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  • 25. Mai 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 25. Mai 2016: Mike Myers

    Mit überdrehten Klamauk-Komödien wie «Wayne's World» oder als schleimiger Spion «Austin Powers» wurde Mike Myers in den 1990er Jahren berühmt und zu einem der Top-Verdiener in Hollywood. Sein vielleicht bester Film aber ist eine sehr persönliche Dokumentation über einen sehr guten Freund.
    Mit weißem Haar im Weißen Haus: Mike Myers vor wenigen Monaten. Foto: Ron Sachs © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mit weißem Haar im Weißen Haus: Mike Myers vor wenigen Monaten. Foto: Ron Sachs
     
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    Mit der vergnüglichen und sehr unterhaltsamen Dokumentation «Supermensch: Wer ist Shep Gordon?» (2014) legte der Kanadier, der heute 53 Jahre alt wird, zudem sein Regiedebüt vor.

    Shep Gordon legte als Manager wohl eine der schillerndsten Karrieren Hollywoods hin: Er machte Alice Cooper zum Rock-Superstar, ordnete die Finanzen von Groucho Marx, teilte sich eine Katze mit Cary Grant und machte Spitzenköche zu Superstars. Ein brillanter Mann mit ungewöhnlichen Ideen, der sich in einem harten Geschäft aber immer die Menschlichkeit bewahrt hat. Diesem «Mann im Hintergrund» hat Mike Myers ein bewundernswertes Denkmal gesetzt.

    Zum «Mann im Hintergrund» ist auch Mike Myers geworden. Auf der Leinwand hat man ihn schon länger nicht mehr gesehen. Ein Auftritt in Quentin Tarantinos «Inglourious Basterds» (2009) steht als letzter Kinofilm auf seiner Liste.

    Zuletzt war er vor allem als Synchronstimme des Ogers «Shrek» tätig - und hat es damit zum bestbezahlten «Voice Actor» Hollywoods geschafft. Angeblich soll er für «Shrek 4» über zehn Millionen Dollar bekommen haben.

    Da blieb genug Zeit, um sich um seine stetig größer werdende Familie zu kümmern. Ende letzten Jahres wurde der Schauspieler zum dritten Mal Vater. Verheiratet ist der Kanadier in zweiter Ehe mit Kelly Tisdale.

    Und was ist mit «Austin Powers 4»? Angeblich ist der Film seit 2005 in der Entwicklung, passiert aber ist in den letzten zehn Jahren nichts. Obwohl Mike Myers kürzlich erklärte, dass er noch einmal in die Rolle schlüpfen würde. Er sei bereit, wieder etwas zu machen, «wenn es gut ist». Nötig hat er es jedenfalls nicht...

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  • 24. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 24. Mai 2016: Bob Dylan

    An seinem 75. Geburtstag an diesem Dienstag (24.05.) hat Bob Dylan frei, die berühmte «Never Ending Tour» macht Pause. Doch was heißt schon frei bei einem so rastlosen Künstler, der immer noch in kurzen Abständen Platten mit neuem oder altem Material herausbringt und an 100 Tagen des Jahres in den Hotels von Konzertstädten lebt.
    Bob Dylan wird 75. Foto: Domenech Castello © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Bob Dylan wird 75. Foto: Domenech Castello
     
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    Der größte Poet des Folk, Rock und Blues dürfte an diesem 24. Mai auch über vergangene Ruhmestaten nachdenken. Vor allem aber über Pläne für die Zukunft, über ein spätes Meisteralbum vielleicht. Oder über den Literatur-Nobelpreis als einzige Ehrung, die ihm in einer 55-jährigen Karriere trotz diverser Nominierungen (noch) verwehrt geblieben ist.

    Seinen Karriere-Einstieg beschreibt der «Picasso des Songs» (so später sein Kollege Leonard Cohen) in der auch literarisch hochwertigen Autobiografie «Chronicles» (2004) so: «Amerika wandelte sich. Ich ahnte eine schicksalhafte Wendung voraus und schwamm einfach mit dem Strom der Veränderung. Das ging in New York genauso gut wie anderswo.»

    Noch unter seinem Geburtsnamen Robert («Bobby») Allen Zimmerman spielt der aus Duluth/Minnesota stammende Dylan zunächst in regionalen Highschool-Bands Rock'n'Roll. Sein Faible für die neue Folk-Bewegung entdeckt der aus einer jüdischen Familie stammende junge Mann 1959 in Minneapolis. Dann treibt ihn der «Strom der Veränderung» in den New Yorker Szene-Stadtteil Greenwich Village.

    Der Erfolg stellt sich mit dem Song «Blowin' In The Wind» (1963) ein. Wilde, wütende Lieder wie «Masters Of War» oder «A Hard Rain’s A-Gonna Fall» qualifizieren Dylan für die Protest-Folk-Bewegung - und für den berühmten Bürgerrechtler-Marsch nach Washington. Doch weder die Rolle eines Folk-Idols mag Dylan auf Dauer annehmen noch die der politischen Symbolfigur. Also mutiert er zum zweiten Mal - diesmal zum Rockmusiker mit elektrischer Gitarre und Band. Für seinen «Verrat» am Folk wird er von Fans als «Judas» beschimpft.

    Aber Dylan lässt sich nicht beirren und komponiert Mitte, Ende der 60er künftige Klassiker in Serie. Alben wie «Bringing It All Back Home», «Highway 61 Revisited», «Blonde On Blonde». Weltkluge Songs wie «Desolation Row» oder «Like A Rolling Stone», den das (danach benannte) Fachblatt «Rolling Stone» später zum besten Lied aller Zeiten kürt. Seine mit Metaphern und Anspielungen durchsetzten Texte sind von beispielloser Qualität. Selbst seine nasale, damals noch nicht so verbrauchte Stimme hat ihren Reiz.

    Nach einem Motorradunfall im Sommer 1966 zieht sich Dylan aus der Öffentlichkeit zurück und lebt mit seiner Ehefrau Sara Lowndes und den gemeinsamen Kindern in der Nähe von Woodstock bei New York. Als dort 1969 das wichtigste Festival des Jahrzehnts über die Bühne geht, ist ausgerechnet der neben den Beatles und den Rolling Stones wichtigste Rock- und Pop-Pionier nicht dabei.

    Die 70er Jahre sind eine wechselvolle, schwierige Zeit für Dylan: die Trennung von Sara Lowndes, eine gewisse künstlerische Stagnation (abgesehen von «Blood On The Tracks» und in Teilen «Desire»). Auch für die 80er fällt die Bilanz eher durchwachsen aus: Auf der Habenseite stehen eine zweite Heirat, kommerzielle Erfolge mit der Star-Band Traveling Wilburys, der Beginn der «nie endenden Tournee» rund um den Erdball mit 100 Konzerten pro Jahr.

    Dylans künstlerische Rehabilitierung kommt 1997 mit dem ersten großen Alterswerk «Time Out Of Mind». Seitdem hat er einen Lauf, setzt alle paar Jahre Ausrufezeichen wie «Modern Times» (2006) oder «Tempest» (2012). Seine Alben steigen in den Charts so hoch wie selbst in den 60ern nicht, teilweise sogar bis an die Spitze. Rund 100 Millionen Tonträger soll er inzwischen verkauft haben.

    Auch die Auszeichnungen sind kaum noch zu zählen: elf Grammys, ein Song-Oscar, der Pulitzer-Preis für «lyrische Kompositionen von außerordentlicher poetischer Kraft», die von Barack Obama höchstpersönlich verliehene «Presidential Medal of Freedom».

    Dylans Werk sei inzwischen «ein Resümee der populären amerikanischen Musiktraditionen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts», schreibt sein Biograf Heinrich Detering. Und der US-Historiker Sean Wilentz, Autor des Buchs «Bob Dylan und Amerika», sagt der Deutschen Presse-Agentur: «Seine Arbeit, damals wie heute, inspiriert, gefällt, unterhält und baut Menschen weltweit auf. Er ist ein großartiges amerikanisches Kulturgut.»

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  • 23. Mai 2016 13:50

    Leute Promi-Geburtstag vom 23. Mai 2016: Tom Tykwer

    Sein neuer Film «Ein Hologramm für den König» mit Hollywoodstar Tom Hanks in der Hauptrolle ist gerade in den Kinos angelaufen, Tom Tykwer spielt mittlerweile als Regisseur in der Hollywood-Liga.
    Tom Tykwer bei der Premiere von «Ein Hologramm für den König» in Berlin. Foto: Jörg Carstensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Tom Tykwer bei der Premiere von «Ein Hologramm für den König» in Berlin. Foto: Jörg Carstensen
     
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    Trotzdem bleibt er seiner Heimat treu, gedreht wurde der neue Film nach dem Bestseller von Dave Eggers in den altehrwürdigen Studios in Babelsberg. Da drehte Tykwer, wie er neulich in einer RBB-Doku zum Defa-Jubiläum erzählte, schon ganz am Anfang seiner Karriere. Heute feiert der Regisseur und Drehbuchautor seinen 51. Geburtstag.

    Schon seit einigen Jahren ist Tykwer weit über Deutschland hinaus unterwegs. Seine Süskind-Verfilmung «Das Parfum» war 2006 ein Hollywood-Spektakel, es folgten der Thriller «The International» mit Clive Owen und die Mammut-Zeitreise «The Cloud Atlas», ebenfalls mit Tom Hanks in vielen Rollen. Da fiel dann Tykwers vergleichsweise kleine unkonventionelle Dreiecksromanze «Drei» (2010) schon ein wenig aus dem Rahmen. Dabei ist «Drei» mit der tollen Sophie Rois zwischen zwei Männern nicht zuletzt auch eine Hommage an das neue, quirlige Berlin.

    In die neue alte Hauptstadt zog es den jungen Tom Tykwer - geboren 1965 in Wuppertal - schon früh. Mit zwanzig begann er ein Philosophiestudium in West-Berlin und arbeitete als Filmvorführer und Programmgestalter in diversen Kinos. Der erste Langfilm des Cineasten war gleich ein Paukenschlag: «Die tödliche Maria», prominent besetzt mit Joachim Król, Josef Bierbichler und Nina Petri, bestach durch Stilwillen und eine abgründige Geschichte. Auch das Ensembledrama «Winterschläfer» wurde gefeiert, bevor Tykwer mit «Lola rennt» 1998 der Durchbruch gelang. Seit diesem Zeitpunkt spielt er in eiern anderen Liga, obwohl es auch einige Leute gibt, die seine frühen sperrigen Filme den späteren, eher glatten Großproduktionen vorziehen.

    Eines jedenfalls will Tom Tykwer auf keinen Fall machen: einen Bondfilm inszenieren. Das sei «doch nur eine neu dekorierte Variante der immer selben Portion Pommes frites, allein die Mayo-Sorte wird ausgetauscht», sagte der Filmemacher vor drei Jahren der Zeitschrift «TV Movie». «Mag ja lecker
    sein, ich muss aber nicht an der Fritteuse stehen.»

    Da kümmert er sich lieber um die bereits heißerwartete TV-Serie «Berlin Babylon», die für 2017 angekündigt ist. Von Berlin jedenfalls kommt Tykwer nicht mehr los.

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  • 22. Mai 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 22. Mai 2016: Wolf-Dieter Poschmann

    Die Stimme von Wolf-Dieter Poschmann erkennt der sportinteressierte Fernsehzuschauer auf Anhieb. Seit 30 Jahren kommentiert und moderiert Poschmann nun schon Sportsendungen im ZDF.
    Wolf-Dieter Poschmann wird 65. Foto: Arno Burgi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Wolf-Dieter Poschmann wird 65. Foto: Arno Burgi
     
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    In dieser Zeit hat er viele Meriten erworben, sich aber nicht nur Freunde gemacht. An diesem Sonntag wird der gebürtige Kölner 65 Jahre alt - und freut sich auf seinen Abschied vom Bildschirm nach den Olympischen Spielen in Rio.

    «Ein wunderbarer Abschluss. Ich habe so viel Spannendes und Großartiges erlebt, durfte ein kleiner Teil von großen Sportmomenten sein, habe Generationen von Sportlern kommen und gehen sehen, habe die deutsche Einheit, die im Sport ja irgendwie immer noch nicht richtig vollzogen ist, begleitet», sagte Poschmann unlängst in einem Interview des Bonner «General-Anzeiger» über seine wechselvolle TV-Karriere.

    Eigentlich wollte Poschmann ja Profifußballer werden. Als daraus nichts wurde, versuchte er sich mit Erfolg als Leichtathlet. Nach dem Ende seiner aktiven Sportlerlaufbahn heuerte Poschmann 1986 beim Zweiten Deutschen Fernsehen als freier Mitarbeiter an. Sieben Jahre später wurde er festangestellter Redakteur und stieg schnell zum Anchorman auf. 1994 moderierte er erstmals das «Aktuelle Sportstudio», 1995 wurde er Chef der ZDF-Sportredaktion. Ein Aufstieg wie im Bilderbuch.

    Künftig war Poschmann stets dort, wo sich die Stars tummelten. Ob im Stadion, auf der Tartan- und Eisbahn oder dem Roten Teppich. Er berichtete von Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften im Fußball und diversen Titelkämpfen in der Leichtathletik und im Eisschnelllauf.

