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  • 24. April 2015 11:32

    Die Promi-Geburtstage vom 25. April 2015: Al Pacino

    Fast hätte es mit Michael Corleone nicht geklappt. «Sie wollten mich in den ersten Wochen bei den Dreharbeiten feuern», erzählte Al Pacino kurz vor seinem 75. Geburtstag dem Sender ABC.
    Der amerikanische Schauspieler und Regisseur Al Pacino denkt auch mit 75 nicht ans Aufhören. Foto: Roberto Tedeschi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der amerikanische Schauspieler und Regisseur Al Pacino denkt auch mit 75 nicht ans Aufhören. Foto: Roberto Tedeschi
     
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    Er sprach natürlich über seine Rolle in dem Mafia-Drama «The Godfather» («Der Pate»). Der Regisseur Francis Ford Coppola setzte sich vor mehr als 40 Jahren glücklicherweise gegen die kritischen Produzenten durch, die den jungen Italo-Amerikaner Alfredo James Pacino anfangs für die Rolle des Sohnes des «Paten» Don Corleone (Marlon Brando) für zu weich hielten.

    Coppola hatte den unbekannten Sprössling einer sizilianischen Familie Bewerbern wie Robert Redford, Warren Beatty, Jack Nicholson oder Robert De Niro vorgezogen. Die Rolle in der Mafia-Trilogie (1972-1990), in der sich Pacino vom braven Studenten zum kaltblütigen Oberhaupt des Familienclans verwandelt, machte ihn weltberühmt. Heute wird der ergraute Star 75 Jahre alt, doch damit setzt er sich nicht zur Ruhe.  

    Allein in diesem Jahr ist Pacino mit drei Filmen im Kino vertreten. In «Danny Collins» spielt er einen alternden Sänger, der sein Leben umkrempelt. In «Manglehorn» trauert er als einsamer Rentner einer verlorenen Liebe nach, in «The Humbling» mimt er einen Schauspieler am Ende seiner Karriere, der sich in eine deutlich jüngere Frau verliebt. Beim Filmfest in Venedig im vergangenen Herbst betonte Pacino, dass er nicht ans Aufhören denke. «Mit der Schauspielerei habe ich etwas gefunden, das ich sehr liebe», beteuerte der Oscar-Preisträger.

    Es gibt auch ganz praktische Gründe. «Ich habe junge Kinder», flachste er im ABC-Interview. Die müsse er ernähren. Die Zwillinge Anton und Olivia aus seiner Beziehung mit der Schauspielerin Beverly D'Angelo sind 14 Jahre alt. Seine Tochter Julie (25) ist eine angehende Filmproduzentin. Verheiratet war Pacino nie, doch er hatte langjährige Liebschaften, darunter mit seiner «Pate»-Kollegin Diane Keaton. «Ich möchte für meine Kinder da sein», erzählt der in Beverly Hills lebende gebürtige New Yorker dem «New Yorker Magazine». «Ich wusste, dass ich nicht wie mein Vater sein wollte», sagte er im vergangenen September der Zeitschrift.

    Pacino war zwei Jahre alt, als der 20-jährige Salvatore die Familie verließ. Er wuchs unter ärmlichen Verhältnissen bei den sizilianischen Großeltern in der New Yorker Bronx auf. Seine Mutter Rose, die zeitweise in einem Kino jobbte, habe seine Liebe zum Theater und zum Film geweckt. Als kleiner Junge habe er sie zur Arbeit begleitet, erinnert sich Pacino. «Am nächsten Tag habe ich alle Rollen nachgespielt. Ich denke, so fing es an.»  

    Es war kein einfacher Start für den 1,68 Meter großen Italo- Amerikaner. Als Teenager wurde er von der Manhattaner Hochschule für darstellende Kunst verwiesen, nahm dann aber bei Charles Laughton und dem legendären «Method»-Lehrer Lee Strasberg Unterricht. Mit Ende zwanzig erspielte sich Pacino auf den New Yorker Bühnen seine erste «Tony»-Trophäe. Auf der Leinwand fiel er erstmals 1970 als neurotischer Drogendealer in «Panik in Needle Park» auf. Strasberg zollte ihm Tribut: «Einige Schauspieler spielen Charaktere. Al Pacino wird zu ihnen.»

    Nach seinem «Paten»-Auftritt als Michael Corleone, für den er 1972 die erste von acht Oscar-Nominierungen erhielt, riss sich Hollywood um Pacino als Mafioso, Polizist oder Verbrecher. In «Serpico» (1972) spielt er einen gebrochenen Cop, in «Hundstage» (1975) einen Geiselnehmer, in «Scarface» (1979) einen mächtigen Drogendealer. Nach sechs vergeblichen Oscar-Anläufen nahm Pacino 1993 die begehrte Trophäe endlich in Empfang. Belohnt wurde er für die Rolle des blinden Ex-Offiziers und raubeinigen Charmeurs Frank Slade in «Der Duft der Frauen». Auch mit den Fernsehfilmen «Angels in America» über die Aids-Epidemie der 80er Jahre und «You Don't Know Jack» über den Sterbehilfe-Arzt Jack Kevorkian machte Pacino Furore.

    Trotz seiner Filmfolge verweist der Shakespeare-Fan immer wieder auf seine große Liebe zum Theater. Mit «Looking for Richard» hatte sich der Schauspieler bereits 1996 in eine Shakespeare-Studie vertieft und damit auch sein Regie-Debüt gegeben. Er stand in Oscar Wildes «Salome» auf der Bühne, in Shakespeares «Julius Cäsar», in Brechts «Aufstieg und Fall des Arturo Ui» und in «König Ödipus» von Sophokles.

    In diesem Herbst will er an den New Yorker Broadway zurückkehren. Das Stück «China Doll» habe er eigens für Pacino geschrieben, kündigte der Dramatiker David Mamet («Glengarry Glen Ross») an. Mit 75 Jahren wird er einen Milliardär mit einer jungen Verlobten spielen. Es sei «eine der beängstigenden und herausforderndsten» Bühnenrollen, die er je angenommen habe, sagte Pacino über den Part. Gerade richtig für Hollywoods ungezähmten Star.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LEE, Jason amerikanischer Schauspieler 45 25.04.1970 Huntington Beach USA
    FULTON-SMITH, Francis britischer Schauspieler 49 25.04.1966 München Deutschland
    BLANC, Dominique französische Schauspielerin 59 25.04.1956 Lyon Frankreich
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  • 17. April 2015 13:36

    Die Promi-Geburtstage vom 22. April 2015: Peter Frampton

    Mit «Frampton Comes Alive!» gelang dem britischen Musiker Peter Frampton in den 70er Jahren ein gigantischer Erfolg. Danach folgte der Absturz in die Fast-Bedeutungslosigkeit. David Bowie war es schließlich, der Framptons Karriere rettete.
    Peter Frampton wird 65. Foto: Jose Sena Goulao © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Peter Frampton, der heute 65 Jahre alt wird, war ein echtes Wunderkind: Mit den Truebeats spielte er bereits im zarten Alter von elf Jahren. Mit The Herd hatte er in den 60er Jahren mehrere Hits gelandet. Als Teenie-Idol wurde er gefeiert.

    Und weiter ging's: Mit der britischen Rockband Humble Pie schlug Frampton härte Töne an, 1971 stieg er allerdings wieder aus und verdingte sich unter anderem als Session-Musiker für George Harrison. Dann kam «Frampton Comes Alive!» (1976) mit seinem eigentümlichen Talkbox-Sound, danach nicht mehr viel.

    In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (1994) fand Frampton Gründe dafür: Vor dieser Platte habe er ausschließlich zum eigenen Vergnügen geschrieben. Aus der Bahn geraten sei er, «weil alles plötzlich sehr ernsthaften Charakter annahm und ich versuchte, Songs zu schreiben, von denen ich meinte, dass das Publikum sie hören wolle.»

    Und das ging gewaltig schief: Mit seinem Album «I'm In You» (1977) gelang ihm zwar noch einmal ein Hit, dann setzten ihm aber ein schwerer Autounfall auf den Bahamas, Alkohol und Depressionen zu und warfen ihn aus der Bahn. Doch dann kam David Bowie, der Peter Frampton wieder in die Spur half.

    Die beiden hatten sich einst an der Bromley Technical School angefreundet, wo Framptons Vater Kunstlehrer war, der großen Einfluss auf Bowie haben sollte, wie dieser immer wieder beteuerte.

    In einem Interview mit dem Magazin «M» erinnerte sich Frampton an seine Wiedergeburt: «Die 80er waren eine schwere Zeit für mich. Dann aber kam mein lieber Freund David Bowie und engagierte mit für die 'Glass Spider'-Tour und sein Album 'Never Let Me Down' und machte mich als Gitarrist wieder weltweit bekannt. Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken, dass er an mich geglaubt hat.»

    Ein Hit gelang Peter Frampton zwar nicht mehr, aber auf einem mittleren Level lebt es sich auch ganz gut. Von seiner langjährigen Erfahrung profitierte auch der Musikfilm «Almoust Famous» (2001), in dem er als technischer Berater den Band-Schauspielern nicht nur Gesangs- und Gitarrenunterricht gab, sondern ihnen in einem Crash-Kurs auch das Verhalten von Rock-Musikern auf der Bühne vermittelte.

    Auch die Ehrungen blieben nicht aus. Auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame hat Frampton inzwischen einen eigenen Stern und im letzten Jahr wurde er in die Ruhmeshalle der US-Musiker in Nashville aufgenommen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HEARD, Amber amerikanische Schauspielerin 29 22.04.1986 Austin USA
    HERRE, Max deutscher Sänger 42 22.04.1973 Stuttgart Deutschland
    HARLOFF, Marek deutscher Schauspieler 44 22.04.1971 Hamburg Deutschland
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  • 17. April 2015 09:02

    Die Promi-Geburtstage vom 24. April 2015: Kwabs

    Sein Album ist noch nicht einmal erschienen und schon wird Kwabs als neuer Soul-Superstar gehandelt. Der Musiker aus London, der heute seinen 25. Geburtstag feiert, wird von der eigenen Erfolgswelle zurzeit fast überrollt.
    Der britische Soulsänger Kwabs beim Tourauftakt in München. Foto: Andreas Gebert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Seine Debütsingle «Walk» wurde bei YouTube über 40 Millionen Mal angeklickt, dazu ausverkaufte Konzerte in seiner britischen Heimat und ein erfolgreiche Deutschland-Tour, die ihn vor kurzem nach München, Köln und Hamburg führte.

    Soul mit Electro-Pop-Einflüssen, eine warme, facettenreiche Stimme sowie eingängige Arrangements sind das Erfolgsrezept von Kwabs. Das Album «Love + War» soll im Mai auf den Markt kommen.

    Kwabs' Ziel war es nicht, berühmt und reich zu werden - er wollte Musik machen. Also ließ sich der Brite mit ghanaischen Wurzeln, der eigentlich Kwabena Sarkodee Adjepong heißt und seinen Spitznamen Kwabs zum Künstlernamen machte, in seiner Heimatstadt London zum Jazzmusiker ausbilden, schrieb erste Songs. Und plötzlich ging alles ganz schnell: Kwabs nahm seine Debütsingle auf, das Video dazu ging online und binnen kürzester Zeit schoss «Walk» den Sänger in die Charts. Eine Situation, mit der er umzugehen lernen musste.

    Vom Etikett Soul-Sensation will sich Kwabs nicht beirren lassen: «Ich denke immer an den Weg vor mir. Es ist noch so früh. Erfolg ist für mich, diese Reise zu genießen», sagt er der Deutschen Presse-Agentur, und klingt dabei ziemlich reflektiert und bodenständig. Natürlich würde er sich über einen Preis oder ein Nummer-Eins-Album freuen. Aber: «Ich will einfach weitermachen und noch viel lernen. Wenn man aufhört zu lernen, macht es auch keinen Spaß mehr. Ich genieße Interviews, Fotoaufnahmen, Leute zu treffen. Aber ich trenne das von der kreativen Arbeit.»

    Die Musik ist Kwabs' Lebensmittelpunkt. Für andere Dinge bleibt da kaum Zeit: «Ich mache manchmal ein bisschen Sport, ich schaue nicht viel fern. Aber ich lese gern.» Ehrgeiz treibt den jungen Musiker an. Songs schreiben, auf der Bühne stehen, die Welt sehen: «Alles, was jetzt kommt, kann Spaß machen, denke ich. Mal sehen, wo ich in zehn Jahren stehe.» 

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HUMMER, Julia deutsche Schauspielerin und Sängerin 35 24.04.1980 Hagen Deutschland
    GAULTIER, Jean Paul französischer Modedesigner 63 24.04.1952 Arcueil Frankreich
    STREISAND, Barbra amerikanische Entertainerin 73 24.04.1942 New York USA
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  • 17. April 2015 08:51

    Die Promi-Geburtstage vom 23. April 2015: Dieter Kürten

    In einem längeren Gespräch mit Dieter Kürten wird früher oder später ein Schimpanse ein Thema. Die Szene aus der ZDF-Sendung «das aktuelle sportstudio» von 1971, in dem er Gastgeber war, ist regelmäßig in TV-Rückblicken als Kuriosum zu sehen.
    375 Mal das Sportstudio und ein Affe - Dieter Kürten wird 80. Foto: Andreas Gebert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    375 Mal das Sportstudio und ein Affe - Dieter Kürten wird 80. Foto: Andreas Gebert
     
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    Kürten hat schon zigfach erzählen müssen, wie das damals war, als ein Affe vor laufenden Kameras der Frau des «Tarzan»-Darstellers Johnny Weissmüller die Perücke vom Kopf mopste. Er spricht aber immer noch gerne davon. «Sie saß da wie eine Prinzessin mit Pelzmantel und hochtoupiertem Haar. Ich höre mich selbst ständig sagen «Ach gnädige Frau, ach gnädige Frau, das macht doch nichts».» Er lacht. Unterhalter von Herzen ist der Sportjournalist geblieben. Heute feiert Kürten, der satte 375 Mal das «sportstudio» im Zweiten moderierte, seinen 80. Geburtstag.

