Dienste

 

 

  • 27. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 27. Juli 2016: Pete Yorn

    Einige Jahre lang war Pete Yorn, der Beziehungen zu Winona Ryder und Minnie Driver hatte, der Liebling der Hollywood-Community. Das gute Aussehen mag geholfen haben, aber der US-Singer-Songwriter, der heute 42 Jahre alt wird, hatte auch einige erstklassige Songs zu bieten.
    «Arranging Time» heißt das aktuelle Album von Pete Yorn, der heute 42 Jahre alt wird. Foto: Universal Music © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    «Arranging Time» heißt das aktuelle Album von Pete Yorn, der heute 42 Jahre alt wird. Foto: Universal Music
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    1 / 25
     

    Pete Yorn zählt zu den Künstlern, deren Karriere auf eine Art und Weise startete, die eigentlich nur noch im Märchen existiert: Einen einzigen Song soll der Künstler einem Talentscout seiner Plattenfirma live und spontan vorgespielt haben und schon sei ihm ein Plattenvertrag angeboten worden, besagt die Legende. Das ist eine schöne Geschichte, egal ob sie nun der Wahrheit entspricht oder nicht.

    Mit dem Album «musicforthemorningafter» (2003) startete Yorn seine Karriere. Wohldosierte stimmliche Traurigkeit, dramatische Alltagslyrik und eine erstaunliche musikalische Stilsicherheit ziehen sich durch das gesamte Album wie ein roter Faden.

    Inzwischen beginnen die Haare etwas grau zu werden, der Hollywood-Wirbel hat sich gelegt, Musik aber macht Pete Yorn noch immer. Im Frühjahr erst ist mit «Arranging Time» sein sechstes Studioalbum erschienen. «In puncto Klang und Kreativität repräsentiert dieses neue Album einen Schritt nach vorne. Dabei feiert und honoriert es gleichzeitig meine Vorarbeit aus dem frühen Jahrtausend», sagt er selbst über seine neue Platte.

    Besonders viel Aufsehen erregte Pete Yorn 2009, als mit «Break Up» ein gemeinsames Album mit Hollywood-Schönheit Scarlett Johansson erschien. Angeblich kam dem Singer-Songwriter die Idee im Schlaf - und Scarlett ließ sich nicht lange bitten.

    «Ich liebe Petes Stimme, seit ich sie das erste Mal gehört habe und bin schon lange mit ihm befreundet, und das alles klang wie ein ganz interessantes Abenteuer», sagte die Schauspielerin damals. Die Sammlung von Liebesdramen im Stile von Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot kam riesig an - für einen kurzen Moment war ein neues Pop-Traumpaar geboren.

    Scarlett Johansson ist schon fast ein Familienmitglied im Yorn-Clan, der aus drei sehr erfolgreichen Brüdern besteht. Rick Yorn ist schon seit ewigen Zeiten Scarletts Manager - zu seiner Klientel gehören auch Leonardo DiCaprio, Justin Timberlake, Cameron Diaz, Jonah Hill und Reese Witherspoon. Kevin Yorn ist Petes Anwalt und vertritt unter anderem Elle DeGeneres und Scarlett Johansson. Zusammen kennt man die drei als «Yorn-Dynastie».

    Aus dem trubeligen Hollywood aber hat sich Pete Yorn ein wenig zurückgezogen. Seit 2010 ist er mit dem ehemaligen Model Beth Kaltman verheiratet, die sich inzwischen als Schmuckdesignerin und Fotografin einen Namen gemacht hat. Seit letztem Jahr sind die beiden auch Eltern einer kleinen Tochter: Am 25. August wird Ellington (Elle) Bee Yorn ein Jahr alt.

    © dpa-infocom GmbH
  • 26. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 26. Juli 2016: Jason Statham

    Er ist ganz vernarrt in deutsche Autos, mag deutsches Bier und auch seine Sonnenbrillen kommen aus Deutschland: Jason Statham steht auf deutsche Markenprodukte, aber am liebsten mag der Action-Star, der heute 49 Jahre alt wird, das Model Rosie Huntington-Whitley (29).
    Jason Statham (M) mit Brad Pitt (l) und Jackie Chan beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Foto: Eddy Lemaistre © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Jason Statham (M) mit Brad Pitt (l) und Jackie Chan beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Foto: Eddy Lemaistre
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    2 / 25
     

    Anfang des Jahres wurde die Verlobung der beiden bekannt, die seit über fünf Jahren ein Paar sind. «Wir sind beste Freunde. Er bringt mich jeden Tag zum Lachen. Ich fühle mich fast so, als hätte ich noch nie zuvor einen richtigen Partner gehabt», sagte Huntington-Whitley im letzten Jahr in einem Interview mit dem US-Magazin «Self». Darin erklärte sie, dass gemeinsame Kinder in naher Zukunft realistischer seien als eine Hochzeit. Man wird sehen...

    Viele Haare hat Jason Statham nicht mehr auf dem Kopf, aber das macht er mit seinem durchtrainierten Body und reichlich Muskeln wett. Und so kann er mit fast 50 Jahren noch immer glaubhaft den Action-Helden spielen, der von Mauern springt, rasante Autofahrten hinlegt, mit der Wumme umzugehen weiß und seine Argumente auch mal mit der Faust vorträgt.

    Seine Stunts macht der ehemalige Profisportler (Turmspringer im britischen Nationalkader) fast alle selbst. «Ich fände es sehr billig, wenn ich nicht selbst die Knochen hinhalten würde, wann immer es möglich ist. Das bin ich mir und meinen Fans schuldig», sagte Statham in einem Interview der «Frankfurter Rundschau». «Nur in ganz seltenen Ausnahmefällen kommt bei mir ein Stuntdouble zum Einsatz. Meistens dann, wenn die Versicherung nicht mehr für mich bürgen will.»

    Auch wenn sich Jason Statham durchaus als romantisch verlangten Menschen bezeichnen würde, Action ist sein täglich Brot - ausnahmslos. Natürlich gehört er zum festen Ensemble der Gib-Gummi-Reihe «Fast and Furious» - auch im achten Teil, der im April 2017 in die Kinos kommen soll, mischt er wieder mit.

    Der britische Sherlock-Holmes-Regisseur Guy Ritchie, Ex-Mann von Madonna und auch so ein kerniger Typ, hat die Karriere von Jason Statham angeschoben. Er engagierte ihn für seine beiden Filme «Bube, Dame, König, grAS» (1998) und «Snatch - Schweine und Diamanten» (2000). Er war es auch gewesen, der Statham das Ticket nach Hollywood besorgte, wo er mit «The Transporter» durchstartete. «Guy Ritchie war es, der mein Vorsprech-Video bei sich zu Hause mit mir aufgenommen hat», sagte Statham im Interview mit Tele 5.

    Inzwischen lebt Jason Statham in Los Angeles, aber im Herzen ist er durch und durch Brite geblieben: «Ich vermisse meine Freunde, mehr als alles andere. Doch ich habe Glück. Ich habe eine britische Freundin, und durch sie habe ich täglich ein Stück Heimat bei mir», sagte er.

    © dpa-infocom GmbH
  • 25. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 25. Juli 2016: Barbara Meier

    Filmfest München, Deutscher Filmpreis, Felix Burda Award, Wiener Opernball oder Golden Globes - Barbara Meier fühlt sich ganz offensichtlich wohl auf dem roten Teppich. Heute wird das rothaarige Model 30 Jahre alt.
    Barbara Meier wird 30. Foto: Felix Hörhager © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Barbara Meier wird 30. Foto: Felix Hörhager
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    3 / 25
     

    Barbara Meiers Karriere begann 2007 mit dem Sieg bei der Castingshow «Germany's Next Topmodel», heute aber will sie für ihre Laufsteg-Karriere nicht mehr hungern. «Wäre ich wirklich so dünn wie gefordert, wäre ich nicht glücklich, weil man dafür nur hungert, verzichtet, sich quält und vor allem seine Ausstrahlung und Lebensfreude verliert», sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

    Erst kürzlich hat sie das Buch «Dein Weg zum Glücksgewicht» veröffentlicht, in dem sie erklärt, warum Bewegung sinnvoller ist als Crash-Diäten. Sich selbst hält die New-York-Marathon-Läuferin von 2013 mit Sport in Form: «Wenn ich zu Hause in München bin, gehe ich so gut wie immer jeden Tag eine Stunde ins Fitnessstudio», sagt sie.

    Die Model-Karriere will Barbara Meier zwar nicht aufgeben, aber inzwischen geht sie doch lieber zu Film-Castings - und da kann sie bereits einige Erfolge vorweisen.

    «Schreie der Vergessenen» hieß ihr Spielfilmdebüt von 2011, der auf ProSieben gezeigt wurde. In dem Mystery-Thriller war sie als gehörloses Medium zu sehen. Mit ihrer Leistung war Barbara Meier damals nicht komplett zufrieden: «An manchen Stellen im Film ist mir aufgefallen, dass ich ein bisschen mehr Abwechslung in den Ausdruck hätte reinbringen können - daran möchte ich noch arbeiten», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

    In der ZDF-Serie «Der Alte» konnt man sie inzwischen ebenso sehen wie bei «Soko 5113» oder in der Komödie «Heiraten ist nichts für Feiglinge». Auch international hat sich inzwischen ein Türchen geöffnet: An der Seite von «Twilight»-Star Kellan Lutz wird sie bei dem Action-Thriller «The Feuds» mit dabei sein.

    Und die Liebe? Auch da läuft alles prima. Barbara Meier ist seit einiger Zeit mit dem österreichischen Unternehmer Klemens Hallmann liiert, mit dem sie sich auch eine Familiengründung vorstellen kann. Aber: «Es kann noch das eine oder andere Jahr warten», sagte sie der «tz». «Aber wenn es so weit ist, werde ich super glücklich sein.»

    © dpa-infocom GmbH
  • 24. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 24. Juli 2016: Arthur Brauss

    Mit dem «Großstadtrevier» wurde er einst populär. Seit mehr als 50 Jahren steht Schauspieler Arthur Brauss vor der Kamera, die Rolle des Polizisten Richard Block gehört zu seinen bekanntesten. Heute wird Brauss 80. Aus dem Fernsehen hat er sich inzwischen weitgehend zurückgezogen.
    Mit dem «Großstadtrevier» kam der Durchbruch - Arthur Brauss wird 80. Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mit dem «Großstadtrevier» kam der Durchbruch - Arthur Brauss wird 80. Foto: Tobias Hase
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    4 / 25
     

    Brauss gehört zu den meistbeschäftigten Schauspielern in Deutschland - und zu jenen, deren Gesicht der Zuschauer zwar kennt, dessen Namen er aber nicht gleich parat hat. Denn auf den roten Teppichen des Landes macht er sich rar und aus den bunten Illustrierten hält er sich raus.

    Der Münchner mit schwäbischen Wurzeln überzeugt lieber vor der Kamera oder auf der Bühne. In weit mehr als 100 Produktionen hat er mitgewirkt. Es gibt kaum eine Serie, in der nicht eine Episodenrolle übernommen hatte: «Der Alte», «Derrick», «Tatort», «Soko 5113», «Polizeiruf 110», «Balko», «Münchner Geschichten», «Die Schwarzwaldklinik», «Der Fürst und das Mädchen», «Rote Rosen» und und und. Bekannt geworden ist Brauss zwischen 1986 und 1991 in der ARD-Vorabendserie «Großstadtrevier».

    Neben vielen Auftritten in Serien spielte Brauss in Fernseh- und Kinofilmen im In- und Ausland. Seine zweite Rolle hatte er 1964 in der internationalen Produktion «Der Zug» an der Seite von Jeanne Moreau und Burt Lancaster. In «Die Revolte» war er 1969 neben Hans Brenner und Hanna Schygulla zu sehen. 1972 stand er in dem Wim-Wenders-Film «Die Angst des Tormanns beim Elfmeter» vor der Kamera.

    In den vergangenen Jahren war Brauss unter anderem in der Märchenverfilmung «König Drosselbart», in dem ARD-Krimi «Commissario Laurenti» sowie in dem Familienfilm «Tulpen aus Amsterdam» auf dem Bildschirm zu sehen. Bei den Burgfestspielen Jagsthausen stand er als Götz von Berlichingen auf der Bühne.

    Zur Schauspielerei war Brauss erst über Umwege gekommen. In seiner Heimatstadt Augsburg machte Brauss in seiner Jugend zunächst als Leichtathlet auf sich aufmerksam, wurde deutscher Jugendmeister im Stabhochsprung. Nach einer kaufmännischen Lehre erhielt er ein Stipendium für die Universität in Wyoming in den USA. Während des Studiums dort sammelte er erste Erfahrung auf der Studentenbühne.

    Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gab Brauss 1963 sein Schauspieldebüt in dem Film «Verspätung in Marienborn» über die deutsche Teilung und den Kalten Krieg. Es war der Auftakt einer langen und erfolgreichen Karriere.

