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  • 01. September 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 01. September 2015: Seiji Ozawa

    Wenn Seiji Ozawa vor ein ausländisches Orchester tritt, dann spricht er mit seinen Augen.
    Seiji Ozawa wird 80. Foto: Kimimasa Mayama © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Seiji Ozawa wird 80. Foto: Kimimasa Mayama
     
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    «Ich bin nicht gut in Fremdsprachen. Wenn ich ausländische Orchester dirigiere, habe ich gar keine andere Wahl», antwortete der japanische Stardirigent unlängst auf eine Frage einer heimischen Tageszeitung nach der Kraft seiner Augen, die Musiker wie Fans bewundern.

    Doch es ist seine ganze Erscheinung, die unglaubliche Energie ausstrahlt. Nicht umsonst wird der kleine, drahtige Japaner mit den vielen Lachfalten oft als «Energiebündel» oder auch als der «Hunderttausend-Volt-Dirigent» beschrieben.

    Ozawa will auch zu seinem 80. Geburtstag am 1. September wieder am Pult stehen und sein eigenes Geburtstagskonzert dirigieren. Und das, obwohl er erst vor einem Monat einen Knochenbruch erlitt und drei Wochen pausieren musste. Seit Jahren plagen den großen Dirigenten gesundheitliche Probleme. Nachdem 2010 bei ihm Speiseröhrenkrebs festgestellt worden war, gab er seinen Posten des Musikdirektors der Wiener Staatsoper auf und zog sich aus dem Konzertbetrieb zurück. Doch schon 2013 kehrte er ans Pult zurück.

    Diese Kraft und Zähigkeit bewies Ozawa schon in den 1960er Jahren, als er sich als Japaner im klassischen Musikbetrieb durchzusetzen wusste. Geboren 1935 in Hoten in der damals japanisch besetzten Mandschurei, kam Ozawa schon früh mit verschiedenen Kulturen und Einflüssen in Berührung. Sein Vater, ein Zahnarzt, war Buddhist, seine Mutter Christin. Sie war es, die ihren Sohn mit westlicher Musik vertraut machte. Als die Familie nach dem Krieg nach Tokio zog, erhielt Ozawa seinen ersten Klavierunterricht. Ein Sportunfall, bei dem er sich vier Finger brach, setzte seinem Traum von einer Pianisten-Laufbahn jedoch ein jähes Ende.

    Der begabte Musiker sattelte auf Komposition und Dirigieren um und wurde schon bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Alter von 24 Jahren mit dem Japan Philharmonic Orchestra als großes Talent gefeiert. Der Erste Preis beim Internationalen Dirigentenwettbewerb 1959 in Besançon wurde zum Sprungbrett in den klassischen Musikbetrieb, auch wenn sich Ozawa noch lange gegen das Vorurteil behaupten musste, als Japaner könne er die europäischen Klassiker «nur gelernt» haben und sie nie «mit der Seele begreifen».

    In Tanglewood, der berühmten Sommer-Musikakademie für Nachwuchsmusiker im US-Bundesstaat Massachusetts, gewann der aufstrebende Maestro auf Anhieb den Kussewizki-Wettbewerb. Er arbeitete als Assistent bei Leonard Bernstein in New York, in Berlin nahm ihn Herbert von Karajan unter seine Fittiche. In rascher Folge wurde er Orchesterchef in Chicago, Toronto und San Francisco.

    1970 übernahm er mit Gunther Schuller die Leitung des Tanglewood-Festivals, das er über Jahrzehnte prägte und das ihm 1994 die «Ozawa-Halle» widmete. In seiner japanischen Heimat gründete der Maestro 1992 das «Saito Kinen Festival», das in diesem Jahr in «Seiji Ozawa Matsumoto Festival» umbenannt wurde.

    Der beliebte, immer wieder überraschende Konzertleiter dirigierte Jahrzehnte lang nur wenige Opern, dann aber mit großem Erfolg. Als Leiter des Boston Symphony Orchestra von 1973 bis 2002 setzte Ozawa Maßstäbe. Sein breites Repertoire begeisterte ebenso wie die klangliche Brillanz, die er mit dem Orchester erreichte. Als Musikdirektor der Wiener Staatsoper widmete er sich dann vor allem seiner lange heimlich gehegten Liebe Oper und stellte erneut seine breite Kennerschaft von Mozart bis Krenek unter Beweis.

    Der Bariton Paolo Gavanelli lobte den Pultmeister einmal: «Ozawa ist nicht nur ein Musikgenie, sondern auch menschlich eine einmalige Erscheinung. Mit ihm zu musizieren, bedeutet Glück.» Dieses Glück teilt der Japaner auch besonders gern mit Kindern. Schon in Wien vermochte Ozawa die Kleinen mit seiner musikalischen Energie anzustecken.

    «Als ich in Boston war, lebte ich fern von meinen Kindern. Vielleicht hänge ich seitdem an Kindern», vertraute er der Zeitung «Asahi Shimbun» Anfang dieses Jahres an. Noch heute veranstaltet er jedes Jahr in seiner Heimat ein Konzert extra für Kinder. «Sie hören ganz intensiv zu. Aber wenn es langweilig ist, dann schießen sie mit Gummibändern auf uns», sagte er. «Daher haben wir uns immer gesagt: Wir müssen unser Bestes geben, sonst kriegen wir Gummibänder ab.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MASANNEK, Joachim deutscher Jugendbuchautor und Regisseur 55 01.09.1960 Bockum-Hövel Deutschland
    ESTEFAN, Gloria amerikanisch-kubanische Pop-Sängerin 58 01.09.1957 Havanna Kuba
    GIBB, Barry britisch-australischer Popmusiker 69 01.09.1946 Manchester Großbritannien
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  • 31. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 31. August 2015: Van Morrison

    Von seinem größten Hit hält Van Morrison nicht viel. «Für mich war das ein Wegwerfsong», sagt der Nordire über «Brown Eyed Girl», das Lied, das 1967 den Beginn seiner Solokarriere markierte.
    «Van the Man» wird 70. Foto: Rolf Haid © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Die Plattenfirma habe eben dafür Werbung gemacht, «aber nicht, weil ich es mochte. Ich habe etwa 300 andere Songs, die besser sind.» Trotzdem ist es der oft gecoverte Ohrwurm, der neben «Moondance» wohl den meisten Leuten einfällt, wenn sie an den Altmeister des Rhythm and Blues denken. Heute wird er 70 Jahre alt.

    In den vergangenen fünf Jahrzehnten hatte Van Morrison zahllose Gelegenheiten, seine 300 besseren Songs einzuspielen und live zu präsentieren. «Van the Man», wie seine Fans ihn nennen, ist immer noch einer der ganz Großen und Gefeierten der Szene - und irgendwie trotzdem kein Star im Sinne des modernen Musikbetriebs. Auf der Bühne wirkt er wie ein Musik-Nerd, der beim Singen die Augen schließt und sich hinter einer großen Sonnenbrille versteckt. «Morrison ist der Anti-Showman», urteilte der «Irish Emxaminer».

    Dazu passt, dass Morrison für seinen mürrischen Charakter berühmt-berüchtigt ist. Wenn ihm die Stimmung nicht passt oder er sich anderweitig nicht gut fühlt, kürzt der Nordire Konzerte schon mal ab oder spielt mit dem Rücken zum Publikum. Interviews vermeidet er, wo es nur geht, und viele Journalisten haben richtiggehend Angst vor einem Gespräch mit ihm. Fragen zu seinem Privatleben (er ist in zweiter Ehe verheiratet) sind generell tabu. Und trotzdem - oder deswegen - verehren seine Fans ihn als lebende Legende.

    Nirgends lieben sie ihn so wie in Nordirland. George Ivan Morrison ist tief verwurzelt in seiner Heimat, dem Osten Belfasts, wo er an seinem runden Geburtstag in der Cyprus Avenue auftreten wird, einer Straße die er im gleichnamigen Song auf seinem gefeierten Album «Astral Weeks» (1968) verewigt hat. Seine keltischen Wurzeln kamen Morrison musikalisch währed seiner Jahre in den USA so wenig abhanden wie der nordirische Akzent. Der Sohn eines Werftarbeiters lernte über die große Plattensammlung seines Vaters schon als Junge Blues, Gospel und Country-Musik kennen. Zu den frühen Vorbildern zählen die US-Musiker Jimmie Rodgers und Mahalia Jackson.

    Morrisons Bestimmung schien immer klar. Als Teenager tingelte er mit verschiedenen Gruppen von Gig zu Gig, sang, spielte Gitarre, Mundharmonika und bald auch Saxofon. Er war noch keine 20, als er Them gründete. Lieder wie «Gloria», «Baby, Please Don't Go» und «Here Comes the Night» machten die Band und mit ihr Morrison nach und nach international bekannt. Doch den großen Durchbruch schaffte er solo.

    Auf sein Debütalbum «Blowin' Your Mind!» 1967 folgte Platte auf Platte. Lang ist die Liste der Musikgrößen, mit denen er im Studio und auf der Bühne stand und steht - Ray Charles, Jim Morrison, Cliff Richard, John Lee Hooker und Tom Jones waren dabei, und bis heute immer wieder Georgie Fame. Sein Talent, aus dem Zusammenspiel mit anderen etwas Einzigartiges zu schaffen, bewies Morrison auch auf seinem jüngsten Album «Duets», das im Frühjahr erschien und auf dem er unter anderem mit Michael Dublé, Mark Knopfler, Simply-Red-Frontmann Mick Hucknall und Joss Stone ältere Lieder aufarbeitet.

    «Reworking the Catalogue» ist der Untertitel des Albums, «das Register nochmal durcharbeiten». Mit der heutigen Musik kann der Altmeister wenig anfangen, die heutigen Begriffe von Blues, Soul und R'n'B sind nicht mehr seine. Auf die Frage des «Time»-Magazins, welche aktuellen Bands er spannend finde, ist seine Antwort eindeutig: «Keine. Nichts. Es war alles schonmal da.»

    Auch was Ehrungen angeht, kann auf den 70-Jährigen nicht mehr viel Neues zukommen. Er hat unter anderem sechs Grammys, zwei Ehrendoktorwürden, seinen Namen in der Rock n Roll Hall of Fame und, ganz neu sei diesem Sommer, einen Ritterschlag.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    NUO, Patrick Schweizer Popsänger 33 31.08.1982 Gettnau Schweiz
    GIBSON, Deborah amerikanische Popsängerin 45 31.08.1970 New York USA
    MOSES, Edwin amerikanischer Leichtathlet 60 31.08.1955 Dayton USA
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  • 30. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 30. August 2015: Helge Schneider

    Besonders viele Lacher kriegt Helge Schneider, wenn er über seinen eigenen Unsinn kichert.
    Seinen 60. Geburtstag will Helge Schneider nicht groß feiern. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Seinen 60. Geburtstag will Helge Schneider nicht groß feiern. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
     
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    Das Publikum liebt ihn dann besonders, wenn er seine oft improvisierten Geschichten vom Absurden ins wahnsinnig Alberne kippen lässt und die eigene Komik komisch findet. Da hilft nur, über sich selbst zu lachen. Oder Musik.

    Beides liebt er. Beides hat er seit vielen Jahrzehnten im Geschäft zu einer unnachahmlich verrückten Kunstform kombiniert. Heute wird Helge Schneider 60 Jahre alt - und ist schon Ex-Rentner: Nachdem er sich vor nicht ganz einem Jahr mit einem vorerst letzten Konzert in den einstweiligen Ruhestand verabschiedete, hat er gerade seine neue Tour angekündigt.

    «Dann sieht man andere Leute, wie sie zur Arbeit gehen und dann sitzt man da zu Hause - das geht nicht», sagte er kurz vor seinem Geburtstag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie haben ihm wohl einfach gefehlt, sein Publikum, die Bühne und sein Beruf, den er selbst ganz nüchtern beschreibt: «Musiker und Komiker. Musikclown vielleicht.»

    Daneben hat er Bücher geschrieben, trashige Parodie-Filme gedreht, in denen er in die Rolle skurriler Typen wie «00-Schneider» oder «Dr. Hasenbein» schlüpfte. Quatschmacher zu sein, empfinde er als Kompliment, sagte er einmal der «Zeit».

    Geboren und bis heute sesshaft geblieben ist Schneider in Mülheim an der Ruhr. Klavier und Cello beginnt er schon als kleiner Junge zu spielen. In der neunten Klasse fliegt er ohne Abschluss von der Schule. Ans Musikkonservatorium schafft er es trotzdem, bricht aber nach zwei Semestern ab. «Ich bin von Grund auf faul, wenn es ums Lernen geht, darum bei der Sache zu bleiben», so Schneider im dpa-Interview. Seine viel gerühmten Fertigkeiten als Jazzmusiker sind für ihn etwas Natürliches, angeeignet wie andere Schwimmen lernen: «Ich habe nie richtig geübt, aber immer gespielt», sagt er.

    In seinen Anfängen als alleinunterhaltender Jazzmusiker in den 70er Jahren in der westfälischen Provinz muss er dann entwickelt haben, was ihn heute berühmt macht: die Lust am anarchischen Witz, an der Beschreibung völlig abgedrehter Szenen. Auch wenn er als «singende Herrentorte» seit 1977 erste Soloshows gibt und seine erste Gesangs-Platte 1988 «Seine größten Erfolge» tauft, braucht es «Katzeklo» und einen Auftritt bei «Wetten, dass..?», um den damaligen Dauergeheimtipp einem Millionenpublikum bekannt zu machen.

