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  • 20. Februar 2017 00:01

    Mode Promi-Geburtstag vom 20. Februar 2017: Hubert de Givenchy

    Der Modeschöpfer Hubert de Givenchy hat sich mehr als 50 Jahre lang mit schönen Frauen und Dingen umgeben. Mit 90 Jahren räumt der Ästhet in seiner Vergangenheit auf.
    Hubert de Givenchy in der Ausstellung «To Audrey With Love» am 23. November 2016 im Gemeentemuseum in Den Haag. Foto: Bart Maat © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Hubert de Givenchy in der Ausstellung «To Audrey With Love» am 23. November 2016 im Gemeentemuseum in Den Haag. Foto: Bart Maat
     
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    Vor gut zwei Jahren ist Hubert de Givenchy mit den Erinnerungen an seine Muse Audrey Hepburn an die Öffentlichkeit gegangen. Nun will der französische Modeschöpfer seine Giacometti-Sammlung veräußern.

    Er wolle Ordnung bringen in sein Leben, sagte der Couturier vor wenigen Wochen in einem Interview der französischen Zeitung «Le Figaro». Er werde bald seinen Geburtstag feiern und da müsse er in die Zukunft blicken. Hubert de Givenchy hat jahrzehntelang Traumkreationen für Frauen geschaffen. Heute wird der Ästhet 90 Jahre alt.

    Weißes, dichtes Haar, schlank und über zwei Meter groß: Sein Alter sieht man ihm nicht an. Doch seit rund drei Jahren trennt er sich von Dingen und Erinnerungen, die ihm in seinem Leben teuer waren. So veröffentlichte er im Jahr 2014 «To Audrey with Love». In dem Buch sind rund 150 Skizzen von Kleidern vereint, die er für die 1993 gestorbene Hollywood-Schauspielerin entworfen hatte. Das Werk sei eine Hommage und ein Geschenk an eine wunderbare Freundin.

    Elizabeth Taylor, Jacqueline Kennedy und Marlene Dietrich: Hubert de Givenchy kleidete viele berühmte Frauen ein. Aber Hepburn war sein Star. Gemeinsam schufen sie eine neue Silhouette der Hollywood-Stars: elegant und weiblich. In ihrem Erfolgsfilm «Frühstück bei Tiffany» steckte er sie in das berühmte kleine Schwarze, das noch heute ein Muss für jede modebewusste Frau ist. In «Sabrina» trat sie in einem Traum aus Weiß auf.

    Doch nicht nur in ihren Filmen trug sie seine Kreationen. «Seine Modelle sind so einfach und vollendet gut», sagte sie über seine Schneiderkunst. Und er über sie: «Sie hatte erstens die Figur eines Mannequins, dann hatte sie früher Ballettunterricht, sie wusste also, wie man sich bewegt, wie man geht. Sie hatte Klasse.» Über 40 Jahre lang dauerte die gegenseitige Bewunderung und Freundschaft.

    Als geborener Graf Hubert James Marcel Taffin de Givenchy wurde ihm der gute Geschmack in die Wiege gelegt. Seine Familie war wohlhabend, sein Großvater Direktor der historischen Gobelinfabrik im nordfranzösischen Beauvais. In seiner Familie achtete jedes Mitglied auf gute Kleidung, wie der Designer in der Presse immer betont.

    Auch die Vorliebe für Luxus hat er geerbt. Er besitzt das Renaissance-Schloss Jonchet bei Romilly-sur-Aigre rund 70 Kilometer von Chartres entfernt, eine Villa auf der Atlantikhalbinsel Cap Ferret, ein herrschaftliches Stadthaus in Paris und eine große Kunstsammlung.

    Von einem Teil seiner Schätze trennt sich der Schöngeist nun. Die 22 Werke der Brüder Giacometti sollen am 6. März bei Christie’s in Paris versteigert werden. Unter den Skulpturen und Designmöbeln von Diego befindet sich auch eine Skulptur von dessen älterem Bruder Alberto. Die Werke werden auf 7 Millionen Euro geschätzt.

    Auch zu Diego verband den Modeschöpfer eine lange Freundschaft, die Anfang der 70er Jahre begann. Er gab bei Diego, der 1985 starb, viele Arbeiten in Auftrag. Die meisten waren für sein Schloss Jonchet bestimmt. Er habe Glück gehabt, dass ein so großer Künstler wie Diego Giacometti für ihn so schöne Dinge geschaffen habe, erzählte Givenchy dem «Figaro».

    Hubert de Givenchy schuf den berühmten «Ballonmantel», grazile Samtbustiers, freche Glockenröcke und Hüte, die oft das Gesicht verdeckten. Mit 25 Jahren gehörte er zu den Jüngsten seiner Zunft. Anfang der 50er Jahre gründete er sein eigenes Haus. Bereits mit seiner ersten Kollektion aus eng anliegenden Jerseykleidern und leinenen Abendroben im Februar 1952 sorgte er für Aufsehen.

    Vor mehr als 25 Jahren begann der Couturier sich allmählich zurückzuziehen. Zunächst verkaufte er 1988 sein Modeunternehmen, das Teil des Luxuskonzerns LVMH wurde, 1995 nahm er dann schließlich auch als Designer mit einer spektakulären Modeschau Abschied von der Schneiderkunst. Ihm folgten beim Modehaus Givenchy unter anderem die beiden exzentrischen Briten John Galliano und Alexander McQueen.

    Heute zieht sich Givenchy immer mehr aus dem Leben zurück. Seit seiner in Buchform veröffentlichten Ode an Hepburn im September 2014 gibt er nur noch selten Interviews. Mit der Versteigerung seiner Giacometti-Werke im März setzt er seinen Abschied fort. 

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  • 19. Februar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 19. Februar 2017: Benicio Del Toro

    Als Gegenspieler von James Bond begann die Karriere von Benicio Del Toro, der danach allerdings eine Durstsstrecke durchmachte, bis er Mitte der 90er Jahre - vor allem als Bösewicht - durchstartete.
    Benicio Del Toro wird 50. Foto: Facundo Arrizabalaga © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Um Teil acht der Star-Wars-Saga «The Last Jedi», der im Dezember in die Kinos kommen soll, wird ein großes Geheimnis gemacht. Zum Rätselraten gehört auch: Welche Rolle wird Benicio Del Toro spielen?

    Wird er einen Bösewicht verkörpern, wie allgemein angenommen wird? Nun, das würde passen, denn den Schauspieler, der heute 50 Jahre alt wird, umgibt in vielen seiner Filme nicht selten eine Aura finsterer Bedrohung. Auf die Rolle des Schurken aber ist er nicht unbedingt fixiert: «Ich suche diese Rollen ganz und gar nicht. Es ist eher umgekehrt. Das Böse sucht mich», sagte er im Interview mit Schweizer Zeitung «Blick».

    Als Kind schon war Del Toro ein großer «Star Wars»-Fan. Dieser Film habe ihn geprägt, meinte der Schauspieler, der in einem Werbeclip für eine Biermarke einen triftigen Grund verriet, warum er die Rolle angenommen hat: «Es ist eine große Gelegenheit für mich, ihn mit meiner Tochter zu genießen», sagte er.

    Als Bösewicht hat Benicio Del Toro auch seine Laufbahn begonnen. In einer Nebenrolle war er in dem James-Bond-Film «Lizenz zum Töten» (1989) als 007-Gegenspieler zu sehen. Damals hätte ihm alle eine große Karriere prophezeit, erinnerte sich Del Toro einmal in einem Interview mit der Deutschen-Presse-Agentur. Das habe er geglaubt - tatsächlich aber lange keine guten Jobs mehr bekommen. «Es macht mir Angst, was Hollywood dir so alles einreden kann - obwohl es gar nicht stimmt», sagte der Schauspieler aus Puerto Rico.

    Nach einer Durststrecke gelang Benicio Del Toro schließlich doch noch der Durchbruch. Richtig los ging es für ihn 1995 mit einer Nebenrolle in «Die üblichen Verdächtigen», 1998 stand er in dem durchgeknallten Drogenfilm «Fear and Loathing in Las Vegas» vor der Kamera. Für «Traffic - Die Macht des Kartells» (2000) bekam er schließlich einen Oscar. Um Drogen ging es auch in «Escobar - Paradise Lost» (2014) und «Sicario» (2015).

    Darüber hinaus feierte Benicio Del Toro aber auch Erfolge als Revolutionär Che Guevara, war im Kososvo unterwegs («Die Stunde des Jägers») oder als Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation im Einsatz («A Perfect Day»). Aber die Gefahr schwingt in den Filmen des Schauspielers immer mit, der sich gut zwischen Mainstream und Arthouse-Filmen positioniert hat.

    Benicio Del Toro aber war in seiner Jugend nicht nur von «Star Wars» beeindruckt, er sei auch immer ein großer Fan von Horrorfilmen gewesen, erinnerte er sich im dpa-Interview. Mit zehn Jahren habe er Bela Lugosi als «Dracula» (1931) gesehen und vor lauter Schrecken das Zimmer verlassen müssen. «Das war schrecklich, aber großartig schrecklich», sagte er.

    In dem Horrorfilm «Wolfman» (2010), in dem Del Toro einen britischen Landadligen spielt, der sich in einen Werwolf verwandelt, kehrte er schließlich in seine Kindheit wieder zurück.

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  • 18. Februar 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 18. Februar 2017: Milos Forman

    Seine Filme «Einer flog über das Kuckucksnest» und «Amadeus» wurden mit Oscar-Trophäen überhäuft. Hollywood verehrt den Exil-Tschechen Milos Forman. Nun wird der Wahl-Amerikaner 85 Jahre alt.
    Regisseur Milos Forman feiert seinen 85. Geburtstag. Foto: Bernd Settnik © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Regisseur Milos Forman feiert seinen 85. Geburtstag. Foto: Bernd Settnik
     
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    Der tschechische Akzent war noch deutlich zu hören, als Milos Forman vor über 40 Jahren mit seinem ersten Oscar in der Hand seiner Wahlheimat für die Auszeichnung dankte.

    «Amerika ist immer noch ein wunderbares, gastfreundliches und offenes Land», schwärmte der Regisseur vor versammelter Hollywood-Prominenz.

    Acht Jahre zuvor war er aus der damaligen Tschechoslowakei in die USA emigriert, nachdem sowjetische Panzer 1968 den «Prager Frühling» niederwälzten. Bei der Oscar-Verleihung im März 1976 setzte sich Forman gegen Star-Regisseure wie Robert Altman, Federico Fellini und Stanley Kubrick durch. Sein Psychodrama «Einer flog über das Kuckucksnest» gewann fünf Oscars, darunter für Regie, Hauptdarsteller Jack Nicholson und als bester Film.

    Forman, der mit seiner dritten Ehefrau und den 1998 geborenen Zwillingssöhnen im US-Staat Connecticut lebt, feiert an diesem Samstag (18. Februar) seinen 85. Geburtstag. Noch vor wenigen Jahren erinnerte er an die Schwierigkeiten, als Einwanderer Fuß zu fassen. Er wollte Kollegen wie Sidney Lumet und Mike Nichols danken, die ihm in den 1970er Jahren zur Seite standen, als ihm die Abschiebung aus den USA drohte.

    Dies erklärte Forman im Februar 2013 in einem Dankesbrief, als er von dem renommierten Regie-Verband Director's Guild für sein Lebenswerk geehrt wurde. Die Reise von der US-Ostküste nach Los Angeles konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. 

    Forman wurde 1932 in Mittelböhmen als jüngster Sohn eines Lehrers geboren. Er war acht Jahre alt, als seine Eltern von der Gestapo verhaftet wurden, beide kamen in Konzentrationslagern ums Leben.  An der Prager Filmakademie lernte Forman sein Handwerk. Mit Filmsatiren wie «Die Liebe einer Blondine» (1965) und «Der Feuerwehrball» (1967) zählte er zu den Vorreitern der experimentierfreudigen Neuen Welle des tschechoslowakischen Films.

    Sein erstes Hollywood-Projekt, die Generationen-Satire «Taking Off» (1971), holte zwar beim Cannes-Festival einen Jury-Preis, floppte aber an den amerikanischen Kinokassen. Für Forman begann eine Durststrecke, in der er seinen Arbeitsvertrag verlor und um die Aufenthaltserlaubnis bangte. «Ich wartete auf das Angebot, das mein Leben ändern sollte, und in der Zwischenzeit akzeptierte ich alles, was ich kriegen konnte, bis hin zum Gratis-Mittagessen», blickt er in seiner Biografie zurück.

    Mit «Einer flog über das Kuckucksnest» wendet sich das Blatt, mit der Mozart-Biografie «Amadeus» (1984) besiegelt Forman seinen Erfolg in Hollywood. Der Film, der das Musik-Genie in einem neuen, nicht nur freundlichen Licht zeigt, gewinnt acht Oscars, auch für die beste Regie.

    Forman geht kontroverse Stoffe mutig an und führt häufig die Kehrseiten seiner Figuren vor. Reine Filmbiografien seien meistens «ziemlich langweilig», sagte er 2006 beim Kinostart von «Goyas Geister» der dpa. «Da muss immer noch etwas anderes in der Geschichte stecken».

    Bei «Amadeus» war das der Konflikt zwischen den Musik-Rivalen Salieri und Mozart. Mit «Kuckucksnest» entfachte er eine Debatte über den Umgang mit psychisch kranken Menschen. «Larry Flint - Die nackte Wahrheit», die Geschichte des erfolgreichen US-Verlegers des Pornoblattes «Hustler», löste eine heftige Diskussion um dessen Rolle als Vorkämpfer der Meinungsfreiheit aus. Bei der Berlinale 1997 gab es dafür den Goldenen Bären.

    Mit seinen erwachsenen Zwillingssöhnen aus erster Ehe wagte sich Forman 2007 an ein ungewöhnliches Projekt. Im Nationaltheater in Prag inszenierte er die Oper «Ein gut bezahlter Spaziergang». Dass seine Söhne Petr (Co-Regie) und Matej (Bühnenbild) ihm zu Seite standen, bezeichnete Forman damals als den «glücklichsten Moment» seiner Karriere. Die gemeinsame Arbeit dokumentierte Forman auch in einem Film, den er 2009 auf dem internationalen Filmfestival im tschechischen Karlsbad vorstellte - sein vielleicht letztes Regiewerk. «Keine Filme mehr, ich habe Urlaub», sagte er mit fast 80 Jahren.

    2012 meldete sich Forman aber noch einmal zurück, diesmal vor der Kamera. An der Seite von Catherine Deneuve und ihrer Tochter Chiara Mastroianni trat der Gelegenheits-Schauspieler in der französischen Musikromanze «Les Bien-Aimés» («Die Liebenden - von der Last glücklich zu sein») auf. Der Film spielt in Paris, Prag, London und den USA. In der Rolle eines gealterten tschechischen Liebhabers kehrt Forman zu seinen Wurzeln zurück.