    Kürten ist charmant. Dass er eine Frage mal brüsk abbügeln könnte, ist kaum denkbar. Dabei gibt es viel mehr zu besprechen als die Haare von Weissmüllers Frau. 2011 war er mit einem Herzinfarkt auf der Straße in seinem Wohnort Wiesbaden umgekippt. Eine Altenpflegerin rettete ihm mit Wiederbelebungsmaßnahmen das Leben. Heute gehe es ihm glücklicherweise wieder viel besser, sagt Kürten. Monate später sei er wieder der Alte gewesen. «Und jetzt bin ich der Uralte.» Er kokettiert immer noch gerne.

    Kürten ist für das Sportfernsehen das, wofür das Wort «Grandseigneur» einst seinen Weg in die deutsche Sprache fand. Ein Fragensteller mit geschliffenen Umgangsformen, stets gut gekleidet, der viel aus seinen Gästen herausbekam, ohne dabei aufdringlich zu wirken. «Wim Thoelke hat mir damals gesagt: Sie haben eine besondere Art Leute auszufragen, lassen sie sich die nicht ausreden», erzählt Kürten. «Das habe ich auch gemacht, selbst wenn mich Kritiker mal als zu weich bezeichneten.»

    1963 bekam der gelernte Speditionskaufmann aus Duisburg, der sich dann doch für den Journalismus und einen Job beim Düsseldorfer «Mittag» entschieden hatte, den Tipp, zum entstehenden ZDF zu gehen. «Da war noch ein Löchlein frei zum Reinschlüpfen - im Sport.»

    Er traf auf «sportstudio»-Mitbegründer Thoelke, dem in Abgrenzung zur doch recht nüchternen «Sportschau» eine «Unterhaltungssendung mit stark sportlichem Charakter» vorschwebte. Im März stieß Kürten zu der jungen Truppe, am 1. April begann der ZDF-Sendebetrieb, im August begann «das aktuelle sportstudio», heute ein Klassiker. Erst mit der WM 2006 in Deutschland beendete Kürten, der in seiner Laufbahn auch viele Spiele kommentierte, seine Karriere bei dem Mainzer Sender.

    Kürten kann viele Anekdoten erzählen aus diesen Jahrzehnten. Mit dem ehemaligen Bayern-Trainer und Wutreden-Erfinder («Waren schwach wie eine Flasche leer!») Giovanni Trapattoni hat er mal geweint. Es war Trapattonis Abschiedsspiel bei den Bayern. «Da habe ich ihm gesagt, dass es viele Menschen bedauern, dass er nicht mehr in der Bundesliga ist mit seinem Charme, seinem Humor und seiner Liebenswürdigkeit», sagt Kürten. Plötzlich sei ihm der italienische Star-Trainer flennend um den Hals gefallen. «Ich fing selbst an zu heulen. Ich bin immer nah am Wasser gebaut.»

    Kürten findet echte Emotionen gut und schämt sich nicht für sie. Vielleicht hat ihn das beim Publikum so beliebt gemacht. Nur um seinen Geburtstag will er keinen großen Wirbel machen. Zunächst einmal feiere er privat, sagt der Vater dreier erwachsener Kinder.

    Fehlt also noch eine Frage neben der nach dem Schimpansen? Na klar. Würde er noch mal das «sportstudio» moderieren? Er sagt nicht Nein. «Wenn mal einer ausfiele und sie würden fragen, würde ich mich vielleicht noch mal breitschlagen lassen», sagt er. Ihm geht es wirklich wieder besser.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CRUZ, Taio britischer R&B-Sänger 32 23.04.1983 London Großbritannien
    BAIRSTOW, Scott kanadischer Schauspieler 45 23.04.1970 Steinbach Kanada
    HORWITZ, Dominique deutscher Schauspieler, Regisseur und Sänger 58 23.04.1957 Paris Frankreich
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  • 16. April 2015 10:01

    Die Promi-Geburtstage vom 21. April 2015: Peter Schneider

    Peter Schneider ist Poet und Rebell und sieht darin, ähnlich wie der gerade gestorbene große Kollege und Literaturnobelpreisträger Günter Grass, keinen Widerspruch.
    Der Schriftsteller Peter Schneider wird 75. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Gesellschaftliches Engagement hat Schneider, der heute 75 Jahre alt wird, seit der 68er Studenten- und Jugendrevolte bis heute getrieben und gleichzeitig nicht daran gehindert, als Schriftsteller mit beachtlichem Erfolg zu arbeiten.

    Mit dem von Reinhard Hauff verfilmten Erzählung «Der Mauerspringer» (1982) gelang Schneider eines der bedeutendsten und originellsten Werke über den bizarren Alltag der deutschen Teilung. Darin prägte er bereits das Wort von der «Mauer im Kopf». Bekannt geworden war er schon zuvor mit seiner Erzählung «Lenz» (1973), ein Schlüsselwerk und kleines Kultbuch der Linken über die Träume und Illusionen von Intellektuellen und Künstlern über ihre Bedeutung in der Gesellschaft.

    Zwei Jahre später folgte der Band «...schon bist du ein Verfassungsfeind», dessen Titel bald als geflügeltes Wort in den allgemeinen Sprachgebrauch bei politischen Auseinandersetzungen eingegangen ist. Schneider hatte das Buch 1975 geschrieben, nachdem ihm im Zuge des berüchtigten Radikalenerlasses für den öffentlichen Dienst unter dem damaligen SPD-Kanzler Willy Brandt der Eintritt in den Schuldienst verweigert worden war - was ihn nicht daran hinderte, bis in die Gegenwart ein überzeugter und kritischer Anhänger der Sozialdemokraten zu bleiben.

    Seitdem will Schneider die, bei allen Verirrungen, positiven Erfahrungen der 68er Revolte mit ihrem Aufbrechen verkrusteter Strukturen in der Gesellschaft und im Denken weitergeben. Im Epilog seines Buches «Rebellion und Wahn» (2008) rät er seinen Kindern: «Es ist nötig - und wird immer nötig sein und Mut erfordern - gegen selbst ernannte Herren der Welt und eine feige oder übergeschnappte Obrigkeit zu rebellieren. Aber noch mehr Mut gehört dazu, gegen die Führer in der eigenen Gruppe aufzustehen und zu sagen: Ihr spinnt! Ihr seid verrückt geworden! - wenn ebendies der Fall ist.»

    Zu Schneiders letzten Büchern gehört der von Kritikern gelobte autobiografische Bericht über «Die Lieben meiner Mutter» aus den frühen Nachkriegsjahren über eine Frau mit einem großen Freiheitswillen. 2015 legte der aus Lübeck stammende und in Freiburg aufgewachsene Autor eine kritische Liebeserklärung an seine Wahlheimat Berlin vor, «An der Schönheit kann's nicht liegen».

    Und auch mit 75 Jahren hält Schneider daran fest, vor allem seinem eigenen Kopf zu folgen. Er erinnert dabei gern an den zeitweiligen Berliner Weggefährten Günter Grass: «Er hat viel Mut gezeigt und sich dabei auch mal vergaloppiert und wehgetan», sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur. «Vielleicht gibt es unter uns nicht mehr die großen Wortführer, aber ich glaube schon, dass es weiterhin ein vielfältiges gesellschaftspolitisches Engagement der Künstler und Schriftsteller gibt und geben muss. Ich werde auch nicht aufgeben.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ROJINSKI, Palina deutsche Moderatorin und Schauspielerin 30 21.04.1985 Leningrad Sowjetunion
    RONSTEDT, Jule deutsche Schauspielerin 44 21.04.1971 München Deutschland
    PLATE, Christina deutsche Schauspielerin 50 21.04.1965 Berlin Deutschland
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  • 14. April 2015 09:18

    Die Promi-Geburtstage vom 18. April 2015: Rosie Huntington-Whiteley

    Nachdem sich Megan Fox mit einigen unrühmlichen Bemerkungen über «Transformers»-Regisseur Micahel Bay ins Aus geschossen hatte, schlug die große Stunde von Rosie Huntington-Whiteley, die für die geschasste Schauspielerin in «Transformers 3 - Die dunkle Seite des Mondes» (2011) einsprang.
    Rosie Huntington-Whiteley wird 28. Foto: Hannah Mckay © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Nun ja, mit Action kennt sie sich aus - seit 2010 ist das britische Top-Model mit ihrem Landsmann Jason Statham («Fast & Furious 7») liiert, der mit Filmen der härteren Gangart seine Brötchen verdient. Heute wird Rosie Huntington-Whiteley, die in schöner Regelmäßigkeit auf diversen Hot-Listen immer ganz weit oben rangiert, 28 Jahre alt.

    Mit Wim Wenders hat das Model auch schon gedreht - allerdings «nur» einen Werbefilm für eine Eis-Marke. Mit dabei im letzten Jahr war auch Elyas M'Barek, der von seiner Film-Partnerin ganz begeistert war: «Und was kann ein schönerer Moment sein, als bei einem Filmdreh mit Rosie Huntington-Whiteley einen Tango tanzen zu dürfen?», fragte er damals laut Pressemitteilung.

    Auch wenn sich Rosie Huntington-Whiteley nach «Transformers 3» etwas Zeit gelassen hat - die Kritiken über ihre Schauspielleistung waren damals etwas durchwachsen -, verfolgt sie ihre Filmkarriere weiter. Beim Festival in Cannes wird George Millers Endzeit-Knaller «Mad Max: Fury Road» am 14. Mai seine Weltpremiere feiern. Tom Hardy, Charlize Theron und Nicholas Hoult sind ebenfalls mit an Bord.

    Berühmt wurde die immer wieder als äußerst sympathisch und natürlich beschriebene Britin als «Engel» des Unterwäsche-Labels «Victoria's Secret». 2003 wurde sie als Model entdeckt, drei Jahre später debütierte sie bereits bei «Victoria's Secret», 2011 endete ihre Engel-Karriere. Glänzend im Geschäft ist das Model gleichwohl.

    Mit ihrem Liebsten hat sich Rosie in Beverly Hills gerade ein Luxusanwesen für 13 Millionen Dollar zugelegt. Laut der Boulevard-Website «TMZ» haben sich die beiden die Kosten geteilt. Über eine baldige Heirat der Briten wird auch schon länger gemunkelt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    SCHWEINS, Esther deutsche Schauspielerin 45 18.04.1970 Oberhausen Deutschland
    RAUCH, Neo deutscher Maler 55 18.04.1960 Leipzig DDR
    FÜRSTENBERG, Ira von deutsche Adelige, Schauspielerin und TV-Moderatorin 75 18.04.1940 Rom Italien
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  • 13. April 2015 15:16

    Die Promi-Geburtstage vom 17. April 2015: Rooney Mara

    Ihre Karriere dümpelte eine Zeit lang so vor sich hin, heute aber gehört Rooney Mara zu den ganz großen Schauspielhoffnungen in Hollywood. Keinen geringen Anteil daran hat der Regisseur David Fincher («Sieben»).
    Rooney Mara wird 30. Foto: Stringer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Dabei hätte Rooney Mara, die heute 30 Jahre alt wird, die Schauspielerei fast wieder aufgegeben. Auslöser war das Remake von «A Nightmare On Elm Street» (2010) - ihre erste Hauptrolle, nachdem sie sich zuvor mit kleinen TV-Rollen durchgeschlagen hat.

    Der Frust über den Film saß tief: «Ich hasste es», erzählte sie der «Vogue». Ich dachte: «Wenn das meine Möglichkeiten sind, dann will ich nicht unbedingt Schauspielerin sein».»

    Ursprünglich hatte Rooney Mara mit der Filmerei auch nichts am Hut. Nach dem Schulabschluss hatte sie angefangen Psychologie zu studieren, folgte dann aber ihrer Schwester Kate nach, die bereits Schauspielerin war.

    Nachdem Rooney Mara dem Slasher Freddy Krueger zum Opfer gefallen war und sie das Machwerk in tiefe Zweifel gestürzt hatte, genügten ihr schließlich fünf Minuten in David Finchers Facebook-Film «The Social Network» (2010), um wieder in die Spur zu kommen.

    In dem Kinohit verkörpert sie Erica Albright, die fiktive Ex-Freundin von Mark Zuckerberg (gespielt von Jesse Eisenberg). In der Eröffnungsszene von «The Social Network» sitzen beide in einer lauten Bar, trinken Bier und die aufgebrachte Erica wäscht Mark Zuckerberg den Kopf und gibt ihm schließlich den Laufpass. Eine starke Szene für Rooney Mara.

