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  • 21. Januar 2015 09:20

    Die Promi-Geburtstage vom 27. Januar 2015: James Cromwell

    Eine kleine Tierkomödie aus Australien machte vor 20 Jahren Hollywood-Blockbustern wie «Apollo 13» und «Braveheart» Konkurrenz.
    James Cromwell mit Emmy 2013.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
    James Cromwell mit Emmy 2013.
     
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    In der rührenden Erzählung «Ein Schweinchen namens Babe» über Freundschaft, Mut und ein aufmüpfiges Ferkel spielte der damals 55-jährige James Cromwell den warmherzigen Bauern Arthur Hoggett, der das sprechende Schweinchen vor dem Kochtopf bewahrt.

    «Ich kann wirklich sagen, dass ich meine Karriere einem Schwein verdanke», blickt der Schauspieler kurz vor seinem 75. Geburtstag in einem Interview der US-Zeitschrift «All Animals» zurück. Cromwell, der am Dienstag (27. Januar) sein Jubiläum feiert, hat «Babe» eine Menge zu verdanken.

    Eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller katapultierte den Zwei-Meter-Mann mit dem hageren Gesicht damals ins Rampenlicht. Bis dahin stand er auf Theaterbühnen und vor den Fernsehkameras für Serien wie «Detektiv Rockford», «Knight Rider» und «M.A.S.H.». Nach Babe kamen die Filmrollen. Und eine neue Lebensanschauung.

    Die Dreharbeiten mit den Tieren hätten ihn zum Veganer gemacht, erzählt Cromwell. Noch lauter wurde sein Engagement für den Tierschutz. Der kämpferische Liberale belässt es nicht bei Worten. Immer wieder macht er bei Protesten von Tierschützern mit, riskiert Verhaftungen und Strafen. Wie etwa 2013, als er mit Mitarbeitern der Tierschutzorganisation PETA eine Sitzung an der Universität Wisconsin-Madison stürmte, um Tierversuche anzuprangern.

    Cromwell wurde vorübergehend festgenommen. «Ich habe Tiere zu einem wesentlichen Bestandteil meines Lebens gemacht und ich wurde von einem Tier belohnt», sagt Cromwell über die Rolle von «Babe» für seinen Werdegang. Der Charakterdarsteller, der die ganze Bandbreite von liebenswert bis hartherzig beherrscht, war plötzlich gefragt. Milos Forman holte ihn für «Larry Flynt - Die nackte Wahrheit» vor die Kamera. Mit «Star Trek - Der erste Kontakt» hob er ins Weltall ab. In dem düsteren Krimi «L.A. Confidential» brillierte er als korrupter Polizei-Chef.

    An der Seite von Tom Hanks in dem Drama «The Green Mile» spielte er einen Gefängnisdirektor, in «Spider-Man 3» den Boss der Polizei. In «Geliebte Jane» wurde er 2007 zum Leinwandvater der Schriftstellerin Jane Austen (Anne Hathaway), an der Seite von Helen Mirren in «Die Queen» zu deren Ehemann Prinz Philip. Viermal stand er in der Rolle eines US-Präsidenten vor der Kamera. Oliver Stone sah in Cromwell genug Ähnlichkeit mit George H. W. Bush, so dass er ihn 2008 für seine Satire «W. - Ein missverstandenes Leben» als Bush Senior castete.

    In dem Oscar-gekrönten Stummfilm «The Artist» mimte er den loyalen Hausangestellten, in der TV-Mystery-Serie «American Horror Story» einen sadistischen Nervenarzt. Diese Rolle brachte ihm 2013 eine Emmy-Trophäe als bester Nebendarsteller ein. Das krasse Gegenstück zu dem netten Farmer Hoggett, der das Ferkel Babe in sein Herz schließt.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    PADBERG, Eva deutsches Model 3 35 27.01.1980 Bad Frankenhausen Deutschland
    STUCKRAD-BARRE, Benjamin von deutscher Schriftsteller 4 40 27.01.1975 Bremen Deutschland
    CUMMING, Alan britischer Schauspieler 50 27.01.1965 Aberfeldy Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Januar 2015 08:49

    Die Promi-Geburtstage vom 24. Januar 2015: Daniel Auteuil

    Paris (dpa) –  Knorrige Nase, tiefliegende Augen und Doppelnarbe über der Oberlippe: Daniel Auteuil ist das, was man einen Charakterkopf nennt. Nicht nur Frauen lieben sein Erscheinen und seine Präsenz.
    Daniel Auteuil wird 65:  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Sebastien Nogier
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    Auteuil gehört mit mehr als 80 Filmen zu den beliebtesten und besten Schauspielern Frankreichs. Die meisten Preise erhielt Auteuil, der am Samstag (24. Januar) 65 Jahre alt wird, für die Darstellung komplexer und introvertierter Typen. In der Rolle des leiblichen Vaters der 1982 unter mysteriösen Umständen gestorbenen Kalinka Bamberski wird er in «Der Fall Kalinka» zu sehen sein. Das deutsch-französische Justizdrama kommt voraussichtlich Mitte dieses Jahres in die Kinos. 

    Er fühle sich in der Rolle der Schwierigen sehr wohl, erklärte er in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». So zum Beispiel in «Caché» des österreichischen Regisseurs Michael Haneke. In dem Thriller spielt Auteuil einen Familienvater, der durch mysteriöse Videoaufnahmen terrorisiert wird. Seine schauspielerische Leistung wurde 2005 mit dem Europäischen Filmpreis belohnt.

    Auteuil war für Haneke die ideale Besetzung. Er habe an ihn gedacht, als er das Drehbuch geschrieben habe. «Auteuil ist geheimnisvoll, schwer zu erfassen. Er ist ungreifbar», sagte der Filmemacher in einem Interview mit der französischen Wochenzeitung «L’Express». 

    Als in sich gekehrter Einzelgänger ist Auteuil auch in «Ein Herz im Winter» (1992) zu sehen. Eine Dreiecksgeschichte, in der er den verschlossenen und zurückgezogenen Geigenbauer spielt, der sich in die wunderschöne Freundin seines extrovertierten Kollegen und Freundes verliebt. Dafür gab es den ersten Europäischen Filmpreis. Den begehrten französischen «César» holte er sich 2000 als unglücklicher Messerwerfer in «Die Frau auf der Brücke».

    Sein Gefallen an introvertierten Rollen habe mit Claude Sautet begonnen, dem im Jahr 2000 verstorbenen Romy-Schneider-Filmemacher. Er hätte ihn zum Leben erweckt, wie er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» sagte. Mit Sautet drehte Auteuil 1988 auch die Tragikomödie «Einige Tage mit mir» um den scheinbar gefühlskalten Juniorchef einer Supermarktkette.

    Zu Beginn seiner Karriere war Auteuil überwiegend in Komödien zu sehen. Ein Filmgenre, in dem er nicht weniger überzeugt. Mit «Ein Mann sieht rosa» ist er als vermeintlich homosexueller Buchhalter im Jahr 2001 zu seinen Lacherfolgen zurückgekehrt. In Shanghai gab ihm die Jury des Internationalen Filmfestivals dafür den Preis als bester Schauspieler.

    Auteuil gibt in Interviews nur wenig von sich preis. Er sei einfühlsam und sentimental, gestand er dem Wochenblatt «Paris Match». Seine Prioritäten seien seine Kinder und eine harmonische Ehe. Auteuil ist Vater dreier Kinder aus verschiedenen Beziehungen. Auch für Frauen ist er schwer greifbar.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    BARTON, Mischa britische Schauspielerin 29 24.01.1986 London Großbritannien
    HUNZIKER, Michelle Schweizer Moderatorin 38 24.01.1977 Sorengo Schweiz
    KINSKI, Nastassja deutsche Schauspielerin 54 24.01.1961 Berlin Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Januar 2015 08:44

    Die Promi-Geburtstage vom 25. Januar 2015: Iris von Arnim

    Sie ist eine echte Selfmade-Frau: Die Designerin Iris von Arnim hat sich ihren Erfolg allein «erstrickt».
    Die deutsche Designerin Iris von Arnim wird 70 Jahre alt.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Kalaene
    Die deutsche Designerin Iris von Arnim wird 70 Jahre alt.
     
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    Vor 35 Jahren gründete sie ihr eigenes Unternehmen. Heute wird sie über Deutschlands Grenzen hinaus als «Cashmere-Queen» gerühmt und bietet neben Luxus-Strickentwürfen für Frauen auch Konfektion an sowie eine kleine Herrenkollektion. Am Sonntag (25.1.) wird die Hamburgerin 70.

    Begonnen hat alles mit einem selbstgestrickten Pullover in Regenbogenfarben. Von Arnim lag zu Beginn der 70er Jahre nach einem Autounfall fünf Monate lang im Krankenhaus in München und bekam von Freunden ein Kilogramm Wolle geschenkt.

    «Ich habe eigentlich nur eine Reihe rechts, eine Reihe links gestrickt und dann in verschiedenen Farben ein Degradé-Muster entwickelt», erzählt sie rückblickend von der Farbverlauf-Optik. Aus dem ersten Entwurf wurde eine Geschäftsidee. Die lässigen Pullover passten perfekt zur damals aufkeimenden Sehnsucht nach einer freieren unkonventionelleren Mode.

    Als der inzwischen wieder genesenen von Arnim die Geschäftsführung einer Boutique auf Sylt angetragen wurde, nahm sie an - unter der Voraussetzung, dort auch ihre eigenen Pullis anzubieten. Längst strickte sie nicht mehr selbst, sondern ließ in Heimarbeit fertigen.

    Ein Bericht in der Illustrierten «Bunte» über die Jungdesignerin, die in Kampen verkaufte, ließ die Nachfrage hochschnellen. 1979 zeigte Iris von Arnim ihre erste Kollektion auf der Messe Igedo in Düsseldorf und beschloss im Folgejahr, sich selbstständig zu machen.

    «Damals konnte man noch relativ leicht im Kleinen anfangen", sagt sie. Dass sie selbst in den Jahrzehnten viele Hürden erfolgreich genommen hat, unterschlägt sie mit aristokratischem Understatement «Ich bin nicht als verwöhntes Zuckerpüppchen aufgewachsen.»

    Als sie 14 Tage alt war, floh ihre Familie aus dem elterlichen Schloss im schlesischen Berbisdorf (heute Dziwiszów) zu Verwandten gen Westen. Drei Jahre später starb ihre Mutter. Früh war von Arnim auf sich allein gestellt.

    Der Arzt, der nach ihrem Unfall ihr Bein vor einer Amputation rettete, ist auch der Vater ihres 1979 geborenen Sohnes. Er ermutigte sie, ihr Label zu gründen.

    Ein Dasein als Arzt-Frau schlug sie aus. Von Arnim hat ihren Sohn allein großgezogen. Inzwischen hat sie gelernt, sich helfen zu lassen. Vor neun Jahren stieg Sohn Valentin, der vorher als Investmentbanker gearbeitet hatte, in die Firma ein.

    Valentin führt heute die Geschäfte. In wenigen Monaten will sich seine Mutter vor allem auf die Beratung ihrer Designer konzentrieren und ihm den Rest überlassen.

    Langweilen wird sie sich nicht: Von Arnim liest leidenschaftlich gern, hört viel Musik, trifft Freunde und engagiert sich sozial. Sicherlich wird sie noch mehr Zeit auf der von ihr geliebten Insel Sylt, wo sie einen eigenen Laden hat, verbringen. 

    Erstmal gibt es aber eine Geburtstags- und Jubiläumsparty mit rund 250 Gästen in ihrer Hamburger Stadtvilla. «So groß habe ich noch nie gefeiert», sagt Iris von Arnim, «aber ich habe schon als Habenichts mit 25 Jahren in einem Abbruchhaus Feste gegeben.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    KEYS, Alicia amerikanische Soulsängerin 34 25.01.1981 New York USA
    CHARLÈNE, Fürstin monegassische Fürstin 37 25.01.1978 Bulawayo Rhodesien
    GERSTER, Petrad eutsche TV-Moderatorin 60 25.01.1955 Worms Deutschland
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  • 16. Januar 2015 08:19

    Die Promi-Geburtstage vom 21. Januar 2015: Günter Lamprecht

    Ein bisschen schade, dass Sie so jung sind», hat ein bekannter Regisseur neulich zu Günter Lamprecht gesagt. Dabei wird der Schauspieler heute 85. Der Typ, den er spielen sollte, war aber schon fast 90. Das hat ihm natürlich gefallen, dem alten Charakterdarsteller.
    Günter Lamprecht wird 85.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Henning Kaiser
    Günter Lamprecht wird 85.
     
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    Der Regisseur war Atom Egoyan aus Kanada. Er hatte Lamprecht in seiner Paraderolle als Franz Biberkopf in «Berlin Alexanderplatz» gesehen und wollte ihn für sein Holocaust-Drama «Remember» engagieren. Lamprecht sollte einen ehemaligen KZ-Aufseher spielen, der in Kanada untergetaucht ist. Es kam ihm vor wie der berühmte Anruf aus Hollywood. «Sieh mal an, 'ne schöne Altersrolle, da hast du immer drauf gewartet», hat er sich gesagt. Als er vor fünf Jahren 80 wurde und gefragt wurde, was er sich noch vom Leben wünsche, hat er genau das gesagt: eine letzte wirklich große Rolle.

    Jetzt war sie da. Und dann ging die Sache mit dem Knie los. Er konnte nicht mehr laufen, hatte Schmerzen. Sein Arzt fragte ihn: «Wollen Sie das wirklich machen, Herr Lamprecht? Jeden Tag mit dem Hubschrauber ins Filmcamp?» Er hat's dann eingesehen und abgesagt. Schweren Herzens natürlich. Stattdessen empfahl er Jürgen Prochnow für die Rolle. Während der filmte, ließ sich Lamprecht operieren und fuhr in die Reha.

