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  • 19. Oktober 2014 16:10

    Die Promi-Geburtstage vom 22. Oktober 2014: Doris Kunstmann

    Doris Kunstmann sitzt gerade im Auto, als sie sich am Handy meldet. «Wir sind unterwegs zu unserer nächsten Vorstellung», erzählt sie. Wieder einmal ist die Schauspielerin auf Theatertournee, reist quer durch Deutschland.
    Doris Kunstmann wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Marcus Brandt
    Doris Kunstmann wird 70.
     
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    In Theresia Walsers «Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel» spielt sie eine von drei Ehefrauen ehemaliger Diktatoren - Frau Margot, Frau Leila und Frau Imelda (Kunstmann). Dass sie dafür auch rund um ihren 70. Geburtstag am Mittwoch (22. Oktober) auf der Bühne steht, kommt der Hamburgerin gerade recht. «Mir geht es gut, wenn ich arbeite», sagt sie.

    «Das Theater war schon immer meine große Liebe», erzählt die Mimin mit der tiefen Stimme. Jahrelang gab sie auf der Bühne die Maria Callas in «Meisterklasse». «Am Theater spiele ich an einem Abend die ganze Rolle durch und erlebe unmittelbar die Reaktion des Publikums. Wenn ich drehe, dann vielleicht ein, zwei Szenen am Tag, aus dem Rahmen gerissen – das ist eben ganz was anderes», erklärt sie. «Trotzdem macht beides sehr viel Spaß. Aber Tournee ist etwas ganz besonders. Das Publikum freut sich - es ist immer eine Feier, wenn man auftritt.» 

    An den Bühnen ihrer Heimatstadt Hamburg erhielt sie als junge Frau – der Vater ein Filmproduzent, die Mutter ebenfalls Schauspielerin – Anfang der 60er Jahre erste Engagements. Früh entdeckten auch Film und Fernsehen die junge Frau. Es folgten zahlreiche Kinorollen wie in «Und Jimmy ging zum Regenbogen», an der Seite von Alec Guinness als Eva Braun in «Hitler - die letzten 10 Tage» oder in Michael Hanekes «Funny Games». TV-Zuschauer erlebten sie in diversen Produktionen, darunter «Tatort»- und «Derrick»- Krimis ebenso wie die «Pfefferkörner». Ob Diven, Mütter, Geliebte, Prinzessinnen, Kriminelle oder Transsexuelle – Kunstmann hat sie alle gespielt und gilt als eine der Vielseitigsten ihrer Branche. 

    «Doch wenn man anfängt, Tourneetheater zu machen, ist man fürs Fernsehen in null Komma nichts off limits», sagt Kunstmann. «Ich muss zwei Jahre im Voraus die Verträge unterschreiben.» Wenn tolle TV-Angebote einträfen, sei sie meistens verplant. «Das passiert mir nun schon seit 25 Jahren.» So habe sie etwa die Chance gehabt, über mehrere Monate in Kenia («Ich liebe dieses Land!») für eine Serie vor der Kamera zu sehen – und musste absagen. Acht Monate Drehzeit für zwei Wochen Theater. «Da habe ich geweint», erzählt sie. «Aber das ist eben so. Manchmal passen alle Termine für TV und Theater zusammen und manchmal nicht.»

    Dennoch bekommt Kunstmann Bühne und Filmset immer wieder mal unter einen Hut. Dann steht sie eben noch für Rosamunde Pilcher vor der Kamera und spielt wenig später im Ein-Personen-Stück «Oskar und die Dame in Rosa» alles - von der Oma bis zum Kind. Seit 2006 tritt sie damit bereits auf, «aber das kann ich machen, bis ich hundert bin», sagt Kunstmann und verrät, dass es inzwischen doch eine Wunschrolle gebe: den Titelpart im Stück «Memoiren der Sarah Bernhardt». «Sie hatte am selben Tag Geburtstag wie ich, wurde genau 100 Jahre vor mir geboren», sagt Kunstmann über den 1923 gestorbenen französischen Theaterstar. «In dem Stück ist sie alt, hat schon ein Holzbein. Die Rolle wäre ein Traum.»

    Sie selbst will noch lange auf der Bühne stehen. «Inge Meysel oder Heidi Kabel, die haben auch alle lange gespielt», sagt sie. «Und plötzlich ist Schluss. Wenn man den Text nicht mehr behalten kann, ist Feierabend. Aber solange ich kann und solange es mir gut geht, werde ich spielen. Das ist mein Lebenselixier.» Die Arbeit erhalte sie jung, sagt Kunstmann, «Texte lernen ist Training fürs Hirn».

    Am liebsten entspannt die Schauspielerin lesend auf Kreuzfahrten – und möchte sich endlich einen privaten Traum verwirklichen. «Wir suchen etwas, wo ich mit meinem Sohn und dessen Familie zusammen raus aufs Land ziehen kann. Dabei müsste aber jeder trotzdem seinen eigenen Bereich behalten», erzählt Kunstmann, die ansonsten ungern über Zukunftspläne spricht. «Ich rede lieber über das, was ich gerade mache, und nicht über das, was ich alles noch vorhabe.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LOTTI, Helmut belgischer Sänger und Entertainer 45 22.10.1969 Gent Belgien
    SHAGGY jamaikanischer Reggaemusiker 46 22.10.1968 Kingston Jamaika
    GWILDIS, Stefan deutscher Soulsänger 56 22.10.1958 Hamburg Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Oktober 2014 13:46

    Die Promi-Geburtstage vom 21. Oktober 2014: Udo Wachtveitl

    Udo Wachtveitl hat es dieses Jahr besonders oft aufs Oktoberfest getrieben. Der Grund: Das größte Volksfest der Welt ist Schauplatz eines neuen Falls, in dem der Schauspieler zusammen mit seinem Kollegen Miroslav Nemec als «Tatort»-Kommissar ermittelt.
    Der Schauspieler Udo Wachtveitl wird 56.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
    Der Schauspieler Udo Wachtveitl wird 56.
     
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    Ausgestrahlt wird «Die letzte Wiesn» erst im kommenden Jahr zur Oktoberfestzeit, zum Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Der produzierende Bayerische Rundfunk (BR) verriet allerdings schon vor Drehbeginn, die TV-Ermittler hätten mit «der kompletten Unübersichtlichkeit des Geschehens zu kämpfen» und: «Nicht jeder, der in diesem 'Tatort' von der Bierbank fällt, ist betrunken.»

    Im Gegensatz zum waschechten Münchner Wachtveitl hat der in Zagreb geborene Nemec übrigens eine eigene Lederhose - «eine gebrauchte quasi, eine alte». Wachtveitl sagt dazu in einem Video von den Dreharbeiten, das der BR ins Netz stellte: «Die Zuagroasten haben Lederhosen, die echten Bayern haben keine.» In seiner Jugend sei es «nicht wirklich trendy» gewesen, in Tracht auf die Wiesn zu gehen. Heute wird er 56.

    Geboren am 21. Oktober 1958, bekam Udo Wachtveitl schon als Kind Kontakt zur Filmbranche, als er erste Statistenrollen übernahm. Nach dem Abitur leistete er zunächst Zivildienst, dann studierte er in seiner Geburtsstadt einige Semester Jura. Das Studium hielt ihn jedoch nicht davon ab, nebenher Schauspielunterricht zu nehmen, 1980 wurde er in der «Duda-Dada-Show» am Münchner Theater der Jugend besetzt, bevor er am Münchner Volkstheater und am Hamburger Thalia Theater auf der Bühne stand.

    Trotz auswärtiger Engagements kehrte Wachtveitl der bayerischen Heimat aber nie für längere Zeit den Rücken. Vielmehr begann er 1982 eine Karriere als Fernsehdarsteller beim BR, der ihn für einen Part in dem TV-Zweiteiler «Die Rumplhanni» verpflichtete. Außerdem war der Jungschauspieler in der Bierbrauer-Familiensaga «Die Wiesingers» (1984) zu sehen, 1987 ebenfalls in der BR-Serie «Zur Freiheit».

    Dass er auch über den blauweißen Tellerrand schauen kann, bewies Wachtveitl, indem er 1985 unter der Regie des Hamburger Regisseurs Dieter Wedel im ZDF-Mehrteiler «Der Mann, der keine Autos mochte» mitwirkte. Erneut kam er zur Zusammenarbeit bei den Fernsehproduktionen «Wilder Westen inklusive» und «Kampf der Tiger», die 1988 ausgestrahlt wurden.

    Drei Jahre später ging es für Wachtveitl dann los mit dem «Tatort». Die Rolle des Ermittlers Franz Leitmayr machte ihn schnell bundesweit populär und bescherte ihm nicht zuletzt einen «Goldenen Löwen», den Bayerischen Fernsehpreis und den Bayerischen Verdienstorden. Überdies wurde der München-«Tatort» «Nie wieder frei» (2010) mit einem Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet.

    Inzwischen ist Wachtveitl einer der dienstältesten «Tatort»-Kommissare. Doch er spielt bis heute auch immer wieder in anderen Filmproduktionen mit, beispielsweise im Sektendrama «Wie eine Spinne im Netz» (1998), in «Vera Brühne» (2001) oder in «Der blinde Fleck» (2013).

    Als Drehbuchautor und Regisseur debütierte er 1998 mit der prominent besetzten Filmkomödie «Silberdisteln», die in einem Altenheim spielt. Auf dem Regiestuhl nahm er ebenfalls im Jahr 2000 in der Gaunerkomödie «Krieger und Liebhaber» Platz. Darüber hinaus ist Udo Wachtveitl als Sprecher von Hörspielen und Dokumentarfilmen zu hören. Nebenher synchronisiert er die Stimmen von Kollegen wie Pierce Brosnan oder Donald Sutherland.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KARDASHIAN, Kim amerikanischer Fernsehstar und Model 34 21.10.1980 Los Angeles USA
    HAGEMANN, Christiane deutsche Schauspielerin 40 21.10.1974 Bargteheide Deutschland
    FISHER, Carrie amerikanische Schauspielerin 58 21.10.1956 Los Angeles USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 17. Oktober 2014 11:15

    Die Promi-Geburtstage vom 20. Oktober 2014: Viggo Mortensen

    In der Patricia-Highsmith-Verfilmung «Die zwei Gesichter des Januars» spielt er einen schillernden Bösewicht.
    Viggo Mortensen beim Filmfestival in Venedig.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Claudio Onorato
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    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Claudio Onorato
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    «Ich mag es, wenn eine Figur ihre Geheimnisse hat und irgendwann die Maske abfällt», sagte Viggo Mortensen vor der Premiere bei der Berlinale in Februar. «Man bleibt immer auf ihrer Seite, egal wie böse sie sind.» Heute feeirt der dänisch-amerikanische Schauspieler seinen 56. Geburtstag.

    Als verwilderter Waldläufer Aragorn wurde Mortensen zum «Herr Der Ringe»-Star. In dem US-Darsteller steckt jedoch ein wahrer Feingeist, denn nicht nur die Schauspielkunst, sondern auch Poesie, Jazzmusik und Malerei haben es ihm angetan.

    Seine ersten poetischen Jazzexperimente bannte Mortensen 1994 auf das Album «Don't Tell Me What to Do». 1997 nahm er «One Less Thing to Worry About» mit seiner Ex-Frau Exene Cervenka und dem Avantgarde-Gitarristen Buckethead auf, der ihn 2011 beim Album «Reunion» (2011) erneut unterstützte.

    Während der Allroundkünstler in der Kunst- und Musikwelt eher ein Nischendasein führt, wirkte er als Schauspieler in bekannten Hollywood-Produktionen mit. Sein Kinodebüt gab Viggo Mortensen 1985 als junger Amish-Farmer in Peter Weirs Krimidrama «Der letzte Zeuge». Es folgten rund 30 Auftritte in unterschiedlichen Rollen, darunter der Part als Demi Moores beinhartem Drill-Master Jack Urgayle in «Die Akte Jane» (1997) und der Auftritt als Gwyneth Paltrows Liebhaber in «Ein perfekter Mord» (1998). Mortensen wurde zu einem vertrauten Gesicht auf der Leinwand, ohne dass ihm der Durchbruch gelang.

    Das änderte sich erst 1999, als einer der Hauptdarsteller in J. R. R. Tolkiens «Herr der Ringe»-Trilogie ausfiel. Regisseur Peter Jackson bat ihn, die Rolle des Aragorn zu übernehmen. Der gut aussehende Pferdenarr zögerte zunächst, da die Dreharbeiten bereits begonnen hatten. Sohn Henry (24), der aus Mortensens zehnjähriger Ehe mit Cervenka stammt und großer Tolkien-Fan ist, überzeugte ihn schließlich von der Rolle. Bei den Dreharbeiten in Neuseeland kannte Mortensen dann keine Schmerzen: In einer Schlachtszene verlor er einen Zahn, später brach er sich den Zeh an einem Ork-Helm.

    Vor einigen Jahren Jahr glänzte er neben Keira Knightley in David Cronenbergs «Eine dunkle Begierde» (2011), wo er den österreichischen Psychoanalytiker Sigmund Freud verkörperte. Mit weniger großen Namen ist der in Argentinien gedrehte Film «Todos tenemos un plan» (Wir alle haben einen Plan) verbunden. Dass Mortensen für die Doppelrolle der beiden Zwillingsbrüder Agustín und Pedro nach Südamerika reiste, könnte einer Kindheitserinnerung geschuldet sein. Der Sohn eines Dänen und einer US-Amerikanerin lebte im Grundschulalter zeitweise in Argentinien. Bei der Filmpremiere in Buenos Aires schwärmte er von seiner damaligen Heimat: «Ich mag das Land, das Wasser, die Flüsse». In die Delta-Landschaft Tigre sei er oft mit seinen Geschwistern im Zug zum Fischen hinausgefahren.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtstort Land
    SCHÜTTLER, Katharina deutsche Schauspielerin 35 20.10.1979 Köln Deutschland
    SNOOP DOGG, amerikanischer Rapmusiker 43 20.10.197 Long Beach USA
    RAAB, Stefan deutscher TV-Moderator 48 20.10.1966 Köln Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 17. Oktober 2014 10:32

    Die Promi-Geburtstage vom 23. Oktober 2014: Ang Lee

    Mit «Brokeback Mountain» brachte Ang Lee eine der schönsten und gewagtesten Lovestorys auf die Leinwand.
    Ang Lee mit seinem Oscar für «'Life of Pi».  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Paul Buck
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    Die tragische Geschichte einer verbotenen Männerliebe, mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal als schwule Cowboys vor einer grandiosen Bergkulisse, brach 2005 in Hollywood Tabus. Und sie bescherte dem Regisseur seinen ersten Oscar. Lee, der an diesem Donnerstag (23. Oktober) 60 Jahre alt wird, hat eine Leidenschaft für Geschichten, die sich um unerfüllte Liebe drehen.