    Kult wurden fortan seine schrillen Anzüge und die wirre Perücke, die sich von seiner eigenen Frisur nur unmerklich unterscheidet. Er singt über Bonbons aus Wurst, den Telefonmann und darüber, dass es Reis gibt, Baby. Unverkennbar sind die näselnd-nuschelnde Vortragsweise, die fahrigen Handbewegungen, ein kalkuliert ungelenker Tanzstil. Die gut gelaunte Platte «Sommer, Sonne, Kaktus!» landet 2013 als erstes Schneider-Album auf Platz eins der Charts. Selbst Menschen, die in seinem Quatsch nicht viel mehr als schrillen Unfug sehen, kommen kaum an der Binsenweisheit vorbei, welch ein Ausnahmemusiker er sei.

    Seine Shows sind immer auch Konzert, die Bühne voll mit hochkarätigen Musikern. Dabei hat Schneider das Wesen des Jazz in seine Parodien und Albernheiten übersetzt: Was er da tut, lebt von der Improvisation. Kaum ein «Katzeklo» klingt wie das andere. Er schere sich nicht um Regeln, hatte er der dpa in einem früheren Interview gesagt.

    Eine Regel für sein Privatleben hat er dennoch aufgestellt: Wer er jenseits von Bühne und Rampenlicht ist, gehe niemanden etwas an, bekräftigt er auch im aktuellen Gespräch. «In meinem Beruf schwingt der private Helge mit. Ich sag' trotzdem nichts über meine Privatsphäre. Muss keiner wissen. Selbst ich weiß nicht, was morgen ist.»

    Klar sein düfte: 2016 ist er auf Tour in Deutschland und der Schweiz. «Lass k(n)acken Oppa» heißt das Programm.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DIAZ, Cameron amerikanische Schauspielerin 43 30.08.1972 San Diego USA
    MAFFAY, Peter deutscher Rocksänger 66 30.08.1949 Brasov Rumänien
    CRUMB, Robert amerikanischer Cartoonist 72 30.08.1943 Philadelphia USA
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  • 29. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 29. August 2015: William Friedkin

    William Friedkin war gerade 36 Jahre alt und außerhalb Hollywoods kaum bekannt, als er auf der Oscar-Bühne triumphierte. Für den packenden Drogen-Thriller «The French Connection - Brennpunkt Brooklyn», an dem noch heute Krimis gemessen werden, nahm er 1972 den Regie-Oscar entgegen.
    «Exorzist» und «French Connection» - William Friedkin wird 80. Foto: Stephane Reix © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Friedkin, der an diesem Samstag (29. August) 80 Jahre alt wird, schickte damals Gene Hackman in der Rolle eines brutalen Rauschgiftfahnders auf eine spektakuläre Verfolgungsjagd.

    Zwei Jahre später versetzte er mit dem Okkultschocker «Der Exorzist» die Kinogänger in Panik. Darin machen sich Teufelsaustreiber über ein junges Mädchen, gespielt von Linda Blair, her. Filmkritiker drückten dem Exorzisten das Prädikat «gruseligster Film aller Zeiten» auf, das Horrorwerk heimste zehn Oscarnominierungen ein.

    In den 1970er Jahren schrieb Friedkin Filmgeschichte, heute trauert er dieser Epoche hinterher. «Wir mussten uns damals nicht an eine bestimmte Formel halten», sagte der Regisseur kürzlich dem Filmportal «Deadline.com». Heute würden die Studios dasselbe Schema mit mehr und mehr Spezialeffekten immer wieder neu auflegen. «Ich kann mich nicht an einen einzigen Superhelden-Film in den 70er Jahren erinnern», sagt Friedkin. Er und Kollegen wie Francis Ford Coppola hätten sich damals über Kunst, nicht über den Profit an den Kinokassen unterhalten.

    Tatsächlich wurde Friedkins rasanter Karrierestart schnell von einem Blockbuster-Film gebremst. Sein Abenteuer-Thriller «Atemlos vor Angst», den er unter härtesten Bedingungen im südamerikanischen Dschungel drehte und der zu seinen besten Werken zählt, floppte 1977 an den Kinokassen. Kurz zuvor war das Science-Fiction-Spektakel «Star Wars» in den USA angelaufen, dagegen hatte Friedkin keine Chance.

    Er drehte weitere Thriller: «Cruising» (1980) um eine Mordserie im New Yorker Schwulen-Milieu, den Erotik-Thriller «Jade» (1995), den Mordkrimi «Die Stunde des Jägers» (2002). Keiner konnte an den frühen Erfolg anknüpfen. Doch Friedkin profilierte sich beim Fernsehen. Mit Jack Lemmon und Armin Müller-Stahl drehte er das TV-Gerichts-Drama «Die Zwölf Geschworenen» (1997), das sechs Emmy-Nominierungen holte.

    Auch heute, mit 80, sieht er dort seine Zukunft. «Alle guten Sachen passieren heute beim Fernsehen», erklärt Friedkin im «Deadline»-Interview. Vor allem längere Fernsehserien mit komplexen Charakteren würden ihn heute als Regisseur und als Zuschauer mehr interessieren als Kinofilme.

    Vom Ruhestand will er noch nichts wissen. Friedkin arbeitet nach eigenen Angaben an mehreren Projekten, darunter eine Fernsehadaption seines Spielfilms «Leben und Sterben in L.A.» aus dem Jahr 1985. Willem Dafoe spielte damals einen skrupellosen Geldfälscher, der von einem FBI-Agenten gejagt wird. Genau der Stoff, mit dem sich der Thriller-Spezialist bestens auskennt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MICHELE, Lea amerikanische Sängerin und Schauspielerin 29 29.08.1986 New York USA
    BERBEN, Oliver deutscher Filmproduzent 44 29.08.1971 München Deutschland
    DE MORNAY, Rebecca amerikanische Schauspielerin 54 29.08.1961 Santa Rosa USA
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  • 28. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 28. August 2015: Felix Jaehn

    Das waren turbulente Wochen für den DJ Felix Jaehn, nachdem er mit seinem Song «Cheerleader» auf Platz eins der amerikanischen Charts landete. Das scheint der Beginn einer ganz großen Karriere zu sein.
    Vor wenigen Tagen sorgte DJ Felix Jaehn beim Hamburger Festival Dockville für Stimmung. Foto: Axel Heimken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Vor wenigen Tagen sorgte DJ Felix Jaehn beim Hamburger Festival Dockville für Stimmung. Foto: Axel Heimken
     
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    Seit das Pop-Duo Milli Vanilli 1989 mit seinen - wie sich später herausstellte - nicht selbst gesungenen Hits gleich dreimal die Billboard-Charts anführte, konnte kein deutscher Künstler diesen Erfolg nachholen. Damals war Felix Jaehn, der heute 21 Jahre alt wird, noch nicht mal geboren.

    Jaehns Nummer-Eins-Hit «Cheerleader» ist eigentlich eine Coverversion des jamaikanischen Künstlers OMI. Die Plattenfirma Ultra Records hatte Jaehn im Mai 2014 den «total unbekannten» Song geschickt, seitdem ist eine Menge passiert. «Ich habe damals einfach gemacht», erzählt Jaehn.

    Mit «Cheerleader» schaffte er es in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien, Kanada und nun eben auch in den USA an die Spitze - und ist von einem One-Hit-Wonder weit entfernt.

    Sein Remix von «Ain't Nobody (Loves Me Better)» mit Jasmine Thompson - mehr als 30 Jahre nach dem Original mit Chaka Khan - führte allein in Deutschland acht Wochen lang die Charts an und ist laut GfK Entertainment der Sommerhit 2015.

    Schon mit 17 Jahren zog der in Hamburg geborene und in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsene Künstler nach London, wo er am Point Blank Music College eine Art Grundlagenkurs in Sachen Musikproduktion absolvierte.

    Nach einem abgebrochenen BWL-Studium in Berlin und einem Praktikum bei einem Musikunternehmen in Hamburg, wollte Jaehn es noch einmal mit einem dualen Studium probieren - gleichzeitig startete seine DJ-Karriere, die für ihn nun oberste Priorität hat.

    Seine Songs verortet Jaehn selbst im Bereich des «Melodic House», die «mit vielen echten Instrumenten» eingespielt würden. Sommer, Sonne, gute Laune - alles, was positiv ist, spiegele sich in seiner Musik wider, sagt Jaehn. «Meine Musik ist für alle Generationen zugänglich: Sowohl meinem Großvater als auch meinem sechsjährigen Patenkind gefallen meine Lieder.»

    Trotz seines enormen Erfolgs lebt Jaehn wieder bei seinen Eltern in der Gegend Klützer Winkel (Mecklenburg-Vorpommern). «Zu Hause fühle ich mich tatsächlich an der Lübecker Bucht. Ich habe meine Schulfreunde, viele bekannte Gesichter um mich herum.» Viel daheim ist Jaehn in diesem Jahr allerdings nicht.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RIMES, LeAnn amerikanische Musikerin 33 28.08.1982 Jackson USA
    TWAIN, Shania kanadische Musikerin 50 28.08.1965 Windsor Kanada
    SOUL, David amerikanischer Schauspieler 72 28.08.1943 Chicago USA
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  • 27. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 27. August 2015: Marianne Säbebrecht

    Ihre jüngste Rolle ist ihr auf den Leib geschneidert: In Thomas Hermanns schrillem Musical «Bussi» am Münchner Gärtnerplatztheater tritt Marianne Sägebrecht als Bavaria auf.
    Marianne Sägebrecht wird 70. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Flankiert von einem Löwen, appelliert die legendäre Münchner Schauspielerin an allseitige Toleranz und lässt auf gut Bairisch «Underground und Oberground» zueinander finden. Die tolerante Bavaria ist eine Rolle, mit der sie sich gut identifizieren kann. «Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass man die Menschen ehrt und achtet», sagt Sägebrecht im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. «Alles, was ist, ist gut wie es ist», sagte sie. Und: «Das Wichtigste ist die Versöhnung.»

    Jetzt wird die Schauspielerin, die es Ende der 1980er Jahre mit den Kultfilmen «Zuckerbaby» und «Out of Rosenheim» zu internationaler Bekanntheit brachte und von ihrem Regisseur Percy Adlon als «alpenländische Version von Marlene Dietrich» bezeichnet wurde, 70 Jahre alt. «Ich habe jetzt die 7 - meine Glückszahl», sagt sie. «Ich habe überhaupt keine Angst vor dem Alter gehabt. Vielleicht ist das der Grund, warum man noch so jung ausschaut.»

    Sägebrecht strotzt vor Energie. Sie steht vor der Kamera («Pettersson und Findus»), auf der Bühne («Bussi»), hält Lesungen - zum Beispiel mit Gedichten von Hilde Domin, macht sich für die Hospizbewegung stark. Sie kennt sich aus mit Heilkräutern und schreibt gerade an einem Rückblick auf ihr Leben, der im Herbst auf den Markt kommen soll. «Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.»

    Im kommenden Jahr will sie für eine Dokumentation ins südamerikanische Surinam reisen, «ein Seelenland meiner Kindheit», wie sie sagt. «Meine Tochter ist schon ganz nervös. 15 Jahre habe ich schön gearbeitet, gelesen und mich zurückgenommen. Jetzt geht's wieder hinaus in die Welt.»

    Marianne Sägebrecht lebt seit der Trennung von ihrem Ehemann seit Jahren allein in der Nähe des Starnberger Sees und damit sei sie so zufrieden wie Beda Andersson, die sie in «Pettersson und Findus» spielt. «Sehr zufrieden ist sie damit - wie ich auch.» Wenn Kinder am Starnberger Bahnhof ganz aus dem Häuschen sind, weil sie «Beda» begegnen, dann freut Sägebrecht (Mutter einer Tochter und Oma einer Enkelin) sich sehr.

    Auch wenn sie immer in Bewegung ist, viele Jobs und Aufgaben übernimmt, sei Ehrgeiz für sie ein Fremdwort. Als Hollywood-Superstar Michael Douglas, mit dem sie Ende der 80er Jahre im «Rosenkrieg» vor der Kamera stand, kürzlich für eine Filmpremiere in Berlin war, habe er sie eingeladen, erzählt Sägebrecht. Möglicherweise sei es dabei auch um ein gemeinsames Projekt gegangen. «Während der Dreharbeiten zum «Rosenkrieg» sind wir wie Geschwister geworden», sagt sie. «Das ist immer noch spürbar.»

    Doch die Einladung sah sie erst am Tag der Premiere - und stressen wollte sie sich nicht. «Andere wären vielleicht halbnackt ins Auto gesprungen und hätten sich in Berlin umgezogen - aber ich nicht.» Es habe an dem Tag einfach nicht sollen sein. «Ich glaube daran, dass der Lebensplan erstellt ist, wenn wir auf die Welt kommen», sagt Sägebrecht. «Schauen wir mal, was im Buch des Schicksals noch drinsteht.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KÜBLBÖCK, Daniel deutscher Popsänger 30 27.08.1985 Hutthurm Deutschland
    WIENER, Sarah österreichische TV-Köchin und Gastronomin 53 27.08.1962 Halle Deutschland
    BACH, Barbara amerikanische Schauspielerin 68 27.08.1947 New York USA
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  • 26. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 26. August 2015: Chris Pine

    Es gibt nicht nur einen Captain Kirk: Jahrzehntelang hatte William Shatner auf dem Raumschiff Enterprise das Sagen, aber Chris Pine erweist sich als ein mehr als würdiger Nachfolger.
    Ein smarter Typ: Chris Pine wird 35. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Als er 2009 in J.J. Abrams elften Sci-Fi-Abenteuer «Star Trek» in die Rolle des noch jungen Captain James T. Kirk schlüpfte, beamte er sich damit gleichzeitig in neue Hollywood-Dimensionen. Heute wird der US-Schauspieler 35 Jahre alt.

