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  • 26. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 26. September 2016: Thore Schölermann

    Heißer Herbst für Thore Schölermann: Er moderiert für die Senderfamilie ProSiebenSat.1 nicht nur die Musikcastingshow «The Voice of Germany», sondern auch die vor kurzem angelaufene dreiteilige ProSieben-Dating-Reihe «Match Factor», die bisher allerdings etwas hinter den Quoten-Erwartungen zurückblieb.
    Fernsehmoderator Thore Schölermann wird 32. Foto: Ursula Düren © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Fernsehmoderator Thore Schölermann wird 32. Foto: Ursula Düren
     
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    Als Moderator ist der aus dem Sauerland stammende Thore Schölermann eine Allzweckwaffe, als Schauspieler hat er eigentlich begonnen. Nach seiner Ausbildung an der Mallorca Film Academy in Palma de Mallorca startete er mit einigen Kurzfilmen, bis ihm der Durchbruch in der ARD-Serie «Verbotene Liebe» gelang, in der er sechs Jahre lang mitspielte. Dort war er der homosexuelle Christian Mann.

    Im wirklichen Leben ist Thore Schölermann, der heute 32 Jahre alt wird, schon seit vielen Jahren mit der Kollegin Jana Julie Kilka liiert, die man ebenfalls aus «Verbotene Liebe» kennt. Bei den Dreharbeiten zu der Soap haben sich die beiden auch kennengelernt.

    Die Tür zur Castingshow «The Voice of Germany», die für ihn den großen Durchbruch bedeutete, hat Thore Schölermann durch seine Moderationen für das Magazin «taff» weit aufgestoßen. Inzwischen hat er sich als Moderator fest etabliert: «Das ProSieben Länderspiel» oder «Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft» - alles mit Schölermann.

    Trotz des Erfolges ist er immer auf dem Teppich geblieben: Thore Schölermann ist ein eher bodenständiger Typ, der gerne auch mal Wandern geht. Und auch seine Moderationen kommen ohne Schnickschnack und Firlefanz aus: «Ich will echt sein. Ich komme aus dem Sauerland, da hat man als oberflächlicher Mensch eher schlechte Karten», sagte Schölermann mal der Deutschen Presse-Agentur.

    Als Ausgleich zu seiner TV-Arbeit hat Thore Schölermann ein ganz handfestes Hobby gefunden. Der Moderator verbringt seine Freizeit gerne mit Betonmischer und Bohrmaschine. «Mein Hobby ist es, Häuser zu bauen», sagte der vor einiger Zeit der dpa. «Wenn ich bauen und mit schwerem Baugerät loslegen kann, dann ist das für mich Entspannung.» Er versuche, alles alleine zu machen. «Handwerker kommen bei mir nicht ans Haus.»

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  • 25. September 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 25. September 2016: Mark Hamill

    Etwa 30 Jahre nach seinem großen Durchbruch holte die Vergangenheit Mark Hamill ein. Es passierte bei einem Mittagessen, zu dem ihn der Filmemacher George Lucas eingeladen hatte.
    Mark Hamill wird 65. Foto: Jimmy Morriss © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Es war im Sommer 2012 und es war das Letzte, was ich erwartet hatte. Was könnte er nur von mir wollen?», erinnerte sich Hamill im «Time»-Magazin. Lucas hatte ihm in den frühen 80er Jahren zum Durchbruch verholfen, als er ihn in seiner «Star Wars»-Reihe als Jedi Luke Skywalker einsetzte. «Danach hat er uns immer wieder gesagt, dass er damit durch ist, dass er das nicht auch noch mit 70 machen will. Aber was ich nicht kommen sah, war, dass er die Firma verkaufen würde - und damit war alles anders.»

    Lucas hatte sein Unternehmen - und damit die Rechte an «Star Wars» - an den Disney-Konzern verkauft und der wollte sofort eine neue Trilogie starten. Mit Hamill als Luke Skywalker. «Zuerst hatte ich große Zweifel», sagt Hamill, der am 25. September 65 Jahre alt wird. «Aber es ist wie vom Militär eingezogen zu werden. Du bekommst den Bescheid und hast keine Wahl. Es ist aufregend, wieder dabei zu sein, aber der Teil von mir, der dagegen war, wusste, dass ich mit einer höflichen Absage die Menschen, die ich liebe, extrem gegen mich aufbringen würde. Ich hatte keine Wahl. Und ich liebe es.»

    Schon der erste Teil - «Star Wars: Das Erwachen der Macht» - wurde im vergangenen Jahr ein Erfolg an den Kinokassen. Bis 2019 soll die neue Trilogie komplett sein. Hamill hat darin nur eine Minirolle, aber dem Fan-Kult um seine Person und seine Filmfigur Luke Skywalker tut das keinen Abbruch. «Ich habe die besten Unterstützer», sagte Hamill dem «Rolling Stone». «Ich nenne sie die «ultraleidenschaftlichen Fans». Denn es gibt Fans, die sehen den Film und sagen dann: «Der war gut, jetzt will ich James Bond sehen.» Und es gibt die «ultraleidenschaftlichen Fans», deren Leben durch Star Wars verändert worden ist.»

    Geboren wurde Hamill 1951 als eines von sieben Geschwisterkindern im kalifornischen Oakland. Der Vater war bei der US-Navy, die Familie zog oft um. In Los Angeles studierte Hamill Schauspiel, bekam rasch erste Rollen und schaffte dann mit «Star Wars» den Durchbruch. Danach arbeitete er erfolgreich als Synchronsprecher und vertonte den Joker in der US-Zeichentrickserie «Batman». Mit seiner Frau Marilou hat Hamill drei Kinder.

    Für viele Fans wird Hamill wohl immer Luke Skywalker sein und bleiben. Das sei in Ordnung, sagt der Schauspieler, aber er selbst definiere sich nicht nur darüber. «Ich habe eine Nische, wo ich meine Synchronsprecherei machen kann und am Theater spielen, wenn ich will. Die ganze Zeit habe ich immer großartige und interessante andere Sachen gemacht, aber die Menschen haben dem nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.»

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  • 24. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 24. September 2016: Uschi Obermaier

    Das wilde Party-Leben hat Uschi Obermaier längst aufgegeben. Doch natürlich wird der 70. Geburtstag am 24. September groß gefeiert. Eine Gartenparty mit 50 bis 60 guten Freunden im kalifornischen Pacific Palisades.
    Uschi Obermaier wird 70. Foto: Arno Burgi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Das ist das Beste, was ich mir vorstellen kann», erzählt die Wahlkalifornierin aus München der Deutschen Presse-Agentur.

    Über welche Geschenke würde sie sich freuen? «Ich habe ja eigentlich alles», wehrt die Sex-Ikone der 68er-Studentenrevolte ab. «Mein Leben ist echt ein Märchen und ich lebe ja wie im Paradies», sagte sie und setzt schnell hinzu: «Aber auf alle Fälle brauchen wir Champagner.» Und Spenden für den Tierschutz sind auch willkommen.

    Die gebürtige Münchnerin lebt abseits von Hollywood, nordwestlich von Los Angeles, in den Hügeln des Topanga Canyon. «Ich stehe gewöhnlich um acht Uhr auf. Dann gehe ich erstmal mit dem Hund vor die Tür die Zeitung holen», erzählt Obermaier. «Man hat Platz», schwärmt sie. «Ich blicke 45 Meilen weit über Hügel und Gebirgszüge. Die Natur gibt mir Inhalt, macht mir Freude und gibt mir Peace.»

    Ist da auch Platz für einen Mann? «Ich bin jetzt auf den Hund gekommen», gibt sie mit einem Augenzwinkern zur Antwort. «Das ist wirklich wahr: Ich habe gerade aus dem Tierheim einen Hund adoptiert und mich Hals über Kopf in den verliebt. Es ist ein Mix aus Schäferhund und Husky. Sie heißt Lulla und ist so schön, dass sie all die Komplimente bekommt, die ich früher gekriegt habe. Aber das macht nichts, denn es bleibt ja in der Familie.»

    Das Rampenlicht hat Obermaier lange ausgekostet. In den wilden 60er Jahren hängte die bildschöne Bayerin ihren Job als Fotoretuscheurin an den Nagel, tourte durch die Münchner Musikclubs und wurde als Fotomodell entdeckt. Sie verliebte sich in den Kommunarden Rainer Langhans. Im Sommer 1967 gingen Nacktbilder aus der Berliner Kommune 1 mit Obermaier um die Welt. Ihr blanker Busen zierte ein «Stern»-Titelblatt. Sie wird zur Sex-Ikone, lässt sich auf Drogen und auf Rockstars wie Mick Jagger, Keith Richards und Jimi Hendrix ein.

    «Es ist einige Jahre her, dass ich so richtig verliebt war», räumt sie ein. Aber: «Ich hatte doch schon so viel Glück in der Liebe. Meine Hauptmänner - das waren natürlich der Bockhorn und der Keith Richards, das waren meine ganz großen Lieben.»

    1973 hatte Obermaier die Hamburger Kiez-Größe Dieter Bockhorn kennengelernt. Als Aussteiger reisten sie in einem umgebauten Wohnmobil jahrelang durch die Welt. Die Liebe nahm ein jähes Ende, als Bockhorn Silvester 1983 in Mexiko mit seinem Motorrad tödlich verunglückte. Obermaier war 37 Jahre alt. Nach Deutschland wollte sie nicht zurück.

    In Kalifornien entdeckt sie ihre kreative Seite. Drei Bücher hat sie geschrieben, zuletzt die Autobiografie «Expect nothing! Die Geschichte einer ungezähmten Frau» (2013). Schmuckdesign ist ihre Leidenschaft. «Man muss immer dazulernen, das macht das Leben interessant. Ich entwerfe seit langem Schmuck und arbeite jetzt auch mit Skulpturen aus Tierschädeln und Silberdraht, das ist etwas völlig Neues.»

    Dem 70. Geburtstag blickt sie gefasst entgegen. «Es ist ein großes Glück erstmal dahin zu kommen!», betont das Ex-Model. Und sie habe ja alles, «gute Freunde, Gesundheit, Kreativität, ein schönes Haus, einen schönen Hund, ein schönes Auto» und ein Leben in der Natur, zählt Obermaier auf. Und außerdem sehe man ihr die Jahre nicht an. «Keiner glaubt mir, dass ich 70 werde. Mit dem Alter habe ich immer schon gerne kokettiert. Ich habe lange geraucht, aber eigentlich schaue ich wirklich gut aus.»

    Zigaretten sind seit einigen Jahren tabu. Auch eine Rundumerneuerung auf dem OP-Tisch kommt für Obermaier nicht in Frage. «Ab und zu Mal haben die Ärzte mit der Nadel nachgeholfen», erzählt sie. «Aber ich habe gute Gene. Das ist wirklich ein Geschenk!»

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  • 23. September 2016 00:01

    Fußball Promi-Geburtstag vom 23. September 2016: Paolo Rossi

    Sechs Tore, Millionen begeisterter Fans und zum krönenden Abschluss der Titel: Die Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien war das Turnier des italienischen Nationalspielers Paolo Rossi. Nie zuvor und nie wieder danach zeigte der Stürmer so eine beeindruckende Form.
    Paolo Rossi (Nr. 20) bei der Weltmeisterschaft in Spanien. Foto: Harry Melchert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Paolo Rossi (Nr. 20) bei der Weltmeisterschaft in Spanien. Foto: Harry Melchert
     
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    Der Titelgewinn mit der Squadra Azzurra durch einen 3:1-Sieg gegen Deutschland im Endspiel machte den ehemaligen Skandal-Kicker in seiner Heimat schlagartig zum Helden und zur Legende. An diesem Freitag feiert der 48-malige Nationalspieler seinen 60. Geburtstag.

    «Diese WM war einzigartig, nicht zu wiederholen, in jeder Hinsicht», sagte der Weltfußballer des Jahres 1982 über die große Sternstunde seiner Karriere, für die ihn auch heute noch fast jeder Italiener kennt und verehrt. Mit drei Toren gegen Brasilien, zwei gegen Polen und einem Treffer gegen Deutschland im Finale schoss Rossi sein Team fast im Alleingang zum dritten Titel. «Je mehr Zeit vergeht, umso mehr wird es zum Mythos», sagte er. «Damals war es ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich Millionen Menschen glücklich gemacht hatte.»

    Dabei gab es in Italien einen Aufschrei, als Nationaltrainer Enzo Bearzot den damals 26 Jahre alten Rossi in sein WM-Aufgebot berief. Zwar hatte der Stürmer schon vorher mit starken Leistungen überzeugt, vielen waren jedoch vor allem seine Skandale im Kopf geblieben. Wegen seiner Verwicklung in den Wettskandal war der Angreifer zuvor für zwei Jahre gesperrt gewesen und hatte kaum Spielpraxis sammeln können. «Ich werde nie aufhören, Bearzot zu danken, der einzige, der immer an mich geglaubt hat», sagte Rossi rückblickend der «Gazzetta dello Sport».