    Mehrfach wurde Poschmann zum TV-Journalisten des Jahres gewählt. Poschmanns Ära als Sportchef endete jedoch vorzeitig. Offiziell wurde dies mit der notwendigen Trennung von administrativen und journalistischen Aufgaben begründet.

    Als Chefreporter versorgte er die TV-Konsumenten auch danach mit News und Anekdoten aus der Sportwelt. 2011 folgte nach 230 Auftritten der Abpfiff im «Aktuellen Sportstudio». Bei den Olympischen Spielen 2012 in London geriet er - aus seiner Sicht zu Unrecht - heftig in die Kritik, weil er den ehemaligen Dopingsünder Justin Gatlin beim 100-Meter-Finale in Schutz nahm und das Kontrollsystem als unangemessen und ineffizient bezeichnete.

    Zuletzt sorgte Poschmann für Aufsehen, als er die ZDF-Sondersendung zum Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach barfuß moderierte. Im Netz war sein Auftritt ein Topthema, für Poschmann selbst nur eine unbedeutende Fußnote. «Dass daraus eine solche Welle wurde, ist einerseits amüsant, aber auch bezeichnend für den Zustand unserer Medienlandschaft», sagte er verwundert dem «General-Anzeiger».

    Mit dieser Entwicklung kann er sich kaum noch identifizieren. «Die Berichterstattung im Allgemeinen ist braver, geschmeidiger und weniger kontrovers geworden», kritisierte Poschmann. Auch deshalb freut er sich auf den bevorstehenden Ruhestand: «Es fällt mir nicht schwer loszulassen.»

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  • 21. Mai 2016 00:01

    Wissenschaft Promi-Geburtstag vom 21. Mai 2016: Günter Blobel

    Gerade einmal acht Jahre alt war Günter Blobel, als sein Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde. Seine Familie lebte im schlesischen Waltersdorf und musste Anfang 1945 vor der anrückenden russischen Armee fliehen.
    Der Medizin-Nobelpreisträger Günter Blobel 2002 im Berliner Schauspielhaus. Foto: Bernd Settnik © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Medizin-Nobelpreisträger Günter Blobel 2002 im Berliner Schauspielhaus. Foto: Bernd Settnik
     
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    «Bis dahin war meine Kindheit eine Idylle aus dem 19. Jahrhundert», schrieb Blobel, der am Samstag (21. Mai) 80 Jahre alt wird, einmal über sein Leben. Auf dem Weg nach Westen kommt die Familie durch Dresden. «Die vielen Türme und die wundervolle Kuppel der Frauenkirche waren sogar für die untrainierten Augen eines Kindes ein unglaublicher Anblick.»

    Wenige Tage später wird Blobel Zeuge, wie Bomben die ganze Stadt in Brand setzen. «Das Feuer war so hell, dass man nachts Zeitung hätte lesen können, dabei waren wir viele Kilometer entfernt», erzählte Blobel später einmal der «New York Times». «Nach dem Krieg sind wir zweimal durch Dresden gefahren und ich habe die unglaubliche Zerstörung gesehen. Damals habe ich mir geschworen: "Wenn es jemals die Chance gibt, dass ich helfen kann, das wiederaufzubauen, werde ich es machen".» 

    Rund ein halbes Jahrhundert später erhält Blobel den Medizinnobelpreis - und stiftet den größten Teil des Preisgeldes dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Zudem setzt er sich seit Jahrzehnten für den Bau einer Synagoge, die originalgetreue Rekonstruktion des zerstörten Neumarktes und ein Friedensmuseum ein. Am Neumarkt hat der hochgewachsene Mann mit den schneeweißen Haaren ein Grundstück gekauft, auf dem ein Gebäude wiedererstehen soll. Auf Blobels Initiative hin leitete die Unesco eine Untersuchung ein, ob das Weltkulturerbe Dresdner Elbtal durch den Bau der umstrittenen Waldschlößchenbrücke gefährdet sei - und erkannte den Titel 2009 schließlich ab.

    Das alles macht Blobel neben seiner Arbeit als Wissenschaftler und Biochemie-Professor, die ihn nach einem Studium in Frankfurt, München, Kiel und Freiburg an die Rockefeller Universität in New York geführt hat. Dort lebt der Forscher, der inzwischen die US-Staatsbürgerschaft besitzt, gemeinsam mit seiner Ehefrau Laura Maioglio, einer Kunsthistorikerin und Restaurantbetreiberin. Das Paar hat keine Kinder.

    Den Medizinnobelpreis 1999 erhielt Blobel für die Entdeckung, dass neu gebildete Proteine mit einer Signalsequenz an den richtigen Platz in der Zelle kommen. Auch das Bundesverdienstkreuz bekam er verliehen. «Ich sage meinen Studenten immer, dass wenn sie das, was sie forschen, nicht ihrer Oma erklären können, dass sie es dann auch selbst wahrscheinlich nicht verstehen», sagte Blobel der «New York Times». Und erklärte seine Entdeckung so: «Es geht darum, wie Proteine in einer Zelle von dem Ort, an dem sie gemacht werden, zu dem Ort kommen, an dem sie ihre Funktion erfüllen. Wir haben herausgefunden, dass Proteine eine Art eingebaute Postleitzahl haben, die ihnen hilft, an ihre Zieladresse zu kommen.»

    Seine Signalpeptid-Theorie helfe, Erbkrankheiten und andere Leiden besser zu verstehen, bei denen Proteine fehlplatziert sind, hieß es in der Laudatio auf den Nobelpreisträger. Die Pharmaindustrie produziere heute Medikamente «nach dem Verfahren, das ich entdeckt habe», sagt Blobel. Und bedauert: «Hätte ich mir das damals patentieren lassen, ich könnte ganz Dresden wieder aufbauen».

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  • 20. Mai 2016 10:04

    Leute Promi-Geburtstag vom 19. Mai 2016: Bérénice Marlohe

    An der Seite von Daniel Craig wurde die französische Schauspielerin Bérénice Marlohe, die heute 37 Jahre alt wird, berühmt. In dem 007-Abenteuer «Skyfall» (2012) spielte sie das Bondgirl Sévérine.
    Die französische Schauspielerin Bérénice Marlohe wird 37. Foto: Ian Langsdon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die französische Schauspielerin Bérénice Marlohe wird 37. Foto: Ian Langsdon
     
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    Rein äußerlich passte sie ganz hervorragend ins Schema der Femme fatale, die in so vielen Bond-Streifen die Handlung bereicherten. «Ich habe erstmals in meinem Leben eine Schusswaffe in die Hand genommen», sagte die dunklhaarige Französin über ihre neue Action-Erfahrung, die sie sichtlich genossen hat.

    Alles ein großer Spaß: Die Stimmung beim Dreh mit 007-Star Daniel Craig sei «super» gewesen, meinte Bérénice Marlohe. Allerdings findet sie auch Sean Connery ziemlich gut: «Er hat alles, was ein Bond braucht», sagte sie über den ehemaligen 007.
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    Allerdings sieht sich Bérénice Marlohe nicht als klassisches Bond-Girl. «Das ist ein Stempel, mit dem ich nichts anfangen kann», sagte sie der Zeitschrift «Cinema». «Meine Figur Sévérine ist eine Frau, die sich nicht durch das Herumlaufen im Bikini definiert. Sie ist sehr mysteriös», erklärte die Französin.

    Das hat wohl auch dem mysteriösen Kult-Regisseur Terrence Malick («The Tree Of Life») gefallen zu haben, denn er verpflichtete die Schauspielerin für seinen Film «Weightless» In dem Musikdrama, in dem es um Leidenschaft und Betrug gehen soll, spielen auch Michael Fassbender und Natalie Portman mit.

    Und in David Lynchs heißersehnter TV-Serie «Twin Peak» konnte Bérénice Marlohe ebenfalls eine Rolle ergattern. Das «Bond»-Girl geht seinen Weg.

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  • 20. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 20. Mai 2016: Cher

    Auf 140 Zeichen äußert sich Cher derzeit am liebsten: Die Pop-Ikone hat Twitter für sich entdeckt. «Ich kann keine Rechtschreibung, meine Grammatik ist furchtbar, aber ich bin die ganze Zeit da drauf, weil es mir Spaß macht», sagte die Sängerin und Schauspielerin jüngst dem britischen «Guardian».
    Die alterslose Musikikone: Cher wird 70. Foto: Carmen Jaspersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die alterslose Musikikone: Cher wird 70. Foto: Carmen Jaspersen
     
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    Oft mehrmals täglich versorgt Cher, die heute 70 Jahre alt wird, ihre rund drei Millionen Twitter-Fans mit Fotos und kleinen Nachrichten - meist komplett in Großbuchstaben und voller Emojis.

    Derzeit richten sich viele ihrer Tweets gegen den umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump. Den kann Cher nicht ausstehen, aber selber könnte sie es auch nicht besser, wie sie eingesteht. «Um Himmels willen, auf keinen Fall. Ich wäre die Schlimmste. Ich habe ein schreckliches Temperament, wenn es um solche Sachen geht.»

    Cher will lieber weiter Musik machen, schauspielern und ihre seit Jahrzehnten anhaltende Erfolgskarriere fortsetzen - trotz ihres Alters. «Ich habe manchmal das Gefühl, das Altern steht mir im Weg. Aber was soll's, ich lasse mir nicht den Lebensmut nehmen von blöden Jahreszahlen.»

    Dank Schönheitsoperationen und Botox wirkt sie mit ihren großen Augen, der glatten Haut und dem durchtrainierten Körper von außen betrachtet zudem völlig alterslos. Kritik an ihrem Aussehen ließ Cher schon immer kalt. «Und wenn ich mir meine Brüste auf den Rücken machen lasse, ist das meine Sache.» Derzeit ist ihre Erscheinung für die Karriere aber eher hinderlich. «Ich bin gerade in einer merkwürdigen Situation. Ich bin zu alt, um jung zu sein, und zu jung, um alt zu sein, also muss ich kreativ eingesetzt werden.»

    Schon immer hat sich die Pop-Diva regelmäßig neu erfunden: Vom scheuen Hippiemädchen über die Disco-Queen mit Glamour, Glitzer, knapp geschnittenen Outfits und Las-Vegas-Auftritten bis hin zur Rockerin. Als Cherilyn Sarkasian La Pier wurde sie in ärmlichen Verhältnissen im kalifornischen El Centro als Tochter einer Cherokee-Indianerin und eines armenischen Truckers geboren - und arbeitete sich zur Millionärin hoch.

    1964 lernte Cher den italo-amerikanischen Sänger Salvatore «Sonny» Bono kennen, die beiden heirateten noch im selben Jahr. Unter dem Namen Sonny & Cher gelang ihnen kurz darauf mit «I Got You, Babe» ein Welthit. Rasch wurde das Duo mit weiteren Erfolgen wie «The Beat Goes On» und «Bang Bang (My Baby Shot Me Down)» zu Ikonen der Flower-Power-Bewegung. Sie selbst lebten allerdings eher konventionell, vor allem nachdem Tochter Chastity (auf Deutsch: Keuschheit) geboren worden war. «Wir sind so spießig, dass es einen krank macht», sagte Cher damals.

    Einige Jahre später trennte sich das Paar im Streit. «Als ich Sonny verlassen habe, wollte ich Sonny & Cher aufbrechen. Ich war nicht die beiden und ich wollte ich sein. Das war so ein Schwachsinn. Ich hatte nie irgendwas erreicht.» Chers Solokarriere wird erfolgreich, zudem bekommt sie eine eigene TV-Show und Schauspielrollen. Ende der 80er Jahre wird sie für ihre Rolle in «Mondsüchtig» mit Nicolas Cage sogar mit einem Oscar ausgezeichnet. Ende der 90er Jahre schafft sie mit «Believe» auch wieder ein Musik-Comeback.

    Ex-Mann Sonny Bono kam 1998 bei einem Ski-Unfall ums Leben. Tochter Chastity lebt nach einer Geschlechtsumwandlung inzwischen als Mann und nennt sich Chaz. Für ihre Mutter war das zunächst nicht einfach zu akzeptieren. «Ich lebe sehr gern in einem weiblichen Körper und würde das um nichts im Leben ändern wollen. Aber Chaz ist glücklich damit - das ist es, was zählt.» Aus einer Ehe mit dem Rockmusiker Gregg Allman in den 70er Jahren stammt ein weiterer Sohn, Elijah Blue. Auch mit Kiss-Musiker Gene Simmons, Bon Jovi-Gitarrist Richie Sambora und Schauspieler Tom Cruise werden Cher Beziehungen nachgesagt, gehalten hat keine davon.

    Cher zieht ihr Leben und ihre Karriere weitgehend alleine durch - und hat davon noch lange nicht genug. «Ich bin einfach noch nicht bereit, in Rente zu gehen», sagt die Musikerin und hat bereits weitere Tour-Pläne angedeutet. Aber auch für die Zeit nach ihrem Tod hat Cher bereits vorgesorgt: Sie besitzt seit Jahren eine Grab-Parzelle auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise - direkt neben zwei Legenden: Musiker Jim Morrison und Schriftsteller Oscar Wilde.

