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Sitcomeback

Lange fassten die Sender US-Sitcoms nicht mit der Kneifzange an. Aber jetzt boomt das Genre, wie "2 Broke Girls", "Mike & Molly" und "Suburgatory" zeigen.

 

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Sitcomeback

© Warner Brothers

 

Suborgatory
Eine Sitcom in der Welt von "Desperate Housewives". Suburgatory - ein Wortmix aus Suburb (Vorstadt) und Purgatory (Fegefeuer) - zeigt, wie Teenagerin Tessa und ihr Vater (Jane Levy, Jeremy Sisto, Foto, M.) aus New York in die durch und durch künstliche Welt der Vorstadt umsiedeln. Das erinnert an "Girls Club", ist aber um einiges charmanter.
Suburgatory MI 29.8. Pro 7 22.15 Uhr

 
 

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Derbe Sprüche ist man am Dienstagabend bei Pro 7 gewohnt. Hier lässt der Sender regelmäßig Charlie Sheen und seine "Two and a Half Men" auf den Zuschauer los. Doch ab 28. August kommen die Zoten aus dem Mund einer Frau: Kat Dennings. Die 26-Jährige ist Star der Kellnerinnen-Sitcom "2 Broke Girls" und soll zusammen mit "Suburgatory" am Mittwoch die Erfolgsgeschichte für die Münchner weiterschreiben. Seit "Two and a Half Men" mit bis zu vier Millionen Zuschauern die einstige Dominanz von RTL und "Dr. House" am Dienstag stoppte, sind die Lacher am (und vom) laufenden Pro-7-Band kaum aufzuhalten: "How I Met Your Mother" fährt regelmäßig über 1,5 Millionen Zuschauer in der begehrten Ziel gruppe der Jungen ein, und auch mit "The Big Bang Theory" sowie dem Neustart "The New Girl" punktete der Sender.

Tote Hose nach 2005
Eigentlich erstaunlich, denn jahre lang herrschte tote Hose auf diesem Sektor. Mit dem Abschied von "Friends" am 11. Oktober 2005 strich als letzter Sender auch Pro 7 dieses uramerikanische 25-Minuten-Format aus seiner Primetime. Allerdings kann man das den deutschen Programmverantwortlichen kaum zum Vorwurf machen. Schließlich wurde selbst in den USA die Sitcom zu dieser Zeit für tot erklärt. Viel zu lange hatte man auf das Klonen von Erfolgsformaten wie eben "Friends" gesetzt, statt originelle neue Stoffe zu schaffen - und den Bedarf an Sitcoms dadurch versucht zu stillen, dass man selbst den untalentiertesten Comedy-Autoren hochdotierte Entwicklungs verträge gab. Dabei lassen sich erfolgreiche Serien nicht einfach so aus dem Ärmel schu_teln. "Eine Sitcom zu schreiben ist wie Alchemie", sagt Chuck Lorre. Der Mann muss es wissen, schließlich hat er mit "The Big Bang Theory", "Mike & Molly" sowie "Two and a Half Men" drei der größten Hits der letzten Jahre zu Papier gebracht.
 
 
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