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  • 08. Februar 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 8. Februar 2016: Sonja Ziemann

    Lebensfroh, mädchenhaft und unkompliziert - in diesen Rollen traf Schauspielerin Sonja Ziemann zu Beginn der 1950er Jahre genau den Zuschauergeschmack.
    Sonja Ziemann feiert ihren 90. Geburtstag. Foto: Ursula Düren © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Sonja Ziemann feiert ihren 90. Geburtstag. Foto: Ursula Düren
     
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    In Heimatfilmen wie «Schwarzwaldmädel» und «Grün ist die Heide» eroberte sie die Herzen des Publikums. Jedoch überschatteten private Schicksalsschläge die Karriere Ziemanns. Heute wird der einstige Kinostar 90 Jahre alt.

    Den Geburtstag verbringt sie mit Freunden und Verwandten, wie ein langjähriger Freund Ziemanns der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Es geht ihr gut.» Aus der Öffentlichkeit hat sich Sonja Ziemann in den vergangenen Jahren weitgehend zurückgezogen. Nachdem sie viele Jahre in Bad Wiessee am Tegernsee lebte, wohnt sie inzwischen in München.

    Ihren Durchbruch hatte die in Eichwalde bei Berlin geborene Tochter eines Steuerberaters im Jahr 1950 mit der Operettenverfilmung «Schwarzwaldmädel». Nach ersten Engagements im zarten Alter von 15 Jahren als Tänzerin im Berliner «Plaza» trat sie schon bald als Soubrette in Operetten auf. Von 1942 an bekam sie erste Rollen in Ufa-Filmen. 1950 wurde sie als beliebteste Schauspielerin mit einem Bambi ausgezeichnet. Ihre Rolle als «Schwarzwaldmädel» – an der Seite von Rudolf Prack - machte Ziemann im ganzen Land bekannt.

    1951 heiratete sie den Strumpf-Fabrikanten Rudolf Hambach. Am 7. Februar 1953 kam ihr Sohn Pierre zur Welt. «Das war der schönste Tag in meinem Leben», erzählte sie einmal in einem Interview. «Er war das größte und schwerste Kind in der Klinik und ich die schmalste Mutter.» Die Ehe mit Hambach zerbrach.

    Beruflich löste sie sich 1958 von ihrem mädchenhaften Image und wagte sich mit dem polnischen Film «Der achte Wochentag» ins Charakterfach. Bei den Dreharbeiten lernte sie ihren zweiten Mann kennen, den polnischen Autor Marek Hlasko. Er kam mit ihr nach Deutschland, drei Jahre später heirateten sie.

    Nach «Der achte Wochentag» spielte Ziemann in anspruchsvolleren Filmen wie «Hunde, wollt ihr ewig leben» (1959), «Menschen im Hotel» (1959) oder «Frühstück mit dem Tod» (1964). In ausländischen Produktionen wie «Geheime Wege» (1960), «Der Tod fährt mit» (1962) und «Die Brücke von Remagen» (1969) war sie ebenfalls zu sehen.

    Seit Mitte der 60er Jahre konzentrierte sich Ziemann zunehmend auf Theater und Fernsehen. Großen Erfolg auf der Bühne hatte sie als Eliza in dem Musical «My Fair Lady» in München (1962) oder in Tennessee Williams' Drama «Endstation Sehnsucht», für das sie 1973 zusammen mit Götz George auf Europatournee ging. Für ihr Schaffen wurde Ziemann 1984 mit dem «Filmband in Gold» geehrt, 1990 erhielt sie einen zweiten Bambi.

    Privat musste die Schauspielerin einige schwere Schicksalsschläge verkraften: Ihre Ehe mit Hlasko scheiterte ebenfalls. Kurz nach der Scheidung im Jahr 1969 starb Hlasko an einer Überdosis Schlafmittel. Ziemanns Sohn starb 1970, kurz vor seinem 17. Geburtstag, an einem Rückenmarkstumor. Nur mit Unterstützung von Familie und Freunden schöpfte Ziemann die Kraft, mit der Schauspielerei weiterzumachen. Der Schmerz über den Tod des einzigen Kindes ist geblieben. «Die Seele lässt sich nicht reparieren», sagte sie einmal. Ihrem Sohn widmete Ziemann ihre 1998 erschienene Autobiografie «Ein Morgen gibt es immer».

    1989 heiratete die Schauspielerin ihren langjährigen Freund und Kollegen Charles Regnier, mit dem sie in Zürich und später am Tegernsee lebte. Regnier starb im September 2001 nach einem Schlaganfall. Zunächst blieb Ziemann am Tegernsee wohnen, wo sie gerne Spaziergänge unternahm und Besuch von der Familie und Freunden bekam. Inzwischen ist sie nach München gezogen. Rummel um ihren runden Geburtstag möchte sie vermeiden.

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  • 07. Februar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 7. Februar 2016: Chris Rock

    Aufruhr in Hollywood: Wegen der Nicht-Nominierung schwarzer Darsteller bei der diesjährigen Oscar-Verleihung haben zahlreiche Stars protestiert (#OscarsSoWhite) und ihren Boykott der Gala angekündigt (Michael Moore, Jada Pinkett Smith, Will Smith, Spike Lee).
    Chris Rock moderiert die Oscars. Foto: Ian Langsdon © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Chris Rock moderiert die Oscars. Foto: Ian Langsdon
     
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    Und was macht Chris Rock, der heute 51 Jahre alt wird? Der afroamerikanische Komiker ist der Moderator der Oscar-Verleihung, die am 28. Februar über die Bühne geht. Wirft er vielleicht hin? Dazu gibt es schon Aufrufe, unter anderem von US-Rapper und Schauspieler 50 Cent (40, «Southpaw»). «Chris, bitte mach die Oscar-Preise nicht. Du bist wichtig, Mann, tue es nicht», schrieb der Afroamerikaner auf Instagram. Andere sehen es als große Chance, dass Rock bei der Zeremonie richtig Druck macht.

    Und genau das hat er wohl vor. Wie «Entertainment Tonight» berichtet, soll er seine vorbereitete Moderation momentan neu schreiben. Und das könnte recht bissig werden. Bei seiner ersten Oscar-Show im Jahr 2005 machte Rock sich über Hollywoodstars wie Jude Law und Nicole Kidman und über das Filmgeschäft lustig. Er heizte zudem mit einer scharfen Anti-Bush-Tirade ein. 

    Und man muss sich nur seine Komödie «Top Five» ansehen, in der Rock mit der Darstellung des Lebens als schwarzer Entertainer einen zynischen Blick hinter die Fassaden des Showbiz wirft. Von ihm stammt auch der Satz: «Yeah, Ich liebe es, berühmt zu sein. Es ist fast so, als wäre man weiß, verstehst du?».

    Rock lässt sich ungern den Mund verbieten. Der in Brooklyn unter einem strengen Vater aufgewachsene Schulabbrecher zog mit seinem frechen Mundwerk schon früh über Bühnen und durch Clubs. Nach Auftritten in der Satire-Sendung «Saturday Night Live» wurde er von seinem Idol Eddie Murphy entdeckt, der ihm 1987 in «Beverly Hills Cop 2» den ersten Filmauftritt verschaffte.

    Besonders in Erinnerung blieb Rock an der Seite von Mel Gibson und Danny Glover als überdrehter Cop in «Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf» (1998). Nach «Nurse Betty» und der Actionkomödie «Bad Company» gab Rock mit der Politsatire «Head of State» 2003 sein Regiedebüt.

    Und sonst? Chris Rock moderierte die MTV-Awards, gewann Emmys und Grammys, schrieb ein Bestseller-Buch und hat auch schon einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

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  • 06. Februar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 6. Februar 2016: Bianca «Bibi» Heinicke

    Wenn Bianca Heinicke sich morgens im Bad fertig macht, sich frisiert oder wenn sie mit ihrem Freund in den Urlaub fährt, läuft immer eine Kamera mit. Aus diesen Alltagssituationen entstehen Videos und sie sind ein echter Renner bei YouTube.
    Bibi und Julian bei der Echo-Verleihung. Foto: Jörg Carstensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Bibi und Julian bei der Echo-Verleihung. Foto: Jörg Carstensen
     
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    Die junge Kölnerin, die heute 23 Jahre alt wird, hat bei der Videoplattform seit etwas mehr als drei Jahren ihren eigenen Kanal - «BibisBeautyPalace» - und der wächst und wächst. Fast 600 Millionen Mal haben Internetnutzer ihren Kanal mit Tipps zu Mode, Lifestyle und Beauty aufgerufen. Ihre Abonnentzahl liegt momentan bei knapp 2,8 Millionen.

    Ihr Erfolg hat sicherlich auch mit ihrer lockeren Art zu tun: «Ich versuche mich eben nicht zu verstellen in meinen Videos. Ich bin immer ich. Ich lache auch mal über mich selbst und ich glaube, dass meine Art vielleicht auch ganz gut bei den Zuschauern ankommt», sagte sie vor einiger Zeit der Deutschen Presse-Agentur.

    «Ich mag einfach ihre natürliche Art», sagt ein Bibi-Fan letztes Jahr bei einem Event im Bremen, bei denen Dutzende YouTube-Künstler auf ihre jungen Anhänger trafen. Autogrammkarten brauchten sie aber nicht - als Erinnerung wurde ein Selfie mitgenommen. Keine Frage, YouTuber sind die Popstars von heute.

    Und die kommen auch aus ihrem Zimmer raus: Inzwischen hat man Bibi schon bei der Fashion Week in Berlin und der der Echo-Verleihung gesehen, sie moderierte mal bei den «Popstars», hat eine eigene Beauty-Marke und bewies ihre Kinoqualitäten in Freshtorges Komödie «Kartoffelsalat - nicht fragen!», die mit YouTube-Stars nur so gespickt ist: «Es ist wirklich toll, dass ich die Möglichkeit bekomme, mich in so vielen Bereichen auszuprobieren», sagte sie mal der Jugendzeitschrift «Bravo».

    Angefangen hat alles mal mit einem Frisuren-Tutorial, längst gibt die modebewusste Blondine in ihren Videoes auch Ratschläge für Beziehungen oder verziert Donots. An neuen Ideen fehlt es ihr jedenfalls nicht: «Eigenlich ist es schon so, dass man immer irgendeine Idee hat. Klar, muss man mal länger darüber nachdenken, mal kommt einem die Idee schneller, aber eigentlich hat man immer irgendwas, worüber man reden möchte oder was man zeigen möchte.»

    Seit vielen Jahren ist Bibi mit Julian Claßen, der inzwischen ebenfalls ein YouTube-Star ist, zusammen. Die beiden kennen sich bereits seit der fünften Klasse, gefunkt aber hat es erst später. Der erste Kuss war auf einer Parkbank: «Das war der Moment, in dem wir wussten, dass wir fest zusammen sind», verriet sie der «Bravo». Seit fast sieben Jahren sind die beiden ein Paar.

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  • 05. Februar 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 5. Februar 2016: Charlotte Rampling

    Mit einer Portion Glück könnte Charlotte Rampling in den nächsten Wochen ihren größten schauspielerischen Erfolg feiern. Für ihre Rolle in «45 Years» hat Hollywood sie als beste Schauspielerin für den Oscar nominiert.
    Charlotte Rampling hat Chancen auf einen Oscar. Foto: Tim Brakemeier © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Charlotte Rampling hat Chancen auf einen Oscar. Foto: Tim Brakemeier
     
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    Die Rolle der Ehefrau, die nach Jahrzehnten an der Liebe ihres Gatten und an der Ehe zweifelt, scheint ihr wie auf den Leib geschrieben. Heute wird die Britin Charlotte Rampling 70 Jahre alt - zu den großen Leinwandstars zählt sie allemal.