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  • 18. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstage vom 18. Mai 2016: Jack Johnson

    Was macht eigentlich Jack Johnson? Fast drei Jahre ist es schon her, dass sein letztes Album «From Here To Now To You» erschienen ist. Untätig aber war der Singer-Songwriter nicht, auch wenn sich bei ihm nicht alles um die Musik dreht.
    Jack Johnson macht gute Laune. Foto: Kabir Dhanji © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Jack Johnson macht gute Laune. Foto: Kabir Dhanji
     
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    Seit vielen Jahren schon setzt sich Jack Johnson, der heute 41 Jahre alt wird, für den Klima- und Umweltschutz ein. Auch bei seinen Konzerten geht er mit gutem Beispiel voran: Das geht von der Nutzung von Energiesparlampen bis zum Recycling des Abfalls. Seine Fans fordert er zudem auf, mit dem Fahrrad zu seinen Shows zu kommen, um den CO2-Ausstoß zu verringern.

    Immer wieder hat sich Jack Johnson gefragt, ob es bei all den Umweltproblemen überhaupt noch sinnvoll sei, Konzerte zu gebe. Nun, er tut es weiterhin, will aber im Musik-Geschäft zu einem Umdenken animieren. Dazu gehört auch, dass die Einnahmen aus seinen Tourneen in großen Teilen Umweltorganisationen zugute kommen.

    Große Konzerte sind für dieses Jahr auch nicht weiter geplant. Lediglich ein Auftritt steht auf seinem Terminplan: Im September ist Jack Johnson Headliner des Kaboo-Festivals in Kalifornien.

    Und neue Musik? Auch da hält sich Jack Johnson momentan zurück. Immerhin hat er den Song «Seasick Dream» für den Surf-Film «View From A Blue Moon» (2015) von John John Florence beigesteuert - eine Liebeserklärung an das Wellenreiten.

    Surfen - das war lange Zeit auch die Welt von Jack Johnson, der auf der Hawaii-Insel Oahu geboren wurde. Bereits als Kleinkind nahm er es zum ersten Mal mit den Wellen auf und mauserte sich schnell zu einem wahren Akrobaten auf dem Brett. Obwohl Johnson auch als Profi-Surfer eine gute Figur gemacht hätte, entschied er sich gegen diese Karriere. Ein schwerer Unfall mag seine Entscheidung damals mit beeinflusst zu haben. Stattdessen absolvierte er ein Studium an einer kalifornischen Filmschule.

    Jackson, der als Teenager bereits in einigen Surffilmen vor der Kamera gestanden hatte, kehrte als Kameramann zurück auf seine Heimatinsel, um seine Sicht des Beach-Boy-Lebensgefühls auf Zelluloid zu bannen. Bei der Arbeit zum Soundtrack seines legendären Surf-Filmes «Thicker Than Water» (1999) entdeckte der Hobby-Gitarrist quasi aus dem Nichts seine Qualitäten als Singer/Songwriter, die ihm bald von allen Seiten bestätigt wurden.

    Der Wellenreiter und Musiker Garret Dutton (der sich auch G. Love nennt) veröffentlichte prompt den Johnson-Song «Rodeo Clowns» auf seinem 1999er Album «Philadelphonic» und brachte damit den Stein ins Rollen. Johnsons Telefon lief vor Anrufen von Plattenfirmen heiß und schließlich produzierte J.P. Plunier, der auch mit Ben Harper zusammenarbeitete, Johnsons Debüt «Brushfire Fairytales» (2001). Trotz des eigentlich wenig radiotauglichen Folk-Sounds spielten einige US-Sender den Newcomer, und nach und nach breiteten sich seine Melodien im ganzen Land aus.

    Jack Johnson ist ein ziemlich entspannter und lässiger Typ, dem es gelingt, sein eigenes Lebensgefühl in seine Songs zu packen. «Ich glaube, ich habe eine Nische gefunden, mit einem Sound, der die Menschen glücklich macht», erklärte er einmal die Wirkung seiner Gute-Laune-Musik.

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  • 17. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 17. Mai 2016: Udo Lindenberg

    Udopium - geiles Wortspiel, ne?», sagt Udo Lindenberg und grinst. «Deutschland nimmt wohl eine neue Droge», erklärt er sich das, was um ihn herum gerade passiert.
    «Udopium» für alle - Udo Lindenberg wird 70. Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    «Udopium» für alle - Udo Lindenberg wird 70. Foto: Christian Charisius
     
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    Unter dem Einfluss jenes Udopiums könnten Partys lange dauern - gefühlt hat der Musiker seit Wochen Geburtstag. Seit er sein Werk «Stärker als die Zeit» vorgelegt hat, wird er nicht nur von Fans gefeiert. Mit Volldampf rast er seit Ende April durch die Medienkanäle, in den Charts platziert er sein drittes Nummer-Eins-Album, und er selbst glaubt, eine Rakete gefrühstückt zu haben, weil alles so «geilomatik» nach oben «zischt».

    Warum ihn plötzlich (fast) alle lieben? «Weil ich geile Sachen mache», sagt er. Heute wird Udo Gerhard Lindenberg nun tatsächlich 70 Jahre alt.

    Am Anfang stand eine Art «Masterplan», den der Sohn des Installateurs Gustav und der Hausfrau Hermine ausgeheckt hatte - getrieben vom Wunsch, «reich und berühmt» zu werden. Seit Ende der 60er Jahre lebt er bevorzugt in Hamburg. Hier, wo er in frühen Jahren in einer WG mit Komiker Otto Waalkes und Rocker Marius Müller-Westernhagen wohnte und heute das Hotel Atlantic seine Dauerherberge ist, entwarf er das Bild vom Rock-Revolutionär: «Markante Silhouette mit enger Beinbekleidung, torkelnde Lindi-Choreografie und deutsche Texte. Strategie-Papiere für den Weg vom Gully zum Gipfel.» Eigentlich erfolgreicher Schlagzeuger, trat er Anfang der 70er Jahre in den Vordergrund.

    «Keine Panik auf der Titanic, jetzt trinken wir erst mal einen Rum mit Tee», sang er 1972 in «Hoch im Norden», im Jahr darauf gelang ihm mit «Alles klar auf der Andrea Doria» endgültig der Durchbruch. «Damals war die amtliche Popsprache Englisch, zumindest für die, die nicht selbstmörderisch eigensinnig sein, sondern viele Platten verkaufen wollten», bemerkt Autor Benjamin von Stuckrad-Barre im Buch «Am Trallafitti-Tresen» (2008), das er mit seinem Kollegen Moritz von Uslar verfasste. Uslar nennt jene Entscheidung für das Deutsche die «historische Leistung von Udo».

    Die Deutschen jedenfalls horchten auf: Das klang anders als alles, was bis dahin aus den Radios dröhnte. Lindenberg wurde zum Wegbereiter: «Ohne Udo Lindenberg würden wir alle nicht das erreicht haben mit unserer deutschsprachigen Rockmusik, was passiert ist», sagte seine Kollegin Nina Hagen in einer TV-Doku. Und er schrieb Geschichte(n): wenn er zu Zeiten der deutschen Teilung über das «Mädchen aus Ost-Berlin» sang, dort im Palast der Republik auftrat oder mit dem «Sonderzug nach Pankow» musikalisch durch die Mauer preschte. Sein Lied «Wozu sind Kriege da?» - eine zeitlose Anti-Kriegs-Hymne. Und immer wieder Rock gegen Rechts für eine Bunte Republik Deutschland. 

    Irgendwann aber sah man «Uns Udo» mehr auf dem Barhocker als auf der Bühne. Abgeschrieben an Alkoholexzesse, kein angemessenes Alterswerk in Sicht. Der Alkohol, dem schon sein Vater zugeneigt war - auch in seinem Leben und Werk sehr präsent. «Und der Whisky, der zieht runter - und sein Blut wird schnell und warm. Und jetzt nimmt ihn Lady Whisky ganz zärtlich in den Arm», sang er Anfang der 90er Jahre. 2003 erstmals und auf dem neuen Album folgte ein Dankeschön an seinen Körper: «Ich hab' geraucht so wie ein Schlot und gesoffen wie ein Loch. Ich hab' dich super hart geschunden, trotzdem leben wir immer noch.» Immer wieder räumte er aber auch ein: «So manche hohe Wissenschaft und Symphonien und höhere Sphären wär'n nicht entstanden, wenn die Kollegen immer nur nüchtern geblieben wären.»

    Andere hätte das alles endgültig aus der Bahn geworfen, Lindenberg aber hat die Kurve gekriegt. Mit dem Comeback vor acht Jahren gelang ihm das erste Nummer-Eins-Album seiner Karriere, nach «MTV Unplugged» (2011) platziert er nun mit «Stärker als die Zeit» sein drittes. Mit 70 Jahren ist er fitter denn je, rockte bei den ersten Proben für seine Tournee fast drei Stunden lang über die Bühne. Denkmäler wurden für ihn errichtet, darunter in seinem Heimatort, dem westfälischen Gronau, wo er auch Ehrenbürger werden soll - und er hat sie sich selbst gesetzt, nicht nur mit seinen Songs, auch mit einem eigenen Musical, das nach Berlin bald in Hamburg zu sehen sein wird: «Hinterm Horizont» auf der Reeperbahn.

    Seinen 70. feiert er mitten in den Proben im Schalke-Stadion von Gelsenkirchen. Nach dem Start am 20. Mai kutschieren 31 Trucks die Materialien bis zum 26. Juni durchs Land: 200 Lautsprecher, 31 Kilometer Kabel, 300 Spezialscheinwerfer - für den «pompösen Abschlussball», wie er die Tournee auch nennt, denn «in dieser Form wird es die Shows nicht mehr geben». Wie heißt es auf seiner aktuellen Platte? «Jede Show kann die letzte sein.» Diesmal ist es für ihn das Ende einer Trilogie, die 2014 mit der ersten Stadion-Tour seiner Karriere begonnen hatte. Was danach passiert? «Dann fährt der Abenteurer weiter Richtung neue Horizonte», sagt er. «Aber erst einmal gibt es die letzte volle Ladung Udopium fürs Panik-Volk.» 

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  • 16. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 16. Mai 2016: Janet Jackson

    Janet Jackson liegt im Bett und strahlt. «Wir befinden uns im zweiten Teil der Tour und plötzlich hat es eine Veränderung gegeben», sagt sie mit zarter Stimme in die Kamera. «Ich hielt es für wichtig, dass Ihr die ersten seid, die es erfahren.» Dann holt sie Luft: «Mein Mann und ich planen unsere Familie.»
    Janet Jackson wird 50. Foto: Ali Haider © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Janet Jackson wird 50. Foto: Ali Haider
     
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    Die Nachricht aus dem Privatleben der US-Popsängerin ist eine ziemliche Überraschung - immerhin wird die Schwester des gestorbenen «King of Pop» Michael Jackson heute 50 Jahre alt.

    Das Wort «Schwangerschaft» nimmt Jackson öffentlich bisher nicht in den Mund, auch ihre Sprecherin verweist auf Nachfrage nur auf die Anfang April per Twitter verbreitete Videobotschaft. Doch zwischen den Zeilen scheint die Sache eindeutig: «Ich muss mich ausruhen - Anweisung der Ärzte», sagt die Musikerin.

    Den nächsten Lebensabschnitt der Sängerin dürfte ein spätes Mutterglück umkrempeln. 2012 hatte sie den fast zehn Jahre jüngeren Milliardär Wissam Al Mana geheiratet, es ist ihre dritte Ehe. Kinder hat sie bislang nicht. Schon 2009 hatte sie nach der Trennung von Musikproduzent und Rapper Jermaine Dupri von ihrem Wunsch erzählt, Kinder zu haben. «Sicher würde ich adoptieren», sagte sie in einem Interview. «Und ich glaube, wenn ich wirklich Kinder haben soll, wird es passieren, wenn das Gottes Plan für mich ist.»

    Überhaupt scheint Jackson seit ihrer dritten Ehe neuen Schwung im Leben gefunden zu haben. Sieben Jahre waren seit dem Album «Discipline» vergangen, als sie sich im Herbst vergangenen Jahres mit «Unbreakable» samt dazugehöriger Tour in die Musikwelt zurückmeldete. Da hatte sie sich in zwei Liebeskomödien als Schauspielerin versucht, den Tod ihres Bruders Michael im Jahr 2009 verkraften müssen und ein Buch veröffentlicht. Mit ihrem Comeback-Album «Unbreakable» hatte die Musikerin zum siebten Mal ein Nummer-Eins-Album in den US-Charts. Nur Barbra Streisand und Madonna gelang das häufiger.

    Die 1966 in Gary (Indiana) geborene Janet Damita Jo Jackson hätte fraglos im Schatten ihrer älteren Geschwister stehen können. Stattdessen etablierte sie sich als Pop-Diva der 1980er und 90er Jahre. Ihr Image einer unabhängigen und starken Musikerin beeinflusste Kolleginnen wie Beyoncé, Rihanna, Aaliyah, Britney Spears und das Trio TLC. Ihre Titel «That's the Way Love Goes», «Got 'Til It's Gone» und das Duett «Scream» mit ihrem Bruder Michael brachten ihr drei ihrer insgesamt fünf Grammys ein.

