter anderem in Nigeria verbrachte.

    Außerdem unterschätzte sich der Sohn eines Historikers und einer Religionswissenschaftlerin offenbar selbst: «Ich war sehr nichtssagend - wie der durchschnittliche 25-Jährige eben. Ich sah immer zu diesen älteren Schauspielern auf und dachte: «So wäre ich auch gerne.»» Das hat sich erledigt - mit dem Oscar hat sich Firth endlich in die erste Liga katapultiert.

    Die Auszeichnung hat sein Leben eigener Aussage zufolge allerdings kaum beeinflusst. «Es hat sich nicht viel verändert», sagte er bei den Filmfestspielen Venedig, wo er die Romanverfilmung «Tinker, Tailor, Soldier, Spy» (Dame, König, As, Spion) vorstellte. «Ich habe jetzt wieder einfach das Beste angenommen, was es gab.» Und das sei dieser Film des Regisseurs Tomas Alfredson gewesen, die Verfilmung des Romans «Dame, König, As, Spion» von John le Carré . «Ich glaube also nicht, dass sich irgendetwas geändert hätte.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PHILLIPPE, Ryan amerikanischer Schauspieler 40 10.09.1974 New Castle USA
    RITCHIE, Guy britischer Regisseur 46 10.09.1968 Hatfield Großbritannien
    FELICIANO, José amerikanischer Sänger und Musiker 69 10.09.1945 Lares USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 04. September 2014 15:34

    Die Promi-Geburtstage vom 09. September 2014: Michael Bublé

    Weihnachten ohne Michael Bublé? Kaum vorstellbar. Der kanadische Neo-Crooner hat mit seinem «Christmas»-Album den definitiven Soundtrack für das Fest abgeliefert und könnte damit in absehbarer Zukunft glatt Bing Crosby («White Christmas») ablösen.
    Michael Bublé wird 39.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Caroline Seidel
    Michael Bublé wird 39.
     
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    Momentan ist Michael Bublé auf großer Welttournee, die ihn im November auch für vier Konzerte nach Deutschland führen wird. Für seine Fans hat er sich dabei ein Wunschkonzert einfallen lassen. Diese dürfen den Song bestimmen, den Bublé mit seiner Band beim Warm-up vor dem Konzert singt. Das Ergebnis lädt er dann via Instagram hoch.

    Heute aber wird ihm vielleicht selbst ein Ständchen gebracht: «Happy Birthday», möglicherweise, denn Michael Bublé feiert seinen 39. Geburtstag, den der Vollblutsänger auf der Bühne in Santiago de Chile begehen wird.

    Michael Bublé ist ein Mann mit Durchhaltevermögen: Jahrelang war der «Frank Sinatra des 21. Jahrhunderts» durch die Gegend getingelt und bei Firmenveranstaltungen und privaten Feiern aufgetreten, bis er endlich zur rechten Zeit am rechten Ort war: Bei der Hochzeitsparty der Tochter des ehemaligen kanadischen Premierministers Brian Mulroney beeindruckte er den Musikproduzenten David Foster, der unter anderen den Corrs auf die Sprünge geholfen hatte und an jenem Abend unter den Gästen war, mit seinem Gesangstalent. Das war im Jahr 2000. Drei Jahre später kam das gemeinsam erarbeitete, locker swingende Album «Michael Bublé» (2003) auf den Markt.

    Inzwischen hat der Kanadier mehr als 20 Millionen Alben verkauft. 2013 gehörte er weltweit zu den zehn erfolgreichsten Music-Acts. Das alles aber ist im heute nicht mehr ganz so wichtig. Die Geburt seines Sohnes im letzten Jahr hat alles auf den Kopf gestellt: «Meine Prioritäten haben sich geändert: kleine Dinge, die mich normalerweise ärgern - da denke ich überhaupt nicht mehr drüber nach. Denn er ist mein ganzes Glück», sagte er im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WILLIAMS, Michelle amerikanische Schauspielerin 34 09.09.1980 Kalispell USA
    GRAY, Macy amerikanische Sängerin 44 09.09.1970 Canton USA
    SANDLER, Adam amerikanischer Schauspieler 48 09.09.1966 New York USA
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  • 02. September 2014 08:35

    Die Promi-Geburtstage vom 08. September 2014: Christoph von Dohnányi

    Eigentlich sollte er die Hamburger Elbphilharmonie eröffnen - als Leiter des Sinfonieorchesters des Norddeutschen Rundfunks (NDR).
    Mit Können, Fantasie und Disziplin: Christoph von Dohnányi wird 85.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Maurizio Gambarini
    Mit Können, Fantasie und Disziplin: Christoph von Dohnányi wird 85.
     
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    Doch daraus wird wohl nichts mehr: Christoph von Dohnányi hat die Leitung des Residenzorchesters der Elbphilharmonie längst an seinen Nachfolger Thomas Hengelbrock übergeben - und das spektakuläre Konzerthaus im Hamburger Hafen wird nach etlichen Querelen um Kostensteigerungen und Bauverzögerungen erst im Frühjahr 2017 eröffnet, sieben Jahre später als geplant.

    Aber gelobt hat Christoph von Dohnányi, der am 8. September 85 Jahre alt wird, die Elbphilharmonie in den höchsten Tönen: «Ein solches Haus wird dem gesamten Musikleben einen großen Impetus geben. Billig ist das natürlich nicht. Aber wenn der Bau erst einmal da ist, wird kein Mensch mehr über die Kosten diskutieren», glaubt er.

    Als Gastdirigent ist der Hamburger, einer der herausragenden Dirigenten seiner Generation, immer noch viel unterwegs. So startet er im Oktober eine Tournee mit dem Philharmonia Orchestra London, das er zwölf Jahre geleitet hat. Mit Beethovens «Schicksalssymphonie» und Mendelssohns Violinkonzert wird der Geburtstag am 9. Oktober auch in der Hamburger Laeiszhalle nachgefeiert. Außerdem gibt es in der kommenden Saison Konzerte mit New York Philharmonic, Boston Symphony, L'Orchestre de Paris, Israel Philharmonic und dem Gewandhausorchester Leipzig. «Gefeiert wird mit Familie zu Hause in Hamburg, Berlin oder Paris», sagte von Dohnányi der Nachrichtenagentur dpa. Sein größter Wunsch: «Einmal wieder ganz privat sein zu dürfen.»

    1929 in Berlin geboren, wuchs Christoph von Dohnányi mit seiner Schwester Barbara und seinem Bruder Klaus in einer künstlerisch und politisch hoch engagierten Familie auf. Sein Vater, Hans von Dohnányi, war Reichsgerichtsrat und wurde im April 1945 als Widerstandskämpfer im KZ Sachsenhausen hingerichtet. Seine Mutter war eine Schwester des protestantischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der nach dem gescheiterten Hitler-Attentat ebenfalls von den Nazis umgebracht wurde. Sein Großvater, der ihn später ausbildete, war der ungarische Komponist und Dirigent Ernst von Dohnányi, der von 1948 an in Florida lebte. Sein Bruder Klaus von Dohnányi (SPD) war von 1981 bis 1988 Erster Bürgermeister von Hamburg.