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  • 17. Februar 2017 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 17. Februar 2017: Heinrich Breloer

    Heinrich Breloer, der Meister des Dokudramas, wird 75. Momentan verfilmt er das Leben von Bertolt Brecht. Danach will er mehr Zeit für sich haben. Der Regisseur lebt gerne in Köln - und hat am Rosenmontag sein ganz eigenes Ritual.
    Der Autor und Filmregisseur Heinrich Breloer wird 75. Foto: Oliver Berg © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Autor und Filmregisseur Heinrich Breloer wird 75. Foto: Oliver Berg
     
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    Bei Heinrich Breloer dreht sich momentan fast alles um ein Thema: Bertolt Brecht. Wenn es um den großen Dramatiker geht, ist Breloer in seinem Redefluss nur schwer zu stoppen.

    Kein Wunder: Seit nunmehr sechs Jahren arbeitet der Regisseur daran, das Leben Brechts zu verfilmen. Ein Mammutprojekt, das bald seinen größten Schritt machen wird: Im Mai sollen die Dreharbeiten zu dem ARD-Zweiteiler beginnen. Und so steckt Breloer auch zu seinem 75. Geburtstag am 17. Februar voller Elan.

    Breloer gilt als Meister des Dokudramas, einer Mischung aus inszenierten Szenen und Dokumentaraufnahmen. Er ist Spezialist dafür, das Leben von Persönlichkeiten auszuleuchten und den Menschen hinter der Fassade zu entdecken. So war es bei den Recherchen für «Die Manns», als die jüngste Tochter des Dichters Thomas Mann, Elisabeth Mann Borgese, ihre Erinnerungen mit ihm teilte. So war es beim Dokudrama «Speer und Er», für dessen Umsetzung er Albert Speer persönlich sowie die Kinder des Hitler-Architekten und Rüstungsministers interviewte.

    Und so ist es auch bei Brecht (1898-1956). Bergeweise Unterlagen hat Breloer gesichtet, mit etwa 25 betagten Zeitzeugen gesprochen. «Ich wollte von ihnen auch ganz simple Sachen wissen: Wie begrüßte Brecht sie? Wie sprach er? Hatte er ein Gebiss?» Der Dramatiker ist für Breloer auch aus filmischer Sicht kein Unbekannter, schon 1978 widmete er sich in einer Dokumentation dem jungen Brecht. «Manchmal haben solche Geschichten einen Eigenwillen und wollen weitererzählt werden», sagt Breloer.

    Außer Thomas Mann und Brecht gibt es aus seiner Sicht nur einen weiteren deutschsprachigen Literaten, für dessen Lebens-Verfilmung es sich lohnen würde, in großem Stil öffentlich-rechtliche Gelder einzusetzen: Franz Kafka. Er selbst habe in der Hinsicht aber keine Pläne, winkt Breloer ab: «Das wäre zu diesem Zeitpunkt größenwahnsinnig.»

    Denn wenn das Brecht-Projekt durch ist, wolle er endlich mal «mehr Zeit zum Leben» haben, erklärt der Mann mit dem grauen Schnäuzer. In den vergangenen Jahrzehnten war er im Zuge seiner Arbeit ständig auf Reisen, machte «Expeditionen mit dem Tonband», und musste diese Aufnahmen hinterher natürlich alle abhören. «Ich möchte es abends auch mal etwas ruhiger angehen lassen, mal in Ruhe ins Kino gehen und nicht nur immer alles hinterher auf Video gucken.»

    Auch mit seiner Frau will er demnächst mehr Zeit verbringen. Aufgewachsen ist Breloer in Marl, dort betrieb sein Vater, ein Müllermeister, ein Hotel. In dem wohne er auch heute noch, wenn er in der Ruhrgebietsstadt zu tun habe, erzählt er: «Ich bin immer in Zimmer 1, das ist unser früheres Wohnzimmer.»

    Inzwischen leben Breloer und seine Frau seit gut 40 Jahren in Köln. Bald ist wieder Karneval, dann steht die Domstadt kopf. Breloer hat da ein ganz besonderes Hobby, denn vor seinem Haus stellt sich der Rosenmontagszug auf. «Dann setze ich mir immer einen Zylinder und eine rote Nase auf, gehe an den Wagen entlang und mache die verrücktesten Fotos. Der Zug geht nicht an mir vorbei, sondern ich gehe an dem Zug vorbei», sagt er lachend.

    Aber vorher feiert Breloer erst noch Geburtstag. Zum 75. Geburtstag werde es bei ihm ein «offenes Haus» geben: «Alle Freunde und Nachbarn kommen.»

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  • 16. Februar 2017 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 16. Februar 2017: Wolfgang Lippert

    Erst schaffte er es in die DDR-Hitparade. Dann ließ er kein TV-Format aus - ob Talkshow, Kindersendung oder Abendshow. Außerdem ist Wolfgang Lippert begeisterter Schauspieler. Auch im Rentenalter bleibt die Bühne sein Metier.
    Wolfgang Lippert wird 65. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Ganz am Anfang war er Automechaniker. Dann wurde der quirlige Berliner Sänger, Showmaster und Schauspieler. Das Multitalent aus dem Osten hatte große Erfolge, manchen Neider und holte sich auch manche blaue Flecken.

    Wolfgang Lippert, stets stylish gekleidet, gut frisiert und ein Fan auffälliger Brillen, ist über alle Jahrzehnte immer eines geblieben: eine Frohnatur. Nun wird er 65 und sagt in einem dpa-Interview: «Das Leben ist einfach ein Geschenk. Ich hab' noch Pläne, viele Möglichkeiten und Angebote.»

    Der Mann aus Berlin-Köpenick wurde nach einem Fachschulstudium zum Sänger 1983 schlagartig bekannt: Mit dem Hit «Erna kommt» des Erfolgs-Komponisten Arndt Bause. Das Lied wurde sogar westlich der Mauer gecovert - von Hugo Egon Balder. Zeitgleich moderierte Lippert seine erste TV-Show, die Kindersendung «He Du». Seine Arbeit für Kindersendungen war «eine traumhafte Zeit», sagte der Vater eines Sohnes später. Er werde noch heute von Erwachsenen angesprochen, die als Kind in einer Sendung von ihm waren, erzählt er. «Es ist schön, dass man in den Köpfen dieser Leute noch drin ist.»

    Die Karriere im DDR-Fernsehen verlief rasant: 1984 bekam Lippert seine erste abendfüllende Show «Meine erste Show», kurz danach die Samstagabendshow «Glück muss man haben». Auf seiner Homepage heißt es heute: «In der DDR war er in den Achtzigern so populär wie Thomas Gottschalk im Westen.»

    Schon ein Jahr vor dem Mauerfall schaffte der Entertainer aus Ost-Berlin den Sprung in einen West-Sender. Er moderierte als erster DDR-TV-Moderator eine Show im West-TV: «Stimmts's?» bei Radio Bremen. Und selbst nach der Wende hielt «Lippis» Glückssträhne an, während die meisten anderen DDR-Künstler in ein tiefes Loch fielen.

    1992 dann der absolute Höhepunkt: Lippert übernahm von Thomas Gottschalk die ZDF-Show «Wetten, dass..?». In seiner Autobiografie schreibt er über den Abend vor seinem ersten Auftritt: «Als ich am Vorabend auf der Straße stand vor der Halle in Bremerhaven ... Da bestand der ganze Lippert nur noch aus Angst.» Fast zwölf Millionen Zuschauer lockte er dann vor die Fernseher.

    Mancher Kritiker setzte ihm zunächst mächtig zu: Einigen lachte Lippert zu laut, anderen fehlte der Witz. Nach nur einem Jahr servierte das ZDF den Ost-Entertainer ab, weil Gottschalk von RTL zurückkehrte und seine alte Show wieder übernahm. 15,36 Millionen Zuschauer waren dabei, als Lippert seine neunte und letzte Sendung vor der Rückkehr seines Vorgängers moderierte. «Lippi» wurde Deutschlands meistgesehener Showmaster des Jahres 1993.

    Nach «Wetten, dass..?» hatte er nochmal TV-Pech: Bei der «Goldmillion»-Familienshow wurde ihm zwar ein «gelungener Einstand» bescheinigt. Allerdings kamen ihm zunehmend die Zuschauer abhanden. Die Sendung wurde von Samstagabend auf Donnerstagabend verlegt - und 1995 ganz eingestellt. Danach moderierte Lippert «Wenn. Dann...Die Show!» im KiKa und entwickelte im Auftrag des Deutschen Bundestages die Politshow «Politibongo», die Kindern Demokratie erklärt.

    In den 90er Jahren gab es mehrere private Tiefschläge: Der Entertainer fiel auf mehrere Betrüger herein und musste Privatinsolvenz anmelden. Auch der Kauf eines Kiez-Kinos brachte ihm kein Glück. Zu allem Überfluss gelangte er noch mit einer im Baumarkt mitgenommenen unbezahlten Zange in die Boulevard-Blätter.

    Der Showmaster ist auch Schauspieler. Die DDR-TV-Legende Herbert Köfer (95) holte ihn etwa 2001 für «Eine total verrückte Entführung» auf die Bühne des Volkstheaters Hansa in Berlin-Moabit. Seit 2000 spielt Lippert bei den Störtebeker-Festspielen auf Rügen mit - vor 6000 bis 8000 Zuschauern je Abend. Dieses Jahr ist er bei der 25. Auflage der Festspiele wieder mit dabei.

    Bei seinem Heimatsender, dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), moderiert «Lippi» derzeit einen Rückblick auf den DDR-TV-Hit «Ein Kessel Buntes». «Wir sind glücklich über die hohe Quote und die gute Akzeptanz», sagt er über seinen Job bei der «schönen Vintage-Retro-Show».

    «Statt immer nur im Mittelpunkt zu stehen, habe ich selbst meine eigene Mitte gefunden», schreibt er in seiner Autobiografie. «Ich nehme meine Kraft aus der Lust für das, was ich mache», sagt er kurz vor dem 65. Geburtstag. Und wie hält er sich fit? «Ich bewege mich gerne. Ich benutze selten Fahrstühle, laufe Treppe, fahre viel Fahrrad und Inline-Skates». Aber manchmal nimmt sich selbst der immer elektrisiert wirkende Entertainer eine echte Ruhepause. «Manchmal halte ich irgendwo an, setze mich auf einen Baumstumpf, höre den Bienen zu und erde mich wieder.»

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  • 15. Februar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 15. Februar 2017: Wencke Myhre

    Das «knallrote Gummiboot», ihren bekanntesten Hit, singt Wencke Myhre immer noch gerne. Auch bei ihrer Geburtstagsparty zum 70. trällert die Norwegerin ihn wieder - zum ersten Mal für ihre Landsleute.
    Wencke Myhre: «Volle Pulle» mit 70. Foto: Jens Wolf © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Ganz still und gemütlich wollte Schlagersängerin Wencke Myhre ihren 70. Geburtstag am Mittwoch (15. Februar) feiern, mit der Familie daheim auf der kleinen Insel Nesøya bei Oslo.

    «Dann gab es so viele Anfragen - und puff! Plötzlich fand ich mich bei einer riesigen Feier mit 7000 Menschen in Oslo wieder», erzählt die Norwegerin im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Traurig ist sie darüber aber nicht. «Finde ich auch schön. Dann schalte ich im Kopf um und finde das toll.»

    Das große Geburtstagskonzert am Samstag nach ihrem Ehrentag ist nur eines von vielen Projekten, die Myhre gerade im Kopf herumschwirren. Nachdem sie den Brustkrebs besiegt hat, sprüht der Showstar vor Energie. «In meinen Gedanken lebe ich natürlich damit», sagt sie. «Aber es prägt meinen Alltag nicht. Jetzt ist hier volle Pulle.»

    «Volle Pulle» haben die deutschen Fernsehzuschauer die Norwegerin auch ab Mitte der 60er Jahre erlebt. Mit «Hey, kennt ihr schon meinen Peter?», «Sprich nicht drüber» und «Beiß nicht gleich in jeden Apfel» singt sich der heitere Teenager in die Herzen der Schlagerfans. «Meine Karriere ging ab wie eine Rakete», schreibt Myhre in ihrer Autobiografie «Die Wencke», die 2013 auf Deutsch erschien. Dabei kann sie nach eigener Aussage außer der Grammatik, die sie in der Schule gelernt hat, «kein Wort Deutsch, als ich nach Deutschland kam». Auch wenn sie damit wohl ein wenig untertreibt.

    Dass sie die Sprache heute fast akzentfrei spricht, hat sie auch ihrem damaligen Produzenten Bobby Schmidt zu verdanken, meint sie. «Er sagte zu mir: 'Sobald du Deutschland betrittst, reden wir nur Deutsch.'» So stammelt sich Myhre durch ihren ersten Besuch in Hamburg - und lernt die ersten Texte mit Lautschrift.

    Die Norwegerin steht mit Roy Black, Peter Alexander, Udo Jürgens und Michael Schanze vor der Kamera und auf der Bühne. Mitte der 70er Jahre bekommt sie mit «Das ist meine Welt» ihre erste eigene Fernsehshow im ZDF. In dieser Zeit ist oft eines ihrer drei kleinen Kinder aus der Ehe mit dem Zahnarzt Torben Friis-Møller mit ihr auf Tour. «Ich habe sehr früh entschieden, Familie zu wollen», sagt sie. «Heute begreife ich nicht, wie ich all das zusammen geschafft habe», schreibt sie in ihren Erinnerungen.

    Dreimal ist Myhre verheiratet, viermal wird sie Mutter. Von Männern habe sie keine Ahnung, sagen ihre Kinder scherzhaft. Heute lebt die Norwegerin mit dem Musiker Anders Eljas zusammen, den sie in der Autobiografie ihren «Seelenverwandten» nennt. Ihre Frohnatur hat Myhre trotz Scheidungen, dem Selbstmord ihres zweiten Mannes und dem Krebs nicht verloren. «Ich habe immer das Gefühl, es blüht. Dass ich das Leben lebe. Es geht in allen Menschenleben rauf und runter, aber ich fühle, ich habe soviel, für das ich dankbar sein kann.»

    Auch wenn sie in Norwegen wohnt und nicht mehr so oft in Deutschland unterwegs ist wie früher, habe das Land einen besonderen Platz in ihrem Herzen, sagt sie. «Ich fühle mich hier zuhause und wohl und willkommen. Hier habe ich meine großen Shows gemacht.»