    Schon mit sieben Jahren stand sie mit den Jackson Five auf der Bühne, und wie bei Bruder «MJ» war es der Vater, der sie zu einer Karriere als Musikerin drängte. Sie sang über häusliche Gewalt, Aids, Homophobie und Sex. Ähnlich provokant waren auf Tourneen ihre Kostüme sowie anzügliche Choreographien an der Seite männlicher Tänzer. Janet Jackson machte unmissverständlich klar, dass die Jüngste der Jackson-Geschwister sich von niemandem in die Schranken weisen lässt.

    Außerhalb ihrer Fangemeinde war es vermutlich «Nipplegate» im Jahr 2004, an das sich viele erinnern: Sänger Justin Timberlake riss ihr beim Super Bowl vor Millionen TV-Zuschauern versehentlich das Leder-Bustier vom Leib und entblößte ihre Brust. Wochenlang war die Sache in den Talkshows Thema.

    Ihr Privatleben hält Jackson derweil ziemlich unter Verschluss: Von ihrer Ehe mit Wissam Al Mana erfuhr die Öffentlichkeit erst Monate später, die Ehe mit dem Tänzer Rene Elizondo Jr. im Jahr 1991 wurde sogar erst Jahre später bei deren Trennung bekannt. Von einem Kind und einem neuen Leben als Mutter dürfte die Presse noch stärker abgeschirmt werden. Den zweiten Teil ihrer Tour, die Janet Jackson auch nach Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin führen sollte, will sie trotz der verkündeten «Veränderung» nachholen.

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  • 15. Mai 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 15. Mai 2016: Klaus-Peter Siegloch

    Welliges Haar, runde Brille und eine markante Stimme - so dürften viele Fernsehzuschauer Klaus-Peter Siegloch in Erinnerung haben. Der Journalist gehörte viele Jahre zu den bekanntesten Gesichtern des ZDF.
    Klaus-Peter Siegloch wird 70. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Klaus-Peter Siegloch wird 70. Foto: Britta Pedersen
     
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    Als Moderator im «heute journal», Wahl-Analytiker oder Korrespondent in Washington und New York - er sei am liebsten Reporter gewesen, egal in welcher Position, wie er in einem Interview sagte. Wenn der gebürtige Hamburger an diesem Sonntag (15. Mai) 70 Jahre alt wird, dann aber nicht mehr als Reporter, sondern als Luftfahrtlobbyist.

    Der Lobbyist Siegloch, der demnächst als hauptamtlicher Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) verabschiedet wird, ist mit dem Reporter Siegloch im Reinen. «Für Journalisten ist es richtig, die Botschaften von Lobbyisten kritisch zu hinterfragen – wie übrigens alle Informationen von Dritten», erklärte er. «Wer aber Informationen von Interessenverbänden grundsätzlich als einseitig zurückweist, der versteht seinen Job als Journalist falsch.»

    Schon in den 80er Jahren gelang Siegloch der Aufstieg zum Moderator der ARD-«Tagesthemen». 1987 wechselte er zum ZDF, übernahm 1991 das Bonner Studio und blieb dabei seinem Reporter-Instinkt treu. Nach US-Vorbild führte er den «anchor on location» ein, also den Moderator, der sich vor Ort ins Nachrichtengetümmel wirft. Nach einer ersten Station in Washington («die Erfüllung eines Traums») kehrte er 1999 nach Mainz zurück, um zusammen mit Petra Gerster die «heute»-Nachrichten zu moderieren, später auch im «heute-journal».

    Zu Sieglochs Sternstunden gehört wohl die Berichterstattung über den Mauerfall und die Wiedervereinigung. 2007 ging Siegloch erneut als Korrespondent in die US-Hauptstadt und danach bis 2011 nach New York. «Routiniert und krisensicher», nannte ihn das «Lexikon der TV-Moderatoren».

    «Eine sehr interessante Zeit» nennt Siegloch das, was seine vorerst letzte Karrierestation wurde: Als BDL-Präsident musste er fünf Jahre lang das Kunststück vollbringen, widerstreitende Interessen zu vereinen - die der Flughäfen und die ihrer Kunden, der Fluggesellschaften.

    Siegloch beschränkte sich vor allem auf Themen, bei denen beide Seiten einig sind: der Kampf gegen die Luftverkehrssteuer, gegen Nachtflugverbote und andere Beschränkungen für den Luftverkehr. Er habe den Verband zu einem respektierten Gesprächspartner im öffentlich-politischen Raum gemacht, resümiert Siegloch. In Kürze übergibt er das Amt an Fraport-Chef Stefan Schulte; der BDL wird dann ehrenamtlich geführt.

    Aus seiner Erfahrung in der Luftfahrtbranche schöpft Siegloch auch Erkenntnisse für die Medienbranche. «Sie können von der Luftfahrt vor allem lernen, sich den Veränderungen, die man sowieso nicht aufhalten kann, schnell zu stellen. Die Liberalisierung im Luftverkehr hat Flüge für alle bezahlbar gemacht – durch harten Wettbewerb», sagt er.

    Darum muss sich der zweifache Familienvater bald nicht mehr kümmern. «Der wichtigste Plan ist erst einmal, keine Pläne und Termine zu haben. Gleich nach dem offiziellen Abschied radle ich erst einmal eine Woche an der Ostseeküste», sagte er.

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  • 14. Mai 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 14. Mai 2016: Cate Blanchett

    Die neuesten Nachrichten über Cate Blanchett haben nichts mit Hollywood zu tun: Wenige Tage vor ihrem 47. Geburtstag ist die Oscar-Preisträgerin zur neuen Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR ernannt worden.
    Cate Blanchett wird 47. Foto: Kimimasa Mayama © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Cate Blanchett wird 47. Foto: Kimimasa Mayama
     
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    In einer Mitteilung der Vereinten Nationen betonte die Schauspielerin: «Es hat nie eine entscheidendere Zeit gegeben, um an der Seite von Flüchtlingen zu stehen und Solidarität zu zeigen. Wir durchleben eine nie da gewesene Krise und die Verantwortung muss weltweit geteilt werden.» Die Australierin hatte bereits vor ihrer Ernennung zur Sonderbotschafterin für das UN-Flüchtlingswerk gearbeitet.

    Cate Blanchett ist eine ganz ungewöhnliche Künstlerin, die zwar in schöner Regelmäßigkeit für einen Oscar nominiert wird, sonst aber ihren ganz eigenen Weg geht.

    So kann man sie in der Videoinstallation «Manifesto» des deutschen Künstlers Julian Rosefeldt als Lehrerin, Puppenspielerin, Brokerin oder Obdachlose sehen, wie sie in verschiedenen Rollen poetische Monologe vorträgt. Das Werk wird noch bis zum Juli im Berliner Gegenwartsmuseum Hamburger Bahnhof gezeigt.

    Kunst hat die Schauspielerin schon immer interessiert: An der Universität von Melbourne hat sie unter anderem Kunstgeschichte studiert. Und zusammen mit ihrem Mann Andrew Upton hat sie zudem eine kleine Kunstsammlung aufgebaut.

    Cate Blanchett ist einer der großen Stars in Hollywood. Vom Trubel und Glamour der Film-Metropole hält sich die als bodenständig geltende Australierin aber in der Regel fern.

    Dabei hatte sie nicht unbedingt an eine Filmkarriere gedacht, als sie in Sydney zur Schauspielschule ging. Dem Theater gehörte ihre große Leidenschaft. Und gehört sie immer noch: In ihrer Heimat leitet sie zusammen mit ihren Mann die Sydney Theatre Company - dort ist sie auch immer wieder auf der Bühne zusehen.

    Ende des Jahres wird Blanchett erstmals auch am Broadway in New York auftreten. Dort wird die Sydney Theatre Company ihre höchst erfolgreiche Komödie «The Present» zeigen. Darin spielt die Australierin an der Seite von Richard Roxburgh. Das Stück ist eine neue Adaption von Anton Tschechows «Platonow».

    Ihre vier Kinder nimmt Cate Blanchett auch gerne mal mit zur Arbeit: «Wenn sie abends hinter der Bühne sein dürfen, dann ist das so, als würden sie bei Freunden übernachten», sagte sie dem Magazin «Brigitte Woman».

    Erst spät zog es Cate Blanchett zum Kino. 1997 debütierte sie in dem Kriegsdrama «Weg aus der Hölle». Ein Jahr später erhielt sie die Hauptrolle in «Elizabeth» (1998). Blanchetts beeindruckende Darstellung der englischen Königin wurde mit einem Golden Globe belohnt.

    Ihren ersten Oscar gewann Cate Blanchett 2005 als beste Nebendarstellerin in Martin Scorseses Biopic «Aviator». Für ihre Rolle in Woody Allens Film «Blue Jasmine» wurde sie schließlich mit dem Oscar als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Als Elbenkönigin Galadriel verzauberte sie das Publikum in der «Herr der Ringe»-Trilogie und der «Hobbit»-Reihe. Zu ihren bekannten Filmen gehören auch «Der seltsame Fall des Benjamin Button» und «Monuments Men».

    Und zuletzt «Carol» (2015): Voller Eleganz und mit viel Zeit erzählt Todd Haynes in dem Drama nach der Romanvorlage von Patricia Highsmith von einer lesbischen Liebe in den 50er Jahren - Cate Blanchet und Rooney Mara wurden dafür mit einer Oscar-Nominierung belohnt.

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  • 13. Mai 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 13. Mai 2016: Senta Berger

    Dass sie jetzt, am 13. Mai, schon 75 wird, das kann kaum jemand glauben, der sie sieht - und sie selbst am wenigsten. «Ich kann die Zahl 75 aussprechen - aber ich glaube sie nicht», sagt Senta Berger im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München.
    Senta Berger 2016 auf dem Roten Teppich der Berlinale. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Senta Berger 2016 auf dem Roten Teppich der Berlinale. Foto: Kay Nietfeld
     
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    «Die Zeit rast und wir rasen mit.» Richtig freuen könne sie sich auf ihren Geburtstag gar nicht. «Das mag auch etwas sehr Wienerisches sein. Ich kenne kaum Wiener, die ihren Geburtstag jubelnd feiern. Es ist immer unter dem Motto: Naja, ein Jahr weniger.»

    Dass für Berger die Zeit rast, kann auch daran liegen, dass sie die 75 Jahre ihres Lebens mit unglaublich vielen Erlebnissen gefüllt hat. Nur selten stand sie still. Schon mit 16 Jahren wurde sie am renommierten Max-Reinhardt-Seminar aufgenommen. Schnell feierte sie mit dem Image der «Sophia Loren vom Gemeindebau» erste Bühnen-Erfolge.

    Mit «Es muss nicht immer Kaviar sein» gelang ihr 1961 auch der filmische Durchbruch - und schließlich wurde auch Hollywood auf die schöne Österreicherin aufmerksam. Bis Ende der 60er Jahre arbeitete sie fast ausschließlich in Los Angeles, wo sie neben Stars wie Kirk Douglas vor der Kamera stand.

    «Als Teenager, so mit 16, da war ich von der großen Kinoleinwand fasziniert und von den Geschichten über Stars in den wenigen Illustrierten, die es damals gab», sagt Berger der dpa. «Der Beruf bedeutet aber so viel mehr. Um Menschen und ihre Geschichten spielen zu können, muss man erst einmal Menschen verstehen lernen und vor allem sich selbst. Durchlässig zu sein, sich zu öffnen, seine Gefühle zu zeigen, aber auch klug zu zügeln - das ist ein langer Lernprozess.»

    Ihren Eltern allerdings gefiel ihre Tochter auf der Leinwand nicht sonderlich gut, wie Berger sich in ihrer Biografie «Ich habe ja gewußt, dass ich fliegen kann» erinnert. «Na ja, so ist das beim Film. Verdienst gut, aber bist verkauft», sagte ihr Vater. «Auf der Bühne bist mir lieber», sagte ihre Mutter. «In diesen Schmonzetten, da kenn ich dich gar nicht.»

    Ihren Abstecher in die USA beendete Berger Ende der 60er Jahre. Schon 1965 hatte sie gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann, dem Regisseur Michael Verhoeven, die Produktionsfirma Sentana GmbH gegründet, in den 70er Jahren war sie unter seiner Regie oft als Charakterdarstellerin zu sehen.

    Er war auch Regisseur der Serie «Die schnelle Gerdi», in der Berger 1989 als Taxifahrerin durch München raste. Einem größeren Fernsehpublikum wurde sie bereits als Freundin des Klatsch-Kolumnisten Schimmerlos in Helmut Dietls Kultserie «Kir Royal» (1986) bekannt. In diesem Jahr arbeitet sie zum ersten Mal mit ihrem ältesten Sohn, dem Regisseur Simon Verhoeven («Männerherzen»), zusammen. Sie drehen gemeinsam eine Flüchtlingskomödie. In der Hauptrolle: Frauenschwarm Elyas M'Barek.

    Berger hätte seinerzeit wohl einen Frauenschwarm wie O.W. Fischer oder Charlton Heston haben können. Doch ihr Herz schlägt seit fünf Jahrzehnten nur für einen Mann: Mit Michael Verhoeven ist sie seit 1966 verheiratet. Am 26. September feiert das Paar Goldene Hochzeit - ein Tag, auf den Berger sich mehr freut als auf ihren Geburtstag: «Wir gehen immer am 26. auf die Wiesn, fahren Achterbahn, was wir damals auch gemacht haben und mein Mann schießt mir ein Herz, wie er das damals auch gemacht hat.»