    Mit Superhelden-Filmen, die auf Comics basieren, wird in Hollywood momentan ordentlich Kasse gemacht. Und auch Chris Pine mischt zukünftig in dem Action-Universum kräftig mit. In «Wonder Woman» wird er den Freund der Titelheldin spielen.

    Das Spektakel soll 2017 in die Kinos kommen, vorher ist die Rückkehr des Raumschiffes Enterprise geplant: Für das dritte Sci-Fi-Abenteuer «Star Trek Beyond» steht Pine gerade vor der Kamera.

    Geboren am 26. August 1980 in Los Angeles, fiel ihm der Einstieg in die Filmbranche nicht in den Schoß, mag er auch einer Schauspielfamilie stammen. Er studierte in den USA und in Großbritannien, bevor sich ihm 2003 die Chance eröffnete, in je einer Folge der US-Krankenhausserie «Emergency Room» sowie bei «CSI: Miami» und «The Guardian - Retter mit Herz» mitzuwirken.

    Auf die Kinoleinwand schaffte er es dann ein Jahr später mit der Teenie-Komödie «Endlich Prinzessin 2» - wenn auch nur in einer Nebenrolle. 2005 übernahm er dann aber in Jonathan Meyers Thriller «Confession» (2005) eine der männlichen Hauptrollen.

    Rückschläge blieben allerdings nicht aus: Pine bewarb sich um die Rolle des Marinesoldaten Jake Sulley in James Camerons Blockbuster «Avatar - Aufbruch nach Pandora» (2009) verlor den Part aber gegen den Briten Sam Worthington (35). Das sei «die schlimmste Audition» seines Lebens gewesen, meinte der Schauspieler.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CULKIN, Macaulay amerikanischer Schauspieler 35 26.08.1980 New York USA
    MCCARTHY, Melissa amerikanische Schauspielerin 45 26.08.1970 Plainfield USA
    MARSALIS, Branford amerikanischer Jazz-Saxofonist 55 26.08.1960 New Orleans USA
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  • 25. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 25. August 2015: Sean Connery

    Sean Connery ist einer der größten Filmstars der Welt - und er ist nicht zu sprechen. «Sean ist im Ruhestand und hat gebeten, dass wir alle Medienanfragen ablehnen», antwortet eine Sprecherin routiniert auf die Bitte um ein Interview.
    Sean Connery wird 85. Foto: Andrew Gombert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Sean Connery wird 85. Foto: Andrew Gombert
     
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    Seit Jahren hat sich der James-Bond-Star weitgehend zurückgezogen, auch zu seinem 85. Geburtstag am 25. August lässt er nichts von sich hören.

    Er mischte sich nicht mal ein, als die Schotten vergangenen Herbst über ihre Unabhängigkeit abstimmten - eigentlich eine Herzensangelegenheit für den Patrioten aus Edinburgh, der in den frühen 90ern in Schottlands Nationalpartei SNP eintrat und dessen Autobiografie «Mein Schottland, mein Leben» heißt.

    Als Grund für das Schweigen nannte sein Bruder drohende Probleme mit der Steuer: Weil Connery die in Großbritannien nicht zahlt, darf er sich nur eine begrenzte Zahl von Tagen im Jahr dort aufhalten. Die Schotten spekulierten, der Schauspieler sei zu krank. Was sein Bruder wiederum bestritt: Sean habe einfach viel zu tun.

    Fest steht, dass der Schotte in den vergangenen Monaten verschiedene Einladungen in die Heimat ausgeschlagen hat, wo ihn viele seiner Landsleute naserümpfend als Steuerflüchtling bezeichnen, weil er auf Barbados residiert. Er werde erst zurückkehren, wenn das Land unabhängig sei, soll er mal gesagt haben.

    Thomas Sean Connery, der inzwischen ein Sir vor dem Namen trägt, kam 1930 in einem Arbeitervorort Edinburghs zur Welt. Als Kind lieferte er Milch aus, um zum Familieneinkommen beizutragen. Sein phänomenal gutes Aussehen brachte ihn über einen Umweg zur Schauspielerei: Connery machte den dritten Platz beim Wettbewerb «Mister Universum», und weil er schon mal in London war, sprach er für einen Musicalchor vor. Nach kleinen Bühnenengagements spielte er Ende der 50er die ersten Filmrollen - und dann kam Bond.

    Siebenmal rettete Connery im Auftrag ihrer Majestät England und die Welt vor mehr oder weniger durchgeknallten Schurken und verführte reihenweise «Bond-Girls»; erstmals in «James Bond jagt Dr. No» 1962, ein letztes Mal in «Sag niemals nie» 1983.

    Mit schottischem Zungenschlag, charmantem Lächeln und einer gesunden Portion Ironie schuf Connery einen Bond, an dem sich von George Lazenby über Roger Moore bis Daniel Craig alle seine Nachfolger messen lassen mussten. Natürlich auch, was ihre Ausstrahlung angeht. Immerhin ernannte das «People»-Magazin ihn mit knapp 60 Jahren und Glatze noch zum «Sexiest Man Alive».

    «Er war brillant», urteilt Bond-Darsteller Pierce Brosnan schlicht in einer Hommage der BBC zu Ehren des 85. Geburtstags. «Lieblings-Bond? Sean Connery, keine Frage», sagt Star-Wars-Regisseur George Lucas. Bemerkenswerterweise hatte Bond-Erfinder Ian Fleming Connery zunächst als 007-Darsteller abgelehnt, seinen Helden dann aber extra für ihn zum Halb-Schotten umgeschrieben.

    Connery gelang es aber auch, sich von seinem Alter Ego Bond zu emanzipieren. Er bekam einen Oscar für «Die Unbestechlichen» (1986), glänzte als Mönchsdetektiv in der Verfilmung von Umberto Ecos «Der Name der Rose» und als Vater von Indiana Jones. Er spielte in insgesamt über 80 Filmen, die allerdings längst nicht alle die Kritiker vom Hocker rissen.

    Auch privat kann man den Schotten mit den einmalig ausdrucksstarken Augenbrauen als erfolgreich bezeichnen: Seit vier Jahrzehnten ist er mit der Französin Micheline Roquebrune verheiratet. Einen Sohn namens Jason hat er auch, aus einer ersten Ehe. Statt Interviews zu geben und Filme zu drehen, spielte er in den vergangenen Jahren Golf auf den Bahamas.

    Er hat diverse Operationen und mindestens eine Krebsbehandlung überstanden. Wie es ihm geht, weiß niemand so genau - er sagt es schließlich keinem. In aller Munde sein wird Connery demnächst trotzdem wieder. Denn dann kommt mit «Spectre» ein neuer Bond in die Kinos. Daniel Craig trägt darin einen weißen Smoking. Wie schon Sean Connery, das Maß aller Bond-Dinge.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    MACDONALD, Amy britische Musikerin 28 25.08.1987 Bishopbriggs Großbritannien
    SCHIFFER, Claudia deutsches Model 45 25.08.1970 Rheinberg Deutschland
    MAISCHBERGER, Sandra deutsche Journalistin 49 25.08.1966 München Deutschland
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  • 24. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 24. August 2015: Rupert Grint

    Auf der Twitter-Fanseite «RupertGrint.Net», die immerhin über 250 000 Follower hat, sind zahlreiche Geburtstagswünsche für den Schauspieler eingetroffen, der heute seinen 27. Geburstag feiert.
    Rupert Grint wird 27. Foto: Hannibal Hanschke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Rupert Grint wird 27. Foto: Hannibal Hanschke
     
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    Auch wenn die Karriere des einstigen Harry-Potter-Stars bis jetzt nicht die Dimensionen von Daniel Radcliffe, der sich in seiner Indie-Nische gut eingerichtet hat, oder Emma Watson, die gerade mal wieder das Cover der «Vogue» (September-Ausgabe) ziert, erreicht hat, vergessen ist Rupert Grint, der als Ron Weasley so herrliche Grimassen ziehen konnte, nicht.

    Geboren am 24. August 1988 als ältestes von fünf Kindern einer Kaufmannsfamilie in der englischen Kleinstadt Stevenage, nicht weit von London gelegen, änderte sich Ruperts Leben, als er sich mit einer Videokassette um eine Rolle in der ersten «Harry Potter»-Verfilmung bewarb. Er stellte sich mit einem Rap-Song vor, überzeugte auch bei der Audition, stand dann mit gerade elf Jahren das erste Mal vor der großen Leinwandkamera und wurde 2001 als der rothaarig-sommersprossige Hogwarts-Zauberschüler Ron Weasley - genau wie Daniel Radcliffe (Harry Potter) und Emma Watson (Hermine Granger) - ein Star.

    Über die acht Folgen des Kinoabenteuers wurden die drei vor den Augen des Publikums über die Jahre immer erwachsener. Mit «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (II)» ging die von Joanne K. Rowling erzählte Erfolgsgeschichte 2011 zu Ende.

    Was hat sich seitdem für Rupert Grint, der gerne mal mit dem rothaarigen Sänger Ed Sheeran verwechselt wird, getan? An der Seite von Florian Lukas und David Kross war er im dem Weltkriegsdrama «Into The White» (2013) zu sehen, in «CBGB» (2013) tauchte er in die New Yorker Punk-Szene ein und in «Lang lebe Charlie Countryman» (2013) schluckte er eine Überdosis Viagra.

    Einen eher heiteren Ton schlägt Rupert Grint jetzt in der Komödie «Moonwalkers» an. Ein deutscher Kinotermin steht allerdings noch nicht fest.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MATLIN, Marlee amerikanische Schauspielerin 50 24.08.1965 Morton Grove USA
    RUGE, Nina deutsche Fernsehjournalistin und Moderatorin 59 24.08.1956 München Deutschland
    JARRE, Jean Michel französischer Musiker und Komponist 67 24.08.1948 Lyon Frankreich
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  • 21. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 21. August 2015: Ali Mitgutsch

    Die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch kann man sich immer wieder ansehen. Und mit den Jahren bilden sich Lieblingsszenen heraus, die man vielleicht schon als Kind fasziniert beobachtet hat.
    Ali Mitgutsch im Bilderbuchmuseum in Troisdorf (Archivfoto vom 09.06.2005). Foto: Rolf Vennenbernd © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ali Mitgutsch im Bilderbuchmuseum in Troisdorf (Archivfoto vom 09.06.2005). Foto: Rolf Vennenbernd
     
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    Etwa das Mietshaus, in dem sich Zimmer an Zimmer reiht und überall etwas passiert. Eine Frau macht Pfannkuchen, ein Zahnarzt bohrt und eine Mieterin klopft empört mit dem Besenstiel gegen die Zimmerdecke, weil die Jugendlichen über ihr wild zu lauter Musik tanzen.

    Die farbenprächtigen Bücher Mitgutschs, die Kinder seit 1968 begeistern, erzählen wunderbare Geschichten aus dem Alltag - ohne Worte, aber dafür mit umso mehr Wärme, Humor und einem liebevollen und überaus präzisen Blick auf die Tücken und Freuden des Alltags. Am Freitag (21. August) wird der Meister der Wimmelbücher 80 Jahre alt. «Der einst gehänselte Schuljunge ist bis heute einer der beliebtesten deutschen Kinderbuchautoren», heißt es bei «Spiegel Online» anlässlich des Jubiläums. «Er hat lange vor Instagram gezeigt, wie man nur mit Bildern kommuniziert», schreibt «welt.de».

    Die Liebe zum Geschichtenerzählen hat der Münchner, der später an der Graphischen Akademie in München studierte, von seiner Mutter. Sie konnte Mitgutsch und seinen Geschwistern zwar kein wohlhabendes Elternhaus bieten, dafür aber umso mehr Fantasie. «Sie hüllte uns regelrecht ein mit ihren Worten, und wir gaben uns ihnen ganz und gar hin und fühlten uns darin geborgen», schreibt Mitgutsch in seinen Kindheitserinnerungen «Herzanzünder». Ein Beweis, dass auch in bitterarmen Verhältnissen Talente gedeihen. «Egal wie steil der Weg war, ob große Hitze oder bittere Kälte herrschte oder von welcher Not unsere kleine Familie gerade heimgesucht wurde - Mutter behütete uns auf ihre ganz eigene Art mit ihren Geschichten und lockte uns mit ihnen in eine andere, wundersame Welt.»

    Der zweite Weltkrieg, Hunger, Heimatlosigkeit und bittere Not prägten Mitgutschs Kindheit. Der geliebte große Bruder fiel in Russland an der Front. In den letzten Kriegsjahren musste die Familie wegen der vielen Bombenangriffe ihre Münchner Wohnung verlassen und Schutz auf dem Land suchen - als ungeliebte Flüchtlinge, die kaum das Nötigste zum Leben hatten. Der schüchterne Ali litt unter den Demütigungen anderer Kinder und zog stattdessen meist alleine los: «Ich wanderte durch die Auen und den Wald allein und träumte mir die Abenteuer, die ich in Wirklichkeit nicht erlebt habe, weil ich keine Freunde hatte», erinnert sich der Künstler. «Da träumte ich mir zwei Freunde, einen dicken, großen, starken, der mir half, und einen kleineren, frecheren, schlaueren, der mir immer die besten Ausreden zuflüsterte. Mit denen habe ich dann so meine Abenteuer erlebt.»

