Dienste

 

 

  • 25. Februar 2015 16:06

    Die Promi-Geburtstage vom 26. Februar 2015: Hannes Jaenicke

    Hannes Jaenicke setzt seine ZDF-Reihe über vom Aussterben bedrohte Tierarten fort. Er bereite gerade seine nächste Reise nach Afrika vor, sagte seine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Diesmal ist der Schauspieler und Dokumentarfilmer, der heute 55 wird, «Im Einsatz für Löwen».
    Hannes Jaenicke wird 55. Foto: Uwe Zucchi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Hannes Jaenicke wird 55. Foto: Uwe Zucchi
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    1 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Seit vielen Jahren schon nutzt Jaenicke regelmäßig seine Prominenz, um für den Umwelt- und Naturschutz zu werben. Nicht zuletzt hat er 2010 auch ein Buch zum Thema verfasst: «Wut allein reicht nicht: Wie wir die Erde vor uns schützen können». 2013 schickte er einen «Konsumenten-Navi» mit dem Titel «Die große Volksverarsche» hinterher - wieder ein Bestseller. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» titulierte ihn als «Indiana Jones der Mülltrenner».

    Mit Mitte 20 begann seine Karriere beim Film, als er an der Seite von Götz George im Fahrstuhl-Thriller «Abwärts» (1984) sein Kinodebüt gab. Das war der Durchbruch. Ausgebildet am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien, übernahm Jaenicke bis 1989 parallel auch Hauptrollen an verschiedenen Bühnen im deutschsprachigen Raum. Dazu gehören das Burgtheater (Wien) oder die Freie Volksbühne Berlin zu Peter Zadeks Zeit. Zu den Regisseuren, die sein Talent erkannten, gehörten zudem Margarethe von Trotta, die ihn in ihrer Filmbiografie über Rosa Luxemburg als deren Liebhaber Kostja Zetkin (1985) besetzte, sowie Dominik Graf, der ihm im TV-Krimi «Die Beute» (1988) eine Rolle als mutmaßlicher Killer gab.

    Selbst Hollywood rief. Der gebürtige Frankfurter, der als Sohn einer Schauspielerin und eines Chemikers die ersten Jahre seiner Kindheit in den USA verbracht hatte, war nicht nur in der US-Fernsehserie «The Highlander» (1999-2000) zu sehen, sondern auch neben Daniel Baldwin im Actionfilm «Active Stealth» (1999) sowie neben Tia Carrere in der Liebeskomödie «Prince Charming» (2002).

    Seine Filmografie ist lang. Jaenicke gehört längst zu den gefragtesten Gesichtern auch im deutschen Fernsehen: Komödien, Action-Abenteuer, diverse Auftritte im «Tatort», die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Serie «Sardsch», in der er die Titelrolle eines Staatsanwalts verkörpert, oder die beim Publikum beliebte «Allein unter...»-Reihe. Darin gibt er den zackigen Afrika-Veteranen Harald Westphal. Den fünften und bisher letzten Teil strahlte Sat.1 im Dezember 2014 aus («Allein unter Ärzten»).

    In der hochkarätig besetzten Sat.1-Satire um einen Fußballmanager, der wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis kommt, wird Jaenicke als bayerische Kicker-Lichtgestalt namens Franz Konig vor der Kamera stehen. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Drehstart von «Udo Honig - Kein schlechter Mensch» war vor zwei Tagen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BRENDLER, Julia deutsche Schauspielerin 40 26.02.1975 Schwedt DDR
    SCHWARZ, Jaecki deutscher Schauspieler 69 26.02.1946 Berlin Deutschland
    RYDER, Mitch amerikanischer Blues- und Rockmusiker 70 26.02.1945 Hamtramck USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 23. Februar 2015 14:19

    Die Promi-Geburtstage vom 24. Februar 2015: Alain Prost

    Er lieferte sich mit Ayrton Senna DAS Duell der Formel-1-Geschichte. Er wurde viermal Weltmeister, gewann rechnerisch jedes vierte Rennen.
    Alain Prost wird 60. Foto: Jens Buettner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Alain Prost wird 60. Foto: Jens Buettner
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    2 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Mehr Titel als Alain Prost sammelten in 65 Jahren der Motorsport-Königsklasse bisher nur die Ikonen Michael Schumacher und Juan Manuel Fangio. An diesem Dienstag feiert der Franzose Prost seinen 60. Geburtstag - und er ist noch so umtriebig wie früher.

    Prost ist Mitgründer eines Teams in der Formel E, in dem einer seiner beiden Söhne fährt. Er reiste in der vergangenen Saison als Markenbotschafter für Formel-1-Hersteller Renault um die Welt. Prost ist leidenschaftlicher Golfer und hält sich sichtlich fit, gern auch auf dem Rad querfeldein. Hindernisse stellten auch in Prosts Rennfahrerkarriere lange einen besonderen Anreiz dar.

    «Er hat einen Platz als einer der größten Fahrer in der Formel-1-Geschichte sicher», heißt in der Rubrik «Hall of Fame» auf der Homepage der Formel 1. Auch wenn die Konflikte und Kontroversen seiner Karriere etwas von seinen beachtlichen Errungenschaften schmälern würden. «Er hat vier Titel gewonnen, aber auch vier Teams verbittert verlassen.»

    So wie McLaren, einst seine Rennsport-Familie, nach einem völlig eskalierten Teamduell mit dem charismatischen Senna. Dem Liebling der Massen aus Brasilien, der längst nicht so lieb auf der Strecke war, auf der einen Seite und dem Sohn eines Möbelmachers aus Saint-Chamond an der Loire auf der anderen Seite. Sechs Jahre fuhr Prost insgesamt für den britischen Traditionsrennstall. 30 seiner 51 Siege feierte er in einem Wagen aus Woking. Er wurde 1985 in einem McLaren der erste französische Formel-1-Weltmeister.

    Und doch endete diese Beziehung in Trümmern, als die WM 1989 mit einem Unfall in Suzuka zwischen Prost und Senna entschieden wurde. Senna setzte zum Überholen an, Prost machte zu, die beiden McLaren kollidierten. Senna wurde am Grünen Tisch disqualifiziert. Prost war der Titel nicht mehr zu nehmen. Es war der dritte nach 1985 und 1986.

    Ein Jahr später crashte es wieder in Suzuka zwischen den beiden, Prost fuhr da schon für Ferrari. «Was er gemacht hat, war widerlich. Er ist ein Mann ohne Werte», ereiferte sich Prost damals Richtung Senna. Fast unglaublich, aber wahr: Prost selbst hatte sich vorher für Senna als neuen Teamkollegen ab der Saison 1988 ausgesprochen. «Wenn ihr ein starkes Team haben wollt, nehmt einen jungen, nehmt einen mit Zukunft. Nehmt Ayrton», erzählte Prost einmal rückblickend in einem Interview des Senders Skysports. «1989 wurde dann zu einem absoluten Desaster», räumte Prost rückblickend ein.

    1993 wurde Prost vor Senna zum vierten Mal Weltmeister. Nach seinem Rausschmiss bei Ferrari und einem Jahr Pause hatte der Franzose bei Williams angeheuert. Dass Senna ab 1994 auch für Williams und nicht mehr für McLaren fahren sollte, war zuviel für Prost. Er trat zurück. «Ich habe keine Lust mehr, mich öffentlich verletzen zu lassen», sagte Prost, der den Spitznamen Professor wegen seiner durchdachten Herangehensweise ans Rennfahren bekommen hatte.

    «Der Sport hat mir viel gegeben, aber ich habe entschieden, dass das Spiel es nicht mehr wert ist.» Prost, der 1971 in einem Kart seine Rennsport-Karriere gestartet hatte, war fertig. Und das nach einer Laufbahn, die erfüllte, was die französische Sportzeitung «L'Équipe» dem 1,60 Meter großen Franzosen prophezeit hatte: «Kein Zweifel, der kleine Prost wird ein Großer.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    FELL, Mareike deutsche Schauspielerin 40 24.02.1975 Detmold Deutschland
    MCCURRY, Steve amerikanischer Fotograf 65 24.02.1950 Philadelphia USA
    NEUMEIER, John amerikanischer Choreograph 73 24.02.1942 Milwaukee USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 20. Februar 2015 10:29

    Die Promi-Geburtstage vom 23. Februar 2015: Dakota Fanning

    Dakota Fanning war gerade mal acht Jahre alt, da hatte sie schon eine Nominierung für einen Screen Actors Guild Award in der Tasche.
    Dakota Fanning wird 21. Foto: Ettore Ferrari © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Dakota Fanning wird 21. Foto: Ettore Ferrari
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    3 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Mit dem Drama «I Am Sam» (2001) gelang der Jungschauspielerin das große Kunststück, sich neben großen Stars wie Sean Penn und Michelle Pfeiffer zu behaupten. Heute wird Dakota Fanning 21 Jahre.

    Ihre großen Vorbilder sind Meryl Streep und Hilary Swank, «aber nicht, weil sie großartige Schauspielerinnen sind, sondern wunderbare Menschen», meint Dakota.

    Ganz offensichtlich steht Dakota Fanning, die ältere Schwester von Elle Fanning («Super 8») mit beiden Beinen fest auf der Erde. Exzesse, Abstürze, Drogen - die nicht selten eine Teenager-Karriere abrupt beendeten - all dem ist die Schauspielerin erfolgreich entgangen. Ihr gelang scheinbar problemlos der Sprung ins Erwachsenenfach, das Image vom lieben Mädchen («Krieg der Welten») hat sie längst abgelegt, wie ihre neuesten Filme zeigen.

    Der Öko-Thriller «Night Moves» (2014), in dem Dakota neben Jesse Eisenberg und Peter Sarsgaard zu sehen ist, geht der spannenden Frage nach: Was passiert, wenn aus engagierten Umweltschutzaktivisten plötzlich Terroristen werden?!

    In dem Drama «American Pastoral» (mit Jennifer Connelly und Ewan McGregor) spielt sie eine rebellische junge Frau, die sich der Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg anschließt. Der Film soll 2016 in die Kinos kommen.

    «Schweinchen Wilbur und seine Freunde» (2006) und auch die «Twilight»-Saga sind doch schon in weite Ferne gerückt. Ein Wendepunkt in ihrer Karriere war sich das Biopic «The Runaways», in dem sie keinen unbedarften Teenager mehr spielt, sondern eine Rockerbraut. Der Film erzählt die Geschichte der 70er-Jahre-Frauen-Punkband The Runaways, und an ihrer Seite spielte niemand Geringeres als ihre «Twilight»-Kollegin und gute Freundin Kristen Stewart.

    Neben der praktischen Seite interessiert sich Dakota Fanning auch für die Theorie des Films. Seit einiger Zeit studiert sie an der New York University und kümmert sich um Themen wie das Bild der Frau im Film.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BÖHMERMANN, Jan deutscher Radio- und Fernsehmoderator 34 23.02.1981 Bremen Deutschland
    DAVIS, Kristin amerikanische Schauspielerin 50 23.02.1965 Boulder USA
    FONDA, Peter amerikanischer Filmemacher 75 23.02.1940 New York USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Februar 2015 12:34

    Die Promi-Geburtstage vom 25. Februar 2015: Neil Jordan

    Neil Jordan findet, er habe keinen Beruf. «Ich schreibe doch nur und mache Filme», sagt er der Deutschen Presse-Agentur, «da verbringt man so viele Wochen und Monate mit Warten.»
    Der irische Filmemacher Neil Jordan wird 65. Foto: Susanna Saez © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der irische Filmemacher Neil Jordan wird 65. Foto: Susanna Saez
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    4 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Immerhin hat der Ire inzwischen bei 20 Filmen Regie geführt und für viele davon auch die Drehbücher verfasst. Er drehte den Thriller «The Crying Game», für dessen Skript er einen Oscar gewann, «Interview mit einem Vampir» mit Brad Pitt und Tom Cruise in den Hauptrollen und die Papst-Historienserie «Die Borgias». Dazu kommen bislang sechs Bücher. An diesem Mittwoch (25.2.) wird er 65 Jahre alt. Und er hat viel vor.

    Ein neuer Roman ist in Arbeit und soll 2016 erscheinen. «Und ich denke darüber nach, einen Film in Irland zu drehen», erzählt Jordan. Auch eine weitere Serie reize ihn, «wenn ich wieder so interessanten Stoff finde.» Hauptsächlich will er sich aber aufs Bücherschreiben konzentrieren. Denn dabei redet ihm keiner rein. «Bei Filmen wollen viele Leute das Produkt beeinflussen. Wenn ich ein Buch schreibe, dann ist das meines. Dann bin ich mein eigener König», sagt er. Allerdings sei er im Ausland und in seiner irischen Heimat viel bekannter als Filmemacher. «Es ist wie ein Fluch. Eigentlich bin ich doch Autor.»

    Es sei inzwischen auch schwierig, Filme mit mittelgroßem Budget zu drehen, die ihn bekanntgemacht haben. «Man muss heute wählen, entweder Low-Budget-Produktionen oder Hollywood-Blockbuster.» Als so einer könnte «Interview mit einem Vampir» zwar durchaus gelten, im Rückblick nennt Jordan aber zwei andere Filme als seine besten: die Graham-Greene-Verfilmung «Das Ende einer Affäre» von 1999 und «The Butcher Boy - Der Schlächterbursche», für den Jordan bei der Berlinale 1998 einen Silbernen Bären gewann. «Sie sind gut, gut gemacht. Ich musste beide Male komplizierte Romane anpassen.»

    Vor komplizierten oder kontroversen Stoffen schreckte der 1950 im irischen Sligo geborene Schreiber und Regisseur nie zurück. Debatten löste vor allem «Michael Collins» über den irischen Freiheitskämpfer aus, aber auch schon sein Regiedebüt «Angel», dessen Handlung in den Nordirlandkonflikt eingebettet ist. In seinen Büchern, die bereits diverse Preise gewonnen haben, ist die politische Geschichte (Nord-)Irlands ebenfalls immer wieder Thema.

    In der Öffentlichkeit wirkt Jordan dagegen bisweilen nicht so souverän: «Wenn man seine nervöse Körpersprache sieht, glaubt man kaum, dass er eine lange und erfolgreiche Karriere erlebt hat», schreibt etwa der irische «Independent». Schauspieler Ralph Fiennes, der in «Das Ende einer Affäre» mitgespielt hat, lobt dagegen Jordans Haltung am Set: «Er will nie etwas durchdrücken», sagte der 52-Jährige («Grand Budapest Hotel») dem «Guardian». «Ich finde einfach, dass er sehr kooperativ, sehr offen ist.»