    Wie der Vater sollte Christoph Jurist werden. Mit 16 machte er Abitur, begann das Studium, wechselte dann aber zur Musik, als sich die vom Großvater ererbte musikalische Begabung «übermächtig bemerkbar» machte. Als Bester legte er mit 22 Jahren in München das Kapellmeister-Examen ab. Mit 27 Jahren wurde er in Lübeck Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor. Über Kassel und Köln wechselte der charismatische Dirigent 1968 nach Frankfurt, wo er bald mit zeitgemäßem Musiktheater Furore machte. Ein wichtiges Merkmal seiner Opernjahre: Er ließ Regisseure inszenieren, die vom Schauspiel kamen: Rudolf Noelte, Volker Schlöndorff und Klaus Michael Grüber.

    Auch in Hamburg setzte sich Dohnányi, der in zweiter Ehe mit der Sopranistin Anja Silja verheiratet war, von 1977 bis 1984 als Intendant der Staatsoper mit Leidenschaft und Bravour für ein modernes Musiktheater ein. Weitsichtig hatte er sich der damals jungen Garde unbequemer Regisseure wie Luc Bondy, Achim Freyer oder Herbert Wernicke versichert, um Opernklassikern wie der «Zauberflöte» und «Fidelio» oder Meisterwerken der Moderne wie Bergs «Wozzeck» neue Strahlkraft zu geben. Sein Motto: «Mit den Füßen auf dem Boden der Tradition, den Kopf frei für die Gegenwart.» Seine Begründung: «Wir müssen die Tonalität kennen, um die Atonalität zu begreifen.»

    Nach Querelen in Hamburg übernahm Dohnányi 1984 die Leitung des Cleveland Orchestra, eines der berühmten «Top Five» der USA, das er bis 2002 leitete. Nach eigenen Worten waren es für ihn die vielleicht wichtigsten Jahre seines Dirigentenlebens. Nach Kritikermeinung gab er dem Orchester seine künstlerische Größe zurück und sicherte ihm einen Dauerplatz in der Weltspitze des klassischen Musikbetriebs. Zusätzlich zu seinen Verpflichtungen in Cleveland wurde Dohnányi 1996 Chefdirigent beim Londoner Philharmonia Orchestra und führte auch diesen Klangkörper nach Beobachtermeinung mit Können, Fantasie und Disziplin an die Weltspitze zurück. Aufhören will er nach eigener Aussage erst, «wenn ich merke, dass mein Gehör nachlässt.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PINK amerikanische Sängerin 35 08.09.1979 Doylestown USA
    KRETSCHMANN, Thomas deutscher Schauspieler 52 08.09.1962 Dessau DDR
    THOMAS, Heather amerikanische Schauspielerin 57 08.09.1957 Greenwich USA
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  • 02. September 2014 08:28

    Die Promi-Geburtstage vom 07. September 2014: Gloria Gaynor

    Die Bühne lässt sie einfach nicht los. Schon vor Jahren hatte Gloria Gaynor angekündigt, das Touren bald sein lassen zu wollen und lieber ein Beratungszentrum für junge Eltern zu eröffnen.
    Die «Queen of Disco» Gloria Gaynor wird 65. Foto: Robin Townsend © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die «Queen of Disco» Gloria Gaynor wird 65. Foto: Robin Townsend
     
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    Dafür hatte sie neben ihren Auftritten sogar extra noch ein Psychologie-Studium absolviert. Aber auch um ihren 65. Geburtstag an diesem Sonntag (7.9.) herum wird die sogenannte «Queen of Disco» wieder auf der Bühne stehen.

    «Never Can Say Goodbye» (auf Deutsch etwa: Ich kann niemals «Auf Wiedersehen» sagen) hieß es schon in einem ihrer größten Hits. Und so war dann auch für den Vorabend ihres Geburtstags ein Konzert in ihrem Heimat-Bundesstaat New Jersey geplant. Danach steht eine Tour durch Argentinien an.

    Seit Mitte der 70er Jahre gilt Gaynor bereits als Inbegriff von Disco-Queen und geballter Frauen-Power. Ihr Superhit «I Will Survive» aus dem Jahr 1978 wurde schnell zur Hymne der Frauenbewegung und gab denen eine Stimme, die es wagten, sich von ihren Männern zu trennen.

    «Es ist eine Ehre für mich, in der Position zu sein, Frauen in dieser Männerwelt eine Stimme zu verleihen», kommentierte Gaynor das einmal in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Inzwischen ist das Stück, für das Gaynor auch einen Grammy bekam, längst ein nicht mehr wegzudenkender Disco-Klassiker und beliebter Karaoke-Hit.

    Gaynors anderer großer Hit - «I Am What I Am» (aus dem Musical «La Cage aux Folles» (Ein Käfig voller Narren)) aus dem Jahr 1983 - machte sie dann noch zur Schwulen-Ikone.

    Geboren wurde die Afro-Amerikanerin 1949 in Newark nahe New York in eine sehr musikalische Familie hinein. Die stimmgewaltige Gaynor sang schon als Kind zu Platten von Dinah Washington, Sarah Vaughn und Nat King Cole mit und begann später, in Clubs aufzutreten.

    Nachdem ihre erste Single «Honey Bee» gefloppt war, schaffte sie 1973 mit «Never Can Say Goodbye» den Durchbruch. Bis 1986 brachte sie jedes Jahr ein neues Album auf den Markt und sang sich in die Herzen von Millionen Fans auf der ganzen Welt.

    Aber in den 80er Jahren begann das Interesse an Disco-Musik zu schwinden, Albumverkäufe ließen nach und Auftrittsangebote blieben aus. Zudem zog sich Gaynor beim Sturz von einer Bühne auch noch eine schwere Rückgratverletzung zu und musste monatelang im Bett bleiben.

    Auf der Suche nach Hilfe kehrte Gaynor zur Baptistenkirche ihrer Jugend zurück. Heute bezeichnet sie sich als bibeltreue Christin, singt viele religiöse Lieder und hat sogar ihren größten Hit, «I Will Survive» christlich umgetextet - was nicht allen Fans gefiel.

    Ein Comeback gelang Gaynor trotzdem. 2001 und 2002 schaffte sie es erneut mit zwei Singles - «Just Keep Thinking About You» und «I Never Knew» - an die Spitze der US-Dancecharts. Wenige Jahre danach wurde sie in die Dance Music Hall of Fame aufgenommen.