    Bei der Berlinale 2015 gab es Jubel für Rampling in dem Ehedrama von Regisseur Andrew Haigh - sie erhielt den Silbernen Bären als beste Schauspielerin. Ein bedrückender Streifen: Kurz vor dem 45. Hochzeitstag wird die Leiche der Jugendfreundin des Ehemannes (Tom Courtenay) in einem Alpengletscher entdeckt. Die Ehefrau fragt sich: Hätte er mich geheiratet, wenn die «Andere» nicht ums Leben gekommen wäre? Das sind bange Fragen, das Gift der Eifersucht droht ein Eheleben zu zerstören.

    Mit seelischen Krisen kennt das Ex-Model Rampling sich aus. Es ist kein Geheimnis, dass sie zeitweise unter Depressionen litt: Ihre ältere Schwester hatte sich 1966 das Leben genommen - der Tod wurde der kranken Mutter verheimlicht, der Tochter so die Chance zur echten Trauer verwehrt. «Die Vergangenheit macht mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Ich fühle mich heute aber auch gut, weil ich daran gearbeitet habe, bestimmte Dinge zu überwinden», sagte sie vor Monaten in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Es gibt nicht viele Schauspieler, die so offen über eigene seelische Untiefen sprechen.

    Zunächst hatte Rampling als Model gearbeitet, in den 60er Jahren wechselte sie zur Schauspielerei. Einen ersten großen Erfolg feierte sie 1969 in Luchino Viscontis «Die Verdammten», ein dunkles Familien- und Politdrama über die Verstrickungen einer deutschen Industriellenfamilie mit dem Nationalsozialismus.

    Nächster Coup war «Der Nachtwächter» (Regisseurin: Liliana Cavani), ein Skandalfilm, der eine sadomasochistische Beziehung einer KZ-Überlebenden mit ihrem ehemaligen Peiniger schilderte. Die Sinnlichkeit, mit der Rampling die bizarre Rolle spielt, ist atemberaubend - das Image des undurchschaubaren Vamps sollte sie viele Jahre belasten.

    Eine weitere große Rolle hatte sie in «Stardust Memories» (1980) von Woody Allen. In den 90er Jahren wurde es etwas stiller um sie, es waren Jahre der Depressionen. 2001 kam dann «Unter dem Sand» (François Ozon), kurz darauf «Swimming Pool», ebenfalls von Ozon, in dem sie eine verhärmte britische Krimiautorin spielte - und dafür den Europäischen Filmpreis erhielt.

    Jetzt steht sie mit «45 Years» im Rampenlicht. Ende Februar soll der Oscar in Los Angeles verliehen werden. Zur Überraschung vieler hat sich Rampling kürzlich in die Debatte über die Benachteiligung Schwarzer bei der Oscar-Nominierung eingeschaltet. Vielleicht gäbe es nicht viele Schwarze, die die Ehre verdient hätten, sagte sie einem französischen Radiosender - und irritierte damit auch viele Fans. Sie sprach gar von «Rassismus gegen Weiße». Später ruderte sie zwar zurück, meinte, sie sei missverstanden worden. Doch es bleibt ein Nachgeschmack. Ob das ihre Oscar-Chancen verringert?

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  • 04. Februar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 4. Februar 2016: Natalie Imbruglia

    Vor fast 20 Jahren war wohl mindestens die Hälfte aller Jungs in eine junge Sängerin aus Australien verknallt: Natalie Imbruglia, die heute 41 Jahre alt wird. Im Video zur Hitsingle «Torn» ließ sie ihren Herzschmerz aus den großen Augen kullern.
    Natalie Imbruglia wird 41. Foto: Herbert P. Oczeret © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Natalie Imbruglia wird 41. Foto: Herbert P. Oczeret
     
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    Über Nacht wurde die Schauspielerin, die wie Kylie Minogue, Jason Donovan oder Holly Valance durch die australische Seifenoper «Neighbours» bekannt wurde, ein Popstar. Sie wurde mit zwei Brit Awards ausgezeichnet, erhielt drei Grammy-Nominierungen und verkaufte von ihrem Debütalbum «Left Of The Middle» über sechs Millionen Exemplare.

    Doch trotz drei weiterer Platten und neben einer Handvoll Gerüchte um Liaisons etwa mit Prinz Harry, Lenny Kravitz oder Robbie Williams (alle von ihr mit einem kräftigen «No!» dementiert) konnte sie nie ganz ihr Image als Ein-Hit-Wunder ablegen.

    Nach einer rund sechsjährigen CD-Pause meldete sie sich schließlich im letzten Jahr mit dem Album «Male» zurück, für das sich Imbruglia, die mittlerweile auch Britin ist, beim Who's who ihrer männlichen Kollegen bediente. Sie coverte zwölf Songs von Cat Stevens, Tom Petty und Co. In England kam sie damit immerhin auf Platz 20 der Charts.

    Und was ist mit «Torn»? «Ich habe damals entschieden, mit dem Song befreundet zu bleiben», sagt Imbruglia. Sie singe ihn immer noch gern. Und wenn jemand einmal ihren Superhit covern wollte - wen hätte sie da am liebsten? «Ganz sicher Boy George.» Als sie ihn einmal zufällig traf, habe er einfach angefangen «Torn» zu singen. «Es klang so fantastisch.»

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  • 03. Februar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 3. Februar 2016: Maura Tierney

    Das neue Jahr begann gleich mit dem Karriere-Höhepunkt für Maura Tierney. Für ihre Rolle in der preisgekrönten TV-Serie «The Affair» (ab 2014) wurde die US-Amerikanerin mit einem Golden Globe als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Es war überhaupt ihre erste größere Auszeichnung.
    Maura Tierney mit ihrem Golden Globe. Foto:  Paul Buck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Maura Tierney mit ihrem Golden Globe. Foto:  Paul Buck
     
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    In der Serie «The Affair» geht es um eine außereheliche Affäre zwischen einem Lehrer und einer Kellnerin. Maura Tierney spielt darin die Ehefrau des Ehebrechers. Die beiden Staffeln sind beim VoD-Anbieter «Amazon Prime Instant Video» zu sehen.

    Bekannt wurde Maura Tierney, die heute 51 Jahre alt wird, vor allem durch die schonungslose Krankenhausserie «Emergency Room», in der sie die Ärztin Dr. Abby Lockhart spielte. 1999 checkte sie in der Klinik ein, das Jahr, in dem George Clooney ausstieg. Rund zehn Jahre blieb sie dabei und war in 190 Folgen zu sehen.

    In der Krankenhausserie rettete sie Leben, ihr eigenes hätte Maura Tierney beinahe verloren, als bei ihr 2009 Brustkrebs diagnostiziert wurde. Mit einer Mastektomie und einer Chemotherapie bekam sie die Krankheit aber in den Griff.

    «Ich glaube, ich habe schon immer ganz im Moment gelebt, aber jetzt verbringe ich viel mehr Zeit mit meiner Familie - das hat sich grundlegend verändert», sagte die Schauspielerin damals dem Magazin «People» über den furchtbaren Einschnitt in ihrem Leben, der heute nur noch eine böse Erinnerung ist.

    Nach ihrer Krebserkrankung kehrte Maura Tierney auf den Bildschirm zurück und übernahm eine Rolle in der Anwaltsserie «The Whole Truth» (2010-11).

    Obwohl die Schauspielerin auch in einigen Kinofilmen wie «Der Dummschwätzer» (1997) oder «Insomnia - Schlaflos» (2002) zu sehen war, so ist ihre eigentliche Bühne doch das Fernsehen. Das hat sie nicht zuletzt durch «The Affair» unterstrichen.

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  • 02. Februar 2016 00:01

    Geschichte Promi-Geburtstag vom 2. Februar 2016: Fritz Stern

    Lang, sehr lang denkt Fritz Stern nach, bevor er eine Frage beantwortet. Doch die Sätze des Historikers sind stets präzise und treffsicher.
    Fritz Stern wird 90. Foto: Arno Burgi © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zu seinem 90. Geburtstag am 2. Februar blickt der Geschichtsprofessor zurück. Dass Europa nun neue Kämpfe um die Demokratie austrägt, ist für Stern eine traurige Bilanz seines Lebens.

    Frage: 1938 wurden Sie wegen Ihrer jüdischen Wurzeln aus Deutschland vertrieben, trotzdem haben Sie sich immer wieder für Deutschland stark gemacht. Wie sehen Sie Deutschland heute?

    Antwort: Letztendlich ist die Geschichte der Bundesrepublik doch eine Erfolgsgeschichte. Da gelegentlich ein bisschen mitwirken zu können, war mir eine Freude - nicht nur um Deutschland willen, sondern um Europa und in gewissem Sinne auch um Amerika.

    Frage: So haben Sie etwa die britische Premierministerin Margaret Thatcher 1990 mit überzeugt, dass man vor einem wiedererstarkenden Deutschland keine Angst zu haben braucht. Gilt das heute immer noch?

    Antwort: Wenn alles sich weiter so entwickelt innerhalb einer demokratischen politischen Kultur, würde ich sagen, ist nichts zu fürchten. Mir ist aber bewusst, dass der Rechtsradikalismus auch in Deutschland wächst. Aber die Gegenkräfte sind auch da. Und das ist das Wichtige.

    Frage: Auch in anderen Ländern ist die Rechte auf dem Vormarsch, in Polen, Dänemark, den Niederlanden. Rückt Europa zu sehr nach rechts?

    Antwort: Ich fürchte ja. Ich glaube, wir stehen vor einem Zeitalter der Angst, der weit verbreiteten Angst, der von rechts aus gesehen politisch ausgenutzten Angst. Und man merkt ja schon am Beispiel von Polen, wie zerbrechlich die Freiheit ist. Es ist ein Schock, mit welcher Schnelligkeit in Polen ein autoritäres System errichtet wird.

    Frage: Wie bewerten Sie diesen Rechtsruck mit Blick auf ihre persönliche Geschichte und den langen Weg aus der Nazi-Diktatur?

    Antwort: Ich habe mich manchmal beschwert, dass ich aufgewachsen bin mit dem Ende einer Demokratie und jetzt, am Ende des Lebens, die Kämpfe um die Demokratie noch einmal erleben muss. Eigentlich eine traurige Bilanz.

    Frage: Haben Sie jemals darüber nachgedacht, zurückzukehren?

    Antwort: Hier leben meine Kinder, meine Enkelkinder, meine Urenkelkinder. Ich fühle mich als amerikanischer Bürger. Und als amerikanischer Bürger wiederum bin ich tief besorgt.

    Frage: Über das, was nach Barack Obama kommt?

    Antwort: Genau. Ich bin im Ganzen ein Bewunderer von Obama, und es ist eine große Leistung des Landes, dass man ihn zweimal gewählt hat. Aber die jetzige Lage ist so gravierend, so zerstörerisch, so dysfunktional, dass man sich da nur tiefe Sorgen machen kann.

    Frage: Sie meinen Donald Trump?

    Antwort: Trump ist das beste Beispiel für die Verdummung des Landes und für die entsetzliche Rolle des Geldes. Ein absolut amoralischer Kerl, der mit Geld und Ignoranz protzt. Ich bin in das Land gekommen, als Franklin Roosevelt Präsident war. Dass jemand wie Trump, der ein Nichts ist außer Geld und ungeheurem Ehrgeiz und Hässlichkeit, dass der sich nicht nur anbietet, sondern von vielen Menschen auch noch angenommen wird als Kandidat, ist einfach unbegreiflich.

    Frage: Was hat sich in der amerikanischen Gesellschaft gewandelt?

    Antwort: Ich habe schon von Verdummung geredet. Das hängt zu einem großen Grad mit den Medien zusammen und der Tatsache, dass es immer weniger objektive Journalisten gibt. Die meisten Menschen können sich aussuchen, wer ihnen die Predigt gibt, die sie hören möchten.

    Frage: Gibt es für das Phänomen Trump noch weitere Gründe?

    Antwort: Eine gewisse neue Religiosität, die mit wirklicher Religiosität sehr wenig zu tun hat, ist auch im Aufbruch. Ich glaube, wir stehen vor einem neuen, illiberalen Zeitalter. Und für jemanden, der sein Leben einem gewissen Liberalismus verschrieben hat, ist das eine traurige Kunde. Es ist ein Niedergang.

    Frage: Ein Wort zu Hillary Clinton?