    © dpa-infocom GmbH
  • 23. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 23. Juli 2016: Daniel Radcliffe

    Hat Daniel Radcliffe noch einmal Lust auf Harry Potter? Vielleicht. Ein kleines Hintertürchen hat sich der britische Schauspieler, der den jungen Zauberlehrling in acht Filmen spielte, offen gelassen.
    Daniel Radcliffe wird 27 Jahre alt. Foto: Jimmy Morris © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Daniel Radcliffe wird 27 Jahre alt. Foto: Jimmy Morris
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    5 / 25
     

    «Es hängt vom Drehbuch ab», sagte Radcliffe «Radio Times». «Die Umstände müssten schon außergewöhnlich sein. Aber ich bin mir sicher, dass Harrison Ford über Han Solo genauso gesprochen hat und schaut, was passiert ist. Ich sage also jetzt nein, aber ich lasse mir ein Türchen offen.»

    Harry Potter hat Daniel Radcliffe, der heute 27 Jahre alt wird, reich und berühmt gemacht, aber dieser Ruhm hatte auch seine Schattenseiten: «Immer, wenn ich ausging zum Tanzen, wurden die Handykameras gezückt», erzählt er dem «Playboy». «Das hat mich sehr gehemmt. Und was ist der einfachste Weg, um Hemmungen loszuwerden? Mit Alkohol geht das schnell.»

    Schließlich wurde der Alkohol zu einem Riesenproblem, das Radcliffe aber vor einigen Jahren in den Griff bekommen hat. Seitdem rührt er keinen Tropfen mehr an.

    Seien Platz im Filmgeschäft hat Daniel Radcliffe nach Harry Potter gefunden, auch wenn alles eine Nummer kleiner und auch weniger spektakulär geworden ist. Große Hollywood-Produktionen scheinen ihn nicht so sehr zu interessieren, vielmehr hat er Spaß an eigenwilligen Indie-Filmen zu haben.

    «Ich glaube, dass es die besten Drehbücher im Independent-Sektor gibt», sagte er der «Huffington Post». Bei den größeren Studios seien zu viele Leute in den Entscheidungsprozess eingebunden, die sich alle irgendwie einigen müssten. Dadurch sei das Ganze «natürlich weniger individuell».

    Eine kleine Auswahl seiner Rollen der letzten Jahre: In dem Psychothriller «Kill Your Darlings - Junge Wilde» (2013) verkörperte er den Dichter Allen Ginsberg (1926-1997) lange bevor der mit dem Gedicht «Howl» Weltruhm erlangte. In dem Horrorfilm «Horns» (2013) zeigt sich Radcliffe blutig zerschunden, mit bleicher Haut und Stoppelbart, gekrönt von teuflischen Hörnern, die plötzlich aus seiner Stirn wachsen. Mit kahl rasiertem Schädel ermittelt er in «Imperium» als FBI-Agent in der Neo-Nazi-Szene. Der Film soll Mitte August in die US-Kinos kommen.

    Einen Stern auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame hat Daniel Radcliffe natürlich auch schon. Seit letztem Jahr trägt die Plakette 2565 seinen Namen. Es sei alles «unglaublich surreal und überwältigend», sagte er damals. Dabei dankte er vor allem seinen Eltern für deren Beistand in den «verrückten» frühen «Harry Potter»-Jahren.

    © dpa-infocom GmbH
  • 22. Juli 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 22. Juli 2016: Mireille Mathieu

    Schwarzer Pagenkopf, porzellanweißer Teint und rot geschminkte Lippen: So steht Mireille Mathieu seit Jahrzehnten auf der Bühne. Auch die kraftvolle und glockenhelle Stimme der kleinen Französin hat sich nach über 1000 Liedern nicht verändert.
    Mireille Mathieu wird 70. Foto: Sergei Ilnitsky © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mireille Mathieu wird 70. Foto: Sergei Ilnitsky
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    6 / 25
     

    Seit einem halben Jahrhundert singt sie von Liebe und Leid. Mathieu, die an diesem Freitag (22. Juli) 70 Jahre alt wird, hat jeden Musiktrend überlebt. Sogar die amerikanische Popsängerin Lady Gaga würde gern einmal mit Mathieu gemeinsam singen.

    In einer sich immer schneller verändernden Welt verkörpert Mathieu die Zeitlosigkeit. Sie fühle sich in ihrer Haut wohl, erklärte sie in einem Interview. Sie sei eben so gestrickt. Auch bei ihrem Publikum findet man diese Beständigkeit. Denn noch heute füllen ihre Fans die Musikhallen weltweit.

    In Frankreich wird die nur 1,53 Zentimeter große Mathieu la «Grande Dame» genannt. Denn die Sängerin gehört mit über 130 Millionen verkauften Tonträgern kommerziell zu den erfolgreichsten französischsprachigen Sängerinnen. Im Jahr 2014/15 hat sie ausgiebig ihre 50-jährige Karriere gefeiert - mit einer Dreifach-Best-of-CD und einer ausverkauften Tournee durch mehrere Länder.

    Mathieu gehört neben Dalida und Edith Piaf zum nationalen Kulturerbe Frankreichs. Sie sang Duette mit der schwedischen Popgruppe ABBA, dem spanischen Opernsänger Plácido Domingo und dem deutschsprachigen Star-Entertainer Peter Alexander. Im Jahr 1984 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft, 1999 wurde sie Ritterin der Ehrenlegion in Frankreich.

    Ihr Erfolgsgeheimnis? Der Kontakt zum Publikum. «Ich glaube, die Menschen spüren, dass ich es liebe, auf der Bühne zu stehen», lautet seit Jahren die Antwort der Musikerin. Die Deutschen haben eine besondere Schwäche für die in der südfranzösischen Stadt Avignon geborene Sängerin. Mehr als ein Drittel ihrer Tonträger verkaufte sie in Deutschland. Bei ihrer 50-jährigen Jubiläumstour begeisterte sie ihre Fans in zehn deutschen Städten. Mit «Hinter den Kulissen von Paris» erreichte sie 1969 den dritten Platz der deutschen Hitparade. «Der Spatz von Avignon», wie Mathieu im Land des Schlagers genannt wird, spielt ihre Titel in den verschiedensten Sprachen ein, unter anderem auch in russisch und chinesisch. Zu ihren Welterfolgen gehören «Pariser Tango» und «Akropolis Adieu». In Französisch zu singen, sei für sie jedoch sehr wichtig: «Die französische Sprache sei so bedeutend wie der Eiffelturm.» Mathieu ist die Älteste von 14 Geschwistern und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihr Vater, ein Steinmetz, habe ihr die Liebe zur Musik vermacht. Ihre ersten Auftritte hatte sie schon als Kind in der Kirche und auf Festen. Weil sie unter Legasthenie litt, verließ sie die Schule und begann in einer Papierfabrik zu arbeiten, wo sie Briefumschläge faltete. 1964 gewann sie den Wettbewerb für unbekannte Musiktalente in Avignon. Über Nacht wurde aus der einstigen Hilfsarbeiterin in einer Konservenfabrik ein Star. Mathieu ist katholisch und konservativ, eine Frau, von der keine Skandale bekannt sind und keine Geschichten. Nur wenig ist über ihr Privatleben publik geworden. Sie meidet die Sonne, schläft durchschnittlich neun Stunden, isst vorzugsweise Bioprodukte, raucht nicht und trinkt (Bordeaux und Champagner) nur in Maßen. Und über Liebe singt sie viel, redet über sie aber kaum. Es habe durchaus Männer in ihrem Leben gegeben. Aber eine große Liebe habe sie nicht erlebt, gestand sie einer deutschen Zeitschrift. Verheiratet war sie nie.

    Erst im März diesen Jahres ist ihre Mutter im Alter von 94 Jahren gestorben. «Meine Mama fehlt mir sehr, und meine Trauer ist unermesslich», sagte die französische Sängerin vor kurzem in einem Interview der Musikzeitschrift «Meine Melodie». Ob sie ihren Geburtstag feiern werde, wisse sie deshalb noch nicht.

    © dpa-infocom GmbH
  • 21. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 21. Juli 2016: Paloma Faith

    Mit ihrem Vintage-Look hat es Paloma Faith in kürzester Zeit zur Stil-Ikone und Expertin für ausgeflipptes Styling gebracht. Marilyn Monroe, Marlene Dietrich, Grace Jones, Björk und Dita Von Teese zählt die überkandidelte Soul-Sirene mit Hollywood-Flair zu ihren großen Vorbildern.
    Paloma Faith versteht sich auf die Kunst der Inszenierung. Foto: Paul Bergen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Paloma Faith versteht sich auf die Kunst der Inszenierung. Foto: Paul Bergen
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    7 / 25
     

    Oh ja, die Lady mit den wechselnden Haarfarben, die heute 35 Jahre alt wird, weiß, wie man sich inszeniert, wie man auffällt. Ihr Look ist immer einen Aufreger wert und in Jeans kann man sich sie nicht wirklich vorstellen. Das schlägt sich auch auf dem Cover ihres letzten Albums «A Perfect Contradiction» nieder, das für Verwirrung und Rätselraten gesorgt hat.

    Angelehnt an die «Grablegung Christ» des extravaganten Barock-Malers Caravaggio gefällt sich Paloma Faith in einem sechsfachen Rollenspiel. Jesus, Meerjungfrau, Verführerin oder auch Hohepriesterin - das groteske Durcheinander kann man getrost als kitschig bezeichnen. Die überzuckerte surrealistische Inszenierung hat aber durchaus Platz im Kosmos von Paloma Faith, die auf Filme von Pedro Almodóvar und David Lynch steht: Liebe, Kitsch und Wahnsinn - alles drin.

    Diese stilisierte Extravaganz muss nicht gefallen, nötigt einem aber in seinem Willen zum Gesamtkunstwerk durchaus Respekt ab. Das alles aber wäre nur banales - wenn auch hübsches - Oberflächenrauschen, wenn Paloma Faith nicht auch noch über eine unglaubliche Soul-Stimme verfügen würde, die ihr beinahe einen Job als Background-Sängerin von Amy Winehouse eingebracht hätte, wenn sie nicht auf eine eigene Karriere gesetzt hätte.

    Auch schon vorher war das Leben von Paloma Faith kunterbunt: Die Britin hatte einen Job als Geist in einer Geisterbahn, der ihr schließlich einen Job als Assistentin bei einem Zauberer einbrachte. Miss Direction war ihr Bühnenname. In Burlesque-Clubs trat sie auch auf, behielt aber ihre Kleidung an. Bar-Jobs? Na, klar. Dazu kommt ein Abschluss in «Contemporary Dance» und ein Studium für Theater-Regie und Design.

    Gleich mit ihrem ersten Album «Do You Want The Truth Or Something Beautiful?» (2009) gelang Paloma Faith der Durchbruch. Als Schauspielerin («Das Kabinett des Dr. Parnassus») war sie inzwischen auch schon tätig. Zuletzt konnte man sie in Paolo Sorrentinos Film «Ewige Jugend» (2015) mit Michael Caine und Harvey Keitel sehen.

    Die Zeit bis zum nächsten Album vertreibt sich Paloma Faith unter anderem mit Werbung für das Dessous-Label Agent Provocateur und als Coach der Castingshow «The Voice».

    © dpa-infocom GmbH
  • 20. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 20. Juli 2016: Andreas Kümmert

    Wohin wäre der Weg von Andreas Kümmert wohl gegangen, wenn er seine Teilnahme am Eurovision Song Contest unmittelbar nach seinem Sieg beim Vorentscheid nicht abgesagt hätte?
    Andreas Kümmert wird 30. Foto: Herbert Neubauer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Andreas Kümmert wird 30. Foto: Herbert Neubauer
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    8 / 25
     

    Nun, die Spekulationen sind natürlich müßig, aber der Sänger mit der phänomenalen und unverwechselbaren Stimme, der einen ganz eigenen Kopf hat, macht noch immer das, was er am liebsten macht: auf der Bühne stehen und live singen.

    Heute feiert Andreas Kümmert seinen 30. Geburtstag - und zwei Tage später steht er mit seiner Band in Wertheim auf der Bühne. Dass der Mann inzwischen eine feste Größe ist, sieht man auch an seiner Verpflichtung für das Zelt-Musik-Festival in Freiburg, bei dem auch solche Hochkaräter wie Wanda, Element of Crime oder Katie Melua auftreten werden.

    Am 28. Juli ist dann Andreas Kümmert dran - vielleicht mit einem mulmigen Gefühl, denn Live-Auftritte - so sehr er sie liebt - sind für den Sänger durchaus keine leichte Angelegenheit. «Es ist ein Paradoxon für mich: Ich brauche die Öffentlichkeit - und habe Angst vor ihr», sagte er dem Magazin «Stern». «Angststörungen» seien es damals auch gewesen, warum er de ESC abgelehnt habe.

    Andreas Kümmert tritt schon seit Jahren als Berufsmusiker in Bars und kleinen Clubs auf. Sein Stern ging auf, als er als Schützling von Max Herre bei der Castingshow «The Voice of Germany» der Konkurrenz keine Chance ließ und überlegen gewann. «Ich hoffe, dass ich ein ganzes Leben lang auf Tour gehen und Musik machen kann», meinte er damals.