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  • 12. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 12. Mai 2016: Klaus Doldinger

    Die Musik von Klaus Doldinger kommt seit Jahrzehnten am Sonntag um 20.15 Uhr in die Wohnzimmer der Deutschen. Wie das Augenpaar im Fadenkreuz des Trailers gehört seine Titelmelodie zum «Tatort»-Krimi.
    Der Jazzmusiker Klaus Doldinger wird 80. Foto: Maja Hitij © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Jazzmusiker Klaus Doldinger wird 80. Foto: Maja Hitij
     
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    Es ist die bekannteste der vielen Film-Kompositionen, die der große Jazz-Musiker als unentwegter Gratwandler zwischen den Genres geschrieben hat. Am Donnerstag (12. Mai) feiert Doldinger seinen 80. Geburtstag - auf der Bühne bei einem Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle.

    «Ich hatte das Glück, Melodien zu erfinden, die bei den Menschen hängen bleiben», sagt der in Berlin geborene und heute in Icking bei München lebende Komponist, Saxofonist und Bandleader von «Passport» der Deutschen Presse-Agentur. «Für mich war es entscheidend, dass man meine Stücke auch mal nachpfeifen und nachsingen kann.»

    Neben dem «Tatort»-Evergreen schrieb Doldinger die Musiken zu Filmen wie «Das Boot», «Die Unendliche Geschichte» und «Salz auf meiner Haut» oder Fernsehserien wie «Liebling Kreuzberg», «Wolffs Revier» oder «Alles außer Mord». Berühmt als Musiker wurde er jedoch mit seiner 1971 gegründeten Band «Passport», deren erster Schlagzeuger Udo Lindenberg war, und für den Doldinger der «Jazz-Gott» ist.

    Berührungsängste zwischen Kunst und Kommerz hatte Doldinger nie. «Es war ein Thema, aber man kann nicht einfach nur ein Register ziehen», erklärt er. «Für mich war es immer wichtig, mit dem einen oder anderen Erfolg zu haben. Und ich hatte das Glück, damit existieren zu können.» So machte er schon zu Beginn seiner Karriere neben ambitioniertem Jazz unter dem Pseudonym Paul Nero auch Schallplatten, die sich «an internationalen Hitparaden» orientierten.

    Rechtzeitig zum 80. Geburtstag ist das 35. «Passport»-Album («Doldinger») mit einigen Lieblingsstücken unter seinen annähernd 350 Kompositionen - insgesamt schrieb er rund 2000 Stücke - für die Band erschienen. Neu eingespielt hat er sie mit Gaststars wie Dominic Miller (dem Gitarristen von Sting), Nils Landgren, Max Mutzke, Sasha, Helge Schneider und Udo Lindenberg.

    Während seiner fast 65-jährigen Karriere hat Doldinger, der bei der Düsseldorfer Dixieland-Band «The Feetwarmers» als Klarinettist begann und 1960 die erste eigene Band («Oskar's Trio») gründete, mit «Passport» zwischen Avantgarde und Mainstream viel ausprobiert. Jazz, Rock, Blues und Soul sind genauso Quellen der Doldinger-Musik wie experimentelle elektronische Klänge und lateinamerikanische Rhythmen. Alben wie «Handmade», «Cross-Collateral», «Running In Real Time» oder «Passport to Paradise» gehören zu den Klassikern des Jazz.

    Der gelernte Tontechniker Doldinger ist nicht nur gern im Studio, sondern auch ein leidenschaftlicher Bühnenmensch, der mehr als 5000 Konzerte gegeben hat. «Früher haben wir bei 60 bis 70 Veranstaltungen gespielt, heute sind es 30 bis 40. Das reicht völlig», meint er. Bereits 1960 tourte Doldinger durch die USA und wurde zum Ehrenbürger von New Orleans ernannt. Danach reiste er als «Botschafter des deutschen Jazz» für das Goethe-Institut durch rund 40 Länder.

    «Alles hat sich peu à peu ergeben. Ich hatte Glück en gros», resümiert Doldinger. «Es gibt keine unerfüllten Wünsche» - wohl aber das Gefühl, dass die Zeit bis zum 80. Lebensjahr verflogen ist. «Ich kann das gar nicht glauben.»

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  • 11. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 11. Mai 2016: Eric Burdon

    Wenn dieser Mann mit den weiß-grauen Haaren und dem Bierbauch ans Mikrofon schlurft, sinken die Erwartungen. Doch sobald seine unverwechselbare Stimme erklingt, kehlig und rau, sanft und scharf zugleich, verstummen selbst hinten an der Bar die Gespräche.
    Eric Burdon wird 75. Foto: Hans Klaus Techt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Eric Burdon wird 75. Foto: Hans Klaus Techt
     
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    Eric Burdon, der Arbeitersohn aus Nordengland, der 1964 über Nacht die internationalen Hitparaden eroberte, fesselt sein Publikum auch ein halbes Jahrhundert später.

    Der australischen Zeitung «Sydney Morning Herald» erzählt er: «Ich erinnere mich, wie ich als junger Mann am Rathaus in Newcastle vorbeiging und Muddy Waters' Stimme röhrte heraus, weil er für einen Auftritt probte. Ich wusste sofort - das war, was ich tun wollte.» Am Mittwoch (11. Mai) wird die Bluesrock-Legende 75 Jahre alt.

    Geboren wurde Burdon während des Zweiten Weltkriegs in der Schwerindustrie-Metropole Newcastle upon Tyne: «Als ich geboren wurde, habe ich den Blues herausgeschrien, laut genug, um während der Luftangriffe der Nazis gehört zu werden, deshalb war das immer in mir drin» sagt er der Onlinezeitschrift Hollywood Soapbox. Als er die ersten Bluesplatten von einem Seemann ergattert, ist sein Weg als «größter weißer Bluessänger» vorgezeichnet.

    1963 gründet er die legendären «Animals» zum ersten Mal. Die Band erobert die Vereinigten Staaten im Sturm als Teil der sogenannten britischen Invasion mit den Beatles, Rolling Stones, Kinks, The Who und vielen anderen legendären Musikern.

    Mit ihrem Kultsong «The House of the Rising Sun» erreichen die «Animals» 1964 Platz 1 der Single-Charts in Großbritannien, USA, Kanada und Australien. Es wird einer der berühmtesten kommerziellen Songs des 20. Jahrhunderts: Kein Song steht so sehr für die armen Verhältnisse, aus denen Burdon aufstieg, für Depressionen, Ängste, Verzweiflung, aber auch Triumphe und Höhen im Rausch, wie dieses überlieferte Volkslied über ein schwarzes Bordell in New Orleans. Angeblich ist es von Burdon und seinen «Animals» in einem Rutsch, in nur 15 Minuten, aufgenommen worden.

    In den darauffolgenden Jahren werden sie Weltstars mit Hits wie «Baby Let Me Take You Home», «Don’t Let Me Be Misunderstood» und «San Franciscan Nights». Ihre 1965er Hit-Single «We Gotta Get Out Of This Place» schafft es in den Rock’n’Roll-Himmel als einer der 500 besten Songs aller Zeiten der Zeitschrift «Rolling Stone». Während des Vietnamkriegs wird das Lied von amerikanischen Soldaten als inoffizielle Hymne adoptiert.

    Doch als Keyboarder und Mitbegründer Alan Price die Band 1966 verlässt, ist die Zeit der großen Erfolge vorbei. LSD und Kokain beschleunigen die Talfahrt des Rockmusikers, der sich im Drogenrausch schon neben Jimi Hendrix im Musikerhimmel wähnt. 1977 siedelt er mit Frau und Tochter nach Deutschland um. Udo Lindenberg zieht den Bluessänger mit der röhrenden Stimme aus dem Sumpf und nimmt ihn 1979 als Gaststar mit auf Tournee.

    Eric Burdons Karriere geht mal hoch, mal runter, mal mit der Funkrock-Band «War» («Spill the Wine»), mal als Solo-Act. Die «Animals» durchlaufen einige Umbesetzungen und Neustarts (eine Platte trägt den bezeichnenden Titel «Before we were so rudely interrupted» - bevor wir so unhöflich unterbrochen wurden), es folgen Revivals, Plattenaufnahmen und Touren mit wechselnden Kollaborateuren.

    Eines bleibt immer gleich: Burdons Authentizität, das Gefühl, dass er kennt, wovon er singt. Rückblickend erzählt er der Onlinezeitschrift Hollywood Soapbox, welchen Einfluss die Legenden Ray Charles, Bo Diddley und Chuck Berry auf seine Entwicklung hatten: «Jeder von ihnen hat mich gelehrt, meine Stimme in einer einzigartigen Art und Weise zu nutzen. Um die Wahrheit auszudrücken, die in mir drinnen ist.»

    Nichtsdestoweniger erfindet er sich seit über einem halben Jahrhundert musikalisch immer wieder neu: Einen Tag nach seinem 75. Geburtstag heizt er seinen australischen Fans mit der neuesten Inkarnation der «Animals» ein, mit dem Start seiner Tournee; dann folgen Nordamerika und Europa. Und Anfang September wird er wieder in seiner Heimatstadt Newcastle upon Tyne spielen - dort, wo alles begann.

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  • 10. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 10. Mai 2016: Donovan

    Was verbindet so unterschiedliche Musiker wie Led Zeppelin, Belle and Sebastian und Peter Maffay? Sie alle wurden von dem Hippie-Helden und Songwriter Donovan beeinflusst.
    Folksänger Donovan wird 70. Foto: Bruno Ebert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Folksänger Donovan wird 70. Foto: Bruno Ebert
     
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    Er selbst sieht sich mehr als Dichter denn als Liedermacher - ein Chronist der Protestbewegung, der seit den 60er Jahren gesellschaftliche Strömungen musikalisch kommentiert: «In den 1960er Jahren war ich davon überzeugt, dass die Welt extrem psychisch krank war», sagte er der britischen Zeitung «The Independent» über den Auslöser für sein Engagement. «Keine Frage: Zwei Weltkriege, eine Depression, und nun die Möglichkeit, den Planeten mit Atombomben zu zerstören.» Am Dienstag (10. Mai) wird der britische Liedermacher 70 Jahre alt.

    Als Donovan Philips Leitch wird er in eine Arbeiterfamilie in Glasgow ein Jahr nach Kriegsende geboren und träumt als Teenager von einem unkonventionellen, rebellischen Künstlerleben. Er lernt Gitarre spielen und nimmt mit 18 sein erstes Demoband auf, das seinen späteren Hit «Catch the Wind» enthält - eine charmante, liebeshungrige Ballade an seine spätere Ehefrau Linda Lawrence. Schnell gilt er als britischer Abklatsch des US-amerikanischen Stars Bob Dylan, der ihm auch noch ähnlich sieht und wie er von den Folksängern und Aktivisten Woodie Guthrie, Pete Seeger und Joan Baez beeinflusst wurde.

    1965 verpasst ihm der Hit-Produzent Mickie Most ein neues Image und einen neuen Stil mit dem psychedelischen «Sunshine Superman»-Album, das Flower Power weltweit bekannt macht. Die gleichnamige Single-Auskoppelung schießt an die Spitze der US-amerikanischen Charts und verkauft sich über eine Million Mal. Binnen eines halben Jahrzehnts hat Donovan rund ein Dutzend Single-Hits, darunter Songs wie «Mellow Yellow», «Hurdy Gurdy Man», «Universal Soldier» und «Atlantis».

    Bekannt wird er vor allem mit seiner einmaligen Mischung aus Folk, Blues, Jazz, Calypso, klassischer und indischer Musik, versetzt mit mystischen und psychodelischen Elementen. Auf ihrem berühmt-berüchtigten Trip zum indischen Guru Maharishi Mahesh Yogi bringt Donovan seinen Beatles-Freunden John Lennon, Paul McCartney und George Harrison das Finger-Picking auf der Gitarre bei. George Harrison sagt später, dass sich Donovans Einfluss überall auf dem «White Album» finde. Aus dieser Zeit stammt Donovans Interesse an Transzendentaler Meditation.

    Der Liedermacher schreibt unermüdlich weiter Songs und Filmmusik, veröffentlicht Alben und tritt auf, doch ab Mitte der 70er und in den 80er Jahren wird es ruhig um ihn. Punk erobert die Musikszene und setzt sich aggressiv von den Blumenkindern, ihren musikalischen Helden und dem Motto «Make Love Not War» ab. Auch Donovans Comeback-Versuch 1996 findet wenig Beachtung.

    Hollywood-Filme und Werbespots nutzen seine Hits gerne, doch erst als die Mädchen-Band «No Angels» seine Folk-Ballade »Atlantis» von 1969 für den gleichnamigen Walt-Disney-Film aufnimmt, kehrt er 2001 wieder ins Rampenlicht zurück.