    Jordan ist in zweiter Ehe verheiratet und lebt in Dublin. Bei allem Erfolg gibt es einen Karrierewunsch, der ihm bisher versagt geblieben ist: Selbst vor der Kamera zu stehen. «Ich wurde nie gefragt», räumt er ein, nur in einem unbekannten irischen Independentfilm habe er einmal mitgespielt. Er würde aber gern gefragt - «zum Beispiel von Roman Polanski.» 

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    SARNAU, Anneke Kim Schauspielerin 40 25.02.1975 Elmshorn Deutschland
    GROSS-STRIFFLER, Kathrin Schriftstellerin 60 25.02.1955 Würzburg Deutschland
    KROETZ, Franz Xaver Dramatiker, Schauspieler und Regisseur 69 25.02.1946 München Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 16. Februar 2015 14:27

    Die Promi-Geburtstage vom 17. Februar 2015: Ruth Rendell

    Der etwas brummelige Scotland-Yard-Ermittler Reginald Wexford machte sie berühmt: Ruth Rendell liefert Fans britischer Krimis seit gut 50 Jahren reichlich Lese- und Diskussionsstoff.
    Die britische Krimiautorin Ruth Rendell wird 85. Foto: Jerry Bauer/Randomhouse © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die britische Krimiautorin Ruth Rendell wird 85. Foto: Jerry Bauer/Randomhouse
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    5 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Mehr als 60 Romane hat die Bestseller-Autorin, die unter dem Pseudonym Barbara Vine auch Psychothriller schreibt, inzwischen veröffentlicht. An diesem Dienstag ist ihr 85. Geburtstag.

    Bis vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, als denke die alte Dame an Ruhestand. Erst 2014 erschien ein neuer Rendell-Krimi, einen weiteren will der Hutchinson-Verlag im Herbst herausbringen. Dann die schockierende Nachricht für ihre Fans Mitte Januar: Nach einem Schlaganfall sei ihr Zustand «kritisch».

    Ihren Geburtstag muss sie im Krankenhaus verbringen. «Es scheint aber aufwärts zu gehen», sagte ihr Agent Charles Walker am Montag der Deutschen Presse-Agentur in London.

    Wer einen Krimi von Rendell liest, bekommt stets mehr serviert als ein Verbrechen und seine Aufklärung. Die Lehrerstochter konzentriert sich eher auf die Mordumstände und die seelischen Abgründe ihrer Figuren, die meistens tief sind. Inspiration holt sie sich unablässig in ihrer Umgebung: «Es ist ihr Beruf zu beobachten, und ihre Gewohnheit nicht auszuruhen», hieß es über Rendell einmal im «Telegraph».

    Diese Einstellung lohnt sich: Ihre Geschichten wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt, viele gewannen Auszeichnungen oder wurden verfilmt, zum Beispiel «Live Flesh - Mit Haut und Haar» unter der Regie des Spaniers Pedro Almodóvar.

    Ruth Barbara Grasemann, so Rendells Mädchenname, kam am 17. Februar 1930 als einziges Kind eines Lehrerpaares zur Welt und wuchs in London auf. Bereits in der Schule begeisterte sie sich fürs Schreiben. Nach dem Abschluss arbeitete sie für verschiedene Zeitungen und heiratete 1950 einen Kollegen, mit dem sie einen Sohn bekam.

    Die Karriere als Journalistin musste Rendell früh wieder aufgeben, nachdem sie über das Jahresabschluss-Essen eines Tennisvereins geschrieben hatte, aber nicht anwesend war - und deswegen verpasst hatte, dass der Redner während der Veranstaltung gestorben war.

    Am Schreiben hielt sie trotzdem fest: «Alles Liebe vom Tod» («From Doon with Death») hieß der erste Wexford-Krimi, den Rendell eigentlich eher zum Spaß verfasst hatte. Über einige Jahre hatte sie erfolglos Verlagen ihre Arbeiten angeboten, der schweigsame und zum Sarkasmus neigende Ermittler Wexford brachte schließlich den Durchbruch. Der Roman erschien 1964 und war gleich ein großer Erfolg.

    In England wurde der glücklich verheiratete Familienvater bald so bekannt wie Sherlock Holmes und Miss Marple. Als sie gemerkt habe, dass sie eine ganze Weile mit diesem fiktiven Mann leben müsse, habe sie ihn ein bisschen netter gemacht, schrieb Rendell zu Wexfords 50. «Geburtstag» im vergangenen Jahr. «Ich wollte, dass er gebildeter ist, liberaler, freundlicher, sensibler.»

    Auf Deutsch erschien als letzter Wexford-Krimi «Was die Schatten verbergen» (2009). In Rendells jüngstem Buch «The Girl Next Door» ermittelt ein anderer Kommissar. Sie widmet sich darin ausführlich dem Thema Altern. Eine deutsche Übersetzung gibt es noch nicht.

    Seit 1999 ist die Schriftstellerin, die der «Guardian» als «kühl, distanziert und erschreckend intelligent» beschreibt, verwitwet. Sie lebt in London und hat seit 1997 einen Platz im britischen Oberhaus, wo sie für die Labour-Partei sitzt. Seit ihrer Erhebung in den Adelsstand heißt sie offiziell Baroness Rendell of Babergh.

    © dpa-infocom GmbH
  • 15. Februar 2015 09:35

    Die Promi-Geburtstage vom 21. Februar 2015: Håkan Nesser

    Die meisten Schweden gehen mit 65 Jahren in den Ruhestand. Dieser Zeitpunkt wäre auch für den Lehrer Håkan Nesser bald gekommen. Hätte er sich nicht mit 48 Jahren entschieden, das Unterrichten dranzugeben und stattdessen Bücher zu schreiben.
    Krimi-Ruhm statt Klassenzimmer: Håkan Nesser wird 65. Foto: Arno Burgi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Krimi-Ruhm statt Klassenzimmer: Håkan Nesser wird 65. Foto: Arno Burgi
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    6 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Die düsteren Verbrechen im erdachten Universum des Inspektors Van Veeteren machten Nesser weltberühmt und Millionen Leser süchtig nach Schweden-Krimis. Mehr als zwei Dutzend Romane hat der preisgekrönte Autor seitdem geschrieben. Kaum hat er eins beendet, sitzt er schon am nächsten. Daran ändert sich auch nichts, wenn Nesser an diesem Samstag (21. Februar) das Rentenalter erreicht.

    «Für viele Leute ist das ein Grund zu feiern», sagt er. «Ich sehe keine Veränderung. Ich schreibe einfach weiter.» Bücher seien für ihn wie eine Sucht. «Ich lese ein Buch, ich schreibe ein Buch, das ist meine Droge.»

    Zu Hause auf der Insel Gotland sitzt Nesser in den Tagen vor seinem 65. Geburtstag auf dem Sofa und sieht die Änderungen an seinem neuen Roman durch. Er spielt in Berlin, und der Schriftsteller hat mehrere Monate in der Hauptstadt verbracht, um für die Geschichte zu recherchieren. Sie ist Teil einer Trilogie, deren Handlung jeweils in einer anderen Metropole der Welt vor sich geht.

    «Die Idee, die meine Frau und ich hatten, war: Lass uns ein paar Jahre in New York und ein paar Jahre in London und ein paar Jahre in Berlin wohnen.» Aus London hat Nesser einen leichten britischen Akzent mitgebracht, aber danach hatte er keine Lust mehr, in noch ein anderes Land zu ziehen.

    Auf Schwedens größter Ostseeinsel lebt der Krimi-Autor mit seiner zweiten Frau Elke und zwei Island-Pferden inmitten idyllischer Natur. Bis vor kurzem gehörte auch ein Hund, der Rhodesian Ridgeback Norton, zur Familie, Nessers ständiger Begleiter. «Wir mussten ihn vor drei Monaten einschläfern», sagt der Schwede. «Er war eine wundervolle Kreatur, und wir trauern immer noch ein bisschen um ihn.»

    Die Pferde hat seine Frau im vergangenen Jahr von einem Island-Besuch mitgebracht. Auch an seinem Geburtstag verreisen die beiden - wohin, sei aber eine Überraschung, meint Nesser. «Ich überlasse das ihr.»

    Die Freiheit, sich seine Zeit einteilen zu können, liebt Nesser an seinem Beruf. «Ich kann meine Bücher überall schreiben und habe Freizeit», sagt er der Deutschen Presse-Agentur. «Als Lehrer muss man immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, man lebt mit der Uhr.» Allerdings ist da noch das Einsame am Schriftsteller-Dasein. Früher müsse das schlimmer gewesen sein. Heute reist jemand wie Nesser viel - zu Lesungen, Interviews.

    «Man ist in den Zeitungen und steht für einige Tage oder Wochen im Mittelpunkt», sagt er, «und dann sind da 51 Wochen, in denen man in seinem Zimmer sitzen und schreiben soll.»

    Während er die vielen grausigen Geschichten auf Papier gebannt hat, hat sich der Autor selbst eine schelmische Leichtigkeit bewahrt. Die hat er vielleicht mit seinem späteren Inspektor Gunnar Barbarotti gemein. Jedenfalls steht der Nesser näher als der mürrische Van Veeteren. Der Kommissar, der für zehn Bände im fiktiven Maardam ermittelte, sei für ihn bis zuletzt ein Rätsel geblieben, sagte er einmal dem Schweizer «Tages-Anzeiger». Damit der Ermittler den Fans nicht ganz fehlte, wurden seine Fälle verfilmt und Hörbücher produziert, die unter anderem der Nesser-Freund Dietmar Bär liest.

    Aber auch von Barbarotti, den Nesser seinen Lesern in «Mensch ohne Hund» (2006) vorstellte, verabschiedete sich der Schwede nach fünf Fällen - um sich selbst bei Laune zu halten, meint er: «Man braucht die Abwechslung. Es macht keinen Spaß, dieselben Bücher wieder und wieder zu lesen oder zu schreiben.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PAGE, Ellen kanadische Schauspielerin 28 21.02.1987 Halifax Kanada
    FERRO, Tiziano italienischer Musiker 35 21.02.1980 Latina Italien
    ATKINS, Christopher amerikanischer Schauspieler 54 21.02.1961 Rye USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Februar 2015 10:45

    Die Promi-Geburtstage vom 18. Februar 2015: Dr. Dre

    Ob Fußball-Profi Mario Götze, Popstar Justin Bieber oder Schauspielerin Katie Holmes - sie alle sind schon mit großen und knallbunten Kopfhörern fotografiert worden. Das «b» darauf steht für Beats, der Firma von Dr. Dre.
    Dr. Dre wird 50. Foto: CJ Gunther © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Dr. Dre wird 50. Foto: CJ Gunther
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    7 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    «Ich möchte, dass die Menschen Musik so genießen können wie ich im Studio. Musiker haben Musik seit langer Zeit anders gehört, aber Beats ändert das jetzt», sagte der Rapper jüngst dem britischen «Guardian». Die von ihm entworfenen Kopfhörer geben besonders die Bässe deutlich wieder - und machten den Musiker, der am heutigen Mittwoch (18.2.) 50 Jahre alt wird, zum Multimillionär.

    Etwa 620 Millionen Dollar (etwa 550 Millionen Euro) habe Dr. Dre allein im vergangenen Jahr verdient, schätzt das «Forbes»-Magazin. «Das macht es nicht nur zum besten Jahr seiner Karriere, sondern es ist auch das höchste jährliche Gesamteinkommen, das je ein von "Forbes" untersuchter Entertainer verbuchen konnte», schrieb das Magazin dazu.

    Besonderer Coup im vergangenen Jahr: Der Elektronik-Gigant Apple kaufte die Firma Beats Electronics für 3,2 Milliarden Dollar. So einen Erfolg habe er für seine Kopfhörer nicht erwartet, gestand Dr. Dre dem «Time»-Magazin. «Ich wusste, dass sie den Leuten gefallen würden, aber ich wusste nicht, dass sie so erfolgreich sein würden.»

    Dabei kommt Dr. Dre eigentlich von der anderen Seite - der, wo die Musik gemacht wird, die aus den Kopfhörern kommt. Geboren 1965 als Andre Romell Young in Compton, einem Vorort von Los Angeles, probierte sich Dr. Dre schon während seiner Schulzeit als Rapper und DJ aus.

    Zu dieser Zeit nahm er auch den Künstlernamen Dr. Dre an, eine Mischung aus einem früheren Künstlernamen Dr. J und seinem Vornamen. Mit verschiedenen Rap-Gruppen wie World Class Wreckin' Cru und N.W.A. veröffentlichte er erste Alben und begann als Produzent zu arbeiten.

    Später gründete er auch mehrere Plattenlabel und brachte die erfolgreichen Solo-Alben «The Chronic» (1992) und «2001» (1999) heraus. Außerdem produzierte er unter anderem seine erfolgreichen Kollegen Tupac Shakur, Snoop Doggy Dogg, Eminem, Kendrick Lamar und 50 Cent. 2001 gewann er einen Grammy als Produzent des Jahres. «Ich lebe seit mehr als 25 Jahren den amerikanischen Traum», sagte Dr. Dre dem «Guardian». «Einfach nur das zu machen, was ich mache, kreativ sein und damit Geld zu verdienen, das ist unglaublich.»

    Sein Privatleben versucht der Musiker, der auch immer wieder wegen Schlägereien mit der Polizei in Konflikt geriet, unterdessen so weit wie möglich aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Niemals würde er an einer Reality-Show über sein Leben teilnehmen, sagte er jüngst in einem Interview. «Und ich würde auch jedem anderen davon abraten.» Seit 1996 ist der Rapper mit seiner Frau Nicole verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

    Finanziell läuft es für den Rapper mit seinem Kopfhörer-Business so gut wie nie in seiner Karriere. Auf das neue Solo-Album des Musikers warten Fans allerdings seit zehn Jahren vergeblich. «Detox» soll es heißen und ist immer wieder angekündigt und dann verschoben worden. Inzwischen hat der Rapper es Journalisten sogar untersagt, ihn dazu zu befragen. Lieber spricht er von seinen Kopfhörern, wie jüngst mit dem «Guardian».

    «Das allergrößte Erlebnis für mich ist, wenn junge Leute meine Kopfhörer anhaben. Fast so toll, wie wenn sie meine Musik hören - naja, am besten wäre es, sie würden mit den Kopfhörern mein Album hören.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RINGWALD, Molly amerikanische Schauspielerin 47 18.02.1968 Roseville USA
    SCACCHI, Greta australische Schauspielerin 55 18.02.1960 Mailand Italien
    TRAVOLTA, John amerikanischer Schauspieler 61 18.02.1954 Englewood USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Februar 2015 10:35

    Die Promi-Geburtstage vom 20. Februar 2015: Christoph Eschenbach

    Sein Leben beginnt mit einem Trauma: Die Mutter, eine Klavierpädagogin, stirbt bei seiner Geburt in Breslau, wenig später kommt auch sein Vater, Musikwissenschaftler und Gegner der Nationalsozialisten, in einem Strafbataillon ums Leben.
    Der deutsche Dirigent Christoph Eschenbach feiert seinen 75. Geburtstag. Foto: Henning Bagger/Scanpix © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der deutsche Dirigent Christoph Eschenbach feiert seinen 75. Geburtstag. Foto: Henning Bagger/Scanpix
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    8 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Christoph Eschenbach wächst bei seiner Großmutter auf, doch auch sie stirbt 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee in einem Flüchtlingslager an Typhus. Da war der Kleine fünf Jahre alt.

