Die junge Mutter zog es anfangs gar nicht ins Rampenlicht. Als Teenager war ihr die Vorstellung verhasst, sich von Regisseuren herumschubsen zu lassen. Aber ein Schauspielkurs in einem US-College, wo sie als Austauschschülerin war, änderte alles. "Da hat ein Feuer zu brennen angefangen, das bis heute nicht erloschen ist." Zurück in Deutschland will sie spielen, auf der Bühne und vor der Kamera. Wie ihr Vater Andreas Schmidt-Schaller, Kommissar bei der "SOKO Leipzig".
"Dann renn doch in dein Unglück", lautete der ironische Kommentar ihrer Mutter, Professorin für Schauspielkunst in Potsdam. Die Tochter nahm sich die Freiheit. "Ich bin jemand, der anderen rät, das auszuprobieren, was sie wirklich wollen", sagt Petra Schmidt-Schaller. Wenn es nicht klappt, kann man ja immer noch im Asia-Imbiss Stäbchen sortieren. Dass sie auf das richtige Ross gesetzt hatte, merkten die Zuschauer spätestens 2007, als die damals 27-Jährige in der Verfilmung von Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd" groß herauskam. Verblüffend die Leichtigkeit, mit der sie in die Rolle der esoterisch angehauchten Geliebten eines älteren Mannes schlüpfte. Faszinierend auch, wie das Ausnahmetalent mit dem großen Ulrich Tukur auf Augenhöhe spielte. Nicht nur Walser war begeistert. Schmidt-Schaller erhielt 2008 den Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsschauspielerin.