    Charterfolge hat Andreas Kümmert auch vorzuweisen: Sein Debütalbum «Here I Am» (2014) stieg direkt auf Platz drei ein. Einflüsse von Kümmerts Vorbildern wie Bob Dylan, Frank Zappa und Jim Morrison sind darauf unverkennbar.

    © dpa-infocom GmbH
  • 19. Juli 2016 00:01

    Fernsehen Promi-Geburtstag vom 19. Juli: Monika Baumgartner

    Sie ist die Mama vom «Bergdoktor»: Schauspielerin Monika Baumgartner. Seit 2007 spielt sie die Rolle der Lisbeth Gruber. Neben dem ZDF-Dauerbrenner nimmt sich die Münchnerin immer wieder Zeit für andere TV-Projekte, Lesungen und für ihr Raumausstattungsgeschäft, das sie gemeinsam mit ihrer Schwester führt.
    Die Schauspielerin Monika Baumgartner wird 65. Foto: Ursula Düren © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Schauspielerin Monika Baumgartner wird 65. Foto: Ursula Düren
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    9 / 25
     

    Am Dienstag (19. Juli) wird die Schauspielerin 65. Den Geburtstag verbringt sie daheim mit der Familie, wie Baumgartner der Deutschen Presse-Agentur erzählt.

    Die Zahl der «Bergdoktor»-Fans ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Bis zu sieben Millionen Menschen schalten pro Folge ein. Zurzeit wird die zehnte Staffel gedreht. Warum die Serie so erfolgreich ist? «Die Geschichten sind gut, die Figuren sind authentisch», sagt Monika Baumgartner. «Das Publikum nimmt uns die Geschichten ab.» Das geht so weit, dass mancher Fan nicht mehr zwischen der Schauspielerin und ihrer Rolle unterscheidet. «Die sprechen mich dann an, als wäre ich die Lisbeth Gruber und sagen mir, ich soll doch mal gescheite Frauen für meine Söhne finden.»

    Wie lange sie noch in die Rolle der Lisbeth Gruber schlüpfen wird, kann Baumgartner nicht sagen. «Ich denke, das steht und fällt mit Hans Sigl.» Hauptdarsteller Sigl spielt den Arzt Martin Gruber. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Serie ohne ihn weiter gehen würde.»

    Wenn sie nicht gerade zwischen ihrem Heimatort in der Nähe von München und dem Drehort am Wilden Kaiser pendelt - «Es ist immer wieder schön, dort drehen zu dürfen, wo andere Urlaub machen» -, steht sie für andere Filme oder Serien vor der Kamera. Viel Beachtung fand ihre Darstellung einer biestig-bösen Schwiegermutter in dem Spielfilm «Die Gruberin» (2013). «Und ich dachte schon, ich kriege nie wieder andere Rollen, weil ich da gar so böse sein musste. Aber es hat irrsinnig Spaß gemacht.»

    Ansonsten hätte Baumgartner große Lust, einmal wieder Theater zu spielen. Dort liegen auch ihre schauspielerischen Wurzeln. Nach ihrer Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München stand sie von 1972 bis 1978 am Nationaltheater Mannheim auf der Bühne, anschließend zwei Jahre beim Thalia Theater Hamburg. Später arbeitete sie in München am Volkstheater, am Residenztheater und an den Kammerspielen. Ein Abstecher führte sie zu den Luisenburg-Festspielen im fränkischen Wunsiedel.

    Seit Ende der 70er Jahre stand Baumgartner immer öfter auch vor der Fernsehkamera, unter anderem in dem 1991 für den Oscar nominierten Film «Das schreckliche Mädchen» von Michael Verhoeven. Für den Film «Sau sticht» wurde sie 1996 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

    Zurzeit bereitet Baumgartner Weihnachtslesungen vor. «Die Zeit vergeht so schnell. Es ist immer genug zu tun.» Privat steht sie nicht nur ihrem Lebensgefährten, einem Anwalt, zur Seite, sondern auch ihrer 88-jährigen Mutter.

    Mit ihrer Schwester leitet die Schauspielerin seit 20 Jahren ein Raumausstattungsgeschäft in München, in dem sie immer wieder auch selbst anzutreffen ist. «Ich fahre dann mit auf Montage oder helfe in der Werkstatt.» Die Arbeit macht Baumgartner große Freude. In diesem Jahr laufe das Geschäft so gut wie nie zuvor, verrät sie. «Ich denke, wir profitieren von den niedrigen Zinsen.»

    Auch im Haus und im Garten gebe es immer etwas zu tun. «Langweilig wird es nicht.» Am Abend vor ihrem Geburtstag nimmt sich Baumgartner Zeit für die Fans des «Bergdoktors» bei einem Treffen am Wilden Kaiser. Den Geburtstag selbst will sie dann mit der Familie im Garten mit einem kleinen Grillfest feiern.

    © dpa-infocom GmbH
  • 18. Juli 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 18. Juli 2016: Frank Farian

    Alles begann in einem Kuhstall im Saarland. Mit einem Tonbandgerät und einem einzigen Mikrofon nahmen Frankie Boy und seine Band «Die Schatten» 1963 ihre erste Schallplatte auf.
    Frank Farian in seinem Studio in Miami. Foto: Milli Segieth © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Frank Farian in seinem Studio in Miami. Foto: Milli Segieth
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    10 / 25
     

    «Es hat schrecklich geklungen, aber es war unsere erste Schallplatte, und da waren wir doch stolz drauf», sagt Frank Farian am Telefon in Miami (Florida). Mittlerweile hat er gut 800 Millionen Tonträger verkauft: Farian ist der mit Abstand erfolgreichste deutsche Musikproduzent, der Mann hinter Boney M., Milli Vanilli und vielen anderen. Heute wird er 75: «Ich kann’s selbst gar nicht glauben.»

    Als Franz Reuther wurde er in Kirn an der Nahe geboren, als Frank Farian steht sein Name für beispiellosen Erfolg im Musikgeschäft. Seit er Teenies Mitte der 70er Jahre mit seinem traurigen Hit «Rocky» zum Weinen brachte, trat er selbst kaum noch auf. Das sei irgendwann vorbei gewesen, sagt er. Erst als Mann im Hintergrund, als Produzent, begann sein Mega-Erfolg. Etwa mit Boney M.

    «Baby Do You Wanna Bump», den ersten Titel von Boney M., sang Farian im Studio praktisch alleine, sehr hoch und auch sehr tief. Und weil er sein vielstimmiges Projekt alleine weder aufführen konnte noch wollte, suchte er Gesichter, die den Song präsentieren sollten. 1976 stand eine Art jamaikanischer Kernmannschaft von Boney M.: Liz Mitchell und Marcia Barrett durften singen, Bobby Farrell und Maizie Williams bewegten die Lippen und sahen gut aus. Höchst erfolgreich: Hits wie «Daddy Cool», «Rivers of Babylon», «Rasputin» oder «Ma Baker» sind Popgeschichte. Mindestens 100 Millionen Tonträger verkaufte Farian unter dem Namen Boney M.

    Doch Farians Name steht auch für einen handfesten Skandal. Und zwar mit dem, was Farian den «Milli-Vanilli-Fehler» nennt: «Den habe ich schon bereut.» 1988 hatte er im Studio schöne Songs mit guten Sängern aufgenommen. Aber nicht sie traten als Milli Vanilli auf, sondern Fab Morvan und Rob Pilatus - denn die sahen besser aus. Wochenlang waren sie auf Platz 1 der US-Hitparade, bekamen sogar den Grammy. Als der Schwindel herauskam, mussten sie den Grammy wieder abgeben. «Ich hatte es ja gar nicht nötig, so etwas zu machen», ärgert sich Farian. Sein Trost: «Die Leute lieben die Musik noch heute.»

    Begonnen hat Farians Erfolgsstory in einem kleinen Tonstudio in Offenbach, wo auch die ersten Songs von Boney M. entstanden. Später hatte er ein Anwesen mit Studio in Rosbach bei Frankfurt, das er aber inzwischen aufgegeben hat. Heute besitzt er drei Studios in Miami: «Ich gehe vom Schlafzimmer direkt ins Studio rein. Morgens um acht fange ich an und dann habe ich einen Zwölf-Stunden-Tag.»

    Derzeit arbeitet er an Weltmusik zum Weihnachtsfest - auch der Anden-Triller «El Condor Pasa» könnte zum Weihnachtslied werden: «Das ist schon eine Herausforderung.» Farian will das Musical «Daddy Cool» wieder auf Tournee sehen, ein Buch über ihn wird auch vorbereitet.

    Auch eine eigene Platte will er machen. Mit jener schwarzen Musik der 50er, die er immer noch liebt. Eine Band, die Songs von Otis Redding, den Drifters, den Coasters oder den Four Seasons so wie in den ersten Gasthausjahren spielen mag, hat er schon gefunden. «Ich zeige den Leuten, was ich außer den drei oder vier Platten, die ich aufgenommen habe, noch an Musik auf die Bühne gebracht habe.» Als Titel schwebt ihm etwas wie «Frank Farian Early Years, 1962 bis 2017» vor.

    In Saarbrücken wuchs er auf, der Vater fiel im Jahr seiner Geburt in Russland. Die Mutter brachte mit einer Rente von 180 Mark drei Kinder über die Runden und sparte sich dennoch eine Gitarre für ihn vom Munde ab. Er lernte Koch, weil ihm die Mutter sagte, dann könne er sich jeden Tag sattessen. Das ist lange her, und heute hat Farian keine privaten Gründe mehr für Reisen nach Deutschland: «Ich bin vom Wetter verwöhnt, und es fällt so schwer, in den Regen zu fliegen.»

    «Freude am Leben und Freude an der Arbeit» sind ihm wichtig. Andere Wünsche habe er nicht: «Es ist mir ja fast alles gelungen.» Nur ein Wunsch ist da doch noch: «Irgendwann möchte ich mal im Studio umfallen und das war’s dann. Aber noch nicht jetzt gleich.»

    © dpa-infocom GmbH
  • 17. Juli 2016 00:01

    Theater Promi-Geburtstag vom 17. Juli 2016: Frank Castorf

    Noch ist er da. Doch schon seit Monaten kennt die Berliner Kulturszene fast kein anderes Thema mehr als das nahende Ende der Ära Frank Castorf.
    Der Theatermann Frank Castorf wird 65. Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Theatermann Frank Castorf wird 65. Foto: Tobias Hase
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    11 / 25
     

    Nach einem Vierteljahrhundert legt der Theatermacher im Sommer 2017 sein Amt als Intendant der Berliner Volksbühne nieder - um Castorfs künstlerisches Erbe und seinen umstrittenen Nachfolger Chris Dercon ist ein wahrer Kulturkampf entbrannt. Castorf selbst blickt scheinbar mit abgeklärtem Amüsement auf die Querelen. Am heutigen Sonntag (17. Juli) feiert der Regisseur seinen 65. Geburtstag.

    Zur Not könne man aus der Volksbühne ja immer noch eine Badeanstalt machen, meinte Castorf kürzlich in der «Süddeutschen Zeitung» süffisant zur Zukunft «seines» Theaters. Zum Abschied 2017 will er Goethes «Faust II» inszenieren. «Ich dachte, bevor alle sagen: Goethe? Kenn ich doch aus dem Film «Fack ju Göhte», möchte ich den Berlinern gerne zeigen, dass das doch ein relativ bedeutender deutscher Denker und Literat war.»

    Unter Castorf erlangte die Volksbühne Kultstatus und Weltruhm - mit Inszenierungen, die alle traditionellen Theaterregeln sprengen. Als Bühnenwüterich, Stücke-Zertrümmerer und Provokationsmaschine wird der Regisseur bezeichnet. Statt werktreuer Stück-Interpretation bietet Castorf anarchische, assoziative Happenings mit intellektuellen Abschweifungen und Seitenhieben auf die aktuelle politische Weltlage.

    Legendär und berüchtigt ist auch die Länge der Castorf-Abende: Unter fünf, sechs, sieben Stunden fängt Castorf gar nicht erst an. Auch wer den jeweils auf die Bühne gebrachten Stoff kennt, hat oft Schwierigkeiten, Personen und etwaige Handlung wiederzuerkennen. Das macht im günstigen Fall aber nichts. Wichtig sind bei Castorf die abseitigen und ausufernden Abschweifungen und Anspielungen, die mit historischen, literarischen und zeitgenössischen Texten versetzten Monologe und die tragikomischen Slapsticks. Heiner Müller, Shakespeare, Brecht, Ibsen, Bulgakow, Tennessee Williams und immer wieder Tschechow und Dostojewski inszeniert Castorf so.