    Schon in den Jahren zuvor hatte Rossi trotz seines großen Talents nie wirklich konstante Leistungen gezeigt, war immer wieder verletzt und wechselte oft den Verein. Und auch zu Beginn der WM enttäuschte der kleine und schmächtige Stürmer, traf in den Vorrundenspielen kein einziges Mal. Die Kritiker sahen sich bestätigt. Doch dann gelang ihm mit insgesamt sechs Toren ein sensationelles Comeback. «Wir wussten, dass er in Form ist, seine Tore waren keine Überraschung für uns», erinnerte sich der damalige Kapitän Dino Zoff später.

    Doch nach dem Höhepunkt mit dem Titelgewinn ging es für Rossi ebenso steil bergab wie zuvor bergauf. Als umjubelter WM-Held gewann er mit Juventus Turin die Meisterschaft und den Europacup. Doch mehrere Knie-Operationen, Vereinswechsel und einige schwache Auftritte im Nationalteam ließen den Helden von Madrid von der Bildfläche verschwinden. 1987 beendete er schließlich wegen anhaltender Knieprobleme seine Karriere.

    Danach arbeitete Rossi als Manager beim SSC Neapel, konzentrierte sich aber bald wieder auf seine Immobilienfirma. Mittlerweile betreibt der frühere Weltstar eine Fußballschule in der Nähe von Perugia, kümmert sich um seinen Ferien-Bauernhof in der Toskana und kommentiert ab und an Spiele für das italienische Fernsehen. Eine Ausstellung in Italien und europäischen Städten wie München zeigt zu seinem 60. Geburtstag bedeutende Momente seiner Karriere.

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  • 22. September 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 22. September 2016: Wolfgang Petry

    Wallemähne, Schnurrbart, Karohemd, Freundschaftsarmbänder - mehr als 30 Jahre waren das seine Markenzeichen. 2006 war dann Schluss. Wolfgang Petry wollte einfach nur noch Franz Hubert Wolfgang Remling sein, sich um seine Frau Rosie und die Enkel kümmern.
    Wolfgang Petry: Das «Phantom des Schlagers» wird 65. Foto: Jörg Schmitt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Wolfgang Petry: Das «Phantom des Schlagers» wird 65. Foto: Jörg Schmitt
     
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    Die Karriere wurde beendet, die Wolle kam ab. Bis heute meidet der Sänger die Öffentlichkeit. Sohn Achim tritt inzwischen mit den Hits auf. Den 65. Geburtstag seines Vaters am 22. September hätte er fast vergessen. «Der Vatter» feiere nicht gerne, sagt er entschuldigend.

    «Der Vatter», wie ihn der 42-jährige Achim in rheinischem Singsang nennt, hat es nach seinem Rückzug acht Jahre ohne Musik ausgehalten, dann brachte er ein neues Album heraus. «Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen», «Weiß der Geier», «Du bist ein Wunder» - alte Hits, neu arrangiert. Zwei weitere sind mittlerweile dazugekommen, eins sogar mit neuen Songs. Die Bühne meidet «Wolle» aber weiterhin. Als «Phantom des Schlagers» wurde er in den Medien bereits bezeichnet.

    Comeback ausgeschlossen? «Die Platten sind ja schon 50 Prozent Rückkehr. Bis vor zwei Jahren war ich noch davon überzeugt, dass er selbst das nicht mehr macht», sagt Achim Petry im Gespräch mit der dpa.

    «Ich habe für mein Leben festgelegt, in Würde abzutreten, und die Zeit ist für mich gekommen. Mein Weg ist hier beendet, egal wie weh mir das tut», verkündete Wolfgang Petry 2006 bei Dieter Thomas Heck. Der Schock bei den Fans war groß. Mit seinen mehr als 18 Millionen verkauften Platten zählt «Wolle» zu den erfolgreichsten Künstlern Deutschlands. Zehn Mal erhielt er die Goldene Stimmgabel. Seine Hits sind ein Stimmungsgarant für jede Party in jeder Altersklasse. «Hölle, Hölle, Hölle» rufen und Discofox dazu tanzen - das kann fast jeder. Die meisten Fans hat er angeblich im Ruhrgebiet - schließlich singt er in seiner gleichnamigen Hymne an die Ruhrgebietler: «Euer Herz ist aus Gold, Eure Seele aus Stahl.»

    Wer Wolfgang Petry heute begegnet, in Hennef bei Bonn, wo er zu Hause ist, oder auf seinen zahlreichen Reisen, hat einen drahtigen Mann mit kurzem graumeliertem Haar vor sich. Ohne «Schnörres» - kaum wiederzuerkennen der einstige Schlagerstar. Fotos lehnt er ab. «Ich fühle mich nicht mehr als öffentliche Person, also braucht auch keiner ein neues Bild von mir!», sagte er vor zwei Jahren in einem Interview.

    Er treibt viel Sport, achtet auf seine Ernährung, isst kaum noch Fleisch. In seinem neuen Song «Plicht» heißt es: «Ich möchte keinem 'was beweisen! Das hab' ich schon früher nicht getan... Habe ich mich auch verändert: Sagt, wer tut das nicht? Ich bin noch immer 'Wolle' Petry und ich scheiße auf die Pflicht!»

    «Er hat keinen Imagewandel hinter sich. So war er ja schon immer», sagt Petry Junior über seinen Vater. «Inzwischen hat er sich nur ein paar Freiheiten herausgenommen.»

    Der gebürtige Kölner Franz Hubert Wolfgang Remling musste schon früh zu Hause Verantwortung übernehmen. Sein Vater starb, als er 16 Jahre alt war, der Bruder ist noch um einiges jünger. Noch während der Schulzeit gründete Wolfgang eine Band, machte dann eine Ausbildung zum Feinmechaniker. Mit seiner Debütsingle «Sommer in der Stadt» schaffte er es 1976 in die ZDF-Hitparade und landete hinter Jürgen Drews' «Ein Bett im Kornfeld» auf Platz zwei. Mit «Wahnsinn» ging es 1983 steil nach oben, 1991 dann der Ohrwurm «Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen.» Für Sohn Achim sind das «zeitlose Nummern, die immer noch gut funktionieren».

    Und was sagt «der Vatter» dazu, dass Junior mit seinen Hits auftritt? «Wenn er das nicht gut finden würde, hätte er längst Veto eingelegt», ist sich Achim sicher. «Und ganz ehrlich: Immer der Partylöwe zu sein, das nimmt einem auch mit 65 keiner mehr ab.»

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  • 21. September 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 21. September 2016: Jean Pütz   

    Wenn Jean Pütz ins Reden kommt - und das kommt er sehr schnell - dann redet er ohne Punkt und Komma. Über die Wissenschaft, über Politik, über seine Familie - und über sich.
    Jean Pütz schreckt das Alter nicht. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Er hat ja auch viel zu erzählen: Der Mann mit dem wuchtigen Schnäuzer, der einst die «Hobbythek» erfand, wird am 21. September 80 Jahre alt.

    Die Wissenschaft ist bis heute die Leidenschaft des gelernten Elektromechanikers, der das Abitur nachholte und dann Mathe, Physik und Soziologie studierte. «Mich hat immer die Frage beschäftigt: Wie kann ich Menschen mit einfachen Worten dazu bringen, die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung zu verstehen?» Er sei fest davon überzeugt, dass eine Demokratie nur existieren kann, wenn Menschen informiert und gebildet sind: «Mit dummen Menschen geht die Demokratie unter.»

    In der «Hobbythek», die der Journalist 1974 beim WDR an den Start brachte und gut 30 Jahre lang moderierte, brachte er den Zuschauern Wissenschaft und Technik des Alltags auf unterhaltsame Weise näher: Er erklärte, wie man Käse, Lautsprecher oder Waschmittel selber herstellt, gab Tipps zur Ernährung, zur Nutzung von Energie oder Regenwasser.

    1984 entwickelte er die «Wissenschaftsshow», aus der später «Quarks & Co» mit Ranga Yogeshwar wurde. Heute macht er keine eigenen TV-Sendungen mehr, aber mit seiner «Pützmunter-Show» tourt er durchs Land und zeigt Experimente aus der Welt der Wissenschaft.

    «Die moderne Technik ist wie für mich gemacht», sagt Pütz nicht ohne Stolz. Er betreibt eine Internetseite und ist auch bei Facebook aktiv, «um der Politik die Leviten zu lesen», wie er sagt. Zum Beispiel zum Thema Flüchtlinge. Im März hat er dazu einen offenen Brief mit 14 Fragen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschickt.

    «Finden Sie nicht, dass die europäische Idee durch Ihre nicht mit den europäischen Instanzen abgestimmte Entscheidung immer mehr in Gefahr gerät?», lautete etwa eine dieser Fragen. Eine Antwort von der Kanzlerin habe er nicht erhalten. «Ich verstehe nicht, warum sie so emotional gehandelt hat, ohne rational die Folgen abzuschätzen», sagt Pütz. Das Erstarken der rechtspopulistischen AfD sehe er mit Sorge, verwundere ihn aber keineswegs.

    Privat lebt der Autor zahlreicher Fachbücher im Bergischen Land, in einem «Nullenergiehaus» auf einem 300 Quadratmeter großen Grundstück. Genauer gesagt ständen dort zwei Häuser, wie er erklärt: In einem wohne er mit seinem 17-jährigen Sohn, in dem anderen seine dritte Ehefrau (49) mit der gemeinsamen fünfjährigen Tochter. Das zweite Haus habe er vor allem gekauft, weil seiner Frau in dem anderen die Küche nicht gefallen habe. Nun habe jeder seine Traumküche, und außerdem störe man sich nicht gegenseitig durch unterschiedliche Schlafgewohnheiten. Pütz hat auch einen 57-jährigen Sohn, der Biochemiker an der Universität in Straßburg ist, und einen 19 Jahre alten Enkel.

    Seinen 80. Geburtstag will Pütz mit vielen Gäste und einem bayerischen Brunch feiern. Das Alter schrecke ihn nicht, wie er betont: «Ich möchte kein Jahr jünger sein, bin aber auch noch nicht bereit, ans Ableben zu denken.» Diesbezüglich habe er übrigens keine Ängste: «Wenn ich weg bin, bin ich weg.» Wenn es soweit ist, wolle er seinen Freunden eine Botschaft hinterlassen - abrufbar über einen QR-Code auf seinem Grabstein. «Da werde ich so sinngemäß sagen: Liebe Freunde, kommt mich besuchen - ich habe eine wunderbare Zeit gehabt.»

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  • 20. September 2016 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 20. September 2016: Philipp Vandenberg

    31 Bücher, übersetzt in 34 Sprachen und rund 25 Millionen Mal verkauft - der Schriftsteller Philipp Vandenberg hat in 40 Jahren ein umfangreiches Werk geschaffen.
    Philipp Vandenberg in seinem Haus in Baiernrain (Bayern). Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Philipp Vandenberg in seinem Haus in Baiernrain (Bayern). Foto: Peter Kneffel
     
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    Einige seiner kulturgeschichtlichen Sachbücher und historischen Romane wurden Weltbestseller, darunter sein Debüt «Der Fluch der Pharaonen». Das Schreiben hat er inzwischen aufgehört. Ideen für Bücher hätte er aber noch so einige, wie er der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 75. Geburtstag (20. September) sagte.

    Im Keller seines Hauses in der Nähe von München hat der Autor seine Werke gesammelt: Mehrere Regalmeter, ordentlich aufgereiht und nach Sprachen sortiert. Englisch, Italienisch, Holländisch, Finnisch, Russisch, Estnisch, Lettisch, Chinesisch, Rumänisch, Türkisch und so weiter. «Außer in Indien sind meine Bücher überall zu kaufen», sagt Vandenberg mit Stolz.

    Zwischen all den Büchern liegt ein unscheinbares Paket. Vandenberg zieht eine gerollte Urkunde heraus - eine Dankesurkunde von Papst Johannes Paul II. für seinen Roman «Die Sixtinische Verschwörung». Dabei, sagt er, sei das «ein bitterböses Buch gegen die kirchliche Institution». Ein «Maulwurf» im Vatikan habe ihm bei den Recherchen Interna verraten. Umso mehr erheitert Vandenberg die Urkunde des Papstes. Zumal er mit der Kirche längst gebrochen hat. Grund dafür ist seine Zeit im Waisenhaus in Altötting. «Das Schlimmste, was man sich vorstellen kann», sagt er.

    1941 wird Vandenberg in Breslau geboren. Als seine Mutter das Krankenhaus verlässt - weinend und mit dem unehelichen, namenlosen Sohn im Arm - kommt ihr eine Frau entgegen, wie Vandenberg erzählt. Ihr drückt die Mutter das Baby in den Arm. Die fremde Frau behält den Buben und gibt ihm den Namen Klaus-Dieter Walter.

    Mit seiner Pflegemutter - «Ich habe sie innigst geliebt, im Gegensatz zu meiner leiblichen Mutter» - lebt er in der Nähe von Bamberg, bis nach dem Krieg das Rote Kreuz seine leibliche Mutter ermittelt. Diese trägt zufälligerweise auch den Nachnamen Walter, holt den Sohn zu sich nach Burghausen - und schickt ihn weiter ins Waisenhaus nach Altötting.