    Jetzt ist er schon wieder ganz gut zu Fuß, auch wenn er einen Stock dabei hat. «Ich möchte gerne 'ne schöne Tasse Kaffee haben und 'n Mineralwasser», bestellt er in einem Café in der Kölner Innenstadt. Sein Berliner Akzent ist unverkennbar. Klaus Wowereit hat ihn früher immer gefragt, warum er denn bloß da am Ende der Welt in diesem Rösberg wohnen bleibe anstatt in seine Heimatstadt zurückzukehren.

    Lamprecht kann das erklären. Seine Begründung geht ungefähr so: Rösberg gehört zu Bornheim. Bornheim gehört zum Rhein-Sieg-Kreis. Und der Rhein-Sieg-Kreis gehört zum Einzugsgebiet von Köln, wo der WDR sitzt, früher einer seiner wichtigsten Arbeitgeber. Außerdem ist Köln nicht so weit vom Ruhrgebiet entfernt. «Und das Ruhrgebiet ist meine zweite Heimat. Neben Berlin natürlich.»

    Günter Lamprecht zählt zu den relativ wenigen Menschen, deren Augen zu leuchten beginnen, wenn die Rede auf Oberhausen kommt. «Da schwör ich drauf, auf Oberhausen. Ist mir ans Herz gewachsen.» Er hat da lange gewohnt, Ende der 50er und in den 60er Jahren, als Theaterschauspieler. Oberhausen konnte damals noch spektakulär sein, vor allem in der Abenddämmerung: die Ruß spuckenden Kokereien, die aus den Hochöfen flackernden Stichflammen.

    Im vergangenen Jahr hat er oft an seine Berliner Kindheit denken müssen, an die Nazizeit, den Krieg und das Chaos des Zusammenbruchs. «Wenn man diese Kriegserlebnisse hatte, dann nimmt man das anders auf, wenn man jetzt die Flüchtlinge im Fernsehen sieht. Die haben alle was durchgemacht. Ich kann mich da reinversetzen.»

    Eine alte Frau vom Nachbartisch des Cafés humpelt herüber: «Haben Sie Autogrammkarten dabei?» - «Nee, leider nich, tut mir leid.» - «In letzter Zeit sieht man Sie ja nicht mehr so häufig.» Lamprecht grinst. «Det stimmt!»

    Die Alten kennen ihn noch alle. Die Jungen nicht mehr. Letztens hat ihn mal so ein Junger gefragt, was er denn von Beruf gewesen sei. «Schauspieler? Ehrlich? Hatten Sie auch mal so richtig 'ne Rolle?» Tja. Im Prinzip könnte er jetzt wieder. Das Knie ist halbwegs in Ordnung. Er ist natürlich wählerisch geworden, die meisten Angebote lehnt er ab. Aber gleichzeitig wartet er. Und hofft. Auf einen Anruf wie den von Atom Egoyan. Auf die letzte große Rolle.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KOONS, Jeff amerikanischer Künstler 60 21.01.1955 York USA
    OCEAN, Billy britischer Popmusiker und -sänger 65 21.01.1950 Fyzabad Trinidad und Tobago
    SHAW, Martin britischer Schauspieler 70 21.01.1945 Birmingham Großbritannien
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  • 16. Januar 2015 08:18

    Die Promi-Geburtstage vom 17. Januar 2015: Susanne Uhlen

    Ihre Karriere begann in einem Wäschekorb liegend hinter der Bühne. So hat Susanne Uhlen den Anfang ihrer großen Leidenschaft einst beschrieben: Während ihre Mutter Gisela Uhlen Theaterrollen spielt, war das Kind immer in der Nähe.
    Susanne Uhlen wird 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Roland Holschneider
    Susanne Uhlen wird 60.
     
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    Etwa drei Jahrzehnte später ist Susanne Uhlen auch selbst als Schauspielerin bekannt. Mit ihrem damaligen Partner Herbert Herrmann scheint sie im Fernsehen, auf der Bühne und auch privat unzertrennlich. Mittlerweile steht Uhlen nur noch selten vor der Kamera. Sie arbeitet hauptsächlich als Regisseurin oder doziert an einer Schauspielschule in Köln. Am 17. Januar wird die brünette, zierliche Frau mit den großen dunklen Augen 60.

    An die große Glocke hängen möchte sie den runden Geburtstag nicht, zumal sie zurzeit mit einer Chemotherapie gegen Brustkrebs kämpft. «Ich fand Geburtstage noch nie wichtig und habe nie groß gefeiert», sagte sie der aktuellen Ausgabe der Illustrierten «Bunte». «Den 60. wollte ich eigentlich mal feiern, aber das holen wir jetzt lieber im Sommer nach, denn ich möchte dann ohne Perücke mit meinem Mann tanzen.»

    Für weitere Interviews anlässlich ihres runden Geburtstags sah Uhlen keinen Anlass. Der Januar sei nicht ihr Lieblingsmonat. Ihre jüngere Halbschwester sei am 11. des Monats gestorben, ihre Mutter am 16. Januar. Der Zeitschrift «Frau im Spiegel» sagte sie vor einiger Zeit, mit dem Älterwerden habe sie nur bedingt Probleme: «Jung denken ist toll, aber man sollte nicht krampfhaft einen auf jung machen. Das wird peinlich. Man sollte in Würde altern.»

    Die 1955 in Potsdam geborene Uhlen spielte in den 70er und 80er Jahren in Krimis wie «Der Alte» oder dem «Tatort», fuhr für Rollen auf dem «Traumschiff» mit. Als Kitty Balbeck machte sie in der ZDF-Serie «Das Erbe der Guldenburgs» ihre Ansprüche geltend oder spukte als «Der Hausgeist» durch ORF und ZDF. Auf der Theaterbühne bediente sie mit großem Erfolg vor allem das Genre Komödie. Mitte der 90er wurde es dann ruhiger um die Schauspielerin. Sie zog zu ihrem Lebensgefährten nach Köln und nahm nur noch wenige Rollen an.

    Heute spielt Uhlen überwiegend im Theater und führt dort unter ihrem Pseudonym Susanne Kieling auch Regie: Das Pseudonym versteht sie als eine Hommage an ihren gestorbenen Vater, den Schauspieler Wolfgang Kieling. Susanne Uhlen hat zwei Söhne. Aus der geschiedenen Ehe mit dem Kameramann Charly Steinberger stammt Sohn Florian, mit Herbert Herrmann hat sie Sohn Christopher.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HARRIS, Calvin schottischer DJ 31 17.01.1984 Dumfries Großbritannien
    DESCHANEL, Zooey amerikanische Schauspielerin und Sängerin 35 17.01.1980 Los Angeles USA
    KID ROCK amerikanischer Rock-Musiker 44 17.01.1971 Romeo USA
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  • 16. Januar 2015 08:17

    Die Promi-Geburtstage vom 23. Januar 2015: Armin Maiwald

    Ein kleines, orangefarbenes Nagetier hat sein Leben bestimmt: Armin Maiwald ist Miterfinder des TV-Klassikers «Die Sendung mit der Maus» im Ersten und zugleich Stimme und Gesicht der Serie.
    Maus-Vater Armin Maiwald wird 75: Fernsehmann der ersten Stunde.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Britta Pedersen
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    Wie viele Tausend Sachgeschichten er in mehr als 40 Jahren produziert hat, weiß der Regisseur nicht genau. Klar ist aber: «Die schönste Sendung ist immer die nächste.» Seit gut 50 Jahren ist der Kölner im Fernsehgeschäft, hat dessen Anfänge miterlebt - ganz klassisch zunächst als Kabelträger. Das Kinder- und Jugendprogramm hat Maiwald mitgeprägt. Am 23. Januar wird er 75 Jahre alt, feiert das schlicht. «Ohne Geschenke und ohne Reden.»

    Pünktlich zum Geburtstag ist seine Autobiografie «Aufbau vor laufender Kamera» erschienen. Kollegen hätten ihn dazu gedrängt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zu erzählen hat er was. Über 1000 Filme hat der Autor gedreht - viel für den WDR und auch andere TV-Sender, Verbände, Kultureinrichtungen, Städte. Oft an den Nachwuchs gerichtet, manchmal an die Erwachsenenwelt, mit Beiträgen etwa zum Ladenschluss oder Auslandsreportagen. Auszeichnungen wie der Adolf-Grimme-Preis oder das Bundesverdienstkreuz bedecken die Wände seines Kölner Reihenhauses, wo er wohnt und wo seine Produktionsfirma sitzt.

    Maiwalds Schwerpunkt: Wissensfilme für die Jugend. «Wir gehen auch in Atomkraftwerke oder Stahlwerke rein und erzählen, was da passiert. Im besten Fall ist das Interesse der Kinder so geweckt, dass sie später vielleicht mal dazu forschen.» Dass die Öffentlich-Rechtlichen ihr Programm für den Nachwuchs zur besten Sendezeit runterfahren, hält er für «nicht vernünftig». Kontrast: «Die Börsennachrichten kommen täglich zur Hauptsendezeit.»

    Für das TV-Programm generell gelte: «Es gibt schon noch Klasse, aber man muss suchen.» Ob es die «Maus» - eine der beliebtesten deutschen Kinderserien und längst auch Exportschlager - in Zukunft geben werde, sei nicht gesichert, glaubt Maiwald. Der WDR spricht von weiter sehr großem Interesse - bei rund 1,8 Millionen großen und kleinen Zuschauern pro Woche. Maus-App und Podcast seien ebenfalls gefragt, betont eine Sprecherin.

    Maiwald meint: «Wenn die Quote als heiligste aller heiligen Kühe gehandelt und alles danach ausgerichtet wird, gibt es für nichts eine Garantie. Dieses Knien vor der Quote ist für mich nicht nachvollziehbar.» Stimme das Angebot der Sender nicht, falle die Konkurrenz - auch aus Internet, YouTube oder DVD - umso schwerer ins Gewicht. «Wenn die Fernsehanstalten denen das Feld überlassen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie sich irgendwann selber abschaffen.»

    Blick zurück: Der kleine Armin hatte es schwer. Krieg, Armut, Hunger. Als Fünfjähriger klaute er Kartoffeln, drehte aus weggeworfenen Kippen neue Zigaretten zum Eintauschen gegen Brot. Seine Mutter schlug sich mit ihm und der kleinen Schwester alleine durch. Vom ausgebombten Köln ging es nach Bayern, 1953 wieder zurück. Maiwald studierte Theaterwissenschaft, heuerte beim WDR an. Während Dieter Kronzucker und Hanns-Joachim Friedrichs moderierten, wuselte er lautlos als Kabelhilfe durchs Studio. Vom Regieassistenten wurde er mit 25 Jahren zu einem der jüngsten Regisseure Deutschlands, machte sich parallel selbstständig.

    Bittere Kinder-Armut wie nach dem Krieg gebe es heute nicht mehr, aber: «Wir leben in einer nicht sehr kinderfreundlichen Gesellschaft. Kinder haben keine Lobby.» Besonders bei Bildung sei mehr Unterstützung nötig, sagt Maiwald, nach dem zwei Schulen benannt sind. Wissen ist das A und O, betont der Regisseur.

    Die Ideen gehen dem Vater von zwei erwachsenen Kindern nicht aus. «Hier liegen schon wieder Tausend Geschichten, die gemacht werden sollen.» Früher ging es um Löcher im Käse, Häuser in der Steinzeit oder den Bau eines Flugzeugs. Heute will der Nachwuchs auch wissen: Wie funktioniert der PC? Woher weiß mein Handy, dass ich gerade auf der Domplatte steht? Maiwald: «Die Kinder wollen Erklärungen und wir liefern sie. Es bleibt ein Fulltime-Job.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DELAY, Jan deutscher Musiker 39 23.01.1976 Hamburg Deutschland
    BOHM, Uwe deutscher Schauspieler 53 23.01.1962 Hamburg Deutschland
    HAUER, Rutger niederländischer Schauspieler 71 23.01.1944 Breukelen Niederlande
    © dpa-infocom GmbH
  • 16. Januar 2015 08:17

    Die Promi-Geburtstage vom 22. Januar 2015: Karin Anselm

    Aus der Öffentlichkeit hat sie sich völlig zurückgezogen, aus ihrem Privatleben verriet sie auch schon früher kaum etwas.
    Karin Anselm wird 75.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Arne Dedert
    Karin Anselm wird 75.
     
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    Schauspielerin Karin Anselm, die heute 75 Jahre alt wird und im Fernsehen zuletzt 2006 in der Utta-Danella-Verfilmung «Der Himmel in deinen Augen» zu sehen war, dürfte jüngeren Zuschauern kaum mehr ein Begriff sein.

    Dafür erinnern sich Ältere umso besser an die ausgebildete Charakterdarstellerin - denn Anselm hat TV-Geschichte geschrieben. Als so coole wie attraktive Krankenhausärztin, in die sich ein ewiger Student verliebt, lockte sie 1973 in der ZDF-Vorabendserie «Der Bastian» neben Horst Janson, Lina Carstens und Friedrich von Thun pro Folge bis zu 15 Millionen Fans vor den Bildschirm. 

    Es wurde eine der erfolgreichsten deutschen Serien überhaupt. Und zwischen 1981 und 1988 reüssierte die meist besonnen wirkende geborene Hamburgerin, die heute in München lebt, als «Tatort»-Kommissarin Hanne Wiegand. Anselm war damit - nach Nicole Heesters’ Kommissarin Buchmüller (1978-80) - erst die zweite Ermittlerin. In beiden Kultproduktionen verkörperte sie ein Stück des Geistes der jeweiligen Zeit: Spiegelt «Der Bastian» in Ästhetik und Lebensweise die Aufbruchstimmung der frühen 70er, so geriet vor allem ihre zielstrebige Wiegand zum nicht unwichtigen Beitrag weiblicher Emanzipationsbewegungen.