    Als Außenseiter in der DDR-Theaterprovinz machte der am 17. Juli 1951 als Sohn eines Eisenwarenhändlers in Ost-Berlin geborene Castorf schon früh auf sich aufmerksam. Nach einem Studium der Theaterwissenschaften ging er als Dramaturg zum Theater der Bergarbeiter in Senftenberg. Anfang der 80er Jahre sorgte er mit frechem, oppositionellem Theater in Anklam für Aufsehen. Seit 1989 inszenierte Castorf auch in Westdeutschland. 1992 wurde er Intendant der Berliner Volksbühne. Schon ein Jahr später wurde das Haus zum Theater des Jahres gekürt.

    Als einer der ersten arbeitete Castorf mit Videokameras. Deren auf Leinwände projizierte Bilder lassen die Zuschauer das Geschehen aus allen möglichen und unmöglichen Winkeln erleben. Nachahmer dieses Theatertricks gab es schnell weltweit. Castorf band Regisseure wie Christoph Schlingensief, Christoph Marthaler und René Pollesch an das Theater.

    Viele Volksbühnen-Schauspieler - darunter Stars wie Sophie Rois, Matthias Wuttke und Birgit Minichmayr - sehen dem Intendantenwechsel mit Sorge entgegen. Sie befürchten für die Volksbühne eine «historische Nivellierung und Schleifung von Identität». Dabei hat der polyglotte Belgier Chris Dercon - bislang Museums- und kein Theatermann - sein Konzept erst in Ansätzen vorgestellt.

    Derzeit pendelt Castorf nach Angaben der Volksbühne zwischen Berlin und Bayreuth. Bei den Bayreuther Festspielen läuft seit 2013 Castorfs eigenwillige Interpretation von Richard Wagners Tetralogie «Der Ring des Nibelungen». Die Aufregung um seinen halbstarken, mit der Kalaschnikow um sich ballernden Siegfried und andere Regie-Einfälle hat sich inzwischen gelegt. Auch das Opernpublikum scheint sich an den Castorf-Style gewöhnt zu haben.

    © dpa-infocom GmbH
  • 16. Juli 2016 00:01

    Kunst Promi-Geburtstag vom 16. Juli 2016: F. C. Gundlach

    Das Geheimnis seines Erfolges? - «Immer auf Augenhöhe miteinander umgehen. Das schafft Vertrauen, dann können Sie alles machen», sagt Fotografenlegende F. C. Gundlach. Ob Romy Schneider, Cary Grant, Zarah Leander oder Hildegard Knef: Er hat sie alle vor seine Kamera bekommen.
    Der Fotograf F. C. Gundlach in seiner Wohnung in Hamburg. Foto: Axel Heimken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der Fotograf F. C. Gundlach in seiner Wohnung in Hamburg. Foto: Axel Heimken
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    12 / 25
     

    «Jedes Porträt ist ein Dialog. Wenn man zusammenfindet, ist es wunderbar», erklärt der Fotograf, Sammler und Kurator, der am Samstag (16.7.) 90 Jahre alt wird. Zu seinem Geburtstag zeigt die Contemporary Fine Arts Gallery in Berlin die Ausstellung «90 Jahre 90 Fotos» - mit Werken, die der Hamburger selbst in seine persönliche «Best of»-Auswahl aufgenommen hat.

    Berühmt wurde Gundlach mit seiner Modefotografie. Mit technischer Finesse und Inszenierungskunst setzte er die Mode auf seinen Bildern gekonnt in Szene und wurde zu einem der bedeutendsten Fashion-Fotografen der deutschen Nachkriegszeit.

    «Ich war ein Märchenerzähler. Ich wusste genau, die Frauen können sich die Mode nicht leisten, aber sie können davon träumen», erinnert sich der Grandseigneur im dunkelblauen Anzug mit Goldknöpfen, passender Weste und Halstuch. Zu sehen sind Modefotografien aus dem Berlin der 1950er Jahre und den Haute-Couture-Schauen der Pariser Modehäuser bis hin zu den Trends der 60er.

    Daneben stehen Fotografien, die sich als Sinnbilder des jeweiligen Zeitgeistes begreifen lassen: Vom ersten 911er Porsche des Fotografen am Strand von Fanø bis zu Künstlerporträts von Martin Kippenberger oder Romy Schneider. Die «Sissi»-Darstellerin, damals unglücklich über ihr zuckersüßes Image, hat Gundlach besonders beeindruckt.

    Sie fuhren in sein Atelier, um Aufnahmen zu machen: «Da waren nur mein Assistent, sie und ich - Aus», erinnert er sich. Durch die intime, sehr persönliche Atmosphäre ohne Friseurin und ohne Stylistin habe sie sich geöffnet. «Sie war nicht mehr Romy Schneider, sondern Rosemarie Albach. In den Porträts, die ich damals von ihr gemacht habe, wird ihr tragisches Schicksal schon sichtbar.»

    Vertraulich ging es auch bei einer Verabredung mit dem Hollywood-Star Cary Grant in Berlin zu. «Wir hatten nur zwei Stunden und er musste noch eine Handtasche kaufen. Ich kannte mich aus, schlug vor, ihn zu begleiten.» Also gingen die beiden zunächst auf dem Ku'damm shoppen, bevor der Fotograf den legendären Schauspieler ganz lässig auf dem Parkplatz des Kempinski-Hotels ablichtete.

    Bereits als kleines Kind entdeckte der in Heinebach (Hessen) geborene Franz Christian Gundlach seine Leidenschaft für die Fotografie. «Mein Onkel hatte eine Dunkelkammer, das war für mich ein Mirakel.» Im Alter von zehn Jahren schenkte ihm jener Onkel «die berühmte Black Box», eine einfache Agfa Box für fünf Mark.

    Mit 19 Jahren wollte er unbedingt eine Ausbildung an einer privaten Fotoschule in Kassel beginnen. «Der Schulleiter wollte mich rausschmeißen. Doch dann gelang mir ein gutes Bild, und ich durfte bleiben.» Anfang der 50er Jahre zog es den jungen Mann nach Paris, wo ihn die Existenzialisten-Szene beeindruckte. Später jettete er als Hausfotograf der Lufthansa um die Welt.

    Ende der 60er Jahre gründete Gundlach in einem Bunker auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg das Unternehmen «Professional Photo Service» (PPS), das Labore und Studios betrieb. Später eröffnete er die «PPS Galerie F.C. Gundlach», die erste reine Fotogalerie in Deutschland - der Grundstein für seine Karriere als Sammler war gelegt.

    Ende der 80er Jahre legte der Fotograf die Kamera aus der Hand. Heute organisiert er Ausstellungen, 1999 hob er die Triennale der Photographie Hamburg aus der Taufe.

    Um sein Lebenswerk und seine umfangreiche Fotosammlung «Das Bild des Menschen in der Fotografie» auf Dauer zu sichern, gründete er im Jahr 2000 die Stiftung F. C. Gundlach. Mit seiner Berufung zum Gründungsdirektor des Hauses der Photographie in den Deichtorhallen ging für ihn «ein Traum in Erfüllung». Dort wird es ihm zu Ehren am Geburtstag einen Brunch für geladene Gäste geben.

    © dpa-infocom GmbH
  • 15. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 15. Juli 2016: Diane Kruger

    Diane Kruger fühlt sich auch nach mehr als 20 Jahren im Ausland als Deutsche. «Ich bin schon deutsch - durch und durch», sagte die Schauspielerin vor kurzem im «ZDF-Morgenmagazin». Am heutigen Freitag wird sie 40 Jahre alt.
    Die Schauspielerin Diane Kruger wird 40. Foto: Bernd von Jutrczenka © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Schauspielerin Diane Kruger wird 40. Foto: Bernd von Jutrczenka
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    13 / 25
     

    «Deutsch bleibt meine erste Sprache, aber ich spreche es nicht sehr oft, ein bisschen Akzent kommt schon noch rein», erklärte die Hollywood-Schauspielerin mit französischer Sprachmelodie. Mittlerweile verbringe sie die meiste Zeit allerdings nicht mehr in Frankreich, sondern in den Vereinigten Staaten.

    Kruger spricht neben ihrer Muttersprache Deutsch auch fließend Englisch und Französisch. In einigen Filmen hat sie sich selbst synchronisiert. Bei ihrem nächsten Film wird das allerdings nicht nötig sein. Ab Oktober wird sie ihren ersten deutschsprachigen Film drehen: «Aus dem Nichts». Auf dem Regiestuhl wird Fatih Akin (42) Platz nehmen.

    Geboren im niedersächsischen Algermissen bei Hildesheim als Diane Heidkrüger, ließ sie die Oberstufe sausen, ging mit 16 Jahren nach Paris, wo sie als Model arbeitete und Schauspielunterricht nahm.

    International bekannt wurde sie dann in der Rolle der schönen Helena in Wolfgang Petersens Historien-Epos «Troja». Das war 2004. Noch im selben Jahr war sie auch in Jon Turteltaubs «Das Vermächtnis der Tempelritter» und 2007 in der Fortsetzung «Das Vermächtnis des geheimen Buches» zu sehen, und der amerikanische Kult-Regisseur Quentin Tarantino besetzte sie in «Inglourious Basterds» (2009). Sie verkörpert in der Kriegs-Farce eine deutsche Leinwand-Diva in den 40er Jahren, die von den Nazis hofiert wird, aber für die Amerikaner arbeitet. «Ich wollte diese Rolle unbedingt», verriet sie seinerzeit im Interview dem Magazin «Glamour».

    Was ihr Privatleben angeht, ist Diane Kruger eher zugeknöpft. Kein Geheimnis ist allerdings, dass sie seit Jahren mit ihrem Berufskollegen Joshua Jackson («Dawsons Creek») zusammen ist. Eine Ehe kommt für sie jedoch nicht infrage. «Ich war ja schon einmal verheiratet und ich persönlich muss das nicht noch einmal machen», sagte sie vergangenen Herbst dem Magazin «InTouch Style». «Das ändert nichts daran, was du für den anderen empfindest. Wenn man mit jemanden zusammen sein will, sollte man dieses Band immer respektieren, auch ohne ein Dokument.»

    © dpa-infocom GmbH
  • 14. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 14. Juli 2016: Milow

    Am liebsten steht Milow, der heute 35 Jahre alt wird, auf der Bühne - da fühlt er sich sichtlich am wohlsten. Wer den belgischen Singer-Songwriter in naher Zukunft live erleben möchte, der sollte nach Calw ins Kloster Hirsau (3.8.) pilgern oder zum Zeltfestival Ruhr nach Bochum (24.8.).
    Auf der Bühne ist Milow (l) glücklich. Foto: Rainer Jensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Auf der Bühne ist Milow (l) glücklich. Foto: Rainer Jensen
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    14 / 25
     

    «Ich mag es einfach, meine Lieder live zu singen», meint Milow, «purer kann die Seelenkraft der Lieder nicht sein und die Reaktionen der Zuhörer nicht unmittelbarer». Im Gepäck hat Jonathan Vandenbroeck, wie der Belgier eigentlich heißt, sicherlich auch Songs von seinem aktuellen Album «Modern Heart», mit dem er sich ein bisschen aus seiner Komfortzone gewagt hat.

    «Ich wollte alternativen R&B und Hip-Hop - wie bei Frank Ocean, Drake und The Weeknd - in meine Welt mit akustischer Gitarre einfließen lassen und so für mehr Farbe sorgen», sagte Milow, der seine akustisch geprägte Welt somit moderat verändert hat und eine Menge Sommer-Feeling aufs Album gebracht hat.

    Seinen großen Durchbruch hatte Milow 2009 mit dem Song «Ayo Technology», der ursprünglich von dem Rapper 50 Cent (Feat. Justin Timberlake) stammte. Wochenlang stand er damit in den Charts ganz oben.

    «Der Erfolg von 'Ayo' hat sozusagen den roten Teppich für meine restliche Musik und meine Konzerte ausgerollt», sagte Milow einmal der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe den Erfolg damit immer als das Ergebnis von zehn harten Jahren gewertet.»

    Milow machte 2004 als Finalist des belgischen Nachwuchswettbewerbs «Humo's Rock Rally» erstmals auf sich aufmerksam. Mit der Single «You Don't Know» erntete der Musiker Anfang 2007 viel Erfolg, dann kam «Ayo Technology».

    Die Zeit der großen Hits scheint für den Belgier momentan zwar ein wenig vorbei zu sein, aber sein Name bleibt ein Begriff und als musikalische Größe ist der Singer-Songwriter fest etabliert.

    © dpa-infocom GmbH
  • 13. Juli 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 13. Juli: Günther Jauch

    Wenn er spitzbübisch lächelt und gewohnt schlaksig daherläuft, ist es schwer zu glauben, aber eben trotzdem wahr: Günther Jauch wird 60 Jahre alt.
    Günther Jauch wird 60 und macht sich keine Gedanken um den Ruhestand. Foto: Rolf Vennenbernd © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Günther Jauch wird 60 und macht sich keine Gedanken um den Ruhestand. Foto: Rolf Vennenbernd
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    15 / 25
     

    Deutschlands derzeit wohl populärster Quizmaster macht einen weiteren Schritt auf dem Weg in Richtung gesetzlichen Ruhestand. Doch dass er wirklich kürzer tritt, ist kaum anzunehmen: «Gedanken über meine Rente mache ich mir, ehrlich gesagt, aus mehreren Gründen nicht», sagte Jauch der Deutschen Presse-Agentur vor seinem Geburtstag an diesem Mittwoch.