    Antwort: Ich gönne ihr einen langen Ruhestand.

    Frage: Wie würde ein Donald Trump die USA regieren?

    Antwort: Ich glaube nicht an einen Trump als Präsident. Ganz egal, wer von diesen schrecklichen Republikanern gewählt wird, kommt es zu einem neuen Isolationismus, worunter auch deutsch-amerikanische Beziehungen leiden würden.

    Frage: Gelitten haben sie schon durch die NSA-Affäre. Beim abgehörten Handy der Kanzlerin sprachen Sie vom tiefsten Punkt der Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Wie beurteilen Sie das Verhältnis jetzt?

    Antwort: Zwischen Obama und Merkel würde ich annehmen, dass sich das wieder geregelt hat, dass sie sich aufeinander verlassen können. Ich würde nicht nur die NSA erwähnen, sondern auch Volkswagen als moralisches Moment.

    Frage: Wünschen sich die Amerikaner von den Deutschen mehr Verantwortung, etwa auf militärischer Ebene?

    Antwort: Das Verlangen geht zurück auf 1945, dass die Europäer mehr tun für ihre eigene Verteidigung. Das ist eine alte Hymne, die unter einem Republikaner noch stärker herauskommen würde als jetzt.

    Frage: Hillary Clinton hat Wladimir Putins Annexion der Krim und den Einmarsch in der Ostukraine mit dem Verhalten Adolf Hitlers zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verglichen. Ist dieser Vergleich angemessen?

    Antwort: Das ist überspitzt. Dieser Putin ist ein einziges Unglück in erster Linie für Russland, aber auch für Europa, das ist gar keine Frage. Aber die meisten Vergleiche hinken, und ein Vergleich mit Hitler ist immer kompliziert und gefährlich.

    ZUR PERSON: Fritz Stern gehört zu den berühmtesten Historikern der Gegenwart. Der unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Professor der Columbia University in New York ist mehrfacher Ehrendoktor, unter anderem an den Universitäten Oxford und Princeton. Der 1926 in Breslau geborene Sohn jüdischer Eltern floh 1938 vor den Nazis in die USA und lebt seitdem in New York.

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  • 01. Februar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 1. Februar 2016: Stéphanie von Monaco

    Stéphanie von Monaco hat jetzt einen Goldenen Clown zu Hause. Ihr Bruder Fürst Albert II. (57) überraschte sie im Januar gerade mit der Trophäe aus Anlass des Zirkusfestivals, das in diesem Jahr 40. Jubiläum feierte. Die Prinzessin indes wird heute 51.
    Stéphanie von Monaco mit ihrer Tochter Pauline beim 40. Zirkusfestival in Monte Carlo. Foto: Eric Gaillard © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Stéphanie von Monaco mit ihrer Tochter Pauline beim 40. Zirkusfestival in Monte Carlo. Foto: Eric Gaillard
     
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    Aus der Fürstenloge in die Manege: Stéphanie brach vor Rührung in Tränen aus und das Publikum rief ihren Namen. Seit dem Tod ihres Vaters Fürst Rainier im April 2005 steht sie als Schirmherrin an der Spitze des Festivals, das als das bedeutendste seiner Art weltweit gilt.

    Einst war sie Model, Popsängerin, Designerin und mit Palast-Angestellten sowie Zirkus-Künstlern liiert oder gar verheiratet: Jahrzehntelang beschäftigte Stéphanie von Monaco die Klatschpresse. Jeder durchschreite Phasen, sagte die Prinzessin dazu der Deutschen Presse-Agentur vergangenes Jahr. Ohne diese Erfahrungen wäre sie nicht die, die sie heute sei.

    Stéphanie wohnt nicht auf dem Felsen, auf dem sich der Palast der Grimaldis, die Residenz der monegassischen Fürsten, über dem Mittelmeer erhebt. Bereits vor Jahren ist sie in das Stadtviertel Fontvieille gezogen, in eines der mehrstöckigen, neoklassizistischen Gebäude. Als sie mit Franco Knie liiert war, dem Chef des berühmten Schweizer Zirkus', lebte sie im schweizerischen Rapperswil zeitweise in einem Wohnwagen.

    Sie hat schon immer ihr «ihr Ding» gemacht  - radikal und ohne Rücksicht auf Etikette. Sie hat eine Bademodenkollektion entworfen, eine Boutique eröffnet und Pop-Songs gesungen.

    Ihre erste LP Mitte der 80er Jahre mit dem Titel «Ouragan» (englisch: «Irresistible») schaffte es in diversen Ländern in die Hitparaden. Auch ihre Single-Auskopplung «One Love To Give» stürmte die Charts. Doch als neuer Stern am Musikhimmel strahlte die Pop-Prinzessin nur kurz. Ein zweites Album, «Stéphanie» wurde 1991 ein Flop.

    Standesgrenzen überschritt Stéphanie auch mit ihren Beziehungen. Statt andere Adlige und reiche Männer zu lieben, schenkte sie ihr Herz Leibwächtern oder Artisten. Von Daniel Ducruet, den sie 1995 nach der Geburt ihrer beiden Kinder Louis und Pauline heiratete, ließ sie sich nur ein Jahr später scheiden. Sie verzieh ihm seinen Flirt mit einer belgischen Stripperin nicht.

    Aus der Beziehung zu dem Bodyguard Jean-Raymond Gottlieb ging ihre zweite Tochter hervor, Camille. Doch auch diese Liebe ging in die Brüche. Die heimliche Hochzeit im September 2003 mit dem fast zehn Jahre jüngeren Zirkuskünstler Adans Lopez Peres war erneut ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse - ebenso die Scheidung 14 Monate später.

    Die Monegassen hatten zu Stéphanie schon immer ein besonderes Verhältnis – trotz aller Eskapaden. Vielleicht gerade, weil sie keine typische Prinzessin ist. «Sie geht in unserem Viertel einkaufen, trägt Jeans und Turnschuhe. Sie ist eine ganz normale Frau», sagt eine Bewohnerin des Neubauviertels Fontvieille.

    Mitgefühl war Stéphanie auch sicher, weil sie 1982 bei dem Autounfall dabei war, bei dem ihre Mutter Gracia Patricia, die ehemalige Hollywood-Schönheit Grace Kelly, ums Leben kam. Stéphanie war damals 17 und überlebte mit schweren Verletzungen der Halswirbelsäule. Noch schlimmer sollen die seelischen Blessuren gewesen sein.

    Inzwischen ist offenbar Ruhe in das Leben der dreifachen Mutter eingekehrt. An ihrer Seite wurde schon länger kein Mann mehr gesehen. Zumindest nicht offiziell.

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  • 31. Januar 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 31. Januar 2016: Wolfgang Stumph

    Bomben-Entschärfer, Manager mit Burnout, Bankräuber: Wolfgang Stumph ist auch im Rentenalter auf Leinwand und Bildschirm präsent. Zwar steht nicht mehr zwingend das «St» im Namen seiner Figuren, die Filme aber enthalten weiter eine Portion «Stumph»-Sinn.
    Wolfgang Stumph wird 70. Foto: Daniel Reinhardt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Wolfgang Stumph wird 70. Foto: Daniel Reinhardt
     
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    Der aus Schlesien stammende Wahl-Dresdner mit der markanten Nase, der an diesem Sonntag (31. Januar) 70 Jahre alt wird, sprudelt vor Ideen - wählt seine Projekte aber mittlerweile mit Bedacht aus. Nach fast fünf Jahrzehnten Karriere als Kabarettist und Schauspieler muss er sich und anderen nichts mehr beweisen.

    Lieber nimmt er sich seit dem Eintritt ins Rentenalter mehr Zeit für die Familie. Allerdings hatte er vor fünf Jahren auch angekündigt: «Mit 66 fängt das Leben an, mit 67 gibt es ein bisschen Rente und mit 70 starte ich durch.» Das gelingt dank guter Gesundheit und bewahrter Bodenständigkeit. Seinen beliebten ZDF-Kommissar Stubbe hat er nach 50 Fällen in den Ruhestand geschickt und der Serienfigur abgeschworen. Jenseits davon aber macht er weiter - wohldosiert und gemäß seinem Credo: «Wo Stumph draufsteht ist auch Stumph drin».

    Mit «Blindgänger», «Bankraub für Anfänger», «Stankowskis Millionen» oder «Die Insassen» brachte er wie schon als Kommissar Stubbe Themen ins Fernsehen, die dem politisch Interessierten unter den Nägeln brennen - teils als Komödie getarnt, aber mit dem nötigen Ernst. Die Einschaltquoten und seine hohe Popularität zeigen, dass er damit genau den Nerv des Publikums in Ost und West trifft. Seit 2002 gibt er als Gefängniswärter Frosch in «Die Fledermaus» an der Semperoper regelmäßig sächselnd seine Meinung zu Politik und Gesellschaft zum Besten.

    Schon in der Schulzeit machte Stumph Kabarett und pflegte sein darstellerisches Talent während einer Kesselbauer-Lehre und seines Ingenieurpädagogik-Studiums weiter. Als Schauspielstudent gründete er das Amateur-Kabarett «Die Lachkarte» in Dresden, in der «Herkuleskeule» und bei Gunther Emmerlichs «Showkolade» reizte er die Grenzen der gestatteten Satire aus. 1990 dann eroberte «Stumpi», wie der Mime nicht nur von Fans genannt wird, das gesamtdeutsche Kinopublikum - als Lehrer Udo Struutz in «Go Trabi Go».

    Die Geschichte der Ostfamilie, die mit Trabi «Schorsch» nach Italien reist, wurde zum Klassiker - und Stumph machte auch Karriere im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Seine ZDF-Sitcoms «Salto postale» und «Salto kommunale» trafen Nerv, Zeitgeist und Lachmuskeln der Zuschauer. Stumph bringt die Probleme der kleinen Leute auf den Bildschirm - mit Schwejkscher Art und sächsischer Schlitzohrigkeit. Zig Kinofilme, mehr als 100 TV-Produktionen und viele Bühnenprogramme behandeln Themen, die ihn bewegen.

    Er machte einen Arbeitslosen zum Ministerpräsidenten, war Klo-Mann im Bundestag, raufte sich im Hochwasser mit einem Wessi zusammen, bewahrte ein Flüchtlingsmädchen vor der Abschiebung und räumte in einer Wellnessklinik auf, statt sein Burnout behandeln zu lassen. Und er hat ein neues Betätigungsfeld ausprobiert - Dokumentarfilm. Seine Recherche im Trabi «Schorsch» auf der Reiseroute von 1990 zu Drehorten und Kollegen des Erfolgs-Kinofilms «Go Trabi Go» erreichte 25 Jahre danach bundesweit über zwei Millionen TV-Zuschauer.

    Als Rentner genießt der vielfach preisgekrönte Mime, der weder Agentur noch Manager hat, die Freiheit, Projekte auszuwählen, eigene Ideen zu befördern und auch «Nein» zu sagen. Zumal inzwischen eine Enkelin da ist. Und nicht zuletzt wacht der Vater noch aus der Ferne über Tochter Stephanie, die als «Stubbe»-Spross seit 1994 vor der Kamera heranwuchs. Sie hat sich längst einen eigenen Namen als Schauspielerin gemacht - «Stumpi» ist auch da ihr größter Fan.

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  • 30. Januar 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 30. Januar 2016: Phil Collins

    Rund um seinen 65. Geburtstag liefert Phil Collins seinen Fans heiß ersehnten Stoff. Erst mal wirklich nur denen. Denn wer einfach nur die Musik des Briten mag, wird sich kaum neu überarbeitete, sonst bekannte Platten mit wenig neuem Material zulegen.
    Phil Collins wird 65. Foto: Bernd Weißbrod © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Phil Collins wird 65. Foto: Bernd Weißbrod
     
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    Ein echt neues Album dürfte es aber auch bald geben. «Ich bin nicht mehr offiziell im Ruhestand»: diese Ankündigung im «Rolling Stone» ließ im Oktober die Musikwelt aufhorchen. Demnach arbeitet der frühere Genesis-Frontmann an einem Soloalbum, will wieder auf Tour gehen und liebäugelt auch mit einer Genesis-Wiedervereinigung mit Peter Gabriel.