    «Ich habe einige Monate überhaupt nicht gesprochen, kein Wort. Weil diese Erfahrung dermaßen traumatisch war», sagt er rückblickend. Die Musik half ihm zurück ins Leben und ist seitdem seine Berufung und Lebenselixier. Am 20. Februar wird der Dirigent 75 Jahre alt.

    Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, einer Cousine seiner Mutter, empfindet der Junge als Rettung. Die Sängerin und Pianistin fragt ihn, ob er Klavier spielen wolle - und nach langem Schweigen soll er sein erstes Wort gesagt haben: «Ja.»

    Bei ihr lernt er Klavierspielen, gewinnt schon als Zehnjähriger beim Steinway-Wettbewerb für junge Pianisten den 1. Preis, wird Schüler bei der renommierten Klavierlehrerin Eliza Hansen in Hamburg. Eine beispiellose Karriere folgt: erst als Pianist, dann als Dirigent.

    Als Krönung seiner künstlerischen Laufbahn erhält Christoph Eschenbach - nach dem Grammy im vergangenen Jahr - im Mai in München den mit 250 000 Euro dotierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis, den sogenannten Nobelpreis der Musik.

    Mit 25 Jahren gewinnt Eschenbach den Clara-Haskil-Wettbewerb in Luzern - Grundstein für seine internationale Solisten-Karriere, die ihn in die ganze Welt führt. Er wird zu einem der gefragtesten Pianisten seiner Generation und spielt unter anderem regelmäßig in Salzburg, wo er mit Herbert von Karajan zusammenarbeitet.

    Seine Liebe gilt Mozart, Beethoven, Chopin, Bartók und den deutschen Romantikern, aber er begeistert sich auch für zeitgenössische Komponisten wie den 2012 gestorbenen Hans Werner Henze. Mit seinem Studienkollegen Justus Frantz spielt er Klaviermusik zu vier Händen oder zwei Flügeln, legendär ihr gemeinsamer Auftritt mit Alt-Kanzler Helmut Schmidt (SPD).

    Doch Eschenbach will mehr, ihm fehlen die anderen Instrumente. «Als Pianist bin ich durch die Siege bei einigen Wettbewerben förmlich in eine internationale Karriere katapultiert worden. Doch die Erfüllung ist das Dirigieren», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

    Dirigenten wie Karajan und George Szell fördern ihn. Seine zweite Karriere als Dirigent startete er 1972 als Ludwigshafener Generalmusikdirektor, ehe er 1982 das Tonhallen-Orchester Zürich übernahm. Über Amerika steigt er in die Spitzenriege der internationalen Pultstars auf: Mit ihm als innovationsfreudigem Chefdirigenten des Houston Symphony Orchestra (1988-1999) blüht die texanische Öl-Stadt zu einer vielbeachteten Musikmetropole auf.

    Wie schon in Houston, verfolgte er auch in Hamburg als Leiter des NDR-Sinfonieorchesters (1998-2004) eine Politik des entschiedenen Engagements für die Moderne und die Musik der Zeitgenossen, die er in seinen Konzerten programmatisch Werken von Mozart, Beethoven, Schumann oder Schubert gegenüberstellt.

    Mit seinem kahl rasierten Kopf und dem hochgeschlossenen schwarzen Hemd mit Stehbund wirkt Eschenbach auf manchen fast wie ein Mönch, laute Töne hören die Musiker von ihm selten. «Man muss eine natürliche Autorität haben, um dem Orchester seine Vision zu vermitteln und sie dann auch durchzusetzen», sagte er einmal.

    Seit der Saison 2010/11 leitet Eschenbach - nach Philadelphia und Paris - das National Symphony Orchestra in Washington, dem er stets ein ausverkauftes Haus beschert.

    Als Leiter der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Musikfestivals kehrt der Dirigent regelmäßig in seine alte Heimat zurück, um Musikstudenten aus aller Welt zu unterrichten. Die Förderung junger Talente liegt ihm sehr am Herzen - die Pianisten Tzimon Barto und Lang Lang, die Geigerin Julia Fischer sowie die Sängerin Renée Fleming gehören zu seinen Protegés.

    Ans Aufhören denkt der Vielbeschäftigte noch lange nicht: «Ich möchte noch dirigieren, wenn ich 100 bin, weil ich im 99. Lebensjahr vielleicht noch mehr entdecken kann als jetzt.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FRANCK, Julia deutsche Schriftstellerin 45 20.02.1970 Ost-Berlin DDR
    CRAWFORD, Cindy amerikanisches Model 49 20.02.1966 Sycamore USA
    BECKER, Walter amerikanischer Rockmusiker 65 20.02.1950 New York USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Februar 2015 10:22

    Die Promi-Geburtstage vom 19. Februar 2015: Siri Hustvedt

    Eine Lesung veränderte das Leben von Siri Hustvedt für immer. Bei der Veranstaltung 1981 im New Yorker Kulturzentrum 92Y lernte sie den Schriftsteller Paul Auster kennen.
    Siri Hustvedt wird 60. Foto: Alejandro Garcia © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Siri Hustvedt wird 60. Foto: Alejandro Garcia
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    9 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    «Für mich war er der süßeste Typ überhaupt. Er wurde mir als Dichter vorgestellt und ich dachte: «Meine Güte, ein wunderschöner Dichter»», erzählte Hustvedt später dem britischen «Guardian». «Alles ging sehr schnell. Noch heute ziehe ich Paul damit auf, dass er ein paar Stunden gebraucht hat. Bei mir hat es nur 30 Sekunden gedauert. Ich war sofort verliebt.» Inzwischen ist das Paar seit mehr als 30 Jahren verheiratet und hat eine gemeinsame Tochter.

    Als sie Auster kennenlernte, war Hustvedt noch Studentin, inzwischen ist sie selbst erfolgreiche Schriftstellerin. Der Weg aus dem Schatten ihres weltweit bekannten Ehemanns war kein leichter, gibt Hustvedt offen zu. «Anfangs fühlte es sich an, als ob die Menschen geradezu über mich drüber trampelten, um zu dem großartigen Mann zu kommen. Ich hatte Fußspuren überall auf meinem Körper.»

    Aber die große, schlanke Frau mit den blonden Haaren hatte genügend Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein. Mit immer neuen Buch-Erfolgen wie «Was ich liebte» oder «Der Sommer ohne Männer» schrieb sie sich in die Bestsellerlisten und wird zu ihrem 60. Geburtstag am 19. Februar längst als eigenständige Schriftstellerin wahrgenommen. Ihr jüngstes Buch «The Blazing World» ist gerade für den Man Booker Preis nominiert worden und sie plant schon wieder ein neues, wie sie den Veranstaltern der Auszeichnung erzählte. «Es wächst ziemlich schnell in mir. Es geht um einen Protagonisten, der sich nicht mehr an einen bestimmten Zeitraum erinnern kann und versucht, die Erinnerung wiederzufinden.»

    Das Schriftsteller-Paar Auster/Hustvedt wohnt in einem gründlich renovierten und gemütlich eingerichteten Stadthaus im schicken Stadtteil Park Slope in Brooklyn. Die gemeinsame Tochter Sophie arbeitet als Sängerin und Schauspielerin. «Als wir dieses Haus gekauft haben, hat Paul mich angesehen und gesagt: "Nicht schlecht für ein Dichter-Paar», erinnert sich Hustvedt.

    Ihr berühmter Ehemann ist bis heute ihr größter Fan - und immer ihr erster Leser. «Das Großartigste für mich ist zu beobachten, wie sie sich als Schriftstellerin entwickelt», sagte Auster jüngst der Deutschen Presse-Agentur. «Sie war schon immer gut, aber sie wird einfach immer besser und besser. Nicht nur ihre Romane, sondern auch ihre Essays. Sie ist wirklich gut im Rennen und es ist ganz schön aufregend, da Schritt zu halten. Sie ist die Intellektuelle in der Familie und ich genieße es einfach, ihr Leser zu sein. Es ist eine wahre Freude, mit so einem Genie zusammenzuleben.»

    Geboren wurde Hustvedt 1955 im nördlichen US-Bundesstaat Minnesota als Tochter norwegischer Einwanderer. «Es war eine sehr ländliche Einwanderergemeinschaft. Wir sind im Winter Snowboard gefahren und die alten Leute haben alle Norwegisch gesprochen», erzählte Hustvedt dem «Guardian». «Mein Vater hat bis zum Ende seines Lebens mit einem norwegischen Akzent gesprochen. Wir sind jeden Tag mit dem Schulbus gefahren. Es war das dörfliche Amerika und ich hatte immer Fantasien, es zu verlassen.»

    Nach dem Studium geht Hustvedt, die bis heute perfekt Norwegisch spricht, für ihre Doktorarbeit dann wirklich nach New York. «Das war riesig für mich. Furchtbar aufregend. Ich war vorher nur einmal in New York und kannte niemanden.» Aber Hustvedt weiß schon, dass sie Schriftstellerin werden will - seit sie mit 13 einen Sommer in Island verbrachte und dort nächtelang las. «Ich habe aus dem Fenster geschaut und gedacht: Wenn es das ist, was Bücher bewirken können, dann will ich das auch machen.»

    Zunächst veröffentlicht Hustvedt Gedichte, dann immer mehr Romane und zunehmend auch Essays über Kunst und Philosophie. In «Die zitternde Frau» untersucht sie 2010 ihre eigene Nervenkrankheit und taucht dafür tief in Psychologie und Neurologie ein. Das Buch wird weltweit zum Bestseller. Hustvedt reist um die Welt, hält Vorträge und Lesungen. Ihr Terminkalender sei extrem voll, aber trotzdem habe sie hin und wieder auch mal Zeit zum Verschwenden, erzählte sie dem «Guardian». «Wenn ich dann gerade in Manhattan bin, dann laufe ich einfach zu meinem Ziel, auch wenn es mit der U-Bahn schneller wäre. Ich liebe es einfach, durch die Straßen von New York zu laufen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DITTO, Beth amerikanische Sängerin 34 19.02.1981 Searcy USA
    ANDREW, Prinz Sohn von Königin Elizabeth II. 55 19.02.1960 London Großbritannien
    ROBINSON, Smokey amerikanischer Soulsänger 75 19.02.1940 Detroit USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 11. Februar 2015 16:24

    Die Promi-Geburtstage vom 16. Februar 2015: Jimmy Jax Pinchak

    Er tanzt nicht gern, ist von Clint Eastwoods Frankie-Valli-Film «Jersey Boys» begeistert, hält nichts von der Dj-Kultur, macht sich Gedanken über die Benzinpreise, mag Paul McCartney sehr und Katy Perry weniger.
    Jimmy Jax Pinchak wird 19. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Jimmy Jax Pinchak wird 19. Foto: Paul Buck
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    10 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Dank Twitter erfährt man eine ganze Menge über den Schauspieler Jimmy Jax Pinchak, der heute 19 Jahre alt wird. Zuletzt hat er sich auf der Leinwand und im TV allerdings rar gemacht - das mag auch daran liegen, dass Pinchak momentan an der Cornell University in Ithaca, New York «Industrial and Labor Relations» (industrielle Arbeitsbeziehungen) studiert.

    Schauspieler und Student - das ist noch nicht der ganze Pinchak. Der 19-Jährige gehört zu einer Handvoll von Hollywood-Schauspielern, die eine Karriere zwischen Kino und Musik verfolgen. Ryan Gosling macht mit Dead Man's Bones düsteren Indie-Rock und Michael Pitt («Boardwalk Empire») wandelt mit seiner Band Pagoda auf den Spuren von Nirvana.

    Jimmy Pinchak geht mit seiner Musik noch einen Schritt weiter zurück. BB King, Robert Johnson, Eric Clapton und Bob Dylan gehören zu seinen musikalischen Helden, Rhythm and Blues ist die Passion des Gitarristen. «Make It Better» heißt das erste Album der Jimmy Jax Pinchak Band, die von digitaler Musik nichts hält und sich ganz traditionell gibt.

    Jimmy Jax Pinchak verdiente sich seine ersten Sporen als Kinderstar im US-Fernsehen, bis er in Robert Zemeckis Kinderfilm «Der Polarexpress» (2004) in einer kleinen Rolle an der Seite von Tom Hanks Kinoluft schnuppern durfte. Eine Stufe nach oben ging es mit dem Teenager-Vampirdrama «Let Me In» (2010), in dem Chloë Grace Moretz eine der Hauptrollen spielte.

    Vorläufiger Höhepunkt seiner Schauspielkarriere ist der Science-Fiction-Film «Ender's Game» (2013) - eine Mischung aus «Star Wars» und «Harry Potter» mit Harrison Ford als Helden.

    Die ganz großen Rollen hat Jimmy Jax Pinchak zwar noch nicht ergattern können, aber mit seinen 19 Jahren hat er doch schon einiges vorzuweisen. Und mit Musik, Studium und Schauspielerei sind die Talente des US-Amerikaners noch keineswegs erschöpft. Das Multitalent ist Mitglied des «Magic Castle», wo er Zauberei studiert.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HOLDEN, Amanda britische Schauspielerin 44 16.02.1971 Hampshire Großbritannien
    BARWASSER, Frank-Markus deutscher Kabarettist 55 16.02.1960 Würzburg Deutschland
    ICE-T amerikanischer Rapper und Schauspieler 57 16.02.1958 Newark USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 11. Februar 2015 09:38

    Die Promi-Geburtstage vom 11. Februar 2015: Jennifer Aniston

    Er war knallrot und ließ ganz tief blicken: Mit einem Hosenanzug aus dem Hause Gucci hat Jennifer Aniston Mitte Januar bei den Critics' Choice Awards in Los Angeles für ein Blitzlichtgewitter gesorgt. Der Jackettausschnitt des Hollywood-Stars reichte fast bis zum nackten Nabel.
    Jennifer Aniston ließ bei der Gala der Screen Actors Guild Awards am 25. Januar tief blicken.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
    Jennifer Aniston ließ bei der Gala der Screen Actors Guild Awards am 25. Januar tief blicken.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
    11 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Vier Tage zuvor bei der Verleihung der Golden Globes - und auch dort nominiert mit dem Indie-Drama «Cake» (2014) - hatte sich die US-Schauspielerin, in einem rückenfreien, hoch geschlitzten Kleid in Schwarz präsentiert: Ihre wohlgeformten Beine waren Gesprächsthema des Abends. Und noch einen Hingucker lieferte sie schließlich bei den Screen Actors Guild Awards (SAG) am 25. Januar: Sie zeigte sich wieder betont offenherzig - diesmal im langen Abendkleid mit einem weit ausgeschnittenen Dekolleté.