    Ihre Schlager wie «Er steht im Tor» und «Ein knallrotes Gummiboot» sind nach Jahrzehnten immer noch beliebte Partyhits. Letzteren singt sie so gern, dass sie ihn bei ihrer großen Geburtstagsparty in Oslo am 18. Februar zum ersten Mal auch vor ihren Landsleuten zum Besten gibt. «Ich trage es wahnsinnig dankbar und gerne mit im Rucksack», sagt sie über das Lied.

    Ihr runder Geburtstag dagegen bedeute ihr eigentlich nichts, meint die Schlagersängerin. «Ok, da kommt eine Zahl vom Himmel und sagt, du bist 70. Dann ist es so», sagt sie. «Aber es prägt mich nicht. Außer, ja, man merkt, man ist nicht mehr so fit in den Beinen. Aber der Kopf ist doppelt so fit!»

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  • 14. Februar 2017 00:01

    Theater Promi-Geburtstag vom 14. Februar 2017: Nicole Heesters

    Am Theater ist Nicole Heesters die Grande Dame, als «Tatort»-Kommissarin trug sie sich in die TV-Geschichtsbücher ein: Sie war die Erste. Fast 40 Jahre ist das her, 80 Jahre alt wird sie nun - und arbeitet immer weiter.
    Nicole Heesteers wird 80. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Sie allein wäre ein Theatererlebnis, wie es einst Bernhard Minetti war, als er auf leerer Bühne aus Grimms Märchen las» - das schrieb ein Kritiker jüngst nach der Uraufführung von «Das große Feuer» im Nationaltheater Mannheim.

    Bis Ende März tritt Heesters noch einige Male als Erzählerin in dem Stück von Roland Schimmelpfennig auf - doch erst einmal feiert die in Hamburg lebende Tochter von Schauspiellegende Johannes «Jopie» Heesters, der 2011 im Alter von 108 Jahren starb, am Dienstag (14. Februar) 80. Geburtstag.

    Bald 40 Jahre ist es her, dass sie sich in die TV-Geschichtsbücher eintrug: Als erste «Tatort»-Kommissarin ermittelte Heesters 1978 erstmals in Mainz. Doch sie blieb nur drei Folgen lang. Nachdem die Ersten sie bereits als «Frau Buchmüller» begrüßt hätten, habe sie sich gedacht: «Das lässt du mal lieber, solange du es noch kontrollieren kannst», erzählte sie einmal. Die Verbrecher jagte sie als Marianne Buchmüller ohne Dienstwaffe. «Weil ich meinen Kindern nicht erklären wollte, warum die Mutti tagsüber Toleranz predigt und abends im Fernsehen mit der Knarre herumfuchtelt.»

    Ihre große Liebe galt schon immer dem Theater, Bühnen-Auftritten kann sie oft mehr abgewinnen: «Beim Theater steht man mehr in der Verantwortung. Da fühle ich mich erwachsen, denn ich muss für meine Fehler einstehen», sagte sie vor einigen Jahren in einem Interview. «Unser Beruf ist herabgesunken. Sportler und Models nennen sich plötzlich Schauspieler. Das kränkt mich. Früher wurde unser Beruf anders eingeschätzt», bedauerte sie. In fast allen großen Frauenrollen stand Heesters auf der Bühne: Sie gab das Käthchen in «Der Widerspenstigen Zähmung», mimte die Lady Macbeth ebenso wie die Maria Stuart, übernahm die Titelrollen in Kleists «Penthesilea» und Shaws «Die heilige Johanna».

    Vater «Jopie» ein Star, die Mutter Louise Ghijs eine Operettensängerin und Schauspielerin - der Weg ins Rampenlicht war für die junge Nicole naheliegend. Aufgewachsen ist die gebürtige Potsdamerin mit ihrer Schwester Wiesje vor allem in Österreich - bei der Mutter und einem Vater, der «wunderbar normal» war, wie Heesters mal sagte. Operette und Theater seien kein Thema gewesen. «Mein Vater saß ja auch nicht mit Zylinder und weißem Schal am Frühstückstisch.» Mit anderen Kindern studierte sie als Regisseurin Stücke ein, bevor sie überhaupt ein Theater besuchte. «Ich war schon zwölf, als ich zum ersten Mal eine Bühne sah.»

    Mit 16 Jahren erhielt Heesters 1953 ihre erste Filmrolle («Ich und meine Frau»), im selben Jahr debütierte sie am Wiener Volkstheater und wurde daraufhin von Karl Heinz Stroux an das Düsseldorfer Schauspielhaus verpflichtet. Die am Max-Reinhardt-Seminar ausgebildete Schauspielerin trat in den großen Häusern im deutschsprachigen Raum auf und arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Peter Zadek zusammen. Boy Gobert holte sie 1972 an das Hamburger Thalia-Theater, 1980 wechselte sie mit ihm an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. 

    Im Fernsehen machte sich Heesters dagegen zunächst rar, erst seit den 1990er Jahren nahm sie häufiger TV- und Kinorollen an. «Ich bin sehr anspruchsvoll und halte nicht viel von der lustigen Gaudiwelt im Fernsehen», beschrieb sich Schauspielerin einmal. Über sich selbst sagt sie: «Ich gelte als harsch und streng. Das mag oft stimmen.» Mit Tochter Saskia Fischer, ebenfalls Schauspielerin, stand Heesters schon gemeinsam vor der Kamera. Aus der Ehe mit Bühnenbildner Pit Fischer, mit dem sie bis zu dessen Tod 2010 verheiratet war, stammt auch Sohn Johannes.  

    Vor der Kamera sah man Heesters in den vergangenen Jahren etwa in der ARD-Serie «Großstadtrevier» und im Kinofilm «Lou Andreas-Salomé», sehr viel häufiger war die Grande Dame des Theaters auf der Bühne zu erleben. Ebenso als Preisträgerin, auch in der jüngsten Vergangenheit: Für ihre Rolle in «Bernarda Albas Haus» am Mannheimer Nationaltheater erhielt sie 2014 beim Fadjr-Theaterfestival im Iran den Preis als beste Schauspielerin. Mit 77 wurde sie in Düsseldorf für ihre Bühnenleistungen mit dem Louise-Dumont-Goldtopas geehrt - die älteste Auszeichnung für Schauspielerinnen im deutschsprachigen Theater.

    Am Düsseldorfer Schauspielhaus hatte sie einst auch Ehemann Pit kennengelernt. Dort übernahm Heesters 2015 die Rolle der Staatsanwältin in Ferdinand von Schirachs «Terror». Bei einem Treppensturz zog sich die Schauspielerin im vergangenen Jahr mehrere Brüche zu und musste in einigen Vorstellungen vertreten werden. Zwei Wochen nach ihrem 80. Geburtstag steht das Gerichtsdrama wieder auf dem Spielplan - und Heesters wieder dort, wo sie so gerne ist: auf der Bühne. Wie einst Vater «Jopie», der noch mit 106 im Theater auftrat. 

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  • 13. Februar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 13. Februar 2017: Robbie Williams

    Als Robbie Williams Take That verließ, löste das bei vielen Teenies Weinkrämpfe aus. Aber der Luftikus der Boygroup hat sich solo durchgesetzt und schließlich zu einem großen Entertainer gewandelt.
    Robbie Williams wird 43. Foto: David Moir © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Robbie Williams wird 43. Foto: David Moir
     
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    Robbie Williams bereitet sich bereits akribisch auf seine Europatournee «Heavy Entertainment Show» vor, die ihn im Juni und Juli auch nach Deutschland führen wird. Dazu gehört auch eine strenge Diät: Es gebe «nur noch Wasser gegen den Durst», sagte Williams Ende letzten Jahres, als er seine Tour in London vorstellte.

    Die Zeiten, als Robbie Williams mit Alkohol- und Drogenabstürzen von sich reden machte, gehören inzwischen der Vergangenheit an. Mittlerweile spricht der britische Entertainer, der heute 43 Jahre alt wird, lieber über seine zwei kleinen Kinder und seine Frau, die Stabilität in sein Leben gebracht haben.

    «Manchmal war ich echt schlimm, ich war wie ein nerviges Kind», sagte Williams der «Welt am Sonntag». Er sei verzweifelt auf der Suche nach einem Sinn gewesen. «Jetzt habe ich ihn gefunden: in meiner Familie.»

    Und die Familienplanung ist noch längst nicht abgeschlossen: «Ayda und ich sind auf jeden Fall dabei, ein drittes Kind zu machen», sagte er dem Frauenmagazin «Cosmopolitan».

    Um die Musik muss sich der ehemalige Boygroup-Sänger, der seit 20 Jahren auch ohne Take That erfolgreich ist, aber ebenfalls noch kümmern. Im letzten Jahr kam nach dreijähriger Pause mit «The Heavy Entertainment Show» ein neues Album heraus, das sich nach einem eher experimentellen Schlingerkurs wieder mehr am Pop orientiert.

    Von einem Comeback aber will Williams nicht sprechen: «Also für mein Gefühl hab ich seit 2009 ohne Pause gearbeitet. Es kommt mir also überhaupt nicht wie eine Rückkehr vor», sagte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agntur. Und ehrgeizig ist er immer noch: «Ich will der Beste sein, ich will so lange wie möglich so groß wie möglich sein», sagte er.

    Dabei wundert er sich manchmal über den eigenen Erfolg. «Ich bin nicht der beste Sänger, nicht der beste Tänzer, nicht der beste Songwriter, aber trotzdem kommen die Leute bei jeder Tournee und amüsieren sich», sagte er 2015 in Australien.

    Spaß macht Robbie Williams seinen Fans auch durch die komischen und manchmal recht ungewöhnlichen Tweets und Instagram-Posts, die er durchs Netz jagt. So hat er die Eeignisse rund um die Geburt seines Sohnes Charlton Valentine mit einer Art Live-Ticker und homorvollen Videos begleitet. Dabei zeigte er auch seine in den Wehen liegende - und tanzende - Frau Ayda.

    Das fand allerdings nicht jeder lustig, aber in einem Interview mit «RTL Exclusiv Weekend» hat Robbie die ganze Geschichte verteidigt: «Es war Aydas Idee. Das Ganze war natürlich eine Parodie. Sie hat gesagt: Komm, lass uns das machen und jetzt noch das. Wir hatten so unglaublich viel Spaß, als wir das gemacht haben. Es hat einfach die ganzen Wehen so fröhlich gemacht», erzählte er.

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  • 12. Februar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 12. Februar 2017: Benjamin Sadler

    Er ist eines der bekanntesten Fernsehgesichter in Deutschland. Seinen Namen kennen aber - zumindest auf Anhieb - wohl nur wenige. Heute wird der Schauspieler 46.
    Der Schauspieler Benjamin Sadler wird 46. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Schauspieler Benjamin Sadler wird 46. Foto: Henning Kaiser
     
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    Es gehört zu seinem Beruf, sich immer wieder auf fremde Charaktere einzulassen. In seiner Rolle als forensischer Psychiater ist Benjamin Sadler nun in menschliche Abgründe eingetaucht. «Jeder hat das Potenzial, zum Mörder zu werden», sagte er vergangenes Jahr der «Berliner Morgenpost».

    An dem ZDF-Krimi-Thiller «Der Gutachter» habe ihn die «Mischung aus schaurigem Voyeurismus, Neugier und dem Spiel mit der Angst» gereizt, so Sadler, der heute 46 wird. Ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest. Im Kino ist der Schauspieler dieser Tage indes in «Wendy - Der Film» zu erleben. Er ist darin der Papa der Titelfigur.

    Auch im Fernseh-Zweiteiler «Contergan» spielte er 2007 den Vater einer Tochter, einem Mädchen, das mit schweren Missbildungen zur Welt kam, nachdem seine Mutter während der Schwangerschaft das Schlafmittel Contergan eingenommen hatte. Für seine schauspielerische Leistung wurde Sadler im selben Jahr mit dem Sonderpreis der Bambi-Jury ausgezeichnet.

    Geboren am 12. Februar 1971 im kanadischen Toronto als Sohn einer britischen Lehrerin und eines deutschen Grafikdesigners und zweisprachig aufgewachsen in Hamburg, begann Sadler nach dem Abitur und Studienaufenthalten in London und New York Mitte der 90er Jahre seine Schauspielkarriere. Er stand damals einige Male auf der Theaterbühne und übernahm kleinere Rollen in etlichen beliebten deutschen TV-Serien, darunter in «Alle lieben Julia» (1994), «Faust» (1996) oder «Freundschaft mit Herz» (1996). Erste Hauptrollen in Fernsehproduktionen folgten, auch Kinofilmproduzenten klopften nun bei ihm an.

    Auffällig oft ist der gut aussehende Schauspieler seit dem Millenniumswechsel in Filmen mit historischen Hintergrund engagiert worden. Im Bergwerksdrama «Das Wunder von Lengede» und in der international besetzten Filmbiografie «Luther» (beide 2003) gehörte er ebenso zum Cast wie im ZDF-Biopic «Krupp - eine deutsche Familie» (2008) oder in den Fernsehfilmen «München 72 - Das Attentat» (2011), «Rommel» (2012) sowie zuletzt im ARD-Zweiteiler «Sein Name war Franziskus» (2016). Der deutschen «Tatort»-Gemeinde dürfte der Frauenschwarm indes nicht zuletzt als sexy Liebhaber mit Drei-Tage-Bart der Hannoveraner Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler, 50) in Erinnerung geblieben sein.

    Privat weiß man nur wenig über ihn, öffentlich bekannt ist nur, dass er in Berlin lebt, sich die Welt gern durch das Objektiv seiner Kamera ansieht und mit der aus Brasilien stammenden Schauspielerin Isabella Parkinson (47) eine Tochter hat.

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  • 11. Februar 2017 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 11. Februar 2017: Inge Jens

    Sie gehörten zu den bekanntesten Intellektuellen Deutschlands: Walter und Inge Jens. Nach der schweren Demenz des Sprachwissenschaftlers, der vor gut drei Jahren gestorben ist, wünscht sich seine Frau zum 90. Geburtstag weiterhin Klarheit im Kopf.
    Inge Jens wünscht sich zum 90. Geburtstag Klarheit im Kopf. Foto: Silas Stein © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Theodor Fontane, Thomas Mann und Heinrich Heine - Bilder drei Literaten hängen über einem Sideboard im Wohnzimmer der Literaturwissenschaftlerin Inge Jens. «Das waren die drei Hausheiligen meines Mannes», sagt sie.

    Nach der langen Demenzerkrankung und dem Tod von Walter Jens, einem seinerzeit großen Intellektuellen der Bundesrepublik, sind die drei Schwarzweiß-Zeichnungen und -Drucke mit Inge Jens in eine Tübinger Dreizimmerwohnung gezogen.