    Er schreibe täglich Songs, erzählt er dem «Independent»: «Ich habe Hunderte und Aberhunderte von Liedern, die niemand jemals gehört hat. Wenn Sie Lieder über Ökologie wollen, habe ich Ökologie-Songs; wenn Sie Songs über Spiritualität wollen, habe ich spirituelle Lieder.» Er schmunzelt: Allerdings bezweifle selbst seine Ehefrau und Muse Linda, ob die Songs überhaupt gehört werden müssen. Er lebt mit ihr die eine Hälfte des Jahres in Irland, die andere auf Mallorca, «der letzten Wildnis Europas.»

    2015 bringt er das Greatest-Hits-Album «Retrospective» heraus, um ein halbes Jahrhundert als Songwriter zu feiern. Sein Selbstverständnis hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt - der ehemalige Rebell fühlt sich heute als Staatsdiener, der eine Mischung aus Bildung und Entertainment anbiete. «Ich glaube, mein Erbe ist wichtig, weil meine Lieder jede soziale und künstlerische Bewegung seit 1965 abdecken.» Der Sonntagszeitung «Observer» verrät er, dass ihm schon vor langer Zeit klar geworden sei: «Ich kann die Welt nicht retten, aber wenn ich einige Ideen mit Menschen teilen kann, sind sie in der Lage, sich selbst zu retten.»

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  • 09. Mai 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 9. Mai 2016: Ulrich Kienzle

    Es war ein Interview, das aus Frieden Krieg werden ließ. Ein Interview, in dem Ulrich Kienzle den früheren irakischen Diktator Saddam Hussein über dessen Besetzung Kuwaits befragte. Kurze Zeit später brach der zweite Golfkrieg aus.
    Nahost-Experte Ulrich Kienzle wird 80. Foto: Horst Galuschka © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Nahost-Experte Ulrich Kienzle wird 80. Foto: Horst Galuschka
     
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    «Dieses Interview ging um die Welt. Das sind die wenigen Momente, wo man weiß, dass man auf der großen Bühne der Weltpolitik mitspielen kann», erinnert sich der ehemalige ARD-Korrespondent ein wenig stolz. Es ist die Geschichte, die Kienzle erzählt, wenn man ihn nach dem bedeutsamsten Moment seiner Karriere fragt. Heute wird er 80 Jahre alt.

    Feiern will Kienzle, der heute noch seinen markanten Schnauzbart trägt, nicht. «Irgendwann hört man auf damit, ich habe ja auch nicht mehr sehr viel Perspektive», sagt Kienzle im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Mit seiner Frau lebt er in Eltville im Rheingau. Als scharfer politischer Beobachter tritt Kienzle aber nach wie vor auf - erst vor ein paar Tagen nannte er den türkischen Präsidenten Erdogan wegen der Böhmermann-Affäre verrückt. Seine journalistische Neugier habe er nie verloren, sagt er. «Nur dass ich jetzt mehr Zeit habe, um über die Dinge nachzudenken. Die Situation ist wirklich vertrackt», sagt der Journalist und meint die politische Großlage - vom Nahost-Konflikt über die Flüchtlingskrise in Europa bis zu dem, was gerade in Baden-Württemberg vor sich geht.

    «Dass die Grünen mal die Mehrheit stellen, war für uns ganz lange unvorstellbar», meint der gebürtige Schwabe. «Eigentlich galt immer: Schwaben demonstrieren nicht. Dass Tausende gegen Stuttgart 21 auf die Straße gingen, war eine echte Revolution. Das hat die CDU verschlafen», erklärt sich Kienzle die politische Wende.

    Ob daher die Idee für das Bühnenprogramm stammt, an dem er gerade mit drei Freunden arbeitet, verrät er nicht. Ein bisschen ironisch, ein bisschen bösartig soll es den Schwaben an sich hinterfragen, erzählt Kienzle. Gängige Klischees wie die sagenumwobene Sparsamkeit seiner Landsleute will er trotzdem nicht pauschal bestätigen. «Ich selbst bin jedenfalls eher verschwenderisch», sagt Kienzle und lacht.

    Ernst wird der langjährige Reporter wieder, wenn es um die großen Themen geht. «Die Welt hat sich nicht gebessert, das muss man leider sagen. Die naiven Träume, die ich früher hatte, sind nicht wahr geworden», sagt er. Diese Träume muss er gehabt haben, als er gerade mitten drin war.

    «Meine Zeit im Nahen Osten war eine harte Schule, besonders der Bürgerkrieg im Libanon. Man konnte als Journalist nicht einfach irgendwo anrufen und sagen: Erklären Sie mir das mal. Man musste dorthin gehen, wo es die Informationen gab.» Und die gab es meistens dort, wo es Kugeln hagelte und Leichen Teil der Szenerie waren. 1975 interviewte er den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi in einem Wüstenzelt, dreieinhalb Wochen musste er darauf warten. Im Libanon wurde er von palästinensischen Banditen überfallen. Kienzle griff in der Not zu einer üblen Beleidigung und kam gerade noch davon.

    Dem deutschen Publikum ist Kienzle vor allem durch sein Doppelspiel mit dem längst verstorbenen Bodo Hauser in Erinnerung. Gemeinsam moderierten die beiden das Magazin «Frontal» im ZDF und stritten regelmäßig über kontroverse Themen vor der Kamera. «Noch Fragen, Kienzle? Ja, Hauser» wurde zum geflügelten Wort. Tatsächlich war das Verhältnis der beiden rein beruflich, wie Kienzle einmal erzählte.

    Kienzle hat den Journalismus von der Pike auf gelernt. 1963 begann er beim damaligen Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, 1967 wechselte er zum Westdeutschen Rundfunk und kehrte ein Jahr später als Chef der «Abendschau» zum SDR zurück. Von 1972 bis 1974 moderierte er mit Dagobert Lindlau das Auslandsmagazin «Kompass». Nach seiner Zeit als ARD-Korrespondent für Arabien war er von 1980 bis 1990 Fernseh-Chefredakteur von Radio Bremen.

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  • 08. Mai 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 8. Mai 2016: Rocko Schamoni

    Der Mann, der sich Rocko Schamoni nennt, scheint seit jeher für jeden Quatsch zu haben zu sein.
    Rocko Schamoni wird 50 - und spürt das Alter: «Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem der Rückbau des Körpers definitiv begonnen hat.» Foto: Axel Heimken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Rocko Schamoni wird 50 - und spürt das Alter: «Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem der Rückbau des Körpers definitiv begonnen hat.» Foto: Axel Heimken
     
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    Ob einst als Fun-Punker bei den Toten Hosen und den Goldenen Zitronen, als Mitglied der psychedelischen Humorvereinigung Studio Braun oder als Schützenkönig in der Heinz-Strunk-Verfilmung «Fleisch ist mein Gemüse» (2008).

    Sein autobiografischer Bestseller «Dorfpunks» (2004) feierte als Musical im Deutschen Schauspielhaus Hamburg Erfolge. Er war Mitbetreiber des jüngst abgebrannten «Golden Pudel Clubs» in der Hansestadt. Stets bekam der Lehrersohn Tobias Albrecht aus Lütjenburg an der Ostsee nicht nur im Norden der Republik den Beifall meist jugendlicher Fans für seinen Sinn für krachend abgründige Absurditäten.

    Am Sonntag (8. Mai) wird der schräge Kult-Vogel 50 Jahre alt. Und findet das gar nicht komisch. «Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem der Rückbau des Körpers definitiv begonnen hat. Das muss ich schmerzlich durch den Verlust der Sehkraft, verkürzte Sehnen und Bänder und morsche Gelenke feststellen», verkündet Schamoni im Künstlerzimmer von Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Und resümiert mit noch immer jungenhaftem Gesicht: «Altern ist freudlos. Ich find’ es nicht gut. Und der Tod ist eine Zumutung. Man sollte ihn abschaffen.»

    Derlei Melancholie sei für ihn jedoch nicht neu. «Ich habe zeit meines Lebens zurückgeblickt - aber nicht in dem Sinne, dass ich mich nach etwas zurücksehne», sagt der Pop-Künstler mit dem Underground-Image, «deshalb befinde ich mich, seit ich denken kann, in permanenter Midlife-Crisis».

    Im voll besetzten Lustspielhaus wird er gleich im Duo mit seinem Kollegen Tex Matthias Strzoda einen launig-unterhaltsamen Auftritt mit alten und neuen «Songs & Stories» hinlegen - und gefeiert werden. Station einer nie endenden gleichnamigen Tournee, die Schamoni (Text und Gitarre) und Strzoda (Gitarre und Schlagzeug) bei freien Kapazitäten immer mal wieder einschieben. Vorher ist er noch zu weiteren Auskünften über Wohl und Weh seines Werdegangs bereit. Und da gab und gibt es in der Tat Krisenphänomene - im Privaten ebenso wie im Weltbild.

    Aufgewachsen in der Provinz, habe er in der Schule «maximal versagt», erzählt Schamoni in sachlichem Ton. So sei er beim Jugendaufbauwerk der Heilsarmee in Plön gelandet und habe auf Drängen seiner Eltern - «Dorfpunks»-Kenner wissen es - eine Töpferlehre gemacht. Rettungsanker in all der Tristesse wurde die Musik. In seinen Worten hört sich das so an: «Wie alle Landjungs hab’ ich irgendwann "Smoke On The Water" auf der E-Gitarre gespielt. Das war cool und die Mädchen fanden das gut. Also hab’ ich angefangen, Gitarre richtig zu lernen. Und habe gemerkt, die Effekte sind stark beim weiblichen Geschlecht.»

    Mit 16 Jahren beschloss er, Musiker zu werden. «Die Musik ist das Beste, was ich auf der Welt kennengelernt habe. Ich habe ihr viel zu verdanken. Die Liebe und die Musik sind die beiden Stränge, die mein Leben und meine Seele komplett durchdringen», schwärmt der Norddeutsche hier nun ganz uncool. Und das alles trotz - oder wegen - seiner Veranlagung zum Unglücklichsein. «Depressionen sind meine Lebensbegleitung. In meiner Familie gibt es da eine gewisse Tradition, ich habe die Staffel übernommen», erklärt er, «und ich werde sie nicht mehr los.»

    Das Gute daran: Das gefühlte Unglück geriet ihm zum Auslöser für seine Kreativität. «Deswegen habe ich gegen meine Depression auch gar nicht mehr richtig was einzuwenden», wägt Schamoni ab. Nächstes Kunst-Produkt wird im Spätsommer das mit dem österreichischen TV-Moderator Christoph Grissemann verfasste SMS-Buch «Ich will nicht schuld sein an deinem Niedergang» (Piper-Verlag). «Es geht darin vornehmlich um Beschimpfungen und Erniedrigungen», verrät der Autor.

    Kann man mit 50 denn allen Ernstes noch Fun-Punker und ewiger Faxenmacher sein? Dafür holt der Vater einer Tochter, der von sich sagt, «ich pflege ein unverzeihendes Denken», gedanklich aus: «Als Fun-Punker haben wir mit den Toten Hosen und den Goldenen Zitronen gezeigt, dass man eine politische Grundeinstellung und trotzdem Spaß haben kann.»

    Damals, in den 80ern und 90ern, habe er sich als Anarchist gesehen. «Und davon ist etwas übrig geblieben», sagt Schamoni, der auch schon 2012 im Rahmen einer Schmuckkollektion Gold in Exkremente verwandelt hat («Scheiße by Schamoni»). Im Anarchismus stecke die sehr konstruktive Idee eines Miteinanders ohne Herrschaft. Und er wäre nicht Schamoni, hätte er dazu nicht den passenden Spruch parat. «Einer hat mal gesagt: Die Welt ist schlecht, das Leben ist schön - was gibt’s daran nicht zu verstehen?», raunt der Entertainer und entschwindet auf die Bühne. 

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  • 07. Mai 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 7. Mai 2016: Carmen Thomas

    Wer Carmen Thomas sagt, sagt auch «Schalke 05». Als erste Moderatorin des «Aktuellen Sportstudios» unterlief ihr 1973 der legendäre Versprecher, weil in der Sendung ziemlich viele Fünfen vorkamen.
    Carmen Thomas feiert am 7. Mai ihren 70. Geburtstag. Foto: Oliver Berg © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Carmen Thomas feiert am 7. Mai ihren 70. Geburtstag. Foto: Oliver Berg
     
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    Heute, am 7. Mai, wird die Journalistin 70 Jahre alt - und der Versprecher ist immer noch präsent. Nach 43 Jahren.

    «Vorletzten Samstag hab' ich mir auf Schalke ein Spiel angesehen», erzählt Thomas in einem Kölner Café. «Ganz privat, in meiner Eigenschaft als Mensch. Ein so faszinierendes Klima in diesem tollen Stadion.» Groll gegen den Verein hegt sie nicht - im Gegenteil, sie fühlt sich auf besondere Weise mit ihm verbunden.

    Eigentlich dürften sich an den Versprecher ja nur noch die Älteren erinnern, aber erstaunlicherweise ist dem nicht so. Thomas hat festgestellt: «Sogar Kinder wissen davon.» Die Story wird offenbar an die nächste Generation weitergereicht. Schon vor langer Zeit hat sie sich entschlossen, die Sache positiv zu sehen: «Ein Zuschauer hat mir dazu mal geschrieben: «Wenn Sie es nicht selbst gesagt hätten, hätte es eine Werbeagentur für Sie erfinden müssen.»»