    Einen Preis konnte Aniston, die heute 46 wird, von keiner der drei Galaveranstaltungen mit nach Hause nehmen, bei der Oscar-Verleihung in elf Tagen ist sie mit nicht einmal nominiert (aber als «Presenter» dabei). Für ihre Verkörperung einer schwer depressiven Frau in «Cake» muss sie sich wohl mit den Trophäen vom «People Magazine» im Dezember 2014 und vom Internationalen Filmfest im kalifornischen Santa Barbara am 30. Januar begnügen.

    Versucht die Blondine, mit ihren jüngst zur Schau getragenen Outfits ihr Image zu ändern - weg vom netten Mädchen von nebenan? Seit der Erfolgsserie «Friends» gilt sie als «American sweetheart», auch wenn sie sich immer wieder um ernsthaftere Rollen bemüht hat. Es sind aber vor allem die unzähligen Komödien, die sie berühmt und sehr reich gemacht haben. Ihre Gagen erreichen laut Filmdatenbank «Imdb» regelmäßig Millionenhöhe.

    Derzeit scheinen neue Engagements für Aniston auszubleiben. Das Internetportal «Imdb.com» hat zumindest für 2015 kein neues Filmprojekt mit ihr angekündigt. Im Sommer wird sie allerdings in der Screwball Comedy «She's Funny That Way» (2014) in deutschen Kinos zu sehen sein.

    Geboren am 11. Februar 1969 in Kalifornien und aufgewachsen in New York City, trat die Tochter des ehemaligen Soap-Opera-Darstellers John Aniston (81, «Zeit der Sehnsucht») nach ihrem Abschluss 1987 an der New York School of the Performing Arts in verschiedenen Off-Broadway-Produktionen auf und wurde für eine Reihe von TV-Serien ­ darunter «Ferris Bueller» und «The Edge» - gecastet. Ihr Part im Dauerbrenner «Friends» (1994-2004) machte sie schließlich weit über die USA hinaus bekannt und brachte ihr nicht zuletzt einen Emmy und einen Golden Globe ein.

    Der Wechsel auf die große Leinwand gelang Aniston offenbar mühelos. In «Alles Routine» (1998) mimte sie eine naive Kellnerin, in «Bruce Allmächtig» (2003) war sie die gutherzige Freundin von Jim Carrey, in «Und dann kam Polly» (2004) gab sie das nette Flower-Power-Girl und in «Marley & Ich» (2008) eine Mutter, die zusammen mit ihrer Familie versucht, einen jungen Hund zu erziehen.

    Doch das Patenkind von «Kojak» Telly Savalas wollte mehr und wechselte 2005 mit «Entgleist» in das Genre des Psychothrillers. Dass sie die Leinwand nicht nur mit Charme und Esprit füllen und ihr Publikum zum Lachen bringen kann, bewies sie unter anderem als unglückliche Supermarktkassiererin an der Seite von Jake Gyllenhaal in «The Good Girl» (2002) und in der Independent-Produktion «Friends with Money» (2006).

    Die romantische Komödie «The Break Up ­ Trennung mit Hindernissen» (2006) drehte sich um genau die Themen, die Aniston kurz zuvor öffentlich ausgetragen hatte ­ Kränkung, Enttäuschung und Verlust. Sie löste erneut einen großen Medienrummel um ihr Privatleben aus. Die Ehe mit ihrem Filmkollegen Brad Pitt hatte nach nur fünf Jahren 2005 mit der Scheidung geendet. Auch die Beziehungen, die sie danach einging, waren nur von kurzer Dauer.

    Inzwischen ist ein neuer Mann in ihr Leben getreten, Justin Theroux (43), mit dem sie seit drei Jahren verlobt ist. An seiner Seite hatte sie 2012 in der Filmkomödie «Wanderlust» gespielt. Ende 2014 schwärmte sie in der US-Show «The Talk», wie glücklich sie mit ihm sei: «Er ist ein wundervoller Schauspieler, ein brillanter Comedy-Autor, ein bewundernswerter Künstler, ein Regisseur und ein wunderschöner Mensch.» Ihm will sie bald das Jawort geben, wie sie vor kurzem dem «Hollywood Reporter» verriet. Ein genaues Datum nannte sie jedoch nicht.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LAUTNER, Taylor amerikanischer Schauspieler 23 11.02.1992 Grand Rapids USA
    ROWLAND, Kelly amerikanische R&B-Sängerin 34 11.02.1981 Atlanta USA
    NELDEL, Alexandra deutsche Schauspielerin 39 11.02.1976 Berlin Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 10. Februar 2015 10:21

    Die Promi-Geburtstage vom 12. Februar 2015: Darren Aronofsky

    Die große Party zu seinem 46. Geburtstag fällt wohl aus, denn Hollywood-Erfolgsregisseur Darren Aronofsky hat als Jury-Vorsitzender der diesjährigen Berlinale ordentlich zu tun - Filme gucken, Filme gucken, Filme gucken.
    Charmant, witzig und entspannt: Darren Aronofsky.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Tim Brakemeier
    Charmant, witzig und entspannt: Darren Aronofsky.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Tim Brakemeier
    12 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Ob eine kleine Feier geplant ist, wurde nicht bekannt, sicher ist aber, dass Berlinale-Chef Dieter Kosslick dem Geburtstagskind ein paar «Amerikaner» (süßes Gebäck) überreichen will, wie er bei der Eröffnungsgala in Berlin versprach.

    Vielen, die ihn persönlich kennen, gilt Aronofsky als idealer Präsident der Berlinale-Jury, die über den Goldenen und die Silbernene Bären entscheidet, die Trophäen des Wettbewerbs. Er liebt publikumswirksames Kino mit Anspruch. Und das ist bekanntlich das Markenzeichen der Berliner Filmfestspiele.

    Die Geschichten, die der 1969 in New York als Sohn eines vom jüdischen Glauben geprägten Lehrerehepaars geborene Regisseur von Hits «Pi», «The Fountain», «The Wrestler» oder «Black Swan» erzählt, sprudeln stets nur so vor Phantasie. Dabei interessiert er sich vor allem, wie er in einem Interview verriet, «für die dunklen Seiten der Seele». Folgerichtig erzählt Aronofsky immer von Menschen mit komplexen Charakteren, Menschen, die oft gegen viele Widerstände ihren Platz in der Gesellschaft suchen.

    Seit längerem engagiert sich Aronofsky für den Umweltschutz. Darauf bezogen meinte er kurz vor Beginn der Berlinale: «Ich denke, dass die Umweltzerstörung zurzeit das wichtigste Problem der Welt darstellt.» Passend dazu plant er als nächstes Projekt, die apokalyptische «MaddAddam»-Trilogie der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood als Serie für das US-amerikanische Fernsehen zu verfilmen.

    Aronofsky, der das Fernsehen nach eigener Aussage als «ein spannendes Neuland für das Geschichtenerzählen» betrachtet, blickt voller Neugier auf aktuelle Entwicklungen des Kinos: «Die Tatsache, dass jetzt jeder mit einem Handy oder einer Videokamera einen Film drehen kann, macht unsere Zeit zu einer sehr spannenden.» Seine Liebe gilt aber nach wie vor dem Geschichtenerzählen im Kino, wie er zuletzt im Vorjahr mit dem aufwändigen Bibel-Epos «Noah» bewies.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HACKETT, Steve britischer Musiker 65 12.02.1950 London Großbritannien
    BRANDUARDI, Angelo italienischer Musiker 65 12.02.1950 Cuggiono Italien
    ADAMS, Maud schwedische Schauspielerin 70 12.02.1945 Luleå Schweden
    © dpa-infocom GmbH
  • 10. Februar 2015 09:47

    Die Promi-Geburtstage vom 15. Februar 2015: Miranda July

    Miranda July, die heute 41 Jahre alt wird, ist ein Multitalent: Sie hat unter anderem Theaterstücke verfasst, macht Filme - als Autorin und Regisseurin -, ist Performance-Künstlerin, Musikerin und Schauspielerin.
    Miranda July wird 41. Foto: Felix Hörhager © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Miranda July wird 41. Foto: Felix Hörhager
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    13 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Und sie hat das Internet als Kunst-Medium für sich entdeckt, obwohl die US-Amerikanerin von sich sagt: «Ich habe kein wirkliches Interesse an Technologie.»

    Ihr geht es um mehr - um Intimität und Öffentlichkeit, um Normalität und Abweichung, um Kommunikation und Interaktion. In ihrem Internet-Kunstprojekt «We Think Alone» (Wir denken allein), das von der Stockholmer Ausstellungshalle «Magasin 3» unterstützt wurde, vermittelte sie Einblicke in die E-Mails von Stars. «Ich habe schon immer versucht, meine Freunde zu überreden, dass sie mir E-Mails weiterleiten, die sie anderen Menschen geschickt haben - ihrer Mutter, ihrem Freund, ihrem Agenten, je alltäglicher, desto besser», sagt July. «Wie sie sich darin verhalten, ist so intim, fast schon obszön - ein Einblick in diese Menschen aus ihrer eigenen Perspektive.»

    Kirsten Dunst etwa träumte einst von einem Hotel, einer Schulabschlussfeier und einer Schlägerei zwischen zwei Jungs - alles wild durcheinander. An einem Mittwoch im Juni 2010 um 4.52 Uhr berichtete die US-Schauspielerin einer gewissen «s» davon per E-Mail. Und Lena Dunham quälte im Schlaf nach einer durchgearbeiteten Nacht ein Alptraum, in dem sie ihre eigene Mutter umbrachte.

    Miranda Julys Arbeiten sind skurril, verspielt und ein wenig verschroben - das hat ihr den Titel «Queen of Whimsy» eingebracht. Ganz sonderbar auch ihr App-Projekt «Somebody», bei dem eine Person einer anderen eine Botschaft übermittelt, die von einer dritten - völlig unbekannten - Person schließlich persönlich überbracht wird. Über den Sinn und Zweck sagte Miranda July im Interview mit «Co.Create: «Was mir Freude macht, sind überraschende, flüchtige Begegnungen mit Fremden - etwa wenn ich einer Frau helfe, die ihre Birnen fallen gelassen hat. Das lockt mich aus mir selbst hervor und gibt mir ein kurzzeitiges Hoch: Menschlichkeit!»

    Bereits in jungen Jahren hat Miranda July ihre künstlerische Fantasie schweifen ließ. «Als ich klein war, habe ich viel Zeit damit verbracht, mir das perfekte Puppenhaus vorzustellen», sagte sie dem «ZEITmagazin». «Es hat mich schlaflose Nächte gekostet, ich habe mir alles genau ausgemalt: wie die einzelnen Räume eingerichtet oder tapeziert wären zum Beispiel.»

    In Portland studierte July Kunst und präsentierte sich anfangs als Video-Artistin, bevor sie 2005 ihren ersten Spielfilm drehte. Auch der US-Kritikerpapst Roger Ebert war nach eigenem Bekunden hingerissen, als er den Film «Ich und du und alle, die wir kennen» beim Sundance-Festival gesehen hatte. Dort wie auch in Cannes und auf mehreren anderen Festivals wurde der poetische, zauberhafte Film mit Auszeichnungen bedacht.

    Miranda July schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle der Christine, einer impulsiven Videokünstlerin, die auf den großen Durchbruch wartet. Sie trifft auf den Schuhverkäufer Richard (John Hawkes), der gerade in einer schwierigen persönlichen Situation ist. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und die Erziehung seiner beiden Söhne überfordert ihn. Menschen in der Krise, Menschen die nach Liebe suchen - das sind immer wiederkehrende Themen bei Miranda July.

    Ihr zweiter Film «The Future» lief unter anderem auf der Berlinale. Die Geschichte handelt von Sophie und Jason, einem Paar um die 30, das nicht so recht weiß, wohin es im Leben gehen soll und viel Zeit am Laptop verbringt. Die beiden teilen sich eine kleine Wohnung in Los Angeles und verdienen ihr Geld mit ungeliebten Jobs. Sophie beginnt eine Affäre in der Vorstadt. Im Tierheim wartet derweil eine Katze auf das Paar. Ein hübscher Einfall: Diese erzählt auch die Geschichte.

    Miranda July, die sich bisher vor allem Meisterin der Kurzgeschichte bewiesen hat, hat jetzt auch ihren ersten Roman vorgelegt. Mit «The First Bad Man», in dem das exzentrische Leben einer jungen Frau gehörig auf den Kopf gestellt wird, war sie bereits eifrig auf Lesereise. Ihr Verlag beschreibt «The First Bad Man» als «so herzzerreißend, so schmutzig, so zärtlich, so komisch».

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    OBERST, Conor amerikanischer Sänger und Songwriter 35 15.02.1980 Omaha USA
    MICHELLE deutsche Schlagersängerin 43 15.02.1972 Villingen-Schwenningen Deutschland
    MYHRE, Wencke norwegische Schlagersängerin und Entertainerin 68 15.02.1947 Oslo Norwegen
    © dpa-infocom GmbH
  • 09. Februar 2015 17:05

    Die Promi-Geburtstage vom 14. Februar 2015: Femme Schmidt

    Ihren 25. Geburtstag feiert Femme Schmidt mit Lionel Richie in Wien, denn heute tritt sie im Vorprogramm des Schmusesängers in der Donaumetropole auf. Er feiert eine Karaoke-Party mit seinen alten Hits, sie bringt ihren «Pop Noir» auf die Bühne.
    Femme Schmidt hat in diesem Jahr ordentlich zu tun. Foto: Felix Hörhager © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Femme Schmidt hat in diesem Jahr ordentlich zu tun. Foto: Felix Hörhager
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    14 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Angst vor großen Namen hat der Shootingstar nicht. Mit Elton John tourte Femme Schmidt bereits durch Australien und ging mit ihm in der Freizeit zum Coldplay-Konzert. Große Hallen wird sie auch im September haben, wenn sie Bryan Ferry bei dessen Deutschland-Tour supportet.

    Etwas kleine Brötchen muss die Sängerin noch bei ihrer eigenen Club-Tour backen, die am 26. Februar in Göttingen startet. Höhepunkt des Jahres aber wird sicherlich das Erscheinen ihres zweiten Album sein, das für den Spätsommer angekündigt ist.