    Thomas Mann blickt ihr so beim Gespräch über die Schulter - der Mann, dessen Tagebücher die Literaturwissenschaftlerin Inge Jens editiert hat. Als Mann-Kennerin genießt sie bis heute literarisches Ansehen. Zudem hat sie mit Ihrem Mann Bücher zur Tübinger Stadt- und Universitätsgeschichte veröffentlicht. Zuletzt hat Inge Jens Briefe aus der Krankheitszeit ihres Mannes unter dem Titel «Langsames Entschwinden» publiziert. Es sei ihr «vorerst letztes Buch» hat sie einmal gesagt. «Das wird es auch bleiben. Mir fällt nichts mehr ein», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur kurz vor ihrem 90. Geburtstag an diesem Samstag (11. Februar).

    Was sie sich wünscht? «Möglichst gesund und klar zu bleiben im Kopf, um möglichst lange am Leben teilzunehmen.» Am Leben teilnehmen, das heißt für sie zum Beispiel - wenn es das Wetter zulässt - in die Tübinger Stiftskirche zur Motette zu gehen. Ihren Geburtstag feiert Inge Jens bei Gastwirten, bei denen sie seit Jahrzehnten alle großen Feste gefeiert hat, mit einem Geigenquartett und 40 Gästen, darunter ihre beiden Söhne Tilman (62) und Christoph (51). Der Theologe Karl-Josef Kuschel, ein Freund der Familie Jens, soll einen Vortrag über Tübingen in den Augen von Inge Jens halten.

    «Es gab in Tübingen nur wenige, die das Kaliber der Jensens hatten», sagt Kuschel der Deutschen Presse-Agentur. Und kaum jemand habe so viel über Tübingen recherchiert und publiziert wie das Ehepaar Jens. Zu ihrer gemeinsam geschriebenen Biografie der Universität, herausgegeben 1977, kam die Betrachtung «Kleine große Stadt» von 1981. Inge Jens recherchierte dafür monatelang in der Universitätsbibliothek.

    Das Besondere an den Werken sei die Perspektive, sagt Kuschel. Inge Jens und ihr Mann hätten zwar das geistige Tübingen gewürdigt, aber auch gezeigt, was es hinter der glänzenden Fassade gab: eine vergessene, dunkle, sozial schwache Stadt. «Der Blick von unten auf die von der herrschenden Geschichtsschreibung Übergangenen und Unbeachteten ist der Jenssche Blick auf Tübingen», sagt Kuschel. Dadurch hätten sie gerade den Schwachen, Vergessenen Gerechtigkeit widerfahren lassen.

    Inge Jens (Mädchenname: Puttfarcken) stammt zwar aus Hamburg, sagt aber über sich: «Ich bin Tübingerin». Als junge Frau ist sie zum Studium in die Universitätsstadt gekommen, wo im selben Haus wie sie der etwas ältere Walter Jens in einer Dachkammer wohnte. Sie nahm Griechischunterricht bei ihm und heiratete ihn wenige Jahre später, 1951. Gemeinsame Entspannung vom Wissenschaftsbetrieb fanden sie bei Sonntagsausflügen. «Die optisch augenfälligen Kulturleistungen in Baden-Württemberg sind größer als anderswo», sagt Inge Jens. Sie habe es genossen, etwa den oberschwäbischen Barock so nah vor der Tür zu haben, und sei mit dem Rad die Gegend abgefahren - «bis zum Bodensee runter».

    Und doch war sie im Mai 1989 froh, als ihr Mann nach seiner Emeritierung zum Präsident an der Akademie der Künste in Berlin gewählt wurde und sie Tübingen für gewisse Zeit verlassen konnten. Die Kinder waren aus dem Haus, Inge und Walter Jens genossen das Leben in der Hauptstadt - noch heute eine besondere Erinnerung für sie: «Das hat uns zehn wundervolle Jahre beschert.» Die Theater rissen sich demnach darum, Walter Jens und seine Frau in der Aufführung zu wissen. «Dass es mit dem Fall der Mauer zusammenfiel, war das Tüpfelchen auf dem i.»

    Im Alter hat sie mit ihrem Mann weiterhin Bücher geschrieben - etwa die Biografien der Katharina Pringsheim («Frau Thomas Mann», 2003) und ihrer Mutter Hedwig Pringsheim («Katias Mutter», 2005). 2009 erschien ihre Autobiografie «Unvollständige Erinnerungen».

    Zum wissenschaftlichen und publizistischen Engagement von Inge Jens kommt das zivilgesellschaftliche. Gemeinsam mit ihrem Mann Walter wurde Inge Jens in den 80er Jahren zu einer Galionsfigur der Friedensbewegung. 1984 beteiligte sie sich an Sitzblockaden vor dem Atomwaffendepot Mutlangen (Ostalbkreis), während des Golfkriegs 1990 versteckte das Paar desertierte US-Soldaten in seinem Haus und kam dafür wegen Beihilfe zur Fahnenflucht vor Gericht.

    «Zu Mutlangen würde ich auch heute noch stehen», sagt Inge Jens. Sie würde sogar heute wieder blockieren - «wenn mich jemand mit dem Auto mitnimmt».

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  • 10. Februar 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 10. Februar 2017: Leontyne Price

    Stolz, Entschlossenheit, Glanz und eine unverkennbare Stimme trugen Leontyne Price auf die große Bühne. Als eine der ersten schwarzen Sängerinnen in der von Weißen beherrschten Opernwelt verzauberte sie das Publikum. Nun feiert die Sopranistin ihren 90. Geburtstag.
    Sopranistin Leontyne Price: Schwarze Diva mit Welterfolg wird 90. Foto: Georg Göbel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Sopranistin Leontyne Price: Schwarze Diva mit Welterfolg wird 90. Foto: Georg Göbel
     
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    Mit Superlativen ist die «New York Times» äußerst sparsam, doch bei der schwarzen Opernsängerin Leontyne Price ließ sich selbst die große Zeitung der Millionenmetropole hinreißen.

    «Diva aller Diven» taufte das Blatt Price und stellte sie damit über alle großen Sopranistinnen der Gegenwart. Am 10. Februar wird die afroamerikanische Gesangskünstlerin 90 Jahre alt.

    Das hohe Loblied der «Times» kam (unter anderem) im Jahr 1981, als Price bei der Gala zum 100. Geburtstag des Boston Symphony Orchestra gesungen hatte. Arien von Komponisten wie Giuseppe Verdi, Richard Strauss und Giacomo Puccini sang sie «mit so strahlender Wärme und Frische», dass der Kritiker alle Hemmungen abwarf und sie in den musikalischen Himmel hob.

    Neun Jahre war das als Mary Leontyne Violet Price im US-Bundesstaat Missouri geborene Mädchen alt, als sie klassische Musik eigener Aussage zufolge bei einem Konzert erstmals richtig wahrnahm. Sie nahm Klavierunterricht, sang im Chor einer Methodisten-Kirche und prägte ihren Sinn für Musik - auch dank Eltern, die ihr Talent erkannten. Price wollte Musiklehrerin werden und sang während des Lehrer-Studium im Verein, doch eine Gesangskarriere schien ihr da noch zu abwegig.

    Weltberühmt wurde sie dann mit einem Schlag im Jahr 1952, als sie bei einer Tournee über mehrere Kontinente in George Gershwins «Porgy and Bess» die Bess sang und spielte. Von Anfang an und in Europa ebenso wie in den USA rissen sich die Leute auch um Karten für ihre Liederabende, und als Tosca sang sie zum ersten Mal klassische Oper. «Ich konnte Tosca singen, weil ich Bess gesungen hatte - sie waren beide Huren», sagte sie mit entwaffnendem Lachen.

    In den 50er Jahren gab es kaum schwarze Opernsängerinnen, und es war eine Sensation, als Dirigent Herbert von Karajan «die Price» unter seiner Stabführung als Aida in der Wiener Staatsoper herausbrachte. Als sie ihren Erfolg an der Mailänder Scala wiederholte, schrieb ein italienischer Kritiker: «Unser großer Meister Verdi hätte in ihr seine ideale Aida gefunden.»

    In New York an der Metropolitan Opera, wo nur sehr wenige schwarze Sängerinnen vor ihr aufgetreten waren, wurde sie als Leonora im «Troubadour» zur Sensation - mit 42 Minuten Ovationen. Als die Met 1966 in ihr neues Haus im Lincoln Center umzog, sang am ersten Abend Leontyne Price eine der beiden Titelrollen in der Uraufführung von Samuel Barbers «Anthony and Cleopatra».

    Price hat alles gesungen, was sie für einen lyrischen Sopran ihrer Klasse geeignet hielt. Leontyne Price: «Nie hätte ich gesagt, ich sei ein dramatischer Sopran.» Ihre Plattenaufnahmen wurden immer wieder mit Preisen ausgezeichnet. Sie erhielt hohe Orden, trat im Weißen Haus in Washington oft auf, wenn illustre Staatsgäste zu unterhalten waren. Bei den Salzburger Festspielen war sie Publikumsliebling.

    Trotz ihres legendären Selbstbewusstseins begann sie in den frühen 80er Jahren, ihrer Stimme «das reifste Stadium musikalischer Reife» zuzusprechen, und verabschiedete sich 1985 mit einer triumphalen und landesweit vom Fernsehen übertragenen «Aida»-Aufführung von der Met und von der Opernbühne überhaupt. «Es war wunderschön, gefragt zu werden, warum ich aufhöre, statt gefragt zu werden, wann ich aufhöre», sagte sie. Auf zahlreichen Konzertpodien hat sie danach weiter Spirituals und anspruchsvolle, oft moderne Lieder gesungen.

    Auch Jahre später gab sich Price vor der Kamera in einer Mischung aus Stolz, Entschlossenheit und Glanz. «Lass' sich deinem Fokus, etwas zu erreichen, niemals etwas Negatives in den Weg stellen», sagte sie, nachdem das staatliche Förderprogramm «National Endowment for the Arts» (NEA) sie mit dem begehrten Opern-Preis ausgezeichnet hatte. Bei der Preisverleihung im Jahr 2008 sagte Price, was in ihren rauschenden Jahren als Sängerin auf den Bühnen der Welt überhaupt nicht gegolten hatte: «Ich bin immer noch fast sprachlos.»

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  • 09. Februar 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 9. Februar 2017: Carole King

    Obama nannte sie eine «lebende Legende» - und verlieh ihr als Präsident 2013 als erster Frau die höchste US-Auszeichnung für Popmusik. Carole King blieb meist hinter den Kulissen, aber so erfolgreich wie nur wenige andere. Jetzt wird die Musikerin 75.
    Meisterin hinter den Kulissen: Carole King wird 75. Foto: Tannen Maury © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Meisterin hinter den Kulissen: Carole King wird 75. Foto: Tannen Maury
     
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    Eigentlich sah sich Carole King immer lieber hinter den Kulissen. «Ich verstehe mich zuerst als Songwriterin und erst in zweiter Linie als Künstlerin, die diese Songs auch interpretiert», sagte die Musikerin einmal. Aber King wurde so erfolgreich, dass sie sich nicht mehr länger hinter den Kulissen verstecken konnte.

    Inzwischen feiert sogar ein gut besuchtes Broadway-Musical das Leben der Songschreiberin. King, die heute 75 Jahre alt wird, hat mehrere Grammys, einen Stern auf dem «Walk of Fame» in Hollywood, und bekam 2013 als erste Frau den Gershwin-Preis, die höchste US-Auszeichnung für Popmusik. Sie sei eine «lebende Legende», sagte der damalige US-Präsident Barack Obama.

    Schon als Teenager hatte die 1942 als Carol Klein in New York geborene Musikerin Songs geschrieben. «Mir wurde nie gesagt: 'Du kannst das nicht machen, weil du eine Frau bist.' Ich habe nie darüber nachgedacht», sagte King jüngst dem britischen «Telegraph». «Meine Eltern haben mir immer gesagt, dass ich alles machen kann, was ich will.»

    Am College lernt sie Gerry Goffin kennen, das Paar heiratet, bekommt zwei Kinder - und wird ein erfolgreiches Songschreiber-Duo. «Ich lebte mit Gerry im Vorort in New Jersey. Um mich herum waren Ehefrauen von Ärzten, Buchhaltern und Rechtsanwälten. Mit dem Stift in der einen und dem Baby in der anderen Hand war ich eine echte Ausnahme. Eine arbeitende Frau.»

    Songs wie «Will You Love Me Tomorrow», «The Loco-Motion», «Take Good Care of My Baby», «One Fine Day», «Up on the Roof» und «You Make Me Feel Like A Natural Woman» werden zu weltweiten Hits. Stars wie Bobby Vee, Little Eva, Aretha Franklin, die Beatles, die Byrds, Mariah Carey und viele andere nutzten Kings Songschmiede.

    Aber nach einigen Jahren trennt sich King von Goffin, zieht an die Westküste, heiratet erneut, bekommt erneut zwei Kinder und schreibt weiter Songs. Erstmal für andere, dann auch für sich - und 1971 wird das Album «Tapestry» ein Riesenhit, bis heute ist es eines der erfolgreichsten Popalben der Welt. Sensationelle vier Grammys gewann die «Meistersängerin des jüdischen Blues» mit dem Album, aber der Preisverleihung blieb sie fern - ihre Bühnenangst machte ihr damals noch zu schaffen.

    King heiratet noch zwei Mal, ihr dritter Mann stirbt an einer Überdosis Heroin. Inzwischen lebt die Musikerin zurückgezogen in den Bergen des US-Bundesstaats Idaho. «Jeden Morgen wenn ich aufwache lächele ich und sage 'danke'. Weil ich aus meinem Fenster die Berge sehen kann, dann gehe ich mit meinem Hund wandern und freue mich an seiner Freude an der Welt.»

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  • 08. Februar 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 8. Februar 2017: John Williams

    «Star Wars», «Der weiße Hai», «Jäger des verlorenen Schatzes», «Schindlers Liste», «Harry Potter» - John Williams ist aus Hollywood nicht wegzudenken. Der Komponist hat einen Oscar-Rekord inne. Mit 85 Jahren ist er gefragter denn je.
    Ein eingespieltes Team: John Williams (l) und Steven Spielberg. Foto: Nina Prommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Mit Steven Spielberg verbinde ihn «die perfekte Ehe» - so blickt der Star-Komponist John Williams auf die über 40-jährige Zusammenarbeit mit dem Hollywood-Regisseur zurück. Für 27 Spielberg-Werke, darunter «Der weiße Hai» und «E.T. - Der Außerirdische», schrieb er die Filmmusiken.

    Das Lob für Spielberg spendete Williams im vergangenen Juni, als er von dem American Film Institute (AFI) für sein Lebenswerk geehrt wurde.