    Das hatten viele Fans nicht mehr zu hoffen gewagt. Der Musiker, der heute 65 Jahre alt wird, hat schwere gesundheitliche Probleme. Erst im Herbst wurde er am Rücken operiert, ein Ohr ist so gut wie taub, ein Nervenschaden machte es für den Schlagzeuger unmöglich, die Schlägel zu halten. Darüber spricht er inzwischen genau so offen wie über die Folgen seines übermäßigen Alkoholkonsums. «Das hat mich fast umgebracht», sagte er dem «Rolling Stone».

    Lange hatte Collins gar nicht danach geklungen, als käme ein Comeback infrage. 2010 veröffentlichte er das Coveralbum «Going Back», eigene Musik zuletzt mit «Testify» 2002. Er würde sich gern komplett selbst aus dem Drehbuch streichen, sagte er kurz nach seinem 60. Geburtstag dem «FHM»-Magazin. «Ich glaube nicht, dass mich jemand vermissen wird.»

    Da lag er falsch. Denn Collins gehört - bei aller Kritik - zu den ganz Großen im Showgeschäft. Die Bilanz bisher: Mit Genesis und solo insgesamt wohl deutlich mehr als 250 Millionen verkaufte Platten, viele Nummer-eins-Hits, sieben Grammys und sogar ein Oscar für die Musik zum Disney-Film «Tarzan». «In The Air Tonight», «I Can't Dance», «Another Day In Paradise», «Invisible Touch», «No Son Of Mine» oder «A Groovy Kind Of Love» sind weltbekannte Ohrwürmer.

    Dabei ist Collins von Haus aus Schlagzeuger, und die werden nicht so oft zu Superstars. Schon im Kindergartenalter bekam er die erste Trommel. Früh liebäugelte der Junge aus der Londoner Vorstadt auch mit der Schauspielerei und ergatterte als Teenager im Musical «Oliver!» eine Hauptrolle. Mit Flaming Youth nahm er, inzwischen 18-jährig, ein erstes Album auf. Dann zerbrach die Band. Zu seinem Glück suchte Genesis gerade einen neuen Schlagzeuger.

    Als Leadsänger Peter Gabriel fünf Jahre später eigene Wege ging, rückte Collins nach. Mit Genesis einerseits, als Solokünstler andererseits wurde der Engländer zum Weltstar - und zwar einem, der sich viel Kritik gefallen lassen musste. Zu seicht, zu poppig, zu anbiedernd sei seine Musik, heißt es bis heute immer wieder. Collins weiß das. Und er kann damit umgehen, wie er der dpa einmal sagte: «Es ist nicht ausdrücklich innovativ, es gefällt nicht unbedingt dem intellektuellen Journalismus, aber normalen Menschen gefällt es.»

    Massentauglich war auch sein spektakulärer Doppelauftritt bei den von Musiker-Kollege Bob Geldof initiierten «Live Aid»-Konzerten im Juli 1985. Collins spielte zuerst in London, flog dann mit der Concorde nach Philadelphia, um auch dort auf der Bühne zu stehen. Knapp zwei Milliarden Menschen sahen zu.

    Im Gegensatz zu seinem gigantischen Erfolg im Musikgeschäft stand ein chaotisches Privatleben. Drei Ehen brachten vier Kinder hervor, zerbrachen aber alle. 2008 ließ seine dritte Frau ihn in der Schweiz zurück und ging mit den beiden kleinen Söhnen nach Miami. «Dadurch hatte ich viel Zeit, darüber nachzudenken, was passiert ist», erklärte Collins in seinem Comeback-Interview. Demnach wohnt er seit dem vergangenen Jahr ebenfalls in Miami, nahe bei den beiden Jungs.

    Was bewegte ihn dazu, ein neues Album anzukündigen? Die beiden Söhne wollten sehen, was der Vater mache, sagte er dem «Rolling Stone». Im «Telegraph» lieferte der Engländer noch eine andere Erklärung: «Ich habe viele Leute getroffen die sagten, 'Du solltest es tun!'. Man kann mir leicht schmeicheln.» Seine Stimme sei nicht gebrochen, «das ist das wichtigste.»

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  • 29. Januar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 29. Januar 2016: Martin Schmitt

    Es ist gar nicht lange her, dass Martin Schmitt, der heute 38 Jahre alt wird, selbst noch von Schanze sprang. Erst 2014 hatte er seinen Rücktritt erklärt, da war er bereits Mitte 30 - ein reifes Alter für einen Skispringer.
    Martin Schmitt wird 38. Foto: Fredrik von Erichsen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Bei seiner feierlichen Verabschiedung im September 2014 erhielt Schmitt den «Goldenen Ski» des Skiverbandes Schwarzwald und wurde von Verbandspräsident Stefan Wirbser gewürdigt: «Chapeau, Martin! Du bist mit Jens Weißflog zusammen der erfolgreichste Skispringer in der deutschen Wintersportgeschichte», sagte er. «Danke für den sehr schönen Abschied. Ich bin ein wenig überwältigt, es fehlen mir die Worte. Wir werden uns wiedersehen und ich bleibe ja dem Skispringen verbunden», bedankte sich Schmitt nach 17 Jahren Leistungssport.

    Vielleicht als Trainer? Sein Diplom hat er bereits in der Tasche, an der Universität Leipzig studiert der Ex-Springer zudem Sportwissenschaften - ergänzt von einem Studium an der Sportbusiness Academy in Düsseldorf. Ganz nah dran an seinem Sport war er kürzlich bei der Vierschanzentournee, wo er als Eurosport-Skisprungexperte die Leistungen seiner ehemaligen Kollegen bewertete.

    Außerdem hat Martin Schmitt nach der Gründung einer Agentur für Sportmarketing und Athletenmanagement Deutschlands derzeit besten Springer Severin Freund unter Vertrag. Auch nach dem Ende seiner Karriere hat er als TV-Experte und Manager also ordentlich zu tun.

    Mit vier WM-Titeln, dem Olympia-Gold 2002 im Team sowie zwei Gesamttriumphen und 28 Einzelsiegen im Weltcup zählt Schmitt zu den erfolgreichsten deutschen Springern der Geschichte und hatte mit seinen Erfolgen kurz vor und nach der Jahrtausendwende einen nie dagewesenen Boom ausgelöst.

    Seit 2014 ist Martin Schmitt mit einer Ärztin verheiratet, die beiden haben eine kleine Tochter und wohnen in der Nähe von Freiburg.

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  • 28. Januar 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 28. Januar 2016: Andrea Berg

    Nur wenige Schlagerstars polarisieren so wie sie. «Bei Andrea Berg gibt es vermutlich genauso viele Menschen, die sie vergöttern, wie welche, die sie ganz schrecklich finden», sagt der «Schlager-Professor» Martin Lücke, der in Berlin Musikmanagement lehrt.
    Ein «Heimspiel» für Andrea Berg. Foto: Marijan Murat © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ein «Heimspiel» für Andrea Berg. Foto: Marijan Murat
     
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    Jedoch müssten auch ihre Kritiker anerkennen: Andrea Berg («Du hast mich tausendmal belogen») ist ein Phänomen. Von der Arzthelferin zur Schlagerkönigin, die sich seit über 20 Jahren im Geschäft hält, sei es schon ein einmaliger Weg. An diesem Donnerstag (28.1.) wird das Phänomen 50 Jahre alt.

    Ein Vergleich mit Helene Fischer («Atemlos») liege zwar nahe, so Lücke, sei aber kaum möglich. Zum einen sei Helene Fischer 20 Jahre jünger. Zum anderen spreche Andrea Berg eine andere Zielgruppe an: Während Helene Fischer «die Mitte erreicht», seien Andrea Bergs Fans im Gros zwischen Mitte 30 und Mitte 50.

    Der Schlagerforscher Ingo Grabowsky sieht Andrea Berg «in einer Parallelwelt des deutschen Schlagers». Selbst zur erfolgreichsten Zeit mit «Du hast mich tausendmal belogen» habe die Künstlerin dazu längst nicht jeder gekannt. «Mit der Helene-Fischer-Euphorie ist das nicht zu vergleichen», sagt Grabowsky. Im Gegensatz zur «Atemlos»-Interpretin sei Andrea Berg überhaupt nicht mehrheitsfähig. «Sie bedient aus meiner Sicht ein Teilpublikum», so Grabowsky.

    «Es ist schon merkwürdig, weil ich mich ja nicht so alt fühle», sagt Andrea Berg exklusiv in der «Bild» über ihren runden Geburtstag. Je älter man werde, desto mehr müsse «man sich auf die inneren Werte reduzieren, weil äußerlich der Lack irgendwann ab ist». Und sie gibt zu: «Natürlich ist es nicht toll, dass ich jetzt Falten kriege.»

    Eindrucksvoll ist Andrea Bergs Erfolg in jedem Fall: Auf mehr als 15 Millionen Tonträger werden die Verkäufe von ihrem Management taxiert. Nach wie vor war keine andere CD länger in den deutschen Charts als ihr «Best of», mit der sie ab 2001 den Durchbruch schaffte.

    Rund sieben Jahre war das Album in den deutschen Charts - kein Album von Michael Jackson, Madonna oder sonstwem schaffte das. Kaum ein anderer Künstler hatte laut Media Control mehr Charts-Wochen als Andrea Berg. Kommerziell ist sie nach wie vor eine der erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen überhaupt. Dieter Bohlen ist Teil des Erfolgs, DJ Bobo ebenfalls. Echos, Goldene Hennen oder Goldene Stimmgabeln stapeln sich. Einen Bambi hat sie auch und für ihre lange Hospizarbeit gab es das Bundesverdienstkreuz.

    Diskussionen ruft die Rotmähnige regelmäßig mit ihren gewagten Bühnenoutfits hervor samt Miniröckchen, tief oder besonders hoch ausgeschnittenen Kleidern, Strapsen und High-Heels. «Sie kultiviert das Verruchte», sagt Grabowsky. Nach ihrem letzten runden Geburtstag sagte die Mutter einer Tochter in einem Interview: «Als Frau über 40 muss man sich anstrengen, damit die Männer einem hinterher gucken.»

    Einer Frauenzeitschrift sagte sie vor einigen Jahren aber auch, wie schön es sei, einen Mann gefunden zu haben, «der mich so annimmt, wie ich bin - am liebsten ungeschminkt und in Gummistiefeln, mit meinen 50 Tieren und all meinen kleinen Verrücktheiten». Es sei völlig normal, dass einen nicht alle Menschen mögen, hat Andrea Berg mal gesagt. Und: «Wenn man eine Fernbedienung hat, muss man noch nicht einmal aufstehen, um mich abzuschalten.»

    Ihren «Heimathafen», wie sie es selbst nennt, hat Andrea Berg im schwäbischen Aspach nahe Stuttgart gefunden. Mit ihrem zweiten Ehemann, dem Sportmanager und Hotelier Uli Ferber, betreibt sie das Erlebnishotel «Sonnenhof» und ein Ferien-«Dörfle». Dieses sei «bis ins kleinste Detail meins», sagt Andrea Berg. «Bei jedem «Tatort» habe ich mindestens einen Lampenschirm gestrickt.»

    Als ihr Erfolgsrezept hat sie mal ihre Bodenhaftung bezeichnet. «Ich stehe mitten im Leben.» «Heimspiel» heißen dann auch ihre regelmäßigen Open-Air-Konzerte, zu denen Zehntausende in das Stadion des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach in die schwäbische Provinz strömen. «Wenn ich dieses schöne Heimatgefühl habe, dann kann ich auch mit viel mehr Lust und Energie wieder rausgehen auf die Bühne.» Im April kommt das neue Album «Seelenbeben» raus, im Herbst geht es dann wieder auf Tournee.