    Auch nach dem Krieg wurde die Lage der ehemals gutbürgerlichen Bäckerfamilie nicht besser. Wie viele Menschen vor allem in der Stadt hatten die Eltern mit ihren zwei Töchtern und ihrem Sohn kaum etwas zu essen. Die Kinder eroberten sich hungrig aber mutig die Stadt zurück: Sie spielten zwischen Trümmern und ausgebombten Kellern, suchten nach Altmetall und anderen Schätzen und lieferten sich Bandenkämpfe. Von seinen Streifzügen kehrte Alfons oft völlig verdreckt zurück - wie «Ali Baba und die 40 Räuber».

    Ein prägendes Erlebnis: Die Fahrt auf dem Riesenrad auf dem Münchner Jahrmarkt Auer Dult, eine seltene Freude für Ali und seine Schwester. Was der Bub aus der Gondel sah, faszinierte ihn. «Es waren Bilder mit vielen Details, es passierte so viel gleichzeitig, die Geschichten gingen nicht aus: Menschen liefen über den Platz, kamen zu Gruppen zusammen, lösten sich wieder auf, Kinder jagten hintereinander her, Karren wurden gezogen, eine Frau sammelte ihren Einkauf vom Pflaster und ein Junge kletterte einen Laternenpfahl hinauf», erinnert er sich in seinem Buch.

    Vieles findet sich in seinen Bildern wieder, auch das Riesenrad, in dessen oberster Gondel zwei begeisterte Kinder sitzen in Mitgutschs erstem Buch «Rundherum in meiner Stadt». «Die Aufsicht auf Dinge und Situationen blieb für mich ein Leben lang ein spannendes Thema: Sie wurde die Perspektive all meiner Wimmelbilder.» Rund 70 Bücher, Poster und Puzzles sind so entstanden, darunter zahlreiche Wimmelbücher. Allein in Deutschland wurden mehr als fünf Millionen Mitgutsch-Bücher verkauft, im Ausland mehr als drei Millionen.

    Sie bestechen durch ihre farbenfrohe Lebendigkeit, ihre Fröhlichkeit und den ironischen Blick, auch auf Kleinigkeiten und menschliche Schwächen. Ein Mann mit einem dringenden Bedürfnis wartet verzweifelt vor einem Toilettenhäuschen. Ein anderer rutscht auf einem Kuhfladen aus, beobachtet von einem Mädchen, dass vor Schadenfreude lauthals lacht. Und am Strand gießt ein Sohn seiner sonnenbadenden Mutter einen Eimer Wasser über den Oberkörper. Und was passiert dann? Schon kleine Kinder spinnen die Geschichten gerne weiter - genau das will der Zeichner erreichen: «Meine Wimmelbücher sind gemacht, um die Kinder in die Gärten der Fantasie zu führen, dass sie selber weitermachen».

    Name Beruf Geburtsdatum Geburtsort Land
    WITT, Alicia amerikanische Schauspielerin 40 21.08.1975 Worcester USA
    CATTRALL, Kim britische Schauspielerin 59 21.08.1956 Liverpool Großbritannien
    WEIR, Peter australischer Filmregisseur 71 21.08.1944 Sydney Australien
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  • 20. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 20. August 2015: Robert Plant

    Er war Sänger der wohl größten Rockband der 70er Jahre. Doch das aufreibende Leben als Frontmann von Led Zeppelin ist für Robert Plant lange vorbei und ganz weit weg. Heute, mit 67 ist er zwar immer noch wild gelockt, aber auch in Ehren ergraut und zerfurcht.
    Robert Plant beim Glastonbury Festival 2014. Foto: Will Oliver © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Robert Plant beim Glastonbury Festival 2014. Foto: Will Oliver
     
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    Musikalisch bleibt Plant indes ein Suchender, der jederzeit für eine Überraschung gut ist. Dies bewies er im letzten Jahr mit seinem Album «Lullaby...And The Ceaseless Roar». An diesem Donnerstag (20. 08.) feiert Plant seinen 67. Geburtstag.

    «Man darf nie zum Gefangenen seines eigenen Erfolges werden», sagte Plant der «Süddeutschen Zeitung» im Interview zu seiner bemerkenswert dynamischen, vielfältigen und wagemutigen Platte. «Ich gebe den Leuten zwar, was sie hören wollen, aber ich mache es ihnen nicht leichter als unbedingt nötig. Ich habe meinen Spaß dabei und fordere sie ein kleines bisschen heraus.»

    Also nahm der Brite mit seiner Band The Sensational Space Shifters kein Country-Album auf wie das enorm erfolgreich «Raising Sand» von 2007 (fünf Grammys). Und auch keine psychedelische Folk-Platte mit Coverversionen («Band Of Joy» von 2010). Sondern ein majestätisches Werk mit vielen eigenen Songs, das harten Rock und urwüchsigen Blues, gälische und nahöstliche Folklore, afrikanische Tribal-Rhythmen und balladeske Wärme mühelos zusammenbringt.

    Vor allem der Blues - schon vor über 40 Jahren bei Led Zeppelin Grundlage eines damals bahnbrechenden Hardrock-Sounds - hat es Plant angetan, und dafür ging er auf Reisen durch den Süden der USA. «Ja, ich habe mich auf die Suche nach den Wurzeln der Musik gemacht, von der ich immer geschwärmt habe und die mich reich und berühmt gemacht hat», sagte er im Interview.

    Auch das passt zu Robert Plant: Anstatt legendäre Blues- und Rocksongs wie «Stairway To Heaven» oder «Whole Lotta Love» in großen Stadien aufzuführen (wozu die anderen Led-Zeppelin-Mitglieder ihren Sänger seit Jahren ermuntern), ging er auf Entdeckertour. Und machte danach ein Album, das deutlich weniger kommerziellen Erfolg abwerfen dürfte als Reunion-Konzerte mit Led Zeppelin.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    LOVATO, Demi amerikanische Schauspielerin 23 20.08.1992 Dallas USA
    MARSTERS, James amerikanischer Schauspieler 45 20.08.1970 Greenville USA
    POHL, Kalle deutscher Komiker und Musiker 64 20.08.1951 Düren Deutschland
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  • 18. August 2015 13:36

    Die Promi-Geburtstage vom 23. August 2015: Rita Pavone

    Ein paar Momente der Unsicherheit musste Rita Pavone bei ihrer Rückkehr auf die Bühne überstehen. «Ich bin den Weg entlanggegangen und habe mich gefragt: Wird jemand dort sein? Wie wird es sein?», berichtete die italienische Schlagersängerin im vergangenen Jahr nach ihrem ersten Konzert nach neun Jahren Pause.
    Rita Pavone wird 70. Foto: Fabio Campana. © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Rita Pavone wird 70. Foto: Fabio Campana.
     
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    «Als ich das erste Lied angestimmt habe, habe ich ein Donnern gehört und wusste, dass alles so ist wie früher», sagte sie der «Vanity Fair». Vor 50 Jahren startete die Schlagersängerin ihre Karriere, 2014 gab sie nach langer Pause ihr Comeback. Am 23. August wird Pavone 70 Jahre alt.

    Nach einer längeren Auszeit, in der die nur knapp über 1,50 Meter große Norditalienerin unter anderem am Herzen operiert werden musste, ist sie seit einiger Zeit zurück. 2013 kam nach 19 Jahren ihr neues Album «Masters» heraus, 2014 tourte sie durch Italien. In Deutschland, wo die Schlagersängerin 1963 mit «Wenn ich ein Junge wäre» und 1968 mit «Arrivederci Hans» große Erfolge feierte, tritt sie heute allerdings kaum noch auf, hier war sie in den 60er und 70er Jahren ein Star.

    Mehr als 50 Millionen Platten hat Pavone nach eigenen Angaben im Laufe ihrer Karriere verkauft. Ihre größten Erfolge feierte die zierliche Sängerin mit den blonden Haaren in Italien, wo sie Anfang der 60er Jahre entdeckt wurde. Aber auch Auftritte in Frankreich, den USA, Südamerika und Japan trugen zu ihrer wachsenden Popularität auf dem Höhepunkt ihrer Karriere vor 50 Jahren bei. «Ich bin immer unsicher, auch wenn ich Millionen Platten verkaufe», sagte Pavone im Rückblick über ihre Karriere und ihre Auftritte vor großem Publikum.

    Geboren 1945 in Turin, wuchs Pavone als Tochter eines Hilfsarbeiters mit drei großen Brüdern in ärmeren Verhältnissen auf. Nach der Schule trat die junge Rita zunächst in Lokalen auf, wo sie so großen Erfolg hatte, dass ihr Vater sie trotz Bedenken der Mutter zum «Schlagerfestival der Unbekannten» in Ariccia bei Rom anmeldete. Dort gewann Pavone 1962 mit großem Vorsprung - und der Grundstein für ihre Karriere war gelegt. Auch ihren späteren Manager und Mann Teddy Reno, den Veranstalter des Festivals, lernte sie dort kennen.

    Kurz darauf nahm Pavone ihre ersten Platten auf, die von Beginn an große Erfolge waren. Vor allem Pavones burschikoser Look mit kurzen Haaren, Rollkragenpullover und schlichten Röcken oder Hosen wurde in Italien zum Kult. In den folgenden Jahren landete sie in ihrem Heimatland einen Nummer-1-Hit nach dem anderen, bis es in den 70er Jahren bis auf vereinzelte Fernsehauftritte ruhiger wurde.

    Doch auch später konnte sich die zweifache Mutter nie von der Bühne trennen, kehrte trotz längerer Pausen immer wieder dorthin zurück und tourte durch die italienische Provinz. «Jetzt fühle ich mich wieder wie 30, ich habe große Lust, etwas zu tun», sagte sie bei ihrem bislang letzten Comeback 2014 der «Vanity Fair». Auch einen Ausflug in die Politik unternahm die in der Schweiz lebende Pavone, wurde 2006 als Vertreterin der Auslandsitaliener in den Senat gewählt.

    «Die Leute wollen sich an die 60er Jahre erinnern, gemeinsam mit mir. Aber ich will auch von der Rita von heute erzählen», sagte Pavone über ihre Auftritte. Nach ihrer «Rita is back»-Tour im vergangenen Jahr ist es kurz vor ihrem runden Geburtstag wieder etwas ruhiger um die temperamentvolle Sängerin geworden. Auf Facebook und Twitter erinnert sie sich mit ihren Fans an frühere Auftritte. Fit bleiben will sie weiter, mit Hilfe ihres wöchentlichen Rätselheftes. «Wenn es erscheint, darf mir niemand zu nahe kommen», sagte Pavone. «Ich brauche vier Stunden, um es fertig zu machen, dann zerreiße ich es.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    LEANDROS, Vicky griechische Schlagersängerin 63 23.08.1952 Korfu Griechenland
    ANTONI, Carmen-Maja deutsche Schauspielerin 70 23.08.1945 Berlin Deutschland
    KREKEL, Lotti deutsche Schauspielerin 74 23.08.1941 Köln Deutschland
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  • 18. August 2015 13:29

    Die Promi-Geburtstage vom 22. August 2015: Annie Proulx

    Einsame Landschaften, widrige Wetterbedingungen und Nächte am Schreibtisch - so hat es Annie Proulx gern.
    US-Schriftstellerin Annie Proulx 2006 in Madrid Foto: Victor Lerena © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    US-Schriftstellerin Annie Proulx 2006 in Madrid Foto: Victor Lerena
     
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    «Mein ganzes Leben verbringe ich schon auf dem Land», sagte die Autorin einmal der «Paris Review». «Das Schriftsteller-Leben ist perfekt für mich. Ich kann mein eigenes Ding machen und nachts um drei arbeiten, wenn ich will.» Es war eines ihrer ganz seltenen Gespräche mit Journalisten, denn Aufmerksamkeit wiederum mag Proulx, die am Samstag (22. August) 80 Jahre alt wird, nicht so gerne. «Ich hasse Interviews.»

    An ihren ganz großer Erfolg, die Kurzgeschichte «Brokeback Mountain», die zur Vorlage für einen Oscar-gekrönten Film wurde und sie weltberühmt machte, denkt die Autorin deshalb auch nur ungern. «Ich wünschte, ich hätte die Geschichte nie geschrieben. Seit der Film herausgekommen ist, gab es deswegen nur Ärger, Probleme und Irritationen.»

    Die Bewohner ihrer derzeitigen Wahlheimat Wyoming, dem extrem dünn besiedelten und rauen Rocky-Mountains-Staat im Nordwesten der USA, würden die Geschichte über die heimliche Liebe zweier Cowboys sowieso nicht lesen. «Ein großer Teil von ihnen ist immer noch außer sich vor Wut.» Aber der Film sei insgesamt von vielen Leuten missverstanden worden: Es gehe gar nicht in erster Linie um die beiden Hauptdarsteller, sondern «um Homphobie, eine soziale Situation, einen Ort und eine besondere Denkart und Moral.»

    Um ihre Sichtweise auf die Geschichte noch einmal zu unterstreichen, schrieb Proulx 2014 das Libretto zu einer darauf basierenden Oper, die in Madrid uraufgeführt wurde. Ansonsten aber hat sie die Geschichte längst abgehakt und seitdem schon zahlreiche erfolgreiche Bücher wie «Mitten in Amerika», «Hinterland», «Hier hat's mir schon immer gefallen» und ihre Memoiren «Ein Haus in der Wildnis» veröffentlicht.