    Die «Queen of Disco» lebt nach wie vor in ihrem Heimatstaat New Jersey, gemeinsam mit ihrem Ehemann. Kinder hat das Paar keine, dafür zahlreiche Nichten und Neffen. «Die halten mich auf Trab.»

    Keine Zigaretten, kein Alkohol, gesunde Ernährung und ausreichend Ruhe - das seien die Geheimnisse ihres jugendlichen Aussehens und ihrer guten Bühnenkondition, verriet Gaynor einmal in einem dpa-Interview. Weiteren Welttourneen steht also nichts im Weg. «Ich fühle mich großartig. Ich habe mein Alter noch nie gespürt.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WOOD, Evan Rachel amerikanische Schauspielerin 27 07.09.1987 Raleigh USA
    HERZSPRUNG, Hannah deutsche Schauspielerin 33 07.09.1981 München Deutschland
    BRANDT, Matthias deutscher Schauspieler 53 07.09.1961 Berlin Deutschland
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  • 01. September 2014 17:52

    Die Promi-Geburtstage vom 06. September 2014: Idris Elba

    Coole Ermittler gibt es eine ganze Menge, aber Idris Elba ist in der TV-Serie «Luther» noch einmal eine Klasse für sich. Als charismatische Detective John Luther, der zwischen Selbstzweifeln und Gerechtigkeitsdrang nicht selten Grenzen überschreitet, ist er ein Ereignis.
    Idris Elba wird 42.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jörg Carstensen
    Idris Elba wird 42.
     
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    Ein wenig undurchsichtig, physisch sehr präsent, sehr sexy, aber auch gewalttätig - John Luther ist ein Mann mit Ecken und Kanten, dem man vertrauen kann, den man aber auch fürchten muss. Er jagt das Böse, das auch in ihm ein bisschen steckt. Für seine Darstellung erhielt Idris Elba 2012 einen Golden Globe. «Mich interessieren paradoxe Figuren» sagte der Schauspieler, der auch gerne mal als DJ unterwegs ist, der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Heute wird er 42 Jahre alt.

    Der große Durchbruch gelang ihm aber schon früher. Als Drogendealer Stringer Bell schrieb er mit der Serie «The Wire» (2002-2004) Fernsehgeschichte. «'The Wire' war das Sprungbrett für meine Karriere», sagte Idris Elba im Interview mit der Zeitung «Die Welt». «Die lief ganz gut, aber die Rolle des Stringer Bell hat mein Selbstbewusstsein enorm gestärkt und hat mich dazu ermutigt, anspruchsvollere Rollen anzunehmen.»

    Im Laufe seiner Karriere hat er mit so hochkarätigen Regisseuren wie Danny Boyle, Kenneth Branagh oder Guillermo del Toro zusammengearbeitet. Vorläufiger Höhepunkt: Idris Elba als Nelson Mandela. In «Mandela - Der lange Weg zur Freiheit» (2014) von Justin Chadwick («Die Schwester der Königin») verkörperte Elba den südafrikanischen Nationalhelden. Elba ist es zu verdanken, dass der Protagonist die nötige Statur und Charisma hat. Er spielt kraftvoll, gewitzt und ideenreich - Mandela steht als Quelle der Freiheit da, der zum Symbol des Kampfes gegen die Unterdrückung der Schwarzen wird.

    Inzwischen ist Idris Elba gar als neuer 007 ins Gespräch gebracht worden. Daniel Craig höchstpersönlich hatte verlauten lassen, dass er ein guter Bond wäre - dann hat sich die ganze Sache etwas verselbtständigt. Inzwischen gibt es sogar die Facebook-Seite «We Want Idris Elba for James Bond».

    Und was hält der Schauspieler selbst davon: «Es wäre eine Ehre. Warum nicht?», sagte er im Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Nur eine Sache geht ihm gehörig gegen den Strich: «Ich fand die Bezeichnung «Schwarzer Bond» schon immer übel, ich verstehe sie einfach nicht», sagte er dem britischen TV-Sender ITV.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PEREZ, Rosie amerikanische Schauspielerin 50 06.09.1964 New York USA
    GRAF, Dominik deutscher Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur 62 06.09.1952 München Deutschland
    BOLTANSKI, Christian französischer Fotograf, Bildhauer und Filmemacher 70 06.09.1944 Paris Frankreich
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  • 31. August 2014 09:55

    Die Promi-Geburtstage vom 05. September 2014: Joachim Hunold

    Es gibt immer weniger Menschen, die es wissen: Joachim Hunold ist nicht der Gründer von Air Berlin. Aber die Airline ist das Lebenswerk des Düsseldorfers.
    Lebenswerk Air Berlin: Joachim Hunold wird 65.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Robert Schlesinger
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    Der Sohn eines Kosmetikvertreters jagte den Amerikanern nach der Wende die Lufthoheit über Berlin ab und übernahm deren kleine Fluglinie. Hunold machte die Air Berlin zur deutschen Nummer zwei nach Lufthansa - mit allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Am 5. September wird Hunold 65 Jahre alt.

    Damit erreicht einer das Rentenalter, der schwer als Ruheständler vorstellbar ist: Für einen Rheinländer etwas zu schneidig-zackig, wie Beobachter meinen, hemdsärmelig, direkt, einer der die Dinge anpackt.

    Air Berlin, bei er mit 15 Flügen am Tag loslegte, baute er aus durch Zukäufe - darunter sein alter Arbeitgeber LTU. Joachim Hunold war Air Berlin. «Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin» - die Botschaft aus einem früheren Werbelied des Unternehmens schien der Chef durch alle Höhen und Tiefen zu verkörpern.

    Doch nach Jahren mit roten Zahlen trauten viele Anleger dem Manager nicht mehr, der von sich behauptete: «Ich habe noch nie etwas gemacht, von dem ich nicht überzeugt war, dass es Hand und Fuß hat.» 2011 warf Hunold hin - drei Jahre vor Vertragsende.

    «Es muss auch eine Zeit nach mir geben», sagte er, und gab ab an Hartmut Mehdorn, der heute versucht, den neuen Hauptstadtflughafen fertigzustellen. Hunold sitzt noch im Verwaltungsrat. «Mir liegt das Unternehmen am Herzen», sagt er. Doch zur aktuellen Lage will er sich auf Anfrage nicht äußern.

    Bislang war nicht zu hören, dass er dem jetzigen Chef Wolfgang Prock-Schauer übermäßig hineinrede. Mehr Einfluss dürfte der von Mehdorn an Bord geholte arabische Großaktionär Etihad auf den Österreicher Prock-Schauer haben, der sich mit seiner ruhigen, bedächtigen Art deutlich vom früheren Patriarchen unterscheidet.

    Der vierfache Vater Hunold ist ein Mann, der die Offensive liebt, klare Worte und die Rolling Stones. Hunold trägt den Karnevalsorden «Wider den tierischen Ernst», und es konnte vorkommen, dass das CDU-Mitglied im Bordmagazin seiner Airline bissige politische Kommentare schrieb.