    Später kehrt er nach Burghausen zurück, macht dort das Abitur und wird schließlich vom Stiefvater aus der Wohnung geworfen. «Er hat meine Sachen aus dem ersten Stock auf die Straße geworfen, ich habe sie schnell in meinen alten Fiat 500 gepackt und hoffte, dabei nicht beobachtet zu werden. Ich schämte mich für diesen Mann.» Vier Wochen lang lebt Vandenberg auf einem Fernfahrer-Parkplatz im Auto. Er entdeckt eine Stellenanzeige in der Heimatzeitung und wird Redakteur. Später geht er zu den Magazinen «Quick» und «Playboy», schreibt parallel seinen ersten Roman.

    «Der Fluch der Pharaonen» handelt vom rätselhaften Tod von 30 Archäologen und wird weltweit ein Bestseller. Hollywood kauft die Filmrechte. Auf Rat seines Verlegers legt sich der Autor einen Künstlernamen zu. Den Namen Vandenberg findet er im Münchner Telefonbuch. Weil er kriegsbedingt keine gültige Geburtsurkunde besitzt, heißt er seit 1986 ganz offiziell Philipp Vandenberg.

    In fast 40 Jahren schreibt er Roman um Roman. Monatelang recherchiert er für die Geschichten an Originalschauplätzen, gräbt in Archiven und spricht mit Experten. «Der Leser merkt sehr schnell, ob ein Autor auch wirklich vor Ort war.» Allein in Ägypten sei er 18 Mal gewesen. «Auf einer Nil-Kreuzfahrt hatte jeder fünfte Passagier ein Vandenberg-Buch in der Hand.»

    Manche Literaturkritiker bewerteten Vandenbergs Bücher als oberflächliche «Archäo-Krimis». Seine 1995 erschienene Schliemann-Biografie stieß aber auf viel Zuspruch. Romane schreibt Vandenberg seit einer lebensbedrohlichen Erkrankung vor drei Jahren nicht mehr. Stattdessen widmet er sich seinen Hobbys - Oldtimern und der Restaurierung historischer Bibeln. Seinen 75. Geburtstag verbringt er mit seiner Frau «am schönsten Flecken der Erde», im Salzkammergut in Österreich.

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  • 19. September 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 19. September 2016: Peter Horton

    Es gibt zwei Arten von Unterhaltung: Zerstreuung und Sammlung», sagt Peter Horton. Der österreichische Musiker, Komponist, Sänger, Autor und «Gitarrero» ist eindeutig für Letzteres.
    Gitarrist Peter Horton glaubt an «Philotainment». Foto: Matthias Balk © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Gitarrist Peter Horton glaubt an «Philotainment». Foto: Matthias Balk
     
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    Wenn er spielt, ist Aufmerksamkeit gefragt - schon allein, um sein virtuoses, höchst farbenreiches Spiel auf der Gitarre verfolgen zu können. Seinem Schaffen - er hat 600 Musikwerke und Chansons geschrieben, 60 Platten und CDs veröffentlicht sowie elf Bücher verfasst - hat er ein menschenfreundliches Kunstwort gegeben: «Philotainment». Horton, der seinen 75. Geburtstag (19.9.) in seiner Wahlheimat München auf der Bühne des Deutschen Theaters feiert, ist ein glaubwürdiger Werber für seine Formel einer Unterhaltung mit seelischem Nährwert.

    «Ich sehe Unterhaltung als Unterhalt, etwas, das von unten nach oben drückt», sagt der einstige Wiener Sängerknabe. Die Grundlagen für seine eigene musikalische Ausbildung wurden früh gelegt. Als Mitglied des berühmten Knabenchors stand er im Wiener Musikverein schon mit Maestro Herbert von Karajan auf der Bühne. Mit 16 Jahren gründete er seine erste Jazzband. Auf den Rat seiner Mutter hin absolvierte er die Handelsakademie, bevor er in Stuttgart Gesang studierte.

    Eine Kostprobe als Sänger im Smoking gab Horton beim Eurovision Song Contest 1967 in Wien. Mit dem Titel «Warum es hunderttausend Sterne gibt» fuhr er für Österreich allerdings nur drei Punkte ein. Seinen großen Durchbruch erlebte Horton mit dem Gitarrenduo «Guitarissimo» (1980-1984). Zusammen mit Sigi Schwab füllte er große Hallen. Horton konzentrierte sich immer mehr auf die Gitarre, von denen bisher 20 Exemplare sein Leben begleiteten. Es war die Zeit, als er mit Mega-Stars wie David Bowie zusammen auf der Bühne stand.

    Als Gastgeber präsentierte Horton 34 Ausgaben (1978-1984) der ARD-Musikshow «Café in Takt». «Da stand der Künstler im Mittelpunkt und nicht der Moderator», sagt Horton heute über die Show, die von Kritikern gelobt, aber auch als elitär bezeichnet wurde. In den Folgejahren machte der Mann, der selbst sieben Instrumente spielt, im ZDF «Horton's kleine Nachtmusik».

    Mit der deutsch-bulgarischen Pianistin Slava Kantcheff, mit der er auch verheiratet war, bildete Horton das Duo Symphonic Fingers. In rund 2000 Konzerten präsentierten beide eine «multistilistische Klangarchitektur».

    Heute gibt Horton noch rund 20 bis 30 Konzerte im Jahr, meist auf kleineren Bühnen mit einigen Hundert Zuschauern. «Kleinkunst ist das falsche Wort. Es ist immer Feinkunst», bricht er eine Lanze für den eher intimen Rahmen. «Diese Orte sind die wichtigste Schnittstelle zwischen Menschen und Musik.» Ans Aufhören denkt Horton nicht. «Ich plane, meine Technik noch zu verbessern.»

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  • 18. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 18. September 2016: Anna Netrebko

    Die Klassik-Hochzeit des Jahres kam spät: Mit weißer Kutsche, weißen Pferden, weißen Blumen und einem langen weißen Kleid hat die Operndiva Anna Netrebko dem aserbaidschanischen Tenor Yusif Eyvazov (39) Ende 2015 ihr Jawort gegeben. Bei der Trauung in Wien waren nur enge Freunde und Verwandte dabei.
    Die Opernsängerin Anna Netrebko wird 45. Foto: Daniel Bockwoldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Opernsängerin Anna Netrebko wird 45. Foto: Daniel Bockwoldt
     
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    Die Sopranistin, die heute 45 wird, mag große Auftritte. Am Tag ihrer Eheschließung Ende Dezember winkte sie aber nur kurz in die Menge der Schaulustigen und bedankte sich für die vielen Glückwünsche, bevor sie mit ihrem frisch Angetrauten und ihrem Sohn Tiago im Fiaker verschwand. Ihr Kind, das 2008 zur Welt kam, stammt aus ihrer Beziehung mit dem uruguayischen Bassbariton Erwin Schrott.

    Es soll der große Wunsch der Primadonna gewesen sein, in Wien zu heiraten. Sie hat ihren Wohnsitz in der Stadt an der Donau, seit zehn Jahren besitzt sie auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Geboren ist sie indes in der südrussischen Großstadt Krasnodar, in St. Petersburg studierte sie Gesang und bekam dort ihr erstes Engagement am Mariinsky Theater, wo sie sich 1994 als Susanna in Mozarts «Die Hochzeit des Figaro» vorstellte. Davor soll sie als Putzfrau in dem Theater gearbeitet haben, um den Proben beiwohnen zu können. Doch diese «Cinderella-Story» wurde wohl nachträglich - wie es oft bei Stars geschieht - etwas aufgebauscht.

    Seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2002 ist sie an allen großen Opernhäusern der Welt zu Gast gewesen. Allein dieses Jahr stehen noch Budapest (Müpa), Moskau (Bolschoi Theater), New York (Carnegie Hall und Metropolitan Opera) sowie München (Bayerische Staatsoper) in ihrem Konzertkalender. Dabei sei jeder Auftritt für sie «eine Herausforderung», wie sie einmal der Deutschen Presse-Agentur verriet.

    «Disziplin ist sehr wichtig. Wenn ich zu einer Probe komme oder einen Auftritt habe, gebe ich immer 150 Prozent. Ich gehe nicht auf die Bühne und denke "Ich bin die Beste", ich gehe auf die Bühne und will mein Bestes geben.»

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  • 17. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 17. September 2016: Neill Blomkamp

    Gleich mit seinem ersten Film «District 9» (2009) hat der südafrikanische Regisseur Neil Blomkamp die Tür zu Hollywood weit aufgestoßen, wo man den Science-Fiction-Experten mit seinem ausgeprägten Sinn für visuelle Effekte mit offenen Armen empfing.
    Neill Blomkamp wird 37 Jahre alt. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Prompt konnte er in seinem zweiten Film «Elysium» (2013) auf Superstar Matt Damon bauen. Allein in den USA haben die beiden Science-Fiction-Streifen zusammen rund 200 Millionen Dollar eingespielt. Heute wird Blomkamp, der mit 18 Jahren zum Filmstudium nach Kanada ging, 37 Jahre alt.

    Neill Blomkamp erregte zunächst als Spezialist für visuelle Effekte Aufsehen. Die Werbebranche (Nike, Citroen) und das US-Fernsehen («SmallVille», «Stargate») griffen gerne auf seine Fähigkeiten zurück.

    Im Alter von 26 Jahren drehte er den Kurzfilm «Alive in Joburg», der von Außerirdischen in Südafrika handelte. Peter Jackson ermunterte den Newcomer, daraus einen Kinofilm zu machen.

    So entstand der SF-Film «District 9», in dem Blomkamp das Thema Fremdenfeindlichkeit auf ungewöhnliche Weise umsetzt. Ein riesiges Raumschiff mit verwahrlosten und hilflosen Aliens landet in Johannesburg. Da man nicht weiß, was man mit den Gästen anfangen soll, sperrt man die insektoiden Außerirdischen ins Ghetto – «District 9» genannt. Im Laufe der Jahre kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Menschen und den Aliens.

    Produziert wurde der dunkle, komische und sehr unterhaltsame Überraschungshit, der für vier Oscars nominiert gewesen war, von «Herr der Ringe»-Zampano Peter Jackson. Bei der Preisverleihung ging Neill Blomkamp allerdings leer aus.

    Für «Elysium» konnte Blomkamp dann auf den Hollywood-Superstar Matt Damon zurückgreifen. In dem apokalyptischen Actionkracher kämpft Damon als kahlgeschorenes Muskelpaket gegen den Untergang der Menschheit.

    Blomkamps Film überzeugt durch einen visuell perfekten Look. Dazu reiht der Regisseur eine Knaller-Action-Szene an die andere – von der Raumschiff-Bruchlandung über Drohnen-Attacken und Roboter-Killer bis zu Mann-zu-Mann-Kämpfen. Die etwas schlichte moralische, mahnende Story über Werte wie Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und Achtsamkeit wird angesichts dieser Schauwerte fast zur Nebensache.

    Der Film landete in den US-Kinocharts auf Platz eins - ein Kunststück, das Blomkamp mit «Chappie» (2015) wiederholen konnte, auch wenn der Sci-Fi-Thriller bei den Kritikern nicht gut ankam. Erzählt wird die Geschichte von einem Polizeiroboter, der zu denken und zu fühlen lernt. In den Hauptrollen: Hugh Jackman, Dev Patel und Sigourney Weaver.

    Große Verwirrung gibt es allerdings um seinen neuen Film: Neill Blomkamp hatte ein «Alien»-Projekt angekündigt, an dem auch Sigourney Weaver teilnehmen sollte. Jetzt aber liegt es erst einmal auf Eis: Auf seiner Instagram-Seite schrieb Blomkamp: «Ich arbeite an neuen Sachen. Momentan ist es nicht Alien.»

    Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass Ridley Scott im nächsten Jahr einen neuen «Alien»-Film in die Kinos bringen wird.

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  • 16. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 16. September 2016: David Copperfield

    Davino, der Zauberjunge» war nicht gerade ein Name, der nach großer Magie und einem Illusionisten von Weltruhm klang. Doch der elfjährige David Copperfield hatte mit seinen Tricks auf Partys so viel Erfolg, dass selbst die Gesellschaft amerikanischer Magier auf ihn aufmerksam wurde - und den Jungen aufnahm.
    Vom Taschentrickser zum Mega-Magier: David Copperfield wird 60. Foto: Ursula Düren © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Vom Taschentrickser zum Mega-Magier: David Copperfield wird 60. Foto: Ursula Düren
     
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    Fünf Jahrzehnte später ist Copperfield einer der reichsten und weltweit bekanntesten Magier. Am 16. September wird er 60 Jahre alt.

    Der als David Kotkin in Metuchen (New Jersey) geborene Sohn russischer Einwanderer machte sich in New York und später in Chicago rasch einen Namen. Seine TV-Specials, bei denen er die Freiheitsstatue und einen Speisewagen des Orient-Express verschwinden ließ oder sich auf einem brennenden Floß in die Niagarafälle stürzte, sahen viele Millionen. Kein Objekt war zu groß, um nicht von dem hübschen Mann mit der schwarzen Haartolle und dem durchdringenden Blick verzaubert zu werden.