    «Sie ziehen mich nicht nur an, ich bin von ihnen besessen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa beim Kinostart seines erotischen Spionagethrillers «Gefahr und Begierde» (2007). «Liebe, besonders die romantische Liebe, ist so gewaltig und so mysteriös...Ich kann sie auf der Leinwand noch größer darstellen oder sie unmöglich erscheinen lasse oder sie zum Scheitern bringen. Dadurch lernt man Demut», resümierte Lee.

    Spätestens mit der Liebeskomödie «Das Hochzeitsbankett» (1993) um einen schwulen Taiwaner in New York, der seinen Eltern während eines Besuchs vorspielt, glücklich verheiratet zu sein, etablierte sich Lee - nicht nur in Hollywood - als vielversprechender Regisseur. Auf der Berlinale wurde «Das Hochzeitsbankett» mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Das war der erste große internationale Preis des gebürtigen Taiwaners.

    Lee war als Mitt-Zwanziger in die USA gekommen, um dort Theaterregie und Filmproduktion zu studieren. An der Universität in Illinois lernte er seine spätere Frau, ebenfalls eine Studentin aus Taiwan, kennen. Mit Jane Lin ist er seit über 30 Jahren verheiratet, das Paar hat zwei erwachsene Söhne. Seine Frau habe jahrelang das Geld verdient, er sei Hausmann gewesen, als es mit der Karriere noch nicht lief, verriet Lee im vorigen Jahr dem «Guardian». «Ich hatte Glück, dass meine Frau die Familie unterhielt». Er hätte sich nie etwas anderes als Filmemachen vorstellen können.

    Mit Mut, Originalität und ganz unterschiedlicher Handschrift packte Lee nach seinem Durchbruch fast jedes Genre an. «Eat Drink Man Woman» war ein satirisch-liebevoller Blick auf Traditionen und den Zusammenbruch einer Kultur. Er wagte sich an britische Literaturverfilmungen mit «Sinn und Sinnlichkeit» und an uramerikanische Themen. In «Der Eissturm» schaute er hinter die Fassade des scheinbar idyllischen US-Vorstadtlebens der 1970er Jahre. Mit «Hulk» wurde er zum Comic-Action-Regisseur.

    Doch Lee blieb auch seiner eigenen Kultur verbunden. In dem Martial-Arts-Epos «Tiger & Dragon» zeigte er vor der exotischen Kulisse des alten China atemberaubende Kampfszenen im Mix mit einer epischen Lovestory. Hollywood honorierte das mit sensationellen zehn Oscar-Nominierungen. Lee gewann den Goldjungen für die beste fremdsprachige Produktion. Weitere Oscars gab es in den Kategorien Kamera, Ausstattung und Filmmusik.

    Mit dem Spionage-Thriller «Gefahr und Begierde» ließ er sich erneut auf eine Produktion in chinesischer Sprache ein, nur mit chinesischen Schauspielern gedreht. Er spielt während des Zweiten Weltkriegs in Shanghai, wo eine junge chinesische Agentin einen politischen Mord plant. «Es fordert mich schon, zu meinen eigenen Wurzeln zurückzukehren», sagte Lee im dpa-Interview. «Ich möchte dort in meinem Kulturkreis gerne einen bleibenden Eindruck hinterlassen».

    Mit dem fantastischen Überlebens-Märchen «Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger» schlug Lee einen völlig neuen Weg ein. Mit genialen 3D-Effekten und magischer Erzählweise holte er 2013 den zweiten Regie-Oscar. Im gleichen Jahr gehörte er an der Seite von Steven Spielberg, Nicole Kidman und Christoph Waltz zu der Jury des Filmfestivals in Cannes. Damals erklärte er, was für ihn einen Gewinnerfilm ausmacht: «Er muss uns überwältigen, auch wenn wir nicht genau in Worte fassen können, warum.»

    Vor wenigen Wochen gab Lee sein nächstes Projekt bekannt. Er wird den Roman «Billy Lynn's Long Half Time Walk» («Die irre Heldentour des Billy Lynn»). Es ist eine Kriegssatire um gefeierte Irak-Veteranen, die in den USA auf eine Siegestour geschickt werden. «Geschichtenerzählen ist das Allerwichtigste für mich», sagte Lee über das Projekt. Dieser Roman habe ihn sofort «gepackt».

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    PRINZ PI deutscher Rapper 35 23.10.1979 Berlin Deutschland
    REYNOLDS, Ryan kanadischer Schauspieler 38 23.10.1976 Vancouver Kanada
    BUSTER, Dolly tschechische Schauspielerin 45 23.10.1969 Prag Tschechien
    © dpa-infocom GmbH
  • 14. Oktober 2014 10:22

    Die Promi-Geburtstage vom 17. Oktober 2014: Christian Bruhn

    Jeder kennt ein Lied von Christian Bruhn. Vermutlich auch zehn. Oder 20. Rund 100 Werbemelodien - zum Beispiel für die Bausparkasse LBS oder Milka-Schokolade - sind nur ein Ausschnitt aus dem riesigen Schaffen des vielbeschäftigten Komponisten.
    Wenige kennen seinen Namen, obwohl im Fernsehen oft seine Musik läuft. Der Komponist Christian Bruhn wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Arno Burgi
    Wenige kennen seinen Namen, obwohl im Fernsehen oft seine Musik läuft. Der Komponist Christian Bruhn wird 80.
     
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    Zeichentrickserien wie «Captain Future», «Heidi» oder «Sindbad» blieben auch wegen Bruhns markanter Soundtracks im Kopf.

    Mit «Marmor, Stein und Eisen bricht» schuf er schon in den 60er Jahren einen Schlagerklassiker. Dank Bruhns «Ein bißchen Spaß muss sein» ist Roberto Blanco ein Star. Und für Katja Ebstein schrieb der Komponist «Wunder gibt es immer wieder» und heiratete sie - eine von fünf Ehen.

    Doch kaum einer kennt den Mann, der etwa 2000 Lieder verfasste. «Ich bin ein ziemlich schlechter Geschäftsmann», schreibt der Komponist, der in München lebt und am Freitag 80 wird, auf seiner Webseite. Er will groß feiern, mit 150 Gästen, großer Bühne und viel Musik.

    «Ich freue mich, wenn ein Lied von mir gespielt wird», sagt Bruhn in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich selbst bin der Macher im Hintergrund.» Einfälle habe er eigentlich immer, hat Bruhn mal gesagt, ob morgens im Badezimmer, mittags im Flugzeug oder abends am Flügel. Bereits als Vierjähriger hat er zu Hause Klavier gespielt. «Musikalität ist ein angeborenes Talent. Dafür kann man nichts, das ist eine Gabe, vom lieben Gott oder wem auch immer.»

    Das Elternhaus in Wentorf bei Hamburg war bürgerlich. Dennoch absolvierte Bruhn erst einmal eine Lehre als Maler. «Aus mir schien nichts zu werden. Da haben meine Eltern beschlossen, dass ich eine Handwerkslehre machen sollte», sagt er. Währenddessen studierte er weiter Musik «und bin natürlich bei der Musik geblieben».

    Später führte ihn sein Weg über ein Studium in Komposition, Klavier und Klarinette zuerst in Jazz-Combos und dann ins Schlagergeschäft.

    In den Jahren darauf folgte Hit auf Hit. Bruhns Komposition «Zwei kleine Italiener» für Cornelia Froboess ging in Europa 1962 mehr als 1,2 Millionen Mal über die Theke. «Marmor, Stein und Eisen bricht» für Drafi Deutscher wurde mehr als eine Million Mal verkauft.

    «Drafi Deutscher kam 1965 in das Verlegerbüro. Und er hatte diesen Anfang dabei mit dem «Dam-Dam»», schildert Bruhn die Entstehung. «Und dann sagte ich: «Das fängt ja sehr gut an. Wie geht denn das weiter?» Und er sagte: «Det machst Du!»» Und das habe ich dann auch gemacht.»

    Ähnliche Evergreens waren «Wärst du doch in Düsseldorf geblieben» für Dorthe Kollo 1968 und «Wunder gibt es immer wieder» 1970 für Katja Ebstein. Ebstein und Bruhn lernten sich kennen und lieben. 1972 heirateten sie. Die Ehe - für sie war es die erste, für ihn die dritte Hochzeit - hielt keine fünf Jahre. «Wenn ein Komponist eine schöne Stimme hört, ist er begeistert», sagt Bruhn heute darüber. Zwar solle man das Persönliche und das Berufliche trennen. Aber: «Verdi hat auch eine Sängerin geheiratet. Das liegt so im Beruf.»

    Als Mitte der 70er Jahre Zeichentrickserien aus Japan nach Deutschland kamen, wurde Christian Bruhn der wichtigste Komponist des Kinderfernsehens. Die Orientklänge aus «Sindbad», der ruppige Charme des «Wickie»-Vorspanns, die drangvoll-elektronische «Captain Future»-Musik, die Schlagermelodie von «Heidi», das düstere G-Moll-Thema aus «Timm Thaler» - all das stammt aus Bruhns Feder.

    «Ich hab immer gemeint, dass man Kindern sehr viel mehr zutrauen kann als nur «kindgemäß» zu komponieren.» So sei diese Musik entstanden. «Ich habe ja nach wie vor Fans für diese Jugendserien. Die schreiben mir: «Sie waren der Soundtrack meiner Jugend», besonders lieben sie «Timm Thaler» und «Captain Future»», schildert der Komponist.

    «Captain Future» liegt ihm bis heute am Herzen. Er spielte dort das Klavier und legte Synthesizer und Streicher darüber. Seine damalige - vierte - Frau Erika sang dazu. «Sie singt den wunderbaren Sopran in der Titelmelodie. So etwas nennt man Vocalise, ein Lied ohne Worte.» Science-Fiction-Fans kennen den Effekt von «Raumschiff Enterprise».

    Seine fünfte Ehefrau, eine Ärztin, hat Bruhn das Leben gerettet. Er hatte 2010 Krebs, wurde operiert und bekam eine Bauchfellentzündung. «Und die wurde aus irgendeinem Grund nicht behandelt. Mir ging es von Tag zu Tag schlechter.» Seine Schwester und sein Schwager seien aus Hamburg gekommen, um ihn ein letztes Mal zu sehen, sagt Bruhn. «Da hat meine Frau darauf bestanden, dass ich am Samstagabend noch mal aufgeschnitten wurde. Sie drohte der Klinik mit dem Staatsanwalt. Ich wäre da sonst wohl verreckt. Aber ich bin nicht gestorben, sondern wieder voll fit.»

    Fünf Ehen, so viele Hits, Goldene Schallplatten - und doch sieht Bruhn sein Leben nicht als Filmstoff an. «Die Leute kennen meine Lieder, aber mich kennen sie nicht. Ich habe im Jahr 2005 meine Memoiren veröffentlicht und dem Verleger gesagt: "Wenn Du mich nicht zu "Kerner" oder zu "Beckmann" bringst, dann wirst du nicht viele Bücher verkaufen. Die Leute wissen halt nicht, wer ich bin.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DEPENBUSCH, Anna Sängerin 37 17.10.1977 Hamburg Deutschland
    EMINEM, Rapper star 42 17.10.1972 Kansas City USA
    MARLEY, Ziggy Reggaemusiker 46 17.10.1968 Kingston Jamaika
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Oktober 2014 14:43

    Die Promi-Geburtstage vom 18. Oktober 2014: Zac Efron

    Zac Efron ist tief in die Musik- und Partyszene eingetaucht - zumindest in seinem neuen Film. In «We are your Friends», der 2015 anläuft, spielt er einen DJ, der versucht, in Los Angeles sein Glück zu finden und den großen Hit zu landen. Heute wird er 27.
    Zac Efron wird sein Teeniestar-Image kaum noch los.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nina Prommer
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    Mit der Disney-Reihe «High School Musical» ist Zac Efron zum umschwärmten Teenie-Star geworden. Dieses Image versucht er, wieder loszuwerden und sich mit ernsthafteren Rollen zu etablieren. Der ganz große Erfolg war allerdings bisher noch nicht darunter.

    Geboren am 18. Oktober 1987 im kalifornischen Küstenstädtchen San Luis Obispo, war Zachary «Zac» Efron bereits mit elf Jahren durch sein Gesangs- und Schauspieltalent aufgefallen. In ganz jungen Jahren konnte er sich mit Musicals wie «Gypsy», «Der kleine Horrorladen» und «The Music Man» schnell einen Namen machen, mit 15 tauchte er bereits in die Welt der US-Fernsehserien («Firefly», «Emergency Room», «CSI: Miami», «Navy CIS») auf. Die erste von drei «High School Musical»-Filmproduktionen der Disney Company markierte dann 2006 seinen Durchbruch.

    Etwas «Grease» und ein Hauch von «Westside Story»: Die Rolle des Troy, dem ambitionierten Kapitän einer Basketball-Schulmannschaft, den es genau wie seine Freundin Gabriella - verkörpert durch Vanessa Hudgens - auf die Bühne treibt, scheint Efron auf den Leib geschrieben worden zu sein. Dass es ein Happy End gibt, versteht sich fast schon von selbst.

    Im wirklichen Leben nahm die Beziehung der beiden kein ganz so glückliches Ende. Das Liebes-Aus kam nach fast vier gemeinsamen Jahren Ende 2010. Danach hat man Zac Efron in unterschiedlicher weiblicher Begleitung gesehen. Das macht ihn für Paparazzi selnbstverständlich ziemlich interessant.