    Schmidt heißt mit vollem Namen Elisa Schmidt und wuchs in Koblenz auf. Sängerin werden wollte sie schon mit zehn. Mit 16 verließ sie das Elternhaus, um ein Musikinternat in London zu besuchen. Dort begann sie, Songs zu schreiben. Mit 17 landete sie in den USA und kehrte nach einem Jahr nach Deutschland zurück - nach München, wo ihre Eltern wohnten. Sie machte Abitur und weiter Musik, zog dann nach Berlin. 2010 unterschrieb sie einen Vertrag bei Warner Music.

    Die Plattenfirma machte Schmidt mit Produzent Guy Chambers bekannt, der schon mit Superstar Robbie Williams erfolgreich zusammen gearbeitet hatte. Dieser war begeistert. «Ich wollte mit einem Künstler arbeiten, der diese Einstellung hatte: 'Ich kümmere mich nicht darum, was andere denken.' Schmidt hat das», sagt er.

    Als die beiden gemeinsam im Studio an Schmidts Debüt-Album «Femme Schmidt» (2012 erschienen) arbeiteten, entstand auch ihr Künstlername. «Elisa war zu süß», erzählte der Produzent. «Vielleicht nicht auf Deutsch, aber auf Englisch. Dann gab es noch die englische Sängerin Eliza Doolittle. Das war ein Problem. Im Musikgeschäft ist Konfusion der größte Feind des Erfolgs.» Die beiden schauten sich Filme von Sängerin Marlene Dietrich an, die «die Dietrich» genannt wurde. Da sagte Chambers: «Die Schmidt».

    Sie macht betörenden «Pop Noir», der an die verruchten 1920er und 30er Jahre erinnert, aber modern aufgepeppt ist. Pop, heißt es auf ihrer Webseite, stehe für rauschhafte Lebenslust, Noir für ihre gehauchte Stimme und das Abgründige, über das sie singt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HIGHMORE, Freddie britischer Schauspieler 23 14.02.1992 London Großbritannien
    PEGG, Simon britischer Komiker, Schauspieler und Drehbuchautor 45 14.02.1970 Gloucester Großbritannien
    PARKER, Alan britischer Filmregisseur 71 14.02.1944 London Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 09. Februar 2015 13:40

    Die Promi-Geburtstage vom 10. Februar 2015: Mark Spitz

    Sie nannten ihn ehrfurchtsvoll «Mark the Shark». Bei den Olympischen Spielen 1972 in München schwamm der Amerikaner Mark Spitz auf einer bis dahin nie gesehenen Erfolgswelle: Er gewann sieben Mal Gold, sieben Mal in Weltrekordzeit.
    Sieben Goldmedaillen auf einen Streich: Mark Spitz wird 65. Foto: Francisco Guasco © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Sieben Goldmedaillen auf einen Streich: Mark Spitz wird 65. Foto: Francisco Guasco
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    15 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Am Dienstag wird der «Golden Boy» von München 65 Jahre alt. Seinen Ehrentag verbringt Spitz auf einem Luxus-Segler in der Karibik. An Bord erzählt er der zahlungskräftigen Kundschaft beim Abendessen aus seinem Leben, tagsüber gibt er Schwimmkurse.

    Auch fast 43 Jahre nach seiner Gold-Gala ist Spitz immer noch gefragt. Sein Rekord wurde erst bei den Spielen 2008 in Peking von Landsmann Michael Phelps mit acht Goldmedaillen übertroffen. Mittlerweile weist Phelps mit 18 Olympiasiegen gar doppelt so viele vor wie Spitz, der bereits 1968 in Mexiko-Stadt seine ersten beiden Goldmedaillen mit der Staffel gesammelt hatte.

    Von seiner Popularität hat der Jubilar aber bis heute nichts eingebüßt. Kurz nach dem Siebenfach-Erfolg war er mit nur 22 Jahren zurückgetreten, um sich auf seine Vermarktung zu konzentrieren. Erst mit 41 Jahren trieb es ihn noch einmal ins Schwimmbecken. Allerdings blieb es beim Versuch, sich für Olympia 1992 zu qualifizieren.

    In München schwamm Spitz 14 Rennen in acht Tagen. «Zeit war irrelevant. Mir ging's nur darum, zu schwimmen, so wenig Energie wie möglich aufzuwenden und Gold zu gewinnen», sagt er rückblickend. Die Leistungen des Kaliforniers sind umso bemerkenswerter, wenn man sich sein Outfit von damals anschaut. Heute tragen Schwimmer hautenge Anzüge, achten penibel darauf, dass Kappen und Brillen genau sitzen und entfernen jedes Haar am Körper, das auch nur eine Hundertstelsekunde kosten könnte. 

    Spitz trug wie seine Konkurrenten eine einfache Badehose und keine Kappe. Für Aufsehen sorgte Spitz mit seinem schwarzen Schnurrbart und der damals eher halbernst gemeinten Begründung: Der optische Hingucker leite das Wasser vom Mund weg, erzählte er. Das helfe ihm, seinen Kopf tiefer unter Wasser zu halten, den Hintern höher zu nehmen und so insgesamt eine bessere Lage innezuhaben. «Ob Sie's glauben oder nicht, im Jahr darauf hatte jeder sowjetische Schwimmer einen Schnauzer», sagt er heute. 

    Olympia '72 ist mit dem Namen Mark Spitz ebenso unzertrennbar verbunden wie mit dem Anschlag einer palästinensischen Terrorgruppe. Durch das Attentat auf die israelische Mannschaft kamen insgesamt elf Teammitglieder, ein Polizist und fünf Täter ums Leben.

    Spitz ist jüdischer Herkunft. Viele hielten ihn für ein potenzielles Angriffsziel. Sein bereits errungenes siebenfaches Gold war plötzlich unwichtig. «Anschließend gab es im TV lauter Gerüchte. Spitz sei in Italien, Spitz sei auf dem Weg in die USA. Dabei war ich noch im olympischen Dorf», sagte er. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen wurde er nach London geflogen. Dort entstand das berühmte Foto von ihm in Badehose und mit den sieben Medaillen um den Hals. Das Poster wurde mehr als fünf Millionen Mal verkauft. 

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ROBERTS, Emma amerikanische Schauspielerin 24 10.02.1991 Rhinebeck USA
    KOOL SAVAS deutscher Rapper 40 10.02.1975 Aachen Deutschland
    DERN, Laura amerikanische Schauspielerin 48 10.02.1967 Los Angeles USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Februar 2015 08:55

    Die Promi-Geburtstage vom 13. Februar 2015: Ernst Fuchs

    Er war 15, seine angebetete Inge 25. Ein erster inniger Kuss ließ den jungen Ernst Fuchs ahnen, mit welcher Macht die Erotik sein Leben bestimmen wird. Voll Ehrfurcht und Wehmut beschreibt der «Universalkünstler» in seiner Autobiografie die erste prägende Liebe.
    Der Mann mit der Kappe: Ernst Fuchs wird 85. Foto: Bernd Weissbrod © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Mann mit der Kappe: Ernst Fuchs wird 85. Foto: Bernd Weissbrod
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    16 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Damals war Fuchs bereits an der Akademie der Bildenden Künste in Wien eingeschrieben. Der Hochbegabte, der wie besessen malte und zeichnete, hatte die ersten Schritte zum Ruhm getan. Er wurde später Mitbegründer der Wiener Schule des «Phantastischen Realismus» - und zeugte nicht weniger als 16 Kinder mit sieben Frauen. Seine Markenzeichen: Eine selbstentworfene Brokatkappe, ein rötlich schimmernder Bart und ein Hang zur theatralischen Selbstinszenierung. Heute wird Fuchs 85 Jahre alt.

    «Ich war ein besonderes Kind, ein Wunderkind», lässt Fuchs seine Leser in markantem Selbstbewusstsein wissen. Er sah als Kind die Geister der Toten. Halluzinationen und Fantasien schwirrten durch seinen Kopf. Er griff zum Stift. «Schon als Vierjähriger konnte er mit seinen Bleistiftzeichnungen die Erwachsenen in Sprachlosigkeit versetzen», sagte der Dirigent Friedrich Haider einmal, der Fuchs seit seinem zehnten Lebensjahr kennt. Als 15-Jähriger zeichnet sich Fuchs im Selbstporträt gekonnt als alter Mann.

    Sein Vater war jüdischen Glaubens, seine Mutter Christin. Religion spielte von Anfang an eine wichtige Rolle im Leben des Einzelkindes. «Eine seiner zentralen Figuren ist die biblische Ester als Verkörperung der Weiblichkeit, Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit», sagt die Expertin des Ernst-Fuchs-Museums in Wien, Eva Stresnak.

    Nach der Ausbildung in der österreichischen Hauptstadt sucht der im wahrsten Sinne fantastische Zeichner Fuchs den Erfolg in Paris. Die Begegnung mit dem Surrealisten Salvador Dalí ebnet dem jungen Mann aus Österreich den Weg zum Erfolg. Der Spanier fördert Fuchs, der in altmeisterlicher Eitempera-Technik feinste Madonnen-Bilder schafft und sich im Aquarell «Der Auferstandene» (1956) als Jesus porträtiert.

    Mit seiner zweiten Frau zieht Fuchs in die USA, lebt in New York und Los Angeles und mit dem Jazzpianisten Dave Brubeck sogar zeitweise in einem Baumhaus.

    In den 1960er Jahren ist Fuchs wieder in Wien. Der endgültige Durchbruch gelingt ihm mit knallbunten Bildwelten, die von Eros und Mythos bestimmt sind. Er genießt mehr denn je das auffällige Leben und fährt Rolls Royce. 1972 zieht er in die seit langem verlassene Villa des Jugendstil-Architekten Otto Wagner, die heute das Museum beherbergt. Dort lässt er ein Bett mit den eher unüblichen Maßen von etwa vier mal zweieinhalb Metern aufstellen.

    Fuchs, dessen Werke dem Surrealismus und Manierismus zuzuordnen sind, ist nach den Worten des französischen Kunstkritikers Marcel Brion der «Chronist unbekannter Welten». Seine Themen reichen von christlicher und jüdischer Symbolik über Träume und Visionen bis hin zu mittelalterlichem Totentanz, Gotik und Renaissance. 1996 wird in goldenem Einband eine 1680 Seiten starke Bilderbibel publiziert, die Fuchs illustriert hat. Auf rund 500 bedeutende Ölbilder und ebenso viele Radierungen sowie Original-Lithografien schätzt die Direktorin des Museums, Cornelia Mensdorff-Pouilly, das Lebenswerk von Fuchs.

    Über die Malerei hinaus ist der Wiener aber auch Architekt, Komponist, Bühnenbildner, Buchautor, Philosoph. Aus den 1970er Jahren stammen zahlreiche Skulpturen sowie Opernausstattungen, etwa für «Parsifal» und «Die Zauberflöte» in Hamburg und für den «Lohengrin» in München.

    20 Jahre hat Fuchs an seinem Hauptwerk, der «Apokalypse»-Kapelle in Klagenfurt, gearbeitet. Auf 160 Quadratmetern wird der Weltuntergang farbenfroh malerisch inszeniert. Fuchs sitze aktuell an den Entwürfen zu einem weiteren monumentalen Weltgericht-Ölbild, sagt Mensdorff-Pouilly. Am Geburtstag würden die 16 Kinder erwartet, samt Enkeln und Urenkeln. «Es wird eine Feier im Familienkreis».

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FEIST, Leslie kanadische Pop-Sängerin 39 13.02.1976 Amherst Kanada
    WILLIAMS, Robbie britischer Popsänger 41 13.02.1974 Stoke-on-Trent Großbritannien
    GABRIEL, Peter britischer Musiker 65 13.02.1950 Woking Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 04. Februar 2015 15:42

    Die Promi-Geburtstage vom 07. Februar 2015: Juliette Gréco

    Eine Ära neigt sich dem Ende zu: Juliette Gréco, die große Dame des französischen Chanson, wird sich von der Bühne verabschieden. Das einzige Deutschlandkonzert ihrer Abschiedstournee wird die Sängerin am 10. Mai in Frankfurt geben.
    Juliette Gréco sagt zum Abschied «Merci». Foto: Herbert Neubauer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Juliette Gréco sagt zum Abschied «Merci». Foto: Herbert Neubauer
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    17 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Vor kurzem hatte Juliette Gréco, die heute ihren 88. Geburtstag feiert, in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender RTL ihren Bühnenabschied verkündet. Auch wenn sie auf der Bühne keinesfalls müde sei, wolle sie «nicht zu weit gehen» und «nicht das Schauspiel einer alten Frau abgeben, die sich an etwas festklammert». Der Schritt sei für sie «schwierig, kompliziert und schmerzhaft», gestand sie.

    Bewegt war das Leben der französischen Chanson-Ikone - kein Wunder also, dass sie bereits zwei Autobiografien geschrieben hat. «So bin ich eben. Erinnerungen einer Unbezähmbaren» erschien 2012.

    «Ich war ein schreckliches Kind», heißt es in den Memoiren. Gréco skizziert in knappen, oft eindringlichen Sätzen ihre wilde Eigenwilligkeit, ihre abweisende, in der Résistance aktive Mutter, ihre Gestapo-Haft und die KZ-Haft von Mutter und Schwester Charlotte, den Freiheitstaumel nach dem Krieg, Begegnungen mit Jean-Paul Sartre, Jacques Brel, Francoise Sagan, Miles Davis, ihre drei Ehemänner und ihre Tochter. Ihre Lieder wie «Déshabillez-moi» und «Parlez-moi d'amour».

    Es war Jean-Paul Sartre, der die so arme und einsame wie aparte blutjunge Tänzerin und Schauspielschülerin entdeckte und zum Leben erweckte. Der Schriftsteller und Philosoph besuchte sie nach einem ihrer Auftritte in ihrer Kellerbar «Le Tabou» im Pariser Künstlerviertel Saint-Germain des Prés, einem legendären Treffpunkt der Existenzialisten. Kurze Zeit später schon sang sie Sartre-Texte und stieg aus dem Keller ins Rampenlicht.

    Juliette Gréco tauchte ein in das sagenumwobene Leben in den Bars und Cafés am linken Seine-Ufer unter all den weltberühmten Dichtern und Denkern - und wurde zur ewig schwarz gekleideten «Muse der Existenzialisten».

    Als sie in den 1950er Jahren zunächst weniger gefragt war, spielte Juliette Gréco in einigen Filmen mit - bis zum ersten von mehreren Comebacks 1957. Zwei Jahre später gastierte sie als erste französische Sängerin im Nachkriegsdeutschland.

    Dem Auf und Ab ihrer Laufbahn entspricht ihr stürmisches Privatleben. Sie war zunächst mit dem Schauspieler Philippe Lemaire verheiratet, dann von 1966 bis 1977 mit Michel Piccoli. Zu den frühen Liebschaften gehörte der legendäre schwarze Jazz-Trompeter Miles Davis: «Man kann sagen, dass das Liebe auf den ersten Blick war». Obwohl Miles kein Wort Französisch sprach, und sie kein Englisch, «haben wir uns extrem gut verstanden», sagte sie.