    Vor allem Frauen umschwärmten den Zauber-Star, und Copperfield selbst umgab sich auch nach seiner Verlobung mit Topmodel Claudia Schiffer gern mit europäischen Models. Mit seiner Lebensgefährtin Chloe Gosselin hat er Medienberichten zufolge eine Tochter namens Sky, die ihn als wahrhaft bescheiden und äußerst talentiert beschreibt.

    «Dank meiner Arbeit habe ich das Privileg, an außerordentlichen Orten rund um die Welt zu leben», sagte er der Zeitschrift «Hello» 2014. Zu diesen Orten zählen auch seine elf Privatinseln - den Archipel in den Bahamas hat er «Islands of Copperfield Bay» getauft. Für eine Insel zahlte er dem Magazin «Forbes» zufolge 50 Millionen Dollar (etwa 45 Millionen Euro). Der Google-Mitgründer Sergey Brin heiratete hier, auch die Talkmasterin Oprah Winfrey, der Microsoft-Gründer Bill Gates und der Schauspieler Johnny Depp machten hier bereits Urlaub.

    Nur einige Wochen vor seinem 60. Geburtstag ging Copperfield noch wegen eines ganz großen Tricks durch die Presse: Er kaufte für 17,5 Millionen Dollar (etwa 15,6 Millionen Euro) eine Villa in Las Vegas und damit das teuerste Anwesen für eine Familie in dieser Gegend.

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  • 15. September 2016 00:01

    Theater Promi-Geburtstag vom 15. September 2016: Lisa Fitz

    Sie hat die Bühne in den Genen - der Großvater von Lisa Fitz schrieb Theaterstücke, Großmutter und Mutter waren Sängerinnen und ihr Vater Volksschauspieler und Komponist.
    Lisa Fitz macht vor keinem Thema Halt. Foto: Tobias Hase © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Als Kind wollte sie Kasperl werden, aber nach einer Karriere als Sängerin, Moderatorin und Schauspielerin ist sie vor allem als Kabarettistin seit Jahrzehnten bundesweit bekannt: Mit scharfe Zunge, burschikosem Image, provokanter Gesellschaftskritik und bayerischem Dialekt. Heute feiert Lisa Fitz, die im niederbayerischen Hebertsfelden lebt, ihren 65. Geburtstag.

    «65 ist eine unerhörte Zahl. Ich kann mich damit gar nicht identifizieren», sagt die in Zürich geborene Lisa Fitz. Dabei habe sie großen Respekt vor dem Alter. «Es bedeutet für mich Wissen, Erfahrung, Lernen und Vorbild sein». Überdies seien in ihrer Familie die Künstler mit dem Alter immer besser geworden. Ob das auch bei ihr so sei, müssten andere beurteilen.

    Seit mehr als 40 Jahren steht Lisa Fitz mittlerweile auf der Bühne. Sie hat unter anderem den Deutschen Kleinkunstpreis, den Bayerischen Kabarettpreis und die Ludwig-Thoma-Medaille erhalten. Auch am Tag nach ihrem Geburtstag wird sie gut zwei Stunden beim 12. Rother Kabarettherbst Vollgas geben. Für ihr Programm «Weltmeisterinnen - gewonnen wird im Kopf» schlüpft sie gleich in vier Rollen: Als Putzfrau Hilde Eberl, als Feministin Inge von Stein, als CSU-Abgeordnete Gerda Wimmer und als Geheimagentin Olga Geheimnikowa gibt es mächtig Gesellschaftskritik. «Ich mache eigentlich vor keinem Thema halt», sagt Fitz. Als Putzfrau reitet sie in Hexenmanier den Besen oder erläutert als Agentin die russische Gesellschaft in High Heels.

    «Dabei bin ich von Haus eigentlich keine Rampensau, sondern ein friedlicher Späthippie», sagt sie mit einem Augenzwinkern. Aber die viele Tausend Auftritte hätten ihr Ego schon ordentlich entwickelt. Nach ersten Erfolgen als Sängerin moderierte sie auf Empfehlung ihres Vaters und Managers 1972 für den Bayerischen Rundfunk die Bayerische Hitparade. «Die Musik passte eigentlich gar nicht zu meinem Geschmack. Ich stand damals mehr auf die Beatles oder die Rolling Stones.» Zudem habe die Sendung ihr das Image der bayerischen Frohnatur eingebracht. Danach wollte sie eigene Wege gehen, nabelte sich endgültig vom Vater ab.

    Ihre Ehe mit dem persisch-stämmigen Schauspieler und Musiker Ali Khan hat Fitz in den 1980er Jahren dann nachhaltig geprägt. «Er hat mein bis dahin gutbürgerliches Wohlbehalten auf den Kopf gestellt.» Die vielen rassistischen Beleidigungen, die sie nach der Hochzeit von angeblichen Fans bekommen hatten, hätten sie zunächst getroffen. «Mit dem Lied «Mein Mann ist Perser» habe ich diesen Menschen all ihre Vorurteile vor den Kopf geworfen.» Sie habe gelernt, sich zu wehren, auch ihrem Ehemann gegenüber. «Als Frau eines Machos muss man im Nahkampf die Waffen schärfen und die Krallen ausfahren.»

    Auf der Bühne ist diese rebellische Art zu spüren («Ich kenne keine Frau, die das sagt, was ich sage»). Nur zu Hause, auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen im niederbayerischen Hebertsfelden, wo der nächste Nachbar mehrere Hundert Meter entfernt wohnt, schaltet sie richtig ab. «Ab und an steht plötzlich sogar ein Reh mitten auf dem Grundstück. Das ist eine wahre Idylle», sagt die Kabarettistin. Wie lange sie noch im Rampenlicht stehen will, weiß Lisa Fitz selber nicht. «Bei Künstlern sind die Maßstäbe die Gesundheit und das Publikum.»

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  • 14. September 2016 00:01

    Literatur Promi-Geburtstag vom 14. September 2016: Eckhard Henscheid

    Wenn Eckhard Henscheid aus der bayerischen Oberpfalz in seine alte Wahlheimat Frankfurt kommt, begibt er sich zuerst in den Stadtteil Bornheim. Dort gibt es seit zwei Jahren eine Kneipe, die sich nach dem Autor benannt hat. «Ich muss schauen, ob das Lokal noch besteht», sagt er trocken.
    Bissiger Autor mit leichter Altersmilde: Eckhard Henscheid wird 75. Foto: Wolfgang Becker © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Das «Henscheid» verspricht «Satire und Schnaps» - und eine «junge Frankfurter Küche». Eine kleine Anspielung auf die «Neue Frankfurter Schule». Henscheid, der am 14. September 75 Jahre alt wird, gehört zu den zentralen Figuren dieser Gruppe von Satirikern.

    Diese ging aus der Zeitschrift «pardon» hervor, die in der Studentenbewegung großen Einfluss hatte. Zur Gruppe gehörten Zeichner wie F.K. Waechter und F.W. Bernstein oder Autoren wie Robert Gernhardt und Henscheid. Beide erzielten mit ihren Büchern große Auflagen - und fanden mit allmählicher Etablierung auch Eingang ins große bürgerliche Feuilleton.

    Henscheid wurde vor allem mit seiner zwischen 1973 und 1978 erschienenen «Trilogie des laufenden Schwachsinns» bekannt, von der er bis heute eine runde halbe Million verkauft hat. Im ersten Band «Die Vollidioten» beschreibt er, wie die Frankfurter Szene regelmäßig in einer damals legendären Kneipe versumpft. Es ist zugleich eine ironische Milieustudie der den Müßiggang pflegenden Sponti-Kultur, deren geistige Heimat Frankfurt war.

    Henscheid gelang es aber zugleich in seinen Büchern, der damals eher trostlosen Provinz noch Komik abzugewinnen. Die entsprechende Erfahrung brachte er mit. Er ist 1941 in Amberg in der Oberpfalz geboren und dort zur Schule gegangen. In der Stadt lebt er heute wieder. Doch Henscheid ist vielseitig: Er hat auch Glossen, Essays, Hörspiele, Nonsens-Dichtung, ernste Lyrik und Musikkritiken geschrieben. Zu Goethe hat er ein Lesebuch gemacht und Woody Allens «Stadtneurotiker» übersetzt.

    Für das Wörterbuch «Dummdeutsch» sammelte er einst fragwürdige Wortkompositionen, die Schriftstellern und Journalisten als abschreckendes Beispiel dienen sollen. Mit Kollegen hat er sich auch gerne angelegt: Heinrich Böll hat er einmal bissig als «steindummen, kenntnislosen und talentfreien Autor» bezeichnet. Was ihm eine Klage von dessen Sohn eingebracht hat.

    Henscheid kümmerte sich nie um politische Korrektheit. Er habe nie Zugeständnisse machen müssen, da er früh finanziell unabhängig gewesen sei, sagt er. Nachdem er jahrelang viel ausgeteilt hat, ist er jetzt ein bisschen altersmilde geworden. Einiges sehe er heute differenzierter, räumt er ein. «Gar zu viel ist es nicht», fügt er aber schnell hinzu.

    Es gilt aber für seine Fehde mit Marcel Reich-Ranicki, der in Frankfurt einst bei Henscheid um die Ecke wohnte. Schließlich sei Deutschlands 2013 gestorbener Literaturpapst trotz seiner «zweischneidigen Natur» eine fast freundliche Erscheinung gewesen, sagt Henscheid versöhnlich.

    Frankfurt hat ihn inzwischen besonders geehrt. Vor vier Jahren wurde die ganze Stadt zur Bühne für die «Vollidioten» - das Buch mit all seinen Verästelungen wurde zwei Wochen lang auf 70 Veranstaltungen zum großen Thema. Ein Lesefest, das auch Henscheid «ans Herz ging», wie er einräumt.

    Um Anrührendes geht es auch bei seinem neuen Projekt: Henscheid sammelt derzeit für ein Buch Heiligenlegenden. Er ist dabei auf viel Skurriles und Abstruses gestoßen. Daneben schreibt er noch für die Satirezeitschrift «Titanic», die er 1979 einst mitbegründet hat. Und er tourt zusammen mit Gerhard Polt, mit dem er seit Jahrzehnten befreundet ist.

    Henscheid ist auch ein großer Fußballkenner. Der Frankfurter Eintracht und dem 1. FC Nürnberg war er - auch wegen seiner Wohnorte - stets besonders verbunden. Beim entscheidenden Relegationsspiel der beiden Traditionsvereine um den Erstligaplatz saß er im Mai in Nürnberg auf der Tribüne. Dass die Eintracht bei einem wenig ansehnlichen Spiel letztlich gewann, fand er okay. «Sie waren ein bisschen besser, aber nicht viel.»

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  • 13. September 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 13. September 2016: Maria Furtwängler

    In ihrer Rolle als «Tatort»-Ermittlerin Charlotte Lindholm wirkt Maria Furtwängler oft unnahbar. Gleiches gilt für die Schauspielerin selbst, wenn man sie zu ihrem 50. Geburtstag am Dienstag fragen will.
    Maria Furtwängler wird 50. Foto: Bernd von Jutrczenka © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Maria Furtwängler wird 50. Foto: Bernd von Jutrczenka
     
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    «Leider führt Frau Furtwängler keine Interviews zu Ihrem Geburtstag», antwortet ihre Sprecherin. Dabei hätte die promovierte Ärztin, Ehefrau des Verlegers Hubert Burda und gesellschaftspolitische Aktivistin sicher viel zu erzählen.

    In die Münchner Künstlerfamilie Furtwängler hineingeboren spielt sie als Sechsjährige im Fernsehfilm «Zum Abschied Chrysanthemen» ihres Onkels Florian Furtwängler mit. Während des Medizinstudiums dreht sie mit Maria Schell und Siegfried Rauch «Eine glückliche Familie», kommt so endgültig zur Schauspielerei, hängt den weißen Kittel an den Nagel.

    Bei immer mehr Angeboten habe sie irgendwann nur noch nebenbei als Ärztin gearbeitet, schildert Furtwängler auf ihrer Homepage. «Und da bin ich dann doch zu verantwortungsbewusst, als etwas halbherzig zu tun.» Außerdem habe sie Angst gehabt, «irgendwann vom Multitalent zur Multi-Dilettantin» zu mutieren, vertraute sie mal der «Bunten» an.

    Furtwängler engagiert sich für die Hilfsorganisation German Doctors, wirbt um Spendengelder und untersucht auch selbst Hilfsbedürftige. Mit dem Verein und ihrer Tochter Lisa gründet sie das Projekt Malisahome auf den Philippinen, das sich gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen einsetzt. Ihr Engagement für Frauen zeigt Furtwängler auch als Schirmherrin der Konferenz Digital Life Design Women, bei der es um weibliche Führungskräfte geht.

    Sie selbst ist auch durch die Ehe mit dem Multimillionär Burda zu einer selbstbewussten Frau geworden, wie sie mal dem «Spiegel» sagte: «Ich habe nun mal einen extrem starken und selbstbewussten Mann, in dessen Schatten man leicht zum Umfeld wird, zum Satelliten. Es klingt jetzt wahnsinnig klischeehaft, aber daraus ist möglicherweise umso mehr das Bedürfnis entstanden, mich selbst und meine eigene Welt zu finden.» Als sie heiraten, ist Furtwängler 25 und der Verleger gut ein Vierteljahrhundert älter. Die beiden kennen sich da schon einige Jahre, das erste Kind ist schon da, das zweite unterwegs.