    Weiterhin populär sind auch ihre Romane aus den frühen 90er Jahren - «Postkarten», für den sie als erste Frau den PEN/Faulkner-Preis bekam, und «Schiffsmeldungen», der ebenfalls erfolgreich verfilmt wurde und für den sie den Pulitzerpreis bekam. Alle ihre Texte haben mit Landschaften zu tun. Bevor sie mit dem Schreiben loslegt, erkundet sie Geologie und Geografie, Klima und Wetter ihrer Schauplätze und lebt den Alltag, den die Landstriche ihren Protagonisten diktieren. Proulx entdeckt Schönheit im Verfall und sieht Elend in vermeintlicher Harmonie. Kritiker loben ihren klaren und detailversessenen Stil.

    Dabei kam die 1935 in Norwich im US-Ostküstenstaat Connecticut geborene Proulx erst mit mehr als 50 Jahren zum Schreiben. «Ich sah mich nie als Schriftstellerin. Ich bin nur dazugekommen, weil ich von irgendetwas leben musste. Und dann habe ich herausgefunden, dass ich es wirklich kann.» Davor gab es ein kurz vor der Promotion abgebrochenes Studium, etliche Jobs, «zu viele Ehen», vier Kinder, Ratgeber, Kochbücher und Jahrzehnte im eher verträumten Neuengland.

    Proulx hat die Welt bereist. An Deutschland habe sie dabei «immer ein besonderes Interesse gehabt», sagte sie einmal der Deutschen Presse-Agentur. «Ich liebe deutsche Buchhandlungen über alles und bin dankbar für jede Chance, in ihnen unterzutauchen. Der Grund ist nicht nur das reiche Angebot, sondern auch das Gefühl der Verbundenheit mit anderen Büchernarren. Bei uns in den USA dreht sich doch fast alles nur noch um das elektronische Leseangebot.»

    Schlussendlich aber zieht es sie doch immer wieder in die einsamen Landschaften zurück - und an ihren Schreibtisch. «Zahlreiche Leben voller Geschichten» trage sie noch in sich, sagte sie einmal der «Paris Review». Aber sie wisse auch jetzt schon, dass diese Geschichten nicht allen Menschen gefallen würden. «Die meisten wollen es schwarz-weiß, gutes Ende, schlechtes Ende. Aber das Leben ist nicht so. Alles ist grau.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    FINNIGAN, Jennifer kanadische Schauspielerin 36 22.08.1979 Montréal Kanada
    WIIG, Kristen amerikanische Schauspielerin 42 22.08.1973 Canandaigua USA
    AMOS, Tori amerikanische Sängerin 52 22.08.1963 Newton USA
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  • 18. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 18. August 2015: Daniel Hartwich

    Daniel Hartwich ist bei RTL im Dauereinsatz: Er moderiert «Das Supertalent», «Let's Dance», die Dschungelshow «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!», startet im Spätsommer mit «Stepping Out» und hat mit «Hartwichs 100! Daniel testet die Deutschen» auch eine ganz eigene Sendung.
    Moderator Daniel Hartwich beim Finale der RTL-Tanzshow "Let's Dance". Foto: Rolf Vennenbernd © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Moderator Daniel Hartwich beim Finale der RTL-Tanzshow "Let's Dance". Foto: Rolf Vennenbernd
     
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    Hartwich, der heute 37 Jahre alt wird, wusste wohl schon früh, was er wollte und konnte. Parallel zum Studium arbeitete er bei Radio und Fernsehen. Er moderierte bei der Popwelle hr3, später wechselte er zur RTL-Mediengruppe und versuchte sich als Moderator und Reporter.

    Anerkennung erhielt er mit seiner 2008 bei RTL gestarteten Late-Night-Show «Achtung! Hartwich». Die brachte ihm Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis ein. RTL setzte ihn außerdem als Reporter unter anderem für Sendungen wie «Unglaublich! - Die Show der Merkwürdigkeiten» und «Einspruch» ein.

    Mit der Promi-Tanzshow «Let's Dance» und Sylvie Meis an seiner Seite gelang der Sprung nach oben - beide erhielten dafür den Bayerischen Fensehpreis.

    So schlagfertig er sich vor der Kamera gibt, so gerne er bei Günther Jauch für einen guten Zweck ums Geld zockt - wenn es ums Privatleben geht, ist Hartwich eher schweigsam. Geboren ist er in Frankfurt - viel mehr erfährt man nicht.

    Kürzlich aber verriet Hartwich dem People-Magazin «Closer», dass er ein prima Hausmann sei. «Ich staubsauge gern», sagte er. «Ich wasche auch die Wäsche und räume die Spülmaschine ein und aus. Ich bin sehr reinlich und ordentlich.» Und natürlich bringt er auch den Müll raus.

    Sieht so der perfekte Mann aus? Fast: «Unter anderem bin ich morgens recht launenhaft. Und generell recht ungeduldig», bekannte Daniel Hartwig im «Closer»-Interview.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    KNÜFKEN, Markus deutscher Schauspieler 50 18.08.1965 Essen Deutschland
    ÜNEL, Birol deutsch-türkischer Schauspieler 54 18.08.1961 Silifke Türkei
    WOELK, Ulrich deutscher Schriftsteller 55 18.08.1960 Bonn Deutschland
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  • 17. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 17. August 2015: Christian Kohlund

    Zehn Jahre lang reiste Schauspieler Christian Kohlund als TV-Hotelmanager von einem Urlaubsparadies ins nächste.
    Christian Kohlund wird 65. Fotoo: Tobias Hase/dpa (zu dpa «Vom «Traumhotel» zum «Tatort» - Fernsehstar Christian Kohlund wird 65» vom 10.08.2015) Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Christian Kohlund wird 65. Fotoo: Tobias Hase/dpa (zu dpa «Vom «Traumhotel» zum «Tatort» - Fernsehstar Christian Kohlund wird 65» vom 10.08.2015) Foto: Tobias Hase
     
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    Nach dem Aus der ARD-Reihe «Das Traumhotel» - trotz stabiler Quoten von rund fünf Millionen Zuschauern - widmete sich der vielbeschäftigte Fernsehstar kurzerhand neuen Projekten: Im Münster-«Tatort» spielte er jüngst den schwulen Onkel von Professor Boerne (Jan Josef Liefers) und in «Borcherts Fall» stand er als Anwalt vor der Kamera. Am Montag (17. August) wird der Frauenschwarm mit der sonoren Stimme 65.

    Myanmar, Kapstadt oder die Seychellen - für seine Rolle als Hotelier Markus Winter in «Das Traumhotel» ist Kohlund rund um den Globus geflogen. Nach zehn Jahren war Schluss, vergangenen Herbst sendete die ARD die letzte Folge der Reihe. «Natürlich hat das Spaß gemacht, weil ich die ganze Welt sehen konnte», sagte Kohlund kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Zu viel Wehmut ließ er jedoch nicht aufkommen: Er habe sich schließlich nie auf eine Rolle festnageln lassen wollen. «Ich bin ja Schauspieler geworden, um möglichst viele verschiedene Rollen zu spielen.»

    Das ist ihm im Laufe seiner mehr als 40-jährigen Karriere gelungen - auf der Bühne und auf dem Bildschirm. Neben der Figur des Hotelmanagers gehört wohl die des Professor Vollmers in der «Schwarzwaldklinik» zu seinen bekanntesten Rollen.

    Immer wieder damit in Verbindung gebracht zu werden, gehört für Kohlund dazu. Das Publikum habe ein Recht darauf, solche Formate zu sehen, sagte er im vergangenen Herbst der «Südwest Presse» im Interview. «Natürlich gab es die Feuilletons, die die Nase gerümpft haben über ein solches Format. Heute ist es Kult. Ich war halt dieser junge Schweizer mit dem Lockenschopf.» Stört ihn das Schubladendenken? «Ich werde mich nicht beklagen, dass Filme, die ich gemacht habe, beim Publikum so gut angekommen sind.»

    Dabei hatte Kohlund nicht unbedingt eine TV-Karriere angestrebt, als er in Wien am renommierten Max-Reinhardt-Seminar studierte. In Basel geboren, stammt er aus einer Schweizer Künstler- und Schauspielerfamilie, zu deren Freunden Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt zählten. Als Bub stand er schon an der Seite seines Vaters auf der Bühne und hatte erste kleine TV-Rollen. «Wir haben Theater einfach gelebt. Und so ist das geblieben», sagte er der «Südwest Presse». Als junger Schauspieler habe er Shakespeare, Kleist, Schiller und Goethe im Kopf gehabt. Gerade in den 70er und 80er Jahren stand er in klassischen Stücken auf der Theaterbühne, unter anderem in Zürich, Wien, Berlin, Hamburg und München.

    Dann kam «Die Schwarzwaldklinik», und Kohlund wurde zum TV-Star und Frauenschwarm. Auch in Serien-Klassikern wie «Derrick», «Ein Fall für Zwei» und «Das Traumschiff» war er zu sehen. Im vergangenen Jahr stand der Wahl-Münchner auch wieder auf der Bühne - und zwar als Schurke bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. Und wie verbringt der zweifache Vater und Familienmensch die Zeit zwischen den Dreharbeiten? Am liebsten beim Golfspiel oder mit Fotografieren, wie er der Deutschen Presse-Agentur verriet. Sein liebstes Motiv sind, wie Kohlund sagt, seine Kollegen am Set. Die Foto-Sammlung will er irgendwann einmal veröffentlichen. Zunächst steht aber ein neuer Filmdreh an, der zweite Teil von «Borcherts Fall».

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    PENN, Sean amerikanischer Schauspieler 55 17.08.1960 Burbank USA
    MÜLLER, Herta deutsche Schriftstellerin 62 17.08.1953 Nitzkydorf Rumänien
    WEPPER, Fritz deutscher Schauspieler 74 17.08.1941 München Deutschland
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  • 13. August 2015 12:01

    Die Promi-Geburtstage vom 19. August 2015: Ian Gillan

    Manchmal klingt Ian Gillan wie ein alter Mann. «Das ist so eine bizarre Phase gerade», sagt der Sänger der Rockband Deep Purple etwa über Smartphones, die seine Fans ihm in Konzerten entgegenhalten.
    Ian Gillan beim Jazzfestival in Montreux 2013. Foto: Martial Trezzini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ian Gillan beim Jazzfestival in Montreux 2013. Foto: Martial Trezzini
     
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    «Ein Bild zu machen, ist wichtiger als das Ereignis.» Er halte es beim Komponieren ja mit Stift und Notizbuch, soziale Netzwerke seien nichts für ihn. Gillan wird am Mittwoch (19. August) 70, der Engländer hat also jedes Recht, so etwas zu sagen. Aber meistens klingt er gar nicht nach Rockopa, sondern nach Vollblutmusiker, der Spaß an jedem seiner unzähligen Konzerte hat.

    «Immer beim Mittagessen kommt das Lampenfieber», sagt der Sänger, der seit 1962 auf der Bühne steht und nach eigenen Angaben alleine im vergangenen Jahr in 54 Ländern gespielt hat. Schließlich wisse er nie, was ihn erwarte. Eines könnte er allerdings wissen: Kein Konzert endet, ohne dass er und seine vier Kollegen «Smoke on the Water» gespielt haben und damit eines der bekanntesten Gitarrenriffs der Rockgeschichte.

    Wie sehr nervt das? «Es ist ein Segen, ich bin dem Lied dankbar», sagt Gillan, der statt Rockermähne längst kurze graue Haare trägt. Und erzählt, wie er mit Luciano Pavarotti gearbeitet habe, der ganz neidisch gewesen sei, weil «Smoke on the Water» jedes Mal ein bisschen anders klingt, auch nach Jahrzehnten. «Wenn er nur eine Note einer Arie geändert hätte, dann hätten die Leute ihn kreuzigen wollen. Wir improvisieren viel. Sonst hätte ich vor Jahren hingeschmissen. Ich langweile mich schnell.»

    Dazu hatte er in seiner langen Karriere nicht viel Gelegenheit. 1969 seine Band Episode Six zu verlassen und zu Deep Purple zu gehen, sei die beste Entscheidung seines Lebens gewesen, sagt der gebürtige Londoner, der in einfachen Verhältnissen in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen ist. «Es war auch die einzige Entscheidung, alles andere ist einfach passiert.» Dazu zählt er wohl auch den Abschied von der Band 1973, die Solokarriere, die Rolle als Jesus in Andrew Lloyd Webbers Rockoper «Jesus Christ Superstar», das Jahr bei Black Sabbath und die zwei Wiedervereinigungen mit Deep Purple.

    Gibt es auch etwas zu bedauern? Gillan muss überlegen. «Ich wollte mal jemanden schlagen und habe es nicht gemacht», sagt er, und ergänzt lachend: «Es war nicht Richie Blackmore.» Dass er und der Gitarrist sich nicht leiden können, ist kein Geheimnis. «Wir sind beide sehr willensstark», sagte Blackmore einmal über seinen besten Feind. Gillan habe viel getrunken und wenig Musik gemacht, bevor er 1989 vorübergehend aus der Band geflogen sei.