    Sein Jura-Studium hatte Hunold abgebrochen, stattdessen kellnerte er in der Düsseldorfer Altstadt, verdingte sich als Bühnenarbeiter für Marius Müller-Westernhagen. Er arbeitete am örtlichen Flughafen, wechselte zum Ferienflieger LTU, wo er schnell aufstieg.

    Gewerkschafter waren auf Hunold nie gut zu sprechen. Lange hielt er Betriebsräte aus dem Konzern heraus und lehnte Tarifverträge ab. Eine Gehaltserhöhung konnte er auch mal auf der Weihnachtsfeier verkünden - und den Jubel der Beschäftigten genießen. Auf Tarifverträge ließ er sich erst nach dem Börsengang 2006 ein. Umweltschützer kürten Hunold zum «Dinosaurier», weil sie bei ihm das Öko-Gewissen vermissten.

    Und heute? Golf, Tennis und ein Haus auf Sylt füllen Hunold nicht aus. Mit seinem Fonds Rantum Capital unterstützt der Selfmade-Millionär Mittelständler, gemeinsam mit früheren Wirtschaftsgrößen wie Ex-BDI-Chef Michael Rogowski und dem früheren Metro-Chef Hans-Joachim Körber.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HERZOG, Werner deutscher Filmregisseur 72 05.09.1942 München Deutschland
    WELCH, Raquel amerikanische Schauspielerin 74 05.09.1940 Chicago USA
    LAZENBY, George australischer Filmschauspieler 75 05.09.1939 Goulburn Australien
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  • 29. August 2014 15:37

    Die Promi-Geburtstage vom 04. September 2014: Beyoncé

    Was die Zahl der Preise angeht, war es eine Enttäuschung für Beyoncé, doch sie wurde dennoch Königin der MTV Video Music Awards 2014. Sie war in acht Kategorien nominiert gewesen, gewann aber nur in drei, und Miley Cyrus (21) schnappte ihr die Trophäe für das beste Musikvideo des Jahres weg.
    Sexy und ladylike: Beyoncé wird heute 33.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Mike Nelson
    Sexy und ladylike: Beyoncé wird heute 33.
     
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    Künstlerin des Abends wurde Beyoncé Knowles-Carter, die heute 33 wird, dennoch: mit einem furiosen Auftritt. Sie krönte sich selbst mit einer etwa 20-minütigen Darbietung, in der sie ein Dutzend ihrer Hits sang. Sie tanzte in einem knappen Einteiler über die Bühne. Am Ende waren da plötzlich ihr Mann Jay-Z, mit dem sie seit 2008 verheiratet ist, sowie Blue Ivy. Der Rapper und Musikproduzent, mit bürgerlichem Namen Shawn Corey Knowles-Carter, hielt die zweieinhalbjährige gemeinsame Tochter auf dem Arm, die trotz Lärm, vieler Menschen und greller Lichter ohne Scheu ins Publikum winkte.

    Als Antwort auf die in letzter Zeit kursierenden Trennungsgerüchte küsste Jay-Z die «größte lebende Entertainerin», was die Kleine mit einem «Ja, Mami!» unterstrich. Beyoncé strahlte und lächelte - wie es eine Königin macht, wenn sie die Huldigungen des Volkes entgegennimmt.

    Geboren am 4. September 1981 in Houston, Texas, ist ihr ihre einzigartige Musikkarriere nicht in den Schoß gefallen: Während die meisten ihrer Altersgenossinnen sich seinerzeit allein um Schule und Freizeitspaß kümmerten, hat Beyoncé sich nicht gescheut, hart zu arbeiten, um Schritt für Schritt im Popbusiness voranzukommen. Doch sie habe diese Entscheidung niemals bereut, wie sie dem Frauenmagazin «InStyle» einmal erzählt hat. «Ich habe mich voll auf den Job konzentriert. Wenn du jung bist - 18 oder 19 -, hast du die Energie und den Antrieb. Das ist die Zeit, wenn man so hart es überhaupt geht arbeiten sollte.»

    Ihre musikalische Laufbahn begann im frühen Kindesalter, als sie in einem heimischen Kirchenchor mitsang. Mit sieben Jahren stand Beyoncé bereits auf der Bühne. Ihr stolzer Vater, Mathew Knowles, ließ bald darauf als ihr Manager sowie der ihrer Cousine Kelly Rowland und der Freundin Latavia Roberson den Traum einer Girl Group wahr werden. Als das vierblättrige Kleeblatt mit Letoya Luckett vollzählig war, sollte das Schicksal als Gruppe Destiny's Child seinen Lauf nehmen. Wie gut es Fortuna mit ihnen meinte, ließ sich bereits nach ihrem Debütalbum «Destiny's Child» (1998) erahnen.

    Ein Jahr später gab es für «The Writing's On The Wall» Platin. Und auch als die Gesangsschwestern Letoya und Latavia aus der Band flogen, tat das dem Erfolg der Zurückgebliebenen keinen Abbruch. Michelle Williams komplettierte die Truppe zum Trio. Destiny's Child avancierte nun zu einer der angesehensten R&B-Gruppen überhaupt - mit Beyoncé als Aushängeschild. Die Songs stürmten die Charts, verkauften sich weltweit millionenfach und ernteten diverse Musikpreise.

    Im Sommer 2003 präsentierte Beyoncé mit ihrem ersten Solo-Album «Dangerously In Love» eine Mischung aus Reggae, Hip-Hop, orientalischer Musik und Jazz. Ein Jahr später kam dann das letzte gemeinsame Album zu dritt heraus, «Destiny Fulfilled». Es dauerte aber nicht mehr lang, bis das Pop-Trio bei einem Konzert in Barcelona seine endgültige Auflösung bekannt gab.

    Seitdem lockt Beyoncé allein die Massen in die Konzerthallen. Immer sexy und ladylike, mit wallender Robe und Highheels, die Hüften schwingend. Sie versteht sich auf ihren Job wie nur wenige andere.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GARRETT, David deutsch-amerikanischer Violinist 34 04.09.1980 Aachen Deutschland
    GÖPEL, Andrea deutsche Moderatorin 45 04.09.1969 Bad Wildungen Deutschland
    SALT, Jennifer amerikanische Schauspielerin 70 04.09.1944 Los Angeles USA
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  • 28. August 2014 18:41

    Die Promi-Geburtstage vom 03. September 2014: Garrett Hedlund

    Manchmal werden Träume im Handumdrehen wahr: Garrett Hedlund soll gerade mal einen Monat in Hollywood gewesen sein, um seine Schauspielkarriere in Schwung zu bringen, da hatte er schon seine erste Rolle ergattert.
    Garrett Hedlund wird 30. Foto: Guillaume Horcajuelo © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Da war der Junge aus Minnesota, der schon einige Auditions (erfolglos) hinter sich hatte und zwischendurch auch als Model jobbte, gerade mal 18 Jahre alt. Garrett Hedlund, der heute 30 wird, wollte Schauspieler werden, nachdem er das erste Mal im Kino geweint hatte - sein Traum sollte sich erfüllen.