    Für Schlagzeilen in der Boulevardpresse hat er aber nicht nur wegen seiner wechselnden Frauenbekanntschaften gesorgt, sondern im vergangenen Jahr mit dem Bekenntnis zu seiner - inzwischen wohl überwundenen - Drogensucht. Diese begründete er dieses Jahr in einem Fernsehinterview mit mangelnden sozialen Kontakten: «Die Arbeit hatte damit rein gar nicht zu tun. Es war eher die Zeit dazwischen. Ich wurde auf Schritt und Tritt von der Presse verfolgt.» Er habe deshalb immer mehr Zeit in seinem Haus verbracht. «Ich bin verrückt geworden. Irgendwann brauchte ich eine Art soziales Gleitmittel.»

    Mittlerweile scheint Efron sein Leben wieder im Griff zu haben. Dieses Jahr war er bei uns in den Komödien «Für immer Single» und «Bad Neighbors» im Kino zu sehen, 2015 sollen weitere mit ihm folgen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    PINTO, Freida indische Schauspielerin 30 18.10.1984 Mumbai Indien
    VAN DAMME, Jean-Claude belgischer Schauspieler 54 18.10.1960 Brüssel Belgien
    NAVRATILOVA, Martina tschechisch-amerikanische Tennisspielerin 58 18.10.1956 Revnice Tschechoslowakei
    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Oktober 2014 09:33

    Die Promi-Geburtstage vom 19. Oktober 2014: Eva-Maria Hagen

    Wir haben uns alle sehr lieb», antwortet Eva-Maria Hagen auf die Frage, wie sie die Künstler-Familie Hagen beschreiben würde, «auch wenn wir alle sehr unterschiedlich sind»: Tochter Nina (59) gilt als Ikone der Punk-Bewegung, machte als Sängerin und TV-Jurorin Schlagzeilen.
    Eva-Maria Hagen wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Stephanie Pilick
    Eva-Maria Hagen wird 80.
     
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    Enkelin Cosma-Shiva (33) ist Schauspielerin und Galeristin. Und auch Mutter und Oma Eva-Maria, die am Sonntag (19.10.) ihren 80. Geburtstag feiert, blickt auf eine bewegte Karriere zurück.

    In der DDR als Filmstar und Musical-Darstellerin gefeiert, lernte Eva-Maria Hagen 1965 den Liedermacher Wolf Biermann kennen und wurde bis zu ihrer Ausbürgerung von der Staatssicherheit überwacht und wegen Staatsverleumdung angeklagt. 1977 folgte sie dem Ex-Lebensgefährten nach Hamburg, wo sie heute immer noch lebt.

    An ihrem runden Geburtstag wollen alle Hagens im Literaturhaus-Café an der Alster zusammenkommen. «Mein größter Wunsch ist, dass alles harmonisch abläuft», meint die Jubilarin, die mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin gerade den neuen «Biene Maja»-Film synchronisiert hat, der Nachrichtenagentur dpa.

    Freunde aus Berlin werden vorbei kommen, vielleicht auch Marie Biermann, die Tochter von Wolf Biermann, mit der sie gemeinsame Liederabende veranstaltet hat. «Mir liegt sehr am Herzen, diesen umfangreichen Liederschatz, den ich mir während meiner Laufbahn einverleibt habe, der jungen Generation ans Herz zu legen», meint die zierliche Frau mit den weichen Gesichtszügen.

    Aufgewachsen im mecklenburgischen Perleberg, zog es Eva-Maria Hagen bald in die Großstadt und ans Theater - bereits mit 17 Jahren debütierte sie am Berliner Ensemble unter der Regie von Bertolt Brecht. Ein Jahr zuvor hatte sie die Maschinenschlosserlehre abgebrochen und ein Schauspielstudium begonnen.

    Die DEFA-Filmkomödie «Vergesst mir meine Traudel nicht» (1957) machte die Künstlerin populär - inzwischen Mutter von Tochter Nina aus der Ehe mit Schriftsteller Hans Oliva-Hagen. Bis 1965 wirkte Eva-Maria Hagen in rund 50 TV- und Kino-Filmen mit. Von Natur aus dunkelhaarig, musste sie meist in die Rollen von busenbetonten Blondinen schlüpfen, was ihr bald den Titel «Brigitte Bardot der DDR» einbrachte.

    Die Begegnung mit Liedermacher Wolf Biermann 1965 veränderte ihr Leben, privat wie beruflich. «Er war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.» Als sie 1976 gegen Biermanns Ausbürgerung öffentlich protestierte, entließ man sie fristlos und belegte sie mit Berufsverbot. In ihrem Buch «Eva und der Wolf», das 1998 erschien, publizierte sie auch Stasi-Protokolle über das Paar. «Es machte mich depressiv, als ich sah, dass Freunde, denen ich vertraut hatte, der Stasi die intimsten Dinge berichteten.» Heute beschreibt sie ihr Verhältnis als «locker». «Wenn wir uns auch selten sehen, ist er mir im Herzen nie abhandengekommen. Außerdem singe ich oft seine Lieder, ohne die mein Leben ärmer und düsterer gewesen wäre», sagt Hagen.

    Nach der Wende drehte Hagen wieder Filme in Babelsberg in Potsdam, steht als «Medea» oder «Mutter Courage» auf der Bühne oder sang Brecht-Lieder.

    Auch im Fernsehen und Kino sah man die vielseitige Künstlerin, zuletzt in Komödien wie «Dinosaurier - gegen uns seht ihr alt aus!» (2009) oder Dramen wie «Lore» (2012).

    Im vergangenen Jahr sorgte die Schauspielerin für Schlagzeilen, als ihre Beziehung zum Dramatiker Peter Hacks (1928-2003) bekannt wurde - indem sie ihre Liebesbriefe veröffentlichte. Auch ihre Autobiografie «Eva jenseits vom Paradies» (2006) über ihre jungen Jahre wurde im Rotbuch Verlag neu aufgelegt. Ein Geschenk hat sie sich zum Geburtstag selbst gemacht: Auf der CD «Ach, lass uns wieder gut sein» singt sie «Jiddische Lieder», zusammen mit ihrem Freund, dem Pianisten Siegfried Gerlich.

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    REITMAN, Jason kanadischer Regisseur 37 19.10.1977 Montréal Kanada
    PARKER, Trey amerikanischer Schauspieler, 45 19.10.1969 Conifer USA
    JAOUI, Agnès französische Schauspielerin 50 19.10.1964 Antony Frankreich
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  • 10. Oktober 2014 11:44

    Die Promi-Geburtstage vom 16. Oktober 2014: Corinna Harfouch

    Der wache Blick immer ein bisschen kritisch und distanziert. Die Empfindsamkeit einer starken Frau stets hinter einer gewissen Ruppigkeit versteckt.
    Corinna Harfouch wird 60.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Arno Burgi
    Corinna Harfouch wird 60.
     
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    Die von Corinna Harfouch im Film und auf der Theaterbühne gespielten Figuren fesseln den Zuschauer mit ihrem Temperament, ihrer Leidenschaft und Tiefgründigkeit. Am 16. Oktober wird die gebürtige Thüringerin 60 Jahre alt.

    Harfouch verkörpert oft gebrochene Charaktere in tragischen Geschichten. In «Was bleibt» von Hans-Christian Schmid, uraufgeführt bei der Berlinale, ist sie eine depressive Ehefrau und Mutter, die ihre Medikamente absetzen will.

    In «Im Winter ein Jahr» von Caroline Link sieht der Zuschauer sie als unnahbare und souverän wirkende, tatsächlich aber unsäglich trauernde Mutter, die ihren geliebten Sohn verloren hat.Im düsteren Ensemble-Film «Finsterworld» von Frauke Finsterwalder spielt sie eine elitäre Mutter und Ehefrau.

    Für den 2011 überraschend gestorbenen Produzenten Bernd Eichinger, mit dem sie zeitweise auch privat liiert war, stand Harfouch als «Vera Brühne» unter doppeltem Mordverdacht vor der Kamera. In seinem Kinofilm «Der Untergang» über Hitlers letzte Tage spielte sie die fanatische Magda Goebbels.

    In der Sat.1-Serie «Blond: Eva Blond!» ermittelte Harfouch als Kommissarin im Multikulti-Berlin. Im ARD-Film «Der Fall Bruckner» war Harfouch gerade als Jugendamtsmitarbeiterin zu sehen, die sich gegen alle Widerstände für einen kleinen, möglicherweise misshandelten Jungen einsetzt.

    Neben dem Film ist das Theater seit Jahrzehnten Harfouchs zweites Standbein. Furore machte sie an der Berliner Volksbühne in Zuckmayers «Des Teufels General» in der Regie von Frank Castorf. Für ihren Part als Fliegergeneral Harras wurde sie mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet. Vor stets ausverkauftem Haus lieferte sie sich am Deutschen Theater Berlin in Edward Albees «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» einen Ehekrieg mit Ulrich Matthes.

    Im Dezember wird Harfouch in einem weiteren Theater-Duell auf der Bühne stehen: Am Schauspiel Stuttgart feiert das Mutter-Tochter-Drama «Herbstsonate» nach dem Film von Ingmar Bergman Premiere. Harfouchs Bühnen-Tochter wird Fritzi Haberlandt sein, Regie führt Jan Bosse.

    Der Einstieg in die Schauspielerei wurde der heute auf dem Land in Brandenburg lebenden Harfouch nicht leicht gemacht. Nach dem Abitur in der DDR wurde sie an der Schauspielschule zunächst abgelehnt. Daraufhin machte sie eine Lehre als Krankenschwester, studierte Textiltechnik, um dann schließlich doch 1978 an der Hochschule für Schauspielkunst Berlin zu landen. In der Hauptstadt bekam sie auch ihre ersten Theaterengagements.

    Schon zu DDR-Zeiten wurde ihr Können mit Preisen gewürdigt. Kritik und Publikum überzeugte sie mit Filmen wie «Die Schauspielerin» von Siegfried Kühn und «Treffen in Travers» von Michael Gwisdek. Als sie Gwisdek 1985 heiratete, hatte Corinna Harfouch bereits ihre erste Ehe mit einem syrischen Informatiker hinter sich.

    Einen Tag nach ihrem Geburtstag steht die Schauspielerin wieder auf der Bühne: In der Weltraumoper «Leben auf der Baldrianrakete» ihres heutigen Lebensgefährten Wolfgang Krause Zwieback, die am 17. Oktober in Bonn Premiere feiert.

    Um das Älterwerden wird nach Ansicht von Harfouch zu viel Aufhebens gemacht. «Altern ist eine Selbstverständlichkeit. Und deshalb sollte man sich angemessen damit arrangieren», so Harfouch im aktuellen 3sat-«TV-& Kulturmagazin».

    «Natürlich bin ich Schauspielerin und versuche, mich in jeden Menschen hineinzuversetzen. Und das Altern scheint ja jetzt so ein Massenproblem - vielleicht ein Modeproblem - zu sein», so Harfouch. «Trotzdem nervt mich allzu viel Gerede darüber. Ich kann mit der ganzen Diskussion nichts anfangen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MAYER, John amerikanischer Musiker 37 16.10.1977 Bridgeport USA
    SCHOLL, Mehmet deutscher Fußballer 44 16.10.1970 Karlsruhe Deutschland
    ROBBINS, Tim amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Autor 56 16.10.1958 West Covina USA
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  • 09. Oktober 2014 15:18

    Die Promi-Geburtstage vom 10. Oktober 2014: David Lee Roth

    Mitte September hat David Lee Roth via Facebook, Twitter und auf seiner Homepage eine neue Folge seiner selbstbetitelten Podcast-Show angekündigt. So hält der Sänger, Songwriter und Musiker Kontakt zu seinen Fans. Erschienen ist allerdings noch nichts.
    David Lee Roth führt seit 60 Jahren ein wildes Leben.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Dean Lewins
    David Lee Roth führt seit 60 Jahren ein wildes Leben.
     
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    In den ersten Roth-Shows dieses Jahres, die ihn im Frühjahr und Sommer zeigen, hatte er fröhlich aus Japan gegrüßt, wo er in einem Tokioter Studio Cover-Songs aufnahm, unter anderem eine A-capella-Version von Pharrell Williams' Mega-Hit «Happy». Warum? Das hat der Van-Halen-Frontman für sich behalten. Er machte auch keine Andeutung, ob und wann er mit seinen Band-Kollegen in Europa oder sonstwo auf Tour gehen oder es bald ein neues gemeinsames Album nach «A Different Kind Of Truth» geben wird. Sicher ist nur eines: Heute wird der Rock-Entertainer 60.

    Geboren 1954 in Indiana als Sohn jüdischer Emigranten, wuchs David Lee seit seinen Teenagertagen in Kalifornien auf, wo er das Pasadena Community Collge besuchte und Musiktheorie studierte. Dort lernte er eines Tages die Brüder Edward «Eddie» und Alex van Halen kennen, gründete mit ihnen und dem Bassisten Michael Anthony 1974 eine Band und brachte 1978 die erste gemeinsame Platte heraus. Sie wurde gleich ein großer Erfolg: Das Debütalbum «Van Halen» hielt sich über viele Wochen in den US-Billboard-Charts und entwickelte sich mit der Zeit zu einem Millionenseller. Gleiches gilt für das Album «1984» mit dem Super-Hit «Jump», dem größten den Van Halen je hatte.

    1985 verließ David Lee Roth dann im Streit die Band, um solo weiter zu machen. Sein erstes Werk im Alleingang war eine EP: «Crazy From The Heart» (so betitelte er 1997 auch seine Memoiren). Sie wurde von Publikum und Kritik gut aufgenommen, sein Album «Eat 'Em And Smile» (1986), mit dem er auf Welttournee ging, ebenso.

    Weniger Meriten verdiente er sich mit dem selbst produzierten, poppigen «Skyscraper» (1988). Die Karriere des Künstlers begann zu bröckeln, auch als er im Stil bluesiger wurde, die Reunion mit Van Halen Mitte der 90er Jahre währte nur kurz und endete in einem großen Krach bei den MTV Music Awards (1996). Das Kriegsbeil wurde erst elf Jahre später begraben.

    Seitdem gibt Roth wieder den extrovertierten Showman der zwischenzeitlich umbesetzten Band Van Halen. Ob und wann sie gemeinsam in die Zukunft schreiten werden, bleibt abzuwarten.