    Anselm, die immer wieder langwierige Verträge aufgab, um frei für Neues zu sein, stand bereits mit 12 Jahren vor der Kamera. Neben ihrem Studium an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Künste ließ sie sich im Bereich Import-Export ausbilden. Karriere machte sie schnell: Bei Theaterengagements in Bamberg, Regensburg, Bern und Göttingen spielte sie große Rollen wie die Olivia in Shakespeares «Was ihr wollt» und die Polly in Brechts «Dreigroschenoper». Mitte der 60er Jahre wurden Film und Fernsehen auf die unaufdringlich ausdrucksstarke Norddeutsche aufmerksam - 1965 hatte sie im Politmärchen «Der Drache» einen frühen TV-Auftritt. In Kurt Wilhelms Operettenfilm «Das Feuerwerk» war sie neben Hanne Wieder und Paul Dahlke 1971 zu erleben. Gelegentlich wirkt Anselm noch heute im Bereich Hörspiel und Synchronisation - neben anderen lieh sie dabei Marina Vlady ihre Stimme.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FRIER, Annette deutsche Schauspielerin und Komikerin 41 22.01.1974 Köln Deutschland
    LOHMEYER, Peter deutscher Schauspieler 53 22.01.1962 Niedermarsberg Deutschland
    JARMUSCH, Jim amerikanischer Filmregisseur 62 22.01.1953 Akron USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 14. Januar 2015 14:34

    Die Promi-Geburtstage vom 15. Januar 2015: Pitbull

    Das Jahr 2014 hat es besonders gut mit ihm gemeint: Der US-Rapper Pitbull durfte gemeinsam mit der brasilianischen Sängerin Claudia Leitte und der Latino-Diva Jennifer Lopez den offiziellen FIFA-WM-Song liefern. So landete er mit «We Are One» einen Top-Ten-Erfolg in vielen Ländern.
    Der kubanisch-amerikanische Erfolgs-Rapper Pitbull wird 34.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Larry W. Smith
    Der kubanisch-amerikanische Erfolgs-Rapper Pitbull wird 34.
     
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    Geboren 1981 in Miami (Florida) als Sohn von Exil-Kubanern, wird Armando Christian Pérez, wie er bürgerlich heißt, heute 34 Jahre alt. In den USA machte der junge Mann, der Englisch und Spanisch spricht, erstmals von sich reden, als er 2004 das Album «M.I.A.M.I» (Money Is A Major Issue) herausbrachte und damit gleich auf Platz 14 der Billboard Charts landete. Produzenten waren Lil Jon und die Diaz Brothers. Mit «Planet Pit», seinem sechsten Studioalbum aus dem Jahr 2011, bei dem unter anderem Dr. Luke (41) und David Guetta (47) mithalfen, konnte der Hip-Hop-Star dann etliche neue Fans auch in Europa dazugewinnen. In Deutschland landete er damit sogar sein bisher bestverkauftes Album (Platz 6).

    «Ich mache Musik, die keine Grenzen kennt», zitiert «Imdb.com» den auf dem kahlköpfig geschorenen «Mr. Worldwide», wie er sich selber gern nennt. An Selbstbewusstsein scheint es ihm nicht zu mangeln. Er bemüht sich dabei um ein Gentleman-Image, trägt bei öffentlichen Auftritten meistens Oberhemd, Schlips und einen Anzug mit Weste - immer wie aus dem Ei gepellt. Zu den Accessoires seines Outfits gehört oft eine Flieger-Sonnenbrille.

    Seine Songs, für die er sich oft und gern sängerische Unterstützung von namhaften Kolleginnen und Kollegen aus der Musikszene wie Christina Aguilera oder Kesha dazuholt, werden längst auch in Südamerika, Kanada, Neuseeland, den Niederlanden, England, Spanien oder der Schweiz als Bestseller notiert. Umgekehrt taucht er auch bei anderen Popkünstlern als Gast auf, zum Beispiel bei Flo Rida.

    An eine Karriere dieses Ausmaßes wird er selbst kaum geglaubt haben, als seine Mutter ihn im Teenageralter aus der Wohnung warf, weil ihr Sohn mit Schule nicht viel am Hut hatte und stattdessen in der Drogenszene mitgemischt haben soll. Diese Tage gehören längst der Vergangenheit an. Eine Highschool-Lehrerin, die sein Talent als Performer erkannte, setzte sich damals für Pitbull ein und brachte ihn zurück auf Kurs. Heute ist er ein Star. Seine Konzerte sind große Partys. Seine Philosophie lautet: Spaß haben!

    «Ich bin in der obersten Spielliga dabei», soll er laut «Imdb.com» einmal gesagt haben. In der Tat: In seinem Trophäenschrank stehen mehr als zwei Dutzend Preise, darunter ein ASCAP und ein Billboard Music Award. Er hat 19 Millionen Followers auf Twitter und mehr als 62 Millionen Likes auf Facebook (Stand: Januar 2015).

    Er selbst sieht sich weniger als großen Künstler, sondern mehr als Unternehmer. «Es ist 90 Prozent Business, 10 Prozent Talent», habe er einst von seinem Mentor gelernt, wie er dem US-Fernseh- und Radiomoderator Ryan Seacrest einmal im Interview verriet.

    Pitbull betreibt inzwischen neben seinem eigenen Label eine Restaurantkette, vertreibt ein Wasserfilter-System, ebenso eine eigene Wodka-Marke und ein Parfüm für Männer und Frauen. Darüber hinaus hat er für einen US-Softdrink und eine Automarke geworben. So ist es ihm gelungen, viele Millionen Dollar zu scheffeln. Wie viele? Es kursieren verschiedene Zahlen im Internet. Sicher ist jedoch: Pitbull gehört mit all seinen Nebeneinkünften längst zu den bestverdienenden Rappern der Welt.

    Für 2015 hat er sich vornehmlich eins vorgenommen: «Geschichte schreiben». Was genau er damit meint, ist nicht bekannt. Sicher ist hingegen, dass er ab 27. Januar zusammen mit Enrique Iglesias in den USA auf Tour geht. Sein hohes Energie-Level hält er mit der Einnahme von Vitaminen am Morgen und einem «kleinen Wodka mit Wasser und Limonen», bevor er auf die Bühne geht, sagte er dem US-Magazin «People» zu Beginn des neuen Jahres, das er als Host einer großen TV-Silvester-Feier in Miami eingeleitet hatte.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GROEBEN, Max von der deutscher Schauspieler 23 15.01.1992 Köln Deutschland
    SKRILLEX amerikanischer DJ und Musikproduzent 27 15.01.1988 Los Angeles USA
    HERFORTH, Ralph deutscher Schauspieler 55 15.01.1960 Herford Deutschland
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  • 14. Januar 2015 14:25

    Die Promi-Geburtstage vom 16. Januar 2014: Kiesza

    2014 war ihr bisher größtes Jahr: Mit ihrem Dancefloor-Hit «Hideaway» konnte die gebürtige Kanadierin Kiesza (sprich: «Kaisa») dies- und jenseits des Atlantiks die Top Ten der Musikbestseller knacken. Heute wird die Singer/Songwriterin mit dem Faible für Mainstream-Pop 26.
    Kiesza feierte 2014 ihren Durchbruch. Heute wird sie 26 Jahre alt.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Danny Lawson
    Kiesza feierte 2014 ihren Durchbruch. Heute wird sie 26 Jahre alt.
     
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    Dass die Newcomerin mit ihrer ersten kommerziellen Single gleich durch die Decke brechen konnte, ist sicher nicht zuletzt dem «Hideaway»-Video geschuldet, einer Low-Budget-Produktion. Darin zeigt Keisza nicht nur ihr sängerisches Talent, die ehemalige Ballettschülerin tanzt vielmehr cool und leichtfüßig in einem weißen Bustier, hochgeschnittener Jeans und Hosenträgern durch die Straßen von Brooklyn, befreundete Tänzer begleiten sie streckenweise. Die kecke Hochsteckfrisur in Rot, die sie trägt, ist längst zu ihrem optischen Markenzeichen geworden.

    Aufgenommen in nur einem Tag, ist ein audiovisueller Gruß zurück in die 1990er Jahre entstanden, viral verbreitet, wurde der Clip inzwischen zig-millionenfach auf Youtube angeklickt. Das war der Motor für Kieszas Album-Debüt, das im Oktober 2014 international erschien. In Deutschland erreichte sie mit «Sound Of A Woman» im Vertrieb von Universal Music den zehnten Platz der hiesigen Album-Charts. Darauf findet sich übrigens auch der Eurodance-Klassiker «What Is Love» von Haddaway - als getragen-melancholische Pianoballade.

    «Einen richtig guten Popsong zu schreiben, ist total schwer. Diese Simplizität ist eine große Kunst», sagte Kiesza vergangenes Jahr im Interview mit «Spiegel Online». Geboren 1989 in der kanadischen Millionenstadt Calgary, hatte Kiesa Rae Ellestad, wie sie bürgerlich heißt, klassischen Klavierunterricht genossen, sich selbst das Gitarrespielen beigebracht, mit ihren Brüdern die Jackson 5 gecovert und in einem Gospelchor gesungen. Mit 18 begann sie dann, sich im Komponieren und Texten zu versuchen. Seitdem hat sie nicht mehr damit aufhören können. «Ich wurde süchtig danach, Songs zu schreiben», verriet sie 2014 dem «Zeit Magazin». Sie habe immer Melodien im Kopf, die sie in ihr Smartphone singe, könne aber nicht mehr wie früher jeden Tag schreiben, weil das zu zeitaufwendig sei.

    Ihr Deep-House-Track «Hideaway» ist aber ein wahrer Schnellschuss, geschrieben, aufgenommen, gemixt und gemastert in nur 90 Minuten, wie sie dem amerikanischen «Rolling Stone» erzählt hat. Der Ohrwurm entstand zusammen mit ihrem musikalischen Partner und Produzenten Rami Samir Afuni in New York, wohin es sie nach dem Musikstudium an einem privaten College in Boston gezogen hatte. «Wir haben nichts mehr daran geändert. Wir haben das Demo herausgebracht.»

    Ab Ende Januar wird Kiesza live in Europa zu erleben sein. Am 1. Februar macht sie Station in Berlin, am 7. Februar in Frankfurt (Main) und am 9. Februar in München.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HABERMANN, Eva Schauspielerin und Moderatorin 39 16.01.1976 Hamburg Deutschland
    MOSS, Kate Model 41 16.01.1974 Addiscombe Großbritannien
    SADE Sängerin 56 16.01.1959 Ibadan Nigeria
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  • 14. Januar 2015 09:58

    Die Promi-Geburtstage vom 26. Januar 2015: Ellen DeGeneres

    Amerika liebt Ellen DeGeneres, die heute ihren 57. Geburtstag feiert: Bei den People's Choice Awards, die auf Online-Abstimmungen von Fans basieren, wurde die Talkshow-Moderatorin vor kurzem wieder einmal ausgezeichnet. Es war ihre 15. Trophäe. Rekord.
    Ellen DeGeneres und Portia de Rossi bei den People's Choice Awards in Los Angeles. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ellen DeGeneres und Portia de Rossi bei den People's Choice Awards in Los Angeles. Foto: Paul Buck
     
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    Und auf dem roten Teppich zog Ellen DeGeneres ebenfalls alle Blicke auf sich. Sie war mit ihrer Frau Portia de Rossi gekommen und die beiden gaben sich sichtlich verliebt und hatten viel Spaß. Während de Rossi einen aufregenden Jumpsuit von Zuhair Murad trug, hatte sich die Award-Gewinnerin für einen weißen Anzug aus ihrer eigenen Modelinie entschieden, die im Mai auf den Markt kommen soll.

    «Ich bin gerne viel beschäftigt und mache viele Dinge zur selben Zeit», sagte die Moderatorin dem Magazin «Good Housekeeping» einmal. «Mir wird schnell langweilig, also muss ich viel machen.»

    Oscar-Verleihungen moderieren, das kann Ellen DeGeneres natürlich auch. Im letzten Jahr führte sie mit viel Witz und Charme durch die Gala und schwang sich dabei gleichzeitig zur Twitter-Königin auf. Mit ihrem Star-Selfie - auf dem unter anderem Jennifer Lawrence, Brad Pitt und Julia Roberts ins Handy strahlen - schaffte sie es sogar mit der am meisten retweeteten (weiterverbreiteten) Twitter-Nachricht ins Guinness-Buch der Rekorde.

    Die Karriere der Moderatorin, die 1958 in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Louisiana als Tochter eines Versicherungsmaklers und einer Sprachtherapeutin zur Welt kam, begann eher holprig. Nach der Schule schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch. Ein Studium der Kommunikationswissenschaft brach sie ab. Ende der 70er Jahre begann sie, als Comedian in kleinen Clubs aufzutreten, erst erfolglos, aber dann kamen immer mehr Aufträge rein. DeGeneres tourte durch die ganzen USA, trat im Fernsehen auf und bekam erste Schauspiel-Rollen, unter anderem in der Sitcom «Open House».

    Ab 1994 spielte sie in der nach ihr benannten Sitcom «Ellen» mit und feierte große Erfolge. Drei Jahre später folgte der große Einschnitt in ihrer Karriere. Nachdem DeGeneres sich öffentlich als lesbisch geoutet hatte, schraubte der Fernsehsender ABC die Werbung für ihre Serie herunter, die Zuschauer schwanden und ein Jahr später wurde die Reihe eingestellt. DeGeneres stand plötzlich ohne Job da und musste wieder als Comedian durch Clubs touren. Kurz darauf zerbrach ihre Beziehung zu der Hollywood-Schauspielerin Anne Heche.

    Mehrere Jahre brauchte DeGeneres, um sich von dem Schock zu erholen. «Wahrscheinlich war es eine notwendige Zeit für mich, auch wenn ich das damals nicht hätte hören wollen», sagte DeGeneres. Sie begann noch einmal ganz von Neuem und erarbeitete sich mit der Moderation der Emmys kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York wieder herausragende Kritiken. «Was könnte die Taliban mehr ärgern, als eine homosexuelle Frau in einem Anzug zu sehen, die von Juden umgeben ist?», begann sie die Show.