    Der renommierte Verband, der in früheren Jahren Stars wie Meryl Streep, Morgan Freeman, George Lucas, Martin Scorsese und Clint Eastwood auszeichnete, vergab den Preis erstmals an einen Filmkomponisten. «Ich bin doch wirklich noch viel zu jung für so ein Ding», witzelte Williams bei der Verleihung. An diesem Mittwoch (8. Februar) wird er 85 Jahre alt. 

    Williams, der die Musik für zig Hollywood-Blockbuster geschrieben hat und dafür bisher mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde, ist gefragter denn je. Für ein Interview anlässlich des 85. Geburtstags habe der Komponist leider keine Zeit, er stecke mitten in der Arbeit, teilte sein Management auf Anfrage mit.

    An den Ruhestand verschwendet der Energie geladene Mann kaum einen Gedanken. Das war schon vor 15 Jahren so. Seinen 70. Geburtstag verbrachte er damals bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Salt Lake City (Utah) - er dirigierte die Aufführung seiner Olympia-Hymne «Call of the Champions». Zuvor witzelte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass es schwierig war, «meine Frau zu überzeugen, dass ich auch an diesem Tag arbeiten muss». Er arbeite allerdings nur noch sechs Tage pro Woche, sagte Williams damals. «Und die Nachtarbeit habe ich mir weitgehend abgewöhnt.»

    Derzeit komponiert die Musik-Legende den Soundtrack für die achte Episode der Sternenkrieg-Saga. «Star Wars 8» soll im Dezember in die Kinos kommen. Vor fast 40 Jahren nahm er einen Oscar für den ersten Star-Wars-Soundtrack entgegen. Auch für «Star Wars: Das Erwachen der Macht» lieferte er die kraftvollen Klänge. 

    Dann will Steven Spielberg seinen Hof-Komponisten für «Ready Player One» (2018) und «Indiana Jones 5» (2019) wieder in Beschlag nehmen. Nach vier «Indy»-Abenteuerfilmen sei Williams auch bei der fünften Folge «auf jeden Fall» dabei, kündigte Spielberg im vorigen Jahr an. Es wäre ihre 29. Zusammenarbeit. 

    Zuletzt schrieb Williams die Musik für Spielbergs «BFG - Big Friendly Giant». Ausnahmsweise brachte dies dem Komponisten in diesem Jahr keine Oscar-Nominierung ein. Doch einen Rekord hat er schon aufgestellt. Mit der Musikuntermalung von «Star Wars: Das Erwachen der Macht» holte Williams im vorigen Jahr seine 50. Oscar-Nominierung.

    Damit ist er der lebende Mensch mit den meisten Oscar-Anwartschaften. Fünfmal gewann er den Goldjungen: für «Anatevka»,  «Der weiße Hai», «Krieg der Sterne», «E.T. - Der Außerirdische» und «Schindlers Liste». Den Rekord für die meisten Nominierungen hält die Trickfilm-Legende Walt Disney (1901 - 1966) mit 59 Oscar-Chancen. Er gewann 22 Trophäen.

    Williams wurde 1932 als Sohn eines Orchestermusikers in New York  geboren. An der renommierten Juilliard School studierte er Klavier. Neben seiner Hollywood-Karriere tritt er weiter als Gastdirigent bei vielen Orchestern auf. Er komponierte auch die Musik zur Vereidigungsfeier von US-Präsident Barack Obama im Jahr 2009, für berühmte Interpreten wie Itzhak Perlman und Yo-Yo Ma.

    Große Melodien, kraftvolle Klänge und überraschende Wendungen machen häufig seine Filmmusik aus. Doch selbst mit wenigen Tönen - wie beim Soundtrack von «Der weiße Hai» - heizt er die Spannung dramatisch an. Die Musik war «zweifellos zur Hälfte für den Erfolg des Films verantwortlich», räumte Spielberg anerkennend ein.

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  • 07. Februar 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 7. Februar 2017: Juliette Gréco

    Wegen Verdachts auf Schlaganfall kam Juliette Gréco vor knapp einem Jahr ins Krankenhaus. Seitdem wurden alle Konzerte ihrer Abschiedstournee abgesagt. Nun wird die Grande Dame des französischen Chansons 90.
    Große Sorge um Juliette Gréco. Foto: Lehtikuva Saukkomaa/Lehtikuva Oy © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Noch vor einem Jahr hat Juliette Gréco ihren Geburtstag im renommierten Théâtre de la Ville de Paris groß gefeiert: mit blassem Teint, Pagenschnitt und zerbrechlich wie immer.

    Es war eines der zahlreichen Konzerte ihrer Tournee «Merci», mit der sie im April 2015 begonnen hatte, sich nach jahrzehntelanger Karriere von der Bühne und von ihrem Publikum zu verabschieden. Im März 2016 dann wurde die französische Sängerin wegen Verdachts auf Schlaganfall im Krankenhaus behandelt. Seitdem wurden alle Auftritte abgesagt, auch ein geplantes Konzert Ende Januar im Opernhaus Zürich. 

    Heute wird die Grande Dame des französischen Chansons 90 Jahre alt. Und die Sorge um sie wächst. Ihr Gesundheitszustand beunruhige, schreibt Frankreichs Presse seit Monaten. Auch die Pressemitteilungen, die den Konzertabsagen folgen, bleiben in ihren Erklärungen vage. Sie sei noch zu müde, hieß es zuletzt, und müsse ihre Rekonvaleszenz noch einige Wochen fortsetzen.

    Seit über 65 Jahren interpretiert Gréco die Lieder der größten Chansonniers wie Jacques Brel und Georges Brassens und die schönsten Texte von Schriftstellern wie Françoise Sagan, Jacques Prévert, François Mauriac und Albert Camus. «Si tu t'imagines» oder «L'Éternel féminin» gehörten Ende der 1940er Jahre zu ihren großen Hits. Singen ist ihr Leben. «Es wird schmerzhaft für mich werden aufzuhören», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Dort trat sie im Mai 2015 auf. Damals fühlte sie sich noch fit. «Geistig ist alles okay, aber der Körper muss auch mitmachen», erzählte sie in dem Interview.

    Gréco wurde im südfranzösischen Montpellier geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie größtenteils bei der Großmutter. Ihren Vater kannte sie kaum, und ihre Mutter ging während des Zweiten Weltkrieges in den Widerstand gegen die Nazis. Als eine der ersten französischen Sängerinnen trat Gréco 1959 im Nachkriegsdeutschland auf. 

    Ihre Lieder schrieben vor allem Männer, darunter der Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre, der sie auch entdeckt hatte. Nach einem ihrer Auftritte in der Kellerbar «Le Tabou», einem legendären Treffpunkt der Existenzialisten inmitten des Pariser Quartier Latin, das damals noch ein Künstlerviertel war, begann Sartre für sie zu texten.

    Sie habe Millionen von Gedichten in ihrer Stimme, die noch nicht geschrieben worden seien, sagte Sartre damals begeistert. Sie erinnere daran, dass Worte eine sinnliche Schönheit hätten. Sartre, Hauptvertreter des Existenzialismus, machte sie mit der künstlerisch-intellektuellen Elite der damaligen Zeit bekannt. Und so wie diese kleidete sich Gréco schwarz.

    Wo sie in den Jahrzehnten ihrer Karriere auch auftrat, füllte sie die Säle. Denn sie verkörperte den Zauber und das Pathos vergangener Zeiten. Ihre tiefe Stimme, mit der sie «Déshabillez-moi», «Sous le ciel de Paris» und «Amsterdam» von Jacques Brel singt, bewegt. Ebenso ihre anmutigen Gesten, mit denen sie ihre Lieder begleitet. Sie liebe das Publikum, vielleicht liege darin ihr Erfolg, versuchte die Diva ihren Erfolg zu erklären. Die Beziehung sei eine ganz besondere: «Es ist ein Liebesakt mit einem sehr geheimnisvollen Liebhaber.»

    An Männern hat es in Grécos Leben nicht gefehlt. Sie war mehrmals verheiratet, darunter auch mit dem Schauspieler Michel Piccoli. Zu den frühen Liebschaften gehörte der legendäre schwarze Jazz-Trompeter Miles Davis.

    Im Jahr 1988 heiratete sie den Pianisten Gérard Jouannest, ihren langjährigen musikalischen Begleiter. Mit ihm trat sie im April 2015 auch ihre Abschiedstournee an. Blasse Haut, schwarz geschminkte Augen, Pagenkopf und schwarze Kleidung - ein Stil, der zu ihrem Markenzeichen wurde. So stand die lebende Legende noch vor ihren gesundheitlichen Problemen auf der Bühne.

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  • 06. Februar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 6. Februar 2017: Dane DeHaan

    Er gehört zu den herausragendsten Schauspielern seiner Generation. 2017 gehörte das Jahr von Dane DeHaan werden.
    Dane DeHaan wird 31. Foto: Etienne Laurent © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Dane DeHaan wird 31. Foto: Etienne Laurent
     
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    In diesem Jahr wird man an Dane DeHaan, der meist ein wenig schräge oder verstörende Charaktere spielt, kaum vorbeikommen. Der US-Schauspieler, der schon James Dean in «Life» verkörperte, bringt gleich drei hochkarätige Filmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ins Kino.

    In «A Cure for Wellness», gedreht in den Babelsberg Studios, hat sich Dane DeHaan, der heute 31 Jahre alt wird, unter der Regie von Gore Verbinski («Ring», «Fluch der Karibik») auf eine gruselige Reise eingelassen. In dem Horror-Film begibt er sich in ein Sanatorium in den Schweizer Bergen, auf der Suche nach seinem verschwundenen Chef. In dem mysteriösen Wellness-Zentrum wird er selbst unfreiwillig zum Patienten.

    Hochkarätig besetzt ist das Historien-Drama «Tulpenfieber», in dem neben DeHaan auch Christoph Waltz, Alicia Vikander, Cara Delevigne, Judi Dench und Zach Galifianakis mitspielen. DeHaan verkörpert im Amsterdam des 17. Jahrhunderts einen jungen Maler, der sich auf eine gefährliche Affäre einlässt.

    In die Zukunft reist Dane DeHaan in Luc Bessons Big-Budget-Science-Fiction-Film «Valerian», der im Juli ins Kino kommen soll. Mit dabei ist auch wieder Cara Delevigne sowie Rihanna, Ethan Hawke und John Goodman.

    Bekannt wurde Dane DeHaan durch die preisgekrönte TV-Serie «In Treatment - Der Therapeut», in der Gabriel Byrne als engagierter Psychotherapeut brilliert. DeHaan, der in der dritten Season (2010) einstieg, spielte Jesse, einen charismatischen schwulen Teenager. Das «New York Magazine» erinnerte der Schauspieler dabei an den jungen David Bowie.

    Danach ging es für den Schauspieler stetig bergauf. In «Chronicle - Wozu bist Du fähig?» (2012) glänzte DeHaan in der Rolle eines ängstlichen Teenagers, der übernatürliche Kräfte entwickelt.

    In dem Krimi-Drama «The Place Beyond The Pines» (2012) traf er auf Ryan Gosling, Bradley Cooper und Eva Mendes. In dem gewalttätigen Gangsterfilm «Lawless» von Regisseur John Hillcoat (Drehbuch Nick Cave) stirbt DeHaan einen furchtbaren Tod .

    Ständig ist DeHaan dabei, sich zu verbessern: «Ich glaube fest daran, dass ich von jedem etwas lernen kann. Und an dem Film waren acht Hochkarätiger beteiligt und so sauge ich alles von jedem Einzelnen auf», sagte er im Interview mit« IFC.com» über das «Lawless»-Team. Shia LeBeouf, Tom Hardy, Jessica Chastain und Gary Oldman waren unter anderem dabei.

    Ein gewaltiger Sprung nach oben gelang Dane DeHaan mit dem Superheldenstreifen «The Amazing Spider-Man» (2014). Er spielte darin Spider-Mans einstigen besten Freund Harry Osborn, der dann zum Widersacher wird.

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  • 05. Februar 2017 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 5. Februar 2017: Rolf Seelmann-Eggebert

    Geadelt hat ihn die Queen nicht - «Sir Rolf» wird er dennoch oft genannt. Rolf Seelmann-Eggebert ist Deutschlands bekanntester Adelsexperte. Sollte Prinz Harry heiraten, wäre er im TV gern wieder dabei. Als Journalist zieht es ihn aber auch zurück zu den Anfängen.
    Rolf Seelmann-Eggebert erklärt uns die royale Welt. Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Die Queen wird nicht abdanken» – Rolf Seelmann-Eggebert, seit Jahrzehnten oft befragter Adelsexperte, erklärt es in Interviews immer wieder.

    Ob zuletzt bei dem Deutschland-Besuch oder dem 90. Geburtstag von Elizabeth II., stets betont er, dass sie ihre Pflicht als Königin bis zum letzten Atemzug wahrnehmen wird. Die Statements von «Sir Rolf», wie ihn viele nennen, sind nicht nur bei seinem ARD-Heimatsender gefragt, auch andere Medien lassen sich gern von ihm die Königshäuser dieser Welt erklären.

    80 Jahre alt wird er am Sonntag (5. Februar), einen Tag vor dem 65. Jubiläum der Thronbesteigung der Queen. Sie wird nicht abdanken – und er?

    «Ich fühle mich eher wie 65, weil ich meine Pensionierung gar nicht zur Kenntnis genommen habe. Ich habe einfach weitergemacht», sagt er im Interview in den Räumen der Produktionsfirma Seelmannfilm, die sein Sohn Florian in Hamburg führt. «Erst jetzt merke ich, dass es vielleicht an der Zeit ist, ein bisschen weniger zu arbeiten. Das habe ich mir auch vorgenommen.» Kürzertreten will er da, «wo die Arbeit strapaziös ist», etwa beim Filmen von Dokumentationen. «Aber wenn es um Live-Sendungen geht, der Verstand noch halbwegs mitmacht und der Norddeutsche Rundfunk mich haben will, bin ich gerne dabei.»

    Ein mögliches royales Highlight 2017 für ihn? Die Hochzeit von Prinz Harry (32) und Meghan Markle (35). «Bei Harry ist alles möglich», sagt er und lacht. «Das Jahr ist noch jung. Wenn sie sich im nächsten Monat verloben würden, könnten sie wunderbar im Sommer heiraten.» Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass für den Queen-Enkel und die US-Schauspielerin die Hochzeitsglocken läuten - darauf will sich auch der Blaublut-Experte nicht festlegen. Fest stehen andere Termine für dieses Jahr: der Todestag von Prinzessin Diana, Mutter von Harry und William, jährt sich am 31. August zum 20. Mal. Und in Schweden feiert Kronprinzessin Victoria am 14. Juli ihren 40. Geburtstag.