    Tatsächlich habe ihr der Versprecher immer nur genützt. Bei ihrer späteren Radiosendung «Hallo Ü-Wagen» - einer wirklichen Kultsendung in Nordrhein-Westfalen - hätten sich die Leute unter anderem deshalb so unbefangen geäußert, weil sie sich gedacht hätten: «Bei der darf ich mich auch versprechen.»

    Schon seit mehr als 20 Jahren moderiert sie nun nicht mehr für Radio oder Fernsehen, stattdessen betreibt sie eine Akademie für Kommunikationsoptimierung. Und auch da habe ihr «Schalke 05» wieder geholfen, denn wenn jemand sowas öffentlich durchstehe, habe das Vorbildcharakter. «Devise: Egal was passiert: Es kann besser weitergehen.»

    Um zu illustrieren, was man bei ihr lernen kann, zückt sie eine Schautafel, auf der unter anderem Angela Merkel mit ihren zur Raute gespreizten Händen zu sehen ist. Auf Thomas wirkt das abwehrend. «Machen Sie die Geste doch mal nach: völlig künstlich. Kann sein, dass ihr jemand gesagt hat: «Machen Sie Akupressur, wenn Sie angespannt oder aufgeregt sind. Und außerdem wissen Sie dann auf jeder Bühne, wohin mit den Händen.»»

    Carmen Thomas empfiehlt in solchen Fällen, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen. «Und zwar einen mit möglichst intelligenter Botschaft. Was das genau ist, wird natürlich stets individuell erarbeitet.» Zur Veranschaulichung stellt sie eine Teeuhr mit königsblauem Sand auf den Tisch, die von unten nach oben leerläuft. «Das ist ein Symbol dafür, dass Ändern möglich ist», erklärt sie. «Ein mögliches Mitbringsel auch für Putin oder Seehofer. Ich habe ein ganzes Arsenal solcher Gegenstände.» Wenn Merkel bei Pressekonferenzen einen solchen Gegenstand in der Hand hätte, könne das die Journalisten dazu bringen, «über pfiffige Symbol-Botschaften zu berichten», glaubt sie.

    Ob Merkel den Rat beherzigen würde? Man kann da so seine Zweifel haben... Sicher ist jedoch, dass sie Carmen Thomas kennt. Oder zumindest ihren Versprecher. In einem Interview der «Bild am Sonntag» vor Beginn der Fußball-WM 2006 wurde sie danach gefragt. Ihre Reaktion: «Das ist ja wieder typisch, dass Sie mit Carmen Thomas anfangen. Nach dem Motto: Das passiert, wenn Frauen sich in den Fußball einmischen.»

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  • 06. Mai 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 6. Mai 2016: Gabourey Sidibe

    Von Null auf Hundert: Gleich mit ihrem ersten Film «Precious» (2009) gelang Gabourey Sidibe der ganz große Durchbruch.
    Gabourey Sidibe wird 33. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Gabourey Sidibe wird 33. Foto: Paul Buck
     
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    Die bedrückende Geschichte einer fettleibigen 16-Jährigen, die vom Vater vergewaltigt und von der Mutter körperlich und psychisch misshandelt wird, brachte ihr eine Oscarnominierung ein.

    Seit ihrem ersten Filmerlebnis hatte Gabourey Sidibe, die heute 33 Jahre alt wird, von der Schauspielerei geträumt. Als Schulkind habe sie sich von gespartem Taschengeld ein Kinoticket geleistet und «Welcome to the Dollhouse» gesehen, erzählte sie 2010 bei der Verleihung der Independent Spirit Awards in Hollywood, wo sie als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. «Es war mein erster Film, und ich dachte, so etwas kann ich doch auch».

    Und wie sie es kann: «Precious» hat Gabourey Sidibe alle Türen geöffnet - und sie ist hindurchgegangen. Vor allem im TV hat sich die Schauspielerin mit den hervorragenden Serien «Empire» und «American Horror Story» einen festen Platz erobert.

    Dabei hat es nach «Precious» einen absurde Diskussion gegeben, ob Gabourey Sidibe als Plus-Size-Schauspielerin überhaupt eine Zukunft in Hollywood hätte. Nun, das ist wohl endgültig vom Tisch.

    Gabourey Sidibe, die in Harlem aufgewachsen ist, stammt aus ganz einfachen Verhältnissen: Ihre Mutter schlug sich als Straßen-Performerin durch, der Vater verdiente seine Brötchen als Taxifahrer in New York. Ihre Eltern haben sich schon früh scheiden lassen.

    Sidibe steckte gerade mitten in ihrem Psychologie-Studium, als ihr ein Freund vom Casting zu «Precious» erzählte. Der Rest ist Geschichte...

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  • 05. Mai 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 5. Mai 2016: Adele

    Das war schon ein gewitzter Schachzug von Adele, ihr aktuelles Album den Streamingdiensten vorzuenthalten. So konnte «25» allein in den USA mühelos einen über 15 Jahre alten Verkaufsrekord brechen, als das Album in gerade einmal drei Tagen rund 2,433 Millionen Mal erworben wurde.
    Adele wird 28. Foto: Andrew Cowie © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Adele wird 28. Foto: Andrew Cowie
     
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    Den Bestwert in der ab 1991 erstellten Rangliste des Marktforschers Nielsen hielt seit März 2000 die Platte «No Strings Attached» der Boygroup NSYNC mit 2,416 Millionen Verkäufen in der gesamten ersten Woche. Anfang Januar war «25» bereits 15 Millionen Mal verkauft worden.

    Auch bei YouTube hatte die Britin, die heute 28 Jahre alt wird, die Nase vorn: Mit ihrem Nummer-Eins-Hit «Hello» knackte Adele innerhalb von drei Monaten die Marke von einer Milliarde Klicks. Das hatte vor ihr bisher niemand geschafft. Erfolg drückt sich auch in Preisen aus: Zuletzt konnte sich Adele vier Brit Awards und einen Echo ins Regal stellen.

    Und alle wollen Adele auch live sehen. Beim Auftakt ihrer komplett ausverkauften Welttournee wurde sie vor einigen Wochen von 11 000 Zuschauer im nordirischen Belfast begeistert gefeiert.

    Die britischen Zeitungen äußerten sich überwiegend zufrieden. Der «Guardian» sprach von einer «soliden, aber nicht überraschenden Show». Adele sei «derb bezaubernd» zwischen den Songs. Die «Sun» schrieb, der Auftritt «bewies, warum sie die erfolgreichste und am meisten gefeierte Künstlerin ihrer Generation ist». Im Mai wird Adele dann auch nach Deutschland kommen.

    Mit ihrem ersten Album «19» hat es Adele gleich ganz nach oben geschafft. Mit großer Stimme und so glaubwürdigen wie emotionalen Texten eroberte sie Herzen und Hitlisten.

    Die britische Presse geizte damals nicht mit Superlativen: «Die Stimme des Jahres» befand das «Q Magazine». «Momentan die heißeste Platte der Welt», urteilt Radio 1. Die BBC kürte die damals 19-jährige Londonerin kurzerhand zum Newcomer des Jahres und bei den Brit Awards wurde sogar eigens eine neue Kategorie eingeführt, um die junge Sängerin auszuzeichnen, nämlich der Kritikerpreis.

    Mit ihrem Debütalbum «19» hat Adele das Attribut «sweet» - das Reizende und Freundliche - zurück in den Soul gebracht. Aufreizend und verwegen, wild und ungestüm zu sein, überlässt die Künstlerin anderen. Mit ihrem zwischen Pop und Soul angesiedelten Album «21» gelang ihr dann endgültig der weltweite Durchbruch.

    Nachdem Adele für den Bond-Titelsong «Skyfall» auch noch einen Oscar gewann, kündete sie eine Kreativpause an, um sich mehr ihrer Familie zu widmen. Im Oktober 2012 war die Sängerin Mutter eines Sohnes geworden. Mit «25» kehrte sie schließlich Ende letzten Jahres fulminant zurück.

    Ihre Musikalität hat sie nach eigenem Bekunden nicht von zu Hause mitbekommen - ihre Eltern seien komplett unmusikalisch. Ihre Mutter war noch ein Teenager, als Adele am 5. Mai 1988 im Londoner Stadtteil Tottenham zur Welt kam. Zeitweise erzog sie ihre Tochter allein. Sie arbeitete als Möbelbauerin und Masseuse.

    Als Kind sang Adele Spice-Girls-Hits nach und trat vor Freunden auf. Mit etwa 14 Jahren hielt sie auf Einladung eines Familienfreundes zum ersten Mal ein Mikro in der Hand und nahm ein Blondie-Cover auf. Später ging sie dann auf die «London School for Performing Arts and Technology» in Croydon - die Schule, in der auch Amy Winehouse, Leona Lewis, Katie Melua, Jesse J und viele andere Talente büffelten und gleichzeitig ihre Stimmen ausbauten.

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  • 04. Mai 2016 00:01

    Leichtathletik Promi-Geburtstag vom 4. Mai 2016: Ulrike Nasse-Meyfarth

    80 000 Zuschauer hielten den Atem an, als der Teenager mit der Startnummer 168 und den langen Beinen anlief. Und als an jenem 4. September 1972 die Latte bei unglaublichen 1,92 Metern liegen blieb, da brodelte es im Münchner Olympiastadion.
    Ulrike Nasse-Meyfarth: Das einst 16-jährige Wundermädchen wird 60. Foto: Arne Dedert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ulrike Nasse-Meyfarth: Das einst 16-jährige Wundermädchen wird 60. Foto: Arne Dedert
     
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    Eine Gymnasiastin aus Köln-Rodenkirchen namens Ulrike Meyfarth hatte mit 16 Jahren die Sportwelt und am allermeisten sich selbst verblüfft: Sensations-Gold bei Olympischen Spielen im eigenen Land.

    Zwölf Jahre später holte sie in Los Angeles ihr zweites Gold. Heute feiert die Leverkusenerin ihren 60. Geburtstag - ohne großes Tamtam. Schließlich stand Ulrike Nasse-Meyfarth, wie sie seit ihrer Heirat 1987 mit dem Anwalt Roland Nasse heißt, in ihrem Leben so oft im Mittelpunkt wie kaum eine andere deutsche Leichtathletin.

    An jenem denkwürdigen Abend von München ließ sich Meyfarth glückselig auf die hellgrüne Hochsprungmatte plumpsen. Mit übersprungenen 1,90 Metern hatte sie die Bulgarin Jordanka Blagoewa und die Österreicherin Ilona Gusenbauer bezwungen. Danach stellte sie mit 1,92 Metern noch den Weltrekord ein. Bis heute ist Meyfarth die jüngste Leichtathletik-Olympiasiegerin in einer Einzel-Disziplin. Jahrzehnte später gestand die Mutter von zwei Töchtern einmal, dass sie gar nicht mehr unterscheiden kann zwischen den eigenen Erinnerungen und jenen, die andere mit ihr teilten.

    «Vom Olympiasieg bin ich völlig überrumpelt worden. Dabei sein ist alles, Erfahrungen sammeln lautete mein Motto», sagte sie gerade in einem Interview der «Welt am Sonntag». «Doch dann kam alles anders. In keinem Traum hatte ich das jemals gedacht.» Wie in Trance sei der ganze Tag abgelaufen.

    Mit diesem frühen Ruhm umzugehen, sei nicht nur wegen ihres Alters schwierig gewesen. Wenige Stunden danach gab es das schreckliche Attentat auf die israelische Mannschaft, das die Geschichte der Olympischen Spiele für alle Zeiten veränderte. «Ich war völlig vor den Kopf gestoßen. Nach so einem Erlebnis gleich diese Nachricht. Ich stand nicht mehr im Mittelpunkt, das hatte sicher auch Vorteile.»

    Und dennoch: Fortan war die 1,84 Meter große Meyfarth, von der die Jungs auf dem Schulhof bis dato nicht viel wissen wollten, ein Star. Später sprach sie oft von einem «Trauma», das sie erlitten habe.

    Heide Rosendahl, mit zweimal Gold und einmal Silber die zweite große Frauen-Figur 1972 in München, war damals die erste Gratulantin bei Meyfarth. «Sie hatte danach einige Täler zu überwinden», sagt Ecker-Rosendahl heute. «Dass sie es zwölf Jahre später noch einmal geschafft hat, ist eine enorme Leistung.»

    Bei Olympia 1976 in Montreal verpasste Meyfarth das Finale, bei den Europameisterschaften 1974 und 1978 die Medaillenränge, und 1980 fehlte sie wegen den Boykotts in Moskau. «Zwölf Sommer Einsamkeit vergingen«, schrieb sie einmal in einer Biografie. 1982 gewann sie EM-Gold - und 1984 in Los Angeles schwebte Meyfarth wieder im siebten Himmel. Diesmal lag die Latte sogar auf 2,02. «Da hat sich der Kreis geschlossen.» Es war ihre letzte internationale Meisterschaft.