    Zwei Jahre darauf startete ihre neue Promi-Talkshow, die sie bis heute moderiert. Und sie lernte die australische Schauspielerin Portia de Rossi kennen, mit der sie seit 2004 zusammen und seit 2008 verheiratet ist. Mit vielen Hunden und Katzen lebt das Paar auf einer Farm in Kalifornien. 2007 moderierte DeGeneres erstmals die Oscars. «Mein Leben ist wirklich gut», sagt die Moderatorin heute. «Die kleinen Dinge lasse ich nicht mehr so an mich heran. Es gibt nicht viel, worüber ich mich beschweren könnte.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KAVANIAN, Rick deutscher Komödiant 44 26.01.1971 München Deutschland
    RIDGELEY, Andrew britischer Sänger 52 26.01.1963 Windlesham Großbritannien
    VAN HALEN, Eddie amerikanischer Gitarrist 60 26.01.1955 Nijmegen Niederlande
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  • 13. Januar 2015 16:03

    Die Promi-Geburtstage vom 19. Januar 2015: Sir Simon Rattle

    Er hat einen der wohl begehrtesten Jobs in der Welt der klassischen Musik inne: Seit zwölf Jahren steht Sir Simon Rattle an der Spitze der Berliner Philharmoniker. Der britische Maestro mit dem Lockenkopf gehört zu den unangefochtenen Stars auf dem Podium. Am 19. Januar wird er 60.
    Ganz in seinem Element: Sir Simon Rattle bei der Arbeit.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jonathan Brady
    Ganz in seinem Element: Sir Simon Rattle bei der Arbeit.
     
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    Die Tage von Rattle bei den Philharmonikern sind allerdings gezählt. Mitte 2018 wird er den Stab an einen Nachfolger (oder eine Nachfolgerin?) übergeben, dies steht schon länger fest. Im Mai wollen die Berliner Philharmoniker über seine Nachfolge entscheiden. Rattle ging mit einer Zeile aus einem Beatles-Song in die Offensive. «Will you still need me when I'm sixty-four?» - mit 64 Jahren stelle sich die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, sich nach einem neuen Job umzuschauen.

    Für einen «Nachruf» sei es noch zu früh, sagt Rattle im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in der Berliner Philharmonie. «Damit werden die Leute früh genug loslegen und es dann auch schnell wieder satthaben». Tatsächlich ist von Amtsmüdigkeit nichts zu spüren. Rattle ist umtriebig wie eh und je, aus Anlass seines Geburtstags gastiert er mit den Philharmonikern eine Woche lang im Februar in London.

    Als Rattle am 7. September 2002 seine Stelle in Berlin antrat, gehörte seine jugendliche Ausstrahlung wohl zum Kalkül hinter der Wahl. Der coole Brite aus Liverpool, der zunächst Klavier und Schlagzeug lernte, sollte nach der Ära des zurückhaltenden Claudio Abbado den Philharmonikern ein neues Image verpassen. Die Rechnung ging auf.

    Rattle gehört heute zu jenen Persönlichkeiten, die zuweilen als Vertreter des hippen Berlin vorgestellt werden. Der vielfach ausgezeichnete Dirigent, der zuvor das City of Birmingham Symphony Orchestra international bekannt machte und 1994 zum Sir ernannt wurde, will auch später in der Stadt bleiben und mehr an der Staatsoper und der Deutschen Oper dirigieren. Rattle lebt mit seiner Frau, der Mezzosopranistin Magdalena Kožená, und drei Kindern in Berlin. Aus seiner ersten Ehe hat Rattle zwei Kinder.

    Ob Filme in 3D, Live-Übertragungen in Kinos, Tanzprojekte, 10-Euro-Konzerte am späten Abend, die Digital Concert Hall als Internet-Stream - die Philharmoniker sind mittlerweile auf allen Kanälen präsent. Rattle weiß, dass sich Orchester jenseits der Konzertsäle nach dem Publikum von morgen umschauen müssen - auch mit neuer Musik. «Wir müssen unseren Hörern die Chance geben, neue Werke zu entdecken», sagt er.

    Dabei hat es Rattle nicht immer leicht in Berlin. Sein inzwischen vielgelobter Versuch, das Repertoire zu erweitern, wurde von Orchestermusikern nicht unbedingt begeistert aufgenommen. Kritiker rümpfen bei Rattles Interpretation des romantischen und spätromantischen Repertoires, etwa der Mahler-Sinfonien, die Nase.

    So ist auch das Verhältnis zum Orchester nicht immer frei von Spannungen. Rattle nennt das selbstverwaltete Ensemble eine «Demokratie der Kaiser» und vergleicht es mit einer Gilde wie Richard Wagners Meistersingern. «Doch es ist immer wieder erstaunlich, was man dabei gemeinsam erreichen kann.»

    Vielleicht reagiert er auch deswegen mit Unverständnis auf Vorhaltungen, ob er als Brite eigentlich der richtige Dirigent sei für den «deutschen Klang», jene dunkle Farbe, wie sie etwa Barenboim und seine Berliner Staatskapelle pflegen.

    «Ich versuche, für jeden Komponisten einen eigenen Klang zu finden. Jeder Komponist hat seine eigene Aussprache», sagt Rattle und spricht von dem «dunklen Klang» der Philharmoniker. «Den zu ändern, wäre wirklich dumm.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GINTER, Matthias Fußballspieler 21 19.01.1994 Freiburg Deutschland
    LERMAN, Log Schauspieler 23 19.01.1992 Beverly Hills USA
    MOMMSEN, Oliver Schauspieler 46 19.01.1969 Düsseldorf Deutschland
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  • 13. Januar 2015 10:53

    Die Promi-Geburtstage vom 20. Januar 2015: Omar Sy

    Lässt sich ein Erfolg wie «Ziemlich beste Freunde» (2011) wiederholen? Immerhin haben allein in Deutschland über neun Millionen Zuschauer die französische Komödie, die weltweit über 400 Millionen Dollar eingespielt hat, gesehen.
    Omar Sy stellt «Heute bin ich Samba» beim Filmfestival in San Sebastian vor. Foto: Juan Herrero © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Omar Sy stellt «Heute bin ich Samba» beim Filmfestival in San Sebastian vor. Foto: Juan Herrero
     
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    Eric Toledano und Olivier Nakache, die beiden «Freunde»-Regisseure, wollen es zumindest versuchen. Für ihre neue Sozial-Komödie «Heute bin ich Samba», die Ende Februar in die deutschen Kinos kommt, haben sie auch wieder Omar Sy mit ins Boot geholt.

    In «Ziemlich beste Freunde» spielte er einen vorbestraften Pfleger, der bei einem gelähmten Aristokraten (François Cluzet) zu arbeiten beginnt. Mit seiner Spottlust und Unbefangenheit stellt er das Leben des reichen Franzosen auf den Kopf.

    Als Samba verkörpert Omar Sy, der heute 37 Jahre alt wird, einen hart arbeitenden Migranten, der sich nicht ganz legal in Frankreich aufhält. Als er in die Fänge der Behörden gerät, wird es eng. Immerhin lernt er dadurch die Sozialarbeiterin Alice (Charlotte Gainsbourg) kennen. Wann werden sie sich das erste Mal küssen?

    In Frankreich ist die im Herbst 2014 angelaufene Komödie gut angekommen und gleich auf Platz eins der Kinocharts gelandet. Über drei Millionen Franzosen haben «Heute bin ich Samba» gesehen.

    Omar Sy war ein populärer TV-Moderator und Sketche-Macher, bevor ihm mit «Ziemlich beste Freunde» der Durchbruch gelang. In vielem ähnelt Sy seiner Filmfigur. Er sagt, was er denkt und lehnt falsche Ehrfurcht ab. Eine Einladung des damaligen konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu einem Abendessen im Elysée-Palast schlug er aus.

    Sy wurde am 20. Januar 1978 in Trappes geboren, einem jener Vororte, in denen 2005 während der gewaltigen Unruhen Busse in Flammen aufgingen. Sarkozy, damals noch Innenminister, wollte die Vorstädte mit dem Hochdruckreiniger vom «Gesindel» befreien.

    Um dem ganzen Trubel damals zu entfliehen, ist Omar Sy erst einmal mit seiner Familie nach Amerika geflüchtet. «Ich habe mich hier niedergelassen, um etwas Ruhe und Frieden zu finden. In Paris ist das Leben für mich zu unruhig geworden», sagte Sy nach seinem Umzug nach Los Angeles der französischen Fernsehzeitschrift «Télé 2 Semaines».

    Und dort hat er inzwischen gut Fuß fassen können. In dem Blockbuster «X-Men: Zukunft ist Vergangenheit» (2014) war er an der Seite von Patrick Stewart, Ian McKellen und Hugh Jackman zu sehen. Der Thriller «Good People» (2014) brachte ihm die Bekanntschaft von James Franco und Kate Hudson ein.

    Es geht aber noch eine Nummer größer: In Steven Spielbergs neuem Projekt «Jurassic World», das Mitte 2015 in die Kinos kommen soll, bekommt er es mit gefräßigen Dinosauriern zu tun. Regie führt Colin Trevorrow.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WOLL, Felicitas deutsche Schauspielerin 35 20.01.1980 Homberg Deutschland
    BONING, Wigald deutscher Komiker 48 20.01.1967 Wildeshausen Deutschland
    LYNCH, David amerikanischer Regisseur 69 20.01.1946 Missoula USA
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  • 12. Januar 2015 13:29

    Die Promi-Geburtstage vom 18. Januar 2015: Kevin Costner

    Im verwaschenen Jeanshemd lehnt er lässig an einer Holzwand. Schlank und durchtrainiert sieht er aus, nur das Grau in den blonden Haaren und die weißen Haare im Vollbart verraten es: Kevin Costner, der neue Coverboy der Zeitschrift des US-Seniorenverbandes «AARP», ist in die Jahre gekommen.
    Kevin Costner wird 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Angelika Warmuth
    Kevin Costner wird 60.
     
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    An diesem Sonntag feiert er seinen 60. Geburtstag. Das Alter sei ihm egal, sagt er in einem Video-Interview des Magazins. Er sei mit Menschen zusammen, die ihm wichtig sind. «Wie meine Frau sagt: Es ist nur eine Zahl», bekräftigt Costner.

    Vor zehn Jahren gab er seiner zweiten Frau, Ex-Model und Designerin Christine Baumgartner, das Ja-Wort. Sie haben drei Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Aus der ersten Ehe mit seiner College-Liebe Cindy Silva und aus einer weiteren Romanze kommen vier erwachsene Kinder hinzu. «In unserem Haus geht es laut zu», grinst Costner in dem Interview. «Ich liebe mein Leben. Ich bedauere nichts. Es herrscht eine Menge Freude in unserem Haus».

    Es gibt auch jede Menge Projekte in seinem Leben. Gleich drei Costner-Filme kamen 2014 ins Kino. In «Jack Ryan: Shadow Recruit» spielte er einen CIA-Agenten, in dem Sportdrama «Draft Day» den Manager eines Footballteams, in «3 Days To Kill» setzt er wieder auf Action. Als CIA-Agent der alten Schule muss er in Paris einen letzten Auftrag erfüllen.

    Derzeit ist der Thriller «Criminal» in der Mache, mit Costner als gefährlichem Gefängnisinsassen, dem die Fähigkeiten eines toten CIA-Agenten eingepflanzt werden. Der manipulierte Häftling soll dabei helfen, einen mörderischen Terror-Plot zu verhindern. Neben großen Action-Filmen nimmt sich Costner aber auch für Independent-Filme Zeit. Ende Januar läuft in den USA das Rassismus-Drama «Black or White» an. Für Costner ist es «ein kleiner Film», in dem er unbedingt mitspielen wollte. Er hoffe, dass dies eine Gelegenheit ist, «um den Dialog zu beginnen, der in Amerika dringend notwendig ist».

    Mit Lawrence Kasdans Western «Silverado» fiel Costner vor 30 Jahren erstmals auf. 1987 legte er in Brian de Palmas «The Untouchables - Die Unbestechlichen» Al Capone das Handwerk. Anfang der 90er Jahre war er der legendäre «Robin Hood - König der Diebe», der hartnäckige Staatsanwalt in dem Polit-Thriller «JFK» und der Beschützer eines schwarzen Super-Stars (Whitney Houston) in der Thrillerromanze «Bodyguard». Da war er auch schon ein gefeierter Oscar-Preisträger, allerdings nicht für seine Schauspielerei.

    Seine einzigen beiden Oscars erhielt er als Regisseur und Produzent des Indianerepos «Dances With Wolves» («Der mit dem Wolf tanzt»). Sein Regiedebüt gewann 1991 auf Anhieb sieben Oscars. Es war nach «Cimarron» (1931) erst der zweite Western, dem die Mitglieder der Amerikanischen Filmakademie einen Oscar als bester Film zuerkannten. Costner setzte sich gegen Star-Regisseure wie Francis Ford Coppola («Der Pate III») und Martin Scorsese («Goodfellas») durch.

    Doch Costner musste auch teure Flops hinnehmen. Das von ihm produzierte futuristische Abenteuer «Waterworld» (1995) war ein großer Reinfall, ebenso das düstere Epos «Postman» (1998) mit Costner als Regisseur und Hauptdarsteller. Für den Western «Open Range - Weites Land» trat er 2004 noch einmal hinter die Kamera. In seinen Rollen ließ er sich ungern festlegen. Als einsamer Flaschenpost-Sender in «Message in a Bottle» (1999) wird er zum romantischen Helden, als «Mr. Brooks - Der Mörder in Dir» (2007) zum Serienkiller mit einem Doppelleben.

    Costner hat in den vergangenen Jahren eine weitere künstlerische Laufbahn entdeckt. Mit seiner Rock- und Countryband «Kevin Costner & Modern West» geht er als Sänger und Gitarrist häufig auf Tour. «Ich mache auf der ganzen Welt Musik», sagt Costner im «AARP»-Interview. «Ich weiß noch nicht, wo die zweite Hälfte meiner Karriere hingeht. Aber ich behalte mir immer das Recht vor, etwas anderes zu tun».

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    SEGEL, Jason amerikanischer Schauspieler 35 18.01.1980 Los Angeles USA
    GUARDIOLA, Josep spanischer Fußballtrainer 44 18.01.1971 Santpedor Spanien
    BOA, Phillip deutscher Rockmusiker 52 18.01.1963 Hamburg Deutschland
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  • 09. Januar 2015 08:11

    Die Promi-Geburtstage vom 12. Januar 2015: Matthias Habich

    Zu seinem 75. Geburtstag tut Matthias Habich das, was er eigentlich immer tut: Er hält sich aus der Öffentlichkeit fern.
    Matthias Habich wird 75.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Angelika Warmuth
    Matthias Habich wird 75.
     
