Dass die Zeiten schlechter werden, zeigt auch eine Studie der Uni Münster, die im Auftrag des BFFS bundesweit 710 Schauspielerinnen und Schauspieler zu ihren Arbeits- und Lebensumständen befragt hat. Die Ergebnisse zeichnen ein düsteres Bild. Gut zwei Drittel der Befragten (68,1 Prozent) haben im vergangenen Jahr weniger als 30240 Euro brutto verdient. Nach Abzug von Agenturprovision (üblich sind 10 bis 15 Prozent), Steuer und Sozialabgaben bleiben monatlich rund 1000 Euro. Davon wären eigentlich noch die Beiträge für die Krankenversicherung abzuziehen. "Doch viele unserer Kollegen können sich das schlicht nicht leisten", sagt Julia Beerhold vom BFFS, "deshalb bleiben sie notgedrungen unversichert."
Das größere Problem allerdings ist, dass nur die wenigsten Schauspieler Anspruch auf Arbeitslosengeld I geltend machen können, denn das ist für kurzfristig Beschäftigte an drei Bedingungen geknüpft. Erstens: Man muss in den letzten zwei Jahren mindestens 180 Tage gearbeitet haben. Da ein 90-Minüter in rund 23 Tagen abgedreht wird, müsste ein Schauspieler also in mindestens neun Filmen eine Hauptrolle gespielt haben. Doch dieses Pensum schaffen allenfalls Vieldreher wie Christine Neubauer oder die Hauptdarsteller einer täglichen Serie. Zweitens: Die Engagements müssen überwiegend kürzer als sechs Wochen gewesen sein. Damit fallen alle Schauspieler raus, die auch am Theater arbeiten, denn ein Bühnenvertrag dauert im Schnitt drei bis sechs Monate. Drittens: Man darf in den letzten zwölf Monaten nicht mehr als die besagten 30240 Euro brutto verdient haben.
Das größere Problem allerdings ist, dass nur die wenigsten Schauspieler Anspruch auf Arbeitslosengeld I geltend machen können, denn das ist für kurzfristig Beschäftigte an drei Bedingungen geknüpft. Erstens: Man muss in den letzten zwei Jahren mindestens 180 Tage gearbeitet haben. Da ein 90-Minüter in rund 23 Tagen abgedreht wird, müsste ein Schauspieler also in mindestens neun Filmen eine Hauptrolle gespielt haben. Doch dieses Pensum schaffen allenfalls Vieldreher wie Christine Neubauer oder die Hauptdarsteller einer täglichen Serie. Zweitens: Die Engagements müssen überwiegend kürzer als sechs Wochen gewesen sein. Damit fallen alle Schauspieler raus, die auch am Theater arbeiten, denn ein Bühnenvertrag dauert im Schnitt drei bis sechs Monate. Drittens: Man darf in den letzten zwölf Monaten nicht mehr als die besagten 30240 Euro brutto verdient haben.