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  • 27. Januar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 27. Januar 2016: Rosamund Pike

    Das Leinwanddebüt der britischen Schauspielerin Rosamund Pike, die heute 37 Jahre alt wird, ist trotz einer starken Leistung, ein bisschen in Vergessenheit geraten.
    Rosamund Pike bei der Oscar-Verleihung. Foto: Mike Nelson © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Rosamund Pike bei der Oscar-Verleihung. Foto: Mike Nelson
     
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    In dem James-Bond-Film «Stirb an einem anderen Tag» (2002) ist vor allem der Auftritt von Halle Berry, die als Venus im Bikini dem Meer entsteigt, in Erinnerung geblieben.

    Als Bond-Girl schlug sich aber auch Rosamund Pike tapfer, die als «Beste Neuentdeckung» immerhin mit dem britischen Filmpreis Empire Award ausgezeichnet wurde. Den Erfolg konnte die Schauspielerin mit «Gone Girl - Das perfekte Opfer» (2014), dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere, wiederholen.

    Der Film, in dem sie einen großartigen eiskalten Engel gibt, hätte ihr im letzten Jahr beinahe auch einen Oscar eingebracht, aber Rosamund Pike musste sich hier Julianne Moore («Still Alice - Mein Leben ohne Gestern») geschlagen geben. Mit ihrem Outfit lag sie bei der Hollywood-Gala aber weit vorn: In ihrem schmalen roten Spitzenkleid von Givenchy sah sie sexy und zugleich vornehm aus.

    In David Finchers spannendem Thriller-Drama spielt Rosamunde Pike (Amy) die Ehefrau von Ben Affleck (Nick). Nach fünf Jahren Ehe ist aber der Lack längst ab. Das Drama beginnt, als Amy plötzlich verschwindet, es gibt Blutspuren im Haus, Hinweise auf ein Verbrechen. Ist Amy entführt worden? Warum verhält sich ihr Mann so seltsam apathisch, als würde ihn das alles gar nicht berühren? Abgründe tun sich auf.

    Es ist viel passiert zwischen «James Bond» und «Gone Girl». Neben Blockbustern wie «Jack Reacher» (2012) mit Tom Cruise hat Rosamund Pike auch immer wieder kleinere Filme gedreht, wie «We Want Sex» (2011) etwa. In der mitreißenden und warmherzigen Sozialkomödie geht es um den Streik von Näherinnen bei Ford, die in den 60er Jahren die gleichen Rechte und Löhne wie Männer einfordern. Rosamund Pike spielt die Frau des Ford-Chefs, die sich mit den Streikenden solidarisiert. In ihrer leicht unterkühlten Art erinnert die Britin tatsächlich an Grace Kelly, mit der sie immer wieder gerne verglichen wird.

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  • 26. Januar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 26. Januar 2016: Lucinda Williams

    Sie zählt zu den Großen der amerikanischen Folkrockszene, die Singer/Songwriterin Lucinda Williams ist eine wahrhaft unabhängige Künstlerin, die es nie nötig hatte, irgendwelchen Moden hinterherzulaufen.
    Lucinda Williams hat ihren ganz eigenen Kopf. Foto: Ashley Landis © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Relativ spät erlebte die Lady aus Lake Charles/Louisiana ihren Durchbruch, 1998 mit dem Schlüsselwerk «Car Wheels On A Gravel Road». In den letzten Jahren zeigte sich diese etwas andere «Southern Belle» sehr produktiv, erst im Herbst 2014 erschien ihr letztes, gefeiertes Album «Down Where The Spirit Meets The Bone».

    Momentan ist Lucinda Williams auf Europa-Tournee. Ihren 63. Geburtstag wird die Sängerin nun in Berlin auf der Bühne feiern, bei ihrem einzigen Deutschland-Auftritt. Und es dürfte groß werden: «Ein richtiger Mensch, der echte Songs über das wirkliche Leben singt», schrieb ein begeisterter Konzertbesucher nach der Show in Glasgow auf der Facebookseite von Williams.

    Und pünktlich zu ihrem Geburtstag hat Lucinda Williams, wiederum auf ihrem eigenen Label, ihr neues Doppel-Album «The Ghosts of Highway 20» veröffentlicht, 14 starke, zuweilen wunderbar ausufernde Songs zwischen Blues, Folk und Rock. Der Highway 20, der quer durch die Südstaaten der USA führt, dient als roter Faden für diese Reise mitten ins Herz der amerikanischen Roots-Music.

    Mit dieser Platte kann man gut auf Reisen gehen, begleitet von kraftvollem Blues wie «Doors of Heaven» oder elegisch-schön wie in der neunminütigen Erinnerungs-Romanze «Louisiana Story». Die Bandbreite dieser Sängerin ist schon außergewöhnlich.

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  • 25. Januar 2016 00:01

    Kirche Promi-Geburtstag vom 25. Januar 2016: Odilo Lechner

    Er fuhr, wenn es sein musste, auch im quietschgelben Sportflitzer an der Kirche vor. Als die S-Bahn einmal nicht wie geplant fuhr und kein Taxi verfügbar war, bat der damalige Abt von St. Bonifaz in München an einer Tankstelle einen Mann, ihn mitzunehmen.
    Altabt Odilo Lechner von der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Kloster Andechs wird 85. Foto: Abtei St. Bonifaz © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Altabt Odilo Lechner von der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Kloster Andechs wird 85. Foto: Abtei St. Bonifaz
     
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    Und so kam es, dass der Sportwagenbesitzer den damals 66-jährigen Odilo Lechner zum Erstaunen der versammelten Pfarrgemeinde im Sportflitzer vor der Kirche absetzte. Der auch ansonsten unkonventionelle und bescheidene Ordensmann feiert am 25. Januar seinen 85. Geburtstag.

    39 Jahre lang stand Hans Helmut Lechner, wie der am 25. Januar 1931 als Beamtensohn in München geborene Mönch eigentlich heißt, an der Spitze der Abtei im Herzen Münchens. Weil Kloster Andechs nahe Starnberg dazugehört, war der Ordensobere nicht nur für die geistliche Leitung der Abtei, sondern auch für das süffige Bier zuständig, das auf dem «Heiligen Berg» gebraut wird.

    In seine Amtszeit fiel der Ausbau der Klosterökonomie, zu der heute neben einer ganzen Reihe von Biersorten und Likören auch der erfolgreiche Vertrieb von Lizenzprodukten wie Brot, Schnupftabak und Speck gehört. Bräustüberl und Biergarten von Kloster Andechs sind zudem ein beliebtes Ausflugsziel von Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen.

    Mit dem Erlös der Andechser Wirtschaftsbetriebe verpflegt das Kloster St. Bonifaz Obdachlose. Jeden Morgen wird an Dutzende Männer und Frauen Essen verteilt. «Denn diese Menschen brauchen vor allem am Morgen etwas Warmes», begründete Odilo Lechner die Initiative einmal. Auch eine Arztpraxis wurde eigens für die Obdachlosen eingerichtet.

    Als Kind habe er erst Straßenbahnschaffner und dann Dichter werden wollen, erzählte der Altabt einmal schmunzelnd. Doch der Zweite Weltkrieg und die Schulzeit im niederbayerischen Benediktinerkloster Metten prägten ihn so sehr, dass er sich zum Priestertum berufen fühlte. «Nach dem Ende der Nazi-Diktatur hatten die Menschen geistigen Hunger, man hat die Suche nach Orientierung überall gespürt», erinnert er sich.

    Lechner studierte in München und Innsbruck Theologie und Philosophie. 1952 trat er ins Kloster St. Bonifaz ein. 1956 wurde er zum Priester geweiht, war zunächst Seelsorger in der Pfarrei St. Bonifaz und dann Assistent am Philosophischen Institut der Benediktiner in Salzburg. 1962 promovierte er mit einer Arbeit über den Kirchenlehrer Augustinus.

    1964 wurde er als damals jüngster Oberer der Benediktiner in ganz Deutschland zum Abt von St. Bonifaz und Andechs gewählt. Er behielt das Amt fast 40 Jahre lang. Lechner - Träger des Bayerischen Verdienstordens - machte sich auch mit einer Vielzahl von Veröffentlichungen einen Namen. So wurde doch noch ein Dichter aus ihm. In seinem Buch «Kraft der Stille» schreibt er: «Wer aus dem Lärm und der Hetze der Straßen dieser Welt in ein Kloster tritt, empfindet es vielleicht zuallererst als einen Raum geheimnisvoller Stille.»

    Auch um den jahrzehntelang als Redner, Mann der Ökumene und Prediger gefragten Altabt ist es zuletzt stiller geworden. Doch Odilo Lechner lebt im Konvent von St. Bonifaz weiterhin den strengen Alltag mit frühem Aufstehen, viel Gebet und innerer Einkehr. Um seine Person macht er kein Aufhebens. Regelmäßig können Kirchenbesucher ihn - inzwischen auf einen Gehstock gestützt - beim Weg zum sonntäglichen Gebet erleben.

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  • 24. Januar 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 24. Januar 2016: Neil Diamond

    Das Singen war für Neil Diamond eher eine Notlösung. «Ich bin nicht so schlau», sagte er einmal dem britischen «Telegraph».
    Neil Diamond wird 75. Foto: Britta Pedersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    «Wenn ich schlau wäre, hätte ich Medizin studiert, wäre jetzt Biologe und hätte ein Heilmittel für Krebs entdeckt.» Stattdessen begann er schon als Teenager, Songs zu schreiben. «Ich bin besser darin, Dinge zu fühlen, als sie zu verstehen. Weisheit kommt nur nach Jahren des Nachdenkens. Und wenn ich ein bisschen Weisheit habe, dann mache ich einen Song daraus.» So entstanden über die Jahre zahlreiche Klassiker wie «Sweet Caroline», «Cracklin' Rosie», «You Don't Bring Me Flowers» und «Red Red Wine», die sich mehr als 100 Millionen mal verkauften und Diamond zum Weltstar machten.

    Aber trotz all seines Erfolgs - so richtig genießen kann der Sänger, der am kommenden Sonntag (24. Januar) 75 Jahre alt wird, seinen Job immer noch nicht. «Man würde denken, dass mir das Schreiben nach all diesen Jahren leicht und schnell von der Hand gehen würde, aber so scheint es einfach nicht zu sein. Es ist harte Arbeit und es wird nicht einfacher. Ich hasse es. Aber ich mache es jetzt schon eine ganze Weile und ich finde einfach keine andere Möglichkeit, Geld zu verdienen.»

    Noch etwas anderes stört den Musiker an seinem Job. «Jeder nimmt Anonymität einfach so als gegeben hin. Aber was, wenn man nirgendwo hingehen kann, wo einen keiner kennt, und wo nicht jedes Wort, das man sagt, weitererzählt wird? Dieser Verlust der Privatsphäre ist eine Strafe.» Er erwarte auch schon gar keine Ehrlichkeit von seinen Mitmenschen mehr, sagt Diamond. «Es gibt nur sehr wenige Menschen auf der Welt, die mir das geben - meine Kinder, meine Frau und einige sehr enge Freunde.»

    Trotzdem macht der Großmeister des Schmusesounds immer weiter, hat 2014 gerade erst wieder ein neues Album veröffentlicht und tourte 2015 mit seiner schmachtenden Reibeisenstimme um die Welt. «Ich bin süchtig nach dem Adrenalin, das bei einem Live-Konzert fließt», bekannte er einmal. «Ich muss auf Tour gehen, um diese Sucht zu befriedigen.» Mit seinen mitsingbaren Klassikern füllt er Konzerthallen auf der ganzen Welt. Auch zahlreiche Preise hat er bekommen und es in die Ruhmeshalle des Rock and Roll sowie auf den Walk of Fame in Hollywood geschafft.

    Dabei stammt der 1941 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Neil Leslie Diamond aus ganz einfachen Verhältnissen. Sein Vater hatte einen kleinen Laden. Diamond ging auf die Erasmus Hall High School, wo er mit Schulkameradin Barbra Streisand im Chor sang. Mit einem Fecht-Stipendium ging er aufs College, brach das aber ab, als er seinen ersten Job als Songschreiber bekam. Für den New Yorker Brill Verlag arbeitete er in einem winzigen Büro am Broadway, das nur aus Schreibtisch, Klavier und Münzfernsprecher bestand. Die 35 Dollar Wochenhonorar, die er anfangs bekam, waren gut investiert: Für Cliff Richard komponierte er Hits wie «Just Another Guy» (1966) und «I'll Come Running» (1967), für Deep Purple «Kentucky Woman» (1967), für die Monkees «I'm A Believer» (1966).