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    Er ist im Urlaub im Ausland und gibt keine Interviews, wie seine Münchner Agentur mitteilt. Interviews gibt er ohnehin äußerst selten und rote Teppiche sind seine Sache nicht.

    Der Schutz seiner Privatsphäre war dem Schauspieler, der als einer der besten deutschen Charakterdarsteller gilt, stets ein hohes Gut. Und so ließ er damals, Anfang der 1970er Jahre, fast alles stehen und liegen und kehrte Deutschland den Rücken, nachdem äußerst aufdringliche Reporter in seine Münchner Wohnung eingestiegen waren.

    Sie wollten diesem geheimnisvollen Mann auf die Spur zu kommen, der kurz zuvor in der Titelrolle von Fritz Umgelters Sechsteiler «Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck» quasi aus dem Stand zum Star geworden war. Habichs Konsequenz aus diesem Anschlag auf seine Privatsphäre: Er zog umgehend nach Frankreich.

    Doch das Fernsehen holte ihn immer wieder zurück nach Deutschland: Habich wurde Mitte der 1970er Jahre der personifizierte «Abenteuerliche Simplicissimus» in der TV-Version von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens monumentalem Barock-Epos. Viel später war er auch schon mal in einem «Tatort» zu sehen. 2001 bekam Habich den Deutschen Fernsehpreis als «Bester Schauspieler» in dem TV-Vierteiler «Jahrestage».

    Ganz zurück nach Deutschland zog ihn dieser Erfolg aber nicht. «Heimat ist für mich immer da, wo ich mich wohlfühle», sagte er vor Jahren in einem Interview der «Hamburger Morgenpost». Wenn er nicht im Urlaub ist, lebt er heute in Paris oder der Schweiz. Sein Nomaden-Dasein, das ihn auch heute noch prägt, nennt Habich Vagabundieren.

    Möglicherweise bevorzugt er diesen heimatlosen Zustand, weil die Flucht aus seinem ersten Zuhause ihn nachhaltig prägte. Als Fünfjähriger floh der 1940 in Danzig geborene Schauspieler am Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen mit seinen beiden Geschwistern und seiner hochschwangeren Mutter nach Hamburg: eine schwere, aber keine traumatisierende Zeit.

    Seine Mutter brachte die Familie mit Kabarettstücken durch und so habe er eigentlich nie die Entscheidung treffen müssen, Schauspieler zu werden. Die Schauspielerei wurde ihm, wie so oft gesagt wird, in die Wiege gelegt. Schon als Schüler stand er auf der Bühne.

    Und nach dem Fernsehen eroberte er auch das Kino. Zu den größten Erfolgen gehören neben dem Oscar-nominierten Film «Jenseits der Stille» (1995) und dem Hitler-Film «Der Untergang» (2004) die zwei Literaturverfilmungen nach Romanen von Nobelpreisträger Günter Grass «Die Rättin» (1997) und «Unkenrufe» aus dem Jahr 2005. Für seine Nebenrolle in Caroline Links Oscar-Film «Nirgendwo in Afrika» bekam er 2003 den Deutschen Filmpreis.

    Auch auf der Bühne schlüpfte Charakterdarsteller Habich in so ziemlich alle großen Rollen - von König Artus über Wilhelm Tell bis Hamlet und Faust. Und zahlreiche weitere Auszeichnungen schmücken seine Arbeit: 2009 bekam er das Bundesverdienstkreuz, im Jahr 2010 gab es schon den zweiten Adolf-Grimme-Preis als bester Schauspieler in «Ein halbes Leben».

    Er spielt oft den Helden und verkörpert - passend zur Optik - herbe Männlichkeit. Es ist ein Image, dem er auch gerne mal entkommen würde, wie er einst sagte. Das letzte Projekt, das auf der Homepage seiner Agentur aufgelistet ist, ist dann auch passenderweise eine Komödie: Im Oktober stand er in Stralsund für den ARD-Film «Matthiesens Töchter» zusammen mit Julia Jäger, Ulrike C. Tscharre und Anja Antonowicz vor der Kamera. Ein neues Projekt steht im Februar an, wie seine Agentur mitteilt. Das sei aber noch nicht spruchreif.

    Eins aber hat Habich rigoros ausgeschlossen: den Wechsel ins Regie-Fach: «Ich will lieber Schauspieler bleiben, weil ich gemerkt habe, dass ich ein Regisseur wäre, dem ich selbst nicht begegnen möchte», sagte er einmal der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Man stellt fest, dass in einem eine Person lauert, der man nicht wirklich begegnen möchte.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HENDERSON, Ella englische Singer-Songwriterin 19 12.01.1996 Tetney Großbritannien
    MARTINEZ, Olivier französischer Schauspieler 49 12.01.1966 Paris Frankreich
    ILLNER, Maybrit deutsche Journalistin 50 12.01.1965 Ost-Berlin DDR
    © dpa-infocom GmbH
  • 09. Januar 2015 08:06

    Die Promi-Geburtstage vom 13. Januar 2015: Tom Gaebel

    Tom Gaebel ist viel unterwegs: Der Jazz-Sänger mit einem Faible für große Orchester sorgte mit seiner Show «Christmas A Go Go» im Dezember wieder einmal für beswingte Weihnachten. Eine inzwischen liebgewonnene alljährliche Festtags-Tradition.
    Entertainer Tom Gaebel wird 40.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Wolf
    Entertainer Tom Gaebel wird 40.
     
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    «White Christmas», «Jingle Bells» und «Let It Snow» - inzwischen Schnee von gestern. Jetzt geht der smarte Big-Band-Entertainer zwei Tage nach seinem 40. Geburtstag wieder auf große Tournee. Im Gepäck hat er sein aktuelles Album «So Good To Be Me» (Tomofon/tonpool Medien), auf dem der coole Crooner wieder bestes Entertainment bietet.

    Klar, bei Gaebel drängt sich der Vergleich mit Frank Sinatra und Dean Martin immer wieder auf, aber der Blick des Entertainers geht viel weiter: Das sei alles sehr schmeichelhaft, meinte Gaebel einmal, «aber ich möchte ganz sicher keine musikalische Epochen oder andere Künstler kopieren. Ich fühle mich in vielen Musikrichtungen wohl - ob traditionelle oder moderne». Auch wenn er schon sehr auf die 60er und 70er Jahre schielt.

    Wie auf «So Good To Be Me», dem mittlerweile sechsten Studio-Album des fünffachen Jazz-Award-Preisträgers, das wieder voller Gute-Laune-Songs ist. Alle Stücke des Albums - bis auf «Wonderful World» - stammen von dem diplomierten Jazzsänger selbst. In Amsterdam hatte Gaebel die Fächern Posaune, Schlagzeug und Jazzgesang studiert, bis er 2004 seine erste eigene Big Band gründete.

    «The Cat» könnte auch Soundtrack eines James-Bond-Movies sein - ein Stubentiger der durch sein Viertel schnurrt. Der Opener mutiert dann zum lockeren Sound der 1960er und 70er Jahre. Wie eine Katze (auf dem heißen Blechdach) mit der Maus, so spielt Tom Gaebel gern mit den Attributen dieser Zeit.

    «Don't You Worry Baby» lässt den damals neuen Sound einer Wurlitzer-Orgel aufleben. Kaum eine Band kam in den goldenen Jahren der Unterhaltungsmusik ohne aus. Auch das titelgebende «So Good To Be Me» verströmt die Partylaune dieser Zeit, in der die Orchester von Bert Kaempfert und James Last für die gute Stimmung sorgten - Pioniere des Easy Listening («Musik, die nicht stört», wie es Kaempfert selbst formulierte).

    «Dr. Swing», wie er von seinen Fans genannt wird, hat schon eine einmalige Stimme. Passend dazu zeigt sich Gaebel, der sich seit 2007 mit a-Umlaut schreibt, perfekt gestylt und betont smart. Der Swing passt einfach zu dem adretten Sänger: «Ich wollte keinen Jazz machen, der sich für den Normalbürger anhört, als würde gerade ein Schwein geschlachtet. Ich steh' da nicht drauf», sagt Gaebel einmal in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur über seine Musikwahl.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HEMSWORTH, Liam australischer Schauspieler 25 13.01.1990 Melbourne Australien
    WINTERSCHEIDT, Joko deutscher TV-Moderator 36 13.01.1979 Mönchengladbach Deutschland
    BLOOM, Orlando britischer Schauspieler 38 13.01.1977 Canterbury Großbritannien
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  • 08. Januar 2015 12:54

    Die Promi-Geburtstage vom 14. Januar 2015: Jan Fedder

    Für Jan Fedders «Büttenwarder»-Bauernkumpel und «Großstadtrevier»-Ex-Kollegen Peter Heinrich Brix ist Fedder ein «Gesamtkunstwerk». «Ich denke, man sollte ihn so nehmen wie er ist - und das ist `ne ganze Menge», meint Brix.
    Jan Fedder wird 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Angelika Warmuth
    Jan Fedder wird 60.
     
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    «Er hat dieses Hauptdarsteller-Gen», findet Drehbuchautor Norbert Eberlein. «Wenn er in einer Szene drin ist, ist es eine Fedder-Szene.» Und für Produzent Markus Trebitsch ist er «die größte Symbiose aus einer ziemlich großen Klappe und einem großen Herzen». Sie und andere Prominente kommen in einem Porträt zu Wort, das Fedders Heimatsender, der Norddeutsche Rundfunk (NDR), am 60. Geburtstag des Hamburgers (14. Januar) zeigt.

    Auch Fedder selbst, der vor seinem Ehrentag am Mittwoch keinen Interviewrummel wollte, redet in dem TV-Porträt über sich. Und das in der Hamburger Kodderschnauzen-Manier, die ihn bei Fans in ganz Deutschland beliebt gemacht hat. Wenn er etwa sagt: «45 Jahre mache ich jetzt diesen Kladderadatsch hier, diesen Job.» Und bekennt: «Ich bin ein altes Zirkuspferd. Ich kann zwar nicht mehr so hoch springen, aber im Kreis laufen kann ich immer noch.» Oder wenn er als «Großstadtrevier»-Polizist - seit 1992 ist er als Dirk Matthies in der ARD-Vorabendserie dabei - erklärt: «Ich bin nicht nur echter Hamburger, ich bin echter St. Paulianer - das ist 'ne ganz besonders edle Rasse.»

    Nicht nur in der Rolle, auch in der Realität ist Fedder der Junge von St. Pauli. Dort ist er groß geworden - als Kind und als Schauspieler. Am Hafen wächst er auf. Die Mutter ist Tänzerin, der Vater hat eine Kneipe, die er wegen der beiden Söhne Jan und Oliver schon um 18 Uhr schließt, bevor Prostituierte und Betrunkene das Viertel übernehmen. Großvater und Urgroßvater fuhren zur See, wie Fedder erzählt, der Vater ist nicht nur Kneipier, sondern auch Kirchenvorstand. In Hamburgs berühmtester Kirche - im Michel - singt der kleine Jan im Knabenchor. Später spielt er Kinder- und Jugendtheater. Es folgen kleine TV-Rollen, bis er 1981 auf der Leinwand zu Maat Pilgrim wird: in Wolfgang Petersens Kinoerfolg «Das Boot».

    In mehr als 400 Produktionen hat Fedder mitgespielt - norddeutsche Charaktere sind sein Markenzeichen. Zum Volksschauspieler wurde er vor allem durch seine Rolle als Kiez-Polizist. Als das Filmfest seiner Heimatstadt 2013 den «Hamburger Jung» zum 45-jährigen Bühnenjubiläum ehrt, zeigt es noch einmal Fedders Antritt in Deutschlands bekanntestem TV-Polizeirevier. «Volksschauspieler - mit Fug und Recht», nennt er sich selbst. Zum «Bullen» im Rotlichtviertel von Hamburg kam der Bauer auf dem platten Land von Schleswig-Holstein hinzu - «Büttenwarder»-Brakelmann ebenso eine Paraderolle für ihn wie der harte Kerl im «Großstadtrevier». 

    «Fedder/Matthies ist eine Art Brackwasser-Bogart, sozialdemokratisch-grundiert bis in die Falten seiner Lederjacke», schrieb der «Stern» mal über das norddeutsche Original mit der schnoddrigen Art und formulierte dessen Erfolgsrezept so: «Er spielt sich selbst, und das mit Inbrunst.»

    In vier Verfilmungen von Werken des 2014 gestorbenen Autors Siegfried Lenz übernahm Fedder die Hauptrolle, zuletzt in «Arnes Nachlass». Für seine erste Rolle in einem Lenz-Film («Der Mann im Strom») bekam er 2006 den Deutschen Fernsehpreis. «Und die Moral von der Geschicht: Mach einfach vier Wochen mal ein anderes Gesicht. Und dann, Alter, das ist kein Scheiß, kriegt du dafür den Deutschen Fernsehpreis», kommentierte er die Ehrung.

    Auch mehrfacher Ehrenkommissar ist Fedder. Auf der Reeperbahn steht er als Wachsfigur im «Panoptikum», auf St. Pauli hat er auch noch immer eine Wohnung. Selbst in seiner Ehe mit Marion - das Paar heiratete 2000 im Michel - blieben getrennte Wohnungen wichtig. Wenn er besonders viel Stille sucht, zieht sich Fedder auf seinen Bauernhof, wo er seine Sammelwut mit allen möglichen alten Objekten ausleben kann, in Schleswig-Holstein zurück.