    An der Seite von Brad Pitt, Orlando Bloom, Peter O'Toole und Diane Kruger sollte er als Patroklus sein Filmdebüt in Wolfgang Petersens Sandalenfilm «Troja» (2004) geben. Der Historienstreifen ist zwar ordentlich misslungen, Garrett Hedlund aber wusste den Teenagern zu gefallen und erhielt gleich eine Nominierung bei den Teen Choice Awards.

    Danach konnte es nur noch bergauf gehen - und die Riege seiner Schauspielkollegen sollte weiterhin prominent bleiben. Eine gute Schule. An der Seite von Mark Wahlberg war er einer der «Vier Brüder» (2005). Nach dem Action-Drama folgte der Fantasyfilm «Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter» (2006) mit Jeremy Irons. In dem Drama «Georgias Gesetz» (2007) traf Hedlund auf Jane Fonda und in dem Thriller «Death Sentence - Todesurteil» (2007) war Kevin Bacon an seiner Seite.

    Keine Frage, Garrett Hedlund war von Anfang gefragt, aber mehr als solide Filme waren es nicht, die er da produzierte. Auch der Science-Fiction-Blockbuster «Tron: Legacy» (2010) mit Jeff Bridges hielt nicht, was er versprach. Im Rückblick entpuppen sich all diese Filme als ein Warm-up, denn Garrett Hedlunds große Zeit sollte erst noch kommen.

    Mit drei Filmen, die in der Welt der Musik und der Bohème spielen, sollte der Newcomer schließlich zu einem der vielversprechendsten Schauspieler seiner Generation werden. Hedlund, der auf einer Farm in Minnesota mit Countrymusik groß geworden ist, spielt in «Country Song» (2010) einen jungen Singer-Songwriter, der den psychisch labilen Country-Superstar Kelly Canter (Gwyneth Paltrow) unterstützt. Fusselbart, Cowboyhut, Gitarre und tiefe Stimme - den Country-Sänger verkörperte Hedlund perfekt, für den Musik inzwischen zu einer großen Leidenschaft geworden ist.

    Auch wenn «Country Song» nicht frei von Klischees ist, so ist die Nashville-Schmonzette doch ein schönes Herz-Schmerz-Drama geworden. Wesentlich wilder geht es in Walter Salles «On The Road - Unterwegs» (2012) zu, einer Verfilmung des gleichnamigen Kultromans von Jack Kerouac, in dem Hedlund mit Kristen Stewart und Sam Riley durch eine Welt von Sex, Drogen und Abenteuer rauscht.

    Neben Charles Bukowski, Aldous Huxley und J. D. Salinger ist Kerouac einer der literarischen Helden Hedlunds aus Teenager-Zeiten. Er selbst ist ebenfalls ein leidenschaftlicher Schriftsteller, der jeden Fetzen Papier mit Gedichten und Erlebnissen vollkritzelt. Da kommt vielleicht noch einmal ein großes schriftstellerisches Werk auf die Welt zu. Ein leidenschaftlicher Fotograf ist der vielbegabte Künstler ebenfalls, der in seiner Jugend Punk-Bands fotografierte und nach eigenen Angaben allein beim Dreh von «On The Road» 1.200 Fotos gemacht hat.

    Vorläufiger Höhepunkt in Hedlunds Karriere sollte «Inside Llewyn Davis» (2013) von den begnadeten und skurrilen Coen-Brüdern werden, die wie Hedlund aus Minnesota stammen. Ihre stimmungsvoll-melancholische Hommage an die Folkmusikszene vor Bob Dylan spielt in den 1960 Jahren in New York. Wiederum ein Musikfilm, auch wenn Hedlund diesmal selbst nicht zur Gitarre griff.

    Bei den Dreharbeiten zu «On The Road» lernte Garrett Hedlund seine Freundin Kirsten Dunst (32) kennen - die beide erst einmal richtig baden gingen. Die Schauspiel-Kollegen unternahmen eine romantische Kanufahrt. Das Gefährt war allerdings wenig stabil, beide fielen aus dem Boot und mussten durch das brackiges Schmuddelwasser zum Ufer zurückschwimmen. Seit 2012 sind sie ein Paar.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PAIGE, Jennifer amerikanische Popsängerin 41 03.09.1973 Marietta USA
    SHEEN, Charlie amerikanischer Schauspieler 49 03.09.1965 New York USA
    JEUNET, Jean-Pierre französischer Filmregisseur 61 03.09.1953 Roanne Frankreich
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  • 27. August 2014 09:39

    Die Promi-Geburtstage vom 02. September 2014: Keanu Reeves

    Keanu Reeves ist ein Action-Star, aber ganz anders gestrickt als Muskelmänner wie Stallone und Schwarzenegger. Der rasante Actionthriller «Speed» machte ihn und Sandra Bullock Mitte der 1990er Jahr zu Hollywoods neuen Stars. Da war Reeves gerade 30 Jahre alt.
    Keanu Reeves wird 50. Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Keanu Reeves wird 50. Foto: Tobias Hase
     
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    Heute wird der Schauspieler 50; kein Grund, das Genre zu wechseln. Szenen in Action-Filmen fielen ihm damit nicht schwerer, sagte er im Januar der Nachrichtenagentur dpa. «Was man an Energie verliert, gewinnt man an Handwerk und Effektivität», versicherte Reeves.

    Da machte der Schauspieler gerade Werbung für den Fantasy-Samurai- Film «47 Ronin», der im Japan des 18. Jahrhunderts spielt. Asiatische Kultur und Kampfkunst habe ihn schon als kleinen Jungen fasziniert, sagte Reeves. «Ich habe Kung Fu-Filme angeschaut und Samurai-Filme, ich liebe die Küche und interessiere mich für Konfuzius, Zen und so weiter».

    Auch sein im März angelaufenes Regie-Debüt «Man Of Tai Chi» dreht sich um die fernöstliche Martial-Arts-Kunst. Mit dem chinesischen Hauptdarsteller Tiger Hu Chen - damals noch Stuntman und Kampfsporttrainer - hat er bereits bei «Matrix» zusammengearbeitet. Es geht um illegale Kämpfe, bei denen die Verlierer sterben. Reeves selbst spielt einen skrupellosen Geschäftsmann, der durch Wetteinsätze reich wird.

    Als Auftragskiller schlägt er bei seinem nächsten Action-Einsatz zu. «John Wick» soll im Januar in den deutschen Kinos anlaufen, gefolgt von dem Psychothriller «Knock Knock» im kommenden März.