    Das schwedische Königshaus mit Königin Silvia und ihren deutschen Wurzeln sei das, zu dem er den besten Zugang habe, erzählt er, am meisten berichtet aber habe er über das englische. Rückblende: 1978 war der ARD-Journalist für knapp vier Jahre als TV-Korrespondent und Studioleiter nach London gegangen. Im Magazin «Rund um Big Ben» nahm er die Briten unter die Lupe. Träger des Ordens «Commander of the British Empire (CBE)» und Ehrenmitglied der Deutsch-Britischen Gesellschaft ist Seelmann-Eggebert - vom Brexit-Votum fühlt er sich «persönlich düpiert». «Ich habe mich viele Jahre meines beruflichen Lebens auch um die deutsch-britische Verständigung gekümmert.»

    Auch nach acht Jahren als Fernsehprogrammdirektor beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) - in jene Zeit fiel die Silvesterpanne 1986, als der NDR in der ARD die Neujahrsansprache des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl vom Vorjahr wiederholte - ging er 1990 wieder ins Reich der Queen. Hat seine distinguierte Art nicht selbst etwas Blaublütiges? hieß es immer wieder über ihn. Der Klapperstorch müsse sich damals verflogen haben und habe nicht in Berlin, sondern in einer englischen Grafschaft landen wollen, sagte Ex-«heute-journal»-Moderator Wolf von Lojewski in einem früheren TV-Porträt über ihn.

    Hanni Hüsch, Ex-ARD-Studioleiterin in London, meinte: «Er sitzt in der Kutsche, als sei er da hineingeboren.» Entertainer Joachim «Blacky» Fuchsberger, der 2014 starb, sprach in dem Film über die «vornehme Erscheinung dieses Mannes». Fuchsberger: «Da setzt meine Kritik am Königshaus ein: Der müsste längst geadelt sein!» Für viele gehört Seelmann-Eggebert zu royalen Trauungen wie Krone und Kirche. Ob 1981 Charles und Diana oder 2011 William und Kate - kaum ein königliches Jawort im Fernsehen ohne ihn. «Ich werde sicher nicht Nein sagen, wenn wieder etwas Wichtiges ansteht», sagt er.

    Aber: «Die Zeit, die man noch hat, muss man sich auch ein bisschen einteilen», gibt er zu bedenken, «und dazu gehört für mich auch Afrika». Denn jenseits von Glanz und Glamour machte der Journalist immer wieder auf Armut und Hunger in der Dritten Welt aufmerksam. Auch wenn seine eigene Zeit dort lange zurückliegt: Von 1968 bis 1976 arbeitete er als ARD-Reporter in Afrika. Er habe das Gefühl, dass er sich auf seine alten Tage noch einmal damit befassen sollte. «Die Bevölkerungszahl dort wächst enorm», sagt das Stiftungsratsmitglied der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung.

    Doch erst einmal steht der 80. an - möglichst ohne persönliche Geschenke, wenn es nach dem dreifachen Vater geht. «Es gibt noch zu viele ungelesene Bücher und nicht gehörte CDs», sagt er. Seine Frau kümmere sich um eine afghanische Flüchtlingsfamilie, Spenden dafür wären die besten Geschenke. Seine Reise nach Afrika kann er sich schon recht bald vorstellen: «50 Jahre nach dem ersten Schritt als Afrika-Korrespondent nachzuschauen, was aus dem einstigen Berichterstattungsgebiet geworden ist, würde mich sehr reizen.»

    Das NDR Fernsehen würdigt den Geburtstag seines Adelsexperten mit dem Porträt «Der Chronist der Könige - Rolf Seelmann-Eggebert wird 80». Der Film, den der Sender am Sonntag (5. Februar/14.30 Uhr) zeigt, lässt das Publikum noch einmal an seinen wichtigsten Erlebnissen und Begegnungen teilhaben, wie der NDR mitteilte.

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  • 04. Februar 2017 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 4. Februar 2017: Frank Zander

    Wenn sich jemand «Berliner Urgestein» auf die Visitenkarte drucken könnte, dann Frank Zander, einer der Fernsehstars der 70er und 80er Jahre. Was macht Zander gerade?
    Entertainer Frank Zander wird 75 Jahre alt. Foto: Ralf Hirschberger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Entertainer Frank Zander wird 75 Jahre alt. Foto: Ralf Hirschberger
     
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    Im «Tatort» hat er vor ein paar Jahren mal einen Zuhälter gespielt. Das hat Frank Zander gefallen. Auf welche Rolle er noch Lust hätte? «Kein Liebhaber, das liegt mir nicht. Lieber so einen ganz Bösen oder einen witzigen Typen.»

    Zander hat viel vor: ein neues Album, Malen, eine Ausstellung, Filmen, Fotografieren, nach Ibiza reisen und mit der Eisenbahn spielen. Und es gibt ein großes Fest mit 150 Leuten. Am 4. Februar wird der Entertainer, Sänger und Schauspieler 75 Jahre alt.

    Wenn sich jemand «Berliner Urgestein» auf die Visitenkarte drucken könnte, dann er. Von Zander stammt die Stadion-Hymne von Hertha BSC, «Nur nach Hause geh'n wir nicht» nach Rod Stewarts «I Am Sailing». Jedes Jahr lädt er vor Weihnachten Tausende Obdachlose zum Gänsebraten in ein Berliner Hotel ein, wo Prominente kellnern.

    Seinen Show-Kollegen sagt Zander: «Ein bisschen was von eurer vielen Kohle könnt ihr schon mal anderen geben.» Gerade hat er den Brandenburger Verdienstorden für sein soziales Engagement bekommen, das Bundesverdienstkreuz hat er schon.

    Zander war mal der Spaßvogel der Nation. Zum Fernsehstar wurde der (immer noch) blonde Schnauzbart-Träger in einer Zeit, als es nur drei Programme gab. Mit Helga Feddersen stand er in der legendären «Plattenküche». Einer seiner großen Hits heißt «Hier kommt Kurt». Auch den Ententanz hat er mal parodiert. Zander ist, wie er selbst sagt, «einer der erfolgreichsten Comedy-Sänger aller Zeiten».

    Geboren in Berlin-Neukölln, machte er in den 60er Jahren eine Ausbildung als Grafiker, seine Anfänge als Musiker waren rockig. Berühmt wurde er in den 70er und 80er Jahren. An die Zeiten der WDR-«Plattenküche» und ihren Nachfolger «Bananas», beides Musik- und Sketch-Shows, denkt er gerne. Wobei er damals auch um die Häuser gezogen ist, wie er erzählt. Was nicht viele wissen: Für 600 Mark hat Zander mal «Adolf» als einen seiner Vornamen streichen lassen.

    Am Telefon ist Zander locker. Er hat noch die markante rauchige Stimme von früher. Ein Rentner zu sein, das ist nichts für ihn. Da denkt er an alte Männer, die am Ofen sitzen und den Keks in den Kaffee stippen. «Ich möchte weiter machen, ich habe einfach noch Lust.» Im Kopf sei er noch 49. «Und irgendwann werde ich erwachsen.»

    Morgens hat Zander seine Rituale: erst den harten Schwamm mit kaltem Wasser, dann bei einem Apfel-Bananen-Frühstück die Nachrichtensender gucken. Die «Arschlöcher» auf der Welt, der Klimawandel, die Börse, das macht Zander nachdenklich: «Sind wir denn nur noch auf Wachstum aus?» Aber er sei Optimist. «Irgendwie kriegen wir das schon hin.»

    Zander ist ein Familienmensch. «Wichtig ist das Zuhause, das ist wie ein Fundament.» Seit Jahrzehnten wohnt er im selben Haus in Charlottenburg und ist mit seiner Evy (66) glücklich verheiratet. Die passt laut Zander bei Begegnungen mit jungen Frauen auf: «Da kriegt meine Frau ganz enge Augen, wenn Mädels um mich rum sind und sagen, mach' mal ein Foto.»

    Vor seinem Geburtstag ist Zander nachdenklich. Der Zenit sei erreicht. «Es kommt jetzt die Zeit des Abräumens.» Große Geschenke will er nicht, aber Trubel wird es geben. Sein Sohn Marcus (48) hat ihm vor der Feier bei einem Freund in Berlin-Lübars gesagt: «Vater, du wirst dich wundern.»

    Und die Hertha? Dem Berliner Bundesligisten wünscht Zander den Spitzenplatz. Wie wäre es, wenn Hertha ein neues Stadion nach ihm benennen würde? Zander lacht. In Sachen Namensehre wäre er bescheidener: «Vielleicht mal eine kleine Straße in Neukölln.»

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  • 03. Februar 2017 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 3. Februar 2017: Paul Auster

    «Die New York-Trilogie», «Das Buch der Illusionen» oder zuletzt «Bericht aus dem Inneren»: Paul Auster gehört zu den beliebtesten und erfolgreichsten Schriftstellern seiner Generation in den USA. Jetzt wird er 70 - und feiert mit seinem bislang dicksten Wälzer.
    Paul Auster 2008 in Berlin. Foto: Soeren Stache © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Kein Handy, kein Computer. «Ich bin einer der wenigen Menschen auf der Welt, der sich von all dem fern hält», sagte der US-Bestsellerautor Paul Auster vor einiger Zeit der Deutschen Presse-Agentur.

    «Ich habe mich einfach irgendwann entschieden, dass ich diese Sachen nicht machen muss - E-Mail zum Beispiel. Ich schreibe per Hand und tippe es dann mit einer Schreibmaschine ab, die benutze ich immer und sie ist unzerstörbar.»

    Auf diese Art und Weise hat Auster gerade wieder einen neuen Roman verfasst, seinen bislang dicksten Wälzer. Eine Seite pro Tag schaffe er, sagt Auster. «Zwei wenn ich Glück habe, manchmal auch nur eine halbe. Aber wenn man dranbleibt, läppern sich die Seiten.» Mehr als 1200 sind es in der deutschen Übersetzung geworden, weltweit erscheint «4321» am 31. Januar - wenige Tage vor Austers 70. Geburtstag am Freitag (3. Februar).

    Eigentlich hatte das Buch nach der Hauptfigur «Ferguson» heißen sollen, doch dann platzten die Demonstrationen gegen Polizeigewalt nach dem Tod eines Afroamerikaners in der gleichnamigen Stadt im US-Bundesstaat Missouri in den Schreibprozess. «Ferguson ist zu einem traurigen Beispiel für amerikanischen Rassismus geworden, und das wird diese Sprache wohl nie verlassen. Also kann ich kein Buch schreiben, das "Ferguson" heißt. Es ist schon komisch - ausgerechnet dieser Name, bei all denen, die es auf der Welt gibt. Das hat mich schon ziemlich umgeworfen, die Ereignisse selbst und dann auf eine egoistische Weise auch die Auswirkungen, die sie auf mich hatten.»

    Der 1947 als Sohn jüdischer Einwanderer in Newark in der Nähe von New York geborene Auster gehört zu den beliebtesten und erfolgreichsten Schriftstellern seiner Generation in den USA. Zu seinem umfangreichen Werk gehören Romane, Poesie, Essays, Filme und zuletzt zwei autobiografisch anmutende Werke, «Winter Journal» und «Bericht aus dem Inneren».

    Vom Schreiben sei er «besessen», sagt Auster. «Schreiben ist für mich kein Akt des freien Willens, es ist eine Frage des Überlebens.» Seine Geschichten schlagen die unglaublichsten Haken, brillieren mit einer suggestiven Sprache, psychologischen Beobachtungen und philosophischen Schlüssen. «Das ist ein organischer und völlig unerklärlicher Prozess. Alles kommt von innen, aus dem Unbewussten. Irgendwann taucht etwas auf. Meistens sind es Charaktere, die mir durch den Kopf gehen, und je mehr ich mich mit ihnen beschäftige, desto klarer werden die Geschichten, die zu ihnen gehören.» Seine Bücher sind in Dutzende Sprachen übersetzt, in Europa ist er noch populärer als im eigenen Land.

    Austers Geschichten spielen oft im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Dort wohnt der Autor seit rund 40 Jahren mit seiner Frau, der norwegisch-amerikanischen Schriftstellerin Siri Hustvedt («Der Sommer ohne Männer»), deren Popularität inzwischen an seine heranreicht. Konkurrenz gebe es aber keine, versichert Auster. «Nie. Das Großartigste für mich ist zu beobachten, wie Siri sich als Schriftstellerin entwickelt. Sie war schon immer gut, aber sie wird einfach immer besser und besser. Sie ist die Intellektuelle in der Familie und ich genieße es einfach, ihr Leser zu sein. Es ist eine wahre Freude, mit so einem Genie zusammenzuleben. Sie ist auch eine großartige Leserin und hat mir schon viel geholfen. Jeder Schriftsteller braucht einen vertrauten ersten Leser.» Zusammen hat das Paar Tochter Sophie (29), die auch schon als Sängerin und Schauspielerin Erfolge feiert.

    Auster hatte schon viele Jahre geschrieben, bevor er mit der «New York-Trilogie» Mitte der 80er Jahre endlich den Durchbruch schaffte. Seitdem hat er sich mit Romanen wie «Mond über Manhattan», «Mr. Vertigo» oder «Das Buch der Illusionen» endgültig zum gefeierten Bestsellerautor hochgearbeitet. An einen Nobelpreis etwa denke er aber «überhaupt nicht», sagt Auster, auch wenn sein Name immer wieder fällt. Ans Aufhören aber auch nicht - obwohl das Schreiben auch ein stetiger Kampf sei. «Es ist das härteste, was ich mir vorstellen kann. Aber ich bin noch gut dabei, ich kann den Kampf noch eine Weile aufnehmen.»

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  • 02. Februar 2017 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 2. Februar 2017: Graham Nash

    Graham Nash hat Musikgeschichte geschrieben - ob mit The Hollies, David Crosby, Stephen Stills und Neil Young, oder solo. Auch beim legendären Woodstock-Festival. Jetzt wird der Sänger und Gitarrist 75, ist immer noch Hippie - aber hat sein Leben völlig umgekrempelt.
    Graham Nash ist seinem Herzen gefolgt. Foto: Martial Trezzini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Alles anders - und das innerhalb kürzester Zeit. Kurz vor seinem 75. Geburtstag am 2. Februar hat Graham Nash sein Leben einmal komplett auf den Kopf gestellt.

    Der Sänger und Gitarrist trennte sich nach fast 40 Jahren Ehe von seiner Frau, zog von Hawaii nach New York zu seiner neuen Freundin und kündigte seinen ehemaligen Bandkollegen David Crosby, Stephen Stills und Neil Young die Zusammenarbeit auf.