    Seinen Geburtstag will Gillan nicht feiern, und an so etwas wie Rente denkt er noch lange nicht. Stattdessen gehen die Briten Ende August auf eine Europatour, die auch nach Deutschland führt. «Deutschland ist eines meiner geistigen Heimatländer», verrät der Sänger. Vor Deep Purple, «in prähistorischer Zeit», habe er viel in Frankfurt, Hamburg, München und Köln gespielt. Aus dieser Zeit sind ihm noch Freunde geblieben und ein paar Brocken Deutsch: «Meine Vermieterin in Köln wollte die Schlüssel nicht rausrücken, bis ich sagen konnte: "Kann ich bitte den Schlüssel für den Tür haben?"»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum GEburtsort Land
    NURU, Sara deutsches Model 26 19.08.1989 Erding Deutschland
    CANTZ, Guido deutscher Moderator 44 19.08.1971 Porz am Rhein Deutschland
    SEDGWICK, Kyra amerikanische Schauspielerin 50 19.08.1965 New York USA
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  • 13. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 13. August 2015: Michael A. Roth

    Altersmilde kann man Michael A. Roth wahrlich nicht unterstellen. Auch mit 80 Jahren mischt sich der einst dienstälteste Präsident der Fußball-Bundesliga in Diskussionen über seinen 1. FC Nürnberg energisch ein, wo es nur geht.
    Michael A. Roth wird 80. Foto: Jens Wolf © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Dabei ist der kleine fränkische Teppich-Unternehmer längst kein Dauergast mehr bei den Spielen des Zweitligaclubs - auch als Zeichen seines ganz persönlichen Protests angesichts der enttäuschenden Entwicklung in den vergangenen Jahren.

    «Warum soll ich mir das noch antun? Aber im TV verfolge ich alle Spiele», sagte Roth kurz vor seinem runden Geburtstag an diesem Donnerstag der «Bild»-Zeitung. Gefühlsbetont kommentierte er: «Wenn der Club geschlagen wird, werde auch ich geschlagen. Da bin ich am nächsten Tag nicht mehr ansprechbar.»

    Bis 2009 führte Roth den fränkischen Traditionsverein - und zwar nicht selten als ziemlich unangenehmer Chef für seine Untergebenen. Roth war ein klassischer Patriarch, ein Uli-Hoeneß-Typ, sein Führungsstil wurde als autoritär, seine Wortwahl als derb empfunden. «Sehr ehrlich, sehr korrekt, sehr geradlinig. Er macht um seine Aussagen eben kein Schleifchen drum», beschrieb Wolfgang Wolf, einst FCN-Trainer und inzwischen wieder als Sportlicher Leiter im Verein, einmal seinen Vorgesetzten. Wolf war einer von vielen, die von Roth im Laufe von dessen fast 20 Jahren als Vereinsboss rausgeschmissen wurden.

    «Ich habe meinen Stil und den kann ich nicht verändern», kommentierte Roth nach seinem Rücktritt im Sommer 2009. Seine Ära beim Club hatte im Februar 1979 begonnen, als er sich auf einer turbulenten Mitgliederversammlung gegen den bisherigen Präsidenten Waldemar Zeitelhack durchsetzte. Es folgten zwei Amtszeiten mit insgesamt gut zwei Jahrzehnten an der Spitze des Traditionsclubs. Mit großem Einsatz bewahrte Roth seinen Herzensclub wiederholt vor dem finanziellen Absturz. «Der Kampf ist härter geworden, der Wettbewerb schärfer. Man ist überall unter Druck», sagte Roth einmal.

    Seinen größten sportlichen Triumph feierte er im Jahr 2007, als die Nürnberger unter Trainer Hans Meyer den DFB-Pokal gewannen und zugleich mit dem unerwarteten Einzug in den UEFA-Cup die Rückkehr auf die europäische Fußball-Bühne schafften. Doch die Ernüchterung beim «Fahrstuhl-Club» folgte fix. Nur ein Jahr später ging es wieder runter in die Zweitklassigkeit - dort, wo der FCN nach dem Wiederaufstieg 2009 und dem Wiederabstieg 2014 auch jetzt zu Hause ist.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    MORRISON, James britischer Popsänger 31 13.08.1984 Rugby Großbritannien
    MAKATSCH, Heike deutsche Schauspielerin4 44 13.08.1971 Düsseldorf Deutschland
    BLEIBTREU, Moritz deutscher Schauspieler 44 13.08.1971 München Deutschland
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  • 12. August 2015 11:14

    Die Promi-Geburtstage vom 16. August 2015: Wolfgang Völz

    Als Käpt'n Blaubär erzählt Wolfgang Völz haarsträubendes Seemannsgarn in der «Sendung mit der Maus». Er ist Mitglied der «Raumpatrouille Orion» und Sir John in den Edgar-Wallace-Parodien «Der Wixxer» und «Neues vom Wixxer».
    Schauspieler Wolfgang Völz wird 85» Foto: Foto: Bernd Thissen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Für mehr als 600 Fernseh- und rund 150 Kinofilme stand der Berliner Schauspieler vor der Kamera - oder lieh seine markante Stimme Stars wie Walter Matthau, Peter Ustinov und Mel Brooks.

    Am Sonntag (16. August) feiert der Mann mit dem Schnauzbart und dem breiten Lächeln seinen 85. Geburtstag. «Es geht mir glänzend», sagt Völz. Seinen Geburtstag verbringt er zusammen mit seiner Familie in Berlin - auch Völz' Sohn Benjamin und seine Tochter Rebecca sind Schauspieler und Synchronsprecher.

    Den etwas älteren Fernsehzuschauern ist Wolfgang Völz als schlitzohriger Butler Johann aus der kultigen Vorabend-Serie «Graf Yoster gibt sich die Ehre» bekannt, die in den 60er und 70er Jahren lief. Die Jüngeren kennen ihn als Sir John aus den abgedrehten Edgar-Wallace-Persiflagen mit Bastian Pastewka und Oliver Kalkofe.

    Vor allem aber wirkte Völz auch immer wieder in Kinderfilmen mit. In Michael «Bully» Herbigs «Hui Buh» war er der versponnene Adelige Servatius Sebaldus. Neben dem herrlich schrulligen Käpt'n Blaubär war er auch die Stimme des melancholischen See-Elefanten in den «Urmel»-Animationsfilmen und vom weisen Walross Sopho in «Der kleine Eisbär». Beim Synchronsprechen für die Erwachsenen-Filme mochte Völz den im Jahr 2000 gestorbenen US-Schauspieler Walter Matthau am liebsten.

    Völz wurde am 16. August 1930 in Danzig geboren - um
    07.00 Uhr früh, wie er einmal erzählte. Lange Jahre fuhr die Völz-Familie an den «Fünfer-Geburtstagen» dorthin, wo der Schauspieler damals das Licht der Welt erblickte. Im selben Haus war wenige Jahre zuvor auch der Komiker Eddi Arent zur Welt gekommen.

    Schon als Kind spielte Völz gern Theater. Der Legende nach hat dann ein Regisseur, dem Völz als gelernter Bäcker Brötchen ins Hotel lieferte, sein Interesse für das Schauspielern wieder geweckt. In Hannover nahm Völz Schauspielunterricht. Als Page in Schillers «Don Carlos» gab er 1950 am Landestheater Hannover sein Bühnendebüt. Es folgten Engagements an Theatern in ganz Deutschland.

    1954 schloss sich der für sein komisches Talent berühmte Völz dem Kabarettensemble «Stachelschweine» in Berlin an. In den 60er Jahren begann seine Fernsehkarriere mit Gastauftritten in zwei Folgen von Jürgen Rolands Krimiserie «Stahlnetz». Mit Heinz Rühmann war er in «Charley's Tante» zu sehen, mit Martin Held spielte er in «Banktresor 713».

    In dem deutschen Science-Fiction-Klassiker «Die seltsamen Abenteuer des Raumschiffes Orion» trat Völz dann als Leutnant Mario de Monti an der Seite von Dietmar Schönherr auf - und schrieb so Fernsehgeschichte mit. Bereits 1990 wurde Völz mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    HUTTON, Timothy amerikanischer Schauspieler 55 16.08.1960 Malibu USA
    MADONNA, amerikanische Popsängerin 57 16.08.1958 Bay City USA
    BERESFORD, Bruce australischer Regisseur 75 16.08.1940 Sydney Australien
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  • 12. August 2015 11:07

    Die Promi-Geburtstage vom 15. August 2015: Prinzessin Anne

    Prinzessin Anne urteilt gnädig über ihre royale Familie. Als «interessiert, enthusiastisch, intelligent und lustig» beschrieb die einzige Tochter der Queen einmal die Windsors, zu denen einem durchaus andere Beschreibungen einfallen könnten.
    Prinzessin Anne von Großbritannien wird 65. Foto: Grant © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Prinzessin Anne von Großbritannien wird 65. Foto: Grant
     
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    Im Vergleich zu ihrem großen Bruder Prinz Charles wirkt Anne geradezu schrullenlos, im Vergleich zu ihrem jüngeren Bruder Prinz Andrew beinahe skandalfrei. Am Samstag (15.8.) wird das vielleicht normalste Mitglied des britischen Königshauses 65 Jahre alt.

    Sie sei keine Märchenprinzessin, erwähnen die britischen Medien gern, und das sieht Anne wohl auch selbst so. Die oft streng blickende Frau mit der altmodisch toupierten Frisur suchte schon früh einen gesunden Abstand zum royalen Rummel und machte stattdessen im Reitsport Karriere. «Es war für mich sicher ein Weg, zu zeigen, dass man etwas hatte, was nicht von der Familie abhing», sagte sie rückblickend der BBC anlässlich ihres 60. Geburtstags vor fünf Jahren.

    Scheitern war für Anne, die als extrem ehrgeizig gilt, keine Option: Alte Aufnahmen zeigen, wie sie einmal nach einem schweren Sturz wohl mit Gehirnerschütterung zurück in den Sattel stieg. «Wir machen uns mehr Sorgen um das Pferd», soll ein sportlicher Betreuer danach gesagt haben. Anne wurde Europameisterin im Vielseitigkeitsreiten und gehörte zum britischen Olympiateam. Über ihre Liebe zum Reiten hat die Princess Royal, so ihr offizieller Titel, sogar ein Buch geschrieben: «Riding Through my Life».

    Anne Elizabeth Alice Louise kam 1950 als zweites Kind der damaligen Prinzessin Elizabeth in London zur Welt. Zur Krönung ihrer Mutter winkte sie neben Bruder Charles als blondes Kleinkind vom Balkon des Buckingham-Palasts. Unterricht bekam sie zunächst privat im Palast, später auf einem Internat in Südengland.

    Im November 1973 wurde ihre Hochzeit mit Reitkollege Mark Phillips in alle Welt übertragen. Wenig später überstand das Paar einen (erfolglosen) Entführungsversuch in der Nähe des Buckingham-Palasts.

    1977 kam Sohn Peter zur Welt, der inzwischen selbst zwei Töchter hat. 1981 folgte Zara, die im Reiten noch erfolgreicher wurde als ihre Mutter. 2012 durfte Anne der Tochter in London olympisches Silber überreichen. Zara heiratete 2011 den Rugbyspieler Mike Tindall und hat eine Tochter.

    Annes Ehe mit Mark Phillips wurde 1992 geschieden - dem Jahr, dass die Queen «Annus horribilis» genannt hat (lateinisch für schreckliches Jahr). Noch im selben Jahr heiratete die Prinzessin einen Commander der Royal Navy, Timothy Laurence, mit dem sie bis heute trotz manchen Trennungsgerüchts zusammenlebt.

    Anne gilt als eine der Fleißigsten bei den Royals. Sie ist Schirmherrin oder Präsidentin von rund 340 Organisationen, darunter «Save the Children»; 2014 nahm sie 528 offizielle Termine in Großbritannien und im Ausland wahr. Unwahrscheinlich ist, dass sie mit 65 kürzertritt - das ist bei den Royals noch kein Alter.

    Queen Elizabeth II. ist mit 89 unternehmungslustig, ihr Mann mit 94 auch, die Queen Mum wurde 101. «Manches ist in den Genen, aber ich glaube, ein Teil ist reines Glück», sagte Anne der BBC mit ihrer unverwechselbaren rauen Stimme und im selben schleppend-nuscheligen Ton, den ihr Bruder Charles und sie wohl von ihrem Vater Prinz Philip übernommen haben. Biografen beschreiben die pragmatische, zupackende Anne gern als den Sohn, den Prinz Philip sich immer gewünscht habe.

    Bekannte heben auch die freundliche Seite der Princess Royal hervor: «Sie hat einen großartigen Humor», sagt etwa Oscar-Preisträgerin Judi Dench, die die Prinzessin bei einer Zeremonie im Palast kennengelernt hat. Man glaubt es ihr gern, sieht Anne doch oft so aus, als mache sie sich innerlich über alles lustig. Im familiären Kreis sei Anne entspannt, sagt auch Sohn Peter: «Sie lacht immer am lautesten.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    LAWRENCE, Jennifer amerikanische Schauspielerin 25 15.08.1990 Louisville USA
    AFFLECK, Ben amerikanischer Schauspieler 43 15.08.1972 Berkeley USA
    MESSING, Debra amerikanische Schauspielerin 47 15.08.1968 Brooklyn USA
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  • 12. August 2015 10:33

    Die Promi-Geburtstage vom 14. August 2015: Steve Martin

    Stephen Glenn Martin ist ein großer Banjospieler. Er hat mehrere Platten veröffentlicht, die es auf Platz 1 der Bluegrass-Charts schafften.
    Steve Martin wird 70. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Steve Martin wird 70. Foto: Paul Buck
     
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    Er hat mit seiner ersten Soloplatte gleich einen Grammy gewonnen und später noch einen. Und er ist dieses Jahr in die Banjo Hall of Fame aufgenommen worden, die Ruhmeshalle der Banjospieler. Und trotzdem kennt ihn außerhalb der Szene kein Mensch. Zumindest nicht als Banjospieler, wohl aber als brillanten Komödianten, dessen Witze immer auch Witz haben: Steve Martin wird 70.