    Es sollte noch stärker kommen. David Fincher hatte Gefallen an der jungen Schauspielerin gefunden und wollte sie schließlich für «Verblendung» (2012) engagieren, dem US-Remake nach dem Mega-Bestseller von Stieg Larsson. Über zwei Monate zog sich der Casting-Prozess hin, eine schmerzhafte Angelegenheit für Rooney Mara, aber es hat sich gelohnt: Als Hackerin Lisbeth Salander ist die Schauspielerin mindestens genauso gut wie ihre Vorgängerin Noomi Rapace.

    Für ihre Rolle machte Mara eine tiefgreifende Verwandlung durch: sie hungerte sich zur Dürrheit herunter, rasierte sich den halben Schädel, bleichte ihre Augenbrauen, färbte sich die Haare und bekam einige Piercings.

    «Die Piercings waren einfach - zwei Finger breit Whiskey und los ging's. Alles andere war harte Arbeit», sagte sie dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». «Die Rolle hat mich vor allem auch physisch ziemlich mitgenommen. Ich musste ja immer extrem dünn aussehen - und bleiben. Außerdem musste ich sehr blass sein. Das hieß also: keine Schokolade in den Drehpausen und kein Sonnenlicht. Außerdem war es beim Dreh in Schweden oft bitterkalt.»

    Für diese Kraftanstrengung erhielt Rooney Mara eine Oscar-Nominierung und brachte ihr schließlich den großen Durchbruch. Filme mit Steven Soderbergh («Side Effects - Tödliche Nebenwirkungen») und Spike Jonze («Her») katapultierten die Schauspielerin noch weiter nach oben.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BECKHAM, Victoria britische Modedesignerin und Sängerin 41 17.04.1974 Hertfordshire Großbritannien
    HRUBESCH, Horst deutscher Fußballspieler und -trainer 64 17.04.1951 Hamm Deutschland
    SILJA, Anja deutsche Opernsängerin 75 17.04.1940 Berlin Deutschland
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  • 13. April 2015 12:19

    Die Promi-Geburtstage vom 20. April 2015: Miranda Kerr

    Legolas und das Top-Model: «Herr der Ringe»-Star Orlando Bloom und die Catwalk-Schönheit Miranda Kerr, die heute 32 wird, waren ein schönes und glamouröses Paar. Gehalten hat ihre Liebe nicht.
    Miranda Kerr wird 32. Foto: Tracey Nearmy © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Miranda Kerr wird 32. Foto: Tracey Nearmy
     
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    Im Herbst 2013 wurde bekannt, dass sich die Australierin und der britische Schauspieler nach drei Jahren Ehe getrennt hätten. Die beiden hatten 2010 geheiratet, wenig später kam der gemeinsame Sohn Flynn auf die Welt, der jetzt bei seiner Mutter lebt.

    «Wir werden uns gegenseitig unterstützen und lieben als Eltern von Flynn», sagte Bloom damals der US-Journalistin Katie Couric - und das scheint auch ganz gut zu funktionieren. Als Bloom im letzten Jahr einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekam, hatte er Söhnchen Flynn dabei.

    Die Schönheit ist das Geschäft von Model Miranda Kerr, aber als Kind hat sie sich nicht besonders für Modemagazine interessiert. Richtig wohl fühlte sie sich draußen in der Natur: «Ich kletterte auf Bäume, schwamm in Flüssen, fuhr Fahrrad und ging Reiten», sagte Kerr dem US-Magazin «Harper's Bazaar». Ein echter Wildfang.

    Ihr Leben nahm eine völlig neue Richtung, als eine Freundin sie mit 13 bei einem Modelwettbewerb anmeldete - den sie tatsächlich auch gewann. Ihre ersten Shootings machte sie bereits mit 14.

    Ein einträgliches Geschäft: 2007 wurde Miranda Kerr ein Unterwäsche-Engel bei Victoria's Secret, 2008 schaffte sie es erstmalig auf die «Forbes»-Liste der 15 Top-Models. Und dank ihrer Kosmetik-Linie «Kora Organics» ist sie auch heute noch ganz oben. Zuletzt hatte sie ein Jahreseinkommen von 7 Millionen Dollar. Und damit man sie nicht vergisst, postet sie in schöner Regelmäßigkeit von sich Fotos via Instagram.

    Um ihn Form zu bleiben, achtet die Australierin natürlich auf eine ausgewogene Ernährung: «Meine persönliche Regel lautet: 80 Prozent gesund, 20 Prozent, auf was ich Lust habe», sagte sie der Zeitschrift «Grazia». Zu ihren Lieblingsspeisen gehören Spinat, Avocados, Brokkoli und anderes Grünzeug. In den Tag startet sie mit einem Schluck heißes Wasser mit einem Schuss Zitrone.

    Über die Schönheit hat Miranda Kerr ihre ganz eigene Meinung. Der Frauenzeitschrift «Joy» sagte sie, dass sich jede Frau «über ihre Einzigartigkeit freuen soll. Jede Blume ist auf ihre Weise schön.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WAGNER, Jasmin deutsche Sängerin und Musikerin 35 20.04.1980 Hamburg Deutschland
    LANGE, Jessica amerikanische Filmschauspielerin 66 20.04.1949 Cloquet USA
    O'NEAL, Ryan amerikanischer Schauspieler 74 20.04.1941 Los Angeles USA
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  • 13. April 2015 12:05

    Die Promi-Geburtstage vom 19. April 2015: James Franco

    Andere Leute mögen Autos oder Klamotten, ich liebe Filme», meint James Franco, der sich mit Haut und Haaren dem Kino verschrieben hat. Ein Dutzend Projekte sind allein in diesem Jahr mit seinem Namen verbunden.
    James Franco probiert sich überall aus. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    James Franco, der derzeit als «coolster Hund» Hollywoods gehandelt und heute 37 Jahre alt wird, reißt ein unglaubliches Pensum ab. Ein Beispiel: Bei der diesjährigen Berlinale, wo er einer der Stars war, war er allein dreifach vertreten.

    In Werner Herzogs Wüstendrama «Queen of the Desert» spielt er einen unglückseligen Liebhaber. In Wim Wenders neuem 3D-Film «Every Thing Will Be Fine» hat er die Hauptrolle des Schriftstellers, der ein Kind überfährt und an seinen Schuldgefühlen fast zerbricht. Und bei der Schwulengeschichte «I am Michael» tritt er als Schauspieler und Produzent gleichzeitig auf.

    Inzwischen lässt er es - nach Franco-Maßstäben - allerdings etwas ruhiger angehen. «Früher habe ich manchmal monatelang nur für einen Film gelebt. Ich habe mit niemandem mehr gesprochen, selbst mit meiner Freundin nicht. Für die Rolle eines Obdachlosen habe ich nachts auf der Straße geschlafen, für die Rolle eines Strichjungen bin ich mit männlichen Prostituierten rumgezogen», sagte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Heute brauche er das aber nicht mehr, «heute nehme ich mir Zeit, um mit anderen Menschen zusammen zu sein».

    James Franco, 1978 im kalifornischen Palo Alto geboren, gilt in Hollywood als Multitalent. Von «Spider Man» über «127 Hours» bis zu der Nonsense-Nordkorea-Komödie «The Interview» - Genre-Grenzen kennt der Mann nicht, der Gus van Sant («Elephant») als seinen Lieblingsregisseur bezeichnet.

    Auch hinter der Kamera fühlt sich James Franco wohl, der mit seinen Arbeiten auch gerne gegen den Strom schwimmt. Mehr als irritierend ist etwa sein Film «Child of God». Im Mittelpunkt steht dabei ein verwahrloster Mann, der als gesellschaftlicher Außenseiter in den Wäldern haust und ein immer wahnhafteres Verhalten zeigt.

    Daneben ist Franco auch noch Produzent, Drehbuchautor, Hochschullehrer, Künstler und Schriftsteller. Da fehlt doch noch was? Genau: Musiker ist der Tausendsassa natürlich auch noch. Mit seinem Kumpel Tim O’Keefe hat er die Band Daddy gegründet, die dieses Jahr angeblich ein Album veröffentlichen will, das auf Francos Gedichtsammlung «The Best of the Smiths: Side A and Side B» fußt und musikalisch an - natürlich - The Smiths orientiert ist.

    Kreativ sein und mit kreativen Leuten arbeiten - genau das würde ihn glücklich machen, sagte das Multitalent im letzten Jahr beim Filmfestival in Venedig. Und immer in Bewegung bleiben: «Manchmal will ich gar nicht schlafen, weil ich Angst habe, dass ich etwas verpassen könnte», sagte er im Interview mit dem Fitnessmagazin «Shape». Und so fällt tatsächlich auch noch ein bisschen Zeit für Sport ab: «Boxen ist für mich die beste Methode, um die Muskeln in den Armen und am Oberkörper zu trainieren und auch mal allen Frust loszuwerden, den man angestaut hat», sagte er «Shape». «Wenn ich sauer auf eine bestimmte Person bin, dann benenne ich den Sandsack nach ihr und haue zu, was das Zeug hält.»

    So ernst sich James Franco und seine Arbeit nimmt, für Schabernack ist er gleichwohl immer zu haben. So hat er sich mal mit einer ungewöhnlichen Aktion über Hollywoods Paparazzi-Szene lustig gemacht. Er postete auf Instagram angebliche Paparazzi-Fotos, die ihn in romantischer Zweisamkeit mit unterschiedlichen Personen zeigen. Mal knutschend mit einer Blondine im Auto, mal händchenhaltend mit einem Mann. Dazu schrieb der US-Schauspieler («Spider-Man») Überschriften im Stile von Gossip-Magazinen: «Franco hat ein Date mit mysteriösem Mädchen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CHRISTENSEN, Hayden kanadischer Schauspieler 34 19.04.1981 Vancouver Kanada
    CURRY, Tim britischer Schauspieler 69 19.04.1946 Grappenhall Großbritannien
    ELSTNER, Frank Fernsehmoderator und Produzent 73 19.04.1942 Linz Österreich
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  • 10. April 2015 08:52

    Die Promi-Geburtstage vom 16. April 2015: Henri von Luxemburg

    Er gilt als aufgeschlossener Monarch und praktischer Europäer: Seit fast 15 Jahren ist Großherzog Henri von Luxemburg Staatschef des zweitkleinsten Landes der Europäischen Union.
    Am Hof in Luxemburg stehen gleich zwei Jubiläen an: Der 60. Geburtstag von Großherzog Henri und der 15. Jahrestag seiner Thronbesteigung. Foto: Yoan Valat © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Am Hof in Luxemburg stehen gleich zwei Jubiläen an: Der 60. Geburtstag von Großherzog Henri und der 15. Jahrestag seiner Thronbesteigung. Foto: Yoan Valat
     
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    Als der Politikwissenschaftler im Oktober 2000 zum Großherzog Luxemburgs gekrönt wurde, war er einer der Junioren im Kreis der Monarchen Europas. Nun feiert der junge Mann von damals seinen 60. Geburtstag. Luxemburg hat rund 550 000 Einwohner und ist das einzige Großherzogtum der Welt.

    Und nichts ist mehr wie einst: Das «schwarze» Luxemburg, wo über Jahrzehnte hinweg die wichtigen Entscheidungen im Dreieck von Großherzog, katholischem Erzbischof und Premierminister fielen, wird zusehends bunter, liberaler und moderner. Der Großherzog wird künftig fast ausschließlich für nationales Zeremoniell zuständig sein, die katholische Kirche verliert rasant an politischer Bedeutung. An einer neuen Verfassung wird gerade gearbeitet.

    Henri absolvierte die klassische Laufbahn europäischer Königskinder: Abitur in Frankreich, Offiziersausbildung im britischen Sandhurst, Studium in Genf. Dort studierte auch Maria Teresa Mestre, Tochter eines vor Fidel Castro geflohenen kubanischen Großgrundbesitzers. 1981 heirateten die beiden. Noch im selben Jahr brachte Maria Teresa den ersten Sohn und heutigen Erbgroßherzog Prinz Guillaume zur Welt, gefolgt von drei weiteren Söhnen und einer Tochter.

    Der aus dem Haus Nassau stammende Henri, der in Luxemburg «Grand-Duc» genannt wird, tritt zurückhaltend und freundlich auf. Henri ist gläubiger Katholik - und ließ Ende 2008 wissen, dass er ein Gesetz zur Erleichterung der Sterbehilfe nicht unterzeichnen könne. Der damalige christlich-soziale Regierungschef Jean-Claude Juncker reagierte prompt: Das Parlament beschloss eine Verfassungsänderung, wonach der Großherzog Gesetze nur noch verkünden, aber nicht mehr billigen muss.

    Spätestens seitdem wird in Luxemburg über die Stellung des Großherzogs im Gesamtgefüge debattiert. In der Abgeordnetenkammer nimmt schon seit 2009 eine neue Verfassung Gestalt an. Und alles deutet darauf hin, dass die seit 1815 bestehende luxemburgische Monarchie zwar erhalten bleibt - 2012 waren 70 Prozent der Luxemburger dafür. Aber die ohnehin schon geringen Befugnisse des Großherzogs dürften weiter eingeschränkt werden.

    In einem Entwurf für die neue Verfassung steht etwa, dass auf Antrag der Regierung das Parlament den Großherzog zur Abdankung zwingen kann. Möglicherweise wird der Großherzog, der über weite Strecken der neuen Verfassung nur Staatschef genannt wird, auch auf den Ehrentitel des Oberbefehlshabers der rund 900 Mann zählenden Streitkräfte verzichten müssen.