    Keine andere Rolle machte ihn so berühmt wie Neo aus der dreiteiligen «Matrix»-Serie (1999 bis 2003). In dem Science-Fiction-Thriller spielt er den nachdenklichen Kickbox-Kämpfer, der mit übermenschlichen Kräften die von Maschinen versklavte Menschheit retten soll.

    In seiner Action-lastigen Hollywood-Karriere hat Reeves aber häufig bewiesen, dass er auch anders kann. Geboren wurde er im Libanon als Sohn einer englischen Modedesignerin und eines Geologen chinesisch-hawaiischer Abstammung. Der Vorname Keanu bedeutet auf Hawaiianisch «kühle Brise». Er wuchs in Kanada auf, spielte früh Theater und zog in den 1980er Jahren nach Los Angeles um. Zu seinen ersten Filmen zählten die Komödie «Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit» und der Kostümstreifen «Gefährliche Liebschaften».

    In dem Independent-Film «My Private Idaho» spielte er unter der Regie von Gus van Sant einen Strichjungen. Kenneth Branagh holte ihn für die Shakespeare-Verfilmung «Viel Lärm um nichts» vor die Kamera. Regisseurin Kathryn Bigelow gab ihm 1991 die erste Action-Rolle. In «Point Break - Gefährliche Brandung» mimt er einen Undercover- Agenten, der in die Surferszene eingeschleust wird.

    Oft spielt er Einzelgänger, als solcher gilt er auch, wenn er nicht vor der Kamera steht. Über sein Privatleben spricht er kaum. Auf der Leinwand hat sich Reeves aber schon häufiger als Verführer bewiesen. Mit «Speed»-Partnerin Sandra Bullock war er 2006 in der romantischen Komödie «Das Haus am See» zu sehen. Als Arzt in der Romanze «Was das Herz begehrt» erlag er 2004 dem Charme der deutlich älteren Diane Keaton.

    Mit der Dokumentation «Side by Side» lieferte Reeves 2012 eine ungewöhnliche Liebeserklärung an das Kino ab. Als Produzent und Interviewer geht er darin der Frage nach, welche Auswirkungen die digitale Revolution auf den herkömmlichen Film hat. Mit Regisseur Chris Kenneally befragte er Kinolegenden wie Martin Scorsese, David Lynch, George Lucas, James Cameron, Steven Soderbergh und Lars von Trier. Bei der Berlinale-Premiere 2012 wurde «Side by Side» mit viel Beifall belohnt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KREBITZ, Nicolette deutsche Schauspielerin 43 02.09.1971 Berlin Deutschland
    HAYEK, Salma mexikanische Schauspielerin 48 02.09.1966 Coatzacoalcos Mexiko
    SCHÜTE, Anja deutsche Schauspielerin 50 02.09.1964 Hamburg Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 27. August 2014 07:34

    Die Promi-Geburtstage vom 01. September 2014: Per Kirkeby

    Markus Lüpertz hält ihn für den besten Künstler Skandinaviens: Die Rede ist von dem Dänen Per Kirkeby, der heute seinen 76. Geburtstag feiert. «Koloristische Sensationen», nennt der Kunsthistoriker Siegfried Gohr seine Bilder.
    Der dänische Künstler Per Kirkeby wird 76.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Federico Gambarini
    Der dänische Künstler Per Kirkeby wird 76.
     
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    Malen braucht Zeit: In seinem Atelier in der Nähe von Kopenhagen oder in seinem Refugium auf der Insel Læsø arbeitet Kirkeby häufig gleichzeitig an mehreren Bildern, verwirft, übermalt, häuft Schicht auf Schicht und überdenkt immer wieder aufs Neue, bis ein Bild schließlich fertig ist. Der Ursprung scheint häufig nur noch schemenhaft durch. Es ist ein immerwährender Prozess mit offenem Ende: «Gespannt ist bei mir eine Art Schlüsselbegriff», sagte der Maler in der Dokumentation «Per Kirkeby - Der Natur auf der Spur» des Bayerischen Rundfunks. «Wir werden immer von den Bildern überrascht.»

    Kirkeby gestaltet monumentale Landschaftsräume: Der Blick auf die Natur, ihre Phänomene und Erdschichten prägen sein malerisches Werk. Er übersetzt die Kraft der Natur in abstrakte Gemälde. Nur ahnen kann man Felsen, Bäume, Wasser, Berge oder Pflanzen. «Diese seltsamen, schwindelerregenden Blicke durch den Stoff hindurch», beschrieb er seinen Ansatz. Wie einst der Geologe auf Expeditionen in Grönland scheint der Maler sich auf die Suche nach inneren Strukturen der Natur jenseits des Sichtbaren begeben zu haben.

    Der 1938 in Kopenhagen als Per Christensen geborene Däne studierte zunächst Geologie und begann 1962 ein Kunststudium an der Experimental Art School in Kopenhagen. Happenings standen auf der Tagesordnung, aber schon zu Anfang seiner künstlerischen Ausbildung begnügte er sich nicht mit einem Medium, sondern probierte sich in Malerei und Grafik, drehte 8-mm-Filme und wirkte an verschiedenen Aufführungen mit.

    Zu Beginn der 1970er Jahre wandte sich Kirkeby von der Pop Art der informellen Malerei der 1950er Jahre zu. 1973 entstand «Huset» (Das Haus), seine erste Backsteinskulptur im Außenraum. Im Jahr darauf folgten die ersten Ölgemälde, seit Beginn der 1980er Jahre stellte er auch Bronze-Plastiken her. 1978 wurde Kirkeby Kunstprofessor in Karlsruhe, 1989 ging er als Professor an die Städelschule in Frankfurt.

    Gewaltig ist auch das literarische Werk des Poeten Kirkby, das weit über 80 Bände umfasst. Dabei hat er neben Kunstbüchern auch über Maler-Kollegen geschrieben wie Turner, Delacroix, Manet, Giacometti oder Munch - und dabei immer auch über sich selbst.

    Zu einem Markenzeichen des Dänen sollten seine Backsteinskultpuren werden, die sich durch eine besondere Klarheit auszeichnen. Sie sehen aus wie Architektur, eine offensichtliche Funktion aber besitzen sie nicht. Er liebe die stoffliche Beschaffenheit von Ziegelsteinen, sagt Kirkeby.