    Das muss er auch nicht, denn Jauch hat schon seit Jahren sein Faible für den Bildschirm gepaart mit einem Geschäftssinn, wie ihn nicht viele Kollegen aus der Branche beherrschen. Der TV-Mann hat nicht nur als Moderator des RTL-Ratespiels «Wer wird Millionär?» ganz fest mit soliden Einschaltquoten den Boden unter den Füßen. Seit dem Jahr 2000 ist er Chef seiner Firma i&u Information & Unterhaltung, die viele Shows und beispielsweise das Magazin «Stern TV» produziert, das Jauch selbst fast 900 Mal präsentiert hat.

    Der gebürtige Münsteraner wuchs in Berlin auf, seine Wahlheimat aber ist Potsdam, wo ihm mehrere Häuser gehören. Der Stadt half Jauch mit zahlreichen Spenden und Engagement, zum Beispiel beim Stadtschloss. Mittlerweile ist Jauch auch Weingutbesitzer, weil er das alte Familiengut von Othegraven (Rheinland-Pfalz) erwarb und dort Wein keltert.

    So populär und leutselig der Fernsehmann auch immer wirken mag: Jauch, der die meisten Kollegen bis auf den alten Weggefährten Thomas Gottschalk siezt, lässt nur wenige an sich heran. Immer wieder hat sich Jauch gegen die Veröffentlichung von Details aus seinem Privatleben gewehrt. Bis zuletzt verwahrte er sich gegen die Berichterstattung über seine Hochzeit mit Thea Sihler (sie haben vier Kinder) im Jahr 2006. Im Juni wies letztlich der Menschenrechtsgerichtshof eine Beschwerde des Ehepaars Jauch dagegen ab. Die Richter sahen in der Veröffentlichung von Text und Bild in der «Bunten» keine Verletzung der Privatsphäre.

    In einem «Spiegel Online»-Interview berichtete Jauch einmal, dass er es zu einem «ruhmlosen 3,1-Abitur» gebracht habe und die ersten 20 Jahre seines Lebens faul gewesen sei. Und wenn es mit dem Beruf des Journalisten (er wurde an der Münchner Journalistenschule angenommen) nicht geklappt hätte, dann wäre er Kriminalpolizist oder Banker geworden. Jauch in einer Autoknacker-Ermittlerkommission oder als Angestellter in der Sparkasse? Eine lustige Vorstellung.

    Seine Moderationskarriere startete er beim Bayerischen Rundfunk, beim ZDF führte er durch das «Das aktuelle Sportstudio», dann wechselte er zu RTL: Er prägte das Magazin «Stern TV», musste allerdings auch einen Tiefschlag einstecken, als ihm ein Filmfälscher einen Fake-Beitrag unterjubelte. 1998 gelang ihm mit Partner Marcel Reif per Zufall in einer Champions-League-Übertragung ein TV-Klassiker: In Madrid war vor Spielbeginn das Tor umgekippt, sie mussten einen längeren Zeitraum überbrücken. Jauch begrüßte die später zugeschalteten Zuschauer mit den Worten: «Das erste Tor ist schon gefallen» - und bekam für das gelungene Improvisieren den Bayerischen Fernsehpreis.

    1999 übernahm er die Quizshow «Wer wird Millionär?». 2007 galt sein Einstieg beim ARD-Sonntagstalk schon als sicher, dann schreckte Jauch allerdings angesichts der Widerstände innerhalb der ARD gegen ihn zurück. 2011 stieß er dann doch zum Ersten, blieb aber gleichzeitig RTL treu. 2015 wiederum zog Jauch einen Schlussstrich unter den ARD-Abstecher.

    Und wie geht es bei RTL weiter? «Ich habe keine langfristigen Planungen», sagte Jauch der Deutschen Presse-Agentur. «Mit RTL verbindet mich seit vielen Jahren ein Handschlagvertrag. Den können beide Seiten sehr schnell kündigen. Vielleicht nicht die schlechteste Voraussetzung, um es ziemlich lange ziemlich gut miteinander auszuhalten.» Letztlich entschieden die Zuschauer, der Sender und er selbst über die Zukunft. «Interessanterweise kommen wir bisher aber alle immer zu demselben Ergebnis. So sind alle zufrieden.»

    Und würde ein heute junger Günther Jauch wieder ins TV-Geschäft einsteigen? «Ich denke schon», sagte er weiter. «Dieses Bewegtbild spielt ja weiterhin eine dominierende Rolle - gerade auch im Netz. Früher war es die sündteure Technik, die den Nachwuchs zwang, bei den etablierten Medien anzuheuern. Heute ist die Technik das geringste Problem. Das Ringen um Aufmerksamkeit ist dafür wichtiger geworden - mit zugegeben zuweilen nervigen Begleiterscheinungen.»

    Wie er seinen Ehrentag verbringt, lässt Jauch offen, aber, schränkt er ein: «definitiv absolut unspektakulär!»

    © dpa-infocom GmbH
  • 12. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 12. Juli 2016: Natasha Poly

    Als Schauspielerin hat sich das russische Supermodel Natasha Poly noch nicht versucht, dennoch gehören Auftritte bei den Filmfestspielen von Cannes seit Jahren fest zu ihrem Programm. Als Gesicht von L'Oréal Paris ist der Abstecher an die Côte d'Azur ein - liebenswerter - Pflichttermin.
    Natasha Poly in Prada in Cannes. Foto: Guillaume Horcajuelo © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Natasha Poly in Prada in Cannes. Foto: Guillaume Horcajuelo
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    16 / 25
     

    In diesem Jahr lief sie bei der Premiere des neuen Films von Pedro Almodóvar in Begleitung ihrer Kolleginnen Barbara Palvin, Alexina Graham, Luma Grothe, Adriana Lima, Cindy Bruna und Karlie Kloss in einem floralen Dress von Prada über den roten Teppich und zog alle Blicke auf sich.

    15 Jahre war die Russin alt, als sie in Moskau einen Modelwettbewerb gewann. 2004 gab sie für Emanual Ungaro ihr Catwalk-Debüt. Von Jean Paul Gaultier über Yves Saint Laurent bis Valentino - für alle großen Modehäuser ist sie inzwischen auf dem Laufsteg gewesen. Heute wird das Supermodel mit den hohen Wangenknochen und den langen Beinen 31 Jahre alt.

    Auch Star-Designer Karl Lagerfeld ist ein großer Bewunderer von Natasha Poly, die er immer wieder für seine Shows bucht. Als er den Pirelli-Kalender für 2011 gestaltete, in dem Models und Schauspielerinnen als Gottheiten und Heldinnen gestaltet waren, lichtete er auch Natasha Poly ab. «Schauspielerinnen und Models verkörpern Helden und stellen den neuen Begriff des Schönen dar», sagte Lagerfeld zur Idee hinter dem Shooting.

    Mit einer laut «Elle» geschätzten Gage von 20 000 Euro für einen Laufsteg-Auftritt ist Natasha Poly, die eigentlich Natalja Sergejewna Polewschtschikowa heißt, zu einem der bestbezahlten Models der Welt geworden. Sie kann sich auch damit schmücken, das Model mit den meisten internationalen «Vogue»-Covern zu sein.

    Die schöne Russin hat aber auch ein Leben abseits der Hochglanzseiten und Catwalks. Seit 2011 ist sie mit dem niederländischen Geschäftsmann Peter Bakker verheiratet. Drei Tage dauerte damals die Party in Saint-Tropez, zwei Jahre später kam das Töchterchen Aleksandra Christina zur Welt.

    Und natürlich müssen auch Supermodels permanent an ihrer Form und Figur arbeiten. Natasha Poly, die seit der Geburt ihrer Tochter Vegetarierin ist, macht Kick-Boxen, Pilates und Yoga.

    © dpa-infocom GmbH
  • 11. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburstag vom 11. Juli 2016: Sela Ward

    Sela Ward hat das erreicht, wovon Hillary Clinton noch träumt: sie regiert im Weißen Haus. In Roland Emmerichs Blockbuster «Independence Day: Wiederkehr» gibt die Schauspielerin als Präsdidentin klar den Ton an.
    Sela Ward wird 60. Foto: Nina Prommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Sela Ward wird 60. Foto: Nina Prommer
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    17 / 25
     

    Am besten habe ihr an der Rolle gefallen, dass sie all den Männern habe Befehle geben können, sagte sie in der CBS-Show «The Talk». «Ich spiele gerne smarte Frauen, smarte, starke Frauen.» Heute wird die Schauspielerin 60 Jahre alt.

    Sela Ward war zunächst als Model erfolgreich, bevor sie den Sprung vor die Kamera wagte. Kaum in Los Angeles angekommen, konnte sie eine Rolle in der Blake-Edwards-Komödie «Frauen waren sein Hobby» (1983) ergattern. Stars des eher flauen US-Remakes eines Films von François Truffaut («Der Mann, der die Frauen liebte») waren Burt Reynolds, Julie Andrews und Kim Basinger.

    Besser lief da schon ihre TV-Karriere: Der große Durchbruch gelang ihr mit der Serie «Ein Strauß Töchter» (1991-96), in der sie die ehemalige Alkoholikerin Teddy Reed spielt, die mit ihren Affären wenig Glück hat. 1994 erhielt sie dafür einen Emmy.

    Um Liebe geht es auch in der preisgekrönten US-Serie «Noch mal mit Gefühl» (1999-2002), in der Sela Ward sich als alleinerziehende Frau in einen neuen - ebenfalls alleinerziehenden - Mann verlieb. Nicht jeder ist damait glücklich: Vor allem die Kinder der beiden können sich mit dem neuen Liebesglück nicht anfreunden. Auch dafür wurde Sela Ward mit einem Emmy sowie einem Golden Globe ausgezeichnet.

    Nach dem Ende der Serie sollte Sela Ward eigentlich bei «Desperate Housewives» einsteigen, da sie aber keine große Lust verspürte, einen Sechs-Jahres-Kontrakt zu unterschreiben, ging die Rolle schließlich an Teri Hatcher, die bald darauf - zumindest indirekt - wieder ihren Weg kreuzen sollte.

    Sela Ward war als Bond-Girl für den 007-Streifen «Der Morgen stirbt nie» im Gespräch. Aber da man die damals 39-Jährige zu alt für die Rolle hielt, bekam schließlich Teri Hatcher den Zuschlag. Ihre Bond-Erfahrung verarbeitete Sela Ward anschließend in der Dokumentation «The Changing Face of Beauty», in der sie mit dem Jugendwahn abrechnete.

    Aber auch so kann Sela Ward bisher auf eine gelungene Karriere zurückblicken: Man kennt sie auch aus der romantischen Komödie «Die Braut, die sich nicht traut» oder dem Endzeitfilm «The Day After Tomorrow», sie war die Ex-Freundin von «Dr. House» und als Ermittlerin in der Crime-Serie «CSI: NY» tätig.

    © dpa-infocom GmbH
  • 10. Juli 2016 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 10. Juli 2016: Alice Munro

    Jahrzehntelang war Alice Munro nur echten Fans ein Begriff. Ihr Schriftstellerkollege Jonathan Franzen wunderte sich öffentlich darüber, «warum sie so schockierend weniger bekannt ist, als ihre hervorragenden Leistungen es verdienen würden». Dann bekam die kanadische Autorin 2013 den Literaturnobelpreis.
    Die kanadische Autorin und Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro will nicht mehr schreiben. Foto: Derek Shapman © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die kanadische Autorin und Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro will nicht mehr schreiben. Foto: Derek Shapman
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    18 / 25
     

    Ihre Fans sahen sich bestätigt, alle anderen waren überrascht und Munro überwältigt. «Ich bin so dankbar für diese wunderbare Ehre, nichts auf der Welt könnte mich so glücklich machen», sagte sie in einem während der Preisverleihung gezeigten Video.

    Die Ehre kam pünktlich zu einem Wendepunkt in Munros Leben. Wenige Monate zuvor hatte die Autorin, die am heutigen Sonntag (10. Juli) 85 Jahre alt wird, ihren Ruhestand verkündet. «Ich werde wahrscheinlich nicht mehr schreiben», hatte sie der kanadischen Zeitung «National Post» gesagt. «Es ist nicht so, dass ich das Schreiben nicht geliebt habe, aber man kommt in eine Phase, wo man über sein Leben irgendwie anders denkt.» Möglicherweise enttäuschten Fans riet Munro, ihre alten Bücher noch einmal zu lesen. «Es gibt so viele davon.» Der Kurzgeschichtenband «Dear Life», in Deutschland 2013 unter dem Titel «Liebes Leben» erschienen, werde ihr letzter sein - und bislang hat Munro ihre Ankündigung eingehalten.