    Zurückgezogen vom Filmset hat sich Fedder zuletzt wegen krankheitsbedingter Zwangspausen: 2012 wegen einer Krebstherapie (seinen Zigarettenkonsum fuhr er dabei von 50 pro Tag auf Null zurück), danach wegen einer Blutvergiftung. Das «Großstadtrevier» musste zeitweise auf seinen Star verzichten. Nun sei aber alles wieder «tippitoppi», sagte er vor kurzem in einem Interview. «Ab Februar geht es wieder los - Dreharbeiten für «Großstadtrevier», «Neues aus Büttenwarder» und eine Fortsetzung vom «Hafenpastor».»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WATSON, Emily britische Schauspielerin 48 14.01.1967 London Großbritannien
    NOSBUSCH, Désirée luxemburgische Moderatorin und Schauspielerin 50 14.01.1965 Esch-sur-Alzette Luxemburg
    SODERBERGH, Steven amerikanischer Regisseur 52 14.01.1963 Atlanta USA
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  • 07. Januar 2015 11:00

    Die Promi-Geburtstage vom 11. Januar 2015: Christine Kaufmann

    Mit 70, da werde sie ihren größten Triumph feiern, scherzte Schauspielerin Christine Kaufmann vor einigen Jahren in einem Interview der Zeitschrift «Frau im Spiegel».
    Christine Kaufmann wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Rainer Jensen
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    Denn dann komme sie, die niemals beim Schönheits-Operateur unterm Messer lag, groß raus: Sie werde dann die Einzige sein, die Rollen wie Miss Marple übernehmen könne, «weil es sonst keine alt aussehenden Frauen geben wird».

    An diesem Sonntag wird Kaufmann nun tatsächlich 70. Wie zum Beweis ihrer einstigen These steht sie in diesen Tagen als skurrile Geisterbeschwörerin in Noël Cowards Schauspiel «Funkelnde Geister» im Landestheater Linz auf der Bühne. «Das macht mich sehr glücklich. Ich wollte immer diese Rolle der komischen Alten spielen, die schon Margaret Rutherford gegeben hat», verriet Kaufmann kürzlich in einem Interview der Zeitschrift «Woman».

    Von Kindesbeinen an stand die in Gröbming in der Steiermark geborene Tochter eines ehemaligen deutschen Offiziers und einer französischen Maskenbildnerin im Rampenlicht. Erste Schritte ins Showleben macht sie - gemanagt von ihrer ehrgeizigen Mutter - mit sieben Jahren im Ballett des Münchner Gärtnerplatz-Theaters. Nach einem Filmdebüt in dem Zirkusfilm «Salto mortale» spielt sie sich als Neunjährige in dem Streifen «Rosen-Resli» unter der Regie von Harald Reinl 1954 in die Herzen der Kino-Zuschauer.

    Die Karriere als Kinderstar war für sie allerdings alles andere als verlockend. «Einerseits wurde ich gefeiert, andererseits kritisiert: Wieso hast du heute Augenringe? Ich war sehr isoliert. Und die Verantwortung, als Neunjährige eine Familie erhalten zu müssen, war fast zu viel für ein Kind», so die Schauspielerin gegenüber «Woman».

    Mit 15 Jahren dann die höchste Auszeichnung: Für ihr Hollywooddebüt in «Stadt ohne Mitleid» (1961) erhält Kaufmann einen Golden Globe. Die Kritik feiert sie, die an der Seite von Kirk Douglas ein Kleinstadtmädchen spielt, das Opfer einer Vergewaltigung wird. Es folgen weitere Engagements in Hollywoodstreifen wie «90 Minuten nach Mitternacht» (1962) oder «Taras Bulba» (1962).

    Doch die junge Frau macht auch privat Schlagzeilen: 1963 heiratet sie den 20 Jahre älteren Tony Curtis und zieht sich für einige Jahre von der Filmarbeit zurück. Keine glückliche Ehe, wie sie immer wieder in Medien beteuert. Sie sei für lediglich ihn eine hübsche, junge Visitenkarte gewesen.

    Als die Ehe nach fünf Jahren geschieden wird, kehrt sie mit ihren Töchtern Alexandra und Allegra nach Deutschland zurück. Bei dem erbitterten Sorgerechtsstreit werden die Kinder sogar nach Los Angeles entführt.

    In Deutschland gelingt ihr das Comeback: Sie ist in TV-Serien wie «Der Kommissar» und «Derrick» zu sehen und gewinnt mit Regisseuren des neuen deutschen Films Profil. Sie spielt in Werner-Schroeter-Filmen und dreht 1981 mit Rainer Werner Fassbinder «Lola» und «Lili Marleen». Unvergessen auch ihr Auftritt als «Olga» in der Erfolgsserie «Monaco Franze».

    Ihre jetzige Rolle in Linz ist gewissermaßen eine Weiterführung der Olga, wie Kaufmann den «Oberösterreichischen Nachrichten» sagte: «Es ist bei älteren Schauspielerinnen ja so, dass sie die Femme fatale spielen - geliftet. Oder die komische Alte. Ich habe im deutschsprachigen Raum meinen größten Erfolg mit "Monaco Franze" gehabt. Und an diese Figur kann ich jetzt wieder anschließen.»

    Neben ihrem Theater-Engagement schreibt sie an einem weiteren Buch, vertreibt ihr eigene Kosmetiklinie und pflegt mit Leidenschaft das Familienleben mit den zwei Töchtern, vier Enkeln und einem Urenkel.

    Uralt zu werden ist indes nicht ihr Wunsch. «Ich interessiere mich für ein gutes Leben, nicht für ein langes», so die Schauspielerin im Interview der «Woman». «Ich hab so viel erlebt und gesehen, ich war von Hollywood bis zum Himalaya überall und ich liebe die hügelige Landschaft von Österreich und Bayern. Da fühle ich mich zu Hause. Und das ist ein Ziel, das ich erreicht habe: Dass ich trotz dieser merkwürdigen Wege, die mir das Leben angeboten hat, eine Art Heimatgefühl entwickeln konnte.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    KLEMT, Eva österreichische Schauspielerin 41 11.01.1974 Klagenfurt Österreich
    PEET, Amanda amerikanische Schauspielerin 43 11.01.1972 New York USA
    BLIGE, Mary J. amerikanische Sängerin 44 11.01.1971 New York USA
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  • 05. Januar 2015 17:35

    Die Promi-Geburtstage vom 09. Januar 2015: Jimmy Page

    Der britische Musiker Jimmy Page ist bekanntgeworden als Gründer der Band Led Zeppelin. Er gehört zu den bedeutendsten Gitarristen der Rockgeschichte. Heute feiert der «Gitarrengott» seinen 71. Geburtstag.
    Jimmy Page wird 71.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Andy Rain
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    Page, der Mann mit den langen, wilden und mittlerweile schlohweißen Haaren, die er zum Pferdeschwanz zusammengebunden hat, gilt als einer der einflussreichsten Gitarristen und Songschreiber der Rockgeschichte.

    Page wurde 1944 im englischen Heston geboren. Mit zwölf begann er - mehr aus Zufall - Gitarre zu spielen. «Wir sind umgezogen und die Gitarre stand einfach da», erzählte der Musiker im Dokumentarfilm «It Might Get Loud» (2008). «Es gab jemanden an meiner Schule, der mir ein paar Griffe beibrachte.»

    Doch vor allem habe er Gitarrenspielen gelernt, indem er Platten hörte. Zu seinen musikalischen Einflüssen gehörten der King of Rock, Elvis Presley, aber auch Bluesgrößen wie B.B. King. Außerdem sei er mit Skiffle, einer Art Folkmusik, aufgewachsen. «Das war lokale Musik, sehr englisch und kam vor Rock'n'Roll.»

    Als Teenager trat Page mit Bands auf. Wegen einer Drüsenfiebererkrankung konnte er aber bald nicht mehr live spielen. Für kurze Zeit wandte er sich deshalb seiner zweiten Liebe zu, der Kunst. «Genauso wie ich Gitarre spielen wollte, wollte ich Maler werden und ging an die Kunstschule», sagte Page.

    Doch die Liebe zur Gitarre war stärker. Parallel zu seinem Kunststudium begann Page als Studiomusiker zu arbeiten. In den 1960er Jahren war er auf vielen Aufnahmen zu hören, zum Beispiel von The Kinks, The Who oder The Rolling Stones. Trotzdem war er damals nur der Fachwelt bekannt.

    Das änderte sich, als Page 1968 Led Zeppelin gründete in der Besetzung mit Sänger Robert Plant, Bassist John Paul Jones und Schlagzeuger John Bonham. Als Gitarrist und Songschreiber der Band hatte Page seine erfolgreichste Zeit. Sein Solo in «Stairway to Heaven» gilt unter Experten als das Gitarrenstück überhaupt.

    Led Zeppelin feierte in den 1970er Jahren große Erfolge als Live-Band und hat bis heute mehr als 300 Millionen Platten verkauft. Das Ende der Hardrock-Pioniere kam 1980 mit dem Tod von Schlagzeuger Bonham. Danach wurde es ruhiger um Page. Er startete Soloprojekte und spielte mit Led Zeppelin-Sänger Plant ab und zu zusammen.

    2007 - 27 Jahre nach ihrer Auflösung - ging Page mit Led Zeppelin nochmals auf die Bühne. Millionen Menschen wollten dafür Karten haben. Doch dem Konzert in London, das als triumphale Rückkehr gefeiert wurde, folgten keine weiteren Rockshows. Für zweistündige Riesen-Auftritte hielt sich vor allem Plant zu alt.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    NUTINI, Paolo britischer Sänger 28 09.01.1987 Paisley Großbritannien
    CAMBRIDGE, Catherine Herzogin 33 09.01.1982 Reading Großbritannien
    MCLEAN, Alexander James amerikanischer Sänger 37 09.01.1978 Palm Beach USA
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  • 04. Januar 2015 17:20

    Die Promi-Geburtstage vom 08. Januar 2015: Paul Panzer

    Alles auf Anfang» hat der Komiker und Schauspieler Paul Panzer sein aktuelles Bühnenprogramm genannt. Damit ist er seit Monaten unterwegs. Ab morgen geht seine Tour weiter, heute wird er 43.
    Kein Witz: Der Komiker Paul Panzer wird heute 43.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Henning Kaiser
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    Geboren wurde Panzer irgendwann Mitte der 50er Jahre in Sibirien. Das genaue Datum kennt keiner, er wurde von seinen Eltern ausgesetzt. Trotz klirrender Kälte konnte er im Freien überleben, bis ein bekannter Arzt und Afrikaforscher den Kleinen fand und bei sich aufaufnahm. So heißt es wenigstens in der «Amazon»-Biografie des Spaßmachers. Doch das ist selbstverständlich nur ein Witz.

    Tatsächlich kam er am 8. Januar 1972 als Dieter Tappert im nordrhein-westfälischem Düren zur Welt und wurde unter seinem Künstlernamen deutschlandweit zunächst mit seinen Scherzanrufen in diversen Privatradios bekannt. «Panzer, ich begrüße Sie» stellte er sich stets vor und brachte seine Gesprächspartner schon nach Sekunden mit seinen Fragen und Anliegen an den Rand des Nervenzusammenbruchs - sehr zur Freude der Hörer.

    2006 wurde er in der Kategorie «Bester Newcomer» mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet.

    Nicht nur als Gast in diversen Talkshows, auch im Fernsehen mit eigenen Serien ist er zu erleben. Sein akustisches Markenzeichen: ein Sprachfehler, seine optischen: dicke «Nerd»-Hornbrille und geblümtes Oberhemd in schrillen Farben. Seit 2011 hat er - in den ersten beiden Staffeln gemeinsam mit Kaya Yanar, danach allein - für RTL diverse «Stars bei der Arbeit» beobachtet und sich selbst unter anderem als Pilot, Schausteller oder Forstwirt versucht. Zusammen mit seinem Kollegen Mario Barth stand er zudem in der Kinokomödie «Männersache» (2009) vor der Kamera und lieferte mit ihm auch auch das Skript. Gleiches gilt für manchen Gag in «Agent Ranjid rettet die Welt» (2012).

    In seinen Geschichten erzählt der Wahl-Kölner gern und offenherzig von seiner Familie: seiner Frau Hilde, seinem Sohn Bolle oder seiner Tochter Susaska. Das sind allerdings allesamt fiktive Figuren. Mit Anekdoten und Fakten aus seinem wirklichen Leben hält der Komiker jedoch hinterm Berg.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RILEY, Sam Schauspieler 35 08.01.1980 Leeds Großbritannien
    BOWIE, David Rocksänger 68 08.01.1947 London Großbritannien
    HAWKING, Stephen Mathematiker und Astrophysiker 73 08.01.1942 Oxford Großbritannien
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  • 04. Januar 2015 17:13

    Die Promi-Geburtstage vom 06. Januar 2015: Rowan Atkinson

    Rowan Atkinson ist für die Rolle wie prädestiniert: Der Komiker soll in der laut «Imdb.com» nun für 2016 angekündigten Neuverfilmung des Dickens-Klassikers «David Copperfield» den liebenswerten, aber schusseligen Wilkins Micawber spielen.
    Rowan Atkinson ist 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Tracey Nearmy
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    Mehr oder minder chaotische Charaktere scheinen ihm zu liegen. Es gibt aber wohl kaum einen Schauspieler, der so mit seiner Kunstfigur verschmolzen ist wie Atkinson. Vor 25 Jahren war er das allererste Mal im britischen Fernsehen als Mr. Bean zu sehen. Heute wird er 60 Jahre alt.

    Als im Frühjahr 2007 sein Film «Mr. Bean macht Ferien» in den deutschen Kinos startete, sagte der Spaßmacher, er könne sich nicht vorstellen, noch einmal Mr. Bean zu spielen. Doch die Figur lebt weiter - zumindest als animierter Comic-Held mit eigener Website (mrbean.com).

    «Mr. Bean werde ich wahrscheinlich für immer in Frieden ruhen lassen. Er ist eine zeitlose Figur, aus der ich schon längst herausgewachsen bin», sagte Atkinson 2011 der «Frankfurter Rundschau». Vielleicht ist ihm seine Figur auch zu unsympathisch geworden. Denn Mr. Bean, der am 1. Januar 1990 im britischen Fernsehen das Licht der Welt erblickte, ist eigentlich ein eingebildeter Spießer und Trottel, egoistisch noch dazu. Erstaunlich, dass er trotzdem weltweit zu einer Kultfigur geworden ist. Weitgehend wortlos muss er sich den Widrigkeiten des Lebens stellen, löst mit simplen Späßen Katastrophen aus und persifliert dabei kleinbürgerliche Verklemmung und übersteigertes Selbstbewusstsein.

