Jugendmedienschutz im Mobilfunk - Selbstverpflichtung der Mobilfunkanbieter
Die Mobilfunkunternehmen stehen zu ihrer besonderen Verantwortung für junge Kunden: Im Oktober 2007 unterzeichneten sie eine freiwillige Selbstverpflichtung, die ein Maßnahmenset zur Verbesserung des Informationsangebots im Jugendschutz umfasst. Die Maßnahmen richten sich insbesondere an Eltern, die Fragen zum verantwortlichen Umgang ihrer Kinder mit dem Handy haben. Dazu zählt eine einheitliche Jugendschutz-Hotline, die aus dem deutschen Vodafone-Netz kostenlos unter 22988 zu erreichen ist und auf allen neuen SIM-Karten unter dem Stichwort "Jugendschutz" voreingestellt ist. Ferner zählt hierzu ein verbessertes Informationsangebot zum Jugendschutz auf den Internetseiten der Anbieter. Mit der Erstellung der Seite www.vodafone.de/jugendschutz kommen wir dieser Verpflichtung nach. Zudem haben die Anbieter sich verpflichtet, eine übergreifende Internetseite bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) bereitzustellen, die über Funktionen und Möglichkeiten von Handys aber auch über potenzielle Risiken informiert.

Mit der Selbstverpflichtung zum Jugendmedienschutz ergänzen wir den "Verhaltenskodex der Mobilfunkanbieter in Deutschland zum Jugendschutz im Mobilfunk" aus dem Jahr 2005.

Europäische Vereinbarung zum Jugendschutz
Um den Jugendschutz zu forcieren, unterzeichneten 15 Mobilfunk- und Inhalteanbieter, darunter die Vodafone Group, im Februar 2007 eine Vereinbarung zum Jugendschutz (European Framework for Safer Mobile Use by Younger Teenagers and Children). Diese setzt einen Rahmen für Jugendschutzmaßnahmen auf europäischer Ebene. Die Mobilfunkbetreiber haben sich dazu verpflichtet, Eltern sowie Kinder und Jugendliche gezielter über mögliche Risiken bei der Handynutzung aufzuklären, eine Altersklassifizierung der angebotenen Inhalte gemäß den jeweiligen nationalen Standards vorzunehmen sowie gegen die Verbreitung von illegalen Inhalten über Mobiltelefone vorzugehen. Die Vereinbarung war unter Vermittlung der Europäischen Kommission zustande gekommen.

Vodafone Deutschland und die anderen deutschen Mobilfunkunternehmen haben die Verpflichtungen aus der Vereinbarung inzwischen erfüllt, wie der der Bericht "One Year After - Implementation Report" im März 2008 bestätigte.

Verhaltenskodex für Mehrwertdienste
Um das Vertrauen der Verbraucher in neue Dienstleistungen zu stärken, hat die Mobilfunkbranche im Juli 2006 zusätzlich einen Verhaltenskodex für Mehrwertdienste (Premium SMS/ Mobile Dienste und web-basierte Dienste) verabschiedet. Als freiwillige Selbstverpflichtung legt er branchenweite Richtlinien für das Angebot von Mehrwertdiensten per SMS, MMS oder als Online-Angebot fest. Der Kodex sieht vor, dass unter anderem Mobilfunk-Kunden, die ein SMS- oder MMS-Abo abschließen, per "Handshake-SMS" aufgefordert werden, den Vertragsabschluss noch einmal zu bestätigen. Kennwörter für Bestellungen und Abbestellungen des Dienstes müssen anbieterübergreifend identisch und die Preise für einen Dienst bis auf zwei Stellen nach dem Komma ausgewiesen sein.

Folgende Unternehmen sind dem Verhaltenskodex Premium SMS/Mobile Dienste und web-basierte Dienste beigetreten:

- Arvato Mobile GmbH
- BoB mobile Deutschland GmbH
- Burda Wireless GmbH
- Carmunity.com GmbH
- conVISUAL AG
- debitel AG
- Digame mobile GmbH
- Drillisch AG
- E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG
- Ericsson Internet Payment eXchange AB
- Jamba GmbH
- Materna GmbH
- MEGA Satellitenfernsehen GmbH
- Midray GmbH
- Mindmatics AG
- Minick AG
- Mint Net GmbH
- Mobilcom Communicationstechnik GmbH
- Mobile 365 GmbH
- Mobileview AG
- Net-mobile AG
- Netsize Deutschland GmbH
- O2 GmbH & Co. OHG
- Rate One GmbH
- Talkline GmbH & Co. KG
- T-Mobile
- Vodafone D2 GmbH
- Wapme AG
- WHATEVER MOBILE GmbH
- zed Germany

Verhaltenskodex deutscher Mobilfunkanbieter

Bereits im Juni 2005 haben sich alle Mobilfunkanbieter Deutschlands in einem gemeinsamen Verhaltenskodex dazu bekannt, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsgefährdenden und -beeinträchtigenden mobilen Informations- und Kommunikationsangeboten zu schützen. Der Verhaltenskodex beschreibt gemeinsame Standards, mit denen die Mobilfunkanbieter dafür Sorge tragen, dass solche Inhalte von Kindern und Jugendlichen üblicherweise nicht wahrgenommen werden. Er regelt außerdem die mobile Nutzung von Chatrooms und den Download von Filmen und Spielen im Hinblick auf den Jugendschutz sowie die Einsetzung von Jugendschutzbeauftragten.

Weitere Informationen
- Projekt Jugend und Handy der Mobilfunkunternehmen und der FSM (www.jugend-und-handy.de)

Downloads
- Jugendmedienschutz im Mobilfunk (10/2007)
Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber
- Jugendschutz: Verhaltenskodex der Mobilfunkanbieter
- Mehrwertdienste: Verhaltenskodex der Mobilfunkanbieter