    Die zierliche Schriftstellerin gilt spätestens seit dem Literaturnobelpreis als Königin der Kurzgeschichte. Munro hat das Genre neu belebt, revolutioniert und perfektioniert und den Literaturnobelpreis als erste reine Kurzgeschichtenautorin bekommen. «Über Jahre und Jahre dachte ich, dass die Geschichten nur Übung wären, bis ich endlich Zeit hätte, einen Roman zu schrieben», sagte Munro dem «New Yorker». «Dann habe ich herausgefunden, dass sie alles waren, was ich konnte, also habe ich mich damit abgefunden.» Selbst ihr einziges als Roman vermarktetes Werk «Kleine Aussichten» (1971) sieht Munro «eigentlich als Sammlung zusammenhängender Geschichten».

    Schon immer habe sie Geschichten erfunden, sagt die 1931 als älteste von drei Geschwistern auf einer Silberfuchsfarm in dem kleinen Ort Wingham in der kanadischen Provinz Ontario geborene Schriftstellerin. «Ich hatte einen langen Schulweg und währenddessen habe ich mir Geschichten ausgedacht». Inzwischen meistert Munro das Genre nach Ansicht des Nobelpreis-Komitees sowie vieler Kritiker und Kollegen wie kein anderer Autor. Für Franzen ist sie schlicht «die Beste», für ihre kanadische Kollegin und Freundin Margaret Atwood «eine Heilige der internationalen Literatur».

    Munro war Spätstarterin. Ihren ersten Erzählband (deutscher Titel: «Tanz der seligen Geister») veröffentlichte sie 1968 mit fast 40 Jahren. Die Zeit zum Schreiben rang die damalige Hausfrau und Mutter dem Alltag ab, setzte sich während des Kochens und während die Kinder schliefen oder in der Schule waren immer wieder an ihren kleinen Sekretär. «Ich hatte schlicht zu wenig Zeit für das Schreiben, keine Zeit für große Würfe. Zur Kurzgeschichte fand ich also aus sehr praktischen Gründen.»

    Ihre Geschichten, selten länger als 30 Seiten, gleichen sich alle. Und immer sind sie nahe an Munros eigenem Leben, gespeist aus den Erfahrungen mit dem strengen, aber bücherverliebten Vater und der schwierigen Beziehung zur Parkinson-kranken Mutter. Es geht um Frauen, um Mütter und Töchter, im ostkanadischen Ontario, die erwachsen werden, sich verlieben und die schönen und tragischen Seiten des Lebens kennenlernen. «Aus diesem kleinen Strom füllt Munro seit 50 Jahren ihre Arbeit», schreibt der Schriftsteller Franzen. «Und genau diese Vertrautheit macht ihr Reifen als Künstlerin so atemberaubend sichtbar: Schaut, was sie mit nicht mehr als ihrer kleinen Geschichte ausrichten kann, je öfter sie zu ihrem Thema zurückkehrt, desto mehr findet sie dort.»

    Neben Munros mehr als zehn Bänden mit Kurzgeschichten füllen inzwischen Analysen von Literaturwissenschaftlern über ihr Werk Regale. So wühlte sich der Professor Robert Thacker von der Universität im kanadischen Calgary für sein neues Buch «Reading Alice Munro 1973-2013» gerade durch unendliche Papierstapel ihrer Archive. «Sie hat ein Bild im Kopf und arbeitet darauf hin», folgert er. «Das Ergebnis ist Entwurf auf Entwurf auf Entwurf. Es gibt eine Kiste nur mit Anfängen und blätterweise Papier nur mit einem, manchmal zwei oder drei Sätzen.» Munro ist Perfektionistin. «Ich will, dass meine Geschichten die Menschen bewegen.»

    Die Autorin, die als scheu gilt und den Literaturbetrieb so gut es geht meidet, hat bis auf einen mehrjährigen Ausflug an die Westküste Kanadas ihr Leben in Ontario verbracht. Heute wohnt sie in dem 3000-Einwohner-Städtchen Clinton. Munro hat drei Töchter, ihr zweiter Ehemann starb im April 2013 - wenige Monate vor der Nachricht vom Literaturnobelpreis. Den hatte ihr Verleger ihr schon Jahre zuvor vorhergesagt. «Und ich wusste, wenn ich gewinne, wäre ich für eine halbe Stunde wahnsinnig glücklich, und danach würde ich denken: Was für eine Qual.» Denn Glück ist kein Preis, ist die überzeugte Calvinistin sicher - «Glück ist harte Arbeit».

    © dpa-infocom GmbH
  • 09. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 9. Juli 2016: Tom Hanks

    Vielleicht «Forrest Gump»? Oder «Philadelphia»? Oder doch «Der Soldat James Ryan»? Bei der Suche nach dem besten Film von Tom Hanks scheiden sich die Geister.
    Gibt es jemanden, der Tom Hanks nicht mag? Foto: Jörg Carstensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Gibt es jemanden, der Tom Hanks nicht mag? Foto: Jörg Carstensen
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    19 / 25
     

    Den erstklassigen Stoff für die Leinwand hat der im kalifornischen Concord geborene Schauspieler reichlich geliefert. Heute feiert der zweifache Oscar-Preisträger und vierfache Golden Globe-Gewinner seinen 60. Geburtstag.

    Längst nicht alles war preisverdächtig, was Hanks in seiner Karriere für die Filmwelt schuf. An seine Rolle im Weltkriegs-Drama «Liebe ist ein Spiel auf Zeit» dürfte sich heute ebensowenig jemand erinnern wie an «Punchline - Der Knalleffekt» von 1988, als Hanks an der Seite von Sally Field und John Goodman einen verarmten Comedian spielte. Und selbst wer ihn als einfühlsamen Gefängniswärter in «The Green Mile» liebte, konnte mit ihm als Überlebendem auf einer einsamen Insel in «Cast Away - Verschollen» möglicherweise nicht viel anfangen.

    «Ich bin dieser Schauspieler aus einigen Filmen, die Du mochtest und einigen, die Du nicht mochtest», schreibt Hanks, der vom Theater über TV-Rollen zum Film kam, in seiner Twitter-Biografie. «Manchmal bin ich ziemlich gut in Form, manchmal nicht. Hey, man muss auch leben, weißt Du?» Doch mit zwei Oscars im Regal und einem beeindruckenden filmischen Schaffen zählt Hanks spätestens seit Mitte der 90er Jahre zu den ganz Großen.

    Mit Rollen als amerikanischer Jedermann hat Hanks seine Titel nach ganz oben gespielt. Einen Umsatz von insgesamt 4,3 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro) spielten seine Filme dem Branchendienst «Box Office Mojo» zusammen ein. Damit liegt Hanks im Ranking auf Platz vier - nur Harrison Ford, Samuel Jackson und Morgan Freeman spielten noch höhere Summen ein. Im Herbst soll Hanks in der italienischen Hauptstadt vom Rome Film Festival für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden.

    Über das Privatleben von Hanks, der 1988 seine Kollegin Rita Wilson heiratete, erfährt man vergleichsweise wenig. Seine Kinder Colin und Elizabeth aus erster Ehe mit Schauspielerin und Produzentin Samantha Lewis sind erwachsen, mit Wilson bekam Hanks die zwei weiteren Söhne Chester und Truman Theodore. Zum Urlaub zieht der nahe Los Angeles in Kalifornien sowie im Bundesstaat Idaho lebende Schauspieler sich gern auf eine Insel in der griechischen Ägäis zurück.

    Das nächste große Ding von Hanks dürfte das Drama «Sully» sein, das in den USA im September und in Deutschland Anfang Dezember in die Kinos kommt. Hanks spielt in dem Biopic den Piloten Chesley Burnett «Sully» Sullenberger, der 2009 ein Passagierflugzeug auf dem New Yorker Hudson River notlandete und 155 Menschen vor dem Tod rettete. «Niemand hat jemals für so einen Vorfall trainiert», spricht Hanks alias Sullenberger in dem spannenden Trailer aus dem Off.

    Bis dahin wird der runde Geburtstag schon gefeiert und sicher der eine oder andere Toast auf den Mann gesprochen sein. Den Drink seiner Wahl für diesen Anlass, und wie der Tag überhaupt ablaufen wird, verriet Hanks kürzlich beim Tribeca Film Festival: «Ich wuchs damit auf, meine Geburtstage in der Sommerzeit zu haben, wenn alle verstreut sind. Der Tag wird mit etwas Kopfnicken vergehen und vielleicht einer herrlichen Dose Bier.»

    © dpa-infocom GmbH
  • 08. Juli 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 8. Juli 2016: Anjelica Huston

    Ihr Leben ist filmreif. Als Tochter des legendären Hollywood-Regisseurs John Huston und einer Ballerina trifft sie schon als Kind auf Stars wie Marlon Brando, Peter O’Toole und Montgomery Clift.
    Hollywoods starke Frau: Anjelica Huston wird 65. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Hollywoods starke Frau: Anjelica Huston wird 65. Foto: Paul Buck
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    20 / 25
     

    Die Kinderjahre verbringt sie auf einem Gut in Irland, als junges Model lebt sie in London und New York, mit 21 folgt der Sprung nach Kalifornien, kopfüber in eine turbulente Beziehung mit Hollywoods Frauenschwarm Jack Nicholson.

    Reichlich Stoff für Anjelica Hustons dicke Memoiren «Das Mädchen im Spiegel», die sie vor einem Jahr in Deutschland auf den Markt brachte. In Amerika packte sie ihr bewegtes Leben gleich in zwei Bücher. Heute feiert die Oscar-Preisträgerin ihren 65. Geburtstag.

    Ihre Autobiographie ist auch eine Liebeserklärung an den legendären Vater, der in ihrem Leben oft abwesend war. Auch bei ihrer Geburt am 8. Juli 1951 im kalifornischen Santa Monica, da drehte Huston gerade mit Humphrey Bogart und Katharine Hepburn in Afrika den Spielfilm «African Queen». 1986, ein Jahr vor Hustons Tod, heulte sie sich bei ihrem Vater aus, gefrustet von Nicholsons häufigem Fremdgehen nach mehr als zwölf gemeinsamen Jahren.

    Die Schauspielerin schreibt auch über einen wichtigen Begleiter, der ihr bis heute geblieben ist: Es ist ihr Nebenrollen-Oscar für die Mafia-Komödie «Die Ehre der Prizzis» (1985). Unter der Regie ihres Vaters, an der Seite von Liebhaber Jack, kam sie als heiß-kalte Mafiosogeliebte zu Oscar-Ehren.

    Mit 1,78 Metern Körpergröße, aristokratischer Nase und tiefschwarzen Haaren war Huston Hollywoods perfekte Besetzung für starke Frauenrollen. Zweimal wurde sie von Woody Allen engagiert, für «Verbrechen und andere Kleinigkeiten» (1989) und für «Manhattan Murder Mystery» (1993). Stephen Frears machte sie in dem Ganoven-Drama «Grifters» mit platinblonder Perücke zu einer zwielichtigen Betrügerin.

    In «The Addams Family» zeigte sie als blutsaugende Morticia ihre skurril-witzige Seite. Regisseur Wes Anderson machte sie dreimal zu seiner Leinwandmuse. In der frechen Familienfarce «Die Royal Tenenbaums» (2002) wird sie von Leinwand-Ehemann Gene Hackman verlassen. In «Die Tiefseetaucher» ist sie die kettenrauchende Ehefrau des abgedrehten Meeresforschers Steve Zissou (Bill Murray). In «Darjeeling Limited» (2007) spielt sie die in Indien verschollene Mutter dreier ungleicher Söhne. 

    In dem Independent-Streifen «Choke» mimt sie die geisteskranke Mutter eines sexbesessenen Sohnes. Die schwarze Komödie gewann 2008 beim Sundance Festival den Sonderpreis der Jury. Zuletzt trat sie in der TV-Serie «Smash» beim US Sender NBC als zynische Theaterproduzentin auf. Mit «Trouble» hat sich Huston kurz vor ihrem 65. Geburtstag wieder auf eine Drama-Komödie eingelassen, die sie auch mitproduziert. Mit Bill Pullman schlüpft sie in die Rolle eines zerstrittenen Geschwisterpaares.

    Mit Jack Nicholson hat sich Huston nach dem bitteren Ende ihrer langen Beziehung längst versöhnt. Der endgültige Bruch kam 1990, als der Schauspieler mit dem Model Rebecca Broussard ein Kind erwartete. In ihrem Memoiren offenbarte Huston, dass Jack als enger Freund einfach nicht aus ihrem Leben wegzudenken sei. Es gab eine weitere große Liebe: 1992 heiratete sie den Bildhauer Robert Graham. Die kinderlose Ehe endete 2008, als der Künstler nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren verstarb. 