    Zehn Jahre lang hatte der studierte Elektroingenieur Atkinson seine Rolle als Mr. Bean perfektioniert. Auszeichnungen bis hin zum amerikanischen Emmy Award waren die Belohnung. 1995 produzierte Atkinson die letzten TV-Folgen, die wie gewohnt in 82 Ländern und an 50 internationale Fluggesellschaften verkauft wurden. Zu diesem Zeitpunkt konnten die deutschen Zuschauer jeden Freitag in der ARD über die Missgeschicke des Filmtrottels lachen. Auf deutschen Kinoleinwänden war Atkinson bereits ein Jahr zuvor in einer kleinen Rolle als verunsicherter Pfarrer in «Vier Hochzeiten und ein Todesfall» zu sehen gewesen.

    1997 eroberte dann auch Mr. Bean die Kinos: «Bean - der ultimative Katastrophenfilm» erwies sich zwar als kommerzieller Hit, reichte aber an die Situationskomik der TV-Serie nicht heran. Dennoch gab es mit «Mr. Bean macht Ferien» zehn Jahre später eine Fortsetzung.

    Zwischenzeitlich versuchte sich Atkinson auch in anderen Rollen: Erfolgreich war er in «Tatsächlich Liebe» (2003), wo er allerdings lediglich in einer Nebenrolle zu sehen war, und «Mord im Pfarrhaus» (2005). In den James-Bond-Parodien «Der Spion, der es versiebte» (2002) und «Johnny Englisch - Jetzt erst recht» (2011) gab er einen tollpatschigen Agenten. Kurzum: Bei Rowan Atkinson darf fast immer gelacht werden. Queen Elizabeth II. zeichnete ihn 2013 für sein Schaffen mit dem britischen Verdienstorden aus.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HAUER, Tiemo Popmusiker 25 06.01.1990 Stuttgart Deutschland
    TURNER, Alex Gitarrist und Sänger 29 06.01.1986 Sheffield Großbritannien
    REDMAYNE, Eddie Schauspieler 33 06.01.1982 London Großbritannien
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  • 04. Januar 2015 12:43

    Die Promi-Geburtstage vom 10. Januar 2015: Rod Stewart

    Rod Stewart hat vier bekannte große Leidenschaften: Musik, Fußball, blonde Frauen und Modelleisenbahnen.
    Rod Stewart macht sein Ding - auch mit 70 noch.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Andrzej Grygiel
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    Keine davon kam in den sieben Jahrzehnten seines Lebens zu kurz: Er hat mehr als 250 Millionen Tonträger verkauft, kickt Fußbälle von der Bühne ins Publikum und ist glühender Anhänger von Celtic Glasgow, hat acht Kinder von fünf Frauen, und seine heimische Eisenbahn-Landschaft soll riesig sein. «Some Guys Have All The Luck», sang er 1984, manche Typen haben das Glück einfach gepachtet, und nannte so auch eines seiner zahlreichen Best-of-Alben. Auf den Briten, der am 10. Januar 70 wird, scheint das wirklich zuzutreffen.

    «Ich konnte gar nicht alle Angebote wahrnehmen», hat Stewart vor Jahren über das Sexualleben in früheren Jahren erzählt. Bescheidenheit ist seine Sache nicht, aber von einem Rock'n'Roller erwartet das ja auch niemand. Er ist verheiratet mit einer Blondine, die einen Kopf größer ist als er und jünger als seine älteste Tochter. Seinen berühmten Hüftschwung nennen Konzertkritiker immer noch sexy. Und die blond-igelige Frisur, die eigentlich seit Ende der 90er Jahre gar nicht mehr geht, bleibt sein belächeltes, aber anerkanntes Markenzeichen.

    Stuarts Hits wie «Sailing», «Hot Legs» oder «Baby Jane» sind Klassiker der Popmusik. Zwar erschien 2013 mit «Time» ein neues Album, doch auf Konzerten erwarten Fans stets vor allem die alten Kracher. Und er liefert gern: «The Hits» heißt die bevorstehende Tour durch Australien und Neuseeland. Dass die jüngsten Singles keine Megahits waren, muss den Stewart wahrlich nicht kümmern.

    Trotz des Erfolgs erinnert der Sänger gern an seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen. Roderick David Stewart, so sein voller Name, war das jüngste von fünf Kindern. Er verließ die Schule mit 15 und arbeitete unter anderem als Zeitungsausträger und Totengräber. Sein Vater war Schotte, bis heute unterstützt Stewart leidenschaftlich die - eher erfolglose - schottische Fußball-Nationalmannschaft.

    Als Junge wollte Rod eigentlich selbst Fußballer werden und hatte auch Talent dazu. Er wechselte trotzdem ins Musikgeschäft - wie er einmal sagte, weil man sich dort betrinken könne. Vor gut 50 Jahren erschien seine erste Single, «Good Morning Litte Schoolgirl». Neben der Solokarriere war er mit der Jeff Beck Group und Faces erfolgreich.

    Schlagzeilen machte Stewart nicht nur mit seiner Reibeisenstimme, sondern auch mit Frauengeschichten. Die Erwählten waren in aller Regel blond und sehr oft im Film- oder Modelgeschäft. Zwei Ehen scheiterten. Mit dem Model Penny Lancaster, 26 Jahre jünger als er selbst, ist Stewart seit 2007 verheiratet. Gerüchte im Herbst, die 43-Jährige könne ein drittes Mal schwanger sein, haben sich nicht bestätigt. «Damit sind wird durch», sagte sie dem «Telegraph». «Sonst muss ich auf Tour gehen, bis ich 90 bin», hat Stewart selbst zu diesem Thema einmal gesagt.

    Zuzutrauen wäre ihm das allerdings, von Altersmüdigkeit ist zum 70. Geburtstag jedenfalls nicht zu bemerken. Der Rockstar amüsiert 200 000 Fans auf Twitter, zum Beispiel mit einem Foto von sich vor der Trophäensammlung seines Lieblings-Fußballclubs Celtic - und ohne Hose. Nach seiner mitreißenden Performance bei der Eröffnungsfeier der Commonwealth Games in Glasgow im Sommer ernannte der «Telegaph» ihn zum «König von Schottland».

    Vor der Tour durch Australien und Neuseeland absolviert der Senior noch schnell neun Auftritte in Las Vegas. Angeblich hat er dort beim Fußball-von-der-Bühne-Kicken einem Fan die Nase gebrochen. Rock'n'Roll eben, auch im Rentenalter.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    SHAHI, Sarah Schauspielerin 35 10.01.1980 Euless USA
    BRÜCKNER, Maximilian Schauspieler 36 10.01.1979 Riedering Deutschland
    SETLUR, Sabrina Rapmusikerin 41 10.01.1974 Frankfurt/M. Deutschland
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  • 01. Januar 2015 16:54

    Die Promi-Geburtstage vom 07. Januar 2015: Dieter Thomas Kuhn

    Etwas beunruhigend sei es schon. «Wenn ich so zurückdenke an die Zeit als Jugendlicher, da waren 50-Jährige alte Menschen. Dass ich das einmal erreichen sollte, war geradezu utopisch», sagt der Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn.
    Musik ist Trumpf: Dieter Thomas Kuhn wird 50.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Thomas Kienzle
    Musik ist Trumpf: Dieter Thomas Kuhn wird 50.
     
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    Heute feiert er seinen 50. Geburtstag - ohne zu diesem Einschnitt an eine Krise zu denken: «Ich weiß, dass wir unheimlich viel erreicht haben in den mehr als 20 Jahren, aber auch noch mittendrin stecken in dieser Geschichte, die uns so viel Spaß gebracht hat. Das ist eigentlich das größte Geschenk.»

    Die letzte Tournee hat er eben beendet. Noch immer füllt er Konzerthallen und noch immer werfen die Damen Büstenhalter auf die Bühne, wenn Dieter mit seiner Kapelle, in grellen Anzügen im 70er-Jahre-Stil, einen Schlager nach dem anderen singt. Die Fans trällern mit und verkleiden sich ebenfalls.

    Die Föhnwelle, die ihm seinen Spitznamen eingebracht hat, und das Brusttoupet dürfen nicht fehlen, sie sind Kuhns Markenzeichen. «Als die Figur Dieter Thomas Kuhn kreiert wurde, musste auch ein passendes Outfit her, denn mit Jeans und T-Shirt konnte ich nicht auf die Bühne», erinnert sich Kuhn. Da habe er gesehen, wie Ricky Shayne sein Hemd immer weit offen getragen habe, mit heraus quellenden Brusthaaren.

    In seiner Heimatstadt Tübingen hat damals, vor mehr als zwanzig Jahren, alles begonnen. Dieter Thomas Kuhn, der keine Gesangsausbildung hat, aber schon immer leidenschaftlich gern sang, war im Chor einer Band. «Der Sänger, ein Italiener, hatte so alte Kamellen von Adriano Celentano oder das Lied «Marina, Marina» im Repertoire», erzählt Kuhn. Das kam gut an. Doch bald gab es Streit, und Kuhn beschloss, mit sechs Musikern allein weiterzumachen.

    «Ein Bett im Kornfeld» war der erste Schlager. «Wir waren vorher alle Soul- oder Rockmusiker und haben gemerkt, wie spaßig das ist, diese Musik zu spielen.» Ein Song nach dem anderen wurde einstudiert. Der nächste Schritt war ein Konzert. Bald folgten Auftritte in größeren Städten und ein professionelles Management.

    Die erste CD erschien 1994, davon wurden 5000 Stück verkauft. Die Plattenfirma Warner wurde auf die Band aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Die beiden darauffolgenden CDs erreichten bereits Gold-Status mit mehr als 250 000 verkauften Stück. Waren die Fans zunächst aus der Independent-Szene, änderte sich das mit dem Erfolg. Auf den Konzerten sieht man ein buntes Publikum, Junge und Ältere gemischt.

    Die Musik ist ironisch, aber verunglimpfen wollte die Band die Schlager nie. «Wir waren ja keine Schlagerfans, aber wir wollten den Schlager nicht schlecht machen, weil ich ganz viele Songs aus meiner Kindheit kannte. Wir spielen die Musik ja auch viel schneller und viel trashiger als das Original.» Im Jahr 1999 kam dann das Aus: «Ich war körperlich ausgepowert (...) und hatte einfach das Gefühl, dass diese Geschichte zu Ende erzählt ist.»

    Die Band gab ihre Abschiedstournee. Es folgte ein Versuch mit ernsthafter Musik, aber der Spaß war weg. 2004 dann das Comeback: Das erste Konzert in Stuttgart war rasch ausverkauft. Über eine Alternative zur Musik hat der gelernte Masseur und medizinische Bademeister nie nachgedacht. Er will so lange weitermachen, wie er kann. Im Februar gehen die Musiker wieder auf Tournee.

    Privat läuft Dieter Thomas Kuhn in Jeans, T-Shirt und Cowboystiefeln herum, die schulterlangen Haare trägt er offen. Seit ein paar Jahren fährt er auch wieder Motorrad, eine Harley, Baujahr 1965. «Da fühle ich mich wieder wie mit 18», schwärmt er. Kuhn lebt mit Tochter und Freundin in Tübingen. Was ihm wichtig ist im Leben? «Die Harmonie in der Partnerschaft und in der Band, Freunde und Spaß miteinander haben.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HAMILTON, Lewis britischer Formel-1-Rennfahrer 30 07.01.1985 Stevenage Großbritannien
    DJ ÖTZI österreichischer Schlagersänger 44 07.01.1971 Ötz Österreich
    CAGE, Nicolas amerikanischer Schauspieler 51 07.01.1964 Long Beach USA
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  • 31. Dezember 2014 10:04

    Die Promi-Geburtstage vom 03. Januar 2015: Meinhard von Gerkan

    Wir fühlten uns im siebten Himmel der Architektur.» Meinhard von Gerkan schwärmt noch heute über seinen ersten Flughafen. Mit Anfang 30 hat er ihn ab 1965 gebaut: Berlin-Tegel.
    Meinhard von Gerkan vor dem Hauptbahnhof in Berlin.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Stephanie Pilick
    Meinhard von Gerkan vor dem Hauptbahnhof in Berlin.
     
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    Bei vielen genießt er Kultstatus, der «Flughafen der kurzen Wege», termingerecht fertiggestellt und fünf Prozent günstiger als geplant.

    50 Jahre später ist Stararchitekt Gerkan wieder mit einem Berliner Flughafen in den Schlagzeilen, doch der macht ihm längst nicht so viel Freude: Nach mehreren geplatzten Eröffnungen des neuen Hauptstadtflughafens und Mehrkosten in Milliardenhöhe spricht Gerkan, der am 3. Januar seinen 80. Geburtstag feiert, von einem «Alptraum».

    «Ich wurde Architekt aus Leidenschaft und bin es seitdem immer geblieben, bis zum heutigen Tag», betont der Mann mit der Brille und dem vollen, inzwischen weißen Haar in seinem Buch «Black Box BER» (Quadriga Verlag, August 2013), in dem er gnadenlos abrechnet.

    Dass er, der einzigartige Bauwerke in aller Welt errichtet, nach der geplatzten Eröffnung des Hauptstadtflughafens fristlos vor die Tür gesetzt wurde, hat ihn schwer getroffen. Gerkan, den Beobachter als ebenso gewinnend wie eitel und impulsiv beschreiben, spricht von Willkür und Demütigung.

    Am 3. Januar 1935 wird Meinhard von Gerkan im lettischen Riga geboren. Seine Kindheit ist geprägt von den Katastrophen des Zweiten Weltkrieges: Der Vater kommt 1942 als Soldat an der Ostfront ums Leben, die Mutter stirbt kurz nach der Flucht von Posen nach Niedersachsen.