    In den 90er Jahren wurde ihre triumphale Rückkehr vor allem von dem Pianisten Gérard Jouannest stark gefördert - mit ihrem langjährigen musikalischen Begleiter hat sie 1988 auch das Band der Ehe geknüpft. Er wird sie auch auf ihrer Welttournee mit dem Titel «Merci» am Klavier begleiten.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KUTCHER, Ashton amerikanischer Schauspieler 37 07.02.1978 Cedar Rapids USA
    BEHRENDT, Klaus J. deutscher Schauspieler 55 07.02.1960 Hamm Deutschland
    SPADER, James amerikanischer Schauspieler 55 07.02.1960 Boston USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 04. Februar 2015 11:57

    Die Promi-Geburtstage vom 09. Februar 2015: Hubert Burda

    Eigentlich war er als Jüngster gar nicht dafür vorgesehen, den Verlag der Eltern zu übernehmen. Seine Brüder dachten, dass er Kunsthistoriker bleibt und Galerien aufmacht.
    Der Medienmogul und die Schauspielerin: Hubert Burda und Maria Furtwängler.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Michael Kappeler
    Der Medienmogul und die Schauspielerin: Hubert Burda und Maria Furtwängler.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Michael Kappeler
    18 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Und eigentlich war er auch, wie er einräumt, «fast pleite», nachdem er 1992 die Boulevardzeitung «Super!» einstellen musste. Doch Hubert Burda setzte sich durch und machte das Familienunternehmen zum Weltkonzern. Heute wird er 75 - und ist weiter als Verleger tätig.

    «Das Internet ist das Instrument für personalisierte Real-Time-Information», sagte Hubert Burda 1996 bei den Münchner Medientagen. Heute ist klar: Das war visionär. Doch damals wurden solche Visionen von vielen noch belächelt - mit der Folge, dass Europa den digitalen Aufbruch verpasste und US-Konzerne wie Google, Facebook und Amazon den Markt beherrschen.

    Die Tradition der Familienunternehmen verhindere Innovationen in Deutschland, wird oft behauptet. Burda hat das widerlegt. 1903 begründet Franz Burda die Dynastie in Baden. 1929 geht die Druckerei in Offenburg an den späteren Senator Franz Burda über, der mit einer Radioprogrammzeitschrift viel Geld macht. Später gründet auch seine Frau Aenne einen Verlag: Millionen Frauen im Nachkriegsdeutschland nähen sich mit den Schnittmusterheften der «Burda Moden» die Kleider.

    «Jetzt habe ich das Unternehmen aufgebaut, und du arbeitest über Ruinen», seufzt der Vater, als Hubert Burda 1966 seine Doktorarbeit über «Die Ruinen in den Bildern des Hubert Robert» schreibt. Doch nach einer Erbschaftsteilung mit seinen Brüdern Franz und Frieder übernimmt der Jüngste 1987 das Verlagsgeschäft mit 15 Zeitschriften in Deutschland. Heute sind es weltweit 440 gedruckte und digitale Medien. Mehr als 10 000 Mitarbeiter machten 2013 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro.

    Als Urlaubsvertretung seines Vaters fing Burda 1974 bei der «Bunten» an. «Jetzt zählten nicht mehr Heidegger, Handke, Nietzsche oder Beethoven, sondern Heintje, Roy Black, Peter Alexander und Inge Meysel», schreibt er in seinem Buch «Die Bunte Story». Von 1976 bis 1986 leitete er als Chefredakteur die Zeitschrift und machte aus ihr das erste und führende People-Magazin der Nation.

    Intellektuell-elitäre Schöngeisterei und der Klatsch des Boulevards - das sind für ihn keine Gegensätze. Die gesamte moderne Kunst sei «aus einem Crash mit Massenmedien wie Plakaten, Gazetten und Journalen entstanden», erklärt er. Der Pop-Art-Künstler Andy Warhol wurde für ihn «zur Symbolfigur dafür, dass die Welt der Illustrierten und die Welt der Kunst und Literatur nicht unvereinbar sind».

    Manche sprachen vom «Illustrierten-Heini», der sich nach intellektueller Aufwertung sehnt, doch Burda hielt dagegen: «Media is Art». Sein größter Erfolg gelang ihm 1993, als er mit Chefredakteur Helmut Markwort den Kampf gegen den «Spiegel» aufnahm. Was kaum jemand für möglich hielt: Der «Focus» etablierte sich mit Nutzwert und Infografiken als zweites deutsches Nachrichtenmagazin.

    Heute scheint die Zeit der General-Interest-Magazine zu Ende zu gehen, die Auflagen sinken. Aber viele andere Zeitschriften aus dem Hause Hubert Burda Media verkaufen sich weiterhin gut. «Ich glaube nicht an ein Zeitschriften- und Zeitungssterben», sagte er im Dezember 2014. Verleger könnten ihr Geld online aber nicht so verdienen wie mit Print. Statt auf Anzeigen und Bezahlschranken setzt er im Netz auf elektronischen Handel. So betreibt er etwa das Reiseportal HolidayCheck.de, die Partnervermittlung ElitePartner.de, das Business-Netzwerk Xing und den Haustierbedarf-Anbieter Zooplus.

    Über die Zukunft des Internets spricht Burda jedes Jahr auf der Konferenz «Digital Life Design» (DLD), zu der er seit 2005 nach München einlädt. Klangvolle Namen versammelt er auch bei der jährlichen Bambi-Verleihung. Fast immer dabei: seine zweite Ehefrau, die «Tatort»-Kommissarin Maria Furtwängler (48), ebenfalls ein klangvoller Name. Als sich beide kennenlernten, war sie gerade volljährig und er mehr als doppelt so alt. Ihre beiden Kinder Jacob (24) und Elisabeth (23) sind seit 2010 Burda-Gesellschafter - die vierte Generation. Der Sohn aus erster Ehe, Felix Burda, starb 2001 an Darmkrebs. Nach ihm ist eine Stiftung für Krebsforschung benannt.

    Glaubt man der Biografin Gisela Freisinger, dann wollte Burda immer aus dem Schatten seines Vaters treten, der ihn unterschätzte. Seit er das geschafft habe, inszeniere sich der Präsident der deutschen Zeitschriftenverleger als «Medienfürst» mit höfischem Zeremoniell. Ob und wann er die Macht an seine eigenen Kinder abgibt, steht nach Unternehmensangaben noch nicht fest.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HERBST, Christoph Maria deutscher Schauspieler und Komiker 49 09.02.1966 Wuppertal Deutschland
    JOHNSON, Holly britischer Sänger 55 09.02.1960 Liverpool Großbritannien
    FARROW, Mia amerikanische Schauspielerin 70 09.02.1945 Los Angeles USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 02. Februar 2015 15:25

    Die Promi-Geburtstage vom 08. Februar 2015: John Grisham

    Seinen ersten Krimi «Die Jury» bot John Grisham in den 1980er Jahren noch persönlich in Buchläden und Bibliotheken an, «um wenigstens ein paar Exemplare zu verkaufen». 
    Thrillerautor und Kritiker der US-Justiz: John Grisham wird 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Marcus Brandt
    Thrillerautor und Kritiker der US-Justiz: John Grisham wird 60.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Marcus Brandt
    19 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    «Die Jury» war dann so erfolgreich, dass er seitdem fast jedes Jahr ein neues Buch herausbringt. Neun von ihnen wurden verfilmt. Auf der «Forbes»-Liste der englischsprachigen Bestsellerautoren rangiert der ehemalige US-Anwalt unter den Top Ten. Seine Justizthriller und Sachbücher erscheinen in 40 Sprachen und sind weltweit in 275 Millionen Kopien im Umlauf. An diesem Sonntag (8. Februar) wird Grisham 60 Jahre alt.

    Das Glück war ihm nicht in die Wiege gelegt. Grisham stammt aus armen Verhältnissen. Sein Vater ernährte Frau und fünf Kinder als Baumwollfarmer. Nach dem Verlust der Farm siedelte die Familie von Arkansas nach Mississippi über, wo es Arbeit auf dem Bau gab. John verdiente schon während der Schule ein Zugeld. Dann studierte er Buchhaltung, später noch Jura. Zehn Jahre hielt er es als Anwalt aus.

    «Sie glauben gar nicht, wie ich das gehasst habe», bekannte Grisham später in einem Interview der Wochenzeitung «Die Zeit». Und weiter, «ich hatte keine interessanten Fälle und wenig Geld. Vieles, was meine Helden umtreibt, ist autobiografisch: diese Kleinstadtfrustration, diese gescheiterten Träume, dieser heimliche Größenwahn».

    Um dem drögen Alltag zu entrinnen, fing Grisham nebenbei mit dem Schreiben an. Seine erste Story entstand, als er die Aussagen eines zwölfjährigen Vergewaltigungsopfers im Gerichtssaal mit anhörte. Die Schilderung trieb den Geschworenen Tränen in die Augen. Auch aus Grishams Zeilen sprach das Mitgefühl.

    Kritiker werfen ihm Schwarz-Weiß-Malerei vor. Seine Charaktere seien entweder gut oder böse, bettelarm oder superreich. Frauen der High Society hätten nichts als die nächste Schönheits-OP im Kopf, während ihre Ehemänner an der Wall Street Geld schaufelten. Doch Grishams Rezept für Krimis mit beißender Gesellschaftskritik wird dennoch zum Treffer. Nach dem Filmvertrag für sein Buch «Die Firma» hängt er die ungeliebte Kanzlei und sein Amt als Abgeordneter der Demokraten im Landtag von Mississippi an den Nagel.

    Gleichzeitig wächst seine Kritik am Rechtssystem der USA. In seinen Thrillern, in Artikeln und Interviews verurteilt der Experte eine Justiz, die seiner Ansicht nach Schwarze benachteiligt, Todesurteile an Unschuldigen vollstreckt und in Guantanamo gegen die Menschenrechte verstößt. Grisham unterstützt die Organisation «Innocence Project» als einer derer Direktoren und hilft dabei, zu Unrecht Verurteilte anhand von DNA-Beweisen aus dem Gefängnis zu holen. Sein Einsatz hat ihm vor allem im konservativen Süden der USA Feinde geschaffen.

    Aber mit Zitaten, die der britische «Telegraph» ihm vor wenigen Monaten entlockte, empörte Grisham selbst manche seiner liberalen Fans. Amerikas Gefängnisse platzten unter anderem deshalb aus den Nähten, weil Richter «verrückt spielen» und «sechzigjährige weiße Männer, die nie jemandem geschadet haben» wegen eines einzigen Abstechers auf pädophile Internetseiten einsperrten.

    Als Beispiel nannte Grisham einen Studienkollegen, der für den Blick auf nackte 16-Jährige im Netz drei Jahren Haft bekam. Allerdings hatte der frühere Freund nicht nur 16-Jährige angeschaut, sondern Fotos von Zwölfjährigen ausgetauscht, wie die «Washington Post» kurz darauf berichtete. Grisham zog die Kritik zurück und entschuldigte sich.

    Zur gleichen Zeit wurde er für sein aktuelles Buch «Gray Mountain» (dt. Titel: «Anklage»; erscheint Anfang März) mit Lob überhäuft. Die «Washington Post» schrieb: «Wenn es je einem bedeutenden Schriftsteller gelang, unsere zunehmend schamlose Gesellschaft anzuprangern, dann in «Gray Mountain».» Grishams jüngster Thriller sei gehobene Unterhaltung um ein ernstes und wichtiges Thema - eine Kombination, die das große Talent dieses Schriftstellers bestätige.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    YANOFSKY, Nikki kanadische Jazz- und Popsängerin 21 08.02.1994 Montréal Kanada
    MAY, Mathilda französische Schauspielerin 50 08.02.1965 Paris Frankreich
    NOLTE, Nick amerikanischer Filmschauspieler 74 08.02.1941 Omaha USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 02. Februar 2015 12:56

    Die Promi-Geburtstage vom 04. Februar 2015: Maren Gilzer

    Sie hat die ärgsten Widrigkeiten des Dschungels in Angriff genommen: Schafhoden, Schlangengrube und Walter Freiwald. Dafür haben die Zuschauer Maren Gilzer am letzten Wochenende zur Dschungelkönigin 2015 gekrönt. Heute wird sie 55 Jahre alt.
    Die Dschungelkönigin wird 55.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Peter Endig
    Die Dschungelkönigin wird 55.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Peter Endig
    20 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Und sie hätte auch noch länger im Camp bleiben können. «Ich hab' sowas Wunderbares noch nie erlebt», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das Pritschenlager sei ein Wohnzimmer für sie geworden.

    «Ich hab' mich im Dschungel wahnsinnig wohlgefühlt. Unter freiem Himmel, keine Mauern um mich herum, keine Türen - außer die zur Toilette. Und das war auch keine Tür, es war nur ein Vorhang.»

    Sie habe das Gefühl von Freiheit und Natur unheimlich genossen, beteuerte Gilzer. Und sie kann sich eine Rückkehr in den Dschungel vorstellen: «Wenn ich einen Freund hätte, in den ich ganz doll verliebt wäre, wäre das ein richtig toller, romantischer Back-to-Basic-Urlaub», sagte die Schauspielerin. Sie habe es sich viel schlimmer vorgestellt.

    Nach der Verkündung sei sie geplatzt vor Freude. «Ich konnte es echt nicht fassen, dass so viele Leute für mich angerufen haben», sagte Gilzer. «Jetzt schwebe ich auf Wolke 7 von einem Arm in den anderen.»

    Die TV-Karriere von Maren Gilzer, die als Zweijährige mit ihrer Mutter von Ost- nach West-Berlin flüchtete, begann bei SAT.1 an der Seite von Frederic Meisner und Peter Bond. In der äußerst erfolgreichen Gameshow «Glücksrad», die 1988 gestartet war, wurde sie als permanent lächelnde und ziemlich schweigsame Buchstabenfee bekannt. Nach fast zehn Jahren war dann Schluss und Maren Gilzer fand ihre Stimme wieder.

    Das ehemalige Model, das für Lagerfeld, Valentino, Dior und Pierre Cardin gearbeitet hatte, wechselte ins Schauspielfach. Und das nicht unvorbereitet: Während ihrer «Glücksrad»-Zeit hatte sie mehrere Jahre Schauspielunterricht genommen. «SOS Baracuda II» hieß einer ihrer ersten Filme

    1998 landete sie schließlich als verführerische Krankenschwester Yvonne in der ARD-Serie «In aller Freundschaft», wo sie zeigen konnte, dass sie mehr drauf hatte, als nur Buchstaben umzudrehen. Glänzte sie anfänglich mit ihren optischen Reizen, wurde ihre Rolle im Laufe der Zeit immer bodenständiger.