    Rote Teppiche sind eigentlich nicht so ihr Ding: «Manchmal ist es schön, sich so herzurichten, aber ich finde es auch extrem anstrengend, das richtige Outfit zu finden», verrät sie auf ihrer Homepage. Sie verstehe nicht allzu viel von Mode - wisse aber mittlerweile, was ihr stehe.

    Furtwängler trifft Schauspieler gleichermaßen wie Kronprinzessin Mary aus Dänemark und Ministerin Ursula von der Leyen (CDU). Selbst in die Politik will sie aber nicht: «Ich glaube, dass wir in den Medien mit dem Erzählen von Geschichten durchaus einiges bewirken können. Und ich liebe meinen Beruf zu sehr», sagte sie der «Frau im Spiegel».

    Dass sie sich als Schauspielerin im Fernsehen, im Kino und auf der Theaterbühne einen Namen machte, kam eher unerwartet. Sie selbst wäre nicht auf die Idee gekommen, dass sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Kathrin Ackermann tritt, wird die Tochter im Buch «Die Furtwänglers» zitiert. Doch sie kann es - und hat zahlreiche Preise wie die Goldene Kamera bekommen. Seit 2002 ermittelt sie als «Tatort»-Kommissarin Lindholm vom niedersächsischen Landeskriminalamt im Ersten. Familiäres Schmankerl dabei: Ackermann spielt dort ihre Mutter.

    Wie diszipliniert Furtwängler ist, zeigt sich auch an Urlaubszielen wie dem Kilimandscharo in Tansania, den sie im vergangenen Sommer bestiegen hat - bei eisigem Wind und immer dünnerer Luft. «Das war echt hart», postete Furtwängler auf ihrer Facebookseite. Am Kilimandscharo ist ein Gletscher nach ihrem Großvater benannt, weil der als erster mit Skiern dort oben gewesen sein soll.

    Doch Furtwängler scheint auch eine andere Seite zu haben: Sich selbst beschreibt sie als «eher chaotisch». Vor lauter Aufgaben vergesse sie auch mal einen Termin, suche mehrmals am Tag Handy oder Schlüssel. Und erst in diesem Jahr fiel sie mit der Aussage in einem «Stern»-Interview auf, sie habe als Schülerin gekifft und selber Cannabis-Pflanzen angebaut.

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  • 12. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 12. September 2016: Mylène Farmer

    In der französischsprachigen Welt ist Mylène Farmer, die heute 55 Jahre alt wird, ein absoluter Superstar. Im Laufe ihre schon seit über 30 Jahre währenden Karriere hat sie Millionen von Alben verkauft.
    Mylène Farmers findet Stings Bart «très sexy», wie sie im Interview mit der Welt sagte. Foto: Sebastien Nogier © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mylène Farmers findet Stings Bart «très sexy», wie sie im Interview mit der Welt sagte. Foto: Sebastien Nogier
     
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    Und ihre Konzerte sind große Events: So gelang der Sängerin, die für ihre aufwendigen Shows bekannt ist, vor einigen Jahren das Kunststück, das Pariser Stade de France gleich an zwei Abenden hintereinander auszuverkaufen. Die Tickets dafür waren innerhalb weniger Stunden weg.

    Ex-Police-Frontmann Sting kennt Mylène Farmer ebenfalls sehr gut und so ließ er sich nicht lange bitte, als ihn die in Kanada geborene und in Frankreich aufgewachsene Sängerin um ein Duett bat. Er wählte mit «Stolen Car» einen Song aus, den er schon 2003 geschrieben hatte.

    Das Lied hätte damals keinen großen Erfolg gehabt, weil ihm die Magie gefehlt hätte, meinte Sting. Die sei nun durch Mylène ins Spiel gekommen. «Das klingt sexy, das klingt sinnlich», sagte Sting. Wenig überraschend landete die Single aus dem Album «Interstellaires» in Frankreich im letzten Jahr auf Platz eins der Charts.

    Im dem Video zu «Stolen Car» geht es zwischen Sting und Mylène Farmer ganz schön zu Sache. Aber die Knutschszenen sind doch eher harmlos im Vergleich zu Farmers früheren Videos, die sie wie Kurzfilme inszenierte und sich dabei wenig um Schamgrenzen schert.

    Gleich mit ihrem ersten Album «Cendres de lune» (1986) gelingt ihr der Durchbruch und der Clip zu dem Disco-Pop-Song «Libertine» mit der nackten Mylène Farmer wurde ein Skandalerfolg, der den Ruhm der Sängerin begründete, die in ihren Liedern über Sex, den Tod, die Religion und die Liebe singt. Sie kultiviere eine «Aura des Mysteriösen, wo sich Schmerz, Hedonismus, Sex und Poesie mischen», schrieb «Purepeople.com» über ihre Ausstrahlung.

    Für ihre Videos, die ganz eigenständige Kunstwerke sind, arbeitete Mylène Farmer mit Top-Regisseuren wie Luc Besson («Que mon coeur lâche») oder Abel Ferrara («California») zusammen. Und immer wieder eckt Mylène Farmer damit an. Nackt und blutverschmiert singt sie in einer Kapelle «Je te rends ton amour» (1999) und brachte damit die katholische Kirche gegen sich auf, die Parallelen zum Martyrium Christi zog.

    Aus Wut darüber, dass der Clip erst nach Mitternacht ausgestrahlt werden durfte, ließ die Sängerin das Video in Zeitschriftläden verkaufen - und spendete die Einnahmen für den Kampf gegen Aids.

    Die Fans von Mylène Farmer müssen sehr geduldig sein. Da die Sängerin nur ungern Interviews gibt, sind Neuigkeiten eher rar gesät. Und auch auf der Bühne sieht man sie nicht so oft. Gerüchte aber machten in letzter Zeit die Runde, dass sie vielleicht 2017 in Frankreich wieder Konzerte geben könnte - bestätigt aber ist nichts.

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  • 11. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 11. September 2016: Freshtorge

    Mein Name ist Torge, ich komme von der Nordsee und mache mit meinem Kanal freshaltefolie seit 2006 sinnlose Videos», schreibt Torge Oelrich alias Freshtorge in seinem YouTube-Kanalinfo.
    Der YouTube-Star Freshtorge ist witzig. Foto: Fredrik von Erichsen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Der YouTube-Star Freshtorge ist witzig. Foto: Fredrik von Erichsen
     
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    Der schlacksige Hobby-Komiker aus Schleswig-Holstein gehört mit inzwischen 1,8 Millionen Abonnenten zu den bekanntesten YouTube-Superstars in Deutschland - und aus dem Hobby-Komiker ist längst ein veritabler Profi geworden. Heute wird er 28 Jahre alt.

    Freshtorge witzelt sich aber nicht nur durchs Internet, auch sein erster Kinoausflug war ein voller Erfolg. Bei der Premiere von «Kartoffelsalat» im letzten Jahr in Heide (Schleswig-Holstein) mit zahlreichen YouTube-Stars standen 5000 kreischende Teenies am roten Teppich.

    «Der Film ist genau der gleiche Blödsinn, den wir auf YouTube machen. Nur der Umfang ist etwas anders, und die Qualität. Wir müssen eine Geschichte erzählen über 90 Minuten, sonst machen wir nur Sketche von drei Minuten», sagte Freshtorge in Heide. Das kam an: «Kartoffelsalat» - das Drehbuch stammte von Torge Oelrich - landete auf Platz fünf der deutschen Kinocharts.

    Kinder und Teenager lieben Freshtorge beziehungsweise die Figuren, die er in seinen kleinen Filmchen spielt. Zum Beispiel «Sandra», eine durchgeknallte Pubertierende, die mit 16 Jahren immer noch zur Grundschule geht, von einer Karriere als Superstar träumt und mit ihrer Dummheit Lehrer und Schulpsychologen in den Wahnsinn treibt. Bei Schülern ist sie Kult. «Die Kinder lieben Sandra, weil sie zu doof ist, auf die einfachsten Fragen zu antworten», sagt Freshtorge.

    Einmal pro Woche - immer am «Samstorg» - stellt der gelernte Erzieher aus Wesselburen im Kreis Dithmarschen für seine Fans ein neues Video in seinen YouTube-Kanal «freshhaltefolie». Inhalt: Alberner Klamauk und Parodien auf Trash-TV, mit denen Freshtorge seinen jungen Fans die Lachtränen in die Augen treibt. Dabei treibt er seine Scherze so böse auf die Spitze, dass auch Erwachsene darüber lachen können.

    Seine Karriere war nicht geplant. «Der Erfolg war Zufall», erzählt Freshtorge. Sein erstes Video drehte er «damals noch bei meinen Eltern im Kinderzimmer», erzählte er. Denn «wenn man auf dem Dorf lebt, hat man viel Langeweile.» So zog er vor seiner Videokamera Grimassen und zappelte herum, während er ein Stück Schokolade vor die Kamera-Linse hielt, ein altes Freundschaftsbuch oder eine gelbe Bade-Ente. «Dinge die ich mag» nannte er das Filmchen und stellte es ins Internet: «Von dem Erfolg war ich selber überrascht.»

    Wie er seinen Humor beschreibt? «Es ist einfach Blödsinn», sagt er: «Was ich in der Schule nicht machen durfte, mache ich jetzt auf YouTube.» Die Ideen findet er vor seiner Haustür auf der Straße, oder er bekommt sie aus dem Fernsehen. Dann entstehen Parodien wie «Schwiegertochter sucht Frauentausch».

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  • 10. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 10. September 2016: Colin Firth

    Kurz vor seinem 56. Geburtstag an diesem Samstag hat Colin Firth alle Hände voll zu tun bekommen. Zusammen mit Renée Zellweger und Patrick Dempsey muss der britische Schauspieler die Werbetrommel für den dritten Teil von «Bridget Jones» rühren.
    Colin Firth bei der Deutschlandpremiere von «Bridget Jones' Baby» in Berlin. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Colin Firth bei der Deutschlandpremiere von «Bridget Jones' Baby» in Berlin. Foto: Jens Kalaene
     
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    Die Single-Frau (Zellweger) mit leichten Gewichtsproblemen und einem Hang für Fettnäpfchen ist schwanger - allerdings weiß sie nicht genau von wem: Ist es Ex-Freund Mark Darcy (Colin Firth) oder ihr neuer Liebhaber, gespielt von Patrick Dempsey («Grey's Anatomy»).

    Nach der Weltpremiere in London hat «Bridget Jones' Baby» zwar gemischte Kritiken erhalten, aber der eingeschworenen Fan-Gemeinde dürfte das herzlich egal sein. Groß war auch der Andrang in Berlin, der zweiten Station der Werbe-Karawane, wo Colin Firth mit trendiger Brille eifrig für Selfies posierte.

    Der Schauspieler hat zwar kürzlich zugegeben, dass er nicht mehr ganz die Energie von früher habe, dafür aber seine Arbeit interessanter würde. Er spiele nun komplexere Rollen, Männer mit einer Vergangenheit. «Mit meinen jetzigen Rollen kann ich mein eigenes Leben reflektieren», sagte er der «Berliner Morgenpost». «Das sind Männer mittleren Alters, die begreifen, dass sie mit ihren Problemen nicht klarkommen und sich aufgeben. Und dann sehen sie, dass es doch noch eine Chance gibt.»

    Seine Filmografie beginnt Mitte der 80er Jahre mit kleineren Rollen, auch in Fernsehserien. Als Mr. Darcy eroberte er zehn Jahre später in der BBC-Serie «Stolz und Vorurteil» die Herzen seines vornehmlich weiblichen Publikums, das ihm in romantischer Schwärmerei fortan treu ergeben sein sollte.

    Dennoch fristete er sein Schauspieler-Dasein lange Zeit eher in der zweiten Reihe und musste sich mit romantisch-braven Rollen wie in «Shakespeare in Love» zufriedengeben. In Filmen wie «Das Mädchen mit dem Perlenohrring» (2003) deutete er als Jan Vermeer allerdings an, dass er doch eine Menge mehr drauf hat.

    Und dann, in einem Alter, wenn viele andere Männer in ihre Midlife-Krise fallen, startete Colin Firth durch: 2009 brillierte er schon als homosexueller Selbstmordkandidat in Tom Fords elegant-melancholischem Regiedebüt «A Single Man». Mit «The King's Speech» (2010) triumphierte er 2011 bei den Oscars als stotternder englischer König.

    Firth verkörpert den stammelnden Royal auf äußerst sehenswerte Weise: Wie er krampfhaft versucht, einzelne Wörter herauszupressen, die im Hals stecken bleiben und nur gurgelnd rauskommen - das ist große Schauspielkunst. Hinzu kommt, dass im Gesicht von Firth das Leiden und die innere Zerrissenheit eines Mannes sichtbar werden, der lange im Schatten seines Vaters und seines Bruders stand, und der sich selbst unterschätzte.