    Der seit Ende 2013 amtierende liberale Premierminister Xavier Bettel hat in einer seiner ersten Amtshandlungen dafür gesorgt, dass der Nationalfeiertag nicht mehr in der katholischen Kathedrale, sondern mit einem zivilen Festakt im Luxemburger Theater begangen wird. Mit der Verfassungsreform will Bettel Kirche und Staat in Luxemburg trennen. Henri muss dazu schweigen, auch zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe sagte er nichts.

    Feierlichkeiten sind zum 60. Geburtstag des Großherzogs nicht geplant - weder zu seinem Geburtstag, noch zu seinem Thronjubiläum im Oktober, ließ der Hof wissen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    GABRIELLE britische Popsängerin 45 16.04.1970 London Großbritannien
    WIESINGER, Kai deutscher Schauspieler 49 16.04.1966 Hannover Deutschland
    MARGRETHE II. dänische Königin 75 16.04.1940 Kopenhagen Dänemark
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  • 09. April 2015 11:29

    Die Promi-Geburtstage vom 13. April 2015: J.M.G. Le Clézio

    Nigeria, Mauritius, Panama und Nizza: Rastlos und unermüdlich führen ihn seine literarischen Werke seit nunmehr über 50 Jahren durch die Welt.
    Le Clézio ist ein Weltbürger. In seinen Romanen und Erzählungen durchquert er die halbe Welt. Foto: Ricardo Maldonado Rozo © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Le Clézio ist ein Weltbürger. In seinen Romanen und Erzählungen durchquert er die halbe Welt. Foto: Ricardo Maldonado Rozo
     
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    «Eine lange Reise» heißt der Titel eines seiner Werke. Es könnte auch stellvertretend für Le Clézios Leben stehen. Denn der Schriftsteller, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, spürt in seinem Werk, für das er 2008 den Nobelpreis für Literatur erhielt, seiner Lebensgeschichte nach. 

    Sein zuletzt auf Deutsch erschienener Erzählband «Der Yama-Baum und andere Geschichten» (2013) führt den Schriftsteller diesmal von Frankreich bis nach Liberia. Er handelt von Frauen und ihren persönlichen Lebenskämpfen. Ein Thema, das J.M.G. (Jean-Marie Gustave) Le Clézio bereits in «Lied vom Hunger» aufgreift. Das 2009 in Deutschland veröffentlichte Buch ist ein bewegendes Porträt seiner Mutter Ethel, die mit ihren Eltern vor den deutschen Soldaten nach Nizza flüchtete, wo er am 13. April 1940 geboren wurde.

    Le Clézio rekonstruiert in seinen über 35 Romanen, Essays und Erzählungen Familiengeschichte. In «Der Afrikaner» verarbeitet er in seiner schnörkellosen Sprache die Begegnung mit seinem Vater, einem englischen Mediziner, der zeitweise in Afrika im Auftrag der britischen Regierung arbeitete. Er war acht Jahre alt, als er mit seiner Mutter nach Afrika reiste.

    «Ich habe oft das Gefühl gehabt, meine Vorfahren wohnten in mir und ich würde durch ihre Augen sehen», erklärte er sein autobiografisch geprägtes Werk. Seine Vorfahren hatten vor gut zweihundert Jahren ihre bretonische Heimat verlassen, um sich auf der Insel Mauritius niederzulassen.

    Le Clézio hat neben der französischen Staatsangehörigkeit auch die von Mauritius. Einem Ort zentraler Sehnsucht, wie er in seinem Roman «Revolutionen» schreibt. In «Der Yama-Baum und andere Geschichten» führt ihn seine Reise wieder auf die Insel.   

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BEGA, Lou deutscher Pop-Sänger und Musiker 40 13.04.1975 München Deutschland
    VÖLLER, Rudi deutscher Fußballer 55 13.04.1960 Hanau Deutschland
    PERLMAN, Ron amerikanischer Schauspieler 65 13.04.1950 New York USA
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  • 08. April 2015 13:41

    Die Promi-Geburtstage vom 15. April 2015: Dagmar Frederic

    Im vergangenen Jahr gab es viele Geschichten über Dagmar Frederic: Niederlage im jahrelangen Erbschaftsstreit, herbe Kritik, weil sie einer Honecker-Wachsfigur salutierte, Auszug aus der Villa in Woltersdorf (Oder-Spree) in eine Mietswohnung.
    Dagmar Frederic mit ihrem Hund Ruppi. Foto: Lukas Schulze © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Leicht war das nicht. Aber mir geht es gut», sagt die Entertainerin entschlossen und zeigt auf ihr neues Zuhause an der Müggelspree in Berlin. Hündin Ruppi saust durch den Garten mit Frühlingsblumen, die die gebürtige Eberswalderin gepflanzt hat. «Ich bin eine Blumentante», sagt Frederic und streift die Highheels ab. Das Foto ist im Kasten - jetzt geht es auch barfuß. Heute wird die Sängerin und Moderatorin 70 Jahre alt.

    Zeit für eine große Party bleibt kaum: Einen Tag später will sie wieder im brandenburgischen Beelitz zum Spargelanstich mit Kindern singen. Ihren 60. feierte die «Valente des Ostens» - wie sie nach ihrem Idol genannt wird - noch mit viel Prominenz in Berlin.

    «Diesmal mache ich mich davon. Ich bin nur bis Mittag hier», sagt Daggi, wie sie genannt wird. Das größte Geschenk machen ihr die Schlossgartenfestspiele Neustrelitz: Mit dann 70 Jahren steht Frederic im Musical «Hello Dolly» in Mecklenburg-Vorpommern auf der Bühne. Am 3. Juli hat der Broadway-Klassiker Premiere. «Ich bin sehr glücklich, dass Operndirektor Wolfgang Lachnitt mir das zutraut», sagt sie. «Ich trau mich das nur, weil er mir das zutraut.»

    Die Worte sprudeln aus Frederic heraus, die glitzernden Ohrhänger wippen, die langen roten Fingernägel sind ständig in Bewegung. Stolz zeigt die Künstlerin Fotos von Tochter Maxie, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wird. «Ich habe so ein Glück», sagt die Sängerin. Ihr Temperament habe sie wohl von der Großmutter, einer «fröhlichen Kneipenfrau», geerbt. Als Kind hat sie gelernt, Schifferklavier zu spielen. Viel Zeit verbrachte sie bei ihrem Vater im Tierpark, der diesen gegründet hatte.

    1966 hatte die gelernte Apothekenhelferin ihren ersten Show-Auftritt im Berliner Friedrichstadtpalast, damals das bekannteste Varieté der DDR. Frederic hatte bald eigene Fernsehshows. So moderierte sie 14 Jahre lang die populäre Weihnachtssendung «Serenade bei Kerzenschein» und neun Jahre lang «Kinomusik mit Dagmar Frederic». Daneben gab es Sendungen wie «Ein Kessel Buntes» im neuen Friedrichstadtpalast, den sie 1984 eröffnete.

    In der DDR war Frederic ein Gütesiegel für populäre Unterhaltung.
    Auch über die Wendezeit hinaus gelang es ihr, nach 1990 im vereinten Deutschland im Showgeschäft zu bestehen. Heinz Schenk und Dieter-Thomas Heck hätten sie zum Glück sehr schnell in ihre Shows geholt, berichtet sie. «Ich habe den Saal im Osten schneller voll als im Westen», räumt die Entertainerin ein. Ein «Ost-Star» will sie aber nicht sein.

    Insbesondere nach ihrem Auftritt im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds, bei dem die Entertainerin neben dem früheren Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker salutierte, hagelte es Kritik. Die Pose sei Veralberung gewesen, betont die Künstlerin.

    Sie hat keine Lust, sich für ihre Vergangenheit zu rechtfertigen. «Ich war nicht in der Partei. Ich war nicht bei der Stasi.» Klar, habe sie Privilegien genossen. «Weil wir etwas besonderes geliefert haben», sagt sie trotzig. Zugleich seien einige Dinge belastend gewesen. Nie wäre es ihr aber in den Sinn gekommen, von Auslandsreisen nicht zurückzukehren, sagt die Trägerin des Nationalpreises der DDR (1981). «Ich bin von Herzen Brandenburgerin.»

    Leidenschaftlicher Fan ist sie auch von der Ehe: Klaus Lenk (74) ist Frederics Ehemann Nummer fünf. «Ich habe immer mit großer Liebe und großem Vertrauen heiraten wollen», sagt die Entertainerin. «Es war immer richtig. Jeder hat mir alles gegeben, was ich in der Zeit brauchte.» Mit Lenk, Veranstalter von Seniorenreisen, ist sie seit mehr als 17 Jahren zusammen und im 13. Jahr verheiratet.

    «Dass man so ein Glück hat, in so einem Alter noch mal solche Schmetterlinge zu haben», schwärmt sie und wundert sich zugleich. Sie Widder, er Skorpion. «Geht gar nicht, sagt jede Kartenleserin», meint sie lachend. «Aber er hat sich ganz gut an meine Art gewöhnt.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WATSON, Emma britische Schauspielerin 25 15.04.1990 Oxford Großbritannien
    WARD, Susan amerikanische Schauspielerin 39 15.04.1976 Monroe USA
    PERRY, Linda amerikanische Rocksängerin 50 15.04.1965 Springfield USA
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  • 08. April 2015 09:53

    Die Promi-Geburtstage vom 10. April 2015: Michael Pitt

    Michael Pitt hat nicht nur aufregende Lippen («Pillow Lips»), der US-Amerikaner hat sich zu einem der großartigsten Schauspieler seiner Generation gemausert - und dabei um Mainstream-Produktionen weitestgehend einen großen Bogen gemacht.
    Ein Multitalent: Michael Pitt. Foto: Felix Hörhager © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Seine ersten Sporen verdiente er sich an der Seite von Michelle Williams in der TV-Serie «Dawson Creek» (1999-2000). Damals lebte der noch recht unbekannte Schauspieler in einer üblen Gegend in Brooklyn und seine Straße sei ihm wie eine «Murder Avenue» vorgekommen, wie er der Zeitschrift «Elle» verriet.

    Seitdem hat sich bei Michael Pitt, der heute 34 Jahre alt wird, einiges getan. Spätestens seit der von Martin Scorsese angeschobenen TV-Serie «Boardwalk Empire» (2010-2011), in der Michael Pitt während der Prohibitionszeit eine Verbrecherkarriere in Atlantic City startet, ist der Schauspieler auch einem größeren Publikum bekannt.

    Eine Menge Fans hatte Michael Pitt aber auch schon vorher, seitdem er in einigen außergewöhnlichen Independent-Filmen mitwirkte. In Larry Clarks bedrückendem Drama «Bully - Diese Kids schockten Amerika» (2001) gehört er einer Gruppe orientierungsloser Jugendlicher an, die nur Sex und Party im Kopf haben. Schließlich planen sie einen Mord.

    Und in Gus Van Sants vom Leben Kurt Cobains inspirierten Rock'n'Roll-Drama «Last Days» (2005) werden die letzten Tage und Stunden eines Rocksängers erzählt. Die Rolle war Pitt auf den Leib geschrieben, macht der Schauspieler doch mit seiner eigenen Band Pagoda an Nirvana orientierte Rockmusik.

    Seine Visitenkarte gab Michael Pitt aber auch bei Bernardo Bertolucci («Die Träumer»), Michael Haneke («Funny Games U.S.») oder an der Seite von Sandra Bullock und Ryan Gosling («Mord nach Plan») ab.

    Michael Pitt ist allerdings nicht «nur» Schauspieler und Musiker, auch als Model kommt er ganz gut über die Runden. Als Gesicht von Prada wurde er 2012 in einer Werbekampagne als Hollywood-Ikone der 50er Jahre inszeniert. Und für eine Kampagne des New Yorker Labels Rag & Bone stand er sogar hinter der Kamera.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PETTYFER, Alex britischer Schauspieler und Model 25 10.04.1990 Stevenage Großbritannien
    MCCLARNON, Liz britische Popsängerin 34 10.04.1981 Liverpool Großbritannien
    LAUTERBACH, Heiner deutscher Schauspieler 62 10.04.1953 Köln Deutschland
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  • 08. April 2015 08:32

    Die Promi-Geburtstage vom 12. April 2015: Herbie Hancock

    Jazz alleine hat Herbie Hancock nie gereicht. «Ich schaue immer nach einem Weg, mich weiterzuentwickeln, Dinge auseinanderzunehmen und neu zusammenzusetzen, und nicht einfach nur immer wieder dasselbe zu machen», sagte der Pianist jüngst dem US-Radiosender NPR.
    Herbie Hancock kennt keine Grenzen. Foto: Skip Bolen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Das ist mein Wesen. Ich bin von Natur aus sehr neugierig, so war ich schon als kleines Kind.»

    Seit mehr als einem halben Jahrhundert gilt Hancock, der heute 75 Jahre alt wird, als einer der erfolgreichsten Komponisten und Interpreten des Jazz. Gleichzeitig macht er auf seinen mehr als 200 Alben und unzähligen Konzerten immer wieder Ausflüge in Klassik, Folklore, Rhythm & Blues, Rock, Pop und Rap. Kritik von Puristen ignoriert er. «Ich muss meinen eigenen Überzeugungen treu sein, dass ist der einzige Weg, sich selbst zu respektieren.» Zahlreiche Grammys und sogar einen Oscar hat ihm das schon eingebracht.