    Martin ist ein Star, dessen Gesicht jeder kennt, der Millionen verdient und der sich die Hauptrollen aussuchen kann. Wenn es um Comedy geht, ist er eine Legende. Dabei mag er eigentlich die kleinen Bühnen. So hat auch alles angefangen, als Luftballonbieger bei Disney.

    Die Familie war von Texas nach Kalifornien gezogen und der kleine Stephen verdiente sich im großen Park seine ersten Pennys. Im Gegensatz zu den riesigen Attraktionen interessierte ihn mehr die Kleinkunst am Eingang: Jongleure, Zauberer, Artisten - das wollte Stephen auch können. Aus ihm wurde ein guter Jongleur und Magier, und er knotete Tiere aus langen Ballons. Seine Klassenkameraden wählten ihn zum «talentiertesten Schüler» ihres Jahrgangs. Später studierte er Philosophie und Englische Lyrik, aber auch Theater. Und trieb sich ständig in Aufführungen rum, meistens in lustigen. Bald kam er zum Fernsehen. Erst als Schreiber, dann für eine kleine neue Show.

    SNL heißt die. Saturday Night Life läuft seit 40 Jahren, und wer dabei war, wurde zum Star: Chevy Chase, John und James Belushi, Bill Murray, Eddie Murphy, Robert Downey Jr., Billy Crystal, Mike Myers, Adam Sandler, Ben Stiller. Steve Martin gehörte nie zur festen Truppe, trat aber so oft als Gast auf, dass er oft dazugezählt wird. Die «Festrunk Brothers» kennt in den USA praktisch jeder: Zwei angebliche tschechische Provinzplayboys, die das Bild des kleinen Landes mehr geprägt haben, als Tschechien lieb sein dürfte. Sein Partner war da übrigens ein junger Kanadier namens Dan Aykroyd.

    International wurde Martin vor allem als Filmkomiker berühmt. Viele Werke wurden zu Kultfilmen, etwa «Der Mann mit zwei Gehirnen», die «Drei Amigos», «Roxanne» und der «Vater der Braut». «Im Dutzend billiger» war ein enormer Erfolg, und auch der zweite Teil konnte sich noch sehen lassen. Und auch die erste Neuauflage des «Rosaroten Panthers» war (im Gegensatz zur zweiten) noch erfolgreich, obwohl die Witze ziemlich platt und albern waren - nicht der Steve Martin, der einmal gesagt hat: «Ich denke nicht als Schauspieler, der unentwegt große, hehre Kunst machen will. Ich denke als Komiker. Mein Ziel ist es, das Publikum zum Lachen zu bringen, mit Intelligenz.»

    2013 klappte es auch endlich mit dem Oscar, allerdings ein Ehrenoscar für das Lebenswerk. Ein Jahr zuvor hatte noch etwas anderes geklappt: Martin wurde Vater, zum ersten Mal, mit 67. Doch das Kind versteckt er vor neugierigen Augen. Als die Kleine das erste Mal fotografiert wurde, war sie fast zwei Jahre alt. Und ihr Name ist noch immer nicht bekannt.

    Martin ist auch Komponist, Autor und erfahrener Kunstsammler - obwohl er sich vom deutschen Fälscher Wolfgang Beltracchi reinlegen ließ. Und er ist begeisterter Twitterer. Seinen gut sechs Millionen Fans berichtete er zum Beispiel haarklein über das Update seines Computers auf Windows 10 («Mein Drucker fängt an zu qualmen»). Einer der letzten Tweets lautete: «Oh mein Gott, in meinem Büro steht jetzt ein Hologramm von Bill Gates und fragt: Warst Du auch brav?"!»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    BÉART, Emmanuelle französische Schauspielerin 50 14.08.1965 Gassin Frankreich
    BRIGHTMAN, Sarah britische Sängerin 55 14.08.1960 Berkhampstead Großbritannien
    WENDERS, Wim deutscher Regisseur 70 14.08.1945 Düsseldorf Deutschland
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  • 12. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 12. August 2015: Iris Berben

    Ulknudel, Sexbombe, Charakterkopf - kaum eine Schauspielerin in Deutschland trägt so vielen Etiketten wie Iris Berben.
    Iris Berben wird 65. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Iris Berben wird 65. Foto: Jens Kalaene
     
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    Ob Vietnam oder Südafrika, als Bertha Krupp, Cosima Wagner oder wie demnächst als Schlittschuh laufende Kanzlerin - für Film und Fernsehen ist Berben um den Globus gereist und in Dutzende Rollen geschlüpft. Ihre Ausstrahlung trug sie mit Tipps für Frauen zu Markte, für Erotik-Magazine ließ sie sich fotografieren. Berben, die am Mittwoch (12. August) 65 Jahre alt wird, hat für deutsche Verhältnisse eine ungewöhnliche Karriere.

    Bei einer Interviewrunde in Berlin zu ihrem neuen Fernsehfilm «Die Eisläuferin» (16. September, 20.15 Uhr in der ARD), lässt sich Berben auch nach drei Stunden nicht aus der Ruhe bringen. Sie antwortet geduldig jede Frage, vermittelt das Gefühl absoluter Teilnahme, lässt sich Zeit mit den Antworten. Berben ist alles andere als eine Diva.

    Auch als sich ihr Hund, der 14-jährige Jack-Russell-Rüde Paul, gefährlich in einem Balkongitter verfängt, bleibt Berben cool. «Der sucht nur Aufmerksamkeit.» Den «wiedergeborenen Buster Keaton» hat sie ihren Vierbeiner einmal genannt.

    Von der Comedy-Serie «Sketchup», die mittlerweile Kult ist, bis zu den Manns - Berbens Karriere führt durch das deutsche Showgeschäft der vergangenen Jahrzehnte. Sie startete als Schauspielerin im Avantgarde-Kino Ende der 1960er. Mehr als 100 Filme hat die Tochter eines Gastronomen-Ehepaars aus Detmold gedreht, einen Bambi, den Grimme-Preis und ein Bundesverdienstkreuz bekommen.

    Dreimal flog sie von der Schule, schmiss das Abitur, dann entdeckte sie ihre Berufung und suchte als Schauspielschülerin in Hamburg den Kontakt zur Kunst- und Filmszene. Mit 18 debütierte sie in Rudolf Thomes «Detektive», später folgten weitere Filmrollen, darunter in Sergio Corbuccis Italo-Western «Lasst uns töten, Compañeros!».

    In den 70er Jahren arbeitete Berben dann für das Fernsehen. Ob in den Comedy-Serien «Zwei himmlische Töchter» mit Ingrid Steeger oder in der Reihe «Sketchup» mit Diether Krebs - schon damals wurde Berbens Talent zur schrägen Verstellung sichtbar.

    Bis dahin wurde sie nur wenig wahrgenommen. Mit «Das Erbe der Guldenburgs», einer der erfolgreichsten deutschen Serien, etablierte sie ihren Namen. Auch im Kino konnte sie ihren Hang zum anarchischen Humor ausleben. In Doris Dörries «Bin ich schön?» (1998) sprach sie als frustrierte Ehefrau mit ihrem Kaschmirpullover, in «Rennschwein Rudi Rüssel» stand sie dann mit einem echten Schwein vor der Kamera. «Ich habe immer das Gefühl gehabt, als hätte ich mich durchgemogelt», sagte sie der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

    Auch in Heinrich Breloers Neuverfilmung «Buddenbrooks» (2008) nach Thomas Manns nobelpreisgekröntem Roman war Berben dabei. An der Seite Armin Mueller-Stahls spielte sie die Konsulin Bethsy.

    Mit ihrem 1971 geborenen Sohn, dem Filmproduzenten Oliver Berben, und Regisseur Carlo Rola entwickelte sie ihre wohl erfolgreichste Rolle: Als Kommissarin Rosa Roth ermittelte für das ZDF. Dafür bekam sie 2004 eine Goldene Kamera. Die letzte Folge lief im Oktober 2013.

    Seit Rosa Roth wurde Berben immer mehr für die tragenden Rollen in großen TV-Produktionen engagiert, etwa für den Dreiteiler «Die Krupps - eine deutsche Familie» oder für Henning Mankells Krimiverfilmung «Kennedys Hirn», für den sie unter anderem in Südafrika und Mosambik drehte.

    Es war wohl der frühe Kontakt mit der Studenten- und Protestbewegung, der Berben prägte. Aus dieser Zeit stammt ihr politisches Engagement, das sich später, beeinflusst auch durch die Beziehung zum israelischen Unternehmer Gabriel Lewy, vor allem als Sympathie für Israel äußerte.

    Mit 18 Jahren reiste sie zum ersten Mal nach Israel. Sie habe dort die deutsche Vergangenheit und die Verbrechen der Deutschen an den Juden angesprochen. Zu ihrer Schulzeit seien das alles Tabu-Themen gewesen. Seitdem hat sich Berben immer wieder politisch geäußert, vor allem im Kampf gegen Antisemitismus. Für die Dokumentation «Und jetzt Israel» reiste sie 2004 als Reporterin durch das Land. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin ehrte sie mit dem Leo-Baeck-Preis. Mit der Aktion «Gesicht zeigen!» engagiert sie sich gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. «Popularität hat auch eine Form von Kraft oder Macht, im besten Sinne», sagte sie dazu.

    Einzelheiten aus ihrem Privatleben hält Berben aus den Schlagzeilen. Eher mit Charme als genervt reagiert sie, wenn sie auf ihr Alter angesprochen wird. Ihr jugendliches Aussehen sei eine genetische Mitgift ihrer Mutter, sagte sie einmal dazu. Dass sie auch als Großmutter weit entfernt von der klassischen Oma ist, passt wohl ins Bild.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    BALOTELLI, Mario italienischer Fußballspieler 25 12.08.1990 Palermo Italien
    TIKARAM, Tanita britische Sängerin 46 12.08.1969 Münster Deutschland
    LANDURIS, Dieter deutscher Schauspieler 54 12.08.1961 München Deutschland
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  • 07. August 2015 16:29

    Die Promi-Geburtstage vom 11. August 2015; Steve Wozniak

    Ohne Steve Wozniak hätte es Apple nicht gegeben. Die ersten Apple-Computer waren das Werk von «Woz», sie schoben Mitte der 1970er Jahre die PC-Revolution mit an und legten den Grundstein für den heutigen Milliarden-Konzern Apple.
    Steve Wozniak 2014 auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Foto: Christoph Schmidt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Steve Wozniak 2014 auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Foto: Christoph Schmidt
     
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    Von ihm stammte die Idee, die Bauteile auf einer Hauptplatine zu vereinen, die Anordnung der Schaltkreise bis hin zur Software, die das System zum Laufen brachte. Schon damit sicherte sich Wozniak, der am 11. August 65 Jahre alt wird, einen Platz in der Computer-Geschichte.

    Nach diesem wegweisenden Start tat sich der begnadete Ingenieur allerdings schwer damit, seinen Platz in der neuen Industrie zu finden. Zudem lebte er sich mit seinem Jugendfreund und Apple-Mitgründer Steve Jobs auseinander. Während Jobs zur Tech-Ikone wurde, entwarf Wozniak nie wieder ein so wegweisendes Gerät wie die Rechner Apple I und II.

    Mit Jobs verbanden Wozniak das Interesse an Elektronik sowie die Liebe zu Scherzen und Musik. «Woz war der erste Mensch, den ich traf, der mehr über Elektronik wusste als ich», sagte Jobs einmal. Der fünf Jahre ältere Wozniak brachte ihm auch die Songs von Bob Dylan nahe, gemeinsam jagten sie Live-Mitschnitten seiner Auftritte nach. Und sie verabschiedeten eine Abschlussklasse an ihrer Highschool mit einem riesigen Stinkefinger-Transparent, das sich plötzlich von einem Balkon entrollte. Dieser Streich habe ihre Freundschaft besiegelt, erzählte Jobs später seinem Biografen Walter Isaacson.

    Wozniak wuchs mit elektronischen Bauteilen als liebstes Spielzeug auf, sein Vater war Ingenieur bei der Luftfahrt- und Rüstungsfirma Lockheed. Auch als Teenager lötete Woz gerne an Schaltkreisen herum. «Ich wollte immer nur Ingenieur sein», sagte er. Das Design seines Personal Computers, aus dem später der Apple I wurde, wollte er ursprünglich für andere Computer-Bastler offenlegen. Jobs musste ihn überreden, daraus eine Firma aufzubauen und fertige Geräte zu verkaufen.

    Jobs der Geschäftsmann, Woz der Tüftler - diese Rollenteilung bei Apple probierte das Duo früh bei einem Experiment mit einer sogenannten «Blue Box» aus. Mit diesem Gerät tricksten sie die Systeme des damaligen Telefon-Monopolisten AT&T aus und ermöglichten kostenlose Ferngespräche. Woz las in einem Magazin-Artikel, dass alle Steuer-Frequenzen für das Netz von AT&T in einem öffentlich zugänglichen Handbuch aufgeführt waren. Während der Telekom-Riese sich daran machte, die Exemplare schleunigst aus den Bibliotheken zu entfernen, schlichen sich die Freunde an einem Sonntag in eine geschlossene Bücherei und sicherten sich die Informationen. Wozniak war der erste, dem es gelang, eine digitale «Blue Box» zu bauen.

