Tote Hose nach 2005
Eigentlich erstaunlich, denn jahre lang herrschte tote Hose auf diesem Sektor. Mit dem Abschied von "Friends" am 11. Oktober 2005 strich als letzter Sender auch Pro 7 dieses uramerikanische 25-Minuten-Format aus seiner Primetime. Allerdings kann man das den deutschen Programmverantwortlichen kaum zum Vorwurf machen. Schließlich wurde selbst in den USA die Sitcom zu dieser Zeit für tot erklärt. Viel zu lange hatte man auf das Klonen von Erfolgsformaten wie eben "Friends" gesetzt, statt originelle neue Stoffe zu schaffen - und den Bedarf an Sitcoms dadurch versucht zu stillen, dass man selbst den untalentiertesten Comedy-Autoren hochdotierte Entwicklungs verträge gab. Dabei lassen sich erfolgreiche Serien nicht einfach so aus dem Ärmel schu_teln. "Eine Sitcom zu schreiben ist wie Alchemie", sagt Chuck Lorre. Der Mann muss es wissen, schließlich hat er mit "The Big Bang Theory", "Mike & Molly" sowie "Two and a Half Men" drei der größten Hits der letzten Jahre zu Papier gebracht.