    1940 in eine afroamerikanische Mittelstandsfamilie in Chicago als Sohn eines Lebensmittelhändlers und einer Sekretärin geboren, nahm Herbert Jeffrey Hancock schon als kleiner Junge Klavierunterricht. Bald darauf gab er Konzerte und schaffte schon mit seinem Debütalbum «Takin' Off» 1962 den Durchbruch. Der darauf veröffentlichte Song «Watermelon Man» gilt bis heute als eines der einflussreichsten und bedeutendsten Jazz-Stücke überhaupt.

    1963 stieg er in das Quintett des legendären Miles Davis ein. Damals sei er selbst noch «ein richtiger Jazz-Snob», ein Purist, gewesen, erinnert sich Hancock. Doch weil Davis alles hörte - Jimi Hendrix, Manitas de Plata, Cream und die Rolling Stones - öffnete sich auch Hancock anderen Einflüssen, «weil ich so hip und cool wie Miles sein wollte». Der neugierige Jazztrompeter Davis ist für Hancock der «King of Cool».

    Auch vor der Vertonung von Werbespots, Filmen und TV-Serien schreckte Hancock nicht zurück. Er komponierte die Musik für den Action-Streifen «Ein Mann sieht rot» (1974) mit Charles Bronson und bekam einen Oscar für den Soundtrack von Bertrand Taverniers Jazz-Film «Round Midnight» (1986). Mitte der 80er Jahre dockte er mit «Future Shock» erfolgreich an den Hip-Hop an.

    Ein Ende von Hancocks musikalischer Reise ist nicht in Sicht. Mit 70 veröffentlichte er zuletzt das Album «The Imagine Project», mit dem er an John Lennon anknüpfte und Stars wie Seal, Pink, Anoushka Shankar, die Dave Matthews Band und Juanes zusammenbrachte. Momentan ist er mal wieder auf Welttournee, diesmal mit seinem alten Freund und Kollegen Chick Corea. Für seinen Geburtstag ist ein Konzert in Boston geplant.

    Aber nicht immer hat seine Neugier ihm nur Gutes eingebracht. In den 90er Jahren habe sie ihn auch zu einer Crack-Sucht geführt, wie der praktizierende Buddhist in seinen Memoiren zugab. «Ich wollte sehen, wovon da alle redeten. Also habe ich es probiert. Als ich es zum ersten Mal inhaliert habe, wusste ich, dass ich einen großen Fehler gemacht hatte», sagte er dem Radiosender NPR. Hancock versucht, seine Sucht zu verstecken, und rutscht doch immer tiefer ab. Geholfen hätten ihm schließlich seine deutsche Frau Gudrun Meixner, mit der er seit 1968 verheiratet ist, und seine Tochter.

    Nach einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik ist Hancock seine Drogensucht nun seit mehr als 15 Jahren los - und kann sein Leben wieder genießen. «Ich versuche jeden Moment in meinem Leben richtig zu kreieren. Und das ist doch auch genau das, was den Jazz ausmacht.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RONAN, Saoirse irische Schauspielerin 21 12.04.1994 New York USA
    GRÖNEMEYER, Herbert deutscher Musiker und Schauspieler 59 12.04.1956 Göttingen Deutschland
    CASSIDY, David amerikanischer Schauspieler und Musiker 65 12.04.1950 New York USA
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  • 07. April 2015 13:23

    Die Promi-Geburtstage vom 08. April 2015: Patricia Arquette

    Zwölf Jahre lang drehte Richard Linklater sein Jugenddrama «Boyhood» - mit dabei war auch Patricia Arquette, die für ihre Darstellung in diesem Jahr einen Oscar als beste Nebendarstellerin bekam, nachdem sie bereits im Vorfeld alle wichtigen Preise (u.a. Golden Globe und SAG Award) abgeräumt hatte.
    Oscar-Gewinnerin Patricia Arquette wird 47. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Oscar-Gewinnerin Patricia Arquette wird 47. Foto: Paul Buck
     
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    Ihre Dankesrede gehörte zu den wenigen Höhepunkten einer sonst eher durchschnittlichen Oscar-Nacht. Die Schauspielerin nutzte ihren Auftritt zu einem kämpferischen Aufruf für Frauenrechte. «Nun ist endlich unser Moment gekommen - für gleiche Löhne und gleiche Rechte für Frauen in den Vereinigten Staaten von Amerika», rief sie unter dem Applaus von Stars wie Meryl Streep.

    Und sie verwies auf ihre eigene Hilfsorganisation GiveLove, die sie zusammen mit Rosetta Getty nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti gegründet hat. Keine Frage, diese Frau mischt sich ein, um aus diesem Planeten eine bessere Welt zu machen. Heute feiert die Schauspielerin, die ihre Unabhängigkeit liebt, ihren 47. Geburtstag.

    Patricia Arquette wuchs mit vier Geschwistern in einer politisch engagierten Kommune in Virginia auf. Ihr Vater war Mitglied einer experimentellen Theatergruppe, ihre Mutter eine angesehene Dichterin. Als Patricia acht Jahre alt war, zog die Familie nach Kalifornien.

    Ihre Kindheit und Jugend war von Armut geprägt: «Ich denke, diese Zeit hat meine Überlebensfähigkeit und meine Empathie gestärkt. Es ist hilfreich für die Persönlichkeitsentwicklung, wenn man früh lernt, sich unter schwierigen Umständen zu behaupten», sagte sie im Interview mit dem Nachrichtenmagazin «Spiegel».

    Wie ihre drei Brüder folgte auch ihre ältere Schwester Rosanna beruflich dem Großvater, der ein bekannter Fernseh-Komiker gewesen war. Patricia durchlebte derweil eine rebellische Pubertät und gründete als 15-Jährige eine Wohngemeinschaft mit ihrer Schwester.

    Schon in jungen Jahren begann Patricia Arquette Theater zu spielen. 1987 hatte sie ihr Filmdebüt mit einer kleinen Rolle in der Tragikomödie «Die Bikinifalle» und ein Jahr später war sie in dem legendären Horrorstreifen «Nightmare on Elm Street 3 - Freddy Krueger lebt» zu sehen.

    Als sie 19-jährig schwanger wurde und ihr Freund, ein Musiker, sie verließ, entschloss sich die Jungschauspielerin, ihr Kind alleine großzuziehen. Um ihren Sohn Enzo und sich finanziell über Wasser zu halten nahm sie Rollen in verschiedenen Low-Budget-Streifen an, ohne auf deren Qualität zu achten.

    Mit Diane Keatons Fernsehfilmen «The Girl With The Crazy Brother» und «Wilde Alice» erhielt Arquette Anfang der 90er Jahre die Möglichkeit, in anspruchsvolleren Produktionen mitzuwirken. Ihre Karriere kam wieder in Schwung.

    Mit ihrer speziellen Mischung aus kindlicher Unschuld und sexueller Verführungskraft glänzte sie 1993 als Callgirl in «True Romance» und im folgenden Jahr neben Johnny Depp in Tim Burtons «Ed Wood». 1995 heiratete Arquette, deren erotische Ausstrahlung mit Stars wie Melanie Griffith und Meg Ryan verglichen wurde, ihren Schauspielerkollegen Nicolas Cage, die Ehe wurde 2001 geschieden. 2006 heiratet sie den Produzenten und Schauspieler Thomas Jane, aber auch diese Ehe hielt nicht.

    Der große Durchbruch sollte Patricia Arquette schließlich mit David Lynchs düsterem Thriller «Lost Highway» (1997) gelingen. In der Doppelrolle als sexy Vamp und brave Ehefrau zwischen Traum und Realität hetzte sie durch ein Verwirrspiel um multiple Persönlichkeiten.

    Trotz des Erfolges - ihre Kinokarriere sollte aber immer ein wenig durchwachsen bleiben. Dafür aber glänze sie in herausragenden TV-Produktionen. In der Mystery-Hitserie «Medium - Nichts bleibt verborgen» spielte sie eine Frau mit übernatürlichen Fähigkeiten, die der Polizei bei der Aufklärung von Kriminalfällen hilft. Auch bei «Boardwalk Empire» oder «CSI: Vegas» war sie dabei.

    Und dazwischen drehte sie immer wieder «Boyhood»: An Linklaters Langezeitprojekt habe sie von Anfang an gereizt, dass der Regisseur einen Film über ganz normale Menschen drehen wollte, über Menschen, die man sonst normalerweise nicht in Filmen, sagte Arquette in einem Backstage-Interview nach der Oscar-Verleihung über das herausragende Mammutprojekt, mit dem sie ihre Karriere krönte.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WRIGHT, Robin amerikanische Schauspielerin 49 08.04.1966 Dallas USA
    MADDEN, John britischer Regisseur 66 08.04.1949 Portsmouth Großbritannien
    WESTWOOD, Vivienne britische Modeschöpferin 74 08.04.1941 Tintwhistle Großbritannien
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  • 07. April 2015 12:41

    Die Promi-Geburtstage vom 09. April 2015: Kristen Stewart

    Als Bella Swan in der Vampir-Saga «Twilight» avancierte sie seit 2008 zum Teenie-Idol und millionenschweren Superstar, aber Kristen Stewart hat den weltweiten Hype um die Beißer-Trilogie gut überstanden. Es gibt ein Leben nach «Twilight».
    Kristen Stewart wird 25. Foto: Etienne Laurent. © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Kristen Stewart wird 25. Foto: Etienne Laurent.
     
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    Stewart will als ernstzunehmende Schauspielerin wahrgenommen werden, und versteckt sich keineswegs hinter ihrem frühen Ruhm, den sie bereits als Jugendliche erlebte. In die Schlagzeilen der Klatschpresse geriet sie dagegen mit ihrer Beziehung zu ihrem «Twilight»-Co-Star Robert Pattinson, die turbulente On/Off-Affäre endete 2013. An diesem Mittwoch (09.04) feiert die in Los Angeles geborene Kristen Stewart ihren 25. Geburtstag.

    Im Moment kann man sie in dem Alzheimer-Drama «Still Alice» an der Seite von Oscarpreisträgerin Julianne Moore im Kino bewundern, und dabei gibt die Actrice eine gute Figur ab. Kristen Stewart spielt eine unangepasste Rebellin, die nicht aufs College will, sondern für ihren Traumberuf Schauspielerin leben will. Trotzdem hat sie den besten Draht zu ihrer unheilbar erkranken Mutter.

    Komplizierte, emotional vielschichtige Charaktere sind ihre Stärke. In dem Indie-Drama «Die Wolken von Sils Maria» war sie als resolute Künstleragentin zu sehen, immerhin an der Seite von Juliette Binoche. Für diese Rolle wurde die Amerikanerin mit dem renommierten französischen Filnmpreis César ausgezeichnet.

    Kristen Stewarts Karriere begann sehr früh. Schon als Zwölfjährige spielte sie die Tochter an der Seite von Jodie Foster in dem Thriller «Panic Room» (2002), es folgten etliche Rollen in Spielfilmen, bis die «Twilight»-Serie ihr den Durchbruch brachte.

    Öffentliche Auftritte und den Starrummel mag Kristen Stewart angeblich nicht besonders. «Ich ignoriere den Klatsch und Tratsch um meine Person einfach. Alles andere bringt sowieso nichts», sagte sie dem Magazin «Glamour». Die Vielfältigkeit des Berufs habe sie gelockt. Stewart sieht ihre Schauspielkunst aber noch als ausbaufähig an: «Ich möchte eine bessere Charakterdarstellerin werden. Das ist eine Erkenntnis, die ich durch „Twilight“ erlangt habe über meine Fähigkeiten als Schauspielerin. Ich habe noch viel Luft nach oben», meinte Stewart im Interview mit dem Magazin «Focus».

    Man darf gespannt sein auf ihre Entwicklung. Zuletzt wurde bekannt, dass Kristen Stewart im nächsten, noch namenlosen Woody-Allen-Film mitspielen wird, an der Seite von Bruce Willis und Jesse Eisenberg.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    BENDZKO, Tim deutscher Sänger 30 09.04.1985 Berlin Deutschland
    CLUESO, deutscher Rapper 35 09.04.1980 Erfurt DDR
    GREEN, David Gordon amerikanischer Filmregisseur 40 09.04.1975 Little Rock USA
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  • 07. April 2015 11:58

    Die Promi-Geburtstage vom 14. April 2015: Erich von Däniken

    Die Götter müssen Erich von Däniken mögen. Abgesehen von ein paar Zipperlein kann der Schweizer Bestseller-Autor seinen 80. Geburtstag an diesem Dienstag (14.4.) bei guter Gesundheit feiern.
    Der Schweizer Bestsellerautor Erich von Däniken wird 80. Foto: Bally/ Keystone © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Dafür bin ich unendlich dankbar», sagt er bei einem Besuch in seiner Werkstatt im malerischen Alpenstädtchen Interlaken. «Ich rauche immer noch und ich kann noch jeden Abend mein Fläschchen Bordeaux genießen.»