    Auslöser sei die Veröffentlichung seiner Autobiografie «Wild Tales» 2013 gewesen, erzählte Nash jüngst dem US-Musikmagazin «Rolling Stone». «Nachdem die herausgekommen war, begann ich wirklich zu absorbieren, was ich mit meinem Leben gemacht hatte. Die Dinge, von denen ich dachte, dass sie mich am glücklichsten machen, haben das eigentlich gar nicht getan. Also habe ich mir gesagt: Wie lange lebe ich noch? Ich kann das so weitermachen, oder meinem Herzen folgen.»

    Also ließ er sich von seiner Frau Susan Sennett, mit der er drei erwachsene Kinder hat, scheiden und zog von Hawaii nach New York. «Ich habe einen Dschungel für den nächsten eingetauscht.» Seine neue Freundin, die Fotografin Amy Grantham, ist gerade einmal halb so alt wie er. Sie lernten sich hinter der Bühne bei einem Konzert kennen. «Schon vom ersten Moment an war klar, dass etwas Radikales mit mir passierte.» Wie die Menschen auf die Beziehung reagierten, sei «interessant», sagt Nash. «Das verstehe ich. Es ist ein bisschen amüsant. Aber da kann ich nichts machen. Ich hing in einer nicht zufriedenstellenden Beziehung fest und Amy hat Feuer in mir entfacht.»

    Während des ganzen «emotionalen Chaos» in seinem Leben habe er «geschrieben und geschrieben», sagt Nash, der einst auch kurz mit der kanadischen Sängerin Joni Mitchell liiert war. Im vergangenen Jahr entstand so das Soloalbum «This Path Tonight», damit tourt Nash bis April durch Kalifornien.

    Mit seinen alten Musik-Mitstreitern will der 1942 im britischen Blackpool geborene Nash, der inzwischen die britische und die US-Staatsbürgerschaft besitzt, momentan allerdings nicht so viel zu tun haben. Die Popband The Hollies, mit der er zahlreiche Erfolge gefeiert hatte, hatte er schon Ende der 60er Jahre verlassen. Gemeinsam mit David Crosby und Stephen Stills hatte er danach Crosby, Stills and Nash gegründet. Die Band war unter anderem beim legendären Woodstock-Festival aufgetreten und hatte mit Songs wie «Teach Your Children», «Just a Song Before I Go» oder «Wasted on the Way» große Erfolge feiern können. Auch Neil Young war häufig dabei.

    Aber vor allem seine Beziehung zu Crosby habe sich verschlechtert, sagt Nash. «Wir waren immer einer Meinung, jetzt nicht mehr.» Zudem habe er die Geduld verloren, die anderen immer motivieren zu müssen. «Jetzt gerade will ich einfach nichts mit Crosby zu tun haben. So einfach ist das.»

    Aber in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur erinnerte er sich vor einigen Jahren auch an gute Zeiten - vor allem den Mauerfall. «Wir waren gerade im Gebäude der Vereinten Nationen in New York, als wir die Fernsehbilder aus Berlin sahen. Unfassbar! Uns war klar: Da müssen wir sofort hin. Selten in der Bandgeschichte waren wir uns so schnell über etwas einig. Die Reise hat übrigens Stephen Stills bezahlt - er war der einzige, der gerade eine Kreditkarte dabeihatte. Drei Alt-Hippies flogen mit Plastikgeld zum Berliner Mauerfall: Die Welt hat sich wirklich verändert, oder?»

    Und so ganz ausschließen will Nash eine Wiedervereinigung der Band dann auch nicht, wie er dem «Rolling Stone» sagte. «Wenn Crosby zu mir käme und vier Songs spielen würde, die mich umhauen - was sollte ich dann anderes machen als Musiker, egal wie sauer wir aufeinander sind?» Bis dahin genießt Nash aber erstmal sein «irgendwie unglaubliches» neu umgekrempeltes Leben. «Ich bin entweder der verrückteste Spinner, oder der mutigste. Genau weiß ich es noch nicht.»

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  • 01. Februar 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 1. Februar 2017: Terry Jones

    Terry Jones hält die exzentrischen Charaktere von Monty Python jahrelang zusammen. Eine erfolgreiche Karriere als Autor, Regisseur und Schauspieler folgt für den enthusiastischen Spaßvogel, der nun - demenzkrank - seinen 75. Geburtstag feiert.
    Terry Jones wird 75. Foto: Facundo Arrizabalaga © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Terry Jones wird 75. Foto: Facundo Arrizabalaga
     
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    Los, komm, Brian. Sonst haben die ihn gesteinigt, bevor wir da sind,» jammert Brians Mutter mit durchdringender Stimme in der Jesus-Persiflage «Das Leben des Brian».

    Mit Bartschatten, buschigen Augenbrauen und kreischender Stimme verkörpert Terry Jones mit Wonne die weiblichen Quälgeister der Monty Python-Truppe. Trauben von Anhängern sammeln sich vor Brians Haus, um den angeblichen Messias zu sehen, der später fröhlich ans Kreuz genagelt wird. Terry Jones öffnet die Tür: «Er ist nicht der Messias. Er ist nichts weiter als ein unartiger Bengel. Und jetzt verpisst euch!» Jahrzehntelang lernen Schüler Englisch mit dem Kultfilm, der den Starrsinn politischer und religiöser Gruppen verspottet.

    In den 70er Jahren stellen die Pythons mit ihrem anarchistischen Humor die Comedy-Welt auf den Kopf, danach gehen sie meist eigene Wege. 2014 stehen sie zum letzten Mal zusammen auf der Bühne, allerdings ohne den inzwischen verstorbenen Graham Chapman. Ende September des vergangenen Jahres wird bekannt, dass Terry Jones an einer Form von Demenz leidet, die zu fortschreitenden Sprachstörungen führt. Heute wird er 75.

    An der Universität in Oxford lernt Jones in den 60ern den anderen «netten» Python - Michael Palin - kennen, während sich das konkurrierende und provokativere Autorenteam Eric Idle, Graham Chapman und John Cleese in Cambridge zusammenfindet; der Amerikaner Terry Gilliam stößt 1969 dazu. Im selben Jahr schaffen sie den Durchbruch mit ihrer Nonsense-BBC-Serie «Monty Python’s Flying Circus». Der Sender findet die Serie «fürchterlich geschmacklos».

    Dem Internetportal «Wales Online» sagte Jones später: «Nach jeder Folge von 'Monty Python’s Flying Circus' kauten wir an unseren Nägeln in der Hoffnung, dass es jemand witzig finden würde.» Noch während der zweiten Serie habe John Cleeses Mutter ihm Anzeigen für Jobs als Supermarkt-Manager geschickt, die sie aus der Lokalzeitung ausgeschnitten hatte.

    Terry Jones führt Regie bei dem Kassenhit »Das Leben des Brian» und bei «Der Sinn des Lebens», für den er 1983 den Großen Preis der Jury des Cannes Film Festival erhält, sowie zusammen mit Terry Gilliam bei «Die Ritter der Kokosnuss». Später schreibt der Mittelalter-Experte rund 25 Werke, von Kinderbüchern bis zu historischen Abhandlungen, führt durch mehrere BBC-Serien, schreibt Drehbücher und führt Regie in Filmen wie «Erik der Wikinger».

    Mit 64 diagnostizieren die Ärzte Darmkrebs und Jones kommentiert mit charakteristisch trockenem Humor: «Leider ist meine Krankheit nicht annähernd schlecht genug, um viele Zeitungen zu verkaufen, und die Prognose ist noch enttäuschender.» Chemotherapie und Operation sind erfolgreich. Die Regenbogenpresse bleibt ihm treu, weil der nächste Skandal nicht lange auf sich warten lässt: Bei einer Signierstunde verliebt sich Jones in die 41 Jahre jüngere schwedische Studentin Anna Söderström. Sie heiraten heimlich 2012, nachdem sich Jones von seiner ersten Frau, einer ehemaligen erfolgreichen Biochemikerin, nach 42 Jahren Ehe getrennt hat. Er hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe und eine siebenjährige Tochter, Siri, mit seiner zweiten Frau.

    Anfang Oktober erhält er Ovationen, als ihn die britische Filmakademie in Wales mit dem BAFTA Cymru-Preis auszeichnet. Jones kann nicht mehr sprechen; sein Sohn dankt in kurzen bewegten Worten, den Tränen nah. Sein langjähriger Freund Michael Palin überreicht die Trophäe und schreibt auf Facebook: «Es war sehr schmerzhaft, den Fortschritt seiner Demenz zu beobachten.» Dass er gerade an dieser Form leide, die Terry Jones langsam der Sprache beraube, sei «die grausamste Sache, die jemand treffen kann, für den einst Worte, Ideen, Argumente, Witze und Geschichten der Stoff des Lebens waren».

    Die beiden hätten sich gerade wieder zu einem ihrer regelmäßigen Essen getroffen: «Terry sagt nicht viel, aber er lächelt, lacht, erkennt mich und reagiert, und ich freue mich immer, ihn zu sehen. Hoffentlich dauert das noch lange an.»

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  • 31. Januar 2017 07:53

    Musik Promi-Geburtstag vom 31. Januar 2017: Philip Glass

    Minimalist? Avantgardist? Komponist für Opern, Theater oder Klavierkonzerte? Philip Glass beherrscht die Welt der Musik wie kaum ein Zweiter. Zum 80. Geburtstag, den er mit noch einer Weltpremiere feiert, stellt Glass fest: «Vielleicht mache ich zu viele Dinge.»
    Der US-Komponist Philip Glass wird 80 Jahre alt. Foto: Everett Kennedy Brown © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der US-Komponist Philip Glass wird 80 Jahre alt. Foto: Everett Kennedy Brown
     
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    Am Anfang kamen teils nur 20 Zuschauer, und Geld verdiente das Ensemble mit seinen Konzerten überhaupt nicht. Doch für dessen Gründer Philip Glass war klar, dass er kein Musiklehrer oder Akademiker werden wollte.

    Und so arbeitete Glass nebenher teils als Klempner und bis zum Alter von 42 Jahren als Taxifahrer in New York - der Mann, der bald zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart zählen sollte. Am 31. Januar wird der Glass 80 Jahre alt.

    Neun oder zehn Stunden saß Glass in den 1970ern oft am Steuer eines «Yellow Cab», bevor er gegen 1.00 oder 2.00 Uhr morgens nach Hause kam, um bis zum Morgengrauen Musik zu schreiben, erzählte er der britischen BBC. Mit seiner musikalischen Sprache aus treibenden Rhythmen, sich schrittweise entfaltenden, wiederholenden Mustern und kleinteiligen Klangteppichen brachte er die drängende, manchmal bedrohliche Stimmung einer teils düsteren Metropole zum Ausdruck.

    Dabei hatte der in Baltimore im Staat Maryland geborene Sohn eines Schallplattenhändlers mit der Oper «Einstein on the Beach» schon 1976 den Durchbruch geschafft. Das viereinhalbstündige Werk unter Regie von Robert Wilson wurde nach der Premiere im französischen Avignon als revolutionär gefeiert, in dem die Darsteller statt eines zusammenhängenden Textes Tonleitern, Figuren und Basslinien auf Silben und Zahlen sangen. Den Job als Taxifahrer gab Glass deshalb trotzdem nicht auf.

    Als junger Flötist in Orchestern, bei kirchlichen Bach-Messen oder mit Aufnahmen von Anton von Webern, Arnold Schönberg und Alban Berg, die er im Plattenladen seines Vaters entdeckte: Philip Glass saugte musikalische Einflüsse auf wie ein Schwamm. Schon während seines Studiums an der renommierten Juilliard School of Music in New York brachte er mehr als 70 Kompositionen zur Aufführung.

    Die Zeit bei der Komponistin Nadia Boulanger ab 1963, die Glass im Interview mit dem «Guardian» als «unerbittlichen Guru in Paris» beschrieb, formte ihn weiter. Dank der Begegnung mit dem fast 20 Jahre älteren indischen Sitarmeister Ravi Shankar fügte sich die repetitive Struktur indischer Musik ab 1964 in Glass' Werk. Er habe «zur selben Zeit zwei der größten Vertreter verschiedener Traditionen» erlebt, erinnerte sich Glass später.

    Dass er neben fulminanten Opern wie der 1980 uraufgeführte «Satyagraha» zunehmend auch Filmmusik schrieb, machte die Einordnung seines Werks nicht leichter. Neben den Filmen «Koyaanisqatsi» (1982) und dessen Fortsetzung «Powaqqatsi» (1988) schrieb er den Soundtrack zu Hollywood-Filmen wie «The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit» und «Die Truman Show» und arbeitete mit Film-Größen wie Martin Scorsese («Kundun», 1997) und Woody Allen zusammen. Auch Musiker und Bands wie David Bowie, Brian Eno, Kraftwerk und Talking Heads ließen sich von ihm inspirieren oder arbeiteten mit ihm zusammen.

    Minimalist? Avantgardist? Opern- oder Theater-Komponist? Glass ist so vielseitig, dass er sich wieder und wieder gegen vereinfachende Einordnungen durch Kritiker wehren musste. 26 Opern, 20 Ballettwerke, zig Filmmusiken, Theater-Stücke und Symphonien habe er geschrieben, sagte er dem «Guardian» kürzlich. «Das sind alles verschiedene Formen von Musik. Vielleicht mache ich zu viele Dinge.» Dann fügte er hinzu: «Wenn die Menschen mich einen amerikanischen Opern-Komponisten nennen würden, hätte das den Vorteil, das zu sein, was ich tatsächlich tue.»

    Aufsehen erregte Glass zuletzt vor allem mit der umstrittenen Oper «The Perfect American» über das Leben des US-Filmproduzenten Walt Disney, die in den letzten drei Monaten vor dem Tod des Gründers der Traumfabrik spielt. Dass einige Kritiker Glass' Musik als gefällig, schlicht und immer gleich beschrieben, dürfte den unter anderem mit einem Golden Globe ausgezeichneten Komponisten kaum von seinem Weg abbringen. Die New Yorker Carnegie Hall ehrt ihn zum 80. Geburtstag mit der Weltpremiere seiner elften Sinfonie.

    Etwas Einfluss der Nächte im Taxi mag sich bis heute in Glass' Repertoire gehalten haben. Die Fahrten seien wohl Teil seines Arbeitsprozesses gewesen, vermutet der Autor Michael Goldfarb, der in den 1970er Jahren beim selben Taxi-Unternehmen wie Glass arbeitete. «Neun Stunden am Steuer versetzen den Fahrer schließlich in Art hypnotischen Zustand - so wie Glass' Musik.»