    © dpa-infocom GmbH
  • 07. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 7. Juli 2016: Nina Hoss

    Anfang 2016 war die deutsche Hauptstadt mit ihrem Porträt plakatiert, daneben in großen schwarzen Lettern der Name Christian Jankowski. Wollte Nina Hoss so für einen neuen Film werben? Nein, für die Retrospektive eines Konzept- und Videokünstlers.
    Seit Jahren auf starke Frauenrollen abonniert: die Schauspielerin Nina Hoss, die heute 41 wird. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Seit Jahren auf starke Frauenrollen abonniert: die Schauspielerin Nina Hoss, die heute 41 wird. Foto: Britta Pedersen
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    21 / 25
     

    Die Schauspielerin hatte sich als Kuratorin der Jankowski-Schau ausprobieren dürfen.

    Mit Videoinstallationen kenne sie sich nicht groß aus, sie sei keine wirkliche Kunstspezialistin, verriet Nina Hoss, die heute 41 wird, im Januar der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Dennoch habe sie spontan zugesagt, als die Berliner Galerie in Sachen Jankowski auf sie zukam. «Das ist eine ganz tolle Aufgabe, und ich nehme sie auch ernst, aber nicht zu ernst.»

    Im Frühjahr dann zurück zu ihren Leisten beim Film: Ende April fiel für die Wahl-Berlinerin die erste Klappe bei der deutsch-französisch-irischen Ko-Produktion «Rückkehr nach Montauk» in den USA. Der Regisseur und Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (77, «Die Blechtrommel», «Homo Faber») lässt seine schöne, blond gelockte Hauptdarstellerin darin an der Seite des Schweden Stellan Skarsgård (65, «Breaking the Waves») eine erfolgreiche Anwältin und Wahl-New-Yorkerin verkörpern. Sie trifft nach annähernd 20 Jahren ihren Ex-Liebhaber wieder. Das Paar wird - ungeplant - ein Winterwochenende auf Long Island verbringen... Das Liebes-Drama, das sich als eine Art Fortschreibung an die Erzählung «Montauk» des Schweizer Schriftstellers Max Frisch anlehnt, soll kommendes Jahr in die Kinos kommen.

    Nina Hoss, der «stille Star des deutschen Films» («Der Spiegel») versteht es, sich in die Seele ihrer Figuren hineinzuarbeiten und ihnen eine psychologische Tiefe zu geben. Geboren am 7. Juli 1975 in Stuttgart, lernte sie nach dem Abitur 1994 ihr Handwerk an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, die sie auch dann nicht verließ, als Bernd Eichinger um die Ecke kam und sie in einem Fernsehfilm als eine in den 50er Jahren deutschlandweit bekannte Edelhure besetzte: «Das Mädchen Rosemarie» (1996) ließ sie zum Shootingstar der Saison werden und brachte ihr nicht zuletzt eine Goldene Kamera als beste Nachwuchsdarstellerin ein.

    Nach Abschluss des Studiums folgten große Bühnenauftritte und Filmrollen, die sie mit ihrem Talent für Vielseitigkeit und Präzision ausfüllte. Für ihren Part in Christian Petzolds «Toter Mann» etwa erhielt sie 2003 ihren ersten Grimme-Preis für «Wolfsburg» 2005 den zweiten, und 2007 einen Silbernen Bären für ihre Hauptrolle in «Yella», wieder eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Petzold, der sie zuletzt als eine von der Stasi bespitzelte Ärztin im DDR-Drama «Barbara» (2012) besetzte.

    Auch Hollywood hat schon bei Nina Hoss angeklopft. Der «Homeland»-Episoden-Regisseur Clark Johnson hatte sie an der Seite von Philip Seymour Hoffman in Anton Corbijns «A Most Wanted Man» (2014) gesehen und verschaffte ihr einen Gastauftritt in der US-Erfolgsserie. Sie spielt die deutsche Ex-Geliebte eines CIA-Agenten.

    Für die Berliner Schaubühne gibt sie indes in «Die kleinen Füchse - The Little Foxes», einem Broadway-Klassiker aus dem Jahr 1939, unter der Regie von Thomas Ostermeier eine eiskalte Bankiersgattin, die aus ihrem bisherigen Leben ausbrechen will und der alle Mittel recht zu sein scheinen, das zu tun.

    Wieder so eine starke Frauenfigur, die Nina Hoss da verkörpert. Übermorgen, am 9. Juli, ist sie laut Spielplan des Theaters das nächste Mal in dieser Rolle zu sehen.

    © dpa-infocom GmbH
  • 06. Juli 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 6. Juli 2016: Geoffrey Rush

    Als richtig fieser Rohling ist Schauspieler Geoffrey Rush mit der markanten Nase einen Millionenpublikum bekannt: Er spielt den Piraten Hector Barbossa in den «Fluch der Karibik»-Filmen.
    «Shine» veränderte sein Leben: Geoffrey Rush wird 65. Foto: Julian Smith © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    «Shine» veränderte sein Leben: Geoffrey Rush wird 65. Foto: Julian Smith
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    22 / 25
     

    Auch in der fünften Folge steht er neben Johnny Depp (Jack Sparrow) vor der Kamera. «Tote Männer erzählen keine Geschichten» kommt 2017 in die Kinos. Eigentlich ist der Australier ein Charakterdarsteller, der sich selbst als «Spätzünder» in Hollywood bezeichnet. Mit Riesentalent: Für seinen ersten Film erhielt Rush gleich einen Oscar. Heute wird er 65 Jahre alt.

    Zeit zum Feiern sei nicht, sagt seine Agentin. «Rush ist sehr in einem Projekt mit seiner Frau engagiert, aber die Einzelheiten sind noch vertraulich», sagte Sophy Jones der Deutschen Presse-Agentur. Stören lasse sich der Schauspieler dabei nicht.

    Rush ist seit 1988 mit Schauspielerin Jane Menelaus verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder, die zu seinen schärfsten Kritikern gehören, wie Rush in einem Interview des «Guardian» humorvoll anmerkte. Als er in dem Animationsfilm «Findet Nemo» 2003 einem Pelikan seine Stimme lieh, meinten die Sprösslinge: «Papa, der Pelikan hat Deine Nase». «Die gemeinste Kritik, die ich je bekommen habe», kommentierte Rush.

    Den Oscar als bester Hauptdarsteller bekam er 1997 für seine Rolle in «Shine - Der Weg ins Licht». Rush verkörpert den australischen Ausnahmepianisten David Helfgott, der an einer psychischen Erkrankung, einer sogenannten schizoaffektiven Störung, leidet. Es war seine erste große Filmrolle, und Rush war 44 Jahre alt. Niemand habe eigentlich mit Rush drehen wollen, sagte Regisseur Scott Hicks viel später, weil er keinerlei Film-Erfahrung hatte. «Er war erst das größte Problem, und dann die größte Freude.»

    Für Rush war es ein Scheidepunkt: «'Shine' hat mein Leben verändert», sagte Rush der Zeitschrift «The Big Issue». «Ich bekam einen Oskar, und plötzlich war ich auf dem Radar (der Regisseure).»

    Rush beeindruckte in weiteren Filmrollen und wurde drei weitere Male für einen Oscar nominiert: 1999 für seine Rolle als Theaterbesitzer Philip Henslowe in «Shakespeare in Love», 2001, als er in «Quills - Macht der Besessenheit» den Marquis de Sade spielte, und 2011 für seine Darstellung des Sprachtherapeuten Lionel Logue in dem Film «The King's Speech».

    Rush war seit seinen Studententagen Anfang der 70er Jahre mit Leib und Seele Theaterschauspieler. Mit der renommierten Sydney Theatre Company stand er unter anderem in Gogols «Der Revisor» und Tschechows «Onkel Wanja» auf der Bühne. Mit Mel Gibson spielte er 1979 in Sydney in «Warten auf Godot» - die beiden teilten sich damals vier Monate lang eine Wohnung. Zusammen mit Cate Blanchett spielte Rush in deren Bühnendebüt 1993 in Sydney in «Oleanna» von David Memet.

    Ein Umzug nach Brisbane und eine neue Schule haben Rush im Alter von acht Jahren geprägt, wie er der britischen Zeitung «Guardian» sagte. «Ich habe da die Rolle des Klassenclowns gegeben, und meine Lehrerin Miss Hammond hat mich immer nach vorn geholt, wenn Sketche zu spielen waren.»

    Die australische Akademie für Film und Fernsehen (AACTA) bezeichnet ihren Gründungspräsidenten als «einfach einen der besten Schauspieler der Welt». «Ich habe Glück gehabt», sagte Rush dem «Guardian». «Es lief alles prima mit der Schauspielerei, und dann kam auch noch die Filmkarriere.»

    © dpa-infocom GmbH
  • 05. Juli 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 5. Juli 2016: Margot Hellwig

    Sie zählt zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Volksmusik: Margot Hellwig. Jahrzehntelang stand sie - im Duo mit ihrer Mutter Maria oder als Solistin - auf der Bühne. Ende vergangenen Jahres zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, um mehr Zeit für ihren schwer erkrankten Mann zu haben.
    Margot Hellwig wird 75. Foto: Patrick Seeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Margot Hellwig wird 75. Foto: Patrick Seeger
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    23 / 25
     

    Das Rampenlicht vermisst Margot Hellwig nicht. Sie habe viele schöne Erinnerungen an ihre Zeit als Sängerin, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur kurz vor ihrem 75. Geburtstag (5. Juli). Nun habe ein neuer Lebensabschnitt begonnen.

    Der Rückzug aus dem Showgeschäft sei ein «notwendiger Schritt und die richtige Entscheidung» gewesen, sagte Margot Hellwig. Ihr Ehemann Arthur Lindermayr, mit dem sie seit vielen Jahren in München lebt, ist schwer erkrankt. Für ihn will die Sängerin nun da sein. «Das ist ein 24-Stunden-Job. Morgens kommt ein Pflegedienst zum Duschen und Waschen. Den Rest mache ich selber.» Das sei ihr wichtiger als alles andere. «Wir sind seit 56 Jahren verheiratet. Und nun kommt eben die Zeit, wo einer den anderen braucht.»

    Außerdem könne sie nun auch mehr für die Familie da sein, für die beiden Söhne Gregor und Rupert, die Schwiegertöchter und die drei Enkelkinder Olivia, Jacob und Nina. Mit der Familie will sie auch ihren 75. Geburtstag feiern. «Im kleinen Kreis, es gibt Kuchen und später eine Brotzeit.» Der 75. sei ein Geburtstag wie jeder andere auch, findet Margot Hellwig. Großes Aufhebens will sie darum nicht machen. «Mir geht's gut. Gott sei Dank. Und nun schaue ich, dass es auch meinem Mann gut geht.»

    Die Erinnerung an die lange und erfolgreiche Karriere bleibt: «Ich bin dankbar für die schönen Jahre, für die vielen schönen Tourneen und Auftritte.» Gemeinsam mit ihrer Mutter Maria hat Margot Hellwig die deutsche Volksmusik in die Welt getragen. Quer durch Europa und bis nach Amerika, Kanada, Afrika und Japan reiste das beliebte Mutter-Tochter-Gespann. Auch auf Hawaii standen sie auf der Bühne.

    Volksmusik wurde in der Familie Hellwig schon immer großgeschrieben. Bereits als Kind sang Margot Hellwig Lieder nach, die ihr die Großmutter vorsang. Wann immer es möglich war, begleitete sie ihre Mutter zu den Auftritten in der Umgebung des oberbayerischen Heimatortes Reit im Winkl. Mit acht Jahren nahm sie Klavierunterricht und bald darauf die ersten Gesangsstunden. Nach der Schulzeit studierte sie in München Gesang.

    1963 erschien die erste gemeinsame Single von Mutter und Tochter. «Servus, Gruezi und Hallo» hieß fortan das Motto der beiden, die stets perfekt frisiert und geschminkt im Dirndl auftraten und schunkelnd ein Millionenpublikum im Fernsehen begeisterten. Populär wurde das Duo mit der Fernsehsendung «Die Musik kommt». Ende der 1980er Jahre entschloss sich Margot Hellwig, als Solistin aus dem Schatten ihrer Mutter zu treten. 1991 erschien das erste Solo-Album. Mutter und Tochter veröffentlichten etwa 180 Platten und moderierten mehr als 500 TV-Sendungen.

    Nach dem Tod ihrer Mutter Maria im November 2010 trat Margot Hellwig alleine auf. In den vergangenen Jahren zog sie sich schrittweise von der Bühne zurück und verabschiedete sich in der Adventsshow von Moderator Florian Silbereisen 2015 endgültig von ihrem Publikum. «Der Florian hat mir einen wunderschönen Abschied bereitet, da freue ich mich heute noch drüber.» Es sei ein gelungener Schlusspunkt hinter einer langen Karriere gewesen.