    Verdientermaßen, denn tagsüber arbeitet Erich von Däniken immer noch hart. Unbeirrt wie vor einem halben Jahrhundert forscht und schreibt er auf den Spuren der Götter. Oder besser gesagt: der Astronauten aus fernen Welten. In grauer Vorzeit - so seine Hypothese - haben sie unseren Planeten besucht und die Erdweibchen durch künstliche Befruchtung zu Urmüttern der intelligenzbegabten Menschen gemacht.

    Intelligent, aber damals halt noch unwissend, weshalb sie die mächtigen Leute mit den Glashelmen über dem Kopf zu Göttern verklärten. Nachlesbar sei das doch in etlichen Zeugnissen und Berichten von Mythen und Mysterien. Von den steinernen Zeugen der Mayas und Inkas bis zu den Schriften tibetischer Lamas und vor allem der biblischen Propheten, sagt der Götterforscher, den seine weltweite Fangemeinde schlicht «EvD» nennt.

    Der Schweizer Koch, Hotelier und damals noch Hobbyforscher EvD verblüffte die Welt mit seiner Deutung uralter Überlieferungen: 16 Mark kostete sein 232-Seiten-Buch «Erinnerungen an die Zukunft», das der Econ-Verlag 1968 in den Handel brachte und damit ein Science-Fiction-Fieber auslöste. Monatelang hielt sich EvDs Erstling in den Bestsellerlisten. Seine Theorien gingen um die Welt. Die «New York Times» sprach vom Ausbruch der «Dänikenitis».

    Zum Welterfolg trug bei, dass EvD seine Ansichten unterhaltsam mit Humor und Augenzwinkern darlegte. Schon in der Schule hatte der in Zofingen geborene Sohn eines Kleiderfabrikanten vieles infrage gestellt, was er im Latein- und Griechisch-Unterricht bei Übersetzungen aus dem Alten Testament las.

    Zum Beispiel den Bericht des Propheten Ezechiel (auch: Hezekiel) über die Erscheinung Gottes auf dem Berg Sinai in einem Gebilde aus Rauch und Feuer. «Wie konnte es denn sein, dass ein allmächtiger Gott ein Fahrzeug brauchte, um sich fortzubewegen?», fragt Evd in seiner Werkstatt, wo er unter anderem Tausende von Dias und ungezählte Aufzeichnungen rätselhafter Erscheinungen aus aller Welt zusammengetragen hat. Für den Götterforscher war das, was Ezechiel beschrieb, «nichts anderes, als die Landung eines Raumschiffs».

    Was Sodom und Gomorra widerfuhr - dieser biblische Regen aus Feuer und Schwefel, der die sündigen Städte begrub - war laut EvD eine Atombombenexplosion. Und die biblische Bundeslade deutet er als Wechselsprechanlage zwischen Moses und den Astronautengöttern.

    Glaubt er das alles heute noch, mit 80 Jahren? «Vehementer denn je», sagt der mittelgroße, breitschultrige EvD, der gern leuchtend blaue Sakkos trägt. «Es kommen doch immer neue Indizien hinzu.» Die gilt es zu für deuten. Die «Dänikenitis» mag abgeklungen sein, aber unzählige Menschen verschlingen alle neuen Werke des Gottentlarvers.

    38 Bücher sind es inzwischen geworden. Mit einer Gesamtauflage von - laut EvD - rund 67 Millionen Exemplaren, übersetzt in etliche Sprachen. Darunter Titel wie «Zurück zu den Sternen», «Wir alle sind Kinder der Götter», «Der Götter-Schock», «Auf den Spuren der Allmächtigen» und «Unmögliche Wahrheiten». Stolz zeigt Erich von Däniken Ausgaben in Chinesisch und Russisch: «Früher waren meine Bücher doch im Ostblock verboten, die kommunistischen Führer wollten wohl keine anderen Götter neben sich», sagt er schmunzelnd.

    Millionen von Flugkilometern hat EvD zurückgelegt, um rätselhafte Stätten in Augenschein zu nehmen. Darunter die kerzengeraden Linien über Berggrate und tief eingeschnittene Flusstäler im peruanischen Nazca, die einem Spinnenetz ähnlich und nur von oben erkennbar sind. EvD meint, sie könnten Reste eines Raumschiff-Flughafens sein.

    Dafür - wie für viele andere seiner Ansichten und Hypothesen - ist der Schweizer oft massiv kritisiert und als Scharlatan oder gewissenloser Märchenonkel angefeindet worden. Dass er Fehler gemacht hat, manches ungeprüft und kritiklos aus zweifelhaften Quellen übernommen hat, räumt EvD ein. «Als junger Mensch ist man nicht selbstkritisch», sagt er. «Doch der Däniken von heute arbeitet anders. Man weiß, dass jedes Zitat stimmt, dass jede Quelle stimmt, dass man die alten Fehler nicht wiederholt.»

    Sonst würden ihm wohl auch nicht mehr so viele Menschen zuhören. EvD füllt immer noch große Säle, fesselt sein Publikum scheinbar mühelos stundenlang. Und auch mit 80 hat er große Pläne. Darunter die Entwicklung eines gigantischen Multimedia-Spektakels in den USA mit dem englischen Titel seines ersten Bestsellers «Chariots of the God».

    Die Kraft dafür tankt EvD daheim. Auf dem unweit von Interlaken gelegenen Beatenberg hat er ein Haus mit einem göttlichen Blick über Alpengipfel samt Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. «Ich bin seit 56 Jahren mit derselben Frau verheiratet», erzählt er. Der gemeinsame Sonntagsbraten sei eine Familientradition. «Am Ende mache ich immer Händchenhalten und sage zu meiner Frau: Du, Elisabeth, gib mir noch ein wenig Zeit. Aus mir wird schon noch was.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    BRESLIN, Abigail amerikanische Schauspielerin 19 14.04.1996 New York USA
    CARLYLE, Robert britischer Schauspieler 5 4 14.04.196 Glasgow Großbritannien
    CHRISTIE, Julie britische Schauspielerin 74 14.04.1941 Chabua Britisch-Indien
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  • 05. April 2015 12:48

    Die Promi-Geburtstage vom 11. April 2015: Christian Quadflieg

    Schon mit zwölf Jahren begleitete Christian Quadflieg seinen Vater Will Quadflieg (1914-2003) ins Hamburger Schauspielhaus, um ihn auf der Bühne zu bewundern.
    Christian Quadflieg wird 70 Jahre alt. Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Von Schillers "Don Carlos" mit Gustaf Gründgens als König Philipp und meinem Vater als Marquis Posa habe ich alle 36 Vorstellungen gesehen», erinnert sich Quadflieg im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Für die schulischen Leistungen war das sicher nicht förderlich», schmunzelt der Mime, der am Samstag (11. April) 70 Jahre alt wird. Für ihn habe kein Zweifel bestanden, dass er auch Schauspieler werden wollte. Obwohl der berühmte Vater ihn gewarnt hatte: «Auf der Bühne bist du alleine. Da nützt es dir nichts, dass du mein Sohn bist.»

    Als er bei der Aufnahmeprüfung an der Bochumer Schauspielschule zunächst durchfiel, brach für ihn eine Welt zusammen. «Aber dann hat es ja doch noch geklappt!» Nach Engagements in Oberhausen, Wuppertal und Basel machte sich der gut aussehende junge Mann mit den dunklen Haaren und den braunen Augen selbstständig und spielte seit 1974 an bedeutenden Häusern in Hamburg, Berlin, München und Wien bald selbst große Klassiker-Rollen. Der Regisseur Fritz Umgelter, mit dem Quadflieg insgesamt 16 Filme drehte, entdeckte ihn fürs Fernsehen und wollte ihn unbedingt für die Hauptrolle in dem Vierteiler «Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski».

    Auftritte in Krimiserien wie «Derrick», «Ein Fall für zwei» und «Der Alte» machten Quadflieg einem Millionen-Publikum bekannt. Für einen Skandal sorgte die «Tatort»-Folge «Reifezeugnis» (1977), in der Quadflieg als Lehrer ein Verhältnis mit der jungen Nastassja Kinski hat. «Die Szene, die so viele damals empörend fanden, war aus heutiger Sicht eher lächerlich: Da huschte Nastassja Kinski für Sekunden oben ohne durchs Bild», erinnert sich der Schauspieler, mittlerweile mit randloser Brille und grau meliertem Bart - die unverwechselbare, angenehm sonore Stimme ist geblieben. Für ihn war vor allem die Zusammenarbeit mit dem damaligen «Tatort»-Regisseur Wolfgang Petersen ein Höhepunkt seines Berufsleben.

    Große Popularität errang Quadflieg mit der Titelrolle in der erfolgreichen ZDF-Fernsehserie «Der Landarzt» (ab 1986). In 40 Folgen praktizierte er als Dr. Karsten Mattiesen in einem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf und kümmerte sich verständnisvoll nicht nur um die gesundheitlichen Probleme der Menschen. Nach dem Studium der ersten 13 Drehbücher hatte ihn seine Ehefrau, die Schauspielerin Renate Reger, mit der er seit 1974 verheiratet ist, mit den Worten «Mach es!» ermutigt. Viel Kritikerlob bekam Quadflieg auch für seine Auftritte in literarischen Mehrteilern, den Dreiteiler «Vater wider Willen» (1995) und die RTL-Serie «Anwalt Martin Berg».

    Den Abschied von der Serienwelt hat Quadflieg bereits 2001 genommen. Seit Jahren tourt er dafür mit seinen Dichterlesungen mit Texten von Schiller, Heine oder Kästner quer durch Deutschland. «Manche kommen, weil sie "den Typen aus dem Fernsehen" mal live erleben wollen. Und wenn die dann mit einem Gedicht von Brecht oder Enzensberger nach Hause gehen und vielleicht sogar neugierig darauf werden, dann ist mir das sehr recht», sagt der Schauspieler.

    Früher habe er viel Zeit in Büchereien zugebracht, um seine literarischen Programme zusammenzustellen. Heute gehe das dank Internet etwas einfacher. Sein Lieblingsdichter ist nach wie vor Heinrich Heine (1797-1856): «Der hat nicht nur wunderbare Gedichte geschrieben, sondern war auch ein politisch kluger Kopf.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    RICHARDS, Dakota Blue britische Schauspielerin 21 11.04.1994 South Kensington Großbritannien
    STANSFIELD, Lisa britische Popsängerin 49 11.04.1966 Manchester Großbritannien
    THOMALLA, Simone deutsche Schauspielerin 50 11.04.1965 Leipzig DDR
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  • 31. März 2015 16:41

    Die Promi-Geburtstage vom 01. April 2015: Susan Boyle

    Sie ist lange raus aus den Schlagzeilen der Boulevardpresse. Einzige Ausnahme: die Meldung, dass Susan Boyle seit vergangenem Herbst einen Freund hat, ihren ersten, einen Arzt aus den USA, wie englische und amerikanische Medien berichteten. Heute wird die Sängerin 54 Jahre alt.
    Die kinderlose Susan Boyle wird 54 und kann sich durchaus vorstellen, jetzt noch Adoptivmutter zu werden. Foto: Brian Stewart © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die kinderlose Susan Boyle wird 54 und kann sich durchaus vorstellen, jetzt noch Adoptivmutter zu werden. Foto: Brian Stewart
     
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    Auch was ihre Karriere im Showbusiness angeht ist Boyle wahrhaft eine Spätzünderin. Beheimatet in einem Dörfchen namens Blackburn unweit von Edinburgh, änderte sich ihr Leben allerdings schlagartig, nachdem sie sich in der Castingshow «Britain's Got Talent» beworben hatte und mit ihrem Auftritt im Januar 2009 sowohl die Jury als auch das Publikum im Saal und an den Bildschirmen zu Hause mit ihrer glockenklaren Stimme von den Stühlen riss. Die arbeitslose Schottin mit breiten Hüften, unmoderner Frisur und unvorteilhaftem Kleid rührte mit dem Musical-Song «I Dreamed A Dream» (aus «Les Misérables») ihre Zuhörer zu Tränen. Ihr gleichnamiges Album eroberte später im Vereinigten Königreich wie in den Vereinigten Staaten den ersten Platz der Musikcharts und verkaufte sich international millionenfach.

    Gesundheitliche Probleme, Lernschwierigkeiten und Hänseleien in der Schule: Das Leben hat es zunächst nicht sonderlich gut mit Susan Boyle gemeint. «Das Singen hat die Leute, die mich fertig gemacht haben, zum Schweigen gebracht. Und was noch wichtiger ist: Es hat die Dämonen in mir selber besiegt», schreibt Boyle in ihrer Autobiografie «Ein Traum wird wahr» (2010). «Ich habe eine neue Identität gefunden. Ich bin eine andere Frau geworden.»

    Ihre medienwirksam inszenierte Aschenputtel-Geschichte scheint jedoch langsam auserzählt zu sein. Ihre Tourneen bleiben zwar gut besucht, ihr sechstes Studioalbum «Hope», das zum Weihnachtsgeschäft 2014 erschien, erreichte in Großbritannien und den USA indes nur noch die Top Twenty.

