Zehn Jahre lang spielte Watson Hermine Granger, die oft oberschlaue Schulfreundin des Zauberlehrlings. Zehn Jahre lang war sie reduziert auf diese Hermine, die in J. K. Rowlings Original Hermione heißt, was sich Herr-mei-jo-nie ausspricht, mit Betonung auf mei und nie. Zehn Jahre lang durfte sie nicht selbst über ihre Frisur bestimmen, musste nahezu jederzeit verfügbar sein. "Ich habe mehr Zeit meines Lebens damit verbracht, jemand anderes zu sein als ich selbst", ist ein gern zitierter Ausspruch. Denn diese Hermine war gleichzeitig ihre erste, größte, und lange auch einzige Rolle, mit wenigen Ausnahmen wie dem BBC-Waisendrama "Ballet Shoes" im Jahr 2007. Etwas für die Ewigkeit eben. Ihre jungmännlichen Co-Stars Daniel Radcliffe und Rupert Grint dagegen fanden vor, neben und nach den Harry-Potter-Drehs immer wieder Gelegenheit für andere Projekte, im Kino, TV oder auf der Bühne. Theater hatte Watson in der Zeit vor Harry Potter auch gespielt, doch danach machte sie es lieber wie Hermine und ging wieder zur Schule. 2009 begann sie ihr Studium an der Brown University in Rhode Island, USA, legte es allerdings zugunsten der letzten Potter- Dreharbeiten wieder auf Eis.