    Nach dem ersten eigenen Plattenvertrag 1966 reihte sich ein Hit an den nächsten: «Solitary Man» (1966), «Girl You'll Be A Woman Soon» (1967) und «Red Red Wine» (1968). Bald zählte Diamond zu den bestverdienenden Show-Stars der Welt. Mit seinem Album «Hot August Night», einem Live-Mitschnitt eines Konzerts in Los Angeles, konnte er sich 1972 sogar gut anderthalb Jahre in der US-Hitparade halten.

    Privat gab es mehr Höhen und Tiefen. Zwei Ehen scheiterten. 2012 heiratete der vierfache Vater seine rund 30 Jahre jüngere Managerin. Damit müsse das Thema dann auch endlich einmal erfolgreich abgeschlossen sein für ihn, privat und beruflich, witzelte der König der Liebeslieder jüngst in einem Interview. «Ich würde das Thema Liebe gerne beenden. Es macht mich wahnsinnig. Ich denke, ich bin nahe dran, es auf eine merkwürdige Art und Weise abgeschlossen zu haben, und ich schätze, dann wird die Welt eine andere Form des Songschreibens von mir sehen.»

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  • 23. Januar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 23. Januar 2016: Jan Delay

    Man hört es ihm nicht nur an der Sprache an, aber Jan Delay und Hamburg - das gehört einfach zusammen. «Auf St. Pauli brennt noch Licht, da ist noch lange noch nicht Schicht», singt er trotzig in seinem Song «St. Pauli» und setzt dem Kiez damit ein Denkmal.
    Jan Delay wird 40. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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    Auch wenn es ein eher nostalgischer Song ist, in dem Jan Delay einen wehmütigen Blick zurückwirft: «Was ich in 'St. Pauli' besinge, ist ein St. Pauli, das es so nicht mehr gibt», sagte er im Interview mit «Regioactive.de» und erinnerte an eine Zeit, als auf dem Kiez noch alles möglich war, es noch Freiräume für alle gab. Heute wird Jan Delay 40 Jahre alt.

    Auch wenn sich die Hansestadt immer mehr in eine Hochglanz-Metropole verwandelt, an ein Wegziehen denkt Jan Phillip Eißfeldt aus Eppendorf nicht. Er selbst bezeichnet sich als «Hardcore-Hamburger» und würde sich in einer anderen Stadt «wie eine rausgerupfte Pflanze» fühlen, sagte er «Regioactive.de».

    Als Mitglied der Hamburger Hip-Hopper Beginner avancierte Jan Delay zu einem der erfolgreichsten und stilprägendsten Acts seines Genres. Als Solo-Künstler überraschte er mit einer Platte («Searching for the Jan Soul Rebels»), die sehr eigenständig abseits ausgetretener Pfade auf eine Fusion aus Reggae und Hip-Hop-Einflüsse setzt - und natürlich auf diese quäkend-nörgelige, unverwechselbaren Stimme.

    Und wie findet der Chefstyler selbst seine näselnde Stimme? «Ich finde die super», sagte er mal im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Natürlich gibt es Momente oder Situationen, in denen es manchmal nervt. Aber ich würde sie um nichts in der Welt tauschen, weil sie mich ja auch ausmacht.»

    Jedes neues Album von Jan Delay ist ein großes Abenteuer: Auf «Mercedes Dance» schwenkte der Hamburger mehr und mehr Richtung Funk, bei «Hammer & Michel» hat er «Wacken» im Programm und rockt wie verrückt. Und weiter geht's: Ein neues Beginner-Album soll es auch wieder geben - vielleicht schon dieses Jahr 

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  • 22. Januar 2016 00:01

    Leute Promi-Geburtstag vom 22. Januar 2016: Tim Mälzer

    Der Hamburger Gastronom und Fernsehkoch Tim Mälzer kehrt in wenigen Tagen zurück zu jenem Sender, mit dem er einst groß herausgekommen ist. Vom 7. Februar an zeigt Vox immer sonntags zur Primetime ab 20.15 Uhr sechs Teile der Reihe «Kitchen Impossible».
    Nicht auf den Mund gefallen: der Hamburger Fernsehkoch Tim Mälzer. Foto: Ingo Wagner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Nicht auf den Mund gefallen: der Hamburger Fernsehkoch Tim Mälzer. Foto: Ingo Wagner
     
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    In der Kochshow soll Mälzer, der heute 45 wird, auf jeweils einen Kontrahenten aus dem Ausland eine einheimische Spezialität nachbereiten - ohne Rezept und mit Zutaten, die sie selber beschaffen müssen, wie der Kölner Privatsender ankündigt - ein kulinarischer Wettstreit unter Spitzenkräften.

    Nach Abitur und Zivildienst habe er sich vorgestellt, Hoteldirektor zu werden, schreibt Mälzer auf seiner Homepage. Er begann dann aber erst einmal in der Küche des Interconti in Hamburg seine Lehre. 1995 war er fertig, ging nach London ins Ritz, wo er sich mit dem späteren britischen Starkoch Jamie Oliver anfreundete, kam nach drei Jahren zurück an die Elbe, stand am Herd in einer Handvoll stadtbekannter Restaurants und eröffnete 2002 sein erstes eigenes (aus dem er zwischenzeitlich wieder ausgestiegen ist).

    Geboren am 22. Januar 1971 im schleswig-holsteinischen Elmshorn bei Hamburg, moderierte Mälzer für Vox zwischen Ende 2003 und 2007 die werktägliche Show «Schmeckt nicht, gibt's nicht». 2006 wurde er dafür mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet. Mit «Born to Cook» wechselte er ins Abendprogramm des Senders und war nebenher regelmäßig zu Gast bei Johannes B. Kerner in den Freitagsausgaben der nach ihm benannten ZDF-Runde - oder er stellte sich in Schürze live vors Publikum.

    Zu seinem Erfolgsrezept gehörten damals wie heute: einerseits die Kochkünste, andererseits seine Bodenständigkeit, dann aber auch seine Fröhlichkeit und Spontaneität, kurzum: seine Entertainer-Qualitäten. Um einen schnodderigen Spruch ist er nie verlegen, und man verzeiht ihm auch, wenn er einmal nicht ins Schwarze trifft.

    Das klingt mehr nach Spaß als nach Arbeit. Doch der Schein trügt. Der Druck war zu groß, Mälzer brach 2006 vor der Kamera zusammen: Burn-out. Er hatte sich offenbar zuviel zugemutet. «Ich habe die Sendung dann aus falschem Stolz noch irgendwie zu Ende gebracht. Es war, als hätte man mir die Stromkabel durchgeschnitten. Danach verschwand ich für sechs Wochen in der Schweiz, um zu mir zu kommen», erzählte er rückblickend dem «Spiegel».

    Nach einer «kurzen kreativen Verschnaufpause», wie es auf seiner Website heißt, meldete sich Mälzer 2007 mit seinem dritten Kochbuch (inzwischen sind es sechs), neuen Shows im Fernsehen und Tourneen beim Publikum zurück.

    Vor gut drei Jahren eröffnete er überdies ein Lokal im Frankfurter Flughafen, vergangenes Jahr kam eines in der Düsseldorfer Altstadt hinzu. Bereits seit 2009 betreibt er in Hamburg «Die Bullerei», die heute allerdings geschlossen hat, wie Mälzer auf seiner Facebook-Seite schreibt: «Zu! Private Feierei.» Ob er da wohl seinen 40. feiert?

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  • 21. Januar 2016 00:01

    Musik Promi-Geburtstag vom 21. Januar 2016: Plácido Domingo

    Fünf Konzerte auf drei Kontinenten: Mit Auftritten in Chicago, Moskau, Dublin, Miami und Montevideo startet Plácido Domingo ins Jahr 2016.
    «Weltmeister der Oper»: Plácido Domingo wird 75. Foto: Fernando Aceves © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    «Weltmeister der Oper»: Plácido Domingo wird 75. Foto: Fernando Aceves
     
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    Der spanische Opernsänger, der heute 75 Jahre alt wird, gönnt sich trotz seines Alters keine Ruhe. Eine große Feier plant er erst gut fünf Monate nach seinem Geburtstag. Sie soll nicht in einem Opernhaus stattfinden, sondern im Bernabéu-Stadion.

    In der riesigen Fußballarena seines Lieblingsvereins Real Madrid will Domingo am 29. Juni ein Geburtstagskonzert geben. «Unser Stadion wird immer dein Zuhause sein», versprach Real-Präsident Florentino Pérez dem Sänger und Fan der Königlichen. Der Musiker witzelte: «Wenn ich 75 Jahre werde, ist das so, als würde ich zum dritten Mal 25.»

    Der Sänger und Dirigent blickt auf eine fast 55-jährige Bühnenkarriere zurück. Er ist nicht nur einer der bedeutendsten Opernsänger der Welt, er ging auch in die Musikgeschichte ein als der Tenor, der eine Reihe von Rekorden brach. Während das Repertoire seines musikalischen Vorbildes Enrico Caruso (1873-1921) 40 Rollen umfasste, sang Domingo nach eigenen Angaben mehr als 145 Opernrollen. Der «Tenorissimo» erhielt in Wien einmal einen Applaus von mehr als einer Stunde und an die 100 Vorhänge. Dort gab er im Dezember 2010 auch seine 3500. Opernvorstellung und wurde als der «Weltmeister der Oper» bejubelt.

    «Zu Beginn meiner Karriere hatte ich mit Frauen im Duett gesungen, die meine Großmütter hätten sein können, heute trete ich mit Kolleginnen auf, die meine Enkelinnen sein könnten», sagte Domingo und fügte lächelnd hinzu: «Bis zu den Urenkelinnen werde ich wohl nicht durchhalten.»

    Domingo ist in allen großen Opernhäusern der Welt daheim. Einen Favoriten hat er nicht, wenngleich er die häufigsten Auftritte in der Metropolitan Opera in New York hatte. Vor wenigen Jahren wechselte der Tenor ins Baritonfach. «Auf diese Weise kann ich meine Karriere noch ein wenig verlängern», sagte er damals der Deutschen Presse-Agentur. «Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich viele Tenorpartien nicht mehr so mühelos singen kann wie zu meinen besten Zeiten.»

    Als Bariton hatte Domingo dereinst auch seine Karriere begonnen. Der Gesang war dem gebürtigen Madrilenen sozusagen in die Wiege gelegt worden. Seine Eltern waren Sänger an einer Zarzuela-Bühne, der spanischen Version eines Operettenhauses. Als Domingo acht Jahre alt war, wanderte die Familie nach Mexiko aus, wo er seine musikalische Ausbildung erhielt.

    Den internationalen Durchbruch schaffte er 1968 in New York. Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte er nach eigenen Worten in Hamburg. «Dort sang ich 1975 meinen ersten Othello. Die Kritiker überschlugen sich vor Begeisterung. Ich glaube, so gut habe ich sonst nie in meinem Leben gesungen», erinnerte er sich. Zwei Jahre zuvor hatte er in New York sein Debüt als Dirigent gegeben.

    Seine größten kommerziellen Erfolge feierte der Sänger als einer der «Drei Tenöre» zusammen mit Luciano Pavarotti und José Carreras. «Keiner von uns drei hätte erwartet, dass wir für solch eine Furore sorgen würden», erinnerte sich Domingo. «Eigentlich hatten wir nur das Comeback von Carreras feiern wollen, der nach seiner Leukämie-Erkrankung auf die Bühne zurückgekehrt war.»