    Mit Worten hat Firth auch in seinem aktuellen Film «Genius - Die tausend Seiten einer Freundschaft» zu tun, in dem er sich als Lektor Max Perkins mit dem Schriftsteller Thomas Wolfe (Jude Law) herrliche Wortduelle liefert.

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  • 09. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 9. September 2016: Adam Sandler

    Der Klassenclown war er vermutlich schon immer. Und doch war es der Vorschlag seines Bruders Scott, in einem Nachtclub in Boston als Standup-Comedian aufzutreten, der Adam Sandler erst auf die Bühne und zur hohen Kunst des professionellen Witzereißens brachte.
    Adam Sandler wird 50. Foto: Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Adam Sandler wird 50. Foto: Paul Buck
     
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    Am 9. September wird der ulkige Schauspieler aus «Big Daddy», «Waterboy - Der Typ mit dem Wasserschaden» und «Happy Gilmore - Ein Champ zum Verlieben» 50 Jahre alt.

    Über die 1990er und 2000er Jahre waren es meist Rollen als tollpatschiger, leicht begriffsstutziger und trotzdem liebenswerter Junge, mit denen der im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Sohn eines Elektroingenieurs sich in die Herzen des Kinopublikums spielte. Sandler war der «goofy guy», ein charmantes Riesenbaby, das sich trotz oder gerade wegen seiner Dummheit im Lauf vieler Filme vom Außenseiter zu heimlichen Gewinner verwandelte.

    Zwar hatte der junge Sandler bei seinen Auftritten in TV-Shows und Late-Night-Sendungen sowie als Sänger und Songwriter schräge, teils derbe Witze im Programm, galt aus Sicht mancher Kritiker aber auch als nicht ernstzunehmender Blödel-Heini. Doch mit der romantischen Komödie «Punch-Drunk Love» (2002), mit «Die Wutprobe» (2003) mit Jack Nicholson und «Die Liebe in mir» (2007) über die Terroranschläge vom 11. September 2001 bewies Sandler, dass er mehr beherrschte als nur Gags aus den unteren Schubladen des humoristischen Repertoires.

    Humor und Witz dürften Sandlers Leben - zumindest was die Arbeit angeht - auch weiterhin bestimmen. Die Komödie «Yeh Din Ka Kissa» soll 2017 in die Kinos kommen. Derzeit arbeitet er an dem beim Video-Streamingdienst Netflix erscheinenden Film , wo er einen Manager im Showbusiness von Los Angeles spielt.

    Dass er für Teile seines Schaffens mit der «Goldenen Himbeere» für den schlimmsten Film des Jahres ausgezeichnet wurde, scheint den in Los Angeles und New York lebenden Schauspieler, Drehbuchautoren und Produzenten von neuen Projekten nicht abzuhalten. «Ich habe nicht mit Filmen angefangen, um den Kritikern zu gefallen. Ich habe damit angefangen, um Menschen zum Lachen zu bringen und Spaß mit meinen Freunden zu haben», sagte er 2013. Seinen 50. Geburtstag will er seinem Sprecher zufolge im Kreis seiner Familie verbringen.

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  • 08. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 8. September 2016: Mario Adorf

    Mario Adorf ist die graue Eminenz des deutschen Films - und noch so viel mehr. Kaum ein deutscher Schauspieler verfügt über ein solches Repertoire - auf der Bühne, der Leinwand oder im Fernsehen.
    Mario Adorf beim Filmfestival von Locarno. Foto: Alexandra Wey © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Mario Adorf beim Filmfestival von Locarno. Foto: Alexandra Wey
     
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    Gerade erst ist er wieder geehrt worden, beim Filmfestival in Locarno bekam er den «Pardo alla carriera», einen «Leoparden für seine Karriere». Vor der Verleihung sagte er der Deutschen Presse-Agentur: «Ich freue mich sehr. Ich wollte mein Leben lang nur eins sein: ein guter Schauspieler. Und dieser Preis zeigt mir, dass ich das wohl halbwegs hinbekommen habe.» Nach dem Geheimnis seines Erfolgs gefragt, meinte er nur kurz: «Ich habe das Publikum immer ernst genommen.» Heute feiert Mario Adorf seinen 86. Geburtstag.

    Adorf kann Bösewicht («Nachts wenn der Teufel kam»), Patriarch («Der große Bellheim», «Der Patriarch»), und unglaublich komisch kann er auch sein («Kir Royal»). Mehr als 140 Filmrollen hat Adorf in seinem Leben gespielt,

    Talent gehöre natürlich dazu, aber: «Es ist sehr viel Glück dabei», sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 85. Geburtstag «Bei mir war es sicher eine sehr frühe kindliche und eine bleibende Spielfreude, mein italienisches Erbteil. Die Freude am Spiel soll man sich bewahren. Fleiß ist da nötig, wo etwas gelernt werden will.»

    Adorf, der 1930 als nicht-ehelicher Sohn einer Röntgenassistentin und eines Chirurgen aus dem italienischen Kalabrien geboren wurde, begann seine beeindruckende Schauspielkarriere schon während seines Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften in Mainz und Zürich - obwohl er eigentlich lange mit der Bildenden Kunst geliebäugelt hatte und gerne Bildhauer geworden wäre. Als nach dem Zweiten Weltkrieg das Geld für Pinsel, Farben und Leinwand knapp wurde, entschied er sich anders und ergatterte einen begehrten Platz an der Otto-Falckenberg-Schule in München.

    Dann bekam er ein festes Engagement bei den Münchener Kammerspielen, wo er sich vorher schon oft herumgetrieben hatte: «Ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich fünf Minuten vor Beginn der Probe ins Theater ging, nur um einem bewunderten Schauspieler die Tür aufzuhalten.»

    Der Durchbruch als Film-Schauspieler gelang ihm 1957 als brutaler Massenmörder in dem Film «Nachts, wenn der Teufel kam» von US-Regisseur Robert Siodmak. Diese Rolle bescherte Adorf neben dem Bundesfilmpreis auch ein Image: Jahrelang war er auf die Darstellung von Schurken und Ganoven festgelegt. In «Winnetou I» ermordete er in der Rolle des bösen Widersachers Santer Winnetous Schwester Nscho-Tschi, ein grausamer Akt, auf den er heute noch angesprochen wird. «Das war der klassische Bösewicht, der mir sehr übelgenommen wurde. Aber das ist dann auch ganz schön, wenn man so gehasst wird von ein paar Generationen. Das ist besser, als unbemerkt zu bleiben“, sagte er einmal. «Ich war nie - auch als junger Schauspieler für die Helden, ich war dafür auch einfach nicht gebaut. Ich war nicht groß und blond und schön.»

    Nachdem Adorf, der fließend Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch spricht, in den 60er Jahren vor allem in italienischen Filmen mitgespielt hatte, wandte er sich in den 70er Jahren wieder dem deutschen Film zu und stand unter anderem für Volker Schlöndorffs oscarprämierte «Blechtrommel» vor der Kamera.
    Im Fernsehen begeisterte er ein großes Publikum in Produktionen wie «Der große Bellheim» von Regisseur Dieter Wedel oder der Münchner Schickeria-Serie «Kir Royal» von Helmut Dietl, der ihn auch für die bitterböse Gesellschaftssatire «Rossini - oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief» vor die Kamera holte. «Es steckt viel Arbeit drin», sagt Adorf. «Aber weil die Lust am Spielen da war, wurde es nicht als Arbeit empfunden. Ich habe einen Beruf, der glücklicherweise Spaß macht.»

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  • 07. September 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 7. September 2016: Chrissie Hynde

    Für eine Kontroverse ist Chrissie Hynde immer gut. Zuletzt enthüllte sie in ihrer Autobiografie «Reckless»(«Waghalsig»), dass sie mit 21 Jahren in Ohio von einer Motorradgang zu sexuellen Handlungen gezwungen worden sei.
    Chrissie Hynde hat noch immer Spaß an der Musik. Foto: Marijan Murat © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Was für einen Aufschrei sorgte, war, dass sie schrieb: «Ich übernehme die volle Verantwortung», und dann in der «Sunday Times» indirekt Vergewaltigungsopfern die Schuld zuschob: «Wenn ich in Unterwäsche herumlaufe und betrunken bin, wessen Schuld kann es sonst sein?» Ihre Fans waren geschockt, weil sie als Prototyp der selbstbestimmten Musikerin gilt. Aber vielleicht ist es genau das - Chrissie Hynde bleibt sich selbst immer treu. Heute feiert die Pretenders-Frontfrau ihren 65. Geburtstag.

    Hynde wird 1951 in Akron im US-Bundesstaat Ohio geboren, dem Zentrum der Reifenindustrie. Ihre Eltern versuchen aus ihr ein wohlerzogenes Vorstadtmädchen zu machen, doch sie entpuppt sie als rebellischer Wildfang, fasziniert von den Beats der «British Invasion». Sie lernt Gitarre und stürzt sich in die wilden sechziger Jahre.

    1973 bricht sie zu einer Weltreise auf, die schon nach kurzem endet: in London, der Heimat ihrer Rockhelden. Einen Job bei der legendären Musikzeitschrift «NME» wirft Chrissie Hynde bald hin, weil sie sich als «Schwindlerin» fühlt. Stattdessen jobbt sie im Laden von Sex Pistols-Manager Malcolm McLaren und Vivienne Westwood und lernt dort die aufkeimende Punkszene Londons kennen. Um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, heiratet sie fast den Sex Pistols-Bassisten Sid Vicious. Sie spielt mit Musikern, die später mit The Damned und Clash weltbekannt werden.

    Was ihr damals an Punk am besten gefiel? Dass es kein reiner Männerverein war. Dennoch dauerte es frustrierend lange, bis sie endlich ihre eigene Band hatte, erzählte sie dem «Independent». «Ich ging zu jedem Club, jede Nacht, mit meiner Gitarre. Ich war verzweifelt und entschlossen. Jeder, den ich kannte, hatte bereits eine Band. Sogar Leute, denen ich gezeigt hatte, wie man ein paar Akkorde spielt!»

    1978 gründet sie schließlich The Pretenders mit James Honeyman-Scott an der Leadgitarre, Pete Farndon am Bass und Martin Chambers am Schlagzeug. Zwei Jahre später toppt die Single-Auskoppelung «Brass in Pocket» aus ihrem ersten Album die Charts. Die Band veröffentlicht eine Reihe von Punk- und New Wave-Hits («Back on the Chain Gang», «Don't Get Me Wrong»), und Hynde wird zu einem Symbol für weibliche Macht und Möglichkeiten. Weniger extrem als Siouxsie, kantiger als Debbie Harry - cool, wütend, misstrauisch. Ihren androgynen Stil kopiert sie von Stones-Gitarrist Keith Richards: Schwarzumrandete Augen, dicke dunkle Ponyfransen, Röhrenjeans, die Gitarre gegen die Hüfte gepresst.

    Die ursprüngliche Besetzung der Pretenders bleibt nicht lange bestehen. 1982 feuert sie Farndon wegen seiner Drogenprobleme. Zwei Tage später stirbt Honeyman-Scott an einer Überdosis Heroin und Kokain. Musiker kommen und gehen, nur Hynde bleibt. Dem «Telegraph» erklärt sie: «Es geht nicht nur darum, wie sie spielen. Es geht darum, wie sie aussehen, wie sie gehen, wie sie sitzen. Wenn meine Bandmitglieder die Straße entlanggehen, repräsentieren sie die Band.»

    Zeitweise ist sie fast genauso berühmt für ihre Liebesaffären wie für ihre Musik - Hynde verteidigt sich, dass sie in ihrem Alltag einfach mehr Rockstars als andere Männer kennenlerne. Ray Davies von den Kinks läßt sich ihretwegen scheiden, sie bekommen eine Tochter. Dann verlässt Hynde ihn für Jim Kerr, den Sänger der Simple Minds, mit dem sie eine weitere Tochter hat. 1990 lässt Kerr sie sitzen, und sie wird alleinerziehende Mutter. Dem «Telegraph» sagte sie: «Meine Kinder kamen immer zuerst. Sie haben keine meiner Shows gesehen, bis sie vierzehn waren.» Ende der 90er Jahre heiratet sie ein zweites Mal, den Bildhauer Lucho Brieva; auch diese Ehe hält nur wenige Jahre.

    «Ich bin eine Art Brauner-Reis-Hippie» beschreibt die Veganerin sich selbst. Hyde ist ein Anhängerin des Hinduismus und betrachtet es als ihre religiöse Pflicht, Tiere zu schützen. Am wichtigsten bleibt ihr aber die Musik. Dass die Pretenders ein Relikt der 80er Jahre sind, weiß Hynde selbst: «Last of the Independents» hieß schon 1994 ein Album. Aber aufhören? Niemals. «Es macht Spaß! Kein anderer Grund.» Da machen auch kleine Beschwerden nichts aus. «Knie, Krankheit, Alter, Tod. Ich bin ein Wrack. Aber ehrlich gesagt - wen kümmert's?»