    In Deutschland sind vom Skulpteur Kirkeby unter anderem das Stuttgarter Kirkeby-Monument (1987), eine Kunstmauer vor dem Neubau der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/Main (1996) oder die «Backsteinskulptur für Recklinghausen» (1996) zu sehen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KAULITZ, Tom & Bill deutsche Rocksänger 25 01.09.1989 Leipzig DDR
    ESTEFAN, Gloria amerikanisch-kubanische Pop-Sängerin 57 01.09.1957 Havanna Kuba
    GIBB, Barry britisch-australischer Popmusiker 68 01.09.1946 Manchester Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 26. August 2014 15:10

    Die Promi-Geburtstage vom 27. August 2014: Aaron Paul

    Bei der Emmy-Verleihung am Montag hat die Kultserie «Breaking Bad», die 2013 auslief, noch einmal ordentlich abgeräumt. Die Serie um einen krebskranken Chemielehrer, der erst zum kleinen Drogenkoch und dann zum Schwerstkriminellen wird, erhielt sechs Trophäen.
    Aaron Paul mit seinem Emmy. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Und auch Aaron Paul, der heute 35 Jahre alt wird, ging nicht leer aus - er wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. «Breaking Bad» war der große Durchbruch für den US-Schauspieler, der an der Seite von Bryan Cranston in dieser innovativen Serie über Drogen, Mord und Totschlag das Publikum als Jesse Pinkman faszinierte. Fast hätte er die Rolle als Drogendealer nicht bekommen, weil er zu sympathisch gewirkt habe, heißt es bei «Imdb.com».

    Und eigentlich sollte er nur eine Staffel lang dabei sein, aber er harmonierte so gut mit Hauptdarsteller Bryan Cranston, dass er bis zum fulminanten Schluss blieb. Ein gemeinsames Wiedersehen gab es mit beiden erstmals nach dem Serienende in einem kurzen Werbefilm zu den Emmy Awards. Ein großer Spaß: Die beiden spielen zwei verschlagene und heruntergekommene Pfandleiher, denen Julia Louis-Dreyfus ihren Emmy verkaufen will. Und wird da im Hinterzimmer etwa Crystal Meth gekocht?

    Bei allen «Breaking Bad»-Fans bedankte sich Aaron Paul am Tag der Emmy-Verleihung mit einer ungewöhnlichen Aktion. Er organisierte eine Schnitzeljagd mit Serien-Memorabilia, die er in ganz Hollywood verstreute.

    Geboren und aufgewachsen in Idaho, war Aaron Paul nach der Schule allein nach Los Angeles gegangen, um in Hollywood Fuß zu fassen. Seine Karriere begann mit ersten kleinen Auftritten als Gast in den Serien «Beverly Hills, 90210» und «Melrose Place» Anfang der 90er Jahre. Es folgten kleine Engagements in Kinofilmen, doch nachhaltiger Erfolg blieb vorerst aus. Dann kam 2008 «Breaking Bad».

    Inzwischen ist Paul auch in großen Kinoproduktionen gefragt. Er war in der schwarz-humorigen Selbstmord-Komödie «A Long Way Down» (Ein weiter Weg runter) an der Seite von Pierce Brosnan und Toni Collette zu sehen. Mit Colin Firth und Helen Mirren dreht er den Militär-Thriller «Eye in the Sky». Die Zeiten, da er als Froschmaskottchen bei einer Radiostation arbeiten musste, sind vorbei.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BECKER, Jürgen deutscher Kabarettist und TV-Moderator 55 27.08.1959 Köln Deutschland
    BACH, Barbara amerikanische Schauspielerin 67 27.08.1947 New York USA
    SÄGEBRECHT, Marianne deutsche Schauspielerin 69 27.08.1945 Starnberg Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 25. August 2014 12:23

    Die Promi-Geburtstage vom 28. August 2014: Shania Twain

    Die kanadische Country- und Pop-Sängerin Shania Twain hat sich in letzter Zeit recht rar gemacht. Vor einem Jahr berichtete sie der Presse, dass sie an ihrem ersten Studioalbum nach inzwischen zwölf Jahren arbeite und es fast fertig sei. Seitdem hat man nichts mehr gehört.
    Shania Twain stellt ihren Fans ein neues Album in Aussicht.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Darrin Bush
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    Twain, die heute 49 wird, verriet dem US-Musikmagazin «Rolling Stone» im Sommer 2013: «Die Songs sind so gut wie fertig, aber ich kann mich noch nicht auf einen Produzenten festlegen.» Ob sie sich zwischenzeitlich entschieden hat, ist unbekannt. Auf jeden Fall aber legt sie die Messlatte hinsichtlich ihres Albums wieder hoch an. «Ich will, dass es perfekt ist, und ich möchte, dass es mir richtig gut gefällt und ein Produkt meiner Inspiration ist», sagte die Musikerin im Interview.

    Geboren 1965 in Windsor, der südlichsten Stadt Kanadas und aufgewachsen in einem kleinen Ort etwas weiter nördlich, fühlte sich die Kleine schon immer von Musik angesprochen. Als Sängerin stellte sie sich 1993 beim Publikum in den USA mit ihrem ersten, selbstbetitelten Album vor. «Shania Twain» erreichte zwar nicht die Charts, verkaufte sich aber Medienberichten zufolge gar nicht mal schlecht. Ein neuer Stern war aufgegangen. Die drei Nachfolgeproduktionen «The Woman In Me» (1995), das vielfach ausgezeichnete «Come On Over (1997) und schließlich «Up» (2002) sollen dann international in zweistelliger Millionenhöhe über die Ladentische gegangen sein.

    In ihre neuen Songs will die mehrfache Grammy-Preisträgerin angeblich viel Persönliches einfließen lassen. Beim Schreiben ließe sie ihren Gefühlen dabei freien Lauf. «Ich kann wirklich sehr wütend werden. Wenn ich die Songs schreibe, fluche ich vermutlich bei jedem dritten Wort. Ich gehe halt durch all die Emotionen, die in mir sind» verriet sie vergangenes Jahr in einer kanadischen Fernsehshow. «Wir haben alle unsere Wut und unsere Emotionen, aber auch Humor.»

    Seit 1. Januar 2011 ist die Country-Pop-Queen mit dem Schweizer Manager Frédéric Thiébaud verheiratet, dem sie in der Karibik das Jawort gab. Zuvor war sie fast zwei Jahrezehnte die Gattin des britischen Musikproduzenten Robert John Lange (AC/DC, Bryan Adams, Foreigner), mit dem sie einen Sohn hat. Im Sommer 2010 wurde die Ehe offiziell geschieden.

    Das scheint sie alles nicht so einfach weggesteckt zu haben. Das Internetportal Imdb zitiert die Musikerin zumindest mit den Worten: «Ich werde immer traurig sein, dass meine (erste) Ehe kaputt gegangen ist.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RIMES, LeAnn amerikanische Popsängerin und Countrysängerin 32 28.08.1982 Jackson USA
    PRIESTLEY, Jason kanadischer Schauspieler 45 28.08.1969 Vancouver Kanada
    SOUL, David amerikanischer Schauspieler 71 28.08.1943 Chicago USA
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  • 25. August 2014 12:22

    Die Promi-Geburtstage vom 31. August 2014: Richard Gere

    15 Jahre liegen zurück, seit «People» den damals 50-jährigen Richard Gere zum «Sexiest Man Alive» kürte. Auch heute sieht der US-Schauspieler, der an diesem Sonntag (31. August) 65 Jahre alt wird, noch blendend aus mit seinen funkelnden Augen und dem verschmitzten Lächeln.
    Richard Gere feiert heute seinen 65. Geburtstag.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Mohamed Omar
    Richard Gere feiert heute seinen 65. Geburtstag.
     