    Erst nutzten sie das Gerät nur zum Spaß. Einmal riefen sie aus einer Telefonzelle den Vatikan an, Wozniak gab sich als US-Außenminister Henry Kissinger aus und verlangte, dringend den Papst zu sprechen. Zum Kirchenoberhaupt wurden sie nicht durchgestellt - doch die Box funktionierte und Jobs hatte die Idee, damit Geld zu verdienen. Die Teile kosteten rund 40 Dollar, Jobs setzte den Preis bei 150 Dollar an. Sie machten rund 100 Stück und wurden das meiste davon los.

    Die Computer, die Wozniak entwarf, waren Apples erster großer Erfolg. Während die Firma schnell größer und erfolgreicher wurde, kam aber auch immer deutlicher zu Tage, wie unterschiedlich die beiden Freunde am Ende waren. Woz war im Herzen immer ein Bastler, ein Nerd, eine recht naive Seele, ohne den Erfolgsdrang und die Ruppigkeit von Jobs. Als dieser mehrere frühe Apple-Mitarbeiter beim Börsengang außen vor ließ, schenkte Wozniak ihnen Aktien aus seinem eigenen Anteil. Zugleich war die Garagen-Zeit von Apple vorbei und ein Großteil der Entwicklung lief ohne Wozniak.

    Im Februar 1981 verunglückte Hobby-Pilot Wozniak beim Start eines Kleinflugzeugs. Auch seine Verlobte war an Bord. Er wurde am Kopf verletzt und litt wochenlang unter Gedächtnisstörungen. Nach diesem Erlebnis nahm sich Woz eine Auszeit von Apple, organisierte zwei Festivals mit Musik und Technologie. 1983 kehrte er noch einmal zurück - nur um sich 1985 endgültig zu verabschieden.

    Seitdem jettet Wozniak als Legende aus den Anfangszeiten der PC-Branche durch wie Welt für Auftritte, wie zum Beispiel 2014 auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Er spendete viel, tanzte eher ungelenk durch die TV-Show «Dancing with the Stars» im US-Fernsehen und tauchte als er selbst in der Serie «Big Bang Theory» auf.

    Ins aktive Tech-Geschäft kehrte Wozniak noch einmal 2009 als Chef-Wissenschaftler der Speicherfirma Fusion-io zurück, die im vergangenen Jahr vom Konkurrenten SanDisk übernommen wurde. Sein Erstlingswerk schwingt sich währenddessen auch nach dem Tod des langjährigen Firmenchefs Jobs weiter von Erfolg zu Erfolg: Apple ist das wertvollste Unternehmen der Welt.

    JUNO, Madeline deutsche Singer-Songwriterin 20 11.08.1995 Offenburg Deutschland
    HEMSWORTH, Chris australischer Schauspieler 32 11.08.1983 Melbourne Australien
    SCHWIERS, Jasmin deutsche Schauspielerin 33 11.08.1982 Eupen Belgien
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  • 07. August 2015 16:17

    Die Promi-Geburtstage vom 10. August 2015: JUstin Theroux

    Hollywood-Schauspielerin Jennifer Aniston (46) wird nicht müde, von ihrem Freund Justin Theroux zu schwärmen. «Ich liebe seine Güte, Ehrlichkeit, Großzügigkeit, sein Einfühlungsvermögen», sagte sie Anfang des Jahres im Interview mit «TV Movie». «Er strotzt vor Enthusiasmus und hat einen wunderbar schelmischen Sinn für Humor.»
    Jennifer Aniston und Justin Theroux bei den Screen Actors Guild Awards. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Jennifer Aniston und Justin Theroux bei den Screen Actors Guild Awards. Foto: Paul Buck
     
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    Seit über zwei Jahren sind die beiden nun schon miteinander verlobt, und es scheint so, als wäre die Hochzeit gerade über die Bühen gegangen. Eine Bestätigung für die Eheschließung des Jahres gab es alerdings nicht, auch wnen sich die einschlägigen Promi-Portale sicher waren. Gefeiert werden kann auf jeden fall: Der Drehbuchautor und Schauspieler Justin Theroux feiert heute seinen 44. Geburtstag.

    Jennifer und Justin haben auch ohne Trauschein viel Spaß zusammen. Wie das aussieht, erzählte Aniston im letzten Jahr in der US-Show «The Talk». Mal habe er sich 25 Minuten im Schrank versteckt und sei erst herausgesprungen, als sie ins Schlafzimmer gekommen sei. 

    Theroux kommt aus einer künstlerischen Familie - sein Onkel ist der berühmte Reiseschriftsteller Paul Theroux, sein Cousin Louis Theroux ist Dokumentarfilmer, seine Mutter Phyllis ist Autorin und Journalistin. Nur sein Vater «schlägt» aus der Art - ein Rechtsanwalt.

    Mitte der 90er Jahre begann Theroux' Kino-Karriere mit dem schrägen Film «I Shot Andy Warhol», in dem die Geschichte von Valerie Solanas erzählt wird, die auf Warhol geschossen hatte. Auch in TV-Serien wie «Sex and The City» oder Six Feet Under - Gestorben wird immer» tauchte Justin Theroux auf.

    Ein Höhepunkt seiner Karriere war sicherlich der David-Lynch-Film «Mulholland Drive» (2001) - ein Höllentrip in das Reich der finsteren Träume und bizarren Fantasien. Aber auch dieser Film katapultierte ihn nicht in die erste Reihe der Hollywood-Stars. Er sollte mehr der Mann für die Nebenrollen bleiben.

    Mehr Spaß scheint er sowieso beim Schreiben von Drehbüchern zu haben: «Ein Drehbuch hat länger Bestand als eine Performance. Und letztendlich ist es wesentlich befriedigender. Es ist härter, aber befriedigender», sagte er «Collider.com».

    Und als Drehbuchautor hat Theroux einige große Erfolge vorzuweisen. Das Script zu der wüsten Action-Komödie «Tropic Thunder» (2008), die allein in den USA über 100 Millionen Dollar einspielte, stammt aus seiner Feder. Auch «Iron Man 2» war ein großer Erfolg, ein riesiger Flop wurde allerdings das Tom-Cruise-Musical «Rock Of Ages» (2012).

    Eine Hauptrolle hatte Theroux in dem Film «Wanderlust» (2012), bei dem er und Jennifer Aniston sich schließlich näherkamen, obwohl sie sich schon länger kannten. Nach dem Ende der Dreharbeiten wurden die beiden ein Paar.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    BANDERAS, Antonio spanischer Schauspieler 55 10.08.1960 Málaga Spanien
    AUSTIN, Patti amerikanische Popsängerin 65 10.08.1950 New York USA
    ANDERSON, Ianb ritischer Rockmusiker 68 10.08.1947 Dunfermline Großbritannien
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  • 07. August 2015 00:01

    Die Promi-Geburtstage vom 07. August 2015: Charlize Theron

    Eine große Party plant Charlize Theron nicht. Über ihren 40. Geburtstag (am 7. August) denke sie nicht viel nach, versicherte der Hollywood-Star wenige Wochen vor dem runden Jubiläum.
    Charlize Theron wird 40. Foto: Guillaume Horcajuelo © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Ich bin so froh in meinen Vierzigern und nicht mehr in den Zwanzigern zu sein und mir Sorgen zu machen, ob ich in meine enge Jeans passe oder in einen Club reinkomme», sagte die gebürtige Südafrikanerin Ende Juli im Interview mit «E!Online». «Es ist einfach nett, in seine Couch verliebt zu sein, Käsebrote zu machen und das Leben zu genießen.»

    Macht die Single-Mutter es sich mit ihren Adoptivkindern gemütlich? Bereits 2012 hatte sie in ihrer Heimat den heute dreijährigen Jackson zu sich genommen. Nun wurde bekannt, dass sie im Juli erneut ein Kind adoptiert hat - ein Mädchen mit dem Namen August. Eine Anfrage bei Therons Management, wie die Schauspielerin ihren 40. Geburtstag feiern werde, blieb unbeantwortet.

    Die Trennung von Hollywood-Star Sean Penn (54) brachte Theron zuletzt in die Schlagzeilen. Noch Anfang Mai hatte sie im Interview des britischen Magazins «Elle» ihren Partner seit Ende 2013 als «die Liebe meines Lebens» bezeichnet. Wenig später liefen sie händchenhaltend beim Filmfest in Cannes über den roten Teppich. Dort feierte Theron die Premiere ihres Actionfilms «Mad Max: Fury Road», in dem sie an der Seite von Tom Hardy eine Kriegerin auf Rachefeldzug spielt. Im Juni war plötzlich Schluss. Über die Trennungsgründe wurde offiziell nichts bekannt.

    Aus dem Weg gehen können sich Theron und Penn aber nicht. Ende Juli trafen sie in Südafrika aufeinander, um die letzten Szenen für den Film «The Last Face» zu drehen. Penn führt Regie bei dem Liebesdrama, Theron spielt die weibliche Hauptrolle.

    Hollywood ist schon lange Therons Wahlheimat, doch in Afrika verbrachte sie ihre Kindheit. Als Tochter eines deutsch-französischen Einwanderpaares wuchs sie im weißen Arbeitervorort Benoni bei Johannesburg auf. Als sie 15 war, versuchte der alkoholkranke Vater vor ihren Augen, die aus Deutschland stammende Mutter umzubringen. In Notwehr erschoss die Mutter den Vater.

    An der Seite von Keanu Reeves fiel die schöne Blonde in der Horror-Parabel «Im Auftrag des Teufels» 1997 erstmals auf. Es folgten «Gottes Werk und Teufels Beitrag», die Woody-Allen-Komödie «Im Bann des Jade Skorpions» und der Actionthriller «The Italian Job - Jagd auf Millionen».

    Ihren ersten Oscar (2004) hat Theron allerdings einer Rolle zu verdanken, in der die schöne Südafrikanerin kaum zu erkennen war. Mit 14 Extra-Kilos, fettigen Haaren und fleckigem Make-up verwandelte sich die damals 28-Jährige in dem Drama «Monster» in eine männermordende Prostituierte.

    Das US-Männermagazin «Esquire» kürte Theron 2007 zur «Sexiest Woman Alive», doch vor der Kamera zeigt sie gerne eine andere Seite. Für «Mad Max: Fury Road» rasierte sie sich den Kopf fast kahl. In «Snow White & The Huntsman» spielt sie die böse, rachsüchtige Königin. «In meinem Job geht es nicht um Schönheit», sagte sie 2012 der Deutschen Presse-Agentur. «Ich glaube, ich habe nie einen Job bekommen, nur weil ich schön bin. Du musst beweisen, dass du die Fähigkeit dazu hast. Es geht nicht nur um das Aussehen.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    PENNY, Sydney amerikanische Schauspielerin 44 07.08.1971 Nashville USA
    DUCHOVNY, David amerikanischer Schauspieler 55 07.08.1960 New York USA
    KNIGHT, Wayne amerikanischer Schauspieler 60 07.08.1955 Cartersville USA
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  • 06. August 2015 11:43

    Die Promi-Geburtstage vom 08. August 2015: Lindsay Sloane

    Lindsay Sloane ist im Fernsehen groß geworden. Als Teenager tauchte die US-Schauspielerin in «Wunderbare Jahre» auf, spielte in «Sabrina - total verhext» mit und ist mit «The Odd Couple» inzwischen bei der Neuauflage der kultigen TV-Serie «Männerwirtschaft» gelandet.
    Lindsay Sloane wird 38. Foto: Jimmy Morris © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Bemerkt hat man sie allerdings nicht immer, da sie jahrelang auf die Rolle der etwas schrulligen besten Freundin der Hauptdarstellerin festgelegt war. Fans von «How I Met Your Mother» werden sich aber sicherlich an sie erinnern.

    In der Folge «Double Date» hat sie ein Rendezvous mit Ted (Josh Radnor), der seinen Kindern erzählt, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Jen (Lindsay Sloane) ist es jedenfalls nicht, denn sie und Ted hatten schon mal vor sieben Jahren ein Blind Date und stellen jetzt fest, dass sie noch immer nichts gemein haben.

    Im wirklichen Leben ist Lindsay Sloane seit 2004 mit dem Agenten Dar Rollins verheiratet. Die beiden sind seit Januar 2012 Eltern eines Mädchens. Heute feiert die kleine Familie Lindsays 38. Geburtstag.

    Inzwischen hat Lindsay Sloane auch die «enge» Welt des Fernsehens verlassen und war in «Kill the Boss» (2011) und «Kill the Boss 2» (2014) im Kino zu sehen. Allerdings sind die Hitkomödien ganz auf Jennifer Aniston als sexsüchtige Zahnärztin zugeschnitten.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    LIEFERS, Jan Josef deutscher Schauspieler 51 08.08.1964 Dresden DDR
    KÖNIG, Ralf deutscher Comic-Zeichner 55 08.08.1960 Soest Deutschland
    STOLZE, Lena österreichische Schauspielerin 59 08.08.1956 Ost-Berlin DDR
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Die Promi-Geburtstage vom 01. September 2015: Seiji Ozawa
Wenn Seiji Ozawa vor ein ausländisches Orchester tritt, dann spricht er mit seinen Augen.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/4002131,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-01.-September-2015%3A%C2%A0Seiji-Ozawa,content.html
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