    Von einer Pensionierung will der Musiker nichts wissen. «Wenn ich raste, roste ich», betonte er in zahllosen Interviews. Seinem Namen Plácido Domingo, der auf Deutsch «gemütlicher Sonntag» bedeutet, macht er in dieser Hinsicht keine Ehre. Neben seinen Auftritten als Sänger und Dirigent leitet er auch das Opernhaus in Los Angeles in den USA.

    Das Geld spielt für ihn nach seinen Worten keine Rolle. «Freunde halten mir vor, kein guter Geschäftsmann zu sein», berichtete er der Zeitung «El Periódico». «Ich muss 20 Mal in der Oper auftreten, um das zu verdienen, was man mir für ein einziges Konzert zahlen würde. Aber ich brauche das Leben auf der Opernbühne.»

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  • 20. Januar 2016 00:01

    Medien Promi-Geburtstag vom 20. Januar 2016: Axel Hacke

    Aberwitzig, unglaublich oder ganz alltäglich - es sind die Dinge des Lebens, über die Axel Hacke in seinen Kolumnen und Büchern schreibt. Das tut er in dem ihm eigenen Duktus: pointiert, heiter und launig, bisweilen spöttisch und meist mit Tiefgang.
    Axel Hacke will seinen Spaß bei der Arbeit haben. Foto: Swen Pförtner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Axel Hacke will seinen Spaß bei der Arbeit haben. Foto: Swen Pförtner
     
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    Am 20. Januar wird der mit zahlreichen Preisen geehrte Bestseller-Autor und Journalist 60 Jahre alt. Neben seiner wöchentlichen Kolumne im «Süddeutsche Zeitung Magazin» arbeitet er zurzeit an einem neuen Buch und tourt mit Lesungen quer durch das Land.

    Mehr als 1000 Kolumnen hat Hacke in 25 Jahren für das «SZ-Magazin» geschrieben. Freitag für Freitag. Für viele Zeitungsleser ist «Das Beste aus aller Welt» (früher: «Das Beste aus meinem Leben») eine Institution, auf die sie nicht verzichten wollen. Deswegen hat Hacke seit einiger Zeit eine Reserve-Kolumne verfasst - für den Fall, dass er mal krank ist, erzählt er. Lange Zeit habe es die nicht gegeben: «Im Rückblick erscheint mir das mittlerweile auch gewagt, aber es ist nie was schief gegangen. Ich habe natürlich auch geschrieben, als ich mit Gipsbein auf dem Sofa lag, oder in den Tagen, als meine Eltern gestorben waren. Das gehört für mich zum Berufsethos.»

    Nach dem Politikstudium und seiner Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München begann der gebürtige Braunschweiger 1981 als Sportredakteur bei der «Süddeutschen Zeitung». Eher aus Verlegenheit, wie er sagt. In der Politikredaktion sei damals schlichtweg keine Stelle frei gewesen. Einige Jahre später wechselte er doch in sein Wunschressort, wurde «Streiflicht»-Autor und schrieb mit «Nächte mit Bosch» (1991) und «Der kleine Erziehungsratgeber» (1992) seine ersten Bücher.

    Seit dem Jahr 2000 ist Hacke freischaffend tätig. «Ich wollte einfach mein eigenes Ding machen», sagt er. Und das tut er, und zwar sehr erfolgreich. Seine mittlerweile rund 20 Bücher sind Bestseller und in mehrere Sprachen übersetzt worden. Die «SZ»-Kolumne hat sich zum Dauerbrenner entwickelt. Immer montags fängt er an, sich Gedanken über das Thema zu machen, mittwochs schreibt er die Kolumne. Dabei will er vor allem Spaß haben: «Schreiben ist für mich eine sehr egoistische Sache, ich will meinen Spaß haben bei der Arbeit, und wenn ich den habe, werden ihn auch die Leser haben.»

    Spaß haben die Leser beispielsweise auch an Hackes Büchern über missverstandene Liedtexte und geradezu grotesk übersetzte Speisekarten. Quasi täglich schicken sie ihm Fundstücke, die sich später vielleicht in einem von Hackes Büchern wiederfinden. Der Verhörer «Der weiße Neger Wumbaba» (statt: «...der weiße Nebel wunderbar» aus dem Lied «Der Mond ist aufgegangen») wurde gar zum Buchtitel. Inzwischen sind mehrere Nachfolge-Bände erschienen. An welchem Buch er gerade arbeitet, hat Hacke nicht verraten. Es soll im Herbst erscheinen.

    Seinem runden Geburtstag blickt der vierfache Vater recht gelassen entgegen, zumal er halbwegs gesund sei, sagt Hacke im Interview. Was das Beste in seinem Leben ist? «Meine Familie, ganz ehrlich, die sind alle klasse, meine Frau, die Kinder, wie die heranwachsen und nun ja teilweise schon erwachsen sind, das ist eine Riesenfreude, die wird jeden Tag größer.»

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  • 19. Januar 2016 00:01

    Film Promi-Geburtstag vom 19. Januar 2016: Ingrid Andree

    Als populäre Jungmädchendarstellerin im Kino der 50er Jahre begann sie ihre Laufbahn. Später wandte sie sich verstärkt dem Theater zu, wo sie mit Regisseuren wie Fritz Kortner, Gustaf Gründgens, Jürgen Flimm und Robert Wilson Triumphe feierte.
    Ingrid Andree wird 85. Foto: Gerhard Rauchwetter © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ingrid Andree wird 85. Foto: Gerhard Rauchwetter
     
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    Im Fernsehen sah man sie in Hauptmanns «Die Ratten» und Shakespeares «Was ihr wollt» - aber auch in Episoden von «Der Kommissar», «Derrick» und «SOKO Leipzig».

    Heute lebt Ingrid Andree, die heute 85 Jahre alt wird, zurückgezogen in Berlin. Interviews gibt sie längst nicht mehr. Es bleibt die Erinnerung an eine grazile Schönheit von hanseatischer Contenance und oft koboldartigem Charme, an eine Ausnahmeschauspielerin, die ernsten und heiteren Rollen ungewöhnlich vielschichtige, oft konträre Facetten abzugewinnen vermochte.

    Überschattet wird der Blick zurück von der tragischen Familiengeschichte der 1929 in Hamburg geborenen Kaufmannstochter: Jung starben ihr Ex-Ehemann, der genialische Kollege Hanns Lothar (1929-1967, «Eins, Zwei, Drei») und ihre einzige, gleichfalls gefeierte Tochter Susanne Lothar (1960-2012, «Das weiße Band»). Früh verlor Andree, die für ihre beiden Enkel sorgt, auch ihren Schwiegersohn Ulrich Mühe (1953-2007, «Das Leben der Anderen»).

    Dieses Schicksal steht jedoch in weiter Ferne, als die junge Aktrice 1951 im Liebesdrama «Primanerinnen» neben Walter Giller ihre erste Leinwand-Hauptrolle übernimmt. Zu ihren größten Kinoerfolgen zählen dann die Rolle der Zouzou in der Thomas-Mann-Adaption «Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull» (1957) sowie die Komödie «Peter Voß, der Millionendieb» (1958) mit O.W. Fischer. 

    Ebenfalls 1951 erhält die in ihrer Heimatstadt ausgebildete Andree ihren ersten Part am dortigen Thalia Theater in Turgenjews «Ein Monat auf dem Lande». Dem Haus soll sie mit Unterbrechungen über Jahrzehnte verbunden bleiben. Im Jahr 1971 holt Intendant Boy Gobert sie erneut ans Thalia. Nun brilliert sie etwa als Königin Elisabeth in «Maria Stuart» unter Goberts Regie (1974). In der Flimm-Inszenierung «Peer Gynt» 1985 gibt die Darstellerin eine bei vielen unvergessene Mutter Aase.

    Doch Andree reüssiert auch auf anderen führenden Bühnen. So spielt sie 1959/60 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg Ägyptens Königin in Gründgens’ Inszenierung «Cäsar und Cleopatra» an der Seite des Meisters. Ist 1967 Kortners «Fräulein Julie» an den Münchner Kammerspielen, 1989 der Alte Fritz in Wilsons Produktion «CIVIL warS» am Schauspiel Köln.

    An der Berliner Schaubühne erlebt man Andree 2005 in der Uraufführung von Marius von Mayenburgs Stück «Eldorado». Insgesamt 40 Kino- und unzählige Theaterdarbietungen machen ihr Schaffen aus. Dafür wird die Zauberin voller Geheimnis, die Handwerk und Disziplin hoch schätzt, mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    Doch auch auf anderen Feldern ihres Berufs bewegt sich die Künstlerin, die noch 2010 in Damir Lukacevics Science-Fiction-Film «Transfer» über die Suche nach ewiger Jugend auftritt. Sie liest unter anderem Anne Franks Tagebuch als Hörbuch ein, gibt Kolleginnen wie Jean Simmons eine deutsche Stimme und macht sich nicht zuletzt als Prinzessin Konstanzia in der Gespenster-Hörspielserie «Hui Buh» einem großen jüngeren Publikum vertraut.

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  • 18. Januar 2016 00:01

    Leute Die Promi-Geburtstage vom 18. Januar 2016: Kevin Costner

    Sein Drehkalender scheint nicht mehr ganz so prall gefüllt zu sein wie früher, doch arbeitslos ist Kevin Costner nun gerade auch nicht. Im Action-Thriller «Criminal», laut «Imdb.com» bereits in der Nachbearbeitung, spielt der US-Star eine der männlichen Hauptrollen. Heute wird er 61.
    Kevin Costner mischt munter weiter in Hollywood mit. Foto: Claudio Onorati © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Kevin Costner mischt munter weiter in Hollywood mit. Foto: Claudio Onorati
     
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    Nur ein großer Film, «City of McFland», der im Sportlermilieu spielt, kam 2015 neu mit ihm ins Kino, gleich vier waren es im Jahr zuvor: In «Jack Ryan - Shadow Recruit» spielte er einen CIA-Agenten, in dem Sportdrama «Draft Day» den Manager eines Footballteams, in «3 Days To Kill» wieder Action als CIA-Agent der alten Schule, der in Paris seinen letzten großen Auftrag erfüllen muss. Schließlich gab er in der Independent-Produktion «Black or White» einen Großvater, der um das Sorgerecht für seine Enkeltochter kämpft, für Costner gleichfalls eine Gelegenheit, sich in die Rassismus-Diskussion in den USA einzumischen.

    Mit Lawrence Kasdans Western «Silverado» war Costner vor 31 Jahren erstmals aufgefallen. 1987 legte er in Brian de Palmas «The Untouchables - Die Unbestechlichen» Al Capone das Handwerk. Anfang der 90er Jahre war er der legendäre «Robin Hood - König der Diebe», der hartnäckige Staatsanwalt in dem Polit-Thriller «JFK» und der Beschützer eines schwarzen Super-Stars (Whitney Houston) in der Thrillerromanze «Bodyguard». Da war er selbst schon ein gefeierter Oscar-Preisträger, allerdings nicht für seine Schauspielerei.

    Seine einzigen beiden Oscars erhielt er als Regisseur und Produzent des Indianer-Epos «Dances With Wolves» («Der mit dem Wolf tanzt»). Sein Regiedebüt gewann 1991 auf Anhieb sieben Oscars. Es war nach «Cimarron» (1931) erst der zweite Western, dem die Mitglieder der Amerikanischen Filmakademie einen Oscar als bester Film zuerkannten. Costner setzte sich damals gegen Star-Regisseure wie Francis Ford Coppola («Der Pate III») und Martin Scorsese («Goodfellas») durch.

    Doch Costner musste auch teure Flops hinnehmen. Das von ihm produzierte futuristische Abenteuer «Waterworld» (1995) war ein großer Reinfall, ebenso das düstere Epos «Postman» (1998) mit Costner als Regisseur und Hauptdarsteller. Für den Western «Open Range - Weites Land» trat er 2004 noch einmal hinter die Kamera.

    In seinen Rollen ließ er sich ungern festlegen. Als einsamer Flaschenpost-Sender in «Message in a Bottle» (1999) wurde er zum romantischen Helden, als «Mr. Brooks - Der Mörder in Dir» (2007) zum Serienkiller mit einem Doppelleben.