    Sie hat mit ihren Interpretationen bekannterer und weniger bekannter Songs nicht zuletzt den Nerv all jener getroffen, die sich vom Leben benachteiligt fühlen. Sie macht den Menschen Hoffnung auf ein eigenes Happy End und ist gern bereit, ihr Glück zu teilen. Sie denkt daher über eine Adoption nach. «Ich möchte einem jungen Menschen das geben, was ich nicht hatte», sagte sie vor kurzem der «Mail on Sunday». «Ich habe so viel Liebe zu geben. Ich liebe Kinder... Es wäre für mich ein Weg, etwas zurückzugeben... Es würde mich so glücklich machen», ist sie sich sicher. Allerdings hängt die Erfüllung dieses Wunsches von den zuständigen Behörden ab. Es bleibt abzuwarten, ob das tatsächlich noch klappt.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ZUCKERMAN, Josh amerikanischer Schauspieler 30 01.04.1985 Stanford USA
    GÄTGENS, Singa deutsche Schauspielerin und Moderatorin 40 01.04.1975 Hamburg Deutschland
    CLIFF, Jimmy jamaikanischer Reggae-Musiker 67 01.04.1948 St. Catherine Jamaika
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  • 31. März 2015 16:36

    Die Promi-Geburtstage vom 07. April 2015: Birgit Schrowange

    Der Countdown läuft für Birgit Schrowange. «Bis 65 möchte ich verheiratet sein», verriet die Fernsehmoderatorin vor einem Monat dem Privatsender Hit Radio FFH. Da war sie noch 56. Heute ist ihr 57. Geburtstag.
    Birgit Schrowange blickt zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Georg Wendt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Birgit Schrowange blickt zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Georg Wendt
     
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    Sie habe schon drei Heiratsanträge bekommen und jedes Mal abgelehnt, sagte Schrowange Anfang März. «Es hat bisher nicht hundertprozentig gepasst.» Dabei weiß die RTL-Vorzeigefrau, die eine Zeitlang mit dem Talkshow-Host Markus Lanz (46) liiert war und mit ihm einen Sohn hat, was ihr an einem potenziellen Partner gefällt: «Ich finde gut, wenn ein Mann Rückgrat hat, nicht so ein Ja-Sager ist, seine eigene Meinung vertritt - auch, wenn es unbequem ist.» Von Lanz hatte sie sich 2006 nach rund achtjähriger Beziehung getrennt.

    Die alleinerziehende Mutter ist die große Überlebenskünstlerin im kommerziellen Fernsehen. Bereits im 21. Jahr ist sie das Gesicht der RTL-Sendung «Extra». Länger laufen nur noch «RTL Aktuell», das «Nachtjournal» und «Explosiv». Anfang der 1990er Jahre war sie vom ZDF zum Kölner Privatsender gewechselt. «Mich hat jeder gewarnt, einschließlich meiner Eltern. Aber ich hab Gott sei Dank auf mein Bauchgefühl gehört. Ich wusste, das ist jetzt meine letzte Chance. Ich war ja immerhin auch schon 35», erinnert sie sich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zum 20. Jubiläum des Boulevardmagazins im Oktober 2014.

    Es sei damals die beste Zeit bei RTL gewesen, meint sie im Rückblick: «Das Schmuddel-Image war weg, es war ja nach der Zeit von 'Tutti Frutti' etc. Es war Geld da, man konnte Sachen ausprobieren. Man konnte sich austoben. Ich weiß noch, wie wir irgendwo eine Zeitungsnotiz gesehen haben 'Serienmörder zum Tode verurteilt', dann sind wir einfach nach Amerika geflogen, und ich konnte damals ein Interview in der Todeszelle machen. Da hat Dr. Thoma (der einstige RTL-Chef) nur gesagt: 'Ja, mocht's mo, mocht's mo!' Das ist heute natürlich komplizierter geworden, ganz klar.» Aber die Quote stimmt immer noch.

    Auf dem Bildschirm schaut sie immer recht streng. Im wahren Leben ist sie anders. Sie redet viel, sie lacht viel. «Wir haben ja oft auch harte Themen, da kann ich nicht auf Trallafitti machen», sagt sie.

    Wenn Schrowange am Montagabend um 22.15 Uhr auf Sendung geht, ist sie manchmal ganz schön geschafft, da spürt sie doch schon das Alter. «Ich würde jetzt lügen, wenn ich sage, dass ich immer noch so fit und dynamisch bin wie vor 20 Jahren. Das ist nicht so. Montags steh ich früh auf, mache meinen Sohn für die Schule fertig, um 10 Uhr beginnen die Abnahmen der Beiträge, und dann zwölf Stunden später live auf Sendung, da muss ich mich manchmal auch zusammenreißen.»

    Hat sie Angst vor dem Moment, wo vielleicht doch irgendwann ein RTL-Hierarch auf sie zukommt und sagt: «Birgit, du hast dir große Verdienste um den Sender erworben, aber wir meinen...» Sie lacht laut. «Nein, da habe ich keine Angst. Ich bin kein Mensch, der krampfhaft an seinem Job festhält.» Und das Licht der Öffentlichkeit, das die gelernte Rechtsanwaltsgehilfin aus dem Sauerland damals so sehr gesucht hat? «Nein, das würde ich nicht vermissen. Ich habe auch ein ganz anderes Leben außerhalb des Rampenlichts. Und es sind andere in den Startlöchern, die müssen auch mal ran.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BELLAMY, Bill amerikanischer Schauspieler 50 07.04.1965 Newark USA
    CROWE, Russell neuseeländischer Schauspieler 51 07.04.1964 Wellington Neuseeland
    RÜCKWARDT, Catherine deutsche Dirigentin 55 07.04.1960 Los Angeles USA
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  • 31. März 2015 09:58

    Die Promi-Geburtstage vom 06. April 2015: Frank Black

    Mit einem schnöden Fax setzte Pixies-Frontmann Frank Black seine Band-Kollegen in Kenntnis, dass es vorbei sei. Damit endete 1993 (vorerst) die Geschichte einer der einflussreichsten Gruppe der letzten Dekaden.
    Frank Black wird 50. Foto: Hugo Marie © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Frank Black wird 50. Foto: Hugo Marie
     
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    Sägende Gitarrenriffs, rauer Charme und Explosionen - das war die Welt der stilprägenden Indie-Band Pixies. Vor allem das Album «Doolittle» (1989) gilt als Meilenstein der Musikgeschichte.

    Inspiriert von Buñuel, David Lynch, der Mythologie und der Bibel; surrealistische Texte über Sex, Gewalt und fiese College-Studentinnen; ekstatisches Geschrei zu harten Gitarrenriffs zwischen Laut und Leise - fertig war das Meisterwerk. Heute feiert Frank Black seinen 50. Geburtstag.

    «Doolittle», das vom Musikmagazin «Rolling Stone» zu den 500 besten Alben aller Zeiten gezählt wird, hat zusammen mit den anderen drei Pixies-Werken vermutlich jede Gitarrenband - von Nirvana bis zu den Strokes - in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten beeinflusst.

    Ruhm ist ja ganz schön, aber ihr Konto haben die Pixies damit nicht füllen können. Das mit dem Geld haben sie inzwischen geregelt: 2003 war die Reunion perfekt. Ganz offenherzig gestand Black, dass es den Pixies nicht mehr um Kunst gehen würde, «jetzt reden wir über Geld».

    Sogar ein neues Album sprang nach langen Anlaufschwierigkeiten heraus: Allerdings haben die Pixies für ihr Studioalbum-Comeback «Indie Cindy» (2014), das aus drei kurz zuvor erschienen EP's zusammengestoppelt wurde, einige Prügel bezogen. Frank Black mag's egal sein, er hat schon schwierigere Zeiten durchgemacht.

    Jahrelang mühte und plagte sich Black, der auch unter dem Namen Black Francis veröffentlicht hat und eigentlich Charles Michael Kittridge Thompson IV heißt, ohne dass er an die ganz großen Erfolge der glorreichen Tage hat anknüpfen können.

    «Ich würde gerne mehr Platten verkaufen», sagte er 2003 der dpa kurz vor dem Comeback der Pixies, um mehr Geld in aufwändigere Produktionen stecken zu können und um wieder in größeren Clubs zu spielen. Manche seiner zahlreichen Soloalben wurden in nur wenigen Tagen mit einem mobilen Studio aufgenommen. Aber die Zeit des Darbens ist längst vorbei, heute sichern die zahlreichen Auftritte den Pixies das vorzügliche Überleben.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    BRAFF, Zach amerikanischer Filmemacher 40 06.04.1975 South Orange USA
    KOSCHWITZ, Thomas deutscher Moderator 59 06.04.1956 Heidelberg Deutschland
    GEISSENDÖRFER, Hans W. deutscher Filmemacher 74 06.04.1941 Augsburg Deutschland
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  • 30. März 2015 17:12

    Die Promi-Geburtstage vom 03. April 2015: Leona Lewis

    Eigentlich wollte Leona Lewis von klein auf Opernsängerin werden - das hat zwar nicht geklappt, aber ihre Musikleidenschaft kann die Britin, die heute 30 Jahre alt wird, dennoch voll ausleben.
    Leona Lewis wird 30. Foto: Georgios Kefalas © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Einfach war ihr Weg allerdings nicht: Die Sängerin, die bereits mit zwölf Jahren ihr erstes Lied geschrieben hat, quälte sich durch zahlreiche Gesangswettbewerbe, wo sie auch häufig brillierte, aber zum Erfolg führte das nicht. Erst als sie bei der Castingshow «X Factor» mitmachte, bei der sie 2006 auch gewann, sollte sich für sie alles ändern. Ihr damaliger Freund hatte die als Kellnerin jobbende Sängerin zur Teilnahme überredet.

    Mit «Spirit» (2007), «Echo» (2009) und «Glassheart» (2012) hat Lewis inzwischen drei Alben veröffentlich, die sich millionenfach verkauften. Und das ganz ohne große Show oder Knalleffekte. Auf der Bühne hält sich die Sängerin eher zurück, im Vordergrund soll ihre ausdrucksvolle Stimme stehen, die mühelos vier Oktaven umfasst.

    Zudem legt Leona Lewis großen Wert darauf, dass ihre Songs zeitlos und klassisch klingen - und zu Herzen gehen sollen sie auch: «Ich singe traurige Lieder», sagte die «Balladenkönigin» laut Mitteilung ihrer Plattenfirma Sony. «Und ich liebe es! Ich liebe es, emotional zu sein und von Songs berührt zu werden - ich fühle mich von Texten, die etwas finsterer und trauriger sind, einfach angezogen.»

    Auch wenn Singen die große Leidenschaft der engagierten Tierschützerin ist, die ein Leben ohne Skandale führt, längst hat sie sich auch andere Berufsfelder erschlossen. Im letzten Jahr gab sie in dem Musical «Walking On Sunshine» ihr Kinodebüt. Der oberflächliche und kitschige Gute-Laune-Film ist zwar ziemlicher Murks, Leona Lewis' Leistung aber wurde allenthalben gerühmt. Da geht sicherlich auch in Zukunft noch was.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DATH, Dietmar deutscher Schriftsteller 45 03.04.1970 Rheinfelden Deutschland
    FEATHERSTONE, Angela kanadische Schauspielerin 50 03.04.1965 Hamilton Kanada
    MURPHY, Eddie amerikanischer Schauspieler 54 03.04.1961 New York USA
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  • 30. März 2015 10:23

    Die Promi-Geburtstage vom 05. April 2015: Agnetha Fältskog

    Kann man sich in einen Menschen verlieben, wenn man nur seine Stimme kennt? Dem Schweden Björn Ulvaeus soll das so ergangen sein. Als er Agnetha Fältskog zum ersten Mal im Radio singen gehört habe, sei es um ihn geschehen gewesen.
    Agnetha Fältskog, 1977 - heute wird sie 65. Foto: Chris Hoffmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Agnetha Fältskog, 1977 - heute wird sie 65. Foto: Chris Hoffmann
     
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    Später trafen die beiden in einer Fernsehshow aufeinander. «Sie haben sich Hals über Kopf in eine Beziehung gestürzt, weil sie so ineinander verliebt waren», erzählt Ingmarie Halling, Kuratorin des Abba-Museums in Stockholm.

    Dass sie zusammen Teil einer der größten Bands der Musikgeschichte würden, wussten die beiden da noch nicht. Auch nicht von den Krisen, die das mit sich bringen würde. Vor allem Agnetha machte es nicht immer glücklich, das A von Abba zu sein. Heute wird sie 65 Jahre alt.

    Die Blondine ist die aus der schwedischen Popband, an die sich viele wohl am besten erinnern. Ihrer hohen Stimme und brav-erotischen Ausstrahlung auf der Bühne verfiel nicht nur Bandkollege Ulvaeus, mit dem sie neun Jahre verheiratet war.

    Männer schmachteten Agnetha an, als sie 1974 mit «Waterloo» beim Eurovision Song Contest den Durchbruch mit Abba feierte. Und später, als sie «Mamma Mia» (1975), «Dancing Queen» (1976) oder «The Winner Takes It All» (1980) trällerte - und sich zeitweise selbst ziemlich unsicher fühlte.

    «Sie hat sich auf der Bühne nicht wohlgefühlt und das Reisen nicht besonders gern gemocht», sagt Monique Hoevens vom Internationalen Abba-Fanclub. Als die vier Bandmitglieder - Agnetha, Björn, Benny Andersson und Anni-Frid («Frida») Lyngstad - nach einem Welthit nach dem nächsten erst privat und dann auch beruflich getrennte Wege gingen, gaben viele der blonden Schönheit die Schuld.