    Privat weiß man wenig über David Lee Roth - außer, dass er als Kind hyperaktiv gewesen sein soll - und dass er - als einer der wenigen in seiner Szene und Generation - nie geheiratet hat. Angesprochen auf das weibliche Geschlecht soll er «Imdb.com» einmal gesagt haben: «Ich bekomme nicht alle Frauen, die ich haben will... Ich bekomme alle Frauen, die mich wollen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    CILMI, Gabriella australische Sängerin 23 10.10.1991 Melbourne Australien
    LIORET, Philippe französischer Regisseur 59 10.10.1955 Paris Frankreich
    HARPER, Jessica amerikanische Schauspielerin 65 10.10.1949 Chicago USA
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  • 08. Oktober 2014 17:47

    Die Promi-Geburtstage vom 15. Oktober 2014: Götz Otto

    Das hat gepasst: Bei den traditionsreichen Festspielen auf der Götzenburg in Jagsthausen hat Götz Otto in diesem Jahr die Rolle des «Götz von Berlichingen» übernommen.
    Götz Otto wird 47.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Felix Hörhager
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    Der Schauspieler, der heute 47 Jahre alt wird, steht gerne auf der Theaterbühne: «Der große Unterschied zwischen Theater und Dreharbeiten ist für mich nicht das Spielen vor Publikum, sondern der Luxus, über mehrere Wochen eine Figur entwickeln zu können. Man kann ausprobieren», sagte er in einem Interview, das er im Rahmen der Burgfestspiele gab.

    Götz Otto ist ein Schauspieler mit Hollywood-Flair. Sein großer internationaler Durchbruch war James Bond. Es geht die Geschichte, dass der blonde Hüne sich damals in London bei einem Casting mit den Worten vorstellte: «Ich bin groß, ich bin böse, und ich bin deutsch.» Schon hatte er - wie einst seine Landsmänner Gert Fröbe und Curd Jürgens - einen Vertrag als teutonischer James-Bond-Gegenspieler in der Tasche - und sein Image weg. Im Agententhriller «Der Morgen stirbt nie» (1997) verkörperte er den fiesen, wasserstoffblond gefärbten Handlanger eines aggressiv-machtbesessenen Medienbarons.

    Die ganz große Hollywood-Karriere blieb zwar aus, aber darum geht es Götz Otto auch gar nicht: «Der Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn ist immer das Projekt, an dem ich gerade arbeite», sagte er. Damit kann man ganz gut leben.

    Im deutschen TV- und Kinofilm aber hat er sich einen festen Platz erobert. Er war in Oliver Hirschbiegels «Der Untergang» (2004) zu sehen, spielte in «Ossi's Eleven» (2008) einen erfolglosen Würstchenverkäufer und ergatterte eine Rolle in dem Fernsehmehrteiler «Die Säulen der Erde» (2010). Auch als Synchronsprecher ist Götz Otto gefragt.

    Seit diesem Jahr ist Otto auch Botschafter für AMREF (African Medical and Research Foundation) und engagiert sich für Hilfsprojekte in Afrika.

    Otto hat auch einen persönlichen und emotionalen Bezug zu dem Kontinent. «Ich war schon häufig in Afrika, weil mein Vater lange Zeit als Bäcker in Bandaga gearbeitet und auch viel erzählt hat», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Sein Vater sei Franzose, sein erster Bäckermeister habe eine Bäckerei in Afrika betrieben und ihn gefragt, ob er dort nicht arbeiten wolle. Heute lebe sein Vater in Frankreich.

    Eigentlich hätten Vater und Sohn gerne einmal mit dem Motorrad Afrika bereist, sagt Otto. «Doch die politische Situation lässt es heute leider nicht mehr zu.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ÖZIL, Mesut deutscher Fußballer 26 15.10.1988 Gelsenkirchen Deutschland
    WACKERNAGEL, Katharina deutsche Schauspielerin 36 15.10.1978 Freiburg Deutschland
    DE BURGH, Chris irischer Sänger 66 15.10.1948 Buenos Aires Argentinien
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  • 08. Oktober 2014 14:49

    Die Promi-Geburtstage vom 14. Oktober 2014: Udo Kier

    Udo Kier wirkt besessen bei diesem Thema: Kunst, so stellt er fest, sei für ihn eine Sucht. «Die ist teurer als Kokain, aber es ist eine angenehme Sucht, ich bleibe gesund dabei», sagt der Schauspieler, berühmt für seinen grell-intensiven Blick.
    Zwischen Kunst und Horror: Der «Arteholic» Udo Kier wird 70.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
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    In seinem Haus, einer ehemaligen Bücherei in der kalifornischen Wüstenstadt Palm Springs, hat er viele Werke namhafter Künstler. Möbel von Mies van der Rohe oder Eames, Kunst von David Hockney, Andy Warhol, Sigmar Polke oder Robert Mapplethorpe. Zu fast allen Objekten und Künstlern fallen Kier Geschichten ein - so viele, dass er einen Film gedreht hat, passend zu seinem 70. Geburtstag am 14. Oktober: «Arteholic».

    Eine unterhaltsame, oft abgedrehte und egozentrische Kunstbetrachtung eines Mannes, der verrückt ist nach jeglicher Ausdrucksform, sei es im Film, auf der Bühne oder auf Leinwand und Papier. Viele seiner Kunstfreunde kommen in der von Hermann Vaske inszenierten Rundreise durch Museen in Köln, Bonn, Berlin, Frankfurt am Main, Paris und Kopenhagen zu Wort: die Künstler Rosemarie Trockel oder Jonathan Meese, der Chef der Berliner Nationalgalerie, Udo Kittelmann oder der Bildhauer Tobias Rehberger. Im Mittelpunkt: Die Kunst, aber auch Kier selbst, etwa wie er 2012 mit dem Regisseur Guy Maddin im Centre Pompidou in Paris Teil der Kunstaktion «Spiritismes» über verlorene Filme wird.

    Andy Warhol führte den jungen Schauspieler aus Köln, der eigentlich Udo Kierspe hieß, in die pulsierende Kunstszene ein mit ihren Partys, Auftritten und Skandalen. «Als Schauspieler bin ich wirklich eifersüchtig auf Maler», stellt Kier im Film fest. Ton, Licht, Kamera - alles nicht notwendig. «Wenn du Künstler bist, findest du immer einen Stift.» Bestes Beispiel: Sein Freund Michael Buthe, der überbordende Farbenkünstler, mit dem er zusammen mit Marcel Odenbach in Köln in einer Künstlerkolonie lebte. «Im Restaurant hatte Michael Buthe eine Idee, da wurden die Augen anders und plötzlich wurde ein Kaffee umgeschüttet auf ein Papier, dann wurde das mit der Hand verteilt und noch Pfeffer drauf und schon war es fertig.»

    Vielleicht steckt in diesem Bekenntnis zur Eifersucht auch etwas Koketterie, denn Kier nahm selbst an vielen Kunstaktionen teil. Zudem gilt er als Schauspieler als feste Größen im Filmgeschäft. Am Beginn seiner Karriere stand eine Kneipe in Köln, wo er mit 16 den etwas jüngeren Rainer Werner Fassbinder kennenlernte. «Eine richtige Arbeiterkneipe, wo die Leute auch mal ein Bier ins Gesicht bekamen», erinnert sich Kier. Die intensive Zusammenarbeit mit Fassbinder sollte erst später folgen. Vorerst zog es den gut aussehenden Mann aus armen Verhältnissen in so verheißungsvolle Städte wie Cannes, London und Rom. Er tauchte ein in die Welt der Künstler und Filmemacher, der Schönen und Reichen, traf den berühmten italienischen Regisseur Lucchino Visconti, den Schauspieler Alain Delon oder den Industriellensohn Arndt von Bohlen und Halbach.

    1973 sah der Pop-Art-Künstler Andy Warhol Kier in einer Rolle als Monster. Diesen Mann mit den ungewöhnlich grünen, stechenden Augen wollte er unbedingt haben - und er bekam ihn. In New York drehten sie gemeinsam Persiflagen auf die Horrorfilme «Dracula» und «Frankenstein». Das brachte Kier einigen Ruhm ein. Fortan spielte er in vielen Filmen, oft als Bösewicht, meist in Nebenrollen. Der große Durchbruch in den USA ließ aber noch auf sich warten. Erst 1991 als Freier in Gus Van Sants «My Own Private Idaho» sicherte er sich die Aufmerksamkeit der mächtigen US-Filmindustrie. Zum Horrorgenre kehrte Kier immer wieder zurück, etwa 2007 in der Neuauflage von «Halloween» oder in der Nosferatu-Hommage «Shadow of the Vampire» mit John Malkovich aus dem Jahr 2000.

    Besonders eng war die Zusammenarbeit mit Fassbinder, dem Kier nach München folgte und mit dem er sich sogar eine Wohnung teilte. Fünf Filme drehten sie zusammen, darunter «Lili Marlen», «Bolwieser» oder «Berlin Alexanderplatz». «Dann war das ein bisschen anstrengend und ich bin ausgezogen», erzählt Kier. 1982 nach Fassbinders Tod entstand eine kurze Zeit der Leere. «Keiner wollte Fassbinder-Schauspieler. Wim Wenders hatte Bruno Ganz, Werner Herzog hatte Kinski.» Doch bald ging es weiter. Kier drehte mit dem Ungarn Gábor Altorjay und stand 1987 zum ersten Mal für Lars von Trier in «Epidemic» vor der Kamera - eine künstlerische Beziehung, die viele Filme überdauern sollte, ebenso wie die mit Christoph Schlingensief.

    Irgendwann wolle er ein Buch über seine Erlebnisse schreiben, sagt Kier. Allerdings wolle er damit noch etwas warten, um die Wahrheit schreiben zu können. «Ob das eine Einladung vom Prinz Johannes von Thurn und Taxis war oder ob als 21-Jähriger der Kellner in London kam und sagte, Herr Visconti und Herr Nurejew möchten sie zu einem Glas Champagner einladen.» Auch den Titel für das Buch hat er schon: «Die Wahrheit. Keine Lügen.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    WASIKOWSKA, Mia australische Schauspielerin 25 14.10.1989 Canberra Australien
    USHER amerikanischer R&B-Sänger 36 14.10.1978 Chattanooga USA
    LAUREN, Ralph amerikanischer Modeschöpfer 75 14.10.1939 New York USA
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  • 07. Oktober 2014 07:52

    Die Promi-Geburtstage vom 13. Oktober 2014: Nana Mouskouri

    Die Frau mit der schwarzen Brille begeistert noch immer die Massen. «Nana komm bitte wieder», skandierten fast 5000 Menschen im Juli in Athen nach dem Auftritt von Nana Mouskouri.
    Nana Mouskouri feiert ihren 80. Geburtstag auf der Bühne.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jörg Carstensen
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    Zuvor hatte die wohl bekannteste griechische Sängerin in ihrer Heimatstadt fast drei Stunden lang für ihre Fans gesungen. Heute wird sie 80 Jahre alt - und singt an diesem Tag in Hamburg.

    «Man muss nicht leise sein, nur weil man alt ist», sagt sie im Interview der Nachrichtenagentur dpa. «Ich feiere mit meinem Publikum auf der Bühne. Die Menschen im Hintergrund - das war für mich immer wie eine Familie. Meine Tochter wird mit mir und für mich singen. Mein Mann wird auch da sein. Meine Schwester kommt aus Athen, meine Freunde aus Paris. Alle sind bei dem Konzert dabei.»

    2008 absolvierte die Sängerin eigentlich ihre Abschiedstournee. Doch vier Jahre später kehrte sie zurück. Derzeit reist sie auf ihrer «Happy Birthday Tour» um die Welt. Ihre Fans freut der Sinneswandel. Bei dem Konzert in Athen gab es schon nach Betreten der Bühne des monumentalen Amphitheaters unterhalb der Akropolis stürmischen Beifall. «Nana! Nana!», riefen die Fans der Sängerin zu. «Bitte mit dem Beifall warten. Ich hab' ja noch nicht gesungen», antwortete die immer etwas reserviert wirkende Frau im weißen Kleid.

    Nach dem Konzert hatten viele, vor allem ältere Menschen, Tränen in den Augen. Ihre Lieder, gesungen in ihrer Muttersprache, bringen für viele Erinnerungen aus alten Zeiten. Doch die Sängerin («Weiße Rosen aus Athen») erreicht auch die Jüngeren: «Ihre Stimme ist himmlisch», sagte eine 20-Jährige nach dem Konzert.

    Die Erfolgsgeschichte Mouskouris begann in den 50er Jahren. In einigen Heimatfilmen dieser Zeit tauchte eine leicht verunsicherte junge Dame auf: Nana Mouskouri, damals noch ohne Brille. Wer heute die alten Aufnahmen sieht, kann nur bestätigen, was viele ältere Griechen immer wieder sagen: Sie sei schüchtern gewesen, aber ihre Stimme habe damals schon wie eine Nachtigall geklungen. Wer Ohren hatte, habe hören können, dass sie sehr weit kommen würde.

    Schon in jungen Jahren hatte Mouskouri davon geträumt, die Leute zu unterhalten. Die Bühne ist ihren Worten nach «der ideale Ort, um Gefühle mit anderen Leuten auszutauschen», sagte sie einmal. Nana Mouskouri hält einige Rekorde: Sie gehört zu den ersten griechischen Sängern, die im Ausland Erfolg hatten. Angefangen hat Mouskouri mit klassischer Musik und Jazz. Vorurteile gegenüber Schlagern hatte sie aber nie. «Man muss respektieren, dass die Leute das mögen. Ich finde, das ist auch poetische Musik.»

    Mouskouri hat mehr CDs verkauft als jede andere ihrer griechischen Kolleginnen: insgesamt über 250 Millionen. Mit ihrer neuesten CD «Meine Reise - von 1962 bis heute» will sie die Höhepunkte ihrer Karriere präsentieren. «Auf der CD sind auch ein paar weniger bekannte Lieder dabei, die vor langer Zeit noch auf Schallplatten erschienen sind. Die kennen vielleicht einige Menschen noch nicht», sagt sie der dpa.