    Drei Jahre später folgte ihr Ausflug zum RTL-Teleshopping-Kanal, wo sie auch auf Walter Freiwald traf, mit dem sie sich im Dschungel ordentlich zoffte.

    Neben ihrer Soap-Karriere sorgten Auftritte beim «Tatort» oder «Traumschiff» für reichlich Abwechslung. In dem Musical «Cabaret» stand sie auf der Theaterbühne und bei der Berlin Fashion Week konnte man sie auf dem Laufsteg sehen.

    Nach 15 Jahren verließ Maren Gilzer schließlich die Sachsenklinik, kehrte aber letztes Jahr für die 666. Folge «Meilensteine» für einige Tage zu ihren ehemaligen Kollegen nach Leipzig zurück.

    Inzwischen ist Maren Gilzer auch unter die Schmuckdesigner gegangen, da sie von der Schauspielerei allein nicht leben kann. «Wenn man auf unterschiedliche Rollenangebote angewiesen ist und nicht gerade Jan Josef Liefers heißt, wird es schwierig», sagte sie der «Bild»-Zeitung. Da kommt doch der Sieg beim «Dschungelcamp» gerade recht.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    IMBRUGLIA, Natalie australische Popsängerin 40 04.02.1975 Sydney Australien
    KLIER, Freya deutsche Schriftstellerin 65 04.02.1950 Dresden DDR
    ROMERO, George amerikanisch-kanadischer Regisseur 75 04.02.1940 New York USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 31. Januar 2015 17:00

    Die Promi-Geburtstage vom 05. Februar 2015: Cristiano Ronaldo

    In den letzten Tagen und Wochen ist Cristiano Ronaldo durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen: Erst konnte der Kicker zum dritten Mal den Golden Ball als Weltfußballer des Jahres entgegennehmen, dann wurde bekannt, dass sich seine Freundin, das russische Model Irina Shayk, von ihm getrennt hat.
    Schöner Mann und begnadeter Fußballer: Cristiano Ronaldo mit dem Goldenen Ball. Foto: Ballesteros © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Schöner Mann und begnadeter Fußballer: Cristiano Ronaldo mit dem Goldenen Ball. Foto: Ballesteros
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    21 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Zu allem Überfluss wurde der Star von Real Madrid nach seiner Roten Karte wegen zweier Tätlichkeiten in der Partie beim FC Cordoba gerade für zwei Spiele gesperrt. Was mag das für ein 30. Geburtstag werden?

    Ronaldo führt in Madrid ein zurückgezogenes Leben in der abgeschirmten Prominentensiedlung «La Finca» am Stadtrand. Er geht weder ins Kino noch in Diskotheken noch in den Supermarkt. Lebensmittel lässt er sich ins Haus liefern. Er ist besessen von der Idee, als der beste Fußballer aller Zeiten in die Geschichte einzugehen, und leistet Überstunden auf dem Trainingsplatz und im Kraftraum. «Meine größte Stärke ist, es immer noch besser machen zu wollen», sagte er.

    Unter den Fußballfans in aller Welt scheiden sich an dem Perfektionisten mit dem geölten Haar die Geister. Die einen verehren ihn wegen seiner fußballerischen Klasse, seines Körpers eines Modellathleten und seines Sex-Appeals. Die anderen sehen in ihm einen arroganten Schnösel und einen Schönling, der in erster Linie auf sein Aussehen achte.

    Wegen seines ausgeprägten Sinns fürs Äußere wurde der «Puto Maravilha» (Wunderjunge) auch daheim kritisiert - vor allem wenn es auf dem Fußballfeld nicht so richtig lief. «Er schert sich mehr um seine Frisuren als um die Nationalelf», beklagte die Zeitung «Público» mal. Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien fiel Ronaldo damit auf, dass er zu jedem Spiel seiner Elf mit einem neuen Haarschnitt antrat.

    Längst hat er auch seine eigene Modemarke: Vor drei Jahren hatte er sich mit dem New Yorker Modeschöpfer Richard Chai sowie dem dänischen Textilunternehmen JBS zusammengetan und seine eigene Modemarke CR7 gegründet, benannt nach seinen Initialen und der Rückennummer auf seinem Trikot. Ronaldo ist nicht der erste Fußballstar, der sich in die Welt der Mode vorwagt. Die Schaffung einer eigenen Marke ist jedoch ungewöhnlich. «Cristiano setzt neue Mode-Trends», sagte ein Vorstandsmitglied von Real. «Die jungen Leute wollen so sein wie er.»

    Der Ruhm fiel dem Star nicht in den Schoß. Der Sohn eines Gärtners und einer Köchin wuchs auf der Atlantik-Insel Madeira in bescheidenen Verhältnissen auf. Seine Mutter Dolores berichtete, sie habe eine Abtreibung vornehmen wollen, als sie mit Ronaldo schwanger gewesen sei. Die Ärzte hätten dies aber abgelehnt. Mit elf Jahren zog der Sohn nach Lissabon in die Fußballschule von Sporting.

    «Ich hatte damals jeden Tag geheult», erinnerte sich Ronaldo später. Im Lissaboner Trainingszentrum Alcochete spricht man heute noch davon, dass man abends den Kraftraum abschließen musste, damit «Cristianinho» (Klein-Cristiano) nicht zu viele Überstunden machte. Ein Ex-Profi von Sporting berichtete, der Junge habe unter seinem Bett Hanteln versteckt gehabt, um damit bei jeder Gelegenheit trainieren zu können.

    Heute ist der Fußballer zu einem Markenzeichen geworden. «Ronaldo ist das wertvollste Produkt Portugals, keine andere Marke unseres Landes ist weltweit so sichtbar und respektiert», sagte Daniel Sá, Direktor des Marketing-Instituts IPAM. Ronaldo habe die Grenzen der Sportwelt gesprengt und sei «eine Berühmtheit von Weltniveau wie die ganz Großen aus der Politik oder die Musik- und Filmstars». Die US-Zeitschrift «Forbes» bezifferte die Bruttoeinkünfte des Portugiesen im Jahr 2014 auf insgesamt 80 Millionen Dollar (68 Millionen Euro).

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LEIGH, Jennifer Jason amerikanische Schauspielerin 53 05.02.1962 Los Angeles USA
    BÄR, Dietmar deutscher Schauspieler 54 05.02.1961 Dortmund Deutschland
    RAMPLING, Charlotte britische Schauspielerin 69 05.02.1946 Sturmer Großbritannien
    © dpa-infocom GmbH
  • 30. Januar 2015 11:54

    Die Promi-Geburtstage vom 06. Februar 2015: Rolf Eden

    Natürlich läuft da noch was mit den Frauen. Rolf Eden muss das deutlich machen, mehrfach. Er hat einen Ruf zu verlieren: Der ehemalige Nachtclub-Besitzer gilt als letzter Playboy Deutschlands. Heute wird er 85 Jahre alt.
    Nichts soll sich ändern: Rolf Eden findet sein Leben wunderschön.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Kalaene
    Nichts soll sich ändern: Rolf Eden findet sein Leben wunderschön.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Kalaene
    22 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Eden war mal für ein Stadtmagazin «der peinlichste Berliner». Für ihn ein Ehrentitel. Wie geht's? «Wie neu, überall. Wollen Sie mal ausprobieren, Madame?», sagt Eden. Der Legende nach hat er in den 50er Jahren die Vokabel «Abschleppen» von Frauen geprägt. Er hat sieben Kinder mit sieben Frauen, fährt Rolls Royce und trägt noch immer weiße Jacketts.

    Eden sitzt in seinem Stammcafé in Schmargendorf. Das ist tiefes West-Berlin: Nebenan ist ein Salon von Udo Walz, im Viertel sind alte Damen mit Mohair-Mütze und Pelz unterwegs. Eden, blonde Haare, weiße Slipper, rosa Pullover, ist gealtert. Die Stimme ist leiser als früher. Das hält ihn nicht davon ab, einige Eden-Sätze rauszuhauen. «Ich bin sehr gefragt bei den jungen Damen.» Ob er das Alter gar nicht spürt? «Doch hier, er will nicht so oft.» Eden deutet auf den Schritt. «Hey Baby!» ruft er zwischendurch einer Bekannten mittleren Alters im Café zu.

    Wie hält er sich fit? «Nur mit Liebe. Kein Sport.» Seine Dauerfreundin Brigitte (ausgesprochen: «Brischid») hat laut Eden angeblich nichts gegen seine Eskapaden und Bordellbesuche. Wenn der alte Herr in seiner Lieblingsbar eine unbekannte Dame kennen lernen will, fragt er sie, was der Ehemann arbeitet, um herauszufinden, ob sie einen hat. Wenn nicht, sagt er: «Das ist aber eine sehr gute Nachricht.» Er hat die Artikel über sich in Aktenordnern gesammelt. «Ich bin pressegeil. Ich liebe das.» Die beste Entscheidung seines Lebens sei gewesen, dass er nie geheiratet habe.

    Die Playboy-Rolle, die Anekdoten und schlüpfrigen Sprüche sind die eine Seite. Eden ist ein Stück Nachkriegsdeutschland. Er hat mit seinen Clubs viele Jahre das West-Berliner Nachtleben geprägt, er soll mit den Rolling Stones gefeiert und mit Ella Fitzgerald getanzt haben. Einmal ließ sich eine Tänzerin in einem Eden-Lokal von einem Pferd die Kleider vom Leib ziehen. Wer in den 80er Jahren auf Klassenfahrt in West-Berlin war, musste ins «Big Eden» am Kurfürstendamm.

    Die Clubs hat er schon vor Jahren verkauft. Von seinen Berliner Immobilien mit ungefähr 800 Mietern kann er sehr gut leben, sagt Eden. «Bei Mietwohnungen muss man nur die Säcke mit dem Geld in die Bank tragen.»

    Bei der Berlinale 2011 warf der Dokumentarfilm «The Big Eden» einen Blick hinter die Kulissen. Seine Freundin Brigitte, etwa ein halbes Jahrhundert jünger als er, sagt darin: «Er ist in der Pubertät stecken geblieben.» Sein jüngster Sohn Kay, damals 13, wünschte sich, es wären nicht immer «Kamerafuzzis» um seinen Vater herum.

    Eden sei sehr unkompliziert, geduldig und fast immer gut gelaunt gewesen, erzählt Filmemacher Peter Dörfler. «Seine Standardantwort, wenn ich ihn fragte ob wir uns treffen können: «Wann Sie wollen, wo Sie wollen».»

    Dörfler machte in seinem Film nicht den Fehler, Edens Fremdschäm-Aktionen aufzulisten, sondern zeigte auch eine bis dahin wenig bekannte Seite. Rolf Shimon Eden kommt aus einer jüdischen Familie und spricht Hebräisch, seine Eltern flohen 1933 vor den Nazis aus Berlin nach Palästina.

    1948 war er im arabisch-israelischen Krieg Soldat in der Einheit von Izchak Rabin. Sein Bruder hat in Haifa das Hotel der Eltern geerbt und lebt noch heute dort, erzählt Eden. Seine jüdischen Wurzeln und die Religion seien ihm nie wichtig gewesen - ein «Quatsch, den sie mal vor 5000 Jahren erfunden haben». Die Deutschen seien immer nett zu ihm gewesen.

    Was für eine Story: Als junger Musiker las er in Paris in der Zeitung, dass Berlin-Rückkehrern eine Prämie von 6000 Mark winkt. Eden eröffnete 1957 in der Frontstadt des Kalten Krieges seinen ersten Jazzclub. Dann die Karriere als Discokönig und als Playboy, neben ihm trug eigentlich nur Gunter Sachs diesen Titel. Den Geburtstag will Eden mit seiner Familie in einem Restaurant in Dahlem feiern. Mittlerweile hat er fünf Enkel und zwei Urenkel.

    Eden will 100 Jahre alt werden. «Immer nur Glück gehabt» - so hat der Daueroptimist seine Biografie genannt. «So war es, das ganze Leben.» Träume oder Pläne habe er nicht. Es solle sich nur nichts verändern. «Mein ganzes Leben ist so schön.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ROSE, Axl amerikanischer Rockmusiker 53 06.02.1962 Lafayette USA
    COLE, Natalie amerikanische Sängerin 65 06.02.1950 Los Angeles USA
    SHERIDAN, Jim irischer Filmemacher 66 06.02.1949 Dublin Irland
    © dpa-infocom GmbH
  • 29. Januar 2015 14:59

    Die Promi-Geburtstage vom 03. Februar 2015: Amal Clooney

    Ende September herrschte Ausnahmezustand in Venedig: George Clooney und Amal Alamuddin haben mit zahlreichen Promi-Freunden auf mehreren Partys groß ihre Hochzeit gefeiert - und die ganze Welt durfte dabei zusehen.
    Amal Clooney trägt Dior bei der Verleihung der Golden Globes. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Amal Clooney trägt Dior bei der Verleihung der Golden Globes. Foto: Paul Buck
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    23 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Inzwischen ist für den US-amerikanischen Hollywoodstar und die aus dem Libanon stammende Juristin, die inzwischen Amal Clooney heißt, längst wieder der Alltag eingekehrt. Auch wenn heute wieder gefeiert werden darf: Die britische Menschenrechtsanwältin feiert ihren 37. Geburtstag.

    Seit der Hochzeit hatte Amal Clooney, die für eine britische Kanzlei arbeitet, alle Hände voll zu tun. So berät sie Griechenlands Regierung, die schon seit längerer Zeit mehrere antike Parthenon-Friesteile von Großbritannien zurückbekommen will.

    Und erst kürzlich hat sie vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für das Recht plädiert, die massenhafte Tötung von zehntausenden Armeniern 1915 als Völkermord zu bezeichnen. Das Medieninteresse war gewaltig.

    Aber auch Auftritte auf dem roten Teppich sind ihr inzwischen nicht mehr fremd - wie bei der Verleihung der Golden Globes, wo ihr Mann für sein Lebenswerk geehrt wurde. Die Kleiderwahl aber hatte ihr ordentlich zu schaffen gemacht: Während George Clooney seinen Hochzeits-Smoking auftrug, suchte Amal noch in der Nacht vor der Gala nach dem passenden Outfit. «In der Zeit habe ich Football geschaut», sagte der Preisträger damals Reportern.

    Sie hat sich schließlich für eine elegante, aber schlichte, schwarze Robe mit kleiner Schleppe von Dior entschieden. Dazu trug sie weiße Handschuhe, die bis zu den Ellenbogen reichten.

    Die berufliche Laufbahn der Menschenrechtsanwältin ist beeindruckend: Sie vertrat Wikileaks-Gründer Julian Assange und die ukrainische Politikerin Julia Timoschenko. Darüber hinaus hat sie auch für Kofi Annan gearbeitet, als er UN-Generalsekretär war.