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  • 06. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 6. September 2016: Idris Elba

    Ist Idris Elba noch im Bond-Rennen? Schon lange wird der britische Schauspieler als heißer Kandidat für die Nachfolge von Daniel Craig gehandelt.
    Idris Elba wird 44. Foto: Nina Prommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Keine Frage, der Mann hat Stil, ist cool und smart, hat eine markante Stimme und einen durchtrainierten Körper - ideale Voraussetzungen also für die Agentenrolle. Und Lust hätte Elba auch: Schon 2014 ließ er in einer Internet-Fragestunde wissen, dass er die Rolle «absolutely» annehmen würde, wenn man sie ihm anböte. Das richtige Alter hätte er auch: Heute wird Iris Elba 44 Jahre alt.

    Bond-Regisseur Sam Mendes, der beim nächsten 007-Spektakel allerdings nicht mehr mit an Bord ist, dämpfte allerdings die Vorfreude der Elba-Fans. Bei einem Literaturfestival in Wales soll er gesagt haben: «Ich garantiere Ihnen, egal mit wem Sie gerechnet haben, es wird jemand anderes werden.»

    Die Zeit bis zu einer Entscheidung hat Idris Elba mit einer Menge Arbeit gefüllt. Momentan dreht er mit «Guerilla» eins seiner ambitioniertesten Werke. Die Mini-Serie für Showtime führt zurück in die 70er Jahre und zur Geschichte der Black-Power-Bewegung in England. Elba ist auch als ausführender Produzent mit an Bord.

    Eine wichtige Serie, denn britische Historiker mahnten schon vor einigen Jahren an, dass die Geschichte der britischen Bürgerrechtsbewegung in Vergessenheit zu geraten drohe. Im Mittelpunkt von «Guerilla» soll aber eine Liebesgeschichte stehen.

    Weltweit berühmt - und begehrt - wurde Idris Elba durch die vielfach ausgezeichnete britische Krimiserie «Luther», in der er einen zwischen Selbstzweifeln und Gerechtigkeitsfanatismus balancierenden Cop spielt, der Charme besitzt und gleichzeitig eine faszinierende Gefährlichkeit ausstrahlt. Er jagt das Böse, das auch in ihm ein bisschen steckt. Ein Mann mit Ecken und Kanten.

    Der Durchbruch gelang ihm aber schon früher. Als Drogendealer Stringer Bell schrieb er mit der Serie «The Wire» (2002-2004) Fernsehgeschichte. «'The Wire' war das Sprungbrett für meine Karriere», sagte Idris Elba im Interview mit der Zeitung «Die Welt». «Die lief ganz gut, aber die Rolle des Stringer Bell hat mein Selbstbewusstsein enorm gestärkt und hat mich dazu ermutigt, anspruchsvollere Rollen anzunehmen.»

    Im Laufe seiner Karriere hat er mit so hochkarätigen Regisseuren wie Danny Boyle, Kenneth Branagh oder Guillermo del Toro zusammengearbeitet. Ein Höhepunkt: Idris Elba als Nelson Mandela. In «Mandela - Der lange Weg zur Freiheit» (2014) von Justin Chadwick («Die Schwester der Königin») verkörperte Elba den südafrikanischen Nationalhelden. Ihm ist es zu verdanken, dass der Protagonist die nötige Statur und Charisma hat. Er spielt kraftvoll, gewitzt und ideenreich - Mandela steht als Quelle der Freiheit da, der zum Symbol des Kampfes gegen die Unterdrückung der Schwarzen wird.

    Aufsehen erregte Idris Elba auch als brutaler Rebellenführer in dem preisgekrönte Kindersoldatenfilm «Beasts of No Nation» (2015), der vor allem beim Streamingdienst Netflix zu sehen war. Viele hatten ihm Oscar-Chancen eingeräumt, aber der Schauspieler war nicht einmal nominiert worden.

    In Hollywood hat Idris Elba inzwischen fest Fuß fassen können, auch wenn es noch nicht die ganz großen Rollen sind, für die man ihn besetzt. Aber Filme wie «Thor - The Dark Kingdom» (2013), «Avengers 2: Age of Ultron» (2015) oder «Star Trek: Beyond» (2016) haben seinen Marktwert deutlich gesteigert.

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  • 05. September 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 5. September 2016: Michael Keaton

    Michael Keaton ist bodenständig. Star-Allüren sagt ihm keiner in Hollywood nach. Oft blickt er nachdenklich in die Kamera und zieht dabei grüblerisch eine Augenbraue hoch.
    Michael Keaton setzt zu neuen Höhenflügen an. Foto: Ettore Ferrari © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Michael Keaton setzt zu neuen Höhenflügen an. Foto: Ettore Ferrari
     
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    Doch als er Ende Juli auf Hollywoods «Walk of Fame» mit einer Sternenplakette geehrt wurde, ging Keaton strahlend auf dem Stern zu Boden. Er habe nie davon geträumt, einmal berühmt zu sein, sagte der Schauspieler im Blitzlichtgewitter vor jubelnden Fans. Aber er habe seine Sache immer gut machen wollen. «Ich denke, manchmal bin ich verdammt gut», witzelte er.

    Damit hat er Recht. Keaton, der heute seinen 65. Geburtstag feiert, wird mit dem Alter immer besser. Als untypischer Actionheld im Fledermauskostüm wurde er unter der Regie von Tim Burton als «Batman» (1989) bekannt. Nach einer wechselhaften Karriere hob er dann im vorigen Jahr als abgewrackter Superheld Riggan Thomson alias «Birdman» richtig ab.

    Völlig uneitel spielte er für den Mexikaner Alejandro González Iñárritu in der bitterbösen Komödie «Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)» den abgehalfterten Hollywoodstar, der seinem verblichenen Ruhm nachjagt. Unvergesslich die Szene, als er lediglich mit einer übergroßen weißen Unterhose bekleidet über den New Yorker Time Square läuft.

    Es gab neun Oscar-Nominierungen, darunter die allererste für Keaton. Doch in der Oscar-Nacht 2015 wurde er von Eddie Redmayne («Die Entdeckung der Unendlichkeit») geschlagen. Seinen Höhenflug in Hollywood setzte Keaton in diesem Jahr mit dem Oscar-Gewinner «Spotlight» fort. In dem spannenden Drama führt Keaton ein Reporter-Team der Zeitung «The Boston Globe» an, das einen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche aufdeckt.

    Als jüngstes von sieben Kindern einer irisch-schottischen Familie wurde Michael John Douglas am 5. September 1951 im US-Staat Pennsylvania geboren. Er versuchte sich zunächst als Stand-Up- Komödiant und Kameramann, bevor er kleine Rollen beim Fernsehen bekam. Beim Umzug nach Hollywood gab's ein Problem. Als Michael Douglas konnte er sich beim Schauspielerverband nicht einschreiben, den gab es schon. Er wählte den Nachnamen Keaton als Hommage an seine Kollegin Diane Keaton.

    Seine erste Filmrolle unter der Regie des späteren Oscar-Preisträgers Ron Howard hatte er in «Night Shift - Das Leichenhaus flippt völlig aus» (1982) als verrückter Leichenhaus-Angestellter. Kritikerlob gab es 1988 für Keatons Geisterauftritt in Tim Burtons Gespensterkomödie «Beetlejuice». Er probierte fast jedes Genre aus, vom Shakespeare-Darsteller in Kenneth Branaghs «Viel Lärm um nichts» bis zum FBI-Agenten in Quentin Tarantinos Action-Drama «Jackie Brown».

    Vielleicht holt er mit 65 Jahren endlich den ersten Oscar. Seine Rolle in «The Founder» (US-Kinostart im Dezember) als der skrupellose Geschäftsmann Ray Kroc, der in den 1950er Jahren die McDonalds-Kette gründete, sorgt jetzt schon für Oscar-Gerüchte. In dem Filmtrailer schwingt sich Keaton vom belächelten Milkshake-Maschinen-Vertreter zum knallharten «Hamburger King» hoch. «Verträge sind wie Herzen, sie sind da, um gebrochen zu werden», wirft er einem betrogenen Geschäftspartner eiskalt an den Kopf. 

    Keaton muss ein guter Schauspier sein, denn im wirklichen Leben ist er mehr der nette Mensch von nebenan. In seiner Dankesrede bei der «Walk of Fame»-Zeremonie erzählte er von seinem mühsamen Anfang in Los Angeles. Er habe weit außerhalb gewohnt, konnte sich kein Auto leisten und war oft stundenlang mit Bussen zu Vorsprech-Terminen unterwegs. Und zum Schluss dankte er seiner langjährigen Assistentin und seiner Haushälterin, die nun schon seit 34 Jahren für ihn arbeite.

    Lob gab es auch für Keaton, von seinem Sohn Sean Douglas. Der 33 Jahre alte Songschreiber stammt aus Keatons einziger Ehe mit der TV-Schauspielerin Caroline McWilliams, die 1990 geschieden wurde. «Du inspirierst mich dazu, mutig zu sein», sagte der Sohn. Keaton habe oft den Anti-Helden und ungewöhnliche Rollen gespielt. Nach einer über 30-jährigen Karriere mache er jetzt seine beste Arbeit.

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  • 04. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 4. September 2016: Beyoncé

    Die USA haben vor sieben Tagen die neue Königin gekürt: Beyoncé. «Queen Bee» war bei den MTV Video Music Awards mit elf Nominierungen ins Rennen gegangen und sahnte nicht weniger als acht Preise ab, darunter gewann sie auch in der Hauptkategorie «Video des Jahres». 
    Beyoncé vergangenen Sonntag auf dem roten Teppich bei den MTV Video Music Awards in New York. Da war sie noch 34. Foto: Jason Szenes © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Beyoncé vergangenen Sonntag auf dem roten Teppich bei den MTV Video Music Awards in New York. Da war sie noch 34. Foto: Jason Szenes
     
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    Mit einem fulminanten Medley ihres Hit-Albums «Lemonade» stahl Beyoncé, die heute 35 wird, allen die Show. Fast 20 Minuten lang fegte sie über die Bühne, mal in weißen Federn, mal in schwarzem Lack. Das Publikum tobte.

    Es war auch ein politischer Auftritt, denn Beyoncé brachte neben ihrem Töchterchen Blue Ivy (4) die Mütter von Männern wie Eric Garner und Trayvon Martin, prominente Opfer von Polizeigewalt, zu der Gala mit.

    In ihrem Song «Formation» thematisiert sie Rassismus und Polizeiwillkür gegen Schwarze. Zuletzt hatte die Sängerin, die sich seit Jahren gegen die Unterdrückung von Afroamerikanern engagiert, gemeinsam mit anderen Prominenten in einem Video die Polizeigewalt kritisiert und einen radikalen Wandel in der politischen Kultur der USA gefordert.

    Geboren am 4. September 1981 in Houston, Texas, ist ihr die Karriere nicht in den Schoß gefallen: Während die meisten ihrer Altersgenossinnen sich seinerzeit allein um Schule und Freizeitspaß kümmerten, hat Beyoncé sich nicht gescheut, hart zu arbeiten, um Schritt für Schritt im Popbusiness voranzukommen.

    Doch sie habe diese Entscheidung niemals bereut, wie sie dem Frauenmagazin «InStyle» einmal erzählt hat. «Ich habe mich voll auf den Job konzentriert. Wenn du jung bist - 18 oder 19 -, hast du die Energie und den Antrieb. Das ist die Zeit, wenn man so hart es überhaupt geht arbeiten sollte.»

    Ihre musikalische Laufbahn begann im frühen Kindesalter, als sie im heimischen Kirchenchor mitsang. Mit sieben Jahren stand sie bereits auf der Bühne. Ihr stolzer Vater, Mathew Knowles, ließ bald darauf als ihr Manager sowie der ihrer Cousine Kelly Rowland und der Freundin Latavia Roberson den Traum einer Girl Group wahr werden. Als das vierblättrige Kleeblatt mit Letoya Luckett vollzählig war, sollte das Schicksal als Gruppe Destiny's Child seinen Lauf nehmen. Wie gut es Fortuna mit ihnen meinte, ließ sich bereits nach ihrem selbstbenannten Debütalbum «Destiny's Child» (1998) erahnen.

    2005 trennten sich schließlich die Wege von Michelle Williams, Kelly Rowland und Beyoncé Knowles, die bereits im Sommer 2003 ihre erste Solo-Platte «Dangerously In Love» vorgestellt hatte - eine Mischung aus Reggae, Hip-Hop, orientalischer Musik und Jazz. Dannach sollte der Erfolg für die R&B-Queen nicht mehr abreißen. Für «Dangerously In Love» wurde sie mit fünf Grammys ausgezeichnet.

    Seit acht Jahren ist Beyoncé mit dem amerikanischen Rapper und Musikproduzenten Jay Z (46) verheiratet. Immer wieder berichtet die Boulevardpresse, dass es um die Ehe der beiden nicht zum Besten stehen soll. Ob das mehr als Gerüchte sind, bleibt abzuwarten.