    Ihr Markenzeichen, die Brille, setzt sie seit Anfang der 60er Jahre auf. Mit ihr begann die Karriere im Ausland. «Ohne Brille wäre ich wohl nicht Nana Mouskouri. Sie hat mir Erfolg gebracht und ist ein Teil von mir. Sie ist wie ein Schutzschild für mich», erzählt die Sängerin.

    Auch politisch war Nana Mouskouri aktiv. In den 90er Jahren ging sie für die konservative griechische Partei Nea Dimokratia ins Europäische Parlament. Doch nach dem Ende der Legislaturperiode gab sie auf: «Ich war von der Politik enttäuscht. Hier gibt es keine Wahrheit und keine Freiheit. Vieles dreht sich um Parteipolitik und Machterhalt», sagte sie zur Begründung.

    Abseits der Musik ist die Mouskouri dennoch aktiv. 1993 wurde sie UNICEF-Botschafterin. Ihrem Land ist die Sängerin sehr verbunden, trotz mancher Kränkung. «Ich hatte mich bereiterklärt, an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2004 von Athen teilzunehmen. Man hat mir aber gesagt, ich passe nicht ins Konzept», sagte sie damals der griechischen Presse verbittert.

    Vielleicht auch deswegen ist ihr Rückzugsort nicht ihr Heimatland, sondern die Schweiz. Die Griechen lieben sie dennoch. Der ehemalige Athener Bürgermeister Nikitas Kaklamanis sprach vor einigen Jahren aus, was viele Griechen fühlen: «Nana, der Beifall für dich wird in unseren Herzen nie enden.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    ASHANTI amerikanische Sängerin 34 13.10.1980 Glen Cove USA
    COHEN, Sacha Baron britischer Schauspieler 43 13.10.1971 London Großbritannien
    WALSH, Kate amerikanische Schauspielerin 47 13.10.1967 San José USA
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  • 06. Oktober 2014 15:48

    Die Promi-Geburtstage vom 07. Oktober 2014: Toni Braxton

    Anfang 2013 hatte Toni Braxton im US-Fernsehen angekündigt, keine Platten mehr aufnehmen zu wollen. Inzwischen hat es sich die R&B-Sängerin offenbar anders überlegt. Diesen Februar veröffentlichte sie zumindest mit Kenneth «Babyface» Edmonds das Album «Love, Marriage & Divorce».
    Toni Braxton wird 47.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Eric S. Lesser
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    Berlin (dpa) - Anfang 2013 hatte Toni Braxton im US-Fernsehen angekündigt, keine Platten mehr aufnehmen zu wollen. Inzwischen hat es sich die R&B-Sängerin offenbar anders überlegt. Diesen Februar veröffentlichte sie zumindest mit Kenneth «Babyface» Edmonds das Album «Love, Marriage & Divorce».

    Die «musikalische Inspiration», die ihr zuvor abhanden gekommen war, wie sie in Interviews sagte, hat die Souldiva, die heute 47 wird, offenbar durch den Musiker und Produzenten Babyface (55) wiedergefunden. International haben die beiden mit ihrem gemeinsamen Werk zwar nicht ganz groß punkten können, in den USA erreichten sie damit aber immerhin den vierten Platz der Billboard-Charts.

    «Love, Marriage & Divorce» ist nicht die erste Zusammenarbeit der beiden. Babyface hatte von der Sängerin aus Maryland und ihren vier jüngeren Schwestern Anfang der 90er Jahre gehört, die damals als The Braxtons auftraten und bereits einen Plattenvertrag bei Arista in der Tasche hatten. Er war aber nur an der ältesten Schwester interessiert und bot ihr einen Solo-Deal auf dem Label LaFace Records an, das er 1989 zusammen mit Antonio «L.A.» Reid (58) speziell für R&B und HipHop gegründet hatte. Sie leiteten sodann in die Wege, dass die Newcomerin mit zwei Songs auf dem Soundtrack zu Eddie Murphys Kinokomödie «Boomerang» (1992) vertreten war und sich 1993 einem breiteren Publikum mit einem selbstbetitelten Solodebüt-Album vorstellen konnte.

    «Toni Braxton» verkaufte sich millionenfach, verteidigte über Wochen den Thron der US-Charts, wurde international in den Top Ten notiert und brachte der Singer-Songwriterin mit der kräftig-rauen Stimme die ersten beiden von inzwischen sechs Grammys ein. Den größten Hit ihrer Karriere markiert aber die Nummer-eins-Single «Un-Break My Heart» von ihrem noch erfolgreicheren Platin-Album «Secret» (1996). Doch Braxton scheint nicht genügend an dem neuerlichen Millionenseller mitverdient oder schlechte Berater gehabt zu haben. 1998 erklärte sie auf jeden Fall öffentlich, pleite zu sein. Es kam zum Streit mit der Plattenfirma, das dritte Studioalbum wurde einstweilen auf Eis gelegt und erschien erst im Jahr 2000: «The Heat» - wieder ein Treffer.

    Danach ging es eine Zeitlang mit der Künstlerin beruflich leicht bergab, privat aber nach oben. Braxton heiratete 2001 Keri Lewis, mit dem sie zwei Kinder hat, die Söhne Denim (12) und Diezel (11). Der jüngere ist Autist. Darüber, über das Ende ihrer Ehe, neue Liebe, Schönheits-OPs und eigene Krankheiten berichtet Toni Braxton sehr offen in ihrer Autobiografie, die dieses Frühjahr in den USA erschienen ist («Unbreak my Heart», auf Englisch). Wie und ob es musikalisch mit ihr weitergeht, bleibt vorerst abzuwarten.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    COSTA, Diego brasilianisch-spanischer Fußballspieler 26 07.10.1988 Lagarto Brasilien
    WIEGMANN, Bettina deutsche Fußballerin 43 07.10.1971 Euskirchen Deutschland
    BROWN, Sam britische Rocksängerin und Rockmusikerin 50 07.10.1964 London Großbritannien
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  • 06. Oktober 2014 15:21

    Die Promi-Geburtstage vom 09. Oktober 2014: PJ Harvey

    Polly Harvey hat die weichsten Lippen und die kältesten Hände des Rock'n'Roll», sagte Nick Cave einmal über die britische Indie-Musikerin, die 1992 ihr erstes Album veröffentlichte.
    Exzentrisch und düster: PJ Harvey wird 45. Foto: Jean-Christophe Bott © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Und Nick Cave muss es wissen, denn die beiden waren eine zeitlang liiert. Sie lernten sich 1996 bei den Dreharbeiten zu dem Cave-Video «Henry Lee» kennen. Ihr Privatleben aber hält PJ Harvey, die heute 45 Jahre alt wird, seit jeher unter Verschluss.

    Die Musik beider Künstler schöpft aus der gleichen düsteren Quelle. Die Songs von Polly Jean Harvey sind eine Reise zu den Abgründen des Lebens. Anleihen beim Punk, bei den frühen Songwritern und sogar beim Blues sind die Fundamente, in die sich die aufwühlende Stimme PJ Harveys gräbt.

    Das Verstörende und das Ästhetische unter einen Hut zu bekommen, beherrscht die Sängerin dabei wie kaum eine andere Künstlerin, die schreiend, gurrend und zirpend ihre Stimme durch alle Höhen und Tiefen jagt und eindringlich unterstreicht, dass gute Musik nicht unbedingt «schön» sein muss.

    Ihr letztes Album «Let England Shake» (2011), für das sie den renommierten Mercury Prize gewann und das vielfach als «Album des Jahres» in den Bestenlisten geführt wurde, gilt als PJ Harveys Meisterwerk.

    Es ist eine düstere Bestandsaufnahme ihres Heimatlandes: Sie marschiert wie entfesselt durch England, sieht «stinking alleys», besucht auf Friedhöfen «dead sea-captains», begegnet «unburied ghosts», und vermengt so Vergangenheit und Gegenwart zu einem gespenstischen, aber auch seltsam bezaubernden Totentanz.

    Am bekanntesten ist die Britin für ihr musikalisches Werk, aber ihre Schaffenskraft erschöpft sich keinesfalls in diesem Gebiet. Außerhalb des Studios und abseits der Bühne betätigt sie sich auch als Schauspielerin, Lyrikerin, Bildhauerin und Malerin. Stillstand existiert nicht in PJ Harveys kreativer Welt.

    Ihre Inspiration? «Ich bin wahrscheinlich mehr von Filmemachern und Malern beeinflusst als durch andere Songwriter oder Dichter», sagte sie im Interview mit der britischen Zeitung «The Guardian». «Ich sehe Bilder, sehe die Handlung und dann muss ich das nur noch aufschreiben.»

    Was PJ Harvey in ihren Lyrics verhandelt, ist morbide, dunkel und schmerzhaft; so schmerzhaft, dass es für Erleichterung sorgt zu wissen, dass die Künstlerin sich stets dagegen verwehrt hat, dass ihr Texte als autobiografisch wahrgenommen werden.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LENNON, Sean britischer Musiker und Sänger 39 09.10.1975 New York USA
    RULAND, Tina deutsche Schauspielerin 48 09.10.1966 Köln Deutschland
    BAKULA, Scott amerikanischer Schauspieler 60 09.10.1954 St. Louis USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Oktober 2014 13:55

    Die Promi-Geburtstage vom 12. Oktober 2014: Richard Meier

    Weiß ist Licht und Licht ist das Leben, hat Richard Meier einmal gesagt. Kein Wunder, dass der Architekt genau so baut: weiß!
    Stararchitekt Richard Meier wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Rolf Haid
    Stararchitekt Richard Meier wird 80.
     
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    Der New Yorker hat mit dem Getty Center in Los Angeles, dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden oder dem Arp-Museum in Remagen einige der bedeutendsten Bauten der Gegenwart geschafften. Heute wird der Pritzker-Preisträger 80.

    1984 hatte Meier die wichtigste Architekturehrung der Welt bekommen, da war der Pritzker-Preis gerade einmal fünf Jahre alt und noch etwas für Insider. Meier war knapp 50, ein gefeierter Architekt und hatte soeben das High Museum of Art in Atlanta beendet, wofür er auch geehrt wurde. Drei Jahrzehnte zuvor hatte er klein angefangen, ganz klein - sein erstes Büro war in der Wohnung der Eltern. Daraus wurde einer der «New York Five». Mit einem anderen dieser einst fünf wegweisenden jungen Architekten ist er verwandt, dem Schöpfer des Berliner Holocaust-Mahnmals Peter Eisenman.

    Sein Stil ist klar: Einfache Formen, schlichte Eleganz, gerade Linien - Meier sieht sich in der Tradition eines Le Corbusier. Und so gerade sind seine Linien eigentlich auch gar nicht, auch wenn sie klaren geometrischen Formen folgen. Aber ein Schwung, eine Rundung ist eben doch oft dabei und wenn es einmal ganz gerade ist, wie beim Arp-Museum, dann sorgen Absätze oder runde Anbauten für Auflockerung.

    Und praktisch immer ist es weiß. «Weiß ist die wunderbarste Farbe, denn in ihr kann man alle Farben des Regenbogens sehen», sagte er in seiner Rede bei der Verleihung des Pritzker-Preises. Weiß sei nie einfach weiß: «Es ist fast immer verwandelt durch Licht und andere Dinge, die verändern: Der Himmel, die Wolken, die Sonne, der Mond.»

    Meier ist Architekt durch und durch. «Ich glaube daran, dass die Architektur die Kraft zur Inspiration, zur Erhöhung des Geistes hat, um beides zu nähren, den Körper und den Geist. Es ist die öffentlichste aller Kunstformen», sagte er 2001. Oder wie er es schon zum Pritzker-Preis sagte: «Architektur ist die Mutter der Kunst.»

    Meier arbeitet weiter, auch mit 80. Aber er genießt auch die Zeit in seinem Haus in East Hampton auf Long Island. Es ist braun.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HUTCHERSON, Josh amerikanischer Schauspieler 22 12.10.1992 Union USA
    JACKMAN, Hugh australischer Schauspieler 46 12.10.1968 Sydney Australien
    LAVI, Daliah israelische Sängerin und Schauspielerin 72 12.10.1942 Schavi Zion Israel
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  • 04. Oktober 2014 10:40

    Die Promi-Geburtstage vom 11. Oktober 2014: Peggy Parnass

    Über ihre Kindheit spricht Peggy Parnass nicht. «Alles, was ich zu sagen habe, habe ich aufgeschrieben. Das war schlimm genug», sagt die streitbare Autorin, die in den 1970er und 1980er Jahren durch ihre Gerichtsreportagen berühmt wurde.
    Peggy Parnass feiert Geburtstag.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Angelika Warmuth
    Peggy Parnass feiert Geburtstag.
     
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    Drei Monate geht es ihr schlecht, als sie die Erinnerungen an ihre «Mutti» und ihren Vater «Pudl», die von den Nationalsozialisten ins Warschauer Ghetto deportiert und im Konzentrationslager Treblinka ermordet wurden, zum ersten Mal für ihr Buch «Unter die Haut» (1983) aufschreibt. Jetzt erscheint das Kapitel «Kindheit» als Neuausgabe mit leuchtenden Farbholzschnitten der brasilianischen Künstlerin Tita do Rêgo Silva im Fischer Verlag (Frankfurt am Main).

    «Meine Eltern haben weder Grab noch Grabstein. Aber jetzt dieses wunderbare Buch zu ihren Ehren», sagt Peggy Parnass, die am 11. Oktober Geburtstag hat, mindestens 80 wird, ihr wahres Alter aber nicht verrät, im dpa-Interview. Die Originalausgabe erschien 2012 in limitierter Auflage in der Edition Klaus Raasch und wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der «Schönsten Bücher 2013» ausgezeichnet. In bewegenden Worten erzählt Peggy Parnass darin von ihrer behüteten Kindheit in Hamburg, von der großen Liebe ihrer Eltern, den ersten Anfeindungen gegen Juden bis zu dem schrecklichen Tag im Jahr 1939, als ihre Mutter sie und ihren vierjährigen Bruder mit einem Kindertransport nach Stockholm schickte.