    Privat gab er seiner zweiten Frau, dem Ex-Model Christine Baumgartner, im Herbst 2004 das Jawort. Das Paar hat drei gemeinsame kleine Kinder. Aus der ersten Ehe mit seiner College-Liebe Cindy Silva und aus einer weiteren Beziehung stammen vier seiner inzwischen erwachsenen Nachkömmlinge.

    Bei ihnen zu Hause sei immer etwas los, und die Atmosphäre sei fröhlich», erzählte Costner vor seinem runden Geburtstag im vergangenen Jahr der US-Zeitschrift «AARP». Und dass er nichts in seinem Leben bedaure.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    SEGEL, Jason amerikanischer Schauspieler und Drehbuchautor 36 18.01.1980 Los Angeles USA
    GUARDIOLA, Josep spanischer Fußballtrainer 45 18.01.1971 Santpedor Spanien
    BOA, Phillip deutscher Rockmusiker 53 18.01.1963 Hamburg Deutschland
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  • 17. Januar 2016 00:01

    Leute Die Promi-Geburtstage vom 17. Januar 2016: Paul Young

    Die Rolle des an Liebeskummer fast vergehenden jungen Mannes hat Paul Young berühmt gemacht. «Everytime You Go Away» und «Come Back and Stay» sind wohl die Songs, die den meisten Menschen heute noch zu dem Briten einfallen.
    Zwischen 80er-Nostalgie und Tex-Mex-Spaß: Paul Young wird 60. Foto: Adam Warzawa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Zwischen 80er-Nostalgie und Tex-Mex-Spaß: Paul Young wird 60. Foto: Adam Warzawa
     
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    Typischer Synthesizer-Sound der 80er, eine dazu passende Frisur und eine gute Portion Schmalz. Was ist aus Paul Young geworden?

    Er macht immer noch hauptsächlich Musik. Die Frisur ist wieder ähnlich - in den 90ern trug er die Haare mal lang. Allerdings sind sie jetzt grau und die Geheimratsecken deutlich. Das darf ja auch so sein: Heute wird er 60 Jahre alt.

    «Mitte, Ende der 90er habe ich meinen Stil ein bisschen geändert», erklärte Young in einem Fernsehinterview einmal denen, die das nicht bemerkt hatten. «Ich habe mit Tex-Mex-Musik angefangen.» Mit Los Pacaminos spiele er nun seit 1992 «zum Spaß». Aber auch sonst habe sich sein Stil geändert: mehr Gitarren, weniger Synthesizer.

    Dauernd nach den alten Liedern gefragt zu werden, sei aber «nicht so schlimm», sagt er nach kurzem Zögern. Immerhin seien es ja insgesamt etwa acht Hits, die er habe. «Love of the Common People» zählt er dazu, «Oh Girl», «Wherever I Lay My Hat (That’s My Home)» und «Senza Una Donna» mit Zucchero.

    Zur Musik kam Young als Kind über seine Klavierstunden in seinem Elternhaus in Luton bei London. Gitarre brachte er sich selbst bei. In seinen ersten Bands spielte er Bass, aber er habe immer auch nach vorne gewollt und singen, sagte er der Internetseite «Cherryred.tv». Andy Fraser und Paul Rodgers von Free waren seine Vorbilder.

    Einen ersten Top-20-Hit hatte er mit Streetband und dem ziemlich albernen Lied «Toast» sozusagen aus Versehen. Es war als Verlegenheits-Pausenfüller entstanden war, als der Gitarrist während eines Konzerts eine neue Saite aufziehen musste. «Man hielt uns dann für Komiker», kommentiert Young, dabei habe Streetband doch Rock gemacht.

    Aus Streetband ging Q-Tips hervor. Die Gruppe war viel auf Tour, begleitete die Großen (Bob Marley, The Who), aber einen Hit hatte sie nicht. Erst als Young es 1982 solo versuchte, kam der Erfolg. Der Coversong «Wherever I Lay My Hat» brachte 1983 den Durchbruch, das zugehörige Debütalbum «No Parlez» schaffte es auch in Deutschland ganz nach oben in den Charts. 1984 durfte Young schon für den Live-Aid-Hit «Do They Know It's Christmas?» die ersten Zeilen singen.

    «Comeback and Stay», Youngs größter Hit in Deutschland, war ebenfalls Teil von «No Parlez». Zudem erwies sich die Schnulze auch privat als Erfolg: Beim Videodreh lernte der Sänger seine spätere Frau Stacey Smith kennen. 1996 bekamen sie Sohn Grady-Cole.

    In den vergangenen Jahren sind mehrere Best-of- und Sammelalben von Paul Young erschienen, auch ein Kochbuch hat er herausgegeben: «Auf meinen Reisen entdeckte Rezepte». Young tourte mit einer 80er-Revival-Show («Here & Now») durch die Lande, hat weiterhin Spaß mit Los Pacaminos und beantwortet auf Twitter Fragen seiner Fans. Zum Beispiel diese: «Wann kommst du wieder nach Deutschland?» Die Antwort dürfte Fans nur halbwegs zufriedenstellen: «Noch keine Pläne, aber ich bereite mich auf ein bisschen Herumtouren dieses Jahr vor.»

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    FÜRMANN, Benno deutscher Schauspieler 44 17.01.1972 Berlin Deutschland
    TESTUD, Sylvie französische Schauspielerin 45 17.01.1971 Lyon Frankreich
    CARREY, Jim kanadischer Schauspieler 54 17.01.1962 Newmarket Kanada
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  • 16. Januar 2016 00:01

    Leute Die Promi-Geburtstage vom 16. Januar 2016: John Carpenter

    In den Filmen von John Carpenter geht es gruselig zu. Da werden Anschläge bei Nacht verübt («Assault»), schleicht schwer atmend der Killer Michael Myers durch die Stadt («Halloween - Die Nacht des Grauens») oder kehren Seemänner nach ihrem Tod zurück, um blutige Rache zu üben («The Fog - Nebel des Grauens»).
    John Carpenter wird 68. Foto: Claudio Onorati © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    John Carpenter wird 68. Foto: Claudio Onorati
     
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    Wie kaum ein anderer Regisseur verbreitete John Carpenter als Meister des Unheimlichen in den 70er und 80er Jahren Angst und Schrecken. Grauen, Verderbnis und Tod - das sind sein Geschäft. Heute wird der US-Regisseur 68 Jahre alt.

    Bei allem Horror - auf blutrünstiges Gemetzel und herumfliegende Körperteilen hat Carpenter immer verzichtet. Seine Handschrift ist subtiler, die Stimmung aber immer bedrohlich. Das kommt auch seinen Thrillern entgegen, die ganz auf Spannung aufgebaut sind.

    Sein bester Action- und Suspense-Film ist sicherlich «Die Klapperschlange» (1981), in dem Manhattan ein riesiges Gefängnis geworden ist. Als der US-Präsident mit seiner Maschine dort abstürzt, soll ihn Snake Plissken (Kurt Russell) retten - es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

    Während Kurt Russell noch immer gut im Geschäft ist, gerade brilliert er in Tarantinos Winter-Western «The Hateful Eight», verließ Carpenter in den 80er Jahren so langsam sein Fortune. Sein vorerst letzter Film ist der Psychoschocker «The Ward» (2010), der sich um abgründige Ereignisse in einer Anstalt dreht. Eher mittelprächtig.

    Über fünf Jahre ist das jetzt her, aber zur Untätigkeit ist John Carpenter nicht verdammt. Von Anfang an hat der Regisseur zu seinen Film auch die Musik komponiert - spooky und bedrohlich. Dabei muss man ihn klar zu den Synthie-Pionieren der 70er Jahre zählen.

    Im letzten Jahr hat er mit «Lost Themes» endlich sein erstes Album veröffentlicht, das nicht für einen Film gedacht war. Seine Scores hat er immer um eine einfach - äußerst hypnotische Melodie - aufgebaut, und damit die bedrohliche Stimmung seiner Filme noch verstärkt.

    Ganz so schlicht wie in den 70ern hat John Carpenter seine neun Songs auf «Lost Themes» allerdings nicht gehalten. Der Mann steht auf Classic- und Progressive-Rock und ist ein erklärter Genesis-Fan, der manchmal mit einem fetten Orgelsound auch an den Bombast eines Vangelis («1492 - Die Eroberung des Paradieses») heranreicht. Das klingt dann manchmal weniger nach Indie-Film und mehr nach Breitwandkino. Hier ist in Zukunft von der Horror-Ikone noch einiges zu erwarten - es muss ja nicht immer Celluloid sein.

    NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
    MOSS, Kate britisches Model 42 16.01.1974 Addiscombe Großbritannien
    SADE nigerianische Sängerin 57 16.01.1959 Ibadan Nigeria
    FRITSCH, Thomas deutscher Schauspieler 72 16.01.1944 Dresden Deutschland
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  • 15. Januar 2016 00:01

    Leute Die Promi-Geburtstage vom 15. Januar 2016: Ronald Zehrfeld

    Er zählt zu den profiliertesten Schauspielern seiner Generation, Ronald Zehrfeld ist ein vielbeschäftigter Mann, aber trotzdem kein TV-Dutzendgesicht.
    Ronald Zehrfeld beim Filmfestival in Locarno 2015. Foto: Urs Flueeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ronald Zehrfeld beim Filmfestival in Locarno 2015. Foto: Urs Flueeler
     
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    Mit gefeierten Kinofilmen wie «Barbara» oder «Phoenix», beide in der Regie von Christian Petzold, eroberte sich der gebürtige Ostberliner ein Publikum weit über den deutschen Tellerrand hinaus, Heute feiert Ronald Zehrfeld seinen 39. Geburtstag.

    Der Mime sieht sich mit seinem Beruf in einer gesellschaftlichen Verantwortung. Bei Projekten frage er sich daher: «Ist das jetzt nur ein Produkt für Mutti auf der Couch mit Weißweinschorle und Salzstangen oder geht es um ein gesellschaftskritisches Thema?», so Zehrfeld vor einigen Jahren im Interview mit dem «Focus». Er wolle nicht in die Situation kommen, nur noch Schubladen aufzuziehen und sich und andere zu bedienen.

    Geboren in Ost-Berlin, war Zehrfeld zu Wendezeiten ein Teenager. Nach dem Abitur folgte das Studium an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin. Bei einem Casting wurde er von Regisseur Dominik Graf entdeckt, Zehrfeld bekam seine erste große Rolle in dem Liebesdrama «Der Rote Kakadu» an der Seite von Max Riemelt und Jessica Schwarz. Für Graf stand er auch in der hochgelobten, aber quotenschwachen Krimi-Serie «Im Angesicht des Verbrechens» vor der Kamera. Für seinen Part wurde er mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet, später folgte noch einer für seine Rolle in dem düsteren TV-Krimi «Mord in Eberswalde».

    Zehrfeld liebt die Kontraste, war im Schiller-Melo «Geliebte Schwestern» im historischen Kostüm ebenso überzeugend wie in den Kinderfilmen um den Kreuzberger Lausbuben Rico. Dass er allein auf ostdeutsche Charaktere festgelegt sei, stimmt einfach nicht, obwohl Zehrfeld schon öfter Ostdeutsche spielt, was für ihn aber überhaupt kein Problem ist.

    Zehrfeld empfindet es als Glück, dass er zu DDR-Zeiten noch einige Jahre im Osten miterlebt hat. «Das ist Teil meines Lebens», sagte er einmal Zeitschrift «Cinema». Insofern könne er damit etwas mehr anfangen als viele andere Deutsche. «Es gibt Tausende Geschichten aus dieser Zeit, alle aus einem unterschiedlichen Blickwinkel. Es ist wichtig, dass sie nicht in Vergessenheit geraten und auf die Leinwand gebracht werden.»

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Promi-Geburtstag vom 8. Februar 2016: Sonja Ziemann
Lebensfroh, mädchenhaft und unkompliziert - in diesen Rollen traf Schauspielerin Sonja Ziemann zu Beginn der 1950er Jahre genau den Zuschauergeschmack.
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