    Laut der Internetseite der Kanzlei Doughty Street Chambers spricht die Anwältin fließend Französisch sowie Arabisch und ist Absolventin des St. Hugh's College, Oxford University.

    Auch wenn das Glamour-Paar beruflich ziemlich eingespannt ist, der Sommerurlaub ist bereits geplant: Die beiden wollen erstmals gemeinsam nach Irland reisen. «Es ist peinlich, dass ich noch nie richtig dort war», sagte Clooney dem irischen «Independent». Der Schauspieler hat irische Wurzeln. Gattin Amal kennt sich auf der «grünen Insel» besser aus: «Sie war schon einige Male in Irland, dann kann sie mir die Gegend zeigen», sagte Clooney.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LÖW, Joachim deutscher Fußballtrainer 55 03.02.1960 Schönau im Schwarzwald Deutschland
    FAIRCHILD, Morgan amerikanische Schauspielerin 65 03.02.1950 Dallas USA
    MANKELL, Henning schwedischer Kriminalschriftsteller 67 03.02.1948 Stockholm Schweden
    © dpa-infocom GmbH
  • 28. Januar 2015 10:47

    Die Promi-Geburtstage vom 02. Februar 2015: Robert Atzorn

    Auf seine bekannteste Rolle, den Lehrer Dr. Specht aus der erfolgreichen ZDF-Serie, will Robert Atzorn ungern festgelegt werden. 
    Robert Atzorn wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Tobias Hase
    Robert Atzorn wird 70.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Tobias Hase
    24 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Gerüchten zufolge wollte er ihn sogar bei seinem ersten «Tatort»-Auftritt als Mordopfer ins Drehbuch schreiben lassen. «Mich freut es sehr, dass ich den beruflichen Dreh von Dr. Specht zu Charakterrollen hinbekommen habe», lässt der Schauspieler, der am Montag seinen 70. Geburtstag feiert, über seine Agentur ausrichten. Für Interviews hat er keinen Platz im Terminkalender.

    Tatsächlich ist Atzorn bis heute den meisten als Dr. Specht im Gedächtnis, der in den 90ern fast ein Jahrzehnt lang gute Quoten erzielte. Dabei hat er in zahlreichen und oft erfolgreichen Serien und Fernsehfilmen mitgespielt: darunter als unkonventioneller Geistlicher in der Serie «Oh Gott, Herr Pfarrer» und sieben Jahre lang als introvertierter «Tatort»-Kommissar Jan Casstorff aus Hamburg. Aus beiden Formaten stieg er auf der Höhe des Erfolgs freiwillig aus. «Wenn's am schönsten ist, soll man aufhören», sagte er regelmäßig.

    Endgültig vom attraktiven Frauenschwarm mit Komödien-Talent zum Charakterdarsteller wird er 2008 mit der Hauptrolle in «Mein Mann, der Trinker». Dabei ist seine Rolle als Alkoholiker nicht so weit weg von Erfahrungen im eigenen Leben, wie Atzorn damals kurz vor der TV-Premiere des Films der Nachrichtenagentur dpa sagte: «Inzwischen ist es Jahrzehnte her. Es fing als Jugendlicher an und ging, bis ich ungefähr 30 war. Mit Alkohol konnte ich meine Schüchternheit überwinden. Als Jugendlicher war ich verschlossen und kompliziert. Der Alkohol hat mir ein Selbstwertgefühl gegeben. Dabei habe ich übersehen, dass ich süchtig wurde.» Und dann? «Gerettet hat mich, dass ich meine spätere Ehefrau kennenlernte. Ich war plötzlich süchtig nach dieser Frau. Da sie den Alkoholkonsum nicht akzeptiert hat, bin ich zu einer Entscheidung gezwungen worden. Ich habe mich für die Liebe und gegen den Alkohol entschieden. Das war gut so.»

    Die Ehe hält noch heute. Die Frau, die ihn auf den rechten Weg brachte, ist die Schauspielerin Angelika Hartung. Mit ihr ist Atzorn inzwischen fast 40 Jahre verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und lebt in einem alten Landhaus in Prien am Chiemsee. 

    Bayern ist für Atzorn seit vielen Jahren Wahlheimat, geboren wurde er im einstigen Bad Polzin, das heute in Polen liegt und Połczyn-Zdrój heißt. Seine Familie floh wenige Tage nach seiner Geburt in den Westen, seine Kindheit und Jugend verbrachte Atzorn in Oldenburg und Hamburg. Nach einem abgebrochenen Grafikstudium in Hamburg zog es ihn auf die Bühne und an die Neue Münchner Schauspielschule. 

    Während er früher durch stetigen Rollenwechsel immer wieder versucht hatte, Schubladen zu vermeiden, ist Atzorn im Alter ruhiger geworden, wie er sich heute zitieren lässt: «Ich bin absolut zufrieden mit mir und meinem Leben, das über die Jahre immer authentischer geworden ist.» Das Älterwerden sehe er völlig unverkrampft. «Mehr gestört hat mich mein 60. Geburtstag. Damals dachte ich: Aha, ein Einschnitt! Okay, keine Zeit mehr zu verlieren! Heute bin ich mit meinem Alter versöhnt.»

    Groß feiern lassen möchte er sich am 2. Februar trotzdem nicht. Zu seinem runden Geburtstag plant er eine große Reise zu zweit. «Ich denke, ich fahre zusammen mit meiner Frau für vier Wochen an einen schönen Ort.»

    Atzorn dreht nach wie vor Fernsehfilme, inzwischen sei ihm aber ein gutes Verhältnis von Spannung und Entspannung enorm wichtig. «Ich arbeite, aber auch nur so, dass an jedem Tag auch noch etwas ganz anderes getan werden kann.»

    Seine wohl eindringlichste Rolle spielte Atzorn erst vor drei Jahren. Im Film «Der Fall Jakob von Metzler» über die Entführung und Ermordung des elfjährigen Bankierssohnes mimte er den ehemaligen Frankfurter Vize-Polizeipräsidenten Wolfgang Daschner. Für die eindringliche Darstellung bekam er unter anderem den bayerischen Fernsehpreis und den Grimme-Preis. Damit dürfte Dr. Specht zumindest bei Kritikern endgültig abgeschüttelt sein.

    SHAKIRA kolumbianische Popsängerin 38 02.02.1977 Barranquilla Kolumbien
    SINNEN, Hella von deutsche Schauspielerin 56 02.02.1959 Gummersbach Deutschland
    SUKOWA, Barbara deutsche Schauspielerin 65 02.02.1950 Bremen Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 27. Januar 2015 09:17

    Die Promi-Geburtstage vom 28. Januar 2015: Nicolas Sarkozy

    Immer mehr Hindernisse pflastern den Weg des Nicolas Sarkozy.
    Nicolas Sarkozy will es nochmal wissen. Foto: Ian Langsdon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Nicolas Sarkozy will es nochmal wissen. Foto: Ian Langsdon
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    25 / 25
     
     
    Drucken
    Nach Oben
     

    Nach der bitteren Niederlage bei der Präsidentenwahl gegen François Hollande 2012 ist er zwar wieder in den Ring gestiegen, als neu gewählter Chef der Konservativen, der seine am Boden liegende Oppositionspartei UMP aufrichten will. Seiner Werbekampagne bei den Mitgliedern fehlte es aber an Glanz und Ideen.

    Kurz danach drängt den Mann, der an diesem Mittwoch 60 Jahre alt wird, die Aktualität an den Rand: Die islamistische Terrorserie von Paris nimmt ihm die Angriffsziele - «nationale Einheit» ist angesagt, Hollande agiert als Krisenmanager.

    «Ein Präsident ist geboren», das anerkennende Lob des «Nouvel Observateur» gilt in diesen Tagen Hollande und nicht dem quirligen «Speedy Sarko», der ganz im Schatten des sozialistischen Staatschefs steht. Der Phönix aus der Asche wollte er, wieder Chef der größten Oppositionspartei, doch eigentlich sein - und die herbe Niederlage gegen Hollande vergessen machen. Doch jetzt steht der Gegner Hollande plötzlich voll im Rampenlicht, schaltet und waltet im Kampf gegen den Terror, legt in der Popularität von tief unten kommend deutlich zu.

    «Jetzt kein Öl ins Feuer gießen», so Sarkozys Losung. Er hält sich zurück. Gerade er muss jedes Wort abwägen, auf Breitseiten gegen Hollande verzichten. Immerhin steht im März ein Urnengang an, bei dem er doch glänzen und seinen Weg zurück auf den Gipfel weiter ebnen will - Departementswahlen als Test für die Stimmung im Land. Sein erklärtes Ziel ist es, das Land vor dem Niedergang und vor den Linken zu bewahren. Kurz: Er strebt an, 2017 wieder Staatschef zu sein.

    Siege und Niederlagen, Schlagzeilen und Skandale begleiteten seine Karriere, nun will es Sarkozy noch einmal wissen. Dabei gilt er kaum noch als der energische Erneuerer wie einst. Der angeschlagenen UMP beschert sein Streben um die Rückeroberung der Macht im Staate einen internen Krieg. Denn noch zwei andere Schwergewichte haben das Ziel im Visier: Der Bürgermeister von Bordeaux und Ex-Premier Alain Juppé (69) sowie der ehemalige Regierungschef François Fillon (60). Juppé werden die größten Chancen eingeräumt, das gesamte rechte Lager zu einen, um der Linken das Amt des Staatspräsidenten wieder abzujagen.

    «Es hat ihn nicht begeistert, von Kanzlerin Merkel am Montag nur in der CDU-Zentrale in Berlin empfangen worden zu sein, das beschränkt ihn auf seinen Status als Parteichef», hieß es aus der UMP. Süffisant legte ihm die Journalistin Anne Roumanoff diese erfundenen Worte in den Mund: «Die Franzosen verdienen mich nicht, ich gebe jedoch die Hoffnung nicht auf.» Derweil dringen Jüngere in der Partei auf einen Neuanfang. So profiliert sich der Ex-Minister Bruno Le Maire (45).

    Anders als früher ist der Weg für Sarkozy nicht frei, «er gilt nicht mehr als der natürliche Kandidat der Rechten und der Mitte», wie der Pariser Politologe Pascal Perrineau meint. Das dürfte heute weit mehr der ausgeglichenere Juppé sein. Der beliebte Politiker scheint gelassen darauf zu warten, dass sich Sarkozy weiter verschleißt.

    Der ehemalige Innen- und Wirtschaftsminister Sarkozy steht für Recht und Ordnung sowie für eine mehr atlantische Ausrichtung und eine betonte «nationale Identität». Bei vielen Landsleuten hat sich der 1955 geborene Sohn eines ungarischen Aristokraten und einer Pariser Arzttochter als Staatspräsident (2007-2012) sehr unbeliebt gemacht.

    Sein Mangel an Popularität wurde zeitweise nur noch von seinem Nachfolger Hollande überboten. Doch der hat nun gewaltig aufgeholt. Noch ein Hindernis baut sich so auf. Kritiker meinten immer, Sarkozy mache vielen Angst, er höre anderen kaum zu und sei fast nur auf die Karriere fixiert. Der Eindruck hält sich bei dem seit 2008 mit Carla Bruni verheirateten Vater von vier Kindern.

    Die Karriere begann 1976 für den Mann, den die Sozialisten gern «den amerikanischen Neoliberalen mit dem französischen Pass» nennen - mit der Gründung von Jacques Chiracs neogaullistischer RPR (heute UMP). Mit 28 Jahren Bürgermeister von Neuilly bei Paris und 1993 dann erstmals Minister, kam er nach einer Abwesenheit 2002 wieder in die Regierung.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CARTER, Nick amerikanischer Popsänger 35 28.01.1980 Jamestown USA
    JÄGER, Julia deutsche Schauspielerin 45 28.01.1970 Angermünde Deutschland
    BERG, Andrea deutsche Schlagersängerin 49 28.01.1966 Krefeld Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
 
 Zur Übersicht GeburtstageZur Startseite 
 

 
 
 
Drucken
Nach Oben
 
 
3255719
Die Promi-Geburtstage vom 26. Februar 2015: Hannes Jaenicke
Hannes Jaenicke setzt seine ZDF-Reihe über vom Aussterben bedrohte Tierarten fort. Er bereite gerade seine nächste Reise nach Afrika vor, sagte seine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Diesmal ist der Schauspieler und Dokumentarfilmer, der heute 55 wird, «Im Einsatz für Löwen».
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/3255719,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-26.-Februar-2015%3A-Hannes-Jaenicke,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/xSVax_4oDwte5Xq8s2PigBsSsWgN8O4DT5VlhUMgRPQ=.jpg
 
<b> TV-Premiere: Verschollen in der City</b><br/>Do. 26.02. / 22.05 / ARTE<br/><br/>

Nach einem missglückten Selbstmordversuch findet sich ein junger Südkoreaner (Jung Jae-young) auf einer kleinen, unbewohnten Insel wieder. Obwohl immer noch mitten in der Millionenstadt Seoul, beginnt er, sich sein eigenes Überlebenscamp aufzubauen. Niemand bemerkt den Einsiedler, außer einer jungen Frau (Jung Rye-won) in einem Hochhaus.  © Trade MediaVerschollen in der City
Nach einem missglückten Selbstmordversuch findet sich ein junger Südkoreaner (Jung Jae-young) auf einer kleinen, unbewohnten Insel wieder. Obwohl ...  mehr
 
 
 
 
 
 
 
 

Zitatecheck: Wer hat's gesagt?

 
"Ich bin nicht in der Lage, auf Kommando einen Witz zu erzählen."
 
 
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
 © GentleWhispering / Youtube.com / GentleWhispering
 

Webtrend ASMR: Maria sorgt für Orgasmus im Gehirn

Von tiefer Erholung und Hilfe bei Einschlafproblemen schwärmen Fans, wenn sie über das Phänomen ASMR sprechen. Ein kribbelndes Gefühl im ...  mehr
 
 
 © CONCON Content Consulting GmbH
 
 

Arcor Video-Tipp

 
 © Zoomin.TV B.V.
 

Dreiste Diebin auf frischer Tat gefilmt

Diese Dame hier erlangt gerade zweifelhaften Ruhm im Netz. Denn für die Babyklamotten im Laden interessiert sie sich eigentlich nur am Rande. Die ...  mehr
 
 

TV-Kalender: Die TV-Highlights des Monats

 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
 © Twentieth century Fox Home Entertainment
 

Rocker-Gangs: Acht Fakten

Die Rocker von "Sons of Anarchy" gibt es nur in der TV-Serie, aber in vielen Details sind ist die Fiktion sehr nahe dran an der Realität der ...  mehr