    «Die ersten Jahre meines Lebens waren durch die Liebe meiner Eltern sehr schön. Die Zeit danach war ein einziger Alptraum», sagt Parnass, die alle nur Peggy nennen und die alle Menschen, die sie kennenlernt, nach schwedischer Art duzt. In Schweden wird sie von ihrem Bruder getrennt, lebt in zwölf verschiedenen Pflegefamilien. Als Heiligstes bewahrt sie Briefe und Fotos von ihrer Mutter in einem Schuhkarton auf, darunter die letzten Postkarten aus dem Warschauer Ghetto mit den Worten «Auf Wiedersehen! Schalom! Wir lieben Euch! Wir denken immer an Euch! Seid brav und nicht traurig!». Weil sie davon angeblich trübsinnig wird, verbrennt ihr Vormund den Karton samt Inhalt.

    Nach dem Krieg lebt Peggy Parnass drei Jahre mit ihrem Bruder bei ihrem Onkel in London, danach studiert sie in Stockholm, London, Hamburg und Paris und wird mit Hilfe der Schauspiellehrerin Margot Höpfner in zwölf Tagen Schauspielerin - das Metropolis Kino zeigte gerade ihre Kurzfilme «Zwei» und «Mauerblume im Ballhaus Paradox». Eigentlich will sie nie nach Deutschland zurück, bleibt aber bei einem Besuch ihrer Cousine in Hamburg hängen und «traf dort lauter dufte Leute, alles Linke, Antifaschisten und Widerstandskämpfer». Mit dem Schriftsteller Peter Rühmkorf, «Konkret»-Gründer Klaus Rainer Röhl und Dick Busse lebt sie in einer Wohngemeinschaft, zusammen gründen sie eine Studentenbühne und machen politisches Kabarett.

    Peggy Parnass hat Wut im Bauch, Ungerechtigkeiten kann sie nicht akzeptieren. Sie engagiert sich politisch, ist in zahlreichen Protestbewegungen aktiv, «weil es der Selbstrespekt verlangt, den Versuch zu machen, etwas zu bewegen». 17 Jahre lang schreibt sie Gerichtsreportagen für die linke Zeitschrift «Konkret», in denen sie sich als mutige und scharf beobachtende Moralistin erweist. Ihr Buch «Prozesse 1970-1978» wird vielfach ausgezeichnet. «Eigentlich wollte ich über NS-Prozesse schreiben. Aber von den mehr als 500 Prozessen, über die ich berichtet habe, waren nur drei NS-Prozesse.»

    Es folgen autobiografisch geprägte Anthologien («Unter die Haut», 1983, «Süchtig nach Leben», 1990), in denen sie von ihrem Leben voller Leidenschaft berichtet. Am 30. November 2014 präsentiert sie einige davon zusammen mit dem Schauspieler Burghart Klaußner in den Kammerspielen. Was gab ihr die Kraft, immer weiterzumachen? «Meine unbändige Freude am Leben», lautet ihre Antwort.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    HARDY, Linda französische Schauspielerin und Model 41 11.10.1973 Nantes Frankreich
    CUSACK, Joan amerikanische Schauspielerin 52 11.10.1962 Evanston USA
    HEHN, Sascha deutscher Schauspieler 60 11.10.1954 München Deutschland
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  • 02. Oktober 2014 10:51

    Die Promi-Geburtstage vom 08. Oktober 2014: Sigourney Weaver

    Mit Beginn des Rentenalters dreht Sigourney Weaver noch einmal richtig auf. 65 Jahre wird sie heute, doch die sind dem drahtigen Star nicht anzusehen.
    «Alien»-Kämpferin und «Avatar»-Forscherin - Sigourney Weaver wird 65.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Jens Kalaene
    «Alien»-Kämpferin und «Avatar»-Forscherin - Sigourney Weaver wird 65.
     
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    Regisseur James Cameron hat die Schauspielerin bereits für alle drei weiteren «Avatar»-Folgen gebucht. In der futuristischen Welt von Pandora mimte Weaver 2009 die kettenrauchende Wissenschaftlerin Grace Augustine.

    Sie könne sich auch vorstellen, noch einmal in ihre Paraderolle als «Alien»-Kämpferin Ripley zu schlüpfen, sagte Weaver im Juni beim Hero Complex Film Festival in Los Angeles. Damit würde sie bestimmt Fans in aller Welt glücklich machen. «Alien» (1979) war für die damals 30-Jährige der erste große Filmauftritt. In dem düsteren Science-Fiction-Horror setzt sich Weaver als Astronautin heldenhaft gegen schleimige Monster zur Wehr.

    Regisseur Ridley Scott machte die über 1,80 Meter große Unbekannte über Nacht zu Hollywoods starker Action-Frau. Mit ihrer Amazonen-Statur hatte Weaver bis dahin Regisseure und männliche Stars verschreckt. Doch als Ripley war sie perfekt, das befand 1987 auch die Oscar-Akademie. Für ihren zweiten Auftritt in James Camerons «Aliens - Die Rückkehr» gab es eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Darauf sei sie heute noch stolz, sagte Weaver im Juni. Dieses Genre werde sonst nicht ausreichend gewürdigt. Ihre Rolle sei wirklich schwierig gewesen. Auch in «Alien 3» und im vierten Teil «Alien - Die Wiedergeburt» war sie wieder dabei.

    Von unerschrockener Tapferkeit schwenkt sie spielend auf Intelligenz und witzigen Sex-Appeal um. In dem Leinwanddrama «Gorillas im Nebel», wird sie zu der Primatenforscherin Dian Fossey. Dafür erhält Weaver 1988 eine Nominierung für den Hauptrollen-Oscar. Gleichzeitig hat sie Gewinnchancen als beste Nebendarstellerin in der Komödie «Working Girl» (Die Waffen der Frauen). Hier mimt sie eine knallharte und zugleich verführerische Geschäftsfrau an der Seite von Harrison Ford.

    Wie ihre Kolleginnen Meryl Streep und Jodie Foster wurde Weaver an der renommierten Yale Universität ausgebildet. Über die Studentenbühne kam sie an den New Yorker Broadway. Theater ist weiterhin ihre große Liebe und verbindet sie mit Ehemann Jim Simpson. Mit dem Theaterregisseur ist sie seit 30 Jahren verheiratet, das Paar hat eine erwachsene Tochter.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    DAMON, Matt amerikanischer Schauspieler und Drehbuchautor 44 08.10.1970 Cambridge USA
    ZIMBALIST, Stephanie amerikanische Schauspielerin 58 08.10.1956 New York USA
    HOGAN, Paul australischer Schauspieler 75 08.10.1939 Lightning Ridge Australien
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  • 01. Oktober 2014 17:10

    Die Promi-Geburtstage vom 03. Oktober 2014: Gwen Stefani

    Gwen Stefani hat momentan alle Hände voll zu tun. Vor wenigen Tagen stand sie beim gemeinnützigen Global Citizen Festival im New Yorker Central Park mit Sting auf der Bühne, um den alten Police-Hit «Message In A Bottle» zu singen.
    Gwen Stefani interessiert sich auch für Tennis. Foto: Justin Lane © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Berlin (dpa) - Gwen Stefani hat momentan alle Hände voll zu tun. Vor wenigen Tagen stand sie beim gemeinnützigen Global Citizen Festival im New Yorker Central Park mit Sting auf der Bühne, um den alten Police-Hit «Message In A Bottle» zu singen.

    Kurz davor trat sie mit ihrer Band No Doubt beim «Rock In Rio»-Event am Times Square auf. Und Zeit für ihre Jury-Rolle bei der Castingshow «The Voice» findet sie bei all den Verpflichtungen auch noch. Welch ein Pensum: Heute feiert die Powerfrau ihren 45. Geburtstag.

    Für einen «Übermenschen» aber hält sich Gwen Stefani nicht: «Mir setzt das Leben zu wie jeder anderen berufstätigen Mutter oder überhaupt jedem anderen Menschen auch. Egal, wer du bist oder was du machst: Das Leben ist nie locker und leicht», sagte sie im Interview der Zeitschrift «Glamour».

    Lange Ruhepause scheinen nichts für die Sängerin zu sein, die sechs Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Apollo, der Ende Februar zur Welt kam, bereits wieder auf der Bühne stand. Apollo ist der dritte gemeinsame Sohn für Stefani und ihren Ehemann, den Musiker Gavin Rossdale, der mit seiner Band Bush mal total angesagt war.

    Seit 2002 hält diese Ehe, was Gwen Stefani mit Stolz erfüllt: «Du musst daran arbeiten. Aber es macht Spaß, an diesen Punkt angelangt zu sein. Denn Du lernst so viel über den anderen», sagte sie dem US-Magazin «Vogue».

    Gwen Stefani kam über ihren älteren Bruder Eric zur Musik. Mit ihm gründete sie 1986 No Doubt - anfänglich eine Ska-Band. Sechs Jahre später erschien das Debütalbum - ein Flop. Den Nachfolger «Beacon Street Collection» musste die Band in Eigenregie aufnehmen. Das dritte Album dann, «Tragic Kingdom» (1995), mit dem Stefani - die sich nun auch als Texterin versuchte - unter anderem ihre nach sieben Jahren gescheiterte Beziehung zum Bassisten Tony Kanal aufarbeitet, brachte den internationalen Durchbruch mit Smash-Hits wie «Just a Girl», «Spiderwebs» und vor allem der Ballade «Don't Speak».

    Seitdem eilt sie von Erfolg zu Erfolg. Auch als Designerin hat sich Gwen Stefani einen Namen gemacht. 2003 betrat sie mit ihrem Label L.A.M.B. die Modeszene, bei der New Yorker Fashion Week ist sie ein regelmäßiger Gast. Ein neues Solo-Album hat sie auch in der Pipeline. Momentan nimmt sie in Miami neue Songs mit Pharrell Williams («Happy») auf, der bei «The Voice» ebenfalls in der Jury sitzt.

    Dass sie sich da manchmal überfordert fühlt, ist kein Wunder, aber: «Wenn ich eine Pause mache, verpasse ich Dinge», sagte Gwen vor einiger Zeit der Nachrichtenagentur dpa. Ein Sabbatjahr würde sie aber dafür nutzen, ein ganzes Jahr zu schlafen. «Das wäre toll! Das ist anstrengend, dieses Leben mit Familie und diesem kreativen Beruf. Ich hätte nie gedacht, dass das so herausfordernd ist.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    SIMPSON, Ashlee amerikanische Schauspielerin und Sängerin 30 03.10.1984 Waco USA
    TIETZE, Carin C. amerikanische Schauspielerin 50 03.10.1964 Denver USA
    HORN, Roy deutsch-amerikanischer Magier und Dompteur 70 03.10.1944 Nordenham Deutschland
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  • 29. September 2014 16:55

    Die Promi-Geburtstage vom 06. Oktober 2014: Ioan Gruffudd

    Ioan Gruffudd hat beste Erinnerungen an den Film «102 Dalmatiner» (2000). Zwar musste er in dem rührseligen Streifen Glenn Close, Gérard Depardieu und den süßen Vierbeinern den Vortritt lassen, dafür lernte er aber bei den Drehabeiten seine jetzige Frau, die britische Schauspielerin Alice Evans, kennen.
    Ioan Gruffudd wird 41. Foto: Nina Prommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Berlin (dpa) - Ioan Gruffudd hat beste Erinnerungen an den Film «102 Dalmatiner» (2000). Zwar musste er in dem rührseligen Streifen Glenn Close, Gérard Depardieu und den süßen Vierbeinern den Vortritt lassen, dafür lernte er aber bei den Drehabeiten seine jetzige Frau, die britische Schauspielerin Alice Evans, kennen.

    Seit 2007 sind die beiden verheiratet und leben mit ihren beiden kleinen Töchtern Ella Betsi und Elsie Marigold in Los Angeles. Heute feiert der walisische Schauspieler, der mit seinen Kindern in seiner Heimatsprache spricht und ein glänzender Oboe-Spieler ist, seinen 41. Geburtstag.

    Nachdem er bereits als Halbwüchsiger in der Seifenoper «Pobol Y Cwm» (People of the Valley) erste Schauspielerfahrungen sammelte, kam Gruffudds Karriere nach einem Studium an der Londoner Royal Academy of Dramatic Art mit dem Blockbuster «Titanic» (1997) richtig in Schwung. Es war zwar nur eine kleine Rolle, aber er durfte Kate Winslet aus dem Wasser retten.

    Nachdem er in dem Biopic «Wilde» (1998) einen Liebhaber Oscar Wildes spielte und der walisische Film «Solomon & Gaenor» (1999) sogar Chancen auf einen Auslands-Oscar hatte, wurde Ioan Gruffudd als heißester Wales-Export seit Catherine Zea-Jones gehandelt.

    Ein weiterer Meilenstein seiner Karriere war die TV-Serie «Horatio Hornblower» (ab 1998), die auf den Romanen von C.S. Forester basierte und die Karriere eines jungen englischen Seemanns während der Napoleonischen Kriege nachzeichnete. In der Kategorie «Beste Miniserien» gab es dafür einen Emmy Award.

    Als Mr. Fantastic konnte er seinen Körper beliebig weit und in jede Form strecken und zeigte in zwei «Fantastic Four»-Filmen (2005 und 2007) seine Blockbuster-Qualitäten.

    Allerdings hadert Ioan Gruffudd ein wenig mit seiner Karriere und seinem Alter: «Ich spreche im Moment für Dutzende Rollen vor, aber ich bekomme sie nicht», sagte der Schauspieler Anfang des Jahres der «Daily Mail». Ich kann niemanden mehr spielen, der 30 ist, im Notfall vielleicht 35.» Er habe sogar einen Psychiater kontaktiert, um das in den Griff zu kriegen.

    Aber eigentlich muss er sich keine Sorgen machen, denn im US-Fernsehen ist Gruffudd längst eine feste Größe. Seine gerade angelaufene Serie «Forever», in er einen 200 Jahre alten Mann spielt, der hinter das verfluchte Geheimnis seiner Unsterblichkeit kommen will, ist ein großer Erfolg.