    Heute kümmert sich Nasse-Meyfarth noch um den Schulsport bei Bayer Leverkusen. Und äußert prägnant ihre Meinung, wenn mal wieder was schiefläuft in der Leichtathletik. Vier Mal, von 1981 bis 1984, war sie «Sportlerin des Jahres». 2011 wurde sie in die deutsche «Hall of Fame» aufgenommen. In die Ruhmeshalle des Leichtathletik- Weltverbandes will sie auf keinen Fall, da bleibt sie konsequent.

    «Das wird auch so bleiben, so lange sich dort nichts ändert. Es ist doch eine große Schande, was alles an Schmutzigem und Verwerflichen unter Ex-Präsident Lamine Diack passiert ist. Diese Vetternwirtschaft, Korruption, vertuschte Dopingtests - einfach unfassbar», kommentierte die Doppel-Olympiasiegerin die IAAF-Skandale in der «Welt am Sonntag».

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  • 03. Mai 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 3. Mai 2016: Ingo Zamperoni

    Der ARD-Auslandskorrespondent Ingo Zamperoni wird einer der beiden Hauptmoderatoren der «Tagesthemen». Er folgt im Oktober auf Thomas Roth, der in den Ruhestand geht. Zamperoni wird im Wechsel mit Caren Miosga moderieren, wie die ARD im April bekanntgab. Heute wird er 42.
    Kein unbekanntes Fernsehgesicht: Ingo Zamperoni kehrt ins «Tagesthemen»-Studio zurück. Foto: Karlheinz Schindler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Kein unbekanntes Fernsehgesicht: Ingo Zamperoni kehrt ins «Tagesthemen»-Studio zurück. Foto: Karlheinz Schindler
     
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    Zurzeit ist Zamperoni noch Fernseh-Korrespondent in der US-Hauptstadt Washington D.C. Er war bereits von 2012 bis 2014 bei den «Tagesthemen» zu sehen. Damals war er die Vertretung für Caren Miosga und Tom Buhrow. «Das wird ein Wechsel von einem Traumjob zum anderen», sagte Zamperoni der ARD-Mitteilung zufolge. Die ARD bestätigte damit vorherige Medienberichte.

    Seine ersten Texte hatte er für die «Mülltonne» geschrieben - die Schülerzeitung seines Gymnasiums in Wiesbaden. Als «Zivi» war er Moderator beim Radio Klinikfunk in der hessischen Landeshauptstadt. Fast wäre er Mediziner geworden, so wie sein Bruder. Aber dann ist Ingo Zamperoni doch Journalist geworden.

    Zamperoni wurde am 3. Mai 1974 in Wiesbaden geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er bis 1999 Amerikanistik, Jura und Geschichte in Konstanz, Berlin und Boston. Er war Volontär beim NDR und arbeitete ab 2002 als Reporter und Autor für den NDR in Hamburg.

    Von 2005 an moderierte er NDR-Fernsehsendungen wie «Hallo Niedersachsen», das Auslandsmagazin «Weltbilder» und vertrat schon damals Korrespondentenkollegen in Washington und London. 2012 wurde er fester Vertreter für die «Tagesthemen»-Moderatoren.

    Für Gesprächsstoff sorgte der Sohn eines deutschen Vaters und einer italienischen Mutter 2012 in der Halbzeitsendung des Halbfinalspiels der Fußball-Europameisterschaft, Deutschland gegen Italien. Zu dem Zeitpunkt lag Deutschland 0:2 zurück. Damals verabschiedete er die Zuschauer mit einem Lächeln und einem Zitat des italienischen Renaissance-Dichters Dante. Er sagte auf Italienisch und Deutsch: «Che vinca il migliore – möge der Bessere gewinnen.» Deutschland verlor 1:2. Das löste einige Diskussionen aus.

    Auch der Vollbart, den sich Zamperoni nach einem Urlaub für einige Wochen stehen ließ, sorgte für einige Debatten.

    Seit Februar 2014 ist der 1,95 Meter große Zamperoni Fernsehkorrespondent im ARD-Studio Washington. Er ist verheiratet mit einer US-Amerikanerin. Sie haben Zwillinge und eine Tochter. Er ist Mitglied im Verein «Atlantik-Brücke» und Botschafter des Kinderhilfswerks «Save the Children».

    In seiner Jugend hat er erfolgreich Hockey gespielt, war mit seiner Mannschaft mehrmals Hessenmeister und einmal sogar deutscher Vizemeister. Außerdem ist er Triathlet und begeisterter Radfahrer. In seiner Zeit bei den «Tagesthemen» vor dem Wechsel nach Washington hatte er sein italienisches Rennrad regelmäßig mit in die Redaktion genommen und auf der Schulter in sein Büro getragen.

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  • 02. Mai 2016 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 2. Mai 2016: Martha Grimes

    Vor 35 Jahren trat Inspektor Jury in ihr Leben. Da war Martha Grimes bereits ein halbes Jahrhundert alt. Der smarte Mann, ohne dessen Spürnase Scotland Yard alt aussehen würde, ist seither Grimes treuer Begleiter - auch wenn der Atlantik die beiden trennt.
    Martha Grimes und Inspektor Jury - ein unzertrennliches Paar. Foto: Urban Zintel/Goldmann Verlag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Martha Grimes und Inspektor Jury - ein unzertrennliches Paar. Foto: Urban Zintel/Goldmann Verlag
     
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    Denn die Autorin, die mit Richard Jury einen der bekanntesten Ermittler schuf, ist US-Amerikanerin. Am 2. Mai feiert die in Pittsburgh (Pennsylvania) geborene und heute in Santa Fe (New Mexico) oder Washington D.C. lebende Autorin ihren 85. Geburtstag. Ihr Inspektor und seine exzentrischen Freunde hingegen sind altersresistent - und very british.

    Wie auch Landsfrau und Kollegin Elizabeth George hat sich Grimes dem klassischen englischen Kriminalroman verschrieben, in schönster Agatha-Christie-Manier und hübsch skurril. Dabei wollte die studierte Anglistin eigentlich Dichterin werden. Zunächst war die Poesie auch ihr Metier. Warum sie sich dann der Spannungsliteratur zuwandte, ist kein Geheimnis. Sie schrieb damals ein langes Gedicht «über eine Frau, die ihr Leben lang von einem Killer verfolgt wird und darauf wartet, dass er sie erschießt», verriet Grimes ihrem Verlag (Goldmann). Dieses Gedicht habe sie ins Grübeln gebracht. «Alle meine Werke (...) waren irgendwie blutig und handelten von Menschen, die eine Treppe herunterfallen und anderes in dieser Art.» Ihre Gedichte hätten ihr die Richtung gewiesen. Und als Agatha-Christie-Fan habe es nahegelegen, sich ihrer Tradition zuzuwenden.

    Inzwischen hat Martha Grimes, die auch eine Emma-Graham-Reihe und andere Krimis verfasste, 23 Inspektor-Jury-Bücher geschrieben, von denen einige vom ZDF verfilmt wurden (u.a. mit Fritz Karl, Katharina Thalbach und Götz Schubert). Vor wenigen Tagen erschien der Band «Inspektor Jury und die Frau in Rot». Meist muss Jury im fiktiven Örtchen Long Piddleton ermitteln, das sich allerdings im echten Dorset befindet. In der Grafschaft hatte Grimes in den 70er Jahren eine Zeit lang gelebt, dort ging ihr Sohn zur Schule, dort hat sie Land und Leute lieben gelernt, «die Landschaft, die Atmosphäre, die Pubs, die nebligen, diesigen Tage». All das ist in ihren Romanen wiederzufinden, was der eine oder andere Kritiker mitunter ein wenig klischeehaft findet, museal oder gar als Rosamunde-Pilcher-Flair abtut.

    Grimes selbst ist um Wahrhaftigkeit und Authentizität bemüht, wenn auch ihre Anstrengungen nicht immer erfolgreich waren. So wurde einst ihr Versuch, direkt bei Scotland Yard zu recherchieren, von einem Mitarbeiter kurz abgebügelt: «Freundlich herablassend wandte er sich an diese amerikanische Autorin, die ausgerechnet britische Krimis verfasste. Er schlug vor, dass ich besser über Polizeieinheiten schreiben sollte, die ich kannte, also amerikanische (...). 'Wir sind nicht das FBI, wir machen keine Führungen'.» Mehr Entgegenkommen zeigte später ein Kollege, der ihr doch noch einiges über die Arbeit beim Yard erzählte. Und anderes habe sie sich eben angelesen.

    Ein wenig Autobiografisches verarbeitet Grimes, die früher auch als Professorin für Literatur und kreatives Schreiben gearbeitet hat und sich neben ihrer Schriftstellerei sehr engagiert um den Tierschutz kümmert, in ihren Emma-Bänden. Diese spielen in einem alten Sommerhotel - eines jener Art, wie es einst auch ihrer Mutter gehörte. Die Protagonisten sind vielfach realen Personen nachempfunden. Nur die 12-jährige Emma selbst, die ist fiktiv. Sie wäre gern wie sie, sagt Martha Grimes über ihre zweite Serienheldin: «so einfallsreich und clever».

    An Einfallsreichtum fehlt es der mehrfach preisgekrönten Autorin aber nun wirklich nicht, denn insgesamt hat sie bisher 35 Bücher geschrieben, von denen allein im deutschsprachigen Raum 3,3 Millionen verkauft wurden. Viele davon sind Evergreens geworden. Fortsetzungen sind nicht nur erwünscht, sondern wahrscheinlich. «Sie ist noch sehr rüstig und schreibt weiterhin täglich», bestätigte Susanne Grünbeck vom Goldmann Verlag. Sie kündigte auch gleich Grimes‘ nächste Novität für September an: Dann erscheint die Branchensatire «Ein Mord macht noch keinen Sommer», eine in der Verlagswelt spielende Krimikomödie, ähnlich angelegt wie ihr «Mordserfolg» vor gut zehn Jahren, der tatsächlich ein Mordserfolg wurde.

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  • 01. Mai 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 1. Mai 2016: John Woo

    John Woo hat schon viel Kunstblut vergossen. Leinwand-Leichen pflastern den Karriereweg des chinesischen Action-Regisseurs, der es wie kein Anderer geschafft hat, zwischen Hongkong und Hollywood Brücken zu schlagen.
    Regisseur John Woo wird 70. Foto: Claudio Onorati © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Regisseur John Woo wird 70. Foto: Claudio Onorati
     
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    Woo, der an diesem Sonntag (1. Mai) 70 Jahre alt wird, wurde durch einen Film weltweit berühmt. Im Jahr 2000 schickte er Tom Cruise in «Mission: Impossible 2» in seinen zweiten Einsatz als knallharter Agent Ethan Hunt.

    Woo lieferte genau das, was sich die Fans wünschten: technisch perfekte Verfolgungsjagden, bombastisch choreografierte Action-Szenen, Explosionen an allen Ecken. Als Retter der Welt schießt und rast Cruise im Kampf gegen Spione und Bioterroristen über die Leinwand. Natürlich steigen mitten in der Action die für Woo obligatorischen weißen Tauben auf. Ein symbolträchtiges Merkmal vieler seiner Filme, das auf den christlichen Glauben des Regisseurs zurückgeführt wird. Seine Eltern waren vor dem Kommunismus aus China nach Hongkong geflüchtet.

    Durch Hongkong-Gangsterfilme wie «City Wolf» und «Hard Boiled» war Woo bereits in seiner Heimat bekannt, als er in den frühen 1990er Jahren nach Hollywood zog. Den durch «Pulp Fiction» wiederentdeckten Star John Travolta schickte er mit «Operation: Broken Arrow» und «Im Körper des Feindes» («Face/Off») gleich zweimal ins Action-Inferno. Für das Kriegsspektakel «Windtalkers» konnte er Nicolas Cage gewinnen, für den Science-Fiction-Thriller «Paycheck» Ben Affleck und Uma Thurman.

    Doch am Ende zog es Woo in seine Heimat zurück. Mit dem Historienspektakel «Red Cliff», das wegen seiner teuren Produktion oft mit James Camerons «Titanic» verglichen wird, drehte er 2008 den bis dahin teuersten, aber auch umsatzstärksten chinesischen Film.

    Sein jüngstes Projekt für die Hongkong-Firma Media Asia Films ist ein Remake des japanischen Thrillers «Manhunt». In dem Originalfilm von 1976 spielte der «japanische Clint Eastwood», Ken Takakura, die Hauptrolle eines Polizisten, der seine Unschuld beweisen muss. Der 2014 verstorbene Takakura sei einer seiner Lieblingsschauspieler gewesen, sagte Woo im vorigen Jahr dem Branchenblatt «Hollywood Reporter». «Er war mein Idol und er hat viele meiner Filme beeinflusst.»

    Ob er auch wieder in Hollywood drehen würde? «Jederzeit, sofort», versicherte Woo in dem Interview. Wegen Verpflichtungen in Asien habe er allerdings viele gute Angebote ablehnen müssen. «Ich mag Hollywood», betonte der Regisseur. Und die westliche Filmszene schätzt den asiatisch-amerikanischen Regisseur.

    Bei den 67. Filmfestspielen von Venedig 2010 wurde er mit dem Goldenen Löwen für sein Gesamtwerk geehrt. Woo sei es gelungen, Inszenierungskunst und Schnitt zu revolutionieren und das Genre des Actionfilms im höchsten Grad zu stilisieren, hieß es in der Begründung.

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