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  • 30. Januar 2017 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 30. Januar 2017: Vanessa Redgrave

    Sie gilt als eine der besten lebenden Schauspielerinnen. Wenn die Oscar-Preisträgerin nicht gerade Lob für ihre außerordentlichen Talente auf Bühne oder Leinwand einheimst, schlägt sie mit ihrem revolutionären Eifer und ihrem Einsatz für Flüchtlinge, Palästinenser und andere hochpolitischen Themen Wellen. Nun wird sie 80.
    Die britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave wird 80. Foto: Tim Brakemeier © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave wird 80. Foto: Tim Brakemeier
     
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    Kornblumenblaue Augen, das längliche, edle Gesicht, die silbernen Haare zurückgebunden, dazu ihre präzise Stimme, die durchs Rauchen tiefer geworden ist. Vanessa Redgrave, die Matriarchin des Schauspielclans, ist eindrucksvoll wie eh und je.

    Seit drei Generationen stehen die Redgraves im Rampenlicht von Theater, Kino und Fernsehen, und Vanessas Geburt wird natürlich von der Bühne verkündet: «Heute Abend ist eine große Schauspielerin geboren», gibt Schauspiellegende Laurence Olivier 1937 unter tosendem Applaus bekannt. Am Montag (30. Januar) feiert sie nun ihren 80. Geburtstag.

    Die Britin ist das Sexsymbol der Intellektuellen in den Swinging Sixties - unvergessen in Antonionis «Blow Up» oder «Isadora». Mit klassischen Shakespeare-Interpretationen wie der Rosalind in «Wie es euch gefällt» und so herausfordernden Rollen wie der einer transsexuellen Tennisspielerin («Second Serve») spielt sie sich in den Schauspielhimmel. Aber im Grunde treibt sie nur eins: «Es ist Aufgabe aller, zu tun was sie können, um eine bessere Gesellschaft aufzubauen. Ich bin während des Zweiten Weltkriegs aufgewachsen, deshalb ist das mein Standpunkt.»

    Redgrave hat zwei Seiten: zum einen der internationale Star, zum anderen die leicht humorlose, ans fanatische grenzende Menschenrechtlerin. Sie setzt sich für ihre Überzeugung ein, egal ob es ihrer Karriere schadet oder nicht, demonstriert gegen den Vietnamkrieg und sympathisiert mit der IRA. In der 70er Jahren wird sie Mitglied der trotzkistischen Revolutionären Arbeiterpartei und kandidiert sogar (vergeblich) fürs Parlament. Schon damals spendet sie einen Großteil ihrer Gagen für politische Zwecke und lebt daher bis heute relativ bescheiden im Südwesten Londons.

    Kein Wunder, dass sie die Oscar-Verleihung 1978 als Plattform nutzt und eine der berüchtigtsten Akzeptanzreden hält. Dreimal war sie schon nominiert worden; mit der Rolle als Nazi-Widerstandskämpferin Julia im gleichnamigen Film klappt es endlich. Im schwarzen zeltartigen Abendkleid und goldenen Locken dankte sie der Akademie dafür, dass sie sich «von den Drohungen eines kleinen Haufens zionistischer Strolche nicht hatten einschüchtern lassen». Eine Karriere als Hollywoodstar ist damit undenkbar, aber sie rudert nicht zurück.

    1962 heiratet sie den Regisseur Tony Richardson, der nicht nur wie ihr Vater bisexuell ist, sondern sich auch bald in den französischen Filmstar Jeanne Moreau verliebt. Die Ehe wird nach fünf Jahren und der Geburt zweier Töchter - Natasha und Joely, beide Schauspielerinnen - geschieden. Im selben Jahr funkt es zwischen ihr und dem italienischen Western-Helden Franco Nero, als sie für das Filmmusical «Camelot» gemeinsam vor der Kamera stehen. Er ist die «Liebe ihres Lebens», wie sie in einem «Guardian»-Interview verrät. Kurz nach der Geburt des gemeinsamen Sohns Carlo trennen sie sich.

    Eine lange Beziehung mit Bond-Darsteller Timothy Dalton folgt, bis sie und Nero nach mehreren Jahrzehnten wieder ein Paar werden. Sie sagte BBC Radio 4: «Wir trennten uns nie wirklich. Es gab viele Zeiten, wo wir nicht miteinander sprachen oder uns anschrien.»

    Der Tod ihrer 45-jährigen Tochter Natasha Richardson nach einem Skiunfall trifft sie schwer. Ihr Schwiegersohn Liam Neeson («Schindlers Liste») zieht darauf die beiden kleinen Kinder alleine auf. Im Jahr darauf - 2010 - sterben Vanessas Schwester Lynn und ihr Bruder Corin an Krebs. Wenige Jahre später steht sie mit «A Song of Good and Evil» auf der Bühne, einem ergreifenden Vortrag über die Bedeutung der Nürnberger Prozesse für das heutige Völkerstrafrecht.

    Doch kurz danach erwischt es sie fast: Herzinfarkt. Die Ärzte retten Redgrave, entdecken aber, dass ihre Lungen nur noch zu 30 Prozent funktionieren. Dem «Guardian» sagte sie danach: «Ich wollte sterben. Weil es einfach zu anstrengend wurde.» Natürlich ist sie seither wieder auf die Bühne zurückgekehrt. Zuletzt spielte sie die rachedurstige Queen Margaret in Shakespeares «Richard III.» im Almeida Theater in London. Sie bereut nichts, schon gar nicht die Oscar-Rede: «Ich bin praktisch am Ende meines Lebens, also ist es gut, dass ich immer noch etwas tun muss, um zu helfen, so winzig es auch ist.»

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  • 29. Januar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 29. Januar 2017: Heather Graham

    In «Boogie Nights» wurde Heather Graham in der Rolle einer Pornodarstellerin berühmt. Darauf aber sollte man die engagierte und ambitionierte Schauspielerin nicht reduzieren.
    Heather Graham wird 47. Foto: Jimmy Morris © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Heather Graham sagt, was sie denkt und hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Im US-Wahlkampf stand die Schauspielerin auf der Seite von Hillary Clinton und äußerte sich auch nach dem Sieg Donald Trumps mit klaren Worten.

    «Diese Wahl macht mich traurig», twitterte sie. «Es kommt mir so vor als habe Amerika sich entschieden, seinen schändlichen Freund zu heiraten.»

    Auch über das Filmbusiness macht sich die US-Schauspielerin, die heute 47 Jahre alt wird, keine Illusionen. «Es ist total sexistisch», sagte sie 2014 im Interview mit dem Magazin «Esquire». «Wenn man sich die Filme ansieht, die heutzutage gedreht werden, dann sind 80 Prozent von ihnen über Männer.» Und fügte hinzu: «Es ist eine sexistische Welt und eine sexistische Industrie.»

    Da entbehrt es nicht einer gewissen Komik, dass Heather Graham ausgerechnet als die Porno-Queen Rollergirl in Paul Thomas Andersons Kultfilm «Boogie Nights» (1997) ihren Durchbruch hatte. Mark Wahlberg spielt in dem ausgelassenen Drama den Pornostar Dirk Diggler, der in den 70er Jahren in seiner Branche ein Superstar wird.

    Danach war Heather Graham immer wieder als Prostituierte, Stripperin oder sexy Lady in freizügigen Rollen («Der Super-Guru», «Hangover», «Cherry», «Austin Powers») zu sehen, obwohl sie sich selbst als eigentlich scheu beschreibt.

    Die Schauspielerin sieht sich bei ihrer Rollenwahl durchaus auf großer Mission. Frauen könnten in ihren Filmen ihre Sexualität nicht so frei ausdrücken wie Männer, meint sie. «Ich mag die Vorstellung, dass einige meiner Rollen vielleicht bewusst machen, wie man über Sex eigentlich denkt», sagte sie der «Daily Mail». Sie sei aber keine verrückte Exhibitionistin.

    Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass Heather Graham die Zügel einmal selbst ganz in die Hand nimmt und ihren eigenen Film dreht. Das Ergebnis heißt «Half Magic» - Drehbuch und Regie: Heather Graham.

    In der Sex-Komödie geht es um eine Frau, ihre Freundinnen - und um Sex. Heather Graham spielt als Honey auch die Hauptrolle. Die Dreharbeiten sind bereits abgeschlossen, einen festen Termin für den Kinostart gibt es allerdings noch nicht.

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  • 28. Januar 2017 00:01

    Eiskunstlauf Promi-Geburtstag vom 28. Januar 2017: Hans-Jürgen Bäumler

    Hans-Jürgen Bäumler feiert den ganzen Januar seinen besonderen Geburtstag in seiner Wahlheimat Südfrankreich. Seine Freunde besuchen den ehemaligen Eisstar nacheinander zum 75. in Nizza.
    Hans-Jürgen Bäumler feiert den ganzen Januar über Geburtstag. Foto: Horst Ossinger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Eine einzige Party zum 75. reicht Hans-Jürgen Bäumler dieses Mal nicht. «Das wird ein harter und stressiger Monat, wir feiern den ganzen Januar», erzählte der einstige Paarlauf-Star vor seinem Geburtstag am Samstag an seinem Wohnsitz in Nizza.

    Seine Frau sei zudem am 4. Januar 70 Jahre alt geworden, da gebe es genug Anlass zum mehrmaligen Zuprosten. «Unsere Freunde und Familie sind überall verstreut, sie kommen nun alle nacheinander zu uns», berichtet Bäumler. Eine besondere Reise reizt ihn nicht: «Wo sollen wir denn hinreisen? Ich bin genug herumgekommen, und wir leben dort, wo andere Urlaub machen», erzählt er fröhlich.

    Nach der Feierei wird der frühere Eisprinz an der Seite von Marika Kilius seiner Theaterleidenschaft wieder nachgehen. Ende Februar stehen Proben zu «Kerle im Herbst» an, gemeinsam mit Horst Janson und Christian Wolf steht Bäumler im März/April in Bonn und von Ende Mai bis Juli in München am Bayerischen Hof auf den Brettern. «Das tut auch ein bisschen gut. Es zeigt, dass man noch gemocht wird und dass man im Leben irgendwas richtig gemacht hat», sagt der beliebte Schauspieler aus Dachau, der sich nach seiner aktiven Karriere auch als Schlagersänger und Moderator versuchte.

    Ein wenig wird er in dieser Woche die Europameisterschaften der Eiskunstläufer in Ostrau/Tschechien verfolgen - auch wenn der Kontakt zu den Sportlern nicht mehr da ist. Großen Respekt hat er vor der fünfmaligen Weltmeisterin Aljona Savchenko: «Sie ist eine Traumpartnerin für jeden Mann». Er verfolgt den Weg der 33-Jährigen mit ihrem neuen Partner Bruno Massot zu den Winterspielen in Südkorea. «Gold bei den Olympischen Spielen, das wollten Marika und ich auch schon. Es gibt keine Garantie», sagt der sechsmalige Europa- und zweimalige Weltmeister.

    Die Niederlagen 1960 in Squaw Valley gegen die Kanadier Wagner/Paul und vier Jahre später in Innsbruck gegen die Protopopows aus Russland taten ihrer Popularität aber keinen Abbruch. «Niemand weiß besser, was es bedeutet, Gold nicht zu gewinnen», erzählt Bäumler, «vor Innsbruck 1964 wurden doch schon Postkarten verkauft mit Kilius/Bäumler als Olympiasieger».

    Das beliebte Traumpaar war hinterher umso gefragter bei Shows, sie verdienten mit Holiday on Ice ihr erstes gutes Geld. Während Marika Kilius auch heute noch gern im Winter die Schlittschuhe anzieht, hält sich Bäumler von seinem alten Sport fern. Die hohen Belastungen musste er mit einigen Einschränkungen wie Rückenproblemen bezahlen. «Die Zipperlein bleiben nicht aus, aber die hatte ich auch schon mit 50», erzählt er.

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  • 27. Januar 2017 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 27. Januar 2017: Liu Wen

    Bei einem Beauty-Contest ist Liu Wen gescheitert, dennoch hat die Chinesin als Model eine Weltkarriere gemacht.
    Liu Wen wird 29 Jahre alt. Foto: Franck Robichon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Liu Wen hat einen der vielleicht begehrtesten Job in der Modewelt: Das chinesische Supermodel ist seit 2009 ein «Engel» und läuft auf der alljährlich mit großer Spannung erwarteten «Victoria's Secret»-Show in knappster Unterwäsche über den Laufsteg.

    Liu Wen, die heute 29 Jahre alt wird und eigentlich Tourismus studiert hatte, begann ihre Karriere bei einem Model-Contest, den sie zwar nicht gewann, dafür aber nachhaltig für Aufsehen sorgte. Es sprang bei dem Wettbewerb zwar nicht der erhoffte Computer heraus, dafür aber eine Model-Karriere.

    Es folgten Cover der chinesischen Ausgaben der «Vogue» und «Harper's Bazaar». Ihren internationalen Durchbruch schaffte die Chinesin schließlich 2008 in Paris, als sie für Chanel und Jean Paul Gaultier über den Catwalk schwebte.

    Liu Wen hat in Folge für viele asiatische Models den Weg geebnet. Allein bei der «Victoria's Secret»-Show im letzten Jahr in Paris waren neben Wen auch die drei chinesischen Models Xi Mengyao, Sui He und Ju Xiaowen mit dabei.

    Wens Erfolg lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: Auf der aktuellen «Forbes»-Liste der bestbezahlten Models rangiert die Chinesin mit einem Jahreseinkommen von sieben Millionen Dollar auf Platz acht. Ihre Verträge mit Estée Lauder und der Lingerie-Marke La Perla seinen die Basis ihrer Einkünfte, vermerkte das Wirtschaftsmagazin.

    Sich selbst hält Liu Wen, die für ihre Freundlichkeit und Bescheidenheit bekannt ist, eigentlich für gar nicht besonders hübsch. «Ich denke, es ist meine PersönIichkeit die meine Schönheit anders und einzigartig macht», sagte sie dem «New Yorker Magazine».

    Ihre Persönlichkeit unterstreicht Liu Wen sicherlich auch mit den Bildern, die sie beispielsweise auf Instagram postet und die eine unglaubliche Ruhe, Klarheit und Schönheit ausstrahlen. Man ist versucht von Zen zu sprechen. Man sieht Liu Wen am Strand, auf der Parkbank, unter Bäumen, über den Wolken und auch mal beim Rodeln. Dazwischen immer wieder Landschaftsaufnahmen.

    Inzwischen lebt Liu Wen in New York. Am meisten vermisst sie dort ihre Eltern, die Büroangestellte in Yongzhou sind - und die chinesische Küche. «Ich esse gern scharf. Zum Glück habe ich in der Mott Street in Chinatown ein Restaurant gefunden, in dem anständig gewürzt wird», sagte sie einmal der «Gala».

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