    Einziger Nachteil: Ioan Gruffudd muss zu den Dreharbeiten früh raus - und hasst er wie die Pest: «Ich bin wie einer der Teenager, die nicht aus dem Bett kommen», sagte er «The Bulletin». Deshalb würde seine Familie ihn nur noch Grumpy McGrumpster (sauertöpfischer McMuffelkopf) nennen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MAY, Corinna deutsche Sängerin 44 06.10.1970 Bremen Deutschland
    ZIERL, Helmut deutscher Schauspieler 60 06.10.1954 Meldorf Deutschland
    EKLAND, Britt schwedische Schauspielerin 72 06.10.1942 Stockholm Schweden
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  • 29. September 2014 13:45

    Die Promi-Geburtstage vom 05. Oktober 2014: A.R. Penck

    Wenige große zeitgenössische Künstler sind so unsichtbar wie A.R. Penck. Seit Jahren verweigert sich der Meister der Strichmännchen dem Kunstbetrieb.
    Der Maler und Bildhauer A.R. Penck wird 75.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Victoria Bonn-Meuser
    Der Maler und Bildhauer A.R. Penck wird 75.
     
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    Düsseldorf (dpa) - Wenige große zeitgenössische Künstler sind so unsichtbar wie A.R. Penck. Seit Jahren verweigert sich der Meister der Strichmännchen dem Kunstbetrieb.

    Am 5. Oktober wird Penck 75 Jahre alt. Schon lange lebt der 1939 in Dresden unter dem Namen Ralf Winkler geborene Maler, Grafiker und Bildhauer in Irland, irgendwo in oder bei Dublin - wo genau, das weiß wohl nur sein Galerist.

    Mit seinem Künstlernamen verweist Penck, den viele für wegweisend in der zeitgenössischen Malerei in Deutschland halten, auf den Eiszeitforscher und Geologen Albrecht Penck (1885-1945). Das mag mit dem naturwissenschaftlichen Anspruch zusammenhängen, den auch der Künstler Penck an seine Arbeit hat. Er malt nicht einfach an prähistorische Höhlenmalerei erinnernde Strichmännchen und primitivistische Zeichen, sondern reflektiert Mathematik, Kybernetik und Mechanik in seinen Bildern. Kunst ist für Penck, den man mit einem bisweilen etwas zotteligen Vollbart, Strickmütze oder Baseball-Kappe kennt, auf jeden Fall mehr als nur ein schönes Bild.

    Der künstlerische Autodidakt, der als Kind im Jahr 1945 die Luftangriffe auf seine Heimatstadt Dresden erlebt hatte, malte bereits mit zehn Jahren erste Ölbilder. Später belegte er Abendkurse im Aktzeichnen, wurde aber von den Kunsthochschulen der DDR abgelehnt, die mit seinen Denksystemen nichts anfangen konnten. Sein internationaler Durchbruch war die Teilnahme an der Documenta 1972. Teilnehmen konnten vielmehr nur seine Bilder, denn die DDR-Behörden verwehrten Penck die Reise nach Kassel. Später schmuggelte er seine Bilder als Geschenkpakete getarnt in den Westen.

    Nach seiner Ausbürgerung 1980 malte Penck große Historienbilder und entwickelte einen unverwechselbaren Stil. Wie Picasso beschäftigte sich Penck mit ethnologischen und archäologischen Werken. Bereits in der DDR thematisierte er immer wieder die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft.

    Penck war von 1989 bis 2005 Grafik-Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Der Kunsthistoriker Siegfried Gohr, der ebenfalls lange an der Akademie lehrte und Penck seit Jahrzehnten kennt, meint, dass Penck im Westen noch nicht die eigentlich verdiente Anerkennung bekomme habe. Lange vor Keith Haring (1958-1990) habe Penck mit abstrahierten Figuren gearbeitet. Lange vor Basquiat (1960-1988) habe er eine Bilderzeichensprache entwickelt. «Die haben das dann popularisiert», sagt Gohr.

    Berühmt ist Pencks Bild «Der Übergang» von 1963, auf dem ein schwarzes Strichmännchen auf einem brennenden Brett über eine Schlucht balanciert. Das Bild wird meist als Metapher für die damalige Trennung der beiden deutschen Staaten gesehen. Zur Charakterisierung seiner Zeichenkunst entwickelte er 1966 den Begriff «Standart», wobei er das Wort bewusst mit «t» und manchmal auch «Stand-Art» schrieb. Schon 1968 hatte das künstlerischer «Enfant terrible» der Dresdner Kunstszene seine erste Ausstellung im Westen in der Galerie Michael Werner in Köln, die ihn bis heute vertritt.

    «Eigentlich betrieb er eine Art anthropologische semiotische Grundlagenforschung, um herauszufinden, wie man eine Gesellschaft besser steuern kann», sagt Gohr. Im Westen habe Penck eine noch ausführlichere Bildsprache entwickelt. Es tauchen Tiere auf, Schlangen, Löwen, Männer mit Waffen, weibliche und männliche Akte, Feuer, Flugzeuge - «ohne dass sie erzählerisch in altmodischem Sinne wären», sagt Gohr.

    Als Mitte der 80er Jahre die neuen Medien wie Fotografie und Video die Kunst aufwirbelten, machte Penck Holzskulpturen. Und er zog sich immer weiter aus dem Kunstbetrieb in Deutschland zurück. Der Künstlernomade Penck war ohnehin nie nur auf Malerei fixiert. Er schrieb theoretische Texte, Gedichte mit viel Wortwitz und Essays. Seine heimliche Liebe aber, so sagen Weggefährten, galt der Musik. Penck spielt Klavier und Gitarre und versuchte sich auch als Jazzmusiker.

    Rationalität, Glauben, Triebhaftigkeit, Machtwillen - all das habe Penck immer wieder analysiert, sagt Gohr. «Er ist ein sehr wacher Geist, der auf sehr eigenwillige Art und Weise diese Weltkonflikte und Bruchlinien verfolgt.»

    Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land
    WINSLET, Kate britische Schauspielerin 39 05.10.1975 Reading Großbritannien
    GELDOF, Bob irischer Sänger 63 05.10.1951 Dublin Irland
    ACKROYD, Peter britischer Schriftsteller 65 05.10.1949 London Großbritannien
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  • 29. September 2014 13:04

    Die Promi-Geburtstage vom 04. Oktober 2014: Dakota Johnson

    Ihr Vater ist Don Johnson, ihre Mutter Melanie Griffith und ihre Großmutter die Hitchcock-Schauspielerin Tippi Hedren: Hatte Dakota Johnson da eine andere Wahl?
    Dakota Johnson wird 25. Foto: Caroline Blumberg © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Berlin (dpa) - Ihr Vater ist Don Johnson, ihre Mutter Melanie Griffith und ihre Großmutter die Hitchcock-Schauspielerin Tippi Hedren: Hatte Dakota Johnson da eine andere Wahl?

    Ihr Schauspieldebüt gab sie prompt bei einem Familienprojekt: 1999 spielte sie an der Seite ihrer Mutter in «Verückt in Alabama» mit, dem Regiedebüt von Antonio Banderas, der 1996 Melanie Griffith geheiratet hatte. Der Film wurde zwar kein Erfolg, aber die Weichen waren gestellt.

    «Ich habe meinen Eltern bei der Arbeit zugesehen und gedacht: "Ja, das will ich auch machen." Es war keine große Sache. Es es ist das Einzige, was ich kann», sagte Dakota Johnson, die heute 25 Jahre alt wird.

    Nachdem sie die Schule abgeschlossen hatte, startete sie durch. Zunächst als Model, dann auch als Schauspielerin. Sie ergatterte eine Rolle in David Finchers Erfolgsfilm «The Social Network» (2010), auch wenn ihr Part eher «undankbar» war, wie Fincher anmerkte. Dakota hatte einen One-Night-Stand mit Justin Timberlake...

    Mit Spannung wird die Premiere von Dakotas neuem Film «Fifty Shades of Grey» im Februar 2015 erwartet. In der Verfilmung des Erotik-Bestsellers spielt sie die Studentin und Sex-Sklavin Anastasia Steele.

    Melanie Griffith hat schon angekündigt, dass sie sich den Film nicht ansehen wird. «Das wäre einfach zu seltsam», sagte sie der «Berliner Zeitung». «Ich will doch nicht sehen, wie mein Baby gefesselt und ausgepeitscht wird.» Mit Dakotas Vater, dem Schauspieler Don Johnson, habe sie sogar einen Pakt geschlossen, dass beide sich den Film niemals anschauen.

    Auch wenn Don Johnson ziemlich stolz auf seinen Tochter ist: «Dakota ist eine sehr talentierte Schauspielerin. Dies wird die erste von vielen Rollen sein, die sie mehr als bewältigen wird», sagte er der «Huffington Post».

    2015 könnte jedenfalls das Jahr von Dakota Johnson werden, denn neben «Fifty Shades of Grey» kommt auch «Black Mass» in die Kinos. In dem Gangsterthriller wird der Shootingstar neben Johnny Depp, Benedict Cumberbatch und Kevin Bacon zu sehen sein.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    COOK, Rachael Leigh amerikanische Schauspielerin 35 04.10.1979 Minneapolis USA
    LOWE, Chris britischer Popmusiker 55 04.10.1959 Blackpool Großbritannien
    RICE, Anne amerikanische Schriftstellerin 73 04.10.1941 New Orleans USA
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  • 26. September 2014 12:43

    Die Promi-Geburtstage vom 01. Oktober 2014: Zach Galifianakis

    Mit seinem Bart sieht der etwas beleibte Comedian Zach Galifianakis zwar ziemlich knuffig und knuddelig aus, aber von seinem Äußeren sollte man sich nicht täuschen lassen, denn sein Humor ist ziemlich bissig.
    Zach Galifianakis wird 45. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Vor allem mit seiner Internet-Talkshow «Between Two Ferns» (Zwischen zwei Farnen) sorgt Galifianakis, der heute seinen 45. Geburtstag feiert, immer wieder für Furore. Prominente wie Natalie Portman, Bruce Willis. Justin Bieber oder Charlize Theron sehen sich hier dem Risiko ausgesetzt, völlig peinliche und absurde Fragen zu beantworten.

    Angst vor großen Namen kennt Galifianakis nicht. Vor allem sein witziger Schlagabtausch mit US-Präsident Barack Obama war im Frühjahr im Netz ein Hit. Wie es sich anfühle, «der letzte schwarze Präsident zu sein», stichelte Galifianakis. Dann wollte er wissen, ob Obama nicht noch ein drittes Mal kandidieren wolle - was laut US-Verfassung aber verboten ist. Obama konterte: «Wenn ich zum dritten Mal antreten würde, wäre das wie ein dritter «Hangover»-Film. Das würde nicht gut ausgehen, oder?» Damit spielt er auf die zum Teil schlechte Kritik an, die der Film mit Galifianakis in einer der Hauptrollen erntete.

    Einen richtigen Lebensplan hatte der lustige Fozzie Bär, der sich mit lausigen Jobs über Wasser hielt, wohl nie gehabt. Er arbeitete in einem Strip Club, putzte, war Kindermädchen und Privatdetektiv, um schließlich seine Berufung als Comedian zu finden. «Aber wenn ich einen netten Job gehabt hätte, wäre ich wohl nie bei der Stand-up-Comedy gelandet», sagte der griechischstämmige Galifianakis im Interview mit Brian M. Palmer.

    Aufgewachsen ist Galifianakis in Wilkesboro, North Carolina. «Es ist eine kleine Stadt mit 2000 Einwohnern, und es gibt dort eine Menge Rassismus. Deshalb ist meine Familie dort hingezogen», scherzte Galifianakis gegenüber Brian M. Plamer. Nichts deutete aber damals darauf hin, dass der kleine Zacharius Knight jemals ein Star werden sollte.

    Klein fing er auch nach seinem Umzug nach New York Anfang der 90er Jahre an. Im Hinterzimmer einer Hamburger Braterei gab er sein Debüt als Comedian. Inzwischen ist er in der Beletage Hollywoods angekommen. Dazwischen liegen allerdings einige TV-Shows («Late World With Zach» auf VH1), Sitcoms («Dog Bites Man») und Spielfilme («Into The Wild» von Sean Penn). Aber Schritt für Schritt wusste Zack seine Popularität zu steigern.

    Mit dem Hit «Hangover» (2009) sollte Galifianakis schließlich auch in Hollywood der Durchbruch gelingen. Bei einem Junggesellenabschied in Las Vegas läuft die Party vollkommen aus dem Ruder. Der Bräutigam ist nach durchzechter Nacht plötzlich verschwunden und der Rest der Truppe kann sich an nichts mehr erinnern. Schuld an allem hat - Galifianakis!

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    KATZENBERGER, Daniela deutsche Fernsehschauspielerin 28 01.10.1986 Ludwigshafen Deutschland
    N'DOUR, Youssou senegalesischer Sänger 55 01.10.1959 Dakar Senegal
    RIEU, André niederländischer Geiger und Dirigent 65 01.10.1949 Maastricht Niederlande
    © dpa-infocom GmbH
  • 25. September 2014 14:38

    Die Promi-Geburtstage vom 29. September 2014: Margot Hielscher

    Margot Hielscher ist auch ein paar Tage vor ihrem 95. Geburtstag noch ein wenig Diva. «Über mein Alter möchte ich nicht reden, das ist doch für eine Frau keine amüsante Angelegenheit», sagt die Schauspielerin und Sängerin in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
    Die Schauspielerin Margot Hielscher (2007).  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
    Die Schauspielerin Margot Hielscher (2007).
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Ursula Düren
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    «Das Älterwerden ist eine Tatsache, über die ich nicht nachzudenken pflege. Es ist etwas, das passiert und ich muss es ertragen.» Dennoch: Sie könne sich nicht beschweren, habe schließlich noch kein «Zittern im Gehirn», und dass sie noch gesund sei, sei «in jedem Fall ein Glücksfall».

    Einem Glücksfall verdankte es Hielscher auch, dass sie in Deutschland eine vielseitige und erfolgreiche Karriere hingelegt hat, dass sie inzwischen längt eine dieser Frauen ist, die gern als «Grande Dame» oder «Ikone» der deutschen Unterhaltungsindustrie bezeichnet werden. Die gebürtige Berlinerin arbeitete ab 1939 als Kostümbildnerin beim Film; ein Jahr später wurde sie von einem Regisseur entdeckt und gleich für ihre erste Schauspielrolle verpflichtet: Als Hofdame an der Seite von Zarah Leander in dem Film «Das Herz der Königin».

