Am 12. Januar startet die Showreihe "Unser Star für Baku", in der die ARD und ProSieben erneut gemeinsam einen Kandidaten für den diesjährigen Eurovision Song Contest suchen. Anstelle von Stefan Raab wird künftig Thomas D das Jury-Team leiten, das die fachliche Bewertung der Kandidaten übernimmt - obwohl der Hip-Hop-Star ("Die Fantastischen Vier") für Castingshows offenbar so gar nichts übrig hat.

Im Gespräch mit dem "Spiegel" kritisierte Thomas D jetzt TV-Formaten wie "Deutschland sucht den Superstar" und "The Voice of Germany". Sein Vorwurf: "Mich nerven diese Überzeichnungen, wenn etwa in diesen Shows genau ein Zuschauer genau im richtigen Moment aufspringt. Das ist ja erst im Nachhinein so komponiert." Er setzt mit "Unser Star für Baku" stattdessen auf Seriosität: "Wir sind live und können schon deshalb nicht in der Nachbearbeitung überdramatisieren."

Als Präsident der Jury werde er zwar auch nicht alle Kandidaten von "Unser Star für Baku" toll finden, so Thomas D weiter, aber solch krasse Worte wie von DSDS-Chef Dieter Bohlen sind von ihm angeblich nicht zu erwarten: "Dieser menschenverachtende Gestus gefällt mir nicht."

Insgesamt hoffen zwanzig Kandidaten auf das Ticket nach Aserbaidschan, wo am 26. Mai in Baku der Eurovision Song Contest 2012 stattfindet. In den ersten beiden Ausscheidungsshows (12. und 19. Januar) treten jeweils zehn Kandidaten an, von denen es jeweils fünf in die nächste Runde schaffen. Aus fünf weiteren Shows (drei Ausscheidungsshows, ein Viertelfinale, ein Halbfinale) gehen dann die Musiker hervor, die am 16. Februar im Finale von "Unser Star für Baku" antreten.
 
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