    © dpa-infocom GmbH
  • 04. Juli 2016 00:01

    Essen & Trinken Promi-Geburtstag vom 4. Juli 2016: Eckart Witzigmann

    Er kochte für die Reichen und Mächtigen - und verhalf der Nouvelle Cuisine zum Durchbruch. Als erster Koch im deutschsprachigen Raum bekam Eckart Witzigmann drei Michelin-Sterne, Prominente speisten bei ihm.
    Koch des Jahrhunderts: Eckart Witzigmann wird 75. Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Koch des Jahrhunderts: Eckart Witzigmann wird 75. Foto: Frank Rumpenhorst
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    24 / 25
     

    Inzwischen greift er nicht mehr selbst zum Kochlöffel - sondern gibt sein Wissen weiter. Ein Kochbuch für wenig Betuchte mit günstigen Gerichten zählt ebenso zu seinen Projekten wie einfache Rezepte für Lehrlinge und eine spezielle Kost für Krebspatienten - per App zum Herunterladen. In der globalen digitalisierten Welt müsse man anders an Themen herangehen. «Das gilt auch für die Küche.» Heute wird Witzigmann 75 Jahre alt.

    Schneider hätte er eigentlich werden sollen. 1941 geboren und im österreichischen Ferienort Bad Gastein aufgewachsen, sollte er das Handwerk lernen, genau wie sein Vater. Doch schon als Junge wusste er, dass er Koch werden wollte.

    Nach der Lehre lernte er 13 Jahre im Ausland: bei dem französischen Spitzenkoch Paul Bocuse, bei Paul Haeberlin, Roger Vergé und den Brüdern Troisgros.

    Als Chefkoch des Münchner Nobellokals «Tantris» begann er 1971 gegen die deutsche Hausmannskost anzukochen. Anstelle fetter Soßen und dicker Knödel wollte er eine neue Küche: Nouvelle Cuisine - zart betonter Eigengeschmack frischer Produkte. Doch erst einmal hagelte es Kritik, Gäste reklamierten.

    Witzigmann, dessen Schüler inzwischen vielfach selbst mit Sternen dekoriert sind, blieb jedoch bei seiner Linie. 1978 eröffnete er das legendäre Münchner Edellokal «Aubergine» und bekam 1979 drei Sterne vom französischen «Guide Michelin». Das sei einer der größten Glücksmomente gewesen, sagte er einmal, nicht ohne zu relativieren: Das größte Glück sei freilich die Geburt seiner Kinder gewesen.

    1994 verlieh ihm der Gourmet-Führer «Gault Millau» den Titel «Koch des Jahrhunderts». Weitere Auszeichnungen folgten, darunter die Ehren-Professorenwürde der schwedischen Universität Örebro, einer staatlichen Gastronomie-Uni. Zuletzt bekam er 2014 die Walter-Scheel-Medaille für «Genusskultur und Lebensart».

    Witzigmann kochte für Queen Elizabeth II. und Prince Philip, König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden, König Hassan von Marokko und den Maharadscha von Jaipur, für Michail Gorbatschow und George Bush, für Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer und Rennfahrer Niki Lauda. Jahrelang bewirtete er danach Gäste des Restauranttheaters «Witzigmann Palazzo» und des «Witzigmann & Roncalli Bajazzo».

    Heute übernimmt er vor allem Berater-Aufgaben, etwa in dem von dem Getränkehersteller «Red Bull» gesponserten Restaurant «Ikarus - Hangar 7» am Salzburger Flughafen, wo die besten Köche der Welt gastieren. Er half bei der Eröffnung eines Gourmet-Tempels in Tokio sowie eines Restaurants und einer Kochschule auf Mallorca. Demnächst startet er nach Fernost. «Im Moment stehen Projekte in China, Nordkorea und Vietnam auf der Agenda, die Flüge sind schon gebucht.»

    Es geht ihm nicht nur um feine Küche. Die Herkunft der Lebensmittel war ihm schon vor Jahrzehnten wichtig. Ständig wechselnde Lebensmittelskandale machten die Frage noch drängender. In dem Projekt «Die kulinarischen Erben der Alpen» engagiert er sich auch für traditionelle Lebensmittel und Arten, die heute kaum noch jemand kennt: Älplerschokolade, die Berner Zungenwurst, Dörrkastanien, das Sulmtaler Huhn oder ursprüngliche Rassen wie das Evolener Rind.

    Gerade berät Witzigmann die Betriebsgastronomie eines Autoherstellers für regionales, saisonales, natürliches Essen. «Und wissen Sie was? Das Konzept kommt an. Sie verkaufen mehr Essen als gedacht. Die Mitarbeiter sind sogar bereit, etwas mehr zu bezahlen als üblich.»

    Mit Lehrlingen desselben Unternehmens entwickelte er einfache Rezepte für die erste Zeit nach «Hotel Mama». «Wir haben zusammen gekocht und ich habe gelernt, wie junge Menschen mit dem Thema umgehen. Sehr spannend. Daraus ist eine wunderschöne App geworden, mit tollen Bildern, einfachen Rezepten und vielen Tipps.» Mit dem Tumorzentrum München konzipierte er eine weitere App für krebskranke Menschen. Als Schirmherr von «Spitzenköche für Afrika» der Äthiopienhilfe «Menschen für Menschen» wirbt er weiter für Spenden - und für Nachhaltigkeit.

    Auch wenn er «geschäftlich» nicht mehr kocht: «Privat zieht es mich immer noch an den Herd, ich probiere heute immer noch Neues aus oder versuche, Altes zu optimieren.» Seine Lebenspartnerin komme hier immer mehr an ihn heran. «Da könnte ich mir schon vorstellen, dass ich in der Küche irgendwann nur noch Zuschauer und Konsument bin.»

    © dpa-infocom GmbH
  • 03. Juli 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 3. Juli 2016: Ludivine Sagnier

    Als kleines Kind wollte Ludivine Sagnier eigentlich Astronautin werden - aber nur ganz kurz, denn bereits als Siebenjährige nahm sie auf eigenen Wunsch Schauspielunterricht. Neun war die Kleine, als sie in einer TV-Komödie ihr Debüt gab. Heute wird sie 37 Jahre alt.
    Die französische Schauspielerin Ludivine Sagnier wird 37. Foto: Franck Robichon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die französische Schauspielerin Ludivine Sagnier wird 37. Foto: Franck Robichon
     
    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    25 / 25
     

    Die Dreharbeiten damals waren ein Traum: «Es waren nur vier Wochen Arbeit», sagte die Französin im Interview mit dem Nachrichtenmagazin «Spiegel», «aber ich war einen ganzen Monat allein, ohne meine Eltern! Als ich wiederkam, waren sie völlig verblüfft, wie erwachsen ich geworden, wie ich aufgeblüht war. Sie ahnten wohl schon damals, dass das mal mein Ding werden könnte.»

    Und es wurde ihr Ding: Nach dem Studium am Conservatoire d’art dramatique in Versailles legte die Newcomerin so richtig los und wurde ganz nebenbei zu Frankreichs neuem Sexsymbol. Als enthemmte Nymphe sprang sie in «Swimming Pool» von François Ozon splitternackt durch die Gegend und vernaschte reihenweise die Männer. Das Krimi-Drama überzeugte mit feinsinniger Inszenierung und einem überraschenden Drehbuch.

    Ozon war es auch gewesen, der der jungen Schauspielerin ihre erste große Rolle in der Verfilmung des Fassbinder-Stücks «Tropfen auf heiße Steine» (2000) gab. Er wurde ihr Entdecker und Mentor, sie seine Muse: «Er ist eine Art älterer Bruder für mich», erklärte sie im «Spiegel» die tiefe Verbundenheit der beiden. Auch für «8 Femmes» (2002) engagierte sie François Ozon.

    Auf die Lolita-Rolle wollte sich Sagnier - obwohl Hollywood lockte - sich aber keineswegs festlegen lassen: «Nach 'Swimming Pool' wurde ich mit allen Drehbüchern überschüttet, wo ein nacktes blondes Dummchen auftauchte. Und da sagte ich: 'Wenn ihr nicht mehr zu bieten habt, dann war's das.' In Frankreich kann ich tolle Rollen für großartige Regisseure spielen. Warum sollte ich da in den USA als Unbekannte irgendwelche miesen Parts übernehmen?, sagte sie der «Welt».

    Reingeschnuppert in die US-Glitzerwelt hat sie gleichwohl: Als bezaubernde Fee Tinkerbell gab sie mit «Peter Pan» (2004) ihren Hollywood-Einstand und konnte sich damit gleichzeitig einen Kindertraum erfüllen. Ludivine Sagnier wollte nämlich nicht nur Astronautin werden, sondern auch mal Märchenfee.

    In Frankreich aber gibt es tatsächlich genug gute Rollen für die Schauspielerin, die unter anderem mit Regisseur Claude Chabrol das Beziehungsdrama «Die zweigeteilte Frau» drehte, in dem sie ihre sexuellen Reize kokett zur Schau stellte und die Männer erfolgreich um den Verstand brachte.

    In dem sehenswerten Drama «Barfuß auf Nacktschnecken» (2010) war sie an der Seite von Diane Kruger zu sehen, in «Die Liebenden - von der Last glücklich zu sein» (2011) war Catherine Deneuve ihre Partnerin. Ihr neuestes Projekt ist die TV-Serie «The Young Pope», die von Oscar-Gewinner Paolo Sorrentino («La grande bellezza - Die große Schönheit») inszeniert wird. Neben Ludivine Sagnier spielen auch Jude Law und Diane Keaton mit.

    © dpa-infocom GmbH
 
 Zur Übersicht GeburtstageZur Startseite 
 

 
 
5067086
Promi-Geburtstag vom 27. Juli 2016: Pete Yorn
Einige Jahre lang war Pete Yorn, der Beziehungen zu Winona Ryder und Minnie Driver hatte, der Liebling der Hollywood-Community. Das gute Aussehen mag geholfen haben, aber der US-Singer-Songwriter, der heute 42 Jahre alt wird, hatte auch einige erstklassige Songs zu bieten.
http://www.arcor.de/content/unterhaltung/people/geburtstage/5067086,1,Leute--Promi-Geburtstag-vom-27.-Juli-2016%3A%C2%A0Pete-Yorn,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/AztV+UHIf2sLqguTd+2mRtGNgjS9aoVWGbDTr8tml68=.jpg

Arcor VIP-Video des Tages

 
 

Arcor Star-Vote: Sie sind dran!

 
 © picture alliance / dpa
 

Neu im Star-Vote: Sarah Lombardi und Giselle Bündchen

Bei "Let's Dance" zeigte sich Sarah Lombardi sexy wie nie: Hat sie eine Chance gegen das letzte wahre Supermodel Giselle Bündchen?  mehr
 
 
 © picture alliance / dpa
 

Wer wird Arcor-Superstar? Sie entscheiden!

Neu in den Arcor-Charts: Sarah Connor und Hardrock-Legende Klaus Meine von Scorpions! Können sie sich gegen Helene Fischer und Co. behaupten?  mehr
 
 

Ein Smartphone mit der App «Pokémon Go». Foto: Lukas Schulze/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Ein Spiel hält die Welt in Atem: Millionen Menschen gehen mit "Pokémon Go" auf virtuelle Monsterjagd! Ein Riesenspaß - oder einfach nur peinlich?
 Ein Spiel, das die Leute dazu bewegt, an die frische Luft zu gehen & neue Kontakte zu knüpfen - und Spaß macht es auch noch! Einfach super!
 "Pokémon Go" ist wirklich ein nettes Spiel, aber dieser übertriebene Hype darum nervt schon ziemlich.
 Erwachsene Menschen, die mit ihren Handys in der Hand durch die Gegend stolpern & nichts mehr wahrnehmen...einfach nur peinlich & kindisch.
Abstimmen Ergebnis
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
  • Auch eine Festplatte hat ein Haltbarkeitsdatum. Deswegen sollten wichtige Daten regelmäßig gesichert und die Datenträger alle paar Jahre ausgetauscht werden. Foto: Andrea Warnecke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • DVDs sind nur bei sorgfältiger Lagerung für viele Jahre haltbar. Und sind sie einmal verkratzt, kann es Probleme beim Zugriff auf gespeicherte Dateien geben. Foto: Andrea Warnecke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • USB-Sticks können vom einen auf den anderen Tag ausfallen - als dauerhafte Backup-Medien eignen sie sich nicht. Eher für den schnellen Transport von Dateien. Foto: Andrea Warnecke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Vorsicht: Ihre Speichermedien sind bald unbrauchbar!

Wer sich an Frank Meincke wendet, ist nicht selten verzweifelt. Meistens geht es dann um Fotos, Videos, E-Mails, Unterlagen. Wertvolle Erinnerungen ...  mehr
 
 
 
Tod im Safari-Park: Frau wird von Tiger zerfleischt
 

Frau wird im Safari-Park von Tiger verschleppt

Eine Chinesin hat im größten Safari-Park ihres Landes die wichtigste Regel missachtet: Sie ist aus ihrem Wagen gestiegen. Eine naive Aktion mit ...  mehr
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
Online lassen sich oft schneller Kontakte knüpfen, als im Alltag. Die große Liebe steckt aber nur selten dahinter. Foto: Henrik Josef Boerger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Online-Dating: Fünf wichtige Dos und Don'ts

Online-Portale sind praktisch, um schnell Kontakte zu knüpfen. Um Pleiten zu vermeiden, sind ehrliche Bilder, ein schnelles erstes Date und eine ...  mehr