    Es folgten zahlreiche Auftritte, bevorzugt in Liebeskomödien, in denen Hielscher auch ihre hervorragende Gesangsstimme unter Beweis stellen konnte. So drehte sie gemeinsam mit Curd Jürgens den Klassiker «Frauen sind keine Engel». Während des Zweiten Weltkriegs zählte sie zu den beliebtesten deutschen Filmdarstellerinnen. Heinz Rühmann war ebenso von ihr fasziniert wie zahlreiche Soldaten, vor denen sie mehrfach als Sängerin zur Truppenbetreuung auftrat. Ihre große Liebe aber war der Film- und Schlagerkomponist Friedrich Meyer. 1959 heirateten die beiden, die Ehe hielt bis zu Meyers Tod im Jahr 1993.

    Nach Kriegsende wandte sich Hielscher immer mehr der Musik zu, feierte fulminante Auftritte, als sie für amerikanische Soldaten sang, und absolvierte mehrere Tourneen. Es existieren heute mehr als 400 Gesangsaufnahmen von ihr. Als eine der Ersten stand Hielscher 1957 beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson - dem heutigen Eurovision Song Contest - für Deutschland auf der Bühne. In dem Lied «Telefon, Telefon» schmachtete sie in einen Telefonhörer, belegte Platz 4 und durfte ein Jahr darauf erneut für Deutschland antreten. Mit «Für zwei Groschen Musik» wurde sie Siebte.

    In ihrer eigenen Sendung «Zu Gast bei Margot Hielscher», die ab Mitte der 60er Jahre im Bayerischen Fernsehen lief, stellt die Künstlerin ein weiteres Talent unter Beweis: Das lockere Plaudern mit prominenten Freunden und Gästen. Bei ihr waren über 700 Prominente zu Gast, darunter Maurice Chevalier, Leonard Bernstein und Romy Schneider. Ihre letzte Fernsehrolle spielte Hielscher 1994, danach zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. Das Singen hingegen hat sie nie aufgegeben.

    Ihren 95. Geburtstag will Hielscher ohne große Feier daheim in München verbringen, wo sie seit 72 Jahren lebt. «Der 29. September wird voll gehagelt sein mit Anrufen und Gratulationen, wie das eben so läuft üblicherweise», sagt Hielscher und seufzt. Für jemanden, der über sein hohes Alter nicht nachdenken will, klingt das eher nach Pflichttermin als nach Freudentag.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MERTESACKER, Per deutscher Fußballspieler 30 29.09.1984 Hannover Deutschland
    ELENIAK, Erika amerikanische Schauspielerin 45 29.09.1969 Glendale USA
    BUHROW, Tom deutscher Journalist 56 29.09.1958 Siegburg Deutschland
    © dpa-infocom GmbH
  • 23. September 2014 15:42

    Die Promi-Geburtstage vom 27. September 2014: Gwyneth Paltrow

    Kaum hat sich die US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow von ihrem Mann Chris Martin getrennt, da hat sie schon wieder einen Neuen - allerdings nur im Film: In «Mortdecai» gibt sie die Geliebte eines von Johnny Depp verkörperten Kunsthändlers auf der Suche nach Nazi-Gold.
    Gwyneth Paltrow wird 42.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Fredrik von Erichsen
    Gwyneth Paltrow wird 42.
     
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    Nach dieser Nebenrolle in der neuen Krimikomödie von David Koepp (ab Februar 2015 im Kino) hat der spanische Regisseur Carlos Saura die Amerikanerin, die fließend Spanisch spricht, in seinem Biopic über den «Guernica»-Maler Pablo Picasso (1881-1973) besetzt. In «33 Dias» wird sie als die Pariser Künstler-Muse und Malerin Dora Maar (1907-1997) an der Seite von Antonio Banderas (Picasso) zu sehen sein. Heute wird Paltrow 42 Jahre alt.

    Geboren am 27. September 1972 in Los Angeles als Tochter eines Regisseurs und einer Schauspielerin, brach Paltrow ihr Kunstgeschichte-Studium ab, um sich voll auf die Schauspielerei konzentrieren zu können. Schnell wurde sie in Hollywood entdeckt, auch bei ihrem Patenonkel Steven Spielberg gab durfte sie sich einmal ausprobieren. Mit dem Kinoerfolg «Shakespeare in Love» gelang ihr 1998 dann der internationale Durchbruch. Für ihre Rolle als (fiktive) Freundin von William Shakespeare wurde die damalige Mitzwanzigerin nicht zuletzt mit einem Oscar und einem Golden Globe in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» ausgezeichnet.

    Danach war nichts mehr wie vorher. Für den neuen weiblichen Filmstar standen ab Ende der 90er Jahre nun Rollen unter anderem in «Der talentierte Mr Ripley» (1999), in «Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn» (2005) oder in allen drei «Iron Man»-Folgen (2008, 2010 und 2013) an.

    «Ich war nicht besonders wählerisch und habe Glück gehabt, dass ich ein paar gute Filme gemacht habe, doch ich habe auch schrottige gedreht», zitiert «Imdb.com» die Schauspielerin selbstkritisch.

    Sicher war nicht jeder Wurf ein Volltreffer, doch der Erfolg hat überwogen - und sich selbstverständlich auch in barer Münze ausgezahlt. Entsprechend taucht Paltrows Name immer wieder ganz oben in den jährlichen Bestenlisten des US-Magazins «Forbes» auf. Allein zwischen Juni 2013 und Juni 2014 soll sie 19 Millionen Dollar eingenommen haben und besetzt damit aktuell den vierten Platz im «Forbes»-Ranking.

    Weniger glücklich scheint es zuletzt in ihrer Ehe zugegangen zu sein. Nur wenige Wochen nach ihrem zehnten Hochzeitstag gaben Paltrow und der britische Popmusiker Chris Martin (Coldplay) im März dieses Jahres bekannt: «Mit Herzen voller Traurigkeit haben wir entschieden, uns zu trennen.» Nicht zuletzt ihren beiden Kindern Apple und Moses zuliebe wollten sie aber weiterhin als Familie verbunden bleiben. Tatsächlich tauchen im Internet regelmäßig Fotos der vier auf, die sie bei gemeinsamen Unternehmungen zeigen.

    So schlagzeilenträchtig das Liebes-Aus des vermeintlichen Traumpaars auch gewesen ist, scheint das «conscious uncoupling», wie sie das nennen, die «bewusste Ent-Partnerung» also, weniger dramatisch verlaufen zu sein als Paltrows vorherige Trennungen: Sie war früher einmal mit ihrem Kollegen Ben Affleck zusammen, davor mit Brad Pitt sogar verlobt. Welchen Weg sie privateinschlagen will, ist unbekannt.

    Beruflich geht es für die schöne Blondine aber schon in wenigen Tagen weiter. Als nächstes wird die zweifache Mutter laut «Deadline.com» neben Julia Roberts im Mystery-Drama «The Secret in Their Eyes» («In deinen Augen») mitspielen. Die Dreharbeiten mit dem Regisseur und Drehbuchautor Billy Ray sollen im Oktober in Los Angeles beginnen.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    LAVIGNE, Avril kanadische Rocksängerin 30 27.09.1984 Napanee Kanada
    SCHRADER, Maria deutsche Schauspielerin 49 27.09.1965 Hannover Deutschland
    MEAT LOAF amerikanischer Rocksänger 67 27.09.1947 Dallas USA
    © dpa-infocom GmbH
  • 23. September 2014 09:00

    Die Promi-Geburtstage vom 30. September 2014: Udo Jürgens

    Er hat Klatschtanten humorvoll in den Sahnetod geschickt und griechischen Wein zum Ohrwurm gemacht. Er hat Spießigkeit und Heuchelei in ehrenwerten Häusern entlarvt. Und immer, immer wieder hat Udo Jürgens die Sonne, die Hoffnung und die Liebe hochleben lassen.
    Udo Jürgens wird 80.  © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Britta Pedersen
    Udo Jürgens wird 80.
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH / Britta Pedersen
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    Heute wird der große Entertainer 80 Jahre alt - und fühlt sich nach eigenem Bekunden wie mit knapp über 50. Grund genug, noch mal richtig durchzustarten. Mit einem neuen Album und einer Tournee, bei der auch sein legendärer Bademantel nicht fehlen wird.

    Kluge Texte zu großen Melodien - das ist seit Jahrzehnten das Markenzeichen dieses Ausnahmestars der Unterhaltungskunst. Seine Karriere gleicht einer Rekordstatistik: Jürgens komponierte mehr als 1000 Songs, von denen etliche zu Superhits wurden. Er spielte mehr als 50 Alben ein und verkaufte mehr als 100 Millionen Tonträger.

    Seine Live-Auftritte mit Hits wie «Es wird Nacht, Señorita», «Aber bitte mit Sahne», «Griechischer Wein» oder «Immer wieder geht die Sonne auf» sind für viele auch heute noch einfach Kult. Bei Tourneen durch fast ganz Europa erlebten ihn Millionen Menschen auf der Bühne.

    Schon als Junge spielte der 1934 in Klagenfurt geborene Sohn der großbürgerlichen deutsch-österreichischen Familie Bockelmann Mundharmonika und Akkordeon, bald auch Klavier. Doch beinahe wäre in der ungeliebten Hitlerjugend die Musikerkarriere des Udo Jürgen Bockelmann verhindert worden: Das junge Talent bekam eine so brutale Ohrfeige, dass seine Hörfähigkeit auf einer Seite vermindert wurde.

    Krieg und Nachkriegszeit seien auch für ihn bedrückende Jahre gewesen, berichtete Jürgens 2004 in seinem Bestseller «Der Mann mit dem Fagott». Damals entstand wohl schon jenes «unstillbare Harmoniebedürfnis», zu dem Jürgens sich stets bekannte.

    Manch anderen in der Unterhaltungsbranche hätte so ein Grundgefühl zu watteweichem Schmusekitsch verleiten können. Jürgens hingegen bewies als «Chansonnier deutscher Sprache», dass Popmusik und geistiger Anspruch keineswegs Gegensätze sein müssen. Dafür verlieh ihm die Republik Österreich 1985 den Berufstitel «Professor» - und das, obwohl Jürgens längst in die steuerfreundliche Schweiz umgezogen war, wo der Millionär in einer Prachtvilla am Zürichsee wohnt.

    «Als Komponist und Textdichter ist es Udo Jürgens gelungen, unvergessliche Melodien mit mal heiteren, mal nachdenklichen und philosophischen Texten zu vereinen», hieß es in der Laudatio, als er 2014 in Berlin für sein Lebenswerk vom Musikrechteverwerter Gema geehrt wurde.

    Zur deutschen Hauptstadt hat der Star eine besondere Beziehung. Auch als 1989 die Mauer fiel und Ostdeutsche zu Zehntausenden nach West-Berlin strömten, war Jürgens gerade in Berlin. «Wir haben mehr als nur eine Träne zerdrückt, sind uns mit wildfremden Menschen in den Armen gelegen», berichtete er einige Jahre später. «Ich habe 5000 Mark genommen und den Leuten in die Tasche gesteckt, in Hundertern, ganz heimlich.»

    Ein Jahr vorher schon sagte Jürgens mit dem Song «Moskau - New York» das Ende des Kalten Krieges voraus: «In Berlin wird die Mauer von beiden Seiten zerschlagen, als gemeinsame Fackel wird Freiheit ins Morgen getragen.»

    Die Prophezeiung geriet 1988 angesichts einer Kontroverse in den Hintergrund, die «der Moralist am Klavier» («taz») mit dem Song «Gehet hin und vermehret Euch» auf dem selben Album auslöste. Das Lied wurde als Angriff auf die Haltung des Vatikans zur Empfängnisverhütung gedeutet und bei vielen Rundfunkanstalten mit einem Sendeverbot belegt.

    Den internationalen Durchbruch ersang sich der spätere «Schlager-Professor» 1966 bei seiner dritten Teilnahme am Eurovision Song Contest (damals noch: Grand Prix Eurovision) mit einem Lied, das auf der Liste seiner Evergreens weit oben steht: «Merci, Chérie».

    Lange danach erklärte Jürgens zur Begeisterung vieler Rentner «Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran.» Doch selbst mit 80 ist für ihn an Ruhestand gar nicht zu denken. Kurz vor dem Geburtstag hat er ein neues Album veröffentlicht - mit dem leicht koketten Titel «Mitten im Leben».

    «Dass ich dieses Album schreiben konnte, in diesem Alter, das erfüllt mich mit einer unheimlichen Hoffnung», sagt er im dpa-Gespräch. Mit seiner ab Oktober geplanten «Mitten im Leben»-Tournee will Jürgens genau das schaffen, was schon seit Jahrzehnten das Ziel seiner Bühnenshows ist: «Die Menschen sollen den Konzertsaal glücklich verlassen.»

    Mit dabei ist auch wieder ein weißer Bademantel: «Das ist eine Tradition geworden, die man auch als Marotte bezeichnen könnte.» Einst in Hamburg, bei seinem ersten abendfüllenden Konzert, wurde er immer wieder für Zugaben auf die Bühne gerufen. Schließlich erschien er - zum Vergnügen des Publikums - im Bademantel. «Und heute ist es so», sagt der Star schmunzelnd, «dass man von meinem Bademantel mehr spricht als von mir.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    COTILLARD, Marion französische Schauspielerin 39 30.09.1975 Paris Frankreich
    SIEGEL, Ralph deutscher Komponist und Produzent 69 30.09.1945 München Deutschland
    ILLIC, Bata jugoslawischer Schlagersänger 75 30.09.1939 Belgrad Jugoslawien
    © dpa-infocom GmbH
 
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Die Promi-Geburtstage vom 22. Oktober 2014: Doris Kunstmann
Doris Kunstmann sitzt gerade im Auto, als sie sich am Handy meldet. «Wir sind unterwegs zu unserer nächsten Vorstellung», erzählt sie. Wieder einmal ist die Schauspielerin auf Theatertournee, reist quer durch Deutschland.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/2817887,1,Die-Promi-Geburtstage-vom-22.-Oktober-2014%3A-Doris-Kunstmann,content.html
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Zitatecheck: Wer hat's gesagt?

 
"Ich bin nicht in der Lage, auf Kommando einen Witz zu erzählen."
 
 
 
 
 

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