    Der Junge wächst in Pflegefamilien auf, seit 1949 in einer Hamburger Pfarrersfamilie. Er besucht mehrere Schulen, macht schließlich 1955 sein Abitur an einem Abendgymnasium. Zunächst studiert er Jura und Physik in Hamburg, entscheidet sich dann für ein Architekturstudium in Berlin. Hier lernt er auch seinen späteren Partner Volkwin Marg kennen; zusammen gehen beide an die TU Braunschweig.

    Nach dem Diplom gründen die beiden in Hamburg ihr bis heute weltweit renommiertes Büro gmp (Architekten von Gerkan, Marg und Partner). Es folgt eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Heute arbeiten mehr als 400 Mitarbeiter in aller Welt für das Büro, das 325 erste Preise in Wettbewerbsverfahren gewonnen und mehr als 370 Bauten fertiggestellt hat. Darunter sind die Neue Messe Leipzig mit ihrer gewaltigen gläsernen Tonne über den Mitteltrakt, die Flughäfen in Hamburg und Stuttgart, der Berliner Hauptbahnhof, der Umbau des Berliner Olympiastadions sowie Bauwerke in Asien, Südafrika und Brasilien.

    «Wir versuchen, jede Entwurfsaufgabe auf möglichst wenige Kernfragen zu verdichten, um darauf die selbstverständliche Antwort zu finden», beschreibt Meinhard von Gerkan das Konzept. Experten bescheinigen dem Büro, sich von den zu engen Konventionen modernistischer Architektur befreit und die eigenen Entwürfe, basierend auf den bevorzugten Materialien der Moderne, Stahl und Glas, stärker in Bezug zum konkreten historischen Umfeld gebracht zu haben.

    In seiner Antrittsvorlesung 1974 an der Braunschweiger Hochschule forderte Gerkan, die Arbeit der Architekten müsse «darauf gerichtet sein, Architektur dem Denk- und Handlungsraum von Konsumware zu entreißen und ihr die Wertstelle von Kulturgut zu geben.»

    Wegen seines Perfektionismus und seiner temperamentvollen Art gilt Meinhard von Gerkan als nicht immer einfach. Das zeigt sich manchmal an Kleinigkeiten. Als ihn vor Wochen im Flughafen-Ausschuss von Berlin der Vorsitzende fröhlich mit «Guten Morgen» begrüßt - um 12.07 Uhr - gibt Gerkan schneidend zurück: «Guten Tag, allerseits.»

    Legendär der Prozess um den Berliner Hauptbahnhof. Schon die Eröffnungsfeier hatte Gerkan boykottiert, weil der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn eigenmächtig das Gleisüberdach verkürzt hatte und zudem im Untergeschoss die geplante filigrane Gewölbedecke strich - zugunsten einer simplen Flachkonstruktion. Im Prozess kommen Gerkan die Tränen, doch er gewinnt in erster Instanz, später gibt es einen Vergleich.

    Wie viel die Bahn zahlte, um die Flachdecke behalten zu können, ist nicht bekannt. Doch mit seiner Klage gegen die «mutwillige, nicht abgestimmte Verschandelung» schuf Gerkan 2006 einen spektakulären Präzedenzfall des Architekten-Urheberrechts. Mehdorn aber wurde später wieder sein Prozessgegner: als Chef der Berliner Flughäfen.

    Mittlerweile baut Gerkan, der zum zweiten Mal verheiratet ist und sechs Kinder hat, lieber in Asien. Dort entsteht etwa Lingang New City nahe Shanghai nach seinen Plänen, eine komplett am Reißbrett entworfene Stadt für 1,2 Millionen Menschen. Vorwürfe, er toleriere kritikwürdige Arbeitsbedingungen und diene autoritären Regimes, kontert Gerkan mit Willy Brandt: «Wandel durch Annäherung» statt «Kalter Krieg der Kulturen».

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GLEN, Marla amerikanische Sängerin 55 03.01.1960 Chicago USA
    PRINCIPAL, Victoria amerikanische Schauspielerin 65 03.01.1950 Fukuoka Japan
    STILLS, Stephen amerikanischer Rockmusiker 70 03.01.1945 Dallas USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 31. Dezember 2014 09:07

    Die Promi-Geburtstage vom 05. Januar 2015: Bradley Cooper

    Glück für Bradley Cooper, dass sein Geburtstag in diesem Jahr auf einen Montag fällt. Denn an fast jedem anderen Tag der Woche steht der Schauspieler seit November auf einer Broadway-Bühne in New York, mittwochs und am Wochenende sogar zweimal.
    Bradley Cooper wird 40. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Bradley Cooper wird 40. Foto: Paul Buck
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Gerade ist «The Elephant Man» wegen des großen Erfolges noch einmal bis Ende Februar verlängert worden. Mehr als drei Millionen Dollar (etwa 2,5 Millionen Euro) habe das Stück bislang eingespielt und gehöre damit zu den derzeit erfolgreichsten am Broadway, teilten die Produzenten mit. Aber an seinem 40. Geburtstag am Montag (5. Januar) hat Cooper einen seltenen freien Tag.

    Der Schauspieler erlebt derzeit ein Karriere-Hoch und ist genau dort angekommen, wo er immer hinwollte. «Jeden Abend dieses Stück zu spielen - das kann ich gar nicht glauben», sagte er jüngst dem Branchenportal «Deadline». Die Verfilmung der Geschichte eines von einer Krankheit entstellten Mannes aus dem Jahr 1980 mit John Hurt sei für ihn damals der Grund gewesen, mit der Schauspielerei anzufangen. «Es war genau dieser Film, den ich als Kind gesehen habe. Es gab da einen Moment, in dem ich dachte: «Genau das muss ich in meinem Leben machen.»»

    Ernsthafte und tiefgründige Rollen wollte der 1975 in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania geborene Cooper spielen - und wurde doch zunächst auf ganz andere Art und Weise bekannt. Nach dem Englischstudium an der renommierten Georgetown Universität in Washington und einem Schauspielstudium in New York bekam er einen Gastauftritt in der Serie «Sex and the City» und dann eine Rolle in der Action-Serie «Alias - Die Agentin». Aber seine Karriere wollte trotzdem nicht so richtig anlaufen und Cooper begann zu zweifeln. «Irgendwann muss man sich einfach damit abfinden, dass die Branche einen nicht will», sagte er einst frustriert dem Magazin «GQ».

    Und dann kommt 2009 die Rolle, die alles verändern sollte: «Hangover». Die Komödie über einen Junggesellenabschied verhilft Cooper zum Durchbruch. «Mit «Hangover» haben wir den Jackpot gewonnen», sagte der Schauspieler dem Branchenportal «Deadline». «Das haben wir nicht kommen sehen.» Cooper dreht noch zwei Fortsetzungen und wird 2011 vom Magazin «People» zum «Sexiest Man Alive» gewählt. «Umwerfende, babyblaue Augen» und ein «großartiges Lächeln» attestiert ihm das Magazin. Der Schauspieler wird zum Liebling der Boulevard-Presse, die seine kurze Ehe mit Jennifer Esposito und die zweijährige Beziehung mit Renée Zellweger - beides Schauspielkolleginnen - aufmerksam verfolgt.

    Aber der Traum von den ernsthaften und hintergründigen Rollen lässt Cooper trotz des kommerziellen Erfolgs nicht los - und er erfüllt ihn sich. 2012 spielt er in der Tragikkomödie «Silver Linings» einen Mann mit einer manisch-depressiven Störung und wird prompt für den Oscar nominiert. Ein Jahr später bekommt er für seine Rolle in der Komödie «American Hustle» eine weitere Nominierung.

    Zuletzt spielte Cooper, der seit dem vergangenen Jahr mit dem britischen Model Suki Waterhouse zusammen ist, in dem Independent-Film «American Sniper» mit, der im Februar in die deutschen Kinos kommen soll. Ein kommerzieller Erfolg wie «Hangover» ist damit nicht abzusehen - aber, so sagte Cooper dem Portal «Deadline»: «Die Wahrheit ist einfach, wegen des Geldes habe ich den Job noch nie gemacht.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ROUDETTE, Marlon britischer Musiker und Singer-Songwriter 32 05.01.1983 London Großbritannien
    SASHA deutscher Popsänger 43 05.01.1972 Soest Deutschland
    DJ BOBO Schweizer Popsänger, Produzent und Komponist 47 05.01.1968 Kölliken Schweiz
    © dpa-infocom GmbH
  • 27. Dezember 2014 13:41

    Die Promi-Geburtstage vom 29. Dezember 2014: Marianne Faithfull

    Marianne Faithfull hat die Höhen und Tiefen des Lebens durchlebt - das hört man auch an ihrer Stimme.
    Marianne Faithfull bei einem Konzert 2009 in Zürich. Foto: Steffen Schmidt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Marianne Faithfull bei einem Konzert 2009 in Zürich. Foto: Steffen Schmidt
     
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    Es ist ein Wunder, dass sie überhaupt noch lebt. Dieser viel gesagte und eigentlich abgenutzte Satz über Marianne Faithfull ist zu ihrem 68 Geburtstag an diesem Montrag noch immer gültig: Sie war die glamouröse Freundin von Mick Jagger, und lebte obdachlos auf Londons Straßen. Sie besuchte eine Klosterschule, galt als engelsgleiche Schönheit, und verfiel für Jahre dem Alkohol und Heroin.

    Privat hat sie sich seit langem aus dem Sumpf geholt, und auch die Diagnose Brustkrebs im Jahr 2006 hat sie gemeistert. Mittlerweile gilt sie als Ikone oder Kultstar und hat sowohl unter berühmten Musikerkollegen als auch im jungen Publikum reichlich Fans.

    «Ich bin gesund, ungebunden und gehe in meinem Leben völlig auf», sagte Faithfull Anfang des Jahres in einem Interview mit der Münchner «Abendzeitung» kurz vor dem Erscheinen eines neuen Albums. «Es ist großartig, dass ich mich voll auf die Kunst konzentrieren kann, dass nichts - keine Sucht, keine Depression, keine schwere Krankheit - mich ablenkt und davon abhält, Musik zu machen.»

    Das war den wohl größten Teil ihres Lebens nicht so. Der Vater verließ die Familie, als Faithfull noch ein Kind war. Ihre Mutter, die aus dem österreichischen Adelsgeschlecht der Sacher-Masoch stammte, schickte sie auf eine Klosterschule. Noch als Teenager tauchte die blonde Schönheit in den 1960er Jahren im «Swinging London» auf und hatte mit «As Tears Go By» einen frühen Erfolg. Es folgten fünf turbulente Jahre als Freundin von Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger. Bis heute legendär: Bei einer Drogenrazzia wurde sie nur in einen Teppich gehüllt gefunden.

    In den 1970er-Jahren ging es für Faithfull ganz weit nach unten. Heroin, Alkohol, Leben auf der Straße. Als sie sich Ende des Jahrzehnts mit der Platte «Broken English» zurückmeldete und einen überraschenden Erfolg landete, war ihr Gesang ein anderer: Aus der ätherischen, fast flüsternden Stimme war eine brüchige, rauchige, ausdrucksstarke geworden.

    Die 80er Jahre brachten vier Alben und wachsenden Erfolg - obwohl die Britin sich nur langsam aus der Drogensucht herauskämpfte und zwischendurch mehrfach dem Tode nahe war. Mehr und mehr versuchte sie sich wie schon in den 60er Jahren als Schauspielerin - und auch hier kam langsam aber sicher der Erfolg. Ihre Auftritte in «Intimacy» und dann vor allem als ins Rotlichtmilieu umsteigende Hausfrau in «Irina Palm» brachten großes Kritikerlob.

    Heute wird Faithfull als eine Überlebende gesehen, die Dank ihrer Erfahrungen wie nur wenige andere Schmerz ausdrücken kann. Ihr Timbre habe erst reifen müssen, sagte sie selbst einmal über ihre markante Stimme, die von jahrzehntelangem Rauchen geprägt ist. Immer wieder betont sie, wie sehr sie es bereut, einen Großteil ihres Lebens an die Drogen verloren zu haben. Heute hat sie vor allem ein Ziel: Noch möglichst lange leben und arbeiten.

    Den Anschluss an die Zeit behält sie auch Dank junger und älterer Kollegen, die ihre Fans sind und die von ihr unterstützt werden. Mit Beck, Blur, Metallica, Nick Cave, Jarvis Cocker und Rufus Wainwright hat sie zusammengearbeitet. Auch zu den Stones hat sie noch Kontakt. Weiterarbeiten müsse sie auch deshalb, weil sie in früheren Jahren nichts für ihr Alter gespart habe. Eigentlich ist alles ziemlich gut momentan. Faithfull: «Bin ich eine angesagte alte Tante? Schon möglich. Und ich bin stolz darauf.»


    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    LAW, Jude britischer Schauspieler 42 29.12.1972 London Großbritannien
    KAMP, Alexandra deutsche Schauspielerin 48 29.12.1966 Baden-Baden Deutschland
    CLARKSON, Patricia amerikanische Schauspielerin 55 29.12.1959 New Orleans USA
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Die Promi-Geburtstage vom 27. Januar 2015: James Cromwell
Eine kleine Tierkomödie aus Australien machte vor 20 Jahren Hollywood-Blockbustern wie «Apollo 13» und «Braveheart» Konkurrenz.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/3127879,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-27.-Januar-2015%3A-James-Cromwell,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/2TXHsYw9YOJJHp_wM0zsr1oRzaRgveXzuawNFJh_r+E=.jpg
 
<b> Levans Weg</b><br/>Mi. 28.01. / 22.45 / ARTE<br/><br/>

Levan, ein Mann um die 40, sitzt unruhig in einer georgischen Klinik. Gleich soll eine Magnetresonanztomographie die Ursache seiner Schulterschmerzen abklären. Seine Angst überträgt sich auf Ehefrau, Verwandte und Freunde. Die Doku-Komödie lebt von ihren fesselnden, selbstironischen Protagonisten. Eine Erinnerung daran, wie gefährdet, aber wie wunderbar das Leben sein kann.
 © Zadig ProductionsLevans Weg
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Zitatecheck: Wer hat's gesagt?

 
"Fernsehen ist für mich nur ein Arbeitsplatz. Ich selber gucke nicht."
 
 
 
 
 

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