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  • 03. September 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 3. September 2016: Garrett Hedlund

    Garrett Hedlund wäre auch gerne Schriftsteller geworden, die Leidenschaft für das Schreiben hat er sich aber trotz seiner Hollywood-Karriere bewahrt.
    Garrett Hedlund wird 32 Jahre alt. Foto: Will Oliver © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Garrett Hedlund wird 32 Jahre alt. Foto: Will Oliver
     
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    Unablässig hält Hedlund die großen und kleinen Ereignisse in seinem Leben fest - in Storys, Gedichten, Zeitungsbeiträgen und Tagebüchern. Da können gerne mal 70 oder 80 Seiten am Tag zusammenkommen.

    Er kritzelt aber nicht nur jeden Fetzen Papier voll, Garrett Hedlund ist auch ein leidenschaftlicher Fotograf, der in seiner Jugend Punk-Bands fotografierte und nach eigenen Angaben allein beim Dreh des Films «On The Road» 1 200 Fotos gemacht hat.

    Hedlund, der heute 32 Jahre alt wird, ist ein Hollywood-Star der etwas anderen Art. Facebook und Twitter interessiert den um seine Privatsphäre bedachten Schauspieler nicht und statt auf rauschende Partys zu gehen verbringt der bodenständige Charakterdarsteller seine Zeit lieber mit Freunden und der Familie.

    Am Anfang ging alles ziemlich schnell: Gerade einmal einen Monat war der Farmerjunge aus Minnesota in Hollywood, da hatte schon seine erste Rolle an Land gezogen. 18 Jahre war er alt.

    An der Seite von Brad Pitt, Orlando Bloom, Peter O'Toole und Diane Kruger sollte er als Patroklus sein Filmdebüt in Wolfgang Petersens Sandalenfilm «Troja» (2004) geben. Der Historienstreifen ist zwar ordentlich misslungen, Garrett Hedlund aber wusste den Teenagern zu gefallen und erhielt gleich eine Nominierung bei den Teen Choice Awards.

    Danach konnte es nur noch bergauf gehen - und die Riege seiner Schauspielkollegen sollte weiterhin prominent bleiben. Eine gute Schule. An der Seite von Mark Wahlberg war er einer der «Vier Brüder» (2005). Berühmt ist die Duschszene, für die die beiden Schauspieler zwei Tage lang jeweils zwölf Stunden im Badezimmer gedreht haben sollen.

    Nach dem Action-Drama folgte der Fantasyfilm «Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter» (2006) mit Jeremy Irons. In dem Drama «Georgias Gesetz» (2007) traf Hedlund auf Jane Fonda und in dem Thriller «Death Sentence - Todesurteil» (2007) war Kevin Bacon an seiner Seite.

    Keine Frage, Garrett Hedlund war von Anfang gefragt, aber mehr als solide Filme waren es nicht, die er da produzierte. Auch der Science-Fiction-Blockbuster «Tron: Legacy» (2010) mit Jeff Bridges hielt nicht, was er versprach. Im Rückblick entpuppten sich all diese Filme als ein Warm-up, denn Garrett Hedlunds große Zeit sollte erst noch kommen.

    Mit drei Filmen, die in der Welt der Musik und der Bohème spielen, sollte der Newcomer schließlich zu einem der vielversprechendsten Schauspieler seiner Generation werden. Hedlund, der mit Countrymusik groß geworden ist, spielt in «Country Song» (2010) einen jungen Singer-Songwriter, der den psychisch labilen Country-Superstar Kelly Canter (Gwyneth Paltrow) unterstützt. Fusselbart, Cowboyhut, Gitarre und tiefe Stimme - den Country-Sänger verkörperte Hedlund perfekt, für den Musik inzwischen zu einer großen Leidenschaft geworden ist.

    Auch wenn «Country Song» nicht frei von Klischees ist, so ist die Nashville-Schmonzette doch ein schönes Herz-Schmerz-Drama geworden. Wesentlich wilder geht es in Walter Salles «On The Road - Unterwegs» (2012) zu, einer Verfilmung des gleichnamigen Kultromans von Jack Kerouac, in dem Hedlund mit Kristen Stewart und Sam Riley durch eine Welt von Sex, Drogen und Abenteuer rauscht.

    Die Bohème-Trilogie fand ihren Höhepunkt mit «Inside Llewyn Davis» (2013) von den begnadeten und skurrilen Coen-Brüdern, die wie Hedlund aus Minnesota stammen. Ihre stimmungsvoll-melancholische Hommage an die Folkmusikszene vor Bob Dylan spielt in den 1960 Jahren in New York. Wiederum ein Musikfilm, auch wenn Hedlund diesmal selbst nicht zur Gitarre griff.

    Mit seinen großen Hollywood-Filmen hat Garrett Hedlund bisher nicht viel Glück gehabt. «Troja» und «Tron» konnten die Erwartungen nicht erfüllen und auch das opulente Filmabenteuer «Pan» (2015) mit Hugh Jackman floppte. Abgedreht ist inzwischen die Kriegssatire «Billy Lynn's Long Halftime Walk» von Ang Lee, die mit Vin Diesel, Kristen Stewart, Steve Martin und Chris Tucker prominent besetzt ist. Der Film soll im Januar 2017 in die deutschen Kinos kommen.

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  • 02. September 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 2. September 2016: Salma Hayek

    Salma Hayek ist eine berühmte Schauspielerin und die Ehefrau eines Milliardärs, aber die Mexikanerin hat nicht vergessen, wo sie herkommt: Als Anfang August der Tropensturm «Earl» über ihre Heimatregion Veracruz hinwegfegte, wandte sie sich mit einer eindringlichen Botschaft an ihre Landsleute.
    Salma Hayek wird 50. Foto: Sebastien Nogier © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Salma Hayek wird 50. Foto: Sebastien Nogier
     
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    «Ich flehe die Behörden an, die Opfer der Erdrutsche und Regenfälle nicht alleine zu lassen und in ihren Herzen das Mitgefühl zu entdecken», sagte sie in einem auf Instagram veröffentlichten Video. «Ich bin in meinen Gebeten und Gedanken bei den Familien der Toten.»

    Hayek kam am 2. September 1966 in der Hafenstadt Coatzacalcos als Tochter eines libanesisch-stämmigen Öl-Managers und einer Opernsängerin zur Welt. Als Hauptdarstellerin der Telenovela «Teresa» wurde die ehemalige Nonnenschülerin in Mexiko zum Star. Mit wenig Englischkenntnissen ging sie 1991 nach Los Angeles.

    Zunächst wurden ihr nur Nebenrollen als Zimmermädchen oder Prostituierte angeboten. Die nur 1,57 Meter große Aktrice ließ sich allerdings nicht unterkriegen und kämpfte weiter für ihren Traum. «Ich warte noch immer auf einen Mann, der dickere Eier hat als ich», sagte sie einmal. Ihr Ziel: der Oscar.

    Der Durchbruch gelang ihr schließlich mit «Desperado» (1995). In «From Dusk Till Dawn» (1996) legte sie als sexy Vampir eine der denkwürdigsten Tanzeinlagen der Filmgeschichte hin. Später dreht sie die romantische Komödie «Fools Rush In» (1997), die Steampunk-Klamotte «Wild Wild West» (1999) und das Drogen-Epos «Traffic» (2000).

    Das Biopic «Frida» (2002) über die mexikanische Malerin Frida Kahlo war der größte Erfolg in Hayeks Karriere. Sie trieb das Projekt jahrelang voran und produzierte den Film schließlich mit. «Frida hatte den Mut, einzigartig zu sein», sagte Hayek über ihre Lieblingsrolle. «Sie war total unkonventionell. Sie war bisexuell, sie war merkwürdig. Ihr war das egal.»

    Hayek ist eine der erfolgreichsten Latinas im Film-Geschäft. Auf ihre Herkunft will sie allerdings nicht reduziert werden. «Ich bin stolz auf meine Wurzeln, weil sie prägen, wer ich bin. Vor allem aber bin ich Frau und Mensch», sagte sie in einem Interview der Zeitschrift «Vanidades».

    «Ich bin froh, die Möglichkeit zu haben, in meiner Arbeit so viele verschiedene Frauen darstellen zu können. Ich würde auch gerne mal einen Mann spielen, wenn das mal jemand ins Drehbuch schreiben würde.»

    Zuletzt spielte sie in «Savages» (2012) die knallharte Chefin eines Drogenkartells und in der romantischen Komödie «Some Kind of Beautiful» (2014) eine temperamentvolle Literatur-Agentin, die Pierce Brosnan den Kopf verdreht.

    Außerdem produzierte sie den Animationsfilm «The Prophet» (2014). Ihr Großvater hatte die Buchvorlage einst auf seinem Nachttisch liegen. Mit 18 Jahren entdeckte Hayek die Erzählung des libanesischen Autors Kahlil Gibran wieder. «Als ich das Buch gelesen habe, war es, als ob mein Großvater zurückkehrt und mir etwas über das Leben beibringt.»

    Seit 2009 ist Hayek mit dem französischen Milliardär François-Henri Pinault verheiratet. Das Paar hat eine Tochter und lebt in den USA, Großbritannien und Frankreich. Hayek setzt sich gegen Gewalt gegen Frauen ein und unterstützt Frauenhäuser in Mexiko. «Ich bin Feministin, weil ich stolz darauf bin, eine Frau zu sein, und weil ich die Welt zu einem besseren Ort für Frauen machen will», sagte sie dem «Guardian» einmal.

    Heute wird Salma Hayek 50 Jahre alt. Angst vor dem Alter hat sie nicht - sie fühlt sich wohl in ihrer Haut: «Es ist ein großartiges Alter, in dem wir sehr produktiv und glücklich sein können und durch nichts zu stoppen sind. Ich mag mein Leben.»

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Promi-Geburtstag vom 26. September 2016: Thore Schölermann
Heißer Herbst für Thore Schölermann: Er moderiert für die Senderfamilie ProSiebenSat.1 nicht nur die Musikcastingshow «The Voice of Germany», sondern auch die vor kurzem angelaufene dreiteilige ProSieben-Dating-Reihe «Match Factor», die bisher allerdings etwas hinter den Quoten-Erwartungen zurückblieb.
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 Sorry, aber diese Sendung kann nichts! Allein schon die Jury und die Kandidaten. Einfach öde - und nicht mal live...
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Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
  • Wird ab sofort auf der HSV-Trainerbank sitzen: Markus Gisdol. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Der Schwabe stand schon auf der Wunschliste von Beiersdorffer und Kühne, als Bruno Labbadia nocht das Zepter schwang. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Trainer-Schleuder HSV: Der Nächste, bitte!

Die Entlassung von Coach Bruno Labbadia (50) am Sonntagvormittag war die – Interimstrainer nicht mitgerechnet – 17. Trainer-Demission beim ...  mehr
 
 
 
Tödlicher Unfall: Dutzende Gaffer machen Fotos
 

Tödlicher Unfall: Dutzende Gaffer machen Fotos

Tödliche Verletzungen hat ein 42-jähriger Autofahrer bei einem Unfall erlitten, der sich am Samstagabend im Landkreis Regensburg ereignete. Mit dem ...  mehr
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
  • Canons Systemkamera EOS M5 hat einen 24-Megapixel-Chip mit zwei Fotozellen pro Pixel. Sie schießt bei mitlaufendem Autofokus bis zu sieben Bilder pro Sekunde. Foto: Canon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Die KeyMission 170 für 400 Euro von Nikon bleibt dicht bis in zehn Meter Wassertiefe. Foto: Nikon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Die Lumix DMC-FZ2000 von Panasonic besitzt einen 20-fachen Zoom. Foto: Panasonic © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Wenn sich Kompaktkameras heute behaupten wollen, brauchen sie größere Sensoren und eine 4K-Videofunktion - Panasonics neue Lumix LX15 besitzt beides. Foto: Panasonic © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Auch Panasonics Systemkamera DMX-G81 kann sogenannte 4K-Videos filmen. Mit ihren Wechselobjektiven bietet sie Fotografen noch mehr Spielraum. Foto: Panasonic © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Nikons Keymission 170 kostet 400 Euro, unterstützt 4K-Aufnahmen und ermöglicht Filme und Fotos in 170-Grad-Weitwinkel. Foto: Nikon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Nikons KeyMission 80 für 300 Euro besitzt eine Selfiekamera an der Rückseite. Foto: Nikon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Passt in einen Rucksack: die Drohne mit der Bezeichnung Karma von GoPro. Foto: GoPro © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Die Actioncam Hero5 Black mit passendem Gehäuse: Sie bietet 4K-Auflösung und ermöglicht eine Sprachsteuerung. Foto: GoPro © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Fast so vielseitig wie das große Schwestermodell: Die Hero5 Session von GoPro ist kompakt und würfelförmig - verzichtet aber auf einen Bildschirm. Foto: GoPro © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Die Sony FDR-X3000R - hier in voller Schutzmontur - sieht fast so aus wie ein Mini-Camcorder. Foto: Sony © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Auch ohne Schutzhülle ist Sonys neue FDR-X3000R bis zu einem gewissen Grad vor Frost und Spritzwasser geschützt. Foto: Sony © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Neue Trends auf der Photokina

Die Kamera hat es schwer. Nicht, weil niemand mehr Fotos machen möchte. Sondern eher, weil fast jeder immer eine Kamera mit sich trägt: in seinem ...  mehr