    «Ich finde nicht, dass das fair war», sagt Hoevens. «Es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht», sagen Agnetha, aber auch ihre früheren Bandkollegen seitdem immer wieder in Interviews. «Sie wollten etwas anderes ausprobieren», sagt Museumskuratorin Halling.

    Fältskog zog sich zurück. Zunächst blieb sie auch als Solokünstlerin aktiv, wollte aber vor allem mehr Zeit für ihre Familie haben, für die beiden Kinder Linda und Peter, die sie mit Ulvaeus hat. «Sie verstehen sich immer noch sehr gut», sagt Hoevens über Abba. «Wenn sie zusammen sind, werden sie immer nostalgisch.»

    Aus den Mündern der Bandmitglieder klingt das manchmal anders. «Unglaublich schlechtes Timing», nannte es Benny Andersson bei der Eröffnung des Abba-Museums in Stockholm 2013 in der Zeitung «Expressen», dass Fältskog sich nicht blicken ließ. Er, Ulvaeus und Lyngstad traten zu dritt auf.

    Allerdings hatte Fältskog zu der Zeit auch einiges um die Ohren: Im Mai 2013 erschien ihr Soloalbum «A», das erste mit eigenen Songs seit Jahrzehnten. Davor hatte sie zuletzt 2004 ein Album mit neuen Versionen von Popsongs anderer Sängerinnen herausgebracht. Mit «A» überraschte Fältskog die Fans - und schien den Rummel sogar zu genießen. Fan Monique Hoevens hofft: «Vielleicht überrascht sie uns noch einmal.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    RILEY, Tom britischer Schauspieler 34 05.04.1981 Maidstone Großbritannien
    MCCREADY, Mike amerikanischer Musiker 49 05.04.1966 Pensacola USA
    GREENAWAY, Peter britischer Filmregisseur 73 05.04.1942 Newport Großbritannien
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  • 29. März 2015 09:55

    Die Promi-Geburtstage vom 04. April 2015: Armin Rohde

    Er ist Kommissar, schwuler Metzger, Ex-Knacki, Schönheitschirurg, Albert Einstein, Politiker, Prolet, Emporkömmling, Hotzenplotz, Sheriff.
    Hansdampf in allen Gassen: Armin Rohde wird 60. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Hansdampf in allen Gassen: Armin Rohde wird 60. Foto: Britta Pedersen
     
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    Armin Rohde dreht auch oft für mehrere Filme gleichzeitig, pendelt dann zwischen den Städten hin und her und schläft im Auto. «Es wird mir nie zu viel. Werden mir gute Rollen angeboten, sage ich reflexhaft zu», erzählt Rohde. «Es hört nie auf, spannend zu sein. Faszinierend ist es, weil es immer wieder um menschliche Existenzen und Charaktere geht. Das ist ein unerschöpfliches Thema.» Am 4. April wird er 60 Jahre alt. Und sagt doch: «Manchmal komme ich mir noch immer vor wie ein Anfänger.»

    Armin Rohde steht seit 35 Jahren auf der Theaterbühne und vor der Kamera - und ist auch nach mehr als hundert Kino- und TV-Filmen weiter mit Leib und Seele Schauspieler. Die Schule hatte der Sohn aus einer Handwerker- und Arbeiterfamilie, aufgewachsen in Wuppertal, kurz vor dem Abitur geschmissen. Allerlei Umwege, auch über die USA, folgten. Rohde träumte immer davon, Schauspieler zu werden. Anfang der 80er klappte es: Ausbildung an der Folkwang-Schule in Essen. Aus dem chaotischen, unzuverlässigen Junge sei ein disziplinierter Schüler geworden, schreibt Rohde in seiner Autobiografie «Größenwahn und Lampenfieber». Der Durchbruch gelang ihm 1992 als Bierchen in Sönke Wortmanns «Kleine Haie».

    Gerade war Rohde im Ersten in «Unverschämtes Glück» als Bürgermeister zu sehen - «total kaputter Typ», wie er selbst seine Rolle beschreibt. Zugleich drehte er in Hamburg «Nachtschicht» und ist Ende April wieder im ZDF als Kommissar Erichsen im Einsatz. Demnächst wird er beim Kölner «Tatort» mit von der Partie sein, im Kino zudem in «Winnetous Sohn». Rohde gehört seit Jahren zu den gefragtesten deutschen Schauspielern.

    Hat er keine Angst, dass die Zuschauer sich allmählich sattsehen an ihm? «Ich will die Leute nicht belagern mit meiner Präsenz. Aber es ist manchmal so, dass zusätzlich noch Wiederholungen im Fernsehen laufen und ich dann an einem Abend auf drei Kanälen gleichzeitig laufe. Das find' ich dann mitunter schon leicht übertrieben.» Zugleich freut sich der Bochumer: «Ich bin eifriger Facebooker und Twitterer und da wird oft gefragt, wann der nächste Rohde kommt.»

    Was reizt ihn aktuell? «Worauf ich wahnsinnig Lust habe, sind historische Rollen - so mit gepuderter Perücke und Stöckelabsätzen. Da wäre noch einiges für mich zu machen. Aber entscheidend ist natürlich immer die Qualität des Drehbuchs.» An Auszeichnungen mangelt es ihm nicht. 2013 wurde Rohde für die Darstellung des grobschlächtigen Knast-Ausbrechers Mattock in «Alleingang» als bester Hauptdarsteller mit dem Deutschen Schauspielerpreis geehrt. 2012 hatte er den Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler erhalten, vorher auch etwa die Goldene Kamera, Bambi und den Grimme-Preis.

    «Das ist eine tolle Anerkennung und natürlich ist es schön, sich ab und zu auf diese Weise feiern zu lassen. Aber danach geht der Beruf seinen normalen Gang, es gibt dann nicht mehr Geld oder noch größere Rollen.» Wichtig für einen Schauspieler: «große psychische Stabilität, eiserne Gesundheit, Sinn für Pünktlichkeit und Teamwork. Und Talent wäre natürlich auch nicht schlecht.» Rohde bilanzierend über Rohde: «Bis auf ein paar Ausnahmen, wo man denkt «hoppla, da steht ja leider mein Name drunter», habe ich gemacht, was ich glaube gut vertreten zu können.»

    Privatleben hat Rohde wenig. «Es stellen sich schon mal kleine traurige, melancholische Momente ein, da vermisst man geliebte Menschen.» Rohde lebt im Ruhrgebiet, wenn er denn mal daheim ist. Er ist Buddhist. «Ich bin mit Anfang 20 übergetreten, weil ich ein Mädchen beeindrucken wollte. Ich finde die Philosophie sympathisch, bin aber kein knochenharter Buddhist.»

    «Ich habe vor, in den nächsten 20, 30 Jahren noch gut unterwegs zu sein.» Den Job will er machen, solange es geht. «Bevor es peinlich wird, hoffe ich, dass mir gute Freunde sagen: «Bleib mal Zuhause».» Der 60. Geburtstag wird ganz klein gefeiert. «Ich habe keine Lust, diese Zahl, die was Einschüchterndes hat, zu groß werden zu lassen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DOWNEY JR., Robert amerikanischer Schauspieler 50 04.04.1965 New York USA
    COHN-BENDIT, Daniel deutsch-französischer Politiker 70 04.04.1945 Montauban Frankreich
    DOMRÖSE, Angelica deutsche Schauspielerin und Regisseurin 74 04.04.1941 Berlin Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 27. März 2015 13:57

    Die Promi-Geburtstage vom 02. April 2015: Jürgen Drews

    Jürgen Drews ist kaum zu stoppen. Im Gespräch am Telefon redet er schnell, singt immer wieder einige Zeilen an und antwortet auch auf Fragen, die gar nicht gestellt wurden. Wie etwa auf die, ob es das berühmte Bett im Kornfeld tatsächlich gab für ihn.
    Jürgen Drews macht munter weiter: Kurz vor dem 70. Geburtstag ist Sängers ist seine neue Platte erschienen. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Jürgen Drews macht munter weiter: Kurz vor dem 70. Geburtstag ist Sängers ist seine neue Platte erschienen. Foto: Jens Kalaene
     
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    «Das ist alles so passiert: Ich bin nach St. Tropez getrampt und traf ein sehr hübsches Mädchen. Sie fuhr nur kein Fahrrad, sondern Cabrio», erfährt man.

    Überhaupt: Das «Bett im Kornfeld». Auch wenn Drews seiner Karriere immer mal wieder eine andere Wendung geben wollte, raus aus der Schublade des Unterhaltungsschlagers. Von seiner Veröffentlichung 1976 bis heute ist der Titel der Evergreen, den man auf den Lippen hat, wenn man an Jürgen Drews denkt.

    In den 1990er Jahren wird ihm die neu eingespielte Version den Weg auf den Olymp des Stimmungsschlagers ebnen. Bis heute grölen alle mit, wenn Drews am Ballermann oder bei großen Schlagerpartys im Stadion, vom «Sommerabend über blühendem Land» beginnt. Meist sind sie viel jünger. Kein Kunststück: Jürgen Drews wird am 2. April 70 Jahre alt.

    Wenn er zurückblickt, so gibt es zwei Erkenntnisse, die ihm wichtig sind. Von der einen singt er auf seiner neuen Platte: «Es war alles am besten». Nichts will er missen, nichts bereuen. Auch die schweren Zeiten nicht, etwa als seine erste Ehe zu Bruch ging oder als er sich nach dem Durchbruch beim deutschen Publikum auf Schlager festgelegt sah und sein Glück in Amerika suchte, wie er erzählt. 

    Heute geht er entspannter mit dem Label Schlager um. «Die Geschichte mit dem Schlager hat ja alles Gute gebracht, was ich mir nur denken kann», sagt er. Seine Musik ist eben nicht gemacht für das stille Kämmerlein. Sie ist für das Partyvolk, das singen will, tanzen will, Hände in die Höhe und hoch die Tassen - ganz egal, ob man es nun Pop, Dance oder eben schlicht Stimmungsmusik nennt. Als «König von Mallorca» steht er in der Feriensaison noch immer Montagnacht für Montagnacht auf der Bühne des Feierclubs Mega Park am Ballermann.

    Das alles sei nie geplant gewesen, so die zweite Bilanz, die er im Interview kurz vor seinem Geburtstag zieht: «Alles was ich vorhatte, habe ich nicht gemacht. Und alles, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich es mal mache, mache ich heute.» Der Weg zum «König von Mallorca» als nicht selbst gewähltes aber willkommenes Schicksal.

    Musikwissenschaftler Martin Lücke sieht Drews als prägende Figur des Ballermann-Schlagers. «Schlager wird von vielen sofort mit Ballermann assoziiert. Diese negative Konnotation des Begriffs hat auch Jürgen Drews mitgeprägt.» Viele seiner Melodien seien eingängig, die Texte leicht zu merken. «Wie gemacht um Menschen zum Mitsingen zu bringen», sagt Lücke. Außerdem habe Drews sich selbst auch als Kunstfigur erschaffen, die bewusst polarisiere: «Die Rolle des Spaßvogels, der auch mal aneckt, die spielt er perfekt.»

    Drews wurde 1945 nahe Berlin geboren und wuchs in Schleswig-Holstein auf. Als Teenager steht er das erste Mal auf der Bühne. «Ich hätte ums Verrecken nicht gesungen. Ganz hinten stand ich und habe mit zittrigen Händen mein Banjosolo gespielt.» Aber er war ehrgeizig und gut, lernte die Les Humphries Singers («Mama Loo», «Mexico») kennen, mit denen er in den 1970ern Erfolge feierte.

    Das sei auch die Zeit gewesen, in der er sein Faible für den Schlager entdeckte - jenes Genre, dass er zuvor immer mit Verachtung gestraft hatte. «Schlager war für mich lange das Schlimmste, was es überhaupt gab», gibt er zu. Er legte als Solokünstler los und hatte 1976 mit «Ein Bett im Kornfeld» seinen Durchbruch. Er übernimmt auch kleinere Filmrollen, moderiert die «Deutsche Schlagerparade» - musikalisch ist es in den 1980ern eher ruhig um ihn.

    Aber «Onkel Jürgen» kommt zurück: In den 1990er Jahren startet er mit des Partyversion seines Sommerhits noch einmal durch, festigt sein Image als schriller Spaßvogel mit schillernden Anzügen und schrägen TV-Auftritten. Als Kunstfigur will er sich jedoch nicht begriffen wissen: «Ich bin wie ich bin, ob nun einer hinschaut oder nicht. Und ich mag es einfach auch mal anzuecken», sagt er.

    Nur die hemmungslose Party, die gehört für ihn eher auf die Bühne nicht in sein Privatleben. Ginge es nicht darum, die nagelneue Platte zu promoten («Da ist nicht nur Schlager drauf, sondern auch super Pop-Nummern», betont er im Interview), würde er seinen Geburtstag lieber beschaulich mit seiner Ramona verbringen. «Das holen wir nach», verspricht er.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LOUISAN, Annett deutsche Sängerin 38 02.04.1977 Havelberg DDR
    ELTON deutscher TV-Moderator 44 02.04.1971 Berlin Deutschland
    HARRIS, Emmylou amerikanische Countryrock-Sängerin 68 02.04.1947 Birmingham USA
    © dpa-infocom GmbH
 
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Die Promi-Geburtstage vom 25. April 2015: Al Pacino
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