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    Fast 50 Filme hat Gere gedreht. Als geschickter Strafverteidiger im Musical «Chicago» gewann er 2003 den Golden Globe für die beste männliche Darstellung. Und doch sind es die Rollen in «Ein Mann für gewisse Stunden» und als Julia Roberts Traumprinz in «Pretty Woman», die viele Zuschauer auf Anhieb mit ihm verbinden.

    Privat machte Gere für Hollywood-Verhältnisse nicht besonders viele Schlagzeilen: Er war über 40, als er seine Schauspielkollegin Cindy Crawford heiratete. Nach der Scheidung vier Jahre später zog er mit dem ehemaligen James-Bond-Girl Carey Lowell zusammen. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, heiratete 2002, lebt aber inzwischen getrennt. In US-Medien hieß es, Gere habe die Ruhe gesucht, Lowell die Abwechslung.

    Der Hollywoodstar hatte sich schon vor vielen Jahren dem Buddhismus zugewandt. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft mit dem Dalai Lama. Bei dessen Vorträgen sitzt er manchmal neben ihm auf der Bühne. Und im Exil des religiösen Oberhaupts der Tibeter, dem indischen Dharamsala, hält sich Gere häufig zum Meditieren auf.

    In der Zeitschrift «Shambala Sun» beschreibt er, wie er vor mehr als vier Jahrzehnten zum Glauben kam. «Ich war wie wohl die meisten jungen Männer nicht gut drauf. Ob ich an Selbstmord dachte, weiß ich nicht mehr. Aber ich war recht unglücklich.» Er habe damals verschlungen, was sich an Lektüre bot und sei über Zen schließlich zum tibetanischen Buddhismus gelangt.

    Für seine Überzeugung setzt Gere viel aufs Spiel. 1993 wagte er es, Chinas Politik in Tibet bei der Oscar-Verleihung anzuprangern. Seitdem ist er dort nicht mehr gern gesehen. Peking verbot ihm die Einreise. Gere ist Mitbegründer des Tibet-Hauses in New York, einer Organisation zum Erhalt der bedrohten Kultur.

    Ein Teil seiner Gagen fließt in die nach ihm benannte Stiftung, die humanitäre Projekte in aller Welt unterstützt. Mit «Survival International» kämpft der Filmstar für die Rechte indigener Völker. Auch als Aids-Aktivist machte er sich einen Namen. Nördlich von New York City richteten er und Lowell das kleine Ressorthotel Bedford Post Inn mit Yoga- und Meditationsstudio ein.

    Richard Tiffany Gere wurde in Philadelphia geboren. Er wuchs als Sohn eines Versicherungsvertreters und einer Hausfrau auf einer Farm auf. Der musikalische Junge galt als «der Introvertierte» unter den fünf Geschwistern. Richard studierte Philosophie, bevor das Theater lockte. In der Londoner Inszenierung des Musicals «Grease» kam er erstmals groß heraus. Eine Rolle als Homosexueller in einem deutschen Konzentrationslager in Martin Shermans Drama «Bent» brachte ihm den Vergleich mit dem jungen Marlon Brando ein.

    Den Durchbruch zum Hollywoodstar schaffte er 1980 mit «Ein Mann für gewisse Stunden». «Ein Offizier und Gentleman» gab seiner Karriere weiter Antrieb. Nach etlichen Flops gewann er 1990 als bestechlicher Cop in «Internal Affairs» die Publikumsgunst zurück. Für «Pretty Woman» mit Julia Roberts entschied sich Gere anfangs nur des Geldes wegen, wie er in einem Interview mit der «Huffington Post» zugab. Erst beim Drehen habe er Gefallen an der Geschichte gefunden.

    Gere stand mit vielen großen Hollywood-Damen vor der Kamera. So wie mit Kim Basinger in «Eiskalte Leidenschaften» (1992) oder mit Jodie Foster in dem Südstaaten-Epos «Sommersby» (1993). «Zwielicht» («Primal Fear») zeigte ihn als Staranwalt, der die Verteidigung eines jungen Psychopathen zum Medienspektakel macht. In «Bee Season» (2005) spielte er einen jüdischen Religionsforscher, in «Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird» (2007) verfolgte er einen Kriegsverbrecher aus dem Bosnien-Krieg. Einige Kritiker halten «Arbitrage» (2012) für die Bestleistung seiner langen und erfolgreichen Karriere, ein Thriller um Geld und Gier.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    TUCKER, Chris amerikanischer Schauspieler und Komiker 42 31.08.1972 Atlanta USA
    GIBSON, Deborah amerikanische Popsängerin 44 31.08.1970 New York USA
    MORRISON, Van britischer Sänger 69 31.08.1945 Belfast Großbritannien
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Die Promi-Geburtstage vom 21. September 2014: Leonard Cohen
Rauchige Stimme, den schwarzen Hut tief in die Stirn gezogen und umgeben stets von einer Aura tiefster Melancholie: Leonard Cohen gilt als Phänomen, als Legende und als einer der herausragenden Songschreiber aller Zeiten.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/2673074,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-21.-September-2014%3A%C2%A0Leonard-Cohen,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/rmOV85ZQgMbKF5kljBT8b9u86EnDYW7qQUH8KoA7Uc0=.jpg
 
<b>Verhängnisvolle Nähe</b><br/>Mo. 22.09. / 20.15 / ZDF<br/><br/>Karin und Paul sind ein kinderlos, glücklich verheiratetes Paar. Sie ist eine ehrgeizige Hamburger Kriminalbeamtin, die ganztags im Präsidium sitzt. Ein Meilenstein für Karins Laufbahn stellt der Mord an einer Prostituierten dar. Zu ihrem Entsetzen entdeckt Karin in Pauls Computer zufällig Berichte über die Morde. Aufmerksam geworden wegen der Tatsache, dass er dem Profil des gesuchten Serienmörders entspricht, fängt sie an, ihren eigenen Ehemann zu verdächtigen. © ZDF und Georges PaulyVerhängnisvolle Nähe
Karin und Paul sind ein kinderlos, glücklich verheiratetes Paar. Sie ist eine ehrgeizige Hamburger Kriminalbeamtin, die ganztags im Präsidium sitzt. ...  mehr
 
 
 
 
 
 
 
 

Zitatecheck: Wer hat's gesagt?

 
"Als Teenager war ich besessen von James Bond."
 
 
 
 
 

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